Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob252/71 1Ob144/72 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043168

Geschäftszahl

2Ob252/71; 1Ob144/72; 4Ob520/73; 2Ob161/73; 8Ob250/73; 2Ob113/74 (2Ob114/74); 5Ob123/74; 3Ob111/74; 8Ob116/75; 5Ob644/76; 8Ob28/78; 2Ob175/78; 8Ob177/78; 6Ob589/79; 1Ob706/79; 8Ob240/79; 4Ob529/80; 3Ob544/80; 1Ob743/80; 6Ob515/81; 8Ob176/81; 8Ob95/81; 2Ob170/81; 5Ob578/82; 5Ob512/83; 2Ob569/84; 8Ob564/84; 2Ob546/85; 2Ob3/85; 8Ob629/86; 7Ob659/86; 2Ob689/86; 1Ob704/86; 10ObS146/88; 10ObS197/88; 10ObS178/88; 2Ob545/89; 10ObS260/02m; 10ObS280/02b; 10ObS274/03x; 10Ob324/02y; 16Ok1/05; 16Ok46/05; 3Ob15/09s; 7Ob81/10b (7Ob97/10f); 5Ob206/10w; 8Ob75/11d; 5Ob65/11m; 16Ok8/10; 7Ob85/12v; 7Ob145/12t; 6Ob25/12p; 10ObS54/13h; 10ObS61/13p; 10ObS95/13p; 10ObS90/13b; 16Ok6/12; 10ObS164/13k; 7Ob215/13p; 10ObS65/14b; 10ObS81/14f; 10ObS138/14p; 1Ob135/14f; 10Ob46/15k; 10ObS65/15d; 4Ob125/15h; 3Ob141/16f

Entscheidungsdatum

28.03.1972

Norm

ZPO §503 Z2 C3c
ZPO §503 Z4 E4c5

Rechtssatz

Die Würdigung der tatsächlichen Feststellungen des Gutachtens und der zur Gewinnung der Tatsachenfeststellungen vom Sachverständigen angewandten Regeln der Wissenschaft und Sachkunde, die ihrerseits Erfahrungssätze zur Gewinnung des Sachverhaltes darstellen, ist nicht unter dem Gesichtspunkt eines Verfahrensmangels anzufechten, sondern allenfalls unter dem der unrichtigen rechtlichen Beurteilung. Das ist aber nur unter der Voraussetzung möglich, dass der Sachverständige bei seinen Schlussfolgerungen gegen zwingende Denkgesetze oder gegen die objektiv überprüfbaren zwingenden Gesetze des sprachlichen Ausdruckes verstoßen hat (EvBl 1959/160, EvBl 1956/258, SZ 22/126 und anderes mehr).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 252/71
    Entscheidungstext OGH 28.03.1972 2 Ob 252/71
  • 1 Ob 144/72
    Entscheidungstext OGH 30.08.1972 1 Ob 144/72
    Ähnlich
  • 4 Ob 520/73
    Entscheidungstext OGH 10.04.1973 4 Ob 520/73
  • 2 Ob 161/73
    Entscheidungstext OGH 17.10.1973 2 Ob 161/73
  • 8 Ob 250/73
    Entscheidungstext OGH 18.12.1973 8 Ob 250/73
  • 2 Ob 113/74
    Entscheidungstext OGH 04.04.1974 2 Ob 113/74
    Beisatz: Hier: Berechnung und Feststellung des Verdienstentgangs eines Rechtsanwaltes durch Sachverständigen. (T1)
  • 5 Ob 123/74
    Entscheidungstext OGH 29.05.1974 5 Ob 123/74
    Vgl auch
  • 3 Ob 111/74
    Entscheidungstext OGH 28.05.1974 3 Ob 111/74
  • 8 Ob 116/75
    Entscheidungstext OGH 04.06.1975 8 Ob 116/75
  • 5 Ob 644/76
    Entscheidungstext OGH 21.09.1976 5 Ob 644/76
  • 8 Ob 28/78
    Entscheidungstext OGH 12.04.1978 8 Ob 28/78
  • 2 Ob 175/78
    Entscheidungstext OGH 09.11.1978 2 Ob 175/78
  • 8 Ob 177/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 8 Ob 177/78
    Vgl
  • 6 Ob 589/79
    Entscheidungstext OGH 23.05.1979 6 Ob 589/79
  • 1 Ob 706/79
    Entscheidungstext OGH 12.11.1979 1 Ob 706/79
    Ähnlich; nur: Das ist aber nur unter der Voraussetzung möglich, daß der Sachverständige bei seinen Schlußfolgerungen gegen zwingende Denkgesetze oder gegen die objektiv überprüfbaren zwingenden Gesetze des sprachlichen Ausdruckes verstoßen hat. (T2)
    Beisatz: Hier: Im Rekursverfahren. (T3)
  • 8 Ob 240/79
    Entscheidungstext OGH 22.11.1979 8 Ob 240/79
  • 4 Ob 529/80
    Entscheidungstext OGH 03.06.1980 4 Ob 529/80
    nur T2
  • 3 Ob 544/80
    Entscheidungstext OGH 04.06.1980 3 Ob 544/80
    Auch
  • 1 Ob 743/80
    Entscheidungstext OGH 18.03.1981 1 Ob 743/80
    nur T2; Veröff: JBl 1982,491
  • 6 Ob 515/81
    Entscheidungstext OGH 13.07.1981 6 Ob 515/81
  • 8 Ob 176/81
    Entscheidungstext OGH 03.09.1981 8 Ob 176/81
    nur T2
  • 8 Ob 95/81
    Entscheidungstext OGH 03.09.1981 8 Ob 95/81
  • 2 Ob 170/81
    Entscheidungstext OGH 17.11.1981 2 Ob 170/81
  • 5 Ob 578/82
    Entscheidungstext OGH 27.04.1982 5 Ob 578/82
    nur T2
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
  • 2 Ob 569/84
    Entscheidungstext OGH 05.06.1984 2 Ob 569/84
    nur T2
  • 8 Ob 564/84
    Entscheidungstext OGH 13.12.1984 8 Ob 564/84
    nur T2
  • 2 Ob 546/85
    Entscheidungstext OGH 23.04.1985 2 Ob 546/85
    nur T2
  • 2 Ob 3/85
    Entscheidungstext OGH 02.07.1985 2 Ob 3/85
    Beis wie T1 nur: Berechnung und Feststellung des Verdienstentgangs durch Sachverständigen. (T4)
  • 8 Ob 629/86
    Entscheidungstext OGH 18.09.1986 8 Ob 629/86
    Auch
  • 7 Ob 659/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 7 Ob 659/86
    Beisatz: § 232 Abs 2 AußStrG (T5)
  • 2 Ob 689/86
    Entscheidungstext OGH 18.11.1986 2 Ob 689/86
  • 1 Ob 704/86
    Entscheidungstext OGH 14.01.1987 1 Ob 704/86
    nur T2
  • 10 ObS 146/88
    Entscheidungstext OGH 05.07.1988 10 ObS 146/88
  • 10 ObS 197/88
    Entscheidungstext OGH 20.09.1988 10 ObS 197/88
    nur T2
  • 10 ObS 178/88
    Entscheidungstext OGH 20.09.1988 10 ObS 178/88
    nur T2; Beisatz: Beschränkt sich der Sachverständige im Rahmen seiner Erkenntnisquelle und Schlußfolgerungen auf die Beurteilung der naturwissenschaftlichen, medizinischen Kausalität und legt das Gericht diese Schlußfolgerungen seinen tatsächlichen Feststellungen zugrunde, so stellt deren Bekämpfung den irrevisiblen Anfechtungsgrund der unrichtigen Tatsachenfeststellung und Beweiswürdigung dar. (T6)
  • 2 Ob 545/89
    Entscheidungstext OGH 28.02.1990 2 Ob 545/89
    Veröff: JBl 1990,786
  • 10 ObS 260/02m
    Entscheidungstext OGH 27.08.2002 10 ObS 260/02m
    Auch; Beisatz: Oder erkennbar ist, dass der Sachverständige erheblichen Verhandlungsstoff außer Acht gelassen hat und dies die Unrichtigkeit des Gutachtens zur Folge hat. (T7)
  • 10 ObS 280/02b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2002 10 ObS 280/02b
    Auch; nur T2
  • 10 ObS 274/03x
    Entscheidungstext OGH 16.12.2003 10 ObS 274/03x
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 10 Ob 324/02y
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 Ob 324/02y
  • 16 Ok 1/05
    Entscheidungstext OGH 14.02.2005 16 Ok 1/05
    Auch
  • 16 Ok 46/05
    Entscheidungstext OGH 27.02.2006 16 Ok 46/05
    Beisatz: Eine Anfechtung der Ergebnisse von Sachverständigengutachten, die Tatsacheninstanzen ihren Entscheidungen zu Grunde legten, wegen unrichtiger rechtlicher Beurteilung ist nach ständiger Rechtsprechung nur insoweit möglich, als dabei dem Sachverständigen bei seinen Schlussfolgerungen ein Verstoß gegen zwingende Denkgesetze oder gegen objektiv überprüfbare Gesetze sprachlichen Ausdrucks unterlaufen ist. (T8)
  • 3 Ob 15/09s
    Entscheidungstext OGH 25.02.2009 3 Ob 15/09s
    Beisatz: Dass das Berufungsgericht das mit der Berufung des Beklagten vorgelegte Privatgutachten nicht berücksichtigt hat, begründet keinen Mangel des Berufungsverfahrens. (T9)
    Beisatz: Ein Sachverständigengutachten kann im Revisionsverfahren nur bei einem Verstoß gegen zwingende Denkgesetze angefochten werden. (T10)
  • 7 Ob 81/10b
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 7 Ob 81/10b
    Auch; Beis wie T8
  • 5 Ob 206/10w
    Entscheidungstext OGH 08.03.2011 5 Ob 206/10w
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 75/11d
    Entscheidungstext OGH 29.09.2011 8 Ob 75/11d
    Auch
  • 5 Ob 65/11m
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 5 Ob 65/11m
    Vgl; Beis auch wie T10
  • 16 Ok 8/10
    Entscheidungstext OGH 12.12.2011 16 Ok 8/10
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Die Frage der Tauglichkeit einer bestimmten wissenschaftlichen Untersuchungsmethode kann vor dem Obersten Gerichtshof releviert werden, siehe RS0127336. (T11)
    Beisatz: Hier: Kartellverfahren. (T12)
    Veröff: SZ 2011/148
  • 7 Ob 85/12v
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 7 Ob 85/12v
    Auch
  • 7 Ob 145/12t
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 7 Ob 145/12t
    Auch
  • 6 Ob 25/12p
    Entscheidungstext OGH 27.02.2013 6 Ob 25/12p
    Vgl
  • 10 ObS 54/13h
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 10 ObS 54/13h
  • 10 ObS 61/13p
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 ObS 61/13p
    Beisatz: Eine Anfechtung der Ergebnisse von Sachverständigengutachten, welche die Tatsacheninstanzen ihren Entscheidungen zugrunde legten, kann unter dem Gesichtspunkt eines Verfahrensmangels somit gar nicht erfolgen. (T13)
  • 10 ObS 95/13p
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 ObS 95/13p
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T13
  • 10 ObS 90/13b
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 ObS 90/13b
    Beis wie T8; Beis wie T13
  • 16 Ok 6/12
    Entscheidungstext OGH 02.12.2013 16 Ok 6/12
    Vgl auch; nur T2; Beis wie T12
  • 10 ObS 164/13k
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 10 ObS 164/13k
    Beis wie T8
  • 7 Ob 215/13p
    Entscheidungstext OGH 11.12.2013 7 Ob 215/13p
    Auch; Beis wie T13; Beisatz: Mit Rechtsrüge wären die Gutachtensergebnisse nur bekämpfbar, wenn dabei ein Verstoß gegen zwingende Denkgesetze, (sonstige) Erfahrungssätze oder zwingende Gesetze des sprachlichen Ausdrucks unterlaufen wäre. (T14)
  • 10 ObS 65/14b
    Entscheidungstext OGH 17.06.2014 10 ObS 65/14b
    Vgl; Beis wie T6
  • 10 ObS 81/14f
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 10 ObS 81/14f
    Auch; Beis wie T10
  • 10 ObS 138/14p
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 ObS 138/14p
    Auch; Beis wie T14
  • 1 Ob 135/14f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 135/14f
    Auch
  • 10 Ob 46/15k
    Entscheidungstext OGH 30.06.2015 10 Ob 46/15k
    Auch; Beis wie T14
  • 10 ObS 65/15d
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 ObS 65/15d
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 4 Ob 125/15h
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 125/15h
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T14
  • 3 Ob 141/16f
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 141/16f
    Auch; Beis wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0043168

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.03.2017

Dokumentnummer

JJR_19720328_OGH0002_0020OB00252_7100000_001

Rechtssatz für 5Ob534/80 7Ob634/86 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0057496

Geschäftszahl

5Ob534/80; 7Ob634/86; 7Ob659/86; 6Ob710/87; 6Ob576/87; 4Ob11/03a; 1Ob111/12y

Entscheidungsdatum

03.06.1980

Norm

EheG nF §81
EheG nF §83
EheG nF §92

Rechtssatz

Sind Schulden zur Einrichtung der Wohnung eingegangen worden und hat der Mann auf alle Ansprüche auf das eheliche Gebrauchsvermögen und die ehelichen Ersparnisse verzichtet, so kann ihm die Tragung weiterer Lasten an den im Zusammenhang mit den angeführten Investitionen begründeten Schulden - mangels besonderer Umstände - billigerweise nicht zugemutet werden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 534/80
    Entscheidungstext OGH 03.06.1980 5 Ob 534/80
  • 7 Ob 634/86
    Entscheidungstext OGH 02.10.1986 7 Ob 634/86
    Ähnlich
  • 7 Ob 659/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 7 Ob 659/86
    Ähnlich
  • 6 Ob 710/87
    Entscheidungstext OGH 14.01.1988 6 Ob 710/87
    Ähnlich; Veröff: SZ 61/4
  • 6 Ob 576/87
    Entscheidungstext OGH 19.05.1988 6 Ob 576/87
    Vgl auch; Beisatz: Schulden unterliegen grundsätzlich der internen Aufteilung wie die in die Aufteilungsmasse fallenden Aktiven. (T1)
  • 4 Ob 11/03a
    Entscheidungstext OGH 21.01.2003 4 Ob 11/03a
    Vgl auch; Beisatz: Die Zahlungslast ist in der Regel dem Ehegatten aufzuerlegen, der die mit der Schuld in Zusammenhang stehenden Vermögensgegenstände erhält. (T2); Beisatz: Hier: Kredit für Haussanierung - Haus verbleibt Ehefrau und Kindern. (T3)
  • 1 Ob 111/12y
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 111/12y
    Vgl auch; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0057496

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.03.2016

Dokumentnummer

JJR_19800603_OGH0002_0050OB00534_8000000_002

Rechtssatz für 1Ob511/80 5Ob644/81 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0057349

Geschäftszahl

1Ob511/80; 5Ob644/81; 7Ob546/82; 6Ob639/85; 8Ob586/85; 7Ob659/86; 6Ob677/87; 6Ob648/88; 6Ob506/95; 3Ob1/99i; 2Ob105/06i; 2Ob98/07m; 3Ob148/08y; 1Ob177/09z; 1Ob234/14i; 1Ob139/15w; 1Ob248/15z; 1Ob44/18d; 5Ob229/18i

Entscheidungsdatum

09.07.1980

Norm

EheG §81

Rechtssatz

Der Aufteilung unterliegen nur solche Vermögenswerte, die während aufrechter ehelicher Lebensgemeinschaft dem Gebrauch der Ehegatten dienten (Gebrauchsvermögen) beziehungsweise als Ersparnisse angesammelt wurden. Ersparnisse, die aus der Zeit vor der Eheschließung stammen oder die ein Ehegatte nach Aufhebung der ehelichen Lebensgemeinschaft, wenn auch während aufrechter Ehe angesammelt hat, scheiden aus der Aufteilung aus.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 511/80
    Entscheidungstext OGH 09.07.1980 1 Ob 511/80
  • 5 Ob 644/81
    Entscheidungstext OGH 15.09.1981 5 Ob 644/81
  • 7 Ob 546/82
    Entscheidungstext OGH 29.04.1982 7 Ob 546/82
  • 6 Ob 639/85
    Entscheidungstext OGH 26.09.1985 6 Ob 639/85
    nur: Der Aufteilung unterliegen nur solche Vermögenswerte, die während aufrechter ehelicher Lebensgemeinschaft dem Gebrauch der Ehegatten dienten (Gebrauchsvermögen) beziehungsweise als Ersparnisse angesammelt wurden. (T1)
    Beisatz: Eheliche Ersparnisse, die während aufrechter Lebensgemeinschaft angesammelt wurden und zu welchen auch der andere Ehegatte seinen Beitrag geleistet hat, die aber auch in der Zeit danach eine ohne Zutun des Ehepartners, in dessen Besitz sie geblieben waren, eingetretene Wertsteigerung erfahren haben, unterliegen der Aufteilung. (T2)
  • 8 Ob 586/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 586/85
    nur T1
  • 7 Ob 659/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 7 Ob 659/86
    Beisatz: Erwerb auch durch Konsumverzicht. (T3)
  • 6 Ob 677/87
    Entscheidungstext OGH 08.10.1987 6 Ob 677/87
    Auch; Beis wie T2; Beisatz: Wertsteigerungen sind auch beim in die Aufteilung einbezogenen Fehlenden in gleicher Weise zu berücksichtigen. (T4)
  • 6 Ob 648/88
    Entscheidungstext OGH 06.09.1988 6 Ob 648/88
    Auch; Beisatz: Während der Ehe angefallene Abfertigung unterliegt der Aufteilung, auch wenn sie für teilweise vor der Ehe geleistete berufliche Tätigkeit bezahlt wurde. (T5)
  • 6 Ob 506/95
    Entscheidungstext OGH 20.04.1995 6 Ob 506/95
    nur T1
  • 3 Ob 1/99i
    Entscheidungstext OGH 23.08.2000 3 Ob 1/99i
    Auch; Beis wie T5 nur: Während der Ehe angefallene Abfertigung unterliegt der Aufteilung. (T6)
  • 2 Ob 105/06i
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 2 Ob 105/06i
    Auch; Beis wie T5
  • 2 Ob 98/07m
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 2 Ob 98/07m
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 3 Ob 148/08y
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 148/08y
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Vor der Eheschließung erzielter Lotteriegewinn. (T7)
  • 1 Ob 177/09z
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 1 Ob 177/09z
    Vgl auch
  • 1 Ob 234/14i
    Entscheidungstext OGH 23.12.2014 1 Ob 234/14i
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 139/15w
    Entscheidungstext OGH 27.08.2015 1 Ob 139/15w
    Vgl; Beisatz: Zur ehelichen Errungenschaft gehören nur wertsteigernde Aufwendungen während aufrechter ehelicher Lebensgemeinschaft, somit Investitionen in die Aufteilungsmasse, nicht aber Investitionen in ein nach § 82 Abs 1 Z 1 EheG von der Aufteilung ausgenommenes Objekt nach Beendigung der ehelichen Lebensgemeinschaft. (T8)
  • 1 Ob 248/15z
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 248/15z
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 44/18d
    Entscheidungstext OGH 30.04.2018 1 Ob 44/18d
    nur T1
  • 5 Ob 229/18i
    Entscheidungstext OGH 21.05.2019 5 Ob 229/18i
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0057349

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19800709_OGH0002_0010OB00511_8000000_001

Rechtssatz für 6Ob606/81 1Ob643/82 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0057331

Geschäftszahl

6Ob606/81; 1Ob643/82; 7Ob662/82; 6Ob807/82; 2Ob591/82; 8Ob586/85; 2Ob666/85; 6Ob694/85; 1Ob522/86; 7Ob659/86; 1Ob516/90; 4Ob552/91; 1Ob591/91; 4Ob1618/94; 4Ob504/95; 6Ob506/95; 3Ob319/97a; 3Ob343/97f; 6Ob22/98y; 9Ob42/99p; 2Ob271/99p; 2Ob18/00m; 3Ob1/99i; 6Ob85/02x; 8Ob202/02t; 1Ob53/02d; 7Ob168/03m; 3Ob122/04v; 9Ob13/06m; 2Ob143/07d; 3Ob187/07g; 7Ob74/09x; 1Ob177/09z; 1Ob187/09w; 7Ob48/10z; 2Ob110/09d; 5Ob221/10a; 1Ob117/11d; 1Ob80/12i; 1Ob248/15z; 1Ob262/15h; 1Ob188/16b; 1Ob11/17z; 1Ob58/17m; 1Ob146/17b; 1Ob86/18f; 1Ob112/18d

Entscheidungsdatum

21.10.1981

Norm

EheG §81

Rechtssatz

Erste Voraussetzung für die Zugehörigkeit einer Sache zum Aufteilungsvermögen ist, dass sie zum Zeitpunkt der Aufhebung der ehelichen Gemeinschaft zum ehelichen Gebrauchsvermögen oder zu den ehelichen Ersparnissen gehört.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 606/81
    Entscheidungstext OGH 21.10.1981 6 Ob 606/81
    Veröff: SZ 54/149 = MietSlg 33527
  • 1 Ob 643/82
    Entscheidungstext OGH 03.11.1982 1 Ob 643/82
    Auch; Veröff: SZ 55/163 = JBl 1983,316
  • 7 Ob 662/82
    Entscheidungstext OGH 16.12.1982 7 Ob 662/82
    Auch; Beisatz: Für den Regelfall ist davon auszugehen, dass alle jene Wertanlagen dem Aufteilungsverfahren unterliegen, die bis zum Stichtag der Auflösung der ehelichen Lebensgemeinschaft als eheliche Ersparnisse (oder eheliche Gebrauchsvermögen) angeschafft wurden. (T1)
    Veröff: SZ 55/192 = JBl 1983/648 (Huber)
  • 6 Ob 807/82
    Entscheidungstext OGH 09.03.1983 6 Ob 807/82
    Auch; Beisatz: Hier: Voraussetzung fehlt bei Abfertigungsanspruch, der erst nach Scheidung der Ehe angefallen ist. (T2)
    Veröff: SZ 56/42
  • 2 Ob 591/82
    Entscheidungstext OGH 13.12.1983 2 Ob 591/82
  • 8 Ob 586/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 586/85
  • 2 Ob 666/85
    Entscheidungstext OGH 10.12.1985 2 Ob 666/85
  • 6 Ob 694/85
    Entscheidungstext OGH 05.12.1985 6 Ob 694/85
    Auch; Beisatz: Ein drei Jahre nach dem Zeitpunkt der Ehescheidung und Aufhebung der ehelichen Lebensgemeinschaft bestandenes Sparguthaben ist auf keinen Fall in die Aufteilungsmasse einzubeziehen, soweit nicht feststeht, dass es in eindeutiger Wertverfolgung auf einen der Aufteilung unterlegenes Vermögensbestandteil zurückgeführt werden kann. (T3)
  • 1 Ob 522/86
    Entscheidungstext OGH 19.02.1986 1 Ob 522/86
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 659/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 7 Ob 659/86
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 516/90
    Entscheidungstext OGH 04.04.1990 1 Ob 516/90
    Auch; Veröff: RZ 1991/3 S 19
  • 4 Ob 552/91
    Entscheidungstext OGH 10.09.1991 4 Ob 552/91
  • 1 Ob 591/91
    Entscheidungstext OGH 29.01.1992 1 Ob 591/91
  • 4 Ob 1618/94
    Entscheidungstext OGH 08.11.1994 4 Ob 1618/94
  • 4 Ob 504/95
    Entscheidungstext OGH 21.02.1995 4 Ob 504/95
  • 6 Ob 506/95
    Entscheidungstext OGH 20.04.1995 6 Ob 506/95
  • 3 Ob 319/97a
    Entscheidungstext OGH 29.10.1997 3 Ob 319/97a
  • 3 Ob 343/97f
    Entscheidungstext OGH 11.03.1998 3 Ob 343/97f
  • 6 Ob 22/98y
    Entscheidungstext OGH 25.02.1999 6 Ob 22/98y
    Vgl auch; Beisatz: Das während der Ehe erworbene Anwartschaftsrecht ist bei einem erst in der Zukunft entstehenden Abfertigungsanspruch noch kein Vermögensbestandteil des Abfertigungsberechtigten. (T4);
    Beisatz: Keine Anerkennung von Versorgungsanwartschaften (hier: Pensionsvorauszahlung) als eheliche Ersparnis. (T5)
  • 9 Ob 42/99p
    Entscheidungstext OGH 24.02.1999 9 Ob 42/99p
    Beisatz: Hier: Voraussetzung fehlt bei Einzahlungen in eine Pensionskasse in der Erwartung eines späteren Pensionsbezugs, zumal die Früchte aus diesen Zahlungen noch nicht angefallen sind. (T6)
  • 2 Ob 271/99p
    Entscheidungstext OGH 05.10.1999 2 Ob 271/99p
    Beis wie T4; Beisatz: Die Tatsache, dass der Abfertigungsanspruch ein während der aufrechten Ehe erworbenes vermögenswertes Anwartschaftsrecht darstellt, ändert nichts daran, dass es sich dabei um einen Geldbetrag handelt, welcher erst nach Scheidung der Ehe anfällt und von dem im Zeitpunkt der Aufhebung der ehelichen Gemeinschaft noch nicht feststand, ob er dem Antragsteller auch anfallen wird. (T7)
  • 2 Ob 18/00m
    Entscheidungstext OGH 03.02.2000 2 Ob 18/00m
    Vgl auch; Beisatz: Der Begriff der ehelichen Ersparnisse ist in einem umfassenden Sinn zu verstehen; es gehören dazu alle Wertanlagen, gleich welcher Art, die ihrem Wesen nach (nach der Verkehrsauffassung) für eine Verwertung bestimmt sind, und zwar etwa für eine solche nach der Substanz, also durch Veräußerung, oder durch Erzielung von Erträgnissen. (T8)
    Beisatz: Hier: Pensionskapitaldrittel diente der Schaffung von Vermögenswerten. (T9)
  • 3 Ob 1/99i
    Entscheidungstext OGH 23.08.2000 3 Ob 1/99i
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 85/02x
    Entscheidungstext OGH 16.05.2002 6 Ob 85/02x
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T9; Beisatz: Ein aufzuteilendes Vermögen muss zum Aufteilungszeitpunkt, das ist der Zeitpunkt der Aufhebung der ehelichen Gemeinschaft ein verfügbares Vermögen sein, das verwertet werden kann. (T10) Beisatz: Gutschriften auf dem individuellen Alterskonto des Versicherten aus der Berufsvorsorge nach dem schweizerischen FZG gehören jedenfalls dann nicht in die Aufteilungsmasse eines österreichischen Aufteilungsverfahrens, wenn zum maßgeblichen Aufteilungszeitpunkt der Freizügigkeitsfall, dass der Versicherte die Schweiz endgültig verlässt, noch nicht eingetreten war. Damit ist die Parallele zum Abfertigungsanspruch gegeben, den die Judikatur nur dann als aufzuteilendes eheliches Vermögen behandelt, wenn er zum Aufteilungszeitpunkt auch schon angefallen war. (T11)
  • 8 Ob 202/02t
    Entscheidungstext OGH 19.09.2002 8 Ob 202/02t
    Auch
  • 1 Ob 53/02d
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 1 Ob 53/02d
    Beis wie T4; Beis wie T7; Beisatz: Eine jedenfalls knapp vor Aufhebung der Ehegemeinschaft erlangte Pensionsabfindung eines der Ehegatten ist nicht in die Aufteilungsmasse einzubeziehen. Eine Pensionsabfindung könnte aus Gründen der Billigkeit dann angemessen einzubeziehen sein, wenn der durch die Pensionsreduktion bewirkte Konsumverzicht beide Ehegatten durch längere Zeit gemeinsam traf. (T12)
    Beisatz: Pensionsabfindungen sind Gehaltsvorschüssen vergleichbar, die schon aus dem Grund nicht als eheliche Ersparnis angesehen werden können, weil ihnen die Rückzahlungsverpflichtung gegenübersteht, sodass wirtschaftlich und rechtlich betrachtet nichts in die Aufteilungsmasse fallen kann. (T13)
    Veröff: SZ 2003/48
  • 7 Ob 168/03m
    Entscheidungstext OGH 10.09.2003 7 Ob 168/03m
    Beisatz: Hier fällt der Anspruch aus dem Versicherungsvertrag nach Eintritt des Versicherungsfalles unter die "ehelichen" Errungenschaften, die als eheliche Ersparnisse der Aufteilung unterliegen. (T14)
    Veröff: SZ 2003/102
  • 3 Ob 122/04v
    Entscheidungstext OGH 27.04.2005 3 Ob 122/04v
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Für den Umfang der Aufteilungsmasse ist der Zeitpunkt der Auflösung der ehelichen Gemeinschaft maßgebend. (T15)
    Beisatz: Während der Ehe erworbene Anwartschaftsrechte sind bei einem erst in Zukunft entstehenden Anspruch noch kein Vermögensbestandteil des Berechtigten, steht doch im Zeitpunkt der Aufhebung der ehelichen Gemeinschaft noch nicht fest, ob ein aus der Anwartschaft resultierender Geldbetrag dem Mann überhaupt anfallen werde. (T16)
    Beisatz: Hingegen wird mit der hier vorliegenden Verlustbeteiligung im Sinn des Steuersparmodells bezweckt, dass von Anfang, das heißt von Beginn der Beteiligung an Erträgnisse im Sinn einer jährlichen Steuerersparnis erzielt werden. Das vorliegende Beteiligungsmodell ist daher grundsätzlich in die nacheheliche Aufteilung einzubeziehen. (T17)
    Veröff: SZ 2005/62
  • 9 Ob 13/06m
    Entscheidungstext OGH 07.06.2006 9 Ob 13/06m
  • 2 Ob 143/07d
    Entscheidungstext OGH 30.08.2007 2 Ob 143/07d
    Auch; Beisatz: Ob die „unbaren Entnahmen" erst nach Aufhebung der ehelichen Lebensgemeinschaft ausbezahlt wurden und eine Umwidmung in eheliche Ersparnisse nach diesem, für die Zugehörigkeit zur Aufteilungsmasse entscheidenden Zeitpunkt grundsätzlich ausgeschlossen gewesen wäre ist nicht relevant. (T18)
  • 3 Ob 187/07g
    Entscheidungstext OGH 27.11.2007 3 Ob 187/07g
    Auch; Beisatz: Hier: Über die erst nach diesem Zeitpunkt entstandenen Mietzinsschulden ist im streitigen Verfahren zu entscheiden. (T19)
  • 7 Ob 74/09x
    Entscheidungstext OGH 08.07.2009 7 Ob 74/09x
    Auch; Beisatz: Das von dem einen Ehepartner nach der Aufhebung der ehelichen Gemeinschaft erworbene Eigentum an einer während der aufrechten ehelichen Gemeinschaft gepachteten Liegenschaft (hier: Kleingarten) kann das aufgegebene Pachtrecht nicht surrogieren. (T20)
  • 1 Ob 177/09z
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 1 Ob 177/09z
    Vgl auch
  • 1 Ob 187/09w
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 1 Ob 187/09w
    Vgl auch; Beisatz: Bei Mischformen von „Zukunftsvorsorgeprodukten", die nicht auf den ersten Blick als der Aufteilung unterliegend oder aber von ihr ausgenommen qualifiziert werden können, ist zu fragen, ob es sich nach dem grundsätzlichen Abgrenzungsmodell des § 81 Abs 3 EheG um ihrer Art nach üblicherweise - also nach der Verkehrsauffassung - für eine Verwertung bestimmte Wertanlagen handelt. (T21)
    Beisatz: Dies trifft nun auf typischerweise der Altersvorsorge dienende „Finanzprodukte" nicht zu, sodass diese -von Missbrauchsfällen abgesehen - in die nacheheliche Aufteilung regelmäßig nicht einzubeziehen sind. (T22)
  • 7 Ob 48/10z
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 48/10z
    Auch
  • 2 Ob 110/09d
    Entscheidungstext OGH 06.05.2010 2 Ob 110/09d
  • 5 Ob 221/10a
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 221/10a
    Vgl; Beisatz: Ein bloß möglicher, also ein tatsächlich nicht erzielter Ertrag gehört nicht zu den ehelichen Ersparnissen. (T23)
  • 1 Ob 117/11d
    Entscheidungstext OGH 21.07.2011 1 Ob 117/11d
    Beis ähnlich wie T5; Beis ähnlich wie T6; Beis wie T8; Beis ähnlich wie T9; Beis wie T11; Beis wie T12; Beis wie T13; Beis wie T16; Beis wie T21; Beis wie T22; Beisatz: Hier: Freiwillige, private Pensionsvorsorge im Rahmen der sogenannten dritten Pensionssäule. (T24)
  • 1 Ob 80/12i
    Entscheidungstext OGH 22.06.2012 1 Ob 80/12i
    Auch
  • 1 Ob 248/15z
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 248/15z
    Beis wie T11
  • 1 Ob 262/15h
    Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 262/15h
    Beis wie T1; Veröff: SZ 2016/43
  • 1 Ob 188/16b
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 1 Ob 188/16b
    Beis wie T1; Beis wie T23; Beisatz: Werden rückständige Unterhaltsforderungen für einen Zeitraum bis zur Aufhebung der ehelichen Gemeinschaft beglichen, verringert im Regelfall die (Nach‑)Zahlung die aufzuteilenden ehelichen Ersparnisse, weil sie aus deswegen ersparten (zurückbehaltenen) Mitteln angesammelt wurden. (T25)
  • 1 Ob 11/17z
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 1 Ob 11/17z
    Beis ähnlich T25; Beisatz: Wird rückständiger Unterhalt für den Zeitraum bis zur Aufhebung der ehelichen Gemeinschaft danach beglichen, verringert diese Nachzahlung die aufzuteilenden ehelichen Ersparnisse, wenn sie aus deswegen ersparten (zurückbehaltenen) Mitteln angesammelt wurden. (T26)
    Diese Unterhaltsnachzahlungen dienen zweckgewidmet dem Unterhalt – und gerade nicht der Vermögensbildung – und kamen der Unterhaltsberechtigten erst nach Aufhebung der ehelichen Lebensgemeinschaft zu, sodass sie ihr auch nicht als eheliche Ersparnisse zuzurechnen sind (zu der insofern von Tews zu 1 Ob 188/16b [in EF‑Z 2017, 83] geäußerten Kritik). (T27)
  • 1 Ob 58/17m
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 58/17m
    Beis wie T1
  • 1 Ob 146/17b
    Entscheidungstext OGH 25.10.2017 1 Ob 146/17b
    Beis wie T8
  • 1 Ob 86/18f
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 86/18f
    Vgl; Beis wie T27
  • 1 Ob 112/18d
    Entscheidungstext OGH 20.04.2019 1 Ob 112/18d
    Auch; Beisatz: Der Zeitpunkt der Aufhebung der ehelichen Gemeisnchaft wird im Aufteilungsverfahren als "Aufteilungssstichtag" bezeichnet. (T28)
    Beisatz: Die durch rechskundige Parteienvertreter abgegebene Erklärung, es werde ein Aufteilungsstichtag mit einem bestimmten Datum außer Streit gestellt, kann nur als verkürzte Ausdrucksweise des übereinstimmenden Vorbringens angesehen werden, dass mit jenem Datum die eheliche Gemeinschaft beendet wurde. (T29)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0057331

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19811021_OGH0002_0060OB00606_8100000_001

Rechtssatz für 1Ob610/84 7Ob659/86 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0057635

Geschäftszahl

1Ob610/84; 7Ob659/86; 2Ob547/86 (2Ob548/86); 6Ob710/87; 8Ob539/88; 5Ob621/88; 6Ob651/89; 2Ob501/90; 2Ob533/91; 2Ob593/94; 1Ob68/00g; 9Ob190/02k; 10Ob15/04k; 1Ob246/05s; 3Ob187/07g; 1Ob36/09i; 2Ob110/09d; 1Ob73/12k; 1Ob111/12y; 1Ob191/12p; 1Ob187/14b; 1Ob262/15h; 1Ob137/17d; 1Ob39/18v; 1Ob44/18d; 1Ob64/18w; 1Ob167/18t

Entscheidungsdatum

31.08.1984

Norm

EheG §81 Abs1 Satz2
EheG §83 Abs1

Rechtssatz

Kredite, die zur Anschaffung, Herstellung oder Instandhaltung des Gebrauchsvermögens beziehungsweise der Ersparnisse aufgenommen wurden, stehen damit in einem inneren Zusammenhang.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 610/84
    Entscheidungstext OGH 31.08.1984 1 Ob 610/84
  • 7 Ob 659/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 7 Ob 659/86
    Beisatz: Hat ein Ehegatte nach Auflösung der ehelichen Gemeinschaft Schulden bezahlt, welche bei Auflösung der ehelichen Gemeinschaft bestanden haben, so sind diese Schulden im Aufteilungsverfahren zu berücksichtigen. (T1)
  • 2 Ob 547/86
    Entscheidungstext OGH 02.12.1986 2 Ob 547/86
  • 6 Ob 710/87
    Entscheidungstext OGH 14.01.1988 6 Ob 710/87
    Veröff: SZ 61/4
  • 8 Ob 539/88
    Entscheidungstext OGH 15.09.1988 8 Ob 539/88
    Beisatz: Nur solche Schulden. (T1a); Bem: Die T-Nummer T1a ist Ergebnis einer nachträglichen Korrektur der früheren Doppelvergabe der T-Nummer T1 im Juli 2009. Bezugnahmen auf T1 bis zur Gleichstellungsindizierung 10 Ob 15/04k könne sich somit sowohl auf T1 als auch T1a beziehen. Was jeweils zutrifft, wäre Hilfe des Entscheidungsdokuments zu klären.
  • 5 Ob 621/88
    Entscheidungstext OGH 25.10.1988 5 Ob 621/88
    Auch; Beisatz: Innerer Zusammenhang besteht bei Schulden, die als Verbindlichkeiten auf der Sache lasten oder infolge von Investitionen in ihr stecken. (T2)
  • 6 Ob 651/89
    Entscheidungstext OGH 31.08.1989 6 Ob 651/89
    Auch
  • 2 Ob 501/90
    Entscheidungstext OGH 31.01.1990 2 Ob 501/90
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 533/91
    Entscheidungstext OGH 15.05.1991 2 Ob 533/91
    Beisatz: Nicht aber nach Aufhebung der ehelichen Lebensgemeinschaft eingegangene Schulden. (T3)
  • 2 Ob 593/94
    Entscheidungstext OGH 22.12.1994 2 Ob 593/94
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 68/00g
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 68/00g
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Die noch offenen Kreditbelastungen sind daher vom Wert der Ehewohnung (und der Fahrnisse) abzuziehen. (T4)
  • 9 Ob 190/02k
    Entscheidungstext OGH 04.09.2002 9 Ob 190/02k
    Auch
  • 10 Ob 15/04k
    Entscheidungstext OGH 27.04.2004 10 Ob 15/04k
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Sonstige Schulden sind, sofern sie mit dem gemeinsamen ehelichen Lebensaufwand zusammenhängen - zB Konsumkredite, deren Äquivalent nicht in Sachwerten vorhanden ist -, ebenfalls bei der Aufteilung zu berücksichtigen; auch solche Schulden sind im Innenverhältnis aufzuteilen. (T5)
  • 1 Ob 246/05s
    Entscheidungstext OGH 22.11.2005 1 Ob 246/05s
    Beisatz: Verbindlichkeiten, die zur Finanzierung des laufenden Lebensaufwands (Miete, Versicherung, Nahrung, Heizung ...) begründet werden, sind von § 81 Abs 1 zweiter Satz EheG hingegen nicht erfasst. (T6)
  • 3 Ob 187/07g
    Entscheidungstext OGH 27.11.2007 3 Ob 187/07g
    Ähnlich; Beis ähnlich wie T6; Beisatz: Laufende Wohnungskosten sind keine Verbindlichkeiten, die zur Herstellung, Anschaffung, Instandhaltung oder Verbesserung der Ehewohnung anfallen. (T7)
  • 1 Ob 36/09i
    Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 36/09i
    Vgl auch; Beisatz: Jene Verbindlichkeiten, die zur Herstellung, Anschaffung, Instandhaltung oder Verbesserung von der Aufteilung unterliegenden Gegenständen eingegangen wurden, mindern den Wert der Aufteilungsmasse. (T8)
  • 2 Ob 110/09d
    Entscheidungstext OGH 06.05.2010 2 Ob 110/09d
    Auch; Vgl auch Beis wie T5
  • 1 Ob 73/12k
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 73/12k
    Auch
  • 1 Ob 111/12y
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 111/12y
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 1 Ob 191/12p
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 191/12p
    Auch
  • 1 Ob 187/14b
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 1 Ob 187/14b
    Beis wie T8
  • 1 Ob 262/15h
    Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 262/15h
    Auch; Veröff: SZ 2016/43
  • 1 Ob 137/17d
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 137/17d
    Auch; Beis wie T5
  • 1 Ob 39/18v
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 39/18v
    Vgl; Beisatz: Weiters wäre auf Schulden, die mit dem ehelichen Lebensaufwand zusammenhängen, Bedacht zu nehmen (§ 83 Abs 1 EheG). (T9)
    Beisatz: Hier: Zuwendungen der Verwandten beider Ehegatten zur Bedienung von Bürgschaften, die zur Besicherung von Unternehmensschulden eingegangen wurden. (T10)
  • 1 Ob 44/18d
    Entscheidungstext OGH 30.04.2018 1 Ob 44/18d
    Beis wie T1; Bemerkung: Mit Darlegung der Berechnung der Ausgleichszahlung bei Schuldentilgung nach Auflösung der ehelichen Gemeinschaft. (T11)
  • 1 Ob 64/18w
    Entscheidungstext OGH 30.04.2018 1 Ob 64/18w
  • 1 Ob 167/18t
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 167/18t

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0057635

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.01.2019

Dokumentnummer

JJR_19840831_OGH0002_0010OB00610_8400000_001