Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 8Ob210/63 2Ob602/85 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0011408

Geschäftszahl

8Ob210/63; 2Ob602/85; 8Ob513/87; 3Ob246/09m

Entscheidungsdatum

29.10.1963

Norm

ABGB §452d
ABGB §1063
ABGB §1392 ff B

Rechtssatz

Zulässigkeit des verlängerten Eigentumsvorbehaltes und der sicherungsweisen Abtretung der dem Käufer verbrauchbarer Waren gegen seine Abnehmer in Zukunft entstehenden Kaufpreisforderungen an den Verkäufer sofortigen Wirkungen. Zur erforderlichen leichten Feststellbarkeit der Übertragung genügt in diesem Fall, ein Zessionsvermerk auf den Fakturen des Käufers an seine Abnehmer.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 210/63
    Entscheidungstext OGH 29.10.1963 8 Ob 210/63
    EvBl 1964/121 S 181
  • 2 Ob 602/85
    Entscheidungstext OGH 04.03.1986 2 Ob 602/85
  • 8 Ob 513/87
    Entscheidungstext OGH 21.10.1987 8 Ob 513/87
    Ähnlich; Beisatz: hier: Für die Vereinbarung einer Sicherungszession sprechen sowohl die Vereinbarungen des verlängerten Eigentumsvorbehaltes als auch einer sogenannten " stillen Zession " sowie einer Zession der künftig entstehenden Forderungen bereits im voraus und nicht erst nach ihrem Entstehen oder nach der Fälligkeit. (T1)
  • 3 Ob 246/09m
    Entscheidungstext OGH 24.03.2010 3 Ob 246/09m
    Vgl; Veröff: SZ 2010/25

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0011408

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.02.2013

Dokumentnummer

JJR_19631029_OGH0002_0080OB00210_6300000_001

Rechtssatz für 5Ob322/74 5Ob687/78 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0032643

Geschäftszahl

5Ob322/74; 5Ob687/78; 6Ob662/78; 4Ob562/82; 4Ob2/83; 6Ob788/82; 8Ob534/85; 2Ob602/85; 1Ob558/86 (1Ob559/86); 4Ob513/88; 1Ob697/88; 8Ob655/90; 8Ob512/95; 5Ob2155/96i; 1Ob290/00d; 5Ob255/01p; 1Ob66/05w; 6Ob116/05k; 3Ob22/08v; 3Ob155/10f; 2Ob175/18a

Entscheidungsdatum

21.01.1975

Norm

ABGB §451 D
ABGB §452 C
ABGB §1392 E

Rechtssatz

Die Sicherungsabtretung einer Buchforderung wird nicht schon im Zeitpunkt der erklärten Willensübereinstimmung zwischen Zedenten und Zessionar, sondern erst im Zeitpunkt der Eintragung des Buchvermerkes oder des Zuganges der Verständigung an den übernommenen Schuldner wirksam - Modus.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 322/74
    Entscheidungstext OGH 21.01.1975 5 Ob 322/74
    Veröff: SZ 48/2
  • 5 Ob 687/78
    Entscheidungstext OGH 30.05.1978 5 Ob 687/78
  • 6 Ob 662/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 6 Ob 662/78
    Beisatz: Neben der Verständigung des Drittschuldners ist nicht auch noch ein Vermerk in den Büchern des Überträgers erforderlich. (T1) Veröff: SZ 51/121
  • 4 Ob 562/82
    Entscheidungstext OGH 09.11.1982 4 Ob 562/82
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 55/170
  • 4 Ob 2/83
    Entscheidungstext OGH 25.01.1983 4 Ob 2/83
    Auch
  • 6 Ob 788/82
    Entscheidungstext OGH 13.10.1983 6 Ob 788/82
    Vgl auch; Veröff: JBl 1984,320
  • 8 Ob 534/85
    Entscheidungstext OGH 11.07.1985 8 Ob 534/85
    Veröff: JBl 1986,235 (zustimmend Czermak)
  • 2 Ob 602/85
    Entscheidungstext OGH 04.03.1986 2 Ob 602/85
  • 1 Ob 558/86
    Entscheidungstext OGH 23.04.1986 1 Ob 558/86
    Auch; Veröff: GesRZ 1987,38
  • 4 Ob 513/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 513/88
    Auch; Beis wie T1; Veröff: RdW 1988,288
  • 1 Ob 697/88
    Entscheidungstext OGH 01.03.1989 1 Ob 697/88
    Veröff: SZ 62/32
  • 8 Ob 655/90
    Entscheidungstext OGH 08.05.1991 8 Ob 655/90
    Ähnlich; Beisatz: Es ist gleichgültig, ob der Schuldner oder der Sicherungszessionar (bzw der Pfandgläubiger) den Drittschuldner verständigt; es kommt nämlich für die Rechtswirksamkeit einer Verpfändung oder Sicherungszession nur darauf an, dass die vorgeschriebenen Form, hier die Verständigung des Drittschuldners, eingehalten wurde, nicht aber darauf, wer den Drittschuldner verständigt hat. (T2) Veröff: EvBl 1991/133 S 595 = ÖBA 1991,929 = ecolex 1991,534 = WBl 1991,303
  • 8 Ob 512/95
    Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 Ob 512/95
    Auch; Beisatz: Hier: Sicherungsabtretung im Rahmen eines Mantelzessionsvertrages. (T3)
  • 5 Ob 2155/96i
    Entscheidungstext OGH 29.10.1997 5 Ob 2155/96i
    Vgl auch; Beisatz: Bei offenen Buchforderungen ist die Verständigung des Drittschuldners unter Angabe, welche Forderung an wen abgetreten wurde, nicht erforderlich, vielmehr genügt auch ein Vermerk in den Geschäftsbüchern des Schuldners. (T4) Veröff: SZ 70/228
  • 1 Ob 290/00d
    Entscheidungstext OGH 26.06.2001 1 Ob 290/00d
    Beisatz: Bei den notwendigen Bildschirmabfragen in einer EDV-Debitorenbuchhaltung reicht der kürzelhafte Hinweis auf die erfolgte Zession einer Forderung gegen einen Schuldner auf der ersten Seite und die dort angebrachte Verweisung auf eine Subseite - in der der Zessionar genannt und das Datum der Zession angegeben ist - zur Wirksamkeit des Buchvermerks aus. (T5); Beisatz: Bei der EDV-Buchhaltung muss an Hand des Buchvermerks einwandfrei erkennbar sein, wann und an wen die Zession erfolgte und auf welche Forderung sich der Buchvermerk bezieht. (T6); Veröff: SZ 74/112
  • 5 Ob 255/01p
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 5 Ob 255/01p
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Fakturenvermerke und Buchvermerke. (T7)
  • 1 Ob 66/05w
    Entscheidungstext OGH 22.11.2005 1 Ob 66/05w
    Vgl; Beisatz: Mit Aufnahme des entsprechenden Vermerks bei der buchhalterischen Erfassung der jeweiligen Forderung in der Offenen Posten-Liste wird jedenfalls der notwendige Publizitätsakt gesetzt, womit (spätestens) die Forderung zur Sicherung auf den Zessionar übergeht. (T8)
  • 6 Ob 116/05k
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 6 Ob 116/05k
    Auch; Beis ähnlich T1; Beis ähnlich T2; Beisatz: Bei Buchforderungen ist die Drittschuldnerverständigung zur Übertragung der sicherungsweise abgetretenen Forderung auf den Zessionar alternativ zum Buchvermerk ein tauglicher Modus. (T9); Veröff: SZ 2006/180
  • 3 Ob 22/08v
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 3 Ob 22/08v
    Vgl; Beisatz: Mehrere mögliche Publizitätsformen müssen nicht nebeneinander eingehalten werden. (T10); Veröff: SZ 2008/49
  • 3 Ob 155/10f
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 155/10f
    Auch; Beisatz: Die bloße Möglichkeit einer nachträglichen Veränderung eines Zessionsvermerks (Buchvermerks) in einer EDV‑Buchhaltung unter Löschung der ursprünglichen (historischen) Daten führt trotz der Buchführungsvorschrift des § 190 Abs 5 UGB nicht zur Unwirksamkeit der Sicherungszession. Erst eine tatsächlich durchgeführte Veränderung könnte die Wirksamkeit des Publizitätsakts, dies aber nur mit Wirkung ex nunc beseitigen. (T11); Beisatz: Die Datierung der Setzung eines Buchvermerks auf demselben ist zwar zum Nachweis des Zeitpunkts des Rechtsübergangs zweckmäßig, aber kein Erfordernis für die Wirksamkeit der Sicherungszession (Abkehr von SZ 11/15). (T12); Veröff: SZ 2011/23
  • 2 Ob 175/18a
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 2 Ob 175/18a
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0032643

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.05.2019

Dokumentnummer

JJR_19750121_OGH0002_0050OB00322_7400000_004

Rechtssatz für 6Ob760/79 5Ob599/84 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020553

Geschäftszahl

6Ob760/79; 5Ob599/84; 2Ob602/85; 4Ob221/06p; 8Ob55/17x

Entscheidungsdatum

20.02.1980

Norm

ABGB §1063 A2

Rechtssatz

Die Unwirksamkeit des sogenannten "erweiterten Eigentumsvorbehaltes" bedeutet bei einer einheitlichen Bestellung zusammengesetzter Leistungen, dass die Bedingung für den Übergang des vorbehaltenen Eigentums an einer Sache, in Ansehung der der Eigentumsvorbehalt vereinbart war, bereits dann als erfüllt anzusehen ist, wenn nur das Teilentgelt für diese Sache - gegebenenfalls samt dem Entgelt für ihre Lieferung und Montage - bezahlt ist.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 760/79
    Entscheidungstext OGH 20.02.1980 6 Ob 760/79
    Veröff: JBl 1981,257 (kritisch Bydlinski)
  • 5 Ob 599/84
    Entscheidungstext OGH 04.12.1984 5 Ob 599/84
    Auch; Veröff: SZ 57/192 = JBl 1985,543 = EvBl 1985/156 S 721
  • 2 Ob 602/85
    Entscheidungstext OGH 04.03.1986 2 Ob 602/85
    nur: Unwirksamkeit des sogenannten "erweiterten Eigentumsvorbehaltes". (T1)
  • 4 Ob 221/06p
    Entscheidungstext OGH 20.03.2007 4 Ob 221/06p
    Ähnlich; nur T1; Beisatz: Die Vereinbarung eines erweiterten Eigentumsvorbehalts ist rechtsunwirksam, weil sie zwingenden sachenrechtlichen Grundsätzen widerspricht und das Zug-um-Zug-Prinzip verletzt. (T2); Beisatz: Hier: AGB für Ankauf- und Barkredite. (Klausel 20) (T3)
  • 8 Ob 55/17x
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 8 Ob 55/17x
    Auch; nur T1; Beisatz: Aus der an sich unwirksamen Vereinbarung eines erweiterten Eigentumsvorbehalts kann die wirksame Vereinbarung eines einfachen Eigentumsvorbehalts abgeleitet werden. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0020553

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.09.2017

Dokumentnummer

JJR_19800220_OGH0002_0060OB00760_7900000_006