Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 4Nd502/62 4Ob342/85 (4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0046505

Geschäftszahl

4Nd502/62; 4Ob342/85 (4Ob343/85)

Entscheidungsdatum

18.09.1962

Norm

JN §28
UWG §9 E
UWG §23

Rechtssatz

Für die Klage wegen eines Markenmißbrauches im Inland ist letzten Endes jenes Gericht örtlich zuständig, in dessen Bezirk der Eingriff begangen wurde; daher erübrigt sich eine Ordination.

Entscheidungstexte

  • 4 Nd 502/62
    Entscheidungstext OGH 18.09.1962 4 Nd 502/62
    Veröff: JBl 1963,212 = ÖBl 1963,56
  • 4 Ob 342/85
    Entscheidungstext OGH 04.02.1986 4 Ob 342/85
    Vgl auch; Veröff: ÖBl 1986,97

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1962:RS0046505

Dokumentnummer

JJR_19620918_OGH0002_0040ND00502_6200000_001

Rechtssatz für 4Ob360/76 4Ob388/76 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078361

Geschäftszahl

4Ob360/76; 4Ob388/76; 4Ob391/77; 4Ob310/78; 4Ob363/80; 4Ob371/80; 4Ob373/80; 4Ob331/83; 4Ob337/84; 4Ob342/85 (4Ob343/85); 4Ob82/90; 4Ob123/91; 4Ob2/94; 4Ob246/06i; 4Ob94/13x

Entscheidungsdatum

05.10.1976

Norm

UWG §1 D3a

Rechtssatz

Bei der Beurteilung der Nachahmung im Sinne des § 1 UWG genügt eine gewisse Verkehrsbekanntheit, die auch dann anzunehmen ist, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, eine Herkunftsvorstellung auszulösen. Dabei ist zu bedenken, dass der Durchschnittskäufer die einander ähnlichen Waren meistens nicht gleichzeitig sieht, sondern fast immer nur mehr oder weniger blasse Erinnerungsbilder mit der betreffenden Ware vergleicht, sowie zu beachten, ob die Konsumenten angesichts eines reichhaltigen Anbotes gewohnt sind, den Markenbezeichnungen und auch den Unterschieden in den Ausstattungen dieser Waren ein im Vergleich zu anderen Gebrauchsartikeln, die mit der Intimsphäre des Käufers nicht in Verbindung stehen, höheres Maß an Aufmerksamkeit zuzuwenden.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 360/76
    Entscheidungstext OGH 05.10.1976 4 Ob 360/76
    Beisatz: "mentadent C", "ship-dent" (T1)
  • 4 Ob 388/76
    Entscheidungstext OGH 08.02.1977 4 Ob 388/76
    nur: Bei der Beurteilung der Nachahmung im Sinne des § 1 UWG genügt eine gewisse Verkehrsbekanntheit, die auch dann anzunehmen ist, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, eine Herkunftsvorstellung auszulösen. (T2)
  • 4 Ob 391/77
    Entscheidungstext OGH 18.10.1977 4 Ob 391/77
    nur T2
  • 4 Ob 310/78
    Entscheidungstext OGH 04.04.1978 4 Ob 310/78
    Auch; nur: Sowie zu beachten, ob die Konsumenten angesichts eines reichhaltigen Anbotes gewohnt sind, den Markenbezeichnungen und auch den Unterschieden in den Ausstattungen dieser Waren ein im Vergleich zu anderen Gebrauchsartikeln, die mit der Intimsphäre des Käufers nicht in Verbindung stehen, höheres Maß an Aufmerksamkeit zuzuwenden. (T3)
    Beisatz: Ist aber anzunehmen, dass das angesprochene Publikum gerade den strittigen Kennzeichen besondere Aufmerksamkeit zuwendet, ist eine verwechselbare Ähnlichkeit auch schon bei geringerem Unterschied des Gesamteindruckes zu verneinen. (T4)
  • 4 Ob 363/80
    Entscheidungstext OGH 04.11.1980 4 Ob 363/80
    Ähnlich; Beisatz: Plattenschneidemaschine und Fliesenschneidemaschine. (T5)
    Veröff: ÖBl 1981,98
  • 4 Ob 371/80
    Entscheidungstext OGH 11.11.1980 4 Ob 371/80
    nur T2; Beisatz: Absicht, Verwechslungen herbeizuführen dabei von besonderer Bedeutung, Drehstapelbehälter. (T6)
  • 4 Ob 373/80
    Entscheidungstext OGH 11.11.1980 4 Ob 373/80
    nur: Dabei ist zu bedenken, dass der Durchschnittskäufer die einander ähnlichen Waren meistens nicht gleichzeitig sieht, sondern fast immer nur mehr oder weniger blasse Erinnerungsbilder mit der betreffenden Ware vergleicht. (T7)
    Beisatz: Haushaltsscheren (T8)
    Veröff: ÖBl 1981,154 (mit Anmerkung von Schönherr)
  • 4 Ob 331/83
    Entscheidungstext OGH 17.04.1984 4 Ob 331/83
    Auch; nur T2; Veröff: ÖBl 1984,95
  • 4 Ob 337/84
    Entscheidungstext OGH 10.07.1984 4 Ob 337/84
    nur T2; Beisatz: Mart Stam-Stuhl (T9)
    Veröff: ÖBl 1984,24 = GRURInt 1985,684 = MR 1992,21 (Anmerkung M Walter, 31)
  • 4 Ob 342/85
    Entscheidungstext OGH 04.02.1986 4 Ob 342/85
    nur T2; Beisatz: Who's Who (T10)
    Veröff: ÖBl 1986,97
  • 4 Ob 82/90
    Entscheidungstext OGH 30.05.1990 4 Ob 82/90
    Auch; Beisatz: Die Richtigkeit dieser Beurteilung ist aber keine Frage, der eine über den konkreten Einzelfall hinausgehende, für die Wahrung der Rechtseinheit, Rechtssicherheit oder Rechtsentwicklung erhebliche Bedeutung im Sinne des § 528 Abs 1 ZPO zukäme. (T11)
  • 4 Ob 123/91
    Entscheidungstext OGH 03.12.1991 4 Ob 123/91
    nur T7; Beisatz: Bei der Beurteilung der Verwechslungsgefahr ist auf den Gesamteindruck abzustellen. (T12)
    Veröff: MR 1992,120
  • 4 Ob 2/94
    Entscheidungstext OGH 25.01.1994 4 Ob 2/94
    nur T7; Beis wie T12
  • 4 Ob 246/06i
    Entscheidungstext OGH 13.02.2007 4 Ob 246/06i
    Auch; Beis wie T12; Veröff: SZ 2007/21
  • 4 Ob 94/13x
    Entscheidungstext OGH 09.07.2013 4 Ob 94/13x
    Auch; nur T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0078361

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.08.2013

Dokumentnummer

JJR_19761005_OGH0002_0040OB00360_7600000_001

Rechtssatz für 1Nd522/77 (1Nd545/77) 7N...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0046136

Geschäftszahl

1Nd522/77 (1Nd545/77); 7Nd502/78; 1Nd519/78; 7Ob774/78; 7Nd513/79; 3Ob619/79; 4Nd506/82; 1Ob581/82; 3Nd518/82; 4Nd301/82; 5Ob615/83; 1Ob532/84; 4Ob342/85 (4Ob343/85; 1Ob662/86; 3Ob579/86; 4Ob301/87; 3Ob639/86; 7Nd502/88; 7Nd504/89; 1Ob682/90; 3Ob506/94; 2Ob503/95; 4Nd507/96; 1Nd16/98; 9Nc109/02g; 3Nc23/03t; 1Nc44/14g

Entscheidungsdatum

17.03.1978

Norm

JN §28

Rechtssatz

Ist ein Gerichtsstand gegeben, so ist unter den aus dem Völkerrecht sich ergebenden Einschränkungen auch die inländische Gerichtsbarkeit zu bejahen. In den übrigen Fällen muß - von Sonderfällen abgesehen - für die Rechtsverfolgung im Inland ein besonderes Rechtsschutzbedürfnis gegeben sein.

Entscheidungstexte

  • 1 Nd 522/77
    Entscheidungstext OGH 17.03.1978 1 Nd 522/77
    Veröff: SZ 51/34 = EvBl 1978/131 S 480
  • 7 Nd 502/78
    Entscheidungstext OGH 16.02.1978 7 Nd 502/78
  • 1 Nd 519/78
    Entscheidungstext OGH 02.06.1978 1 Nd 519/78
    Veröff: EvBl 1979/94 S 293
  • 7 Ob 774/78
    Entscheidungstext OGH 15.03.1979 7 Ob 774/78
    Veröff: SZ 52/43
  • 7 Nd 513/79
    Entscheidungstext OGH 18.10.1979 7 Nd 513/79
    Veröff: ZfRV 1979,277 (Glosse von H Hoyer)
  • 3 Ob 619/79
    Entscheidungstext OGH 24.09.1980 3 Ob 619/79
    Veröff: SZ 53/124
  • 4 Nd 506/82
    Entscheidungstext OGH 20.04.1982 4 Nd 506/82
  • 1 Ob 581/82
    Entscheidungstext OGH 30.06.1982 1 Ob 581/82
    nur: Ist ein Gerichtsstand gegeben, so ist unter den aus dem Völkerrecht sich ergebenden Einschränkungen auch die inländische Gerichtsbarkeit zu bejahen. (T1); Veröff: SZ 55/95 = ZfRV 1983,147 = JBl 1983,541; hiezu kritisch Schwimann JBl 1984,9 = EvBl 1983/13 S 45; hiezu zustimmend Pfersmann EvBl 1986,36
  • 3 Nd 518/82
    Entscheidungstext OGH 10.11.1982 3 Nd 518/82
    nur: In den übrigen Fällen muß - von Sonderfällen abgesehen - für die Rechtsverfolgung im Inland ein besonderes Rechtsschutzbedürfnis gegeben sein. (T2)
  • 4 Nd 301/82
    Entscheidungstext OGH 20.01.1983 4 Nd 301/82
    Beisatz: Als ein besonderes Rechtschutzbedürfnis kommt die Unzumutbarkeit oder unverhältnismäßige Erschwerung der Rechtsverfolgung im Ausland oder die fehlende gegenseitige Anerkennung und Vollstreckbarkeit gerichtlicher Entscheidungen in Betracht. (T3) Veröff: IPRax 1984,214; hiezu Pöch IPRax 1984,222
  • 5 Ob 615/83
    Entscheidungstext OGH 15.11.1983 5 Ob 615/83
    Auch; Beisatz: Durch das Vorhandensein eines inländischen Gerichtsstandes wird die inländische internationale Zuständigkeit zumindest indiziert. Die internationale Zuständigkeit ist auch gegeben, wenn die durch den Gerichtsstand repräsentierte Inlandsbeziehung für die Bejahung des inländischen Justizbedürfnisses insgesamt ausreicht. (T4) Veröff: SZ 56/162 = EvBl 1984/55 S 218
  • 1 Ob 532/84
    Entscheidungstext OGH 14.03.1984 1 Ob 532/84
    Auch; Beis wie T3 nur: Als ein besonderes Rechtschutzbedürfnis kommt die Unzumutbarkeit oder unverhältnismäßige Erschwerung der Rechtsverfolgung im Ausland in Betracht. (T5)
  • 4 Ob 342/85
    Entscheidungstext OGH 04.02.1986 4 Ob 342/85
    Auch; Veröff: ÖBl 1986,97
  • 1 Ob 662/86
    Entscheidungstext OGH 22.10.1986 1 Ob 662/86
    Auch; nur T1; Veröff: IPRE 2/209 = EvBl 1987/25 S 116 = NZ 1988,41
  • 3 Ob 579/86
    Entscheidungstext OGH 19.11.1986 3 Ob 579/86
    Vgl; Beisatz: Es kann nicht gesagt werden, daß jede Regelung eines Gerichtsstandes auch eine Regelung der inländischen Gerichtsbarkeit in sich schließe (Lehre von der sogenannten Doppelfunktionalität der Gerichtsstandnormen). (T6) Veröff: SZ 59/205 = ZfRV 1988,132
  • 4 Ob 301/87
    Entscheidungstext OGH 16.06.1987 4 Ob 301/87
    nur T1; Veröff: SZ 60/106 = WBl 1987,279 = GRURInt 1988,432 = ÖBl 1988,106
  • 3 Ob 639/86
    Entscheidungstext OGH 16.12.1987 3 Ob 639/86
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 60/277 = JBl 1989,48 (Schwimann)
  • 7 Nd 502/88
    Entscheidungstext OGH 14.04.1988 7 Nd 502/88
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Nd 504/89
    Entscheidungstext OGH 27.04.1989 7 Nd 504/89
    Auch; nur T2
  • 1 Ob 682/90
    Entscheidungstext OGH 28.11.1990 1 Ob 682/90
    Vgl; nur T1; Beisatz: Inländischer Wohnsitz. (T7)
  • 3 Ob 506/94
    Entscheidungstext OGH 09.03.1994 3 Ob 506/94
    nur T2; Beis wie T3; Veröff: EvBl 1994/154 S 739
  • 2 Ob 503/95
    Entscheidungstext OGH 26.01.1995 2 Ob 503/95
    Auch; nur T1; Beisatz: Auch wenn es Ausnahmen von diesem Grundsatz gibt, bei denen eine zusätzliche Inlandsbeziehung gefordert wird, so repräsentiert doch die Mehrzahl der gesetzlichen Gerichtsstände eine ausreichende Inlandsbeziehung und genügt deshalb auch vom Standpunkt der Indikationstheorie durchaus für die Anknüpfung der inländischen Jurisdiktion. (T8) Veröff: SZ 68/19
  • 4 Nd 507/96
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Nd 507/96
    Vgl auch; nur T2; Beis wie T3; Beisatz: Besteht eine ausreichende inländische Nahebeziehung, fehlt es aber an einem inländischen Gerichtsstand, so hat § 28 JN - sofern dessen Voraussetzungen gegeben sind - Abhilfe zu schaffen. (T9)
  • 1 Nd 16/98
    Entscheidungstext OGH 02.11.1998 1 Nd 16/98
    Auch; nur T2; Beisatz: Das ist bei Amtshaftungssachen wegen der fehlenden Anerkennung und Vollstreckbarkeit einer ausländischen Entscheidung gegen österr. Rechtsträger zu bejahen. (T10)
  • 9 Nc 109/02g
    Entscheidungstext OGH 12.05.2003 9 Nc 109/02g
    Auch; nur T2; Beis wie T3; Veröff: SZ 2003/55
  • 3 Nc 23/03t
    Entscheidungstext OGH 15.12.2003 3 Nc 23/03t
    Vgl auch; Beisatz: Ein Bedürfnis nach Gewährung inländischen Rechtsschutzes kann nur dann bejaht werden, wenn ein ausreichender Inlandsbezug vorliegt. (T11)
  • 1 Nc 44/14g
    Entscheidungstext OGH 21.10.2014 1 Nc 44/14g
    Vgl auch; Beis wie T9; Beis wie T10

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0046136

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.12.2014

Dokumentnummer

JJR_19780317_OGH0002_0010ND00522_7700000_003

Rechtssatz für 4Ob362/81 4Ob390/81 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078229

Geschäftszahl

4Ob362/81; 4Ob390/81; 4Ob342/85 (4Ob343/85); 4Ob161/93; 4Ob126/01k; 4Ob38/06a; 17Ob2/08f

Entscheidungsdatum

07.07.1981

Norm

MSchG §4 Abs1 Z3
MSchG §4 Abs2
UWG §2 A4
UWG §2 D2
UWG §9 B6
UWG §9 C2
UWG §9 F5

Rechtssatz

Ist ein Sachverhalt dem Tatbestand des § 9 Abs 3 UWG zu unterstellen, scheidet eine Beurteilung des Sachverhaltes nach dem § 2 UWG aus. § 9 Abs 3 UWG steht zu jenem des § 2 UWG im Verhältnis der Spezialität. Eine bestimmte Farbenzusammenstellung genießt daher nur unter der Voraussetzung der Verkehrsgeltung Schutz (besondere farbliche Gestaltung der Fassade eines Betriebsgebäudes - Bosch - rot - gelb - braun).

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 362/81
    Entscheidungstext OGH 07.07.1981 4 Ob 362/81
    Beisatz: Bosch-Kundendienst (T1) Veröff: ÖBl 1982,101
  • 4 Ob 390/81
    Entscheidungstext OGH 20.10.1981 4 Ob 390/81
    nur: § 9 Abs 3 UWG steht zu jenem des § 2 UWG im Verhältnis der Spezialität. (T2); Beisatz: Bunte - Bunte Krone (T3) Veröff: ÖBl 1982,98
  • 4 Ob 342/85
    Entscheidungstext OGH 04.02.1986 4 Ob 342/85
    nur T2; Beisatz: Who s Who (T4) Veröff: ÖBl 1986,97
  • 4 Ob 161/93
    Entscheidungstext OGH 11.01.1994 4 Ob 161/93
    Vgl; Beisatz: Versagt § 9 Abs 3 UWG die Monopolisierung des Zeichengebrauches mangels der dort geforderten Verkehrsgeltung, kann ein solches Monopolrecht auch nicht auf dem Weg über § 2 UWG (oder die Generalklausel des § 1 UWG) herbeigeführt werden; § 2 UWG wäre daher teleologisch soweit zu reduzieren, als sonst die Funktion des § 9 Abs 3 UWG nicht realisiert werden könnte, "Eurostock). (T5) Veröff: ÖBA 1994,556
  • 4 Ob 126/01k
    Entscheidungstext OGH 12.06.2001 4 Ob 126/01k
    Auch; Beisatz: Angesichts des Umstands, dass Farben und Farbverbindungen zu den wichtigsten und gebräuchlichsten Werbemitteln gehören, nimmt die Rechtsprechung ein bedeutendes Freihaltebedürfnis des Geschäftsverkehrs an. Freihaltebedürfnis, Kennzeichnungskraft und Verkehrsgeltung stehen bei der Beurteilung in einer Wechselbeziehung: je größer das Freihaltebedürfnis und je geringer die Kennzeichnungskraft, desto höher muss die Verkehrsgeltung sein, um einen Schutz zu rechtfertigen. (T6)
  • 4 Ob 38/06a
    Entscheidungstext OGH 12.07.2006 4 Ob 38/06a
    nur T2
  • 17 Ob 2/08f
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 17 Ob 2/08f
    Ähnlich; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Konturlose Farbmarke. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0078229

Zuletzt aktualisiert am

17.08.2009

Dokumentnummer

JJR_19810707_OGH0002_0040OB00362_8100000_001

Rechtssatz für 4Ob331/83 4Ob337/84 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078587

Geschäftszahl

4Ob331/83; 4Ob337/84; 4Ob342/85 (4Ob343/85); 4Ob123/94

Entscheidungsdatum

17.04.1984

Norm

UWG §1 D3a

Rechtssatz

Die Annahme sittenwidriger Nachahmung eines fremden Erzeugnisses setzt in subjektiver Hinsicht voraus, daß der Nachahmer diejenigen Umstände kennt, die das Verhalten objektiv wettbewerbswidrig erscheinen lassen (so bereits ÖBl 1981,98), oder sich dieser Kenntnis bewußt verschließt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 331/83
    Entscheidungstext OGH 17.04.1984 4 Ob 331/83
    Veröff: ÖBl 1984,95
  • 4 Ob 337/84
    Entscheidungstext OGH 10.07.1984 4 Ob 337/84
    Beisatz: Mart Stam-Stuhl (T1) Veröff: ÖBl 1985,24 = GRURInt 1985,684 = MR 1992,21 (Anmerkung M Walter, 31)
  • 4 Ob 342/85
    Entscheidungstext OGH 04.02.1986 4 Ob 342/85
    Beisatz: Who's Who (T2) Veröff: ÖBl 1986,97
  • 4 Ob 123/94
    Entscheidungstext OGH 08.11.1994 4 Ob 123/94
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0078587

Dokumentnummer

JJR_19840417_OGH0002_0040OB00331_8300000_001

Rechtssatz für 4Ob331/83 4Ob342/85 (4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078656

Geschäftszahl

4Ob331/83; 4Ob342/85 (4Ob343/85); 4Ob81/92; 4Ob1019/94; 4Ob117/12b; 4Ob66/17k

Entscheidungsdatum

17.04.1984

Norm

UWG §1 D3a

Rechtssatz

Bewußtes Verschließen vor der Kenntnis derjenigen Umstände, die das Verhalten objektiv wettbewerbswidrig erscheinen lassen, liegt vor, wenn sich ein Unternehmer, der Erzeugnisse auf den Markt bringt, die in ihrer ästhetischen Gestaltung mit dem Erzeugnissen eines Mitbewerbers nahezu völlig übereinstimmen, bewußt der ihm wettbewerbsrechtlich obliegenden Prüfung entzieht, ob die Ausgestaltung seiner Erzeugnisse eine betriebliche Verwechslungsgefahr begründet.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 331/83
    Entscheidungstext OGH 17.04.1984 4 Ob 331/83
    Veröff: ÖBl 1984,95
  • 4 Ob 342/85
    Entscheidungstext OGH 04.02.1986 4 Ob 342/85
    nur: Bewußtes Verschließen vor der Kenntnis derjenigen Umstände, die das Verhalten objektiv wettbewerbswidrig erscheinen lassen, liegt vor, wenn sich ein Unternehmer, bewußt der ihm wettbewerbsrechtlich obliegenden Prüfung entzieht, ob die Ausgestaltung seiner Erzeugnisse eine betriebliche Verwechslungsgefahr begründet. (T1)
    Beisatz: Who's Who (T2)
    Veröff: ÖBl 1986,97
  • 4 Ob 81/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 81/92
    nur T1; Beisatz: Dies gilt auch für den Händler, der sich etwa beim Erwerb und Import einer Ware, der ihm wettbewerbsrechtlich obliegenden Prüfung entzieht, ob deren Ausgestaltung eine betriebliche Verwechslungsgefahr begründet bzw ob damit nicht das geschützte Arbeitsergebnis eines anderen ganz oder in erheblichen Teilen glatt übernommen wurde. (T3)
    Veröff: MR 1993,30
  • 4 Ob 1019/94
    Entscheidungstext OGH 08.03.1994 4 Ob 1019/94
    Beisatz: Dies ist der subjektiven Kenntnis des Verletzers von denjenigen Umständen, die sein Verhalten objektiv rechtswidrig erscheinen lassen, gleichzustellen. (T4)
  • 4 Ob 117/12b
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 117/12b
    Vgl; Beisatz: Hier: Gehilfenhaftung. (T5)
  • 4 Ob 66/17k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 4 Ob 66/17k
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0078656

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.10.2017

Dokumentnummer

JJR_19840417_OGH0002_0040OB00331_8300000_002

Rechtssatz für 4Ob331/83 4Ob342/85 (4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0078668

Geschäftszahl

4Ob331/83; 4Ob342/85 (4Ob343/85)

Entscheidungsdatum

17.04.1984

Norm

UWG §1 D3a

Rechtssatz

Unterläßt es der Mitbewerber in Kenntnis des maßgebenden Sachverhaltes, die zur Verhütung oder Verringerung der Gefahr echter Herkunftstäuschungen geeigneten, ihm auch zumutbaren Maßnahmen zu treffen, dann kann er wegen Verstoßes gegen § 1 UWG auf Unterlassung in Anspruch genommen werden.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 331/83
    Entscheidungstext OGH 17.04.1984 4 Ob 331/83
    Veröff: ÖBl 1984,95
  • 4 Ob 342/85
    Entscheidungstext OGH 04.02.1986 4 Ob 342/85
    Beisatz: Who's Who (T1) Veröff: ÖBl 1986,97

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0078668

Dokumentnummer

JJR_19840417_OGH0002_0040OB00331_8300000_003

Rechtssatz für 4Ob342/85 (4Ob343/85)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0077734

Geschäftszahl

4Ob342/85 (4Ob343/85)

Entscheidungsdatum

04.02.1986

Norm

UWG §1 C4

Rechtssatz

Bücher, die nur mehr in Bibliotheken vorhanden sind, reichen für sich allein nicht aus, um ein Wettbewerbsverhältnis annehmen zu können. "Who s Who"

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 342/85
    Entscheidungstext OGH 04.02.1986 4 Ob 342/85
    Veröff: ÖBl 1986,97

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0077734

Dokumentnummer

JJR_19860204_OGH0002_0040OB00342_8500000_001