Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 2Ob21/55 7Ob41/56 3Ob37...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0041584

Geschäftszahl

2Ob21/55; 7Ob41/56; 3Ob379/56; 2Ob672/56; Rkv47/59; 5Ob230/60; 6Ob46/67; 8Ob62/67; 6Ob87/69; 5Ob252/69; 7Ob204/74; 7Ob12/75; 7Ob74/75; 2Ob26/75; 4Ob17/76; 3Ob78/76; 4Ob370/76; 5Ob905/76; 8Ob509/77; 6Ob502/78; 8Ob507/78; 8Ob61/80; 8Ob582/82; 8Ob528/83; 4Ob1503/85; 3Ob535/85; 5Ob312/86; 4Ob519/87; 2Ob599/87; 9ObA45/87; 7Ob567/89; 1Ob525/90; 8Ob614/90; 10ObS43/93; 7Ob590/93; 1Ob592/93; 10Ob533/94; 4Ob1594/95; 7Ob2026/96h; 8Ob3/96; 10Ob1519/96; 2Ob2431/96f; 2Ob128/97f; 8Ob360/97t; 2Ob391/97g; 1Ob119/98a; 3Ob119/98s; 3Ob116/98z; 2Ob118/98m; 1Ob270/98g; 6Ob264/99p; 1Ob317/99w; 6Ob267/00h; 7Ob309/00t; 7Ob284/00s; 10Ob89/00m; 7Ob111/01a; 7Ob124/01p; 5Ob275/01d; 3Ob281/01x; 9Ob152/02x; 3Ob316/01v; 7Ob234/02s; 4Ob37/03z; 10ObS91/03k; 10Ob51/03b; 10ObS118/04g; 7Ob87/04a; 4Ob2/05f; 7Ob146/05d; 10Ob20/06y; 2Ob120/06w; 7Ob163/06f; 9ObA160/05b; 7Ob172/07f; 6Ob172/07y; 7Ob65/08x; 2Ob100/08g; 6Ob159/08p; 6Ob15/08m; 1Ob216/08h; 4Ob18/09i; 3Ob173/09a; 5Ob10/10x; 3Ob21/10z; 8Ob52/10w; 2Ob101/10g; 1Ob96/11s; 5Ob125/11k; 1Ob183/11k; 7Ob125/12a; 5Ob183/12s; 2Ob120/12d; 8Ob30/13i; 1Ob149/13p; 4Ob191/13m; 1Ob215/13v; 8ObA15/14k; 7Ob80/14m; 10ObS104/14p; 3Ob9/15t; 3Ob76/15w; 3Ob73/15d; 19Ob1/15h; 5Ob224/16a; 3Ob128/17w; 6Ob115/17f; 1Ob15/18i; 2Ob181/17g; 4Ob198/18y; 4Ob67/19k; 2Ob101/19w

Entscheidungsdatum

26.01.1955

Norm

AußStrG 2005 §65 Abs2
AußStrG 2005 §68 Abs4 Z2
GOG §89
ZPO §126
ZPO §464 I
ZPO §505
ZPO §507a Abs3

Rechtssatz

Wenn das Rechtsmittel beim unzuständigen Gericht eingebracht wurde und erst von diesem dem zuständigen Gericht übersendet wurde, ist die Zeit dieser Übersendung in die Rechtsmittelfrist einzurechnen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 21/55
    Entscheidungstext OGH 26.01.1955 2 Ob 21/55
  • 7 Ob 41/56
    Entscheidungstext OGH 01.02.1956 7 Ob 41/56
  • 3 Ob 379/56
    Entscheidungstext OGH 25.07.1956 3 Ob 379/56
    Veröff: JBl 1957,269
  • 2 Ob 672/56
    Entscheidungstext OGH 12.12.1956 2 Ob 672/56
  • Rkv 47/59
    Entscheidungstext OGH 14.01.1960 Rkv 47/59
  • 5 Ob 230/60
    Entscheidungstext OGH 23.06.1960 5 Ob 230/60
  • 6 Ob 46/67
    Entscheidungstext OGH 22.02.1967 6 Ob 46/67
  • 8 Ob 62/67
    Entscheidungstext OGH 21.03.1967 8 Ob 62/67
  • 6 Ob 87/69
    Entscheidungstext OGH 09.04.1969 6 Ob 87/69
  • 5 Ob 252/69
    Entscheidungstext OGH 01.10.1969 5 Ob 252/69
    Beisatz: Außerstreitverfahren (T1)
  • 7 Ob 204/74
    Entscheidungstext OGH 24.10.1974 7 Ob 204/74
  • 7 Ob 12/75
    Entscheidungstext OGH 23.01.1975 7 Ob 12/75
    Beisatz: Delegierung (T2)
    Veröff: AnwBl 1975,359
  • 7 Ob 74/75
    Entscheidungstext OGH 17.04.1975 7 Ob 74/75
  • 2 Ob 26/75
    Entscheidungstext OGH 24.04.1975 2 Ob 26/75
    Beisatz: Revisionsbeantwortung (T3)
  • 4 Ob 17/76
    Entscheidungstext OGH 06.04.1976 4 Ob 17/76
    Veröff: Arb 9465
  • 3 Ob 78/76
    Entscheidungstext OGH 06.07.1976 3 Ob 78/76
  • 4 Ob 370/76
    Entscheidungstext OGH 19.10.1976 4 Ob 370/76
    Beisatz: Einstweilige Verfügung (T4)
  • 5 Ob 905/76
    Entscheidungstext OGH 25.01.1977 5 Ob 905/76
    Vgl
  • 8 Ob 509/77
    Entscheidungstext OGH 09.03.1977 8 Ob 509/77
    Beisatz: Protokollarischer Rekurs eines nicht Verfahrenshilfe Genießenden bei seinem Wohnsitzgericht. (T5)
  • 6 Ob 502/78
    Entscheidungstext OGH 19.01.1978 6 Ob 502/78
    Beis wie T1
  • 8 Ob 507/78
    Entscheidungstext OGH 15.02.1978 8 Ob 507/78
  • 8 Ob 61/80
    Entscheidungstext OGH 18.09.1980 8 Ob 61/80
  • 8 Ob 582/82
    Entscheidungstext OGH 20.01.1983 8 Ob 582/82
    Auch
  • 8 Ob 528/83
    Entscheidungstext OGH 06.10.1983 8 Ob 528/83
  • 4 Ob 1503/85
    Entscheidungstext OGH 29.01.1985 4 Ob 1503/85
    Beisatz: Hier: Übertragung der Zuständigkeit während Rechtsmittelverfahren; Revisionsrekurs an nicht mehr zuständiges Erstgericht. (T6)
  • 3 Ob 535/85
    Entscheidungstext OGH 12.06.1985 3 Ob 535/85
    Auch
  • 5 Ob 312/86
    Entscheidungstext OGH 08.07.1986 5 Ob 312/86
    Beisatz: Hier: Konkursverfahren (T7)
  • 4 Ob 519/87
    Entscheidungstext OGH 05.05.1987 4 Ob 519/87
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Rekurs gegen Delegierungsantrag - Verspätung. (T8)
  • 2 Ob 599/87
    Entscheidungstext OGH 26.05.1987 2 Ob 599/87
    Beisatz: Die in der Weiterleitung eines Rechtsmittels an das zur Entgegennahme berufene Erstgericht gelegene Amtstätigkeit eines anderen Gerichtes ist nicht als Postaufgabe des Rechtsmittelwerbers oder als eine Tätigkeit für ihn zu werten (so schon 6 Ob 856/82). (T9)
  • 9 ObA 45/87
    Entscheidungstext OGH 30.09.1987 9 ObA 45/87
    Vgl auch; Veröff: SZ 60/192
  • 7 Ob 567/89
    Entscheidungstext OGH 20.04.1989 7 Ob 567/89
  • 1 Ob 525/90
    Entscheidungstext OGH 04.04.1990 1 Ob 525/90
    Veröff: RZ 1990/109 S 256
  • 8 Ob 614/90
    Entscheidungstext OGH 31.01.1991 8 Ob 614/90
  • 10 ObS 43/93
    Entscheidungstext OGH 11.05.1993 10 ObS 43/93
    Veröff: SSV - NF 7/50
  • 7 Ob 590/93
    Entscheidungstext OGH 10.11.1993 7 Ob 590/93
    Auch
  • 1 Ob 592/93
    Entscheidungstext OGH 17.11.1993 1 Ob 592/93
    Auch
  • 10 Ob 533/94
    Entscheidungstext OGH 06.12.1994 10 Ob 533/94
    Auch; Beisatz: Auch ein gegen eine Entscheidung des Rekursgerichts als "Durchlaufgericht" gerichteter Rekurs ist an den OGH zu richten und beim Erstgericht einzubringen. (T10)
  • 4 Ob 1594/95
    Entscheidungstext OGH 11.07.1995 4 Ob 1594/95
  • 7 Ob 2026/96h
    Entscheidungstext OGH 27.03.1996 7 Ob 2026/96h
    Vgl auch
  • 8 Ob 3/96
    Entscheidungstext OGH 08.02.1996 8 Ob 3/96
    Auch
  • 10 Ob 1519/96
    Entscheidungstext OGH 20.02.1996 10 Ob 1519/96
    Beis wie T1
  • 2 Ob 2431/96f
    Entscheidungstext OGH 30.01.1997 2 Ob 2431/96f
  • 2 Ob 128/97f
    Entscheidungstext OGH 26.05.1997 2 Ob 128/97f
    Auch
  • 8 Ob 360/97t
    Entscheidungstext OGH 27.11.1997 8 Ob 360/97t
  • 2 Ob 391/97g
    Entscheidungstext OGH 20.01.1998 2 Ob 391/97g
    Ähnlich; Beisatz: Vergleichswiderruf. (T11)
  • 1 Ob 119/98a
    Entscheidungstext OGH 28.04.1998 1 Ob 119/98a
    Auch
  • 3 Ob 119/98s
    Entscheidungstext OGH 06.05.1998 3 Ob 119/98s
  • 3 Ob 116/98z
    Entscheidungstext OGH 06.05.1998 3 Ob 116/98z
  • 2 Ob 118/98m
    Entscheidungstext OGH 25.05.1998 2 Ob 118/98m
    Auch
  • 1 Ob 270/98g
    Entscheidungstext OGH 15.12.1998 1 Ob 270/98g
    Auch; Beis wie T3
  • 6 Ob 264/99p
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 6 Ob 264/99p
  • 1 Ob 317/99w
    Entscheidungstext OGH 25.01.2000 1 Ob 317/99w
    Beis wie T3
  • 6 Ob 267/00h
    Entscheidungstext OGH 23.10.2000 6 Ob 267/00h
    Auch
  • 7 Ob 309/00t
    Entscheidungstext OGH 23.01.2001 7 Ob 309/00t
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 284/00s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2001 7 Ob 284/00s
    Auch; Beis wie T3
  • 10 Ob 89/00m
    Entscheidungstext OGH 03.04.2001 10 Ob 89/00m
    Auch; Beisatz: Wird ein Rechtsmittel beim Rechtsmittelgericht überreicht (oder dorthin adressiert zur Post gegeben), dann ist es ehestens dem Erstgericht zu übermitteln. (T12)
  • 7 Ob 111/01a
    Entscheidungstext OGH 17.05.2001 7 Ob 111/01a
    Vgl auch
  • 7 Ob 124/01p
    Entscheidungstext OGH 13.06.2001 7 Ob 124/01p
    Auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 275/01d
    Entscheidungstext OGH 11.12.2001 5 Ob 275/01d
    Auch; Veröff: SZ 74/195
  • 3 Ob 281/01x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 281/01x
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Derartige Prozesshandlungen könnten nur dann als rechtzeitig angesehen werden, wenn sie, noch innerhalb der offenen Frist beim zuständigen Gericht einlangen. (T13)
  • 9 Ob 152/02x
    Entscheidungstext OGH 26.06.2002 9 Ob 152/02x
    Auch; Beis wie T13
  • 3 Ob 316/01v
    Entscheidungstext OGH 19.09.2002 3 Ob 316/01v
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T13
    Veröff: SZ 2002/120
  • 7 Ob 234/02s
    Entscheidungstext OGH 27.11.2002 7 Ob 234/02s
    Auch; Beisatz: Die Tage des Postlaufes eines befristeten Schriftsatzes sind bei der Beurteilung der Einhaltung der Frist nur dann außer Betracht zu lassen, wenn die Postsendung an das zuständige Gericht adressiert war. (T14)
  • 4 Ob 37/03z
    Entscheidungstext OGH 25.03.2003 4 Ob 37/03z
  • 10 ObS 91/03k
    Entscheidungstext OGH 08.04.2003 10 ObS 91/03k
    Auch; Beis wie T13
  • 10 Ob 51/03b
    Entscheidungstext OGH 16.12.2003 10 Ob 51/03b
  • 10 ObS 118/04g
    Entscheidungstext OGH 27.07.2004 10 ObS 118/04g
  • 7 Ob 87/04a
    Entscheidungstext OGH 28.07.2004 7 Ob 87/04a
  • 4 Ob 2/05f
    Entscheidungstext OGH 14.03.2005 4 Ob 2/05f
  • 7 Ob 146/05d
    Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 146/05d
  • 10 Ob 20/06y
    Entscheidungstext OGH 28.03.2006 10 Ob 20/06y
  • 2 Ob 120/06w
    Entscheidungstext OGH 12.06.2006 2 Ob 120/06w
  • 7 Ob 163/06f
    Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 163/06f
    Beis wie T1
  • 9 ObA 160/05b
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 9 ObA 160/05b
    Beis wie T13
  • 7 Ob 172/07f
    Entscheidungstext OGH 17.10.2007 7 Ob 172/07f
  • 6 Ob 172/07y
    Entscheidungstext OGH 13.09.2007 6 Ob 172/07y
    Beis wie T3
  • 7 Ob 65/08x
    Entscheidungstext OGH 09.04.2008 7 Ob 65/08x
    Beis wie T1
  • 2 Ob 100/08g
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 100/08g
    Beis wie T1
  • 6 Ob 159/08p
    Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 159/08p
    Beis wie T1
  • 6 Ob 15/08m
    Entscheidungstext OGH 01.10.2008 6 Ob 15/08m
    Vgl; Beisatz: Hier: Verspätete Revisionsrekursbeantwortung. (T15)
    Beisatz: Auch im Sicherungsverfahren ist die Beantwortung eines vom Rekursgericht nach Abänderungsantrag doch für zulässig erklärten ordentlichen Revisionsrekurses durch den Revisionsrekursgegner beim Rekursgericht einzubringen (§ 402 Abs 4, § 78 EO in Verbindung mit § 528 Abs 2a, § 508 Abs 5, § 507a Abs 3 Z 1 ZPO). (T16)
  • 1 Ob 216/08h
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 1 Ob 216/08h
    Auch; Beisatz: Fristwahrend ist eine an ein falsches Empfangsgerät - wenngleich im selben Gebäude - übermittelte Telefaxeingabe nur dann, wenn das - beim Empfangsgerät ausgedruckte - Schriftstück noch innerhalb der offen stehenden Frist beim zuständigen Gericht einlangt. (T17)
    Bem: Siehe dazu auch RS0123334. (T18)
  • 4 Ob 18/09i
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 4 Ob 18/09i
  • 3 Ob 173/09a
    Entscheidungstext OGH 26.08.2009 3 Ob 173/09a
    Auch
  • 5 Ob 10/10x
    Entscheidungstext OGH 11.02.2010 5 Ob 10/10x
    Beisatz: Hier: Verwendung eines unrichtigen Dienstellenkürzels bei Einbringung im Wege des ERV. (T19)
    Bem: Siehe dazu RS0124533. (T20)
  • 3 Ob 21/10z
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 3 Ob 21/10z
    Beis wie T3
  • 8 Ob 52/10w
    Entscheidungstext OGH 18.08.2010 8 Ob 52/10w
  • 2 Ob 101/10g
    Entscheidungstext OGH 24.08.2010 2 Ob 101/10g
    Auch; Auch Beis wie T17
  • 1 Ob 96/11s
    Entscheidungstext OGH 24.05.2011 1 Ob 96/11s
    Beis wie T3
  • 5 Ob 125/11k
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 5 Ob 125/11k
    Auch
  • 1 Ob 183/11k
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 1 Ob 183/11k
    Beis wie T3
  • 7 Ob 125/12a
    Entscheidungstext OGH 26.09.2012 7 Ob 125/12a
  • 5 Ob 183/12s
    Entscheidungstext OGH 20.11.2012 5 Ob 183/12s
    Auch; Beisatz: Hier: Einbringung eine Revisionsbeantwortung beim Erstgericht entgegen § 68 Abs 4 Z 2 AußStrG. (T21)
  • 2 Ob 120/12d
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 120/12d
    Auch; Beis wie T14; Beisatz: Diese Grundsätze gelten auch für Rechtsmittel, die im elektronischen Rechtsverkehr eingebracht worden sind. (T22)
  • 8 Ob 30/13i
    Entscheidungstext OGH 05.04.2013 8 Ob 30/13i
    Auch
  • 1 Ob 149/13p
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 149/13p
    Vgl auch
  • 4 Ob 191/13m
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 4 Ob 191/13m
    Auch
  • 1 Ob 215/13v
    Entscheidungstext OGH 23.01.2014 1 Ob 215/13v
    Vgl; Beis wie T22
  • 8 ObA 15/14k
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 8 ObA 15/14k
    Auch
  • 7 Ob 80/14m
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 7 Ob 80/14m
    Auch; Beis wie T22
  • 10 ObS 104/14p
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 ObS 104/14p
    Beis wie T22
  • 3 Ob 9/15t
    Entscheidungstext OGH 21.01.2015 3 Ob 9/15t
    Auch
  • 3 Ob 76/15w
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 3 Ob 76/15w
    Auch; Beisatz: Frist für Verbesserungsauftrag. (T23)
  • 3 Ob 73/15d
    Entscheidungstext OGH 17.06.2015 3 Ob 73/15d
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T13; Beis wie T14; Beis wie T22
  • 19 Ob 1/15h
    Entscheidungstext OGH 01.12.2015 19 Ob 1/15h
    Auch; Beis wie T12; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Berufung gegen einen Bescheid einer Abteilung des Ausschusses einer Rechtsanwaltskammer gemäß § 30 Abs 4 RAO. (T24)
  • 5 Ob 224/16a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2016 5 Ob 224/16a
    Auch; Beis wie T22
  • 3 Ob 128/17w
    Entscheidungstext OGH 30.08.2017 3 Ob 128/17w
    Auch
  • 6 Ob 115/17f
    Entscheidungstext OGH 21.11.2017 6 Ob 115/17f
    Beis wie T3
  • 1 Ob 15/18i
    Entscheidungstext OGH 27.02.2018 1 Ob 15/18i
    Beis wie T13; Beis wie T22
  • 2 Ob 181/17g
    Entscheidungstext OGH 30.07.2018 2 Ob 181/17g
  • 4 Ob 198/18y
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 198/18y
    Auch
  • 4 Ob 67/19k
    Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 67/19k
    Beis wie T10
  • 2 Ob 101/19w
    Entscheidungstext OGH 25.07.2019 2 Ob 101/19w
    Beis wie T9

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0041584

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19550126_OGH0002_0020OB00021_5500000_001

Rechtssatz für 6Ob565/76 1Ob687/76 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043368

Geschäftszahl

6Ob565/76; 1Ob687/76; 8Ob572/76; 3Ob596/78; 6Ob667/78; 7Ob617/79; 1Ob520/81; 3Ob623/80; 5Ob508/82; 6Ob563/82; 5Ob576/82; 6Ob690/82; 6Ob718/83; 5Ob506/84; 4Ob515/84; 2Ob514/84; 3Ob540/85; 3Ob535/85; 7Ob615/85; 3Ob580/85; 1Ob510/86; 7Ob624/86; 2Ob681/87; 5Ob539/88; 7Ob591/88; 8Ob645/88; 7Ob634/89; 8Ob649/89; 8Ob670/89; 1Ob643/90; 8Ob1636/92; 1Ob589/93; 4Ob540/95; 1Ob2114/96f; 8Ob344/97i; 4Ob19/99v; 8Ob208/99t; 9Ob316/99g; 1Ob297/01k; 9Ob49/03a; 8Ob90/05a; 7Ob74/06t; 6Ob129/11f; 6Ob159/11t; 6Ob135/11p; 6Ob239/11g; 6Ob235/11v; 6Ob234/11x

Entscheidungsdatum

24.06.1976

Norm

FamRAnglV §6 Abs1
UeKindG ArtV Z5
ZPO §503 Z2 C3b

Rechtssatz

1.)

Auch bei Anlegung des gebotenen strengen Maßstabes (arg ".... vollständig aufgeklärt werden") geht der Untersuchungsgrundsatz nicht soweit, dass sämtliche erdenkliche Beweise aufgenommen werden müssten; die Anwendung des Untersuchungsgrundsatzes liegt vielmehr im pflichtgemäßen richterlichen Ermessen.

2.)

Die Durchführung von Beweiserhebungen, denen der Charakter eines Erkundungsbeweises zukommt, ist im Hinblick auf den Untersuchungsgrundsatz nicht schlechthin ausgeschlossen.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 565/76
    Entscheidungstext OGH 24.06.1976 6 Ob 565/76
    Veröff: EFSlg 26736
  • 1 Ob 687/76
    Entscheidungstext OGH 06.10.1976 1 Ob 687/76
    nur: Auch bei Anlegung des gebotenen strengen Maßstabes (arg ".... vollständig aufgeklärt werden") geht der Untersuchungsgrundsatz nicht soweit, dass sämtliche erdenkliche Beweise aufgenommen werden müssten; die Anwendung des Untersuchungsgrundsatzes liegt vielmehr im pflichtgemäßen richterlichen Ermessen. (T1)
  • 8 Ob 572/76
    Entscheidungstext OGH 22.12.1976 8 Ob 572/76
    nur T1
  • 3 Ob 596/78
    Entscheidungstext OGH 07.06.1978 3 Ob 596/78
    Vgl; Veröff: EvBl 1978/166 S 523
  • 6 Ob 667/78
    Entscheidungstext OGH 20.07.1978 6 Ob 667/78
    nur: Auch bei Anlegung des gebotenen strengen Maßstabes (arg ".... vollständig aufgeklärt werden") geht der Untersuchungsgrundsatz nicht soweit, dass sämtliche erdenkliche Beweise aufgenommen werden müssten. (T2)
  • 7 Ob 617/79
    Entscheidungstext OGH 21.06.1979 7 Ob 617/79
    nur T1; Veröff: EFSlg 34524
  • 1 Ob 520/81
    Entscheidungstext OGH 04.03.1981 1 Ob 520/81
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Es ist Sache der freien Beweiswürdigung der Vorinstanzen, ob die Aussage der Mutter glaubwürdig ist oder ob Kontrollbeweise erforderlich sind. (T3)
  • 3 Ob 623/80
    Entscheidungstext OGH 25.03.1981 3 Ob 623/80
    Ähnlich; nur T2
  • 5 Ob 508/82
    Entscheidungstext OGH 23.02.1982 5 Ob 508/82
    nur T2
  • 6 Ob 563/82
    Entscheidungstext OGH 10.03.1982 6 Ob 563/82
    nur T2
  • 5 Ob 576/82
    Entscheidungstext OGH 18.05.1982 5 Ob 576/82
    nur T2
  • 6 Ob 690/82
    Entscheidungstext OGH 07.07.1982 6 Ob 690/82
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 718/83
    Entscheidungstext OGH 08.09.1983 6 Ob 718/83
    nur T2
  • 5 Ob 506/84
    Entscheidungstext OGH 10.04.1984 5 Ob 506/84
    nur T1; Beisatz: Werden die Grenzen pflichtgemäßen Ermessens verkannt, stellt die Unterlassung der Aufnahme weiterer Beweise einen - im Abstammungsverfahren auch vom Revisionsgericht zu beachtenden - Verfahrensmangel dar. (T4)
  • 4 Ob 515/84
    Entscheidungstext OGH 13.11.1984 4 Ob 515/84
    nur T2; Beisatz: Die Nichtaufnahme weiterer Beweise ist nur dann ein Verfahrensmangel, wenn die Grenzen des pflichtgemäßen Ermessens verkannt werden. (T5)
  • 2 Ob 514/84
    Entscheidungstext OGH 29.01.1985 2 Ob 514/84
    nur: die Anwendung des Untersuchungsgrundsatzes liegt vielmehr im pflichtgemäßen richterlichen Ermessen. (T6); Beis wie T5
  • 3 Ob 540/85
    Entscheidungstext OGH 24.04.1985 3 Ob 540/85
    nur T1; Beisatz: Wenn die Ergänzung der serologischen Untersuchung ergeben hat, dass von einem Ausschluss der Vaterschaft zum Kind keine Rede ist, sondern sich statistisch gesehen sogar ein sehr hoher Wahrscheinlichkeitsgrad für die Vaterschaft ergibt, der mit einem Wert von 99,75 Prozent auszudrücken ist, muss die Beurteilung, ob auch noch die anthropologisch - erbbiologische Ähnlichkeitsuntersuchung angeordnet wird, dem Bereich der Beweiswürdigung zugeordnet werden, ohne dass in der Antwort ein Verfahrensverstoß liegen kann. (T6a); Bem: Änderung der versehentlich ein zweites Mal vergebenen T-Nummer "T6" auf (T6a) - Mai 2013 (T6b)
    Veröff: ÖA 1987,113
  • 3 Ob 535/85
    Entscheidungstext OGH 12.06.1985 3 Ob 535/85
    nur T1
  • 7 Ob 615/85
    Entscheidungstext OGH 12.09.1985 7 Ob 615/85
    nur T1; Beis wie T5; Beisatz: Auch bei der Entscheidung, ob eine Zwangsmaßnahme, insbesondere eine zwangsweise Vorführung nach § 7 FamRAnglV angewendet werden soll, hat sich das Gericht von seinem pflichtgemäßen Ermessen leiten zu lassen. (T7)
  • 3 Ob 580/85
    Entscheidungstext OGH 13.11.1985 3 Ob 580/85
    nur T1
  • 1 Ob 510/86
    Entscheidungstext OGH 19.02.1986 1 Ob 510/86
    nur T2; Beis wie T5
  • 7 Ob 624/86
    Entscheidungstext OGH 30.07.1986 7 Ob 624/86
    Beis wie T4; Beisatz: Indirekte Genotypenbestimmung mittels Familienuntersuchung. (T8)
  • 2 Ob 681/87
    Entscheidungstext OGH 26.01.1988 2 Ob 681/87
    nur T2
  • 5 Ob 539/88
    Entscheidungstext OGH 10.05.1988 5 Ob 539/88
    nur T2
  • 7 Ob 591/88
    Entscheidungstext OGH 14.07.1988 7 Ob 591/88
    nur T1; Beis wie T5
  • 8 Ob 645/88
    Entscheidungstext OGH 06.10.1988 8 Ob 645/88
    nur T1
  • 7 Ob 634/89
    Entscheidungstext OGH 20.07.1989 7 Ob 634/89
    nur T1
  • 8 Ob 649/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 8 Ob 649/89
    nur T1
  • 8 Ob 670/89
    Entscheidungstext OGH 27.10.1989 8 Ob 670/89
    nur T1
  • 1 Ob 643/90
    Entscheidungstext OGH 03.10.1990 1 Ob 643/90
    nur T2; Veröff: RZ 1991/11 S 72
  • 8 Ob 1636/92
    Entscheidungstext OGH 08.10.1992 8 Ob 1636/92
    nur T2
  • 1 Ob 589/93
    Entscheidungstext OGH 21.12.1993 1 Ob 589/93
    nur T6; nur T2; Beis wie T4; Beisatz: Die Ermessensübung des Gerichtes ist vor allem dann einer besonders strengen Prüfung zu unterziehen, wenn der mit der in § 163 Abs 1 ABGB verankerten Vaterschaftsvermutung belastete Beklagte weitere Beweise zu deren Entkräftung beantragt, weil das serologische Gutachten seinen Ausschluss von der Vaterschaft nicht erbrachte. (T9)
    Veröff: EvBl 1994/85 S 424
  • 4 Ob 540/95
    Entscheidungstext OGH 27.06.1995 4 Ob 540/95
    Vgl; Beisatz: Die Verpflichtung, alle für die Entscheidung wichtigen Tatumstände aufzuklären, ist regelmäßig nicht erfüllt, solange die durch die Wissenschaft gebotenen Möglichkeiten der Aufklärung der Abstammung nicht genützt sind. Erst dann sind alle Tatumstände geklärt; zu den für die Entscheidung wesentlichen Tatumständen gehört nämlich auch der Umstand, ob derjenige, der die Vaterschaft anerkannt hat, aufgrund wissenschaftlicher Untersuchungen als Vater ausgeschlossen oder nicht ausgeschlossen ist. (T10)
  • 1 Ob 2114/96f
    Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 2114/96f
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Die Gerichte sind aber durch den Untersuchungsgrundsatz weder in ihrer freien Beweiswürdigung beschränkt noch verpflichtet, unnötige Beweise aufzunehmen. (T11)
  • 8 Ob 344/97i
    Entscheidungstext OGH 13.11.1997 8 Ob 344/97i
    nur T1; Beis wie T3; Beis wie T5
  • 4 Ob 19/99v
    Entscheidungstext OGH 04.02.1999 4 Ob 19/99v
    Vgl; Beis wie T11
  • 8 Ob 208/99t
    Entscheidungstext OGH 27.01.2000 8 Ob 208/99t
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T11
  • 9 Ob 316/99g
    Entscheidungstext OGH 16.02.2000 9 Ob 316/99g
    Auch; nur T1; Beis wie T9; Beis wie T10 nur: Die Verpflichtung, alle für die Entscheidung wichtigen Tatumstände aufzuklären, ist regelmäßig nicht erfüllt, solange die durch die Wissenschaft gebotenen Möglichkeiten der Aufklärung der Abstammung nicht genützt sind. (T12)
    Beisatz: Die Forderung nach einem Maximum und Optimum richterlicher Ermittlungstätigkeit wird im Regelfall nicht erfüllt, wenn sich das Verfahren auf die Vernehmung von Zeugen und Parteien beschränkt. Für die Feststellung der Vaterschaft stehen naturwissenschaftliche Methoden zur Verfügung deren Ergebnis schon seiner Objektivität wegen nicht durch Aussagen ersetzt werden kann. (T13)
    Beisatz: Die Abwägung der für und gegen ein serologisches Gutachten (und allenfalls auch weitere naturwissenschaftliche Untersuchungen) sprechenden Interessen, muss in Anbetracht des Prozesszieles, den wirklichen biologischen Vater zu ermitteln, zugunsten des klagenden Kindes ausschlagen. Ein Verzicht auf ein Abstammungsgutachten berührt die legitimen Interessen des klagenden Kindes wesentlich empfindlicher als jene des Beklagten im Falle der Einholung des genannten Gutachtens. (T14)
  • 1 Ob 297/01k
    Entscheidungstext OGH 17.12.2001 1 Ob 297/01k
    Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 9 Ob 49/03a
    Entscheidungstext OGH 27.08.2003 9 Ob 49/03a
    Auch; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T11 nur: Die Gerichte sind aber durch den Untersuchungsgrundsatz weder in ihrer freien Beweiswürdigung beschränkt. (T15)
  • 8 Ob 90/05a
    Entscheidungstext OGH 08.09.2005 8 Ob 90/05a
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 7 Ob 74/06t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 7 Ob 74/06t
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 129/11f
    Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 129/11f
    Vgl auch; Veröff: SZ 2011/94
  • 6 Ob 159/11t
    Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 159/11t
    Vgl auch
  • 6 Ob 135/11p
    Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 135/11p
    Vgl auch
  • 6 Ob 239/11g
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 6 Ob 239/11g
    Vgl
  • 6 Ob 235/11v
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 6 Ob 235/11v
    Vgl
  • 6 Ob 234/11x
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 6 Ob 234/11x
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0043368

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.06.2013

Dokumentnummer

JJR_19760624_OGH0002_0060OB00565_7600000_002

Rechtssatz für 1Ob583/78 7Ob505/79 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0048742

Geschäftszahl

1Ob583/78; 7Ob505/79; 7Ob617/79; 2Ob586/79; 3Ob585/81; 5Ob508/82; 6Ob535/83; 6Ob718/83; 5Ob506/84; 4Ob515/84; 3Ob540/85; 3Ob535/85; 1Ob510/86; 2Ob595/86; 7Ob631/89; 8Ob649/89; 8Ob528/90

Entscheidungsdatum

26.04.1978

Norm

ABGB §163 H5
UeKindG ArtV Z5

Rechtssatz

Die Einholung eines erbbiologisch - anthropologischen Gutachtens kann nicht allein deswegen abgelehnt werden, weil schon ein vorliegendes Blutgutachten eine hohe positive Vaterschaftswahrscheinlichkeit ergeben hat. Ein erbbiologisches Gutachten, welches vom Blutgutachten abweicht, kann nämlich Anlaß zu dessen Überprüfung geben und damit eine Fehlbegutachtung aufdecken.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 583/78
    Entscheidungstext OGH 26.04.1978 1 Ob 583/78
  • 7 Ob 505/79
    Entscheidungstext OGH 15.03.1979 7 Ob 505/79
    Auch; Veröff: ÖA 1981,82
  • 7 Ob 617/79
    Entscheidungstext OGH 21.06.1979 7 Ob 617/79
    Vgl aber; Beisatz: Keine erbbiologisch - anthropologische Untersuchung, wenn serologisch ein Vaterschafts - Wahrscheinlichkeitswert von über 99,50 Prozent besteht. (T1) Veröff: EFSlg 34525
  • 2 Ob 586/79
    Entscheidungstext OGH 06.11.1979 2 Ob 586/79
    Veröff: EFSlg 33577
  • 3 Ob 585/81
    Entscheidungstext OGH 04.11.1981 3 Ob 585/81
    Vgl aber; Beis wie T1
  • 5 Ob 508/82
    Entscheidungstext OGH 23.02.1982 5 Ob 508/82
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 535/83
    Entscheidungstext OGH 03.02.1983 6 Ob 535/83
    Vgl aber; Beis wie T1
  • 6 Ob 718/83
    Entscheidungstext OGH 08.09.1983 6 Ob 718/83
    Vgl aber; Beisatz: Hier: Vaterschaftswahrscheinlichkeit von 99,7 Prozent. (T2)
  • 5 Ob 506/84
    Entscheidungstext OGH 10.04.1984 5 Ob 506/84
    Vgl aber; Beisatz: Hier: Keine erbbioligisch - anthropologische Untersuchung, wenn serologisch ein Vaterschaftsausschlußsicherheitswert von über 99,73 Prozent besteht. (T3)
  • 4 Ob 515/84
    Entscheidungstext OGH 13.11.1984 4 Ob 515/84
    Vgl aber; Beis wie T1
  • 3 Ob 540/85
    Entscheidungstext OGH 24.04.1985 3 Ob 540/85
    Vgl; Beisatz: Wenn die Ergänzung der serologischen Untersuchung ergeben hat, daß von einem Ausschluß der Vaterschaft zum Kind keine Rede ist, sondern sich statistisch gesehen sogar ein sehr hoher Wahrscheinlichkeitsgrad für die Vaterschaft ergibt, der mit einem Wert von 99,75 Prozent auszudrücken ist, muß die Beurteilung, ob auch noch die anthropologisch - erbbiologische Ähnlichkeitsuntersuchung angeordnet wird, dem Bereich der Beweiswürdigung zugeordnet werden, ohne daß in der Antwort ein Verfahrensverstoß liegen kann. (T4) Veröff: ÖA 1987,113
  • 3 Ob 535/85
    Entscheidungstext OGH 12.06.1985 3 Ob 535/85
    Vgl aber; Beis wie T1
  • 1 Ob 510/86
    Entscheidungstext OGH 19.02.1986 1 Ob 510/86
    Vgl; Beis wie T1
  • 2 Ob 595/86
    Entscheidungstext OGH 10.03.1987 2 Ob 595/86
    Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T4
  • 7 Ob 631/89
    Entscheidungstext OGH 20.07.1989 7 Ob 631/89
    Vgl; Beis wie T1
  • 8 Ob 649/89
    Entscheidungstext OGH 19.10.1989 8 Ob 649/89
    Vgl; Beis wie T1
  • 8 Ob 528/90
    Entscheidungstext OGH 15.02.1990 8 Ob 528/90
    Vgl; Beis wie T1; Veröff: RZ 1993/46 S 126

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0048742

Dokumentnummer

JJR_19780426_OGH0002_0010OB00583_7800000_001

Entscheidungstext 3Ob535/85

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

3Ob535/85

Entscheidungsdatum

12.06.1985

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Kinzel als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Hule, Dr.Warta, Dr.Klinger und Mag.Engelmaier als Richter in der Rechtssache der klagenden Parteien 1.) Silvia A, geboren 28.7.1974, 6423 Mötz Nr.92, und 2.) Simone A, geboren 28.7.1974, wohnhaft ebendort, beide vertreten durch die Bezirkshauptmannschaft Imst, Abteilung Jugendfürsorge, als Amtsvormund, diese vertreten durch Dr.Peter Riedmann, Rechtsanwalt in Innsbruck, wider die beklagte Partei Alois B, geboren 6.2.1951, Mechaniker, 8452 Großklein, Großklein Neubau, vertreten durch Dr.Wilfried Stenitzer, Rechtsanwalt in Leibnitz, wegen Vaterschaft und Unterhalt infolge Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Landesgerichtes Innsbruck als Berufungsgerichtes vom 9.Oktober 1984, GZ 3 a R 427/84-12, womit infolge Berufung der beklagten Partei das Urteil des Bezirksgerichtes Imst vom 12.Juni 1984, GZ 1 C 13/84-6, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen.

Text

Entscheidungsgründe:

Die beiden am 28.7.1974 geborenen Klägerinnen begehrten die Feststellung der unehelichen Vaterschaft des Beklagten und die Zahlung eines monatlichen Unterhaltsbetrages von je 850 S. Der Beklagte beantragte die Abweisung der Klage und wendete ein, er habe mit der Mutter in der gesetzlichen Vermutungszeit nur einmal Ende Jänner 1974 geschlechtlich verkehrt, sei aber auf Grund erbbiologisch-anthropologischer Merkmale als Vater auszuschließen. Das Erstgericht stellte die Vaterschaft des Beklagten fest und verurteilte ihn zur Zahlung eines monatlichen Unterhaltsbetrages von je 750 S. Es nahm als erwiesen an, daß der Beklagte mit der Mutter der beiden klagenden Zwillinge von Ende Dezember 1973 bis Februar oder März 1974 mehrmals geschlechtlich verkehrt habe. Auf Grund der bei den Klägerinnen, bei der Mutter und beim Beklagten im Verfahren 1 C 5/83 des Erstgerichtes (ein Verfahren auf Bestreitung der ehelichen Geburt der beiden Klägerinnen) durchgeführten blutserologischen Untersuchungen ergebe die biostatische Berechnung eine Vaterschaftswahrscheinlichkeit des Beklagten von 99,9 % mit der Bewertung, daß die Vaterschaft praktisch erwiesen sei. Auf Grund dieser Beweislage sei die Einholung eines erbbiologischen Gutachtens entbehrlich, weil dieses die Beweiskraft eines blutserologischen Gutachtens bei einem derart hohen Wahrscheinlichkeitsgrad nicht zu widerlegen vermöge.

Das Berufungsgericht bestätigte das Urteil des Erstgerichtes. Es übernahm die Tatsachenfeststellungen des Erstgerichtes und billigte auch die Abstandnahme von einem erbbiologischen Gutachten aus dem vom Erstgericht angeführten Grunde, zumal der ehemalige Ehemann der Mutter unbekannten Aufenthaltes sei und nicht in eine erbbiologische Untersuchung einbezogen werden könne.

Gegen das Urteil des Berufungsgerichtes wendet sich die Revision des Beklagten wegen Mangelhaftigkeit des Verfahrens und unrichtiger rechtlicher Beurteilung mit dem Antrag, es im Sinne einer Klagsabweisung abzuändern oder es aufzuheben.

Die klagenden Parteien beteiligten sich nicht am Revisionsverfahren.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist aus folgenden Gründen verspätet:

Die Zustellung des Berufungsurteiles an den Vertreter des Beklagten erfolgte am 27.11.1984. Am 12.12.1984 verfaßte der Beklagte selbst ein Schreiben, welches nur als Revisionsschrift gedeutet werden kann, das er an das Landesgericht Innsbruck, also an das Berufungsgericht adressierte und am gleichen Tag zur Post gab. Beim Landesgericht Innsbruck langte dieses Schreiben am 14.12.1984 ein. Erst am 27.12.1984 verfügte das Landesgericht Innsbruck die Weiterleitung des Schreibens an das Erstgericht und zwar 'zuständigkeitshalber zur allfälligen weiteren Veranlassung (Verbesserung bei Versäumung der Berufungsfrist, gemeint Revisionsfrist, Wiedereinsetzung?)'. Am 31.12.1984 langte das Schreiben des Beklagten beim Erstgericht ein, welches am 7.1.1985 unter Anschluß dieses Schreibens des Beklagten ein Schreiben an den Vertreter des Beklagten richtete, in dem darauf hingewiesen wurde, daß das Schreiben des Beklagten am 14.12.1984 beim Berufungsgericht und am 31.12.1984 beim Erstgericht eingelangt sei, und ersucht wurde, das gesetzlich Notwendige zu veranlassen. Am 8.1.1985 langte dieses Schreiben des Erstgerichtes beim Vertreter des Beklagten ein, der am selben Tag einen Schriftsatz an das Erstgericht zur Post gab, in welchem das Schreiben des Beklagten vom 12.12.1984 urschriftlich mit der Unterschrift des Vertreters des Beklagten versehen wieder vorgelegt und diese Eingabe vor allem durch Angabe von Rechtsmittelgründen und eines Rechtsmittelantrages verbessert wurde. Ein Wiedereinsetzungsantrag wurde vom Beklagtenvertreter nicht gestellt.

Dieser Verbesserungsversuch scheitert daran, daß die vom Beklagten selbst verfaßte mangelhafte Revision beim Erstgericht verspätet eingelangt war, so daß das Urteil des Berufungsgerichtes schon in Rechtskraft erwachsen war, als die mangelhafte Eingabe einlangte und der Verbesserungsversuch unternommen wurde.

Gemäß § 505 Abs1 ZPO muß die Revision durch überreichung der Revisionsschrift bei dem Prozeßgericht erster Instanz erhoben werden. Wird die Revision bei einem anderen Gericht angebracht, zB beim Gericht zweiter Instanz, dann hat dieses die Revisionsschrift an das Erstgericht weiterzuleiten, und nur wenn die Revisionsschrift bei diesem noch vor Ablauf der Revisionsfrist einlangt, ist die Revision rechtzeitig. Die Tage des Postenlaufes sind nämlich nur dann in eine richterlicher Frist nicht einzurechnen, wenn die Anschrift der Postsendung an jenes Gericht lautet, bei dem die Eingabe gesetzmäßig zu überreichen ist (Fasching IV 53,54, AnwBl.1975,359, Arb.9.465, SZ 52/155). Gemäß § 505 Abs2 ZPO beträgt die Revisionsfrist vier Wochen. Diese Frist war am 31.12.1984 schon verstrichen; denn Vaterschaftsprozesse sind gemäß § 224 Abs1 Z 4 ZPO Ferialsache.

Diese für den Beklagten sicher nicht ohne weiteres verständliche Rechtslage, welche zum Teil durch die ungewöhnlich lange Untätigkeit des Berufungsgerichtes veranlaßt wurde, aber auch der Umstand, daß sein eigener Vertreter innerhalb der Revisionfrist keine Revision erhob und nach übermittlung des Schreibens des Beklagten vom 12.12.1984 auch keinen Wiedereinsetzungsantrag stellte, hat aber im vorliegenden Fall zu keiner Benachteiligung des Beklagten geführt, denn die Entscheidung der zweiten Instanz hielte ohnedies einer überprüfung durch den Obersten Gerichtshof stand. Auch in dem von der Offizialmaxime beherrschten Verfahren (Art. V Z 5 UeKindG) müssen nämlich nicht alle nur erdenklichen Beweise aufgenommen werden, sondern ein Verfahrensmangel liegt nur vor, wenn die Grenzen des pflichtgemäßen Ermessens verletzt wurden (EFSlg.43.308). Und daß bei einem praktischen Vaterschaftsnachweis durch ein Blutgutachten auf die Einholung eines erbbiologisch-anthropologischen Gutachtens verzichtet werden kann, wurde vom Obersten Gerichtshof ebenfalls schon wiederholt ausgesprochen (zB EFSlg.43.307). So hart daher das vorliegende Ergebnis für den Beklagten erscheinen mag, der ursprünglich den wiederholten Geschlechtsverkehr in der kritischen Zeit zugab, später dann freilich seine Angaben weitgehend widerrief und offenbar die Vermutung hegt, nicht der wirkliche Vater der klagenden Kinder zu sein, obschon neben der Zeugenaussage der Mutter auch das Blutgutachten ohnedies mit einer fast an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit praktisch für die Vaterschaft des Beklagten spricht, so sind doch die Urteile der Vorinstanzen frei von Rechtsirrtum.

Die verspätete Revision war daher zurückzuweisen.

Eine Kostenentscheidung hatte zu entfallen, weil das Rechtsmittel des Beklagten unzulässig ist und er daher die Kosten dieses Rechtsmittels selbst zu tragen hat und sich die klagenden Parteien am Revisionsverfahren nicht beteiligt haben.

Anmerkung

E05968

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:0030OB00535.85.0612.000

Dokumentnummer

JJT_19850612_OGH0002_0030OB00535_8500000_000