Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob580/54 7Ob322/55 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0006928

Geschäftszahl

3Ob580/54; 7Ob322/55; 6Ob288/60; 5Ob262/61; 5Ob90/63 (5Ob91/63); 6Ob129/64; 5Ob117/66; 1Ob284/66; 6Ob87/67; 8Ob221/67; 6Ob146/68; 7Ob14/69; 1Ob248/70; 5Ob137/72; 6Ob175/72; 5Ob16/73; 6Ob23/74 (6Ob24/74); 3Ob131/74 (3Ob132/74, 3Ob133/74); 6Ob27/75; 7Ob55/75; 6Ob126/75; 6Ob170/75; 7Ob663/76; 7Ob671/76; 6Ob721/76; 7Ob673/77; 3Ob664/77; 3Ob581/78; 6Ob762/78; 6Ob785/78; 5Ob262/61; 1Ob701/80; 3Ob622/83; 7Ob594/84; 7Ob670/84; 6Ob652/85 (6Ob653/85); 5Ob523/86; 8Ob551/87; 1Ob617/87; 2Ob608/88; 6Ob1/89; 1Ob585/89; 4Ob556/89; 5Ob545/91; 7Ob504/92; 7Ob548/92; 5Ob1536/93; 1Ob610/94; 9Ob1582/95; 1Ob1531/96; 4Ob2262/96t; 4Ob2288/96s; 9Ob43/99k; 6Ob106/00g; 1Ob154/00d; 1Ob74/01s (1Ob75/01p); 7Ob216/01t; 1Ob16/02p; 2Ob103/02i; 6Ob175/02g; 3Ob6/03h; 3Ob89/05t; 6Ob148/05s; 3Ob201/11x; 1Ob169/18m; 1Ob107/19w

Entscheidungsdatum

29.09.1954

Norm

AußStrG §10 B
AußStrG 2005 §49 A
AußStrG 2005 §49 C

Rechtssatz

Neue Tatsachen, die erst nach der Entscheidung der ersten Instanz eingetreten sind, können bei Entscheidung über den (ordentlichen) Revisionsrekurs nicht berücksichtigt werden.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 580/54
    Entscheidungstext OGH 29.09.1954 3 Ob 580/54
  • 7 Ob 322/55
    Entscheidungstext OGH 13.07.1955 7 Ob 322/55
  • 6 Ob 288/60
    Entscheidungstext OGH 03.08.1960 6 Ob 288/60
    Veröff: JBl 1961,367
  • 5 Ob 262/61
    Entscheidungstext OGH 30.08.1961 5 Ob 262/61
    Beisatz: Die Rekursinstanzen können die Gesetzmäßigkeit der angefochtenen Entscheidung nur auf Grund der Sachlage und Rechtslage im Zeipunkt ihrer Erlassung überprüfen. (T1)
  • 5 Ob 90/63
    Entscheidungstext OGH 14.03.1963 5 Ob 90/63
  • 6 Ob 129/64
    Entscheidungstext OGH 11.05.1964 6 Ob 129/64
  • 5 Ob 117/66
    Entscheidungstext OGH 21.04.1966 5 Ob 117/66
  • 1 Ob 284/66
    Entscheidungstext OGH 24.11.1966 1 Ob 284/66
    Veröff: RZ 1967,109 = SZ 39/199
  • 6 Ob 87/67
    Entscheidungstext OGH 19.04.1967 6 Ob 87/67
  • 8 Ob 221/67
    Entscheidungstext OGH 23.08.1967 8 Ob 221/67
  • 6 Ob 146/68
    Entscheidungstext OGH 22.05.1968 6 Ob 146/68
  • 7 Ob 14/69
    Entscheidungstext OGH 19.02.1969 7 Ob 14/69
    Beisatz: Sofern nicht Interessen Pflegebefohlener auf dem Spiele stehen. (T2) Veröff: EFSlg 12667
  • 1 Ob 248/70
    Entscheidungstext OGH 29.10.1970 1 Ob 248/70
    Beisatz: § 26 JWG (T3)
  • 5 Ob 137/72
    Entscheidungstext OGH 11.07.1972 5 Ob 137/72
    Beis wie T2
  • 6 Ob 175/72
    Entscheidungstext OGH 19.10.1972 6 Ob 175/72
  • 5 Ob 16/73
    Entscheidungstext OGH 06.06.1973 5 Ob 16/73
    Beisatz: Aufhebung des Enteignungsbescheides durch Erkenntnis des VerfGH. (T4)
  • 6 Ob 23/74
    Entscheidungstext OGH 02.05.1974 6 Ob 23/74
  • 3 Ob 131/74
    Entscheidungstext OGH 28.01.1975 3 Ob 131/74
  • 6 Ob 27/75
    Entscheidungstext OGH 13.03.1975 6 Ob 27/75
    Veröff: NZ 1977,89
  • 7 Ob 55/75
    Entscheidungstext OGH 10.04.1975 7 Ob 55/75
  • 6 Ob 126/75
    Entscheidungstext OGH 30.10.1975 6 Ob 126/75
    Veröff: EvBl 1976/156 S 299 = NZ 1977,43
  • 6 Ob 170/75
    Entscheidungstext OGH 18.12.1975 6 Ob 170/75
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 663/76
    Entscheidungstext OGH 16.09.1976 7 Ob 663/76
    Veröff: EFSlg 28344
  • 7 Ob 671/76
    Entscheidungstext OGH 14.10.1976 7 Ob 671/76
    Beis wie T2
  • 6 Ob 721/76
    Entscheidungstext OGH 16.12.1976 6 Ob 721/76
    Beis wie T1
  • 7 Ob 673/77
    Entscheidungstext OGH 13.10.1977 7 Ob 673/77
  • 3 Ob 664/77
    Entscheidungstext OGH 10.01.1978 3 Ob 664/77
    Beis wie T2
  • 3 Ob 581/78
    Entscheidungstext OGH 09.05.1978 3 Ob 581/78
  • 6 Ob 762/78
    Entscheidungstext OGH 16.11.1978 6 Ob 762/78
    Beis wie T2
  • 6 Ob 785/78
    Entscheidungstext OGH 17.01.1979 6 Ob 785/78
    Vgl; Beis wie T2; Veröff: EFSlg 34969
  • 5 Ob 262/61
    Entscheidungstext OGH 14.10.1980 5 Ob 262/61
    Auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 701/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 701/80
    Beis wie T2
  • 3 Ob 622/83
    Entscheidungstext OGH 21.12.1983 3 Ob 622/83
  • 7 Ob 594/84
    Entscheidungstext OGH 28.06.1984 7 Ob 594/84
    Beis wie T1
  • 7 Ob 670/84
    Entscheidungstext OGH 08.11.1984 7 Ob 670/84
  • 6 Ob 652/85
    Entscheidungstext OGH 26.09.1985 6 Ob 652/85
  • 5 Ob 523/86
    Entscheidungstext OGH 11.03.1986 5 Ob 523/86
  • 8 Ob 551/87
    Entscheidungstext OGH 21.05.1987 8 Ob 551/87
    Beis wie T1
  • 1 Ob 617/87
    Entscheidungstext OGH 15.07.1987 1 Ob 617/87
    Auch
  • 2 Ob 608/88
    Entscheidungstext OGH 20.12.1988 2 Ob 608/88
  • 6 Ob 1/89
    Entscheidungstext OGH 23.02.1989 6 Ob 1/89
  • 1 Ob 585/89
    Entscheidungstext OGH 24.05.1989 1 Ob 585/89
  • 4 Ob 556/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 556/89
  • 5 Ob 545/91
    Entscheidungstext OGH 22.10.1991 5 Ob 545/91
    Vgl auch; Veröff: EvBl 1992/54 S 236 = ÖA 1992,58
  • 7 Ob 504/92
    Entscheidungstext OGH 30.01.1992 7 Ob 504/92
    Veröff: EvBl 1992/115 S 508
  • 7 Ob 548/92
    Entscheidungstext OGH 21.05.1992 7 Ob 548/92
  • 5 Ob 1536/93
    Entscheidungstext OGH 27.04.1993 5 Ob 1536/93
  • 1 Ob 610/94
    Entscheidungstext OGH 11.10.1994 1 Ob 610/94
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Das im Rekursverfahren grundsätzlich herrschende Neuerungsverbot gilt jedenfalls dann nicht, wenn Neuerungen wegen geänderter Verhältnisse im Interesse des Kindes zu beachten sind; im Interesse des Kindeswohles ist auf Änderungen selbst dann Rücksicht zu nehmen, wenn sich diese erst nach der Beschlußfassung ergeben haben. (T5)
  • 9 Ob 1582/95
    Entscheidungstext OGH 06.12.1995 9 Ob 1582/95
    Auch
  • 1 Ob 1531/96
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 1 Ob 1531/96
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 4 Ob 2262/96t
    Entscheidungstext OGH 17.09.1996 4 Ob 2262/96t
  • 4 Ob 2288/96s
    Entscheidungstext OGH 15.10.1996 4 Ob 2288/96s
    Vgl; Beis wie T5
  • 9 Ob 43/99k
    Entscheidungstext OGH 05.05.1999 9 Ob 43/99k
    Vgl aber; Beis wie T5
  • 6 Ob 106/00g
    Entscheidungstext OGH 17.05.2000 6 Ob 106/00g
    Beisatz: Auf neue Sachanträge erstreckt sich somit die Neuerungserlaubnis nicht. (T6)
  • 1 Ob 154/00d
    Entscheidungstext OGH 21.06.2000 1 Ob 154/00d
    Beisatz: Die Neuerungserlaubnis im außerstreitigen Antragsverfahren bezieht sich nur auf Tatsachen, die bereits vor Beschlussfassung in erster Instanz entstanden sind. (T7)
  • 1 Ob 74/01s
    Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 74/01s
    Beis wie T2; Beis wie T5
  • 7 Ob 216/01t
    Entscheidungstext OGH 26.09.2001 7 Ob 216/01t
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T5
  • 1 Ob 16/02p
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 1 Ob 16/02p
    Beis wie T2; Beis wie T7; Beisatz: Außer das Verfahren tritt auf Grund der Aufhebung der erstinstanzlichen Entscheidung wieder in das Stadium vor Fassung des Beschlusses durch das Erstgericht zurück. (T8)
  • 2 Ob 103/02i
    Entscheidungstext OGH 06.05.2002 2 Ob 103/02i
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T5
  • 6 Ob 175/02g
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 6 Ob 175/02g
    Beis wie T7
  • 3 Ob 6/03h
    Entscheidungstext OGH 28.05.2003 3 Ob 6/03h
    Auch
  • 3 Ob 89/05t
    Entscheidungstext OGH 11.05.2005 3 Ob 89/05t
  • 6 Ob 148/05s
    Entscheidungstext OGH 03.11.2005 6 Ob 148/05s
    Vgl auch; Beisatz: Der Rechtsmittelwerber hat die Zulässigkeit der Neuerungen zu behaupten und schlüssig darzulegen, dass es sich bei der Verspätung (Unterlassung) des Vorbringens um eine entschuldbare Fehlleistung handelt. Hier: „Schlichtes Vergessen" und eine fehlende Anleitung durch das Erstgericht sind kein entschuldbaren Fehlleistungen. (T9)
  • 3 Ob 201/11x
    Entscheidungstext OGH 08.11.2011 3 Ob 201/11x
  • 1 Ob 169/18m
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 1 Ob 169/18m
    Vgl auch; Beisatz: Daher müssen auch allenfalls zulässige Neuerungen, die weder im Rekurs noch in dessen Beantwortung vorgetragen wurden, unbeachtlich bleiben (mwN). (T10)
    Beisatz: § 49 Abs 1 AußStrG verstößt nicht gegen das Bestimmtheitsgebot des Art 18 B-VG.
    Die vom Gesetzgeber in zeitlicher Hinsicht gezogene Grenze für die Zulässigkeit von Neuerungen ist auch nicht gleichheitswidrig oder willkürlich (im Sinn des Art 7 Abs 1 B‑VG; Art 2 StGG), sondern entspricht dem Beschleunigungsgedanken und dem Gedanken der Mitwirkungspflicht, der Wahrheits‑ und der Vollständigkeitspflicht der Parteien. Durch die grundsätzliche Beschränkung der zulässigerweise vorgebrachten Neuerungen auf den Rekurs und die Rekursbeantwortung kann das rechtliche Gehör der anderen Partei so gewahrt werden, dass damit eine Verfahrensverzögerung oder ‑verschleppung nicht einhergeht. (T11)
  • 1 Ob 107/19w
    Entscheidungstext OGH 25.09.2019 1 Ob 107/19w
    Beisatz: Fassung des erstinstanzlichen Beschlusses als für die Beurteilung der Voraussetzungen des (laufenden) Unterhaltsanspruchs in dritter Instanz relevanten Zeitpunkts. (T12)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0006928

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

30.12.2019

Dokumentnummer

JJR_19540929_OGH0002_0030OB00580_5400000_001

Rechtssatz für 5Ob164/61 3Ob32/62 6Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0009636

Geschäftszahl

5Ob164/61; 3Ob32/62; 6Ob118/70; 1Ob651/83; 7Ob594/84; 7Ob685/84; 10Ob506/87; 3Ob150/88; 3Ob166/88; 3Ob69/91; 1Ob566/91; 4Ob565/91; 4Ob507/92; 1Ob507/92; 6Ob539/92; 1Ob588/93; 6Ob620/93; 3Ob76/95; 3Ob21/14f; 1Ob182/14t; 10Ob59/16y

Entscheidungsdatum

17.05.1961

Norm

ABGB §137 Abs2
ABGB §140 Ad
ABGB §141 IC
ABGB §144 A
ABGB 936 VIIc

Rechtssatz

Unterhaltsvergleiche werden regelmäßig unter der clausula rebus sic stantibus geschlossen. Die Umstandsklausel umfasst jede Änderung der Sachlage; sie ist bei Unterhaltsvereinbarungen nicht nur auf die Veränderung vermögensrechtlicher Verhältnisse beider Vertragsteile und die Sorgepflichten des Unterhaltspflichtigen beschränkt. Bei Unterhaltsvergleichen, in denen sich ein in dürftigen Verhältnissen lebender Vater zu einer Unterhaltsleistung verpflichtet, die seine wirtschaftlichen Kräfte bis an die äußerste Grenze in Anspruch nimmt, ist anzunehmen, dass diese Unterhaltsleistung nur erbracht wird, wenn auch das Kind seinerseits der Verpflichtung zur Ehrfurcht gegenüber dem Vater nachkommt. Besonders krasse Verletzungen dieser sittlichen Pflicht (§ 137 ABGB) durch das Kind berechtigten Vater, die Herabsetzung des Unterhaltes jedenfalls auf das gesetzliche Ausmaß (§ 140 ABGB) zu verlangen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 164/61
    Entscheidungstext OGH 17.05.1961 5 Ob 164/61
    Veröff: SZ 34/78 = EvBl 1961/520 S 659
  • 3 Ob 32/62
    Entscheidungstext OGH 14.03.1962 3 Ob 32/62
    nur: Unterhaltsvergleiche werden regelmäßig unter der clausula rebus sic stantibus geschlossen. Die Umstandsklausel umfasst jede Änderung der Sachlage; sie ist bei Unterhaltsvereinbarungen nicht nur auf die Veränderung vermögensrechtlicher Verhältnisse beider Vertragsteile und die Sorgepflichten des Unterhaltspflichtigen beschränkt. (T1)
  • 6 Ob 118/70
    Entscheidungstext OGH 13.05.1970 6 Ob 118/70
    nur T1
  • 1 Ob 651/83
    Entscheidungstext OGH 29.06.1983 1 Ob 651/83
    nur: Unterhaltsvergleiche werden regelmäßig unter der clausula rebus sic stantibus geschlossen. (T2)
    Veröff: ÖA 1985,48
  • 7 Ob 594/84
    Entscheidungstext OGH 28.06.1984 7 Ob 594/84
    nur T2
  • 7 Ob 685/84
    Entscheidungstext OGH 08.11.1984 7 Ob 685/84
    nur T2
  • 10 Ob 506/87
    Entscheidungstext OGH 17.11.1987 10 Ob 506/87
    nur T2
  • 3 Ob 150/88
    Entscheidungstext OGH 30.11.1988 3 Ob 150/88
    nur T2
  • 3 Ob 166/88
    Entscheidungstext OGH 18.01.1989 3 Ob 166/88
    nur T2
  • 3 Ob 69/91
    Entscheidungstext OGH 08.05.1991 3 Ob 69/91
    nur T2; Beisatz: Auch bei Unterhaltsvergleich nach § 55a EheG. (T3)
  • 1 Ob 566/91
    Entscheidungstext OGH 10.07.1991 1 Ob 566/91
    nur T2
  • 4 Ob 565/91
    Entscheidungstext OGH 19.11.1991 4 Ob 565/91
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Gilt grundsätzlich für jede Unterhaltsverpflichtung. (T4)
  • 4 Ob 507/92
    Entscheidungstext OGH 14.01.1992 4 Ob 507/92
    Auch; nur T2; Beis wie T4; Veröff: ÖA 1992,57
  • 1 Ob 507/92
    Entscheidungstext OGH 29.01.1992 1 Ob 507/92
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 539/92
    Entscheidungstext OGH 14.05.1992 6 Ob 539/92
    nur T2
  • 1 Ob 588/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 588/93
    Vgl auch; Beisatz: Die wesentliche Einkommensminderung des Vaters ist ein im Rahmen der für jede Unterhaltsverpflichtung geltenden Umstandsklausel relevanter Umstand. (T5)
  • 6 Ob 620/93
    Entscheidungstext OGH 20.01.1994 6 Ob 620/93
    nur T2
  • 3 Ob 76/95
    Entscheidungstext OGH 10.09.1996 3 Ob 76/95
    nur: Unterhaltsvergleiche werden regelmäßig unter der clausula rebus sic stantibus geschlossen. Die Umstandsklausel umfasst jede Änderung der Sachlage. (T6)
  • 3 Ob 21/14f
    Entscheidungstext OGH 19.02.2014 3 Ob 21/14f
    Auch; nur T2
  • 1 Ob 182/14t
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 182/14t
    Auch
  • 10 Ob 59/16y
    Entscheidungstext OGH 13.09.2016 10 Ob 59/16y
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0009636

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.10.2016

Dokumentnummer

JJR_19610517_OGH0002_0050OB00164_6100000_001

Entscheidungstext 7Ob594/84

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

7Ob594/84

Entscheidungsdatum

28.06.1984

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Dr. Flick als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Petrasch, Dr. Wurz, Dr. Warta und Dr. Egermann als Richter in der Pflegschaftssache des mj Harald T*****, geboren am *****, infolge Revisionsrekurses des ehelichen Vaters Johann T*****, vertreten durch Joachim Strauss, Dieter Thünnesen, Michael Gerspacher und Jürgen Barth, Rechtsanwälte in Karlsruhe, gegen den Beschluss des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien als Rekursgericht vom 14. Dezember 1983, GZ 44 R 3673/83-63, womit der Beschluss des Bezirksgerichts Favoriten vom 9. Mai 1983, GZ 6 P 1089/82-47, bestätigt wurde, folgenden

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Revisionsrekurs wird zurückgewiesen.

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Beschlüsse der zweiten Instanz im außerstreitigen Unterhaltsverfahren sind nach österreichischem Recht unanfechtbar, soweit eine Bemessung gesetzlicher Unterhaltsansprüche stattgefunden hat (§ 14 Abs 2 AußStrG), und bestätigende Beschlüsse der zweiten Instanz überdies allgemein, wenn nicht eine offenbare Gesetz- oder Aktenwidrigkeit der Entscheidung oder eine Nullität (Nichtigkeit) vorliegt (§ 16 Abs 1 AußstrG).

Im vorliegenden Fall betrifft der Hinweis des Revisionsrekurses, dass die Eltern des Kindes anlässlich der Ehescheidung einen Unterhalt in Höhe von 15 % des Einkommens des Vaters vereinbart haben, nicht die bloße Bemessung des gesetzlichen Unterhalts, soweit es um die Auslegung der Parteienvereinbarung geht (Judikat 60 neu P IV, JBl 1976, 546 ua). Diese Frage kommt aber hier nicht zum Tragen, weil einerseits in der Zwischenzeit mehrfach Unterhaltsbemessungen in ziffernmäßig bestimmter Höhe ohne Prüfung der Übereinstimmung mit dem seinerzeit vereinbarten Prozentsatz stattgefunden haben, und andererseits für jeden Unterhaltsvergleich die Umstandsklausel gilt, was auch im vorliegenden Fall dadurch zum Ausdruck kommt, dass die Unterhaltsprozente keineswegs als unabänderlich vereinbart oder pflegschaftsbehördlich genehmigt wurden. Der seinerzeitige Unterhaltsvergleich stand demnach der Neubemessung nach den auf beiden Seiten jetzt gegebenen Verhältnissen nicht entgegen.

Das übrige Rekursvorbringen über die Sorgepflicht des Rekurswerbers für seine zweite Ehefrau und die Nichtberücksichtigung von Sonderausgaben für die Rückzahlung von Krediten betrifft die eingangs dargestellte, nicht mehr anfechtbare Frage der Unterhaltsbemessung (P II 3 des Judikats 60 neu). Der Umstand, dass die Ehefrau des Rekurswerbers derzeit möglicherweise kein Arbeitslosenentgelt mehr bezieht, war nicht zu berücksichtigen, weil die Rekursinstanzen die Gesetzmäßigkeit des Beschlusses der ersten Instanz nach der Sach- und Rechtslage zu überprüfen haben, wie sie sich zur Zeit der Erlassung dieses Beschlusses darstellte (EFSlg 37.257 ua). Eine Änderung der Verhältnisse, die erst nach diesem Zeitpunkt eingetreten ist, kann demnach nur zum Gegenstand eines neuen Antrags gemacht werden.

Entsprechend dem Ersuchen der Vertreter des Rekurswerbers wird nun dem von ihnen substituierten Rechtsanwalt Dr. Franz Sturm Akteneinsicht zu gewähren sein. In der Unterlassung der Ermöglichung einer solchen Akteneinsicht vor der Entscheidung der Rekursgerichte ist eine Verletzung des rechtlichen Gehörs aber nicht zu erblicken.

Textnummer

E119094

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:0070OB00594.840.0628.000

Im RIS seit

25.08.2017

Zuletzt aktualisiert am

28.08.2017

Dokumentnummer

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