Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 4Ob162/29 5Ob280/63 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0033321

Geschäftszahl

4Ob162/29; 5Ob280/63; 6Ob237/69; 4Ob548/76; 5Ob674/82; 6Ob530/84; 3Ob524/87; 6Ob599/89; 8Ob21/93; 8Ob244/98k; 6Ob326/99f; 1Ob83/01i

Entscheidungsdatum

04.06.1929

Norm

ABGB §1415
ABGB §1416
ABGB §1486
HGB §355

Rechtssatz

Beim Kontokorrentvertrag können die einzelnen Forderungen erst nach Schluß der Abrechnungsperiode geltend gemacht werden und gelten bis dahin kreditiert, weshalb eine Verjährung vorher nicht beginnen kann. Die Bestimmungen der §§ 1415, 1416 ABGB finden keine Anwendung. Die bisherigen Einzelforderungen sind erst nach der Saldofeststellung durch Ziehung des Saldos und Anerkennung durch den andern Vertragsteil in dem Saldo aufgegangen. Wird eine Einzelforderung beanstandet, so behält sie ihre rechtliche Selbständigkeit; der Lauf der Verjährungsfrist beginnt mit dem Ablauf der betreffenden Rechnungsperiode.

RG vom 15.04.1942, VIII 8; Veröff: DREvBl 1941/220

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 162/29
    Entscheidungstext OGH 04.06.1929 4 Ob 162/29
    nur: Beim Kontokorrentvertrag können die einzelnen Forderungen erst nach Schluß der Abrechnungsperiode geltend gemacht werden. (T1) Beisatz: Nicht erst mit der Zusendung des Kontoauszuges. (T2) Veröff: SZ 9/130
  • 5 Ob 280/63
    Entscheidungstext OGH 10.10.1963 5 Ob 280/63
  • 6 Ob 237/69
    Entscheidungstext OGH 17.12.1969 6 Ob 237/69
    Auch; Beisatz: Der Lauf der Verjährungsfrist beginnt auch mit dem Zeitpunkt, zu dem der Endabschluß des Saldos vereinbarungsgemäß erfolgen sollte. (T3)
  • 4 Ob 548/76
    Entscheidungstext OGH 25.05.1976 4 Ob 548/76
    nur: Beim Kontokorrentvertrag können die einzelnen Forderungen erst nach Schluß der Abrechnungsperiode geltend gemacht werden und gelten bis dahin kreditiert, weshalb eine Verjährung vorher nicht beginnen kann. (T4)
  • 5 Ob 674/82
    Entscheidungstext OGH 13.09.1983 5 Ob 674/82
    Auch; Beisatz: Die Hemmung der Verjährung dauert solange, wie die Bindung durch das Kontokorrent besteht, also grundsätzlich bis zum Ende der jeweiligen Verrechnungsperiode und bei Saldovortrag bis zum Ende des gesamten Kontokorrentverhältnisses. (T5)
  • 6 Ob 530/84
    Entscheidungstext OGH 29.03.1984 6 Ob 530/84
    Auch; Beis wie T5; Beisatz: Das gilt gleichermaßen für die während der Rechnungsperiode aufgelaufenen Zinsen, die mit der Einstellung in das Kontokorrent wie jede andere Rechnungspost zu behandeln sind und ihrer Rechtsnatur als Nebengebühr entkleidet werden. (T6) Veröff: SZ 57/66 = NZ 1986,15
  • 3 Ob 524/87
    Entscheidungstext OGH 23.09.1987 3 Ob 524/87
    Auch; nur T4
  • 6 Ob 599/89
    Entscheidungstext OGH 31.08.1989 6 Ob 599/89
    Auch; Beis wie T6
  • 8 Ob 21/93
    Entscheidungstext OGH 14.10.1993 8 Ob 21/93
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6; Veröff: SZ 66/125 = EvBl 1994/58 S 277 = ÖBA 1994,315 (Nowotny)
  • 8 Ob 244/98k
    Entscheidungstext OGH 26.11.1998 8 Ob 244/98k
    Auch; Beis wie T5 nur: Die Hemmung der Verjährung dauert solange, wie die Bindung durch das Kontokorrent besteht. (T7) Beisatz: Der Grund für die Hemmung liegt in dem Umstand, daß der kontokorrentgebundene Anspruch früher nicht eingeklagt werden kann. (T8) Veröff: SZ 71/201
  • 6 Ob 326/99f
    Entscheidungstext OGH 20.01.2000 6 Ob 326/99f
    Vgl auch; nur T4; Beis wie T6
  • 1 Ob 83/01i
    Entscheidungstext OGH 17.08.2001 1 Ob 83/01i
    Auch; Beisatz: Die Verjährung der einzelnen, im Schlusssaldo verrechneten Forderungen beginnt erst mit Beendigung des Kontokorrentverhältnisses, somit also mit Beendigung der Geschäftsverbindung zwischen den Streitteilen. (T9); Veröff:SZ 74/137

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1929:RS0033321

Dokumentnummer

JJR_19290604_OGH0002_0040OB00162_2900000_001

Rechtssatz für 6Ob216/68 6Ob530/84 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0034275

Geschäftszahl

6Ob216/68; 6Ob530/84; 8Ob41/88; 7Ob706/89; 8Ob21/93; 3Ob1013/95; 8Ob387/97p; 8Ob244/98k; 6Ob326/99f; 1Ob83/01i; 2Ob50/02w

Entscheidungsdatum

13.11.1968

Norm

ABGB §1480
HGB §355

Rechtssatz

Zum Wesen des Kontokorrentverhältnisses gehört, daß nach festgelegten Perioden ein Saldo gezogen wird, wodurch die Einzelposten ihre Selbständigkeit verlieren. In den Saldo bereits einbezogene abgereifte Zinsen sind daher ebenfalls ein nicht mehr zu unterscheidender Teil der Gesamtforderung, daher keine dreijährige Verjährung nach § 1480 ABGB.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 216/68
    Entscheidungstext OGH 13.11.1968 6 Ob 216/68
    Veröff: QuHGZ 1969/175
  • 6 Ob 530/84
    Entscheidungstext OGH 29.03.1984 6 Ob 530/84
    Auch; Beisatz: Mit dem Vortrag des die Zinsen enthaltenden Saldos ist auch eine gesonderte Verjährung der Zinsen ausgeschlossen. (T1) Veröff: NZ 1986,15 = SZ 57/66
  • 8 Ob 41/88
    Entscheidungstext OGH 30.03.1989 8 Ob 41/88
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Ein Kontokorrentverhältnis, weil weder ein periodischer Abschluß des Kontos, noch Saldenmitteilungen erfolgten. (T2) Veröff: ÖBA 1989,1219
  • 7 Ob 706/89
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 7 Ob 706/89
    Beis wie T1; Veröff: ÖBA 1990,720 = RdW 1990,377
  • 8 Ob 21/93
    Entscheidungstext OGH 14.10.1993 8 Ob 21/93
    nur: In den Saldo bereits einbezogene abgereifte Zinsen sind daher ebenfalls ein nicht mehr zu unterscheidender Teil der Gesamtforderung. (T3) Beis wie T1; Veröff: SZ 66/125 = EvBl 1994/58 S 277 = ÖBA 1994,315 (Nowotny)
  • 3 Ob 1013/95
    Entscheidungstext OGH 10.05.1995 3 Ob 1013/95
    Verstärkter Senat; nur: In den Saldo bereits einbezogene abgereifte Zinsen sind daher ebenfalls ein nicht mehr zu unterscheidender Teil der Gesamtforderung, daher keine dreijährige Verjährung nach § 1480 ABGB. (T4) Veröff: SZ 68/93
  • 8 Ob 387/97p
    Entscheidungstext OGH 13.01.1998 8 Ob 387/97p
    nur T4
  • 8 Ob 244/98k
    Entscheidungstext OGH 26.11.1998 8 Ob 244/98k
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Nach Kündigung eines in Annuitäten zu tilgenden Kredits verjährt der Anspruch auf den dadurch fällig gewordenen Restbetrag in dreißig Jahren, für vorher fällig gewordene Annuitäten bleibt es aber trotz Kündigung bei der dreijährigen Verjährung. Ein nur bezüglich der Zinsen erhobener Verjährungseinwand ist bezüglich einer Annuität, in der Kapital und Zinsen untrennbar verbunden sind, unwirksam. (T5) Veröff: SZ 71/201
  • 6 Ob 326/99f
    Entscheidungstext OGH 20.01.2000 6 Ob 326/99f
    Vgl auch; nur T3; Beis wie T1; Beisatz: Das gilt gleichermaßen für die während der Rechnungsperiode aufgelaufenen Zinsen, die mit der Einstellung in das Kontokorrent wie jede andere Rechnungspost zu behandeln sind und ihrer Rechtsnatur als Nebengebühr entkleidet werden. (T6)
  • 1 Ob 83/01i
    Entscheidungstext OGH 17.08.2001 1 Ob 83/01i
    nur: Zum Wesen des Kontokorrentverhältnisses gehört, daß nach festgelegten Perioden ein Saldo gezogen wird, wodurch die Einzelposten ihre Selbständigkeit verlieren. (T7); Veröff:SZ 74/137
  • 2 Ob 50/02w
    Entscheidungstext OGH 18.04.2002 2 Ob 50/02w
    Auch; nur T4; Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0034275

Dokumentnummer

JJR_19681113_OGH0002_0060OB00216_6800000_001

Rechtssatz für 1Ob80/74 4Ob581/81 6Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0062299

Geschäftszahl

1Ob80/74; 4Ob581/81; 6Ob530/84; 8Ob578/83; 8Ob520/86; 7Ob706/89; 4Ob265/02b; 4Ob288/02k

Entscheidungsdatum

22.05.1974

Norm

HGB §355

Rechtssatz

Für die Frage, ob zwischen Bank und Kunden ein Kontokorrentverhältnis angenommen werden kann, kommt es nicht allein auf den buchmäßigen Vorgang, sondern auch auf den Willen der Parteien an, der darauf gerichtet sein muß, daß die einzelnen Posten des Kontos nicht selbständig geltend gemacht werden, sondern zuzüglich Zinsen in den bei Abschluß der Rechnungsperiode sich ergebenden Saldo übergehen sollen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 80/74
    Entscheidungstext OGH 22.05.1974 1 Ob 80/74
    Veröff: EvBl 1975/7 S 18
  • 4 Ob 581/81
    Entscheidungstext OGH 14.12.1982 4 Ob 581/81
  • 6 Ob 530/84
    Entscheidungstext OGH 29.03.1984 6 Ob 530/84
    Beisatz: Dieser Wille wird im Regelfall bei der Kontoführung nicht ausdrücklich erklärt, sondern durch schlüssige Handlungen, etwa durch die Anerkennung der AGBKr (ab Fassung 1971 Kreditunternehmungen) als Vertragsgrundlage zum Ausdruck gebracht. (T1) Veröff: SZ 57/66 = NZ 1986,15
  • 8 Ob 578/83
    Entscheidungstext OGH 29.03.1984 8 Ob 578/83
    nur: Für die Frage, ob ein Kontokorrentverhältnis angenommen werden kann, kommt es auf den Willen der Parteien an, der darauf gerichtet sein muß, daß die einzelnen Posten des Kontos nicht selbständig geltend gemacht werden, sondern zuzüglich Zinsen in den bei Abschluß der Rechnungsperiode sich ergebenden Saldo übergehen sollen. (T2) Veröff: HS XIV/XV/27
  • 8 Ob 520/86
    Entscheidungstext OGH 06.06.1986 8 Ob 520/86
  • 7 Ob 706/89
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 7 Ob 706/89
    nur T2; Veröff: ÖBA 1990,720
  • 4 Ob 265/02b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2002 4 Ob 265/02b
    Veröff: SZ 2002/173
  • 4 Ob 288/02k
    Entscheidungstext OGH 21.01.2003 4 Ob 288/02k
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0062299

Dokumentnummer

JJR_19740522_OGH0002_0010OB00080_7400000_006

Rechtssatz für 1Ob80/74 4Ob548/76 3Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0062320

Geschäftszahl

1Ob80/74; 4Ob548/76; 3Ob518/77; 6Ob530/84; 4Ob514/96; 1Ob83/01i; 8Ob66/06y

Entscheidungsdatum

22.05.1974

Norm

HGB §355

Rechtssatz

Die Vereinbarung des Kontokorrents ist formfrei und kann auch stillschweigend durch wiederholte Übersendung von Kontoauszügen und Anerkennung eines Saldos zustandekommen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 80/74
    Entscheidungstext OGH 22.05.1974 1 Ob 80/74
    Veröff: EvBl 1975/7 S 18
  • 4 Ob 548/76
    Entscheidungstext OGH 25.05.1976 4 Ob 548/76
    Auch
  • 3 Ob 518/77
    Entscheidungstext OGH 04.04.1978 3 Ob 518/77
  • 6 Ob 530/84
    Entscheidungstext OGH 29.03.1984 6 Ob 530/84
    Veröff: SZ 57/66 = NZ 1986,15
  • 4 Ob 514/96
    Entscheidungstext OGH 12.03.1996 4 Ob 514/96
    Auch; Veröff: SZ 69/60
  • 1 Ob 83/01i
    Entscheidungstext OGH 17.08.2001 1 Ob 83/01i
    Veröff:SZ 74/137
  • 8 Ob 66/06y
    Entscheidungstext OGH 19.06.2006 8 Ob 66/06y
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0062320

Dokumentnummer

JJR_19740522_OGH0002_0010OB00080_7400000_007

Rechtssatz für 1Ob80/74 3Ob518/77 1Ob6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0062373

Geschäftszahl

1Ob80/74; 3Ob518/77; 1Ob631/82; 6Ob530/84; 8Ob578/83; 7Ob706/89; 6Ob326/99f; 4Ob265/02b

Entscheidungsdatum

22.05.1974

Norm

HGB §355

Rechtssatz

Ein Kontokorrentverhältnis setzt nicht voraus, daß auf beiden Seiten Forderungen entstehen müssen. Namentlich im Bankverkehr wird ein echtes Kontokorrentverhältnis auch angenommen, wenn ein Bankkredit abgewickelt wird. Das übliche Kontokorrentgeschäft von Banken besteht gerade darin, daß einem Bankkunden in laufender Rechnung ein Kredit unter Beschränkung auf eine Höchstsumme gewährt wird.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 80/74
    Entscheidungstext OGH 22.05.1974 1 Ob 80/74
    Veröff: EvBl 1975/7 S 18
  • 3 Ob 518/77
    Entscheidungstext OGH 04.04.1978 3 Ob 518/77
    Auch; Beisatz: Spedition - Fracht. (T1)
  • 1 Ob 631/82
    Entscheidungstext OGH 16.06.1982 1 Ob 631/82
  • 6 Ob 530/84
    Entscheidungstext OGH 29.03.1984 6 Ob 530/84
    Veröff: SZ 57/66 = NZ 1986,15
  • 8 Ob 578/83
    Entscheidungstext OGH 29.03.1984 8 Ob 578/83
    Veröff: HS XIV/XV/27
  • 7 Ob 706/89
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 7 Ob 706/89
  • 6 Ob 326/99f
    Entscheidungstext OGH 20.01.2000 6 Ob 326/99f
    nur: Ein Kontokorrentverhältnis setzt nicht voraus, daß auf beiden Seiten Forderungen entstehen müssen. (T2)
  • 4 Ob 265/02b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2002 4 Ob 265/02b
    nur: Ein Kontokorrentverhältnis setzt nicht voraus, daß auf beiden Seiten Forderungen entstehen müssen. Namentlich im Bankverkehr wird ein echtes Kontokorrentverhältnis auch angenommen, wenn ein Bankkredit abgewickelt wird. (T3); Veröff: SZ 2002/173

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0062373

Dokumentnummer

JJR_19740522_OGH0002_0010OB00080_7400000_008

Rechtssatz für 3Ob518/77 6Ob530/84 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0033381

Geschäftszahl

3Ob518/77; 6Ob530/84; 8Ob578/83; 1Ob595/88; 4Ob514/96; 2Ob50/02w; 8Ob66/06y

Entscheidungsdatum

04.04.1978

Norm

ABGB §1416
HGB §355

Rechtssatz

Ein Kontokorrentverhältnis ist nur dann anzunehmen, wenn die Parteien übereingekommen sind, nach einer gewissen Zeitperiode alle aus ihrer Geschäftsverbindung entsprechenden beiderseitigen Ansprüche und Leistungen abzurechnen und für das sich daraus für einen von ihnen ergebende Guthaben eine von den einzelnen Posten unabhängige Forderung zu begründen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 518/77
    Entscheidungstext OGH 04.04.1978 3 Ob 518/77
  • 6 Ob 530/84
    Entscheidungstext OGH 29.03.1984 6 Ob 530/84
    Veröff: NZ 1986,15 = SZ 57/66
  • 8 Ob 578/83
    Entscheidungstext OGH 29.03.1984 8 Ob 578/83
    Veröff: HS XIV/XV/27
  • 1 Ob 595/88
    Entscheidungstext OGH 09.11.1988 1 Ob 595/88
    Auch
  • 4 Ob 514/96
    Entscheidungstext OGH 12.03.1996 4 Ob 514/96
    Beisatz: Eine Kontokorrentabrede kann auch in bezug auf Paletten oder Leergebinde getroffen werden. (T1) Veröff: SZ 69/60
  • 2 Ob 50/02w
    Entscheidungstext OGH 18.04.2002 2 Ob 50/02w
    Auch
  • 8 Ob 66/06y
    Entscheidungstext OGH 19.06.2006 8 Ob 66/06y

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0033381

Dokumentnummer

JJR_19780404_OGH0002_0030OB00518_7700000_005

Rechtssatz für 6Ob507/78 6Ob547/80 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0032395

Geschäftszahl

6Ob507/78; 6Ob547/80; 6Ob530/84; 2Ob617/87; 1Ob27/01d; 1Ob293/01x

Entscheidungsdatum

06.04.1978

Norm

ABGB §1375 B
HGB §355

Rechtssatz

Im Falle eines Kontokorrentverhältnisses kann durch die Übersendung und unbeanstandete Annahme der Rechnungsabschlüsse bzw Auszüge über Verrechnungsperioden schlüssig ein Feststellungsvertrag mit der Wirkung eines konstitutiven Anerkenntnisses zustandekommen, während dies bei der Übersendung und unbeanstandeten Annahme von Tagesauszügen, auch wenn diese als Kontoauszüge bezeichnet werden, nicht zutrifft.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 507/78
    Entscheidungstext OGH 06.04.1978 6 Ob 507/78
    Veröff: EvBl 1979/45 S 131
  • 6 Ob 547/80
    Entscheidungstext OGH 23.06.1980 6 Ob 547/80
  • 6 Ob 530/84
    Entscheidungstext OGH 29.03.1984 6 Ob 530/84
    nur: Im Falle eines Kontokorrentverhältnisses kann durch die Übersendung und unbeanstandete Annahme der Rechnungsabschlüsse bzw Auszüge über Verrechnungsperioden schlüssig ein Feststellungsvertrag mit der Wirkung eines konstitutiven Anerkenntnisses zustandekommen. (T1) Veröff: NZ 1986,15 = SZ 57/66
  • 2 Ob 617/87
    Entscheidungstext OGH 30.08.1988 2 Ob 617/87
    nur T1
  • 1 Ob 27/01d
    Entscheidungstext OGH 27.04.2001 1 Ob 27/01d
    Verstärkter Senat; Gegenteilig; Beisatz: Wird die von Punkt 10 der AGBKr geforderte fristgebundene Reklamation gegen Rechnungsabschlüsse unterlassen, so kommt dem hiedurch bewirkten Saldoanerkenntnis im Regelfall nur deklarative Wirkung zu; ein konstitutives Anerkenntnis ist nur dann anzunehmen, wenn damit im konkreten Fall in der Tat ein ernstlicher Streit (oder Zweifel) beigelegt werden sollte. (T2); Veröff: SZ 74/80
  • 1 Ob 293/01x
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 293/01x
    Vgl; Beisatz: Schreibt die Kreditunternehmung einen bereits einmal unmissverständlich als unrichtig reklamierten Kontostand in ihren späteren Kontomitteilungen unablässig fort, so ist allein im Unterbleiben weiterer Reklamationen nicht die Beilegung eines ernstlichen Streits oder ernstlichen Zweifels über die Richtigkeit des mitgeteilten Kontostands zu erblicken. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0032395

Dokumentnummer

JJR_19780406_OGH0002_0060OB00507_7800000_001

Rechtssatz für 6Ob507/78 6Ob547/80 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0052417

Geschäftszahl

6Ob507/78; 6Ob547/80; 5Ob543/81; 6Ob530/84; 3Ob620/86; 2Ob617/87; 2Ob547/88; 6Ob599/89; 3Ob610/90; 7Ob182/99m; 10Ob169/00a; 2Ob251/00a; 1Ob27/01d; 1Ob293/01x; 6Ob228/16x

Entscheidungsdatum

06.04.1978

Norm

AGBKr 1961 Pkt6
AGBKr 1971 Pkt10
HGB §364 B
HGB §355

Rechtssatz

Gegen die Bestimmung des Pkt 6 der AGBKr 1961 (des Pkt 10 der AGBKr 1971), wonach der Bankkunde durch die Unterlassung der rechtzeitigen Reklamation seine Zustimmung erklärt, bestehen auch vom Standpunkt einer Inhaltskontrolle AGBKr keine Bedenken (Kontokorrentverhältnis).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 507/78
    Entscheidungstext OGH 06.04.1978 6 Ob 507/78
    Veröff: EvBl 1979/45 S 131
  • 6 Ob 547/80
    Entscheidungstext OGH 23.06.1980 6 Ob 547/80
  • 5 Ob 543/81
    Entscheidungstext OGH 31.03.1981 5 Ob 543/81
    Vgl; Beisatz: Diese Bestimmung gilt jedoch nicht, wenn ein nicht bevollmächtigter Dritter Verfügungen über das Konto getroffen hat, der Bankkunde den in Rede stehenden Abbuchungen aber so rechtzeitig widersprochen hat, daß deren konkludente Genehmigung nach den allgemeinen Vorschriften ausscheidet. (T1) Veröff: SZ 54/47
  • 6 Ob 530/84
    Entscheidungstext OGH 29.03.1984 6 Ob 530/84
    Beisatz: Sie dienen auch nicht zur Umgehung der Vorschrift des § 1502 ABGB. (T2) Veröff: SZ 57/66 = NZ 1986,15
  • 3 Ob 620/86
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 620/86
    Auch; Beisatz: Hier: Stillschweigende Genehmigung der Auszahlung von Beträgen an den anderen über ein Gemeinschaftskonto verfügungsberechtigten Kontoinhaber trotz Vereinbarung der Kollektivzeichnung. (T3) Veröff: WBl 1988,62 = RdW 1988,129 = ÖBA 1988,160
  • 2 Ob 617/87
    Entscheidungstext OGH 30.08.1988 2 Ob 617/87
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 547/88
    Entscheidungstext OGH 22.11.1988 2 Ob 547/88
    Veröff: RdW 1989,126 (G Iro) = ÖBA 1989,1031
  • 6 Ob 599/89
    Entscheidungstext OGH 31.08.1989 6 Ob 599/89
  • 3 Ob 610/90
    Entscheidungstext OGH 19.12.1990 3 Ob 610/90
    Vgl; Beisatz: Im Schweigen des Kunden kann aber nicht die Genehmigung der in Anzeigen oder Abrechnungen bezogenen Geschäftsfälle erblickt werden, die auf keinem gültigen Auftrag des Kunden beruhen. (T4) Veröff: SZ 63/226 = JBl 1991,314 = ecolex 1991,152 = ÖBA 1991,458 (Iro) = EFSlg XXVII/3
  • 7 Ob 182/99m
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 182/99m
    Auch
  • 10 Ob 169/00a
    Entscheidungstext OGH 11.07.2000 10 Ob 169/00a
    Vgl auch
  • 2 Ob 251/00a
    Entscheidungstext OGH 19.10.2000 2 Ob 251/00a
  • 1 Ob 27/01d
    Entscheidungstext OGH 27.04.2001 1 Ob 27/01d
    Verstärkter Senat; Vgl auch; Beisatz: Wird die von Punkt 10 der AGBKr geforderte fristgebundene Reklamation gegen Rechnungsabschlüsse unterlassen, so kommt dem hiedurch bewirkten Saldoanerkenntnis im Regelfall nur deklarative Wirkung zu. (T5); Veröff: SZ 74/80
  • 1 Ob 293/01x
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 293/01x
    Vgl; Beisatz: Schreibt die Kreditunternehmung einen bereits einmal unmissverständlich als unrichtig reklamierten Kontostand in ihren späteren Kontomitteilungen unablässig fort, so ist allein im Unterbleiben weiterer Reklamationen nicht die Beilegung eines ernstlichen Streits oder ernstlichen Zweifels über die Richtigkeit des mitgeteilten Kontostands zu erblicken. (T6)
  • 6 Ob 228/16x
    Entscheidungstext OGH 29.08.2017 6 Ob 228/16x

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0052417

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.11.2017

Dokumentnummer

JJR_19780406_OGH0002_0060OB00507_7800000_004

Rechtssatz für 5Ob674/82 6Ob530/84 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0062255

Geschäftszahl

5Ob674/82; 6Ob530/84; 6Ob326/99f

Entscheidungsdatum

13.09.1983

Norm

HGB §355

Rechtssatz

Unter "beiderseitigen Ansprüchen und Leistungen" im Sinne des Abs 1 dieser Gesetzesstelle ist auch zu verstehen, daß für eine Seite Ansprüche entstehen und die andere Seite lediglich Leistungen erbringt (Canaris im Großkommentar HGB 3/2 3.Auflage zu § 355 Anmerkung 20 auf S 439 mit weiteren Nachweisen).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 674/82
    Entscheidungstext OGH 13.09.1983 5 Ob 674/82
  • 6 Ob 530/84
    Entscheidungstext OGH 29.03.1984 6 Ob 530/84
    Veröff: SZ 57/66 = NZ 1986,15
  • 6 Ob 326/99f
    Entscheidungstext OGH 20.01.2000 6 Ob 326/99f
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0062255

Dokumentnummer

JJR_19830913_OGH0002_0050OB00674_8200000_001

Rechtssatz für 6Ob530/84 1Ob549/88 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0052430

Geschäftszahl

6Ob530/84; 1Ob549/88; 7Ob587/88; 3Ob610/90

Entscheidungsdatum

29.03.1984

Norm

AGBKr 1961 Pkt6
AGBKr 1971 Pkt10
HGB §355
HGB §346 B
KSchG §39 Abs1

Rechtssatz

Sind sowohl die Kreditverträge wie auch das Kontokorrentverhältnis schon vor Inkrafttreten des KSchG zustande gekommen, ist das Gesetz auf diese Rechtsverhältnisse nicht anzuwenden, auch wenn die Saldofeststellungen ab dem 01.10.1979 während des zeitlichen Geltungsbereiches dieses Gesetzes erfolgten.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 530/84
    Entscheidungstext OGH 29.03.1984 6 Ob 530/84
    Veröff: SZ 57/66 = NZ 1986,15
  • 1 Ob 549/88
    Entscheidungstext OGH 13.04.1988 1 Ob 549/88
  • 7 Ob 587/88
    Entscheidungstext OGH 30.06.1988 7 Ob 587/88
  • 3 Ob 610/90
    Entscheidungstext OGH 19.12.1990 3 Ob 610/90
    Veröff: SZ 63/226 = ecolex 1991,152 = EFSlg XXVII/3 = ÖBA 1991,458 (Iro)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0052430

Dokumentnummer

JJR_19840329_OGH0002_0060OB00530_8400000_001