Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 6Ob368/64 6Ob805/82

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012951

Geschäftszahl

6Ob368/64; 6Ob805/82

Entscheidungsdatum

03.02.1965

Norm

ABGB §785 Abs1
ABGB §801
ABGB §951

Rechtssatz

Der unbedingt erbserklärte Erbe, der sich i.S. des § 785 ABs 1 ABGB Schenkungen anrechnen lassen muß, haftet dem Pflichtteilsberechtigten - anders als der gemäß § 951 ABGB nur mit dem Geschenk haftende Dritte - mit seinem ganzen Vermögen.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 368/64
    Entscheidungstext OGH 03.02.1965 6 Ob 368/64
    EvBl 1965/399 S 604
  • 6 Ob 805/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1984 6 Ob 805/82
    Gegenteilig

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0012951

Dokumentnummer

JJR_19650203_OGH0002_0060OB00368_6400000_001

Rechtssatz für 6Ob805/82

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012836

Geschäftszahl

6Ob805/82

Entscheidungsdatum

12.01.1984

Norm

ABGB §767
ABGB §914 IIIe

Rechtssatz

Verpflichten sich die erblasserischen Nachkommen auf jedes Erb- und Pflichtteilsrecht im Verlassenschaftsverfahren nach ihren Vater zugunsten ihrer Mutter zu verzichten, so dass diese Alleinerbin ist und verpflichtet sich die Mutter dafür eine vorher zur Hälfte und nunmehr auf Grund dieses Abkommens zur Gänze in ihrem Eigentum befindliche Liegenschaft den beiden Kindern oder einem von ihnen zu Lebzeiten oder von Todes wegen zu übergeben, so kann ein auch nur teilweiser oder bedingter Verzicht auf den Pflichtteil nach ihrer Mutter diesem Erbenübereinkommen inhaltlich nicht entnommen werden.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 805/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1984 6 Ob 805/82
    Veröff: SZ 57/7 = NZ 1988,281

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0012836

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.04.2020

Dokumentnummer

JJR_19840112_OGH0002_0060OB00805_8200000_001

Rechtssatz für 6Ob805/82 6Ob620/82 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012917

Geschäftszahl

6Ob805/82; 6Ob620/82; 3Ob514/93; 7Ob106/07z

Entscheidungsdatum

12.01.1984

Norm

ABGB §785 Abs1
ABGB §795
ABGB §796
ABGB §801
ABGB §951

Rechtssatz

Ist im Einzelfall der Geschenknehmer zugleich Erbe, treffen zwar in seiner Person beide Haftungen additiv zusammen, dieses Zusammentreffen vermag aber den grundsätzlichen Charakter zu Inhalt der Haftung qualitativ nicht zu verändern.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 514/93
    Entscheidungstext OGH 12.05.1983 3 Ob 514/93
  • 6 Ob 805/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1984 6 Ob 805/82
    SZ 57/7 = NZ 1988,281
  • 6 Ob 620/82
    Entscheidungstext OGH 26.01.1984 6 Ob 620/82
  • 7 Ob 106/07z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2007 7 Ob 106/07z

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0012917

Dokumentnummer

JJR_19840112_OGH0002_0060OB00805_8200000_002

Rechtssatz für 6Ob805/82

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012944

Geschäftszahl

6Ob805/82

Entscheidungsdatum

12.01.1984

Norm

ABGB §785
ABGB §794

Rechtssatz

Als eine dem Pflichtteilsberechtigten gemachte Schenkung kann zu berücksichtigen sein, daß die Erblasserin ihre Liegenschaft für seine Kreditschuld zum Pfand bestellte, wenn dies unentgeltlich erfolgte. Die Bewertung der in der Pfandbestellung gelegene Leistung wird sich an der Differenz zwischen der übernommenen Haftung und der objektiv zu bewertenden Aussicht auf Rückersatz durch den Schuldner auszurichten haben. Dabei ist es nicht unzulässig, im nachhinein die tatsächliche Entwicklung zu berücksichtigen.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 805/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1984 6 Ob 805/82
    NZ 1982,281

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0012944

Dokumentnummer

JJR_19840112_OGH0002_0060OB00805_8200000_003

Rechtssatz für 6Ob805/82 6Ob620/82 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012946

Geschäftszahl

6Ob805/82; 6Ob620/82; 1Ob530/94; 1Ob1592/95; 2Ob529/95; 7Ob188/01z; 7Ob106/07z; 1Ob32/09a; 6Ob232/09z; 7Ob248/11p; 2Ob96/16f; 2Ob129/16h; 2Ob8/17s; 2Ob64/19d; 2Ob124/20d; 2Ob199/20h

Entscheidungsdatum

12.01.1984

Norm

ABGB §785
ABGB §794
ABGB §788 idF ErbRÄG 2015

Rechtssatz

Der Wert eines der Erblasserin bei der Übergabe vorbehaltenen lebenslangen Fruchtgenusses, wiewohl diese Belastung auf den Zeitpunkt des Empfanges bezogen den Liegenschaftswert erheblich verminderte, ist für die Bemessung der Pflichtteilsgrundlage außer Ansatz zu lassen, weil bereits im Übergabszeitpunkt mit völliger Sicherheit feststand, dass in dem für die Beurteilung der Pflichtteilswidrigkeit maßgebenden Zeitpunkt des Erbanfalles die Belastung weggefallen sein werde.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 805/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1984 6 Ob 805/82
    Veröff: NZ 1988,281
  • 6 Ob 620/82
    Entscheidungstext OGH 26.01.1984 6 Ob 620/82
    Auch
  • 1 Ob 530/94
    Entscheidungstext OGH 11.03.1994 1 Ob 530/94
    Auch
  • 1 Ob 1592/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 1592/95
  • 2 Ob 529/95
    Entscheidungstext OGH 05.09.1996 2 Ob 529/95
    Beisatz: Anders verhält es jedoch mit den den Pflichtteilsberechtigten eingeräumten Fruchtgenussrechten an der Liegenschaft. Bei fiktiver Berechnung ist das in dem für die Beurteilung der Pflichtteilswidrigkeit maßgebenden Zeitpunkt des Erbfalles bestehende Fruchtgenussrecht beider Streitteile zu berücksichtigen. (T1)
  • 7 Ob 188/01z
    Entscheidungstext OGH 17.10.2001 7 Ob 188/01z
    Auch
  • 7 Ob 106/07z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2007 7 Ob 106/07z
    Auch
  • 1 Ob 32/09a
    Entscheidungstext OGH 26.02.2009 1 Ob 32/09a
  • 6 Ob 232/09z
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 232/09z
    Beisatz: Hingegen ist ein derartiges Fruchtgenussrecht als Minderung der Zuwendung für die Frage des Vorliegens einer (gegebenenfalls gemischten) Schenkung sehr wohl zu berücksichtigen. (T2)
  • 7 Ob 248/11p
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 248/11p
    nur: Der Wert eines dem Erblasser bei der Übergabe vorbehaltenen lebenslangen Fruchtgenussrechts hat im Rahmen der Ermittlung der Pflichtteilbemessungsgrundlage außer Betracht zu bleiben, weil bereits im Übergabszeitpunkt mit völliger Sicherheit feststand, dass die Belastung wegfallen werde. (T3)
  • 2 Ob 96/16f
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 96/16f
  • 2 Ob 129/16h
    Entscheidungstext OGH 27.07.2017 2 Ob 129/16h
    Veröff: SZ 2017/82
  • 2 Ob 8/17s
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 2 Ob 8/17s
  • 2 Ob 64/19d
    Entscheidungstext OGH 26.05.2020 2 Ob 64/19d
    Vgl; Anm: Fortschreibung dieser Rsp zu § 788 ABGB idF ErbRÄG 2015. (T4)
    Beisatz: Hier: lebenszeitliches Wohnungsgebrauchsrecht (ebenso 2 Ob 96/16f). (T5)
  • 2 Ob 124/20d
    Entscheidungstext OGH 25.02.2021 2 Ob 124/20d
    Vgl; Beis wie T4; Beis wie T5
  • 2 Ob 199/20h
    Entscheidungstext OGH 26.05.2021 2 Ob 199/20h
    Beisatz: Hier: Rechtslage vor dem ErbRÄG 2015. (T6)

Anmerkung

Vgl nunmehr RS0133183

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0012946

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.08.2021

Dokumentnummer

JJR_19840112_OGH0002_0060OB00805_8200000_004

Rechtssatz für 6Ob805/82 6Ob620/82 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012973

Geschäftszahl

6Ob805/82; 6Ob620/82; 6Ob13/84; 8Ob549/84; 1Ob516/86 (1Ob517/86); 6Ob638/86 (6Ob639/86); 2Ob583/91; 1Ob525/92; 1Ob530/94; 1Ob1592/95; 2Ob529/95; 3Ob66/97w; 4Ob246/99a; 7Ob188/01z; 6Ob117/02b; 4Ob138/02a; 6Ob109/03b; 3Ob272/02z; 7Ob162/05g; 6Ob154/06z; 1Ob32/09a; 6Ob121/10b; 9Ob32/10m; 9Ob82/10i; 1Ob136/11y; 6Ob208/11y; 2Ob186/10g; 7Ob248/11p; 2Ob219/12p; 2Ob65/12s; 8Ob55/13s; 2Ob108/16w; 2Ob96/16f; 2Ob129/16h; 2Ob199/20h

Entscheidungsdatum

12.01.1984

Norm

ABGB §785
ABGB §794

Rechtssatz

Für die Ausmittlung eines Schenkungspflichtteiles ist der Zeitpunkt des Erbanfalles maßgeblich. Es ist nicht danach zu fragen, um welchen Wert das Vermögen des Erblassers (als Berechnungsgrundlage) durch den Vorempfang seinerzeit vermindert worden ist, sondern danach, welchen Wert die Verlassenschaft besäße, wäre die pflichtteilswidrige Verfügung unterblieben. Daraus folgt, dass nicht der Wert des Geschenkes zur Zeit des Empfanges in Geld zu bewerten und der ermittelte Geldwert nach einem Index aufzuwerten, sondern der Wert des Geschenkes im Zeitpunkt des Erbanfalles zu bestimmen ist, dabei aber der Zustand der Sache im Zeitpunkt des Empfanges und ebenso alle damals bereits veranschlagbar gewesenen, wenn auch erst im Zeitpunkt des Erbanfalles aktuell werdenden, Umstände zugrunde zu legen sind.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 805/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1984 6 Ob 805/82
    Veröff: NZ 1988,281
  • 6 Ob 620/82
    Entscheidungstext OGH 26.01.1984 6 Ob 620/82
  • 6 Ob 13/84
    Entscheidungstext OGH 12.07.1984 6 Ob 13/84
    Auch
  • 8 Ob 549/84
    Entscheidungstext OGH 13.12.1984 8 Ob 549/84
  • 1 Ob 516/86
    Entscheidungstext OGH 19.02.1986 1 Ob 516/86
    Beisatz: Es sind daher Wertsteigerungen, die auf die Tätigkeit des Vorempfängers zurückzuführen sind, weder bei beweglichen noch bei unbeweglichen Sachen zu berücksichtigen. In der Zwischenzeit gezogene Nutzungen haben außer Betracht zu bleiben. (T1) Veröff: EvBl 1986/155 S 469
  • 6 Ob 638/86
    Entscheidungstext OGH 18.12.1987 6 Ob 638/86
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Leistungen, die der Geschenknehmer nach der Übernahme der Liegenschaft als deren Eigentümer an Angaben, zur Erhaltung oder Verbesserung der Liegenschaft erbracht hat, bleiben außer Ansatz. (T2)
  • 2 Ob 583/91
    Entscheidungstext OGH 27.11.1991 2 Ob 583/91
    nur: Für die Ausmittlung eines Schenkungspflichtteiles ist der Zeitpunkt des Erbanfalles maßgeblich. Es ist nicht danach zu fragen, um welchen Wert ist das Vermögen des Erblassers (als Berechnungsgrundlage) durch den Vorempfang seinerzeit vermindert worden, sondern danach, welchen wert besäße die Verlassenschaft, wäre die pflichtteilswidrige Verfügung unterblieben. (T3)
    Veröff: NZ 1992,130
  • 1 Ob 525/92
    Entscheidungstext OGH 18.03.1992 1 Ob 525/92
    Auch; nur: Es ist nicht danach zu fragen, um welchen Wert ist das Vermögen des Erblassers (als Berechnungsgrundlage) durch den Vorempfang seinerzeit vermindert worden, sondern danach, welchen wert besäße die Verlassenschaft, wäre die pflichtteilswidrige Verfügung unterblieben. (T4)
    Veröff: SZ 65/39 = JBl 1992,645 = NZ 1993,12
  • 1 Ob 530/94
    Entscheidungstext OGH 11.03.1994 1 Ob 530/94
    nur: Für die Ausmittlung eines Schenkungspflichtteiles ist der Zeitpunkt des Erbanfalles maßgeblich. (T5)
    nur: Daraus folgt, dass nicht der Wert des Geschenkes zur Zeit des Empfanges in Geld zu bewerten und der ermittelte Geldwert nach einem Index aufzuwerten, sondern der Wert des Geschenkes im Zeitpunkt des Erbanfalles zu bestimmen ist, dabei aber der Zustand der Sache im Zeitpunkt des Empfanges und ebenso alle damals bereits veranschlagbar gewesenen, wenn auch erst im Zeitpunkt des Erbanfalles aktuell werdenden, Umstände zugrunde zu legen sind. (T6)
  • 1 Ob 1592/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 1592/95
    Auch
  • 2 Ob 529/95
    Entscheidungstext OGH 05.09.1996 2 Ob 529/95
    nur T3; nur T5; nur T6; Beis wie T2
  • 3 Ob 66/97w
    Entscheidungstext OGH 16.12.1998 3 Ob 66/97w
    nur: Für die Ausmittlung eines Schenkungspflichtteiles ist der Zeitpunkt des Erbanfalles maßgeblich. Es ist nicht danach zu fragen, um welchen Wert das Vermögen des Erblassers (als Berechnungsgrundlage) durch den Vorempfang seinerzeit vermindert worden ist, sondern danach, welchen Wert die Verlassenschaft besäße, wäre die pflichtteilswidrige Verfügung unterblieben. (T7)
    Beis wie T1; Beisatz: Diese Grundsätze sind auch bei der Bewertung eines Unternehmens anzuwenden. (T8)
  • 4 Ob 246/99a
    Entscheidungstext OGH 28.09.1999 4 Ob 246/99a
    Auch; nur T3; Beis wie T1
    Veröff: SZ 72/143
  • 7 Ob 188/01z
    Entscheidungstext OGH 17.10.2001 7 Ob 188/01z
    nur T3; Beisatz: Basis der Berechnung, welchen Wert die Verlassenschaft besessen hätte, wenn die Verfügung unterblieben wäre, ist daher der Verkehrswert der Liegenschaft zum Todfallszeitpunkt. (T9)
  • 6 Ob 117/02b
    Entscheidungstext OGH 11.07.2002 6 Ob 117/02b
    nur T3; Beis wie T9; Beisatz: Steuerfrei gebildete Rücklagen können bei der Berechnung des Schenkungspflichtteils nicht als Passiva der Verlassenschaft berücksichtigt werden. (T10)
  • 4 Ob 138/02a
    Entscheidungstext OGH 20.08.2002 4 Ob 138/02a
    Vgl auch; Beisatz: Ob und in welcher Höhe Aufwendungen des Beschenkten den Wert einer Liegenschaft erhöht haben, ist in der Regel dadurch zu berechnen, dass der Schätzwert der Liegenschaft dem - durch das Heranziehen von Vergleichspreisen für ähnliche Liegenschaften - ermittelten Schätzwert einer Liegenschaft gegenübergestellt wird, bei der keine werterhöhenden Aufwendungen vorgenommen wurden. (T11)
  • 6 Ob 109/03b
    Entscheidungstext OGH 10.07.2003 6 Ob 109/03b
    Vgl; Beisatz: Der Anspruch auf Pflichtteilsergänzung wegen Schenkung ist ein Geldanspruch und unterliegt den Regeln des Schuldrechts. Der Noterbe hat daher - Verzug des Erben vorausgesetzt - nach § 1333 ABGB Anspruch auf die gesetzlichen Zinsen. Für den Zeitpunkt des Eintritts der Verzugsfolgen ist beim Schenkungspflichtteil auf das Begehren des Berechtigten auf Durchführung der Anrechnung abzustellen. (T12)
  • 3 Ob 272/02z
    Entscheidungstext OGH 21.08.2003 3 Ob 272/02z
    nur: Für die Ausmittlung eines Schenkungspflichtteiles ist danach zu fragen, welchen Wert die Verlassenschaft besäße, wäre die pflichtteilswidrige Verfügung unterblieben. (T13)
  • 7 Ob 162/05g
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 7 Ob 162/05g
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 154/06z
    Entscheidungstext OGH 14.09.2006 6 Ob 154/06z
    Beisatz: Belastungen, die der Geschenknehmer zu übernehmen hatte, sind als wertmindernd anzusetzen. (T14)
    Beisatz: Hier: Bäuerlicher Übergabsvertrag mit entgeltlichen und unentgeltlichen Elementen. (T15)
    Veröff: SZ 2006/134
  • 1 Ob 32/09a
    Entscheidungstext OGH 26.02.2009 1 Ob 32/09a
    Auch
  • 6 Ob 121/10b
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 121/10b
    Vgl auch; nur: Für die Ausmittlung eines Schenkungspflichtteiles ist der Zeitpunkt des Erbanfalles maßgeblich. (T16)
    Beisatz: Hier: Tir HöfeG. (T17)
  • 9 Ob 32/10m
    Entscheidungstext OGH 21.01.2011 9 Ob 32/10m
    Auch
  • 9 Ob 82/10i
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 9 Ob 82/10i
    nur T5
  • 1 Ob 136/11y
    Entscheidungstext OGH 26.07.2011 1 Ob 136/11y
    nur T13
  • 6 Ob 208/11y
    Entscheidungstext OGH 24.11.2011 6 Ob 208/11y
    nur T5
  • 2 Ob 186/10g
    Entscheidungstext OGH 29.09.2011 2 Ob 186/10g
    Vgl; nur T5; Beisatz: Auch bei unbeweglichen Sachen. (T18)
    Veröff: SZ 2011/122
  • 7 Ob 248/11p
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 248/11p
    nur: Maßgeblicher Zeitpunkt für die Berechnung des Schenkungspflichtteils ist der Zeitpunkt des Erbfalls. Es ist nicht der Wert des Geschenks zum Zeitpunkt des Empfangs in Geld zu bewerten und der ermittelte Geldwert aufzuwerten, sondern der Wert des Geschenks im Zeitpunkt des Erbanfalls zu bestimmen, dabei aber der Zustand der Sache im Zeitpunkt des Empfangs zugrunde zu legen. (T19)
  • 2 Ob 219/12p
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 2 Ob 219/12p
    nur T5; Beis wie T1 nur: Es sind daher Wertsteigerungen, die auf die Tätigkeit des Vorempfängers zurückzuführen sind, weder bei beweglichen noch bei unbeweglichen Sachen zu berücksichtigen. (T20)
  • 2 Ob 65/12s
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 2 Ob 65/12s
    Auch; nur T16
  • 8 Ob 55/13s
    Entscheidungstext OGH 28.10.2013 8 Ob 55/13s
    Auch; Beisatz: Ein Unternehmen ist in einem solchen Fall als Gesamtsache zu betrachten. (T21)
    Veröff: SZ 2013/102
  • 2 Ob 108/16w
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 108/16w
    Vgl; nur ähnlich T13; Beisatz: Belastungen, die durch diese Verfügung wegfallen, sind bei der Bewertung der belasteten Sache daher noch zu berücksichtigen. (T22)
    Beisatz: Hier: Hälfteanteil einer Liegenschaft durch pflichtteilswidrige Verfügung der Erblasserin der anderen Hälfteeigenümerin zugefallen. Daher ist die dadurch weggefallene „Belastung“ bei der Ermittlung des Pflichtteils in Form eines „Miteigentumsabschlags“ zu berücksichtigen. (T23)
  • 2 Ob 96/16f
    Entscheidungstext OGH 23.02.2017 2 Ob 96/16f
    Beisatz: Fällt eine dem Erblasser eingeräumte Servitut an der geschenkten Sache im Zeitpunkt des Erbanfalls weg, ist die Sache wie eine unbelastet übergebene zu bewerten. (T24)
  • 2 Ob 129/16h
    Entscheidungstext OGH 27.07.2017 2 Ob 129/16h
    Veröff: SZ 2017/82
  • 2 Ob 199/20h
    Entscheidungstext OGH 26.05.2021 2 Ob 199/20h
    Beisatz: Hier: Lebenslängliches Fruchtgenussrecht zu Gunsten des Erblassers. (T25)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0012973

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.08.2021

Dokumentnummer

JJR_19840112_OGH0002_0060OB00805_8200000_005

Rechtssatz für 6Ob805/82 6Ob620/82 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012984

Geschäftszahl

6Ob805/82; 6Ob620/82; 8Ob549/84; 1Ob701/85; 2Ob583/91; 1Ob530/94; 2Ob529/95; 3Ob47/97a; 6Ob359/97f; 7Ob188/01z; 7Ob162/05g; 6Ob154/06z; 7Ob106/07z; 2Ob186/10g; 2Ob91/18y

Entscheidungsdatum

12.01.1984

Norm

ABGB §794

Rechtssatz

Der dem Pflichtteilsrecht zugrunde liegende Ausgleichsgedanke rechtfertigt entgegen dem Wortlaut des § 794 ABGB auch bei unbeweglichen Sachen eine Berücksichtigung der seit dem Empfang eingetretenen Wertveränderungen. Bei der Ausmittlung eines Schenkungspflichtteiles ist dabei der im § 794 ABGB genannte Zeitpunkt des Erbanfalles maßgebend.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 805/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1984 6 Ob 805/82
    Veröff: SZ 57/7 = NZ 1988,281
  • 6 Ob 620/82
    Entscheidungstext OGH 26.01.1984 6 Ob 620/82
  • 8 Ob 549/84
    Entscheidungstext OGH 13.12.1984 8 Ob 549/84
  • 1 Ob 701/85
    Entscheidungstext OGH 15.01.1986 1 Ob 701/85
    Veröff: SZ 59/6
  • 2 Ob 583/91
    Entscheidungstext OGH 27.11.1991 2 Ob 583/91
    Veröff: NZ 1992,130
  • 1 Ob 530/94
    Entscheidungstext OGH 11.03.1994 1 Ob 530/94
  • 2 Ob 529/95
    Entscheidungstext OGH 05.09.1996 2 Ob 529/95
    Vgl auch
  • 3 Ob 47/97a
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 47/97a
  • 6 Ob 359/97f
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 359/97f
    Auch; Veröff: SZ 71/112
  • 7 Ob 188/01z
    Entscheidungstext OGH 17.10.2001 7 Ob 188/01z
    Beisatz: Bei der Ausmittlung des Schenkungspflichtteiles ist demnach nicht zu fragen, um welchen Wert das Vermögen des Erblassers durch den Vorempfang seinerzeit vermindert worden ist, sondern danach, welchen Wert die Verlassenschaft besäße, wenn die Verfügung unterblieben wäre. (T1)
  • 7 Ob 162/05g
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 7 Ob 162/05g
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 154/06z
    Entscheidungstext OGH 14.09.2006 6 Ob 154/06z
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Es ist daher nicht der Wert des Geschenks zum Zeitpunkt des Empfangs in Geld zu bewerten und der ermittelte Geldwert nach dem Index aufzuwerten, sondern der Wert des Geschenks im Zeitpunkt des Erbanfalls in Geld zu bestimmen. (T2); Beisatz: Bäuerlicher Übergabsvertrag mit entgeltlichen und unentgeltlichen Elementen. (T3); Veröff: SZ 2006/134
  • 7 Ob 106/07z
    Entscheidungstext OGH 26.09.2007 7 Ob 106/07z
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 186/10g
    Entscheidungstext OGH 29.09.2011 2 Ob 186/10g
    Vgl; Veröff: SZ 2011/122
  • 2 Ob 91/18y
    Entscheidungstext OGH 26.06.2018 2 Ob 91/18y
    Vgl; Beis ähnlich wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0012984

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19840112_OGH0002_0060OB00805_8200000_006

Rechtssatz für 6Ob805/82 7Ob188/01z

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0022417

Geschäftszahl

6Ob805/82; 7Ob188/01z

Entscheidungsdatum

12.01.1984

Norm

ABGB §1284 C

Rechtssatz

War eine Übergabsliegenschaft im Zeitpunkt der Übergabe mit einer forderungsbekleideten Hypothek belastet, minderte das den Liegenschaftswert. Dabei war für den Übergabszeitpunkt die Wahrscheinlichkeit der Geltendmachung der Pfandhaftung und die Einbringlichkeit einer nach § 1358 ABGB übergehenden Forderungen beim Hauptschuldner zu veranschlagen. Daß die Übernehmerin in der Folge auf Grund der Sachhaftung tatsächlich Zahlungen leistete, darf dann nicht ein weiteres Mal (als Entgelt für die übernommene Liegenschaft) berücksichtigt werden.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 805/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1984 6 Ob 805/82
    Veröff: SZ 57/7 = NZ 1988,281
  • 7 Ob 188/01z
    Entscheidungstext OGH 17.10.2001 7 Ob 188/01z
    Auch; nur: War eine Übergabsliegenschaft im Zeitpunkt der Übergabe mit einer forderungsbekleideten Hypothek belastet, minderte das den Liegenschaftswert. (T1) Beisatz: Nur dann, wenn bereits im Übergabszeitpunkt mit völliger Sicherheit feststeht, dass in dem für die Beurteilung der Pflichtteilswidrigkeit maßgebenden Zeitpunkt des Erbanfalls die dem Übernehmer aufgebürdete Belastung weggefallen sein werde, ist diese bei Bemessung der Pflichtteilsgrundlage außer Ansatz zu lassen. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0022417

Dokumentnummer

JJR_19840112_OGH0002_0060OB00805_8200000_007