Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 4Ob440/30 2Ob63/51 2Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0058141

Geschäftszahl

4Ob440/30; 2Ob63/51; 2Ob237/57; 6Ob247/59; 5Ob4/74; 6Ob43/75 (6Ob44/75); 7Ob664/78; 1Ob780/79; 6Ob812/81; 1Ob583/82; 3Ob523/82; 5Ob512/83; 8Ob614/84; 2Ob621/85; 6Ob647/84

Entscheidungsdatum

23.09.1930

Norm

EisbEG §44

Rechtssatz

Im Enteignungsverfahren haben die Parteien die Kosten ihrer Vertretung selbst zu tragen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 440/30
    Entscheidungstext OGH 23.09.1930 4 Ob 440/30
    Veröff: SZ 12/250
  • 2 Ob 63/51
    Entscheidungstext OGH 11.07.1951 2 Ob 63/51
    Veröff: SZ 14/185
  • 2 Ob 237/57
    Entscheidungstext OGH 06.09.1957 2 Ob 237/57
    Veröff: ZVR 1957/255
  • 6 Ob 247/59
    Entscheidungstext OGH 14.10.1959 6 Ob 247/59
  • 5 Ob 4/74
    Entscheidungstext OGH 20.02.1974 5 Ob 4/74
  • 6 Ob 43/75
    Entscheidungstext OGH 13.10.1975 6 Ob 43/75
  • 7 Ob 664/78
    Entscheidungstext OGH 01.03.1979 7 Ob 664/78
    Beisatz: Vorbehalt des Ausspruchs über die Barauslagen im Aufhebungsbeschluß. (T1) Veröff: SZ 52/26
  • 1 Ob 780/79
    Entscheidungstext OGH 06.02.1980 1 Ob 780/79
    Beisatz: Hier: MunitionslagerG (T2)
  • 6 Ob 812/81
    Entscheidungstext OGH 25.11.1981 6 Ob 812/81
    Vgl auch; Veröff: JBl 1983,93 (ablehnend Kühne, 623)
  • 1 Ob 583/82
    Entscheidungstext OGH 05.05.1982 1 Ob 583/82
    Vgl
  • 3 Ob 523/82
    Entscheidungstext OGH 10.11.1982 3 Ob 523/82
    Veröff: SZ 55/175 = MietSlg 34041
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
  • 8 Ob 614/84
    Entscheidungstext OGH 17.10.1984 8 Ob 614/84
  • 2 Ob 621/85
    Entscheidungstext OGH 08.10.1985 2 Ob 621/85
  • 6 Ob 647/84
    Entscheidungstext OGH 19.12.1986 6 Ob 647/84
    Gegenteilig; Verstärkter Senat; Veröff: SZ 59/229 = JBl 1987,237 (zustimmend Rummel) = EvBl 1987/60 S 249

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1930:RS0058141

Dokumentnummer

JJR_19300923_OGH0002_0040OB00440_3000000_001

Rechtssatz für 1Ob42/55 1Ob268/56 1Ob5...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0032927

Geschäftszahl

1Ob42/55; 1Ob268/56; 1Ob571/56; 1Ob396/58; 2Ob355/65 (2Ob356/65); 2Ob164/67 (2Ob165/67); 8Ob132/70; 1Ob279/70; 2Ob113/75; 1Ob708/76; 4Ob120/76 (4Ob121/76); 1Ob1/78 (1Ob2/78); 6Ob508/78; 6Ob560/78; 6Ob572/78; 4Ob552/78 (4Ob553/78); 1Ob756/78; 1Ob40/79; 8Ob138/80; 7Ob704/80 (7Ob705/80); 1Ob570/80 (1Ob571/80); 7Ob702/80; 1Ob572/81; 6Ob507/83; 5Ob512/83; 1Ob587/84; 1Ob16/91; 1Ob616/91; 8Ob533/91; 8Ob502/95; 1Ob8/95; 1Ob20/94; 2Ob72/94 (2Ob1127/94); 4Ob2010/96h; 8Ob2275/96h; 1Ob272/99b; 10Ob40/00f; 6Ob150/01d; 5Ob155/03k; 7Ob242/05x; 10Ob103/07f; 2Ob191/07p; 7Ob193/11z; 7Ob28/18w

Entscheidungsdatum

22.02.1955

Norm

ABGB §1323 D

Rechtssatz

Der Entgang einer bestimmten Gewinnmöglichkeit gilt dann nicht als Entgang von Gewinn im Sinne der §§ 1293, 1323, 1324 ABGB, wenn das Bestehen der Gewinnmöglichkeit im Verkehr als selbständiger Wert angesehen wird; in diesem Fall liegt positiver Schaden vor. Der Entgang von Mietzins für eine vereitelte mögliche Weitervermietung ist positiver Schaden.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 42/55
    Entscheidungstext OGH 22.02.1955 1 Ob 42/55
  • 1 Ob 268/56
    Entscheidungstext OGH 06.06.1956 1 Ob 268/56
    Beisatz: Entgelt für die Vermietung eines vorenthaltenen Autos. (T1)
  • 1 Ob 571/56
    Entscheidungstext OGH 07.11.1956 1 Ob 571/56
    Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 268/56
  • 1 Ob 396/58
    Entscheidungstext OGH 21.11.1958 1 Ob 396/58
    Dritter Rechtsgang zu 1 Ob 268/56
  • 2 Ob 355/65
    Entscheidungstext OGH 11.11.1965 2 Ob 355/65
    Beisatz: Entgang der Miete für ein beschädigtes Auto. (T2)
  • 2 Ob 164/67
    Entscheidungstext OGH 08.02.1968 2 Ob 164/67
    nur: Der Entgang einer bestimmten Gewinnmöglichkeit gilt dann nicht als Entgang von Gewinn im Sinne der §§ 1293, 1323, 1324 ABGB, wenn das Bestehen der Gewinnmöglichkeit im Verkehr als selbständiger Wert angesehen wird; in diesem Fall liegt positiver Schaden vor. (T3) Beisatz: Verdienstentgang im Gastgewerbe durch Explosion einer Propangasflasche. (T4) Veröff: JBl 1968,473
  • 8 Ob 132/70
    Entscheidungstext OGH 09.06.1970 8 Ob 132/70
    Vgl; Beisatz: Hier: Zum Ersatz des Verdienstentgangs bei Enteignung. (T5)
  • 1 Ob 279/70
    Entscheidungstext OGH 28.01.1971 1 Ob 279/70
    Veröff: EvBl 1971/307 S 579 = JBl 1971,425 = MietSlg 23204
  • 2 Ob 113/75
    Entscheidungstext OGH 26.06.1975 2 Ob 113/75
    nur T3; Veröff: ZVR 1976/230 S 245
  • 1 Ob 708/76
    Entscheidungstext OGH 21.09.1976 1 Ob 708/76
    nur T3; Veröff: EvBl 1977/140 S 301
  • 4 Ob 120/76
    Entscheidungstext OGH 22.02.1977 4 Ob 120/76
    nur T3; Beisatz: Hier: Vorzeitige Alterspension nach § 253 b ASVG. (T6) Veröff: SZ 50/29 = ZAS 1978/17 S 107 (Schuhmacher) = Arb 9560 = DRdA 1977,236 (Apathy) = SozM IE,133
  • 1 Ob 1/78
    Entscheidungstext OGH 25.01.1978 1 Ob 1/78
    nur T3; Veröff: SZ 51/7
  • 6 Ob 508/78
    Entscheidungstext OGH 09.03.1978 6 Ob 508/78
    Auch; Beisatz: Entgangener Pachtschilling (T7) Veröff: JBl 1979,203 (kritische Anmerkung von Koziol)
  • 6 Ob 560/78
    Entscheidungstext OGH 30.03.1978 6 Ob 560/78
    Auch; nur T3; Beisatz: Entgang des Honigs durch Vernichtung des Bienenvolkes. (T8) Veröff: EvBl 1978/190 S 603
  • 6 Ob 572/78
    Entscheidungstext OGH 11.05.1978 6 Ob 572/78
    Beisatz: Garagenvermietung (T9)
  • 4 Ob 552/78
    Entscheidungstext OGH 03.10.1978 4 Ob 552/78
    nur T3
  • 1 Ob 756/78
    Entscheidungstext OGH 06.12.1978 1 Ob 756/78
    Veröff: SZ 51/175
  • 1 Ob 40/79
    Entscheidungstext OGH 14.12.1979 1 Ob 40/79
    nur T3
  • 8 Ob 138/80
    Entscheidungstext OGH 02.10.1980 8 Ob 138/80
    nur T3
  • 7 Ob 704/80
    Entscheidungstext OGH 06.11.1980 7 Ob 704/80
    Auch; Beisatz: Entgang der Vermittlerprovision. (T10) Veröff: SZ 53/146
  • 1 Ob 570/80
    Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 570/80
    Veröff: SZ 53/148
  • 7 Ob 702/80
    Entscheidungstext OGH 12.02.1981 7 Ob 702/80
    nur T3
  • 1 Ob 572/81
    Entscheidungstext OGH 20.05.1981 1 Ob 572/81
    nur T3
  • 6 Ob 507/83
    Entscheidungstext OGH 13.01.1983 6 Ob 507/83
    nur T3; Beisatz: Mit ausführlicher Begründung - hier: "Toto". Sobald die Spielresultate entsprechend der eingegangenen Wette feststehen, hat der Spieler ein Recht gegen die Glücksspielmonopolverwaltung auf Auszahlung seines Gewinnes. (T11) Veröff: EvBl 1983/72 S 273
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
    nur T3; Beisatz: Enteignungsentschädigung (T12)
  • 1 Ob 587/84
    Entscheidungstext OGH 14.11.1984 1 Ob 587/84
    nur T3; Veröff: SZ 57/173 = RdW 1985,107; hiezu Iro RdW 1985,106 = JBl 1986,98
  • 1 Ob 16/91
    Entscheidungstext OGH 05.06.1991 1 Ob 16/91
  • 1 Ob 616/91
    Entscheidungstext OGH 29.01.1992 1 Ob 616/91
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 65/13 = JBl 1992,392
  • 8 Ob 533/91
    Entscheidungstext OGH 04.03.1993 8 Ob 533/91
    Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Kaufpreisminderung durch vor Übergabe erfolgte Beschädigung des Kaufgegenstandes. (T13) Veröff: ImmZ 1993,178
  • 8 Ob 502/95
    Entscheidungstext OGH 26.01.1995 8 Ob 502/95
    Auch; nur T3; Beis wie T7
  • 1 Ob 8/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 8/95
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 68/191
  • 1 Ob 20/94
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 20/94
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 68/189
  • 2 Ob 72/94
    Entscheidungstext OGH 07.12.1995 2 Ob 72/94
    Auch; nur T3; Beisatz: Einer rechtlich gesicherten Erwerbsmöglichkeit bedarf es dann nicht, wenn der Verdienst mit hoher Wahrscheinlichkeit eingetreten wäre. Dieser Verdienst ist wertungsmäßig einer rechtlich gesicherten Erwerbsmöglichkeit gleichzustellen. (T14)
  • 4 Ob 2010/96h
    Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2010/96h
    Auch; Beis wie T8
  • 8 Ob 2275/96h
    Entscheidungstext OGH 30.01.1997 8 Ob 2275/96h
    Auch; nur T3
  • 1 Ob 272/99b
    Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 272/99b
    Beisatz: Hat der Kläger bereits einen vertraglich abgesicherten Anspruch auf Zahlung von Bestandzins erworben, stellt die durch die Verwaltungsakte herbeigeführte Minderung des Zinses einen Verdienstentgang und somit einen positiven Schaden dar. (T15)
  • 10 Ob 40/00f
    Entscheidungstext OGH 05.09.2000 10 Ob 40/00f
    nur T3; Beis ähnlich T15; Beisatz: Rechtlich gesicherte Position durch Kaufvertrag mit konkreten Anspruch auf Bezahlung des Kaufpreises gegen die Verkäuferin. (T16)
  • 6 Ob 150/01d
    Entscheidungstext OGH 18.04.2002 6 Ob 150/01d
    Auch
  • 5 Ob 155/03k
    Entscheidungstext OGH 19.04.2004 5 Ob 155/03k
    Vgl auch; nur T3; Beis wie T14; Beisatz: Voraussetzung für einen entsprechenden Anspruch auf Verdienstentgang im Geschäftsbetrieb ist, dass der Geschädigte eine Gewinnchance nicht wahrnehmen konnte, deren Realisierung nach typischen Marktverhältnissen praktisch gewiss gewesen wäre. (T17); Beisatz: Dass die konkrete Gewinnchance im Sinn eines Verdienstes, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eingetreten wäre, bestand, hat der Geschädigte nach ganz allgemeinen Beweislastgrundsätzen nachzuweisen. (T18)
  • 7 Ob 242/05x
    Entscheidungstext OGH 09.11.2005 7 Ob 242/05x
    nur T3
  • 10 Ob 103/07f
    Entscheidungstext OGH 22.04.2008 10 Ob 103/07f
    Vgl auch; Beisatz: Der Verlust einer Erwerbschance ist jedenfalls dann positiver Schaden, wenn eine bindende Offerte oder sogar ein Vorvertrag vorliegt. Selbst wenn der Geschädigte aber noch keine rechtlich gesicherte Position gehabt hätte, wäre der Verlust der Erwerbschance dann als positiver Schaden zu qualifizieren, wenn deren Realisierung nach den typischen Marktverhältnissen praktisch gewiss gewesen, der Gewinn „im Verkehr" also schon als sicher angesehen worden wäre. (T19)
  • 2 Ob 191/07p
    Entscheidungstext OGH 14.08.2008 2 Ob 191/07p
    Vgl auch; Beis wie T19; Beis wie T18; Veröff: SZ 2008/106
  • 7 Ob 193/11z
    Entscheidungstext OGH 21.12.2011 7 Ob 193/11z
    Auch
  • 7 Ob 28/18w
    Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 28/18w
    Auch; nur T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0032927

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.05.2018

Dokumentnummer

JJR_19550222_OGH0002_0010OB00042_5500000_001

Rechtssatz für 6Ob247/59 6Ob225/61 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0058126

Geschäftszahl

6Ob247/59; 6Ob225/61; 6Ob377/61; 6Ob43/75 (6Ob44/75); 6Ob798/80; 5Ob745/80; 3Ob81/82; 5Ob512/83; 3Ob1032/85; 7Ob686/88; 1Ob4/93; 1Ob148/97i; 6Ob365/97p

Entscheidungsdatum

14.10.1959

Norm

EisbEG §33 Abs2

Rechtssatz

Über Form und Inhalt des Zinsenzuspruches gemäß § 33 Abs 2 EisbEG.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 247/59
    Entscheidungstext OGH 14.10.1959 6 Ob 247/59
  • 6 Ob 225/61
    Entscheidungstext OGH 21.06.1961 6 Ob 225/61
    Zweiter Rechtsgang zu 6 Ob 247/59
  • 6 Ob 377/61
    Entscheidungstext OGH 03.11.1961 6 Ob 377/61
    Beisatz: Wenn die Unterinstanzen eine Entscheidung hierüber überhaupt unterlassen haben, kann der OGH bei seiner Entscheidung den fehlenden Ausspruch hierüber wohl nachtragen. (T1)
  • 6 Ob 43/75
    Entscheidungstext OGH 13.10.1975 6 Ob 43/75
  • 6 Ob 798/80
    Entscheidungstext OGH 30.03.1981 6 Ob 798/80
    Beisatz: Die Verzinsung beginnt für den Fall der Nichtzahlung innerhalb von vierzehn Tagen nach Zustellung der Entscheidung letzter Instanz ab Zustellung dieser die Rechtskraft bewirkenden Entscheidungen (und nicht ab vierzehn Tagen nach Rechtskraft) zu laufen. (T2) Veröff: SZ 54/45
  • 5 Ob 745/80
    Entscheidungstext OGH 14.07.1981 5 Ob 745/80
    Auch
  • 3 Ob 81/82
    Entscheidungstext OGH 09.06.1982 3 Ob 81/82
    Beis wie T2; Beisatz: Wird das Rechtsmittel zurückgezogen, beginnt der Zinsenlauf vierzehn Tage nach Verständigung von der Rechtsmittelrückziehung. (T3)
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
    Beis wie T2
  • 3 Ob 1032/85
    Entscheidungstext OGH 18.12.1985 3 Ob 1032/85
    Beis wie T2; Beisatz: § 33 Abs 2 darf nur zusammen mit § 36 EisbEG gelesen werden. Auch bei einem Spruch, der sich an § 33 Abs 2 hält, setzt die Verpflichtung zur Zahlung der gesetzlichen Verzugszinsen den Verzug des Enteigners im Sinne des § 36 EisbEG voraus. (T4)
  • 7 Ob 686/88
    Entscheidungstext OGH 15.12.1988 7 Ob 686/88
    Beis wie T2
  • 1 Ob 4/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 4/93
    Vgl; Beisatz: Hier: Verzinsung des Entschädigungsbetrags gemäß § 118 Abs 1 WRG. (T5)
  • 1 Ob 148/97i
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 148/97i
    Vgl; Beisatz: Hier: Verzinsung des Entschädigungsbetrages gemäß § 20 BStG 1971. (T6) Veröff: SZ 71/4
  • 6 Ob 365/97p
    Entscheidungstext OGH 16.07.1998 6 Ob 365/97p
    Beis wie T2; Beisatz: Hier: Sbg ROG 1977. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0058126

Dokumentnummer

JJR_19591014_OGH0002_0060OB00247_5900000_004

Rechtssatz für 1Ob474/60 2Ob178/61 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0010845

Geschäftszahl

1Ob474/60; 2Ob178/61; 2Ob214/61 (2Ob215/61); 8Ob47/63; 6Ob106/63; 5Ob229/73; 5Ob4/74; 7Ob136/74; 1Ob621/76; 5Ob569/77; 1Ob566/77; 5Ob584/77; 7Ob690/77; 5Ob699/77; 1Ob546/81; 5Ob512/83

Entscheidungsdatum

21.12.1960

Norm

ABGB §365 A
BStG §18 Abs1
EisbEG §2 Abs1
EisbEG §4 A
EisbEG §30 Abs1

Rechtssatz

Die nach der Enteignung und Festsetzung der Entschädigung durch die Verwaltungsbehörde auf die örtliche Entwicklung der Grundpreise zurückzuführenden Preiserhöhungen haben bei der Ermittlung der Entschädigung außer Betracht zu bleiben ( vgl Jud. 15 neu ).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 474/60
    Entscheidungstext OGH 21.12.1960 1 Ob 474/60
    ZVR 1961/166 S 136
  • 2 Ob 178/61
    Entscheidungstext OGH 28.04.1961 2 Ob 178/61
    JBl 1961,594
  • 2 Ob 214/61
    Entscheidungstext OGH 08.09.1961 2 Ob 214/61
    EvBl 1961/483 S 604 = SZ 34/119
  • 8 Ob 47/63
    Entscheidungstext OGH 12.03.1963 8 Ob 47/63
    ZVR 1963/251 S 246
  • 6 Ob 106/63
    Entscheidungstext OGH 02.05.1963 6 Ob 106/63
    Beisatz: Entschädigung ist auf den Zeitpunkt der Entscheidung der Verwaltungsbehörde abzustellen. (T1)
  • 5 Ob 229/73
    Entscheidungstext OGH 09.01.1974 5 Ob 229/73
  • 5 Ob 4/74
    Entscheidungstext OGH 20.02.1974 5 Ob 4/74
  • 7 Ob 136/74
    Entscheidungstext OGH 05.09.1974 7 Ob 136/74
  • 1 Ob 621/76
    Entscheidungstext OGH 02.06.1976 1 Ob 621/76
    Beisatz: Bei der Festsetzung der Enteignungsentschädigung ist auf Geldwertveränderungen zwischen den Zeitpunkt der Enteignung und dem Zeitpunkt der Beschlußfassung des Gerichtes über die Höhe der Enteignungsentschädigung Bedacht zu nehmen, da der Enteignete kaufkraftmäßig ein Äquivalent für den enteigneten Gegenstand zu erhalten hat; insb. sind nicht durch allein örtliche Entwicklungen eingetretene Preissteigerungen zu beachten. (T2) = EvBl 1976/255 S 576
  • 1 Ob 566/77
    Entscheidungstext OGH 21.11.1977 1 Ob 566/77
    Unter ausdrücklicher Ablehnung von T2.
  • 5 Ob 569/77
    Entscheidungstext OGH 22.11.1977 5 Ob 569/77
    Unter ausdrücklicher Ablehnung von T2.
  • 7 Ob 690/77
    Entscheidungstext OGH 24.11.1977 7 Ob 690/77
    Beis wie T1; Ablehnung von T2
  • 5 Ob 699/77
    Entscheidungstext OGH 02.12.1977 5 Ob 699/77
    Auch; Beisatz: Keine Valorisierung - mit Darstellung der bisherigen Judikatur. (T3) = JBl 1978,541
  • 5 Ob 584/77
    Entscheidungstext OGH 06.12.1977 5 Ob 584/77
    Ablehnung von T2; SZ 50/158
  • 1 Ob 546/81
    Entscheidungstext OGH 16.09.1981 1 Ob 546/81
    Ausdrückliche Ablehnung zu T2; Beis wie T1
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
    Beis wie T1; Beisatz: Keine Aufwertung (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0010845

Dokumentnummer

JJR_19601221_OGH0002_0010OB00474_6000000_001

Rechtssatz für 5Ob234/64 7Ob106/66 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0053314

Geschäftszahl

5Ob234/64; 7Ob106/66; 6Ob152/67; 5Ob151/72; 8Ob191/74; 5Ob9/75 (5Ob10/75); 1Ob621/76; 5Ob609/76; 1Ob566/77; 5Ob584/77; 7Ob649/78; 5Ob630/80; 6Ob794/81; 1Ob505/82; 5Ob512/83; 6Ob789/83; 6Ob530/85; 2Ob705/86; 7Ob674/87 (7Ob675/87 -7Ob682/87); 4Ob599/88; 4Ob213/10t; 1Ob138/13w

Entscheidungsdatum

19.11.1964

Norm

BStG §18 Abs1
EisbEG §4 A

Rechtssatz

Der Enteignete muss durch die Entschädigung in die Lage versetzt werden, mit dem Entschädigungsbetrag ein dem enteigneten Objekt in Form und Ausführung gleichwertiges an anderer Stelle zu errichten. Auf die durch Abnützung und Alter verursachten Werteinbußen ist Bedacht zu nehmen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 234/64
    Entscheidungstext OGH 19.11.1964 5 Ob 234/64
    Veröff: ZVR 1965/234 S 249
  • 7 Ob 106/66
    Entscheidungstext OGH 23.11.1966 7 Ob 106/66
    Beisatz: Eine durch die Verwendungsart erhöhte Verdienstmöglichkeit muß in einer Steigerung des Verkehrswertes Ausdruck finden (Enteignung eines Campingplatzes). (T1) Veröff: EvBl 1967/203 S 240
  • 6 Ob 152/67
    Entscheidungstext OGH 21.06.1967 6 Ob 152/67
  • 5 Ob 151/72
    Entscheidungstext OGH 03.10.1972 5 Ob 151/72
  • 8 Ob 191/74
    Entscheidungstext OGH 08.10.1974 8 Ob 191/74
    Beisatz: Der Vermögensstand des Enteigneten vor und nach der Enteignung muss im Endergebnis gleich sein (ZVR 1966/284). (T2)
  • 5 Ob 9/75
    Entscheidungstext OGH 29.04.1975 5 Ob 9/75
    Veröff: SZ 48/54 = EvBl 1976/49 S 100
  • 1 Ob 621/76
    Entscheidungstext OGH 02.06.1976 1 Ob 621/76
    Ähnlich; Beisatz: Der Enteignete muss so weit als möglich in die Lage versetzt werden, sich mit Hilfe der Entschädigungssumme dieselben Rechte und Vorteile zu verschaffen, die ihm durch die Enteignung im allgemeinen Interesse entzogen wurden. (T3) Veröff: EvBl 1976/255 S 576
  • 5 Ob 609/76
    Entscheidungstext OGH 19.10.1976 5 Ob 609/76
    Vgl auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 49/123
  • 1 Ob 566/77
    Entscheidungstext OGH 21.11.1977 1 Ob 566/77
    Auch; Beisatz: Auch dem Einwand, dass die Wiederbeschaffungskosten von Ersatzgrundstücken (acht Prozent Grunderwerbssteuer, ein Prozent Eintragungsgebühr und ein Prozent Vertragserrichtungskosten) mit zu berücksichtigen seien, kann nicht grundsätzlich die Berechtigung abgesprochen werden; als unmittelbarer Folgeschaden gebühren auch diese Kosten. (T4)
  • 5 Ob 584/77
    Entscheidungstext OGH 06.12.1977 5 Ob 584/77
    Beis wie T4; Veröff: SZ 50/158
  • 7 Ob 649/78
    Entscheidungstext OGH 14.12.1978 7 Ob 649/78
    Auch
  • 5 Ob 630/80
    Entscheidungstext OGH 21.10.1980 5 Ob 630/80
    Vgl; nur: Der Enteignete muss durch die Entschädigung in die Lage versetzt werden, mit dem Entschädigungsbetrag ein dem enteigneten Objekt in Form und Ausführung gleichwertiges an anderer Stelle zu errichten. (T5)
  • 6 Ob 794/81
    Entscheidungstext OGH 02.12.1981 6 Ob 794/81
    Vgl auch; Beisatz: Ersatzbeschaffungskosten in der Höhe von zwei Prozent gebühren nach ständiger Rechtsprechung für die enteignete Liegenschaft. Bei teilweiser Enteignung stehen sie nur für den enteigneten Teil zu, weil eine Ersatzbeschaffung für die nicht enteigneten Liegenschaftsteile nicht in Frage kommt. Die Erhöhung des Betrages für die Entwertung der Restliegenschaft konnte daher keine Grundlage für eine Erhöhung der Ersatzbeschaffungskosten abgeben. (T6)
  • 1 Ob 505/82
    Entscheidungstext OGH 22.09.1982 1 Ob 505/82
    Veröff: SZ 55/133
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
    nur T5
  • 6 Ob 789/83
    Entscheidungstext OGH 25.04.1985 6 Ob 789/83
    Beisatz: Es kommt nicht darauf an, ob ein solches tatsächlich erhältlich ist. (T7)
  • 6 Ob 530/85
    Entscheidungstext OGH 05.06.1986 6 Ob 530/85
    Auch; nur T5; Veröff: EvBl 1987/79 S 311
  • 2 Ob 705/86
    Entscheidungstext OGH 27.10.1987 2 Ob 705/86
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 7 Ob 674/87
    Entscheidungstext OGH 10.12.1987 7 Ob 674/87
    Auch; Veröff: SZ 60/269
  • 4 Ob 599/88
    Entscheidungstext OGH 13.12.1988 4 Ob 599/88
    Auch; Beis wie T2
  • 4 Ob 213/10t
    Entscheidungstext OGH 18.01.2011 4 Ob 213/10t
    Auch; nur T5; Beis ähnlich wie T4
  • 1 Ob 138/13w
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 138/13w
    Auch; nur T5; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0053314

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.04.2014

Dokumentnummer

JJR_19641119_OGH0002_0050OB00234_6400000_001

Rechtssatz für 5Ob97/65 5Ob149/67 5Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0006737

Geschäftszahl

5Ob97/65; 5Ob149/67; 5Ob310/68; 5Ob193/71 (5Ob194/71, 5Ob195/71); 1Ob231/71; 5Ob210/71; 5Ob296/71; 5Ob321/71; 5Ob151/72; 6Ob170/72; 5Ob244/72; 5Ob18/73; 5Ob103/73; 5Ob185/73; 7Ob189/73; 5Ob256/73; 5Ob70/74; 5Ob36/74; 5Ob109/74; 5Ob214/74; 5Ob215/74; 3Ob12/75; 2Ob111/75; 4Ob556/75; 1Ob119/75 (1Ob120/75); 1Ob182/75; 1Ob184/75; 7Ob583/76; 1Ob621/76; 3Ob592/76; 7Ob688/76; 8Ob567/76; 5Ob584/77; 7Ob732/77; 3Ob635/77; 6Ob809/77; 5Ob538/78; 6Ob652/78; 1Ob756/78; 6Ob775/78; 1Ob769/78 (1Ob770/78); 6Ob564/79; 7Ob586/79; 6Ob633/79; 3Ob544/79; 6Ob689/79; 6Ob717/79; 8Ob506/80; 4Ob510/80; 3Ob660/79; 6Ob513/80; 6Ob628/80; 8Ob532/80; 4Ob582/80; 3Ob605/80; 2Ob46/81; 4Ob549/81; 5Ob40/81; 6Ob829/81; 5Ob767/81; 5Ob604/81; 6Ob554/82; 7Ob546/82; 4Ob537/82; 7Ob811/81; 5Ob609/82; 1Ob505/82; 1Ob752/82; 1Ob795/82; 8Ob576/82; 1Ob550/83; 5Ob512/83; 5Ob570/83; 3Ob564/83; 2Ob524/83; 8Ob537/83; 7Ob741/83; 7Ob542/84; 5Ob539/84; 5Ob36/84; 7Ob632/84; 1Ob649/84; 1Ob552/85; 7Ob539/85; 2Ob548/85; 6Ob545/84; 1Ob550/85; 7Ob681/85; 6Ob4/86; 8Ob625/86; 8Ob638/86; 1Ob574/86; 7Ob657/86; 6Ob520/87; 8Ob568/87; 1Ob583/87; 7Ob649/87; 8Ob624/87; 2Ob682/87; 2Ob683/87; 6Ob723/87; 6Ob22/87; 8Ob675/87; 2Ob507/88; 7Ob547/88; 4Ob524/88; 1Ob648/88; 5Ob651/88; 7Ob686/88; 7Ob727/88; 4Ob626/88; 1Ob546/89; 7Ob553/89; 7Ob591/89; 7Ob621/89; 7Ob622/89; 8Ob511/90; 7Ob589/90; 8Ob666/89; 4Ob538/92; 1Ob642/92; 2Ob71/94; 3Ob1562/95; 9Ob2178/96a; 8Ob168/97g; 1Ob415/97d; 6Ob144/98i (6Ob147/98f); 9Ob61/99g; 9Ob169/01w; 6Ob94/03x; 7Ob252/04s; 10Ob77/05d; 6Ob44/06y; 2Ob282/05t; 1Ob163/09s; 5Ob20/10t; 10Ob80/10b; 1Ob194/10a; 5Ob154/10y; 6Ob195/10k; 1Ob91/11f; 1Ob138/11t; 1Ob97/12i; 1Ob32/13g; 1Ob48/13k; 1Ob53/13w; 3Ob42/16x; 2Ob216/16b; 2Ob150/16x; 7Ob9/18a; 7Ob213/18a

Entscheidungsdatum

16.09.1965

Norm

AußStrG §9 A2f
AußStrG §14 A4
AußStrG 2005 §57 Z5
AußStrG 2005 §64
AußStrG 2005 §66 Abs1 AV

Rechtssatz

Auch im Außerstreitverfahren ist der OGH nur Rechtsinstanz und nicht Tatsacheninstanz; er kann daher Ergänzungsaufträgen des Rekursgerichtes nicht entgegentreten.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 97/65
    Entscheidungstext OGH 16.09.1965 5 Ob 97/65
    Veröff: JBl 1966,149
  • 5 Ob 149/67
    Entscheidungstext OGH 04.10.1967 5 Ob 149/67
  • 5 Ob 310/68
    Entscheidungstext OGH 18.12.1968 5 Ob 310/68
    Vgl aber; Beisatz: Im Außerstreitverfahren kann auch der OGH (im Rahmen eines ordentlichen Revisionsrekurses) die Beweiswürdigung überprüfen (so schon 3 Ob 161/51, 8 Ob 5/66, 5 Ob 248/67). (T1)
  • 5 Ob 193/71
    Entscheidungstext OGH 01.09.1971 5 Ob 193/71
    Gegenteilig; Beisatz: Überprüfung der Beweiswürdigung durch den OGH. (T2)
  • 1 Ob 231/71
    Entscheidungstext OGH 23.09.1971 1 Ob 231/71
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 97/65
  • 5 Ob 210/71
    Entscheidungstext OGH 27.10.1971 5 Ob 210/71
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 97/65
  • 5 Ob 296/71
    Entscheidungstext OGH 17.11.1971 5 Ob 296/71
    Gegenteilig; Beis wie T2
  • 5 Ob 321/71
    Entscheidungstext OGH 15.02.1972 5 Ob 321/71
    Gegenteilig; Beis wie T2
  • 5 Ob 151/72
    Entscheidungstext OGH 03.10.1972 5 Ob 151/72
    Beis wie T2; Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 97/65
  • 6 Ob 170/72
    Entscheidungstext OGH 12.10.1972 6 Ob 170/72
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 97/65; Beisatz: Sofern das Rekursgericht von einer richtigen rechtlichen Beurteilung ausgegangen ist. (T3)
  • 5 Ob 244/72
    Entscheidungstext OGH 24.01.1973 5 Ob 244/72
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 97/65; Beis wie T3
    Veröff: EvBl 1973/222 S 465 = NZ 1974,59
  • 5 Ob 18/73
    Entscheidungstext OGH 14.02.1973 5 Ob 18/73
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 97/65; nur: Auch im Außerstreitverfahren ist der OGH nur Rechts- und nicht Tatsacheninstanz. (T4)
    Beisatz: Der OGH kann jedoch zusätzliche Feststellungen aus dem Sachverständigen - Gutachten treffen. (T5)
  • 5 Ob 103/73
    Entscheidungstext OGH 04.07.1973 5 Ob 103/73
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 97/65; nur: Er kann daher Ergänzungsaufträgen des Rekursgerichtes nicht entgegentreten. (T6)
    Beis wie T3
  • 5 Ob 185/73
    Entscheidungstext OGH 24.10.1973 5 Ob 185/73
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 97/65; Beisatz: Wenn diese auf keiner unrichtigen rechtliche Beurteilung der Sache beruhen, die aufgetragene Beweisergänzung also den entscheidungserheblichen Sachverhalt betrifft. (T7)
  • 7 Ob 189/73
    Entscheidungstext OGH 28.11.1973 7 Ob 189/73
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 97/65; nur T6; Beis wie T3
  • 5 Ob 256/73
    Entscheidungstext OGH 09.01.1974 5 Ob 256/73
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 97/65; nur T6; Beis wie T3
  • 5 Ob 70/74
    Entscheidungstext OGH 03.04.1974 5 Ob 70/74
  • 5 Ob 36/74
    Entscheidungstext OGH 24.04.1974 5 Ob 36/74
  • 5 Ob 109/74
    Entscheidungstext OGH 15.05.1974 5 Ob 109/74
    Beisatz: Auch im Entmündigungsverfahren (T8)
  • 5 Ob 214/74
    Entscheidungstext OGH 09.10.1974 5 Ob 214/74
  • 5 Ob 215/74
    Entscheidungstext OGH 09.10.1974 5 Ob 215/74
  • 3 Ob 12/75
    Entscheidungstext OGH 28.01.1975 3 Ob 12/75
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 97/65
  • 2 Ob 111/75
    Entscheidungstext OGH 19.06.1975 2 Ob 111/75
  • 4 Ob 556/75
    Entscheidungstext OGH 08.07.1975 4 Ob 556/75
  • 1 Ob 119/75
    Entscheidungstext OGH 21.08.1975 1 Ob 119/75
    Beis wie T3
  • 1 Ob 182/75
    Entscheidungstext OGH 08.10.1975 1 Ob 182/75
    Beis wie T3
  • 1 Ob 184/75
    Entscheidungstext OGH 29.10.1975 1 Ob 184/75
  • 7 Ob 583/76
    Entscheidungstext OGH 29.04.1976 7 Ob 583/76
  • 1 Ob 621/76
    Entscheidungstext OGH 02.06.1976 1 Ob 621/76
    nur T4
  • 3 Ob 592/76
    Entscheidungstext OGH 14.09.1976 3 Ob 592/76
  • 7 Ob 688/76
    Entscheidungstext OGH 16.12.1976 7 Ob 688/76
  • 8 Ob 567/76
    Entscheidungstext OGH 19.01.1977 8 Ob 567/76
  • 5 Ob 584/77
    Entscheidungstext OGH 04.12.1977 5 Ob 584/77
    nur T4; Beisatz: Enteignungsverfahren (T9)
  • 7 Ob 732/77
    Entscheidungstext OGH 12.01.1978 7 Ob 732/77
    Beis wie T3
  • 3 Ob 635/77
    Entscheidungstext OGH 10.01.1978 3 Ob 635/77
    Beis wie T3
  • 6 Ob 809/77
    Entscheidungstext OGH 19.01.1978 6 Ob 809/77
  • 5 Ob 538/78
    Entscheidungstext OGH 04.04.1978 5 Ob 538/78
    nur T6; Beis wie T9
  • 6 Ob 652/78
    Entscheidungstext OGH 29.06.1978 6 Ob 652/78
    nur T4; Beisatz: Er muss daher bei der rechtlichen Beurteilung von dem Rekursgericht festgestellten Sachverhalt ausgehen. (T10)
  • 1 Ob 756/78
    Entscheidungstext OGH 06.12.1978 1 Ob 756/78
    nur T4; Veröff: SZ 51/175
  • 6 Ob 775/78
    Entscheidungstext OGH 21.12.1978 6 Ob 775/78
  • 1 Ob 769/78
    Entscheidungstext OGH 10.01.1979 1 Ob 769/78
    Beisatz: Bei richtiger rechtlicher Beurteilung. (T11)
  • 6 Ob 564/79
    Entscheidungstext OGH 21.03.1979 6 Ob 564/79
    Veröff: EFSlg 34966
  • 7 Ob 586/79
    Entscheidungstext OGH 28.03.1979 7 Ob 586/79
    nur T6; Beis wie T3; Beisatz: Wenn der Aufhebungsbeschluss nicht von aktenwidrigen Umständen ausgeht. (T12)
    Veröff: EFSlg 34967
  • 6 Ob 633/79
    Entscheidungstext OGH 23.05.1979 6 Ob 633/79
    Beis wie T3; Veröff: EFSlg 34965 = EFSlg 34967
  • 3 Ob 544/79
    Entscheidungstext OGH 13.06.1979 3 Ob 544/79
    nur T6; Veröff: EFSlg 34965 = EFSlg 34966 = EFSlg 34967
  • 6 Ob 689/79
    Entscheidungstext OGH 26.07.1979 6 Ob 689/79
    Beis wie T3; Veröff: EFSlg 34967
  • 6 Ob 717/79
    Entscheidungstext OGH 21.11.1979 6 Ob 717/79
    EFSlg 34967
  • 8 Ob 506/80
    Entscheidungstext OGH 21.02.1980 8 Ob 506/80
  • 4 Ob 510/80
    Entscheidungstext OGH 29.04.1980 4 Ob 510/80
    Beis wie T3
  • 3 Ob 660/79
    Entscheidungstext OGH 19.03.1980 3 Ob 660/79
    Beisatz: Besuchsrecht (T13)
  • 6 Ob 513/80
    Entscheidungstext OGH 16.04.1980 6 Ob 513/80
    nur T4
  • 6 Ob 628/80
    Entscheidungstext OGH 28.05.1980 6 Ob 628/80
    Beis wie T3
  • 8 Ob 532/80
    Entscheidungstext OGH 03.07.1980 8 Ob 532/80
    nur T4
  • 4 Ob 582/80
    Entscheidungstext OGH 16.12.1980 4 Ob 582/80
    Beisatz: Sofern diese nicht auf einer unrichtigen rechtlichen Beurteilung beruhen oder die Annahmen der zweiten Instanz aktenwidrig sind. (T14)
  • 3 Ob 605/80
    Entscheidungstext OGH 18.02.1981 3 Ob 605/80
    Beis wie T3
  • 2 Ob 46/81
    Entscheidungstext OGH 30.06.1981 2 Ob 46/81
  • 4 Ob 549/81
    Entscheidungstext OGH 15.09.1981 4 Ob 549/81
    nur T6; Beis wie T8
  • 5 Ob 40/81
    Entscheidungstext OGH 03.11.1981 5 Ob 40/81
    nur T4; Beis wie T14
  • 6 Ob 829/81
    Entscheidungstext OGH 02.12.1981 6 Ob 829/81
    nur T6
  • 5 Ob 767/81
    Entscheidungstext OGH 01.12.1981 5 Ob 767/81
    Auch; nur T6; Beis wie T3
  • 5 Ob 604/81
    Entscheidungstext OGH 16.12.1981 5 Ob 604/81
    Auch
  • 6 Ob 554/82
    Entscheidungstext OGH 24.02.1982 6 Ob 554/82
  • 7 Ob 546/82
    Entscheidungstext OGH 29.04.1982 7 Ob 546/82
  • 4 Ob 537/82
    Entscheidungstext OGH 18.05.1982 4 Ob 537/82
    nur T6
  • 7 Ob 811/81
    Entscheidungstext OGH 13.05.1982 7 Ob 811/81
    nur T4
  • 5 Ob 609/82
    Entscheidungstext OGH 15.06.1982 5 Ob 609/82
    nur T4
  • 1 Ob 505/82
    Entscheidungstext OGH 22.09.1982 1 Ob 505/82
    Beis wie T9; Veröff: SZ 55/133
  • 1 Ob 752/82
    Entscheidungstext OGH 03.11.1982 1 Ob 752/82
    nur T4; Beis wie T10
  • 1 Ob 795/82
    Entscheidungstext OGH 24.01.1983 1 Ob 795/82
    nur T4
  • 8 Ob 576/82
    Entscheidungstext OGH 20.01.1983 8 Ob 576/82
    Auch; nur T4
  • 1 Ob 550/83
    Entscheidungstext OGH 09.03.1983 1 Ob 550/83
    Beis wie T11; Beis wie T13
    Veröff: EFSlg 44569
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
    Beis wie T9
  • 5 Ob 570/83
    Entscheidungstext OGH 03.05.1983 5 Ob 570/83
    nur T4
  • 3 Ob 564/83
    Entscheidungstext OGH 08.06.1983 3 Ob 564/83
    nur T4
  • 2 Ob 524/83
    Entscheidungstext OGH 28.06.1983 2 Ob 524/83
    nur T4
  • 8 Ob 537/83
    Entscheidungstext OGH 27.10.1983 8 Ob 537/83
    nur T4
  • 7 Ob 741/83
    Entscheidungstext OGH 29.11.1983 7 Ob 741/83
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 542/84
    Entscheidungstext OGH 22.03.1984 7 Ob 542/84
  • 5 Ob 539/84
    Entscheidungstext OGH 10.04.1984 5 Ob 539/84
    Beis wie T8; Beis wie T7
  • 5 Ob 36/84
    Entscheidungstext OGH 26.06.1984 5 Ob 36/84
    nur T4
  • 7 Ob 632/84
    Entscheidungstext OGH 30.08.1984 7 Ob 632/84
  • 1 Ob 649/84
    Entscheidungstext OGH 08.10.1984 1 Ob 649/84
    Beis wie T3
  • 1 Ob 552/85
    Entscheidungstext OGH 17.04.1985 1 Ob 552/85
    nur T4; Veröff: ÖA 1985,142
  • 7 Ob 539/85
    Entscheidungstext OGH 18.04.1985 7 Ob 539/85
  • 2 Ob 548/85
    Entscheidungstext OGH 16.04.1985 2 Ob 548/85
  • 6 Ob 545/84
    Entscheidungstext OGH 11.07.1985 6 Ob 545/84
  • 1 Ob 550/85
    Entscheidungstext OGH 10.07.1985 1 Ob 550/85
    nur T4; Beis wie T9; Beis wie T10
  • 7 Ob 681/85
    Entscheidungstext OGH 12.12.1985 7 Ob 681/85
    Beis wie T7
  • 6 Ob 4/86
    Entscheidungstext OGH 13.02.1986 6 Ob 4/86
    Auch; nur T4
  • 8 Ob 625/86
    Entscheidungstext OGH 18.09.1986 8 Ob 625/86
    nur T4
  • 8 Ob 638/86
    Entscheidungstext OGH 09.10.1986 8 Ob 638/86
  • 1 Ob 574/86
    Entscheidungstext OGH 22.10.1986 1 Ob 574/86
    nur T4; Beis wie T9
  • 7 Ob 657/86
    Entscheidungstext OGH 02.10.1986 7 Ob 657/86
  • 6 Ob 520/87
    Entscheidungstext OGH 12.02.1987 6 Ob 520/87
    nur T6
  • 8 Ob 568/87
    Entscheidungstext OGH 06.05.1987 8 Ob 568/87
  • 1 Ob 583/87
    Entscheidungstext OGH 10.06.1987 1 Ob 583/87
    nur T4; Beis wie T9
  • 7 Ob 649/87
    Entscheidungstext OGH 30.07.1987 7 Ob 649/87
    nur T4
  • 8 Ob 624/87
    Entscheidungstext OGH 22.10.1987 8 Ob 624/87
  • 2 Ob 682/87
    Entscheidungstext OGH 24.11.1987 2 Ob 682/87
    Beis wie T3
  • 2 Ob 683/87
    Entscheidungstext OGH 11.12.1987 2 Ob 683/87
    nur T4; Beis wie T10
  • 6 Ob 723/87
    Entscheidungstext OGH 18.12.1987 6 Ob 723/87
  • 6 Ob 22/87
    Entscheidungstext OGH 18.12.1987 6 Ob 22/87
  • 8 Ob 675/87
    Entscheidungstext OGH 26.01.1988 8 Ob 675/87
  • 2 Ob 507/88
    Entscheidungstext OGH 09.02.1988 2 Ob 507/88
    nur T4
  • 7 Ob 547/88
    Entscheidungstext OGH 24.03.1988 7 Ob 547/88
  • 4 Ob 524/88
    Entscheidungstext OGH 26.04.1988 4 Ob 524/88
    nur T4; Beis wie T10
  • 1 Ob 648/88
    Entscheidungstext OGH 28.09.1988 1 Ob 648/88
    nur T4
  • 5 Ob 651/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 5 Ob 651/88
  • 7 Ob 686/88
    Entscheidungstext OGH 15.12.1988 7 Ob 686/88
    nur T4
  • 7 Ob 727/88
    Entscheidungstext OGH 19.01.1989 7 Ob 727/88
  • 4 Ob 626/88
    Entscheidungstext OGH 24.01.1989 4 Ob 626/88
  • 1 Ob 546/89
    Entscheidungstext OGH 26.04.1989 1 Ob 546/89
    Beis wie T7; Beis wie T9
  • 7 Ob 553/89
    Entscheidungstext OGH 06.04.1989 7 Ob 553/89
  • 7 Ob 591/89
    Entscheidungstext OGH 18.05.1989 7 Ob 591/89
    nur T4
  • 7 Ob 621/89
    Entscheidungstext OGH 06.07.1989 7 Ob 621/89
    nur T4
  • 7 Ob 622/89
    Entscheidungstext OGH 06.07.1989 7 Ob 622/89
    nur T4
  • 8 Ob 511/90
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 8 Ob 511/90
  • 7 Ob 589/90
    Entscheidungstext OGH 28.06.1990 7 Ob 589/90
    nur T4
  • 8 Ob 666/89
    Entscheidungstext OGH 30.01.1991 8 Ob 666/89
  • 4 Ob 538/92
    Entscheidungstext OGH 01.09.1992 4 Ob 538/92
    nur T4
  • 1 Ob 642/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 1 Ob 642/92
    Veröff: JBl 1993,663 (Wolfgang Kleewein)
  • 2 Ob 71/94
    Entscheidungstext OGH 10.11.1994 2 Ob 71/94
    Auch; nur T6
  • 3 Ob 1562/95
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 3 Ob 1562/95
    nur T4
  • 9 Ob 2178/96a
    Entscheidungstext OGH 04.09.1996 9 Ob 2178/96a
    nur T4
  • 8 Ob 168/97g
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 8 Ob 168/97g
    Auch; nur T4
  • 1 Ob 415/97d
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 415/97d
    Auch; nur T4; Beisatz: Pflegschaftsverfahren. (T15)
  • 6 Ob 144/98i
    Entscheidungstext OGH 16.07.1998 6 Ob 144/98i
    nur T4; Beisatz: Unterbringungsverfahren (T16)
  • 9 Ob 61/99g
    Entscheidungstext OGH 14.04.1999 9 Ob 61/99g
    nur T4
  • 9 Ob 169/01w
    Entscheidungstext OGH 05.09.2001 9 Ob 169/01w
    Vgl auch; nur T4
  • 6 Ob 94/03x
    Entscheidungstext OGH 26.06.2003 6 Ob 94/03x
  • 7 Ob 252/04s
    Entscheidungstext OGH 02.03.2005 7 Ob 252/04s
    nur T4
  • 10 Ob 77/05d
    Entscheidungstext OGH 06.09.2005 10 Ob 77/05d
    nur T4
  • 6 Ob 44/06y
    Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 44/06y
  • 2 Ob 282/05t
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 2 Ob 282/05t
    Vgl auch; Beisatz: Wenn das Rekursgericht die Beiziehung eines weiteren Sachverständigen für geboten hält, kann dem der Oberste Gerichtshof nicht entgegentreten. (T17)
  • 1 Ob 163/09s
    Entscheidungstext OGH 24.09.2009 1 Ob 163/09s
    Auch
  • 5 Ob 20/10t
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 5 Ob 20/10t
  • 10 Ob 80/10b
    Entscheidungstext OGH 30.11.2010 10 Ob 80/10b
    Auch
  • 1 Ob 194/10a
    Entscheidungstext OGH 23.11.2010 1 Ob 194/10a
    nur T4
  • 5 Ob 154/10y
    Entscheidungstext OGH 09.02.2011 5 Ob 154/10y
    Veröff: SZ 2011/15
  • 6 Ob 195/10k
    Entscheidungstext OGH 24.02.2011 6 Ob 195/10k
    nur T4; Veröff: SZ 2011/24
  • 1 Ob 91/11f
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 1 Ob 91/11f
    nur T4; Beis wie T9
  • 1 Ob 138/11t
    Entscheidungstext OGH 01.09.2011 1 Ob 138/11t
    nur T4
  • 1 Ob 97/12i
    Entscheidungstext OGH 01.08.2012 1 Ob 97/12i
    Auch; nur T4
  • 1 Ob 32/13g
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 1 Ob 32/13g
    Auch
  • 1 Ob 48/13k
    Entscheidungstext OGH 11.04.2013 1 Ob 48/13k
    Auch
  • 1 Ob 53/13w
    Entscheidungstext OGH 29.04.2013 1 Ob 53/13w
    Auch
  • 3 Ob 42/16x
    Entscheidungstext OGH 14.06.2016 3 Ob 42/16x
    Auch
  • 2 Ob 216/16b
    Entscheidungstext OGH 16.11.2016 2 Ob 216/16b
    nur T4
  • 2 Ob 150/16x
    Entscheidungstext OGH 16.11.2016 2 Ob 150/16x
    Veröff: SZ 2016/119
  • 7 Ob 9/18a
    Entscheidungstext OGH 20.04.2018 7 Ob 9/18a
  • 7 Ob 213/18a
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 7 Ob 213/18a
    Auch

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0006737

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19650916_OGH0002_0050OB00097_6500000_001

Rechtssatz für 2Ob386/65 5Ob110/67 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0030395

Geschäftszahl

2Ob386/65; 5Ob110/67; 1Ob507/82; 5Ob512/83; 3Ob541/83

Entscheidungsdatum

17.02.1966

Norm

ABGB §1323 D
BStG §18 Abs1

Rechtssatz

Nach § 18 BStG gebührt nicht der Ersatz entgangenen Gewinns. Ertragsminderung wegen eingeschränkter Viehhaltung, weil Weideland enteignet wurde, bedeutet erlittenen Schaden. Auf die Möglichkeit der Erwerbung von Ersatzland oder der zinsbringenden Anlegung des Entschädigungsbetrages ist jedoch Bedacht zu nehmen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 386/65
    Entscheidungstext OGH 17.02.1966 2 Ob 386/65
    Veröff: ZVR 1967/205 S 250 = SZ 39/31
  • 5 Ob 110/67
    Entscheidungstext OGH 14.06.1967 5 Ob 110/67
  • 1 Ob 507/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 507/82
    nur: Nach § 18 BStG gebührt nicht der Ersatz entgangenen Gewinns. (T1) Veröff: JBl 1983,432
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
    Beisatz: Der Entgang einer im Zeitpunkt der Enteignung bereits vorhandenen bestimmten Gewinnmöglichkeit, deren Bestehen im Verkehr als sicherer Vermögenswert angesehen wird, ist als positiver Schaden zu ersetzen. (T2)
  • 3 Ob 541/83
    Entscheidungstext OGH 10.08.1983 3 Ob 541/83
    nur T1; Beisatz: Als entgangener Gewinn nicht zu ersetzen ist daher der Verlust einer besonders günstigen, über dem Verkehrswert liegenden Verkaufsmöglichkeit. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0030395

Dokumentnummer

JJR_19660217_OGH0002_0020OB00386_6500000_001

Rechtssatz für 6Ob207/68 8Ob201/70 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0053469

Geschäftszahl

6Ob207/68; 8Ob201/70; 5Ob74/72; 5Ob151/72; 5Ob18/73; 6Ob60/73; 5Ob4/74; 5Ob117/74; 1Ob167/74; 5Ob218/74; 5Ob609/76; 7Ob690/77; 5Ob643/79; 5Ob577/81; 5Ob512/83; 2Ob541/83; 8Ob35/09v

Entscheidungsdatum

09.10.1968

Norm

BStG §18 Abs1
EisbEG §4 A

Rechtssatz

Neben dem Verkehrswert kann nicht auch noch der Ertragswert verlangt werden; der Enteignete hat nur die Wahl zwischen diesen beiden Berechnungsarten (so auch EvBl 1964/6).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 207/68
    Entscheidungstext OGH 09.10.1968 6 Ob 207/68
    Veröff: RZ 1969,107
  • 8 Ob 201/70
    Entscheidungstext OGH 03.11.1970 8 Ob 201/70
    Vgl; Beisatz: Entschädigung nach dem jeweils höchsten Wert. (T1)
  • 5 Ob 74/72
    Entscheidungstext OGH 08.05.1972 5 Ob 74/72
  • 5 Ob 151/72
    Entscheidungstext OGH 03.10.1972 5 Ob 151/72
  • 5 Ob 18/73
    Entscheidungstext OGH 14.02.1973 5 Ob 18/73
    Auch; Veröff: RZ 1973/88 S 66
  • 6 Ob 60/73
    Entscheidungstext OGH 12.04.1973 6 Ob 60/73
    Vgl; Beis wie T1
  • 5 Ob 4/74
    Entscheidungstext OGH 20.02.1974 5 Ob 4/74
    Beisatz: Der Ersatz des Verkehrswertes schließt daher eine Entschädigung für einen entgehenden Ertrag des enteigneten Grundstückes und eines allenfalls darauf betriebenen Unternehmens aus. (T2)
  • 5 Ob 117/74
    Entscheidungstext OGH 25.09.1974 5 Ob 117/74
    Beisatz: Übersteigt der Verkehrswert den Ertragswert, so ist der Verkehrswert zu ersetzen. (T3)
  • 1 Ob 167/74
    Entscheidungstext OGH 23.10.1974 1 Ob 167/74
    Vgl auch
  • 5 Ob 218/74
    Entscheidungstext OGH 27.11.1974 5 Ob 218/74
    Vgl auch; Beisatz: Ertragswert eines allenfalls auf dem enteigneten Grundstück betriebenen Unternehmens. (T4)
  • 5 Ob 609/76
    Entscheidungstext OGH 19.10.1976 5 Ob 609/76
    Vgl
  • 7 Ob 690/77
    Entscheidungstext OGH 24.11.1977 7 Ob 690/77
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 643/79
    Entscheidungstext OGH 22.04.1980 5 Ob 643/79
  • 5 Ob 577/81
    Entscheidungstext OGH 27.04.1982 5 Ob 577/81
    Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 55/56 = JBl 1983,46 = MietSlg 34204(15)
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
    Auch; Beisatz: Hier: Entschädigung nach dem günstigeren Verkehrswert. (T5)
  • 2 Ob 541/83
    Entscheidungstext OGH 28.08.1984 2 Ob 541/83
    Auch; Beisatz: Bei der Ermittlung des Verkehrswertes eines unbebauten Baugrundstückes nach der Vergleichswertmethode ist grundsätzlich nicht auch noch ein fiktiver Ertragswert oder Nutzwert desselben heranzuziehen. (T6)
  • 8 Ob 35/09v
    Entscheidungstext OGH 29.09.2009 8 Ob 35/09v
    Vgl

Schlagworte

RS wurde ursprünglich zu § 13 BStG 1948 erstellt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0053469

Zuletzt aktualisiert am

01.04.2010

Dokumentnummer

JJR_19681009_OGH0002_0060OB00207_6800000_002

Rechtssatz für 5Ob321/71 4Ob335/75 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043122

Geschäftszahl

5Ob321/71; 4Ob335/75; 2Ob116/76; 8Ob231/82; 5Ob512/83; 8Ob629/86; 1Ob574/86; 7Ob629/87; 7Ob674/87 (7Ob675/87 -7Ob682/87); 10ObS146/88; 6Ob624/88; 10ObS197/88; 10ObS178/88; 2Ob590/92; 2Ob601/93; 1Ob21/95; 6Ob2176/96k; 1Ob2245/96w; 8Ob247/98a; 2Ob334/98a; 1Ob254/99f; 10Ob64/02p; 10ObS260/02m; 10ObS280/02b; 6Ob230/04y; 10Ob93/04f; 9Ob14/08m; 2Ob136/08a; 5Ob30/08k; 6Ob161/10k; 9Ob82/10i; 5Ob206/10w; 1Ob91/11f; 3Ob46/11b; 5Ob169/11f; 16Ok8/10; 4Ob93/12y; 10Ob43/12i; 1Ob59/15f; 7Ob158/15h; 1Ob31/17s; 4Ob102/17d; 5Ob103/17h; 5Ob227/17v; 5Ob170/18p; 8ObA17/19m

Entscheidungsdatum

15.02.1972

Norm

ZPO §503 Z2 C3c
ZPO §503 Z4 E4c4
ZPO §503 Z4 E4c5

Rechtssatz

Die von einem Sachverständigen (zum Beispiel bei der Ermittlung des Wertes enteigneter Grundstücke) zur Gewinnung von Tatsachenfeststellungen anzuwendenden Regeln der Wissenschaft, Sachkunde und Kunstfertigkeit sind Erfahrungsgrundsätze zur Gewinnung des Sachverhaltes; ihre Anfechtung betrifft die rechtliche Beurteilung nur insoweit, als dabei ein Verstoß gegen zwingende Denkgesetze und zwingende Gesetze des sprachlichen Ausdrucks unterlaufen ist.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 321/71
    Entscheidungstext OGH 15.02.1972 5 Ob 321/71
  • 4 Ob 335/75
    Entscheidungstext OGH 07.10.1975 4 Ob 335/75
  • 2 Ob 116/76
    Entscheidungstext OGH 13.05.1976 2 Ob 116/76
  • 8 Ob 231/82
    Entscheidungstext OGH 18.11.1982 8 Ob 231/82
    Beisatz: Soweit ein solcher Verstoß die Unrichtigkeit des Gutachtens zur Folge haben muss. (T1)
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
  • 8 Ob 629/86
    Entscheidungstext OGH 18.09.1986 8 Ob 629/86
    Beis wie T1
  • 1 Ob 574/86
    Entscheidungstext OGH 22.10.1986 1 Ob 574/86
  • 7 Ob 629/87
    Entscheidungstext OGH 29.10.1987 7 Ob 629/87
    nur: Die von einem Sachverständigen (zum Beispiel bei der Ermittlung des Wertes enteigneter Grundstücke) zur Gewinnung von Tatsachenfeststellungen anzuwendenden Regeln der Wissenschaft, Sachkunde und Kunstfertigkeit sind Erfahrungsgrundsätze zur Gewinnung des Sachverhaltes. (T2)
    Beisatz: Bleibt der Sachverständige im Tatsachenbereich, können seine Schlussfolgerungen und Erkenntnisquellen nur im Rahmen unrichtiger Beweiswürdigung beziehungsweise unrichtiger Tatsachenfeststellung überprüft werden. (T3)
  • 7 Ob 674/87
    Entscheidungstext OGH 10.12.1987 7 Ob 674/87
    Auch; Beisatz: Hier: Die Ermittlung des Verkehrswertes der von der Wertminderung betroffenen Grundstücke gehört dem Tatsachenbereich. (T4)
    Veröff: SZ 60/269
  • 10 ObS 146/88
    Entscheidungstext OGH 05.07.1988 10 ObS 146/88
    nur T2; Beis wie T3; Veröff: SSV - NF 2/74
  • 6 Ob 624/88
    Entscheidungstext OGH 06.10.1988 6 Ob 624/88
    Auch; Beis wie T4
  • 10 ObS 197/88
    Entscheidungstext OGH 20.09.1988 10 ObS 197/88
    nur: Ihre Anfechtung betrifft die rechtliche Beurteilung nur insoweit, als dabei ein Verstoß gegen zwingende Denkgesetze und zwingende Gesetze des sprachlichen Ausdrucks unterlaufen ist. (T5)
  • 10 ObS 178/88
    Entscheidungstext OGH 20.09.1988 10 ObS 178/88
    nur T5; Beis wie T1; Beis wie T3
  • 2 Ob 590/92
    Entscheidungstext OGH 08.07.1993 2 Ob 590/92
  • 2 Ob 601/93
    Entscheidungstext OGH 27.01.1994 2 Ob 601/93
    nur T4
  • 1 Ob 21/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 1 Ob 21/95
    Vgl; Beisatz: Die Ermittlung der Vermögensnachteile des Enteigneten gehört dem Tatsachenbereich an (hier: Vermögensnachteile des mit einem Mitbenutzungsrecht nach § 19 Abs 1 WRG Belasteten). (T6)
  • 6 Ob 2176/96k
    Entscheidungstext OGH 24.10.1996 6 Ob 2176/96k
    Auch
  • 1 Ob 2245/96w
    Entscheidungstext OGH 28.01.1997 1 Ob 2245/96w
    Auch; Beis wie T4 nur: Die Ermittlung des Verkehrswertes gehört dem Tatsachenbereich an. (T7)
  • 8 Ob 247/98a
    Entscheidungstext OGH 15.04.1999 8 Ob 247/98a
    Auch; nur T5
  • 2 Ob 334/98a
    Entscheidungstext OGH 25.11.1999 2 Ob 334/98a
    Vgl auch; Beis wie T6 nur: Die Ermittlung der Vermögensnachteile des Enteigneten gehört dem Tatsachenbereich an. (T8)
  • 1 Ob 254/99f
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 1 Ob 254/99f
    Vgl auch; Beisatz: Für die richterliche Urteilsbildung bleibt die fachliche Wertungsfrage des Sachverständigen nach der Wirksamkeit und der Zweckmäßigkeit einzelner fachbezogener Maßnahmen beziehungsweise ob diese dem Stand des ärztlichen Wissens und Könnens entsprachen Tatfrage; die Frage nach der Überzeugungskraft der Darlegungen des Sachverständigen ist eine Beweisfrage. (T9)
    Veröff: SZ 72/183
  • 10 Ob 64/02p
    Entscheidungstext OGH 16.04.2002 10 Ob 64/02p
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 10 ObS 260/02m
    Entscheidungstext OGH 27.08.2002 10 ObS 260/02m
    Auch; Beisatz: Oder erkennbar ist, dass der Sachverständige erheblichen Verhandlungsstoff außer Acht gelassen hat und dies die Unrichtigkeit des Gutachtens zur Folge hat. (T10)
  • 10 ObS 280/02b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2002 10 ObS 280/02b
    Auch; nur T5
  • 6 Ob 230/04y
    Entscheidungstext OGH 15.12.2004 6 Ob 230/04y
    Auch
  • 10 Ob 93/04f
    Entscheidungstext OGH 11.01.2005 10 Ob 93/04f
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 9 Ob 14/08m
    Entscheidungstext OGH 10.04.2008 9 Ob 14/08m
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 2 Ob 136/08a
    Entscheidungstext OGH 24.09.2008 2 Ob 136/08a
    Vgl auch
  • 5 Ob 30/08k
    Entscheidungstext OGH 09.09.2008 5 Ob 30/08k
    Auch; Beisatz: Die Ermittlung des Verkehrswerts von Liegenschaften gehört dem Tatsachenbereich an. (T11)
    Beisatz: Bei der Ermittlung des Verkehrswerts geht es um die Ermittlung von Durchschnittspreisen, nicht aber um fallweise gezahlte Höchstpreise bei Nachbarliegenschaften. (T12)
    Bem: Verkehrswert von rückgewidmeten Liegenschaften; Entschädigung nach § 27 VlbG RaumplanungsG 1996. (T13)
  • 6 Ob 161/10k
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 161/10k
    Vgl; Beis wie T11
  • 9 Ob 82/10i
    Entscheidungstext OGH 24.11.2010 9 Ob 82/10i
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T11
  • 5 Ob 206/10w
    Entscheidungstext OGH 08.03.2011 5 Ob 206/10w
    Vgl auch; nur T2; nur T5
  • 1 Ob 91/11f
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 1 Ob 91/11f
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T11
  • 3 Ob 46/11b
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 46/11b
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T11
  • 5 Ob 169/11f
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 5 Ob 169/11f
    Vgl; Auch Beis wie T11
  • 16 Ok 8/10
    Entscheidungstext OGH 12.12.2011 16 Ok 8/10
    Auch; Beisatz: Die Frage der Tauglichkeit einer bestimmten wissenschaftlichen Untersuchungsmethode kann vor dem Obersten Gerichtshof releviert werden, siehe RS0127336. (T14)
    Beisatz: Hier: Kartellverfahren. (T15)
    Veröff: SZ 2011/148
  • 4 Ob 93/12y
    Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 93/12y
    Vgl auch
  • 10 Ob 43/12i
    Entscheidungstext OGH 20.11.2012 10 Ob 43/12i
    Auch
  • 1 Ob 59/15f
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 59/15f
    Beis wie T11
  • 7 Ob 158/15h
    Entscheidungstext OGH 16.10.2015 7 Ob 158/15h
    Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T11
  • 1 Ob 31/17s
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 31/17s
    Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T8; Beis wie T11
  • 4 Ob 102/17d
    Entscheidungstext OGH 27.07.2017 4 Ob 102/17d
    Auch
  • 5 Ob 103/17h
    Entscheidungstext OGH 23.10.2017 5 Ob 103/17h
    Auch; Beis wie T11
  • 5 Ob 227/17v
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 5 Ob 227/17v
    Auch
  • 5 Ob 170/18p
    Entscheidungstext OGH 06.11.2018 5 Ob 170/18p
    Beis wie T7; Beis wie T11; Beis wie T12
  • 8 ObA 17/19m
    Entscheidungstext OGH 24.05.2019 8 ObA 17/19m
    Auch; nur T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0043122

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19720215_OGH0002_0050OB00321_7100000_001

Rechtssatz für 2Ob252/71 1Ob144/72 4Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0043168

Geschäftszahl

2Ob252/71; 1Ob144/72; 4Ob520/73; 2Ob161/73; 8Ob250/73; 2Ob113/74 (2Ob114/74); 5Ob123/74; 3Ob111/74; 8Ob116/75; 5Ob644/76; 8Ob28/78; 2Ob175/78; 8Ob177/78; 6Ob589/79; 1Ob706/79; 8Ob240/79; 4Ob529/80; 3Ob544/80; 1Ob743/80; 6Ob515/81; 8Ob176/81; 8Ob95/81; 2Ob170/81; 5Ob578/82; 5Ob512/83; 2Ob569/84; 8Ob564/84; 2Ob546/85; 2Ob3/85; 8Ob629/86; 7Ob659/86; 2Ob689/86; 1Ob704/86; 10ObS146/88; 10ObS197/88; 10ObS178/88; 2Ob545/89; 10ObS260/02m; 10ObS280/02b; 10ObS274/03x; 10Ob324/02y; 16Ok1/05; 16Ok46/05; 3Ob15/09s; 7Ob81/10b (7Ob97/10f); 5Ob206/10w; 8Ob75/11d; 5Ob65/11m; 16Ok8/10; 7Ob85/12v; 7Ob145/12t; 6Ob25/12p; 10ObS54/13h; 10ObS61/13p; 10ObS95/13p; 10ObS90/13b; 16Ok6/12; 10ObS164/13k; 7Ob215/13p; 10ObS65/14b; 10ObS81/14f; 10ObS138/14p; 1Ob135/14f; 10Ob46/15k; 10ObS65/15d; 4Ob125/15h; 3Ob141/16f

Entscheidungsdatum

28.03.1972

Norm

ZPO §503 Z2 C3c
ZPO §503 Z4 E4c5

Rechtssatz

Die Würdigung der tatsächlichen Feststellungen des Gutachtens und der zur Gewinnung der Tatsachenfeststellungen vom Sachverständigen angewandten Regeln der Wissenschaft und Sachkunde, die ihrerseits Erfahrungssätze zur Gewinnung des Sachverhaltes darstellen, ist nicht unter dem Gesichtspunkt eines Verfahrensmangels anzufechten, sondern allenfalls unter dem der unrichtigen rechtlichen Beurteilung. Das ist aber nur unter der Voraussetzung möglich, dass der Sachverständige bei seinen Schlussfolgerungen gegen zwingende Denkgesetze oder gegen die objektiv überprüfbaren zwingenden Gesetze des sprachlichen Ausdruckes verstoßen hat (EvBl 1959/160, EvBl 1956/258, SZ 22/126 und anderes mehr).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 252/71
    Entscheidungstext OGH 28.03.1972 2 Ob 252/71
  • 1 Ob 144/72
    Entscheidungstext OGH 30.08.1972 1 Ob 144/72
    Ähnlich
  • 4 Ob 520/73
    Entscheidungstext OGH 10.04.1973 4 Ob 520/73
  • 2 Ob 161/73
    Entscheidungstext OGH 17.10.1973 2 Ob 161/73
  • 8 Ob 250/73
    Entscheidungstext OGH 18.12.1973 8 Ob 250/73
  • 2 Ob 113/74
    Entscheidungstext OGH 04.04.1974 2 Ob 113/74
    Beisatz: Hier: Berechnung und Feststellung des Verdienstentgangs eines Rechtsanwaltes durch Sachverständigen. (T1)
  • 5 Ob 123/74
    Entscheidungstext OGH 29.05.1974 5 Ob 123/74
    Vgl auch
  • 3 Ob 111/74
    Entscheidungstext OGH 28.05.1974 3 Ob 111/74
  • 8 Ob 116/75
    Entscheidungstext OGH 04.06.1975 8 Ob 116/75
  • 5 Ob 644/76
    Entscheidungstext OGH 21.09.1976 5 Ob 644/76
  • 8 Ob 28/78
    Entscheidungstext OGH 12.04.1978 8 Ob 28/78
  • 2 Ob 175/78
    Entscheidungstext OGH 09.11.1978 2 Ob 175/78
  • 8 Ob 177/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 8 Ob 177/78
    Vgl
  • 6 Ob 589/79
    Entscheidungstext OGH 23.05.1979 6 Ob 589/79
  • 1 Ob 706/79
    Entscheidungstext OGH 12.11.1979 1 Ob 706/79
    Ähnlich; nur: Das ist aber nur unter der Voraussetzung möglich, daß der Sachverständige bei seinen Schlußfolgerungen gegen zwingende Denkgesetze oder gegen die objektiv überprüfbaren zwingenden Gesetze des sprachlichen Ausdruckes verstoßen hat. (T2)
    Beisatz: Hier: Im Rekursverfahren. (T3)
  • 8 Ob 240/79
    Entscheidungstext OGH 22.11.1979 8 Ob 240/79
  • 4 Ob 529/80
    Entscheidungstext OGH 03.06.1980 4 Ob 529/80
    nur T2
  • 3 Ob 544/80
    Entscheidungstext OGH 04.06.1980 3 Ob 544/80
    Auch
  • 1 Ob 743/80
    Entscheidungstext OGH 18.03.1981 1 Ob 743/80
    nur T2; Veröff: JBl 1982,491
  • 6 Ob 515/81
    Entscheidungstext OGH 13.07.1981 6 Ob 515/81
  • 8 Ob 176/81
    Entscheidungstext OGH 03.09.1981 8 Ob 176/81
    nur T2
  • 8 Ob 95/81
    Entscheidungstext OGH 03.09.1981 8 Ob 95/81
  • 2 Ob 170/81
    Entscheidungstext OGH 17.11.1981 2 Ob 170/81
  • 5 Ob 578/82
    Entscheidungstext OGH 27.04.1982 5 Ob 578/82
    nur T2
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
  • 2 Ob 569/84
    Entscheidungstext OGH 05.06.1984 2 Ob 569/84
    nur T2
  • 8 Ob 564/84
    Entscheidungstext OGH 13.12.1984 8 Ob 564/84
    nur T2
  • 2 Ob 546/85
    Entscheidungstext OGH 23.04.1985 2 Ob 546/85
    nur T2
  • 2 Ob 3/85
    Entscheidungstext OGH 02.07.1985 2 Ob 3/85
    Beis wie T1 nur: Berechnung und Feststellung des Verdienstentgangs durch Sachverständigen. (T4)
  • 8 Ob 629/86
    Entscheidungstext OGH 18.09.1986 8 Ob 629/86
    Auch
  • 7 Ob 659/86
    Entscheidungstext OGH 23.10.1986 7 Ob 659/86
    Beisatz: § 232 Abs 2 AußStrG (T5)
  • 2 Ob 689/86
    Entscheidungstext OGH 18.11.1986 2 Ob 689/86
  • 1 Ob 704/86
    Entscheidungstext OGH 14.01.1987 1 Ob 704/86
    nur T2
  • 10 ObS 146/88
    Entscheidungstext OGH 05.07.1988 10 ObS 146/88
  • 10 ObS 197/88
    Entscheidungstext OGH 20.09.1988 10 ObS 197/88
    nur T2
  • 10 ObS 178/88
    Entscheidungstext OGH 20.09.1988 10 ObS 178/88
    nur T2; Beisatz: Beschränkt sich der Sachverständige im Rahmen seiner Erkenntnisquelle und Schlußfolgerungen auf die Beurteilung der naturwissenschaftlichen, medizinischen Kausalität und legt das Gericht diese Schlußfolgerungen seinen tatsächlichen Feststellungen zugrunde, so stellt deren Bekämpfung den irrevisiblen Anfechtungsgrund der unrichtigen Tatsachenfeststellung und Beweiswürdigung dar. (T6)
  • 2 Ob 545/89
    Entscheidungstext OGH 28.02.1990 2 Ob 545/89
    Veröff: JBl 1990,786
  • 10 ObS 260/02m
    Entscheidungstext OGH 27.08.2002 10 ObS 260/02m
    Auch; Beisatz: Oder erkennbar ist, dass der Sachverständige erheblichen Verhandlungsstoff außer Acht gelassen hat und dies die Unrichtigkeit des Gutachtens zur Folge hat. (T7)
  • 10 ObS 280/02b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2002 10 ObS 280/02b
    Auch; nur T2
  • 10 ObS 274/03x
    Entscheidungstext OGH 16.12.2003 10 ObS 274/03x
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 10 Ob 324/02y
    Entscheidungstext OGH 18.05.2004 10 Ob 324/02y
  • 16 Ok 1/05
    Entscheidungstext OGH 14.02.2005 16 Ok 1/05
    Auch
  • 16 Ok 46/05
    Entscheidungstext OGH 27.02.2006 16 Ok 46/05
    Beisatz: Eine Anfechtung der Ergebnisse von Sachverständigengutachten, die Tatsacheninstanzen ihren Entscheidungen zu Grunde legten, wegen unrichtiger rechtlicher Beurteilung ist nach ständiger Rechtsprechung nur insoweit möglich, als dabei dem Sachverständigen bei seinen Schlussfolgerungen ein Verstoß gegen zwingende Denkgesetze oder gegen objektiv überprüfbare Gesetze sprachlichen Ausdrucks unterlaufen ist. (T8)
  • 3 Ob 15/09s
    Entscheidungstext OGH 25.02.2009 3 Ob 15/09s
    Beisatz: Dass das Berufungsgericht das mit der Berufung des Beklagten vorgelegte Privatgutachten nicht berücksichtigt hat, begründet keinen Mangel des Berufungsverfahrens. (T9)
    Beisatz: Ein Sachverständigengutachten kann im Revisionsverfahren nur bei einem Verstoß gegen zwingende Denkgesetze angefochten werden. (T10)
  • 7 Ob 81/10b
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 7 Ob 81/10b
    Auch; Beis wie T8
  • 5 Ob 206/10w
    Entscheidungstext OGH 08.03.2011 5 Ob 206/10w
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 75/11d
    Entscheidungstext OGH 29.09.2011 8 Ob 75/11d
    Auch
  • 5 Ob 65/11m
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 5 Ob 65/11m
    Vgl; Beis auch wie T10
  • 16 Ok 8/10
    Entscheidungstext OGH 12.12.2011 16 Ok 8/10
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Die Frage der Tauglichkeit einer bestimmten wissenschaftlichen Untersuchungsmethode kann vor dem Obersten Gerichtshof releviert werden, siehe RS0127336. (T11)
    Beisatz: Hier: Kartellverfahren. (T12)
    Veröff: SZ 2011/148
  • 7 Ob 85/12v
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 7 Ob 85/12v
    Auch
  • 7 Ob 145/12t
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 7 Ob 145/12t
    Auch
  • 6 Ob 25/12p
    Entscheidungstext OGH 27.02.2013 6 Ob 25/12p
    Vgl
  • 10 ObS 54/13h
    Entscheidungstext OGH 16.04.2013 10 ObS 54/13h
  • 10 ObS 61/13p
    Entscheidungstext OGH 28.05.2013 10 ObS 61/13p
    Beisatz: Eine Anfechtung der Ergebnisse von Sachverständigengutachten, welche die Tatsacheninstanzen ihren Entscheidungen zugrunde legten, kann unter dem Gesichtspunkt eines Verfahrensmangels somit gar nicht erfolgen. (T13)
  • 10 ObS 95/13p
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 ObS 95/13p
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T13
  • 10 ObS 90/13b
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 ObS 90/13b
    Beis wie T8; Beis wie T13
  • 16 Ok 6/12
    Entscheidungstext OGH 02.12.2013 16 Ok 6/12
    Vgl auch; nur T2; Beis wie T12
  • 10 ObS 164/13k
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 10 ObS 164/13k
    Beis wie T8
  • 7 Ob 215/13p
    Entscheidungstext OGH 11.12.2013 7 Ob 215/13p
    Auch; Beis wie T13; Beisatz: Mit Rechtsrüge wären die Gutachtensergebnisse nur bekämpfbar, wenn dabei ein Verstoß gegen zwingende Denkgesetze, (sonstige) Erfahrungssätze oder zwingende Gesetze des sprachlichen Ausdrucks unterlaufen wäre. (T14)
  • 10 ObS 65/14b
    Entscheidungstext OGH 17.06.2014 10 ObS 65/14b
    Vgl; Beis wie T6
  • 10 ObS 81/14f
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 10 ObS 81/14f
    Auch; Beis wie T10
  • 10 ObS 138/14p
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 ObS 138/14p
    Auch; Beis wie T14
  • 1 Ob 135/14f
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 135/14f
    Auch
  • 10 Ob 46/15k
    Entscheidungstext OGH 30.06.2015 10 Ob 46/15k
    Auch; Beis wie T14
  • 10 ObS 65/15d
    Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 ObS 65/15d
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 4 Ob 125/15h
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 125/15h
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T14
  • 3 Ob 141/16f
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 141/16f
    Auch; Beis wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0043168

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.03.2017

Dokumentnummer

JJR_19720328_OGH0002_0020OB00252_7100000_001

Rechtssatz für 5Ob137/73 1Ob48/74 6Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0084799

Geschäftszahl

5Ob137/73; 1Ob48/74; 6Ob108/74; 8Ob191/74; 5Ob63/75; 6Ob621/81; 1Ob822/81; 7Ob664/81 (7Ob665/81 - 7Ob672/81); 5Ob512/83; 6Ob724/83; 1Ob574/86; 6Ob669/85; 6Ob696/86; 6Ob538/88; 7Ob588/88; 6Ob624/88; 8Ob507/88; 9Ob40/98t

Entscheidungsdatum

11.07.1973

Norm

AußStrG §16 A1
BStG 1971 §20 Abs5
EisbEG §24 Abs1
EisbEG §30

Rechtssatz

Nach § 20 Abs 5 BStG 1971 sind für das gerichtliche Verfahren zur Ermittlung der Entschädigung die Bestimmungen des EisbEG 1954 sinngemäß anzuwenden. Zufolge § 24 Abs 1 dieses Gesetzes gelten auch für das Rechtsmittelverfahren die Bestimmungen des AußStrG (SZ 33/73; SZ 40/11). Mangels einer diesbezüglich abweichenden Regelung kann daher ein bestätigender Beschluß des Rekursgerichtes auch in einem Verfahren nach § 20 BStG 1971 nur in Rahmen des § 16 AußStrG angefochten werden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 137/73
    Entscheidungstext OGH 11.07.1973 5 Ob 137/73
  • 1 Ob 48/74
    Entscheidungstext OGH 08.05.1974 1 Ob 48/74
  • 6 Ob 108/74
    Entscheidungstext OGH 20.06.1974 6 Ob 108/74
  • 8 Ob 191/74
    Entscheidungstext OGH 02.10.1974 8 Ob 191/74
  • 5 Ob 63/75
    Entscheidungstext OGH 06.05.1975 5 Ob 63/75
    nur: Nach § 20 Abs 5 BStG 1971 sind für das gerichtliche Verfahren zur Ermittlung der Entschädigung die Bestimmungen des EisbEG 1954 sinngemäß anzuwenden. Zufolge § 24 Abs 1 dieses Gesetzes gelten auch für das Rechtsmittelverfahren die Bestimmungen des AußStrG (SZ 33/73; SZ 40/11). (T1)
  • 6 Ob 621/81
    Entscheidungstext OGH 13.05.1981 6 Ob 621/81
    Auch
  • 1 Ob 822/81
    Entscheidungstext OGH 13.01.1982 1 Ob 822/81
    Auch; nur T1; Beisatz: § 18 Abs 4 MunitionslagerG. (T2)
  • 7 Ob 664/81
    Entscheidungstext OGH 13.05.1982 7 Ob 664/81
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
  • 6 Ob 724/83
    Entscheidungstext OGH 24.11.1983 6 Ob 724/83
    nur: Nach § 20 Abs 5 BStG 1971 sind für das gerichtliche Verfahren zur Ermittlung der Entschädigung die Bestimmungen des EisbEG 1954 sinngemäß anzuwenden. (T3)
  • 1 Ob 574/86
    Entscheidungstext OGH 22.10.1986 1 Ob 574/86
  • 6 Ob 669/85
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 6 Ob 669/85
  • 6 Ob 696/86
    Entscheidungstext OGH 11.02.1988 6 Ob 696/86
    Beisatz: Mit ausführlicher Begründung. (T4)
  • 6 Ob 538/88
    Entscheidungstext OGH 24.03.1988 6 Ob 538/88
  • 7 Ob 588/88
    Entscheidungstext OGH 14.07.1988 7 Ob 588/88
  • 6 Ob 624/88
    Entscheidungstext OGH 06.10.1988 6 Ob 624/88
    nur T1
  • 8 Ob 507/88
    Entscheidungstext OGH 06.04.1989 8 Ob 507/88
  • 9 Ob 40/98t
    Entscheidungstext OGH 11.02.1998 9 Ob 40/98t
    nur T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0084799

Dokumentnummer

JJR_19730711_OGH0002_0050OB00137_7300000_002

Rechtssatz für 5Ob136/73 5Ob512/83

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0058095

Geschäftszahl

5Ob136/73; 5Ob512/83

Entscheidungsdatum

24.10.1973

Norm

EisbEG §30 Abs4

Rechtssatz

Eine nicht vorgesehene Gegenäußerung muß nicht zurückgewiesen werden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 136/73
    Entscheidungstext OGH 24.10.1973 5 Ob 136/73
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
    Ausdrücklich gegenteilig

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0058095

Dokumentnummer

JJR_19731024_OGH0002_0050OB00136_7300000_003

Rechtssatz für 2Ob131/73 5Ob229/73 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0085888

Geschäftszahl

2Ob131/73; 5Ob229/73; 5Ob4/74; 1Ob621/76; 3Ob509/76; 3Ob637/76; 8Ob67/77; 1Ob566/77; 5Ob584/77; 5Ob699/77; 5Ob660/78; 5Ob692/78; 1Ob756/78; 7Ob649/78; 3Ob632/78; 7Ob664/78; 5Ob540/79 (5Ob541/79); 6Ob559/79; 7Ob770/79; 5Ob710/80; 1Ob690/80; 1Ob546/81; 1Ob507/82; 7Ob664/81 (7Ob665/81 -7Ob672/81); 5Ob512/83; 6Ob724/83; 6Ob545/84; 2Ob705/86; 8Ob595/87; 7Ob674/87 (7Ob675/87 -7Ob682/87); 1Ob4/93; 1Ob1/94; 1Ob21/95; 5Ob2242/96h; 1Ob76/00h; 2Ob136/08a; 9Ob74/08k; 4Ob57/10a; 4Ob63/11k; 4Ob200/13k; 1Ob138/13w; 8Ob84/13f; 3Ob219/14y; 3Ob204/15v; 10Ob109/15z

Entscheidungsdatum

29.11.1973

Norm

ABGB §365 A
BStG 1971 §20 Abs5
EisbEG §4 A

Rechtssatz

Die Entschädigung ist auf den Zeitpunkt der Aufhebung des Rechtes bezogen festzusetzen, auf den Zeitpunkt der tatsächlichen Bezahlung des Entschädigungsbetrages ist nicht abzustellen (mit ausführlicher Begründung).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 131/73
    Entscheidungstext OGH 29.11.1973 2 Ob 131/73
    Veröff: JBl 1974,202
  • 5 Ob 229/73
    Entscheidungstext OGH 09.01.1974 5 Ob 229/73
  • 5 Ob 4/74
    Entscheidungstext OGH 20.02.1974 5 Ob 4/74
  • 1 Ob 621/76
    Entscheidungstext OGH 02.06.1976 1 Ob 621/76
    Beisatz: Jedoch ist auf zwischenzeitliche Geldwertveränderungen Bedacht zu nehmen. (T1)
    Veröff: EvBl 1956/255 S 576
  • 3 Ob 509/76
    Entscheidungstext OGH 06.07.1976 3 Ob 509/76
    Beisatz: Valorisierung nur dann, wenn das Geld seine Funktion als beständiger Wertmesser verloren hat (ablehnend 1 Ob 621/76). (T2)
  • 3 Ob 637/76
    Entscheidungstext OGH 09.11.1976 3 Ob 637/76
    Beis wie T2 nur: Valorisierung nur dann, wenn das Geld seine Funktion als beständiger Wertmesser verloren hat. (T3)
    Beisatz: 1 Ob 621/76 unanwendbar bei Wertverminderungsermittlung des Restgrundstückes. (T4)
  • 8 Ob 67/77
    Entscheidungstext OGH 27.04.1977 8 Ob 67/77
    Beis wie T3
  • 1 Ob 566/77
    Entscheidungstext OGH 21.11.1977 1 Ob 566/77
    Beis wie T2
  • 5 Ob 584/77
    Entscheidungstext OGH 06.12.1977 5 Ob 584/77
    Auch; Beisatz: Ablehnung von 1 Ob 621/76. (T5)
  • 5 Ob 699/77
    Entscheidungstext OGH 20.12.1977 5 Ob 699/77
    Beisatz: Keine Valorisierung - mit Darstellung der bisherigen Judikatur. (T6)
    Veröff: JBl 1978,541 = RZ 1978/107 S 219
  • 5 Ob 660/78
    Entscheidungstext OGH 19.09.1978 5 Ob 660/78
    Beis wie T6
  • 5 Ob 692/78
    Entscheidungstext OGH 14.11.1978 5 Ob 692/78
    Beis wie T3
  • 1 Ob 756/78
    Entscheidungstext OGH 06.12.1978 1 Ob 756/78
    Beis wie T6; Veröff: SZ 51/175 = EvBl 1979/54 S 156
  • 7 Ob 649/78
    Entscheidungstext OGH 14.12.1978 7 Ob 649/78
    Beisatz: Ablehnend 1 Ob 621/76 - Extremfall, vereinzelt geblieben. (T7)
  • 3 Ob 632/78
    Entscheidungstext OGH 31.01.1979 3 Ob 632/78
    nur: Die Entschädigung ist auf den Zeitpunkt der Aufhebung des Rechtes bezogen festzusetzen. (T8)
    Beis wie T7; Beisatz: Keine Valorisierung mangels gesetzlicher Grundlage. (T9)
  • 7 Ob 664/78
    Entscheidungstext OGH 01.03.1979 7 Ob 664/78
    nur T8
  • 5 Ob 540/79
    Entscheidungstext OGH 03.04.1979 5 Ob 540/79
    nur T8
  • 6 Ob 559/79
    Entscheidungstext OGH 06.06.1979 6 Ob 559/79
    Beis wie T3
  • 7 Ob 770/79
    Entscheidungstext OGH 07.11.1979 7 Ob 770/79
    nur T3; Beis wie T6
  • 5 Ob 710/80
    Entscheidungstext OGH 28.10.1980 5 Ob 710/80
  • 1 Ob 690/80
    Entscheidungstext OGH 26.11.1980 1 Ob 690/80
    nur T8
  • 1 Ob 546/81
    Entscheidungstext OGH 16.09.1981 1 Ob 546/81
    nur T8; Beis wie T3
  • 1 Ob 507/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 507/82
    Auch; Beis wie T3; Veröff: JBl 1983,432
  • 7 Ob 664/81
    Entscheidungstext OGH 13.05.1982 7 Ob 664/81
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
    nur T8; Beis wie T3
  • 6 Ob 724/83
    Entscheidungstext OGH 24.11.1983 6 Ob 724/83
    Auch; Beis wie T6
  • 6 Ob 545/84
    Entscheidungstext OGH 11.07.1985 6 Ob 545/84
    Auch
  • 2 Ob 705/86
    Entscheidungstext OGH 27.10.1987 2 Ob 705/86
    nur T8
  • 8 Ob 595/87
    Entscheidungstext OGH 05.11.1987 8 Ob 595/87
    Beis wie T2
  • 7 Ob 674/87
    Entscheidungstext OGH 10.12.1987 7 Ob 674/87
    Auch; Veröff: SZ 60/269
  • 1 Ob 4/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 4/93
    Vgl auch; nur T8; Beisatz: Maßgeblicher Zeitpunkt für die Aufhebung des Rechtes des Antragstellers und die Festsetzung der Entschädigung ist der Zeitpunkt der Rechtskraft des Verwaltungsbescheides, in dem die Enteignung ausgesprochen wird. (T10)
  • 1 Ob 1/94
    Entscheidungstext OGH 16.02.1993 1 Ob 1/94
    Auch; Beisatz: Für die Qualität oder den Zustand, also die wertbestimmenden Verwendungsmöglichkeiten, kann grundsätzlich (vgl aber die Vorwirkungen) nur der Eingriffszeitpunkt maßgebend sein. (T11)
    Veröff: SZ 67/27
  • 1 Ob 21/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 1 Ob 21/95
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Der Ablauf der Rechtsmittelfrist ist der für die Bemessung der Entschädigung maßgebliche Zeitpunkt. Danach in Kraft getretene Gesetzesänderungen (hier des WRG) sind daher bei materiell-rechtlicher Prüfung des Anspruchs der Antragsteller nicht zu berücksichtigen. (T12)
  • 5 Ob 2242/96h
    Entscheidungstext OGH 11.09.1997 5 Ob 2242/96h
    Auch; nur T8
  • 1 Ob 76/00h
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 76/00h
    Auch; Beis wie T10; Veröff: SZ 73/128
  • 2 Ob 136/08a
    Entscheidungstext OGH 24.09.2008 2 Ob 136/08a
    nur T8; Beis wie T10; Beisatz: Dafür ist auf das Datum der Zustellung des letztinstanzlichen Bescheids abzustellen (vgl VwSlg 12.063/A). (T13)
    Beisatz: Dass die Antragsteller Bescheidbeschwerde beim Verfassungsgerichtshof erhoben haben, hindert die Rechtskraft des Enteignungsbescheids nicht. (T14)
  • 9 Ob 74/08k
    Entscheidungstext OGH 04.08.2009 9 Ob 74/08k
    Auch; Beisatz: Maßgeblicher Zeitpunkt für die Entschädigung ist der Ablauf der Rechtsmittelfrist des Enteignungsbescheids, das heißt dessen Rechtskraft. (T15)
    Beisatz: Hier: Zum Beginn der Jahresrentenzahlung bei vorübergehender Zwangsservitut. (T16)
  • 4 Ob 57/10a
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 57/10a
    Vgl; Beisatz: Hier: Änderung von § 25 Abs 1 stmk NaturschutzG. (T17)
  • 4 Ob 63/11k
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 4 Ob 63/11k
    Auch; Beis wie T10; Beis ähnlich wie T11; Beis ähnlich wie T12; Beis ähnlich wie T13; Beis ähnlich wie T15
  • 4 Ob 200/13k
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 200/13k
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T12; Beis wie T13; Beis wie T15
  • 1 Ob 138/13w
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 138/13w
    Vgl auch; Beis wie T10; Beis wie T12; Beis wie T13; Beis wie T15
  • 8 Ob 84/13f
    Entscheidungstext OGH 26.05.2014 8 Ob 84/13f
    Beis wie T10
  • 3 Ob 219/14y
    Entscheidungstext OGH 21.04.2015 3 Ob 219/14y
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T12; Beis wie T13; Beis wie T15
  • 3 Ob 204/15v
    Entscheidungstext OGH 20.01.2016 3 Ob 204/15v
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T15
  • 10 Ob 109/15z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2016 10 Ob 109/15z
    Auch; Beis wie T12; Beis ähnlich wie T14; Beis wie T15

Anmerkung

Bem: Ursprünglich fehlerhafte Doppelvergabe der RS-Nummer RS0085888; der ursprünglich zweite Rechtssatz zu dieser RS-Nummer ist jetzt unter RS0128477 aufrufbar.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0085888

Im RIS seit

11.11.1960

Zuletzt aktualisiert am

18.03.2016

Dokumentnummer

JJR_19731129_OGH0002_0020OB00131_7300000_004

Rechtssatz für 5Ob9/75 (5Ob10/75) 5Ob71...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0030513

Geschäftszahl

5Ob9/75 (5Ob10/75); 5Ob71/75; 5Ob230/75; 5Ob609/76; 5Ob555/77; 5Ob643/79; 3Ob523/82; 5Ob512/83; 7Ob138/05b; 6Ob161/10k

Entscheidungsdatum

29.04.1975

Norm

ABGB §1323 D
BStG §18 Abs1
EisbEG §4 Abs1 A

Rechtssatz

1.) Das Wesen der Enteignungsentschädigung besteht in der Ersatzleistung für das dem Enteigneten durch besonderen Hoheitsakt abgenötigte Sonderopfer am Vermögen, wodurch es zur Nachteilsausgleichung, freilich unter Beschränkung auf den Ersatz des positiven Schadens (5 Ob 218/74 ua), kommen soll.

2.) Unrichtig ist die Ansicht, daß durch den Ersatz des Verkehrswertes des enteigneten Objektes der Enteignungsschaden vollkommen abgegolten sei; der Vergleich mit dem Erlös aus einem angenommenen freiwilligen Verkauf des enteigneten Objekts ist wegen der Nötigung des Enteigneten zum Sonderopfer des betroffenen Vermögens unzulässig.

3.) Bei der Wiederherstellung der wirtschaftlichen Werte des Enteigneten sind alle Vorteile zu seinen Lasten in Anschlag zu bringen, die ihm aus einer etwaigen besseren Qualität und Organisation der neuaufgeführten Betriebsobjekte und Wohnobjekte im Vergleich zu den dadurch ersetzten Objekten erwachsen; dazu ist auch die Einsparung von Unterhaltungskosten zu zählen, die bei neuaufgeführten Gebäuden im allgemeinen geringer sind als bei alten.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 9/75
    Entscheidungstext OGH 29.04.1975 5 Ob 9/75
    Veröff: EvBl 1976/49 S 100 = SZ 48/54
  • 5 Ob 71/75
    Entscheidungstext OGH 07.10.1975 5 Ob 71/75
    nur: Unrichtig ist die Ansicht, daß durch den Ersatz des Verkehrswertes des enteigneten Objektes der Enteignungsschaden vollkommen abgegolten sei; der Vergleich mit dem Erlös aus einem angenommenen freiwilligen Verkauf des enteigneten Objekts ist wegen der Nötigung des Enteigneten zum Sonderopfer des betroffenen Vermögens unzulässig. (T1)
  • 5 Ob 230/75
    Entscheidungstext OGH 09.12.1975 5 Ob 230/75
    nur: Das Wesen der Enteignungsentschädigung besteht in der Ersatzleistung für das dem Enteigneten durch besonderen Hoheitsakt abgenötigte Sonderopfer am Vermögen, wodurch es zur Nachteilsausgleichung, freilich unter Beschränkung auf den Ersatz des positiven Schadens (5 Ob 218/74 ua), kommen soll. (T2) Veröff: RZ 1976/86 S 157
  • 5 Ob 609/76
    Entscheidungstext OGH 19.10.1976 5 Ob 609/76
    nur T1; Veröff: SZ 49/123
  • 5 Ob 555/77
    Entscheidungstext OGH 28.02.1978 5 Ob 555/77
    nur T1; Beisatz: Enteignungsentschädigung nach dem MunitionslagerG. (T3) Veröff: SZ 51/23
  • 5 Ob 643/79
    Entscheidungstext OGH 22.04.1980 5 Ob 643/79
    nur T2
  • 3 Ob 523/82
    Entscheidungstext OGH 10.11.1982 3 Ob 523/82
    nur T2; Veröff: MietSlg 34041 = SZ 55/175
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
    nur T2
  • 7 Ob 138/05b
    Entscheidungstext OGH 19.10.2005 7 Ob 138/05b
    nur T2
  • 6 Ob 161/10k
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 161/10k
    nur T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0030513

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.11.2010

Dokumentnummer

JJR_19750429_OGH0002_0050OB00009_7500000_001

Rechtssatz für 1Ob621/76 5Ob609/76 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0057975

Geschäftszahl

1Ob621/76; 5Ob609/76; 1Ob756/78; 6Ob559/79; 5Ob577/81; 1Ob507/82; 3Ob523/82; 5Ob512/83; 1Ob723/83; 1Ob550/85; 5Ob503/85; 7Ob138/05b; Bsw36813/97

Entscheidungsdatum

02.06.1976

Norm

EisbEG §4 A
1.ZP MRK Art1

Rechtssatz

Als Entschädigung ist die Differenz zwischen dem Vermögen des Enteigneten im Zustand vor und im Zustand nach der Enteignung zu gewähren.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 621/76
    Entscheidungstext OGH 02.06.1976 1 Ob 621/76
    Veröff: EvBl 1976/255 S 576
  • 5 Ob 609/76
    Entscheidungstext OGH 19.10.1976 5 Ob 609/76
    Vgl auch
  • 1 Ob 756/78
    Entscheidungstext OGH 06.12.1978 1 Ob 756/78
    Veröff: SZ 51/175 = EvBl 1979/54 S 156
  • 6 Ob 559/79
    Entscheidungstext OGH 06.06.1979 6 Ob 559/79
  • 1 Ob 507/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 507/82
    Veröff: JBl 1983,432
  • 5 Ob 577/81
    Entscheidungstext OGH 27.04.1982 5 Ob 577/81
    Veröff: SZ 55/56 = JBl 1983,46 = MietSlg 34204(15)
  • 3 Ob 523/82
    Entscheidungstext OGH 10.11.1982 3 Ob 523/82
    Veröff: SZ 55/175 = MietSlg 34041
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
  • 1 Ob 723/83
    Entscheidungstext OGH 09.11.1983 1 Ob 723/83
  • 1 Ob 550/85
    Entscheidungstext OGH 10.07.1985 1 Ob 550/85
  • 5 Ob 503/85
    Entscheidungstext OGH 15.04.1986 5 Ob 503/85
  • 7 Ob 138/05b
    Entscheidungstext OGH 19.10.2005 7 Ob 138/05b
  • Bsw 36813/97
    Entscheidungstext EGMR 29.03.2006 Bsw 36813/97
    Vgl aber; Veröff: NL 2006,83

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0057975

Zuletzt aktualisiert am

19.01.2010

Dokumentnummer

JJR_19760602_OGH0002_0010OB00621_7600000_002

Rechtssatz für 1Ob621/76 1Ob756/78 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0058053

Geschäftszahl

1Ob621/76; 1Ob756/78; 6Ob559/79; 5Ob512/83; 6Ob530/85; 1Ob574/86; 2Ob705/86; 2Ob563/88; 1Ob148/97i; 4Ob213/10t

Entscheidungsdatum

02.06.1976

Norm

EisbEG §4 A

Rechtssatz

Zum Begriff der Wiederbeschaffungskosten: Dieser bedeutet nicht, dass sich der Enteignete mit der Entschädigung tatsächlich immer einen dem enteigneten Gegenstand gleichartigen und gleichwertigen Gegenstand beschaffen kann; er soll vielmehr das volle Äquivalent für das enteignete Gut in Form einer Geldsumme erhalten.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 621/76
    Entscheidungstext OGH 02.06.1976 1 Ob 621/76
    Veröff: EvBl 1976/255 S 576
  • 1 Ob 756/78
    Entscheidungstext OGH 06.12.1978 1 Ob 756/78
    Veröff: SZ 51/175 = EvBl 1979/54 S 156
  • 6 Ob 559/79
    Entscheidungstext OGH 06.06.1979 6 Ob 559/79
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
    Beisatz: Zwei Prozent des Verkehrswertes. (T1)
  • 6 Ob 530/85
    Entscheidungstext OGH 05.06.1986 6 Ob 530/85
    Auch; Veröff: EvBl 1987/79 S 311
  • 1 Ob 574/86
    Entscheidungstext OGH 22.10.1986 1 Ob 574/86
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 705/86
    Entscheidungstext OGH 27.10.1987 2 Ob 705/86
  • 2 Ob 563/88
    Entscheidungstext OGH 25.04.1989 2 Ob 563/88
    Beis wie T1
  • 1 Ob 148/97i
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 148/97i
    nur: Der Enteignete soll das volle Äquivalent für das enteignete Gut in Form einer Geldsumme erhalten. (T2) Veröff: SZ 71/4
  • 4 Ob 213/10t
    Entscheidungstext OGH 18.01.2011 4 Ob 213/10t
    Beisatz: Dies unabhängig davon, ob ein Ersatzgrundstück angeschafft wird. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0058053

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.02.2011

Dokumentnummer

JJR_19760602_OGH0002_0010OB00621_7600000_004

Rechtssatz für 5Ob584/77 7Ob649/78 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0053616

Geschäftszahl

5Ob584/77; 7Ob649/78; 3Ob632/78; 5Ob577/81; 1Ob507/82; 7Ob664/81 (7Ob665/81 -7Ob672/81); 5Ob512/83; 2Ob546/85; 6Ob669/85; 2Ob705/86; 7Ob686/88; 2Ob563/88; 7Ob138/05b; 4Ob213/10t; 1Ob138/13w; 8Ob84/13f; 6Ob203/15v

Entscheidungsdatum

06.12.1977

Norm

BStG §18 Abs1
EisbEG §4 Abs1 A
GrEStG §3 Z6

Rechtssatz

Im Rahmen der Enteignungsentschädigung gebührt dem Enteigneten auch der Ersatz jener Kosten, die er - im Enteignungszeitpunkt - aufwenden muss, um ein dem enteigneten gleichwertiges Grundstück gleicher Art wieder zu erwerben. Dazu gehören Vertragserrichtungskosten und Eintragungsgebühr nicht aber - im Hinblick auf § 3 Z 6 GrEStG - eine allfällig von ihm zu entrichtende Grunderwerbssteuer.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 584/77
    Entscheidungstext OGH 06.12.1977 5 Ob 584/77
    Veröff: SZ 50/158
  • 7 Ob 649/78
    Entscheidungstext OGH 14.12.1978 7 Ob 649/78
  • 3 Ob 632/78
    Entscheidungstext OGH 31.01.1979 3 Ob 632/78
    Veröff: MietSlg 34204(15)
  • 5 Ob 577/81
    Entscheidungstext OGH 27.04.1982 5 Ob 577/81
    nur: Im Rahmen der Enteignungsentschädigung gebührt dem Enteigneten auch der Ersatz jener Kosten, die er - im Enteignungszeitpunkt - aufwenden muss, um ein dem enteigneten gleichwertiges Grundstück gleicher Art wieder zu erwerben. Dazu gehören Vertragserrichtungskosten und Eintragungsgebühr. (T1)
    Veröff: SZ 55/56 = JBl 1983,46
  • 1 Ob 507/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 507/82
    nur: Im Rahmen der Enteignungsentschädigung gebührt dem Enteigneten nicht aber - im Hinblick auf § 3 Z 6 GrEStG - eine allfällig von ihm zu entrichtende Grunderwerbssteuer. (T2)
    Veröff: JBl 1983,432
  • 7 Ob 664/81
    Entscheidungstext OGH 13.05.1982 7 Ob 664/81
    nur T1; Beisatz: Zwei Prozent. (T3)
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
    Beisatz: Zwei Prozent des Verkehrswertes. (T4)
  • 2 Ob 546/85
    Entscheidungstext OGH 23.04.1985 2 Ob 546/85
    nur T1; Beisatz: Nicht aber Maklergebühren, wenn sie nicht nachgewiesen sind. (T5)
  • 6 Ob 669/85
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 6 Ob 669/85
    nur T2
  • 2 Ob 705/86
    Entscheidungstext OGH 27.10.1987 2 Ob 705/86
  • 7 Ob 686/88
    Entscheidungstext OGH 15.12.1988 7 Ob 686/88
    Beis wie T4
  • 2 Ob 563/88
    Entscheidungstext OGH 25.04.1989 2 Ob 563/88
    nur T1
  • 7 Ob 138/05b
    Entscheidungstext OGH 19.10.2005 7 Ob 138/05b
    nur T1; Beisatz: Mit Änderung des Grunderwerbssteuergesetzes fällt nun gemäß § 7 Z 3 GrEStG eine 3,5 % Grunderwerbsteuer an. Auch sind die durchschnittlichen Kosten der Vertragserrichtung gestiegen, sodass eine 9 % Pauschalentschädigung gerechtfertigt ist. (T6)
  • 4 Ob 213/10t
    Entscheidungstext OGH 18.01.2011 4 Ob 213/10t
    Auch; Beisatz: Sowie die zu erwartenden Kosten für die treuhändige Abwicklung des Kaufvertrags. (T7)
  • 1 Ob 138/13w
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 138/13w
    Vgl auch
  • 8 Ob 84/13f
    Entscheidungstext OGH 26.05.2014 8 Ob 84/13f
    Auch; nur: Wird das Eigentum an einer Liegenschaft entzogen, sind neben dem Verkehrswert auch die angemessenen Wiederbeschaffungskosten zu ersetzen. (T8)
    Beisatz: Dieser Anspruch beruht auf dem Grundsatz, dass der Enteignete das volle Äquivalent für das enteignete Gut erhalten soll. Eine enteignete Liegenschaft schlägt sich im Vermögen des Entreicherten nicht nur im entzogenen Wert nieder. Sein Vermögensstand ist noch nicht wieder ausgeglichen, wenn er über das bloße Geldwertäquivalent verfügt, sondern erst wenn er ein gleichwertiges Grundstück erhält bzw es sich zumindest verschaffen könnte. Der Enteignete ist daher auch für die zur Herstellung der Ersatzlage notwendigen Nebenkosten, wie Grunderwerbssteuer, Vertrags- und Verbücherungskosten, zu entschädigen. (T9)
    Beisatz: Darauf, ob möglicherweise (wegen der Marktlage, Besonderheiten des enteigneten Grundstücks oder aus anderen Gründen) zeitnah kein gleichwertigen Ersatz erlangt werden kann, ist bei Bemessung der Enteignungsentschädigung keine Rücksicht zu nehmen. Die Entschädigung hat aber so hoch zu sein, dass die Anschaffung eines gleichwertigen Ersatzgrundstücks, sofern es im Zeitpunkt der Enteignung ein solches gäbe, ermöglicht würde. Sind die Kosten für eine Wiederbeschaffung konkret nicht angefallen, dann gebührt eine Pauschalentschädigung als Prozentsatz vom Wert der enteigneten Liegenschaft, wofür in der Regel 9 % des Verkehrswerts angemessen sind. (T10)
    Beisatz: Bei Enteignung einer betrieblichen Liegenschaft ist neben der Entschädigung für das verlorene oder beeinträchtigte Eigentum auch jener Schaden zu vergüten, der durch die Nötigung zur Verlegung des Gewerbebetriebs entsteht, also die Verlegungs- und Übersiedlungskosten, der Ertragsausfall während der Verlegung, die Anlaufverluste am neuen Standort und allfällige Einbußen wegen des Verlustes von Standortvorteilen. (T11)
    Beisatz: Ist eine Verlegung in ein Ersatzobjekt nicht möglich oder zumutbar, sodass durch die Enteignung letztlich eine Betriebsaufgabe erzwungen wird, muss der dadurch eingetretene Nachteil im Vermögen des Enteigneten ein Äquivalent in der Vergütung des Werts des Unternehmens haben. (T12)
  • 6 Ob 203/15v
    Entscheidungstext OGH 26.11.2015 6 Ob 203/15v
    Vgl; Beis wie T11; Beis wie T12; Beisatz: Die gleichen Überlegungen wie bei einer Betriebsaufgabe gelten auch für die Ertragsminderung eines in eingeschränkter Form am bisherigen Standort fortgeführten Unternehmens als Folge der Enteignung (hier durch Begründung einer Zwangsservitut), wenn diese Fortführung die gegenüber der Übersiedlung ökonomischere Variante ist. (T13)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0053616

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.01.2016

Dokumentnummer

JJR_19771206_OGH0002_0050OB00584_7700000_002

Rechtssatz für 5Ob660/78 5Ob512/83

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0104789

Geschäftszahl

5Ob660/78; 5Ob512/83

Entscheidungsdatum

19.09.1978

Norm

AusStrG §14 A5
AußStrG §16 A2
EisbEG §4 A

Rechtssatz

Bestätigt das Rekursgericht den erstgerichtlichen Beschluß zB mit der Maßgabe, daß die Entschädigungssumme für die nach dem Enteignungsbescheid vom 08.01.1974 in Anspruch genommene Grundfläche von 7204 Quadratmeter mit 1.800.000,- Schilling festgesetzt und der Antragsgegnerin aufgetragen werde, diesen Betrag abzüglich der bereits geleisteten Zahlung von 508.115,- Schilling sohin 1.291.885,-

Schilling binnen 14 Tagen zu bezahlen, dann liegt keine bestätigende Entscheidung vor. Der Revisionsrekurs ist ohne die Beschränkung des § 16 AußStrG zulässig.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 660/78
    Entscheidungstext OGH 19.09.1978 5 Ob 660/78
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0104789

Dokumentnummer

JJR_19780919_OGH0002_0050OB00660_7800000_001

Rechtssatz für 1Ob756/78 5Ob540/79 (5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0053526

Geschäftszahl

1Ob756/78; 5Ob540/79 (5Ob541/79); 1Ob507/82; 6Ob602/82; 5Ob512/83; 5Ob570/83; 7Ob692/83 (7Ob693/83, 7Ob694/83); 6Ob724/83; 6Ob545/84; 6Ob669/85; 2Ob705/86; 7Ob674/87 (7Ob675/87 -7Ob682/87); 2Ob563/88; 7Ob522/89; 4Ob524/95 (4Ob525/95); 4Ob528/95; 5Ob2242/96h; 4Ob213/10t; 4Ob63/11k; 4Ob200/13k; 1Ob138/13w; 8Ob84/13f; 3Ob219/14y; 3Ob204/15v

Entscheidungsdatum

06.12.1978

Norm

BStG §18
EisbEG §4 A

Rechtssatz

Maßgebender Zeitpunkt für die Höhe der Enteignungsentschädigung ist der der Erlassung des Enteignungsbescheides erster Instanz, nicht der seiner Rechtskraft; eine Valorisierung als Ersatz für die Geldentwertung durch Inflation kommt grundsätzlich nicht in Betracht.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 756/78
    Entscheidungstext OGH 06.12.1978 1 Ob 756/78
    Veröff: EvBl 1979/54 S 156
  • 5 Ob 540/79
    Entscheidungstext OGH 03.04.1979 5 Ob 540/79
    nur: Maßgebender Zeitpunkt für die Höhe der Enteignungsentschädigung ist der der Erlassung des Enteignungsbescheides erster Instanz. (T1)
  • 1 Ob 507/82
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 507/82
    Veröff: JBl 1983,432
  • 6 Ob 602/82
    Entscheidungstext OGH 27.01.1983 6 Ob 602/82
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 56/14
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
  • 5 Ob 570/83
    Entscheidungstext OGH 03.05.1983 5 Ob 570/83
  • 7 Ob 692/83
    Entscheidungstext OGH 01.09.1983 7 Ob 692/83
    Auch; nur T1; Beisatz: Dies betrifft jedoch nur die Qualität, den Zustand, dh die wertbestimmenden Verwendungsmöglichkeiten des Grundstückes. Unstrittig ist jedoch, dass auch Folgeschäden der Enteignung ersetzt werden müssen, soweit sie zum Zeitpunkt der Enteignung bereits nachweisbar sind. (T2)
  • 6 Ob 724/83
    Entscheidungstext OGH 24.11.1983 6 Ob 724/83
  • 6 Ob 545/84
    Entscheidungstext OGH 11.07.1985 6 Ob 545/84
  • 6 Ob 669/85
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 6 Ob 669/85
    nur: Eine Valorisierung als Ersatz für die Geldentwertung durch Inflation kommt grundsätzlich nicht in Betracht. (T3)
  • 2 Ob 705/86
    Entscheidungstext OGH 27.10.1987 2 Ob 705/86
    nur T1; nur T3; Beisatz: Auf den Zeitpunkt der tatsächlichen Bezahlung kommt es nicht an. (T4)
  • 7 Ob 674/87
    Entscheidungstext OGH 10.12.1987 7 Ob 674/87
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 60/269
  • 2 Ob 563/88
    Entscheidungstext OGH 25.04.1989 2 Ob 563/88
    nur T1; Beis wie T4
  • 7 Ob 522/89
    Entscheidungstext OGH 27.04.1989 7 Ob 522/89
    nur T3; Veröff: SZ 62/78 = JBl 1989,718
  • 4 Ob 524/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1995 4 Ob 524/95
  • 4 Ob 528/95
    Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 528/95
    Auch; nur T3
  • 5 Ob 2242/96h
    Entscheidungstext OGH 11.09.1997 5 Ob 2242/96h
    Auch; nur T1
  • 4 Ob 213/10t
    Entscheidungstext OGH 18.01.2011 4 Ob 213/10t
    Vgl; Beisatz: Die Enteigungsentschädigung muss auf den Zeitpunkt der Aufhebung des Rechts bezogen festgesetzt werden. (T5)
  • 4 Ob 63/11k
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 4 Ob 63/11k
    Gegenteilig; Beisatz: Maßgeblicher Zeitpunkt ist grundsätzlich jener der Rechtskraft des Enteignungsbescheides, siehe RS0085888. (T6)
  • 4 Ob 200/13k
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 200/13k
    Gegenteilig; Beis wie T6
  • 1 Ob 138/13w
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 138/13w
    Gegenteilig; Beis wie T6
  • 8 Ob 84/13f
    Entscheidungstext OGH 26.05.2014 8 Ob 84/13f
    Gegenteilig; Beis wie T6
  • 3 Ob 219/14y
    Entscheidungstext OGH 21.04.2015 3 Ob 219/14y
    Auch; Beis wie T6
  • 3 Ob 204/15v
    Entscheidungstext OGH 20.01.2016 3 Ob 204/15v
    Auch; Beis wie T6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0053526

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2016

Dokumentnummer

JJR_19781206_OGH0002_0010OB00756_7800000_002

Rechtssatz für 5Ob649/80 5Ob577/81 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0010086

Geschäftszahl

5Ob649/80; 5Ob577/81; 5Ob512/83; 1Ob722/85; 6Ob2/86; 1Ob690/88; 9Ob32/10m

Entscheidungsdatum

16.12.1980

Norm

ABGB §305
GmbHG §23
GmbHG §76

Rechtssatz

In der Betriebswirtschaftslehre besteht heute Einigkeit darüber, dass der Ertragswert bei der Bewertung lebender Unternehmen eine mehr oder weniger wichtige, wenn nicht überhaupt die entscheidende Rolle spielt, weil sich Käufer und Verkäufer mit ihren Preisvorstellungen wesentlich an dem zu erwartenden Nutzen zu orientieren pflegen. Gedankliche Basis ist heute der Zahlungstrom, den der Unternehmens- oder Anteilseigner aufgrund seines Engagements zu erwarten hat. Allgemeine Grundlage der Unternehmensbewertung ist demnach der Ertragswert und nicht der Substanzwert. Die Aufgabenadäquanz der vom Sachverständigen gewählten Bewertungsmethode und das Bewertungsergebnis sind jedenfalls vom Gericht frei zu würdigen; dabei wird das Gewicht der angeführten Gründe maßgebliche Bedeutung haben.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 649/80
    Entscheidungstext OGH 16.12.1980 5 Ob 649/80
    GesRZ 1981,44 = JBl 1981,545 = SZ 53/172
  • 5 Ob 577/81
    Entscheidungstext OGH 27.04.1982 5 Ob 577/81
    nur: Die Aufgabenadäquanz der vom Sachverständigen gewählten Bewertungsmethode und das Bewertungsergebnis sind jedenfalls vom Gericht frei zu würdigen; dabei wird das Gewicht der angeführten Gründe maßgebliche Bedeutung haben. (T1) = JBl 1983,46 = SZ 55/56 = MietSlg 34204 (14)
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
    nur T1; Beisatz: Enteignungsentschädigung. (T2)
  • 1 Ob 722/85
    Entscheidungstext OGH 15.01.1986 1 Ob 722/85
    nur T1
  • 6 Ob 2/86
    Entscheidungstext OGH 20.02.1986 6 Ob 2/86
    Auch
  • 1 Ob 690/88
    Entscheidungstext OGH 30.11.1988 1 Ob 690/88
    Auch; nur: In der Betriebswirtschaftslehre besteht heute Einigkeit darüber, dass der Ertragswert bei der Bewertung lebender Unternehmen eine mehr oder weniger wichtige, wenn nicht überhaupt die entscheidende Rolle spielt, weil sich Käufer und Verkäufer mit ihren Preisvorstellungen wesentlich an dem zu erwartenden Nutzen zu orientieren pflegen. Gedankliche Basis ist heute der Zahlungstrom, den der Unternehmens- oder Anteilseigner aufgrund seines Engagements zu erwarten hat. Allgemeine Grundlage der Unternehmensbewertung ist demnach der Ertragswert und nicht der Substanzwert. (T3)
  • 9 Ob 32/10m
    Entscheidungstext OGH 21.01.2011 9 Ob 32/10m
    Vgl auch; nur T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0010086

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.02.2015

Dokumentnummer

JJR_19801216_OGH0002_0050OB00649_8000000_001

Rechtssatz für 1Ob505/82 5Ob512/83 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0053657

Geschäftszahl

1Ob505/82; 5Ob512/83; 3Ob541/83; 6Ob789/83; 6Ob530/85; 6Ob624/88; 5Ob598/88; 1Ob616/91; 1Ob41/92; 1Ob30/94; 4Ob544/95; 1Ob21/95; 4Ob324/97v; 1Ob148/97i; 1Ob321/98g; 1Ob245/99g; 1Ob76/00h; 8Ob40/04x; 2Ob282/05t; 6Ob161/10k; 4Ob213/10t; 1Ob243/11h; 7Ob39/13f; 1Ob138/13w; 8Ob84/13f; 1Ob59/15f; 1Ob31/17s

Entscheidungsdatum

22.09.1982

Norm

BStG §18
EisbEG §4 Abs1 A
WRG §117

Rechtssatz

Die Feststellung der enteignungsbedingten Nachteile hat konkret unter Berücksichtigung der individuellen Verhältnisse des Enteigneten unter Heranziehung eines objektiven Maßstabes bei der Wertermittlung (objektiv - konkret) zu erfolgen (Rummel, Enteignungsentschädigung 83 ff, 94).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 505/82
    Entscheidungstext OGH 22.09.1982 1 Ob 505/82
    Veröff: SZ 55/133
  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
  • 3 Ob 541/83
    Entscheidungstext OGH 10.08.1983 3 Ob 541/83
  • 6 Ob 789/83
    Entscheidungstext OGH 25.04.1985 6 Ob 789/83
  • 6 Ob 530/85
    Entscheidungstext OGH 05.06.1986 6 Ob 530/85
    Veröff: EvBl 1987/79 S 311
  • 6 Ob 624/88
    Entscheidungstext OGH 06.10.1988 6 Ob 624/88
  • 5 Ob 598/88
    Entscheidungstext OGH 30.05.1989 5 Ob 598/88
  • 1 Ob 616/91
    Entscheidungstext OGH 29.01.1992 1 Ob 616/91
    Vgl auch; Veröff: SZ 65/13 = JBl 1992,392
  • 1 Ob 41/92
    Entscheidungstext OGH 20.04.1993 1 Ob 41/92
  • 1 Ob 30/94
    Entscheidungstext OGH 27.02.1995 1 Ob 30/94
    Beisatz: Hier: Bemessung einer "angemessenen Entschädigung" im Sinne der §§ 15 Abs 1, 117 WRG. (T1)
    Veröff: SZ 68/41
  • 4 Ob 544/95
    Entscheidungstext OGH 27.06.1995 4 Ob 544/95
    Veröff: SZ 68/121
  • 1 Ob 21/95
    Entscheidungstext OGH 05.12.1995 1 Ob 21/95
    Beisatz: Diese Grundsätze haben auch zu gelten, wenn die Enteignung durch Einräumung einer Zwangsservitut verwirklicht wird. Hier: Anwendung dieser Grundsätze auch auf die Einräumung eines Mitbenutzungsrechts nach § 19 Abs 1 WRG durch die Wasserrechtsbehörde. (T2)
  • 4 Ob 324/97v
    Entscheidungstext OGH 12.11.1997 4 Ob 324/97v
    Auch; Beisatz: Diese Grundsätze gelten auch für Enteigungen, nach dem TirStrG, wobei die Wahl der Ermittlungsmethode (Vergleichswertmethode, Ertragswertmethode oder Sachwertverfahren) ein Problem der Betriebswirtschaftslehre ist und jene Wertermittlungsmethode herangezogen werden muss, die im Einzelfall am besten geeignet erscheint. Sollte die enteignete Fläche infolge ihrer Beschaffenheit nicht als selbständiges Kaufobjekt, sondern nur im Zusammenhang mit der gesamten Hotelliegenschaft Gegenstand des Grundverkehrs sein und daher keinen im Weg der Vergleichswertmethode feststellbaren eigenen Verkehrswert besitzen, dann wäre der Wert der gesamten für den Hotelbetrieb genutzten Liegenschaft vor und nach der Durchführung der Enteignung zu ermitteln. (T3)
  • 1 Ob 148/97i
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 148/97i
    nur: Die Feststellung der enteignungsbedingten Nachteile hat konkret unter Berücksichtigung eines objektiven Maßstabs bei der Wertermittlung zu erfolgen. (T4)
    Beisatz: Ist der Enteignete nach Erhalt der Entschädigungssumme zumindest fiktiv in die Lage versetzt, eine gleichwertige Liegenschaft zu erwerben, so liegt es an ihm, nunmehr aus der neu erworbenen Liegenschaft Erträge zu schöpfen. (T5)
    Veröff: SZ 71/4
  • 1 Ob 321/98g
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 1 Ob 321/98g
  • 1 Ob 245/99g
    Entscheidungstext OGH 22.10.1999 1 Ob 245/99g
    Beis wie T2 nur: Diese Grundsätze haben auch zu gelten, wenn die Enteignung durch Einräumung einer Zwangsservitut verwirklicht wird. (T6)
  • 1 Ob 76/00h
    Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 76/00h
    Beisatz: Maßgeblich für die Höhe der Entschädigung ist das Maß der verursachten vermögensrechtlichen Nachteile, die dem Enteigneten erwachsen, soll doch durch die zu gewährende Entschädigung dem Enteigneten grundsätzlich der Unterschied zwischen seiner Vermögenslage vor und nach der Enteignung ausgeglichen werden. (T7)
    Veröff: SZ 73/128
  • 8 Ob 40/04x
    Entscheidungstext OGH 21.07.2005 8 Ob 40/04x
    Auch; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Bei Eigentumsbeschränkungen gebührt der Ausgleich dafür, dass die Rechte nicht auf die Art oder in dem Umfang genutzt werden können, wie sie ihm grundsätzlich zustehen. (T8)
  • 2 Ob 282/05t
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 2 Ob 282/05t
    Beis wie T6; Beisatz: Die Festsetzung des Entschädigungsbetrages hängt von der konkreten Verwendbarkeit der betroffenen Grundstücke nach der Sachlage und Rechtslage unmittelbar vor dem Eingriff ab. (T9)
  • 6 Ob 161/10k
    Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 161/10k
  • 4 Ob 213/10t
    Entscheidungstext OGH 18.01.2011 4 Ob 213/10t
  • 1 Ob 243/11h
    Entscheidungstext OGH 31.01.2012 1 Ob 243/11h
    Beisatz: Hier: § 37 Abs 1 oö NaturschutzG. (T10)
  • 7 Ob 39/13f
    Entscheidungstext OGH 04.09.2013 7 Ob 39/13f
  • 1 Ob 138/13w
    Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 138/13w
    Auch
  • 8 Ob 84/13f
    Entscheidungstext OGH 26.05.2014 8 Ob 84/13f
    Beis wie T9
  • 1 Ob 59/15f
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 59/15f
    Beis wie T1; Beis wie T9
  • 1 Ob 31/17s
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 31/17s
    Beis wie T1; Beis wie T9; Beisatz: Zweck der Entschädigung ist der Ausgleich der Differenz zwischen dem hypothetischen Vermögen des Enteigneten ohne Enteignung und dem tatsächlich vorhandenen Vermögen. Daher sind die konkreten Auswirkungen der Enteignung auf das Vermögen des Betroffenen Gegenstand der Entschädigung (so schon 1 Ob 59/15f mwN). (T11)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0053657

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2017

Dokumentnummer

JJR_19820922_OGH0002_0010OB00505_8200000_002

Rechtssatz für 5Ob512/83 5Ob503/85 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0030615

Geschäftszahl

5Ob512/83; 5Ob503/85; 7Ob686/88

Entscheidungsdatum

08.03.1983

Norm

ABGB §1323 D
BStG §18 Abs1
EisbEG §4 A

Rechtssatz

Neben einer nach dem Vergleichswertverfahren ermittelten Entschädigung des Verkehrswertes der enteigneten Ackerflächen ist der Erwerbsverlust in dem auf der Restfläche betriebenen landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Unternehmen nur unter besonderen Voraussetzungen zusätzlich zu entschädigen (ZVR 1967/205).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
  • 5 Ob 503/85
    Entscheidungstext OGH 15.04.1986 5 Ob 503/85
  • 7 Ob 686/88
    Entscheidungstext OGH 15.12.1988 7 Ob 686/88

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0030615

Dokumentnummer

JJR_19830308_OGH0002_0050OB00512_8300000_001

Rechtssatz für 5Ob512/83 5Ob503/85 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0053606

Geschäftszahl

5Ob512/83; 5Ob503/85; 7Ob686/88

Entscheidungsdatum

08.03.1983

Norm

BStG §18 Abs1
EisbEG §4 A
EisbEG §1323 D

Rechtssatz

Neben einer nach dem Vergleichswertverfahren ermittelten Entschädigung des Verkehrswertes der enteigneten Ackerflächen ist der Erwerbsverlust in dem auf der Restfläche betriebenen landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Unternehmen nur unter besonderen Voraussetzungen zusätzlich zu entschädigen (ZVR 1967/205).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
  • 5 Ob 503/85
    Entscheidungstext OGH 15.04.1986 5 Ob 503/85
  • 7 Ob 686/88
    Entscheidungstext OGH 15.12.1988 7 Ob 686/88

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0053606

Dokumentnummer

JJR_19830308_OGH0002_0050OB00512_8300000_002

Rechtssatz für 5Ob512/83 5Ob503/85 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0053740

Geschäftszahl

5Ob512/83; 5Ob503/85; 7Ob686/88; 5Ob584/90

Entscheidungsdatum

08.03.1983

Norm

BStG §18
EisbEG §4 A
UStG §6 Z9 lita

Rechtssatz

Auch Entschädigungen, die im Falle einer Enteignung eines einem Unternehmen dienenden Grundstückes neben der Ablöse für dieses Grundstück zur Abgeltung jener wirtschaftlichen Nachteile gezahlt werden, die sich durch die Grundabtretung ergeben (zB für den Verlust der stehenden Ernte, für eine Existenzminderung infolge Verlustes von Ackernahrungsfläche für Arbeitsentgang, Restgutentwertung, Überhang an landwirtschaftlichen Inventar, Gebäudeüberbestand, Arbeitserschwernis, Umsiedlung, Umstellung, Mehrentfernungen infolge Abschneidens der bisherigen Zufahrtswege oder durch sonstige Wirtschaftserschwernisse), sind gemäß § 6 Z 9 lit a UStG umsatzsteuerfrei (Plückebaum - Malitzky, UStG 9.Auflage, TZ 2482).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 512/83
    Entscheidungstext OGH 08.03.1983 5 Ob 512/83
  • 5 Ob 503/85
    Entscheidungstext OGH 15.04.1986 5 Ob 503/85
  • 7 Ob 686/88
    Entscheidungstext OGH 15.12.1988 7 Ob 686/88
    Auch
  • 5 Ob 584/90
    Entscheidungstext OGH 20.12.1990 5 Ob 584/90
    Veröff: JBl 1991,398

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0053740

Dokumentnummer

JJR_19830308_OGH0002_0050OB00512_8300000_003

Entscheidungstext 5Ob512/83

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

5Ob512/83

Entscheidungsdatum

08.03.1983

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Marold als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Griehsler, Dr. Jensik, Dr. Zehetner und Dr. Klinger als Richter in der Rechtssache der Antragsteller 1.) Rudolf S*****, 2.) Aloisia S*****, ebendort, beide vertreten durch Dr. Ernst Sieder, Rechtsanwalt in Enns, wider die Antragsgegnerin Republik Österreich, (Bundesstraßenverwaltung), vertreten durch die Finanzprokuratur in Wien, wegen Festsetzung einer Enteignungsentschädigung nach dem Bundesstraßengesetz 1971, infolge Revisionsrekurses der Antragsteller gegen den Beschluss des Kreisgerichtes Ried im Innkreis als Rekursgerichtes vom 28. Oktober 1982, GZ R 66/82-56, womit der Beschluss des Bezirksgerichtes Obernberg am Inn vom 29. Dezember 1981, GZ Nc 38/79-51, teilweise bestätigt und teilweise abgeändert wurde, folgenden

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Revisionsrekurs wird, soweit er sich gegen die Nichtzuerkennung einer 4 % übersteigenden Verzinsung des noch nicht geleisteten Entschädigungsbetrages und der Kosten der anwaltlichen Vertretung der Antragsteller im erst- und zweitinstanzlichen Verfahren richtet, zurückgewiesen; im Übrigen wird ihm teilweise Folge gegeben und der angefochtene Beschluss, der ansonsten bestätigt wird, dahin abgeändert, dass er insgesamt zu lauten hat:

„1.) Der von der Antragsgegnerin für die Liegenschaft EZ 2 KG ***** den Antragstellern zu leistende Entschädigungsbetrag wird mit 2,123.392 S festgesetzt.

2.) Der von der Antragsgegnerin für die Liegenschaft EZ 71 KG ***** der Zweitantragstellerin zu leistende Entschädigungsbetrag wird mit 534.228 S festgesetzt.

3.) Die Antragsgegnerin ist schuldig, den Antragstellern den Betrag von 74.367 S und der Zweitantragstellerin den weiteren Betrag von 147.886 S binnen 14 Tagen und für den Fall des Zahlungsverzuges 4 % Zinsen aus diesen Beträgen ab Zustellung des Beschlusses bei Exekution zu bezahlen.

4.) Das Mehrbegehren der Antragsteller auf Zuspruch der Umsatzsteuer aus der Entschädigung für die Vermögensfolgeschäden, höherer Wiederbeschaffungskosten, der Kosten der anwaltlichen Vertretung und der Valorisierung der Entschädigungssumme wird abgewiesen."

Die Gegenäußerung der Antragsteller gegen die Äußerung der Antragsgegnerin wird zurückgewiesen.

Die Antragsteller haben die Kosten ihres Revisionsrekurses selbst zu tragen.

Text

Begründung:

Mit Bescheid des Amtes der Oberösterreichischen Landesregierung vom 24. Juli 1978, BauR-5887/3-1978 Po/La, wurden gemäß §§ 17, 20 BStG in Verbindung mit den einschlägigen Bestimmungen des Eisenbahnenteignungsgesetzes Ackerflächen der im gemeinsamen Eigentum der Antragsteller stehenden Liegenschaft EZ 2 KG ***** im Ausmaß von 47.050 m² sowie Ackerflächen der im Alleineigentum der Zweitantragstellerin stehenden Liegenschaft EZ 71 KG ***** im Ausmaß von 10.010 m² für den Ausbau der A8 Innkreisautobahn im Baulos 4 „Ort" zugunsten der Antragsgegnerin enteignet. Darüber hinaus wurde aus der Liegenschaft EZ 2 KG ***** eine Gesamtfläche von 85 m² vorübergehend beansprucht. Im Enteignungsbescheid wurde den Antragstellern, die den land- und forstwirtschaftlichen Betrieb in Form einer Gütergemeinschaft gemeinsam bewirtschaften, auf Grund des Gutachtens des Sachverständigen Dipl. Ing. Josef M***** für die aus der Liegenschaft EZ 2 KG ***** beanspruchten Flächen eine Gesamtentschädigung von 2,049.025 S und für die aus der Liegenschaft EZ 71 KG ***** beanspruchten Flächen eine solche von 386.342 S zuerkannt. Darüber hinaus wurde für die vorübergehende Grundinanspruchnahme ein Quadratmeterpreis von 1,90 S pro Jahr zugesprochen. Die Entschädigungsbeträge wurden den Antragstellern im September 1978 ausgezahlt.

Innerhalb der Einjahresfrist des § 20 Abs 3 BStG stellten Rudolf und Aloisia S***** beim Erstgericht den Antrag, die Höhe des Entschädigungsbetrages neu festzusetzen, weil der zuerkannte Betrag zu gering sei. Im Laufe des Verfahrens präzisierten sie diesen Antrag dahin, dass sie neben der neu zu bemessenden Entschädigung für die beanspruchten Grundflächen, für Umwege und Durchschneidungen eine Entschädigung für Betriebsentwertung wegen Verkleinerung der Liegenschaft, die Wiederbeschaffungskosten, 4 % Zinsen aus dem noch aushaftenden Entschädigungsbetrag, die Werterhaltung dieses Betrages nach dem Lebenshaltungskostenindex und 8 % Umsatzsteuer aus der für Ertragsabgeltung, Hofentwertung, Umwegentschädigung, Verzinsung und Werterhaltung zu leistenden Entschädigung begehrten. Die Antragsgegnerin vertrat den Standpunkt, dass die Gesamtentschädigung im Verwaltungsverfahren weit überhöht bemessen worden sei.

Das Erstgericht führte einen Ortsaugenschein durch und holte Gutachten der Sachverständigen Dipl. Ing. Gerhard H*****, Prof. Dipl. Ing. Rupert S***** und Univ. Doz. Dipl. Ing. Dr. Karl B***** ein. Diese im Gerichtsverfahren eingeholten Gutachten erbrachten im Vergleich zu dem im Verwaltungsverfahren erstatteten Gutachten zusammengefasst nachstehende Ergebnisse in Schillingen (AS 275):

Entschädi-   SV M*    SV H*       SV S*    SV B*

gungstitel

EZ 2 KG *****:

Enteig-  1,831.475 1,345.630    1,757.811 1,547.625

nete Grundfläche

Durch-     187.550   191.950      140.400     -

schneidung

Umwege      30.000    17.100       11.562     5.940

Wiederbe-      -      36.647,86      -        -

schaffung

Erwerbsver-    -     999.958         -        -

lust

Feldverkürzung -          -          -      275.993

Formver-

schlechterung  -          -          -      262.236

Summe    2,049.025 2,591.285,86 1,909.773 2,091.794

EZ 71 KG*****:

Enteig-    342.342   286.286      364.864   335.200

nete Grundfläche

Durch-      44.000    59.675       34.000     -

schneidung

Umwege         -          -          -       63.439

Wiederbe-      -      12.504,74      -        -

schaffung

Erwerbsver-    -     212.665         -        -

lust

Feldverkürzung -          -          -      110.885

Formver-       -          -          -       18.000

schlechterung

Summe      368.342   571.130,74   398.864   527.524

Gesamt-  2,435.367 3,162.416,60 2,308.637 2,619.318

summe

Das Erstgericht setzte die Enteignungsentschädigung unter

Zugrundelegung des Gutachtens des Sachverständigen B***** wie folgt

fest und erkannte die Antragsgegnerin unter Abweisung des

Mehrbegehrens sowie des Antrages auf Zuspruch der Rechtsanwaltskosten

schuldig, binnen 14 Tagen bei Exekution den Antragstellern den Betrag

von 2,107.916 S und der Zweitantragstellerin den weiteren Betrag von

530.876 S zu zahlen:

EZ 2 KG *****:

Substanzentschädigung               1,547.625 S

Umwege                                  5.940 S

Wiederbeschaffungskosten               15.476 S

Feldverkürzung                        275.993 S

Formverschlechterung                  262.236 S

Entschädigung für vorübergehende

Beanspruchung                             646 S

Summe                               2,107.916 S

EZ 71 KG *****:

Substanzentschädigung                 335.200 S

Umwege                                 63.439 S

Wiederbeschaffungskosten                3.352 S

Feldverkürzung                        110.885 S

Formverschlechterung                   18.000 S

Summe                                 530.876 S

Das Rekursgericht gab sowohl dem Rekurs der Antragsteller als auch dem Rekurs der Antragsgegnerin teilweise Folge und änderte den erstgerichtlichen Beschluss, den es im Übrigen bestätigte, dahin ab, dass die Antragsgegnerin schuldig sei, den Antragstellern den Betrag von 58.891 S (= 2,107.916 S - 2,049.025 S) und der Zweitantragstellerin den weiteren Betrag von 144.534 S (= 530.876 S -

386.342 S) binnen 14 Tagen und für den Fall des Zahlungsverzuges 4 % Zinsen aus diesen Beträgen ab Zustellung des Beschlusses bei Exekution zu zahlen.

Gegen den Beschluss des Rekursgerichtes richtet sich der Revisionsrekurs der Antragsteller mit dem Antrag, die Beschlüsse der Vorinstanzen aufzuheben und die Rechtssache zur neuen Entscheidung - allenfalls nach Ergänzung des Gutachtens des Sachverständigen Dipl. Ing. H***** - an das Erstgericht zurückzuverweisen, in eventu ihnen zusätzlich zu den bereits von den Vorinstanzen festgesetzten Entschädigungsbeträgen folgende weitere Beträge zuzuerkennen:

a) Für Restbetriebsbelastung und Deckungsbeitragsverlust in Ansehung

der

EZ 2 KG *****                         999.958 S

EZ 71 KG *****                        212.665 S

b) 8 % Umsatzsteuer für die Vermögensfolgeschäden in Ansehung der

EZ 2 KG *****                         123.581,84 S

EZ 71 KG *****                         32.667,28 S

c) 4 % Wiederbeschaffungskosten in Ansehung der enteigneten Flächen

aus der

EZ 2 KG *****                          61.905 S

EZ 71 KG *****                         13.408 S

d) 8 % Grunderwerbsteuer in Ansehung der (Ersatzbeschaffung für die)

enteigneten Flächen aus der

EZ 2 KG *****                         123.810 S

EZ 71 KG *****                         26.816 S

e) Aufwertung des (weiteren) Entschädigungsbetrages auf den Tag der rechtskräftigen Entscheidung nach dem Lebenshaltungskostenindex nach Wahl der Antragsgegnerin

f)

tarifmäßige Kosten der Antragsteller

g)

8 % Zinsen ab 24. 7. 1978 für alle unter a) bis f) geltend gemachten Beträge.

Die Antragsgegnerin beantragte in ihrer Äußerung zum Revisionsrekurs der Antragsteller, diesen als unzulässig zurückzuweisen oder ihm nicht Folge zu geben.

Die Antragsteller erstatteten eine Gegenäußerung zur Äußerung der Antragsgegnerin.

Auf das gerichtliche Verfahren zur Ermittlung der Entschädigung für Enteignung nach dem Bundesstraßengesetz 1971 BGBl 286 in der geltenden Fassung (BStG) finden gemäß § 20 Abs 5 dieses Gesetzes die Bestimmungen des Eisenbahnenteignungsgesetzes 1954 BGBl 71 in der geltenden Fassung (EisbEG) sinngemäße Anwendung. Aus § 24 EisbEG ergibt sich, dass für das gerichtliche Verfahren zur Ermittlung der Entschädigung soweit das Gesetz nicht besondere Vorschriften enthält, die Bestimmungen des Außerstreitgesetzes anzuwenden sind. Für das Rechtsmittelverfahren gelten daher, soweit § 30 EisbEG nichts anderes bestimmt, die §§ 9 bis 16 AußStrG. Daraus folgt für den gegenständlichen Fall, in dem das Rekursgericht zwar den vom Erstgericht festgesetzten Entschädigungsbetrag nicht abänderte, aber die vom Erstgericht ausgesprochene Zahlungsverpflichtung der Antragsgegnerin auf den bisher noch nicht geleisteten Teil dieses Entschädigungsbetrages beschränkte, dass die Anfechtbarkeit des Beschlusses des Rekursgerichtes nach § 14 AußStrG zu beurteilen ist (RZ 1958, 92; 5 Ob 660/78 ua).

Dies führt zu dem Ergebnis, dass der Revisionsrekurs der Antragsteller, soweit er sich gegen die Nichtzuerkennung der Kosten der anwaltlichen Vertretung in 1. und 2. Instanz richtet, gemäß § 14 Abs 2 dritter Fall AußStrG und, soweit er die Zuerkennung von mehr als 4 % Zinsen aus den übrigen zusätzlich angestrebten Entschädigungsbeträgen begehrt, wegen Überschreitung des im erstinstanzlichen Verfahren diesbezüglich zuletzt gestellten Antrages (AS 510) zurückzuweisen, darüber hinaus aber meritorisch nach § 14 Abs 1 AußStrG zu behandeln ist. Die Gegenäußerung der Antragsteller zur Äußerung der Antragsgegnerin ist als im Gesetz nicht vorgesehen zurückzuweisen.

Soweit auf den Revisionsrekurs sachlich einzugehen ist, kommt ihm nur zu einem geringen Teil Berechtigung zu.

Rechtliche Beurteilung

Zu den im Revisionsrekursverfahren sachlich zu behandelnden Punkten ist wie folgt Stellung zu nehmen:

Gemäß § 18 Abs 1 BStG gebührt dem Enteigneten für alle durch die Enteignung verursachten vermögensrechtlichen Nachteile Schadloshaltung (§ 1323 ABGB). Bei Bemessung der Entschädigung haben jedoch der Wert der besonderen Vorliebe und die Werterhöhung, welche die abzutretende Liegenschaft durch die straßenbaulichen Maßnahmen erfährt, außer Betracht zu bleiben. Hingegen ist auf die Verminderung des Wertes eines etwa verbleibenden Grundstücksrestes Rücksicht zu nehmen. Nach § 20 Abs 2 BStG ist die Höhe der Entschädigung auf Grund der Schätzung beeideter unparteiischer Sachverständiger unter Beobachtung der in den §§ 4 bis 8 EisbEG aufgestellten Grundsätze zu ermitteln.

Nach herrschender Rechtsprechung besteht das Wesen der Enteignungsentschädigung in der Ersatzleistung für das dem Enteigneten durch den besonderen Hoheitsakt der Enteignung abgenötigte Sonderopfer an seinem Vermögen, durch welche es zur - auf den positiven Schaden beschränkten - Nachteilsausgleichung kommen soll (SZ 48/54, RZ 1976/86 und andere, zuletzt etwa 1 Ob 507/82), wobei alle vermögenswerten Privatrechte als geschütztes Eigentum im Sinne des Art 5 StGG zu werten sind (3 Ob 523/82) und als positiver Schaden auch der Entgang einer im Zeitpunkt der Enteignung bereits vorhandenen bestimmten Gewinnmöglichkeit, deren Bestehen im Verkehr als sicherer Vermögenswert angesehen wird, in Betracht kommt (vgl SZ 51/175, 5 Ob 630/80 ua; siehe insbesondere auch ZVR 1967/205, 5 Ob 110/67 ua). Dem Enteigneten ist grundsätzlich die Differenz zwischen seinem Vermögen im Zustand vor und im Zustand nach der Enteignung als Entschädigung zu gewähren (EvBl 1976/255, 6 Ob 559/79, 1 Ob 505/82, 3 Ob 523/82 ua). Der Enteignete soll durch die Enteignungsentschädigung grundsätzlich in die Lage versetzt werden, sich eine gleichartige und gleichwertige Ersatzsache anzuschaffen (EvBl 1976/255, SZ 51/175, 6 Ob 559/79, 1 Ob 505/82).

Die Feststellung der enteignungsbedingten Nachteile, die über den Substanzverlust der enteigneten Sache und die Wertminderung der nicht enteigneten Restsache hinausgehen und in weiteren Vermögensfolgeschäden bestehen können (SZ 48/54, SZ 49/123 ua), hat konkret unter Berücksichtigung der individuellen Interessen des Enteigneten und Heranziehung eines objektiven Maßstabes bei der Wertermittlung zu erfolgen (1 Ob 505/82). Die Wahl der Wertermittlungsmethode ist ein Problem der Betriebswirtschaftslehre. Da der Zweck der Entschädigung im Ausgleich der enteignungsbedingten Vermögensdifferenz liegt, muss jene Wertermittlungsmethode herangezogen werden, die am besten geeignet erscheint, dieses Ziel zu erreichen. Die Aufgbenadäquanz der vom Sachverständigen gewählten Bewertungsmethode und das Bewertungsergebnis sind vom Gericht frei zu würdigen, wobei das Gewicht der angeführten Gründe maßgebliche Bedeutung hat (JBl 1983, 46 mwN). Nach herrschender Rechtsprechung ist der Oberste Gerichtshof auch im Außerstreitverfahren nicht Tatsachen-, sondern nur Rechtsinstanz (JBl 1966, 149; EvBl 1973/222; 5 Ob 540, 541/79, 1 Ob 505/82 ua). Er kann daher die Tatsachenfeststellungen, zu denen die Vorinstanzen unter Zugrundelegung eines ihnen als überzeugend erscheinenden Sachverständigengutachtens gelangten, nicht mehr überprüfen, sofern die Schlussfolgerungen des Sachverständigen weder gegen die Denkgesetze noch gegen die objektiv überprüfbaren zwingenden Gesetze des sprachlichen Ausdrucks verstoßen; in den Tatsachenbereich fallen auch die vom Sachverständigen zur Gewinnung der Tatsachenfeststellungen heranzuziehenden Regeln der Wissenschaft, Sachkunde und Kunstfertigkeit (5 Ob 321/71, 2 Ob 252/71 uva, zuletzt etwa 5 Ob 578/82, 8 Ob 231/82).

Von diesen Grundsätzen ausgehend sind zunächst die Einwände der Antragsteller gegen die Festsetzung der ihnen gebührenden Substanzentschädigung für die enteigneten Ackerflächen durch die Vorinstanzen auf Grund des Gutachtens des Sachverständigen B***** zu beurteilen:

Der Sachverständige B***** schätzte den Verkehrswert der enteigneten Ackerflächen sowohl nach dem Vergleichs- als auch nach den Ertragswertverfahren (wobei er auch den erweiterten Ertragswert berechnete) und gelangte unter ausreichender Berücksichtigung der individuellen Verhältnisse der Antragsteller zu dem Ergebnis, dass die Schätzung nach dem erstgenannten Verfahren zu dem höheren und daher für die Antragsteller günstigeren Verkehrswert führe, der mithin für die Festsetzung der Enteignungsentschädigung maßgebend sei. Dieses Ergebnis haben sich die Vorinstanzen zueigen gemacht. Es kann daher im Tatsächlichen vor dem Obersten Gerichtshof als bloßer Rechtsinstanz nicht mehr in Zweifel gezogen werden. Die zugrundeliegende Rechtsansicht ist aber unbedenklich (ZVR 1956/131 und 143, ZVR 1958/249, EvBl 1974/66, EvBl 1976/255 und 256 uva, zuletzt etwa JBl 1983, 46). Die Ausführungen der Antragsteller, wonach im Unterbleiben einer Ergänzung des Gutachtens des Sachverständigen B*****, aber auch einer solchen des von den Vorinstanzen ihren Entscheidungen gar nicht zugrundegelegten Gutachtens des Sachverständigen H***** ein Verstoß gegen verfahrensrechtliche Vorschriften (sogar im Gewicht einer Nullität) gelegen sein sollen, gehen daher ins Leere. Im Übrigen lassen die Antragsteller eine konkrete ziffernmäßige Angabe des Verkehrswertes, dessen Festsetzung sie für richtig ansehen würden, vermissen. Was die von den Antragstellern bekämpfte, gleichfalls dem Gutachten des Sachverständigen B***** folgende Ansicht der Vorinstanzen betrifft, dass ein entschädigungsfähiger Ewerbsverlust wegen Betriebsverkleinerung nicht eingetreten sei, ist auszuführen:

Der Sachverständige B***** untersuchte das Vorliegen eines Erwerbsverlustes wegen Betriebsverkleinerung - unter ausreichender Berücksichtigung der individuellen Verhältnisse der Antragsteller - sowohl nach den modernen Grundsätzen der Theorie des Betriebes (entgangener Deckungsbeitrag = Kapitaleinkünfte aus der Verzinsung der Substanzentschädigung abzüglich einsparbare Kosten und erzielbare Einkünfte aus der alternativen Verwendung freigesetzter Kapazitäten) als auch nach der konventionellen Methode der Berechnung der Entschädigung für Betriebsverkleinerung (wonach auch die Fixkosten abzugelten sind, deren Bedeckung nach dem Flächenentzug fehlt) und gelangte - von der im Enteignungszeitpunkt tatsächlich gegebenen Möglichkeit der Erzielung einer Realverzinsung der Substanzentschädigung mit 4 % ausgehend und den von den Antragstellern in diesem Zusammenhang auf Grund des Gutachtens des Sachverständigen H***** befürworteten Ansatz des Nettopachtschillings als mit den tatsächlichen Verhältnissen auf dem Bodenmarkt nicht in Übereinstimmung befindlich ablehnend - zu dem Ergebnis, dass in beiden Fällen ein solcher Erwerbsverlust nicht gegeben sei. Er wies im Übrigen darauf hin, dass es unter Berücksichtigung der konkreten Verhältnisse auf dem örtlichen Bodenmarkt und im Betrieb der Antragsteller einerseits sehr zweifelhaft sei, ob die Antragsteller außerstande seien, sich mit der ihnen gewährten Substanzentschädigung für die enteigneten Ackerflächen entsprechende Ersatzgrundstücke zu beschaffen, und andererseits ausreichende Möglichkeiten bestünden, die durch die Enteignung freiwerdenden Kapazitäten an Maschinen und menschlicher Arbeitskraft alternativ im eigenen Restbetrieb produktiv zu verwerten. Die Vorinstanzen machten sich das Gutachten des Sachverständigen B***** auch in diesem Punkt zueigen. Den Antragstellern ist es in dritter Instanz verwehrt, dies - soweit dadurch Tatsachenfeststellungen getroffen wurden - zu bekämpfen. In rechtlicher Beziehung ist den Vorinstanzen aber, die keineswegs verkannt haben, dass nach den eingangs wiedergegebenen Grundsätzen bei der Festsetzung der Enteignungsentschädigung im Rahmen der Berücksichtigung der Verminderung des Wertes eines verbleibenden Restgrundstückes auch auf einen etwaigen Erwerbsverlust in einem darauf betriebenen Unternehmen Bedacht zu nehmen ist, darin beizupflichten, dass neben einer - wie hier - nach dem Vergleichswertverfahren ermittelten Entschädigung des Verkehrswertes der enteigneten Ackerflächen der Erwerbsverlust in dem auf der Restfläche betriebenen land- und forstwirtschaftlichen Unternehmen nur unter besonderen Voraussetzungen zusätzlich zu entschädigen ist (ZVR 1967/205 ua), die angesichts des festgestellten Sachverhaltes nicht vorliegen. Zunächst steht überhaupt nicht fest, dass die Antragsteller nicht in der Lage sind, mit dem Entschädigungskapital, das ihnen in der Höhe des nach dem Vergleichswertverfahren bestimmten Verkehrswertes zuerkannt wurde, Ersatzliegenschaften anzukaufen, wodurch einer auf die Betriebsverkleinerung gegründeten zusätzlichen Entschädigung von vornherein der Boden entzogen wäre. Es ist aber auch nicht erwiesen, dass den Antragstellern im Falle der Unmöglichkeit des Ankaufs von Ersatzliegenschaften ein vermögensrechtlicher Nachteil erwachsen würde. Da davon auszugehen ist, dass ausreichende Möglichkeiten bestehen, die durch die Enteignung freiwerdende Arbeitskraft im Restbetrieb anderweitig produktiv zu verwerten, kann die Frage, was im gegenteiligen Falle rechtens wäre, auf sich beruhen. (Die Entschädigungsfähigkeit des Verlustes der Möglichkeit der Verwertung der Arbeitskraft auf den enteigneten Grundstücken wurde bisher - soweit ersichtlich - nicht nur in den Entscheidungen 5 Ob 301-303/71 und 5 Ob 321/71, sondern auch in den Entscheidungen 5 Ob 117/74 und 5 Ob 751/80 verneint). Soweit sich die Antragsteller gegen die Bemessung der Durchschneidungs- (Feldverkürzungs- und Formverschlechterungs-) sowie Umwegschäden wenden und die bei Berechnung dieser enteignungsbedingten Vermögensfolgeschäden vom Sachverständigen B***** gewählte Methode als völlig ungeeignet bezeichnen, ist ihnen zu erwidern:

Der Sachverständige B***** hat die Durchschneidungs- und Umwegschäden nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ermittelt, und zwar als Kapitalwerte der durch die Verkürzung der Feldlänge, durch die Verschlechterung der Feldformen und durch die Wirtschaftsumwege verursachten Kostensteigerungen und/oder Rohertragsminderung. Er legte dieser Ermittlung den Grundeinlösungsplan einerseits und vom ihm erstellte Tabellen über variable Maschinenkosten und mittlere Arbeitserledigungskosten zugrunde. Die Vorinstanzen übernahmen das Sachverständigengutachten als unbedenklich und genauer als die Gutachten der beiden anderen Gerichtssachverständigen. Die Antragsteller vermögen überzeugende Argumente dafür, dass die Methode des Sachverständigen B***** nicht geeignet wäre, die durch die gegenständlichen Schäden verursachten enteignungsbedingten Mehrkosten (die selbst nach Anschaffung von Ersatzgrundstücken an anderer Stelle bestehen bleiben würden) zu schätzen, nicht vorzubringen; sie können denn auch nicht näher ausführen, inwiefern die von ihnen gewünschte Methode für sie günstigere Ergebnisse zeitigen würde. Ihre Argumentation bewegt sich in dem ihnen in dritter Instanz verschlossenen Tatsachenbereich.

Die Zuerkennung von Wiederbeschaffungskosten in der Höhe von 1 % der gewährten Substanzentschädigung halten die Antragsteller für zu niedrig - sie begehren 4 % -, die Nichtberücksichtigung der im Falle einer erst mehr als drei Jahre nach der Enteignung möglichen Ersatzbeschaffung erwachsenden Grunderwerbsteuerpflicht in der Höhe von 8 % für verfehlt. Dazu ist zu sagen:

Die Vorinstanzen haben unter Hinweis auf die §§ 49, 53 FlVGG 1951, § 15 AgrVG 1950 einerseits und § 273 ZPO andererseits den Standpunkt vertreten, dass die Kosten der Beschaffung von Ersatzgrundstücken mit einem Betrag, der 1 % der Substanzentschädigung entspreche, angemessen berücksichtigt seien. Der Erwerb von Ersatzgrundstücken (binnen drei Jahren nach der Enteignung) sei gemäß § 3 Z 6 GrEStG von der Grunderwerbsteuer befreit. Die Antragsteller meinen, es könne nicht im Vorhinein unterstellt werden, dass ihnen der Erwerb von Ersatzgrundstücken unter Ausnützung der erwähnten Begünstigungen möglich sein werde.

Nach ständiger Rechtsprechung gebührt dem Enteigneten - mangels konkreter Vorhersehbarkeit der im Einzelnen tatsächlich erwachsenden Auslagen - ohne Rücksicht darauf, ob, wann und unter welchen Bedingungen ihm der Erwerb von Ersatzgrundstücken möglich ist oder ob er einen solchen Erwerb überhaupt beabsichtigt, an Wiederbeschaffungskosten je 1 % des Verkehrswertes der enteigneten Grundfläche für zu erwartende Vertragserrichtungskosten und Eintragungsgebühren, also insgesamt 2 % dieses Verkehrswertes, im Hinblick auf § 3 Z 6 GrEStG aber kein zusätzlicher Betrag für allfällig erwachsende Grunderwerbsteuer (SZ 50/158, JBl 1983, 46; 1 Ob 566/77, 6 Ob 559/79, 6 Ob 794/81, 7 Ob 664-672/81 ua). Dies hat zur Folge, dass den Antragstellern in Abänderung der Entscheidungen der Vorinstanzen Wiederbeschaffungskosten von 30.952 S und 6.704 S zuzusprechen sind, während es bei der Abweisung des aus diesem Titel gestellten Mehrbegehrens zu verbleiben hat. Das Begehren der Antragsteller, ihnen auch 8 % Umsatzsteuer von dem zuerkannten Ersatz der Vermögensfolgeschäden zuzusprechen, wurde vom Rekursgericht mit der Begründung abgelehnt, dass auch Entschädigungen, die im Falle einer Enteignung eines einem Unternehmen dienenden Grundstückes neben der Ablöse für dieses Grundstück zur Abgeltung jener wirtschaftlichen Nachteile gezahlt würden, die sich durch die Grundabtretung ergäben (zB für den Verlust der stehenden Ernte, für eine Existenzminderung infolge Verlustes von Ackernahrungsfläche, für Arbeitsentgang, Restgutentwertung, Überhang an landwirtschaftlichem Inventar, Gebäudeüberbestand, Arbeitserschwernis, Umsiedlung, Umstellung, Mehrentfernungen infolge Abschneidens der bisherigen Zufahrtswege oder durch sonstige Wirtschaftserschwernisse), gemäß § 6 Z 9 lit a UStG umsatzsteuerfrei seien (Plückebaum-Malitzky, UStG9 TZ 2482); dies gelte auch insoweit, als diese Sonderentschädigungen grunderwerbsteuerlich gemäß § 11 Abs 1 Z 7 GrEStG nicht zur Gegenleistung zählten. Wenn die Antragsteller die Umsatzsteuerfreiheit der ihnen zuerkannten Vermögensfolgeschäden bestreiten, sind sie auf diese zutreffende Begründung (vgl nunmehr Plückebaum-Malitzky, UStG10 Rz 195 zu § 4 UStG) sowie auf die in dieselbe Richtung gehende Entscheidung des VwGH vom 14. 7. 1977, Zl. 348/74 (teilweise veröffentlicht in der Entscheidungsbeilage der Zeitschrift für Verwaltung 1977 unter Nr. 2178), zu verweisen. Dem Begehren der Antragsteller, die Bemessung der ihnen gebührenden Enteignungsentschädigung auf den Zeitpunkt der Rechtskraft des verwaltungsbehördlichen Enteignungserkenntnisses abzustellen, den Entschädigungsbetrag bis zum Zeitpunkt des Ergehens des diesen Betrag festsetzenden letztinstanzlichen Gerichtsbeschlusses aufzuwerten und ihnen überdies die Verzinsung des (aufgewerteten) Entschädigungsbetrages (soweit er noch nicht beglichen wurde) bis zum Zahlungstag zu jenem Zinssatz zuzusprechen, den sie zur Aufnahme eines Ersatzkapitals auf dem Geldmarkt aufwenden müssten (zumindest aber zum gesetzlichen Zinsfuß), ist die anderslautende, vom Rekursgericht zutreffend dargelegte ständige Rechtsprechung entgegenzuhalten. Danach ist auch die gerichtliche Bemessung der Enteignungsentschädigung auf den Zeitpunkt der Erlassung des verwaltungsbehördlichen Enteignungserkenntnisses abzustellen, das gemäß § 20 Abs 2 BStG zugleich die Bestimmung über die Höhe der Entschädigung zu enthalten hat; eine Aufwertung des Entschädigungsbetrages kommt grundsätzlich mangels entsprechender gesetzlicher Handhabe nicht in Betracht, eine Ausnahmesituation, in der das Geld seine Funktion als beständiger Wertmesser bereits verloren hätte, liegt nicht vor (SZ 34/119; JBl 1974, 202; EvBl 1976/256; JBl 1978, 541; SZ 51/175 uva, zuletzt etwa 1 Ob 507/82). Die Verpflichtung der Antragsgegnerin zur Verzinsung des noch nicht geleisteten Entschädigungsbetrages tritt gemäß § 33 Abs 2 und § 36 EisbEG, die nach § 20 Abs 5 BStG sinngemäß anzuwenden sind, (nur) ab dem Tag der Zustellung der letztinstanzlichen gerichtlichen Entscheidung in der Höhe der gesetzlichen Verzugszinsen für den Fall ein, dass erst später als vierzehn Tage nach der Zustellung dieser letztinstanzlichen Gerichtsentscheidung Zahlung geleistet wird (1 Ob 84-88/74, 6 Ob 43, 44/75, 5 Ob 745/80, 6 Ob 798/80, 3 Ob 81/82 ua). Es war daher spruchgemäß zu entscheiden.

Die Kosten ihrer rechtsfreundlichen Vertretung haben die Antragsteller nach ständiger Rechtsprechung (gestützt auf § 44 EisbEG iVm § 20 Abs 5 BStG) selbst zu tragen (GlUNF 1860 [Plenissimarbeschluss], SZ 24/185, ZVR 1957/255 uva, zuletzt etwa 1 Ob 583/82, 3 Ob 523/82).

Anmerkung

E85257 5Ob512.83

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:0050OB00512.83.0308.000

Dokumentnummer

JJT_19830308_OGH0002_0050OB00512_8300000_000