Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob99/53 6Ob774/78 5Ob4...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0004455

Geschäftszahl

3Ob99/53; 6Ob774/78; 5Ob47/81; 3Ob145/97p; 7Ob185/99b; 8Ob3/02b; 3Ob71/08z; 5Ob204/08y; 3Ob85/16w

Entscheidungsdatum

04.03.1953

Norm

EO §354 IA
EO §367

Rechtssatz

§ 367 EO ist nur dann unanwendbar, wenn der Verpflichtete nicht bloß zur Abgabe einer Willenserklärung, sondern insbesondere zur Unterzeichnung einer Urkunde, durch welche diese Willenserklärung erst ihre Wirkung äußern kann, verurteilt wurde (zum Beispiel Unterzeichnung eines Wechsels oder Ausstellung eines Frachtbriefes).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 99/53
    Entscheidungstext OGH 04.03.1953 3 Ob 99/53
    Veröff: SZ 26/62
  • 6 Ob 774/78
    Entscheidungstext OGH 21.02.1979 6 Ob 774/78
  • 5 Ob 47/81
    Entscheidungstext OGH 22.12.1981 5 Ob 47/81
    Vgl; Beisatz: In der Regel ist aber die Unterfertigung im Sinn des § 367 Abs 1 EO als geschehen zu erachten. (T1) Veröff: MietSlg 33466 = MietSlg 33511(29)
    Vgl VwGH vom 01.07.1982, 81/06/0190
    Beis wie T1; Veröff: JBl 1983,166
  • 3 Ob 145/97p
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 145/97p
  • 7 Ob 185/99b
    Entscheidungstext OGH 08.09.1999 7 Ob 185/99b
    Vgl auch
  • 8 Ob 3/02b
    Entscheidungstext OGH 13.06.2002 8 Ob 3/02b
    Vgl auch
  • 3 Ob 71/08z
    Entscheidungstext OGH 08.05.2008 3 Ob 71/08z
    Auch
  • 5 Ob 204/08y
    Entscheidungstext OGH 13.01.2009 5 Ob 204/08y
  • 3 Ob 85/16w
    Entscheidungstext OGH 18.05.2016 3 Ob 85/16w
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0004455

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.07.2016

Dokumentnummer

JJR_19530304_OGH0002_0030OB00099_5300000_001

Rechtssatz für 1Ob554/57 5Ob47/81 3Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0004552

Geschäftszahl

1Ob554/57; 5Ob47/81; 3Ob145/97p; 7Ob185/99b; 3Ob185/05k; 3Ob51/07g; 3Ob71/08z; 5Ob204/08y; 17Ob24/09t; 17Ob13/09z; 3Ob33/10i; 3Ob210/10v; 3Ob85/16w

Entscheidungsdatum

06.02.1958

Norm

EO §367

Rechtssatz

Erklärungen der verpflichteten Partei gelten nach § 367 EO mit Eintritt der Vollstreckbarkeit als abgegeben und zwar nicht nur der betreibenden Partei gegenüber, sondern auch anderen (zum Beispiel dem Vermieter oder Hausverwalter) gegenüber, ohne dass eine besondere Exekutionsbewilligung notwendig ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 554/57
    Entscheidungstext OGH 06.02.1958 1 Ob 554/57
  • 5 Ob 47/81
    Entscheidungstext OGH 22.12.1981 5 Ob 47/81
    Vgl; Beisatz: Gilt auch für die Unterfertigung einer Urkunde. (T1) Veröff: MietSlg 33466 = MietSlg 33511(29)
    GlRS VwGH vom 01.07.1982, 81/06/0190
    Beis wie T1; Veröff: JBl 1983,166
  • 3 Ob 145/97p
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 145/97p
    nur: Erklärungen der verpflichteten Partei gelten nach § 367 EO mit Eintritt der Vollstreckbarkeit als abgegeben. (T2)
  • 7 Ob 185/99b
    Entscheidungstext OGH 08.09.1999 7 Ob 185/99b
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 185/05k
    Entscheidungstext OGH 21.12.2005 3 Ob 185/05k
    Auch: nur: Erklärungen der verpflichteten Partei gelten nach § 367 EO mit Eintritt der Vollstreckbarkeit als abgegeben, ohne dass eine besondere Exekutionsbewilligung notwendig ist. (T3); Beis wie T1; Beisatz: Eine Exekution ist weder erforderlich noch zulässig. (T4); Beisatz: Der nunmehr herrschenden Lehre ist jedenfalls insoweit zu folgen, als ein im Titel angeführtes Formerfordernis - auch wenn es um einen Notariatsakt geht - idR die Anwendung des § 367 EO nicht hindert; dies jedenfalls dann nicht, wenn die zu errichtende Urkunde nicht aus besonderen Gründen von Gesetzes wegen erforderlich ist. (T5); Veröff: SZ 2005/191
  • 3 Ob 51/07g
    Entscheidungstext OGH 28.06.2007 3 Ob 51/07g
    Auch; Beis wie T4; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Die im Titel angeführte Form der geschuldeten Erklärung (mündlich oder schriftlich, gerichtlich oder vor einem Notar) ist für die Exekution nach § 367 EO in der Regel belanglos. (T6); Beisatz: Hier: Urteil verpflichtet zur Unterfertigung eines Notariatsakts (Nachtrag zum Schenkungsvertrag auf den Todesfall) - Anwendung des § 367 EO bejaht. (T7)
  • 3 Ob 71/08z
    Entscheidungstext OGH 08.05.2008 3 Ob 71/08z
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: § 367 EO ist auch bei formgebundenen Willenserklärungen anwendbar. (T8)
  • 5 Ob 204/08y
    Entscheidungstext OGH 13.01.2009 5 Ob 204/08y
    nur: Die Erklärung wirkt nicht nur gegenüber dem Betreibenden, sondern auch gegenüber Dritten. (T9); Beis wie T1; Beis wie T8
  • 17 Ob 24/09t
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 17 Ob 24/09t
    Auch; Veröff: SZ 2009/154
  • 17 Ob 13/09z
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 17 Ob 13/09z
    Auch
  • 3 Ob 33/10i
    Entscheidungstext OGH 28.04.2010 3 Ob 33/10i
    Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 3 Ob 210/10v
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 210/10v
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Titelmäßige Verpflichtung, in die Übertragung einer Internet‑Domain einzuwilligen. (T10); Veröff: SZ 2011/3
  • 3 Ob 85/16w
    Entscheidungstext OGH 18.05.2016 3 Ob 85/16w
    Auch; Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0004552

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.07.2016

Dokumentnummer

JJR_19580206_OGH0002_0010OB00554_5700000_001

Rechtssatz für 5Ob288/63 5Ob31/65 5Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083026

Geschäftszahl

5Ob288/63; 5Ob31/65; 5Ob187/68; 5Ob204/69; 5Ob70/75; 1Ob585/79; 5Ob38/79; 5Ob47/81; 5Ob23/87; 5Ob1/92; 5Ob83/95; 5Ob213/98d; 5Ob109/03w; 5Ob43/18m

Entscheidungsdatum

10.10.1963

Norm

WEG 1948 §2
WEG 1975 §3 Abs2

Rechtssatz

Zulässigkeit einer neuerlichen Antragstellung nach § 2 WEG 1948 bei Änderung des Sachverhaltes.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 288/63
    Entscheidungstext OGH 10.10.1963 5 Ob 288/63
    Veröff: EvBl 1964/5 S 18 = MietSlg 15487(37) = ImmZ 1964,41
  • 5 Ob 31/65
    Entscheidungstext OGH 18.02.1965 5 Ob 31/65
    Beisatz: Nicht bei bloßer Widmungsänderung! (T1) Veröff: SZ 38/30 = ImmZ 1965,336 = MietSlg 17704(14)
  • 5 Ob 187/68
    Entscheidungstext OGH 28.08.1968 5 Ob 187/68
    Beis wie T1; Veröff: MietSlg 20628
  • 5 Ob 204/69
    Entscheidungstext OGH 10.09.1969 5 Ob 204/69
    Veröff: MietSlg 21732(48)
  • 5 Ob 70/75
    Entscheidungstext OGH 20.05.1975 5 Ob 70/75
    Beisatz: Zur Einleitung eines solchen Verfahrens genügt zwar eine diesbezügliche Behauptung des Antragstellers. Erweist sich diese Behauptung als unrichtig, so ist sein Antrag abzuweisen. (T2) Veröff: MietSlg 27560
  • 1 Ob 585/79
    Entscheidungstext OGH 02.05.1979 1 Ob 585/79
    Beisatz: Hier: WEG 1975 (T3)
  • 5 Ob 38/79
    Entscheidungstext OGH 29.01.1980 5 Ob 38/79
    Beisatz: Umparifizierung (T4) Veröff: EvBl 1980/84 S 269
  • 5 Ob 47/81
    Entscheidungstext OGH 22.12.1981 5 Ob 47/81
    Vgl auch; Veröff: MietSlg 33466 = MietSlg 33511(29)
  • 5 Ob 23/87
    Entscheidungstext OGH 03.03.1987 5 Ob 23/87
    Vgl auch; Beisatz: Es kann aber auch das nachträgliche Hervorkommen des wahren Sachverhaltes, der dem Gericht (der Schlichtungsstelle) bei der erstmaligen Nutzwertfestsetzung verborgen blieb, zur Antragstellung nach § 3 Abs 2 WEG berechtigen. (T5) Veröff: MietSlg XXXIX/14
  • 5 Ob 1/92
    Entscheidungstext OGH 17.12.1991 5 Ob 1/92
    Vgl auch; Beisatz: Durch die gesetzliche Determinierung sollte willkürlichen Neufestsetzungen ein wirksamer Riegel vorgeschoben werden. (T6)
  • 5 Ob 83/95
    Entscheidungstext OGH 07.06.1995 5 Ob 83/95
    Vgl auch
  • 5 Ob 213/98d
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 5 Ob 213/98d
    Vgl auch; Beis wie T5 nur: Es kann aber auch das nachträgliche Hervorkommen des wahren Sachverhaltes, zur Antragstellung nach § 3 Abs 2 WEG berechtigen. (T7)
  • 5 Ob 109/03w
    Entscheidungstext OGH 09.12.2003 5 Ob 109/03w
    Vgl; Beisatz: Eine Neufestsetzung der Jahresmietwerte der (vorhandenen) Wohnungseigentumsobjekte ist in sinngemäßer Anwendung des § 3 Abs 2 WEG 1975 (dem jetzt im Wesentlichen § 9 Abs 2 WEG 2002 entspricht) zulässig. (T8); Veröff: SZ 2003/157
  • 5 Ob 43/18m
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 43/18m
    Vgl auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0083026

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.06.2018

Dokumentnummer

JJR_19631010_OGH0002_0050OB00288_6300000_002

Rechtssatz für 1Ob246/70 7Ob184/73 1Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0013186

Geschäftszahl

1Ob246/70; 7Ob184/73; 1Ob701/77; 5Ob47/81; 5Ob14/83; 4Ob513/90; 4Ob552/90; 6Ob63/98b

Entscheidungsdatum

12.11.1970

Norm

ABGB §828
ABGB §833 A
WEG 1948 §2
WEG 1975 §13 Abs2

Rechtssatz

Bauliche Veränderungen und Umwidmungen, die rechtliche und wirtschaftliche Auswirkungen auf die Parifizierung haben, stellen einen empfindlichen Eingriff in die Rechtssphäre der übrigen Wohnungsmiteigentümer dar.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 246/70
    Entscheidungstext OGH 12.11.1970 1 Ob 246/70
    Veröff: MietSlg 22044 = MietSlg 22561
  • 7 Ob 184/73
    Entscheidungstext OGH 24.10.1973 7 Ob 184/73
    Beisatz: Soll durch die baulichen Maßnahmen des Wohnungseigentümers in einem für Wohnzwecke überhaupt nicht geeigneten Dachbodenraum eine wesentliche Vergrößerung der dem Wohnungseigentümer auf Grund seines mit seinen Miteigentumsanteilen verbundenen Wohnungseigentums zustehenden Wohnfläche durch Schaffung eines Wohn-Schlaf-raumes mit WC und Vorraum vorgenommen werden, dann stellen diese Ausbauarbeiten im Dachbodenraum einen empfindlichen Eingriff in die Rechtssphäre der übrigen Miteigentümer dar. (T1) Veröff: RZ 1974/73 S 138
  • 1 Ob 701/77
    Entscheidungstext OGH 26.04.1978 1 Ob 701/77
    Veröff: SZ 51/56
  • 5 Ob 47/81
    Entscheidungstext OGH 22.12.1981 5 Ob 47/81
    Vgl aber; Veröff: EvBl 1982/60 S 211 = MietSlg 33466 = MietSlg 33511(29)
  • 5 Ob 14/83
    Entscheidungstext OGH 03.05.1983 5 Ob 14/83
    Auch; Beisatz: Hier: Umgestaltung eines Dachbodenraumes in eine Wohnung. (T2)
  • 4 Ob 513/90
    Entscheidungstext OGH 24.04.1990 4 Ob 513/90
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Einbau zweier Schleppgaupen mit Fenstern im Dachbereich des Hauses ist eine wichtige Veränderung. (T3) Veröff: WoBl 1991,161 (Call)
  • 4 Ob 552/90
    Entscheidungstext OGH 04.12.1990 4 Ob 552/90
    Vgl aber; Veröff: WoBl 1991,175 (Call/Würth) = MietSlg 42/37
  • 6 Ob 63/98b
    Entscheidungstext OGH 19.03.1998 6 Ob 63/98b

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0013186

Dokumentnummer

JJR_19701112_OGH0002_0010OB00246_7000000_001

Rechtssatz für 5Ob15/78 (5Ob16/78) 5Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083099

Geschäftszahl

5Ob15/78 (5Ob16/78); 5Ob15/80 (5Ob16/80); 5Ob47/81; 5Ob39/83; 5Ob67/85

Entscheidungsdatum

04.07.1978

Norm

WEG 1975 §13 Abs2

Rechtssatz

Wenn die Zustimmung der Gemeinschaft zu Änderungen nicht vertraglich bereits im voraus eingeräumt wird, kann sie auch nach deren Vornahme eingeholt werden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 15/78
    Entscheidungstext OGH 04.07.1978 5 Ob 15/78
    Veröff: ImmZ 1978,362 = MietSlg 30561/28
  • 5 Ob 15/80
    Entscheidungstext OGH 11.11.1980 5 Ob 15/80
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 15/78
  • 5 Ob 47/81
    Entscheidungstext OGH 22.12.1981 5 Ob 47/81
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Unterfertigung des Ansuchens um nachträgliche Baubewilligung. (T1) Veröff: MietSlg 33466 = MietSlg 33511(29)
  • 5 Ob 39/83
    Entscheidungstext OGH 20.09.1983 5 Ob 39/83
  • 5 Ob 67/85
    Entscheidungstext OGH 29.04.1986 5 Ob 67/85

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0083099

Dokumentnummer

JJR_19780704_OGH0002_0050OB00015_7800000_002

Rechtssatz für 5Ob15/78 (5Ob16/78) 5Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083266

Geschäftszahl

5Ob15/78 (5Ob16/78); 5Ob15/80 (5Ob16/80); 5Ob47/81; 5Ob14/83; 5Ob136/86; 5Ob73/87; 5Ob241/97w

Entscheidungsdatum

04.07.1978

Norm

WEG 1975 §13 Abs2 Z1

Rechtssatz

Bei der Interessenabwägung nach § 13 Abs 2 Z 1 WEG 1975 ist nicht nur auf die Interessenlage einzelner Miteigentümer untereinander, sondern auf die Benützungssituation der Gesamtliegenschaft abzustellen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 15/78
    Entscheidungstext OGH 04.07.1978 5 Ob 15/78
    Veröff: ImmZ 1978,362
  • 5 Ob 15/80
    Entscheidungstext OGH 11.11.1980 5 Ob 15/80
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 15/78; Beisatz: Die Überprüfung der Änderungsvoraussetzungen im Sinne des § 13 Abs 1 Z 1 WEG ist wegen der Gleichbehandlung aller Miteigentümer nicht auf jene Miteigentümer und Wohnungseigentümer zu beschränken, die Zubauten errichtet und den Antrag im Sinne des § 26 Abs 1 Z 2 WEG gestellt haben. (T1)
  • 5 Ob 47/81
    Entscheidungstext OGH 22.12.1981 5 Ob 47/81
    Veröff: EvBl 1982/60 S 211 = MietSlg XXXIII/29
  • 5 Ob 14/83
    Entscheidungstext OGH 03.05.1983 5 Ob 14/83
    Beisatz: Hier: Umgestaltung eines Dachbodenraumes in eine Wohnung. (T2)
  • 5 Ob 136/86
    Entscheidungstext OGH 16.09.1986 5 Ob 136/86
  • 5 Ob 73/87
    Entscheidungstext OGH 26.04.1988 5 Ob 73/87
    Beisatz: Hier: Umwandlung eines Auslieferungslagers für Molkereiprodukte in einen Selbstbedienungs-Verbrauchermarkt für Waren aller Art. (T3) Veröff: ImmZ 1988,332
  • 5 Ob 241/97w
    Entscheidungstext OGH 10.02.1998 5 Ob 241/97w
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0083266

Dokumentnummer

JJR_19780704_OGH0002_0050OB00015_7800000_003

Rechtssatz für 5Ob15/78 (5Ob16/78) 5Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083271

Geschäftszahl

5Ob15/78 (5Ob16/78); 5Ob15/80 (5Ob16/80); 5Ob47/81; 5Ob20/84; 5Ob68/85; 5Ob114/85; 5Ob66/87; 4Ob552/90; 5Ob86/94; 5Ob88/94; 5Ob241/97w; 5Ob22/99t; 5Ob223/07s; 5Ob236/11h; 5Ob150/16v; 5Ob235/17w; 5Ob38/19b

Entscheidungsdatum

04.07.1978

Norm

WEG 1975 §13 Abs2 Z1
WEG 2002 §16 Abs2

Rechtssatz

Nicht jede Veränderung an den zur ausschließlichen Benutzung überlassenen Teilen einer gemeinschaftlichen Sache stellt schon einen empfindlichen Eingriff in die Rechtssphäre der übrigen Miteigentümer und damit eine Beeinträchtigung ihrer schutzwürdigen Interessen im Sinne des § 13 Abs 2 Z 1 WEG dar.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 15/78
    Entscheidungstext OGH 04.07.1978 5 Ob 15/78
    Veröff: ImmZ 1978,362
  • 5 Ob 15/80
    Entscheidungstext OGH 11.11.1980 5 Ob 15/80
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 15/78
  • 5 Ob 47/81
    Entscheidungstext OGH 22.12.1981 5 Ob 47/81
    Beisatz: Selbst wenn sie eine Veränderung der Nutzwerte nach sich zieht; dieser Umstand ist aber bei der Interessenabwägung zu berücksichtigen. (T1)
    Veröff: EvBl 1982/60 S 211 = MietSlg 33466 = MietSlg 33511(29)
  • 5 Ob 20/84
    Entscheidungstext OGH 27.11.1984 5 Ob 20/84
    Veröff: JBl 1985,683
  • 5 Ob 68/85
    Entscheidungstext OGH 10.09.1985 5 Ob 68/85
    Auch
  • 5 Ob 114/85
    Entscheidungstext OGH 28.01.1986 5 Ob 114/85
    Auch
  • 5 Ob 66/87
    Entscheidungstext OGH 14.07.1987 5 Ob 66/87
    Vgl auch; Beisatz: Gegenstand der Prüfung ist die mit der geplanten Veränderung erfahrungsgemäß typischerweise verbundene Interessenbeeinträchtigung. (T2)
  • 4 Ob 552/90
    Entscheidungstext OGH 04.12.1990 4 Ob 552/90
    Veröff: WoBl 1991,175 (Call/Würth) = MietSlg XLII/37
  • 5 Ob 86/94
    Entscheidungstext OGH 30.08.1994 5 Ob 86/94
    Vgl auch; Beisatz: Dass ein späterer Dachbodenausbau mit den übrigen Miteigentümern ursprünglich nicht erörtert, vertraglich vereinbart oder vorbehalten wurde, reicht als Versagungsgrund nicht aus. Ausschlaggebend sind nicht Verminderungen des Nutzwertes sondern des Verkehrswertes anderer Wohnungseigentumseinheiten. (T3)
  • 5 Ob 88/94
    Entscheidungstext OGH 21.10.1994 5 Ob 88/94
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Entscheidend ist, ob mit der Verringerung der Nutzwerte der Wohnungen der Rechtsmittelwerber eine Verringerung des jeweiligen Verkehrswertes einhergeht. (T4)
  • 5 Ob 241/97w
    Entscheidungstext OGH 10.02.1998 5 Ob 241/97w
    Vgl auch
  • 5 Ob 22/99t
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 5 Ob 22/99t
    Vgl
  • 5 Ob 223/07s
    Entscheidungstext OGH 06.11.2007 5 Ob 223/07s
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T4
  • 5 Ob 236/11h
    Entscheidungstext OGH 20.03.2012 5 Ob 236/11h
    Auch; Beis auch wie T3; Beis auch wie T4; Beisatz: Hier: Vorversetzen der Wohnungseingangstüren unter Benützung einer Allgemeinfläche (Gangfläche) im Ausmaß von 2 m². (T5)
  • 5 Ob 150/16v
    Entscheidungstext OGH 23.01.2017 5 Ob 150/16v
    Auch
  • 5 Ob 235/17w
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 235/17w
    Beis wie T1
  • 5 Ob 38/19b
    Entscheidungstext OGH 21.05.2019 5 Ob 38/19b
    Beis wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0083271

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19780704_OGH0002_0050OB00015_7800000_004

Rechtssatz für 5Ob15/78 (5Ob16/78) 5Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083297

Geschäftszahl

5Ob15/78 (5Ob16/78); 5Ob15/80 (5Ob16/80); 5Ob47/81; 5Ob14/83; 5Ob63/82; 5Ob114/85; 5Ob60/85 (5Ob61/85); 5Ob136/86; 5Ob73/87; 5Ob82/95; 5Ob241/97w; 5Ob122/05k; 5Ob81/08k

Entscheidungsdatum

04.07.1978

Norm

WEG 1975 §13 Abs2 Z1
WEG 2002 §16 Abs2

Rechtssatz

Die Bestimmung des § 13 Abs 2 Z 1 WEG 1975 zählt demonstrativ Kriterien auf, die eine Änderung unzulässig machen, gleichgültig, welche Teile der Liegenschaft davon nachteilig betroffen werden.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 15/78
    Entscheidungstext OGH 04.07.1978 5 Ob 15/78
    Veröff: ImmZ 1978,362 = MietSlg 30561/28
  • 5 Ob 15/80
    Entscheidungstext OGH 11.11.1980 5 Ob 15/80
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 15/78
  • 5 Ob 47/81
    Entscheidungstext OGH 22.12.1981 5 Ob 47/81
    Veröff: EvBl 1982/60 S 211 = MietSlg 33466 = MietSlg 33511(29)
  • 5 Ob 14/83
    Entscheidungstext OGH 03.05.1983 5 Ob 14/83
    Beisatz: Hier: Umgestaltung eines Dachbodenraumes in eine Wohnung. (T1)
  • 5 Ob 63/82
    Entscheidungstext OGH 18.10.1983 5 Ob 63/82
    Beisatz: Hier: Anbringung eines Arztschildes an Balkonbrüstung. (T2)
  • 5 Ob 114/85
    Entscheidungstext OGH 28.01.1986 5 Ob 114/85
    Beisatz: Bei der Prüfung der Zulässigkeit dieser Änderungen kommt es in Fällen von Änderungen (Widmungsänderungen), die erst nach Erteilung behördlicher Bewilligungen durchgeführt werden dürfen, denen zuzustimmen die übrigen Miteigentümer gerichtlich verhalten werden sollen, nicht auf die bereits tatsächlich eingetretenen Beeinträchtigungen der übrigen Miteigentümer, sondern auf die mit der angestrebten Änderung (Widmungsänderung) erfahrungsgemäß typischerweise verbundenen Beeinträchtigungen der übrigen Miteigentümer an. (T3)
  • 5 Ob 60/85
    Entscheidungstext OGH 18.02.1986 5 Ob 60/85
  • 5 Ob 136/86
    Entscheidungstext OGH 16.09.1986 5 Ob 136/86
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Versetzung des Einganges ins Geschäftslokal von Straße in Hausflur. (T4)
  • 5 Ob 73/87
    Entscheidungstext OGH 26.04.1988 5 Ob 73/87
    nur: Die Bestimmung des § 13 Abs 2 Z 1 WEG 1975 zählt demonstrativ Kriterien auf, die eine Änderung unzulässig machen. (T5); Beisatz: Die Maßstäbe und Zielsetzungen des Gewerberechts und des Baurechts sind nicht identisch mit jenen des Wohnungseigentumsrechts (hier: Umwandlung eines Auslieferungslagers für Molkereiprodukte in einen Selbstbedienungs-Verbrauchermarkt für Waren aller Art). (T6) Veröff: ImmZ 1988,332
  • 5 Ob 82/95
    Entscheidungstext OGH 07.06.1995 5 Ob 82/95
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Verengung des Stiegenhauses oder Geschoßganges durch eine nach außen aufschlagende zusätzliche zweite Wohnungseingangstür. (T7)
  • 5 Ob 241/97w
    Entscheidungstext OGH 10.02.1998 5 Ob 241/97w
    Auch; Beisatz: Dem Richter wird damit ein weiter Wertungsspielraum überlassen. (T8)
  • 5 Ob 122/05k
    Entscheidungstext OGH 12.07.2005 5 Ob 122/05k
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Hier: § 16 Abs 2 WEG 2002. (T9)
  • 5 Ob 81/08k
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 81/08k
    Vgl; Beisatz: Auf die mit einem Gastbetrieb erfahrungsgemäß verbundenen und daher zu erwartenden Begleiterscheinungen und Beeinträchtigungen der übrigen Miteigentümer kommt es nur dann an, wenn die Änderungen noch nicht durchgeführt und der Betrieb noch nicht aufgenommen ist. Wenn der Betrieb schon genehmigt und aufgenommen wurde, sind die konkreten Gegebenheiten, die bereits abschließend beurteilt werden können, maßgeblich. (T10); Beisatz: Sowohl im Fall der Aufnahme eines Gaststättenbetriebs, wenn bisher kein solcher Betrieb im Wohnungseigentumshaus situiert war, als auch im Fall der Errichtung eines zweiten solchen Betriebs bei Vorhandensein bereits eines gastgewerblichen Betriebs kommt es auf das Ausmaß der Beeinträchtigung an. Die rechtliche Annahme, ein zweiter gastgewerblicher Betrieb sei jedenfalls - unbeschadet tatsächlicher oder zu befürchtender Beeinträchtigungen der übrigen Wohnungseigentümer - nicht genehmigungsfähig, ist nicht durch höchstgerichtliche Rechtsprechung gedeckt. (T11); Beisatz: Hier: Widmungsänderung eines „Geschäftslokals" als gastgewerbliches Vereinslokal bei bereits im Haus bestehendem Gastgewerbebetrieb. (T12)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0083297

Zuletzt aktualisiert am

17.11.2008

Dokumentnummer

JJR_19780704_OGH0002_0050OB00015_7800000_005

Rechtssatz für 5Ob15/78 (5Ob16/78) 5Ob1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083309

Geschäftszahl

5Ob15/78 (5Ob16/78); 5Ob15/80 (5Ob16/80); 4Ob576/80; 5Ob47/81; 5Ob14/83; 5Ob63/82; 5Ob68/85; 5Ob114/85; 5Ob136/86; 4Ob552/90; 5Ob69/92; 5Ob30/94; 5Ob2075/96z; 5Ob448/97m; 5Ob241/97w; 5Ob58/99m; 5Ob248/00g; 5Ob212/01i; 5Ob228/03w; 5Ob114/05h; 5Ob262/05y; 5Ob180/08v; 5Ob81/08k; 5Ob71/09s; 5Ob60/09y; 5Ob185/09f; 5Ob73/10m; 5Ob172/10w; 5Ob70/11x; 5Ob43/11a; 4Ob109/11z; 5Ob143/11g; 5Ob208/11s; 5Ob97/12v; 5Ob137/12a; 5Ob13/14v; 5Ob86/14d; 5Ob39/15v; 5Ob212/15k; 5Ob150/16v; 5Ob228/16i; 5Ob160/17s; 5Ob235/17w; 5Ob38/19b

Entscheidungsdatum

04.07.1978

Norm

WEG 1975 §13 Abs2 Z1
WEG 2002 §16 Abs2

Rechtssatz

Bei der Zulässigkeit von Änderungen ist auf den Einzelfall abzustellen, wobei alle in Betracht kommenden Umstände der Interessenbeeinträchtigung zu berücksichtigen sind.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 15/78
    Entscheidungstext OGH 04.07.1978 5 Ob 15/78
    Veröff: MietSlg 30561/28 = ImmZ 1978,362
  • 5 Ob 15/80
    Entscheidungstext OGH 11.11.1980 5 Ob 15/80
    Zweiter Rechtsgang zu 5 Ob 15/78
  • 4 Ob 576/80
    Entscheidungstext OGH 01.12.1981 4 Ob 576/80
    Beisatz: Insbesondere auch die Frage, ob und in welchem Ausmaß der beabsichtigte Ausbau des Dachgeschosses tatsächlich schon bei der Berechnung der von den anderen Miteigentümern entrichteten Kaufpreises Berücksichtigung gefunden hat. (T1)
    Veröff: MietSlg 33492 = MietSlg 33518 = MietSlg 33607(24)
  • 5 Ob 47/81
    Entscheidungstext OGH 22.12.1981 5 Ob 47/81
    Beisatz: Bei mehreren gleichzeitigen Änderungen sind diese nicht für sich, sondern in ihrer Gesamtheit zu beurteilen, sodass eine Einordnung der einzelnen Änderungen in die Kategorien der Z 1 bis 3 des § 13 Abs 2 WEG und deren gesonderte Beurteilung nach den jeweils für die einzelne Kategorie aufgestellten Erfordernissen allein nicht zielführend sein kann. (T2)
    Veröff: EvBl 1982/60 S 211 = MietSlg 33466 = MietSlg 33511(29)
  • 5 Ob 14/83
    Entscheidungstext OGH 03.05.1983 5 Ob 14/83
    Beisatz: Hier: Umgestaltung eines Dachbodenraumes in eine Wohnung. (T3)
  • 5 Ob 63/82
    Entscheidungstext OGH 18.10.1983 5 Ob 63/82
    Beisatz: Hier: Anbringung eines Arztschildes an Balkonbrüstung. (T4)
  • 5 Ob 68/85
    Entscheidungstext OGH 10.09.1985 5 Ob 68/85
    Auch
  • 5 Ob 114/85
    Entscheidungstext OGH 28.01.1986 5 Ob 114/85
    Beisatz: Die entsprechenden Begleiterscheinungen eines durchschnittlichen Gaststättenbetriebes stellen eine wesentliche Beeinträchtigung schutzwürdiger Interessen dar. (T5)
    Veröff: MietSlg 38626
  • 5 Ob 136/86
    Entscheidungstext OGH 16.09.1986 5 Ob 136/86
  • 4 Ob 552/90
    Entscheidungstext OGH 04.12.1990 4 Ob 552/90
    Veröff: WoBl 1991,175 (Call/Würth)
  • 5 Ob 69/92
    Entscheidungstext OGH 27.10.1992 5 Ob 69/92
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 30/94
    Entscheidungstext OGH 22.03.1995 5 Ob 30/94
    Vgl; Beisatz: Hier: Beabsichtigter Bau einer Terrasse von der Eigentumswohnung samt Abgang in den gemeinsam benützten Garten; eine Beeinträchtigung schutzwürdiger Interessen der anderen Miteigentümer steht diesem Begehren unter anderem wegen vermehrter Geräuschbelästigung und Geruchsbelästigung und verschlechteter Gartenbenützung entgegen. (T6)
  • 5 Ob 2075/96z
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 5 Ob 2075/96z
    Vgl auch; Beisatz: Für jede von einem Wohnungseigentümer betriebene Änderung seines Objektes (und damit auch für die Änderung des Gegenstandes oder der Betriebsform seines Unternehmens) gilt, dass sie nur abgewehrt werden kann, wenn sie mit wesentlichen Interessen der anderen Miteigentümer und Wohnungseigentümer kollidiert; ganz besonders gilt dies für die Änderung des in einem Geschäftslokal betriebenen Unternehmens, da es in der Natur der Sache liegt (und daher bei der Geschäftsraumwidmung eines Wohnungseigentumsobjektes schon vorherzusehen ist), dass sich ein Unternehmer - will er erfolgreich sein - stets den Erfordernissen des Marktes und den sonstigen wirtschaftlichen Bedingungen anpassen muss. (T7)
  • 5 Ob 448/97m
    Entscheidungstext OGH 09.12.1997 5 Ob 448/97m
    Vgl auch
  • 5 Ob 241/97w
    Entscheidungstext OGH 10.02.1998 5 Ob 241/97w
    Vgl auch
  • 5 Ob 58/99m
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 5 Ob 58/99m
    Vgl
  • 5 Ob 248/00g
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 5 Ob 248/00g
    Vgl auch
  • 5 Ob 212/01i
    Entscheidungstext OGH 15.01.2002 5 Ob 212/01i
    Auch
  • 5 Ob 228/03w
    Entscheidungstext OGH 07.10.2003 5 Ob 228/03w
    Vgl auch; Beis wie T7 nur: Für jede von einem Wohnungseigentümer betriebene Änderung seines Objektes gilt, dass sie nur abgewehrt werden kann, wenn sie mit wesentlichen Interessen der anderen Wohnungseigentümer kollidiert. (T8)
  • 5 Ob 114/05h
    Entscheidungstext OGH 30.08.2005 5 Ob 114/05h
  • 5 Ob 262/05y
    Entscheidungstext OGH 07.03.2006 5 Ob 262/05y
    Auch; Beis wie T5
  • 5 Ob 180/08v
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 180/08v
    Beisatz: Solange der dem Rechtsanwender eingeräumte Ermessensspielraum nicht überschritten wird, liegt keine erhebliche Rechtsfrage vor. (T9)
  • 5 Ob 81/08k
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 81/08k
    Vgl; Beisatz: Auf die mit einem Gastbetrieb erfahrungsgemäß verbundenen und daher zu erwartenden Begleiterscheinungen und Beeinträchtigungen der übrigen Miteigentümer kommt es nur dann an, wenn die Änderungen noch nicht durchgeführt und der Betrieb noch nicht aufgenommen ist. Wenn der Betrieb schon genehmigt und aufgenommen wurde, sind die konkreten Gegebenheiten, die bereits abschließend beurteilt werden können, maßgeblich. (T10)
    Beisatz: Sowohl im Fall der Aufnahme eines Gaststättenbetriebs, wenn bisher kein solcher Betrieb im Wohnungseigentumshaus situiert war, als auch im Fall der Errichtung eines zweiten solchen Betriebs bei Vorhandensein bereits eines gastgewerblichen Betriebs kommt es auf das Ausmaß der Beeinträchtigung an. Die rechtliche Annahme, ein zweiter gastgewerblicher Betrieb sei jedenfalls - unbeschadet tatsächlicher oder zu befürchtender Beeinträchtigungen der übrigen Wohnungseigentümer - nicht genehmigungsfähig, ist nicht durch höchstgerichtliche Rechtsprechung gedeckt. (T11)
    Beisatz: Hier: Widmungsänderung eines „Geschäftslokals" als gastgewerbliches Vereinslokal bei bereits im Haus bestehendem Gastgewerbebetrieb. (T12)
  • 5 Ob 71/09s
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 5 Ob 71/09s
    Vgl; Beisatz: Bei einer solchen Entscheidung besteht ein Ermessensspielraum. (T13)
    Bem: Hier: Ablehnung einer Veränderung nach § 16 Abs 2 Z 1 WEG 2002 aufgrund der Berücksichtigung nicht unvertretbar angenommener schuldrechtlicher Beziehungen aller Wohnungseigentümer. (T14)
  • 5 Ob 60/09y
    Entscheidungstext OGH 07.07.2009 5 Ob 60/09y
    Auch; Beis wie T9; Beisatz: Eine beabsichtigte Änderung ist jeweils am status quo zu messen. (T15)
  • 5 Ob 185/09f
    Entscheidungstext OGH 10.11.2009 5 Ob 185/09f
  • 5 Ob 73/10m
    Entscheidungstext OGH 27.05.2010 5 Ob 73/10m
    Vgl auch; Beisatz: § 16 Abs 2 WEG räumt dem Außerstreitrichter bei Beurteilung eines wichtigen Interesses an der Änderung einen weiten Wertungs‑ und Ermessensspielraum ein. (T16)
  • 5 Ob 172/10w
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 5 Ob 172/10w
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T16
  • 5 Ob 70/11x
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 70/11x
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T13; Beis wie T16
  • 5 Ob 43/11a
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 43/11a
    Auch; Beis wie T9; Beis wie T13; Beis ähnlich wie T16
  • 4 Ob 109/11z
    Entscheidungstext OGH 20.09.2011 4 Ob 109/11z
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Auslegung des Umfangs einer Zustimmungserklärung eines Wohnungseigentümers zu beabsichtigten baulichen Maßnahmen unter Einbeziehung allgemeiner Teile. (T17)
  • 5 Ob 143/11g
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 5 Ob 143/11g
    Auch; Beisatz: Hier: Gesamtbetrachtung trotz teilweiser Zustimmung; geänderte Bauweise; Liftzubau. (T18)
  • 5 Ob 208/11s
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 5 Ob 208/11s
    Auch; Beis auch wie T13; Beis auch wie T16
  • 5 Ob 97/12v
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 5 Ob 97/12v
    Auch; Beisatz: Im Einzelfall kann ein Flächenvergleich die Unwesentlichkeit der Beeinträchtigung indizieren. (T19)
    Beisatz: Hier: Fläche von 5,4 m² unter Balkon. (T20)
  • 5 Ob 137/12a
    Entscheidungstext OGH 26.07.2012 5 Ob 137/12a
  • 5 Ob 13/14v
    Entscheidungstext OGH 21.02.2014 5 Ob 13/14v
    Beisatz: Hier: Bauliche Umgestaltung und Umwidmung von Geschäftsräumen in insgesamt zehn Kfz‑Abstellplätze. (T21)
  • 5 Ob 86/14d
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 86/14d
  • 5 Ob 39/15v
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 39/15v
  • 5 Ob 212/15k
    Entscheidungstext OGH 30.10.2015 5 Ob 212/15k
  • 5 Ob 150/16v
    Entscheidungstext OGH 23.01.2017 5 Ob 150/16v
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T9; Beis wie T15; Beis wie T16
  • 5 Ob 228/16i
    Entscheidungstext OGH 23.05.2017 5 Ob 228/16i
    Auch; Beisatz: Hier: Liftanbau. (T22)
  • 5 Ob 160/17s
    Entscheidungstext OGH 18.01.2018 5 Ob 160/17s
    Beisatz: Umwidmung von Supermarkt in Kindergarten. (T23)
  • 5 Ob 235/17w
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 235/17w
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T13; Beis wie T16
  • 5 Ob 38/19b
    Entscheidungstext OGH 21.05.2019 5 Ob 38/19b
    Beis wie T2; Beis wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0083309

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.07.2019

Dokumentnummer

JJR_19780704_OGH0002_0050OB00015_7800000_006

Rechtssatz für 5Ob47/81

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0052411

Geschäftszahl

5Ob47/81

Entscheidungsdatum

22.12.1981

Norm

stmk BauO §60 Abs1

Rechtssatz

Durch die in § 60 Abs 1 stmk BauO geforderte Unterfertigung der Baupläne wird deren Herkunft und zugleich das Einverständnis der an der Bauführung beteiligten Personen klargestellt.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 47/81
    Entscheidungstext OGH 22.12.1981 5 Ob 47/81
    Veröff: MietSlg 33466 = MietSlg 33511(29)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0052411

Dokumentnummer

JJR_19811222_OGH0002_0050OB00047_8100000_001

Rechtssatz für 5Ob47/81 5Ob9/91 5Ob241...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083093

Geschäftszahl

5Ob47/81; 5Ob9/91; 5Ob241/97w; 5Ob11/04k; 5Ob84/04w; 5Ob145/17k

Entscheidungsdatum

22.12.1981

Norm

WEG 1975 §13 Abs2
WEG 1975 §26 Abs1 Z2

Rechtssatz

Erfordert die maßgebliche Bauordnung für die Bewilligung einer Änderung nach § 13 Abs 2 WEG die Zustimmung der übrigen Wohnungseigentümer zum Ansuchen um Baubewilligung bzw die Unterfertigung der zugehörigen Urkunden und Pläne durch die übrigen Wohnungseigentümer, so gilt § 26 Abs 1 Z 2 WEG auch für den Antrag auf Erwirkung der diesbezüglichen Zustimmungserklärungen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 47/81
    Entscheidungstext OGH 22.12.1981 5 Ob 47/81
  • 5 Ob 9/91
    Entscheidungstext OGH 05.07.1991 5 Ob 9/91
    Auch; Beisatz: Ist aber nur durchsetzbar, wenn eine Verletzung von Interessen im Sinne des § 13 Abs 2 Z 1 WEG nicht in Betracht kommt. Es genügt zunächst, wenn der die Änderung anstrebende Miteigentümer und Wohnungseigentümer die gewerberechtlichen und/oder baurechtlichen Voraussetzungen für sich hat. (T1) Veröff: WoBl 1992,87 (Call)
  • 5 Ob 241/97w
    Entscheidungstext OGH 10.02.1998 5 Ob 241/97w
    Vgl auch
  • 5 Ob 11/04k
    Entscheidungstext OGH 10.02.2004 5 Ob 11/04k
    Vgl auch
  • 5 Ob 84/04w
    Entscheidungstext OGH 11.05.2004 5 Ob 84/04w
    Beis wie T1
  • 5 Ob 145/17k
    Entscheidungstext OGH 20.11.2017 5 Ob 145/17k
    Vgl auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0083093

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.12.2017

Dokumentnummer

JJR_19811222_OGH0002_0050OB00047_8100000_002

Rechtssatz für 5Ob47/81 5Ob22/99t 5Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083165

Geschäftszahl

5Ob47/81; 5Ob22/99t; 5Ob223/07s; 5Ob36/16d

Entscheidungsdatum

22.12.1981

Norm

WEG 1975 §13 Abs2
WEG 1975 §26 Abs1 Z2
WEG 2002 §16 Abs2

Rechtssatz

Um die vom Gericht zu treffende Entscheidung der privatrechtlichen Frage, ob die übrigen Miteigentümer einer Liegenschaft bestimmte Änderung eines Wohnungseigentümers an seiner im Wohnungseigentum stehenden Wohnung im Sinne der §§ 13 Abs 2 und 26 Abs 1 Z 2 WEG zu dulden und bejahendenfalls, wenn für diese Änderung eine behördliche Bewilligung erforderlich ist, die zu deren Erwirkung notwendige Zustimmung zu erteilen haben, zu ermöglichen, hat der Antragsteller die Änderungen sowie die Art und Weise ihrer Durchführung in seinem Antrag so genau zu beschreiben, aber auch das Ansuchen um Baubewilligung und die diesem anzuschließenden Beilagen derart abzufassen, dass das Vorliegen der privatrechtlichen Voraussetzungen der vorerwähnten Duldungspflicht und Zustimmungspflicht der übrigen Miteigentümer verlässlich beurteilt werden kann. Dem Antragsteller ist im Verfahren aber Gelegenheit zu entsprechenden Modifikationen bzw Vervollständigungen zu geben.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 47/81
    Entscheidungstext OGH 22.12.1981 5 Ob 47/81
    Veröff: MietSlg 33466 = MietSlg 33511(29)
  • 5 Ob 22/99t
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 5 Ob 22/99t
    Auch; nur: Der Antragsteller hat die Änderungen sowie die Art und Weise ihrer Durchführung in seinem Antrag so genau zu beschreiben, aber auch das Ansuchen um Baubewilligung und die diesem anzuschließenden Beilagen derart abzufassen, dass das Vorliegen der privatrechtlichen Voraussetzungen der vorerwähnten Duldungspflicht und Zustimmungspflicht der übrigen Miteigentümer verlässlich beurteilt werden kann. Dem Antragsteller ist im Verfahren aber Gelegenheit zu entsprechenden Modifikationen bzw Vervollständigungen zu geben. (T1)
  • 5 Ob 223/07s
    Entscheidungstext OGH 06.11.2007 5 Ob 223/07s
    Auch; Beisatz: Präzisierung des Begehrens durch Vorlage eines konkreten Bauansuchens. (T2)
  • 5 Ob 36/16d
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 5 Ob 36/16d
    Auch; nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0083165

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.12.2016

Dokumentnummer

JJR_19811222_OGH0002_0050OB00047_8100000_003

Rechtssatz für 5Ob47/81 5Ob125/92 5Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0083375

Geschäftszahl

5Ob47/81; 5Ob125/92; 5Ob21/12t; 5Ob157/15x; 5Ob19/16d

Entscheidungsdatum

22.12.1981

Norm

WEG 1975 §13 Abs2 Z2

Rechtssatz

Zur Auslegung des Begriffes, "der Übung des Verkehrs entsprechend" in § 13 Abs 2 Z 2 WEG (Umgestaltung einer großen Eigentumswohnung in drei Kleinwohnungen entspricht nicht der Übung des Verkehrs).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 47/81
    Entscheidungstext OGH 22.12.1981 5 Ob 47/81
    Veröff: EvBl 1982/60 S 211 = MietSlg 33466 = MietSlg 33511(29)
  • 5 Ob 125/92
    Entscheidungstext OGH 24.11.1992 5 Ob 125/92
    Vgl; Beisatz: Die immer größer werdenden Ansprüche an die Wohnqualität lassen keinen Zweifel daran, dass die Errichtung eines Aufzuges in einem Haus dessen Gestaltung an der Grenze zur baubehördlichen Verpflichtung zur Ausstattung mit einem Aufzug liegt (hier: dreistöckige Jugendstilvilla deren oberstes Geschoß nur über 84 Stufen durch Überwindung eines Höhenunterschiedes von 13,25 m2 erreichbar ist) der Übung des Verkehrs entspricht. (T1)
  • 5 Ob 21/12t
    Entscheidungstext OGH 16.05.2012 5 Ob 21/12t
    Auch; Beisatz: Hier: Teilung einer Garage in 70 selbständige Wohnungseigentumsobjekte (Kfz‑Abstellplätze). (T2)
  • 5 Ob 157/15x
    Entscheidungstext OGH 25.09.2015 5 Ob 157/15x
    Auch; Beisatz: Die Verlängerung eines im allgemeinen Liftschacht geführten Personenaufzugs in das obere Geschoß einer Maisonettewohnung mit Öffnung der Dachhaut und Errichtung eines über das Dach ragenden Aufbaus stellt einen massiven Eingriff in allgemeine Teile des Hauses dar und lässt sich angesichts der für eine Maisonette typischen baulichen Gestaltung auch nicht mit der nach der Judikatur des Obersten Gerichtshofs verkehrsüblichen Erschließung von eingeschoßigen Etagenwohnungen durch einen Personenaufzug mit Ausstiegsstellen in jedem Stockwerk des Hauses (5 Ob 125/92; 5 Ob 93/06x) vergleichen. (T3)
  • 5 Ob 19/16d
    Entscheidungstext OGH 18.05.2016 5 Ob 19/16d
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0083375

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.07.2016

Dokumentnummer

JJR_19811222_OGH0002_0050OB00047_8100000_004

Entscheidungstext 5Ob47/81

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

5Ob47/81

Entscheidungsdatum

22.12.1981

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Marold als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Griehsler, Dr. Jensik, Dr. Zehetner und Dr. Klinger als Richter in der Rechtssache der Antragsteller 1.) Ing. Konrad S*****, 2.) Angela S*****, beide wohnhaft in *****, beide vertreten durch Dr. Helmut Thomich, Rechtsanwalt in Graz, wider die Antragsgegner 1.) Anna Z*****, 2.) Gerhard M*****, 3.) Franz D*****, 4.) Erwin E*****, 5.) Michaela T*****, vertreten durch Hannelore Trampler, 6.) Walter U*****, 7.) Thomas S*****, 8.) Gerhard M*****, 9.) Erna W*****, 10.) Josef S*****, 11.) Helmut und Edeltraud S*****, 12.) Erwin L*****, 13.) Ludmilla und Alois D*****, 14.) Margit S*****, 15.) Josef K*****, 16.) Hans und Margot S*****, sämtliche wohnhaft in *****, 17.) Waltraud S*****, wohnhaft in *****, 18.) Axel P*****, wohnhaft in *****, 19.) Herbert W*****, wohnhaft in *****, 1.-18. Antragsgegner vertreten durch 19. Antragsgegner, wegen Duldung von Änderungen an einer Eigentumswohnung infolge Revisionsrekurses der Antragsteller gegen den Beschluss des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Graz als Rekursgericht vom 9. Oktober 1981, GZ 3 R 309/81-21, womit der Beschluss des Bezirksgerichts für Zivilrechtssachen Graz vom 24. Juli 1981, GZ 8 Nc 2/81-13, infolge Rekurses der Antragsgegner abgeändert wurde, folgenden

Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird Folge gegeben. Die Beschlüsse der Vorinstanzen werden aufgehoben. Die Rechtssache wird zur Ergänzung der Verhandlung und neuen Entscheidung an das Erstgericht zurückverwiesen.

Text

Begründung:

Die Antragsteller sind zu 54/919-Anteilen Miteigentümer der Liegenschaft EZ 164 KG ***** mit dem Haus ***** und Wohnungseigentümer der im Erdgeschoss dieses Hauses gelegenen, aus vier Zimmern, Küche, Vorraum, Bad, WC, Abstellraum, Balkon und Kellerabteil bestehenden Wohnung Nr 4. Die Antragsgegner sowie die Eheleute Dipl.-Ing. Alfons und Gertrude S***** und Walter O***** sind die übrigen Miteigentümer der genannten Liegenschaft und Wohnungseigentümer der in dem darauf errichteten Haus befindlichen Wohnungen.

Die Antragsteller wollen an ihrer Wohnung bauliche Änderungen vornehmen, die darauf hinauslaufen, die Vier-Zimmer-Wohnung in drei unter Belassung der bisherigen Wohnungstür erreichbare Kleinwohnungen zu verwandeln. Sie haben einen Teil der Umbauarbeiten bereits vorgenommen, mussten diese aber über baupolizeilichen Auftrag einstellen. Die Umbauarbeiten werden dahin beschrieben, dass a) straßenseitig im mittleren Raum zwei Kochnischen, zwei Sanitäranlagen und zwei Vorzimmer errichtet werden sollen, wobei je eine dieser Räumlichkeiten zu einem der je beiderseits anschließenden Zimmer gehören soll; b) hofseitig in dem Teil, in welchem sich Küche, Vorzimmer und Bad befinden, Bad und WC zusammengefasst sowie ein Teil des Vorzimmers zu einer Küche umgestaltet werden soll, wobei die seinerzeitige Küche als Wohnraum verbleibt.

Die Antragsteller begehrten - nachdem die Eheleute S***** und Walter O***** vor dem Erstgericht erklärt hatten, dem Umbauvorhaben der Antragsteller zuzustimmen und sich dem Verfahren nicht anschließen zu wollen -, die Antragsgegner schuldig zu erkennen, die zuvor unter a) und b) angeführten Arbeiten laut Plan des Stadtbau- und Zimmermeisters Ing. Franz L***** zu dulden und das auf diese Arbeiten Bezug nehmende Ansuchen um Baubewilligung zu unterfertigen.

Die Antragsgegner sprachen sich wegen unzumutbarer Beeinträchtigung ihrer schutzwürdigen Interessen gegen den Antrag aus und wendeten insbesondere ein, dass es durch den Einbau von zwei weiteren Küchen, Bädern und Toiletten einerseits zu einer erhöhten Lärmbelästigung und Betriebskostenbelastung sowie andererseits zu Eingriffen in die Substanz des Hauses und zu einer Änderung der Nutzwerte käme.

Die Antragsteller erklärten demgegenüber, sie seien bereit, die Toiletten - was technisch möglich sei - lärmschutzmäßig derart auszustatten, dass andere Wohnungsinhaber durch deren Benützung nicht gestört würden.

Das Erstgericht trug den Antragsgegnern auf, die oben unter a) und b) angeführten Umbauarbeiten zu dulden und bei sonstiger Exekution ein auf diese Arbeiten Bezug nehmendes Ansuchen um Baubewilligung im Sinne des angeschlossenen, einen integrierenden Bestandteil seines Beschlusses bildenden Ansuchens binnen 14 Tagen zu unterfertigen.

In der Begründung stellte das Erstgericht - gestützt auf ein von ihm eingeholtes Sachverständigengutachten - die örtliche Situation und die geplanten Umbauarbeiten im Detail dar. Danach bestehen einige der im Zuge der bereits unternommenen Arbeiten errichteten Trennwände aus 8 cm starkem Ytong-Mauerwerk, welches bis knapp unter die Decke geführt ist. Die Antragsteller beabsichtigen, zur Vermeidung von Lärmbelästigungen die Fuge zwischen Leichtwand und darüber befindlicher Geschoßdecke mit einer lärmdämmenden Isolierschichte zu füllen und die Deckenuntersichten der Sanitärräume mit einer Schalldämmung auszustatten. Oberhalb der geplanten neuen straßenseitigen Sanitärräume befindet sich die im ersten Obergeschoss gelegene Wohnung des Antragsgegners Herbert W*****.

Für die Schaffung der geplanten drei Kleinwohnungen ist es notwendig, vorhandene Räume durch die Errichtung von Zwischenwänden zu unterteilen. Die Abwässer des hofseitigen Badezimmers werden über den ehemaligen Fallstrang abgeführt, für die beiden straßenseitigen Badezimmer wurde eine neue Kunststoffleitung verlegt, welche nach Auskunft der Antragsteller eine ursprüngliche Eternitleitung mit 70 mm Durchmesser ersetzt. Dieser Abflussstrang wurde - wie bereits die ursprüngliche Leitung - in das straßenseitige Fallrohr eingeschlaucht. Die Wasserversorgung der Sanitärräume erfolgt vom Keller über senkrechte Versorgungsstränge, die Verteilerleitungen sind in den Zwischenräumen untergebracht.

Durch die von den Antragstellern vorgesehenen baulichen Maßnahmen wird keine Schädigung des Hauses herbeigeführt. Die ursprüngliche rechnerische Belastung der Kellergeschoße wird durch die zusätzliche Belastung nicht überschritten. Die Abflussleitung des hofseitigen Badezimmers folgt dem ursprünglichen Strang, für die beiden neuen, straßenseitigen Sanitärräume wurde eine ehemalige Eternitleitung durch ein neues Kunststoffrohr ersetzt. Da der Abflussquerschnitt vergrößert wurde, musste die Öffnung der Kellerdecke vergrößert werden. Da es sich jedoch um eine Stahlbetonplatte handelt, ist durch diese Maßnahme weder die Substanz des Hauses gefährdet noch irgendein statischer Nachteil gegeben. Die äußere Erscheinung des Hauses wird dann nicht verändert, wenn die ursprünglichen straßen- und hofseitigen Fenster entweder belassen oder durch solche Fenster ersetzt werden, die eine Veränderung nicht mehr erkennen lassen. Die vorgesehenen Umbaumaßnahmen bedingen auch keine Gefahr für die Sicherheit von Personen, des Hauses oder anderer Sachen. Eine Lärmbelästigung ist nur für die unmittelbar darüber befindliche Wohnung des Antragsgegners Herbert W***** zu erwarten, deren Räumlichkeiten sich oberhalb der neu zu errichtenden, straßenseitigen Sanitärräume befinden. Dieses Problem ist jedoch aus technischer Sicht zu beherrschen. Wenn die Antragsteller tatsächlich die angegebenen baulichen Maßnahmen, nämlich die Isolierung der Wände gegen Körperschall und der Deckenuntersichten gegen Luftschall, ausführen, sind keine nachteiligen Auswirkungen zu erwarten. Die hofseitige Toilette wurde zwar umgestaltet, wird jedoch in Anbetracht der vorgesehenen Nutzung keine höhere Lärmquelle darstellen.

Hieraus ergibt sich, dass aus rein technischer Sicht durch das Bauvorhaben der Antragsteller für die übrigen Wohnungseigentümer keine nachteiligen Auswirkungen zu erwarten sind. Gemeinsame Einrichtungen werden nur durch die Benützung des gemeinsamen Stiegenhauses sowie die Einschlauchung der beiden straßenseitigen Sanitärräume in den bestehenden Fallstrang in Anspruch genommen.

Im Rahmen der rechtlichen Beurteilung ging das Erstgericht unter Hinweis auf die Sachverhaltsfeststellungen davon aus, dass die gegenständlichen Umbauarbeiten keine Schädigung des Hauses, keine Beeinträchtigung von Interessen anderer Wohnungseigentümer und keine Gefahr für die Sicherheit von Personen und Sachen zur Folge hätten. Auch die von den Antragsgegnern in den Vordergrund gestellte Lärmbelästigung für die unmittelbar darüber liegende Wohnung sei beherrschbar und es seien bei der beabsichtigten Lärmdämmung keine nachteiligen Auswirkungen zu erwarten.

Die Möglichkeit eines Einflusses auf die Nutzwerte wurde vom Erstgericht verneint. Sie bildet seiner Ansicht nach aber auch keinen Grund zur Verweigerung der Zustimmung. Die Möglichkeit, dass sich der Betriebskostenanteil durch die Schaffung von drei Kleinwohnungen ändern könnte, sei für das gegenständliche Verfahren gleichfalls unerheblich. Sowohl eine allfällige Änderung der Betriebskosten als auch eine solche von Nutzwerten wäre, so führte das Erstgericht aus, Grundlage eines eigenen Verfahrens.

Die vom Antrag abweichende Fassung des Spruchs hinsichtlich der Verpflichtung der Antragsgegner, ein Ansuchen um Baubewilligung zu unterfertigen, wurde vom Erstgericht vor allem aus der Bestimmung des § 58 lit e (richtig wohl: c) der Steiermärkischen Bauordnung 1968 abgeleitet, wonach dem Ansuchen um Baubewilligung die Zustimmungserklärung der Grundeigentümer anzuschließen sei.

Das Rekursgericht wies den Antrag der Antragsteller infolge Rekurses der Antragsgegner ab. Es führte aus:

Nach § 13 Abs 2 WEG sei der Wohnungseigentümer zu Änderungen (einschließlich Widmungsänderungen) an der im Wohnungseigentum stehenden Wohnung unter bestimmten Voraussetzungen berechtigt. Diese Bestimmung bezwecke nach den Erläuternden Bemerkungen zur Regierungsvorlage (abgedruckt in Meinhart, WEG 1975, 129 f), die Grundsätze des § 18 Abs 1 und 2 MG ausdrücklich mit der Erweiterung in das Wohnungseigentumsrecht einzuführen, dass das Erfordernis einer baubehördlichen Bewilligung allein den Anspruch des Wohnungseigentümers auf Gestattung der dort genannten Änderungen im Inneren seiner Wohnung unter allfälliger Inanspruchnahme anderer Teile der Liegenschaft nicht aufhebe, bzw dass die anderen Miteigentümer auch verpflichtet seien, die zur Vornahme dieser Änderungen allenfalls erforderliche Zustimmung zur Einholung einer behördlichen Bewilligung zu erteilen. Auch Widmungsänderungen, bestimmte Änderungen im Bestand des Gegenstands des Wohnungseigentums und Änderungen, bei denen Teile der Liegenschaft in Anspruch genommen würden, die um Wohnungseigentum eines anderen Miteigentümers stünden, würden von dieser Bestimmung erfasst. Die Grenze der Verfügungsmacht des Miteigentümers über den ihm zur Alleinbenützung überlassenen Teil der gemeinsamen Sache liege dort, wo wichtige Interessen der übrigen Miteigentümer berührt würden.

Soweit die Antragsgegner eine Beeinträchtigung solcher Interessen in der Möglichkeit von Lärmbelästigungen erblickten, die von den neu zu errichtenden Sanitärräumen ausgehen würden, müssten sie sich auf die durch ein Sachverständigengutachten gedeckten Sachverhaltsfeststellungen des Erstgerichts verweisen lassen, die im Rekursverfahren nicht bekämpft werden könnten. Das nur die Wohnung des Antragsgegners Herbert W***** betreffende Problem der Lärmbelästigung sei demnach „aus technischer Sicht zu beherrschen“, wenn die Antragsteller tatsächlich die erforderlichen baulichen Maßnahmen, nämlich die Isolierung der Wände gegen Körperschall und der Deckenuntersichten gegen Luftschall, ausführten. Eine bloße Absichtserklärung der Antragsteller biete allerdings keine Gewähr für eine derartige schalldichte Ausführung. Das vom Erstgericht als integrierender Bestandteil seines Beschlusses bezeichnete Ansuchen um Baubewilligung und die vorgelegten, dazugehörigen Beilagen (Bauplan Beilage D und Baubeschreibung Beilage C) enthielten keinen Hinweis auf eine solche besondere Bauausführung. Das Auftreten der von Sanitärräumen typischerweise ausgehenden Geräusche in Wohn- und Schlafräumen, die von derartigen Einwirkungen bisher verschont gewesen seien, würde eine im Sinne des § 13 Abs 2 Z 1 WEG beachtliche Beeinträchtigung schutzwürdiger Interessen darstellen. Im Ergebnis erweise sich der Rekurs der Antragsgegner daher auch aufgrund der vom Erstgericht getroffenen Feststellungen als gerechtfertigt.

Darüber hinaus könne auch der Ansicht des Erstgerichts nicht beigepflichtet werden, dass ein Einfluss der geplanten Änderungen auf die Nutzwerte im Verfahren nach § 26 Abs 1 Z 2 WEG unbeachtlich wäre. Die von den Antragstellern beabsichtigten Arbeiten liefen auf eine Gesamtänderung des Wohnungseigentumsobjekts hinaus und beeinflussten den Gebrauchsumfang und damit eines der für die Nutzwertbestimmung maßgeblichen Elemente. Darin liege ein Eingriff in die Rechtssphäre der anderen Miteigentümer. Auch der vom Erstgericht in Betracht gezogene „Umstand, dass der Anteil an Betriebskosten wie Wassergebühren, Müllabfuhr, etc durch die Schaffung von drei Kleinwohnungen sich ändern könnte“, weise auf einen Eingriff in die Rechtssphäre der übrigen Miteigentümer hin. Die zu gewärtigende faktische Erhöhung des im Bereich der Antragsteller verursachten Betriebskostenaufwands bei gleichbleibendem Verhältnis der Miteigentumsanteile führe zu einer Mehrbelastung der übrigen Miteigentümer. Die von den Antragstellern beabsichtigten Änderungen griffen in die Substanz ein. Zwar seien im Sinne des § 13 Abs 2 WEG auch Substanzänderungen zulässig, die nach der Verkehrsanschauung - gemessen an der ständig fortschreitenden Wohnkultur, an den sich wandelnden technischen und wirtschaftlichen Anforderungen - oder aus wichtigen Interessen des Wohnungseigentümers geboten seien (vgl Meinhard aaO 132). Solche Voraussetzungen lägen hier aber nicht vor. Wichtige Interessen der Antragsteller an den begehrten Änderungen seien nicht einmal behauptet worden.

Gegen den abändernden Beschluss des Rekursgerichts richtet sich der auf die Wiederherstellung des erstgerichtlichen Beschlusses gerichtete Revisionsrekurs der Antragsteller, dem im Sinne einer Aufhebung der Beschlüsse der Vorinstanzen und einer Zurückverweisung der Sache zur Ergänzung der Verhandlung und neuen Entscheidung an das Erstgericht Berechtigung zukommt.

Gegen die Zulässigkeit eines Verfahrens nach § 26 WEG zur Erwirkung der Zustimmung der übrigen Mit-(Wohnungs-)eigentümer zum Ansuchen um eine nachträgliche Baubewilligung und zur Erwirkung der Unterfertigung der hiezu erforderlichen Urkunden und Pläne durch diese bestehen keine Bedenken (§ 13 Abs 2 iVm § 26 Abs 1 Z 2 WEG; Zingher, MG18, 289; MietSlg 30.561/28, MietSlg 32.486).

Zunächst wenden sich die Antragsteller gegen die Auffassung des Rekursgerichts, ihr Antrag sei schon deshalb abzuweisen gewesen, weil das von den Antragsgegnern zu unterfertigende Ansuchen um Baubewilligung samt Beilagen keinen Hinweis auf die vorgesehenen Isolierungsarbeiten enthalte. Die Vorschreibung derartiger Arbeiten sei - so führen die Antragsteller aus - ausschließlich Sache der zuständigen Baubehörde. Überdies hätten sie sich ohnehin im gegenständlichen Verfahren bereit erklärt, die zur Verhinderung der Lärmbelästigung notwendigen Arbeiten durchzuführen, sodass der Antragsgegner Herbert W***** aufgrund dieser Erklärung sogar einen klagbaren Anspruch auf Durchführung der Arbeiten habe.

Rechtliche Beurteilung

Dazu ist wie folgt Stellung zu nehmen:

Die privatrechtliche Frage, ob die übrigen Miteigentümer einer Liegenschaft bestimmte Änderungen eines Wohnungseigentümers an seiner im Wohnungseigentum stehenden Wohnung im Sinne der §§ 13 Abs 2 und 26 Abs 1 Z 2 WEG zu dulden und bejahendenfalls, wenn für diese Änderungen eine behördliche Bewilligung erforderlich ist, die zu deren Erwirkung notwendige Zustimmung zu erteilen haben, ist vom Gericht zu entscheiden. Um diese Entscheidung zu ermöglichen, hat der Antragsteller die Änderungen sowie die Art und Weise ihrer Durchführung in seinem Antrag so genau zu beschreiben, aber auch das Ansuchen um Baubewilligung und die diesem anzuschließenden Beilagen derart abzufassen, dass das Vorliegen der privatrechtlichen Voraussetzungen der Duldungs- und Zustimmungspflicht der übrigen Miteigentümer, also insbesondere des § 13 Abs 2 WEG, verlässlich beurteilt werden kann. Das gilt nicht nur für die vom Rekursgericht besonders hervorgehobene Frage der Schallisolierung, sondern auch für die - im Sachverständigengutachten gleichfalls berührte - Gestaltung der straßen- und hofseitigen Fenster der Wohnung der Antragsteller. Es geht nicht an, die Antragsgegner in dieser Beziehung auf die zu erwartenden öffentlich-rechtlichen Vorschreibungen der zuständigen Baubehörde und auf die Wahrung ihrer Interessen im Bauverfahren oder darauf zu verweisen, dass sie die Antragsgegner aufgrund deren Erklärung im gegenständlichen Verfahren erforderlichenfalls im Klageweg in Anspruch nehmen könnten.

Allerdings darf der Antrag der Antragsteller entgegen der Auffassung des Rekursgerichts deswegen nicht sogleich abgewiesen werden, ohne diesen vorher nach Erörterung der Sach- und Rechtslage die Gelegenheit zu geben, ihren Antrag und dessen Beilagen - insbesondere im Hinblick auf das vom Erstgericht eingeholte Sachverständigengutachten entsprechend zu modifizieren bzw zu vervollständigen (§ 26 Abs 2 WEG iVm § 2 Abs 2 Z 5 AußStrG einerseits und § 26 Abs 1 WEG sowie § 405 ZPO andererseits; Meinhart aaO 208, 210 f; vgl MietSlg XXXI/22 S 471).

Diese Erwägungen führen zur Aufhebung der Beschlüsse der Vorinstanzen und zur Zurückverweisung der Sache zur Ergänzung der Verhandlung und neuen Entscheidung an das Erstgericht.

Die Antragsteller bekämpfen ferner die Ansicht des Rekursgerichts, die verfahrensgegenständlichen Änderungen stellten einen Eingriff in die Substanz und damit in die Rechtssphäre der übrigen Miteigentümer dar, ohne dass die für die Zulässigkeit eines derartigen Eingriffs erforderlichen Voraussetzungen gegeben wären. Sie meinten, die in Rede stehenden Änderungen beträfen entweder ausschließlich das Innere der ihnen gehörigen Eigentumswohnung (§ 13 Abs 2 Z 1 WEG) oder könnten im Sinne des zweiten Halbsatzes des § 13 Abs 2 Z 2 WEG jedenfalls nicht untersagt werden, sodass die Frage, ob die Änderungen einem wichtigen Interesse der Antragsteller dienten, gänzlich außer Betracht bleiben könne. Der von den Antragsgegnern behauptete Einfluss der Änderungen auf die Nutzwerte und Betriebskosten sei erst in einem nach Durchführung der Umbauarbeiten auf Antrag der Antragsgegner einzuleitenden Verfahren zur Neufestsetzung der Nutzwerte von Bedeutung.

Dazu ist auszuführen:

Der Oberste Gerichtshof hat bereits ausgesprochen (MietSlg 30.561/28), dass § 13 Abs 2 Z 1 WEG demonstrativ Kriterien aufzählt, die eine Änderung unzulässig machen, gleichgültig, welche Teile der Liegenschaft davon nachteilig betroffen werden. Der Hinweis auf die Beeinträchtigung schutzwürdiger Interessen der anderen Miteigentümer lässt erkennen, dass auf den Einzelfall abzustellen ist und alle in Betracht kommenden Umstände der Interessenbeeinträchtigung zu berücksichtigen sind, wobei es nicht nur auf die Interessenlage einzelner Miteigentümer untereinander, sondern auch auf die Benützungssituation der gesamten Liegenschaft ankommen kann. Es sind auch die einzelnen Änderungen nicht für sich, sondern in ihrer Gesamtheit zu beurteilen, sodass hier eine Einordnung der einzelnen Änderungen in die Kategorien der Z 1 bis 3 des § 13 Abs 2 WEG und deren gesonderte Beurteilung nach den jeweils für die einzelne Kategorie aufgestellten Erfordernissen allein nicht zielführend sein kann. Es ist vielmehr nach den Feststellungen davon auszugehen, dass im gegenständlichen Fall mit dem Umbau der Eigentumswohnung der Antragsteller in drei Kleinwohnungen Änderungen sämtlicher Kategorien des § 13 Abs 2 WEG angestrebt werden. Die (privatrechtliche) Zulässigkeit des Umbaus der Eigentumswohnung der Antragsteller in drei Kleinwohnungen ist daher als - wie dem Rekursgericht beizupflichten ist - nicht der Übung des Verkehrs entsprechend von der mangelnden Beeinträchtigung schutzwürdiger Interessen der anderen Miteigentümer, vom Gegebensein wichtiger Interessen der Antragsteller und von der billigen Abwägung aller Interessen abhängig; in die Interessenabwägung sind also nicht nur die Interessen der Antragsgegner, sondern auch jene der Antragsteller einzubeziehen.

Dass nicht jede bauliche Veränderung, die eine Veränderung der Nutzwerte nach sich zieht, schon einen empfindlichen Eingriff in die Rechtssphäre der übrigen Miteigentümer und damit eine Beeinträchtigung ihrer schutzwürdigen Interessen im Sinne des § 13 Abs 2 Z 1 WEG darstellt, wurde in der vorgenannten Entscheidung MietSlg 30.561/28 gleichfalls bereits dargelegt. Ergänzend sei in diesem Zusammenhang - da noch nicht feststeht, ob im gegenständlichen Fall eine Parifizierung nach § 2 WEG 1948 der eine Nutzwertfestsetzung nach § 3 Abs 1 WEG 1975 stattfand - auf die Entscheidung MietSlg 32.479/10 verwiesen.

Da die Entscheidung über die Duldungs- und Zustimmungspflicht der Antragsgegner im Sinne des § 13 Abs 2 WEG auch vom Einfluss der von den Antragstellern angestrebten Änderungen auf die Nutzwerte der Wohnungseigentumsobjekte des gegenständlichen Hauses abhängt, kann diese Frage nicht erst einem nach Durchführung der Umbauarbeiten einzuleitenden Verfahren auf Neufestsetzung der Nutzwerte überlassen werden.

Das gegenständliche Verfahren erweist sich mithin auch in Bezug auf die in die Interessenbeurteilung dazubeziehenden Umstände als ergänzungsbedürftig.

Was schließlich den von den Antragsgegnern im Rekurs gegen den erstgerichtlichen Beschluss erhobenen Einwand betrifft, es könne niemand zur Unterschriftsleistung gezwungen werden, sie lehnten es weiterhin ab, ein Ansuchen der Antragsteller um baubehördliche Bewilligung der verfahrensgegenständlichen Änderungen zu unterfertigen, so ist zu sagen:

Nach § 58 der Steiermärkischen Bauordnung 1968 sind dem Ansuchen um Bewilligung unter anderem die Zustimmungserklärung des Grundeigentümers (lit c), die Baupläne in zweifacher Ausfertigung (lit d) und eine Baubeschreibung in zweifacher Ausfertigung (lit e) anzuschließen. Die Baupläne, die Baubeschreibung und allfällige weitere Nachweise (etwa solche über die Einhaltung des Schallschutzes; vgl Mauthner-Sölkner, Bauvorschriften für das Land Steiermark3, 161 FN 3 zu § 59 der Steiermärkischen Bauordnung 1968) sind gemäß § 60 Abs 1 der Steiermärkischen Bauordnung 1968 unter anderem auch vom Grundeigentümer zu unterfertigen. Durch die Unterfertigung der Baupläne wird deren Herkunft und zugleich das Einverständnis der an der Bauführung beteiligten Personen klargestellt (Mauthner-Sölkner aaO, 162, FN 1 zu § 60 der Steiermärkischen Bauordnung 1968).

Wenn der Verpflichtete nach Inhalt des Exekutionstitels eine Willenserklärung abzugeben hat, gilt diese Erklärung als abgegeben, sobald das Urteil die Rechtskraft erlangt hat oder ein anderer Exekutionstitel gleichen Inhalts, etwa ein im Verfahren nach § 26 WEG ergangener Beschluss, zum Antrag auf Exekutionsbewilligung berechtigt (§ 367 Abs 1 EO). Es macht keinen Unterschied aus, ob es im Titel heißt, der Verpflichtete sei schuldig, einer genau angeführten Vertragsregelung zuzustimmen oder eine diesbezügliche Urkunde zu unterfertigen. In der Regel wird daher die Unterfertigung im Sinne des § 367 Abs 1 EO als geschehen zu erachten sein, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob die Erklärung an den aus dem Exekutionstitel berechtigten oder an einen Dritten, etwa an eine Behörde, zu richten ist. Sollte aus besonderen Gründen die tatsächliche Unterfertigung erforderlich sein, käme eine Exekutionsführung nach § 354 EO in Betracht (Heller-Berger-Stix 2609 f und 2612 f).

Es war daher dem Revisionsrekurs Folge zu geben und spruchgemäß zu entscheiden.

Textnummer

E94853

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:0050OB00047.81.1222.000

Im RIS seit

17.09.2010

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2010

Dokumentnummer

JJT_19811222_OGH0002_0050OB00047_8100000_000