Rechtssatz für 7Ob243/73 8Ob167/78

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0019854

Geschäftszahl

7Ob243/73; 8Ob167/78

Entscheidungsdatum

21.11.1978

Rechtssatz

Der Verkäufer ist schuldig, die Sache in jenem Zustand zu übergeben, an dem sie sich im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses befunden hat.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 243/73
    Entscheidungstext OGH 24.01.1974 7 Ob 243/73
    Veröff: JBl 1974,423
  • 8 Ob 167/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 8 Ob 167/78
    Veröff: SZ 51/163

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0019854

Dokumentnummer

JJR_19740124_OGH0002_0070OB00243_7300000_002

Rechtssatz für 8Ob167/78

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0030260

Geschäftszahl

8Ob167/78

Entscheidungsdatum

21.11.1978

Rechtssatz

Dem Eigentümer einer verkauften, aber noch nicht übergehenden Sache steht grundsätzlich als dinglich Berechtigtem der sich aus der Beschädigung einer Sache ergebende Ersatzanspruch gegen den Schädiger zu.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 167/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 8 Ob 167/78
    Veröff: SZ 51/163

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0030260

Dokumentnummer

JJR_19781121_OGH0002_0080OB00167_7800000_001

Rechtssatz für 2Ob137/70 2Ob236/70 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0030308

Geschäftszahl

2Ob137/70; 2Ob236/70; 6Ob68/71; 2Ob69/72; 8Ob213/72; 8Ob228/72; 1Ob120/73; 8Ob237/72; 8Ob190/73; 8Ob124/74; 8Ob21/75; 8Ob89/75; 7Ob96/75 (7Ob97/75); 2Ob93/76; 8Ob19/78; 2O29/78; 8Ob167/78; 1Ob756/78; 8Ob506/79; 8Ob138/80; 2Ob255/81; 6Ob778/82; 8Ob535/82; 2Ob57/83; 8Ob8/84; 8Ob82/85; 8Ob3/86; 5Ob65/88; 2Ob152/01v; 2Ob162/06x; 2Ob158/07k; 7Ob270/08v

Entscheidungsdatum

29.04.2009

Rechtssatz

Bei der Beschädigung einer Sache besteht die Ersatzleistung regelmäßig in der Reparatur.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 137/70
    Entscheidungstext OGH 22.10.1970 2 Ob 137/70
    Veröff: SZ 43/186 = JBl 1971,364 = ZVR 1971/155 S 210
  • 2 Ob 236/70
    Entscheidungstext OGH 05.11.1970 2 Ob 236/70
    Veröff: ZVR 1971/125 S 157
  • 6 Ob 68/71
    Entscheidungstext OGH 04.06.1971 6 Ob 68/71
    Veröff: JBl 1972,149
  • 2 Ob 69/72
    Entscheidungstext OGH 02.11.1972 2 Ob 69/72
  • 8 Ob 213/72
    Entscheidungstext OGH 14.11.1972 8 Ob 213/72
  • 8 Ob 228/72
    Entscheidungstext OGH 28.11.1972 8 Ob 228/72
    Veröff: ZVR 1974/69 S 113
  • 1 Ob 120/73
    Entscheidungstext OGH 04.07.1973 1 Ob 120/73
    Veröff: ImmZ 1973,270 = MietSlg 25175
  • 8 Ob 237/72
    Entscheidungstext OGH 05.12.1972 8 Ob 237/72
    Veröff: ZVR 1974/19 S 19
  • 8 Ob 190/73
    Entscheidungstext OGH 06.11.1973 8 Ob 190/73
  • 8 Ob 124/74
    Entscheidungstext OGH 09.07.1974 8 Ob 124/74
    Beisatz: Ob repariert wird, bleibt dem Geschädigten überlassen. (T1) Veröff: ZVR 1975/79 S 116
  • 8 Ob 21/75
    Entscheidungstext OGH 26.02.1975 8 Ob 21/75
  • 8 Ob 89/75
    Entscheidungstext OGH 14.05.1975 8 Ob 89/75
    Beis wie T1; Veröff: RZ 1986/3 S 16 = ZVR 1976/15 S 17
  • 7 Ob 96/75
    Entscheidungstext OGH 10.07.1975 7 Ob 96/75
    Beis wie T1; Veröff: JBl 1976,44
  • 2 Ob 93/76
    Entscheidungstext OGH 08.07.1976 2 Ob 93/76
    Veröff: ZVR 1977/237 S 298
  • 8 Ob 19/78
    Entscheidungstext OGH 15.02.1978 8 Ob 19/78
    Beisatz: Zu den Wiederherstellungskosten zählt auch die von den Instandsetzungskosten zu entrichtende Umsatzsteuer, ohne deren Bezahlung die Schadensbehebung nicht vollständig abgegolten wäre. (T2) Veröff: EvBl 1978/191 S 603 = ZVR 1978/372
  • 2 O 29/78
    Entscheidungstext OGH 30.03.1978 2 O 29/78
    Veröff: SZ 51/37 = ZVR 1978/289 S 346
  • 8 Ob 167/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 8 Ob 167/78
    Veröff: SZ 51/163
  • 1 Ob 756/78
    Entscheidungstext OGH 06.12.1978 1 Ob 756/78
    Beis wie T1; Veröff: SZ 51/175
  • 8 Ob 506/79
    Entscheidungstext OGH 29.03.1979 8 Ob 506/79
  • 8 Ob 138/80
    Entscheidungstext OGH 02.10.1980 8 Ob 138/80
    Beis wie T1
  • 2 Ob 255/81
    Entscheidungstext OGH 26.01.1982 2 Ob 255/81
    Veröff: ZVR 1982/328 S 278
  • 6 Ob 778/82
    Entscheidungstext OGH 13.10.1982 6 Ob 778/82
    Beisatz: Diese vom Schädiger zu leistende Naturalrestitution wird bei der Beschädigung eines Kraftfahrzeuges in der Regel allerdings untunlich sein, weshalb der Geschädigte Anspruch auf Ersatz der zur Wiederherstellung notwendigen Aufwendungen hat. Vereinbaren die Parteien aber die Naturalherstellung durch den Schädiger, dann kann der Geschädigte keinen Geldersatz fordern. (T3)
  • 8 Ob 535/82
    Entscheidungstext OGH 02.12.1982 8 Ob 535/82
    Auch; Beis wie T1
  • 2 Ob 57/83
    Entscheidungstext OGH 26.04.1983 2 Ob 57/83
  • 8 Ob 8/84
    Entscheidungstext OGH 10.05.1984 8 Ob 8/84
  • 8 Ob 82/85
    Entscheidungstext OGH 09.01.1986 8 Ob 82/85
    Veröff: ZVR 1987/38 S 118
  • 8 Ob 3/86
    Entscheidungstext OGH 03.07.1986 8 Ob 3/86
    Veröff: ZVR 1987/94 S 282
  • 5 Ob 65/88
    Entscheidungstext OGH 20.06.1989 5 Ob 65/88
  • 2 Ob 152/01v
    Entscheidungstext OGH 27.06.2002 2 Ob 152/01v
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T3 nur: Diese vom Schädiger zu leistende Naturalrestitution wird bei der Beschädigung eines Kraftfahrzeuges in der Regel allerdings untunlich sein, weshalb der Geschädigte Anspruch auf Ersatz der zur Wiederherstellung notwendigen Aufwendungen hat. (T4); Beisatz: Bei der Frage der Wertberechnung ist die Umsatzsteuer jedenfalls zu berücksichtigen. (T5)
  • 2 Ob 162/06x
    Entscheidungstext OGH 23.03.2007 2 Ob 162/06x
  • 2 Ob 158/07k
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 158/07k
    Beisatz: Grundsätzlich bilden immer dann, wenn eine technisch einwandfreie Reparatur möglich und wirtschaftlich noch zweckmäßig ist, deren Kosten die Grundlage des Ersatzanspruchs. (T6); Veröff: SZ 2008/91
  • 7 Ob 270/08v
    Entscheidungstext OGH 29.04.2009 7 Ob 270/08v
    Auch; Beis wie T6

Schlagworte

Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0030308

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.11.2011

Dokumentnummer

JJR_19701022_OGH0002_0020OB00137_7000000_003

Rechtssatz für 6Ob205/72 2Ob109/78 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0022513

Geschäftszahl

6Ob205/72; 2Ob109/78; 8Ob167/78; 3Ob657/82; 5Ob120/10y

Entscheidungsdatum

15.07.2010

Rechtssatz

Die Forderung auf Ersatz des Schadens entsteht bereits mit dem Ereignis, welches den Schaden verursacht. Es kommt dabei, abgesehen von den Fällen des immateriellen Schadens, nicht auf das subjektive Empfinden des Geschädigten, sondern darauf an, ob dem Geschädigten ein (objektiv feststellbarer) Nachteil "an Vermögen, Rechten oder an seiner Person zugefügt worden ist" (Paragraph 1293, ABGB).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 205/72
    Entscheidungstext OGH 18.01.1973 6 Ob 205/72
  • 2 Ob 109/78
    Entscheidungstext OGH 29.06.1978 2 Ob 109/78
    Vgl; nur: Die Forderung auf Ersatz des Schadens entsteht bereits mit dem Ereignis, welches den Schaden verursacht. (T1)
  • 8 Ob 167/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 8 Ob 167/78
    nur T1; Veröff: SZ 51/163
  • 3 Ob 657/82
    Entscheidungstext OGH 12.01.1983 3 Ob 657/82
    Auch; nur T1
  • 5 Ob 120/10y
    Entscheidungstext OGH 15.07.2010 5 Ob 120/10y
    Auch; ähnlich nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0022513

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.08.2010

Dokumentnummer

JJR_19730118_OGH0002_0060OB00205_7200000_001

Rechtssatz für 7Ob606/77 8Ob167/78 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0032610

Geschäftszahl

7Ob606/77; 8Ob167/78; 7Ob45/79; 1Ob329/97g; 5Ob69/10y; 7Ob110/17b

Entscheidungsdatum

27.09.2017

Rechtssatz

Der Inhalt der abgetretenen Forderung bestimmt sich im Zweifel nach dem Inhalt der Forderung, die dem Übergeber gegen den Schuldner zusteht.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 606/77
    Entscheidungstext OGH 17.11.1977 7 Ob 606/77
    Veröff: SZ 50/150 = QuHGZ 1978 H4/164
  • 8 Ob 167/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 8 Ob 167/78
    Veröff: SZ 51/163
  • 7 Ob 45/79
    Entscheidungstext OGH 18.10.1979 7 Ob 45/79
    Veröff: SZ 52/149
  • 1 Ob 329/97g
    Entscheidungstext OGH 28.10.1997 1 Ob 329/97g
    Auch; Beisatz: Durch die Zession kommt es zu keiner inhaltlichen Veränderung der abgetretenen Forderung. (T1)
  • 5 Ob 69/10y
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 5 Ob 69/10y
    Auch; Beis wie T1
  • 7 Ob 110/17b
    Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 110/17b

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0032610

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.10.2017

Dokumentnummer

JJR_19771117_OGH0002_0070OB00606_7700000_002

Rechtssatz für 2Ob137/70 2Ob236/70 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0030285

Geschäftszahl

2Ob137/70; 2Ob236/70; 2Ob146/70; 2Ob69/72; 8Ob213/72; 8Ob228/72; 2Ob235/72; 8Ob69/73; 7Ob151/73; 2Ob146/74; 8Ob124/74; 8Ob256/74; 8Ob20/75; 2Ob93/76; 8Ob187/76; 1Ob1/78 (1Ob2/78); 1Ob760/77; 8Ob93/78; 8Ob167/78; 8Ob42/80; 8Ob138/80; 2Ob226/82; 8Ob535/82; 2Ob153/83; 8Ob220/83; 2Ob13/84; 8Ob8/84; 2Ob65/84; 8Ob82/85; 2Ob35/86; 2Ob40/87; 1Ob40/87; 2Ob19/89; 4Ob525/90; 2Ob128/89; 2Ob53/90; 6Ob565/92; 4Ob1554/95; 1Ob620/94; 4Ob2088/96d; 1Ob331/98b; 8Ob318/98t; 1Ob358/98y; 6Ob246/02y; 6Ob139/04s; 6Ob70/05w; 2Ob158/07k; 6Ob134/08m; 1Ob103/08s; 2Ob116/08k; 1Ob16/09y; 2Ob249/08v; 4Ob80/12m; 2Ob18/13f; 4Ob157/13m; 1Ob62/19b

Entscheidungsdatum

25.09.2019

Rechtssatz

Ersatz der Reparaturkosten, wenn Reparatur möglich und wirtschaftlich ("tunlich") ist, ohne Rücksicht, ob der Geschädigte die Reparatur vornehmen ließ oder das Fahrzeug im beschädigten Zustand veräußerte und welchen Erlös er dabei erzielte.

Anmerkung

Bem zu RS: Zur neuen gegenteiligen Rechtsprechung zur Begrenzung der fiktiven Reparaturkosten mit der objektiven Wertminderung siehe RS0022844.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 137/70
    Entscheidungstext OGH 22.10.1970 2 Ob 137/70
    Veröff: SZ 43/186 = JBl 1971,364 = ZVR 1971/155 S 210
  • 2 Ob 236/70
    Entscheidungstext OGH 05.11.1970 2 Ob 236/70
    Veröff: ZVR 1971/125 S 157
  • 2 Ob 146/70
    Entscheidungstext OGH 22.10.1970 2 Ob 146/70
    Veröff: ZVR 1971/100 S 129
  • 2 Ob 69/72
    Entscheidungstext OGH 02.11.1972 2 Ob 69/72
  • 8 Ob 213/72
    Entscheidungstext OGH 14.11.1972 8 Ob 213/72
  • 8 Ob 228/72
    Entscheidungstext OGH 28.11.1972 8 Ob 228/72
    Veröff: ZVR 1974/69 S 113
  • 2 Ob 235/72
    Entscheidungstext OGH 29.12.1972 2 Ob 235/72
  • 8 Ob 69/73
    Entscheidungstext OGH 15.05.1973 8 Ob 69/73
    Veröff: ZVR 1974/55 S 85
  • 7 Ob 151/73
    Entscheidungstext OGH 05.09.1973 7 Ob 151/73
    nur: Ohne Rücksicht welchen Erlös er dabei erzielte. (T1)
    Veröff: EvBl 1974/2 S 13 = VersR 1974,1041
  • 2 Ob 146/74
    Entscheidungstext OGH 30.05.1974 2 Ob 146/74
    Beisatz: Es kann für die Entscheidung nicht von Bedeutung sein, wenn der Kläger Ersatz der Reparaturkosten und der merkantilen Wertminderung mit der unrichtigen Prozessbehauptung verlangt, er habe das Fahrzeug reparieren lassen, wenn nur feststeht, dass die Reparatur den behaupteten Betrag gekostet hätte und dass das Fahrzeug auch im Falle der durchgeführten Reparatur noch eine merkantile Wertminderung aufgewiesen hätte. (T2)
  • 8 Ob 124/74
    Entscheidungstext OGH 09.07.1974 8 Ob 124/74
    Veröff: ZVR 1975/79 S 116
  • 8 Ob 256/74
    Entscheidungstext OGH 21.01.1975 8 Ob 256/74
    Vgl auch; Beisatz: Es ist Sache des Geschädigten, wie er den ihm als Schadensgutmachung zugekommenen Betrag verwendet. (T3)
  • 8 Ob 20/75
    Entscheidungstext OGH 12.03.1975 8 Ob 20/75
  • 2 Ob 93/76
    Entscheidungstext OGH 08.07.1976 2 Ob 93/76
  • 8 Ob 187/76
    Entscheidungstext OGH 24.11.1976 8 Ob 187/76
    Veröff: ZVR 1978/115 S 183
  • 1 Ob 1/78
    Entscheidungstext OGH 25.01.1978 1 Ob 1/78
    Beisatz: Hat er sie aber durchgeführt, sind nicht mehr die angemessenen Kosten fiktiv zu berechnen, sondern die tatsächlichen zu ersetzen. "Angemessene" Kosten sind daher nur dort zuzusprechen, wo die tatsächlichen noch nicht bekannt sind; soweit die Entscheidung JBl 1959,209 davon spricht, dass stets der Schätzungswert zu vergüten ist, kann ihr nicht gefolgt werden. (T4)
    Veröff: SZ 51/7
  • 1 Ob 760/77
    Entscheidungstext OGH 07.06.1978 1 Ob 760/77
    Veröff: SZ 51/78
  • 8 Ob 93/78
    Entscheidungstext OGH 28.06.1978 8 Ob 93/78
    Beisatz: Wird der zur Reparatur erforderliche Betrag nicht zur Instandsetzung, sondern für die Anschaffung eines Ersatzfahrzeuges verwendet, dient der Anspruch auf Ersatz der Umsatzsteuer in diesem Umfange dem Ausgleich des Substanzverlustes durch die Beschädigung. (T5)
    Veröff: ZVR 1979/132 S 143
  • 8 Ob 167/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 8 Ob 167/78
    Veröff: SZ 51/163
  • 8 Ob 42/80
    Entscheidungstext OGH 12.06.1980 8 Ob 42/80
    Veröff: ZVR 1981/95 S 114
  • 8 Ob 138/80
    Entscheidungstext OGH 02.10.1980 8 Ob 138/80
    nur: Ersatz der Reparaturkosten, wenn Reparatur möglich und wirtschaftlich ("tunlich") ist. (T6)
  • 2 Ob 226/82
    Entscheidungstext OGH 19.10.1982 2 Ob 226/82
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 8 Ob 535/82
    Entscheidungstext OGH 02.12.1982 8 Ob 535/82
    Auch
  • 2 Ob 153/83
    Entscheidungstext OGH 13.09.1983 2 Ob 153/83
    Beis wie T4 nur: Hat er sie aber durchgeführt, sind nicht mehr die angemessenen Kosten fiktiv zu berechnen, sondern die tatsächlichen zu ersetzen. (T7)
  • 8 Ob 220/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 220/83
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Dies gilt auch bei nur leichter Fahrlässigkeit des Schädigers. (T8)
  • 2 Ob 13/84
    Entscheidungstext OGH 10.04.1984 2 Ob 13/84
    Vgl; Beis wie T7; Beisatz: Wenn sie geringer waren als die fiktiven Reparaturkosten. (T9)
    Veröff: JBl 1985,41 (zustimmend Apathy) = ZVR 1985/344 S 375 = RZ 1984/86 S 255
  • 8 Ob 8/84
    Entscheidungstext OGH 10.05.1984 8 Ob 8/84
    nur T1
  • 2 Ob 65/84
    Entscheidungstext OGH 21.05.1985 2 Ob 65/84
    nur T1; Veröff: ZVR 1986/38 S 124
  • 8 Ob 82/85
    Entscheidungstext OGH 09.01.1986 8 Ob 82/85
    nur T6
  • 2 Ob 35/86
    Entscheidungstext OGH 09.09.1986 2 Ob 35/86
    Auch; Beis wie T4
  • 2 Ob 40/87
    Entscheidungstext OGH 28.10.1987 2 Ob 40/87
    Anm: Beisatz T10 wurde wegen missverständlichem Inhalt gelöscht. - Juli 2019 (T10)
    Veröff: JBl 1988,249
  • 1 Ob 40/87
    Entscheidungstext OGH 20.01.1988 1 Ob 40/87
    nur: Ersatz der Reparaturkosten, wenn Reparatur möglich und wirtschaftlich ("tunlich") ist, ohne Rücksicht, ob der Geschädigte die Reparatur vornehmen ließ. (T11)
    Beis wie T7
    Veröff: ZVR 1988/129 S 281
  • 2 Ob 19/89
    Entscheidungstext OGH 29.03.1989 2 Ob 19/89
  • 4 Ob 525/90
    Entscheidungstext OGH 03.04.1990 4 Ob 525/90
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 2 Ob 128/89
    Entscheidungstext OGH 28.03.1990 2 Ob 128/89
    Veröff: SZ 63/46 = VersR 1991,721 (Huber)
  • 2 Ob 53/90
    Entscheidungstext OGH 05.09.1990 2 Ob 53/90
    nur T11; Beis wie T5
  • 6 Ob 565/92
    Entscheidungstext OGH 04.02.1993 6 Ob 565/92
    nur T11; Veröff: SZ 66/17 = JBl 1993,786
  • 4 Ob 1554/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1995 4 Ob 1554/95
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 1 Ob 620/94
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 620/94
    Vgl; nur T11; Beis wie T3; Beisatz: Der Geschädigte hat Anspruch auf Ersatz der bloß fiktiven Wiederherstellungskosten, das sind die zur Wiederherstellung notwendigen und angemessenen Kosten, gleichgültig, ob er die Schadensbehebung tatsächlich durchführen lässt oder sonst wie verwendet. (T12)
    Veröff: SZ 68/101
  • 4 Ob 2088/96d
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2088/96d
    Auch; Beis wie T12; Beisatz: Daher kann nur maßgebend sein, wie hoch diese Kosten sein werden und nicht wie hoch sie im Schädigungszeitpunkt gewesen wären. (T13)
  • 1 Ob 331/98b
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 1 Ob 331/98b
    Vgl auch; Beis wie T12; Beisatz: Fiktive Schadensbehebungskosten sind nur bis zur Höhe der Minderung des gemeinen Werts der beschädigten Sache zu ersetzen, weil eine darüber hinausgehende Leistung gleichfalls eine den Aufgaben des Schadenersatzrechts widersprechende Bereicherung des Geschädigten auf Kosten des Schädigers bewirken würde. (T14)
  • 8 Ob 318/98t
    Entscheidungstext OGH 18.03.1999 8 Ob 318/98t
    Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T9
  • 1 Ob 358/98y
    Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 358/98y
    Ähnlich; Beisatz: Wie der Beschädigte den nach der Differenzmethode ermittelten Ersatzbetrag verwendet, ist für die rechtliche Beurteilung ebenso unerheblich wie die Frage, welchen Erlös er in der Folge für die Sache erzielen konnte. (T15)
  • 6 Ob 246/02y
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 246/02y
    Vgl; Beis wie T7; Beis wie T4
  • 6 Ob 139/04s
    Entscheidungstext OGH 25.11.2004 6 Ob 139/04s
    Auch
  • 6 Ob 70/05w
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 70/05w
    Auch; Beisatz: Der tatsächliche Aufwand ist für die Höhe des Ersatzes maßgebend. Der Ersatz ist der Höhe nach mit jenem des notwendigen Aufwands begrenzt. (T16)
  • 2 Ob 158/07k
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 158/07k
    Auch; Beis wie T12; Beisatz: Voraussetzung für die Berechnung des Schadens nach den fiktiven Reparaturkosten ist, dass eine technisch einwandfreie Reparatur möglich und nicht untunlich ist. (T17)
    Veröff: SZ 2008/91
  • 6 Ob 134/08m
    Entscheidungstext OGH 07.07.2008 6 Ob 134/08m
    Vgl; Beis wie T14; Beisatz: Auf dem Boden schadenersatzrechtlicher Grundsätze wird die Ersatzfähigkeit rein fiktiver Aufwendungen zur Schadensbehebung, denen eine reale Vermögenseinbuße nicht gegenübersteht, verneint. Anders ist die Rechtslage dagegen bei Sachschäden, die jedenfalls eine reale Vermögenseinbuße verursachen. Nur bei derartigen Schäden kann der Geschädigte den Ersatz bloß fiktiver Wiederherstellungskosten beanspruchen, mag er die Schadensbehebung schließlich tatsächlich durchführen oder über den Ersatzbetrag sonstwie verfügen, ist doch dessen Verwendung allein Sache des Geschädigten (1 Ob 331/98b). (T18)
    Beisatz: Warum für § 933a ABGB anderes gelten soll, ist nicht ersichtlich. Wird - wie im vorliegenden Fall - der Mangel nicht behoben, so hat der Übernehmer nur Anspruch auf Ersatz der Wertminderung und des daraus resultierenden sonstigen Nichterfüllungsschadens. Hier ist etwa an den Fall zu denken, dass ein Schaden dadurch entsteht, dass sich die mangelhafte Sache nicht oder nur zu einem schlechteren Preis weiter veräußern ließ. (T19)
  • 1 Ob 103/08s
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 1 Ob 103/08s
    Vgl auch; Beis wie T12; Beisatz: Steht aber fest, dass die Reparatur nicht durchgeführt wird, ist ein über die objektive Wertminderung hinausgehendes Begehren grundsätzlich abzuweisen. (T20)
  • 2 Ob 116/08k
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 2 Ob 116/08k
    nur T6
  • 1 Ob 16/09y
    Entscheidungstext OGH 05.05.2009 1 Ob 16/09y
    Vgl auch; nur T11; Beis wie T20; Beisatz: Hier: Aus Vertrag abgeleiteter Schadenersatzanspruch auf Ersatz von Mängelbehebungskosten. (T21)
  • 2 Ob 249/08v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 249/08v
  • 4 Ob 80/12m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 80/12m
    Vgl auch; Beisatz: Der Schädiger hat auf Verlangen einen zweckgebundenen und verrechenbaren Vorschuss zu leisten. (T22)
  • 2 Ob 18/13f
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 2 Ob 18/13f
    Vgl; nur T6; Vgl Beis wie T20
  • 4 Ob 157/13m
    Entscheidungstext OGH 22.10.2013 4 Ob 157/13m
    Veröff: SZ 2013/97
  • 1 Ob 62/19b
    Entscheidungstext OGH 25.09.2019 1 Ob 62/19b
    Vgl; Beis wie T20

Schlagworte

Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0030285

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.06.2021

Dokumentnummer

JJR_19701022_OGH0002_0020OB00137_7000000_002

Entscheidungstext 8Ob167/78

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

8Ob167/78

Entscheidungsdatum

21.11.1978

Kopf

SZ 51/163

Spruch

Dem Eigentümer einer verkauften, aber noch nicht übergebenen Sache steht als dinglich Berechtigtem grundsätzlich der sich aus der Beschädigung dieser Sache ergebende Ersatzanspruch gegen den Schädiger zu

Der Geschädigte kann grundsätzlich die angemessenen Reparaturkosten verlangen; es bleibt ihm überlassen, ob und wie er die Reparatur durchführen läßt

OGH 21. November 1978, 8 Ob 167/78 (OLG Innsbruck 2 R 130/78; LG Innsbruck 11 Cg 293/77)

Text

Am 10. Mai 1971 ereignete sich in R ein von Andreas K verschuldeter Verkehrsunfall, in dessen Verlauf der Genannte als Lenker des vom Erstbeklagten gehaltenen und bei der Zweitbeklagten haftpflichtversicherten Silo-Wagens (behördliches Kennzeichen T 52 510) mit dem erwähnten Kraftfahrzeug gegen das Haus R, U Nr. 3, stieß und dieses beschädigte. Das Haus stand im Unfallszeitpunkt im grundbücherlichen Eigentum der Emma R.

Die Klägerin begehrt unter Bezugnahme auf die Bestimmungen des EKHG und des KFG die gesamtschuldnerische Verurteilung der beiden Beklagten zur Zahlung des Betrages von 198 735.13 S samt 8% Zinsen seit 26. April 1972 im wesentlichen mit folgender Begründung:

Bereits im Jänner 1971 habe die Klägerin mit Emma R über den Ankauf des Hauses R, U Nr. 3, verhandelt. Dabei sei hinsichtlich der wesentlichen Punkte des abzuschließenden Kaufvertrages Übereinstimmung erzielt und der Kaufpreis mit 3 800 000 S vereinbart worden. Am 7./18. Juni 1971 sei der schriftliche Kaufvertrag abgeschlossen worden. Dabei habe die Klägerin mit der Voreigentümerin Emma R vereinbart, daß der vorgesehene Kaufpreis trotz der infolge des Vorfalles vom 10. Mai 1971 an dem Gebäude eingetretenen Schäden mit 3 800 000 S unverändert bleibe. Dafür aber Emma R ihre Ansprüche auf Ersatz des Gebäudeschadens an die Klägerin übertrage.

Die Beklagten hätten der Klägerin daher folgenden Schaden zu ersetzen:

1. Gebäudeschaden (Reparaturkosten) 164 800 S;

2. Kosten für die Untersuchung des Gebäudes durch Dipl.-Ing. M zur Ermittlung der für die Abwendung einer unmittelbaren Gefahr erforderlichen Sofortmaßnahmen 5 921.20 S;

3. Kosten der Sicherung des Gebäudes 15 113.93;

4. Bestandzinsentgang für die Monate Juli, August und September 1971 12 900 S, insgesamt 198 735.13 S.

Die Beklagten wendeten, soweit dies für das Revisionsverfahren noch von Bedeutung ist ein, daß weder im Vermögen der Emma R noch in dem der Klägerin ein Schaden eingetreten sei, Emma R habe deshalb keinen Schaden erlitten, weil ihr der volle Kaufpreis ausbezahlt worden sei. Sie habe daher auch keinen Schadenersatzanspruch an die Klägerin abtreten können. Die Klägerin habe in der Folge das Gebäude tatsächlich abreißen lassen, so daß ihr auch deshalb kein Schaden entstanden sei.

Das Erstgericht wies die Klage hinsichtlich der Sachverständigenkosten von 5921.20 S wegen Unzulässigkeit des Rechtsweges - unbekämpft - zurück, sprach der Klägerin den Restbetrag von 192 813.93 S samt 4% Zinsen seit 26. April 1972 zu und wies ihr Zinsenmehrbegehren ab.

Das Berufungsgericht gab der Berufung der Beklagtenteilweise Folge und hob das Ersturteil hinsichtlich des zuerkannten Teilbetrages von 12 900 S samt Anhang (Zinsentgang) unter Rechtskraftvorbehalt auf. Im übrigen gab es weder der Berufung der Klägerin noch jener der Beklagten Folge und bestätigte mit Teilurteil den Zuspruch von 179

913.93 samt 4% Zinsen seit 26. April 1972 sowie die Abweisung des Zinsenmehrbegehrens.

Der Oberste Gerichtshof gab der Revision der Beklagten, die, das Teilurteil des Berufungsgerichtes hinsichtlich des bestätigten Zuspruches von 179 913.93 S samt Anhang bekämpften, nicht Folge.

Rechtliche Beurteilung

Aus den Entscheidungsgründen:

Die Festellungen des Erstgerichtes, auf deren nähere Einzelheiten verwiesen wird, lassen sich, soweit sie im Revisionsverfahren strittig gebliebene Fragen betreffen, kurz wir folgt zusammenfassen:

Anfangs 1971 führte Rechtsanwalt Dr. N als Bevollmächtigter der Emma R mit Rechtsanwalt Dr. A, dem Bevollmächtigten der Klägerin, Verhandlungen betreffend den Verkauf des gegenständlichen Hauses. Im Zuge dieser Verhandlungen kam man schließlich überein, daß die Klägerin von Emma R das Kaufobjekt um den Kaufpreis von 3 800 000 S erwerbe, wobei dieser Kaufpreis im wesentlichen durch Übernahme von Schulden der Emma R durch die Klägerin getilgt werden sollte. Zum Abschluß des schriftlichen Kaufvertrages kam es jedoch erst am 7. bzw. 18. Juni 1971. Die Klägerin beabsichtigte, das Gebäude U Nr. 3 für Bankzwecke zu verwenden. Im Unfallszeitpunkt stand noch nicht fest, ob das Haus für diese Zwecke umgebaut oder allenfalls abgerissen und ein neues Gebäude an dessen Stelle errichtet werden sollte. Zwischen Emma R und der Klägerin bzw. deren Vertretern wurde nach dem Unfall vom 10. Mai 1971 vereinbart, daß trotz der bei dem Unfall eingetretenen Gebäudeschäden der vereinbarte Kaufpreis nicht herabgesetzt werde, dafür jedoch die Klägerin berechtigt sein sollte, die Gebäudeschäden im eigenen Namen und auf eigene Rechnung geltend zu machen. Zum Unfallszeitpunkt war das Haus von der Verkäuferin Emma R noch nicht an die Klägerin übergeben worden. Am 21. Juni 1971 beantragte diese bei der Marktgemeinde R als Baubehörde die umgehende Überprüfung des Bauzustandes des Gebäudes und ersuchte dabei, in erster Linie festzustellen, ob eine Sanierung des Gebäudes zur Unterbringung einer Raiffeisenbezirkskasse möglich sei. Weiters wurde in diesem Antrag ersucht, daß die Marktgemeinde R die Baufälligkeit erklären und einen Abbruchbescheid erlassen wolle, wenn eine Instandsetzung für den vorgesehenen Zweck technisch oder wirtschaftlich nicht möglich sei. Erst auf Grund des Ergebnisses des Gutachtens des Dipl.-Ing. M vom 5. Juli 1971 entschloß sich die Klägerin, das Haus abbrechen zu lassen und dort einen Neubau zu errichten. Dementsprechend wurde auch das Verfahren bei der Marktgemeinde R als Baubehörde betreffend die Feststellung des Bauzustandes vorangetrieben und mit rechtskräftig gewordenem Bescheid dieser Behörde vom 29. Juli 1971 u. a. folgendes verfügt:

"... 1. Das Wohnhaus ist bis 30. 9. 1971 zu räumen ...

2. Das Haus ist bis 30. 11. 1971 abzutragen ...".

In der Begründung dieses Bescheides führte die Baubehörde u. a. aus:

"Auf Grund der in der Baubeschreibung angeführten Bauweise und des bei der an Ort und Stelle durchgeführten mündlichen Verhandlung festgestellten Bauzustandes, sowie die durch einen in das Haus gestürzten Lastzug verursachten Schäden, erscheint die Sicherheit der Bewohner und vor allem auch der Straßen- und Gehsteigbenützer als nicht mehr gewährleistet. Die durchgeführten Sicherungsarbeiten sind nur für eine kurzfristige Sicherung des Gebäudes gegen Einsturz geeignet.

Da das Gebäude weiters in keiner Weise den Anforderungen eines neuzeitlichen Gebäudes entspricht, eine Generalsanierung mit voller Unterkellerung aber wirtschaftlich keinesfalls vertretbar ist, war die Abtragung des Gebäudes vorzuschreiben und ein Wiederaufbau unter Zurücknahme der straßenseitigen Hausflucht anzuordnen. Dies umso mehr, als dadurch eine Verbreiterung der an dieser Stelle besonders engen Straße ermöglicht wird ..."

In seiner rechtlichen Beurteilung führte das Erstgericht aus:

Schon vor dem gegenständlichen Unfall sei ein mündlicher Kaufvertrag zwischen Emma R und der Klägerin zustandegekommen. Da das Kaufobjekt zum Unfallszeitpunkt noch nicht an die Käuferin übergeben gewesen sei, habe die Verkäuferin Emma R mangels anderslautender Einigung bis zur Übergabe die Gefahr der Beschädigung des Kaufobjektes getragen. Das bedeute, daß die Klägerin berechtigt gewesen wäre, von Emma R infolge der bei dem Unfall eingetretenen Gebäudeschäden einen entsprechenden Abzug vom Kaufpreis zu verlangen. Diesbezüglich habe man sich aber dahingehend geeinigt, daß Emma R den ursprünglich vereinbarten Kaufpreis ungekürzt bekomme, die Klägerin jedoch berechtigt sei, die Schadenersatzforderung der Emma R aus dem gegenständlichen Unfall im eigenen Namen und auf eigene Rechnung geltend zu machen. Entgegen der Ansicht der Beklagten sei somit die Aktivlegitimation der Klägerin gegeben. Es könne auch keine Rede davon sein, daß es hier deshalb nicht zum Eintritt eines Schadens gekommen sei, weil das Gebäude abgerissen wurde. Im Zeitpunkt des Unfalls sei noch gar nicht festgestanden, ob das Gebäude durch Umbauarbeiten für Bankzwecke adaptiert oder ob an dessen Stelle ein Neubau errichtet werden sollte. Bei der Beurteilung von Schadenersatzansprüchen sei aber nur auf den Zeitpunkt des Schadenseintrittes abzustellen und nicht auf spätere Zeitpunkte. Aus diesem Gründe sei es auch völlig unerheblich, daß das Gebäude später tatsächlich abgerissen wurde. Durch den Unfall sei an dem Gebäude ein Schaden in Höhe des festgestellten Reparaturaufwandes von 164 800 S eingetreten. Um sich die selbständige Geltendmachung dieses ihres Schadenersatzanspruches zu ersparen, habe Emma R diesen an die Klägerin abgetreten, welche dafür wiederum von einer Verringerung ihrer Kaufpreisleistung um diesen Schadenersatzbetrag abgesehen habe. Daß das Gebäude auch ohne die unfallsgegenständlichen Beschädigungen hätte abgerissen werden müssen, stehe keineswegs fest. Aus dem Gutachten des Sachverständigen Dipl.-Ing. B ergebe sich vielmehr, daß der Bauzustand des Gebäudes durchschnittlich und lediglich der Erhaltungszustand schlecht gewesen sei. Das bedeute also, daß nur die entsprechenden Erhaltungsarbeiten durchgeführt hätten werden müssen.

Auf Grund der unfallskausalen Beschädigungen des Gebäudes habe dieses vorerst provisorisch abgesichert werden müssen, um es vor Einsturz zu bewahren. Die diesbezüglich mit 15 113.93 S festgestellten Kosten seien daher ebenfalls unfallskausal und von den Beklagten zu ersetzen.

Das Berufungsgericht übernahm die erstrichterlichen Feststellungen und trat dessen rechtlicher Beurteilung bei.

Demgegenüber halten die Beklagten in ihrer Revision an ihrem eingangs wiedergegebenen Prozeßstandpunkt fest. Ihre Ausführungen sind jedoch nicht stichhältig.

Die Rechtsrüge ist, soweit sie nicht von dem von den Vorinstanzen festgestellten Sachverhalt ausgeht, nicht gesetzmäßig ausgeführt und in diesem Umfang unbeachtlich. Ausgehend von den Feststellungen der Vorinstanzen ist sie nicht gerechtfertigt.

Nach den Feststellungen bestand im maßgeblichen Zeitpunkt des Unfalls zwischen der Liegenschaftseigentümerin Emma R und der Klägerin wohl Einigung über Kaufpreis und Kaufgegenstand, doch war dieser noch nicht an die Klägerin übergeben und Emma R noch Eigentümerin der vom Lenker der Beklagten beschädigten Sache im Zeitpunkt der Schadenszufügung. Bei der hier in Frage stehenden Sachbeschädigung besteht die Rechtswidrigkeit der Handlung des Schädigers in der Verletzung der besonderen Schutznormen des Straßenverkehrsrechtes, für die die Beklagten als Halter bzw. Haftpflichtversicherer einzustehen haben, die jedenfalls auch den Schutz des Eigentümers der beschädigten Sache bezwecken. Dem Eigentümer einer verkauften, aber noch nicht übergebenen Sache steht grundsätzlich als dinglich Berechtigtem der sich aus der Beschädigung einer Sache ergebende Ersatzanspruch gegen den Schädiger zu vergleiche Bydlinski, Kommentar z. ABGB, Lieferung 106, 604; Koziol, Österr. Haftpflichtrecht römisch II, 19, 20, 26 f.; 8 Ob 228/72 u. a.). Die Forderung auf Ersatz des Schadens entsteht bereits mit dem Ereignis, welches den Schaden verursachte (6 Ob 205/72 u. a.). Auszugehen ist hiebei von der Bestimmung des Paragraph 1323, ABGB, wonach ein Schaden grundsätzlich durch Wiederherstellung des Zustandes vor der Beschädigung gutzumachen ist. Dies bedeutet, daß bei der Beschädigung einer Sache die Ersatzleistung regelmäßig in der Reparatur dieser Sache besteht. Daß diese Reparatur im maßgeblichen Zeitpunkt der Schadenszufügung unmöglich oder im Hinblick auf den niedrigen Zeitwert der beschädigten Sache untunlich gewesen wäre, ist weder behauptet worden (8 Ob 213/72 u. a.) noch hervorgekommen. Der Beschädigte kann grundsätzlich die angemessenen Kosten der Reparatur verlangen und es bleibt ihm überlassen, ob und wie er die Reparatur durchführen läßt vergleiche ZVR 1961/115; ZVR 1971/125; ZVR 1971/155, ZVR 1976/11 u. v. a.). Daran ändert - wie der OGH in seiner einen gleichgelagerten Fall betreffenden Entscheidung 8 Ob 228/72 ausgesprochen hat - auch nichts die Tatsache, daß die Eigentümerin im vorliegenden Falle die beschädigte Sache vor dem Unfall verkauft hat. Da die Beschädigung noch vor deren Übergabe an die Käuferin erfolgte, hatte die Verkäuferin die Gefahr der für sie zufälligen Beschädigung des Kaufgegenstandes gegenüber dem Käufer zu tragen. Emma R stand daher gegen die Beklagten ein Anspruch auf Ersatz der Reparaturkosten hinsichtlich der von diesen zu vertretenden Beschädigung ihres Hauses zu, der von den Vorinstanzen unter Berücksichtigung des vor dem Unfall bestandenen Bauzustandes mit 164 800 S festgesetzt wurde. Mit diesem Betrag hätte Emma R den früheren Zustand ihres Hauses vor der Unfallsbeschädigung wiederherstellen können und damit ihrer vertraglichen Pflicht gegenüber der Käuferin nachkommen können, den Kaufgegenstand in jenem Zustand, in dem er sich im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses befand, zu übergeben (7 Ob 243/73 u. a.). Andernfalls hätte sie sich eine entsprechende Minderung des Kaufpreises (Paragraph 1064, ABGB) gefallen lassen müssen. Es kann daher, wie die Vorinstanzen zutreffend erkannt haben, die Auffassung der Beklagten nicht geteilt werden, daß Emma R durch den Unfall kein Schaden entstanden ist. Es stand den Parteien des Kaufvertrages frei zu vereinbaren, es ungeachtet der von den Beklagten zu vertretenden Beschädigung des Kaufgegenstandes beim ursprünglichen Kaufpreis zu belassen und dafür im Wege einer Zession die aus der Sachbeschädigung erfließenden Ersatzansprüche der Verkäuferin auf die Käuferin zu übertragen. Durch diese Zession wurde weder der Charakter der Forderung noch die Stellung der Ersatzpflichtigen verändert. Da die Rechte des Übernehmers mit den Rechten des Überträgers in Rücksicht auf die überlassene Forderung eben dieselben sind (Paragraph 1394, ABGB), steht der Klägerin auf Grund der Abtretung der aus der Sachbeschädigung erfließenden Schadenersatzansprüche der Emma R der Anspruch auf Ersatz der Reparaturkosten in gleicher Weise zu, wie er Emma R zugestanden ist. Der Inhalt der abgetretenen Forderung bestimmt sich nach dem Inhalt der Forderung, die dem Überträger gegen den Schuldner zustand (7 Ob 606/77 u. a.). Daran vermag der Umstand nichts zu ändern, daß sich die Klägerin in der Folge entschloß, das Haus abreißen zu lassen und ein neues aufzubauen.

Die von der Revision angestellten Überlegungen über eine angebliche Bereicherung der Klägerin sind schon als dem Neuerungsverbot widersprechend unbeachtlich.

Da die Revision über die Kosten der einstweiligen Sicherung des durch den Unfall einsturzgefährdeten Gebäudes keinerlei Ausführungen enthält, genügt es diesbezüglich auf die zutreffenden Gründe der Vorinstanzen zu verweisen.

Anmerkung

Z51163

Schlagworte

Eigentümer einer verkauften, nicht übergebenen Sache, Ersatzanspruch, bei Beschädigung, Reparaturkostenanspruch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:0080OB00167.78.1121.000

Dokumentnummer

JJT_19781121_OGH0002_0080OB00167_7800000_000