Rechtssatz für 8Ob79/75 2Ob129/75 8Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0038172

Geschäftszahl

8Ob79/75; 2Ob129/75; 8Ob238/76; 8Ob44/77; 8Ob59/77; 8Ob97/77; 1Ob760/77; 8Ob142/78; 1Ob756/78; 5Ob305/78 (5Ob306/78); 2Ob239/78; 8Ob167/80; 2Ob146/81; 5Ob778/82; 3Ob533/86; 7Ob38/88; 2Ob128/89; 8Ob1593/93; 8Ob501/95; 6Ob2397/96k; 4Ob2385/96f; 8Ob87/98x; 7Ob147/00v; 7Ob301/01t; 7Ob3/03x; 7Ob192/04t; 7Ob247/06h; 1Ob60/09v; 7Ob21/09b; 5Ob96/09t; 4Ob139/10k; 7Ob136/10s; 4Ob193/10a; 6Ob67/12i; 2Ob148/12x; 9Ob59/12k; 10Ob36/13m; 2Ob234/13w; 4Ob198/15v; 6Ob130/16k

Entscheidungsdatum

20.07.2016

Norm

ABGB §1295 Ia8
ABGB §1323 A
EGUStG 1972 ArtXII Z2
EGUStG 1972 ArtXII Z3
UStG 1972 §12 Abs1
UStG 1994 §22
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. UStG 1972 § 12 gültig von 27.08.1994 bis 31.12.1994 aufgehoben durch BGBl. Nr. 663/1994
  2. UStG 1972 § 12 gültig von 01.12.1993 bis 26.08.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 818/1993
  3. UStG 1972 § 12 gültig von 30.07.1988 bis 30.11.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 410/1988
  4. UStG 1972 § 12 gültig von 21.12.1985 bis 29.07.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 557/1985
  5. UStG 1972 § 12 gültig von 01.01.1984 bis 20.12.1985 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 222/1983
  6. UStG 1972 § 12 gültig von 27.11.1982 bis 31.12.1983 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 570/1982
  7. UStG 1972 § 12 gültig von 20.12.1980 bis 26.11.1982 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 563/1980
  8. UStG 1972 § 12 gültig von 30.12.1977 bis 19.12.1980 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 645/1977
  9. UStG 1972 § 12 gültig von 17.12.1976 bis 29.12.1977 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 666/1976
  10. UStG 1972 § 12 gültig von 31.12.1975 bis 16.12.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 636/1975
  11. UStG 1972 § 12 gültig von 01.01.1973 bis 30.12.1975
  1. UStG 1994 § 22 heute
  2. UStG 1994 § 22 gültig ab 01.01.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 163/2022
  3. UStG 1994 § 22 gültig von 08.07.2020 bis 31.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 60/2020
  4. UStG 1994 § 22 gültig von 18.06.2020 bis 07.07.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 48/2020
  5. UStG 1994 § 22 gültig von 01.01.2020 bis 17.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2019
  6. UStG 1994 § 22 gültig von 30.10.2019 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2019
  7. UStG 1994 § 22 gültig von 01.01.2016 bis 29.10.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2015
  8. UStG 1994 § 22 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2014
  9. UStG 1994 § 22 gültig von 15.12.2012 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2012
  10. UStG 1994 § 22 gültig von 31.12.2003 bis 14.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2003
  11. UStG 1994 § 22 gültig von 27.06.2001 bis 30.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  12. UStG 1994 § 22 gültig von 30.12.2000 bis 26.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  13. UStG 1994 § 22 gültig von 01.06.2000 bis 29.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2000
  14. UStG 1994 § 22 gültig von 15.07.1999 bis 31.05.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/1999
  15. UStG 1994 § 22 gültig von 10.01.1998 bis 14.07.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 9/1998
  16. UStG 1994 § 22 gültig von 31.12.1996 bis 09.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 756/1996
  17. UStG 1994 § 22 gültig von 22.12.1995 bis 30.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 831/1995
  18. UStG 1994 § 22 gültig von 06.01.1995 bis 21.12.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 21/1995
  19. UStG 1994 § 22 gültig von 01.01.1995 bis 05.01.1995

Rechtssatz

Das Gericht hat bei seiner Entscheidung über den Anspruch auf Ersatz einer Sache oder Leistung die USt, die aus dem Titel des Schadenersatzes der Bereicherung, der Verwendung oder des Prozesskostenersatzes begehrt wird, nicht gesondert zu behandeln und auch nicht die abgabenrechtliche Vorfrage zu entscheiden, ob der Ersatzberechtigte die USt im Wege des Vorsteuerabzugs vergütet erhalten könnte.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 79/75
    Entscheidungstext OGH 14.05.1975 8 Ob 79/75
    Veröff: EvBl 1976/22 S 44
  • 2 Ob 129/75
    Entscheidungstext OGH 18.09.1975 2 Ob 129/75
    Auch
  • 8 Ob 238/76
    Entscheidungstext OGH 19.01.1977 8 Ob 238/76
    Beisatz: Die klare Absicht des Gesetzgebers geht dahin, aus dem Prozess über den Ersatz einer Sache oder Leistung die Frage der Berechtigung zum Abzug der Vorsteuer und daraus ableitbare Ansprüche des Ersatzpflichtigen auszuklammern. (T1)
    Veröff: SZ 50/8 = ZVR 1978/18 S 17
  • 8 Ob 44/77
    Entscheidungstext OGH 20.04.1977 8 Ob 44/77
  • 8 Ob 59/77
    Entscheidungstext OGH 27.04.1977 8 Ob 59/77
  • 8 Ob 97/77
    Entscheidungstext OGH 29.06.1977 8 Ob 97/77
    Veröff: EvBl 1978/28 S 99
  • 1 Ob 760/77
    Entscheidungstext OGH 07.06.1978 1 Ob 760/77
    Veröff: SZ 51/78 = EvBl 1979/56 S 159
  • 8 Ob 142/78
    Entscheidungstext OGH 20.09.1978 8 Ob 142/78
    Auch; Beisatz: Zession der gesamten Kraftfahrzeugreparaturkosten (inklusive USt). (T2)
    Veröff: ZVR 1979/75 S 85
  • 1 Ob 756/78
    Entscheidungstext OGH 06.12.1978 1 Ob 756/78
    Veröff: SZ 51/175
  • 5 Ob 305/78
    Entscheidungstext OGH 12.12.1978 5 Ob 305/78
  • 2 Ob 239/78
    Entscheidungstext OGH 27.02.1979 2 Ob 239/78
    Beis wie T1; Beisatz: Durch die Abgabenänderungsgesetze 1977 BGBl 1977/320 und 645 wurde die Rechtslage diesbezüglich nicht geändert. (T3)
  • 8 Ob 167/80
    Entscheidungstext OGH 20.11.1980 8 Ob 167/80
    Auch; Veröff: SZ 53/154 = EvBl 1981/110 S 349
  • 2 Ob 146/81
    Entscheidungstext OGH 16.12.1981 2 Ob 146/81
    Auch
  • 5 Ob 778/82
    Entscheidungstext OGH 13.09.1983 5 Ob 778/82
  • 3 Ob 533/86
    Entscheidungstext OGH 02.07.1986 3 Ob 533/86
    Auch
  • 7 Ob 38/88
    Entscheidungstext OGH 10.11.1988 7 Ob 38/88
    Beis wie T1
  • 2 Ob 128/89
    Entscheidungstext OGH 28.03.1990 2 Ob 128/89
    Auch; Veröff: SZ 63/46 = VersR 1991,721 (Huber)
  • 8 Ob 1593/93
    Entscheidungstext OGH 04.06.1993 8 Ob 1593/93
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 8 Ob 501/95
    Entscheidungstext OGH 26.01.1995 8 Ob 501/95
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 2397/96k
    Entscheidungstext OGH 17.07.1997 6 Ob 2397/96k
    Beis wie T1
  • 4 Ob 2385/96f
    Entscheidungstext OGH 14.01.1997 4 Ob 2385/96f
    Beisatz: Die Problematik des Vorsteuerabzuges ist nicht nur im Schadenersatzrecht, sondern generell im "Ersatzrecht" im weiteren Sinn gegeben. (T4)
  • 8 Ob 87/98x
    Entscheidungstext OGH 08.06.1998 8 Ob 87/98x
  • 7 Ob 147/00v
    Entscheidungstext OGH 12.07.2000 7 Ob 147/00v
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T4; Beis wie T1
  • 7 Ob 301/01t
    Entscheidungstext OGH 14.01.2002 7 Ob 301/01t
    Auch; Beisatz: Der Prozess soll durch Steuerfragen nicht erschwert oder verzögert werden. (T5)
    Veröff: SZ 2002/1
  • 7 Ob 3/03x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 7 Ob 3/03x
    Auch; Beis wie T5
  • 7 Ob 192/04t
    Entscheidungstext OGH 16.02.2005 7 Ob 192/04t
    Vgl auch
  • 7 Ob 247/06h
    Entscheidungstext OGH 11.12.2006 7 Ob 247/06h
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Da Art XII EGUStG 1972 keine vom UStG 1994 abweichende Regelung zum Inhalt hat, gilt Art XII EGUStG 1972 auch nach Aufhebung des UStG 1972 seit dem Inkrafttreten des UStG 1994 weiter fort. (T6)
    Beisatz: Hier: Ersatz von Investitionen gemäß § 1097 ABGB. (T7)
  • 1 Ob 60/09v
    Entscheidungstext OGH 26.05.2009 1 Ob 60/09v
    Vgl auch; Beisatz: Frage, ob diese Judikatur, die Überlegungen zur Vorsteuerabzugsberechtigung aus dem Schadenersatzprozess ausscheidet, auch bei Geltendmachung nur der Umsatzsteuer anzuwenden ist, wurde offen gelassen. (T8)
  • 7 Ob 21/09b
    Entscheidungstext OGH 01.07.2009 7 Ob 21/09b
    Beis wie T4; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Prozesskosten. (T9)
  • 5 Ob 96/09t
    Entscheidungstext OGH 15.09.2009 5 Ob 96/09t
    Auch; Beisatz: Auch bei einem vorsteuerabzugsberechtigten Geschädigten schließt der Ersatzbetrag (zunächst) auch die Umsatzsteuer mit ein. (T10)
  • 4 Ob 139/10k
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 139/10k
    Vgl auch
  • 7 Ob 136/10s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2010 7 Ob 136/10s
    Vgl
  • 4 Ob 193/10a
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 193/10a
  • 6 Ob 67/12i
    Entscheidungstext OGH 19.04.2012 6 Ob 67/12i
    Beisatz: Hier: Deckungskapital für die Durchführung von Verbesserungsarbeiten. (T11)
  • 2 Ob 148/12x
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 148/12x
  • 9 Ob 59/12k
    Entscheidungstext OGH 31.07.2013 9 Ob 59/12k
    Beis wie T9; Veröff: SZ 2013/73
  • 10 Ob 36/13m
    Entscheidungstext OGH 12.09.2013 10 Ob 36/13m
    Beis wie T1; Beisatz: Der Ersatzbetrag wird in derartigen Fällen zunächst brutto (also einschließlich der auf die Lieferung oder Leistung entfallenden Umsatzsteuer) zugesprochen. (T12)
  • 2 Ob 234/13w
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 2 Ob 234/13w
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 198/15v
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 198/15v
    Auch; Beisatz: Hier: Kondiktion des Kaufpreises nach erfolgreicher Wandlung des Kaufvertrages. (T13)
  • 6 Ob 130/16k
    Entscheidungstext OGH 20.07.2016 6 Ob 130/16k
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T12; Beisatz: Nimmt der Ersatzberechtigte in der Folge einen Vorsteuerabzug tatsächlich vor (oder unterlässt er ihn schuldhaft), so hätte der Ersatzpflichtige einen Rückersatzanspruch in Höhe der Umsatzsteuer, der jedoch nur in einem allenfalls nachfolgenden zweiten Verfahren geklärt werden könnte (so bereits 4 Ob 193/10a). (T14)

Schlagworte

Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0038172

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.08.2016

Dokumentnummer

JJR_19750514_OGH0002_0080OB00079_7500000_002

Rechtssatz für 8Ob79/75 2Ob129/75 8Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0030251

Geschäftszahl

8Ob79/75; 2Ob129/75; 8Ob238/76; 8Ob97/77; 1Ob760/77; 8Ob142/78; 8Ob167/80; 7Ob658/81; 7Ob582/83 (7Ob583/83); 7Ob49/87; 7Ob38/88; 2Ob53/90; 7Ob3/03x; 1Ob60/09v; 2Ob148/12x; 9Ob59/12k; 10Ob36/13m; 2Ob234/13w; 4Ob198/15v; 6Ob3/19p

Entscheidungsdatum

24.01.2019

Rechtssatz

Der Schädiger kann seinen ihm gemäß Art römisch XII Ziffer 3, EGUStG 1972 zustehenden Rückersatzanspruch in einem gegen ihn geführten Schadenersatzprozess nicht geltend machen, sondern ist auf die Führung eines getrennten Rechtsstreites verwiesen.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 79/75
    Entscheidungstext OGH 14.05.1975 8 Ob 79/75
    Veröff: EvBl 1976/22 S 44 = RZ 1976/2 S 15
  • 2 Ob 129/75
    Entscheidungstext OGH 18.09.1975 2 Ob 129/75
    Auch
  • 8 Ob 238/76
    Entscheidungstext OGH 19.01.1977 8 Ob 238/76
    Beisatz: Da Rückersatz begrifflich Ersatz zur Voraussetzung hat, kann der Anspruch auf Rückersatz nicht vor der Ersatzleistung mit Erfolg geltend gemacht werden. (T1)
  • 8 Ob 97/77
    Entscheidungstext OGH 29.06.1977 8 Ob 97/77
    Beis wie T1; Veröff: EvBl 1978/28 S 99
  • 1 Ob 760/77
    Entscheidungstext OGH 07.06.1978 1 Ob 760/77
    Veröff: SZ 51/78 = EvBl 1979/56 S 159
  • 8 Ob 142/78
    Entscheidungstext OGH 20.09.1978 8 Ob 142/78
    Auch; Veröff: ZVR 1979/75 S 85
  • 8 Ob 167/80
    Entscheidungstext OGH 20.11.1980 8 Ob 167/80
    Veröff: SZ 53/154 = EvBl 1981/56 S 349
  • 7 Ob 658/81
    Entscheidungstext OGH 26.11.1981 7 Ob 658/81
    Veröff: SZ 54/176
  • 7 Ob 582/83
    Entscheidungstext OGH 14.04.1983 7 Ob 582/83
  • 7 Ob 49/87
    Entscheidungstext OGH 12.11.1987 7 Ob 49/87
    Veröff: SZ 60/243
  • 7 Ob 38/88
    Entscheidungstext OGH 10.11.1988 7 Ob 38/88
    Auch; Veröff: ZVR 1990/61 S 180
  • 2 Ob 53/90
    Entscheidungstext OGH 05.09.1990 2 Ob 53/90
  • 7 Ob 3/03x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 7 Ob 3/03x
    Vgl auch
  • 1 Ob 60/09v
    Entscheidungstext OGH 26.05.2009 1 Ob 60/09v
    Vgl auch; Beisatz: Frage, ob diese Judikatur, die Überlegungen zur Vorsteuerabzugsberechtigung aus dem Schadenersatzprozess ausscheidet, auch bei Geltendmachung nur der Umsatzsteuer anzuwenden ist, wurde offen gelassen. (T2)
  • 2 Ob 148/12x
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 148/12x
    Auch; Beisatz: Der Schadenersatzprozess soll nicht mit steuerrechtlichen Fragen belastet werden, dafür steht dem Schädiger ein besonderer Bereicherungsanspruch zu. (T3)
  • 9 Ob 59/12k
    Entscheidungstext OGH 31.07.2013 9 Ob 59/12k
    Beisatz: Der Ersatz von Prozesskosten stellt echten, nicht steuerbaren Schadenersatz an die obsiegende Partei dar. (T4)
    Veröff: SZ 2013/73
  • 10 Ob 36/13m
    Entscheidungstext OGH 12.09.2013 10 Ob 36/13m
  • 2 Ob 234/13w
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 2 Ob 234/13w
    Auch
  • 4 Ob 198/15v
    Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 198/15v
    Auch
  • 6 Ob 3/19p
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 3/19p
    Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0030251

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.03.2019

Dokumentnummer

JJR_19750514_OGH0002_0080OB00079_7500000_001

Rechtssatz für 2Ob137/70 2Ob236/70 2Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0030285

Geschäftszahl

2Ob137/70; 2Ob236/70; 2Ob146/70; 2Ob69/72; 8Ob213/72; 8Ob228/72; 2Ob235/72; 8Ob69/73; 7Ob151/73; 2Ob146/74; 8Ob124/74; 8Ob256/74; 8Ob20/75; 2Ob93/76; 8Ob187/76; 1Ob1/78 (1Ob2/78); 1Ob760/77; 8Ob93/78; 8Ob167/78; 8Ob42/80; 8Ob138/80; 2Ob226/82; 8Ob535/82; 2Ob153/83; 8Ob220/83; 2Ob13/84; 8Ob8/84; 2Ob65/84; 8Ob82/85; 2Ob35/86; 2Ob40/87; 1Ob40/87; 2Ob19/89; 4Ob525/90; 2Ob128/89; 2Ob53/90; 6Ob565/92; 4Ob1554/95; 1Ob620/94; 4Ob2088/96d; 1Ob331/98b; 8Ob318/98t; 1Ob358/98y; 6Ob246/02y; 6Ob139/04s; 6Ob70/05w; 2Ob158/07k; 6Ob134/08m; 1Ob103/08s; 2Ob116/08k; 1Ob16/09y; 2Ob249/08v; 4Ob80/12m; 2Ob18/13f; 4Ob157/13m; 1Ob62/19b

Entscheidungsdatum

25.09.2019

Rechtssatz

Ersatz der Reparaturkosten, wenn Reparatur möglich und wirtschaftlich ("tunlich") ist, ohne Rücksicht, ob der Geschädigte die Reparatur vornehmen ließ oder das Fahrzeug im beschädigten Zustand veräußerte und welchen Erlös er dabei erzielte.

Anmerkung

Bem zu RS: Zur neuen gegenteiligen Rechtsprechung zur Begrenzung der fiktiven Reparaturkosten mit der objektiven Wertminderung siehe RS0022844.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 137/70
    Entscheidungstext OGH 22.10.1970 2 Ob 137/70
    Veröff: SZ 43/186 = JBl 1971,364 = ZVR 1971/155 S 210
  • 2 Ob 236/70
    Entscheidungstext OGH 05.11.1970 2 Ob 236/70
    Veröff: ZVR 1971/125 S 157
  • 2 Ob 146/70
    Entscheidungstext OGH 22.10.1970 2 Ob 146/70
    Veröff: ZVR 1971/100 S 129
  • 2 Ob 69/72
    Entscheidungstext OGH 02.11.1972 2 Ob 69/72
  • 8 Ob 213/72
    Entscheidungstext OGH 14.11.1972 8 Ob 213/72
  • 8 Ob 228/72
    Entscheidungstext OGH 28.11.1972 8 Ob 228/72
    Veröff: ZVR 1974/69 S 113
  • 2 Ob 235/72
    Entscheidungstext OGH 29.12.1972 2 Ob 235/72
  • 8 Ob 69/73
    Entscheidungstext OGH 15.05.1973 8 Ob 69/73
    Veröff: ZVR 1974/55 S 85
  • 7 Ob 151/73
    Entscheidungstext OGH 05.09.1973 7 Ob 151/73
    nur: Ohne Rücksicht welchen Erlös er dabei erzielte. (T1)
    Veröff: EvBl 1974/2 S 13 = VersR 1974,1041
  • 2 Ob 146/74
    Entscheidungstext OGH 30.05.1974 2 Ob 146/74
    Beisatz: Es kann für die Entscheidung nicht von Bedeutung sein, wenn der Kläger Ersatz der Reparaturkosten und der merkantilen Wertminderung mit der unrichtigen Prozessbehauptung verlangt, er habe das Fahrzeug reparieren lassen, wenn nur feststeht, dass die Reparatur den behaupteten Betrag gekostet hätte und dass das Fahrzeug auch im Falle der durchgeführten Reparatur noch eine merkantile Wertminderung aufgewiesen hätte. (T2)
  • 8 Ob 124/74
    Entscheidungstext OGH 09.07.1974 8 Ob 124/74
    Veröff: ZVR 1975/79 S 116
  • 8 Ob 256/74
    Entscheidungstext OGH 21.01.1975 8 Ob 256/74
    Vgl auch; Beisatz: Es ist Sache des Geschädigten, wie er den ihm als Schadensgutmachung zugekommenen Betrag verwendet. (T3)
  • 8 Ob 20/75
    Entscheidungstext OGH 12.03.1975 8 Ob 20/75
  • 2 Ob 93/76
    Entscheidungstext OGH 08.07.1976 2 Ob 93/76
  • 8 Ob 187/76
    Entscheidungstext OGH 24.11.1976 8 Ob 187/76
    Veröff: ZVR 1978/115 S 183
  • 1 Ob 1/78
    Entscheidungstext OGH 25.01.1978 1 Ob 1/78
    Beisatz: Hat er sie aber durchgeführt, sind nicht mehr die angemessenen Kosten fiktiv zu berechnen, sondern die tatsächlichen zu ersetzen. "Angemessene" Kosten sind daher nur dort zuzusprechen, wo die tatsächlichen noch nicht bekannt sind; soweit die Entscheidung JBl 1959,209 davon spricht, dass stets der Schätzungswert zu vergüten ist, kann ihr nicht gefolgt werden. (T4)
    Veröff: SZ 51/7
  • 1 Ob 760/77
    Entscheidungstext OGH 07.06.1978 1 Ob 760/77
    Veröff: SZ 51/78
  • 8 Ob 93/78
    Entscheidungstext OGH 28.06.1978 8 Ob 93/78
    Beisatz: Wird der zur Reparatur erforderliche Betrag nicht zur Instandsetzung, sondern für die Anschaffung eines Ersatzfahrzeuges verwendet, dient der Anspruch auf Ersatz der Umsatzsteuer in diesem Umfange dem Ausgleich des Substanzverlustes durch die Beschädigung. (T5)
    Veröff: ZVR 1979/132 S 143
  • 8 Ob 167/78
    Entscheidungstext OGH 21.11.1978 8 Ob 167/78
    Veröff: SZ 51/163
  • 8 Ob 42/80
    Entscheidungstext OGH 12.06.1980 8 Ob 42/80
    Veröff: ZVR 1981/95 S 114
  • 8 Ob 138/80
    Entscheidungstext OGH 02.10.1980 8 Ob 138/80
    nur: Ersatz der Reparaturkosten, wenn Reparatur möglich und wirtschaftlich ("tunlich") ist. (T6)
  • 2 Ob 226/82
    Entscheidungstext OGH 19.10.1982 2 Ob 226/82
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 8 Ob 535/82
    Entscheidungstext OGH 02.12.1982 8 Ob 535/82
    Auch
  • 2 Ob 153/83
    Entscheidungstext OGH 13.09.1983 2 Ob 153/83
    Beis wie T4 nur: Hat er sie aber durchgeführt, sind nicht mehr die angemessenen Kosten fiktiv zu berechnen, sondern die tatsächlichen zu ersetzen. (T7)
  • 8 Ob 220/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 220/83
    Auch; nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Dies gilt auch bei nur leichter Fahrlässigkeit des Schädigers. (T8)
  • 2 Ob 13/84
    Entscheidungstext OGH 10.04.1984 2 Ob 13/84
    Vgl; Beis wie T7; Beisatz: Wenn sie geringer waren als die fiktiven Reparaturkosten. (T9)
    Veröff: JBl 1985,41 (zustimmend Apathy) = ZVR 1985/344 S 375 = RZ 1984/86 S 255
  • 8 Ob 8/84
    Entscheidungstext OGH 10.05.1984 8 Ob 8/84
    nur T1
  • 2 Ob 65/84
    Entscheidungstext OGH 21.05.1985 2 Ob 65/84
    nur T1; Veröff: ZVR 1986/38 S 124
  • 8 Ob 82/85
    Entscheidungstext OGH 09.01.1986 8 Ob 82/85
    nur T6
  • 2 Ob 35/86
    Entscheidungstext OGH 09.09.1986 2 Ob 35/86
    Auch; Beis wie T4
  • 2 Ob 40/87
    Entscheidungstext OGH 28.10.1987 2 Ob 40/87
    Anm: Beisatz T10 wurde wegen missverständlichem Inhalt gelöscht. - Juli 2019 (T10)
    Veröff: JBl 1988,249
  • 1 Ob 40/87
    Entscheidungstext OGH 20.01.1988 1 Ob 40/87
    nur: Ersatz der Reparaturkosten, wenn Reparatur möglich und wirtschaftlich ("tunlich") ist, ohne Rücksicht, ob der Geschädigte die Reparatur vornehmen ließ. (T11)
    Beis wie T7
    Veröff: ZVR 1988/129 S 281
  • 2 Ob 19/89
    Entscheidungstext OGH 29.03.1989 2 Ob 19/89
  • 4 Ob 525/90
    Entscheidungstext OGH 03.04.1990 4 Ob 525/90
    Vgl auch; Beis wie T9
  • 2 Ob 128/89
    Entscheidungstext OGH 28.03.1990 2 Ob 128/89
    Veröff: SZ 63/46 = VersR 1991,721 (Huber)
  • 2 Ob 53/90
    Entscheidungstext OGH 05.09.1990 2 Ob 53/90
    nur T11; Beis wie T5
  • 6 Ob 565/92
    Entscheidungstext OGH 04.02.1993 6 Ob 565/92
    nur T11; Veröff: SZ 66/17 = JBl 1993,786
  • 4 Ob 1554/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1995 4 Ob 1554/95
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 1 Ob 620/94
    Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 620/94
    Vgl; nur T11; Beis wie T3; Beisatz: Der Geschädigte hat Anspruch auf Ersatz der bloß fiktiven Wiederherstellungskosten, das sind die zur Wiederherstellung notwendigen und angemessenen Kosten, gleichgültig, ob er die Schadensbehebung tatsächlich durchführen lässt oder sonst wie verwendet. (T12)
    Veröff: SZ 68/101
  • 4 Ob 2088/96d
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2088/96d
    Auch; Beis wie T12; Beisatz: Daher kann nur maßgebend sein, wie hoch diese Kosten sein werden und nicht wie hoch sie im Schädigungszeitpunkt gewesen wären. (T13)
  • 1 Ob 331/98b
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 1 Ob 331/98b
    Vgl auch; Beis wie T12; Beisatz: Fiktive Schadensbehebungskosten sind nur bis zur Höhe der Minderung des gemeinen Werts der beschädigten Sache zu ersetzen, weil eine darüber hinausgehende Leistung gleichfalls eine den Aufgaben des Schadenersatzrechts widersprechende Bereicherung des Geschädigten auf Kosten des Schädigers bewirken würde. (T14)
  • 8 Ob 318/98t
    Entscheidungstext OGH 18.03.1999 8 Ob 318/98t
    Vgl auch; Beis wie T7; Beis wie T9
  • 1 Ob 358/98y
    Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 358/98y
    Ähnlich; Beisatz: Wie der Beschädigte den nach der Differenzmethode ermittelten Ersatzbetrag verwendet, ist für die rechtliche Beurteilung ebenso unerheblich wie die Frage, welchen Erlös er in der Folge für die Sache erzielen konnte. (T15)
  • 6 Ob 246/02y
    Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 246/02y
    Vgl; Beis wie T7; Beis wie T4
  • 6 Ob 139/04s
    Entscheidungstext OGH 25.11.2004 6 Ob 139/04s
    Auch
  • 6 Ob 70/05w
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 70/05w
    Auch; Beisatz: Der tatsächliche Aufwand ist für die Höhe des Ersatzes maßgebend. Der Ersatz ist der Höhe nach mit jenem des notwendigen Aufwands begrenzt. (T16)
  • 2 Ob 158/07k
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 158/07k
    Auch; Beis wie T12; Beisatz: Voraussetzung für die Berechnung des Schadens nach den fiktiven Reparaturkosten ist, dass eine technisch einwandfreie Reparatur möglich und nicht untunlich ist. (T17)
    Veröff: SZ 2008/91
  • 6 Ob 134/08m
    Entscheidungstext OGH 07.07.2008 6 Ob 134/08m
    Vgl; Beis wie T14; Beisatz: Auf dem Boden schadenersatzrechtlicher Grundsätze wird die Ersatzfähigkeit rein fiktiver Aufwendungen zur Schadensbehebung, denen eine reale Vermögenseinbuße nicht gegenübersteht, verneint. Anders ist die Rechtslage dagegen bei Sachschäden, die jedenfalls eine reale Vermögenseinbuße verursachen. Nur bei derartigen Schäden kann der Geschädigte den Ersatz bloß fiktiver Wiederherstellungskosten beanspruchen, mag er die Schadensbehebung schließlich tatsächlich durchführen oder über den Ersatzbetrag sonstwie verfügen, ist doch dessen Verwendung allein Sache des Geschädigten (1 Ob 331/98b). (T18)
    Beisatz: Warum für § 933a ABGB anderes gelten soll, ist nicht ersichtlich. Wird - wie im vorliegenden Fall - der Mangel nicht behoben, so hat der Übernehmer nur Anspruch auf Ersatz der Wertminderung und des daraus resultierenden sonstigen Nichterfüllungsschadens. Hier ist etwa an den Fall zu denken, dass ein Schaden dadurch entsteht, dass sich die mangelhafte Sache nicht oder nur zu einem schlechteren Preis weiter veräußern ließ. (T19)
  • 1 Ob 103/08s
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 1 Ob 103/08s
    Vgl auch; Beis wie T12; Beisatz: Steht aber fest, dass die Reparatur nicht durchgeführt wird, ist ein über die objektive Wertminderung hinausgehendes Begehren grundsätzlich abzuweisen. (T20)
  • 2 Ob 116/08k
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 2 Ob 116/08k
    nur T6
  • 1 Ob 16/09y
    Entscheidungstext OGH 05.05.2009 1 Ob 16/09y
    Vgl auch; nur T11; Beis wie T20; Beisatz: Hier: Aus Vertrag abgeleiteter Schadenersatzanspruch auf Ersatz von Mängelbehebungskosten. (T21)
  • 2 Ob 249/08v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 249/08v
  • 4 Ob 80/12m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 80/12m
    Vgl auch; Beisatz: Der Schädiger hat auf Verlangen einen zweckgebundenen und verrechenbaren Vorschuss zu leisten. (T22)
  • 2 Ob 18/13f
    Entscheidungstext OGH 14.03.2013 2 Ob 18/13f
    Vgl; nur T6; Vgl Beis wie T20
  • 4 Ob 157/13m
    Entscheidungstext OGH 22.10.2013 4 Ob 157/13m
    Veröff: SZ 2013/97
  • 1 Ob 62/19b
    Entscheidungstext OGH 25.09.2019 1 Ob 62/19b
    Vgl; Beis wie T20

Schlagworte

Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0030285

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.06.2021

Dokumentnummer

JJR_19701022_OGH0002_0020OB00137_7000000_002

Rechtssatz für 1Ob760/77 2Ob239/78 8Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0037853

Geschäftszahl

1Ob760/77; 2Ob239/78; 8Ob167/80; 2Ob146/81; 2Ob128/89; 7Ob147/00v; 1Ob60/09v; 7Ob21/09b; 5Ob96/09t; 4Ob139/10k; 7Ob136/10s; 4Ob193/10a; 2Ob148/12x; 9Ob59/12k; 2Ob234/13w; 1Ob119/20m

Entscheidungsdatum

22.07.2020

Norm

ABGB §1295 Ia8
ABGB §1323 A
EGUStG 1972 ArtXII Z3
UStG §12

Rechtssatz

Wurde Schadenersatz auf Grund angenommener Reparaturkosten einschließlich Umsatzsteuer zuerkannt, so ist der vorsteuerabzugsberechtigte Geschädigte ohne Rücksicht darauf, ob bzw wie er die Reparatur durchführen ließ, im Sinne des Art römisch XII Ziffer 3, EGUStG 1972 zum Rückersatz der Umsatzsteuer verpflichtet.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 760/77
    Entscheidungstext OGH 07.06.1978 1 Ob 760/77
    Veröff: SZ 51/78 = EvBl 1979/56 S 159
  • 2 Ob 239/78
    Entscheidungstext OGH 27.02.1979 2 Ob 239/78
  • 8 Ob 167/80
    Entscheidungstext OGH 20.11.1980 8 Ob 167/80
    Veröff: SZ 53/154 = EvBl 1981/56 S 349
  • 2 Ob 146/81
    Entscheidungstext OGH 16.12.1981 2 Ob 146/81
    Auch
  • 2 Ob 128/89
    Entscheidungstext OGH 28.03.1990 2 Ob 128/89
    Veröff: SZ 63/46 = AnwBl 1990,399 (Arnold) = VersR 1991,721 (Huber)
  • 7 Ob 147/00v
    Entscheidungstext OGH 12.07.2000 7 Ob 147/00v
    Auch
  • 1 Ob 60/09v
    Entscheidungstext OGH 26.05.2009 1 Ob 60/09v
    Auch
  • 7 Ob 21/09b
    Entscheidungstext OGH 01.07.2009 7 Ob 21/09b
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Prozesskosten. (T1)
  • 5 Ob 96/09t
    Entscheidungstext OGH 15.09.2009 5 Ob 96/09t
    Vgl auch; Beisatz: Auch bei einem vorsteuerabzugsberechtigten Geschädigten schließt der Ersatzbetrag (zunächst) auch die Umsatzsteuer mit ein. (T2)
  • 4 Ob 139/10k
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 139/10k
    Vgl auch
  • 7 Ob 136/10s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2010 7 Ob 136/10s
    Vgl
  • 4 Ob 193/10a
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 193/10a
    Vgl auch
  • 2 Ob 148/12x
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 148/12x
    Vgl auch
  • 9 Ob 59/12k
    Entscheidungstext OGH 31.07.2013 9 Ob 59/12k
    Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Der Ersatz von Prozesskosten stellt echten, nicht steuerbaren Schadenersatz an die obsiegende Partei dar. (T3); Veröff: SZ 2013/73
  • 2 Ob 234/13w
    Entscheidungstext OGH 22.01.2014 2 Ob 234/13w
    Vgl; Beis wie T2
  • 1 Ob 119/20m
    Entscheidungstext OGH 22.07.2020 1 Ob 119/20m

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0037853

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.10.2020

Dokumentnummer

JJR_19780607_OGH0002_0010OB00760_7700000_001

Entscheidungstext 1Ob760/77

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

1Ob760/77

Entscheidungsdatum

07.06.1978

Norm

ABGB §1295 Abs1
ABGB §1323 Abs1
Umsatzsteuergesetz 1952 §12 Abs1
Einführungsgesetz zum Umsatzsteuergesetz 1972 ArtXII Abs1 Z3

Kopf

SZ 51/78

Spruch

Der vorsteuerabzugsberechtigte Geschädigte, dem Reparaturkosten einschließlich Umsatzsteuer als Schadenersatz zuerkannt wurden, ist ohne Rücksicht darauf, ob bzw. wie er die Reparatur durchführen ließ, zum Rückersatz der Umsatzsteuer zu jenem Zeitpunkt verpflichtet, zu dem er den Vorsteuerabzug unter der Annahme einer unverzüglichen Reparatur geltend machen konnte

OGH 7. Juni 1978, 1 Ob 760/77 (LGZ Wien 42 R 600/77; BG Klosterneuburg 2 C 65/77)

Text

Der Beklagte erlitt am 2. Jänner 1974 einen Verkehrsunfall, bei welchem sein PKW beschädigt wurde. Die klagende Versicherungsgesellschaft ersetzte ihm als Haftpflichtversicherer des Gegenfahrzeuges den hiebei entstandenen Schaden. Der Schadenersatzbetrag umfaßte auch die Umsatzsteuer angenommener Reparaturkosten von 30 290 S in Höhe von 4846.40 S. Diese Umsatzsteuer verlangt die Klägerin nun mit der Behauptung zurück, der Beklagte sei als Kaufmann vorsteuerabzugsberechtigt. Der Vorsteuerabzug hätte schon längst vorgenommen werden können, weil die Reparatur vor dem 23. Oktober 1974 durchgeführt worden sei. Der Beklagte sei daher zum Rückersatz der Umsatzsteuer verpflichtet.

Der Beklagte wendete ein, er sei weder vorsteuerabzugsberechtigt noch sei eine Reparatur durchgeführt worden.

Darauf entgegnete die Klägerin, der Beklagte sei ungerechtfertigt bereichert, falls er vorsteuerabzugsberechtigt sei und die Reparatur nicht habe durchführen lassen. Er hätte bei ordnungsgemäßer Reparatur die darauf entfallende Mehrwertsteuer im Wege des Vorsteuerabzuges rückersetzt erhalten und könne vom Schädiger nur den Nettobetrag kassieren. Die Reparatur wäre dem Beklagten im Wege der Schadensminderungspflicht oblegen.

Unbestritten ist, daß der Beklagte gemäß Paragraph 12, Absatz eins, UStG 1972 zum Vorsteuerabzug berechtigt ist und daß er zur Reparatur seines Fahrzeuges keine mehrwertsteuerpflichtige Leistung in Anspruch genommen hat.

Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab. Es führte in rechtlicher Hinsicht folgendes aus: Es stehe dem Geschädigten frei, ob er den Schaden an seinem Fahrzeug ordnungsgemäß reparieren lasse, sohin eine umsatzsteuerpflichtige Leistung in Anspruch nehme, oder ob er den Schaden selbst oder durch Freunde behebe oder überhaupt auf jede Reparatur verzichte. Bei vorsteuerabzugsberechtigen Geschädigten berühre dieses Wahlrecht das Vermögen des Schädigers. Der einzige Fall, für den Art. römisch XII Ziffer 3, EGUStG 1972 einen Rückersatzanspruch dem Schädiger, der Ersatz geleistet habe, zubillige, sei jener, daß der Geschädigte eine Umsatzsteuerpflichtige Leistung auch tatsächlich in Anspruch genommen habe. Wenn aber der Geschädigte auf die Inanspruchnahme einer umsatzsteuerpflichtigen Leistung verzichte, entstehe kein Rückforderungsanspruch im Sinne des Art. römisch XII Ziffer 3, EGUStG, weil dies zu unhaltbaren Konsequenzen führen würde: Während nämlich der Geschädigte, der zum Vorsteuerabzug nicht berechtigt sei, in seinem Wahlrecht völlig frei sei, müßte der Vorsteuerabzugsberechtigte, falls er sein Fahrzeug selbst oder privat reparieren ließe, auf Grund des Rückersatzanspruches des Ersatzpflichtigen die Umsatzsteuer zurückzahlen, die er im Wege des Vorsteuerabzuges gar nicht geltend machen könne. Dies bedeute, daß der nicht zum Vorsteuerabzug berechtigte Geschädigte dem Vorsteuerabzugsberechtigten gegenüber bevorzugt wäre, weil dieser den Umsatzsteuerbetrag in jedem Fall rückerstatten müsse, wodurch ihm bei Nichtreparatur des Schadens wegen des Rückersatzanspruches des Schädigers ein Vermögensnachteil in Höhe der Umsatzsteuer erwachse. Gehe man davon aus, daß Art. römisch XII Ziffer 3, EGUStG bezwecke, eine Ungleichbehandlung von vorsteuerabzugsberechtigten und nicht vorsteuerabzugsberechtigten Personen auszuschließen, so könne es nicht Sinn dieser Gesetzesstelle sein, eine Ungleichbehandlung zuungunsten des Vorsteuerabzugsberechtigten herbeizuführen. Überdies müsse nach Art. römisch XII Ziffer 2, EGUStG der Ersatzbetrag dem Geschädigten dazu dienen, die Wiederbeschaffung oder Wiederherstellung einer Sache oder Leistung zu ermöglichen. Da bereits im Vorverfahren festgestanden sei, daß der Beklagte sein Fahrzeug privat habe reparieren lassen, habe der Schadenersatzbetrag gar nicht der Wiederherstellung des beschädigten Fahrzeuges, sondern dem Ausgleich des Vermögensnachteiles in Geld gedient. Der Beklagte habe keine umsatzsteuerpflichtige Reparatur durchführen lassen. Es seien daher die Voraussetzungen des Rückforderungsanspruches nach Art. römisch XII Ziffer 3, EGUStG nicht gegeben. Von einer Verletzung der Schadensminderungspflicht durch den Beklagten könne ebenfalls keine Rede sein.

Das Berufungsgericht gab in Abänderung des Ersturteiles dem Klagebegehren statt. Es begrundete seine Entscheidung rechtlich wie folgt: Nach dem Bericht des Finanz- und Budgetausschusses des Nationalrates zum EGUStG 1972 sei es alleiniger Zweck des Art. römisch XII Ziffer 3, EGUStG gewesen, die Gerichte zunächst von der Lösung abgabenrechtlicher Vorfragen zu befreien, um damit Verzögerungen in den entsprechenden Prozessen zu vermeiden. Anlaß sei die deutsche Gesetzeslage gewesen, die eine analoge Bestimmung nicht enthalte, was zu einer umfangreichen und oft widersprüchlichen Judikatur geführt habe. Art. römisch XII Ziffer 3, EGUStG sehe daher einen eigenen Rückersatzanspruch vor, der keineswegs etwa als Bereicherungs- oder Kondiktionsanspruch, sondern als ein Ersatzanspruch eigener Art anzusehen sei, dessen einzige anspruchsbegrundende Tatsache neben dem notwendigen vorausgegangenen Ersatz der Umsatzsteuer die Möglichkeit der Geltendmachung des Vorsteuerabzuges durch den Ersatzberechtigten sei. Wann der Ersatzberechtigte den Vorsteuerabzug geltend machen "könnte", sei durch das Gesetz näher umschrieben, falls der Ersatzbetrag dazu diene, die Wiederbeschaffung oder Wiederherstellung einer Sache zu ermöglichen:

Es sei dies jener Zeitpunkt, in dem er dies unter Annahme einer unverzüglichen Wiederbeschaffung oder Wiederherstellung tun könnte. Verlange der Geschädigte den Ersatz von Reparaturkosten, so diene dieser Ersatzbetrag immer dazu, die Wiederherstellung der Sache zu ermöglichen, gleichgültig, ob der Geschädigte die Reparatur erst vorhabe, oder sie schon - in welchem Maße immer - vorgenommen habe oder sie überhaupt unterlassen wolle. Damit sei aber nach Art. römisch XII Ziffer 3, EGUStG ein Rückersatzanspruch des Ersatzpflichtigen mit dem Zeitpunkt gegeben, in dem der Geschädigte den Vorsteuerabzug unter Annahme einer unverzüglichen Wiederherstellung geltend machen könnte. Es komme somit nur auf die abstrakte Möglichkeit des Vorsteuerabzuges an. Der Beklagte habe daher die ihm von der klagenden Partei bezahlte Umsatzsteuer zu ersetzen, weil er bei unverzüglicher Durchführung der Reparatur schon längst die Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen hätte können.

Der Oberste Gerichtshof gab der Revision des Beklagten nicht Folge.

Rechtliche Beurteilung

Aus den Entscheidungsgründen:

Die Bestimmung des Art. römisch XII Ziffer 3, EGUStG 1972 wurde erst im Zuge der parlamentarischen Beratungen der Regierungsvorlage eines Bundesgesetzes über die Einführung des UStG 1972 in den Gesetzestext aufgenommen (siehe Regierungsvorlage 227 BlgNR, römisch XIII. GP, und Bericht des Finanz- und Budgetausschusses hiezu 383 BlgNR, römisch XIII. GP). Der Gesetzgeber wollte damit, wie dem angeführten Bericht des Finanz- und Budgetausschusses zu entnehmen ist, einerseits der im Zuge des Begutachtungsverfahrens erhobenen Forderung Rechnung tragen, daß bei Ersatzleistungen Vorsteuerbeträge dann nicht bei der Bemessung des Ersatzes dem Ersatzpflichtigen angelastet werden können, wenn der Ersatzberechtigte zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, und andererseits sicherstellen, daß Schadenersatzprozesse nicht durch Aufrollen steuerrechtlicher Fragen erschwert oder verzögert werden. Zur Begründung der Notwendigkeit einer ausdrücklichen gesetzlichen Regelung wurde auf die widersprüchliche Judikatur zu dieser Frage in der Bundesrepublik Deutschland hingewiesen, die auf das Fehlen einer diesbezüglichen gesetzlichen Bestimmung zurückzuführen ist vergleiche Huber - Hofinger, Zivilrechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Einführung des Umsatzsteuergesetzes 1972, ÖJZ 1975, 337 ff., insbesondere 344).

Aus der allgemeinen Erwägung, Steuerfragen aus dem Schadenersatzprozeß auszuklammern, bestimmt daher Art. römisch XII Ziffer 3, EGUStG 1972 einleitend, daß der Umstand, daß jemand, der Anspruch auf Ersatz für eine Sache oder Leistung hat, als Unternehmer zum Abzug von Vorsteuern (Paragraph 12, UStG 1972) berechtigt ist, an sich die Bemessung des Ersatzes nicht berührt. Ist nach den zivilrechtlichen Bestimmungen Schadenersatz einschließlich Umsatzsteuer zu leisten, wie dies nachständiger Rechtsprechung etwa beim Ersatz von Fahrzeugschäden durch Zuspruch des angenommenen Reparaturkostenaufwandes der Fall ist, so gebührt diese Ersatzleistung dem Geschädigten ohne Rücksicht darauf, ob er vorsteuerabzugsberechtigt ist oder nicht (JBl. 1976, 44; EvBl. 1976/22; ZVR 1974/104, ZVR 1971/125, 8 Ob 238/76 u. a.). Dies kann dazu führen, daß der Geschädigte unter Umständen zunächst mehr erhält, als er etwa im Falle ordnungsgemäßer Reparatur der beschädigten Sache letzten Endes auslegen muß, nämlich dann, wenn der Geschädigte vorsteuerabzugsberechtigt und daher in der Lage ist, seinerseits die in der Reparaturrechnung ausgewiesene Umsatzsteuer als Vorsteuer vom Staat ersetzt zu bekommen.

Der das Mehrwertsteuersystem beherrschende Grundsatz der offenen Überwälzung der Umsatzsteuer auf den Letztverbraucher und die in diesem Zusammenhang geschaffene Vorsteuerabzugsmöglichkeit der Unternehmer soll nach der Absicht des Gesetzgebers aber auch bei der Schadensbemessung nicht für immer unbeachtet bleiben, sondern letzten Endes dem Ersatzpflichtigen als schadensmindernder Umstand zugute kommen. Daher räumt das Gesetz dem Ersatzpflichtigen, der zunächst einmal auf Verlangen des Geschädigten Schadenersatz ohne Rücksicht auf eine allfällige Vorsteuerabzugsmöglichkeit des Berechtigten zu leisten hat, im Art. römisch XII Ziffer 3, EGUStG 1972 einen besonderen, nicht auf allgemeinen zivilrechtlichen Rückforderungstatbeständen beruhenden Rückersatzanspruch in Höhe des Umsatzsteuerbetrages insoweit ein, als der Ersatzberechtigte diesen Betrag als Vorsteuer abziehen könnte.

Der Gesetzgeber geht dabei von der abstrakten Möglichkeit des Vorsteuerabzuges durch den Geschädigten aus (arg: "... abziehen könnte"; vergleiche Dorazil - Frühwald - Hock - Mayer - Paukowitsch, Komm.

z. UStG 1972 römisch eins, 282/7). Es kommt für das Entstehen des Rückersatzanspruches nicht darauf an, ob der Geschädigte von der Vorsteuerabzugsmöglichkeit tatsächlich Gebrauch macht, sondern nur, ob er hiezu berechtigt wäre. Dabei müssen Umstände, die allein in seinem Willensbereich liegen, außer Betracht bleiben; er muß sich dem Ersatzpflichtigen gegenüber so behandeln lassen, als ob er den Ersatzbetrag bestimmungsgemäß verwendet hätte. Dabei erklärt das Gesetz für den Fall der Ersatzleistung zur Wiederbeschaffung oder Wiederherstellung einer Sache oder Leistung jenen Zeitpunkt für die Entstehung des Rückersatzanspruches als maßgebend, in dem der Ersatzberechtigte den Vorsteuerabzug unter der Annahme einer unverzüglichen Wiederbeschaffung oder Wiederherstellung geltend machen könnte (In diesem Sinne im Ergebnis auch Selb, Schadenersatz und Mehrwertsteuer, ÖStZ 1974, 74 ff.).

Die hier vertretene Auffassung führt auch nicht, wie der Revisionswerber meint, zu einer Ungleichbehandlung von vorsteuerabzugsberechtigten und nicht vorsteuerabzugsberechtigten Geschädigten. Nach wie vor steht es dem Ersatzberechtigten frei, ob und in welcher Weise er den zur Abgeltung seines Schadens erhaltenen Ersatzbetrag auch tatsächlich zur Behebung des Schadens verwenden will vergleiche Koziol, Haftpflichtrecht römisch eins, 21 ff., 147, 149; ZVR 1975/55 und 69; ZVR 1971/155; ZVR 1961/313 u. a.). Diese Entscheidung darf nur nicht zu Lasten des Ersatzpflichtigen gehen. Wenn der vorsteuerabzugsberechtigte Geschädigte darauf verzichtet, die Voraussetzungen für einen möglichen Vorsteuerabzug - etwa durch Beschaffung einer vorsteuerabzugstauglichen Reparaturkostenrechnung (Paragraph 11, UStg 1972) - zu schaffen, so ist das seine Sache; der Ersatzpflichtige kann dadurch jedenfalls nicht um den ihm sonst zustehenden Rückersatzanspruch gebracht werden vergleiche Selba. a. O., 80). Beim nicht vorsteuerabzugsberechtigten Geschädigten stellt sich diese Frage schon deshalb nicht, weil seine Entscheidung keine steuerrechtlichen Rückwirkungen hat. Er muß auf jeden Fall auch die Umsatzsteuer endgültig selbst tragen. Für den vorsteuerabzugsberechtigten Geschädigten besteht hingegen nach dem UStG 1972 die Möglichkeit des Vorsteuerabzuges und damit der Überwälzung der Umsatzsteuer im Wege des Vorsteuerabzuges auf den Staat; der Vorsteuerabzugsberechtigte braucht daher diesen Schadensteil nicht endgültig selbst zu tragen, sondern kann seinen Schaden durch Ausnützung der Vorsteuerabzugsmöglichkeit entsprechend geringer halten. Durch die Bestimmung des Art. römisch XII Ziffer 3, EGUStG 1972 soll nur gewährleistet werden, daß die Auswirkungen der Vorsteuerabzugsmöglichkeit auf die Schadenshöhe zwecks Vermeidung von Erschwerungen und Verzögerungen des Schadenersatzprozesses zunächst ausgeklammert bleiben und einem allfälligen Regreßprozeß vorbehalten werden, dessen Kostenrisiko der Geschädigte zu tragen hat, wenn er ungeachtet der ihm offenstehenden Möglichkeit des Vorsteuerabzuges mehr als Schadenersatz verlangt hat, als er bei ordnungsgemäßer und unverzüglicher Schadensbehebung hiefür aus eigenem aufwenden hätte müssen. In diesem Sinne ist die gegenständliche Gesetzesbestimmung keineswegs gleichheitswidrig.

Anmerkung

Z51078

Schlagworte

Umsatzsteuer, Rückersatz, Vorsteuerabzug, Umsatzsteuer

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:0010OB00760.77.0607.000

Dokumentnummer

JJT_19780607_OGH0002_0010OB00760_7700000_000