Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2006/15/0125

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 8336 F/2008

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2006/15/0125

Entscheidungsdatum

28.05.2008

Index

32/02 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Norm

EStG 1988 §16 Abs1

Rechtssatz

Werbungskosten sind die Aufwendungen oder Ausgaben zur Erwerbung, Sicherung oder Erhaltung der Einnahmen (§ 16 Abs. 1 EStG). Zu solchen Aufwendungen können auch Fahrtaufwendungen zählen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2008:2006150125.X01

Im RIS seit

24.03.2021

Zuletzt aktualisiert am

24.03.2021

Dokumentnummer

JWR_2006150125_20080528X01

Rechtssatz für 2006/15/0125

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 8336 F/2008

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2006/15/0125

Entscheidungsdatum

28.05.2008

Index

32/02 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Norm

EStG 1988 §16 Abs1 Z9

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 99/15/0085 E 30. Jänner 2003 RS 1 (hier nur erster Satz)

Stammrechtssatz

Bei beruflich veranlassten Reisen nach § 16 Abs 1 Z 9 EStG 1988 ist Grundvoraussetzung für die Anerkennung von pauschalen Tages- bzw Nächtigungsgeldern, dass solche Mehraufwendungen für Verpflegung bzw Nächtigung überhaupt angefallen sind (Hinweis E 24. Februar 1993, 91/13/0252; E 5. Oktober 1994, 92/15/0225). Sind solche Aufwendungen (dem Grunde nach) angefallen, dann hat der Steuerpflichtige Anspruch auf Tages- bzw Nächtigungsgeld, ohne die Höhe seiner Aufwendungen nachweisen zu müssen. Dass der Nachweis der Höhe nach nicht erforderlich ist, ergibt sich aus dem Wortlaut des § 16 Abs 1 Z 9 EStG, wonach solche Aufwendungen "ohne Nachweis ihrer Höhe" als Werbungskosten anzuerkennen sind.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2008:2006150125.X02

Im RIS seit

24.03.2021

Zuletzt aktualisiert am

24.03.2021

Dokumentnummer

JWR_2006150125_20080528X02

Rechtssatz für 2006/15/0125

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 8336 F/2008

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2006/15/0125

Entscheidungsdatum

28.05.2008

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht

Norm

BAO §183 Abs4
BAO §276

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 99/15/0165 E 26. November 2002 RS 2

Stammrechtssatz

Da die Feststellungen der Berufungsvorentscheidung als Vorhalt gelten, wäre es Sache der Abgabepflichtigen gewesen, sich im Vorlageantrag mit dem Ergebnis dieser (in der Berufungsvorentscheidung auch inhaltlich mitgeteilten) Ermittlungen auseinander zu setzen und die daraus gewonnenen Feststellungen zu widerlegen (Hinweis E 16. Dezember 1994, 93/17/0110; E 11. Dezember 1987, 85/17/0019).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2008:2006150125.X03

Im RIS seit

24.03.2021

Zuletzt aktualisiert am

24.03.2021

Dokumentnummer

JWR_2006150125_20080528X03

Rechtssatz für 2006/15/0125

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 8336 F/2008

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2006/15/0125

Entscheidungsdatum

28.05.2008

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht

Norm

BAO §167 Abs2
VwGG §41 Abs1

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2000/13/0145 E 28. November 2001 RS 8 (hier ohne den letzten Halbsatz)

Stammrechtssatz

Die Beweiswürdigung der Behörde unterliegt insofern der verwaltungsgerichtlichen Kontrolle, als es sich um die Beurteilung handelt, ob der Sachverhalt genügend erhoben ist und ob die bei der Beweiswürdigung vorgenommenen Erwägungen schlüssig sind, also den Denkgesetzen und den Erfahrungen des täglichen Lebens entsprechen (Hinweis E 25.9.2001, 97/14/0126).

Schlagworte

Sachverhalt Beweiswürdigung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2008:2006150125.X04

Im RIS seit

24.03.2021

Zuletzt aktualisiert am

24.03.2021

Dokumentnummer

JWR_2006150125_20080528X04

Rechtssatz für 2006/15/0125

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 8336 F/2008

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

2006/15/0125

Entscheidungsdatum

28.05.2008

Index

32/02 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Norm

EStG 1988 §16 Abs1 Z7

Rechtssatz

Zu den Aufwendungen oder Ausgaben zur Erwerbung, Sicherung oder Erhaltung der Einnahmen zählen gemäß § 16 Abs. 1 Z. 7 EStG 1988 auch Ausgaben für Arbeitsmittel. Zur Eignung eines Computers als Arbeitsmittel hat der Gerichtshof bereits seine Auffassung zum Ausdruck gebracht, dass die Erforderlichkeit des Einsatzes eines Computers als Arbeitsmittel dann zu bejahen ist, wenn der Einsatz eines solchen Gerätes nach dem Urteil gerecht und billig denkender Menschen für eine bestimmte Tätigkeit unzweifelhaft sinnvoll ist (vgl. die hg. Erkenntnisse vom 12. April 1994, 91/14/0024 und vom 28. Mai 1997, 94/13/0203).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2008:2006150125.X05

Im RIS seit

24.03.2021

Zuletzt aktualisiert am

24.03.2021

Dokumentnummer

JWR_2006150125_20080528X05

Rechtssatz für 2006/15/0125

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 8336 F/2008

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

2006/15/0125

Entscheidungsdatum

28.05.2008

Index

32/02 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Norm

EStG 1988 §16 Abs1 Z7
EStG 1988 §16 Abs1 Z8
EStG 1988 §7 Abs2

Rechtssatz

Bei einer Nutzung des Wirtschaftsgutes von weniger als sechs Monaten im Kalenderjahr ist gemäß § 16 Abs.1 Z 7 und 8 EStG iVm § 7 Abs. 2 EStG nur die Hälfte der Jahres-AfA als Werbungskosten zu berücksichtigen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2008:2006150125.X06

Im RIS seit

24.03.2021

Zuletzt aktualisiert am

24.03.2021

Dokumentnummer

JWR_2006150125_20080528X06

Rechtssatz für 2006/15/0125

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 8336 F/2008

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

2006/15/0125

Entscheidungsdatum

28.05.2008

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht
32/02 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Norm

BAO §115 Abs1
BAO §138
BAO §167 Abs2
EStG 1988 §16

Rechtssatz

Werbungskosten sind grundsätzlich von Amts wegen zu berücksichtigen (vgl. beispielsweise das hg Erkenntnis vom 8. Februar 2007, 2004/15/0102). Als Werbungskosten geltend gemachte Aufwendungen sind jedoch über Verlangen der Abgabenbehörde gemäß § 138 BAO nachzuweisen oder, wenn dies nicht möglich ist, wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. das hg. Erkenntnis vom 17. Dezember 1996, 92/14/0176). Ist nach den Umständen des Einzelfalles der Beweis nicht zumutbar, genügt die Glaubhaftmachung. Sie hat den Nachweis der Wahrscheinlichkeit zum Gegenstand und unterliegt den Regeln der freien Beweiswürdigung (vgl Ritz, BAO3, § 138 Tz 5). Der Abgabenbehörde ist nicht erfolgreich entgegen zu treten, wenn sie den Beweis des beruflich veranlassten Anteiles an den Telefonkosten, etwa durch einen Einzelgesprächsnachweis, als einem Dienstnehmer regelmäßig nicht zumutbar beurteilt und sich daher mit der Glaubhaftmachung begnügt hat.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2008:2006150125.X07

Im RIS seit

24.03.2021

Zuletzt aktualisiert am

24.03.2021

Dokumentnummer

JWR_2006150125_20080528X07