Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 90/15/0155

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 6655 F/1992

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

90/15/0155

Entscheidungsdatum

17.02.1992

Index

33 Bewertungsrecht

Norm

BewG 1955 §21 Abs1 Z1;
  1. BewG 1955 § 21 heute
  2. BewG 1955 § 21 gültig ab 15.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2012
  3. BewG 1955 § 21 gültig von 27.06.2001 bis 14.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  4. BewG 1955 § 21 gültig von 27.08.1994 bis 26.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 680/1994
  5. BewG 1955 § 21 gültig von 01.12.1993 bis 26.08.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 818/1993
  6. BewG 1955 § 21 gültig von 23.06.1977 bis 30.11.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 320/1977

Rechtssatz

Bei Prüfung der Wertfortschreibungsvoraussetzungen sind die linearen Erhöhungen der Einheitswerte nicht einzubeziehen (Hinweis Twaroch-Wittmann-Frühwald, Kommentar zum Bewertungsgesetz römisch eins, Paragraph 21, Anmerkung 10).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1992:1990150155.X01

Im RIS seit

14.01.2002

Dokumentnummer

JWR_1990150155_19920217X01

Rechtssatz für 90/15/0155

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 6655 F/1992

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

90/15/0155

Entscheidungsdatum

17.02.1992

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht
33 Bewertungsrecht

Norm

BAO §193 Abs1;
BewG 1955 §21 Abs1 Z1;
BewG 1955 §21 Abs3;
  1. BAO § 193 heute
  2. BAO § 193 gültig ab 19.04.1980 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 151/1980
  1. BewG 1955 § 21 heute
  2. BewG 1955 § 21 gültig ab 15.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2012
  3. BewG 1955 § 21 gültig von 27.06.2001 bis 14.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  4. BewG 1955 § 21 gültig von 27.08.1994 bis 26.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 680/1994
  5. BewG 1955 § 21 gültig von 01.12.1993 bis 26.08.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 818/1993
  6. BewG 1955 § 21 gültig von 23.06.1977 bis 30.11.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 320/1977
  1. BewG 1955 § 21 heute
  2. BewG 1955 § 21 gültig ab 15.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2012
  3. BewG 1955 § 21 gültig von 27.06.2001 bis 14.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  4. BewG 1955 § 21 gültig von 27.08.1994 bis 26.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 680/1994
  5. BewG 1955 § 21 gültig von 01.12.1993 bis 26.08.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 818/1993
  6. BewG 1955 § 21 gültig von 23.06.1977 bis 30.11.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 320/1977

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie VwGH E 1992/02/17 90/15/0169 2

Stammrechtssatz

Wird eine verkaufte Fläche mit einer bereits bestehenden wirtschaftlichen Einheit des Erwerbers vereinigt (besteht also die verkaufte Fläche nicht selbständig als wirtschaftliche Einheit weiter, womit es an der Voraussetzung für die Erlassung eines die Zurechnung ändernden Fortschreibungsbescheides mangelt, ist für die beim Erwerber bereits vorhanden gewesene wirtschaftliche Einheit einschließlich der erworbenen Fläche (bei Überschreitung der Wertgrenzen des Paragraph 21, Absatz eins, Ziffer eins, BewG) eine Wertfortschreibung vorzunehmen (Gürsching-Stenger, Bewertungsgesetz Kommentar, Paragraph 23, Anmerkung 13; Rössler/Troll, Bewertungsgesetz Kommentar 15, Paragraph 23, Anmerkung 14); zugleich ist der Einheitswert der verkauften Fläche auf den Wert Null fortzuschreiben. Bleibt hingegen beim Verkäufer eine um die verkaufte Fläche verminderte wirtschaftliche Einheit bestehen, ist deren Wert bei Überschreitung der Wertgrenzen (Paragraph 21, Absatz eins, Ziffer eins, BewG) ebenfalls fortzuschreiben.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1992:1990150155.X02

Im RIS seit

14.01.2002

Dokumentnummer

JWR_1990150155_19920217X02

Rechtssatz für 90/15/0155

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 6655 F/1992

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

90/15/0155

Entscheidungsdatum

17.02.1992

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht
33 Bewertungsrecht

Norm

BAO §193 Abs1;
BewG 1955 §21;
  1. BAO § 193 heute
  2. BAO § 193 gültig ab 19.04.1980 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 151/1980
  1. BewG 1955 § 21 heute
  2. BewG 1955 § 21 gültig ab 15.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2012
  3. BewG 1955 § 21 gültig von 27.06.2001 bis 14.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  4. BewG 1955 § 21 gültig von 27.08.1994 bis 26.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 680/1994
  5. BewG 1955 § 21 gültig von 01.12.1993 bis 26.08.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 818/1993
  6. BewG 1955 § 21 gültig von 23.06.1977 bis 30.11.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 320/1977

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie VwGH E 1991/02/15 89/15/0011 1

Stammrechtssatz

Fortschreibungsbescheide gem Paragraph 21, BewG und Paragraph 193, BAO dienen nicht nur der Berücksichtigung von Änderungen in den tatsächlichen Verhältnissen, die während der Dauer des jeweiligen Hauptfeststellungszeitraumes eintreten; auch Unrichtigkeiten, Fehlbeurteilungen, unzutreffende Tatsachenurteile und Werturteile, die in frühere in Rechtskraft erwachsene Feststellungsbescheide eingeflossen sind, können mit Hilfe von Fortschreibungen der fehlerhaften Feststellungsbescheide auf spätere Stichtage eine Berichtigung erfahren

(Hinweis E 14.4.1986, 84/15/0123, VwSlg 6103 F/1986; E 25.1.1988, 86/15/0141; E 26.6.1989, 88/15/0118).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1992:1990150155.X03

Im RIS seit

14.01.2002

Dokumentnummer

JWR_1990150155_19920217X03

Rechtssatz für 90/15/0155

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 6655 F/1992

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

90/15/0155

Entscheidungsdatum

17.02.1992

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
33 Bewertungsrecht

Rechtssatz

Beim gemeinen Wert gemäß Paragraph 10, Absatz 2, BewG handelt es sich um eine fiktive Größe, die mit Hilfe der Preisschätzung zu ermitteln ist (Hinweis E 8.1.1970, 1246/68).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1992:1990150155.X04

Im RIS seit

14.01.2002

Dokumentnummer

JWR_1990150155_19920217X04

Rechtssatz für 90/15/0155

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 6655 F/1992

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

90/15/0155

Entscheidungsdatum

17.02.1992

Index

33 Bewertungsrecht

Norm

BewG 1955 §55 Abs1;
  1. BewG 1955 § 55 heute
  2. BewG 1955 § 55 gültig ab 13.12.1972 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 447/1972

Rechtssatz

Die brauchbarste Grundlage für die Feststellung des gemeinen Wertes eines Grundstückes werden in der Regel die tatsächlich gezahlten Preise für Vergleichsliegenschaften sein, wobei die Kaufpreisentwicklung bei den Bewertungsstellen der Finanzämter beobachtet und in sogenannten Kaufpreissammlungen festgehalten wird (Hinweis E 15.12.1976, 2201/75).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1992:1990150155.X05

Im RIS seit

14.01.2002

Dokumentnummer

JWR_1990150155_19920217X05

Rechtssatz für 90/15/0155

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 6655 F/1992

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

90/15/0155

Entscheidungsdatum

17.02.1992

Index

33 Bewertungsrecht

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie VwGH E 1991/02/18 90/15/0036 1

Stammrechtssatz

Zutreffende Vergleichspreise gemäß Paragraph 10, Absatz 2, BewG liegen dann vor, wenn die Wertfaktoren des zu bewertenden Grundstückes und des Vergleichsgrundstückes in den wesentlichen preisbestimmenden Merkmalen übereinstimmen, wozu insbesondere Größe, Form, Lage und Beschaffenheit eines Grundstückes gehören (Hinweis E 8.1.1970, 1246/68, E 6.3.1989, 86/15/0109).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1992:1990150155.X06

Im RIS seit

14.01.2002

Dokumentnummer

JWR_1990150155_19920217X06

Rechtssatz für 90/15/0155

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 6655 F/1992

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

90/15/0155

Entscheidungsdatum

17.02.1992

Index

33 Bewertungsrecht

Rechtssatz

Zulässige Vergleichspreise gemäß Paragraph 10, Absatz 2, BewG liegen auch dann vor, wenn, obwohl eine Übereinstimmung zwischen dem zu bewertenden Grundstück und dem Vergleichsgrundstück nicht hinsichtlich aller wesentlichen preisbestimmenden Merkmale (es sind dies insbesondere Größe, Form, Lage und Beschaffenheit der Grundstücke) besteht, immerhin noch eine zuverlässige Wertableitung aus den Vergleichspreisen möglich ist (Hinweis E 7.10.1985, 84/15/0015).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1992:1990150155.X07

Im RIS seit

14.01.2002

Dokumentnummer

JWR_1990150155_19920217X07

Rechtssatz für 90/15/0155

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 6655 F/1992

Rechtssatznummer

8

Geschäftszahl

90/15/0155

Entscheidungsdatum

17.02.1992

Index

33 Bewertungsrecht

Rechtssatz

Unter Bedachtnahme auf die preisbildenden Faktoren (es sind dies insbesondere Größe, Form, Lage und Beschaffenheit der Grundstücke) kann der gemeine Wert gegebenenfalls durch Vornahme von Abschlägen und Zuschlägen zu einem Vergleichspreis ermittelt werden (Hinweis E 21.10.1983, 82/17/0057).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1992:1990150155.X08

Im RIS seit

14.01.2002

Dokumentnummer

JWR_1990150155_19920217X08

Rechtssatz für 90/15/0155

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 6655 F/1992

Rechtssatznummer

9

Geschäftszahl

90/15/0155

Entscheidungsdatum

17.02.1992

Index

33 Bewertungsrecht

Norm

BewG 1955 §55 Abs1;
  1. BewG 1955 § 55 heute
  2. BewG 1955 § 55 gültig ab 13.12.1972 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 447/1972

Rechtssatz

Zur Ableitung des gemeinen Wertes kommen in erster Linie solche Verkäufe in Betracht, die in unmittelbarer zeitlicher Nähe des Feststellungszeitpunktes stattgefunden haben. Zwar ist es auch möglich, auf Verkäufe zurückzugreifen, die zeitlich in größerer Entfernung vor oder nach dem Feststellungszeitpunkt liegen; in einem solchen Fall muß jedoch geprüft werden, ob in der Zwischenzeit auf dem Grundstücksmarkt nennenswerte Schwankungen im Preisniveau eingetreten sind. Eingetretene Preisschwankungen infolge veränderter Marktverhältnisse oder Veränderungen des Geldwertes sind sodann durch Zuschläge oder Abschläge auszugleichen. Verkaufsfälle, bei denen der zeitliche Abstand zum Feststellungszeitpunkt zu groß ist, können keinen Vergleichsmaßstab bilden (Hinweis E 8.1.1970, 1246/68, Gürsching-Stenger, Bewertungsgesetz, Paragraph 72, Anmerkung 18; Rössler-Troll, Bewertungsgesetz15, Paragraph 72, Anmerkung 37). Ob einem Vergleichspreis wegen des zeitlichen Abstandes des Vertragsabschlusses zum Feststellungszeitpunkt noch Aussagekraft für die Wertableitung zukommt, ist nach den Umständen des Einzelfalles zu beurteilen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1992:1990150155.X09

Im RIS seit

14.01.2002

Dokumentnummer

JWR_1990150155_19920217X09

Rechtssatz für 90/15/0155

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 6655 F/1992

Rechtssatznummer

10

Geschäftszahl

90/15/0155

Entscheidungsdatum

17.02.1992

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
33 Bewertungsrecht

Norm

BewG 1955 §55 Abs1;
VwGG §42 Abs2 Z3 litc;
  1. BewG 1955 § 55 heute
  2. BewG 1955 § 55 gültig ab 13.12.1972 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 447/1972
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Die Bedachtnahme auf in größerer zeitlicher Entfernung zum Feststellungszeitpunkt liegende Verkaufsfälle ohne Auseinandersetzung mit der Wertentwicklung bzw die Bedachtnahme auf einen Verkaufsfall, der wegen zu großer zeitlicher Entfernung zum Feststellungszeitpunkt zur Wertableitung keinesfalls geeignet war, begründet einen Verfahrensmangel, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, daß die belangte Behörde bei dessen Vermeidung zu einem anderen Ergebnis hätte gelangen können.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1992:1990150155.X10

Im RIS seit

14.01.2002

Dokumentnummer

JWR_1990150155_19920217X10

Rechtssatz für 90/15/0155

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 6655 F/1992

Rechtssatznummer

11

Geschäftszahl

90/15/0155

Entscheidungsdatum

17.02.1992

Index

33 Bewertungsrecht

Rechtssatz

Weicht der bei einer Veräußerung eines in den preisbestimmenden Merkmalen vergleichbaren Grundstückes erzielte Preis in besonders auffälliger Art und Weise (nach oben oder nach unten) von dem durch Heranziehung einer Mehrzahl von Vergleichspreisen ermittelten Preisgefüge ab, indiziert dies das Vorliegen ungewöhnlicher oder persönlicher Verhältnisse; ein solcher Preis ist nur zu berücksichtigen, wenn das Vorliegen ungewöhnlicher oder persönlicher Verhältnisse auf Grund einer den Vergleichsfall betreffenden besonderen Prüfung ausgeschlossen werden kann.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1992:1990150155.X11

Im RIS seit

14.01.2002

Dokumentnummer

JWR_1990150155_19920217X11