Landesrecht konsolidiert Vorarlberg: Gesamte Rechtsvorschrift für Verordnung der Landesregierung über die näheren Voraussetzungen für auswärtige Schneesportlehrer sowie für Lehrkräfte und Anwärter von auswärtigen Schischulen im Ausflugsverkehr, Fassung vom 03.08.2021

§ 0

Langtitel

Verordnung der Landesregierung über die näheren Voraussetzungen für auswärtige Schneesportlehrer sowie für Lehrkräfte und Anwärter von auswärtigen Schischulen im Ausflugsverkehr

StF: LGBl.Nr. 8/2020 (RL 2005/36 EG vom 7. September 2005, ABl. L 255 vom 30.9.2005, S. 22–142 [CELEX-Nr. 32005L0036], geändert durch die RL 2013/55/EU vom 20. November 2013, ABl. L 354 vom 28.12.2013, S. 132–170 [CELEX-Nr. 32013L0055])

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund des § 17 Abs. 6 des Schischulgesetzes, LGBl.Nr. 55/2002, in der Fassung LGBl.Nr. 1/2008, wird verordnet:

§ 1

Text

§ 1
Anzeige

(1) Der Anzeige eines selbständigen Schneesportlehrers oder einer Lehrkraft bzw. eines Anwärters einer auswärtigen Schischule, die zum ersten Mal im Land tätig werden, sind folgende Nachweise anzuschließen:

a)

Nachweise über die Staatsangehörigkeit,

b)

Nachweise über die fachliche Befähigung,

c)

Nachweise über Inhalt und Umfang der absolvierten Ausbildungen und Prüfungen (Lehrpläne und Ähnliches),

d)

Nachweis über die rechtmäßige Niederlassung als selbständiger Schneesportlehrer bzw. als Schischule,

e)

sofern im Herkunftsmitgliedstaat dieser Beruf nicht reglementiert ist, Nachweise über eine entsprechende Berufsausübung von zumindest einjähriger Dauer während der vorhergehenden zehn Jahre und

f)

allenfalls eine Urkunde, die eine entsprechende Namensänderung dokumentiert.

(2) Nachweise nach Abs. 1 müssen von einer einschlägigen Stelle, wie etwa einer Behörde des jeweiligen Landes oder dem Berufsverband, formell als gültig anerkannt worden sein.

(3) Nachweise nach Abs. 1 können im Original oder als Kopie eingereicht werden. Falls Zweifel über die Echtheit besteht, kann eine Beglaubigung verlangt werden. Bei Nachweisen gemäß Abs. 1 lit. b bis f sind auf Verlangen, soweit diese nicht in deutscher Sprache sind, Übersetzungen durch ein zertifiziertes Übersetzungsbüro beizulegen.

§ 2

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§ 2
Prüfung der Qualifikation

(1) Die Qualifikation ist mangelhaft, wenn wesentliche Unterschiede zwischen der nachgewiesenen Berufsqualifikation und der Qualifikation durch Prüfungen und Ausbildungen bestehen, die im 7. Abschnitt des Schischulgesetzes und den dazu ergangenen Verordnungen geregelt sind, sodass eine schwerwiegende Gefahr für die Gesundheit und Sicherheit der unterrichteten oder geführten Personen besteht.

(2) Im Bescheid hat die Landesregierung auszusprechen, in welchen Bereichen die Qualifikation mangelhaft ist.

§ 3

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§ 3
Bescheinigung der Eignungsprüfung

Der Schilehrerverband hat das Ergebnis der Eignungsprüfung zu bescheinigen und hiervon die Landesregierung zu benachrichtigen.

§ 4

Text

§ 4
Inkrafttreten, Außerkrafttreten

(1) Diese Verordnung tritt am 1. März 2020 in Kraft.

(2) Mit Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Verordnung der Landesregierung über die näheren Voraussetzungen für Praktikanten, Schilehrer, Diplomschilehrer, Schiführer und Schischulleiter im Ausflugsverkehr, LGBl.Nr. 9/2008, außer Kraft.