Landesrecht konsolidiert Vorarlberg: Gesamte Rechtsvorschrift für Antidiskriminierungsgesetz, Fassung vom 25.07.2024

§ 0

Beachte für folgende Bestimmung

RL (EU) 2021/1883 vom 20. Oktober 2021, ABl. L 382 vom 28.10.2021, S. 1–38 [CELEX-Nr. 32021L1883]

Langtitel

Gesetz über das Verbot der Diskriminierung (Antidiskriminierungsgesetz - ADG)

StF: LGBl.Nr. 17/2005 (RL 2000/43/EG vom 29. Juni 2000, ABl. L 180 vom 19.7.2000, S. 22–26 [CELEX-Nr. 32000L0043]; RL 2000/78/EG vom 27. November 2000, ABl. L 303 vom 2.12.2000, S. 16–22 [CELEX-Nr. 32000L0078]; RL 2002/73/EG vom 23. September 2002, ABl. L 269 vom 5.10.2002, S. 15–20 [CELEX-Nr. 32002L0073]; RL 97/80/EG vom 15. Dezember 1997, ABl. L 14 vom 20.1.1998, S. 6–8 [CELEX-Nr. 31997L0080]

Änderung

LGBl.Nr. 49/2008 (RL 2000/43/EG vom 29. Juni 2000, ABl. L 180 vom 19.7.2000, Sitzung 22–26 [CELEX-Nr. 32000L0043]; RL 2000/78/EG vom 27. November 2000, ABl. L 303 vom 2.12.2000, Sitzung 16–22 [CELEX-Nr. 32000L0078); RL 2004/113/EG vom 13. Dezember 2004, ABl. L 373 vom 21.12.2004, Sitzung 37–43 [CELEX-Nr. 32004L0113]; RL 2006/54/EG vom 5. Juli 2006, ABl. L 204 vom 26.7.2006, Sitzung 23–36 [CELEX-Nr. 32006L0054]">LGBl.Nr. 49/2008 (RL 2000/43/EG vom 29. Juni 2000, ABl. L 180 vom 19.7.2000, S. 22–26 [CELEX-Nr. 32000L0043]; RL 2000/78/EG vom 27. November 2000, ABl. L 303 vom 2.12.2000, S. 16–22 [CELEX-Nr. 32000L0078); RL 2004/113/EG vom 13. Dezember 2004, ABl. L 373 vom 21.12.2004, S. 37–43 [CELEX-Nr. 32004L0113]; RL 2006/54/EG vom 5. Juli 2006, ABl. L 204 vom 26.7.2006, S. 23–36 [CELEX-Nr. 32006L0054]

LGBl.Nr. 91/2012

LGBl.Nr. 46/2014

LGBl.Nr. 16/2017 (RL 2014/54/EU vom 16. April 2014, ABl. L 128 vom 30.4.2014, Sitzung 8–14 [CELEX-Nr. 32014L0054]">LGBl.Nr. 16/2017 (RL 2014/54/EU vom 16. April 2014, ABl. L 128 vom 30.4.2014, S. 8–14 [CELEX-Nr. 32014L0054]

LGBl.Nr. 8/2019 (RL (EU) 2016/2102 vom 26. Oktober 2016, ABl. L 327 vom 2.12.2016, Sitzung 1–15 [CELEX-Nr. 32016L2102]">LGBl.Nr. 8/2019 (RL (EU) 2016/2102 vom 26. Oktober 2016, ABl. L 327 vom 2.12.2016, S. 1–15 [CELEX-Nr. 32016L2102]

LGBl.Nr. 57/2019

LGBl.Nr. 23/2021

LGBl.Nr. 44/2021

LGBl.Nr. 72/2022

LGBl.Nr. 40/2023 (RL (EU) 2019/1152 vom 20. Juni 2019, ABl. L 186 vom 11.7.2019, Sitzung 105–121 [CELEX-Nr. 32019L1152]; RL 2019/1158 vom 20. Juni 2019, ABl. L 188 vom 12.7.2019, Sitzung 79–93 [CELEX-Nr. 32019L1158)">LGBl.Nr. 40/2023 (RL (EU) 2019/1152 vom 20. Juni 2019, ABl. L 186 vom 11.7.2019, S. 105–121 [CELEX-Nr. 32019L1152]; RL 2019/1158 vom 20. Juni 2019, ABl. L 188 vom 12.7.2019, S. 79–93 [CELEX-Nr. 32019L1158)

Sonstige Textteile

Inhaltsverzeichnis

1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen

Paragraph eins, Ziel, Anwendungsbereich

Paragraph 2, Begriffe

2. Abschnitt: Diskriminierungsverbot

Paragraph 3, Diskriminierungsverbot

Paragraph 4, Gerechtfertigte Ungleichbehandlungen

3. Abschnitt: Gleichbehandlung von Dienstnehmern und Dienstnehmerinnen

Paragraph 5, Diskriminierungsfreie Stellenausschreibung

Paragraph 6, Kriterien für die Bezüge und die Entlohnung

4. Abschnitt: Rechtsschutz

Paragraph 7, Schadenersatz

Paragraph 8, Benachteiligungsverbot

Paragraph 9, Besondere Bestimmungen für den Rechtsschutz von Dienstnehmern und Dienstnehmerinnen

5. Abschnitt: Angemessene Vorkehrungen für Menschen mit Behinderung

Paragraph 10, Barrierefreier Zugang, Allgemeines

Paragraph 10 a, Barrierefreier Zugang zu Websites und mobilen Anwendungen

6. Abschnitt: Antidiskriminierungsstellen

Paragraph 11, Antidiskriminierungsstellen

Paragraph 12, Aufgaben

Paragraph 13, Verfahren, Allgemeines

Paragraph 14, Verfahren, Einzelfallprüfung

Paragraph 15, Landeslehrer sowie land- und forstwirtschaftliche Dienstnehmer und Dienstnehmerinnen

7. Abschnitt: Informationen zur Arbeitnehmerfreizügigkeit nach dem Recht der Europäischen Union

Paragraph 16, Informationsverpflichtung

8. Abschnitt: Straf- und Schlussbestimmungen

Paragraph 17, Eigener Wirkungsbereich

Paragraph 18, Strafen

Paragraph 19, Inkrafttreten und Außerkrafttreten

Paragraph 20, Übergangsbestimmungen zur Novelle LGBl.Nr. 8/2019

Paragraph 21, Inkrafttretensbestimmung zur Novelle LGBl.Nr. 23/2021

Paragraph 22, Inkrafttretensbestimmung zur Novelle LGBl.Nr. 44/2021

§ 1

Text

1. Abschnitt
Allgemeine Bestimmungen

Paragraph eins *,)
Ziel, Anwendungsbereich

  1. Absatz einsDieses Gesetz dient der Vermeidung von:
    1. Litera a
      Diskriminierungen aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Orientierung;
    2. Litera b
      Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts, insbesondere unter Bezugnahme auf den Familienstand oder den Umstand, ob jemand Kinder hat;
    3. Litera c
      Diskriminierungen aufgrund einer Behinderung;
    4. Litera d
      Diskriminierungen aufgrund der Staatsangehörigkeit bei Ausübung der Arbeitnehmerfreizügigkeit sowie ungerechtfertigten Einschränkungen und Behinderungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit nach dem Recht der Europäischen Union; sowie
    5. Litera e
      Diskriminierungen aufgrund der Geltendmachung gesetzlicher oder vertraglicher Rechte im Zusammenhang mit dem Dienstverhältnis.
  2. Absatz 2Dieses Gesetz gilt im Hinblick auf Absatz eins, Litera a und b für folgende Angelegenheiten, soweit sie in die Regelungskompetenz des Landes fallen:
    1. Litera a
      Dienstrecht der Bediensteten des Landes, der Gemeinden und der Gemeindeverbände, einschließlich Personalvertretungsrecht;
    2. Litera b
      Zugang zu selbständiger und unselbständiger Erwerbstätigkeit, einschließlich der Erweiterung der Erwerbstätigkeit und des beruflichen Aufstiegs, der Berufsberatung, der Berufsaus- und -weiterbildung sowie der Umschulung;
    3. Litera c
      Mitgliedschaft und Mitwirkung in beruflichen Vertretungen, einschließlich der Inanspruchnahme von deren Leistungen;
    4. Litera d
      Sozialschutz, einschließlich der sozialen Sicherheit und der Gesundheitsdienste;
    5. Litera e
      soziale Vergünstigungen;
    6. Litera f
      Bildung;
    7. Litera g
      Zugang zu und Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, einschließlich von Wohnraum.
  3. Absatz 3Dieses Gesetz gilt im Hinblick auf Absatz eins, Litera c, für alle Angelegenheiten, die in die Regelungskompetenz des Landes fallen.
  4. Absatz 4Dieses Gesetz gilt im Hinblick auf Absatz eins, Litera d, für die in Absatz 2, genannten Angelegenheiten.
  5. Absatz 5Dieses Gesetz gilt im Hinblick auf Absatz eins, Litera e, für die in Absatz 2, Litera a, genannten Angelegenheiten.
  6. Absatz 6Im Rahmen des Anwendungsbereiches der Absatz 2 bis 5 gilt dieses Gesetz für:
    1. Litera a
      die Hoheits- und die Privatwirtschaftsverwaltung des Landes, der Gemeinden und der Gemeindeverbände;
    2. Litera b
      die Tätigkeit sonstiger natürlicher sowie juristischer Personen privaten oder öffentlichen Rechts, soweit sie der Regelungskompetenz des Landes unterliegt.
  7. Absatz 7Ein über die Absatz 2 bis 5 hinausgehender Anwendungsbereich ergibt sich aus Paragraph 15,
  8. Absatz 8Dieses Gesetz ist so anzuwenden, dass es in die Zuständigkeit des Bundes nicht eingreift.

*) Fassung LGBl.Nr. 49/2008, 91/2012, 46/2014, 16/2017, 57/2019, 40/2023

§ 2

Text

Paragraph 2 *,)
Begriffe

  1. Absatz einsDiskriminierungen umfassen unmittelbare Diskriminierungen, mittelbare Diskriminierungen, Belästigungen und Beschränkungen.
  2. Absatz 2Eine unmittelbare Diskriminierung liegt vor, wenn eine Person aus einem der in Paragraph 3, Absatz eins,, 2 erster Satz und 3 genannten Gründe in einer vergleichbaren Situation eine weniger günstige Behandlung erfährt, als eine andere Person erfährt, erfahren hat oder erfahren würde.
  3. Absatz 3Eine mittelbare Diskriminierung liegt vor, wenn dem Anschein nach neutrale Vorschriften, Kriterien oder Verfahren Personen aus einem der in Paragraph 3, Absatz eins,, 2 erster Satz und 3 genannten Gründe gegenüber anderen Personen in besonderer Weise benachteiligen können, es sei denn, dass die betreffenden Vorschriften, Kriterien oder Verfahren durch ein rechtmäßiges Ziel sachlich gerechtfertigt und die Mittel zur Erreichung dieses Ziels erforderlich und angemessen sind.
  4. Absatz 4Eine Belästigung liegt vor, wenn im Zusammenhang mit einem der Gründe nach Paragraph 3, Absatz eins, ein für die betroffene Person unerwünschtes Verhalten gesetzt wird, das bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betroffenen Person verletzt wird und ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird.
  5. Absatz 5Als Belästigung gilt auch die sexuelle Belästigung. Sie liegt vor, wenn ein für die betroffene Person unerwünschtes der sexuellen Sphäre zugehöriges Verhalten gesetzt wird, das die Voraussetzungen des Absatz 4, erfüllt.
  6. Absatz 6Als unmittelbare oder mittelbare Diskriminierung oder Belästigung gilt auch, wenn
    1. Litera a
      eine Person aufgrund ihres Naheverhältnisses zu einer Person, die ein Merkmal aufweist, das im Zusammenhang mit einem der Gründe nach Paragraph 3, Absatz eins, steht, diskriminiert wird; oder
    2. Litera b
      zu einer entsprechenden Diskriminierung nach den Absatz 2 bis 5 und Absatz 6, Litera a, angewiesen wird oder wenn der Dienstgeber es schuldhaft unterlässt, aufgrund vorhandener rechtlicher Möglichkeiten angemessene Abhilfe zu schaffen.
  7. Absatz 7Eine Beschränkung liegt vor, wenn die Arbeitnehmerfreizügigkeit nach dem Recht der Europäischen Union ungerechtfertigt eingeschränkt und behindert wird.
  8. Absatz 8Als Dienstnehmer oder Dienstnehmerin im Sinne dieses Gesetzes gelten jene Personen, die nach dem Landes- oder Gemeindedienstrecht beschäftigt sind. Diesen gleichgestellt sind Personen, die sich um eine Aufnahme als Dienstnehmer oder Dienstnehmerin bewerben.
  9. Absatz 9Als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin der Europäischen Union im Sinne dieses Gesetzes gelten jene Personen, die Unionsbürger oder Unionsbürgerin sind oder nach dem Recht der Europäischen Union oder aufgrund eines Staatsvertrages in Angelegenheiten der Arbeitnehmerfreizügigkeit gleichzustellen sind und ihr Recht auf Arbeitnehmerfreizügigkeit nach dem Recht der Europäischen Union ausüben.
  10. Absatz 10Als Familienangehörige eines Arbeitnehmers oder einer Arbeitnehmerin der Europäischen Union gelten:
    1. Litera a
      Personen, die in Ehe oder in eingetragener Partnerschaft mit einem Arbeitnehmer oder einer Arbeitnehmerin der Europäischen Union leben,
    2. Litera b
      Verwandte in gerader absteigender Linie des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin der Europäischen Union, seines oder ihres Ehegatten oder eingetragenen Partners, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sofern diesen von den zuvor genannten Personen Unterhalt gewährt wird;
    3. Litera c
      Verwandte in gerader aufsteigender Linie des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin der Europäischen Union, seines oder ihres Ehegatten oder eingetragenen Partners, sofern diesen von den zuvor genannten Personen Unterhalt gewährt wird.
  11. Absatz 11Die in diesem Gesetz verwendeten personenbezogenen Ausdrücke umfassen auch Personen mit alternativer Geschlechtsidentität. Sie sind bei der Anwendung auf bestimmte Personen in einer für sie angemessenen Form zu verwenden.

*) Fassung LGBl.Nr. 91/2012, 16/2017, 57/2019, 40/2023

§ 3

Text

2. Abschnitt
Diskriminierungsverbot

Paragraph 3 *,)
Diskriminierungsverbot

  1. Absatz einsIm Anwendungsbereich des Paragraph eins, Absatz 2 und 3 sind unmittelbare und mittelbare Diskriminierungen sowie Belästigungen von Personen aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters, der sexuellen Orientierung oder des Geschlechts, insbesondere unter Bezugnahme auf den Familienstand oder den Umstand, ob jemand Kinder hat, verboten. Dieses Verbot umfasst nicht Ungleichbehandlungen, die nach Paragraph 4, gerechtfertigt sind.
  2. Absatz 2Im Anwendungsbereich des Paragraph eins, Absatz 4, sind unmittelbare und mittelbare Diskriminierungen von Arbeitnehmern oder Arbeitnehmerinnen der Europäischen Union und deren Familienangehörigen aufgrund der Staatsangehörigkeit verboten. Weiters sind Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit nach dem Recht der Europäischen Union verboten. Absatz 4, bleibt unberührt.
  3. Absatz 3Im Anwendungsbereich des Paragraph eins, Absatz 5, sind unmittelbare und mittelbare Diskriminierungen von Dienstnehmern und Dienstnehmerinnen aufgrund der Geltendmachung oder beabsichtigten Geltendmachung gesetzlicher oder vertraglicher Rechte im Zusammenhang mit dem Dienstverhältnis verboten.
  4. Absatz 4Absatz eins und 2 erfassen nicht eine unterschiedliche Behandlung aus Gründen der Staatsangehörigkeit, sofern diese gesetzlich vorgegeben oder sonst sachlich gerechtfertigt ist und dem das Recht der Europäischen Union nicht entgegensteht.
  5. Absatz 5Die in Gesetzen, Verordnungen oder auf andere Weise getroffenen Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung, mit denen Benachteiligungen wegen einem der Gründe nach Absatz eins, verhindert oder ausgeglichen werden sollen, gelten nicht als Diskriminierung im Sinne dieses Gesetzes.

*) Fassung LGBl.Nr. 49/2008, 46/2014, 16/2017, 40/2023

§ 4

Text

Paragraph 4 *,)
Gerechtfertigte Ungleichbehandlungen

  1. Absatz einsEine Ungleichbehandlung wegen eines Merkmals, das im Zusammenhang mit einem der Gründe nach Paragraph 3, Absatz eins, steht, stellt keine Diskriminierung dar, wenn das betreffende Merkmal wegen der Art der beruflichen Tätigkeit oder der Bedingungen ihrer Ausübung eine wesentliche, entscheidende und angemessene berufliche Anforderung darstellt, sofern damit ein rechtmäßiger Zweck verfolgt wird.
  2. Absatz 2Eine Ungleichbehandlung aufgrund der Religion oder Weltanschauung bei beruflichen Tätigkeiten innerhalb von Organisationen, deren Ethos auf religiösen Grundsätzen oder Weltanschauungen beruht, stellt keine Diskriminierung dar, wenn die Religion oder die Weltanschauung nach der Art der Tätigkeit oder der Umstände ihrer Ausübung eine wesentliche, rechtmäßige und gerechtfertigte berufliche Anforderung angesichts des Ethos der Organisation darstellt.
  3. Absatz 3Eine Ungleichbehandlung aufgrund des Alters stellt keine Diskriminierung dar, wenn sie durch ein legitimes Ziel, insbesondere ein rechtmäßiges Ziel aus den Bereichen Beschäftigungspolitik, Arbeitsmarkt oder berufliche Bildung gerechtfertigt ist, und die Mittel zur Erreichung dieses Zieles objektiv, erforderlich und angemessen sind.
  4. Absatz 4Eine Ungleichbehandlung nach Absatz 3, kann insbesondere einschließen:
    1. Litera a
      die Festlegung besonderer Bedingungen für den Zugang zur Beschäftigung und zur beruflichen Bildung sowie besonderer Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen, einschließlich der Bedingungen für Entlassung und Entlohnung, um die berufliche Eingliederung von Jugendlichen, älteren Personen und Personen mit Fürsorgepflichten zu fördern oder ihren Schutz sicherzustellen;
    2. Litera b
      die Festlegung von Mindestanforderungen an das Alter, die Berufserfahrung oder das Dienstalter für den Zugang zur Beschäftigung oder für bestimmte mit der Beschäftigung verbundene Vorteile;
    3. Litera c
      die Festsetzung eines Höchstalters für die Einstellung aufgrund der spezifischen Ausbildungsanforderungen eines bestimmten Arbeitsplatzes oder aufgrund der Notwendigkeit einer angemessenen Beschäftigungszeit vor dem Eintritt in den Ruhestand.
  5. Absatz 5Eine Diskriminierung aufgrund des Alters liegt weiters nicht vor, wenn bei betrieblichen Systemen der sozialen Sicherheit bestimmte Altersgrenzen als Voraussetzung für die Mitgliedschaft oder den Bezug einer Pension oder von Leistungen bei Invalidität festgesetzt werden; dasselbe gilt, wenn im Rahmen dieser Systeme unterschiedliche Altersgrenzen für bestimmte Beschäftigte oder Gruppen oder Kategorien von Beschäftigten festgelegt und Alterskriterien für versicherungsmathematische Berechnungen verwendet werden, sofern dies nicht zu Diskriminierungen wegen des Geschlechtes führt.
  6. Absatz 6Eine Ungleichbehandlung außerhalb der Arbeitswelt (Paragraph eins, Absatz 2, Litera a bis c) wegen eines Merkmals, das im Zusammenhang mit einem der Gründe nach Paragraph 3, Absatz eins, steht, stellt keine Diskriminierung dar, wenn sie durch ein legitimes Ziel gerechtfertigt ist, und die Mittel zur Erreichung dieses Zieles objektiv, erforderlich und angemessen sind.

*) Fassung LGBl.Nr. 49/2008, 91/2012, 57/2019

§ 5

Text

3. Abschnitt*)
Gleichbehandlung von Dienstnehmern und Dienstnehmerinnen

*) Fassung LGBl.Nr. 40/2023

Paragraph 5 *,)
Diskriminierungsfreie Stellenausschreibung

  1. Absatz einsDer Dienstgeber darf einen Arbeitsplatz weder öffentlich noch intern in diskriminierender Weise ausschreiben oder durch Dritte ausschreiben lassen, es sei denn, das betreffende Merkmal stellt aufgrund der Art einer bestimmten beruflichen Tätigkeit oder der Bedingungen ihrer Ausübung eine wesentliche und entscheidende berufliche Anforderung dar, sofern es sich um einen rechtmäßigen Zweck und eine angemessene Anforderung handelt.
  2. Absatz 2In Ausschreibungen ist das für den ausgeschriebenen Arbeitsplatz mindestens gebührende monatliche Entgelt bzw. der mindestens gebührende monatliche Gehalt bekannt zu geben. Darüber hinaus ist anzugeben, ob sich dieses Entgelt bzw. dieser Gehalt allenfalls aufgrund besonders bedeutsamer Berufserfahrung, besonderer Qualifikationen oder durch sonstige mit den Besonderheiten des Arbeitsplatzes verbundene Bezugs- bzw. Entlohnungsbestandteile erhöhen kann. Weiters ist anzugeben, ob das Entgelt bzw. der Gehalt allenfalls während einer Ausbildungsphase niedriger ist.

*) Fassung LGBl.Nr. 91/2012, 46/2014, 57/2019

§ 6

Text

Paragraph 6 <, b, r, /, >, K, r, i, t, e, r, i, e, n, für die Bezüge und die Entlohnung

In Regelungen, die für die Bezüge und die Entlohnung bedeutsam sind, sowie bei ihrer Anwendung dürfen keine Kriterien vorgeschrieben oder verwendet werden, die zu einer Diskriminierung nach Paragraph 3, führen.

§ 7

Text

4. Abschnitt
Rechtsschutz

Paragraph 7 *,)
Schadenersatz

  1. Absatz einsBei Verletzungen des Verbotes der unmittelbaren oder mittelbaren Diskriminierung (Paragraph 3, Absatz eins,, Absatz 2, erster Satz oder Absatz 3, in Verbindung mit Paragraph 2, Absatz 2,, 3 und 6) oder des Verbotes der Beschränkung (Paragraph 3, Absatz 2, zweiter Satz in Verbindung mit Paragraph 2, Absatz 7,) hat die betroffene Person Anspruch auf Ersatz des Vermögensschadens und eine Entschädigung für die erlittene persönliche Beeinträchtigung. Der Anspruch richtet sich gegen das Land, die Gemeinde oder den Gemeindeverband (Paragraph eins, Absatz 6, Litera a,) oder die sonstige Person des privaten oder öffentlichen Rechts (Paragraph eins, Absatz 6, Litera b,), der die Diskriminierung zuzurechnen ist.
  2. Absatz 2Bei einer Verletzung des Verbots der Belästigung (Paragraph 3, Absatz eins, in Verbindung mit Paragraph 2, Absatz 4,, 5 und 6) hat die betroffene Person gegenüber der belästigenden Person Anspruch auf Ersatz des erlittenen Schadens. Soweit der Nachteil nicht oder nicht nur in einer Vermögenseinbuße besteht, hat die betroffene Person zum Ausgleich der erlittenen persönlichen Beeinträchtigung Anspruch auf angemessenen Schadenersatz.
  3. Absatz 3Die Höhe der Entschädigung für die erlittene persönliche Beeinträchtigung ist so zu bemessen, dass dadurch die Beeinträchtigung tatsächlich und wirksam ausgeglichen wird und die Entschädigung der erlittenen Beeinträchtigung angemessen ist sowie Diskriminierungen verhindert. Die Höhe der Entschädigung beträgt in den Fällen des Absatz 2, mindestens 1.000 Euro.
  4. Absatz 4Liegt eine Mehrfachdiskriminierung vor, so ist darauf bei der Bemessung der Höhe der Entschädigung für die erlittene persönliche Beeinträchtigung Bedacht zu nehmen.
  5. Absatz 5Für das Verfahren gilt, dass die Person, die eine ihr zugefügte Diskriminierung nach Paragraph 3, Absatz eins, behauptet, diese glaubhaft zu machen hat. Der gegnerischen Partei obliegt es zu beweisen, dass es bei Abwägung aller Umstände wahrscheinlicher ist, dass keiner der unzulässigen Diskriminierungsgründe nach Paragraph 3, Absatz eins, für die Behandlung maßgebend war bzw. dass die von ihr behaupteten Tatsachen der Wahrheit entsprechen.
  6. Absatz 6Die sachlich in Betracht kommenden beruflichen Interessenvertretungen sowie solche gemeinnützige Vereinigungen, die nach ihren satzungsmäßigen Zielen ein berechtigtes Interesse an der Einhaltung des Diskriminierungsverbotes haben, können, wenn es die benachteiligte Person verlangt, dem gerichtlichen Verfahren als Nebenintervenient oder Nebenintervenientin beitreten.
  7. Absatz 7Ersatzansprüche nach den Absatz eins und 2 sind spätestens binnen sechs Monaten ab Kenntnis von der Diskriminierung geltend zu machen. Solange die Antidiskriminierungsstelle aufgrund einer Beschwerde der betroffenen Person die Verletzung des Diskriminierungsverbotes prüft (Paragraph 14,), wird der Lauf der Frist für die Dauer von höchstens sechs Monaten gehemmt.
  8. Absatz 8Bestehende gesetzliche Möglichkeiten zur Anfechtung von diskriminierenden Verwaltungsakten im Verwaltungsweg bleiben unberührt.

*) Fassung LGBl.Nr. 49/2008, 91/2012, 46/2014, 16/2017, 40/2023

§ 8

Text

Paragraph 8 *,)
Benachteiligungsverbot

  1. Absatz einsPersonen, die aufgrund einer behaupteten Verletzung des Diskriminierungsverbots ihre Rechte wahrnehmen oder sich beschweren, dürfen aus diesem Grund in keiner Weise benachteiligt werden; dasselbe gilt für Personen, die in einem Verfahren wegen Verletzung des Diskriminierungsverbotes als Zeuge oder Zeugin oder als Auskunftsperson auftreten. Eine Benachteiligung aus diesem Grund ist einer Diskriminierung nach Paragraph 3, Absatz eins bis 3 gleichzuhalten.
  2. Absatz 2Die Zurückweisung oder Duldung einer Belästigung durch die betroffene Person darf nicht als Grundlage für eine Entscheidung herangezogen werden, die diese Person berührt.

*) Fassung LGBl.Nr. 16/2017, 40/2023

§ 9

Text

Paragraph 9 *,)
Besondere Bestimmungen für den Rechtsschutz von Dienstnehmern und Dienstnehmerinnen

  1. Absatz einsIst ein Dienstverhältnis wegen Verletzung des Diskriminierungsverbots nicht begründet worden, beträgt der Ersatzanspruch nach Paragraph 7, Absatz eins,
    1. Litera a
      mindestens zwei Monatsentgelte bzw. -bezüge, wenn die um die Stelle werbende Person bei diskriminierungsfreier Auswahl die Stelle erhalten hätte; oder
    2. Litera b
      höchstens 500 Euro, wenn der Dienstgeber nachweisen kann, dass der Schaden, der der um die Stelle werbenden Person entstanden ist, nur darin besteht, dass die Berücksichtigung ihrer Bewerbung verweigert wird.
  2. Absatz 2Ist ein Dienstnehmer oder eine Dienstnehmerin wegen Verletzung des Diskriminierungsverbots beruflich nicht aufgestiegen, beträgt der Ersatzanspruch nach Paragraph 7, Absatz eins,
    1. Litera a
      die Entgelt- oder Bezugsdifferenz für mindestens drei Monate, wenn die Person bei diskriminierungsfreier Auswahl aufgestiegen wäre; oder
    2. Litera b
      höchstens 500 Euro, wenn der Dienstgeber nachweisen kann, dass der entstandene Schaden nur darin besteht, dass die Berücksichtigung der Bewerbung verweigert wird.
  3. Absatz 3Dienstnehmer oder Dienstnehmerinnen, die entgegen dem Diskriminierungsverbot bei der Gewährung freiwilliger Sozialleistungen, bei Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung oder bei den sonstigen Arbeitsbedingungen diskriminiert wurden, können anstelle des Anspruchs auf Ersatz des Vermögensschadens nach Paragraph 7, Absatz eins, nach den für das betreffende Dienstverhältnis geltenden Verfahrensvorschriften einen Anspruch auf die vorenthaltene Leistung geltend machen. Paragraph 7, Absatz 5,, 6 und 7 gilt sinngemäß, Paragraph 7, Absatz 5, jedoch nur bei behaupteter Verletzung des Diskriminierungsverbotes nach Paragraph 3, Absatz eins, Ein Anspruch auf Entschädigung für die erlittene persönliche Beeinträchtigung bleibt unberührt.
  4. Absatz 4Ist ein Dienstverhältnis vom Dienstgeber in Verletzung des Diskriminierungsverbotes gekündigt oder vorzeitig beendigt worden oder ist ein befristetes Dienstverhältnis, das auf die Umwandlung in ein unbefristetes Dienstverhältnis angelegt war, in Verletzung des Diskriminierungsverbotes nicht verlängert worden, kann die betroffene Person die Unwirksamkeit der Kündigung oder vorzeitigen Beendigung oder die Verlängerung des Dienstverhältnisses gerichtlich geltend machen. Dieser Anspruch ist nach den für das betreffende Dienstverhältnis geltenden Verfahrensvorschriften spätestens binnen einem Monat ab Kenntnis von der Kündigung, vorzeitigen Beendigung oder Nichtverlängerung des Dienstverhältnisses geltend zu machen. Paragraph 7, Absatz 5 und 6 gilt sinngemäß, Paragraph 7, Absatz 5, jedoch nur bei behaupteter Verletzung des Diskriminierungsverbotes nach Paragraph 3, Absatz eins,, weiters bei behaupteter Verletzung des Diskriminierungsverbotes nach Paragraph 3, Absatz 3, bei Geltendmachung eines Pflegeurlaubs, einer Familienhospizkarenz, einer Pflegekarenz, einer Frühkarenz oder einer Elternkarenz, der Ausübung einer zulässigen Nebenbeschäftigung, der Zurverfügungstellung von Informationen zum Dienstverhältnis, oder dass eine verpflichtende Fortbildung nicht als Arbeitszeit anerkannt wird oder der Dienstnehmer oder die Dienstnehmerin hierfür Kostenbeiträge zu leisten hat. Ein Anspruch auf Entschädigung für die erlittene persönliche Beeinträchtigung bleibt unberührt.
  5. Absatz 5Anstelle des Anspruchs nach Absatz 4, erster und zweiter Satz kann der Dienstnehmer oder die Dienstnehmerin den Ersatz des Vermögensschadens nach Paragraph 7, Absatz eins, geltend machen.
  6. Absatz 6Im Fall einer Kündigung, vorzeitigen Beendigung oder nicht erfolgter Verlängerung des Dienstverhältnisses kann die betroffene Person, bei einer behaupteten Verletzung des Diskriminierungsverbotes nach Paragraph 3, Absatz 3,, vom Dienstgeber eine schriftliche Begründung verlangen.
  7. Absatz 7Ansprüche von Beamten und Beamtinnen gegenüber ihrem Dienstgeber sind bei der Dienstbehörde oder soweit sich diese gegen eine bescheidmäßige Entscheidung richten mittels Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht geltend zu machen. Die im Paragraph 7, Absatz 6, genannten Einrichtungen können sich im Rahmen der für das Dienstverhältnis geltenden Verfahrensvorschriften am Verfahren beteiligen.

*) Fassung LGBl.Nr. 49/2008, 46/2014, 16/2017, 40/2023

§ 10

Text

5. Abschnitt*)
Angemessene Vorkehrungen für Menschen mit Behinderung

Paragraph 10 *,)
Barrierefreier Zugang, Allgemeines

  1. Absatz einsDer Dienstgeber hat die geeigneten und im konkreten Fall erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um Menschen mit Behinderung den Zugang zu Dienstverhältnissen, die Ausübung des Dienstes, den beruflichen Aufstieg und die Teilnahme an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zu ermöglichen, es sei denn, diese Maßnahmen würden den Dienstgeber unverhältnismäßig belasten oder wären rechtlich unzulässig.
  2. Absatz 2Das Land und die Gemeinden als Träger der Verwaltung haben Zugangshindernisse und -barrieren schrittweise zu beseitigen, soweit dies im konkreten Fall erforderlich ist, um Menschen mit Behinderung den Zugang zu ihren Leistungen und Angeboten zu ermöglichen. Eine solche Verpflichtung besteht nicht, wenn damit ein unverhältnismäßiger Aufwand verbunden oder die Maßnahme rechtlich unzulässig wäre.
  3. Absatz 3Bei der Prüfung, ob Belastungen unverhältnismäßig sind, sind insbesondere zu berücksichtigen:
    1. Litera a
      der mit der Beseitigung der benachteiligenden Umstände verbundene Aufwand;
    2. Litera b
      die finanziellen Ressourcen der betroffenen Organisationseinheit;
    3. Litera c
      Förderungen aus öffentlichen Mitteln für die entsprechenden Maßnahmen.
  4. Absatz 4Der barrierefreie Zugang zu Websites und mobilen Anwendungen bestimmt sich nach Paragraph 10 a,

*) Fassung LGBl.Nr. 91/2012

§ 10a

Text

Paragraph 10 a, *,)
Barrierefreier Zugang zu Websites und mobilen Anwendungen

  1. Absatz einsWebsites und mobile Anwendungen des Landes, der Gemeinden, der Gemeindeverbände, der durch Landesgesetz eingerichteten Selbstverwaltungskörper und der sonstigen durch Landesgesetz eingerichteten juristischen Personen des öffentlichen Rechts sind insbesondere für Menschen mit Behinderung barrierefrei zugänglich zu machen, indem sie wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust gestaltet werden. Als barrierefrei in diesem Sinne gelten Inhalte von Websites und mobilen Anwendungen, soweit sie den in Artikel 6, der Richtlinie (EU) 2016/2102 über den barrierefreien Zugang zu den Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen angeführten Normen oder technischen Spezifikationen entsprechen.
  2. Absatz 2Von der Verpflichtung nach Absatz eins, sind folgende Inhalte ausgenommen:
    1. Litera a
      Dateiformate von Büroanwendungen, die vor dem 23. September 2018 veröffentlicht wurden und deren Inhalte nicht für laufende Verwaltungsverfahren des jeweiligen Rechtsträgers erforderlich sind;
    2. Litera b
      aufgezeichnete zeitbasierte Medien, die vor dem 23. September 2020 veröffentlicht wurden;
    3. Litera c
      live übertragene zeitbasierte Medien;
    4. Litera d
      Online-Karten und Kartendienste, sofern bei Karten für Navigationszwecke wesentliche Informationen in einer barrierefrei zugänglichen Weise digital bereitgestellt werden;
    5. Litera e
      Inhalte von Dritten, die vom jeweiligen Rechtsträger weder finanziert noch entwickelt werden und auch nicht dessen Kontrolle unterliegen;
    6. Litera f
      Reproduktionen von Stücken aus Kulturerbesammlungen, die nicht vollständig barrierefrei zugänglich gemacht werden können, weil die Barrierefreiheitsanforderungen mit der Erhaltung des betreffenden Gegenstandes oder der Authentizität der Reproduktion unvereinbar sind oder keine automatisierten und kosteneffizienten Lösungen verfügbar sind, mit denen Text aus Manuskripten oder anderen Stücken aus Kulturerbesammlungen einfach extrahiert und in barrierefreie Inhalte umgewandelt werden könnten;
    7. Litera g
      Inhalte von Websites, die nur für eine geschlossene Gruppe von Personen und nicht für die allgemeine Öffentlichkeit verfügbar sind (Extranets oder Intranets) und die vor dem 23. September 2019 veröffentlicht wurden, bis diese Websites grundlegend überarbeitet werden;
    8. Litera h
      Inhalte von Websites und mobilen Anwendungen, die als Archive gelten und somit ausschließlich Inhalte enthalten, die weder für laufende Verwaltungsverfahren benötigt werden noch nach dem 23. September 2019 aktualisiert oder überarbeitet wurden;
    9. Litera i
      Inhalte, bei denen die Einhaltung der Barrierefreiheitsanforderungen zu einer unverhältnismäßigen Belastung des jeweiligen Rechtsträgers führen würde; dabei sind insbesondere die Größe, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die Art des Rechtsträgers, die geschätzten Kosten und Vorteile für den jeweiligen Rechtsträger im Verhältnis zu den geschätzten Vorteilen für Menschen mit Behinderungen sowie die Nutzungshäufigkeit und die Nutzungsdauer der betreffenden Website oder mobilen Anwendung zu berücksichtigen.

Von der Verpflichtung nach Absatz eins, sind weiters Websites und mobile Anwendungen von Schulen oder Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen ausgenommen; dies gilt jedoch nicht für jene Inhalte, die sich auf wesentliche Online-Verwaltungsfunktionen beziehen.

  1. Absatz 3Die in Absatz eins, genannten Rechtsträger haben auf ihren Websites eine detaillierte, umfassende und klare Erklärung zur Barrierefreiheit ihrer Websites und mobilen Anwendungen in einem barrierefrei zugänglichen Format zu veröffentlichen und regelmäßig zu aktualisieren; Erklärungen zu mobilen Anwendungen müssen auch beim Herunterladen der Anwendung verfügbar sein. Hierfür ist die nach Artikel 7, der Richtlinie (EU) 2016/2102 erlassene Mustererklärung zu verwenden.
  2. Absatz 4Weiters haben Rechtsträger nach Absatz eins, jede Mitteilung von Nutzern oder Nutzerinnen ihrer Websites und mobilen Anwendungen zu Mängeln bei der Einhaltung der Barrierefreiheitsanforderungen zu prüfen, erforderlichenfalls Maßnahmen zur Beseitigung dieser Mängel zu ergreifen und dem jeweiligen Nutzer oder der jeweiligen Nutzerin das Ergebnis dieser Prüfung sowie die getroffenen oder beabsichtigten Maßnahmen binnen zwei Monaten bekannt zu geben. Anfragen zu Inhalten von Websites und mobilen Anwendungen, die nach Absatz eins, Litera a bis i von der Verpflichtung zur Erfüllung der Barrierefreiheitsanforderungen ausgenommen und nicht barrierefrei zugänglich sind, sind binnen zwei Monaten zu beantworten.
  3. Absatz 5Die Landesregierung hat eine geeignete Einrichtung mit der wiederkehrenden Überwachung von Websites und mobilen Anwendungen der in Absatz eins, genannten Rechtsträger im Hinblick auf die Einhaltung der Barrierefreiheitsanforderungen zu beauftragen. Die Überwachung ist unter Anwendung der in Artikel 8, Absatz 2 und 3 der Richtlinie (EU) 2016/2102 festgelegten Methoden durchzuführen und hat unter Einbindung des jeweiligen Rechtsträgers zu erfolgen, der zur Mitwirkung im erforderlichen Ausmaß verpflichtet ist. Die beauftragte Einrichtung hat über das Ergebnis der Überwachung unter Einhaltung der in Artikel 8, Absatz 4 bis 6 der Richtlinie (EU) 2016/2102 festgelegten Modalitäten der Landesregierung alle drei Jahre zu berichten. Diese hat den Bericht an die Europäische Kommission weiterzuleiten.
  4. Absatz 6Durch die beauftragte Einrichtung ausgewiesene Kosten der Überwachung nach Absatz 5, sind vom jeweils betroffenen Rechtsträger zu tragen. Die Landesregierung hat die Kosten dem jeweiligen Rechtsträger mittels schriftlicher Zahlungsaufforderung bekannt zu geben; sie werden nach Ablauf von vier Wochen vom Tag der Zustellung der Zahlungsaufforderung fällig. Erachtet sich ein Rechtsträger für nicht zahlungspflichtig, kann er binnen vier Wochen nach Zustellung bei der Landesregierung Einwendungen gegen die Zahlungsaufforderung erheben; darüber hat die Landesregierung mit Bescheid zu entscheiden; in diesen Fällen tritt die Fälligkeit mit dem Tag der Rechtskraft der Entscheidung ein. Kommt ein Rechtsträger seiner Zahlungspflicht nicht nach, kann die Landesregierung die rückständigen Kosten im Verwaltungswege eintreiben; die Zahlungsaufforderung gilt als Rückstandsausweis.
  5. Absatz 7Die Landesregierung kann durch Verordnung nähere Vorschriften zu den Absatz eins bis 6 erlassen, soweit dies zur Durchführung von zwingend umzusetzenden Vorschriften des Rechts der Europäischen Union in Angelegenheiten der Barrierefreiheit von Websites und mobilen Anwendungen erforderlich oder zur Einbindung der beteiligten Rechtsträger zweckmäßig ist.

*) Fassung LGBl.Nr. 8/2019, 72/2022, 40/2023

§ 11

Text

6. Abschnitt
Antidiskriminierungsstellen

Paragraph 11 *,)
Antidiskriminierungsstellen

  1. Absatz einsAntidiskriminierungsstellen sind
    1. Litera a
      der Landesvolksanwalt oder die Landesvolksanwältin, soweit es um Diskriminierungen in der Verwaltung des Landes sowie um Diskriminierungen in anderen Bereichen als jenen nach Litera b, geht;
    2. Litera b
      die Patientenanwaltschaft, soweit es um Diskriminierungen von Patienten oder Patientinnen und Klienten oder Klientinnen geht, die dem Aufgabenbereich der Patientenanwaltschaft nach dem Patienten- und Klientenschutzgesetz unterliegen.
  2. Absatz 2Der Landesvolksanwalt oder die Landesvolksanwältin als Antidiskriminierungsstelle hat zur Erfüllung der Aufgaben nach Paragraph 12, Absatz eins, zweiter Satz einen Monitoringausschuss einzurichten. Der Ausschuss unter der Leitung des Landesvolksanwaltes oder der Landesvolksanwältin hat aus mindestens vier weiteren Mitgliedern (zwei Vertreter oder Vertreterinnen von Behindertenorganisationen und jeweils ein Vertreter oder eine Vertreterin von einer Menschrechtsorganisation sowie aus dem Bereich der wissenschaftlichen Lehre) und höchsten sieben Mitgliedern zu bestehen. Die Mitglieder werden für jeweils drei Jahre bestellt. Die näheren Bestimmungen über die Geschäftsführung, insbesondere betreffend Zusammensetzung, Bestellung und Abberufung der Mitglieder und Ersatzmitglieder, Aufgaben, Aufwandsentschädigung einschließlich Ersatz von Reisekosten, u.dgl. sind in einer vom Landesvolksanwalt oder der Landesvolksanwältin zu erlassenden Geschäftsordnung zu regeln.

*) Fassung LGBl.Nr. 16/2017, 40/2023

§ 12

Text

Paragraph 12 *,)
Aufgaben

  1. Absatz einsDie Antidiskriminierungsstelle hat die Aufgabe, im Anwendungsbereich dieses Gesetzes und ihrer sich aus Paragraph 11, Absatz eins, ergebenden Zuständigkeit die Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung ohne Diskriminierungen zu fördern. Sie ist insofern auch jene Stelle, die zur Förderung, zum Schutz und zur Überwachung der Durchführung des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zuständig ist.
  2. Absatz 2Im Rahmen der Aufgabe nach Absatz eins, ist die Antidiskriminierungsstelle zuständig,
    1. Litera a
      betroffene Personen, insbesondere durch Beratung, zu unterstützen; Paragraph 7, Absatz 6, bleibt unberührt;
    2. Litera b
      Untersuchungen zum Thema der Diskriminierung, insbesondere auch Überprüfungen zu behaupteten Verletzungen des Diskriminierungsverbotes durchzuführen;
    3. Litera c
      Berichte zu erstatten sowie Empfehlungen zu allen Aspekten vorzulegen, die mit Diskriminierungen im Zusammenhang stehen,
    4. Litera d
      Stellungnahmen zu Gesetzes- und Verordnungsentwürfen zu erstatten, die Angelegenheiten der Antidiskriminierung betreffen;
    5. Litera e
      Informationen mit anderen Antidiskriminierungs- und Gleichbehandlungsstellen, wie den Gleichbehandlungsstellen des Bundes, dem Bundesbehindertenbeirat, Stellen zur Förderung der Gleichbehandlung von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen der Europäischen Union udgl., auszutauschen und mit solchen Stellen zusammenzuarbeiten.
  3. Absatz 3Der Landesvolksanwalt oder die Landesvolksanwältin als Antidiskriminierungsstelle hat im Hinblick auf den Grundsatz der Gleichbehandlung aufgrund des Geschlechts ferner Informationen mit der Anlaufstelle für Chancengleichheit und den Frauenberaterinnen nach Paragraph 7, des Landes-Frauenförderungsgesetzes auszutauschen, sofern diese Informationen für diese Stellen zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben zweckdienlich sind.

*) Fassung LGBl.Nr. 49/2008, 91/2012, 46/2014, 16/2017, 23/2021, 40/2023

§ 13

Text

Paragraph 13 *,)
Verfahren, Allgemeines

  1. Absatz einsDie Antidiskriminierungsstelle ist bei der Besorgung ihrer Aufgaben unabhängig.
  2. Absatz 2Die Rechtsträger, denen allfällige unmittelbare oder mittelbare Diskriminierungen oder Beschränkungen zuzurechnen wären, sind verpflichtet, der Antidiskriminierungsstelle Akteneinsicht zu gewähren und auf Verlangen Auskünfte zu erteilen, soweit dies zur Untersuchung allfälliger Diskriminierungen erforderlich ist.
  3. Absatz 3Eine Pflicht zur Amtsverschwiegenheit besteht gegenüber der Antidiskriminierungsstelle nicht. Diese unterliegt der Verschwiegenheit im gleichen Umfang, wie der Rechtsträger, an den sie herangetreten ist.
  4. Absatz 4Der Landesvolksanwalt oder die Landesvolksanwältin und die Patientenanwaltschaft haben im Rahmen ihrer gesetzlichen Berichtspflichten an den Landtag und die Landesregierung auch über ihre Tätigkeit als Antidiskriminierungsstelle zu berichten.

*) Fassung LGBl.Nr. 16/2017, 40/2023

§ 14

Text

Paragraph 14 *,)
Verfahren, Einzelfallprüfung

  1. Absatz einsEine durch Diskriminierung benachteiligte Person hat das Recht, sich bei der Antidiskriminierungsstelle durch eine Person ihres Vertrauens, insbesondere einen Vertreter oder eine Vertreterin einer Einrichtung nach Paragraph 7, Absatz 6,, vertreten zu lassen. Auf Antrag ist von der Antidiskriminierungsstelle ein Vertreter oder eine Vertreterin einer von der benachteiligten Person namhaft gemachten Einrichtung nach Paragraph 7, Absatz 6, als Auskunftsperson beizuziehen; über dieses Antragsrecht ist die benachteiligte Person bei Einleitung der jeweiligen Untersuchung zu belehren.
  2. Absatz 2Die Antidiskriminierungsstelle kann im Falle der Vermutung der Verletzung des Diskriminierungsverbotes den Rechtsträger, dem die behauptete unmittelbare oder mittelbare Diskriminierung oder Beschränkung zuzurechnen wäre bzw. in dessen Zuständigkeitsbereich eine Belästigung stattgefunden haben soll, zur Erstattung eines schriftlichen Berichtes auffordern. Der Bericht hat alle zur Beurteilung der Einhaltung des Diskriminierungsverbotes notwendigen Angaben zu enthalten.
  3. Absatz 3Stellt die Antidiskriminierungsstelle fest, dass das Diskriminierungsverbot verletzt wurde, so hat sie den betroffenen Rechtsträger davon zu benachrichtigen und ihn aufzufordern, alles Nötige zur Beendigung der Diskriminierung zu unternehmen; sie kann auch auf eine einvernehmliche Wiedergutmachung hinwirken.
  4. Absatz 4Die Bestimmungen des 4. Abschnittes bleiben unberührt.

*) Fassung LGBl.Nr. 49/2008, 46/2014, 16/2017, 40/2023

§ 15

Text

Paragraph 15 *,)
Landeslehrer sowie land- und forstwirtschaftliche Dienstnehmer und Dienstnehmerinnen

  1. Absatz einsDas Verbot von Diskriminierungen im Zusammenhang mit Dienstverhältnissen von Landeslehrern und land- und forstwirtschaftlichen Dienstnehmern und Dienstnehmerinnen wird durch bundesrechtliche Vorschriften geregelt.
  2. Absatz 2Die aus den bundesrechtlichen Vorschriften nach Absatz eins, hervorgehenden Aufgaben der Antidiskriminierungsstelle (Gleichbehandlungsstelle), des oder der Gleichbehandlungsbeauftragten sowie des Anwalts oder der Anwältin für Gleichbehandlung zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung nimmt der Landesvolksanwalt oder die Landesvolksanwältin wahr. Der Paragraph 13, gilt sinngemäß.

*) Fassung LGBl.Nr. 49/2008, 44/2021, 40/2023

§ 16

Text

7. Abschnitt
Informationen zur Arbeitnehmerfreizügigkeit nach dem Recht der Europäischen Union

Paragraph 16 *,)
Informationsverpflichtung

Die Landesregierung hat Informationen zu den Freizügigkeitsrechten von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen der Europäischen Union in deutscher Sprache sowie in einer weiteren Amtssprache der Organe der Europäischen Union bereitzustellen, die verständlich, kostenlos, leicht zugänglich, umfassend und aktuell sind. Insbesondere sind Betroffene über jene Änderungen zu informieren, die sich aufgrund des Gesetzes zur Änderung des Antidiskriminierungsgesetzes, LGBl.Nr. 16/2017, ergeben.

*) Fassung LGBl.Nr. 16/2017, 40/2023

§ 17

Text

8. Abschnitt
Straf- und Schlussbestimmungen

Paragraph 17 *,)
Eigener Wirkungsbereich

Die in diesem Gesetz geregelten Aufgaben der Gemeinde sind solche des eigenen Wirkungsbereichs.

*) Fassung LGBl.Nr. 16/2017

§ 18

Text

Paragraph 18 *,)
Strafen

  1. Absatz einsEine Übertretung begeht, sofern die Tat nicht den Tatbestand einer in die Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte fallenden strafbaren Handlung bildet, wer
    1. Litera a
      Stellen entgegen Paragraph 5, ausschreibt;
    2. Litera b
      gegen das Verbot des Paragraph 8, Absatz 2, verstößt.
  2. Absatz 2Übertretungen nach Absatz eins, sind von der Bezirkshauptmannschaft mit einer Geldstrafe bis zu 2.200 Euro zu bestrafen. Bei Vorliegen erschwerender Umstände können Geldstrafen bis zu 4.400 Euro verhängt werden. Übertretungen nach Absatz eins, Litera a, sind nur zu verfolgen, wenn von der um die Stelle werbenden Person ein Strafantrag gestellt wird.
  3. Absatz 3Der Versuch ist strafbar.

*) Fassung LGBl.Nr. 91/2012, 16/2017

§ 19

Text

Paragraph 19 *,)
Inkrafttreten und Außerkrafttreten

  1. Absatz einsDieses Gesetz tritt mit dem auf die Kundmachung folgenden Monatsersten in Kraft.
  2. Absatz 2Mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes treten außer Kraft
    1. Litera a
      die Paragraphen 15 bis 17, 252 bis 254 und 257 Absatz 4, des Land- und Forstarbeitsgesetzes (LFAG.), LGBl.Nr. 28/1997, Nr. 26/2000;
    2. Litera b
      folgende Bestimmungen des Landesbedienstetengesetzes 2000, LGBl.Nr. 50/2000: die Paragraphen 6,, 7 Absatz eins und Absatz 2, erster Satz, 20, 55 und 56 sowie Paragraph 106,, soweit auf Paragraph 20, verwiesen wird;
    3. Litera c
      folgende Bestimmungen des Landesbedienstetengesetzes 1988, LGBl.Nr. 1/1988, Nr. 28/1991, Nr. 29/1993, Nr. 27/1994, Nr. 49/ 1995, Nr. 2/1997, Nr. 25/1998, Nr. 49/2000, Nr. 14/2001, Nr. 21/ 2002, Nr. 52/2002, Nr. 26/2003: Paragraph 3,, soweit auf Paragraph 6, verwiesen wird; Paragraph 28,, soweit auf Paragraph 20, verwiesen wird; Paragraph 41,, soweit auf die Paragraphen 55 und 56 verwiesen wird; Paragraph 120,, soweit auf die Paragraphen 20,, 55 und 56 verwiesen wird.

*) Fassung LGBl.Nr. 16/2017

§ 20

Text

Paragraph 20 *,)
Übergangsbestimmungen zur Novelle LGBl.Nr. 8/2019

  1. Absatz einsDie Bestimmung des Paragraph 10 a, in der Fassung LGBl.Nr. 8/2019 ist auf Websites, die nicht vor dem 23. September 2018 veröffentlicht worden sind, ab dem 23. September 2019, auf alle anderen Websites ab dem 23. September 2020 sowie auf mobile Anwendungen ab dem 23. Juni 2021 anzuwenden.
  2. Absatz 2Der erste Bericht nach Paragraph 10 a, Absatz 5, in der Fassung LGBl.Nr. 8/2019 ist bis 23. Dezember 2021 an die Europäische Kommission zu erstatten.

*) Fassung LGBl.Nr. 8/2019

§ 21

Text

Paragraph 21 *,)
Inkrafttretensbestimmung zur Novelle LGBl.Nr. 23/2021

Das Gesetz über eine Änderung des Antidiskriminierungsgesetzes, LGBl.Nr. 23/2021, tritt am 1. Oktober 2021 in Kraft.

*) Fassung LGBl.Nr. 57/2019, 23/2021

§ 22

Text

Paragraph 22 *,)
Inkrafttretensbestimmung zur Novelle LGBl.Nr. 44/2021

Das Gesetz über eine Änderung des Antidiskriminierungsgesetzes, LGBl.Nr. 44/2021, tritt am 1. Juli 2021 in Kraft.

*) Fassung LGBl.Nr. 44/2021

§ 23

Text

Paragraph 23 <, b, r, /, >, eins n, k, r, a, f, t, t, r, e, t, e, n, s, b, e, s, t, i, m, m, u, n, g, zur Novelle LGBl.Nr. 72/2022

Art. römisch II des Gesetzes über die Bildung und Betreuung von Kindern – Sammelgesetz,

LGBl.Nr. 72/2022, tritt am 1. Jänner 2023 in Kraft.