Landesrecht konsolidiert Tirol: Gesamte Rechtsvorschrift für Landschaftsschutzgebiet Arzler Pitzeklamm, Fassung vom 17.11.2018

§ 0

Langtitel

Verordnung der Landesregierung vom 1. Juli 2003 über die Erklärung von Teilen der Pitzeklamm im Gebiet der Gemeinde Arzl im Pitztal zum Landschaftsschutzgebiet (Landschaftsschutzgebiet Arzler Pitzeklamm)

Präambel/Promulgationsklausel

Aufgrund des § 10 des Tiroler Naturschutzgesetzes 1997, LGBl. Nr. 33, zuletzt geändert durch das Gesetz LGBl. Nr. 89/2002, wird verordnet:

§ 1

Text

§ 1

 

(1) Das in der Anlage dargestellte, grün umrandete Gebiet in der Gemeinde Arzl im Pitztal wird wegen der besonderen landschaftlichen Eigenart und Schönheit zum Landschaftsschutzgebiet erklärt (Landschaftsschutzgebiet Arzler Pitzeklamm).

(2) Die Anlage wird durch Auflegung zur öffentlichen Einsichtnahme bei der Abteilung Umweltschutz des Amtes der Tiroler Landesregierung, bei der Bezirkshauptmannschaft Imst und im Gemeindeamt Arzl im Pitztal während der für den Parteienverkehr bestimmten Amtsstunden verlautbart.

§ 2

Text

§ 2

 

Das Landschaftsschutzgebiet umfasst die Grundstücke .255, 456, 457, 972, 973, 974, 975, 976, 2234, 2253, 2254, 2260, 2261, 2319, 2320, 2322, 2328 (teilweise), 2329, 2330, 2332, 2353, 2354, 5653 (teilweise), 5659, 2262/1, 2262/2, 2333/1 (teilweise), 2348/1, 2348/2, 935/4, alle GB 80001 Arzl, Bezirksgericht Imst, und hat eine Größe von 312.624 m².

§ 3

Text

§ 3

 

Im Landschaftsschutzgebiet bedürfen folgende Vorhaben einer naturschutzrechtlichen Bewilligung:

a)

die Errichtung, Aufstellung und Anbringung von Anlagen sowie die Änderung von Anlagen, sofern die Interessen des Naturschutzes nach § 1 Abs. 1 des Tiroler Naturschutzgesetzes 1997 berührt werden;

b)

der Neubau, der Ausbau und die Verlegung von Straßen und Wegen;

c)

die Errichtung von oberirdischen elektrischen Leitungsanlagen mit einer Spannung von 36 kV und darüber sowie von Luftkabelleitungen;

d)

Geländeabtragungen und Geländeaufschüttungen außerhalb eingefriedeter bebauter Grundstücke;

e)

die Vornahme von Neuaufforstungen;

f)

die Durchführung von Außenlandungen und Außenabflügen mit motorbetriebenen Luftfahrzeugen; davon ausgenommen sind Außenlandungen und Außenabflüge im Rahmen der Wildfütterung, der Viehbergung und der Versorgung von Vieh in Notzeiten, für wissenschaftliche Zwecke, zur Sanierung von Schutzwäldern, im Rahmen der Wildbach- und Lawinenverbauung, der Instandhaltung oder Instandsetzung von Rundfunk- und Fernmeldeeinrichtungen und von Einrichtungen der Elektrizitätsversorgungsunternehmen;

g)

jede erhebliche Lärmentwicklung;

h)

die Verwendung von Kraftfahrzeugen.

§ 4

Text

§ 4

 

Diese Verordnung tritt mit 1. August 2003 in Kraft.