Landesrecht konsolidiert Steiermark: Gesamte Rechtsvorschrift für BHLI - Naturschutzgebiet Aich u. Pruggern - Friesacher Au (Pflanzen- und Tierschutzgebiet), Fassung vom 19.12.2018

§ 0

Langtitel

Verordnung der Bezirkshauptmannschaft Liezen, Politische Expositur Gröbming, vom 2. November 2011 über die Erklärung der Friesacher Au zum Naturschutzgebiet (Pflanzen- und Tierschutzgebiet)

Stammfassung: GZ S. 601/2011

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund des § 5 Abs. 2 lit. c) des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes (NschG) 1976, LGBl. Nr. 65/1976 i.d.F. des Gesetzes LGBl. Nr. 85/2011, wird verordnet:

§ 1

Text

§ 1

Gegenstand und Abgrenzung

Die in den Gemeinden Aich und Pruggern gelegene Friesacher Au wird in dem in der Anlage A festgelegten Gebietsumfang zum Naturschutzgebiet (Pflanzen- und Tierschutzgebiet) erklärt.

§ 2

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§ 2

Schutzzweck

Die Unterschutzstellung dient der Erhaltung der ennsbegleitenden Auwälder und der im Schutzgebiet vorkommenden Tierarten.

§ 3

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§ 3

Verbote

(1) Im Naturschutzgebiet sind folgende Handlungen verboten:

a)

das Errichten oder Aufstellen von Anlagen aller Art;

b)

die Veränderung der Beschaffenheit oder Gestalt des Geländes und Bodens;

c)

die Entnahme oder Schädigung von Pflanzen oder Pflanzenteilen, ausgenommen die landwirtschaftliche Wiesennutzung und die forstliche Nutzung in Form von Einzelstammentnahmen standortverändernder Holzarten, wie insbesondere Fichte, Kiefer, Lärche; sowie die Entfernung von Neophyten;

d)

das Verändern des Wasserhaushaltes oder der Wassergüte;

e)

die Vornahme von Aufschüttungen oder Lagerungen aller Art;

f)

das Errichten von Wasserkraftanlagen jeglicher Art;

(2) Ausgenommen von den in Abs. 1 angeführten Verboten sind flussbauliche Maßnahmen auf den Flächen des öffentlichen Wassergutes.

§ 4

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§ 4

Ausnahmen von den Verboten

(1) Ausnahmen von den im § 3 lit. a) bis e) genannten Verboten können vom Bezirkshauptmann bewilligt werden, wenn der Eingriff dem Zweck des Schutzes nicht widerspricht.

(2) Ausnahmen vom Verbot des § 3 lit. f) sind nicht zulässig.

§ 5

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§ 5

Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 26. November 2011, in der Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark, in Kraft.

 

Anl. 1

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Anlage 1

(Anm.: Der Plan wird als PDF dokumentiert.)