Landesrecht konsolidiert Steiermark: Gesamte Rechtsvorschrift für Naturschutzgebiet Nr. I - Gesäuse und anschließendes Ennstal und II - Wildalpener Salzatal, Fassung vom 17.11.2018

§ 0

Langtitel

Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 8. Juli 1958, über die Erklärung des Gesäuses und des anschließenden Ennstales bis zur Landesgrenze sowie des Wildalpener Salzatales zu Naturschutzgebieten

Stammfassung: LGBl. Nr. 56/1958

Änderung

LGBl. Nr. 56/1959

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund der §§ 4 und 15 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 in der Fassung der Verordnung zur Einführung des Reichsnaturschutzrechtes im Lande Österreich vom 10. Februar 1939 (RGBl. I S. 217) Gesetzblatt für das Land Österreich Nr.245/1939 wird verordnet:

§ 1

Text

§ 1

1.

Die im Anhang beschriebenen und in der dem Naturschutzbuch beigefügten Karte bezeichneten Gebiete, und zwar:

I.

Das Gesäuse und das anschließende Ennstal bis zur Landesgrenze

II.

das Wildalpener Salzatal

werden zu Naturschutzgebieten erklärt.

2.

Dieser Anhang bildet einen Bestandteil dieser Verordnung.

§ 2

Text

§ 2

Es ist daher verboten, in diesen Gebieten

a)

Bauwerke aller Art außerhalb geschlossener Siedlungen aufzuführen,

b)

Bodenbestandteile abzubauen, Sprengungen oder Grabungen vorzunehmen, Schutt oder Bodenbestandteile abzulagern oder die Bodengestaltung einschließlich der Wasserläufe und Wasserflächen auf andere Weise zu verändern oder zu beschädigen,

c)

oberirdische Drahtleitungen zu errichten,

d)

Tafeln und Aufschriften anzubringen, soweit sie nicht den Naturschutz und den Verkehr betreffen.

§ 3

Text

§ 3

Unberührt bleiben die landwirtschaftliche, forstliche und jagdliche Bewirtschaftung oder pflegliche Maßnahmen ohne künstliche Baustoffe, sofern sie dem lnhalt dieser Verordnung nicht widersprechen.

§ 4

Text

§ 4

Ausnahmen von den im § 2 genannten Verboten können von der Landesregierung zugelassen werden, wenn die natürlichen Erscheinungsformen dieses Gebietes in ihrer Ganzheit nicht mit nachhaltiger Wirkung wesentlich verändert werden.

§ 5

Text

§ 5

Wer den Bestimmungen des 2 dieser Verordnung zuwiderhandelt, wird nach den Bestimmungen des Reichsnaturschutzgesetzes bestraft.

§ 6

Text

§ 6

Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Kundmachung in Kraft.

Anl. 1

Text

Anhang 1

I. Naturschutzgebiet Gesäuse und anschließendes Ennstal bis zur Landesgrenze.

Das geschützte Gebiet im Bereich der Gemeinden Admont, Meng bei Admont, Landl, Altenmarkt bei Sankt Gallen, Weißenbach an der Enns (politischer Bezirk Liezen) und in der Gemeinde Hieflau (politischer Bezirk Leoben) hat folgende Umgrenzung:

Ausgehend von der Kote 610 an der Enns, etwa 3 km östlich von Admont, zieht die Grenzlinie dem Rabenbach folgend nach Norden aufwärts bis zum Waldrand am Fuße der Grabner-Alm, folgt diesem Waldrand nach Nordosten bis zum Weg von der Grabner-Alm zum Buchauer Sattel und folgt diesem Weg bis zur Einmündung in die Buchauer Straße beim Gasthaus nordöstlich des Kreuzes an der Landesstraße nächst Kote 850; von hier steigt die Grenzlinie in gerader Richtung nach Süden auf den Stockerkogel (Kote 1137) und weiter entlang der Wasserscheide über den Augstein (1360), Gsengkogel (1543), Großer Buchstein (2224), Sankt Gallner Spitze (1441) zum Kleinen Buchstein (1994) und zur Tieflimauer (1814), zum Bärensattel (1442) über die Ennstalerhütte zum Tamischbachturm (2035), zur Almmauer (1738), nördlich bis zum Jodlbauer, westlich zum Kirchberg (1128), wieder nördlich zur Hackenschmiede an der Landesstraße Nr. 280 (über den Erbsattel). Von da bis zum Lerchkogel (1080), nördlich zum Todtenmann (969), westlich zur Fallinger Spitze, nördlich zum Rehkogel (1000), nordwestlich zum Haidachkogel (1097) und weiter bis zur Mündung des Spitzenbaches in den großen Billbach an der Buchauer Straße; weiter nordwestlich bis zum P. 668, nördlich bis zum Hocheck (1071) und nördlich bis zur Landesgrenze nächst der Mündung des Gagerbaches in den Laußabach; weiter entlang der Landesgrenze bis zum Mauthaus an der Mündung des Frenzgrabens in die Enns; von hier auf den Blossenberg weiter östlich über den Bärenkopf (1132) zum P. 1422, über die Winklerhütte, nach Süden abbiegend zum Steinbrand (990) weiter zum Zusammenfluß der Quellbäche des Kreistengrabens und zum Gartleck (1024) zum P. 883 zum Kerzenmandl (1247), südlich den Salzafluß kreuzend zur Steinwand (951), östlich zum P. 594 an der Landesstraße (Lainbach-Gams), südöstlich über das Anwesen Gorzer zum Bergstein (1214), südwestlich über den Wiedenberg (1296), das Schwabel-Tal kreuzend zum Wandaukogel (1185) über den Schieferkogel (1286) zum Dürrenkogel (1387), südöstlich des P. 809 nächst Thalbauer, westlich zum P. 822 (Wildling), das Erzbachtal kreuzend über P. 1048 zum Zwölferkogel (1365) zum Scheucheck (1633), westlich über P. 1235 zum Scheuchkogel (1808), südwestlich über Zinödl (2191) zur Heßhütte (1635), südlich über die obere Koderalm zum P. 1923, zur Ebneralm, südwestlich zum P. 1854 und P. 1973, von hier wieder nordwestlich über den Hochkogel (1776) zum Ohnhardkogel (1748), zum Spielkogel (1754), zur Mödlingerhütte und über die Fliezenalm (1481) auf den Admonter-Reichenstein, dann den Kamm entlang über Sparafeld, Riffel, bis Kreutzkogel (2012) und von hier nach Norden über den P. 1708 zum Ausgangspunkt P. 610 im Ennstal.

Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 56/1959

Das Naturschutzgebiet II: Wildalpener Salzatal wird von folgenden Linien begrenzt:

Im Süden ausgehend vom P. 1214 Bergstein (2 km östlich von Lainbach) der Gemeindegrenze zwischen Gams und Landl folgend gegen Osten zum P. 1411 Goßkogel über die Mittagskogeln (1182, 1509), Buchberg (1566), dann entlang der Gemeindegrenze Landl-Wildalpen zum Großen Wasserkogel (1511), Geiger (1721), von hier nach Süden zur Gerichtsbezirksgrenze St. Gallen-Eisenerz, dieser entlang nach Osten über die Eisenerzer Höhe (1605), Kreuzbühel (1659) und Bremkogel (1575); nun nach Süden zum Schnittpunkt der Gerichtsbezirksgrenzen Eisenerz-St. Gallen-Bruck und entlang dieser Brucker Bezirksgrenze nach Osten über den Brandstein (2003) zum Ebenstein (2123) bis zum Polster (1988). Nach 50 in die Bezirksgrenze verlassend nach Osten über 1-. 1855 und P. 1944, Hochalpe zum P. 2017 Karlstein, zum Hochwart (2209) über P. 2214 zum Hochschwab (2227) über P. 2193, P. 2071 zum Ringkamp (2153). Von hier gut 100 in nach Ostsüdost entlang der Gemeindegrenze Thörl-Turnau, dann diese verlassend nach Osten zum P. 2031, weiter nach Nordosten zur zur Hohen Weichsel (2006). Hier nach Norden abwinkelnd über die Gerichtsbezirksgrenze zum Seestein-Sattel (934) und weiter nach Norden auf den Zinken (1619). Von hier nach Osten über Zeller Staritzen (1515), dann nach Nordosten zum P. 1503, nach Norden abwinkelnd zur Salzabrücke (östlich P. 718) weiter zum Tribein (1297) und P, 1198, abbiegend nach Nordwesten zum P. 1093 (Klöckensattel) von hier nach Westen über P. 1323, P. 1435 Feldhüttel über Hochkogel (1606), Vorderer Zellerhut (1628), Mittlerer Zellerhut (1587) zum Großen Zellerhut (1639) zur Landesgrenze, dieser nach Westen folgend bis zur Enns. Im Westen grenzt das Gebiet an das Naturschutzgebiet 1 an der Linie Enns-Blossenberg, Bärenkopf (1132), P. 1422, Winklerhütte, nach Süden abbiegend zum Steinbrand (990) zum Zusammenfluß der Quellbäche des Keistengrabens und weiter zum Gartleck (1024), P. 883, Kerzenmandl (1247), den Salzafluß nach Süden kreuzend zur Steinwand (951), weiter nach Osten über P. 594 an der Landesstraße (Lainbach-Gams) und südöstlich über Gorzer zum Bergstein (1214).

Im Bereiche des polit. Bez. Liezen (Gemeinde Landl, Gams bei Hieflau, Palfau, Altenmarkt bei St. Gallen, Wildalpen) und des polit. Bez. Bruck a. d. Mur (Gemeinde Gußwerk, St. Sebastian, St. Ilgen, Turnau).