Landesrecht konsolidiert Steiermark: Gesamte Rechtsvorschrift für BHGU - Naturschutzgebiet Unterpremstätten - ehemaliges Lehmabbaugelände (Pflanzen- und Tierschutzgebiet), Fassung vom 20.10.2019

§ 0

Langtitel

Verordnung der Bezirkshauptmannschaft Graz Umgebung vom 10. Juni 1997 über die Erklärung eines Teilbereiches des ehemaligen Lehmabbaugeländes in der Marktgemeinde Unterpremstätten zum Naturschutzgebiet (Pflanzen- und Tierschutzgebiet)

Stammfassung: GZ S. 458/1997

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund des § 5 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976, LGBl. Nr. 65, wird verordnet:

§ 1

Text

§ 1

(1) Teile des Grundstückes Nr. 402/5, EZ. 17, sowie Teile der Gst. Nr. 402/6 sowie 402/10, EZ. 17, KG, Unterpremstätten, im Gemeindegebiet von Unterpremstätten werden zwecks Erhaltung als Standort gefährdeter Pflanzen- und Tierarten in dem in der Anlage festgelegten Ausmaß zum Naturschutzgebiet (Pflanzen- und Tierschutzgebiet) erklärt.

(2) Die Anlage bildet einen Teil dieser Verordnung.

§ 2

Text

§ 2

Im Naturschutzgebiet sind nachstehende Handlungen als schädigende Eingriffe verboten:

a)

das Errichten oder Aufstellen von Anlagen aller Art;

b)

die Veränderung der Beschaffenheit oder Gestalt des Bodens, einschließlich der Anlage von Wegen;

c)

die Vornahme von Aufschüttungen oder Lagerungen aller Art;

d)

die Veränderung des natürlichen Wasserhaushaltes und der Wassergüte;

e)

das Ablagern oder Zurücklassen von Abfällen aller Art;

f)

jede Veränderung der Vegetationsvielfalt, insbesondere durch Rodung, Kahlhieb oder Aufforstung mit Fichten;

g)

die Entnahme oder Schädigung von Pflanzen oder Pflanzenteilen, ausgenommen die Einzelstamm- oder Energiewaldnutzung und Pflegemaßnahmen zur Freihaltung der Wasserflächen;

h)

die gewerbliche und hobbymäßige Fischerei;

i)

das mutwillige Beunruhigen, Fangen oder Töten von Wasservögeln, Amphibien, Reptilien und Libellen;

j)

das Befahren mit Motorfahrzeugen, ausgenommen für forstliche Nutzung;

k)

die Ausbringung von Wirtschafts- und Handelsdünger, Pestiziden und sonstigen Chemikalien jeder Art.

§ 3

Text

§ 3

Ausnahmen von den im § 2 genannten Verboten können von der Bezirksverwaltungsbehörde bewilligt werden, wenn der Eingriff dem Zweck des Schutzes nicht widerspricht.

§ 4

Text

§ 4

(1) Diese Verordnung tritt nach Ablauf des Tages der Verlautbarung in Kraft.

(2) Mit Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Verordnung der Bezirkshauptmannschaft Graz-Umgebung vom 4.Oktober 1989, GZ.: 6 U 24-1989, verlautbart in der „Grazer Zeitung - Amtsblatt für die Steiermark“ am 25.Oktober 1989, außer Kraft.

 

Anl. 1

Text

Anlage 1

(Anm: Der Plan ist als PDF dokumentiert.)