Landesrecht konsolidiert Steiermark: Gesamte Rechtsvorschrift für Schwarzwildverordnung 2012, Fassung vom 18.04.2024

§ 0

Langtitel

Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 12. Juli 2012, mit der nähere Regelungen für Kirrstellen und Lebendfallen für Schwarzwild erlassen werden (Schwarzwildverordnung 2012)

Stammfassung: LGBl.Nr. 66/2012

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund des Paragraph 50, des Steiermärkischen Jagdgesetzes 1986, Landesgesetzblatt Nr. 23 aus 1986,, zuletzt in der Fassung Landesgesetzblatt Nr. 42 aus 2012,, wird verordnet:

§ 1

Text

Paragraph eins,

Kirrstellen für Schwarzwild

Die Vorlage von Lockfutter für Schwarzwild ist nur zum Zwecke des Abschusses an dieser Kirrstelle erlaubt.

§ 2

Text

Paragraph 2,

Einschränkungen der Kirrfütterungen und Kirrautomaten

  1. Absatz einsZur Kirrfütterung (Kirrung) von Schwarzwild darf maximal 1 Kirrstelle pro angefangene 100 Hektar Jagdgebietsfläche vorhanden sein. Bei jeder Kirrstelle darf maximal ein Kilogramm pro Tag eines artgerechten Futtermittels vorgelegt werden, wobei zu keinem Zeitpunkt mehr als ein Kilogramm vorliegen darf.
  2. Absatz 2Als artgerechtes Futtermittel gelten jedenfalls Ganzkornmais, Getreide (z. B. Gerste), Baumfrüchte (z. B. Eicheln, Buckeckern) sowie Hackfrüchte (z. B. Futter- oder Zuckerrüben). Verboten sind insbesondere nicht als Ergänzungsfuttermittel zugelassene Kirr- oder Lockstoffe, verdorbene Futtermittel (z. B. verpilzte Futtermittel), fischmehlhaltige Futtermittel, ablieferungspflichtige Nebenprodukte (z. B. Schlachtabfälle), Fische und Fischteile sowie tierische Eiweiße – ausgenommen Wildtiere oder Teile von diesen, sofern sie nicht seuchenverdächtig sind oder Trichinenträger sein können.
  3. Absatz 3Die verwendeten Kirrautomaten müssen den Anforderungen des Absatz eins, entsprechen.
  4. Absatz 4Kirrungen von Schwarzwild sind so zu gestalten, dass das Kirrmittel von anderen Schalenwildarten nicht aufgenommen werden kann.

§ 3

Text

Paragraph 3,

Lebendfallen für Schwarzwild (Saufänge)

  1. Absatz einsLebendfallen für Schwarzwild sind Fanggeräte, deren Fangraum aus Holz, Metallgitterstäben oder anderen Materialien mit gleichwertiger Festigkeit bestehen, die in einem Abstand von 3 bis 5 Zentimetern angeordnet sind. Sie müssen mit einem Boden versehen sein. Die Beschaffenheit der Fangtore und deren Auslösemechanismus müssen gewährleisten, dass nur Frischlinge gefangen werden.
  2. Absatz 2Lebendfallen müssen so beschaffen sein, dass die Tiere unversehrt gefangen werden. Die Lebendfalle muss mit einem funktionstüchtigen Kirralarm ausgestattet sein.
  3. Absatz 3Der Fangraum der Lebendfalle muss mindestens 95 Zentimeter breit und hoch sowie mindestens 165 Zentimeter lang sein (Innenmaße).
  4. Absatz 4Für die verwendeten Kirrmittel (Menge und Art) gelten die Bestimmungen des Paragraph 2, Absatz eins,

§ 4

Text

Paragraph 4,

Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 24. Juli 2012, in Kraft.