Landesrecht konsolidiert Oberösterreich: Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Steyrschlucht" in Steinbach an der Steyr, Grünburg und Molln, Fassung vom 01.12.2022

§ 0

Langtitel

Verordnung der Oö. Landesregierung, mit der die „Steyrschlucht“ in den Gemeinden Steinbach an der Steyr, Grünburg und Molln als Naturschutzgebiet festgestellt wird

StF: LGBl.Nr. 11/2016

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund des § 25 des Oö. Natur- und Landschaftsschutzgesetzes 2001 (Oö. NSchG 2001), LGBl. Nr. 129/2001, in der Fassung des Landesgesetzes LGBl. Nr. 92/2014, wird verordnet:

§ 1

Text

§ 1

  1. (1) Die „Steyrschlucht“ in den Gemeinden Steinbach an der Steyr, Grünburg und Molln, politischer Bezirk Kirchdorf an der Krems, ist Naturschutzgebiet im Sinn des § 25 Oö. NSchG 2001.
  2. (2) Die Grenze des Naturschutzgebiets ist im Übersichtsplan in der Anlage 1 im Maßstab 1 : 10.000 sowie in den Teilplänen in den Anlagen 2/1 und 2/2 (im Maßstab 1 : 3.500) dargestellt. Bestehen Zweifel über den Grenzverlauf der Außengrenze des Schutzgebiets oder über die Abgrenzung der gestatteten forstwirtschaftlichen Nutzung, des Inselbereichs oder des Flusstauch- und Bootsfahrverbots, sind die koordinatenbezogenen Darstellungen der Anlagen 3/1 und 3/2 maßgeblich.

§ 2

Text

§ 2

Gemäß § 25 Abs. 4 Oö. NSchG 2001 sind folgende Eingriffe gestattet:

  1. 1.
    das Betreten, ausgenommen des in den Anlagen dargestellten Inselbereichs in der Zeit von 1. April bis 1. Juli jeden Jahres;
  2. 2.
    das Befahren durch die Grundeigentümer und Grundeigentümerinnen, dinglich Berechtigte und durch von diesen Beauftragte im Rahmen der erlaubten Nutzungen;
  3. 3.
    das Flusstauchen (Scuben) und das Befahren mit Booten ohne maschinellen Antrieb, ausgenommen in den in den Anlagen dargestellten Flussabschnitten im Zeitraum zwischen dem 1. April und dem 1. Juni jeden Jahres;
  4. 4.
    auf den in den Anlagen dargestellten Flächen die forstwirtschaftliche Nutzung, ausgenommen die Wiederbewaldung mit Fichte, Lärche oder mit nicht autochthonen Gehölzarten sowie Kahlhiebe über 0,2 ha, wobei angrenzende Kahlflächen oder noch nicht gesicherte Verjüngungen ohne Rücksicht auf die Eigentumsgrenzen anzurechnen sind;
  5. 5.
    die zeitgemäße landwirtschaftliche Nutzung der Wiesenflächen;
  6. 6.
    die rechtmäßige Ausübung der Jagd, ausgenommen die Neuerrichtung jagdlicher Einrichtungen und die Fütterung von Enten;
  7. 7.
    die rechtmäßige Ausübung der Fischerei;
  8. 8.
    der Abschuss des Kormorans nach Maßgabe der Bestimmungen des § 8 Abs. 2 bis 5 Oö. Artenschutzverordnung;
  9. 9.
    Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an rechtmäßig bestehenden Wegen, Brücken, elektrischen Leitungsanlagen und sonstigen baulichen Anlagen;
  10. 10.
    das Freischneiden bestehender elektrischer Leitungsanlagen im unbedingt erforderlichen Ausmaß;
  11. 11.
    der Rückschnitt von Gehölzen entlang des Steyrtalweges R8 in unbedingt erforderlichem Ausmaß;
  12. 12.
    Maßnahmen im Rahmen der Wehrbetriebsordnung für die Kraftwerke Agonitz und Klaus;
  13. 13.
    die Errichtung und der Betrieb von rechtskräftig bewilligten Anlagen zur Erzeugung von elektrischer Energie.

§ 3

Text

§ 3

Diese Verordnung tritt mit Ablauf des Tages ihrer Kundmachung im Landesgesetzblatt für Oberösterreich in Kraft.

Anl. 1

Anl. 2/1

Anl. 2/2

Anl. 3/1

Anl. 3/2