Landesrecht konsolidiert Oberösterreich: Gesamte Rechtsvorschrift für Oö. Artenschutzverordnung, Fassung vom 18.07.2018

§ 0

Langtitel

Verordnung der Oö. Landesregierung über den Schutz wildwachsender Pflanzen und Pilze sowie freilebender Tiere (Oö. Artenschutzverordnung)

StF: LGBl.Nr. 73/2003

Änderung

LGBl.Nr. 85/2003

LGBl.Nr. 148/2003

LGBl.Nr. 74/2007

LGBl.Nr. 65/2008

LGBl.Nr. 47/2010

LGBl.Nr. 40/2014 (RL 2013/17/EU des Rates vom 13. Mai 2013, ABl. Nr. L 158 vom 10.6.2013, S 193)

LGBl.Nr. 20/2016

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund der §§ 27 und 29 Abs. 2 Oö. Natur- und Landschaftsschutzgesetz 2001 (Oö. NSchG 2001), LGBl. Nr. 129, in der Fassung der Kundmachung LGBl. Nr. 160/2001 und des Landesgesetzes LGBl. Nr. 84/2002 wird verordnet:

§ 1

Text

§ 1
Vollkommen geschützte Pflanzen- und Pilzarten

Vollkommen geschützt im Sinn des § 28 Abs. 1 Oö. NSchG 2001 sind:

1.

die in Oberösterreich wildwachsenden Pflanzen und Pilze der in Anlage 1 genannten Arten und

2.

die im Anhang IV lit. b der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen, ABl.Nr. L 206 vom 22.7.1992, S. 7 ff, in der Fassung der Richtlinie 2013/17/EU vom 13. Mai 2013, ABl. Nr. L 158 vom 10.6.2013, S 193 ff (in der Folge „FFH-Richtlinie“) angeführten Pflanzenarten, die in einem anderen Bundesland oder im europäischen Gebiet der Mitgliedstaaten der Europäischen Union wild wachsen.

(Anm: LGBl.Nr. 40/2014)

§ 2

Text

§ 2

Teilweise geschützte Pflanzenarten

Teilweise geschützt im Sinn des § 28 Abs. 2 Oö. NSchG 2001 sind Pflanzen der in Anlage 2 genannten Arten.

§ 3

Text

§ 3

Dauer und Ort des Schutzes

 

Der Schutz gemäß § 28 Abs. 1 und 2 Oö. NSchG 2001 gilt für die in den §§ 1 und 2 genannten Arten ganzjährig im gesamten Landesgebiet. Soweit in den Anlagen 1 und 2 ein Ort des Schutzes ausdrücklich festgelegt ist, ist lediglich ein Ausgraben, Entfernen vom Standort sowie ein Beschädigen oder Vernichten dieser Arten an den angeführten Orten verboten.

§ 4

Text

§ 4

Maßnahmen zum Schutz der engeren Lebensräume geschützter Pflanzen

 

Zum Schutz der engeren Lebensräume geschützter Pflanzen ist in der freien Natur verboten:

1.

das Entfernen und Überfluten von mit Torfmoosen (Sphagnum, alle Arten) bewachsenen Gesteinsblöcken;

2.

das Schlägern von Bäumen mit einer Population der Lungenflechte (Lobaria pulmonaria) und

3.

das Beseitigen von Steinblöcken mit einer Population der Pustelflechte (Lasallia pustulata).

§ 5

Text

§ 5
Geschützte Tiere

Geschützt im Sinn des § 28 Abs. 3 Oö. NSchG 2001 sind

1.

die in Oberösterreich freilebenden, nicht jagdbaren Tiere der in Anlage 3 genannten Arten,

2.

freilebende, nicht jagdbare Vogelarten, die im europäischen Gebiet der Mitgliedstaaten der Europäischen Union heimisch sind (Artikel 1 der Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten, ABl. Nr. L 20 vom 26.1.2010, S 7 ff, in der Fassung der Richtlinie 2013/17/EU vom 13. Mai 2013, ABl. Nr. L 158 vom 10.6.2013, S 193 ff - in der Folge „Vogelschutz-Richtlinie“) und

3.

die im Anhang IV lit. a der FFH-Richtlinie genannten Tierarten, die in einem anderen Bundesland oder im europäischen Gebiet der Mitgliedstaaten der Europäischen Union frei leben. (Anm: LGBl. Nr. 85/2003, 74/2007)

(Anm: LGBl.Nr. 40/2014)

§ 6

Text

§ 6

Dauer und Ort des Schutzes

Der Schutz gemäß § 28 Abs. 3 Oö. NSchG 2001 gilt im gesamten Landesgebiet ganzjährig, sofern die §§ 7, 8 und 8a nicht anderes bestimmen. (Anm: LGBl. Nr. 20/2016)

§ 7

Text

§ 7

Sonderbestimmungen für den Igel

 

Exemplare von Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) und Weißbrustigel (Erinaceus concolor), die sich nicht im Winterquartier befinden und ein Gewicht von weniger als 800 g aufweisen, dürfen in der Zeit vom 1. November bis 1. April gefangen und gehalten werden.

§ 8

Text

§ 8

Sonderbestimmungen betreffend den Kormoran

(1) Der Schutz gemäß § 28 Abs. 3 Oö. NSchG 2001 gilt für den Kormoran (Phalacrocorax carbo) in

-

Landschaftsschutzgebieten (§ 11 Oö. NSchG 2001);

-

Geschützten Landschaftsteilen (§ 12 Oö. NSchG 2001);

-

Naturschutzgebieten (§ 25 Oö. NSchG 2001);

-

dem Gebiet des Nationalparks „Oö. Kalkalpen“ (§ 3 Oö. Nationalparkgesetz);

-

Vogelschutzgebieten (Artikel 4 Abs. 1 vierter Satz der Vogelschutz-Richtlinie);

-

an folgenden stehenden Gewässern: Mondsee, Wolfgangsee, Attersee, Traunsee, Hallstätter See;

-

an folgenden Fischgewässern: Donau, Inn, Salzach, Enns (von Flusskilometer 40 bis zur Mündung), Traun (von Flusskilometer 70,36 bis 49,8 und von Flusskilometer 44,7 bis 33,7); sowie

-

an Kormoranschlafplätzen.

(2) Außerhalb der im Abs. 1 genannten Bereiche ist es in Berücksichtigung fischereiökonomischer Interessen in der Zeit vom 16. August bis 15. März zum Schutz von gefährdeten Fischbeständen im Umkreis von 100 m von Gewässern im Sinn des Abs. 3 und anerkannten Fischzuchtbetrieben zum Zweck der Vertreibung erlaubt, Kormorane

1.

durch die Verwendung von optischen oder akustischen Hilfsmitteln (ohne Schieß- und Sprengmittel) zu beunruhigen sowie

2.

mit hiefür geeigneten Jagdwaffen durch den Abschuss von einzelnen Exemplaren bis insgesamt höchstens 5% des landesweiten Gesamtbestandes zu töten. Wird ein landesweiter Gesamtbestand von 1.500 Exemplaren überschritten, erhöht sich die Zahl der erlaubten Abschüsse auf 10% des landesweiten Gesamtbestandes.

(Anm: LGBl. Nr. 65/2008)

(3) Gewässer im Sinn des Abs. 2 sind Fischwässer (§ 3 Oö. Fischereigesetz), deren Bewirtschafter nicht von der Besatzpflicht befreit (§ 8 Abs. 3 Oö. Fischereigesetz) und die für das jeweils vorangegangene Kalenderjahr zur Führung eines Fangverzeichnisses (§ 8 Abs. 4 Oö. Fischereigesetz) verpflichtet waren.

(4) Die für Abschüsse maßgeblichen Bestandszahlen sind während des im Abs. 2 festgelegten Zeitraumes jeweils zu jedem Monatsersten von der Landesregierung dem Oö. Landesfischereiverband bekanntzugeben. Abschüsse sind der Bezirksverwaltungsbehörde unverzüglich anzuzeigen; die Landesregierung hat durch Mitteilung an den Oö. Landesfischereiverband weitere Abschüsse zu untersagen, wenn die im Abs. 2 festgelegten Höchstzahlen erschöpft sind, wobei Abschüsse, welche vor der jeweils letzten Bekanntgabe gemäß dem ersten Satz erfolgten, nicht anzurechnen sind.

(5) Unbeschadet der Pflicht gemäß Abs. 4 sind die in Betracht kommenden Bewirtschafter bzw. Betriebsinhaber verpflichtet, Abschüsse bis spätestens 1. April unter Verwendung des in der Anlage 4 abgedruckten Formulars zu melden. Der Meldung sind vom Bewirtschafter jene Angaben, die zuletzt gemäß § 8 Abs. 2 Oö. Fischereigesetz dem Fischereirevierausschuss anzuzeigen waren (Menge und Herkunft des Besatzes, Zeit und Ort des Besatzvorganges) sowie das zuletzt erstellte Fangverzeichnis (§ 8 Abs. 4 Oö. Fischereigesetz) anzuschließen.

§ 8a

Text

§ 8a
Sonderbestimmungen betreffend Rabenkrähen und Elstern

Der Schutz gemäß § 28 Abs. 3 Oö. NSchG 2001 gilt für Rabenkrähen (corvus corone corone) und Elstern (pica pica) nach Maßgabe folgender Bestimmungen:

1.

Das Fangen und/oder Erlegen von Rabenkrähen ist in der Zeit von 1. Juli bis 28./29. Februar, das Fangen und/oder Erlegen von Elstern ist in der Zeit von 1. August bis 28./29. Februar außerhalb von Naturschutzgebieten, des Gebiets des Nationalparks und von Vogelschutzgebieten (Art. 4 Abs. 1 vierter Satz der Vogelschutz-Richtlinie) erlaubt.

2.

Das Fangen und/oder Erlegen von Rabenkrähen und Elstern ist nur durch befugte Jägerinnen und Jäger mit hiefür geeigneten Jagdwaffen, durch Beizjagd oder unter Verwendung der nordischen Krähenfalle oder des kleinen Elsternfangs erlaubt.

3.

Bei Verwendung der nordischen Krähenfalle ist ein Mindestmaß der Grundfläche von 3 m x 2 m und der Höhe von 1,95 m einzuhalten. Durch die in 1,5 m Höhe angebrachten Einflugöffnungen entlang der Mittellinie des Daches hat die Falle eine entsprechende Abschrägung der Dachkonstruktion aufzuweisen. Die Maschenweite hat auf allen Flächen mindestens 4 cm bis max. 4,5 cm, die Drahtstärke etwa 3 mm zu betragen. Auf jeder Seite ist in der Höhe von ca. 1,2 m eine Sitzstange anzubringen. Die Einfluglöcher dürfen max. 32 cm x 32 cm groß sein, wobei diese durch entsprechend lange, glatte, an den Enden abgerundete Rundstäbe, die schräg nach unten weisen, auf 16 cm einheitlich zu verringern sind. Zum Entleeren der Fallen sind individuell gestaltete Eingangstüren einzubauen.

4.

Bei Verwendung des kleinen Elsternfangs darf eine Mindestgröße von 40 cm x 40 cm x 40 cm nicht unterschritten werden. Die Maschenweite hat mindestens 3 cm x 3 cm zu betragen.

5.

Die Fallen müssen täglich kontrolliert werden. Beifänge sind sofort freizulassen.

6.

Die Tötung der gefangenen Rabenkrähen und Elstern hat in nicht qualvoller Weise, rasch und schmerzlos zu erfolgen.

7.

Die Standorte der Fallen sind parzellenscharf sofort nach dem fängischen Aufstellen der bzw. dem jeweiligen Jagdausübungsberechtigten bekanntzugeben. Die bzw. der Jagdausübungsberechtigte hat auf Verlangen der Behörde bzw. deren Organe die entsprechenden Auskünfte zu erteilen.

8.

Außerhalb der in Z 1 genannten Zeiträume sind die Fallen entweder zu entfernen oder nicht fängisch zu stellen. Dabei sind die Fallen so abzusichern, dass sie nicht absichtlich oder unabsichtlich fängisch gestellt werden können.

9.

Außerhalb der in Z 1 genannten Zeiträume dürfen nur nicht brütende, in Gruppen auftretende Rabenkrähen, so genannte Junggesellentrupps, abgeschossen werden.

10.

Landesweit dürfen pro Jagdjahr 23.000 Rabenkrähen und 2.500 Elstern entnommen werden. Bei einem Nachweis außergewöhnlicher Schadenssituationen ist die Entnahme von weiteren 5.000 Rabenkrähen zulässig.

11.

Die Anzahl der monatlich entnommenen Rabenkrähen und Elstern ist von der bzw. dem jeweiligen Jagdausübungsberechtigten bis zum fünften Tag des Folgemonats an den Landesjagdverband bekanntzugeben. Dieser hat in geeigneter Weise die Jagdausübungsberechtigten vom Erreichen der in Z 11 festgelegten Höchstanzahl zu unterrichten. Spätestens am 30. April jeden Jahres hat der Landesjagdverband die jährlichen Gesamtzahlen, aufgeteilt nach den politischen Bezirken, der Oö. Landesregierung als Naturschutzbehörde zu melden.

 

(Anm: LGBl. Nr. 20/2016)

§ 9

Text

§ 9

Maßnahmen zum Schutz des Nachwuchses und der engeren Lebensräume

geschützter Tiere

 

Zum Schutz des Nachwuchses und der engeren Lebensräume geschützter Tiere ist in der freien Natur verboten:

1.

die Beseitigung von Schilf- und Röhrichtbeständen;

2.

in der Zeit vom 1. April bis 30. September das Schlägern, Kahlschneiden (auf Stock setzen) oder Abbrennen von Busch- und Gehölzgruppen sowie von Heckenzügen, das Mähen von Schilf, das Verbrennen von Reisig und

3.

in der Zeit vom 1. März bis 31. Juli das Entleeren stehender Gewässer (wie Teiche, Weiher und Tümpel) außerhalb von Fischzuchtanstalten.

§ 10

Text

§ 10

Ausnahmebestimmungen betreffend geschützte Tiere

 

Gemäß § 29 Abs. 2 Oö. NSchG 2001 gelten für folgende Tierarten unbeschadet der Vorschriften des § 30 Oö. NSchG 2001 nachstehende besondere Bestimmungen für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung:

1.

Für das Fangen der Hügelbauenden Waldameise (Formica sp., alle Arten) zur Teilung der Ameisenhügel ist ein Nachweis über die für die Teilung notwendigen Kenntnisse zu erbringen.

2.

Offensichtlich verletzte, kranke oder sonst pflegebedürftige Vögel sind möglichst artgerecht zu halten und zu pflegen und sobald wie möglich wieder freizulassen. Ist eine Freilassung der Vögel nicht möglich, dürfen sie nur dann zu Zuchtzwecken verwendet werden, wenn die nachgezüchteten Vögel wieder in die freie Natur entlassen werden. Eine Nachzucht zu kommerziellen Zwecken ist unzulässig.

§ 11

Text

§ 11

Ausnahmebestimmungen für das Fangen und Halten von Singvögeln

 

Der selektive Fang der Vogelarten Stieglitz (Carduelis carduelis), Zeisig (Carduelis spinus), Gimpel (Pyrrhula pyrrhula) und Fichtenkreuzschnabel (Loxia curvirostra) für die traditionellen Singvogelausstellungen darf nur im politischen Bezirk Gmunden, in den Gemeinden Attnang-Puchheim, Aurach am Hongar, Frankenburg am Hausruck, Innerschwand, Lenzing, Mondsee, Ottnang am Hausruck, St. Lorenz, Schwanenstadt, Tiefgraben und Weyregg am Attersee des politischen Bezirkes Vöcklabruck sowie in den Gemeinden Lambach und Stadl-Paura des politischen Bezirkes Wels-Land außerhalb von Vogelschutzgebieten (Art. 4 Abs. 1 vierter Satz der Vogelschutz-Richtlinie) und deren Haltung nur in den Bezirken Gmunden, Vöcklabruck, Wels-Land und nur unter nachstehenden Voraussetzungen bewilligt werden:

1.

Der Fang ist nur in der Zeit vom 15. September bis 30. November zulässig;

2.

von den genannten Vogelarten darf je Bewilligungsinhaber nur ein Exemplar pro Art gefangen werden, soferne nicht Z. 11 zur Anwendung kommt;

3.

die Höchstanzahl der zu fangenden Vögel ist mit 550 je Art und Fangsaison begrenzt; dies gilt nicht für den zulässigen Fang von Lockvögeln;

4.

der Fang ist nur zur Tageszeit (das ist die Zeit von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang) abseits von Tränken und Futterstellen und im Abstand von mehr als 300 m von Gebäuden, die überwiegend dem Wohnbedarf dienen, zulässig;

5.

der Vogelfänger hat bei dem gesamten Fangvorgang anwesend zu sein;

6.

der Fang ist nur mit Schlagnetzen im Ausmaß von höchstens 1 m mal 1 m oder mit Netzkloben zulässig;

7.

über Fangzeit, Ort, verwendetes Fangmittel und Fangerfolg ist ein Protokoll zu führen und der Behörde vorzulegen;

8.

die gefangenen Vögel sind bis spätestens 10. April des dem Fang folgenden Jahres wieder in einen für sie arttypischen Lebensraum freizulassen, sofern sie nicht als Lockvögel zulässigerweise gehalten werden;

9.

die Haltung der Vögel hat in arttypisch strukturierten Volieren mit einem Ausmaß von mindestens 2 m (Höhe) mal 2 m mal 1 m oder von mindestens 4 m³ bei einer Mindesthöhe von 1,5 m zu erfolgen;

10.

die Haltung in Käfigen ist nur während der Zeit der Ausstellungen zulässig. Die Bestimmungen der Außerlandwirtschaftlichen Tierhaltungs-Verordnung, LGBl. Nr. 94/2002, gelten sinngemäß;

11.

die zum rechtmäßigen Fang der genannten Vogelarten notwendigen Lockvögel dürfen nur in einer Menge von zwei Individuen pro Art bzw. Gesangsvariation beim Fichtenkreuzschnabel gefangen und gehalten werden;

12.

über Zu- und Abgänge der Lockvögel ist ein Protokoll zu führen;

13.

die Fangbewilligung darf nur für jeweils eine Fangsaison erteilt werden.

§ 12

Text

§ 12

Verbotene Arten und Mittel des Fangens oder

Tötens geschützter Tiere

 

(1) Die Verwendung nicht selektiver Fang- und Tötungsmittel ist jedenfalls verboten; darunter fallen insbesondere:

1.

für Säugetiere:

-

als Lockmittel verwendete geblendete oder verstümmelte lebende Tiere;

-

Tonbandgeräte;

-

elektrische oder elektronische Vorrichtungen, die töten oder betäuben können;

-

künstliche Lichtquellen;

-

Spiegel oder sonstige Vorrichtungen zum Blenden;

-

Vorrichtungen zur Beleuchtung von Zielen;

-

Visiervorrichtungen für das Schießen bei Nacht mit elektronischem Bildverstärker oder Bildumwandler;

-

Sprengstoffe;

-

Netze, die grundsätzlich oder nach ihren Anwendungsbedingungen nicht selektiv sind;

-

Fallen, die grundsätzlich oder nach ihren Anwendungsbedingungen nicht selektiv sind;

-

Armbrüste;

-

Gift und vergiftende oder betäubende Köder;

-

Begasen oder Ausräuchern;

-

halbautomatische oder automatische Waffen, deren Magazin mehr als zwei Patronen aufnehmen kann;

2.

für Vögel, unbeschadet des § 11:

-

Schlingen, Leimruten, Haken, als Lockvögel benutzte geblendete oder verstümmelte lebende Vögel;

-

Tonbandgeräte;

-

elektrische Schläge erteilende Geräte;

-

Visiervorrichtungen für das Schießen bei Nacht mit Bildumwandler oder elektronischem Bildverstärker;

-

Sprengstoffe;

-

Netze, Fangfallen, vergiftete oder betäubende Köder;

-

halbautomatische oder automatische Waffen, deren Magazin mehr als zwei Patronen aufnehmen kann.

 

(2) Von Flugzeugen, fahrenden Kraftfahrzeugen sowie von Booten mit

einer Antriebsgeschwindigkeit mit mehr als 5 km pro Stunde aus dürfen geschützte Tiere nicht gefangen und getötet werden.

§ 13

Text

§ 13

In-Kraft-Treten

 

Diese Verordnung tritt mit Ablauf des Tages ihrer Kundmachung im Landesgesetzblatt für Oberösterreich in Kraft. (Anm: LGBl. Nr. 47/2010)

Anl. 1

Text

Anlage 1

 

Vollkommen geschützte Pflanzen- und Pilzarten:

 

Aronstabgewächse (Araceae)

Alle Arten (einschließlich Kalmus - Acorus calamus)

 

Baldriangewächse (Valerianaceae)

Echter Speik (Valeriana celtica)

 

Bärlappgewächse (Lycopodiaceae)

Flach-Bärlapp (Lycopodium subg. Diphasium), alle Arten Moor-Bärlapp (Lycopodiella)

 

Birkengewächse (Betulaceae)

Strauch-Birke (Betula humilis)

Zwerg-Birke (Betula nana)

 

Blasensimsengewächse (Scheuchzeriaceae)

Blumenbinse (Scheuchzeria palustris)

 

Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae)

Schlammkraut (Limosella aquatica)

Katzenmaul (Misopates orontium)

Läusekraut (Pedicularis), alle Arten

Ähren-Blauweiderich (Pseudolysimachion spicatum)

Artengruppe Österreichischer Ehrenpreis (Veronica austriaca agg.) Schild-Ehrenpreis (Veronica scutellata)

 

Buchsbaumgewächse (Buaceae)

Buchsbaum (Buxus sempervirens)

 

Dickblattgewächse (Crassulaceae)

Donarsbart (Jovibara), alle Arten

Berg-Hauswurz (Sempervivum montanum)

 

Doldengewächse (Apiaceae)

Berle (Berula erecta)

Hasenohr (Bupleurum), alle Arten

Wasserschierling (Cicuta virosa)

Feld-Mannstreu (Eryngium campestre)

Haarstrang (Peucedanum), alle Arten außer Meisterwurz

(P. ostruthium)

Kriech-Sellerie (Apium repens)1

 

Eibengewächse (Taxaceae)

Eibe (Taxus baccata)

 

Enziangewächse (Gentianaceae)

Alle Arten

 

Erdrauchgewächse (Fumariaceae)

Mittlerer Lerchensporn (Corydalis intermedia)

 

Fieberkleegewächse (Menyanthaceae)

Fieberklee (Menyanthes trifoliata)

 

Föhrengewächse (Pinaceae)

Berg-Föhre (Pinus mugo agg.), alle Arten in Mooren

 

Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae)

Alle Arten

 

Froschlöffelgewächse (Alismataceae)

Alle Arten

 

Glockenblumengewächse (Campanulaceae) Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata)

 

Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) Narzissen-Windröschen (Anemone narcissiflora)

Akelei (Aquilegia), alle Arten

Küchenschelle (Pulsatilla), alle Arten

Trollblume (Trollius europaeus)

 

Heidekrautgewächse (Ericaceae)

Sumpfporst (Ledum palustre)

 

Herzblattgewächse (Parnassiaceae)

Herzblatt (Parnassia palustris)

 

Hyazinthengewächse (Hyacinthaceae) Schopf-Traubenhyazinthe (Muscari comosum)

 

Kardengewächse (Dipsacaceae)

Skabiose (Scabiosa), alle Arten

 

Korbblütler (Asteraceae)

Katzenpfötchen (Antennaria), alle Arten

Arnika (Arnica montana)

Berg-Aster (Aster amellus)

Eberwurz (Carlina), alle Arten

Kragenblume (Carpesium cernuum)

Alant (Inula), alle Arten

Edelweiß (Leontopodium alpinum)

Niedrige Schwarzwurz (Scorzonera humilis)

 

Kreuzblumengewächse (Polygalaceae)

Kreuzblume (Polygala), alle Arten

 

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Steintäschel (Aethionema saxatile)

Pyrenäen-Löffelkraut (Cochlearia pyrenaica)

Ausdauernde Mondviole (Lunaria rediviva)

 

Kugelblumengewächse (Globulariaceae) Hochstengel-Kugelblume (Globularia punctata)

 

Lauchgewächse (Alliaceae)

(Allium schoenoprasum, Alpen-Schnitt-Lauch) außer Bär-Lauch (A. ursinum) und Weinberg-Lauch (A. vineale) im Alpenvorland und in der Böhmischen Masse

 

Liliengewächse (Liliaceae)

Lilie (Lilium), alle Arten

 

Lippenblütler (Lamiaceae)

Immenblatt (Melittis melissophyllum)

Kleines Helmkraut (Scutellaria minor)

Aufrechter Ziest (Stachys recta)

 

Mohngewächse (Papaveraceae)

Alpen-Mohn (Papaver alpinum)

 

Natternzungengewächse (Ophioglossaceae)

Alle Arten

 

Nelkengewächse (Caryophyllaceae)

Kornrade (Agrostemma githago)

Nelke (Dianthus), alle Arten außer Heide-Nelke (D. deltoides) und Kartäuser-Nelke (D. carthusianorum)

Kalk-Polsternelke (Silene acaulis)

 

Orchideengewächse (Orchidaceae)

Alle Arten2

 

Osterluzeigewächse (Aristolochiaceae)

Osterluzei (Aristolochia clematitis)

 

Portulakgewächse (Portulacaceae)

Quellkraut (Montia fontana)

 

Primelgewächse (Primulaceae)

Mannsschild (Androsace), alle Arten

Heilglöckel (Cortusa matthioli)

Wasserfeder (Hottonia palustris)

Strauß-Gilbweiderich (Lysimachia thyrsiflora)

Primel (Primula), alle Arten außer Hohe Schlüsselblume

(P. elatior)

Siebenstern (Trientalis europaea)

 

Riedgrasgewächse (Cyperaceae)

Einährige Seggen (Carex subg. Primocarex), alle Arten

Seltsame Segge (Carex appropinquata)

Kleine Zypergras-Segge (Carex bohemica)

Artengruppe Moorsegge (Carex buxbaumii agg.)

Strick-Segge (Carex chordorrhiza)

Davall-Segge (Carex davalliana)

Zweihäusige Segge (Carex dioica)

Entferntährige Segge (Carex distans)

Schlamm-Segge (Carex limosa)

Braun-Segge (Carex nigra)

Schnabel-Segge (Carex rostrata)

Dünnähren-Segge (Carex strigosa)

Blasen-Segge (Carex vesicaria)

Schneideried (Cladium mariscus)

Zypergras (Cyperus), alle Arten

Sumpfbinse (Eleocharis), alle Arten

Wollgras (Eriophorum), alle Arten

Borsten-Moorbinse (Isolepis setacea)

Schnabelried (Rhynchospora), alle Arten

Teichbinse (Schoenoplectus), alle Arten

Knopfbinse (Schoenus), alle Arten

Haarbinse (Trichophorum), alle Arten

 

Rohrkolbengewächse (Typhaceae)

Alle Arten

 

Rosengewächse (Rosaceae)

Steinmispel (Cotoneaster), alle Arten

Weißes Fingerkraut (Potentilla alba)

Blutauge (Potentilla palustris)

Rose (Rosa), alle Arten außer Kriech-Rose (R. arvensis), Hunds-Rose

(R. canina) und Heckenrose (R. corymbifera)

Elsbeerbaum (Sorbus torminalis) Weiden-Spierstrauch (Spiraea salicifolia)

 

Schachtelhalmgewächse (Equisetaceae) Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia) Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile)

 

Schmetterlingsblütler (Fabaceae)

Chamaecytisus (Zwerggeißklee), alle Arten

 

Schwanenblumengewächse (Butomaceae)

Schwanenblume (Butomus umbellatus)

 

Schwertliliengewächse (Iridaceae)

Alle Arten

 

Seerosengewächse (Nymphaeaceae)

Alle Arten

 

Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae)

Alle Arten

 

Sonnentaugewächse (Droseraceae)

Sonnentau (Drosera), alle Arten

 

Spargelgewächse (Asparagaceae)

Mäusedorn (Ruscus hypoglossum)

Knotenfuß (Streptopus amplexifolius)

 

Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae)

Stechpalme (Ilex aquifolium)

 

Steinbrechgewächse (Saxifragaceae)

Steinbrech (Saxifraga), alle Arten außer Finger-Steinbrech (S. tridactylites)

 

Streifenfarngewächse (Aspleniaceae)

Hirschzunge (Asplenium scolopendrium)

 

Süßgräser (Poaceae)

Bartgras (Bothriochloa ischaemum)

Großer Schwaden (Glyceria maxima)

Bürstling (Nardus stricta)

 

Tannenwedelgewächse (Hippuridaceae)

Tannenwedel (Hippuris vulgaris)

 

Veilchengewächse (Violaceae)

Hunds-Veilchen (Viola canina)

 

Wasserlinsengewächse (Lemnaceae)

Buckel-Wasserlinse (Lemna gibba)

Untergetauchte Wasserlinse (Lemna trisulca)

 

Wassernussgewächse (Trapaceae)

Wassernuss (Trapa natans)

 

Wasserschlauchgewächse (Lentibulariaceae)

Alle Arten

 

Weidengewächse (Salicaceae)

Kriech-Weide (Salix repens)

 

Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)

Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris)

 

Flechten

Pustelflechte (Lasallia pustulata)

Lungenflechte (Lobaria pulmonaria)

 

Pilze

Schönfußröhrling (Boletus calopus)

Juchtenellerling (Camarophyllus russocoriaceus)

Bischofsmütze (Gyromitra infula)

Brätling (Laczarius volemus)

Riesenbovist (Langermannia gigantea)

Sumpf-Haubenpilz (Mitrula paludosa)

Stielbovist (Tulostoma brumale)

 

1 von Anhang IV lit. b der FFH-Richtlinie erfasst

2 von Anhang IV lit. b der FFH-Richtlinie erfasst:

Sommer-Drehähre (Spiranthes aestivalis), alle Arten

Glanzstendel (Liparis loeselii)

Frauenschuh (Cypripedium calceolus)

Anl. 2

Text

Anlage 2

Teilweise geschützte Pflanzenarten:

 

Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae)

Alpen-Grasnelke (Armeria alpina)

 

Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae)

Großer Fingerhut (Digitalis grandiflora)

 

Föhrengewächse (Pinaceae)

Zirbe (Pinus cembra)

Berg-Föhre (Pinus mugo agg.) alle Arten;

außerhalb der Moore

 

Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)

Eisenhut (Aconitum), alle Arten

Nieswurz (Helleborus), alle Arten

 

Heidekrautgewächse (Ericaceae)

Alpenrose (Rhododendron), alle Arten

 

Hyazinthengewächse (Hyacinthaceae)

Blaustern (Scilla), alle Arten

 

Korbblütler (Asteraceae)

Bach-Aschenkraut (Tephroseris crispa)

 

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Brunnenkresse (Nasturtium), alle Arten

 

Narzissengewächse (Amaryllidaceae)

Alle Arten

 

Nelkengewächse (Caryophyllaceae)

Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum)

Heide-Nelke (Dianthus deltoides)

 

Primelgewächse (Primulaceae)

Zyclame (Cyclamen purpurascens)

 

Spargelgewächse (Asparagaceae)

Maiglöckchen (Convallaria majalis)

 

Ulmengewächse (Ulmaceae)

Ulme (Ulmus), alle Arten

 

Zypressengewächse (Cupressaceae)

Wacholder (Juniperus), alle Arten

 

Flechten (Cetraria islandica)

Isländisch Moos

Rentierflechten (Cladonia Subg. Cladina und Cladonia Sect. Unciales)

 

Moose

Torfmoos (Sphagnum), alle Arten mit Ausnahme der Arten S. nemoreum, S. centrale, S. girgensohnii, S. palustre und S. quinquefarium, wenn

diese in feuchten Fichtenwäldern vorkommen

Anl. 3

Text

Anlage 3

Geschützte Tiere:

Geschützte Tiere:

 

Säugetiere (Mammalia):

Braunbrustigel (Erinaceus europaeus)

Weißbrustigel (Erinaceus concolor)

Spitzmäuse (Soricidae) alle Arten

Gartenschläfer (Eliomys quercinus)

Fledermäuse (Microchiroptera), alle Arten1

Biber (Castor fiber)1

Baumschläfer (Dryomys nitedula)1

Birkenmaus (Sicista betulina)1

Haselmaus (Muscardinus avellanarius)1

 

Vögel (Aves):

Alle in Oberösterreich vorkommenden nicht jagdbaren Arten,

 

Kriechtiere (Reptilia):

Blindschleiche (Anguis fragilis)

Smaragdeidechse (Lacerta viridis)

Waldeidechse (Zootoca vivipara)

Ringelnatter (Natrix natrix)

Kreuzotter (Vipera berus)

Europ. Sumpfschildkröte (Emys orbicularis)1

Mauereidechse (Podarcis muralis)1

Zauneidechse (Lacerta agilis)1

Würfelnatter (Natrix tessellata)1

Schlingnatter (Coronella austriaca)1

Äskulapnatter (Elaphe longissima)1

 

Lurche (Amphibia):

Feuersalamander (Salamandra salamandra)

Bergmolch (Triturus alpestris)

Teichmolch (Triturus vulgaris)

Donaukammmolch (Triturus dobrogicus)

Alpensalamander (Salamandra atra)1

Kammmolch (Triturus cristatus)1

Alpenkammmolch (Triturus carnifex)1

Laubfrosch (Hyla arborea)

Knoblauchkröte (Pelobates fuscus)

Erdkröte (Bufo bufo)

Grasfrosch (Rana temporaria)

Seefrosch (Rana ridibunda)

Teichfrosch (Rana kl. esculenta)

Gelbbauchunke (Bombina variegata)1

Rotbauchunke (Bombina bombina)1

Wechselkröte (Bufo viridis)1

Springfrosch (Rana dalmatina)1

Moorfrosch (Rana arvalis)1

Kleiner Wasserfrosch (Rana lessonae)1

 

Insekten (Insecta):

 

Käfer (Coleoptera):

Sandlaufkäfer (Cicindelidae)

Sandlaufkäfer (Cicindela spp.), alle Arten

Laufkäfer (Carabidae)

Puppenräuber (Calosoma spp.), alle Arten

Goldschmied (Carabus auratus)

Goldglänzender Laufkäfer (Carabus auronitens)

Schwarzer Grubenlaufkäfer (Carabus variolosus nodulosus)1

Hochmoorlaufkäfer (Carabus menetriesi pacholei)

Schwimmkäfer (Dytiscidae)

Gelbrand (Dytiscus marginalis u. D. Latissimus)1

Plattkäfer (Cucujidae)

Plattkäfer (Cucujus cinnaberinus)

Ölkäfer (Meloidae)

Maiwurm (Meloe sp.), alle Arten

Blatthornkäfer (Scarabaeidae)

Zottiger Rosenkäfer (Tripinota hirta)

(Liocola lugubris)

Goldkäfer (Potosia spp.), alle Arten

Hirschkäfer (Lucanidae)

Hirschkäfer (Lucanus cervus)

Bockkäfer (Cerambycidae)

Sägebock (Pionus coriarius)

Moschusbock (Aromia moschata)

Zottenbock (Trogosoma depsarium)

Scheibenbock (Rhopalopus hungaricus)

Mulmbock (Eregaster faber)

Eremit (Osmoderma eremita)1

Großer Eichenbock (Cerambyx cerdo)1

Alpenbock (Rosalia alpina)1

 

Schmetterlinge (Lepidoptera):

Widderchen (Zygenidae)

Alle Arten

Bärenspinner (Arctiidae)

Alle Arten

Eulen (Noctuidae)

Ordensbänder (Catocala spp.), alle Arten

Nachtpfauenaugen (Saturniidae)

Nagelfleck (Aglia tau f. melaina u. f. ferenigra)

Glucken (Lasiocampiae)

Alle Arten2 mit Ausnahme des Kiefernspinners (Dendrolismus pini)

Herbstspinner (Lemoniidae)

Wiesenspinner (Lemonia dumi)

Schwärmer (Sphingidae):

Alle Arten3

Bläulinge (Lycaenidea):

Alle Arten4

Dickkopffalter (Hesperiidae)

Alle Arten

Edelfalter (Nymphalidae):

Alle Arten5

Augenfalter (Satyridae):

Großer Waldportier (Hipparchia fagi)

Rostbinde (Hipparchia semele)

Gelbringfalter (Lopinga achine)1

Weißlinge (Piridae):

Alle Arten mit Ausnahme der Arten der Kohlweißlinge (Pieris spp.)

Ritterfalter (Papilionidae)

Alle Arten6

 

Hautflügler (Hymenoptera):

Hügelbauende Waldameisen (Formica spp.):

Alle Arten

 

Springschrecken (Saltatoria):

Kurzflügelige Schwerschrecke (Conocephalus dorsalis) Sumpfschrecke (Stetophyma grossum) Kiesbankgrashüpfer (Chorthippus pullus)

Bunter Alpengrashüpfer (Stenobothrus rubicundulus)

 

Libellen (Odonata):

Alle Arten7

 

Netzflügler (Neuroptera):

Ameisenjungfer (Mymeleon formicarius u. Dendroleon pantherinus) Schmetterlingshaft (Ascalaphidae spp.), alle Arten

 

Schnecken (Gastropoda):

Weinbergschnecke (Helix pomatia)

Gerippte Bänderschnecke (Cepaea vindobonensis)

 

 

1 von Anhang IV lit. a der FFH-Richtlinie erfasst

2 von Anhang IV lit. a der FFH-Richtlinie erfasst:

Heckenwollafter (Eriogaster catax)

3 von Anhang IV lit. a der FFH-Richtlinie erfasst:

Nachtkerzenschwärmer (Proserpinus proserpina)

4 von Anhang IV lit. a der FFH-Richtlinie erfasst:

Dunkler Ameisenbläuling (Maculinea nausithous)

Großer Ameisenbläuling (Maculinea teleius)

Schwarzgefleckter Bläuling (Maculinea arion)

5 von Anhang IV lit. a der FFH-Richtlinie erfasst:

Kleiner Maivogel (Hypodryas maturna)

6 von Anhang IV lit. a der FFH-Richtlinie erfasst:

Apollo (Parnassius apollo)

Schwarzer Apollo (Parnassius mnemosyne)

7 von Anhang IV lit. a der FFH-Richtlinie erfasst:

Grüne Mosaikjungfer (Aeshna viridis)

Östliche Moosjungfer (Leucorrhinia albifrons)

Zierliche Mosaikjungfer (Leucorrhinia caudalis)

Große Mosaikjungfer (Leucorrhinia pectoralis)

Gekielte Smaragdlibelle (Oxygastra curtisii)

Sibirische Winterlibelle (Sympecma braueri)

(Anm: LGBl.Nr. 85/2003, 74/2007, 40/2014)

Anl. 4

Text

Anlage 4

Kormoran-Abschüsse

Erhebungsbogen Oberösterreich

(Gemäß der Verordnung der Oö. Landesregierung, LGBl. Nr. 73/2003)

 

 

An die Bezirkshauptmannschaft / den Magistrat

....................................................................

 

 

Name und Anschrift des meldenden Bewirtschafters

 

....................................................................

 

....................................................................

 

 

Datum und Uhrzeit des Abschusses

....................................................................

 

 

Abschussort genau anführen!

- Ortsangabe

 

..................................................................

 

- Gewässer (evtl. mit km-Angabe)

 

..................................................................

 

 

Zahl der abgeschossenen Kormorane

....................................................................

 

 

Größe der Kormorangruppe, auf die der Abschuss erfolgte

....................................................................

 

 

........................... ................................

(Datum) (Unterschrift)

 

 

Zusatz für die Bezirkshauptmannschaft / den Magistrat:

Bitte weiterleiten an: Amt der Oö. Landesregierung - Naturschutzabteilung, Promenade 33, 4021 Linz