Landesrecht konsolidiert Oberösterreich: Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Tal des Kleinen Kößlbaches" in Engelhartszell, St. Aegidi und Waldkirchen a.W., Fassung vom 19.11.2018

§ 0

Langtitel

Verordnung der o.ö. Landesregierung, mit der das Tal des Kleinen Kößlbaches in den Gemeinden Engelhartszell, St. Aegidi und Waldkirchen a.W. als Naturschutzgebiet festgestellt wird

StF: LGBl.Nr. 69/1996

Änderung

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund des § 21 des Oberösterreichischen Natur- und Landschaftsschutzgesetzes 1995 (O.ö. NSchG 1995), LGBl. Nr. 37, wird verordnet:

§ 1

Text

§ 1

(1) Das Tal des Kleinen Kößlbaches in den Gemeinden Engelhartszell, St. Aegidi und Waldkirchen a.W., politischer Bezirk Schärding, ist Naturschutzgebiet im Sinne des § 21 O.ö. NSchG 1995.

(2) Das Naturschutzgebiet umfasst die Grundstücke Nr. 880/5, 880/4, 880/3, 707/2, 708, 707/3 und eine Teilfläche des Grundstückes Nr. 1857, alle KG. Schauern, Gemeinde St. Aegidi, die Grundstücke Nr. 840/1, 816/4, 811/3 sowie Teilflächen der Grundstücke Nr. 816/1 und 840/2, alle KG. Engelhartszell, Gemeinde Engelhartszell, die Grundstücke Nr. 924/5, 924/2, 924/4, 924/3, 923 sowie Teilflächen der Grundstücke Nr. 2920/1, 2920/2 und 924/1, alle KG. Oberaichberg, Gemeinde Waldkirchen a.W. (Anm: LGBl. Nr. 45/2001)

(3) In der Anlage ist die Grenze des Naturschutzgebietes durch den neuen Plan im Maßstab 1 : 5.000 dargestellt. (Anm: LGBl. Nr. 45/2001)

§ 2

Text

§ 2

Gemäß § 21 Abs. 4 O.ö. NSchG 1995 sind folgende Eingriffe gestattet:

a)

die forstwirtschaftliche Nutzung in Form der Einzelstammentnahme sowie von Kahlhieben bis zu einer Größe von 2.000 m2, wobei deren Gesamtausmaß 5% der in das Naturschutzgebiet einbezogenen Grundfläche eines Eigentümers nicht überschreiten darf;

b)

unabhängig vom Flächenausmaß die Entnahme nicht autochthoner Gehölze, wie Fichte, Lärche und ausländische Gehölzarten, nach wirtschaftlichen Überlegungen im Einvernehmen mit der Forstbehörde;

c)

Maßnahmen zum Schutz der Naturverjüngung sowie bei einem Mangel an natürlicher Verjüngung die Verwendung von Wildlingen aus dem Schutzgebiet;

d)

die Gewinnung von Saat- und Pflanzgut im Rahmen forstwirtschaftlicher und wissenschaftlicher Projekte im Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde;

e)

Maßnahmen zur Erhaltung des Schutzgebietes;

f)

die rechtmäßige Ausübung der Jagd, ausgenommen die Errichtung jagdlicher Einrichtungen;

g)

die rechtmäßige Ausübung der Fischerei;

h)

das Betreten durch die Eigentümer und durch von ihnen Beauftragte sowie für wissenschaftliche Zwecke im Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde;

i)

das Befahren durch die Eigentümer und durch von ihnen Beauftragte im Rahmen der erlaubten forstwirtschaftlichen Nutzung;

j)

das Betreten der bestehenden Wege;

k)

Instandhaltungsmaßnahmen an bereits bestehenden Wegen im erforderlichen Umfang;

l)

die Entfernung von nordöstlich der Ruine Burgstall befindlichen Gehölzen, soweit dies ausschließlich dem Zweck dient, die Einsichtmöglichkeit in den Talraum zu gewährleisten im Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde;

m)

Maßnahmen zur Erhaltung und touristischen Nutzung der Ruine Burgstall im Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde.

§ 3

Text

§ 3

(1) Diese Verordnung tritt mit Ablauf des Tages ihrer Kundmachung im Landesgesetzblatt für Oberösterreich in Kraft.

(2) Die im § 1 Abs. 3 genannte Anlage wird gemäß § 11 des Oö. Kundmachungsgesetzes kundgemacht; sie ist während der Dauer der Wirksamkeit dieser Verordnung bei den Gemeideämtern Engelhartszell, St. Aegidi und Waldkirchen a.W., bei der Bezirkshauptmannschaft Schärding sowie bei der für die Vollziehung des Oö. NSchG 1995 zuständigen Abteilung des Amtes der Oö. Landesregierung während der Amtsstunden zur öffentlichen Einsicht aufzulegen.