Landesrecht konsolidiert Niederösterreich: Gesamte Rechtsvorschrift für Baulandwidmungen äquivalenter Dauerschallpegel, Fassung vom 14.04.2024

§ 0

Langtitel

Verordnung über die Bestimmung des äquivalenten Dauerschallpegels bei Baulandwidmungen
StF: LGBl. 8000/4-0

Präambel/Promulgationsklausel

Die NÖ Landesregierung hat am 20. Jänner 1998 aufgrund des Paragraph 14, Absatz 3, des NÖ Raumordnungsgesetzes 1976 (NÖ ROG 1976), Landesgesetzblatt 8000–11, verordnet:

§ 1

Text

Paragraph eins,

Äquivalenter Dauerschallpegel

Der äquivalente Dauerschallpegel wird als konstanter Schallpegel, der bei dauernder Einwirkung dem ununterbrochenen Lärm oder Lärm mit schwankendem Schallpegel energieäquivalent ist, errechnet (A-bewerteter energieäquivelenter Dauerschallpegel). Zeitlich in ihrer Intensität schwankende Schallereignisse werden dadurch mit einer Zahl angegeben.

§ 2

Text

Paragraph 2,

Lärmhöchstwerte

Werte des äquivalenten Dauerschallpegels, die bei der Neufestlegung der Widmungsart Bauland in der jeweiligen Nutzungsart (Paragraph 16, NÖ ROG 1976) zu berücksichtigen sind:

1.

Immissionswerte

in Dezibel-dB(A)

bei Tag/Nacht

a)

Wohngebiet (Paragraph 16, Absatz eins, Ziffer eins, NÖ ROG 1976),

Agrargebiet (Paragraph 16, Absatz eins, Ziffer 5, NÖ ROG 1976)

und für Gebiete für erhaltenswerte Ortsstrukturen (Paragraph 16, Absatz eins, Ziffer 8, NÖ ROG 1976)

55/45

b)

Kerngebiet (Paragraph 16, Absatz eins, Ziffer 2, ROG 1976)

60/50

 

 

 

2.

Emissionswerte

 

a)

Betriebsgebiet (Paragraph 16, Absatz eins, Ziffer 3, NÖ ROG 1976) und

Gebiete für Einkaufszentren (Paragraph 16, Absatz eins, Ziffer 7, NÖ ROG 1976)

65/55

b)

Industriegebiet (Paragraph 16, Absatz eins, Ziffer 4, NÖ ROG 1976)

70/60

§ 3

Text

Paragraph 3,

Abweichen von den Höchstwerten

  1. Absatz einsNach dem besonderen Nutzungszweck ist bei Sondergebieten (Paragraph 16, Absatz eins, Ziffer 6, NÖ ROG 1976)
    • Strichaufzählung
      mit besonderem Schutzbedürfnis auf die jeweils erforderlichen Immissionswerte,
    • Strichaufzählung
      ohne besonderes Schutzbedürfnis auf die jeweils möglichen Emissionswerte
    Bedacht zu nehmen.
  2. Absatz 2Bei einem Betriebsgebiet mit spezieller Verwendung (Paragraph 16, Absatz eins, Ziffer 3,, letzter Satz, NÖ ROG 1976) ist auf die nach dem Verwendungszweck jeweils möglichen Emissionswerte Bedacht zu nehmen.
  3. Absatz 3Werden die Immissionen hauptsächlich durch Schienenverkehr verursacht, ist der Höchstwert nach Paragraph 2, Ziffer eins, jeweils um 5 dB(A) zu erhöhen.
  4. Absatz 4Ist durch einen Bebauungsplan ein erhöhter Lärmschutz (z. B. durch geschlossene Bebauungsweise) gewährleistet, darf der Höchstwert nach Paragraph 2, Ziffer eins, jeweils um bis zu 5 dB(A) erhöht werden.
  5. Absatz 5Von den Höchstwerten nach Paragraph 2, darf abgewichen werden, wenn
    • Strichaufzählung
      ein besonderes berücksichtigungswürdiges öffentliches Interesse (z. B. Schließung von Baulücken, Abrundung von Baulandgebieten) vorliegt und
    • Strichaufzählung
      der äquivalente Dauerschallpegel der Widmungsfläche das tatsächliche ortsübliche Ausmaß nicht übersteigt und
    • Strichaufzählung
      auf die Leitziele nach Paragraph eins, Absatz 2, NÖ ROG 1976 Bedacht genommen wird.

§ 4

Text

Paragraph 4,

Schlußbestimmungen

Diese Verordnung tritt an dem Monatsersten in Kraft, der der Kundmachung folgt. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Bestimmung des äquivalenten Dauerschallpegels bei Baulandwidmungen vom 27. Juni 1978, LGBl. 8000/4–0, außer Kraft.