Landesrecht konsolidiert Kärnten: Gesamte Rechtsvorschrift für Kärntner Bauordnung 1996 - K-BO 1996, Fassung vom 18.04.2024

§ 0

Langtitel

Kärntner Bauordnung 1996 - K-BO 1996
StF: LGBl Nr 62/1996 (WV)

Änderung

Landesgesetzblatt Nr 52 aus 1997, (DFB)

Landesgesetzblatt Nr 13 aus 2000, (DFB)

Landesgesetzblatt Nr 31 aus 2001,

Landesgesetzblatt Nr 134 aus 2001,

Landesgesetzblatt Nr 22 aus 2004, (VfGH)

Landesgesetzblatt Nr 77 aus 2005,

Landesgesetzblatt Nr 16 aus 2009,

Landesgesetzblatt Nr 80 aus 2012,

Landesgesetzblatt Nr 89 aus 2012,

Landesgesetzblatt Nr 46 aus 2013,

Landesgesetzblatt Nr 85 aus 2013,

Landesgesetzblatt Nr 31 aus 2015,

Landesgesetzblatt Nr 45 aus 2015,

Landesgesetzblatt Nr 19 aus 2016,

Landesgesetzblatt Nr 66 aus 2017,

Landesgesetzblatt Nr 71 aus 2018,

Landesgesetzblatt Nr 29 aus 2020,

Landesgesetzblatt Nr 116 aus 2020,

Landesgesetzblatt Nr 117 aus 2020,

Landesgesetzblatt Nr 48 aus 2021,

Landesgesetzblatt Nr 59 aus 2021,

Landesgesetzblatt Nr 73 aus 2021,

Landesgesetzblatt Nr 77 aus 2022,

Sonstige Textteile

INHALTSVERZEICHNIS

1. Abschnitt (Wirkungsbereich)

Paragraph 

1 Vollziehung

Paragraph 

2 Ausnahmen

Paragraph 

3 Behörden

Paragraph 

4 Mitwirkung der Bundespolizei

Paragraph 

5 Beratung, Auskunftspflicht, Merkblatt

2. Abschnitt (Vorhaben)

Paragraph 

6 Baubewilligungspflicht

Paragraph 

7 Mitteilungspflichtige Vorhaben

Paragraph 

8 Ortsbildschutz

3. Abschnitt (Ansuchen)

Paragraph 

9 Antrag

Paragraph 10,

Belege

Paragraph 11,

Sonderbestimmungen für Belege

Paragraph 12,

Zusatzbelege

4. Abschnitt (Vorprüfungsverfahren)

Paragraph 13,

Vorprüfung

Paragraph 14,

(entfällt)

Paragraph 15,

Abschluß

5. Abschnitt (Baubewilligung)

Paragraph 16,

Mündliche Verhandlung, Augenschein

Paragraph 17,

Voraussetzungen

Paragraph 18,

Auflagen

Paragraph 19,

Versagung

Paragraph 20,

Baubeginn

Paragraph 21,

Wirksamkeit

Paragraph 22,

Abänderung

Paragraph 23,

Parteien, Einwendungen

Paragraph 24,

Vereinfachtes Verfahren

Paragraph 24 a,

Verfahren für Komponenten von Hochgeschwindigkeitsnetzen

Paragraph 25,

Nichtigkeit

6. Abschnitt (Vorschriften)

Paragraph 26,

Anforderungen

Paragraph 27,

Bauprodukte

Paragraph 28,

Baulärm

7. Abschnitt (Ausführung)

Paragraph 29,

Unternehmer

Paragraph 30,

Bauleiter

Paragraph 31,

Meldepflicht

Paragraph 32,

(entfällt)

Paragraph 33,

Überprüfungen

Paragraph 34,

Überwachung

Paragraph 35,

Einstellung

Paragraph 36,

Herstellung des rechtmäßigen Zustandes

Paragraph 37,

Ausführungspflicht

Paragraph 38,

Aufräumung

8. Abschnitt (Abnahme)

Paragraph 39,

Meldepflicht

Paragraph 40,

Prüfung

9. Abschnitt (Gemeinschaftseinrichtungen)

Paragraph 41,

Orientierungsnummern

§

41a Türnummern

Paragraph 42,

Duldungspflicht

10. Abschnitt (Sicherheitsvorschriften)

Paragraph 43,

Erhaltungspflicht

Paragraph 44,

Instandsetzung

Paragraph 45,

Beseitigung

Paragraph 46,

Räumung

Paragraph 47,

Einwendungen

11. Abschnitt (Nachbarpflichten)

Paragraph 48,

Benützung

Paragraph 49,

Entschädigung

12. Abschnitt (Strafbestimmung)

Paragraph 50,

Geldstrafen

13. Abschnitt (Schlußbestimmungen)

Paragraph 51,

Zutrittsrechte

Paragraph 52,

Aufsicht

Paragraph 53,

Wirkung der Baubewilligungen

Paragraph 54,

Rechtmäßiger Bestand

Paragraph 55,

Bauberechtigte

§

55a Eigentümergemeinschaften

Paragraph 56,

Verweise

Anlage

Übergangsrecht

§ 1

Text

1. Abschnitt
Wirkungsbereich

Paragraph eins,

Vollziehung

  1. Absatz einsDie Vollziehung dieses Gesetzes fällt - unbeschadet des Verordnungsrechtes der Behörden außerhalb der Gemeinde - in den eigenen Wirkungsbereich der Gemeinde.
  2. Absatz 2Von der Regelung des Absatz eins, sind ausgenommen:
    1. Litera a
      die Bestimmungen der Abschnitte 11 und 12.
    2. Litera b
      Akte der Vollziehung betreffend Vorhaben, die einer Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß Paragraph 11, K-SBG bedürfen;
    3. Litera c
      Akte der Vollziehung betreffend Vorhaben, die Interessen der Sicherheit oder der Gesundheit außerhalb des Gemeindegebietes zu gefährden geeignet sind; dies ist jedenfalls gegeben, wenn das Vorhaben die Sicherheit oder Gesundheit gefährdende Immissionen außerhalb des Gemeindegebietes bewirkt;
    4. Litera d
      Akte der Vollziehung betreffend Vorhaben, die sich auf das Gebiet zweier oder mehrerer Gemeinden erstrecken oder bei welchen bei der Durchführung des Ermittlungsverfahrens benachbarte Grundflächen einzubeziehen sind, die in einer oder mehreren anderen Gemeinden gelegen sind.
  3. Absatz 3Umfasst ein Vorhaben sowohl Gebäude als auch sonstige bauliche Anlagen, so erstrecken sich die Ausnahmen des Absatz 2, auf alle eine funktionale Einheit bildenden baulichen Anlagen des Vorhabens.
  4. Absatz 4Die Vollziehung der Bestimmungen des Abschnittes 9 fällt in jedem Fall in den eigenen Wirkungsbereich der Gemeinde.

§ 2

Text

Paragraph 2,

Ausnahmen

  1. Absatz einsSoweit durch dieses Gesetz der Zuständigkeitsbereich des Bundes berührt wird, ist es so auszulegen, dass sich keine über die Zuständigkeit des Landes hinausgehende Wirkung ergibt. Insbesondere gilt dieses Gesetz nicht für bauliche Anlagen
    1. Litera a
      des Verkehrswesens bezüglich Bundesstraßen, Eisenbahnen, Seilbahnen, Luftfahrt oder Schifffahrt,
    2. Litera b
      des Bergwesens,
    3. Litera c
      die einer Bewilligung nach wasserrechtlichen Vorschriften bedürfen, ausgenommen Gebäude, die nicht unmittelbar der Wassernutzung dienen,
    4. Litera d
      die einer Bewilligung oder Anzeige nach Paragraph 37, AWG 2002 bedürfen;
    5. Litera e
      des Forstwesens.
  2. Absatz 2Dieses Gesetz gilt nicht für:
    1. Litera a
      bauliche Anlagen
      1. Ziffer eins
        des Verkehrswesens bezüglich Straßen im Sinne des Kärntner Straßengesetzes 2017 – K-StrG 2017;
      2. Ziffer 2
        der Kommunikationsinfrastruktur, ausgenommen hochbauliche Teile;
      3. Ziffer 3
        die einer Bewilligung nach dem Kärntner Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz 2011 – K-ElWOG bedürfen, ausgenommen Gebäude, die nicht unmittelbar der Elektrizitätserzeugung dienen;
      4. Ziffer 4
        die Elektrizität, Gas, Erdöl, Fern-/Nahwärme oder Fern-/Nahkälte verteilen, ausgenommen Gebäude, die nicht unmittelbar der Verteilung dienen;
      5. Ziffer 5
        zur Verwertung (Eigenkompostierung) biogener Abfälle im Sinne der Kärntner Abfallwirtschaftsordnung 2004 – K-AWO;
      6. Ziffer 6
        von Bringungsanlagen im Sinne des Güter- und Seilwege-Landesgesetzes – K-GSLG;
      7. Ziffer 7
        von Wanderwegen und alpinen Steigen, ausgenommen Gebäude;
      8. Ziffer 8
        für Kinderspielplätze mit einer freien Fallhöhe bis zu 3 m Höhe und einer Gesamthöhe bis zu 4,50 m Höhe;
      9. Ziffer 9
        für militärische Übungen oder Befestigungen; militärische Meldeanlagen und Munitionslager;
    2. Litera b
      Wartehäuschen, Haltestellenüberdachungen und ähnliche Einrichtungen für Verkehrszwecke bis zu 25 m² Grundfläche und 3,50 m Höhe;
    3. Litera c
      Salzsilos und Streugutbehälter, die der Straßenbetreuung dienen;
    4. Litera d
      Verkaufseinrichtungen auf öffentlichen Verkehrsflächen und unmittelbar angrenzend an öffentliche Verkehrsflächen bis zu 25 m² Grundfläche und 3,50 m Höhe;
    5. Litera e
      Ladepunkte für Elektrofahrzeuge;
    6. Litera f
      Schneefangzäune und Weidezäune;
    7. Litera g
      Telefonzellen;
    8. Litera h
      Blitzschutzanlagen;
    9. Litera i
      Parabolantennen;
    10. Litera j
      vertikale Balkon- und Loggienverglasungen;
    11. Litera k
      Dachflächenfenster, wenn keine tragenden Bauteile betroffen sind;
    12. Litera l
      Fahnenstangen bis zu 8 m Höhe, Teppichstangen bis zu 2,50 m Höhe, Markisen bis zu 40 m2 Fläche uä.;
    13. Litera m
      Springbrunnen, Statuen, Grillkamine uä. bis zu 3,50 m Höhe;
    14. Litera n
      Überdachungen für kommunale Müllinseln bis zu 25 m2 Grundfläche und 3,50 m Höhe;
    15. Litera o
      Werbe- und Ankündigungsanlagen bis zu 2 m2 Gesamtfläche;
    16. Litera p
      die Errichtung und Änderung von Bildstöcken und ähnlichen kleineren sakralen Bauten bis zu
      2 m² Grundfläche und 3,50 m Höhe;
    17. Litera q
      Grabstätten bis zu 3,50 m Höhe, ausgenommen Gebäude;
    18. Litera r
      Hochstände, Hochsitze, Futterstellen sowie Wildzäune im Sinne des Kärntner Jagdgesetzes 2000 – K-JG;
    19. Litera s
      Wohnwägen, Mobilheime und andere mobile bauliche Anlagen samt Zubehör auf bewilligten Anlagen nach dem Kärntner Campingplatzgesetz – K-CPG;
    20. Litera t
      Raum- und Kombiheizgeräte mit Wärmepumpe im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 813/2013 bis zu einem Schallleistungspegel im Freien von 45 dB;
    21. Litera u
      Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen, deren Errichtung und Betrieb einer Bewilligung nach gewerberechtlichen Vorschriften bedarf, wenn diese auf baulichen Anlagen von gewerblichen Betriebsanlagen ausgeführt werden.
  3. Absatz 3Dieses Gesetz gilt nicht für die Errichtung, die Änderung und den Abbruch von baulichen Anlagen sowie die Änderung der Verwendung von Gebäuden oder Gebäudeteilen, sofern diese im Zusammenhang mit einer von einer Katastrophe oder einem anderen öffentlichen Notstand ausgehenden Gefahrensituation für die Katastrophenhilfe oder zum Schutz von Leben oder Gesundheit von Menschen in der Gefahrensituation verwendet werden. Binnen sechs Monaten nach Ende der Gefahrensituation ist die Baubewilligung zu beantragen oder der rechtmäßige Zustand herzustellen.

§ 3

Text

Paragraph 3,

Behörden

  1. Absatz einsBehörde in Angelegenheiten, die zum eigenen Wirkungsbereich der Gemeinde gehören, ist der Bürgermeister. Berufungen gegen Bescheide der Gemeindeorgane sind ausgeschlossen.
  2. Absatz 2Behörde in Angelegenheiten, die nicht zum eigenen Wirkungsbereich der Gemeinde gehören, ist die Bezirksverwaltungsbehörde.

§ 4

Text

Paragraph 4,

Mitwirkung der Bundespolizei

Die Organe des Wachkörpers Bundespolizei haben der Behörde über ihr Ersuchen zur Sicherung der Ausübung der Überwachungsbefugnisse nach den Paragraphen 34,, 35, 46 und 51 im Rahmen ihres gesetzmäßigen Wirkungsbereiches Hilfe zu leisten.

§ 5

Text

Paragraph 5,

Beratung, Auskunftspflicht, Merkblatt

Die Behörde hat Bauinteressenten auf ihr Verlangen Auskünfte in Bauangelegenheiten zu erteilen sowie nach Bedarf Bausprechtage zur Beratung von Bauinteressenten in Bauangelegenheiten abzuhalten. Anläßlich einer Auskunftserteilung oder einer Beratung ist den Bauinteressenten unentgeltlich ein Merkblatt über die nach den Paragraphen 10 bis 12 beizubringenden Belege auszuhändigen. Bauinteressenten sind insbesondere darauf hinzuweisen, welche weiteren behördlichen Verfahren für das Vorhaben voraussichtlich notwendig sein werden.

§ 6

Text

2. Abschnitt
Vorhaben

Paragraph 6,

Baubewilligungspflicht

Sofern es sich nicht um ein mitteilungspflichtiges Vorhaben nach Paragraph 7, handelt, bedarf einer Baubewilligung:

  1. Litera a
    die Errichtung von Gebäuden und sonstigen baulichen Anlagen;
  2. Litera b
    die Änderung von Gebäuden und sonstigen baulichen Anlagen;
  3. Litera c
    die Änderung der Verwendung von Gebäuden oder Gebäudeteilen, sofern für die neue Verwendung andere öffentlich-rechtliche, insbesondere raumordnungsrechtliche Anforderungen gelten als für die bisherige Verwendung;
  4. Litera d
    der Abbruch von Gebäuden, Gebäudeteilen, sonstigen baulichen Anlagen oder Teilen von solchen;
  5. Litera e
    die Errichtung und die Änderung von zentralen Feuerungsanlagen mit einer Nennwärmeleistung über 50 kW, hinsichtlich der Etagenheizungen jedoch nur dann, wenn sie mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden.

§ 7

Text

Paragraph 7,

Mitteilungspflichtige Vorhaben

  1. Absatz einsMitteilungspflichtig sind:
    1. Litera a
      die Errichtung, die Änderung und der Abbruch von
      1. Ziffer eins
        Gebäuden bis zu 25 m2 Grundfläche und 3,50 m Höhe;
      2. Ziffer 2
        zentralen Feuerungsanlagen mit einer Nennwärmeleistung bis zu 50 kW;
      3. Ziffer 3
        Einfriedungen in Leichtbauweise bis zu 2 m Höhe, auch wenn diese gemeinsam mit einer Sockelmauer gemäß Ziffer 4, ausgeführt werden; gemeinsam mit einer Stützmauer im Sinne der
        Ziffer 5 bis zu 2,50 m Gesamthöhe;
      4. Ziffer 4
        Sockelmauerwerken bis zu 0,50 m Höhe;
      5. Ziffer 5
        Stützmauern bis zu 1 m Höhe;
      6. Ziffer 6
        Wasserbecken bis zu 80 m3 Rauminhalt, wenn sich diese nicht innerhalb von Gebäuden befinden, sowie dazugehörige Abdeckungen für das Schwimmbecken bis zu einer Gesamthöhe von 2,5 m;
      7. Ziffer 7
        Senk- und Sammelgruben bis zu 40 m3 Rauminhalt;
      8. Ziffer 8
        baulichen Anlagen für den vorübergehenden Bedarf von höchstens vier Wochen im Rahmen von Märkten, Kirchtagen, Ausstellungen, Messen und ähnlichen Veranstaltungen (zB Festzelte, Tribünen, Tanzböden, Kioske, Stände, Buden);
      9. Ziffer 9
        Werbe- und Ankündigungsanlagen bis zu 16 m2 Gesamtfläche;
      10. Ziffer 10
        Gasanlagen, die einer Bewilligung nach dem Kärntner Gasgesetz – K-GG bedürfen;
      11. Ziffer 11
        Folientunneln im Rahmen der Land- und Forstwirtschaft oder des Gartenbaues bis zu 50 m Länge, 5 m Breite und 3,50 m Höhe;
      12. Ziffer 12
        für die Dauer der Bauausführung erforderlichen Baustelleneinrichtungen;
      13. Ziffer 13
        Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen, die auf der Dachfläche angebracht werden oder in die Fassade integriert oder unmittelbar parallel dazu ausgeführt werden;
      14. Ziffer 14
        Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen bis zu 100 m2 Fläche, wenn diese als Zubau zu einem Gebäude ausgeführt werden;
      15. Ziffer 15
        baulichen Anlagen, die der Gartengestaltung dienen, wie etwa Pergolen, in Leichtbauweise, bis zu 40 m2 Grundfläche und 3,50 m Höhe;
      16. Ziffer 16
        Terrassen bis zu 40 m2 Grundfläche sowie Terrassenüberdachungen bis zu 40 m2 Grundfläche und 3,50 m Höhe, auch wenn diese als Zubau zu einem Gebäude ausgeführt werden;
      17. Ziffer 17
        einem überdachten Stellplatz pro Wohngebäude bis zu 40 m2 Grundfläche und 3,50 m Höhe, auch wenn dieser als Zubau zu einem Gebäude ausgeführt wird;
      18. Ziffer 18
        Verkehrsflächen bis zu 150 m2;
      19. Ziffer 19
        Notstromanlagen;
      20. Ziffer 20
        Raum- und Kombiheizgeräte mit Wärmepumpe im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 813/2013, wenn diese keine unzumutbaren oder das ortsübliche Ausmaß übersteigenden Immissionen verursachen.
    2. Litera b
      die Änderung von Gebäuden, soweit
      1. Ziffer eins
        sie sich nur auf das Innere bezieht und keine tragenden Bauteile, ausgenommen statisch unbedenkliche Leitungsdurchbrüche bis zu einem lichten Durchmesser von 0,30 m, betrifft, wenn keine Erhöhung der Wohnnutzfläche erfolgt;
      2. Ziffer 2
        es sich um den Einbau von Treppenschrägaufzügen in nicht allgemein zugänglichen Bereichen von Gebäuden handelt;
      3. Ziffer 3
        es sich um einen statisch unbedenklichen Durchbruch einer Außenwand bis zu 2,5 m2 oder die Erweiterung eines bestehenden Durchbruches einer Außenwand bis zu einer Gesamtfläche von 2,5 m2 handelt;
      4. Ziffer 4
        es sich um den Austausch oder die Erneuerung von Fenstern handelt, wenn deren Größe und äußere Gestaltung nur unwesentlich geändert werden;
      5. Ziffer 5
        es sich um die Anbringung einer Außendämmung handelt, wenn die äußere Gestaltung nur unwesentlich geändert wird;
      6. Ziffer 6
        es sich um die Erneuerung eines Daches inklusive Errichtung eines Unterdaches handelt, wenn die äußere Gestaltung nur unwesentlich geändert wird und keine tragenden Bauteile betrifft.
    3. Litera c
      der Abbruch von Gebäuden mit einer Kubatur bis zu 1000 m3, die nicht an eine bauliche Anlage eines anderen Grundstückes angebaut sind;
    4. Litera d
      die Errichtung, die Änderung und der Abbruch von Gebäuden, Gebäudeteilen, sonstigen baulichen Anlagen oder Teilen von solchen, wenn das Vorhaben mit den in Litera a bis c angeführten Vorhaben im Hinblick auf seine Größe und die Auswirkungen auf Anrainer vergleichbar ist;
    5. Litera e
      die Instandsetzung von Gebäuden und sonstigen baulichen Anlagen, die keine tragenden Bauteile betrifft und keine Auswirkungen auf die Sicherheit, die Gesundheit oder auf die äußere Gestaltung hat;
    6. Litera f
      die Änderung der Verwendung von Gebäuden oder Gebäudeteilen in Freizeitwohnsitz im Sinne des Paragraph 5, des Kärntner Grundverkehrsgesetzes 2002 und von Freizeitwohnsitz in Hauptwohnsitz;
    7. Litera g
      die Errichtung, die Änderung und der Abbruch von baulichen Anlagen im Nahbereich von bestehenden Grenzübergangsstellen zur Regelung, Lenkung und Überwachung des Eintrittes in das Bundesgebiet sowie die Änderung der Verwendung in eine solche Anlage;
    8. Litera h
      die Änderung der Verwendung von Gebäuden oder Gebäudeteilen in ein Gebäude oder einen Gebäudeteil zur Unterbringung von Personen im Sinne des Paragraph 2, des Kärntner Grundversorgungsgesetzes – K-GrvG;
    9. Litera i
      Vorhaben, die in Entsprechung eines behördlichen Auftrages, ausgenommen eines baubehördlichen Auftrages, ausgeführt werden;
    10. Litera j
      Vorhaben, die in Entsprechung eines baubehördlichen Auftrages ausgeführt werden.
  2. Absatz 2Vorhaben nach Absatz eins, Litera a bis d, die in der Änderung eines Gebäudes oder einer sonstigen baulichen Anlage bestehen, bedürfen gemäß Paragraph 6, einer Baubewilligung, wenn durch die Änderung die in
    Absatz eins, vorgegebenen Flächen-, Kubatur-, Höhen-, Längen- und Breitenausmaße oder Nennwärmeleistungen überschritten werden.
  3. Absatz 3Vorhaben nach Absatz eins, Litera a bis i müssen den Anforderungen gemäß Paragraph 13, Absatz 2, Litera a bis c, Paragraph 17, Absatz 2,, Paragraphen 26 und 27 entsprechen. Vorhaben nach Absatz eins, Litera j, müssen den Anforderungen der Paragraphen 26 und 27 entsprechen.
  4. Absatz 4Vorhaben nach Absatz eins, sind vor dem Beginn ihrer Ausführung der Behörde schriftlich mitzuteilen. Die Mitteilung hat zu enthalten:
    1. Litera a
      den Ausführungsort einschließlich der Katastralgemeinde und der Grundstücksnummer;
    2. Litera b
      den Energieausweis, wenn ein solcher nach Paragraph 44 d, K-BV auszustellen ist;
    3. Litera c
      eine kurze Beschreibung des Vorhabens;
    4. Litera d
      bei Vorhaben nach Absatz eins, Litera a, Ziffer 20, auch ein Gutachten eines Sachverständigen, dass keine unzumutbaren oder das ortsübliche Ausmaß übersteigenden Immissionen verursacht werden;
    5. Litera e
      bei Vorhaben nach Absatz eins, Litera f, auch die Gründe der Änderung der Verwendung.
  5. Absatz 5Einer Mitteilung bedürfen die erneute Errichtung und der erneute Abbruch von Gebäuden und sonstigen baulichen Anlagen, die nach ihrer Art regelmäßig errichtet und innerhalb bestimmter Frist abgebrochen werden, wenn
    1. Litera a
      die erstmalige Errichtung und der erstmalige Abbruch bewilligt wurden und
    2. Litera b
      mit der letzten Errichtung längstens vor drei Jahren begonnen wurde.
    Diese Vorhaben sind vor dem Beginn ihrer Ausführung der Behörde schriftlich mitzuteilen. Die Mitteilung hat die Bezeichnung der Bewilligung der erstmaligen Errichtung und des erstmaligen Abbruches zu enthalten. Diese Vorhaben müssen der Bewilligung und den Anforderungen der Paragraphen 26 und 27 entsprechen.

§ 8

Text

Paragraph 8,

Ortsbildschutz

  1. Absatz einsErgeben sich in einem durch dieses Gesetz geregelten Verfahren Auffassungsunterschiede, ob durch das Vorhaben Interessen des Schutzes des Ortsbildes verletzt werden, so haben sowohl der Bewilligungswerber als auch die Behörde - unter gleichzeitiger Verständigung des anderen Antragsberechtigten - das Recht, an die Ortsbildpflegekommission (Paragraph 11, des Kärntner Ortsbildpflegegesetzes 1990) mit dem Antrag auf Erstattung eines Gutachtens heranzutreten.
  2. Absatz 2Der Bewilligungswerber und die Behörde sind auf ihr Verlangen zur Sitzung der Ortsbildpflegekommission einzuladen und zu hören.
  3. Absatz 3Die Ortsbildpflegekommission hat das Gutachten zum ehestmöglichen Zeitpunkt, längstens aber binnen vier Wochen ab Einlangen des Antrages, zu erstellen und dem Bewilligungswerber und der Behörde zu übermitteln.

§ 9

Text

3. Abschnitt

Ansuchen

Paragraph 9,

Antrag

  1. Absatz einsDie Erteilung der Baubewilligung ist schriftlich bei der Behörde zu beantragen.

  1. Absatz 2Der Antrag hat Art, Lage und Umfang - bei Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a bis c auch die Verwendung - des Vorhabens anzugeben.

  1. Absatz 3Die Behörde ist verpflichtet, bei Anträgen auf Erteilung einer Baubewilligung nach Paragraph 6, Litera a bis d den Namen des Bewilligungswerbers sowie Art und Ort des beantragten Vorhabens während einer Woche - ist eine Bauverhandlung an Ort und Stelle vorgesehen, während einer Woche vor der Bauverhandlung - an der Amtstafel kundzumachen.

§ 10

Text

Paragraph 10,

Belege

  1. Absatz einsAn Belegen sind beizubringen:
    1. Litera a
      ein Beleg über das Grundeigentum;
    2. Litera b
      ein Beleg über die Zustimmung des Grundeigentümers oder der Miteigentümer, wenn der Antragsteller nicht Eigentümer oder Alleineigentümer ist; die Zustimmung der Miteigentümer ist nicht erforderlich, wenn es sich um Vorhaben innerhalb eines Wohnungseigentums- oder Zubehörobjektes gemäß Paragraph 2, Absatz 2 und 3 WEG 2002 handelt; im Fall der Eigentümerpartnerschaft gemäß Paragraph 2, Absatz 10, WEG 2002 ist jedoch die Zustimmung des anderen Partners erforderlich;
    3. Litera c
      ein Beleg über die Zustimmung des Eigentümers eines Superädifikates zu Bauführungen an diesem, wenn der Antragsteller nicht selbst Eigentümer des Superädifikates ist;
    4. Litera d
      (entfällt)
    5. Litera e
      (entfällt)
    6. Litera f
      die Pläne und Beschreibungen nach Absatz 2,
  2. Absatz 2Die Landesregierung hat Form und Inhalt der zur Beurteilung von Vorhaben erforderlichen Pläne und Beschreibungen durch Verordnung zu bestimmen.
  3. Absatz 3Sind zur Beurteilung des Vorhabens im Hinblick auf Interessen der Sicherheit und Gesundheit Detailpläne oder Berechnungen erforderlich, sind auch diese Belege beizubringen. Diese Verpflichtung erstreckt sich nicht auf Eigenschaften des Vorhabens, die bei der Behörde amtsbekannt sind.
  4. Absatz 4Pläne, Berechnungen und Beschreibungen müssen in zweifacher Ausfertigung beigebracht werden und von einem zur Erstellung solcher Unterlagen Berechtigten erstellt und unterfertigt und vom Bewilligungswerber unterfertigt sein. Die Haftung des Planverfassers für die richtige und fachgerechte Erstellung der Unterlagen wird weder durch behördliche Überprüfungen noch durch die Erteilung einer Bewilligung nach diesem Gesetz berührt.
  5. Absatz 5Werden die Belege nicht oder nicht vollständig beigebracht, ist nach Paragraph 13, Absatz 3, AVG vorzugehen.

§ 11

Text

Paragraph 11,

Sonderbestimmungen für Belege

  1. Absatz einsBei Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a bis c sind dem Antrag nur die Belege nach Paragraph 10, Absatz eins, Litera a bis c anzuschließen.
  2. Absatz 2Bei Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a und b sind dem Antrag als Belege auch skizzenhafte zeichnerische Darstellungen und eine Beschreibung anzuschließen, die hinsichtlich Lage, Größe und Form eine Beurteilung des Vorhabens ermöglichen.
  3. Absatz 3Bei Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a bis c sind der Antrag, die Beschreibung und die zeichnerischen Darstellungen in zweifacher Ausfertigung einzureichen, wenn als Behörde erster Instanz der Bürgermeister einzuschreiten hat.
  4. Absatz 4Werden die Belege nicht oder nicht vollständig beigebracht, ist nach Paragraph 13, Absatz 3, AVG vorzugehen.

§ 12

Text

Paragraph 12,

Zusatzbelege

  1. Absatz einsDie Behörde hat für den Fall, dass ein Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a bis c auf einer Fläche ausgeführt werden soll, für die eine gemäß Paragraph 14, Absatz eins, Ziffer 2 und Absatz 2, K-ROG 2021 ersichtlich zu machende Nutzungsbeschränkung besteht, und dass das diese Nutzungsbeschränkung enthaltende Gesetz (zB Kärntner Naturschutzgesetz 2002, Kärntner Nationalpark- und Biosphärenparkgesetz, Wasserrechtsgesetz 1959, Bundesstraßengesetz 1971, Kärntner Straßengesetz 1991, Denkmalschutzgesetz) eine Bewilligung für Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a bis c vorsieht, dem Bewilligungswerber aufzutragen, dem Antrag auf Erteilung der Baubewilligung auch diese Bewilligung anzuschließen.
  2. Absatz 2Die Behörde hat für den Fall, daß ein Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a bis c auf Waldboden im Sinn des Forstgesetzes 1975 errichtet werden soll, dem Bewilligungswerber aufzutragen, dem Antrag auf Erteilung der Baubewilligung die Rodungsbewilligung anzuschließen.
  3. Absatz 3Aufträge nach Absatz eins und 2 dürfen nur erteilt werden, wenn ein Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a bis c nicht schon deshalb abzuweisen ist (Paragraph 15, Absatz eins,), weil ihm der Flächenwidmungsplan entgegensteht.
  4. Absatz 4Die Behörde hat für den Fall, dass ein Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a, gemäß Paragraph 5, Absatz eins, oder gemäß Paragraph 10, des Kärntner Naturschutzgesetzes 2002 oder gemäß Paragraph 12, des Kärntner Nationalpark- und Biosphärenparkgesetzes einer Bewilligung bedarf, dem Bewilligungswerber aufzutragen, dem Antrag auf Erteilung der Baubewilligung die in Betracht kommende Bewilligung anzuschließen.
  5. Absatz 5Werden Belege nach Absatz eins,, 2 und 4 nicht oder nicht vollständig beigebracht, so ist nach Paragraph 13, Absatz 3, AVG vorzugehen.

§ 13

Text

4. Abschnitt
Vorprüfungsverfahren

Paragraph 13,

Vorprüfung

  1. Absatz einsBei Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a bis c hat eine Vorprüfung stattzufinden.
  2. Absatz 2Bei der Vorprüfung hat die Behörde festzustellen, ob dem Vorhaben
    1. Litera a
      der Flächenwidmungsplan,
    2. Litera b
      der Bebauungsplan,
    3. Litera c
      Interessen der Erhaltung des Landschaftsbildes oder des Schutzes des Ortsbildes,
    4. Litera d
      Interessen der Sicherheit im Hinblick auf
      1. Ziffer eins
        seine Lage, insbesondere durch Lawinengefahr, Hochwassergefahr oder Steinschlag, und
      2. Ziffer 2
        Seveso-Betriebe im Sinne des Paragraph 2, Ziffer eins, K-SBG,
      die auch im Falle der Erteilung von technisch möglichen und der Art des Vorhabens angemessenen Auflagen offensichtlich nicht gewahrt werden können,
    5. Litera e
      bis zur Erteilung der Baubewilligung nicht behebbare Hindernisse einer Verbindung mit einer öffentlichen Fahrstraße,
    6. Litera f
      bis zur Erteilung der Baubewilligung nicht behebbare Hindernisse der Wasserversorgung oder der Abwasserbeseitigung entgegenstehen.
  3. Absatz 3Bei Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a bis c, die wegen ihrer außergewöhnlichen Architektur oder Größe (Höhe) von der örtlichen Bautradition wesentlich abweichen, hat die Behörde im Rahmen der Vorprüfung ein Gutachten der Ortsbildpflegekommission (Paragraph 11, Kärntner Ortsbildpflegegesetzes 1990) einzuholen. Paragraph 8, Absatz 2 und 3 gelten sinngemäß.
  4. Absatz 4(entfällt)
  5. Absatz 4 a(entfällt)
  6. Absatz 5Die Landesregierung hat durch Verordnung zu bestimmen, unter welchen Voraussetzungen Vorhaben den Regelungen des Absatz 3, unterliegen.

§ 14

Text

Paragraph 14,

(entfällt)

§ 15

Text

Paragraph 15,

Abschluß

  1. Absatz einsSteht dem Vorhaben einer der Gründe des Paragraph 13, Absatz 2, entgegen, hat die Behörde den Antrag abzuweisen.
  2. Absatz 2Wird der Antrag nicht abgewiesen, hat die Behörde den Antragsteller aufzufordern, innerhalb einer angemessen festzusetzenden Frist, die nicht kürzer als ein Jahr sein darf, die Belege nach Paragraph 10, Absatz eins, Litera f, beizubringen, sofern diese nicht bereits vorliegen. Auf Paragraph 10, Absatz 3 bis 5 ist Bedacht zu nehmen.
  3. Absatz 3Stehen die Belege mit dem der Vorprüfung unterzogenen Vorhaben nicht im Einklang, ist nach Paragraph 13, Absatz 3, AVG vorzugehen.

§ 16

Text

5. Abschnitt
Baubewilligung

Paragraph 16,

Mündliche Verhandlung, Augenschein

  1. Absatz einsWird der Antrag auf Erteilung einer Baubewilligung nach Paragraph 6, Litera a, oder b weder zurückgewiesen noch gemäß Paragraph 15, Absatz eins, abgewiesen, hat die Behörde – ausgenommen in den Fällen des Paragraph 24, – eine mit einem Augenschein verbundene mündliche Verhandlung vorzunehmen.
  2. Absatz 2Zur mündlichen Verhandlung sind persönlich zu laden:
    1. Litera a
      der Antragsteller;
    2. Litera b
      der Grundeigentümer (Miteigentümer), sofern seine Zustimmung nach Paragraph 10, Absatz eins, Litera b, erforderlich ist;
    3. Litera c
      der Eigentümer eines Superädifikates bei Bauführungen an diesem;
    4. Litera d
      die Anrainer (Paragraph 23, Absatz 2,);
    5. Litera e
      der Planverfasser (Paragraph 10, Absatz 4,);
    6. Litera f
      der Bauleiter (Paragraph 30,), sofern er bereits bestimmt ist.
  3. Absatz 3Wenn es zur leichteren Beurteilung des Vorhabens erforderlich ist, hat die Behörde die Auspflockung des Standortes des Vorhabens anzuordnen. Bei Vorliegen dieser Voraussetzungen und wenn es zur Beurteilung des Abstandes des Vorhabens von der Grundstücksgrenze oder zu anderen baulichen Anlagen erforderlich ist, darf die Behörde anordnen, daß die Höhe des Vorhabens in geeigneter Weise ersichtlich gemacht wird.

§ 17

Text

Paragraph 17,

Voraussetzungen

  1. Absatz einsDie Behörde hat die Baubewilligung zu erteilen, wenn dem Vorhaben nach Art, Lage, Umfang, Form und Verwendung öffentliche Interessen, insbesondere solche der Sicherheit, der Gesundheit, der Energieersparnis, des Verkehrs, des Fremdenverkehrs sowie der Erhaltung des Landschaftsbildes oder des Schutzes des Ortsbildes nicht entgegenstehen. Die Baubewilligung darf durch die Behörden des Paragraph 3, nur mit schriftlichem Bescheid erteilt werden.
  2. Absatz eins aDie Baubewilligung darf im Hinblick auf Seveso-Betriebe im Sinne des Paragraph 2, Ziffer eins, K-SBG nur erteilt werden, wenn dem Vorhaben das Interesse, schwere Unfälle im Sinne des Paragraph 2, Ziffer 12, K-SBG zu verhüten und ihre Folgen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu begrenzen, nicht entgegensteht. Zwischen Seveso-Betrieben einerseits und Wohngebieten, öffentlich genutzten Gebäuden und Gebieten, Erholungsgebieten sowie, soweit möglich, Hauptverkehrswegen andererseits muss ein angemessener Sicherheitsabstand gewahrt bleiben. Die Baubewilligung darf im Hinblick auf errichtete Seveso-Betriebe nur erteilt werden, wenn das Vorhaben nicht Ursache von schweren Unfällen sein oder das Risiko im Sinne des Paragraph 2, Ziffer 15, K-SBG eines schweren Unfalls vergrößern oder die Folgen eines solchen Unfalls verschlimmern kann.
  3. Absatz 2Bei Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a bis c darf die Baubewilligung darüber hinaus nur erteilt werden, wenn kein Grund nach Paragraph 13, Absatz 2, entgegensteht und eine der Art, Lage und Verwendung des Vorhabens entsprechende
    1. Litera a
      Verbindung zu einer öffentlichen Fahrstraße,
    2. Litera b
      Wasserversorgung und
    3. Litera c
      Abwasserbeseitigung
    sichergestellt ist.
  4. Absatz 3Die Baubewilligung hat das Vorhaben nach Art und Lage - bei Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a bis c auch nach der Verwendung - unter Anführung jener Pläne, Berechnungen und Beschreibungen, die ihr zugrundeliegen, zu bezeichnen.
  5. Absatz 4Bei Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a bis c im Rahmen der Land- und Forstwirtschaft, die nach ihrer Art regelmäßig verschoben werden, ist in der Baubewilligung die Fläche, innerhalb der das Vorhaben verschoben werden darf, festzulegen.
  6. Absatz 5Bis zur Erteilung der Baubewilligung hat derjenige, der den Nachweis der privatrechtlichen Berechtigung zur Durchführung des Vorhabens erbringt, das Recht, in das Verfahren als Partei einzutreten.

§ 18

Text

Paragraph 18,

Auflagen

  1. Absatz einsEntspricht das Vorhaben den Voraussetzungen des Paragraph 17, Absatz eins und 1a nicht, sind diese durch Auflagen herzustellen. Durch solche Auflagen darf das Vorhaben in seinem Wesen nicht verändert werden.
  2. Absatz 2(entfällt)
  3. Absatz 3Stehen einem Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a, Interessen der Sicherheit im Hinblick auf seine Lage, wie in den Fällen einer möglichen Gefährdung durch Lawinen, Hochwasser oder Steinschlag, entgegen, so hat die Behörde unter besonderer Bedachtnahme auf den Verwendungszweck des Vorhabens durch technisch mögliche und der Art des Vorhabens angemessene Auflagen Abhilfe zu schaffen; diese Auflagen dürfen auch zweckdienliche Maßnahmen beinhalten, die nicht das Vorhaben unmittelbar betreffen, jedoch mindestens gleichzeitig mit dem Vorhaben ausgeführt werden müssen. Beziehen sich Vorhaben gemäß Paragraph 6, Litera und c auf bestehende Gebäude oder sonstige bauliche Anlagen in einer Roten Gefahrenzone eines Gefahrenzonenplanes nach dem Forstgesetz 1975 oder WRG 1959, dürfen sich Auflagen zur Verminderung der Gefahren sowohl auf das Vorhaben als auch auf das bestehende Gebäude oder sonstige bauliche Anlagen und auf zweckdienliche Maßnahmen erstrecken, die nicht das Vorhaben unmittelbar betreffen, jedoch mindestens gleichzeitig mit dem Vorhaben ausgeführt werden müssen.
  4. Absatz 4Die Behörde hat durch Auflagen die Schaffung von Grünanlagen oder das Pflanzen von Bäumen oder Sträuchern oder beides oder Maßnahmen zur Erhaltung eines Bestandes an Bäumen oder Sträuchern anzuordnen, wenn dies zur Erhaltung des Landschaftsbildes oder zum Schutz des Ortsbildes erforderlich ist.
  5. Absatz 5Bei Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a bis c hat die Behörde die Schaffung der nach Art, Lage, Größe und Verwendung der baulichen Anlage notwendigen
    1. Litera a
      Kinderspielplätze,
    2. Litera b
      baulichen Vorkehrungen für die barrierefreie Gestaltung,
    3. Litera c
      Stellflächen für Fahrräder,
    4. Litera d
      Stellplätze und Garagen für Kraftfahrzeuge,
    5. Litera e
      Ladepunkte für Elektrofahrzeuge und
    6. Litera f
      Vorkehrungen für die Beschattung

durch Auflagen anzuordnen. Die Lage und Ausführung dieser Einrichtungen hat sich nach den örtlichen Erfordernissen zu richten. Kinderspielplätze haben nach ihrer Lage der Sicherheit der Kinder Rechnung zu tragen.

  1. Absatz 6(entfällt)
  2. Absatz 7Erfordern es Interessen der Sicherheit oder der Gesundheit, hat die Behörde durch Auflagen die Überprüfung von Anlagen oder Anlageteilen im jeweils geeigneten Zeitpunkt der Ausführung zu verlangen.
  3. Absatz 8Erfordern es öffentliche Interessen, wie Interessen der Gesundheit, des Verkehrs, des Fremdenverkehrs oder des Ortsbildes, hat die Behörde durch Auflagen Art und Zeit der Durchführung festzulegen.
  4. Absatz 9Erfordern es Interessen der Gesundheit oder des Umweltschutzes, hat die Behörde unter Bedachtnahme auf wasserrechtliche Vorschriften durch Auflagen sicherzustellen, daß durch die Entleerung von Schwimmbecken und ähnlichen baulichen Anlagen sowie durch eine Überfüllung von Senkgruben und ähnlichen baulichen Anlagen keine Mißstände entstehen können.
  5. Absatz 10Umfaßt ein Vorhaben mehr als eine bauliche Anlage und besteht nur hinsichtlich der Gesamtheit der baulichen Anlagen kein Widerspruch zum Flächenwidmungsplan, so hat die Behörde festzulegen, in welcher Reihenfolge die baulichen Anlagen ausgeführt werden müssen, wenn keine gleichzeitige Ausführung erfolgt.
  6. Absatz 11Sind zur Gewährleistung der Aufrechterhaltung der Übereinstimmung des Vorhabens und seiner Verwendung mit dem Flächenwidmungsplan Auflagen erforderlich, so hat die Behörde diese Auflagen vorzuschreiben.
  7. Absatz 12Erfordern es sicherheitspolizeiliche Interessen, hat die Behörde bei Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a bis c die im Hinblick auf die Art, Lage und Verwendung des Gebäudes erforderlichen baulichen Vorkehrungen sowie die Verwendung von besonderen Bauprodukten durch Auflagen anzuordnen.

§ 19

Text

Paragraph 19,

Versagung

  1. Absatz einsSind die Voraussetzungen für die Erteilung der Baubewilligung nicht gegeben und können sie durch Auflagen nach Paragraph 18, Absatz eins, nicht hergestellt oder können die Auflagen nach Paragraph 18, Absatz 3 und 5 nicht erfüllt werden, ist die Baubewilligung zu versagen.
  2. Absatz 2Öffentlichrechtliche Einwendungen der Parteien (Paragraph 23, Absatz eins bis 6) stehen der Erteilung der Baubewilligung entgegen, wenn sie sachlich gerechtfertigt sind.

§ 20

Text

Paragraph 20,

Baubeginn

  1. Absatz einsMit der Ausführung eines Vorhabens nach Paragraph 6, darf erst mit dem Eintritt der Rechtskraft der Baubewilligung (Abänderung der Baubewilligung) begonnen werden. Die Behörde hat auf Antrag des Inhabers der Baubewilligung die Baubewilligung nach Eintritt der Rechtskraft mit einer Rechtskraftbestätigung zu versehen.
  2. Absatz 2Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a,, die länger als zwei Jahre vor dem Inkrafttreten einer befristeten Bausperre nach Paragraph 46, K-ROG 2021 bewilligt worden sind, mit deren Ausführung aber noch nicht begonnen worden ist, dürfen während der befristeten Bausperre nicht ausgeführt werden.

§ 21

Text

Paragraph 21,

Wirksamkeit

  1. Absatz einsDie Baubewilligung erlischt, wenn nicht binnen zwei Jahren nach ihrer Rechtskraft mit der Ausführung des Vorhabens begonnen worden ist.
  2. Absatz 2Die Wirksamkeit der Baubewilligung ist auf schriftlichen Antrag jeweils, jedoch höchstens dreimal, um zwei Jahre zu verlängern, wenn in der Zwischenzeit kein Versagungsgrund eingetreten ist. Anlässlich der Verlängerung darf die Baubewilligung hinsichtlich der Auflagen nach Paragraph 18, Absatz 8, in jeder Richtung abgeändert werden.

§ 22

Text

Paragraph 22,

Abänderung

  1. Absatz einsDie Abänderung der Baubewilligung ist auf schriftlichen Antrag zulässig.
  2. Absatz 2Dem Antrag sind anzuschließen:
    1. Litera a
      die zur Beurteilung der Änderung des Vorhabens notwendigen Pläne und Beschreibungen in zweifacher Ausfertigung;
    2. Litera b
      ein Beleg über die Zustimmung des Grundeigentümers (der Miteigentümer), wenn der Antragsteller nicht Alleineigentümer ist;
      Paragraph 10, Absatz eins, Litera b, gilt in gleicher Weise;
    3. Litera c
      ein Beleg über die Zustimmung des Eigentümers eines Superädifikates zu Bauführungen an diesem, wenn der Antragsteller nicht selbst Eigentümer des Superädifikates ist.
    Im übrigen gelten die Bestimmungen der Paragraphen 9,, 17 bis 19, 23 und 24 sinngemäß.
  3. Absatz 3Bezieht sich bei Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a bis c die Änderung auf Größe, Form oder Verwendung des Gebäudes oder der sonstigen baulichen Anlage, sind auch die Bestimmungen der Paragraphen 13 bis 15 sinngemäß anzuwenden.
  4. Absatz 4Werden die Belege nicht oder nicht vollständig beigebracht, ist nach Paragraph 13, Absatz 3, AVG vorzugehen.

§ 23

Text

Paragraph 23,

Parteien, Einwendungen

  1. Absatz einsParteien des Baubewilligungsverfahrens sind:
    1. Litera a
      der Antragsteller;
    2. Litera b
      der Grundeigentümer;
    3. Litera c
      die Miteigentümer des Baugrundstückes, deren Zustimmung nach Paragraph 10, Absatz eins, Litera b, erforderlich ist;
    4. Litera d
      der Eigentümer eines Superädifikates bei Bauführungen an diesem;
    5. Litera e
      die Anrainer (Absatz 2,).
  2. Absatz 2Anrainer sind, wenn subjektiv-öffentliche Rechte verletzt werden könnten:
    1. Litera a
      die Eigentümer (Miteigentümer) aller im Einflussbereich des Vorhabens liegenden Grundstücke;
    2. Litera b
      die Wohnungseigentümer gemäß Paragraph 2, Absatz 5, WEG 2002, deren Zustimmung gemäß Paragraph 10, Absatz eins, Litera b, nicht erforderlich ist, sofern ihr Wohnungseigentums- oder Zubehörobjekt gemäß Paragraph 2, Absatz 2 und 3 WEG 2002 an jenes Wohnungseigentums- oder Zubehörobjekt gemäß Paragraph 2, Absatz 2 und 3 WEG 2002 angrenzt, in dem das Vorhaben ausgeführt werden soll;
    3. Litera c
      die Eigentümer (Miteigentümer) von Grundstücken, auf denen sich eine Betriebsanlage, ein Rohstoffabbau, eine Bergbauanlage oder ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb befindet, sofern das Grundstück, auf dem sich die Betriebsanlage, der Rohstoffabbau, die Bergbauanlage oder der land- und forstwirtschaftliche Betrieb befindet, vom Vorhaben höchstens 100 m entfernt ist, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass sich das Vorhaben im Einflussbereich der Betriebsanlage, des Rohstoffabbaus, der Bergbauanlage oder des land- und forstwirtschaftlichen Betriebs befindet;
    4. Litera d
      die Inhaber von Betriebsanlagen, Rohstoffabbauen, Bergbauanlagen oder land- und forstwirtschaftlichen Betrieben gemäß Litera c,
  3. Absatz 3Anrainer gemäß Absatz 2, Litera a und b sind berechtigt, gegen die Erteilung der Baubewilligung nur begründete Einwendungen dahingehend zu erheben, dass sie durch das Vorhaben in subjektiv-öffentlichen Rechten verletzt werden, die ihnen durch die Bestimmungen dieses Gesetzes, der Kärntner Bauvorschriften, des Flächenwidmungsplanes oder des Bebauungsplanes eingeräumt werden, welche nicht nur dem öffentlichen Interesse, sondern auch dem Schutz der Anrainer dienen. Einwendungen der Anrainer im Sinn des ersten Satzes können – vorbehaltlich des Absatz 3 a, – insbesondere gestützt werden auf Bestimmungen über
    1. Litera a
      die widmungsgemäße Verwendung des Baugrundstückes;
    2. Litera b
      die Bebauungsweise;
    3. Litera c
      die Ausnutzbarkeit des Baugrundstückes;
    4. Litera d
      die Lage des Vorhabens;
    5. Litera e
      die Abstände von den Grundstücksgrenzen und von Gebäuden oder sonstigen baulichen Anlagen auf Nachbargrundstücken;
    6. Litera f
      die Bebauungshöhe;
    7. Litera g
      die Brandsicherheit;
    8. Litera h
      den Schutz der Gesundheit der Anrainer;
    9. Litera i
      den Immissionsschutz der Anrainer.
  4. Absatz 3 aZu den unzumutbaren oder das ortsübliche Ausmaß übersteigenden Belästigungen oder Gesundheitsgefährdungen zählen insbesondere nicht Geräuscheinwirkungen von Kinderspielplätzen, Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen für Schulpflichtige.
  5. Absatz 4Anrainer gemäß Absatz 2, Litera a und b sind bei einem Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a,, b, d und e, das sich auf ein Gebäude bezieht, welches ausschließlich Wohn-, Büro- oder Ordinationszwecken dient, einschließlich der zu seiner Nutzung erforderlichen baulichen Anlagen, nur berechtigt, Einwendungen gemäß Absatz 3, Litera b bis g zu erheben.
  6. Absatz 5Bei einem Vorhaben, das auch einer gewerbebehördlichen Genehmigung bedarf, sind Einwendungen der Anrainer gemäß Absatz 2, Litera a und b, mit denen der Schutz der Gesundheit gemäß Absatz 3, Litera h, oder der Immissionsschutz gemäß Absatz 3, Litera i, geltend gemacht wird, nur soweit berechtigt, als diese Einwendungen die Frage der Zulässigkeit der Betriebstype in der gegebenen Flächenwidmungskategorie betreffen.
  7. Absatz 6Anrainer gemäß Absatz 2, Litera c und d sind nur bei einem Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a und c zu Wohnzwecken auf bisher unbebauten Grundstücken berechtigt, begründete Einwendungen über die widmungsgemäße Verwendung des Baugrundstückes zu erheben. Die Rechte als Anrainer gemäß Absatz 2, Litera a, bleiben unberührt.
  8. Absatz 7Anrainer, denen ein Baubewilligungsbescheid nicht zugestellt wurde, verlieren ihre Stellung als Partei, wenn die Ausführung des Vorhabens begonnen wurde und seit Meldung des Beginns der Ausführung des Vorhabens mehr als ein Jahr vergangen ist.
  9. Absatz 8Einwendungen der Parteien, deren Austragung dem ordentlichen Rechtsweg vorbehalten ist, hat die Behörde niederschriftlich festzuhalten. Auf die Entscheidung über den Antrag haben solche Einwendungen keinen Einfluss.

§ 24

Text

Paragraph 24,

Vereinfachtes Verfahren

  1. Absatz einsFür Anträge auf Erteilung einer Baubewilligung nach Paragraph 6, Litera a,, b, d und e gelten abweichend von den Bestimmungen dieses und des 8. Abschnittes die Absatz 2 bis 10, wenn sich die Anträge
    1. Litera a
      auf Gebäude, die ausschließlich Wohnzwecken dienen, höchstens zwei oberirdische Vollgeschoße sowie ein Dachgeschoß und höchstens vier Wohnungen haben, einschließlich der zu ihrer Nutzung erforderlichen baulichen Anlagen, oder
    2. Litera b
      auf Stützmauern bis 3,5 m Höhe
    beziehen.
  2. Absatz 2Parteien des Verfahrens sind:
    1. Litera a
      die Parteien gemäß Paragraph 23, Absatz eins, Litera a bis d;
    2. Litera b
      die Anrainer gemäß Absatz 3 und 4.
  3. Absatz 3Anrainer in Verfahren für Vorhaben gemäß Absatz eins, Litera a, sind, wenn subjektiv-öffentliche Rechte verletzt werden könnten,
    1. Litera a
      die Eigentümer (Miteigentümer) jener Grundstücke, die vom Baugrundstück höchstens 15 m entfernt sind;
    2. Litera b
      die Anrainer gemäß Paragraph 23, Absatz 2, Litera c und d.
  4. Absatz 4Anrainer in Verfahren für Vorhaben gemäß Absatz eins, Litera b, sind, wenn subjektiv-öffentliche Rechte verletzt werden könnten, die Eigentümer (Miteigentümer) jener Grundstücke, die vom Baugrundstück höchstens 15 m entfernt sind;
  5. Absatz 4 aDen Parteien – ausgenommen dem Antragsteller – ist binnen zwei Wochen ab Einlangen des vollständigen Antrages durch schriftliche Aufforderung Gelegenheit zu geben, binnen einer Frist von zwei Wochen ab Zustellung der Aufforderung schriftlich Einwendungen zu erheben. Wurde einer Partei die Aufforderung zugestellt, so hat dies zur Folge, dass eine Person ihre Stellung als Partei verliert, soweit sie nicht innerhalb der Frist schriftlich Einwendungen erhebt. Die Aufforderung hat einen Hinweis auf diese eintretenden Folgen zu enthalten.
  6. Absatz 5Die Anrainer gemäß Absatz 3, Litera a und Absatz 4, sind nur berechtigt, Einwendungen gemäß Paragraph 23,
    Absatz 3, Litera b bis g zu erheben.
  7. Absatz 6Die Anrainer gemäß Absatz 3, Litera b, sind nur berechtigt, Einwendungen gemäß Paragraph 23, Absatz 6, zu erheben; die Rechte als Anrainer gemäß Absatz 3, Litera a, bleiben unberührt.
  8. Absatz 7Die Behörde hat in Verfahren für Vorhaben gemäß Absatz eins, Litera a, nur zu prüfen:
    1. Litera a
      die Übereinstimmung des Vorhabens mit dem Flächenwidmungsplan und dem Bebauungsplan;
    2. Litera b
      die Einhaltung der Abstandsvorschriften der Paragraphen 4 bis 10 der Kärntner Bauvorschriften;
    3. Litera c
      die Sicherstellung der Verbindung mit einer öffentlichen Fahrstraße;
    4. Litera d
      die Sicherstellung der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung;
    5. Litera e
      die Wahrung der Interessen der Erhaltung des Landschaftsbildes und des Schutzes des Ortsbildes;
    6. Litera f
      die Wahrung der Interessen der Sicherheit gemäß Paragraph 17, Absatz eins a, ;,
    7. Litera g
      die Wahrung der subjektiv-öffentlichen Rechte der Anrainer im Sinne der Absatz 5 und 6.
  9. Absatz 8Die Behörde hat in Verfahren für Vorhaben gemäß Absatz eins, Litera b, nur zu prüfen:
    1. Litera a
      die Übereinstimmung des Vorhabens mit dem Flächenwidmungsplan und dem Bebauungsplan;
    2. Litera b
      die Einhaltung der Abstandsvorschriften der Paragraphen 4 bis 10 der Kärntner Bauvorschriften;
    3. Litera c
      die Wahrung der Interessen der Erhaltung des Landschaftsbildes und des Schutzes des Ortsbildes;
    4. Litera d
      die Wahrung der Interessen der Sicherheit gemäß Paragraph 17, Absatz eins ;,
    5. Litera e
      die Wahrung der subjektiv-öffentlichen Rechte der Anrainer im Sinne des Absatz 5,
  10. Absatz 9Über den Antrag ist unverzüglich, spätestens aber binnen vier Monaten ab Einlangen des vollständigen Antrages (Paragraphen 9 bis 12) zu entscheiden.
  11. Absatz 10Paragraph 40, ist nicht anzuwenden. Die Belege nach Paragraph 39, Absatz 2, sind vom Inhaber der Baubewilligung für drei Jahre ab Meldung der Vollendung des Vorhabens aufzubewahren und im Falle der Aufforderung der Behörde zur Überprüfung zu übermitteln.

§ 24a

Text

Paragraph 24 a,
Verfahren für Komponenten von Hochgeschwindigkeitsnetzen

Über einen Antrag auf Erteilung der Baubewilligung für ein Vorhaben, das zum Zwecke des Aufbaus der Komponenten von Hochgeschwindigkeitsnetzen im Sinne des Paragraph 42 a, Absatz eins, Litera e, K-BV für die elektronische Kommunikation notwendig ist, ist innerhalb von vier Monaten nach Eingang eines vollständigen Antrages zu entscheiden.

§ 25

Text

Paragraph 25,

Nichtigkeit

  1. Absatz einsBaubewilligungsbescheide sind mit Nichtigkeit bedroht, wenn Paragraph 19, nicht eingehalten wurde durch
    1. Litera a
      eine Verletzung des Paragraph 13, Absatz 2, Litera a bis d;
    2. Litera b
      den Mangel einer entsprechenden Verbindung zu einer öffentlichen Fahrstraße (Paragraph 17, Absatz 2, Litera a,);
    3. Litera c
      den Mangel einer entsprechenden Wasserversorgung oder Abwasserbeseitigung (Paragraph 17, Absatz 2, Litera b und c);
    4. Litera d
      die Festlegung von Abstandsflächen, die den Kärntner Bauvorschriften nicht entsprechen;
    5. Litera e
      eine sonstige Außerachtlassung eines Versagungsgrundes, wenn dadurch eine Gefahr für das Leben oder die Gesundheit von Menschen eintreten würde.
  2. Absatz 2Die Aufhebung von Baubewilligungsbescheiden, die gemäß Absatz eins, Litera a bis d mit Nichtigkeit bedroht sind, ist nur innerhalb von fünf Jahren ab deren Rechtskraft zulässig. Die Zeit eines Verfahrens vor dem Verfassungsgerichtshof oder vor dem Verwaltungsgerichtshof ist in diese Frist nicht einzurechnen. Wurde der Baubewilligungsbescheid gemäß Paragraph 52, der Bezirkshauptmannschaft nachweislich übermittelt, ist die Aufhebung nur innerhalb von zwei Jahren ab dem Einlangen bei der Bezirkshauptmannschaft zulässig.

§ 26

Text

6. Abschnitt
Vorschriften

Paragraph 26,

Anforderungen

Vorhaben müssen den Kärntner Bauvorschriften entsprechen.

§ 27

Text

Paragraph 27,

Bauprodukte

  1. Absatz einsFür Vorhaben dürfen nur Bauprodukte verwendet werden, die den Anforderungen der Verordnung (EU) Nr. 305/2011 und des Kärntner Bauproduktegesetzes – K-BPG entsprechen.
  2. Absatz 2Auf Verlangen der Behörde hat der Bewilligungswerber oder der Eigentümer einer baulichen Anlage nach Paragraph 7, den Nachweis zu erbringen, dass die verwendeten Bauprodukte den Anforderungen des Absatz eins, entsprechen.

§ 28

Text

Paragraph 28,

Baulärm

Die zur Vermeidung unnötigen störenden Lärms am Ausführungsort des Vorhabens und in seiner Umgebung im Einzelfall erforderlichen Vorkehrungen hat die Behörde mit Bescheid rechtzeitig, möglichst schon im Baubewilligungsbescheid, anzuordnen.

§ 29

Text

7. Abschnitt
Ausführung

Paragraph 29,

Unternehmer

  1. Absatz einsVorhaben nach Paragraph 6, Litera a,, b, d und e sowie Vorhaben nach Paragraph 7, Absatz 5, dürfen nur von befugten Unternehmern ausgeführt werden. Von dieser Regelung ausgenommen sind Tätigkeiten, die ihrer Art nach bei einem bestehenden Gebäude oder einer bestehenden sonstigen baulichen Anlage nicht von der Baubewilligungspflicht nach Paragraph 6, erfaßt sind.
  2. Absatz 2(entfällt)
  3. Absatz 3Die Unternehmer haben - unbeschadet der Vorschriften über den Dienstnehmerschutz - alle Maßnahmen zu treffen, die notwendig sind, um die Sicherheit und Gesundheit von Menschen am Ausführungsort des Vorhabens und seiner Umgebung zu gewährleisten. Insbesondere haben die Unternehmer dafür zu sorgen, daß jeder unnötige störende Lärm am Ausführungsort des Vorhabens und in seiner Umgebung vermieden wird und nach Paragraph 28, getroffene Anordnungen eingehalten werden.
  4. Absatz 4Die Unternehmer sind der Behörde gegenüber für die bewilligungsgemäße und dem Stand der Technik entsprechende Ausführung des Vorhabens sowie für die Einhaltung der Kärntner Bauvorschriften und aller Vorschriften über die Bauausführung verantwortlich. Diese Verantwortlichkeit wird weder durch die Baubewilligung noch durch die behördliche Aufsicht eingeschränkt. Die zivilrechtliche Haftung bleibt unberührt.
  5. Absatz 5Die Unternehmer sind verpflichtet, die Auflagen nach Paragraph 18, Absatz eins,, 5, 8, 10 und 12 einzuhalten, die nach Paragraph 18, Absatz 7, verlangten Überprüfungen durchzuführen und hierüber einen schriftlichen Befund auszustellen.
  6. Absatz 6Die Unternehmer sind verpflichtet, Bestätigungen gemäß Paragraph 39, Absatz 2, auszustellen.
  7. Absatz 7Besteht das ausführende Unternehmen nicht mehr, hat der Bauleiter die Bestätigung nach Absatz 6, von einem Sachverständigen einzuholen.

§ 30

Text

Paragraph 30,

Bauleiter

  1. Absatz einsDer Inhaber der Baubewilligung hat zur Koordination und Leitung der Ausführung von Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a,, b, d und e sowie Paragraph 7, Absatz 5, einen Bauleiter zu bestellen. Der Bauleiter muss gleichzeitig befugter Unternehmer im Sinne des Paragraph 29, Absatz eins, oder Sachverständiger sein und seiner Bestellung schriftlich zustimmen. Der Inhaber der Baubewilligung hat der Behörde vor Beginn der Ausführung des Vorhabens die schriftliche Zustimmung zu übermitteln.
  2. Absatz 2Der Bauleiter ist der Behörde gegenüber für die Einhaltung der Vorschriften des Paragraph 29, Absatz eins und dafür verantwortlich, daß sämtliche Bestätigungen nach Paragraph 39, Absatz 2, vorgelegt werden. Er hat dafür zu sorgen, daß auf der Baustelle die Namen der ausführenden Unternehmer an wahrnehmbarer Stelle gut sichtbar angebracht werden.

§ 31

Text

Paragraph 31,

Meldepflicht

  1. Absatz einsDer Beginn der Ausführung von Vorhaben nach Paragraph 6, ist längstens binnen einer Woche der Behörde schriftlich zu melden.

  1. Absatz 2Zur Meldung ist derjenige verpflichtet, in dessen Auftrag das Vorhaben ausgeführt wird.

  1. Absatz 3Bei Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a,, b, d und e ist gleichzeitig der Bauleiter anzugeben.

§ 32

Text

Paragraph 32,

(entfällt)

§ 33

Text

Paragraph 33,

Überprüfungen

  1. Absatz einsDie Unternehmer sind verpflichtet, Abgasanlagen durch einen öffentlich zugelassenen Rauchfangkehrer zum jeweils geeigneten Zeitpunkt der Ausführung auf die Erfüllung der Anforderungen gemäß Paragraphen 26 und 27 überprüfen zu lassen.
  2. Absatz 2Der Rauchfangkehrer ist verpflichtet, die Arbeiten durchzuführen und hierüber einen schriftlichen Befund auszustellen.

§ 34

Text

Paragraph 34,

Überwachung

  1. Absatz einsDie Behörde darf sich jederzeit während der Bauausführung und nach Vollendung des Vorhabens von der Einhaltung der Bestimmungen dieses Gesetzes, der Kärntner Bauvorschriften und der Baubewilligung, einschließlich der ihr zugrundeliegenden Pläne, Berechnungen und Beschreibungen, überzeugen.
  2. Absatz 2Die Behörde hat bei Vorliegen eines konkreten, begründeten Verdachtes zu prüfen, ob
    1. Litera a
      Vorhaben nach Paragraph 6, ohne Baubewilligung oder abweichend von der Baubewilligung und den ihr zugrundeliegenden Plänen, Berechnungen und Beschreibungen;
    2. Litera b
      Vorhaben nach Paragraph 7, entgegen Paragraph 7, Absatz 3, oder 5, ausgeführt werden oder vollendet wurden.
  3. Absatz 3Wird durch eine bewilligungswidrige oder nicht bewilligte Ausführung eines bewilligungspflichtigen Vorhabens ein subjektiv-öffentliches Recht eines Anrainers im Sinn des Paragraph 23, Absatz 3, Litera a bis g, des Paragraph 23, Absatz 4 bis 6 oder des Paragraph 24, Absatz 5 und 6 verletzt, so hat dieser innerhalb eines Monates ab dem Zeitpunkt, in dem er bei gehöriger Sorgfalt Kenntnis von der Ausführung haben musste, das Recht der Antragstellung auf behördliche Maßnahmen nach den Paragraphen 35 und 36 und anschließend Parteistellung in diesen behördlichen Verfahren.
  4. Absatz 4Absatz 3, gilt sinngemäß für Anrainer von Vorhaben nach Paragraph 7,, die entgegen Paragraph 7, Absatz 3, oder 5 ausgeführt werden oder vollendet wurden, ausgenommen Vorhaben nach Paragraph 7, Absatz eins, Litera f,

§ 35

Text

Paragraph 35,

Einstellung

  1. Absatz einsStellt die Behörde fest, daß
    1. Litera a
      Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a,, b, d oder e ohne Baubewilligung oder abweichend von der Baubewilligung und den ihr zugrundeliegenden Plänen, Berechnungen und Beschreibungen ausgeführt werden;
    2. Litera b
      Vorhaben nach Paragraph 7, entgegen Paragraph 7, Absatz 3, oder 5 ausgeführt werden;
    3. Litera c
      Bauprodukte verwendet werden, die den Anforderungen des Paragraph 27, Absatz eins, nicht entsprechen;
    4. Litera d
      Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a,, b, d oder e sowie nach Paragraph 7, Absatz 5, nicht von befugten Unternehmern ausgeführt werden;
      so hat die Behörde die Einstellung der Bauarbeiten zu verfügen.
  2. Absatz 2Haben von der Behörde besonders ermächtigte Organe Grund zur Annahme, daß Sofortmaßnahmen an Ort und Stelle erforderlich sind, so haben sie die Bauarbeiten ohne weiteres Verfahren einzustellen. Von der Baueinstellung hat die Baubehörde den Bauleiter und seinen Auftraggeber zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu verständigen. Die Maßnahme gilt als aufgehoben, wenn die Behörde nicht innerhalb von zwei Wochen nach ihrer Erlassung die getroffenen Anordnungen mit Bescheid gemäß Absatz eins, verfügt.
  3. Absatz 3Beschwerden gegen Einstellungen gemäß Absatz eins, haben keine aufschiebende Wirkung.
  4. Absatz 4Einstellungen der Bauarbeiten gemäß Absatz eins, sind aufzuheben, sobald der Grund für ihre Erlassung weggefallen ist.
  5. Absatz 5Wenn es die Sicherheit oder Gesundheit von Menschen erfordert, hat die Behörde die zur Abwehr oder Beseitigung der Gefahren notwendigen Maßnahmen zu treffen.
  6. Absatz 6Ist der Adressat eines baubehördlichen Auftrages eine vom Grundeigentümer verschiedene Person, so hat der Grundeigentümer die aufgetragenen Maßnahmen zu dulden.
  7. Absatz 7Werden Bauarbeiten trotz verfügter Einstellung fortgesetzt, darf die Behörde die Baustelle versiegeln oder absperren.

§ 36

Text

Paragraph 36,

Herstellung des rechtmäßigen Zustandes

  1. Absatz einsStellt die Behörde fest, dass Vorhaben nach Paragraph 6, ohne Baubewilligung oder abweichend von der Baubewilligung ausgeführt werden oder vollendet wurden, so hat sie – unbeschadet des Paragraph 35, – dem Inhaber der Baubewilligung, bei Bauführungen ohne Baubewilligung dem Grundeigentümer, aufzutragen, entweder nachträglich innerhalb einer angemessen festzusetzenden Frist die Baubewilligung zu beantragen oder innerhalb einer weiters festzusetzenden angemessenen Frist den rechtmäßigen Zustand herzustellen.
  2. Absatz eins aDie Möglichkeit, nachträglich die Baubewilligung zu beantragen, ist nicht einzuräumen, wenn der Flächenwidmungsplan oder der Bebauungsplan der Erteilung einer Baubewilligung entgegensteht oder für dieses Vorhaben bereits eine Baubewilligung beantragt wurde. Ist die Abweichung von der Baubewilligung unwesentlich, ist kein Auftrag nach Absatz eins, zu erteilen. Insbesondere Verletzungen von Abstandsflächen oder von projektsändernden Auflagen nach Paragraph 18, sowie eine Überschreitung der Geschossflächenzahl sind wesentliche Abweichungen.
  3. Absatz 2Wird fristgerecht die nachträgliche Erteilung der Baubewilligung beantragt und wird dieser Antrag entweder zurückgewiesen oder abgewiesen oder zieht der Antragsteller den Antrag zurück, so wird der Auftrag zur Herstellung des rechtmäßigen Zustandes (Absatz eins,) rechtswirksam. Die nach Absatz eins, festgesetzte Frist zur Herstellung des rechtmäßigen Zustandes beginnt in diesem Fall mit der Rechtswirksamkeit der Zurückweisung oder Abweisung oder der Zurückziehung des nachträglichen Baubewilligungsantrages.
  4. Absatz 3Stellt die Behörde fest, daß Vorhaben nach Paragraph 7, entgegen Paragraph 7, Absatz 3, oder 5 ausgeführt werden oder vollendet wurden, so hat sie dem Grundeigentümer die Herstellung des rechtmäßigen Zustandes innerhalb einer angemessen festzusetzenden Frist mit Bescheid aufzutragen.
  5. Absatz 4Paragraph 35, Absatz 6, gilt in gleicher Weise.

§ 37

Text

Paragraph 37,

Ausführungspflicht

  1. Absatz einsWerden Vorhaben nicht binnen angemessener Frist nach Beginn der Ausführung vollendet, hat die Behörde gegenüber dem Inhaber der Baubewilligung, bei Vorhaben nach Paragraph 7, gegenüber dem Grundeigentümer, die weitere Ausführung zu verfügen, soweit dies Interessen der Sicherheit, der Gesundheit, des Verkehrs, der Zivilisation, der Raumordnung, der Erhaltung des Landschaftsbildes oder des Schutzes des Ortbildes erfordern.
  2. Absatz 2Die Bestimmungen des Paragraph 35, Absatz 5 und 6 gelten sinngemäß.

§ 38

Text

Paragraph 38,

Aufräumung

  1. Absatz einsSofort nach Vollendung sind die im Interesse der Sicherheit, des Verkehrs sowie der Erhaltung des Landschaftsbildes oder des Schutzes des Ortsbildes notwendigen Aufräumungs- und sonstigen Arbeiten durchzuführen. Insbesondere sind Baustelleneinrichtungen unverzüglich nach Vollendung des Vorhabens zu entfernen.

  1. Absatz 2Im Falle der Säumigkeit ist gegenüber dem Inhaber der Baubewilligung, bei Vorhaben nach Paragraph 7, gegenüber dem Grundeigentümer, die Durchführung der Arbeiten nach Absatz eins, binnen angemessener Frist aufzutragen.

Paragraph 35, Absatz 6, gilt in gleicher Weise.

§ 39

Text

8. Abschnitt
Abnahme

Paragraph 39,

Meldepflicht

  1. Absatz einsDie Vollendung von Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a,, b, d und e ist der Behörde binnen zweier Wochen schriftlich zu melden. Die Meldung kann für einen in sich abgeschlossenen Teil des Vorhabens erfolgen, wenn Interessen der Erhaltung des Landschaftsbildes oder des Schutzes des Ortsbildes nicht entgegenstehen. Zur Meldung ist derjenige verpflichtet, in dessen Auftrag das Vorhaben ausgeführt wurde.
  2. Absatz 2Gleichzeitig mit der Meldung der Vollendung des Vorhabens (Absatz eins,) sind vom Bauleiter Bestätigungen aller mit der Ausführung des Vorhabens betrauten Unternehmer (Paragraph 29, Absatz eins,) vorzulegen, aus denen jeweils hervorgeht, daß die Ausführung des Vorhabens entsprechend
    1. Litera a
      der Baubewilligung einschließlich der ihr zugrunde liegenden Pläne, Berechnungen und Beschreibungen,
    2. Litera b
      den Bestimmungen des Paragraph 29, Absatz eins und Paragraph 27, Absatz eins, sowie
    3. Litera c
      den Bestimmungen der Kärntner Bauvorschriften erfolgte.
  3. Absatz 3Besteht das Unternehmen, welches die Bauleitung übernommen hat, nicht mehr, hat der Inhaber der Baubewilligung die Bestätigung nach Absatz 2, von einem Sachverständigen einzuholen und vorzulegen.

§ 40

Text

Paragraph 40,

Prüfung

  1. Absatz einsDie Behörde hat zu prüfen, ob
    1. Litera a
      bei Abgasanlagen die Erfüllung der Anforderungen gemäß Paragraphen 26 und 27 durch Befunde nach Paragraph 33, Absatz 2, nachgewiesen ist;
    2. Litera b
      bei Anlagen oder Anlagenteilen, deren Überprüfung nach Paragraph 18, Absatz 7, angeordnet wurde, die Eignung durch Befunde nach Paragraph 29, Absatz 5, nachgewiesen ist;
    3. Litera c
      alle Bestätigungen der Unternehmer nach Paragraph 39, Absatz 2, vorliegen.
  2. Absatz 2Werden die Belege nach Absatz eins, Litera a bis c vollständig beigebracht, darf das Gebäude oder die sonstige bauliche Anlage - vorbehaltlich des Absatz 4, - nach Ablauf von einer Woche ab Einlangen der Meldung nach Paragraph 39, Absatz eins, benützt werden, sofern den Bestätigungen nach Paragraph 39, Absatz 2, die Qualität öffentlicher Urkunden zukommt. Ist dies nicht der Fall, beträgt die Frist nach dem ersten Satz vier Wochen. Die vollständige Beibringung der Belege nach Absatz eins, Litera a bis c ist auf Antrag des nach Paragraph 39, Absatz eins, zur Meldung Verpflichteten durch die Behörde zu bestätigen.
  3. Absatz 3Werden die Belege nach Absatz eins, Litera a bis c nicht oder nicht vollständig beigebracht, hat die Behörde denjenigen, in dessen Auftrag das Vorhaben ausgeführt wurde, aufzufordern, die vollständigen Belege binnen einer angemessen festzusetzenden Frist nachzureichen.
  4. Absatz 4Werden die vollständigen Belege nach Absatz eins, Litera a bis c innerhalb der gemäß Absatz 3, festgesetzten Frist nicht nachgereicht, so hat die Behörde die Benützung des Gebäudes oder der sonstigen baulichen Anlage zu untersagen. Dies gilt auch, wenn trotz Beibringung der Belege nach Absatz eins, Litera a bis c der Benützung unbehebbare Mängel im Hinblick auf die Sicherheit oder Gesundheit entgegenstehen. Stellt die Behörde sonstige Mängel fest, so hat sie deren Behebung binnen einer angemessen festzusetzenden Frist zu verfügen.

§ 41

Text

9. Abschnitt
Gemeinschaftseinrichtungen

Paragraph 41,

Orientierungsnummern

  1. Absatz einsDer Bürgermeister hat für Gebäude, die bewohnt werden oder deren Kennzeichnung im öffentlichen Interesse liegt, Orientierungsnummern mit Bescheid festzusetzen.
  2. Absatz 2Der Gemeinderat hat mit Verordnung das System der Orientierungsnummerierung sowie die Ausführung und die Anbringung der Kennzeichen entsprechend den örtlichen Erfordernissen zu bestimmen. Hiebei kann auch festgelegt werden, dass auf dem Kennzeichen der Name der öffentlichen Verkehrsfläche anzubringen ist. Wenn dies zur besseren Orientierung erforderlich ist, hat der Gemeinderat darüber hinaus vorzusehen, dass mehrere Eingänge (Stiegen) eines Gebäudes gesondert zu kennzeichnen sind. Auf vorläufig unbebaute Grundstücke oder Baulücken ist bei der Orientierungsnummerierung Bedacht zu nehmen.
  3. Absatz 3Die Eigentümer sind verpflichtet, ihre Gebäude mit den vom Bürgermeister festgesetzten Orientierungsnummern entsprechend den gemäß Absatz 2, erlassenen Verordnungen zu versehen.

§ 41a

Text

Paragraph 41 a,

Türnummern

  1. Absatz einsEnthalten Gebäude, unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Errichtung, mehr als eine Wohnung oder Geschäftsräumlichkeit, sind die Wohnungen und Geschäftsräumlichkeiten von den Gebäudeeigentümern fortlaufend in arabischen Ziffern, beginnend mit der Nummer Eins im untersten Geschoß, zu nummerieren und in gut lesbarer Weise an den Eingangstüren der Wohnungen und Geschäftsräumlichkeiten zu kennzeichnen. Erforderlichenfalls hat eine zusätzliche Unterteilung durch Anfügen eines Kleinbuchstabens an die Ziffern zu erfolgen.
  2. Absatz 2Kommt ein Gebäudeeigentümer der Verpflichtung nach Absatz eins, nicht nach, hat der Bürgermeister eine Türnummerierung mit Bescheid festzusetzen. Der Gebäudeeigentümer ist verpflichtet, die Eingangstüren der Wohnungen und Geschäftsräumlichkeiten mit den vom Bürgermeister festgesetzten Türnummern zu kennzeichnen.

§ 42

Text

Paragraph 42,

Duldungspflicht

  1. Absatz einsDie Eigentümer von Gebäuden und sonstigen baulichen Anlagen sind verpflichtet, die Anbringung von Einrichtungen, die der Straßenbeleuchtung oder der Straßenbezeichnung dienen, zu dulden.
  2. Absatz 2Die Bestimmungen des Absatz eins, gelten sinngemäß für Kennzeichen über die Lage von Versorgungseinrichtungen und Kanalisationsanlagen.

§ 43

Text

10. Abschnitt

Sicherheitsvorschriften

Paragraph 43,

Erhaltungspflicht

  1. Absatz einsDie Eigentümer von Anlagen, für deren Herstellung eine Baubewilligung notwendig ist, oder die auf Grund von Auflagen (Paragraph 18, Absatz 4 und 5) hergestellt worden sind, müssen diese in einem Zustand erhalten, der den Anforderungen des Paragraph 26, unter Bedachtnahme auf ihre Verwendung entspricht.

  1. Absatz 2Absatz eins, gilt sinngemäß für Vorhaben nach Paragraph 7,

§ 44

Text

Paragraph 44,

Instandsetzung

  1. Absatz einsStellt die Behörde fest, daß der Eigentümer der Erhaltungspflicht nach Paragraph 43, nicht nachkommt, so hat sie die Herstellung des rechtmäßigen Zustandes binnen einer angemessen festzusetzenden Frist zu verfügen.
  2. Absatz 2Die Behörde kann vor einer Verfügung nach Absatz eins, die Beibringung von Plänen, Berechnungen, Beschreibungen oder sonstigen Darstellungen verlangen. Für die Beibringung der Belege ist eine angemessene Frist festzusetzen.
  3. Absatz 3Die Bestimmungen der Paragraphen 18, Absatz 8,, 26 bis 36 und 38 bis 40 gelten sinngemäß.

§ 45

Text

Paragraph 45,

Beseitigung

  1. Absatz einsErfordern es Interessen der Sicherheit oder der Gesundheit, hat die Behörde gegenüber dem Eigentümer die Beseitigung von Gebäuden, Gebäudeteilen, sonstigen baulichen Anlagen oder Teilen von solchen oder den Austausch von verbotenen Bauprodukten (Paragraph 27, Absatz eins,) zu verfügen.
  2. Absatz 2Die Bestimmungen der Paragraphen 18, Absatz 8,, 29 bis 31, 34, 36, 38 bis 40 und 44 Absatz 2, gelten sinngemäß.

§ 46

Text

Paragraph 46,

Räumung

  1. Absatz einsErfordern es Interessen der Sicherheit oder der Gesundheit, hat die Behörde die Räumung von Gebäuden oder Gebäudeteilen anzuordnen.

  1. Absatz 2Die Anordnung der Räumung ist aufzuheben, sobald der Grund hiefür weggefallen ist.

§ 47

Text

Paragraph 47,

Einwendungen

  1. Absatz einsIm Verfahren nach Paragraphen 44 und 45 ist den Eigentümern und den Anrainern Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
  2. Absatz 2Die Parteien haben das Recht, gegen eine Anordnung der Behörde die Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht zu erheben.
  3. Absatz 3Einwendungen der Parteien, deren Austragung dem ordentlichen Rechtsweg vorbehalten ist, haben auf die Entscheidung der Behörde keinen Einfluss.

§ 48

Text

11. Abschnitt

Nachbarpflichten

Paragraph 48,

Benützung

  1. Absatz einsDie Grundeigentümer haben das Betreten ihrer Grundstücke zu gestatten, wenn dies zur Erstellung der nach diesem Gesetz erforderlichen Pläne notwendig ist.

  1. Absatz 2Die Grundeigentümer haben die Benützung ihrer Grundstücke zu gestatten, wenn ein Vorhaben, eine Instandsetzung oder eine Beseitigung anders nicht oder nur unter unverhältnismäßigen Kosten ausgeführt werden kann.

  1. Absatz 3Die Behörde hat auf Antrag Art, Umfang und Dauer der Benützung festzusetzen; dabei sind die Interessen der Grundeigentümer möglichst zu schonen.

§ 49

Text

Paragraph 49,

Entschädigung

  1. Absatz einsNach Beendigung der Benützung ist der frühere Zustand wiederherzustellen. Schäden, die durch die Wiederherstellung des früheren Zustandes nicht abgegolten werden können, sind zu ersetzen.
  2. Absatz 2Die Behörde hat auf Antrag die Wiederherstellung zu verfügen und die Höhe einer allfälligen Entschädigung festzusetzen. Für die Festsetzung der Entschädigung findet, wenn in diesem Gesetz nicht anderes bestimmt ist, das Eisenbahn-Enteignungsentschädigungsgesetz sinngemäß Anwendung.
  3. Absatz 3Eine Beschwerde gegen die im Verwaltungsweg zuerkannte Entschädigung an das Landesverwaltungsgericht ist nicht zulässig, doch kann binnen einem Jahr nach Zustellung die Feststellung des Betrages der Entschädigung beim Landesgericht begehrt werden. Für das Verfahren vor dem Landesgericht finden die Bestimmungen des Eisenbahn-Enteignungsentschädigungsgesetzes Anwendung.

§ 50

Text

12. Abschnitt
Strafbestimmung

Paragraph 50,

Geldstrafen

  1. Absatz einsEine Verwaltungsübertretung begeht und ist von der Bezirksverwaltungsbehörde zu bestrafen,
    1. Litera a
      mit Geldstrafe von 500 Euro bis zu 20.000 Euro, wer
      1. Ziffer eins
        bewilligungspflichtige Gebäude ohne Baubewilligung ausführt oder ausführen lässt oder
      2. Ziffer 2
        gemäß Paragraph 35, Absatz eins und 2 eingestellte Arbeiten fortsetzt oder fortsetzen lässt, sofern sich die Einstellungsverfügung auf Maßnahmen nach Ziffer eins, bezieht;
    2. Litera b
      mit Geldstrafe von 1.000 Euro bis zu 20.000 Euro, wer
      1. Ziffer eins
        als ein zur Erstellung von Plänen, Berechnungen und Beschreibungen Berechtigter solche Unterlagen unterfertigt, ohne sie erstellt zu haben;
      2. Ziffer 2
        als Unternehmer die Bestimmungen des Paragraph 29, Absatz 4,, ausgenommen unwesentliche Abweichungen im Sinne des Paragraph 36, Absatz eins a,, oder des Paragraph 29, Absatz 5, übertritt oder unrichtige Bestätigungen nach Paragraph 29, Absatz 6, ausstellt;
      3. Ziffer 3
        als Bauleiter die Bestimmungen des Paragraph 30, Absatz 2, oder des Paragraph 39, Absatz 2, übertritt;
      4. Ziffer 4
        als Sachverständiger unrichtige Bestätigungen nach Paragraph 29, Absatz 7, oder Paragraph 39, Absatz 3, ausstellt;
    3. Litera c
      mit Geldstrafe bis zu 20.000 Euro, wer
      1. Ziffer eins
        bewilligungspflichtige bauliche Anlagen – ausgenommen Gebäude – ohne Baubewilligung ausführt oder ausführen lässt; oder
      2. Ziffer 2
        Vorhaben abweichend von der Baubewilligung ausführt oder ausführen lässt, ausgenommen unwesentliche Abweichungen im Sinne des Paragraph 36, Absatz eins a, ;,
      3. Ziffer 3
        gemäß Paragraph 35, Absatz eins und 2 eingestellte Arbeiten fortsetzt oder fortsetzen lässt, soweit sich die Einstellungsverfügung auf Maßnahmen nach Ziffer eins, bezieht;
      4. Ziffer 4
        Bauprodukte verwendet oder verwenden lässt, die den Anforderungen des Paragraph 27, Absatz eins, nicht entsprechen.
    4. Litera d
      mit Geldstrafe bis zu 3.000 Euro, wer
      1. Ziffer eins
        die Bestimmungen der Paragraph 29, Absatz 3,, Paragraph 30, Absatz eins,, Paragraphen 31,, Paragraphen 33,, 39 Absatz eins,, Paragraph 41, Absatz 3,, Paragraphen 41 a,, 42 und 51 übertritt;
      2. Ziffer 2
        Arbeiten entgegen den Auflagen nach Paragraph 18, durchführt oder durchführen lässt;
      3. Ziffer 3
        Vorhaben nach Paragraph 6, Litera a und b unbefugt ausführt oder durch Unbefugte ausführen lässt;
      4. Ziffer 4
        Gebäude oder sonstige bauliche Anlagen oder Teile von solchen vor Ablauf der Frist nach Paragraph 40, Absatz 2, oder entgegen einer behördlichen Untersagung nach Paragraph 40, Absatz 4, benützt oder benützen lässt;
      5. Ziffer 5
        das Niveau von im Bauland gelegenen Grundstücken durch Anschüttungen oder Abgrabungen, die von Einfluss auf die bestehende oder künftige bauliche Nutzbarkeit dieser Flächen sind, ändert oder sonstige, der Bauvorbereitung dienende Veränderungen an solchen Grundstücken vornimmt, sofern diese Veränderungen nicht auf Grund einer Baubewilligung für Vorhaben auf diesem Grundstück gedeckt oder erforderlich erscheinen; für die Wiederherstellung und Beseitigung von strafbaren Niveauveränderungen sind die Bestimmungen der Paragraphen 34 bis 36 sinngemäß anzuwenden;
      6. Ziffer 6
        Vorhaben nach Paragraph 6, Litera b bis e ohne Baubewilligung ausführt oder ausführen lässt;
      7. Ziffer 7
        Vorhaben nach Paragraph 7, entgegen Paragraph 7, Absatz 3, oder 5 ausführt oder ausführen lässt oder Vorhaben nach Paragraph 7, entgegen Paragraph 7, Absatz 4, oder 5 nicht mitteilt;
      8. Ziffer 8
        Gebäude oder sonstige bauliche Anlagen ohne die erforderliche Baubewilligung oder abweichend von dieser benützt;
      9. Ziffer 9
        gemäß Paragraph 35, Absatz eins und 2 eingestellte Arbeiten fortsetzt oder fortsetzen lässt, soweit sich die Einstellungsverfügung auf Maßnahmen nach Ziffer 6,, 7 oder 8 bezieht;
      10. Ziffer 10
        Baustelleneinrichtungen entgegen Paragraph 38, Absatz eins, letzter Satz nicht unverzüglich nach Vollendung des Vorhabens entfernt;
      11. Ziffer 11
        Belege entgegen Paragraph 24, Absatz 10, nicht aufbewahrt oder bei Aufforderung der Behörde nicht vorlegt;
      12. Ziffer 12
        einer Verfügung der Behörde gemäß Paragraph 37, Absatz eins, zur weiteren Ausführung des Vorhabens nicht nachkommt.
  2. Absatz 2Eine Ersatzfreiheitsstrafe für den Fall der Uneinbringlichkeit der verhängten Geldstrafe ist nicht festzusetzen.
  3. Absatz 3Bildet die unzulässige Errichtung eines Gebäudes oder einer sonstigen baulichen Anlage oder die unzulässige Durchführung einer sonstigen Maßnahme den Gegenstand einer Verwaltungsübertretung, so endet das strafbare Verhalten erst mit der Wiederherstellung des rechtmäßigen Zustandes oder mit der Rechtskraft der nachträglich erteilten Bewilligung.
  4. Absatz 4Die Geldstrafen fließen zur Hälfte der Gemeinde zu, in deren Gebiet die Verwaltungsübertretung begangen worden ist.

§ 51

Text

13. Abschnitt
Schlußbestimmungen

Paragraph 51,

Zutrittsrechte

  1. Absatz einsDen Organen der Behörde und den Mitgliedern des Landesverwaltungsgerichts im Rahmen ihrer Zuständigkeit sowie den beauftragten Sachverständigen ist zur Beurteilung des Vorhabens, zur Überwachung des Bauzustandes und der Einhaltung anderer Verpflichtungen nach diesem Gesetz im erforderlichen Ausmaß der Zutritt zu allen Teilen der baulichen Anlage und der Baustelle nach entsprechender Terminbekanntgabe zu gestatten.
  2. Absatz 2Der Eigentümer, der Bauleiter, der Unternehmer, der Hausverwalter, der Hausbesorger oder andere Benützer sind verpflichtet, der Behörde alle Auskünfte zu erteilen, die zur Vollziehung dieses Gesetzes durch die Behörde erforderlich sind.

§ 52

Text

Paragraph 52,

Aufsicht

  1. Absatz einsDas Auskunftsrecht nach der Kärntner Allgemeinen Gemeindeordnung – K-AGO steht neben der Landesregierung auch der örtlich zuständigen Bezirkshauptmannschaft zu. Der Bürgermeister hat Bescheide nach Paragraph 17 und Paragraph 22,, mit denen die Baubewilligung für die Errichtung eines Gebäudes oder einer sonstigen baulichen Anlage, die für die Benutzung durch die Allgemeinheit bestimmt ist (zB Tribüne, Stadion, Aussichtsturm), erteilt wurde, gleichzeitig mit der Zustellung an die Parteien der örtlich zuständigen Bezirkshauptmannschaft zu übermitteln.
  2. Absatz 2Der örtlich zuständigen Bezirkshauptmannschaft obliegen die Aufhebung der nach diesem Gesetz mit Nichtigkeit bedrohten Bescheide aus dem eigenen Wirkungsbereich der Gemeinde sowie sonstige Entscheidungen im Zusammenhang mit Nichtigerklärungen.
  3. Absatz 3(entfällt)
  4. Absatz 4Erfüllt eine Gemeinde eine ihr nach diesem Gesetz obliegende Aufgabe nicht, so hat ihr die örtlich zuständige Bezirkshauptmannschaft - bei den Städten Klagenfurt und Villach die Landesregierung - die Erfüllung mit Bescheid aufzutragen. Hiefür ist eine angemessene Frist zu setzen. Nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist hat die örtlich zuständige Bezirkshauptmannschaft - bei den Städten Klagenfurt und Villach die Landesregierung - in den Fällen unbedingter Notwendigkeit anstelle und im Namen der Gemeinde sowie auf deren Kosten und Gefahr die erforderlichen Maßnahmen zu treffen.
  5. Absatz 5Die Bestimmung des Absatz 4, gilt sinngemäß, wenn eine Gemeinde die zur Vollstreckung ihrer Bescheide erforderlichen Maßnahmen nicht setzt.
  6. Absatz 6Eine unbedingte Notwendigkeit im Sinn des Absatz 4, liegt dann vor, wenn
    1. Litera a
      es sich um die Erfüllung einer öffentlich-rechtlichen Verpflichtung handelt, die sich aus den Paragraphen 34 bis 36, 45 und 46 dieses Gesetzes ergibt oder wenn es sich um die Vollstreckung eines Bescheides auf Grund der angeführten Bestimmungen handelt; oder
    2. Litera b
      die Maßnahme zur Beseitigung von Menschen gefährdenden Mißständen oder zur Abwehr von volkswirtschaftlichen Schäden notwendig ist.

§ 53

Text

Paragraph 53,

Wirkung der Baubewilligungen

Die sich aus Baubewilligungen nach diesem Gesetz ergebenden Rechte und Pflichten haften auf dem Grundstück und gehen auf den Rechtsnachfolger über.

§ 54

Text

Paragraph 54,

Rechtmäßiger Bestand

  1. Absatz einsFür Gebäude und sonstige bauliche Anlagen, die seit mindestens 30 Jahren bestehen und für die eine Baubewilligung im Zeitpunkt ihrer Errichtung erforderlich war, welche jedoch nicht nachgewiesen werden kann, wird das Vorliegen der Baubewilligung vermutet, sofern ihr Fehlen innerhalb dieser Frist baubehördlich unbeanstandet geblieben ist.
  2. Absatz 2Das Vorliegen des rechtmäßigen Bestandes eines Gebäudes oder einer sonstigen baulichen Anlage gemäß Absatz eins, ist auf Antrag des Eigentümers (der Miteigentümer) mit Bescheid festzustellen.

§ 55

Text

Paragraph 55,

Bauberechtigte

Personen, denen ein Baurecht im Sinn des Baurechtsgesetzes zusteht, sind Grundeigentümern gleichgestellt.

§ 55a

Text

Paragraph 55 a,

Eigentümergemeinschaften

Besteht an Gebäuden und sonstigen baulichen Anlagen Wohnungseigentum gemäß Paragraph 2, Absatz eins, WEG 2002, sind an Stelle der Miteigentümer die Eigentümergemeinschaften gemäß Paragraph 2, Absatz 5, WEG 2002 Berechtigte und Verpflichtete der Paragraphen 36 bis 38 und 41 bis 47. Dies gilt nur insofern, als die Eigentümergemeinschaften rechtsfähig sind.

§ 56

Text

Paragraph 56,

Verweise

  1. Absatz einsSoweit in diesem Gesetz auf andere Landesgesetze verwiesen wird, sind diese in ihrer jeweils geltenden Fassung anzuwenden.
  2. Absatz 2Eine Verweisung in diesem Gesetz auf eines der nachstehend angeführten Bundesgesetze ist als Verweisung auf die nachstehend angeführte Fassung zu verstehen:
    1. Litera a
      Abfallwirtschaftsgesetz 2002 – AWG 2002, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 102 aus 2002,, zuletzt in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. römisch eins Nr. 200/2021;
    2. Litera b
      Baurechtsgesetz – BauRG, RGBl. Nr. 86/1912, zuletzt in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. römisch eins Nr. 30/2012;
    3. Litera c
      Bundesstraßengesetz 1971 – BStG 1971, Bundesgesetzblatt Nr. 286 aus 1971,, zuletzt in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. römisch eins Nr. 156/2021;
    4. Litera d
      Denkmalschutzgesetz – DMSG, Bundesgesetzblatt Nr. 533 aus 1923,, zuletzt in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. römisch eins Nr. 92/2013;
    5. Litera e
      Eisenbahn-Enteignungsentschädigungsgesetz – EisbEG, Bundesgesetzblatt Nr. 71 aus 1954,, zuletzt in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. römisch eins Nr. 111/2010;
    6. Litera f
      Forstgesetz 1975, Bundesgesetzblatt Nr. 440 aus 1975,, zuletzt in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. römisch eins Nr. 56/2016;
    7. Litera g
      Wasserrechtsgesetz 1959 – WRG 1959, Bundesgesetzblatt Nr. 215 aus 1959,, zuletzt in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. römisch eins Nr. 73/2018;
    8. Litera h
      Wohnungseigentumsgesetz 2002 – WEG 2002, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 70 aus 2002,, zuletzt in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 222 aus 2021,.

Anl. 1

Text

Anlage

Übergangsrecht

Artikel I

Mit Paragraph 54, der Kärntner Bauordnung 1992, LGBl Nr 64, in der Fassung des Art. römisch eins Ziffer 2, des Gesetzes Landesgesetzblatt Nr 88 aus 1992,, wurde folgende Übergangsbestimmung getroffen:

“§ 16 Absatz 5, ist auf Genehmigungsverfahren für bewilligungspflichtige Vorhaben nach Paragraph 4, Litera a,, die am 1. April 1992 anhängig waren, nicht anzuwenden.”

Artikel II

Mit Art. römisch II Absatz 2 bis 8 des Gesetzes Landesgesetzblatt Nr 44 aus 1996, wurden folgende Übergangsbestimmungen getroffen:

  1. Absatz 2Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes anhängige Verfahren sind nach den bisher geltenden Bestimmungen weiterzuführen, sofern in Absatz 3 bis 8 nicht anderes angeordnet ist.
  2. Absatz 3Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes anhängige Verfahren nach den Paragraphen 35 bis 38 in der Fassung vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes sind nur dann nach den bisher geltenden Bestimmungen weiterzuführen, wenn das Vorhaben nach Paragraph 4, in der Fassung dieses Gesetzes bewilligungspflichtig ist.
  3. Absatz 4Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes anhängige Baubewilligungsverfahren sind einzustellen, sofern das Vorhaben nach den Bestimmungen dieses Gesetzes nicht der Baubewilligungspflicht unterliegt.
  4. Absatz 5Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes anhängige Verfahren nach dem 6. Abschnitt in der Fassung vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes sind einzustellen. Dies gilt ebenso für Strafverfahren nach Paragraph 48, Absatz eins, Ziffer 3, Litera g, in der Fassung vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes, die sich auf anzeigepflichtige Vorhaben beziehen.
  5. Absatz 6Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes anhängige Strafverfahren nach Paragraph 48, Absatz eins, Ziffer eins, Litera a und b sowie nach Paragraph 48, Absatz eins, Ziffer 2, Litera a und c sind einzustellen, sofern das Vorhaben nach den Bestimmungen dieses Gesetzes nicht der Baubewilligungspflicht unterliegt.
  6. Absatz 7Anrainer, auf die die Voraussetzungen des Paragraph 21, Absatz 6, im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes zutreffen, dürfen nur innerhalb von drei Jahren ab Inkrafttreten dieses Gesetzes ihre Rechte im Sinn des Paragraph 21, Absatz 6, geltend machen.
  7. Absatz 8Baubewilligungsverfahren, die sich auf Vorhaben nach Paragraph 21 a, in der Fassung dieses Gesetzes beziehen, sind nach den Bestimmungen dieses Gesetzes weiterzuführen, sofern im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes noch keine mündliche Verhandlung kundgemacht wurde.”

Artikel III

Mit Art römisch IV Absatz 3, des Gesetzes LGBL Nr 31/2001 wurde folgende Übergangsbestimmung getroffen:

“(3) Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes anhängige Verwaltungsstrafverfahren nach dem Kärntner Akkreditierungs- und Baustoffzulassungsgesetz und nach der Kärntner Bauordnung 1996 sind nach den bisher geltenden Bestimmungen weiterzuführen, sofern diese für den Beschuldigten günstiger sind.”

Artikel IV

Mit Art römisch II Absatz eins bis 3 des Gesetzes Landesgesetzblatt Nr 134 aus 2001, wurden folgende Übergangsbestimmungen getroffen:

  1. Absatz einsDieses Gesetz tritt an dem der Kundmachung im Landesgesetzblatt folgenden Monatsersten in Kraft.
  2. Absatz 2Wurde die Errichtung, die Änderung oder der Abbruch eines Antennentragmastens vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes der Behörde gemäß Paragraph 7, Absatz 4, K-BO 1996 mitgeteilt, sind auf das Vorhaben die bis zum Inkrafttreten dieses Gesetzes geltenden Bestimmungen anzuwenden.
  3. Absatz 3Bis zum Ablauf des 31. Dezember 2001 treten in Paragraph 50, Absatz eins, Litera a,, b, c und d K-BO 1996 in der Fassung dieses Gesetzes an die Stelle des Betrages “218 Euro” der Betrag

“S 3000,-”, an die Stelle des Betrages “14.530 Euro” der Betrag

“S 200.000,-”, an die Stelle des Betrages “720 Euro” der Betrag

“S 10.000,-” und an die Stelle des Betrages “2180 Euro” der Betrag

“S 30.000,-”.

Artikel V

Mit Art römisch IV des Gesetzes Landesgesetzblatt Nr 80 aus 2012, wurden folgende Übergangsbestimmungen getroffen:

  1. Absatz einsDieses Gesetz tritt mit 1. Oktober 2012 in Kraft.
  2. Absatz 2Verordnungen aufgrund dieses Gesetzes können ab dem auf seine Kundmachung folgenden Tag erlassen werden, sie dürfen jedoch frühestens mit dessen Inkrafttreten in Kraft gesetzt werden.
  3. Absatz 3Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes anhängige Verfahren sind nach den bisher geltenden Bestimmungen weiterzuführen, sofern in Absatz 4 bis 6 nicht anderes angeordnet ist.
  4. Absatz 4Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes anhängige Baubewilligungsverfahren sind einzustellen, sofern das Vorhaben nach den Bestimmungen dieses Gesetzes nicht der Baubewilligungspflicht unterliegt.
  5. Absatz 5Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes anhängige Strafverfahren nach Paragraph 50, Absatz eins, Litera a, K-BO 1996 sowie nach Paragraph 50, Absatz eins, Litera c, Ziffer eins bis 3 K-BO 1996 sind einzustellen, sofern das Vorhaben nach den Bestimmungen dieses Gesetzes nicht der Baubewilligungspflicht unterliegt.
  6. Absatz 6Anrainer, auf die die Voraussetzungen des Paragraph 23, Absatz 6, K-BO 1996, LBGl. Nr. 62, zuletzt in der Fassung des Gesetzes Landesgesetzblatt Nr. 16 aus 2009,, im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes zutreffen, sind nur berechtigt, bis zum Ablauf von drei Jahren ab Rechtskraft des Bescheides dessen Zustellung zu beantragen oder Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht zu erheben.
  7. Absatz 7Eine von Paragraph 41 a, Absatz eins, K-BO 1996 in der Fassung dieses Gesetzes abweichende Türnummerierung in Gebäuden, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes bestehen, kann weiterhin verwendet werden, wenn eine eindeutige Zuordenbarkeit und Kennzeichnung der Wohnungen und Geschäftsräumlichkeiten gegeben ist. Ist eine eindeutige Zuordenbarkeit und Kennzeichnung nicht gegeben oder wurden keine Türnummern vergeben, hat eine Türnummerierung und Kennzeichnung nach Paragraph 41 a, Absatz eins, K-BO 1996 in der Fassung dieses Gesetzes spätestens bis zum Ablauf des 30. Juni 2013 zu erfolgen.
  8. Absatz 8In Wohnungen, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes bestehen, sind die Rauchwarnmelder gemäß Paragraph 14, Absatz 9, K-BV in der Fassung dieses Gesetzes spätestens bis zum Ablauf des 30. Juni 2013 einzubauen.
  9. Absatz 9Nach bisher geltenden Rechtsvorschriften ausgestellte Energieausweise gelten bis höchstens zehn Jahre nach dem Datum der Ausstellung als Energieausweise im Sinne dieses Gesetzes.
  10. Absatz 10Außer in den Fällen des Paragraph 52, K-BV in der Fassung dieses Gesetzes kann die Behörde bei Änderungen von im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes bereits bestehenden Gebäuden und sonstigen baulichen Anlagen im Einzelfall auf Antrag Ausnahmen von den Anforderungen des Art. römisch II dieses Gesetzes und dazu ergangener Durchführungsverordnungen zulassen, sofern die Einhaltung der jeweils in Betracht kommenden Bestimmung
    1. Litera a
      technisch unmöglich ist oder
    2. Litera b
      einen unverhältnismäßig hohen wirtschaftlichen Aufwand erfordern würde oder
    3. Litera c
      wegen der besonderen geschichtlichen, künstlerischen oder kulturellen Bedeutung des Gebäudes oder der sonstigen baulichen Anlage nicht gerechtfertigt wäre.

    Den in Paragraph eins, K-BV in der Fassung dieses Gesetzes festgelegten Anforderungen muss jedoch im Wesentlichen entsprochen werden und Interessen der Sicherheit und der Gesundheit dürfen nicht entgegenstehen.

  11. Absatz 11Wird an ein im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes bereits bestehendes Gebäude ein Vollwärmeschutz angebracht, so darf dieser höchstens 20 cm in die Abstandsfläche ragen.
  12. Absatz 12Art. römisch II dieses Gesetzes wurde einem Informationsverfahren im Sinne der Richtlinie 98/34/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Juni 1998 über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften und der Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft, ABl. Nr. L 204 vom 21.7.1998, S 37, in der Fassung der Richtlinie 98/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Juli 1998, ABl. Nr. L 217 vom 5.8.1998, S 18, und der Richtlinie 2006/96/EG des Rates vom 20. November 2006, ABl. Nr. L 363 vom 20.12.2006, S 81, unterzogen (Notifikationsnummer: 2010/0591/A).
  13. Absatz 13Mit diesem Gesetz werden umgesetzt:
    1. Litera a
      Richtlinie 2006/123/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006 über Dienstleistungen im Binnenmarkt, ABl. Nr. L 376 vom 21.12.2006, S 36;
    2. Litera b
      Richtlinie 2009/28/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. April 2009 zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen und zur Änderung und anschließenden Aufhebung der Richtlinie 2001/77/EG und 2003/30/EG, ABl. Nr. L 140 vom 5.6.2009, S 16;
    3. Litera c
      Richtlinie 2010/31/EU des europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Mai 2010 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Neufassung), ABl. Nr. L 153 vom 18. 6. 2010, S 13.
  14. Absatz 14Für Baubewilligungen, deren Wirksamkeit gemäß Paragraph 21, Absatz 2, K-BO 1996, LBGl. Nr. 62, zuletzt in der Fassung des Gesetzes Landesgesetzblatt Nr. 16 aus 2009,, im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes bereits verlängert wurde, hat nach Inkrafttreten dieses Gesetzes eine erneute Verlängerung der Wirksamkeit höchstens dreimal zu erfolgen.

Artikel VI

Mit Art. römisch III des Gesetzes Landesgesetzblatt Nr 46 aus 2013, wurden folgende Übergangsbestimmungen getroffen:

  1. Absatz einsDieses Gesetz tritt mit 1. Juli 2013 in Kraft.
  2. Absatz 2Bei der Durchführung von Verwaltungsverfahren durch das Österreichische Institut für Bautechnik ist, soweit in diesem Gesetz nicht anderes bestimmt ist, das Allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetz 1991 – AVG, BGBl. Nr. 51, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2011,, anzuwenden. Dies gilt bis zum Ablauf des 31. Dezember 2013.
  3. Absatz 3Verordnungen aufgrund dieses Gesetzes können ab dem auf seine Kundmachung folgenden Tag erlassen werden, sie dürfen jedoch frühestens mit dessen Inkrafttreten in Kraft gesetzt werden.
  4. Absatz 4Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes erteilte österreichische technische Zulassungen bleiben bis zum Ablauf ihrer jeweiligen Geltungsdauer gültig.
  5. Absatz 5Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes anhängige Bauverfahren sind nach den bisher geltenden Bestimmungen weiterzuführen.
  6. Absatz 6Vom Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes bis zum Ablauf des 31. Dezember 2013 ist gegen Bescheide der Registrierungsstelle (Paragraph 8, Absatz 4,) und gegen Bescheide des Österreichischen Instituts für Bautechnik die Berufung an den Unabhängigen Verwaltungssenat zulässig.
  7. Absatz 7Dieses Gesetz wurde einem Informationsverfahren im Sinne der Richtlinie 98/34/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Juni 1998 über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften und der Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft, ABl. Nr. L 204 vom 21.7.1998, S 37, in der Fassung der Richtlinie 98/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Juli 1998, ABl. Nr. L 217 vom 5.8.1998, S 18, und der Richtlinie 2006/96/EG des Rates vom 20. November 2006, ABl. Nr. L 363 vom 20.12.2006, S 81, unterzogen (Notifikationsnummer 2012/601/A).

Artikel VII

Mit Art. CXV Absatz eins, des Gesetzes Landesgesetzblatt Nr 85 aus 2013, wurde folgendes Inkrafttreten geregelt:

  1. Absatz einsDieses Gesetz tritt am 1. Jänner 2014 in Kraft, soweit in Absatz 2, nicht anderes bestimmt ist.

Artikel III

Landesgesetzblatt Nr 66 aus 2017,)

  1. Absatz einsIm Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes anhängige Bauverfahren sind mit Ausnahme des Artikel römisch eins Ziffer 5,, 10 bis 12 und 15 bis 18 nach den bisherigen Bestimmungen weiterzuführen.
  2. Absatz 2Art. römisch IV Absatz 10, des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 80 aus 2012, gilt auch für die Anforderungen nach Art. römisch II dieses Gesetzes.
  3. Absatz 3Mit diesem Gesetz werden umgesetzt:
    1. Ziffer eins
      Richtlinie 2010/31/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Mai 2010 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Neufassung), ABl. Nr. L 153 vom 18. 6. 2010, S 13;
    2. Ziffer 2
      Richtlinie 2012/18/EU des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 4. Juli 2012 zur Beherrschung der Gefahren schwerer Unfälle mit gefährlichen Stoffen, zur Änderung und anschließenden Aufhebung der Richtlinie 96/82/EG des Rates, ABl. Nr. L 197 vom 24.7.2012, S 1;
    3. Ziffer 3
      Richtlinie 2014/61/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014 über Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten des Ausbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen für die elektronische Kommunikation, ABl. Nr. L 155 vom 15.05.2014, S 1;
    4. Ziffer 4
      Richtlinie 2014/94/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2014 über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe, ABl. Nr. L 307 vom 28.10.2014, S 1.

Artikel XXVII

Landesgesetzblatt Nr 29 aus 2020,)
Inkrafttretens-, Außerkrafttretens- und Übergangsbestimmungen

  1. Absatz einsSoweit in den folgenden Absätzen nicht anderes bestimmt ist, tritt dieses Gesetzes mit dem seiner Kundmachung folgenden Tag in Kraft.
  2. Absatz 2Paragraph 5, Absatz 5, dritter und vierter Satz und die Absatz 5 a und 5b K-TG in der Fassung des Art. römisch XX dieses Gesetzes treten mit 1. Jänner 2020 in Kraft.
  3. Absatz 3In Art. römisch II des Gesetzes, mit dem das Kärntner Tourismusgesetz 2011 geändert wird, Landesgesetzblatt Nr. 7 aus 2015,, in der Fassung der Gesetze Landesgesetzblatt Nr. 81 aus 2015, und Landesgesetzblatt Nr. 43 aus 2017,, wird in Absatz 3, der Ausdruck „Abs. 3c“ durch den Ausdruck „§ 5 Absatz 5 a, K-TG“ ersetzt, entfällt Absatz 3 c und wird in Absatz 4, der Ausdruck „Abs. 3 bis 3c“ durch den Ausdruck „Abs. 3 bis 3b und Paragraph 5, Absatz 5 a, K-TG“ ersetzt. Diese Änderungen treten mit 1. Jänner 2020 in Kraft.
  4. Absatz 4Der Eintrag im Inhaltsverzeichnis, Paragraph 19 a,, Paragraph 68, Absatz 3 b und die Wortfolge „, ausgenommen Paragraph 19 a,,“ in Paragraph 74, Absatz eins, K-KAO in der Fassung des Art. römisch XIII dieses Gesetzes treten am 1. März 2020 in Kraft und am 5. Oktober 2020 außer Kraft, jedoch mit der Maßgabe, dass Paragraph 68, Absatz 3 b, K-KAO zur Betriebskostenabrechnung auch nach dem Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Bestimmung anzuwenden ist. Eine Verordnung gemäß Paragraph 19 a, K-KAO in der Fassung des Art. römisch XIII dieses Gesetzes kann rückwirkend mit 1. März 2020 in Kraft gesetzt werden. Paragraph eins, Absatz 3, Litera h und Paragraph 54, Absatz eins, K-KAO in der Fassung des Art. römisch XIII dieses Gesetzes treten am 22. März 2020 in Kraft.
  5. Absatz 5Der Eintrag im Inhaltsverzeichnis und Paragraph 35 a, K-ADG in der Fassung des Art. römisch IV dieses Gesetzes, Paragraph 29 a, K-LGBG in der Fassung des Art. römisch XIV dieses Gesetzes, der Eintrag im Inhaltsverzeichnis und Paragraph 112, K-LSchG in der Fassung des Art. römisch XVI dieses Gesetzes, Paragraph 14 a, Absatz 7, K-PStG in der Fassung des Art. römisch XVII dieses Gesetzes, der Eintrag im Inhaltsverzeichnis und Paragraph 68 a, K-SchG in der Fassung des Art. römisch XVIII dieses Gesetzes sowie der Eintrag im Inhaltsverzeichnis und Paragraph 32 a, K-VAG 2010 in der Fassung des Art. römisch XXI dieses Gesetzes treten mit Ablauf des 31. Juli 2020 außer Kraft. Die Wirkung der Fristhemmung gemäß Paragraph 32 a, K-VAG 2010 in der Fassung des Art. römisch XXI bleibt nach dem Außerkrafttreten dieser Bestimmung unberührt.
  6. Absatz 6Paragraph 5, Ziffer 18, Litera e, K-WBFG 2017 in der Fassung des Art. römisch XXIV dieses Gesetzes tritt am 1. April 2020 in Kraft und mit Ablauf des 31. Juli 2020 außer Kraft.
  7. Absatz 7Wohnbeihilfen, welche bereits vor der Kundmachung dieses Gesetzes gewährt worden sind und bei welchen der Bewilligungszeitraum zwischen 29. Februar und 30. Juni 2020 endet, dürfen ohne weitere Antragstellung abweichend von Paragraph 38, Absatz eins, erster Satz des K-WBFG 2017 jeweils höchstens in der bisher gewährten Höhe, längstens bis 31. Juli 2020, weitergewährt werden.
  8. Absatz 8Der Eintrag im Inhaltsverzeichnis und Paragraph 51 c, K-KBBG in der Fassung des Art. römisch XII dieses Gesetzes treten mit Ablauf des 31. August 2020 außer Kraft.
  9. Absatz 9Paragraph 13, Absatz 3, dritter Satz K-BVG in der Fassung des Art. römisch II dieses Gesetzes, Paragraph 39, Absatz 4, K-AGO in der Fassung des Art. römisch III dieses Gesetzes, Paragraph 73, Absatz eins a und Paragraph 307, K-DRG 1994 in der Fassung des Art. römisch VI dieses Gesetzes, Paragraph 78, K-GBG in der Fassung des Art. römisch VIII dieses Gesetzes, der Eintrag im Inhaltsverzeichnis, Paragraph 61, Absatz 8 a und Paragraph 129, K-GMG in der Fassung des Art. römisch IX dieses Gesetzes, Paragraph 59, Absatz eins b und Paragraph 78 c, K-GVBG in der Fassung des Art. römisch zehn dieses Gesetzes, Paragraph 67, Absatz eins b und Paragraph 122, K-LVBG 1994 in der Fassung des Art. römisch XV dieses Gesetzes, Paragraph 68, Absatz 2 a und Paragraph 149, K-StBG in der Fassung des Art. römisch XIX dieses Gesetzes, Paragraph 21, Absatz 5, vierter Satz K-WFG in der Fassung des Art. römisch XXIII dieses Gesetzes, Paragraph 38, Absatz 4, K-KStR 1998 in der Fassung des Art. römisch XXV dieses Gesetzes sowie Paragraph 39, Absatz 4, K-VStR 1998 in der Fassung des Art. römisch XXVI dieses Gesetzes treten mit Ablauf des 31. Dezember 2020 außer Kraft.
  10. Absatz 10Art. römisch fünf Ziffer 2 bis 4 dieses Gesetzes (betreffend Paragraph 16, Absatz eins, Litera d, sowie Paragraph 24, Litera b und d K-BO 1996) treten mit Ablauf des 31. Dezember 2020 außer Kraft.
  11. Absatz 11Art. römisch III Absatz 2, des Gesetzes, mit dem das Gesetz über die Kärntner Beteiligungsverwaltung und das Kärntner Wirtschaftsförderungsgesetz geändert werden, Landesgesetzblatt Nr. 108 aus 2019,, tritt außer Kraft. Die Landesregierung hat bis zum Ablauf des 31. Mai 2020 nach Paragraph 10, Absatz eins bis 3 K-BVG in der Fassung des Art. römisch eins Ziffer 5 und 6 des Gesetzes Landesgesetzblatt Nr. 108 aus 2019, alle Mitglieder des Aufsichtsrates der Anstalt „Kärntner Beteiligungsverwaltung“ neu zu bestellen. Bis zur Bestellung innerhalb der genannten Frist gilt der Aufsichtsrat als richtig zusammengesetzt.
  12. Absatz 12Abweichend von Paragraph 74, K-DRG 1994, Paragraph 67, Absatz 4, K-LVBG 1994, Paragraph 68, Absatz 14, K-StBG, Paragraph 34, K-GBG, Paragraph 59, Absatz 4, K-GVBG und Paragraph 61, Absatz 9, K-GMG tritt der Verfall von Erholungsurlaub, dessen Verbrauch aus den Gründen des Paragraph 74, zweiter Satz K-DRG 1994 bis 31. Dezember 2019 nicht möglich war, und dessen Verbrauch bis 31. Dezember 2020 gestattet wurde, der jedoch aus dienstlichen Gründen im Zusammenhang mit der COVID-19-Krisensituation nicht verbraucht werden konnte, erst mit 31. Dezember 2021 ein.
  13. Absatz 13Abweichend von Paragraph 20 a, K-KBBG in der Fassung des Art. römisch XII haben die Gemeinden die Erziehungsberechtigten bis zum 15. Mai über die halbtägig beitragsfreie Besuchspflicht zu informieren.
  14. Absatz 14Abweichend von Paragraph 4, Absatz 5, Litera b, Kärntner Objektivierungsgesetz – K-OG, Landesgesetzblatt Nr. 98 aus 1992,, zuletzt in der Fassung des Gesetzes Landesgesetzblatt Nr. 50 aus 2019,, dürfen die am Tag des Inkrafttretens bestehenden Dienstverhältnisse, die infolge unvorhersehbaren, dringenden Personalbedarfs im Sinne des Paragraph 4, Absatz 5, Litera b, K-OG eingegangen worden sind, auf höchstens ein weiteres halbes Jahr verlängert werden, wenn aufgrund der durch COVID-19 verursachten Krisensituation die Durchführung eines Objektivierungsverfahrens aus Gründen der Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 nicht tunlich ist.

Artikel III

Landesgesetzblatt Nr 116 aus 2020,)
Inkrafttretens- und Übergangsbestimmungen

  1. Absatz einsDer 5a. Abschnitt der K-BV in der Fassung dieses Gesetzes tritt am 10. März 2021 in Kraft.
  2. Absatz 2Paragraph 44 b, K-BV tritt am 30. Juni 2021 in Kraft.
  3. Absatz 3Im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Bestimmungen dieses Gesetzes anhängige Verfahren sind nach den bis zu diesem Zeitpunkt geltenden Bestimmungen weiterzuführen.
  4. Absatz 4Art. römisch IV Absatz 10, des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 80 aus 2012, gilt auch für die Anforderungen nach Art. römisch eins dieses Gesetzes.
  5. Absatz 5Mit diesem Gesetz werden umgesetzt:
    1. Litera a
      Richtlinie 2010/31/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Mai 2010 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Neufassung), ABl. Nr. L 153 vom 18. 6. 2010, S 13;
    2. Litera b
      Richtlinie 2012/27/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2012 zur Energieeffizienz, zur Änderung der Richtlinien 2009/125/EG und 2010/30/EU und zur Aufhebung der Richtlinien 2004/8/EG und 2006/32/EG, ABl. Nr. L 315 vom 14. November 2012, S 1;
    3. Litera c
      Richtlinie 2014/94/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2014 über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe, ABl. Nr. L 307 vom 28.10.2014, S 1;
    4. Litera d
      Richtlinie (EU) 2018/844 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Mai 2018 zur Änderung der Richtlinie 2010/31/EU über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden und der Richtlinie 2012/27/EU über Energieeffizienz, ABl. Nr. L 156 vom 19.6.2018, S 75;
    5. Litera e
      Richtlinie (EU) 2018/2001 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2018 zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen, ABl. Nr. L 328 vom 21. Dezember 2018, S 82.

Artikel VII

Landesgesetzblatt Nr 117 aus 2020,)
Inkrafttretens-, Außerkrafttretens- und Übergangsbestimmungen

  1. Absatz einsArt. römisch II dieses Gesetzes (betreffend Paragraph 16, Absatz eins, Litera d, sowie Paragraph 24, Litera b und d K-BO 1996) tritt am 1. Jänner 2021 in Kraft und mit Ablauf des 31. Dezember 2021 außer Kraft.
  2. Absatz 2Der Eintrag im Inhaltsverzeichnis und Paragraph 68 a, K-SchG in der Fassung des Art. römisch IV dieses Gesetzes treten am 1. September 2020 in Kraft und mit Ablauf des 31. August 2021 außer Kraft.
  3. Absatz 3Paragraph 12, Absatz eins a,, 3a und 4 K-VAG 2010 in der Fassung des Art. römisch fünf dieses Gesetzes treten am 3. November 2020 in Kraft und mit Ablauf des 31. Dezember 2021 außer Kraft.
  4. Absatz 4Abweichend von Paragraph 4, Absatz 5, Litera b, Kärntner Objektivierungsgesetz – K-OG, Landesgesetzblatt Nr. 98 aus 1992,, zuletzt in der Fassung des Gesetzes Landesgesetzblatt Nr. 50 aus 2019,, dürfen die am 1. Jänner 2021 bestehenden Dienstverhältnisse, die infolge unvorhersehbaren, dringenden Personalbedarfs im Sinne des Paragraph 4, Absatz 5, Litera b, K-OG nach dem 11. April 2020 eingegangen worden sind, auf höchstens ein weiteres halbes Jahr verlängert werden, wenn aufgrund der durch COVID-19 verursachten Krisensituation die Durchführung eines Objektivierungsverfahrens aus Gründen der Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 nicht tunlich ist.

Artikel VI

Landesgesetzblatt Nr 48 aus 2021,)
Inkrafttretens- und Übergangsbestimmungen

  1. Absatz einsDieses Gesetz tritt an dem der Kundmachung im Landesgesetzblatt folgenden Monatsersten in Kraft.
  2. Absatz 2Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes anhängige Verfahren sind nach den bisher geltenden Bestimmungen weiterzuführen.
  3. Absatz 3In Angelegenheiten des eigenen Wirkungsbereiches sind Berufungs- und Devolutionsverfahren, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes anhängig sind, von den bis zu diesem Zeitpunkt zuständigen Behörden nach den für sie bisher geltenden Bestimmungen weiterzuführen.
  4. Absatz 4Ist in einer in Absatz 3, genannten Angelegenheit in einem Einparteienverfahren vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ein Bescheid erlassen worden und ist die Frist zur Erhebung der Berufung vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes noch nicht abgelaufen, so kann innerhalb der Berufungsfrist die Berufung auch nach diesem Zeitpunkt noch erhoben werden; das Berufungsverfahren ist nach Maßgabe des Absatz 3, fortzuführen. Dies gilt sinngemäß für eine in einer in Absatz 3, genannten Angelegenheit in einem Einparteienverfahren vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes erlassene Berufungsvorentscheidung, wenn die Frist zur Erhebung eines Vorlageantrages vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes noch nicht abgelaufen ist.
  5. Absatz 5Ist in einer in Absatz 3, genannten Angelegenheit in einem Mehrparteienverfahren vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes der Bescheid zumindest einer Partei gegenüber erlassen worden, so steht den übrigen Parteien auch dann das Recht der Berufung zu, wenn dieser ihnen gegenüber erst nach diesem Zeitpunkt erlassen wird. Für Parteien, für die in diesem Zeitpunkt die Frist zur Erhebung einer Berufung oder eines Vorlageantrages noch nicht abgelaufen ist, gilt Absatz 3, sinngemäß. Das Berufungsverfahren ist nach Maßgabe des Absatz 3, weiterzuführen.
  6. Absatz 6Absatz 3 bis 5 gelten auch für Verfahren in Angelegenheiten des eigenen Wirkungsbereiches nach dem Kärntner Ortsbildpflegegesetz – K-OBG.
  7. Absatz 7Art. römisch IV Absatz 10, des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 80 aus 2012, gilt auch für die Anforderungen nach
    Art. römisch II dieses Gesetzes.
  8. Absatz 8Art. römisch IV Absatz 11, des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 80 aus 2012, gilt auch für die Anbringung einer Außendämmung.
  9. Absatz 9Wird an einem im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes bereits bestehenden Gebäude ein Dach inklusive Errichtung eines Unterdaches erneuert, so sind dadurch bedingte, abstandsrelevante Verkürzungen bis höchstens 20 cm zulässig.
  10. Absatz 10Art. römisch fünf Ziffer 2 bis 4 des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 29 aus 2020, und Art. römisch II des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 117 aus 2020, entfallen.
  11. Absatz 11Mit diesem Gesetz werden umgesetzt:
    1. Litera a
      Richtlinie 2010/31/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Mai 2010 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Neufassung), ABl. Nr. L 153 vom 18.6.2010,
      S 13;
    2. Litera b
      Richtlinie (EU) 2018/844 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Mai 2018 zur Änderung der Richtlinie 2010/31/EU über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden und der Richtlinie 2012/27/EU über Energieeffizienz, ABl. Nr. L 156 vom 19.6.2018, S 75;
    3. Litera c
      Richtlinie (EU) 2018/2001 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2018 zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen, ABl. Nr. L 328 vom 21.12.2018, S 82.
  12. Absatz 12Dieses Gesetz wurde einem Informationsverfahren im Sinne der Richtlinie (EU) 2015/1535 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. September 2015 über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der technischen Vorschriften und der Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft unterzogen (Notifikationsnummer: 2017/518/A).

Artikel V

Landesgesetzblatt Nr 59 aus 2021,)
Inkrafttretens-, Außerkrafttretens- und Übergangsbestimmungen

  1. Absatz einsDieses Gesetz tritt, wenn in Absatz 2, nicht anderes bestimmt wird, mit 1. Jänner 2022 in Kraft und das Kärntner Raumordnungsgesetz – K-ROG, Landesgesetzblatt Nr. 76 aus 1969,, zuletzt in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 10 aus 2018,, sowie das Kärntner Gemeindeplanungsgesetz 1995 – K-GplG 1995, Landesgesetzblatt Nr. 23 aus 1995,, zuletzt in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 71 aus 2018,, außer Kraft.
  2. Absatz 2Art. römisch IV Ziffer 7 und 8 tritt an dem der Kundmachung folgenden Tag in Kraft.
  3. Absatz 3Verordnungen aufgrund dieses Gesetzes dürfen bereits ab dem der Kundmachung dieses Gesetzes folgenden Tag erlassen werden. Sie dürfen jedoch frühestens gleichzeitig mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes in Kraft gesetzt werden.
  4. Absatz 4Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes bereits durch Auflage zur allgemeinen Einsicht gemäß Paragraph 2, Absatz 4,, Paragraph 13, Absatz eins, in Verbindung mit Paragraph 26, Absatz eins, sowie Paragraph 31 b, Absatz eins, K-GplG 1995 eingeleitete Verfahren zur Erlassung oder Änderung von örtlichen Entwicklungskonzepten, Flächenwidmungsplänen, Bebauungsplänen oder integrierten Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen sind, wenn in Absatz 5, nicht anderes bestimmt wird, entsprechend dem jeweiligen Verfahrensstand nach der durch dieses Gesetz geänderten Rechtslage weiterzuführen.
  5. Absatz 5Die Genehmigung von Flächenwidmungsplänen, Bebauungsplänen oder integrierten Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen, die vom Gemeinderat bereits vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes beschlossen worden sind, hat nach der im Zeitpunkt dieser Beschlussfassung geltenden Rechtslage zu erfolgen. Auf im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes bereits anhängige Genehmigungsverfahren entsprechend den Bestimmungen des K-GplG 1995 finden die Bestimmungen dieses Gesetzes keine Anwendung.
  6. Absatz 6Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes bestehende überörtliche Entwicklungsprogramme im Sinne des Paragraph 3, K-ROG, Verordnungen über die Geschäftsordnung des Raumordnungsbeirates, Planzeichenverordnungen, Orts- und Stadtkernverordnungen, Richtlinien-Verordnungen, örtliche Entwicklungskonzepte, Flächenwidmungspläne, Bebauungspläne und integrierte Flächenwidmungs- und Bebauungspläne gelten als überörtliche Entwicklungsprogramme, Verordnungen über die Geschäftsordnung des Raumordnungsbeirates, Planzeichenverordnungen, Orts- und Stadtkernverordnungen, Richtlinien-Verordnungen, örtliche Entwicklungskonzepte, Flächenwidmungspläne, Bebauungspläne und integrierte Flächenwidmungs- und Bebauungspläne im Sinne des K-ROG 2021.
  7. Absatz 7Die Landesregierung hat die bestehenden überörtlichen Entwicklungsprogramme im Sinne des
    Paragraph 3, K-ROG, Verordnungen über die Geschäftsordnung des Raumordnungsbeirates, Planzeichenverordnungen, Orts- und Stadtkernverordnung, Richtlinien-Verordnungen, wenn sie den Bestimmungen dieses Gesetzes nicht entsprechen, spätestens binnen drei Jahren ab Inkrafttreten dieses Gesetzes an die Bestimmungen des K-ROG 2021 anzupassen. Die Landesregierung hat bestehende überörtliche Entwicklungsprogramme im Sinne des Paragraph 10, K-GplG 1995 aufzuheben.
  8. Absatz 8Mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes treten Sonderwidmungen für Einkaufszentren gemäß Paragraph 8, Absatz 7, K-GplG 1995 und Sonderwidmungen für Veranstaltungszentren gemäß Paragraph 8, Absatz 10, K-GplG 1995 außer Kraft. Sonderwidmungen für Einkaufszentren gemäß Paragraph 8, Absatz 7, K-GplG 1995 und Sonderwidmungen für Veranstaltungszentren gemäß Paragraph 8, Absatz 10, K-GplG 1995, die binnen fünf Jahren vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes wirksam geworden sind, treten fünf Jahre nach ihrer jeweiligen Wirksamkeit außer Kraft.
  9. Absatz 9Die Gemeinden haben die bestehenden örtlichen Entwicklungskonzepte, Flächenwidmungspläne, Bebauungspläne und integrierten Flächenwidmungs- und Bebauungspläne, wenn sie den Bestimmungen dieses Gesetzes nicht entsprechen, spätestens binnen fünf Jahren ab Inkrafttreten dieses Gesetzes an die Bestimmungen des K-ROG 2021 anzupassen. Dies gilt auch für Flächenwidmungspläne, Bebauungspläne und integrierte Flächenwidmungs- und Bebauungspläne im Sinne des Absatz 5,
  10. Absatz 10Wird das örtliche Entwicklungskonzept nicht innerhalb der in Absatz 9, genannten Frist angepasst, darf keine Änderung des Flächenwidmungsplanes mehr aufsichtsbehördlich genehmigt und keine Änderung des Flächenwidmungsplanes im vereinfachten Verfahren durchgeführt werden.
  11. Absatz 11Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes rechtmäßig errichtete oder bewilligte Einkaufszentren im Sinne des Paragraph 8, Absatz 8 und 9 K-GplG 1995, die nicht in einem festgelegten Orts- und Stadtkern gelegen sind, gelten als rechtmäßig errichtete und bewilligte Einkaufszentren im Sinne des K-ROG 2021. Die Änderung sowie die gänzliche oder teilweise Wiedererrichtung von Gebäuden und sonstigen baulichen Anlagen für diese Einkaufszentren sind zulässig, wenn hiedurch keine Änderung der bewilligten Kategorie dieser Einkaufszentren (EKZ römisch eins, EKZ römisch II, EKZ römisch II des Kraftfahrzeug- und Maschinenhandels, des Baustoffhandels, des Möbelhandels, des Brennstoffhandels sowie EKZ des Großhandels) eintritt und die baubehördlich genehmigten Verkaufsfläche nur bis zu 10 Prozent, jedoch höchstens um 600 m2, vergrößert wird. In den Städten Klagenfurt am Wörthersee und Villach ist unter diesen Voraussetzungen auch eine Vergrößerung der baubehördlich genehmigten Verkaufsfläche höchstens um 3.000 m2 zulässig, wenn durch privatwirtschaftliche Vereinbarung mit der Gemeinde sichergestellt ist, dass zumindest im Ausmaß der beabsichtigten Verkaufsfläche rechtmäßig bewilligte und errichtete Verkaufsflächen von Einkaufzentren der gleichen Kategorie (EKZ römisch eins, EKZ römisch II, EKZ römisch II des Kraftfahrzeug- und Maschinenhandels, des Baustoffhandels, des Möbelhandels, des Brennstoffhandels sowie EKZ des Großhandels) außerhalb des Stadtkerns
    1. Ziffer eins
      abgebrochen werden oder
    2. Ziffer 2
      eine dauerhafte Auflassung mit einer alternativen widmungsgemäßen Nachnutzung erfolgt.
  12. Absatz 12Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes rechtmäßig errichtete oder bewilligte bauliche Anlagen für land- und forstwirtschaftliche Betriebe gelten als rechtmäßig errichtete und bewilligte bauliche Anlagen für land- und forstwirtschaftliche Betriebe im Sinne des K-ROG 2021. Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes rechtmäßig errichtete oder bewilligte Betriebswohngebäude sowie Geschäfts- und Verwaltungsgebäude im Gewerbegebiet gelten als rechtmäßig errichtete und bewilligte Gebäude im Gewerbegebiet im Sinne des K-ROG 2021. Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes rechtmäßig errichtete oder bewilligte betriebsnotwendige Wohngebäude für das Aufsichts- und Wartungspersonal sowie Geschäftsgebäude im Industriegebiet gelten als rechtmäßig errichtete und bewilligte Gebäude im Industriegebiet im Sinne des K-ROG 2021.
  13. Absatz 13Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes bestehende privatwirtschaftliche Vereinbarungen sind in das elektronische Verzeichnis gemäß Paragraph 53, Absatz 11, K-ROG 2021 aufzunehmen, wenn unabhängig von Leistungspflichtenerfüllungsfristen die vereinbarungsgemäßen Leistungspflichten nicht oder nicht zur Gänze erfüllt worden sind.
  14. Absatz 14In Art. römisch IV Absatz 11, des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 80 aus 2012, entfällt die Wortfolge „über die Baulinie oder“. Wird an ein am 1. Oktober 2012 bereits bestehendes Gebäude ein Vollwärmeschutz oder eine Außendämmung angebracht, so dürfen diese höchstens 20 cm über die Baulinie ragen. Diese Anbringungen eines Vollwärmeschutzes oder einer Außendämmung dürfen auch entgegen dem Flächenwidmungsplan ausgeführt werden.
  15. Absatz 15Die Landesregierung hat die Zielerreichung des K-ROG 2021 fünf Jahre nach seinem Inkrafttreten zu evaluieren.
  16. Absatz 16Mit diesem Gesetz werden umgesetzt:
    1. Ziffer eins
      Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Juni 2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm, ABl. Nr. L 189 vom 18. Juli 2002, S 12;
    2. Ziffer 2
      Richtlinie 2010/31/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Mai 2010 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Neufassung), ABl. Nr. L 153 vom 18. 6. 2010, S 13;
    3. Ziffer 3
      Richtlinie 2012/18/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. Juli 2012 zur Beherrschung der Gefahren schwerer Unfälle mit gefährlichen Stoffen, zur Änderung und anschließenden Aufhebung der Richtlinie 96/82/EG des Rates, ABl. Nr. L 197 vom 24.7.2012, S 1;
    4. Ziffer 4
      Richtlinie 2013/59/Euratom des Rates vom 5. Dezember 2013 zur Festlegung grundlegender Sicherheitsnormen für den Schutz vor den Gefahren einer Exposition gegenüber ionisierender Strahlung und zur Aufhebung der Richtlinien 89/618/Euratom, 90/641/Euratom, 96/29/Euratom, 97/43/Euratom und 2003/122/Euratom, ABl. Nr. L 13 vom 17.1.2014, S 1;
    5. Ziffer 5
      Richtlinie (EU) 2018/2001 des Europäischen Parlamentes und Rates vom 11. Dezember 2018 zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen, ABl. Nr. L 328 vom 21.12.2018, S 82.

Artikel III

Landesgesetzblatt Nr 73 aus 2021,)
Übergangs- und Schlussbestimmungen

  1. Absatz einsGebäude gemäß Paragraph 42 b, Absatz eins, K-BV in der Fassung dieses Gesetzes, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes bestehen oder mit deren Ausführung begonnen wurde, sind mit Notstromeinspeiseinstallationen auszustatten:
    1. Litera a
      bei einer Änderung des Gebäudes gemäß Paragraph 6, Litera b, K-BO 1996;
    2. Litera b
      wenn keine Änderung des Gebäudes gemäß Paragraph 6, Litera b, K-BO 1996 erfolgt, spätestens binnen fünf Jahren nach Inkrafttreten dieses Gesetzes.
  2. Absatz 2Gebäude gemäß Paragraph 42 b, Absatz eins, K-BV in der Fassung dieses Gesetzes, für die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes eine Baubewilligung erteilt wurde, mit deren Ausführung aber noch nicht begonnen wurde, sind bei ihrer Errichtung mit Notstromeinspeiseinstallationen auszustatten.
  3. Absatz 3Dieses Gesetz wurde einem Informationsverfahren im Sinne der Richtlinie (EU) 2015/1535 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. September 2015 über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der technischen Vorschriften und der Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft unterzogen (Notifikationsnummer: 2021/0066/A).
  4. Absatz 4Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes anhängige vereinfachte Verfahren gemäß Paragraph 24, K-BO 1996 sind nach den jeweils bisher geltenden Bestimmungen des Paragraph 24, K-BO 1996 weiterzuführen.
  5. Absatz 5Art. römisch IV Ziffer 9 und 10 des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 59 aus 2021, entfallen.

Artikel IV

Landesgesetzblatt Nr 77 aus 2022,)
Inkrafttretens- und Übergangsbestimmungen

  1. Absatz einsIm Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes anhängige Verwaltungsstrafverfahren sind nach den bisher geltenden Bestimmungen fortzuführen.
  2. Absatz 2Art. römisch IV Absatz 10, des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 80 aus 2012, gilt auch für die Anforderungen nach
    Art. römisch II dieses Gesetzes.
  3. Absatz 3Durch die Kärntner Bauordnung 1996 – K-BO 1996 wird die Richtlinie (EU) 2020/2184 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2020 über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch, ABl. Nr. L 435 vom 23. Dezember 2020, S 1 umgesetzt.
  4. Absatz 4Mit diesem Gesetz werden umgesetzt:
    1. Ziffer eins
      Richtlinie 2014/61/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014 über Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten des Ausbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen für die elektronische Kommunikation, ABl. Nr. L 155 vom 15.05.2014, S 1;

             2.       Richtlinie (EU) 2020/2184 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2020 über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch, ABl. Nr. L 435 vom 23. Dezember 2020, S 1.