Landesrecht konsolidiert Oberösterreich: Gesamte Rechtsvorschrift für Oö. Sozialberufegesetz, Fassung vom 23.07.2024

§ 0

Umsetzungshinweis für folgende Bestimmung

Über die bei den jeweiligen Landesgesetzblättern angeführten Richtlinien hinaus setzt dieser Landesrechtsakt in der geltenden Fassung weiters folgende Richtlinie(n) um: CELEX-Nr. 32021L1883

Langtitel

Landesgesetz, mit dem die Ausbildung, das Berufsbild und die Tätigkeit der Angehörigen der Sozialberufe geregelt wird (Oö. Sozialberufegesetz - Oö. SBG)

StF: LGBl.Nr. 63/2008 (GP XXVI RV 1274/2007 AB 1496/2008 LT 49; RL 2003/109/EG vom 25. November 2003, ABl.Nr. L 16 vom 23.1.2004, S. 44; RL 2005/36/EG vom 7. September 2005, ABl.Nr. L 255 vom 30.9.2005, S. 22)

Änderung

LGBl.Nr. 92/2009 (GP römisch XXVI RV 1903/2009 AB 1931/2009 LT 61)

LGBl.Nr. 90/2013 (GP römisch XXVII RV 942/2013 AB 993/2013 LT 38)

LGBl.Nr. 42/2017 (GP römisch XXVIII RV 421/2017 AB 443/2017 LT 17)

LGBl.Nr. 49/2017 (GP römisch XXVIII RV 446/2017 AB 474/2017 LT 18; RL 2013/55/EU vom 20. November 2013, ABl. Nr. L 354 vom 28.12.2013, S 132 [CELEX-Nr. 32013L0055])

LGBl.Nr. 55/2018 (GP römisch XXVIII RV 707/2018 AB 720/2018 LT 26)

LGBl.Nr. 68/2021 (GP römisch XXVIII RV 1636/2021 AB 1709/2021 LT 58)

Präambel/Promulgationsklausel

INHALTSVERZEICHNIS

römisch eins. TEIL

ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN

Paragraph eins,

Sozialberufe

Paragraph 2,

Gegenstand

Paragraph 3,

Geltungsbereich

Paragraph 4,

Berufsberechtigung

Paragraph 5,

Begriffsbestimmungen

römisch II. TEIL

GRUNDSÄTZE FÜR DIE BERUFSAUSÜBUNG

Paragraph 6,

Allgemeine Grundsätze

Paragraph 7,

Betreuungsdokumentation

Paragraph 8,

Verschwiegenheitspflicht

Paragraph 9,

Geschenkannahme

Paragraph 10,

Art und Anzeige der Berufsausübung

Paragraph 11,

Einschränkung und Entziehung der Berufsberechtigung

römisch III. TEIL

SOZIALBETREUUNGSBERUFE

1. HAUPTSTÜCK

HEIMHILFE

Paragraph 12,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

Paragraph 13,

Berufsausbildung

Paragraph 14,

Berufsausübung

2. HAUPTSTÜCK

ALTENARBEIT „A“

1. ABSCHNITT

FACH-SOZIALBETREUUNG „A“

Paragraph 15,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

Paragraph 16,

Berufsausbildung

Paragraph 17,

Berufsausübung

2. ABSCHNITT

DIPLOM-SOZIALBETREUUNG „A“

Paragraph 18,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

Paragraph 19,

Berufsausbildung

Paragraph 20,

Berufsausübung

3. HAUPTSTÜCK

BEHINDERTENARBEIT „BA“

1. ABSCHNITT

FACH-SOZIALBETREUUNG „BA“

Paragraph 21,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

Paragraph 22,

Berufsausbildung

Paragraph 23,

Berufsausübung

2. ABSCHNITT

DIPLOM-SOZIALBETREUUNG „BA“

Paragraph 24,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

Paragraph 25,

Berufsausbildung

Paragraph 26,

Berufsausübung

4. HAUPTSTÜCK

BEHINDERTENBEGLEITUNG „BB“

1. ABSCHNITT

FACH-SOZIALBETREUUNG „BB“

Paragraph 27,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

Paragraph 28,

Berufsausbildung

Paragraph 29,

Berufsausübung

2. ABSCHNITT

DIPLOM-SOZIALBETREUUNG „BB“

Paragraph 30,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

Paragraph 31,

Berufsausbildung

Paragraph 32,

Berufsausübung

5. HAUPTSTÜCK

FAMILIENARBEIT „F“ DIPLOM-SOZIALBETREUUNG „F“

Paragraph 33,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

Paragraph 34,

Berufsausbildung

Paragraph 35,

Berufsausübung

römisch IV. TEIL

WEITERE SOZIALBERUFE

1. HAUPTSTÜCK

PERSÖNLICHE ASSISTENZ

Paragraph 36,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

Paragraph 37,

Berufsausbildung

Paragraph 38,

Berufsausübung

2. HAUPTSTÜCK

FRÜHFÖRDERUNG

Paragraph 39,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

Paragraph 40,

Berufsausbildung

Paragraph 41,

Berufsausübung

3. HAUPTSTÜCK

SEHFRÜHFÖRDERUNG

Paragraph 42,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

Paragraph 43,

Berufsausbildung

Paragraph 44,

Berufsausübung

4. HAUPTSTÜCK

FRÜHE KOMMUNIKATIONSFÖRDERUNG

Paragraph 44 a,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

Paragraph 44 b,

Berufsausbildung

Paragraph 44 c,

Berufsausübung

5. HAUPTSTÜCK

PEER-BERATUNG

Paragraph 45,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

Paragraph 46,

Berufsausbildung

Paragraph 47,

Berufsausübung

6. HAUPTSTÜCK

SOZIALPÄDAGOGISCHE FACHBETREUUNG IN DER KINDER- UND JUGENDHILFE

Paragraph 48,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

Paragraph 49,

Berufsausbildung

Paragraph 50,

Berufsausübung

7. HAUPTSTÜCK
ALLTAGSBEGLEITUNG

Paragraph 50 a,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

Paragraph 50 b,

Berufsausbildung

Paragraph 50 c,

Berufsausübung

römisch fünf. TEIL

BETRIEB VON SCHULEN, DURCHFÜHRUNG VON AUSBILDUNGSGÄNGEN ODER LEHRGÄNGEN

Paragraph 51,

Leitungs- und Lehrpersonal

Paragraph 52,

Bewilligung

Paragraph 53,

Zugang zu und Ausschluss von Ausbildungen

Paragraph 54,

Kommission

Paragraph 55,

Unterricht, Prüfungen und Zeugnisse

Paragraph 56,

Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen

Paragraph 57,

Interne Qualitätssicherung, Aufsicht

römisch VI. TEIL

GLEICHSTELLUNG, ANERKENNUNG BZW. ANRECHNUNG VON AUSBILDUNGEN BZW. TEILEN VON AUSBILDUNGEN

Paragraph 58,

Anrechnung von Prüfungen, Praktika oder Modulen im In- und Ausland

Paragraph 59,

Gleichstellung von Ausbildungen und Anerkennung von Ausbildungen im In- und Ausland

Paragraph 60,

Ausbildungen an Schulen im Sinn des Paragraph 14, Privatschulgesetz

römisch VII. TEIL

STRAF-, ÜBERGANGS- UND SCHLUSSBESTIMMUNGEN; DATENSCHUTZ UND AMTSHILFE

Paragraph 61,

Strafbestimmungen

Paragraph 62,

Verarbeitung personenbezogener Daten und Amtshilfe

Paragraph 63,

Überleitung erworbener Qualifikationen

Paragraph 64,

Weitere Berufsausübung

Paragraph 65,

Bildungseinrichtungen

Paragraph 66,

Ausbildungsplanung

Paragraph 67,

Behörden

Paragraph 68,

Schlussbestimmungen

§ 1

Text

römisch eins. TEIL
ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN

Paragraph eins <, b, r, /, >, S, o, z, i, a, l, b, e, r, u, f, e,

Sozialberufe im Sinn dieses Landesgesetzes sind:

  1. Ziffer eins
    Sozialbetreuungsberufe im Sinn der Vereinbarung gemäß Artikel 15 a, B-VG zwischen dem Bund und den Ländern über Sozialbetreuungsberufe, LGBl. Nr. 77/2005:
    1. Litera a
      Heimhilfe,
    2. Litera b
      Fach-Sozialbetreuung mit dem Ausbildungsschwerpunkt Altenarbeit „A“,
    3. Litera c
      Diplom-Sozialbetreuung mit dem Ausbildungsschwerpunkt Altenarbeit „A“,
    4. Litera d
      Fach-Sozialbetreuung mit dem Ausbildungsschwerpunkt Behindertenarbeit „BA“,
    5. Litera e
      Diplom-Sozialbetreuung mit dem Ausbildungsschwerpunkt Behindertenarbeit „BA“,
    6. Litera f
      Fach-Sozialbetreuung mit dem Ausbildungsschwerpunkt Behindertenbegleitung „BB“,
    7. Litera g
      Diplom-Sozialbetreuung mit dem Ausbildungsschwerpunkt Behindertenbegleitung „BB“,
    8. Litera h
      Diplom-Sozialbetreuung mit dem Ausbildungsschwerpunkt Familienarbeit „F“;
  2. Ziffer 2
    spezifische Berufe für die soziale Betreuung von Menschen im Rahmen der
    1. Litera a
      Persönlichen Assistenz,
    2. Litera b
      Frühförderung, Sehfrühförderung und Frühe Kommunikationsförderung,
    3. Litera c
      Peerberatung,
    4. Litera d
      Alltagsbegleitung sowie
  3. Ziffer 3
    der spezifische Beruf zur sozialpädagogischen Betreuung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Hilfen nach dem Oö. Kinder- und Jugendhilfegesetz 2014, Landesgesetzblatt Nr. 30 aus 2014,, in der jeweils geltenden Fassung in Anspruch nehmen.
Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 42 aus 2017,, 68/2021)

§ 2

Text

Paragraph 2,

Gegenstand

Dieses Landesgesetz regelt die Ausbildung, das Berufsbild und die Tätigkeit der Angehörigen der Sozialberufe, um eine fachgerechte und an den einschlägigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtete Berufsausübung bei der Mitgestaltung der Lebenswelt von Menschen, die auf Grund von Alter, Behinderung oder anderen schwierigen Lebenslagen in ihrer Lebensgestaltung benachteiligt sind oder deren persönliche und soziale Entwicklung gefährdet erscheint, sicherzustellen.

§ 3

Text

Paragraph 3,

Geltungsbereich

  1. Absatz einsDie Bestimmungen dieses Landesgesetzes gelten für die berufliche (selbständige und unselbständige) Ausübung von Sozialberufen im Sinn des Paragraph eins,

  1. Absatz 2Ehrenamtliche Tätigkeiten sowie Hilfestellungen im Familienverband oder im unmittelbaren sozialen Umfeld werden durch dieses Landesgesetz nicht berührt.

  1. Absatz 3Soweit durch Bestimmungen dieses Landesgesetzes der Zuständigkeitsbereich des Bundes, insbesondere in Angelegenheiten des Gesundheitswesens oder des Gewerbes berührt wird, sind sie so auszulegen, dass sich keine über die Zuständigkeit des Landes hinausgehende rechtliche Wirkung ergibt.

§ 4

Text

Paragraph 4,

Berufsberechtigung

  1. Absatz einsPersonen, die eine Berufsausbildung nach diesem Landesgesetz absolviert haben oder deren in- oder ausländische Ausbildung nach diesem Landesgesetz gleichgestellt oder als gleichwertig anerkannt wurde, sind zur Ausübung dieses Berufs und zur Führung der entsprechenden Berufsbezeichnung berechtigt, wenn sie
    1. Ziffer eins
      die für die Berufsausübung erforderliche persönliche und gesundheitliche Eignung sowie Vertrauenswürdigkeit besitzen und
    2. Ziffer 2
      die deutsche Sprache in einem für die Berufsausübung erforderlichen Ausmaß beherrschen.

  1. Absatz 2Eine Person gilt als nicht vertrauenswürdig, wenn
    1. Ziffer eins
      sie wegen einer im unmittelbaren Zusammenhang mit der sozialen oder Sozialpädagogischen Betreuung stehenden, zumindest grob fahrlässig begangenen gerichtlich strafbaren Handlung zu einer Geld- oder Freiheitsstrafe rechtskräftig verurteilt wurde, solange die Verurteilung nicht getilgt ist,
    2. Ziffer 2
      sie wegen einer oder mehrerer mit Vorsatz begangenen gerichtlich strafbaren Handlungen zu einer mehr als einjährigen Freiheitsstrafe rechtskräftig verurteilt wurde, solange die Verurteilung nicht getilgt ist und wenn nach der Eigenart der strafbaren Handlung und nach der Persönlichkeit des oder der Verurteilten die Begehung der gleichen oder einer ähnlichen strafbaren Handlung bei der Berufsausübung zu befürchten ist oder
    3. Ziffer 3
      auf Grund bestimmter Tatsachen angenommen werden muss, dass sie wegen ihrer Sinnesart das Wohl der Betreuten, insbesondere durch ein den sozialen oder sozialpädagogischen Grundsätzen widersprechendes Verhalten gefährdet.

§ 5

Text

Paragraph 5,

Begriffsbestimmungen

Im Sinn dieses Landesgesetzes gelten als:

  1. Ziffer eins
    Anpassungslehrgang: die befristete Ausübung von Tätigkeiten eines Sozialberufs nach diesem Landesgesetz unter der Verantwortung einer fachkundigen Person mit dem Ziel der Anerkennung eines in- oder ausländischen Berufsbilds; der Anpassungslehrgang hat mit einer Zusatzausbildung einherzugehen, sofern diese fachlich erforderlich ist;
  2. Ziffer 2
    Ausbildungsgang: Lehrveranstaltung, bei welcher die theoretischen und praktischen Ausbildungsinhalte eines Berufsbilds vollständig vermittelt werden;
  3. Ziffer 3
    Ausbildungsschwerpunkt: Spezialisierung auf Grund der Zielgruppe und der Arbeitsschwerpunkte in den Bereichen Altenarbeit "A", Behindertenarbeit "BA", Behindertenbegleitung "BB" und Familienarbeit "F";
  4. Ziffer 4
    Diplomniveau: Qualifikationsniveau für Diplom-Sozialbetreuer und Diplom-Sozialbetreuerinnen mit 1.800 Unterrichtseinheiten Theorie und 1.800 Stunden Praxis;
  5. Ziffer 5
    Eignungsprüfung: die ausschließlich die beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten der antragstellenden Person betreffende Prüfung, mit der die Fähigkeiten der antragstellenden Person, einen Sozialberuf nach diesem Landesgesetz auszuüben, beurteilt werden;
  6. Ziffer 6
    Ermächtigte Bildungseinrichtungen: Schulen für Sozialberufe sowie Anbieter von bewilligten Ausbildungsgängen oder Lehrgängen gemäß Paragraph 52, mit Ausnahme von Schulen im Sinn des Paragraph 14, Privatschulgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 244 aus 1962,, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 75 aus 2001, und nach sonstigen bundesgesetzlichen Vorschriften eingerichtete Schulen;
  7. Ziffer 7
    Fachniveau: Qualifikationsniveau für Fach-Sozialbetreuer und Fach-Sozialbetreuerinnen sowie sozialpädagogische Fachbetreuer und sozialpädagogische Fachbetreuerinnen mit 1.200 Unterrichtseinheiten Theorie und 1.200 Stunden Praxis;
  8. Ziffer 8
    Helfer- und Helferinnen-Niveau: Qualifikationsniveau für Heimhelfer und Heimhelferinnen mit 200 Unterrichtseinheiten Theorie und 200 Stunden Praxis;
  9. Ziffer 9
    Lehrgang: Lehrveranstaltung, bei welcher nur einzelne theoretische oder praktische Module eines Berufsbilds vermittelt werden;
  10. Ziffer 10
    Reglementierter Beruf: ein Beruf, bei dem die Führung der Berufsbezeichnung direkt oder auch indirekt durch Rechts- und Verwaltungsvorschriften auf Personen beschränkt ist, die über eine bestimmte Berufsqualifikation verfügen;
  11. Ziffer 11
    Soziale Betreuung: Maßnahmen zur Begleitung bzw. Förderung des eigenständigen und selbstbestimmten sozialen Umgangs sowie der individuellen Fähigkeiten mit dem Ziel der Befriedigung von Bedürfnissen;
  12. Ziffer 12
    Sozialpädagogische Betreuung: persönliche Einflussnahme in Form von Pflege und Erziehung, Anleitung, Begleitung oder Förderung unter Einbeziehung des Herkunftssystems und des sozialen Umfelds mit dem Ziel, die soziale und persönliche Entwicklung von Minderjährigen zu fördern oder eine Gefährdung des Kindeswohls zu vermeiden.

§ 6

Text

römisch II. TEIL
GRUNDSÄTZE FÜR DIE BERUFSAUSÜBUNG

Paragraph 6 <, b, r, /, >, A, l, l, g, e, m, e, i, n, e, Grundsätze

  1. Absatz einsAngehörige der Sozialberufe haben ihren Beruf in Achtung vor dem Leben, der Würde und den Persönlichkeitsrechten, ungeachtet der Nationalität, der ethnischen Zugehörigkeit oder Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, der Hautfarbe, des Alters oder einer Beeinträchtigung, des Geschlechts oder der sexuellen Ausrichtung, der Sprache, der politischen Einstellung und der sozialen Zugehörigkeit auszuüben. Sie haben im Rahmen ihrer erworbenen Kompetenzen die betreuten Personen in ihrer Selbständigkeit bzw. im Bereich der Sozialpädagogischen Fachbetreuung in der Kinder- und Jugendhilfe in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung zu unterstützen. Anmerkung, LGBl.Nr. 42/2017)
  2. Absatz 2Sie haben ihre Tätigkeit auf der Basis einschlägiger fortschrittlicher wissenschaftlicher Erkenntnisse, die in der Praxis erprobt wurden und sich dabei bewährt haben, auszurichten. Dazu haben sie sich über die neuesten Entwicklungen regelmäßig fortzubilden.

§ 7

Text

Paragraph 7,

Betreuungsdokumentation

  1. Absatz einsAngehörige der Sozialberufe haben bei Ausübung ihres Berufes die von ihnen gesetzten Betreuungsmaßnahmen auf geeignete Weise zu dokumentieren.

  1. Absatz 2Den betreuten Personen, deren gesetzlichen Vertretern oder Vertreterinnen und deren Bevollmächtigen sind von Angehörigen der Sozialberufe auf Verlangen Einsicht in die Dokumentation zu gewähren sowie Auskünfte über die von ihnen gesetzten Maßnahmen zu erteilen oder gegen Kostenersatz die Herstellung von Abschriften zu ermöglichen.

  1. Absatz 3Die Dokumentation ist zumindest über einen Zeitraum von zehn Jahren aufzubewahren. Erfolgt die Berufsausübung nicht freiberuflich, hat der jeweilige Arbeitgeber, sofern keine anderslautenden Vorgaben getroffen wurden, die Aufbewahrung der Dokumentation sicherzustellen.

§ 8

Text

Paragraph 8,

Verschwiegenheitspflicht

  1. Absatz einsAngehörige der Sozialberufe sind zur Verschwiegenheit über alle ihnen in Ausübung ihres Berufs anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse verpflichtet.

  1. Absatz 2Die Verschwiegenheitspflicht besteht nicht, wenn
    1. Ziffer eins
      die betroffene Person oder deren gesetzlicher Vertreter oder Vertreterin der Offenbarung des Geheimnisses ausdrücklich zustimmt,
    2. Ziffer 2
      eine im Rahmen der Gesetze tätige Person, die ihrerseits zur Verschwiegenheit verpflichtet ist, zur Erfüllung ihres Auftrags auf die Offenbarung des Geheimnisses angewiesen ist oder
    3. Ziffer 3
      die Offenbarung des Geheimnisses auf Grund überwiegender öffentlicher Interessen oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer oder im Interesse der betroffenen Person unerlässlich ist.

§ 9

Text

Paragraph 9,

Geschenkannahme

  1. Absatz einsAngehörigen der Sozialberufe ist es untersagt, von den betreuten Personen oder deren Angehörigen im Hinblick auf ihre Tätigkeit für sich oder Dritte ein Geschenk, einen anderen Vermögensvorteil oder einen sonstigen Vorteil zu fordern, anzunehmen oder sich versprechen zu lassen.

  1. Absatz 2Orts- oder landesübliche Aufmerksamkeiten von geringem Wert gelten nicht als Geschenk.

§ 10

Text

Paragraph 10,

Art und Anzeige der Berufsausübung

  1. Absatz einsDie Berufsausübung in der Sozialbetreuung mit den Ausbildungsschwerpunkten „A“, „BA“ und „F“ kann, soweit keine Berechtigung zur selbständigen Ausübung des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege vorliegt, nur unselbständig im Rahmen eines Dienstverhältnisses zu einer natürlichen oder juristischen Person im Sinn des Paragraph 90, Gesundheits- und Krankenpflegegesetz, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 108 aus 1997,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 105 aus 2019,, erfolgen. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)
  2. Absatz 2Die Berufsausübung in der Heimhilfe und in der Alltagsbegleitung kann, soweit keine Berechtigung zur selbständigen Ausübung des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege vorliegt, nur unselbständig erfolgen. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)
  3. Absatz 3Die Berufsausübung in der Sozialbetreuung mit dem Ausbildungsschwerpunkt „BB“, in der Persönlichen Assistenz, in der Frühförderung und Sehfrühförderung, in der Frühen Kommunikationsförderung sowie in der Peer-Beratung ist der auf Grund des Orts der erstmaligen in Aussicht genommenen Berufsausübung in Oberösterreich zuständigen Behörde anzuzeigen, sofern sie nicht unselbständig im Rahmen eines Dienstverhältnisses zu einer auf Grund bundes- oder landesrechtlicher Bestimmungen zur Leistungserbringung in diesem Bereich ermächtigten Einrichtung erfolgt. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)
  4. Absatz 4Die Behörde hat die Berufsausübung mit Bescheid zu untersagen, wenn die Voraussetzungen nach Paragraph 4, nicht vorliegen. Gleichzeitig hat die Bezirksverwaltungsbehörde die Landesregierung über das Nichtvorliegen der Voraussetzungen nach Paragraph 4, in Kenntnis zu setzen.

§ 11

Text

Paragraph 11,

Einschränkung und Entziehung der Berufsberechtigung

  1. Absatz einsWenn von der Behörde auf Grund von behördlich festgestellten Tatsachen angenommen werden muss, dass Angehörige der Sozialberufe bei der Ausübung ihrer Tätigkeit das Leben, die Gesundheit, die körperliche Integrität oder die körperliche oder geistige Entwicklung betreuter Personen schädigen oder beträchtlich gefährden, hat die Behörde nach einer Anzeige im Sinn des Paragraph 78, StPO, Bundesgesetzblatt Nr. 631 aus 1975,, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 109 aus 2007,, längstens bis zur rechtskräftigen Entscheidung oder Einstellung in einem gerichtlichen Verfahren mit Bescheid gemäß Paragraph 57, AVG eine Einschränkung oder Entziehung der Berechtigung zur Berufsausübung anzuordnen, soweit dies zur Abwendung des Schadens oder der Gefahr erforderlich ist. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 92 aus 2009,)

  1. Absatz 2Die Behörde hat die Berechtigung zur Berufsausübung zu entziehen, wenn die Voraussetzungen des Paragraph 4, bereits anfänglich nicht gegeben waren oder nachträglich weggefallen sind. Sobald die Voraussetzungen gemäß Paragraph 4, vorliegen und gegen die Wiederaufnahme der Berufsausübung keine Bedenken mehr bestehen, ist die Berufsberechtigung auf Antrag wieder zu erteilen.

§ 12

Text

römisch III. TEIL

SOZIALBETREUUNGSBERUFE

1. HAUPTSTÜCK

HEIMHILFE

Paragraph 12,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

  1. Absatz einsDas Berufsbild der Heimhilfe umfasst
    1. Ziffer eins
      die Unterstützung betreuungsbedürftiger Menschen bei der Haushaltsführung und den Aktivitäten des täglichen Lebens im Sinn der Unterstützung von Eigenaktivitäten und der Hilfe zur Selbsthilfe,
    2. Ziffer 2
      die eigenverantwortliche Durchführung hauswirtschaftlicher Tätigkeiten sowie
    3. Ziffer 3
      die Unterstützung bei der Basisversorgung.

  1. Absatz 2Angehörige dieses Berufsbilds führen auf Grund von Anordnungen von betreuungsbedürftigen Menschen oder Angehörigen der Sozial- und Gesundheitsberufe eigenverantwortlich Tätigkeiten im Sinn des Absatz eins, Ziffer eins und 2 im Rahmen der sozialen Betreuungsplanung durch.

§ 13

Text

Paragraph 13,

Berufsausbildung

  1. Absatz einsDie Ausbildung in der Heimhilfe erfolgt ausschließlich in Ausbildungsgängen und besteht aus zumindest 200 Unterrichtseinheiten Theorie sowie 200 Stunden Praxis.

  1. Absatz 2Die theoretische Ausbildung umfasst, soweit diese Inhalte nicht vom Ausbildungsmodul "Unterstützung bei der Basisversorgung" gemäß Gesundheits- und Krankenpflege-Basisversorgungs-Ausbildungsverordnung - GuK-BAV, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 281 aus 2006,, erfasst sind, jedenfalls folgende Bereiche, wobei die jeweils angegebene Anzahl der Unterrichtseinheiten nicht unterschritten werden darf:
    1. Ziffer eins
      Dokumentation (4 Unterrichtseinheiten),
    2. Ziffer 2
      Ethik und Berufskunde (8 Unterrichtseinheiten),
    3. Ziffer 3
      Erste Hilfe (20 Unterrichtseinheiten),
    4. Ziffer 4
      Grundzüge der angewandten Hygiene (6 Unterrichtseinheiten),
    5. Ziffer 5
      Grundzüge der Ergonomie und Mobilisation (20 Unterrichtseinheiten),
    6. Ziffer 6
      Grundzüge der angewandten Ernährungslehre und Diätkunde (8 Unterrichtseinheiten),
    7. Ziffer 7
      Haushaltsführung (12 Unterrichtseinheiten),
    8. Ziffer 8
      Grundzüge der Gerontologie (10 Unterrichtseinheiten),
    9. Ziffer 9
      Grundzüge der Kommunikation und Konfliktbewältigung (26 Unterrichtseinheiten),
    10. Ziffer 10
      Grundzüge der Sozialen Sicherheit (6 Unterrichtseinheiten).

  1. Absatz 3Die praktische Ausbildung ist zu 120 Stunden in Einrichtungen der mobilen Betreuung und Hilfe und zu 80 Stunden in teilstationären oder stationären Einrichtungen zu absolvieren. Als Praktikumsstellen kommen ausschließlich solche in Betracht, die auf Grund bundes- oder landesrechtlicher Bestimmungen zur Leistungserbringung in diesem Bereich ermächtigt sind. Sie hat auch eine Praktikumsvorbereitung und eine Praktikumsreflexion zu umfassen. Das Ausbildungsmodul "Unterstützung bei der Basisversorgung" gemäß Gesundheits- und Krankenpflege-Basisversorgungs-Ausbildungsverordnung, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 281 aus 2006,, ist zu berücksichtigen.

§ 14

Text

Paragraph 14,

Berufsausübung

  1. Absatz einsDie Berufsausübung in der Heimhilfe gemäß Paragraph 12, Absatz eins, setzt die Vollendung des 18. Lebensjahres voraus.

  1. Absatz 2Dienstgeber eines Heimhelfers oder einer Heimhelferin haben laufend Maßnahmen zu setzen, um die Einhaltung dieses Landesgesetzes und der auf Grund dieses Landesgesetzes erlassenen Verordnungen sowie die Erbringung der gebotenen Qualität zu sichern.

  1. Absatz 3Heimhelfer und Heimhelferinnen sind verpflichtet, alle zwei Jahre Fortbildungen im Ausmaß von zumindest 16 Stunden zu absolvieren.

§ 15

Text

2. HAUPTSTÜCK
ALTENARBEIT „A“

1. ABSCHNITT
FACH-SOZIALBETREUUNG „A“

Paragraph 15,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

  1. Absatz einsDas Berufsbild der Fach-Sozialbetreuung mit dem Ausbildungsschwerpunkt Altenarbeit „A“ umfasst
    1. Ziffer eins
      die ganzheitliche und auf die individuellen Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmte soziale Betreuung und
    2. Ziffer 2
      die Pflegeassistenz im Sinn des 3. Hauptstücks des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 108 aus 1997,.
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)
  2. Absatz 2Der eigenverantwortliche Tätigkeitsbereich gemäß Absatz eins, Ziffer eins, umfasst die soziale Betreuung älterer Menschen, insbesondere
    1. Ziffer eins
      die Setzung präventiver, unterstützender, aktivierender, reaktivierender, beratender, organisatorischer und administrativer Maßnahmen zur täglichen Lebensbewältigung;
    2. Ziffer 2
      das Eingehen auf körperliche, seelische, soziale und geistige Bedürfnisse und Ressourcen;
    3. Ziffer 3
      die Hilfe zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten für ein möglichst selbständiges und eigenverantwortliches Leben im Alter;
    4. Ziffer 4
      die individuelle Begleitung bei der Sinnfindung und Neuorientierung in der Lebensphase Alter;
    5. Ziffer 5
      die Unterstützung bei der psychosozialen Bewältigung von Krisensituationen;
    6. Ziffer 6
      die Entlastung, Begleitung und Anleitung von Angehörigen und Laienhelfern und Laienhelferinnen sowie
    7. Ziffer 7
      die Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen.

§ 16

Text

Paragraph 16,

Berufsausbildung

  1. Absatz einsDie Ausbildung in der Fach-Sozialbetreuung „A“ ist entweder im Rahmen eines Ausbildungsgangs oder durch Absolvierung der einzelnen Module in ermächtigten Bildungseinrichtungen zu erwerben. Sie integriert die Ausbildung in der Pflegeassistenz nach den gesundheits- und krankenpflegerechtlichen Bestimmungen des Bundes, und ergänzt diese um zumindest 365 Unterrichtseinheiten Theorie sowie 400 Stunden Praxis. Die Ausbildung ist auf zumindest zwei Ausbildungsjahre aufzuteilen. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)
  2. Absatz 2Die theoretische Ausbildung umfasst folgende Module, wobei jeweils die angegebene Zahl der Unterrichtseinheiten nicht unterschritten werden darf:
    1. Ziffer eins
      Persönlichkeitsbildung (120 Unterrichtseinheiten),
    2. Ziffer 2
      Allgemeine Sozialbetreuung (30 Unterrichtseinheiten),
    3. Ziffer 3
      Humanwissenschaftliche Grundbildung (50 Unterrichtseinheiten),
    4. Ziffer 4
      Politische Bildung und Recht (10 Unterrichtseinheiten),
    5. Ziffer 5
      Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung (20 Unterrichtseinheiten),
    6. Ziffer 6
      Haushalt, Ernährung, Diät (55 Unterrichtseinheiten),
    7. Ziffer 7
      Schwerpunktspezifische Sozialbetreuung (80 Unterrichtseinheiten).
  3. Absatz 3Die praktische Ausbildung muss in Einrichtungen der mobilen Betreuung und Hilfe, der sozialen Hauskrankenpflege sowie in teilstationären oder stationären Einrichtungen absolviert werden. Als Praktikumsstellen kommen ausschließlich solche in Betracht, die auf Grund bundes- oder landesrechtlicher Bestimmungen zur Leistungserbringung in diesem Bereich ermächtigt sind. Sie hat auch eine Praktikumsvorbereitung und eine Praktikumsreflexion zu umfassen.

§ 17

Text

Paragraph 17,

Berufsausübung

  1. Absatz einsDie Berufsausübung in der Fach-Sozialbetreuung „A“ setzt die Vollendung des 19. Lebensjahres sowie eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung nach Paragraph 16, bzw. eine dieser Ausbildung nach Paragraph 59, gleichgestellte oder als gleichwertig anerkannte Ausbildung voraus.
  2. Absatz 2Dienstgeber eines Fach-Sozialbetreuers oder einer Fach-Sozialbetreuerin „A“ haben laufend Maßnahmen zu setzen, um die Einhaltung dieses Landesgesetzes und der auf Grund dieses Landesgesetzes erlassenen Verordnungen sowie die Erbringung der gebotenen Qualität zu sichern.
  3. Absatz 3Fach-Sozialbetreuer und Fach-Sozialbetreuerinnen „A“ sind verpflichtet, alle zwei Jahre Fortbildungen im Ausmaß von zumindest 32 Stunden zu absolvieren.
  4. Absatz 4Personen, die in einer Ausbildung zum Fach-Sozialbetreuer oder Fach-Sozialbetreuerin „A“ stehen, sind bereits ab der erfolgreichen Absolvierung der Pflegeassistenz-Ausbildung nach den gesundheits- und krankenpflegerechtlichen Bestimmungen des Bundes berechtigt, nach dem Fortschritt ihrer Ausbildung in der sozialen Betreuung Tätigkeiten der Fachsozialbetreuung „A“ beruflich auszuüben. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 92 aus 2009,, 68/2021)

§ 18

Text

2. ABSCHNITT

DIPLOM-SOZIALBETREUUNG "A"

Paragraph 18,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

  1. Absatz einsDas Berufsbild der Diplom-Sozialbetreuung mit dem Ausbildungsschwerpunkt Altenarbeit "A" entspricht dem Berufsbild der Fach-Sozialbetreuung "A". Darüber hinaus umfasst es die ganzheitliche und auf die individuellen Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmte soziale Betreuung und konzeptive und planerische Aufgaben betreffend die Gestaltung der sozialen Betreuungsarbeit. Diplom-Sozialbetreuer oder Diplom-Sozialbetreuerinnen "A" verfügen weiters über Kompetenzen der Koordination und der fachlichen Anleitung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen auf Fach- sowie Helfer- und Helferinnen-Niveau in Fragen der Altenarbeit.

  1. Absatz 2Der eigenverantwortliche Tätigkeitsbereich umfasst
    1. Ziffer eins
      die umfassende soziale Betreuung älterer Menschen im Sinn des Paragraph 15, Absatz 2,,
    2. Ziffer 2
      die Entwicklung, Durchführung und Evaluierung von Konzepten und Projekten auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Qualitätsentwicklung sowie zur Weiterentwicklung des sozialen Betreuungsangebots der eigenen Organisation oder Einrichtung und
    3. Ziffer 3
      die fachliche Anleitung in Fragen der Altenarbeit.

§ 19

Text

Paragraph 19,

Berufsausbildung

  1. Absatz einsDie Ausbildung in der Diplom-Sozialbetreuung "A" ist entweder im Rahmen eines Ausbildungsgangs oder durch Absolvierung der einzelnen Module in ermächtigten Bildungseinrichtungen zu erwerben. Sie besteht aus zumindest 600 Unterrichtseinheiten Theorie sowie 600 Stunden Praxis.

  1. Absatz 2Die auf der Grundlage der Fachausbildung gemäß Paragraph 16, zu absolvierende theoretische Ausbildung umfasst folgende Module, wobei jeweils die angegebene Zahl der Unterrichtseinheiten nicht unterschritten werden darf:
    1. Ziffer eins
      Persönlichkeitsbildung (120 Unterrichtseinheiten),
    2. Ziffer 2
      Humanwissenschaftliche Grundbildung (120 Unterrichtseinheiten),
    3. Ziffer 3
      Politische Bildung und Recht (40 Unterrichtseinheiten),
    4. Ziffer 4
      Management und Organisation (80 Unterrichtseinheiten),
    5. Ziffer 5
      Schwerpunktspezifische Sozialbetreuung (240 Unterrichtseinheiten).

  1. Absatz 3Der Ausbildungsgang in der Diplom-Sozialbetreuung "A" hat sich für Absolventen und Absolventinnen der Fach-Sozialbetreuung "A" zumindest auf ein Ausbildungsjahr zu erstrecken.

  1. Absatz 4Die praktische Ausbildung muss in Einrichtungen der mobilen Betreuung und Hilfe, der sozialen Hauskrankenpflege sowie in teilstationären oder stationären Einrichtungen absolviert werden. Als Praktikumsstellen kommen ausschließlich solche in Betracht, die auf Grund bundes- oder landesrechtlicher Bestimmungen zur Leistungserbringung in diesem Bereich ermächtigt sind. Sie hat auch eine Praktikumsvorbereitung und eine Praktikumsreflexion zu umfassen.

§ 20

Text

Paragraph 20,

Berufsausübung

  1. Absatz einsDie Berufsausübung in der Diplom-Sozialbetreuung "A" setzt die Vollendung des 20. Lebensjahres sowie eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung nach Paragraph 19, bzw. eine dieser Ausbildung nach Paragraph 59, gleichgestellte oder als gleichwertig anerkannte Ausbildung voraus.

  1. Absatz 2Dienstgeber eines Diplom-Sozialbetreuers oder einer Diplom-Sozialbetreuerin "A" haben laufend Maßnahmen zu setzen, um die Einhaltung dieses Landesgesetzes und der auf Grund dieses Landesgesetzes erlassenen Verordnungen sowie die Erbringung der gebotenen Qualität zu sichern.

  1. Absatz 3Diplom-Sozialbetreuer und Diplom-Sozialbetreuerinnen "A" sind verpflichtet, alle zwei Jahre Fortbildungen im Ausmaß von zumindest 32 Stunden zu absolvieren.

§ 21

Text

3. HAUPTSTÜCK
BEHINDERTENARBEIT „BA“

1. ABSCHNITT
FACH-SOZIALBETREUUNG „BA“

Paragraph 21,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

  1. Absatz einsDas Berufsbild der Fach-Sozialbetreuung mit dem Ausbildungsschwerpunkt Behindertenarbeit „BA“ umfasst
    1. Ziffer eins
      die ganzheitliche und auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte soziale Betreuung von beeinträchtigten Menschen in deren zentralen Lebensfeldern insbesondere Wohnen, Arbeit bzw. Beschäftigung, Freizeit und Bildung sowie
    2. Ziffer 2
      die Pflegeassistenz im Sinn des 3. Hauptstücks des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes, Bundesgesetzblatt Nr. 108 aus 1997,.
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)
  2. Absatz 2Der eigenverantwortliche Tätigkeitsbereich gemäß Absatz eins, Ziffer eins, umfasst insbesondere Maßnahmen der Anleitung, Anregung, Beratung, Assistenz, Förderung und erforderlichenfalls der Intervention bis hin zur weitergehenden oder gänzlichen stellvertretenden Durchführung von Verrichtungen.

§ 22

Text

Paragraph 22,

Berufsausbildung

  1. Absatz einsDie Ausbildung in der Fach-Sozialbetreuung „BA“ ist entweder im Rahmen eines Ausbildungsgangs oder durch Absolvierung der einzelnen Module in ermächtigten Bildungseinrichtungen zu erwerben. Sie integriert die Ausbildung in der Pflegeassistenz nach den gesundheits- und krankenpflegerechtlichen Bestimmungen des Bundes und ergänzt diese um zumindest 365 Unterrichtseinheiten Theorie sowie 400 Stunden Praxis. Die Ausbildung ist auf zumindest zwei Ausbildungsjahre aufzuteilen. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)
  2. Absatz 2Die theoretische Ausbildung umfasst folgende Module, wobei jeweils die angegebene Zahl der Unterrichtseinheiten nicht unterschritten werden darf:
    1. Ziffer eins
      Persönlichkeitsbildung (120 Unterrichtseinheiten),
    2. Ziffer 2
      Allgemeine Sozialbetreuung (30 Unterrichtseinheiten),
    3. Ziffer 3
      Humanwissenschaftliche Grundbildung (50 Unterrichtseinheiten),
    4. Ziffer 4
      Politische Bildung und Recht (10 Unterrichtseinheiten),
    5. Ziffer 5
      Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung (20 Unterrichseinheiten),
    6. Ziffer 6
      Haushalt, Ernährung, Diät (55 Unterrichtseinheiten),
    7. Ziffer 7
      Schwerpunktspezifische Sozialbetreuung (80 Unterrichtseinheiten).
  3. Absatz 3Die praktische Ausbildung muss in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der psychiatrischen Vor- und Nachsorge absolviert werden. Als Praktikumsstellen kommen ausschließlich solche in Betracht, die auf Grund bundes- oder landesrechtlicher Bestimmungen zur Leistungserbringung in diesem Bereich ermächtigt sind. Sie hat auch eine Praktikumsvorbereitung und eine Praktikumsreflexion zu umfassen.

§ 23

Text

Paragraph 23,

Berufsausübung

  1. Absatz einsDie Berufsausübung in der Fach-Sozialbetreuung "BA" setzt die Vollendung des 19. Lebensjahres voraus.

  1. Absatz 2Dienstgeber eines Fach-Sozialbetreuers oder einer Fach-Sozialbetreuerin "BA" haben laufend Maßnahmen zu setzen, um die Einhaltung dieses Landesgesetzes und der auf Grund dieses Landesgesetzes erlassenen Verordnungen sowie die Erbringung der gebotenen Qualität zu sichern.

  1. Absatz 3Fach-Sozialbetreuer und Fach-Sozialbetreuerinnen "BA" sind verpflichtet, alle zwei Jahre Fortbildungen im Ausmaß von zumindest 32 Stunden zu absolvieren.

§ 24

Text

2. ABSCHNITT

DIPLOM-SOZIALBETREUUNG "BA"

Paragraph 24,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

  1. Absatz einsDas Berufsbild der Diplom-Sozialbetreuung mit dem Ausbildungsschwerpunkt Behindertenarbeit "BA" entspricht dem Berufsbild der Fach-Sozialbetreuung "BA". Darüber hinaus umfasst es die ganzheitliche und auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte soziale Betreuung von beeinträchtigten Menschen in deren zentralen Lebensfeldern insbesondere Wohnen, Arbeit bzw. Beschäftigung, Freizeit und Bildung. Diplom-Sozialbetreuer oder Diplom-Sozialbetreuerinnen "BA" verfügen weiters über Kompetenzen der Koordination und der fachlichen Anleitung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen auf Fach- sowie Helfer- und Helferinnenniveau in Fragen der Behindertenarbeit.

  1. Absatz 2Der eigenverantwortliche Tätigkeitsbereich umfasst insbesondere
    1. Ziffer eins
      die Anleitung, Anregung, Beratung, Assistenz, Förderung und Intervention in den zentralen Lebensfeldern von Menschen mit Beeinträchtigung im Sinn des Paragraph 21, Absatz 2,,
    2. Ziffer 2
      die eigenverantwortliche Entwicklung, Durchführung und Evaluierung von Konzepten und Projekten auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Qualitätsentwicklung sowie zur Weiterentwicklung des sozialen Betreuungsangebots der eigenen Organisation oder Einrichtung und
    3. Ziffer 3
      die fachliche Anleitung in Fragen der Behindertenarbeit.

§ 25

Text

Paragraph 25,

Berufsausbildung

  1. Absatz einsDie Ausbildung in der Diplom-Sozialbetreuung "BA" ist entweder im Rahmen eines Ausbildungsgangs oder durch Absolvierung der einzelnen Module in ermächtigten Bildungseinrichtungen zu erwerben. Sie besteht aus zumindest 600 Unterrichtseinheiten Theorie sowie 600 Stunden Praxis.

  1. Absatz 2Die auf der Grundlage der Fachausbildung gemäß Paragraph 22, zu absolvierende theoretische Ausbildung umfasst folgende Module, wobei jeweils die angegebene Zahl der Unterrichtseinheiten nicht unterschritten werden darf:
    1. Ziffer eins
      Persönlichkeitsbildung (120 Unterrichtseinheiten),
    2. Ziffer 2
      Humanwissenschaftliche Grundbildung (120 Unterrichtseinheiten),
    3. Ziffer 3
      Politische Bildung und Recht (40 Unterrichtseinheiten),
    4. Ziffer 4
      Management und Organisation (80 Unterrichtseinheiten),
    5. Ziffer 5
      Schwerpunktspezifische Sozialbetreuung (240 Unterrichtseinheiten).

  1. Absatz 3Der Ausbildungsgang in der Diplom-Sozialbetreuung "BA" hat sich für Absolventen und Absolventinnen der Fach-Sozialbetreuung "BA" auf zumindest ein Ausbildungsjahr zu erstrecken.

  1. Absatz 4Die praktische Ausbildung muss in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der psychiatrischen Vor- und Nachsorge absolviert werden. Als Praktikumsstellen kommen ausschließlich solche in Betracht, die auf Grund bundes- oder landesrechtlicher Bestimmungen zur Leistungserbringung in diesem Bereich ermächtigt sind. Sie hat auch eine Praktikumsvorbereitung und eine Praktikumsreflexion zu umfassen.

§ 26

Text

Paragraph 26,

Berufsausübung

  1. Absatz einsDie Berufsausübung in der Diplom-Sozialbetreuung "BA" setzt die Vollendung des 20. Lebensjahres voraus.

  1. Absatz 2Dienstgeber eines Diplom-Sozialbetreuers oder einer Diplom-Sozialbetreuerin "BA" haben laufend Maßnahmen zu setzen, um die Einhaltung dieses Landesgesetzes und der auf Grund dieses Landesgesetzes erlassenen Verordnungen sowie die Erbringung der gebotenen Qualität zu sichern.

  1. Absatz 3Diplom-Sozialbetreuer und Diplom-Sozialbetreuerinnen "BA" sind verpflichtet, alle zwei Jahre Fortbildungen im Ausmaß von zumindest 32 Stunden zu absolvieren.

§ 27

Text

4. HAUPTSTÜCK

BEHINDERTENBEGLEITUNG "BB"

1. ABSCHNITT

FACH-SOZIALBETREUUNG "BB"

Paragraph 27,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

  1. Absatz einsDas Berufsbild der Fach-Sozialbetreuung mit dem Ausbildungsschwerpunkt Behindertenbegleitung "BB" umfasst
    1. Ziffer eins
      die ganzheitliche und auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte soziale Betreuung von beeinträchtigten Menschen in deren zentralen Lebensfeldern insbesondere Wohnen, Arbeit bzw. Beschäftigung, Freizeit und Bildung sowie
    2. Ziffer 2
      die Unterstützung bei der Basisversorgung.

  1. Absatz 2Der eigenverantwortliche Tätigkeitsbereich gemäß Absatz eins, Ziffer eins, umfasst insbesondere Maßnahmen der Anleitung, Anregung, Beratung, Assistenz, Förderung und erforderlichenfalls der Intervention bis hin zur weitergehenden oder gänzlichen stellvertretenden Durchführung von Verrichtungen, wobei die Kompetenzen verstärkt und vertieft in der Begleitung, Beratung und Assistenz liegen.

§ 28

Text

Paragraph 28,

Berufsausbildung

  1. Absatz einsDie Ausbildung in der Fach-Sozialbetreuung "BB" ist entweder im Rahmen eines Ausbildungsgangs oder durch Absolvierung der einzelnen Module in ermächtigten Bildungseinrichtungen zu erwerben. Sie besteht aus zumindest 1.100 Unterrichtseinheiten Theorie sowie 1.160 Stunden Praxis und wird durch das Ausbildungsmodul "Unterstützung bei der Basisversorgung" gemäß Gesundheits- und Krankenpflege-Basisversorgungs-Ausbildungsverordnung, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 281 aus 2006,, ergänzt. Die Ausbildung ist auf zumindest zwei Ausbildungsjahre aufzuteilen.

  1. Absatz 2Die theoretische Ausbildung umfasst folgende Module, wobei jeweils die angegebene Zahl der Unterrichtseinheiten nicht unterschritten werden darf:
    1. Ziffer eins
      Persönlichkeitsbildung (340 Unterrichtseinheiten),
    2. Ziffer 2
      Allgemeine Sozialbetreuung (200 Unterrichtseinheiten),
    3. Ziffer 3
      Humanwissenschaftliche Grundbildung (80 Unterrichtseinheiten),
    4. Ziffer 4
      Politische Bildung und Recht (80 Unterrichtseinheiten),
    5. Ziffer 5
      Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung (20 Unterrichseinheiten),
    6. Ziffer 6
      Haushalt, Ernährung, Diät (80 Unterrichtseinheiten),
    7. Ziffer 7
      Schwerpunktspezifische Sozialbetreuung (280 Unterrichtseinheiten).

  1. Absatz 3Die praktische Ausbildung muss in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der psychiatrischen Vor- und Nachsorge absolviert werden. Als Praktikumsstellen kommen ausschließlich solche in Betracht, die auf Grund bundes- oder landesrechtlicher Bestimmungen zur Leistungserbringung in diesem Bereich ermächtigt sind. Sie hat auch eine Praktikumsvorbereitung und eine Praktikumsreflexion zu umfassen.

§ 29

Text

Paragraph 29,

Berufsausübung

  1. Absatz einsDie Berufsausübung in der Fach-Sozialbetreuung "BB" setzt die Vollendung des 19. Lebensjahres voraus.

  1. Absatz 2Dienstgeber eines Fach-Sozialbetreuers oder einer Fach-Sozialbetreuerin "BB" haben laufend Maßnahmen zu setzen, um die Einhaltung dieses Landesgesetzes und der auf Grund dieses Landesgesetzes erlassenen Verordnungen sowie die Erbringung der gebotenen Qualität zu sichern.

  1. Absatz 3Fach-Sozialbetreuer und Fach-Sozialbetreuerinnen "BB" sind verpflichtet, alle zwei Jahre Fortbildungen im Ausmaß von zumindest 32 Stunden zu absolvieren.

§ 30

Text

2. ABSCHNITT

DIPLOM-SOZIALBETREUUNG "BB"

Paragraph 30,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

  1. Absatz einsDas Berufsbild der Diplom-Sozialbetreuung mit dem Ausbildungsschwerpunkt Behindertenbegleitung ("BB") entspricht der Fach-Sozialbetreuung mit dem Ausbildungsschwerpunkt Behindertenbegleitung ("BB"). Darüber hinaus umfasst es die ganzheitliche und auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte soziale Betreuung von beeinträchtigten Menschen in deren zentralen Lebensfeldern insbesondere Wohnen, Arbeit bzw. Beschäftigung, Freizeit und Bildung. Diplom-Sozialbetreuer oder Diplom-Sozialbetreuerinnen "BB" verfügen weiters über Kompetenzen der Koordination und der fachlichen Anleitung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen auf Fach- sowie Helfer- und Helferinnen-Niveau in Fragen der Behindertenbegleitung.

  1. Absatz 2Der eigenverantwortliche Tätigkeitsbereich umfasst insbesondere
    1. Ziffer eins
      die Anleitung, Anregung, Beratung, Assistenz, Förderung und erforderlichenfalls die Intervention bis hin zur weitergehenden oder gänzlichen stellvertretenden Durchführung von Verrichtungen in den zentralen Lebensfeldern von Menschen mit Beeinträchtigung im Sinn des Paragraph 27, Absatz 2,,
    2. Ziffer 2
      die eigenverantwortliche Entwicklung, Durchführung und Evaluierung von Konzepten und Projekten auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Qualitätsentwicklung sowie zur Weiterentwicklung des sozialen Betreuungsangebots der eigenen Organisation oder Einrichtung und
    3. Ziffer 3
      die fachliche Anleitung in Fragen der Behindertenbegleitung.

§ 31

Text

Paragraph 31,

Berufsausbildung

  1. Absatz einsDie Ausbildung in der Diplom-Sozialbetreuung "BB" ist entweder im Rahmen eines Ausbildungsgangs oder durch Absolvierung der einzelnen Module in ermächtigten Bildungseinrichtungen zu erwerben. Sie besteht aus zumindest 600 Unterrichtseinheiten Theorie sowie 600 Stunden Praxis.

  1. Absatz 2Die auf der Grundlage der Fachausbildung gemäß Paragraph 28, zu absolvierende theoretische Ausbildung umfasst folgende Module, wobei jeweils die angegebene Zahl der Unterrichtseinheiten nicht unterschritten werden darf:
    1. Ziffer eins
      Persönlichkeitsbildung (120 Unterrichtseinheiten),
    2. Ziffer 2
      Humanwissenschaftliche Grundbildung (120 Unterrichtseinheiten),
    3. Ziffer 3
      Politische Bildung und Recht (40 Unterrichtseinheiten),
    4. Ziffer 4
      Management und Organisation (80 Unterrichtseinheiten),
    5. Ziffer 5
      Schwerpunktspezifische Sozialbetreuung (240 Unterrichtseinheiten).

  1. Absatz 3Der Ausbildungsgang in der Diplom-Sozialbetreuung "BB" hat sich für Absolventen und Absolventinnen der Fach-Sozialbetreuung "BB" auf zumindest ein Ausbildungsjahr zu erstrecken.

  1. Absatz 4Die praktische Ausbildung muss in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der psychiatrischen Vor- und Nachsorge absolviert werden. Als Praktikumsstellen kommen ausschließlich solche in Betracht, die auf Grund bundes- oder landesrechtlicher Bestimmungen zur Leistungserbringung in diesem Bereich ermächtigt sind. Sie hat auch eine Praktikumsvorbereitung und eine Praktikumsreflexion zu umfassen.

§ 32

Text

Paragraph 32,

Berufsausübung

  1. Absatz einsDie Berufsausübung in der Diplom-Sozialbetreuung "BB" setzt die Vollendung des 20. Lebensjahres voraus.

  1. Absatz 2Dienstgeber eines Diplom-Sozialbetreuers oder einer Diplom-Sozialbetreuerin "BB" haben laufend Maßnahmen zu setzen, um die Einhaltung dieses Landesgesetzes und der auf Grund dieses Landesgesetzes erlassenen Verordnungen sowie die Erbringung der gebotenen Qualität zu sichern.

  1. Absatz 3Diplom-Sozialbetreuer und Diplom-Sozialbetreuerinnen "BB" sind verpflichtet, alle zwei Jahre Fortbildungen im Ausmaß von zumindest 32 Stunden zu absolvieren.

§ 33

Text

5. HAUPTSTÜCK
FAMILIENARBEIT „F“

DIPLOM-SOZIALBETREUUNG „F“

Paragraph 33,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

  1. Absatz einsDas Berufsbild der Diplom-Sozialbetreuung mit dem Ausbildungsschwerpunkt Familienarbeit („F“) umfasst neben der Pflegeassistenz im Sinn des 3. Hauptstücks des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 108 aus 1997,, die soziale Betreuung von Familien und familienähnlichen Gemeinschaften und unterstützt diese bei der Überwindung schwieriger Lebenssituationen mit dem Ziel, den gewohnten Lebensrhythmus aufrecht zu erhalten. Diplom-Sozialbetreuer oder Diplom-Sozialbetreuerinnen „F“ verfügen weiters über Kompetenzen der Koordination und der fachlichen Anleitung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen auf Fach- sowie Helfer- und Helferinnenniveau in Fragen der Familienarbeit. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)
  2. Absatz 2Schwierige Lebenssituationen sind insbesondere
    1. Ziffer eins
      die Erkrankung eines Elternteils, eines Kindes oder eines anderen in der Familie bzw. im familienähnlichen Verband lebenden Angehörigen oder
    2. Ziffer 2
      psychische Krisensituationen, wie Trennung, Scheidung, Tod von Angehörigen, Überforderung, Überlastung oder Ausfall der Betreuungsperson.
  3. Absatz 3Der eigenverantwortliche Tätigkeitsbereich im Rahmen der sozialen Betreuung umfasst insbesondere:
    1. Ziffer eins
      Planung und Organisation des Alltags;
    2. Ziffer 2
      Haushaltsorganisation und -führung;
    3. Ziffer 3
      altersspezifische Betreuung der Kinder und Jugendlichen, Spiel- und Lernanimation sowie Hausaufgabenbegleitung;
    4. Ziffer 4
      Anleitung, Beratung und Unterstützung von Betreuungspersonen der Familienangehörigen;
    5. Ziffer 5
      Mitbetreuung von älteren, kranken oder behinderten Familienmitgliedern;
    6. Ziffer 6
      fachliche Anleitung im Bereich der Familienarbeit;
    7. Ziffer 7
      Begleitung und Unterstützung bei der Bewältigung von Krisensituationen;
    8. Ziffer 8
      Beratung, Begleitung und Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Sozial- und Gesundheitseinrichtungen sowie öffentlichen Stellen, Ämtern und Behörden und
    9. Ziffer 9
      Zusammenarbeit mit dem Betreuungsteam und mit Einrichtungen der öffentlichen und freien Wohlfahrt im sozialen Umfeld.

§ 34

Text

Paragraph 34 <, b, r, /, >, B, e, r, u, f, s, a, u, s, b, i, l, d, u, n, g,

  1. Absatz einsDie Ausbildung in der Diplom-Sozialbetreuung „F“ ist entweder im Rahmen eines Ausbildungsgangs oder durch Absolvierung der einzelnen Module in ermächtigten Bildungseinrichtungen zu erwerben. Sie integriert die Ausbildung in der Pflegeassistenz nach den gesundheits- und krankenpflegerechtlichen Bestimmungen des Bundes und ergänzt diese um zumindest 965 Unterrichtseinheiten Theorie sowie 1.000 Stunden Praxis. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)
  2. Absatz 2Die theoretische Ausbildung umfasst folgende Module, wobei jeweils die angegebene Zahl der Unterrichtseinheiten nicht unterschritten werden darf:
    1. Ziffer eins
      Persönlichkeitsbildung (240 Unterrichtseinheiten),
    2. Ziffer 2
      Allgemeine Sozialbetreuung (30 Unterrichtseinheiten),
    3. Ziffer 3
      Humanwissenschaftliche Grundbildung (170 Unterrichtseinheiten),
    4. Ziffer 4
      Politische Bildung und Recht (50 Unterrichtseinheiten),
    5. Ziffer 5
      Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung (20 Unterrichtseinheiten),
    6. Ziffer 6
      Haushalt, Ernährung, Diät (55 Unterrichtseinheiten),
    7. Ziffer 7
      Management und Organisation (80 Unterrichtseinheiten),
    8. Ziffer 8
      Schwerpunktspezifische Sozialbetreuung (320 Unterrichtseinheiten).
  3. Absatz 3Der Ausbildungsgang in der Diplom-Sozialbetreuung „F“ hat sich auf zumindest drei Ausbildungsjahre zu erstrecken.
  4. Absatz 4Die praktische Ausbildung muss in Einrichtungen der mobilen Betreuung und Hilfe, der sozialen Hauskrankenpflege sowie in teilstationären oder stationären Einrichtungen absolviert werden. Teile des Praktikums können in Einrichtungen der Behindertenhilfe, der psychiatrischen Vor- und Nachsorge oder der genehmigten Einrichtungen zur Sozialpädagogischen Betreuung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe absolviert werden. Das Praktikum ist überwiegend im Rahmen von mobilen Diensten zu absolvieren. Als Praktikumsstellen kommen ausschließlich solche in Betracht, die auf Grund bundes- oder landesrechtlicher Bestimmungen zur Leistungserbringung in diesem Bereich ermächtigt sind. Die Ausbildung hat auch eine Praktikumsvorbereitung und eine Praktikumsreflexion zu umfassen. Anmerkung, LGBl.Nr. 42/2017)

§ 35

Text

Paragraph 35,

Berufsausübung

  1. Absatz einsDie Berufsausübung in der Diplom-Sozialbetreuung "F" setzt die Vollendung des 20. Lebensjahres voraus.

  1. Absatz 2Dienstgeber eines Diplom-Sozialbetreuers oder einer Diplom-Sozialbetreuerin "F" haben laufend Maßnahmen zu setzen, um die Einhaltung dieses Landesgesetzes und der auf Grund dieses Landesgesetzes erlassenen Verordnungen sowie die Erbringung der gebotenen Qualität zu sichern.

  1. Absatz 3Diplom-Sozialbetreuer und Diplom-Sozialbetreuerinnen "F" sind verpflichtet, alle zwei Jahre Fortbildungen im Ausmaß von zumindest 32 Stunden zu absolvieren.

§ 36

Text

römisch IV. TEIL

WEITERE SOZIALBERUFE

1. HAUPTSTÜCK

PERSÖNLICHE ASSISTENZ

Paragraph 36,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

  1. Absatz einsDas Berufsbild der Persönlichen Assistenz umfasst die Unterstützung und Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen, um ihnen je nach Eigenart der Beeinträchtigung und dem Grad der Selbstbestimmungsfähigkeit ein eigenständiges Leben in allen Bereichen des täglichen Lebens zu ermöglichen.

  1. Absatz 2Angehörige dieses Berufsbilds führen auf Grund von Anordnungen von Menschen mit Beeinträchtigungen insbesondere die Unterstützung bei der Grundversorgung, die Unterstützung bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, die Begleitung und Förderung der Mobilität, die Unterstützung bei der Freizeitgestaltung und die Unterstützung bei der Kommunikation eigenverantwortlich durch.

§ 37

Text

Paragraph 37,

Berufsausbildung

  1. Absatz einsDie Ausbildung zum Persönlichen Assistenten oder zur Persönlichen Assistentin ist ausschließlich im Rahmen eines Ausbildungsgangs in ermächtigten Bildungseinrichtungen im Ausmaß von zumindest 32 Unterrichtseinheiten zu absolvieren.

  1. Absatz 2Die theoretische Grundausbildung umfasst insbesondere folgende, zu einem Lernfeld zusammengefasste Unterrichtsbereiche:
    1. Ziffer eins
      Einführung in die Persönliche Assistenz,
    2. Ziffer 2
      Grundkenntnisse der Ergonomie,
    3. Ziffer 3
      Einführung in die Grundversorgung,
    4. Ziffer 4
      Kennenlernen von Hilfsmitteln,
    5. Ziffer 5
      Kommunikation,
    6. Ziffer 6
      Selbsterfahrung.

  1. Absatz 3Auf Basis der theoretischen Grundausbildung hat eine Unterweisung durch
    1. Ziffer eins
      den Menschen mit Beeinträchtigung gemäß Paragraph 36, bzw. dessen Angehörige oder
    2. Ziffer 2
      Persönliche Assistenten oder Persönliche Assistentinnen mit Berufserfahrung
    zu erfolgen.

§ 38

Text

Paragraph 38,

Berufsausübung

  1. Absatz einsDie Berufsausübung in der Persönlichen Assistenz setzt die Vollendung des 18. Lebensjahres voraus.

  1. Absatz 2Dienstgeber eines Persönlichen Assistenten oder einer Persönlichen Assistentin haben laufend Maßnahmen zu setzen, um die Einhaltung dieses Landesgesetzes und der auf Grund dieses Landesgesetzes erlassenen Verordnungen sowie die Erbringung der gebotenen Qualität zu sichern.

  1. Absatz 3Persönliche Assistenten oder Persönliche Assistentinnen sind verpflichtet, alle zwei Jahre Fort- oder Weiterbildungsveranstaltungen im Ausmaß von 16 Stunden zu absolvieren.

§ 39

Text

2. HAUPTSTÜCK
FRÜHFÖRDERUNG

Paragraph 39,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

  1. Absatz einsDas Berufsbild der Frühförderung umfasst die frühzeitige Förderung von Kindern mit Entwicklungsverzögerung, Kindern mit Beeinträchtigungen sowie Kindern, bei denen die Wahrscheinlichkeit einer Beeinträchtigung nicht ausgeschlossen werden kann.
  2. Absatz 2Der Tätigkeitsbereich der Frühförderung umfasst insbesondere die Abklärung des Förderbedarfs, die Förderung des Kindes, die Beratung und Begleitung der Familie sowie die Kooperation mit Fachleuten und Organisationen.
  3. Absatz 3Das Berufsbild und der Tätigkeitsbereich gemäß Absatz eins und 2 umfassen nicht die Sehfrühförderung und die Frühe Kommunikationsförderung. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)

§ 40

Text

Paragraph 40,

Berufsausbildung

  1. Absatz einsDie Ausbildung in der Frühförderung ist entweder im Rahmen eines Ausbildungsgangs oder durch Absolvierung der einzelnen Module in ermächtigten Bildungseinrichtungen zu erwerben. Sie besteht aus zumindest 790 Unterrichtseinheiten Theorie sowie 300 Stunden Praxis.

  1. Absatz 2Die theoretische Ausbildung umfasst insbesondere folgende Module, die in Lernfeldern zusammenzufassen sind, wobei jeweils die angegebene Anzahl der Unterrichtseinheiten nicht unterschritten werden darf:
    1. Ziffer eins
      Grundlagen der Frühförderung (460 Unterrichtseinheiten):
      1. Litera a
        Medizinische Grundlagen der Frühförderung sowie Einführung in die Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie,
      2. Litera b
        Pädagogische Grundlagen der Frühförderung,
      3. Litera c
        Psychologische Grundlagen der Frühförderung,
      4. Litera d
        Grundlagen der Soziologie und Sozialarbeit sowie Rechtskunde,
      5. Litera e
        Heilpädagogische Grundlagen der Frühförderung;
    2. Ziffer 2
      Persönlichkeitsbildung und Beratungskompetenz (290 Unterrichtseinheiten);
    3. Ziffer 3
      Organisation (40 Unterrichtseinheiten).

  1. Absatz 3Die praktische Ausbildung muss in Einrichtungen der Frühförderung absolviert werden. Sie hat auch eine Praktikumsvorbereitung und Praktikumsreflexion zu umfassen. Als Praktikumsstellen kommen ausschließlich solche in Betracht, die auf Grund bundes- oder landesrechtlicher Bestimmungen zur Leistungserbringung in diesem Bereich ermächtigt sind.

§ 41

Text

Paragraph 41,

Berufsausübung

  1. Absatz einsDie Berufsausübung in der Frühförderung setzt die Vollendung des 25. Lebensjahres voraus.

  1. Absatz 2Dienstgeber eines Frühförderers oder einer Frühförderin haben laufend Maßnahmen zu setzen, um die Einhaltung dieses Landesgesetzes und der auf Grund dieses Landesgesetzes erlassenen Verordnungen sowie die Erbringung der gebotenen Qualität zu sichern.

  1. Absatz 3Frühförderer oder Frühförderinnen sind verpflichtet, alle zwei Jahre Fort- oder Weiterbildungsveranstaltungen im Ausmaß von 32 Stunden zu absolvieren.

§ 42

Text

3. HAUPTSTÜCK
SEHFRÜHFÖRDERUNG

Paragraph 42,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

  1. Absatz einsDas Berufsbild der Sehfrühförderung umfasst die Förderung von Kindern mit angeborener oder erworbener Sehschädigung, blinden Kindern oder Kindern, bei denen eine erhebliche Störung der Sehwahrnehmung im Rahmen von Mehrfachbehinderungen besteht.
  2. Absatz 2Der Tätigkeitsbereich der Sehfrühförderung umfasst - vorbehaltlich der dem gehobenen Dienst nach dem Bundesgesetz über die Regelung der gehobenen medizinisch-technischen Dienste - MTD-Gesetz, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 406 aus 1992,, i.d.F. Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 57 aus 2008,, zugewiesenen Tätigkeiten - insbesondere die Abklärung des Förderbedarfs, die Förderung des Kindes, die Beratung und Begleitung der Familie sowie die Kooperation mit Fachleuten und Organisationen.
  3. Absatz 3Das Berufsbild und der Tätigkeitsbereich gemäß Absatz eins und 2 umfassen nicht die Frühförderung und die Frühe Kommunikationsförderung. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)

§ 43

Text

Paragraph 43,

Berufsausbildung

  1. Absatz einsDie Ausbildung in der Sehfrühförderung ist entweder im Rahmen eines Ausbildungsgangs oder durch Absolvierung der einzelnen Module in ermächtigten Bildungseinrichtungen zu erwerben. Sie besteht aus zumindest 320 Unterrichtseinheiten Theorie sowie 100 Stunden Praxis.

  1. Absatz 2Die theoretische Ausbildung umfasst insbesondere folgende Module, die in Lernfelder zusammenzufassen sind, wobei jeweils die angegebene Anzahl der Unterrichtseinheiten nicht unterschritten werden darf:
    1. Ziffer eins
      Grundlagen der Frühförderung sehgeschädigter Kinder (160 Unterrichtseinheiten):
      1. Litera a
        Einführung in die Sehgeschädigtenpädagogik im Frühbereich,
      2. Litera b
        Grundlagen der Frühförderung für Sehgeschädigte,
      3. Litera c
        Medizinische Grundlagen,
      4. Litera d
        Psychologische, psychosoziale, philosophischethische und soziologische Aspekte,
      5. Litera e
        Rechtsgrundlagen,
      6. Litera f
        Organisation,
      7. Litera g
        Interdisziplinäre Aspekte,
      8. Litera h
        Beratungskompetenz;
    2. Ziffer 2
      Spezielle Fördermaßnahmen bei der Erziehung sehgeschädigter Kinder im Frühbereich (160 Unterrichtseinheiten):
      1. Litera a
        beim Kind mit Frühgeburt,
      2. Litera b
        beim Kind mit Blindheit,
      3. Litera c
        beim Kind mit Sehbeeinträchtigung,
      4. Litera d
        beim Kind mit Sehschädigung und mehrfacher Beeinträchtigung.

  1. Absatz 3Die praktische Ausbildung muss in Einrichtungen der Sehfrühförderung absolviert werden. Sie hat auch eine Praktikumsvorbereitung und Praktikumsreflexion zu umfassen. Als Praktikumsstellen kommen ausschließlich solche in Betracht, die auf Grund bundes- oder landesrechtlicher Bestimmungen zur Leistungserbringung in diesem Bereich ermächtigt sind.

§ 44

Text

Paragraph 44,

Berufsausübung

  1. Absatz einsDie Berufsausübung in der Sehfrühförderung setzt die Vollendung des 25. Lebensjahres voraus.

  1. Absatz 2Dienstgeber eines Sehfrühförderers oder einer Sehfrühförderin haben laufend Maßnahmen zu setzen, um die Einhaltung dieses Landesgesetzes und der auf Grund dieses Landesgesetzes erlassenen Verordnungen sowie die Erbringung der gebotenen Qualität zu sichern.

  1. Absatz 3Sehfrühförderer oder Sehfrühförderinnen sind verpflichtet, alle zwei Jahre Fort- oder Weiterbildungsveranstaltungen im Ausmaß von 32 Stunden zu absolvieren.

§ 44a

Text

4. HAUPTSTÜCK
FRÜHE KOMMUNIKATIONSFÖRDERUNG

Paragraph 44 a, <, b, r, /, >, B, e, r, u, f, s, b, i, l, d,, Tätigkeitsbereiche

  1. Absatz einsDas Berufsbild der Frühen Kommunikationsförderung umfasst die frühzeitige Förderung nichtsprechender Kinder mit Beeinträchtigungen und Kinder, bei denen die Wahrscheinlichkeit des Eintretens einer erheblichen sprachlichen Beeinträchtigung nicht ausgeschlossen werden kann.
  2. Absatz 2Der Tätigkeitsbereich der Frühen Kommunikationsförderung umfasst - vorbehaltlich der dem gehobenen Dienst nach dem Bundesgesetz über die Regelung der gehobenen medizinisch-technischen Dienste - MTD-Gesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 460 aus 1992,, zugewiesenen Tätigkeiten - insbesondere die Abklärung des Förderbedarfs, die Förderung des Kindes, die Beratung und Begleitung der Familie sowie die Kooperation mit Fachleuten und Organisationen.
  3. Absatz 3Das Berufsbild und der Tätigkeitsbereich gemäß Absatz eins und 2 umfassen nicht die Frühförderung und die Sehfrühförderung.

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)

§ 44b

Text

Paragraph 44 b, <, b, r, /, >, B, e, r, u, f, s, a, u, s, b, i, l, d, u, n, g,

  1. Absatz einsDie Ausbildung in der Frühen Kommunikationsförderung ist durch Absolvierung einzelner Module in ermächtigten Bildungseinrichtungen zu erwerben. Sie besteht aus zumindest 184 Unterrichtseinheiten Theorie sowie 40 Stunden Praxis.
  2. Absatz 2Die theoretische Ausbildung umfasst insbesondere folgende Module, die in Lernfelder zusammenzufassen sind, wobei jeweils die angegebene Anzahl der Unterrichtseinheiten nicht unterschritten werden darf:
    1. Ziffer eins
      Grundlagen der Unterstützten Kommunikation (64 Unterrichtseinheiten),
    2. Ziffer 2
      Grundlagen und Methoden in der Begleitung von Menschen mit Autismus Spektrum Störung (40 Unterrichtseinheiten),
    3. Ziffer 3
      Computerunterstützte Kommunikation basierend auf den aktuellen wissenschaftlich anerkannten Kommunikationstechnologien (20 Unterrichtseinheiten),
    4. Ziffer 4
      Gebärdenunterstützte Kommunikation (20 Unterrichtseinheiten),
    5. Ziffer 5
      Beratungskompetenz (32 Unterrichtseinheiten),
    6. Ziffer 6
      Dokumentation (8 Unterrichtseinheiten).

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)

§ 44c

Text

Paragraph 44 c, <, b, r, /, >, B, e, r, u, f, s, a, u, s, ü, b, u, n, g,

  1. Absatz einsDie Berufsausübung in der Frühen Kommunikationsförderung setzt die Vollendung des 22. Lebensjahres voraus.
  2. Absatz 2Dienstgeber eines Frühen Kommunikationsförderers oder einer Frühen Kommunikationsförderin haben laufend Maßnahmen zu setzen, um die Einhaltung dieses Landesgesetzes und der auf Grund dieses Landesgesetzes erlassenen Verordnungen sowie die Einbringung der gebotenen Qualität zu sichern.
  3. Absatz 3Frühe Kommunikationsförderer oder Frühe Kommunikationsförderinnen sind verpflichtet, alle zwei Jahre Fort- oder Weiterbildungsveranstaltungen im Ausmaß von 32 Stunden zu absolvieren.

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)

§ 45

Text

5. HAUPTSTÜCK
PEER-BERATUNG

Paragraph 45,

Berufsbild, Tätigkeitsbereiche

  1. Absatz einsDas Berufsbild der Peer-Beratung umfasst die Begleitung und Beratung von Menschen mit Beeinträchtigungen durch Menschen mit Beeinträchtigungen. Die Beratung und Begleitung von Peer-Beratern und Peer-Beraterinnen trägt dazu bei, als Mensch mit Beeinträchtigungen ein Leben mit mehr Selbstbestimmung, Eigenverantwortung, Chancengleichheit und Würde führen zu können.
  2. Absatz 2Der Tätigkeitsbereich umfasst insbesondere die Beratung, die Begleitung, die Information, die Unterstützung sowie die Kooperation mit Leistungsanbietern und Fachleuten.

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)

§ 46

Text

Paragraph 46,

Berufsausbildung

  1. Absatz einsDie Ausbildung in der Peer-Beratung ist entweder im Rahmen eines Ausbildungsgangs oder durch Absolvierung der einzelnen Module in ermächtigten Bildungseinrichtungen zu erwerben. Sie besteht aus zumindest 240 Unterrichtseinheiten Theorie sowie 80 Stunden Praxis. Die Ausbildung ist auf zumindest ein Ausbildungsjahr aufzuteilen.

  1. Absatz 2Die theoretische Ausbildung umfasst insbesondere folgende Module, die in Lernfeldern zusammenzufassen sind, wobei jeweils die angegebene Anzahl der Unterrichtseinheiten nicht unterschritten werden darf:
    1. Ziffer eins
      Grundlagen der menschlichen Kommunikation (16 Unterrichtseinheiten),
    2. Ziffer 2
      Grundlagen der Beratung (80 Unterrichtseinheiten),
    3. Ziffer 3
      Einführung in die Peer-Beratung (48 Unterrichtseinheiten),
    4. Ziffer 4
      Grundlagen über Behinderungen und Beeinträchtigungen (48 Unterrichtseinheiten),
    5. Ziffer 5
      Politische Bildung und Recht, Zwischenbilanz, Abschluss (32 Unterrichtseinheiten),
    6. Ziffer 6
      Leistungsangebote im Sozialbereich (16 Unterrichtseinheiten).

  1. Absatz 3Die praktische Ausbildung muss in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der psychiatrischen Vor- und Nachsorge absolviert werden. Sie hat auch eine Praktikumsvorbereitung und Praktikumsreflexion zu umfassen. Als Praktikumsstellen kommen ausschließlich solche in Betracht, die auf Grund bundes- oder landesrechtlicher Bestimmungen zur Leistungserbringung in diesem Bereich ermächtigt sind.

§ 47

Text

Paragraph 47,

Berufsausübung

  1. Absatz einsDie Berufsausübung in der Peer-Beratung setzt die Vollendung des 18. Lebensjahres und Betroffenheit auf Grund einer eigenen Beeinträchtigung voraus.

  1. Absatz 2Dienstgeber eines Peer-Beraters oder einer Peer-Beraterin haben laufend Maßnahmen zu setzen, um die Einhaltung dieses Landesgesetzes und der auf Grund dieses Landesgesetzes erlassenen Verordnungen sowie die Erbringung der gebotenen Qualität zu sichern.

  1. Absatz 3Peer-Berater und Peer-Beraterinnen sind verpflichtet, alle zwei Jahre Fort- oder Weiterbildungsveranstaltungen im Ausmaß von 16 Stunden zu absolvieren.

§ 48

Text

6. HAUPTSTÜCK
SOZIALPÄDAGOGISCHE FACHBETREUUNG
IN DER KINDER- UND JUGENDHILFE

Paragraph 48 <, b, r, /, >, B, e, r, u, f, s, b, i, l, d,, Tätigkeitsbereiche

  1. Absatz einsDas Berufsbild Sozialpädagogische Fachbetreuung in der Kinder- und Jugendhilfe umfasst Hilfen und Unterstützungsleistungen zur Bewältigung von Problemen und Defiziten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und von deren sozialem Umfeld, die im Zusammenhang mit deren persönlichen, familiären oder sozialen Entwicklung stehen, durch
    1. Ziffer eins
      sozialpädagogische Betreuung in sozialpädagogischen Einrichtungen,
    2. Ziffer 2
      mobile und ambulante sozialpädagogische Betreuung sowie
    3. Ziffer 3
      sonstige Formen sozialpädagogischer Individual- oder Gruppenbetreuung.
  2. Absatz 2Der Tätigkeitsbereich der Sozialpädagogischen Fachbetreuung in der Kinder- und Jugendhilfe umfasst insbesondere folgende nach dem Oö. KJHG 2014 durchgeführte Hilfen:
    1. Ziffer eins
      persönliche Betreuung, Erziehung und Vermittlung sozialer und persönlicher Kompetenz;
    2. Ziffer 2
      Unterstützung bei Ausbildung bzw. Beruf zur Erlangung der Erwerbs- und Selbsterhaltungsfähigkeit;
    3. Ziffer 3
      Begleitung und Unterstützung in Krisensituationen;
    4. Ziffer 4
      regelmäßige Kontakte und Hausbesuche unter Anwendung von Beratung, Anleitung, Förderung, Begleitung und praktischer Hilfe auf Basis alltagsnaher Beziehungsarbeit;
    5. Ziffer 5
      Auflösung von familiärer Isolation bzw. Herstellung von sozialen Kontakten;
    6. Ziffer 6
      Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei der Ablösung von der Herkunftsfamilie und bei der Verselbständigung;
    7. Ziffer 7
      Kooperation mit den Eltern und dem Herkunftssystem sowie
    8. Ziffer 8
      interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Systempartnern.

§ 49

Text

Paragraph 49 <, b, r, /, >, B, e, r, u, f, s, a, u, s, b, i, l, d, u, n, g,

  1. Absatz einsDie Ausbildung in der Sozialpädagogischen Fachbetreuung in der Kinder- und Jugendhilfe ist entweder im Rahmen eines Ausbildungsgangs oder durch Absolvierung einzelner Module in ermächtigten Bildungseinrichtungen zu erwerben. Sie besteht aus zumindest 1.200 Unterrichtseinheiten Theorie und 1.200 Stunden Praxis. Die Ausbildung ist auf zumindest zwei Ausbildungsjahre aufzuteilen. Anmerkung, LGBl.Nr. 42/2017)
  2. Absatz 2Die theoretische Ausbildung umfasst insbesondere folgende Module, wobei jeweils die angegebene Zahl der Unterrichtseinheiten nicht unterschritten werden darf:
    1. Ziffer eins
      Allgemeine Grundlagen:
      1. Litera a
        Pädagogik (45 Unterrichtseinheiten),
      2. Litera b
        Heil- und Sonderpädagogik (45 Unterrichtseinheiten),
      3. Litera c
        Rechtliche und institutionelle Grundlagen (70 Unterrichtseinheiten),
      4. Litera d
        Soziologie und Sozialpolitik (25 Unterrichtseinheiten),
      5. Litera e
        Psychologie und Kinder- und Jugendpsychiatrie (105 Unterrichtseinheiten),
      6. Litera f
        Medizin/Erste Hilfe/Ernährung (55 Unterrichtseinheiten);
    2. Ziffer 2
      Methodik der Sozialpädagogik (270 Unterrichtseinheiten);
    3. Ziffer 3
      Sozialpädagogische Handlungsfelder (195 Unterrichtseinheiten);
    4. Ziffer 4
      Soziale und Persönliche Kompetenz:
      1. Litera a
        Selbsterfahrung (75 Unterrichtseinheiten),
      2. Litera b
        Supervision (30 Unterrichtseinheiten),
      3. Litera c
        weitere Themenbereiche (165 Unterrichtseinheiten),
    5. Ziffer 5
      Praxisreflexion (45 Unterrichtseinheiten).
  3. Absatz 3Die praktische Ausbildung muss überwiegend in genehmigten Einrichtungen zur sozialpädagogischen Betreuung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe absolviert werden. Die praktische Ausbildung muss eine Praktikumsvorbereitung und Praktikumsreflexion durch den Praktikumsgeber umfassen. Anmerkung, LGBl.Nr. 42/2017)

§ 50

Text

Paragraph 50 <, b, r, /, >, B, e, r, u, f, s, a, u, s, ü, b, u, n, g,

  1. Absatz einsDie Berufsausübung in der Sozialpädagogischen Fachbetreuung in der Kinder- und Jugendhilfe setzt die Vollendung des 21. Lebensjahres voraus. Anmerkung, LGBl.Nr. 42/2017)
  2. Absatz 2Dienstgeber eines sozialpädagogischen Fachbetreuers oder einer sozialpädagogischen Fachbetreuerin haben laufend Maßnahmen zu setzen, um die Einhaltung dieses Landesgesetzes und der auf Grund dieses Landesgesetzes erlassenen Verordnungen sowie die Erbringung der gebotenen Qualität zu sichern.
  3. Absatz 3Sozialpädagogische Fachbetreuer und sozialpädagogische Fachbetreuerinnen sind verpflichtet, alle zwei Jahre Fort- oder Weiterbildungsveranstaltungen im Ausmaß von zumindest 32 Stunden zu absolvieren.

§ 50a

Text

7. HAUPTSTÜCK
ALLTAGSBEGLEITUNG

Paragraph 50 a, <, b, r, /, >, B, e, r, u, f, s, b, i, l, d,, Tätigkeitsbereiche

  1. Absatz einsDas Berufsbild der Alltagsbegleitung umfasst
    1. Ziffer eins
      die Unterstützung von Menschen mit Begleitungs- und Betreuungsbedarf bei Aktivitäten des täglichen Lebens, in der Freizeit und bei der Mobilität sowie
    2. Ziffer 2
      die Kommunikation und Beziehungsgestaltung mit Menschen mit Begleitungs- und Betreuungsbedarf.
  2. Absatz 2Angehörige dieses Berufsbilds führen auf Grund von Anordnungen von Menschen mit Begleitungs- und Betreuungsbedarf oder Angehörigen der Sozial- und Gesundheitsberufe eigenverantwortlich Tätigkeiten im Sinn des Absatz eins, Ziffer eins und 2 durch.

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)

§ 50b

Text

Paragraph 50 b, <, b, r, /, >, B, e, r, u, f, s, a, u, s, b, i, l, d, u, n, g,

  1. Absatz einsDie Ausbildung zum Alltagsbegleiter oder zur Alltagsbegleiterin ist entweder im Rahmen eines Ausbildungsgangs oder durch Absolvierung der einzelnen Module in ermächtigten Bildungseinrichtungen zu erwerben. Sie besteht aus zumindest 152 Unterrichtseinheiten Theorie und 80 Stunden Praxis.
  2. Absatz 2Die theoretische Grundausbildung umfasst insbesondere folgende Module, die in Lernfeldern zusammenzufassen sind, wobei jeweils die angegebene Anzahl der Unterrichtseinheiten nicht unterschritten werden darf:
    1. Ziffer eins
      Leitlinien der Sozialbetreuung (8 Unterrichtseinheiten),
    2. Ziffer 2
      Kommunikation, Konfliktbewältigung und Beziehungsarbeit (8 Unterrichtseinheiten),
    3. Ziffer 3
      Alltagsgestaltung, Haushaltsführung und -organisation (9 Unterrichtseinheiten),
    4. Ziffer 4
      Rechtliche Grundlagen (4 Unterrichtseinheiten),
    5. Ziffer 5
      Dokumentation und Informationsweitergabe (4 Unterrichtseinheiten),
    6. Ziffer 6
      Praktikumsbegleitung (8 Unterrichtseinheiten),
    7. Ziffer 7
      Erste Hilfe Grundkurs (16 Unterrichtseinheiten),
    8. Ziffer 8
      Grundzüge der Gesundheitslehre und Gesundheitsprävention (95 Unterrichtseinheiten).
  3. Absatz 3Die praktische Ausbildung ist in teilstationären oder stationären Einrichtungen zu absolvieren. Als Praktikumsstellen kommen ausschließlich solche in Betracht, die auf Grund bundes- oder landesrechtlicher Bestimmungen zur Leistungserbringung in diesem Bereich ermächtigt sind. Sie hat auch eine Praktikumsvorbereitung und eine Praktikumsreflexion zu umfassen.

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)

§ 50c

Text

Paragraph 50 c, <, b, r, /, >, B, e, r, u, f, s, a, u, s, ü, b, u, n, g,

  1. Absatz einsDie Berufsausübung in der Alltagsbegleitung setzt die Vollendung des 16. Lebensjahres voraus.
  2. Absatz 2Dienstgeber eines Alltagsbegleiters oder einer Alltagsbegleiterin haben laufend Maßnahmen zu setzen, um die Einhaltung dieses Landesgesetzes und der auf Grund dieses Landesgesetzes erlassenen Verordnungen sowie die Erbringung der gebotenen Qualität zu sichern.
  3. Absatz 3Alltagsbegleiter und Alltagsbegleiterinnen sind verpflichtet, alle zwei Jahre Fortbildungen im Ausmaß von 16 Stunden zu absolvieren.

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)

§ 51

Text

römisch fünf. TEIL
BETRIEB VON SCHULEN, DURCHFÜHRUNG VON
AUSBILDUNGSGÄNGEN ODER LEHRGÄNGEN

Paragraph 51 <, b, r, /, >, L, e, i, t, u, n, g, s, - und Lehrpersonal

  1. Absatz einsDer Leiter oder die Leiterin einer Schule für Sozialberufe, eines Ausbildungsgangs oder Lehrgangs hat
    1. Ziffer eins
      ein abgeschlossenes Universitätsstudium der
      1. Litera a
        Rechtswissenschaften,
      2. Litera b
        Sozial- und Wirtschaftswissenschaften,
      3. Litera c
        Psychologie,
      4. Litera d
        (Heil-)Pädagogik,
      5. Litera e
        Humanmedizin oder
      6. Litera f
        Pflegewissenschaften,
      7. Litera g
        oder ein vergleichbares Studium.
    2. Ziffer 2
      eine zumindest fünfjährige Berufserfahrung in der Arbeit mit auf soziale bzw. sozialpädagogische Betreuung angewiesene Menschen und
    3. Ziffer 3
      eine mehrjährige praktische pädagogische Erfahrung in der Erwachsenenbildung
    nachzuweisen. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 92 aus 2009,)
  2. Absatz 2Abweichend von Absatz eins, Ziffer eins, hat der Leiter oder die Leiterin eines
    1. Ziffer eins
      Ausbildungsgangs oder Lehrgangs für Persönliche Assistenz, Peer-Beratung oder Heimhilfe eine erfolgreich absolvierte Reifeprüfung,
    2. Ziffer 2
      Ausbildungsgangs oder Lehrgangs für Frühförderung und Sehfrühförderung ein abgeschlossenes Universitätsstudium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, der Psychologie, der (Heil)Pädagogik oder der Humanmedizin,
    3. Ziffer 3
      Ausbildungsgangs oder Lehrgangs für Sozialpädagogische Fachbetreuung in der Kinder- und Jugendhilfe ein abgeschlossenes Universitätsstudium der Rechtswissenschaften, der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, der Psychologie, der (Heil- bzw. Sonder-)Pädagogik, der Humanmedizin, einen Abschluss einer Sozialakademie oder einen Abschluss eines einschlägigen Fachhochschulstudiums
    nachzuweisen. Anmerkung, LGBl.Nr. 42/2017)
  3. Absatz 3Als Lehrkraft einer Schule für Sozialberufe, eines Ausbildungsgangs oder Lehrgangs für den jeweiligen Unterrichtsgegenstand qualifiziert gelten Personen, die
    1. Ziffer eins
      eine Qualifikation durch
      1. Litera a
        ein erfolgreich abgeschlossenes Universitätsstudium, Fachhochschulstudium oder Lehramtsstudium,
      2. Litera b
        eine Ausbildung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege,
      3. Litera c
        eine Ausbildung zum diplomierten Sozialarbeiter oder zur diplomierten Sozialarbeiterin,
      4. Litera d
        eine Ausbildung in einem gehobenen medizinisch-technischen Dienst,
      5. Litera e
        eine Ausbildung zum Fach- oder Diplom-Sozialbetreuer oder zur Fach- oder Diplom-Sozialbetreuerin oder
      6. Litera f
        eine Ausbildung zum sozialpädagogischen Fachbetreuer oder zur sozialpädagogischen Fachbetreuerin
      nachweisen können;
    2. Ziffer 2
      die konkret erforderlichen fachspezifischen Kenntnisse und praktischen Erfahrungen besitzen und
    3. Ziffer 3
      über die erforderlichen pädagogischen Fähigkeiten verfügen.
  4. Absatz 4Abweichend vom Absatz 3, gelten im Bereich der Persönlichen Assistenz ausschließlich geeignete Menschen mit Beeinträchtigungen als Lehrkräfte für die Unterrichtsgegenstände des Paragraph 37, Absatz 2, Ziffer eins und 6 qualifiziert.
  5. Absatz 5Abweichend vom Absatz 3, gelten im Bereich der Peer-Beratung ausschließlich geeignete Menschen mit Beeinträchtigungen als Lehrkräfte für die Unterrichtsgegenstände des Paragraph 46, Absatz 2, Ziffer 3 und 4 qualifiziert.
  6. Absatz 6Zur Unterstützung der Lehrkräfte können erforderlichenfalls fachlich und pädagogisch geeignete Fachkräfte beigezogen werden.

§ 52

Text

Paragraph 52,

Bewilligung

  1. Absatz einsFür die Durchführung der Ausbildung zu einem oder mehreren Sozialberufen nach diesem Landesgesetz bedarf die Bildungseinrichtung der Bewilligung durch die Behörde. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)
  2. Absatz 2Dem Antrag auf Erteilung einer Bewilligung gemäß Absatz eins, sind insbesondere
    1. Ziffer eins
      der Lehrplan,
    2. Ziffer 2
      die Qualifikationsnachweise für den Leiter oder die Leiterin,
    3. Ziffer 3
      die Qualifikationsnachweise für das Lehrpersonal,
    4. Ziffer 4
      Pläne der zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten,
    5. Ziffer 5
      Nachweise über die erforderlichen Lehrmittel,
    6. Ziffer 6
      Vereinbarungen mit den Praktikumsstellen sowie
    7. Ziffer 7
      eine Schul- bzw. Ausbildungsordnung
    anzuschließen.
  3. Absatz 3Die Bewilligung gemäß Absatz eins, ist auf Antrag eines Rechtsträgers zu erteilen, wenn
    1. Ziffer eins
      dieser über die erforderlichen Erfahrungen im jeweiligen Ausbildungsschwerpunkt verfügt,
    2. Ziffer 2
      dies unter Bedachtnahme auf die bisher schon zur Verfügung stehenden Ausbildungskapazitäten und im Hinblick auf den zumindest mittelfristigen Personalbedarf in der sozialen oder Sozialpädagogischen Betreuung erforderlich ist,
    3. Ziffer 3
      nach der personellen und sachlichen Ausstattung der ermächtigten Bildungseinrichtung Gewähr für eine fachgerechte Ausbildung besteht und
    4. Ziffer 4
      glaubhaft gemacht wird, dass die finanzielle Existenz der geplanten ermächtigten Bildungseinrichtung für die Abwicklung oder Durchführung von Ausbildungsgängen oder Lehrgängen sichergestellt ist.
  4. Absatz 4Die Bewilligung nach Absatz 3, kann auf einzelne Ausbildungsschwerpunkte eingeschränkt, unter Bedingungen oder Auflagen sowie zeitlich befristet ausgesprochen werden.
  5. Absatz 5Geplante Änderungen der Umstände, die Grundlage der Bewilligung nach Absatz 3, waren, sind der Behörde unter Anschluss der erforderlichen Belege rechtzeitig anzuzeigen. Spricht sich die Behörde binnen acht Wochen nicht gegen die angezeigte Änderung aus, gilt diese als genehmigt. Der Rechtsträger kann binnen zwei Wochen nach Zustellung einer ablehnenden Stellungnahme schriftlich die Erlassung eines Bescheids beantragen.
  6. Absatz 6Die Landesregierung kann für die in diesem Landesgesetz enthaltenen Berufsbilder unter Bedachtnahme auf die Erfahrungen der Praxis und die Erkenntnisse der Wissenschaft auf dem Gebiet der sozialen bzw. Sozialpädagogischen Betreuung sowie unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen eine Verordnung erlassen, in der insbesondere die Strukturierung und inhaltliche Ausgestaltung der Lehrpläne näher geregelt werden.

§ 53

Text

Paragraph 53 <, b, r, /, >, Z, u, g, a, n, g, zu und Ausschluss von Ausbildungen

  1. Absatz einsPersonen, die sich um die Aufnahme in eine ermächtigte Bildungseinrichtung bewerben, haben folgende Voraussetzungen zu erfüllen:
    1. Ziffer eins
      für das Berufsbild der
      1. Litera a
        Heimhilfe und der Fach-Sozialbetreuung die Vollendung des 17. Lebensjahres,
      2. Litera b
        Diplom-Sozialbetreuung die Vollendung des 19. Lebensjahres,
      3. Litera c
        Persönlichen Assistenz die Vollendung des 18. Lebensjahres,
      4. Litera d
        Frühförderung
        • Strichaufzählung
          eine abgeschlossene Berufsausbildung im (heil-)pädagogischen, psychologischen, medizinisch-therapeutischen oder sozialen Bereich sowie
        • Strichaufzählung
          eine zumindest zweijährige Berufserfahrung in diesem Bereich,
      5. Litera e
        Sehfrühförderung
        • Strichaufzählung
          eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Frühförderung gemäß Paragraph 40, oder die erfolgreiche Absolvierung des Lehrgangs für Inklusive Elementarpädagogik sowie
        • Strichaufzählung
          eine zumindest dreijährige Berufserfahrung in diesem Bereich,
      6. Litera f
        Frühe Kommunikationsförderung
        • Strichaufzählung
          eine facheinschlägige Ausbildung (zB im Bereich Pädagogik, Sonder- und Heilpädagogik, Psychologie, Linguistik, Logopädie, Inklusive Elementarpädagogik) oder eine abgeschlossene Frühförderausbildung sowie
        • Strichaufzählung
          eine zumindest zweijährige Berufserfahrung und Kenntnisse im Einsatz von unterstützter Kommunikation,
      7. Litera g
        Peer-Beratung die Betroffenheit auf Grund einer eigenen Beeinträchtigung,
      8. Litera h
        Sozialpädagogischen Fachbetreuung in der Kinder- und Jugendhilfe die Vollendung des 19. Lebensjahres,
      9. Litera i
        Alltagsbegleitung die Vollendung des 16. Lebensjahres;
    2. Ziffer 2
      die zur beruflichen Ausübung des jeweiligen Sozialberufs erforderliche persönliche und gesundheitliche Eignung sowie Vertrauenswürdigkeit und
    3. Ziffer 3
      die Beherrschung der deutschen Sprache in einem für die Ausbildung und die spätere Berufsausübung erforderlichen Ausmaß.
  2. Absatz 2Ausbildungsteilnehmer oder Ausbildungsteilnehmerinnen sind vom weiteren Besuch der ermächtigten Bildungseinrichtung auszuschließen, wenn
    1. Ziffer eins
      zumindest eine der Voraussetzungen gemäß Absatz eins, wegfällt oder
    2. Ziffer 2
      sich nachträglich herausstellt, dass zumindest eine der Voraussetzungen gemäß Absatz eins, zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht vorgelegen ist und dieser Mangel nicht behoben werden kann.
  3. Absatz 3Über die Aufnahme entscheidet eine Kommission gemäß Paragraph 54, Vor der Aufnahme kann ein Aufnahmegespräch oder ein Aufnahmetest mit den Bewerbern und Bewerberinnen stattfinden. Die Auswahl der Bewerber und Bewerberinnen hat unter Bedachtnahme auf die Erfordernisse des jeweiligen Sozialberufs zu erfolgen.
  4. Absatz 4Die Landesregierung kann eine Verordnung erlassen, in der die Modalitäten der Aufnahme, insbesondere die Durchführung von Aufnahmegesprächen und Aufnahmetests, näher geregelt werden.
  5. Absatz 5Über den Ausschluss entscheidet eine Kommission gemäß Paragraph 54, Vor der Entscheidung über den Ausschluss ist dem oder der Betroffenen Gelegenheit zur Rechtfertigung zu geben.
  6. Absatz 6Gegen Entscheidungen der Kommission nach Absatz 5, kann binnen 14 Tagen eine Beschwerde an den Rechtsträger der ermächtigten Bildungseinrichtung erhoben werden. Dieser entscheidet über die Beschwerde. Vor Entscheidung über den Ausschluss ist die Aufsichtsbehörde zu hören und dem Betroffenen oder der Betroffenen neuerlich Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.

§ 54

Text

Paragraph 54,

Kommission

  1. Absatz einsAn jeder ermächtigten Bildungseinrichtung hat der Rechtsträger eine Kommission einzurichten, die insbesondere
    1. Ziffer eins
      ihr gesetzlich zugewiesene Aufgaben sowie
    2. Ziffer 2
      ihr in der Schul- bzw. Ausbildungsordnung übertragene Aufgaben
    wahrnimmt.

  1. Absatz 2Erfordert es die Größe, Art oder Organisation der Schule, können mehrere verschiedene Kommissionen eingerichtet und mit bestimmten Aufgaben betraut werden.

  1. Absatz 3Die Kommission setzt sich aus drei Mitgliedern, die dem Lehrkörper angehören, zusammen. Den Vorsitz führt der Leiter oder die Leiterin oder im Fall des Absatz 2, ein vom Leiter oder der Leiterin beauftragtes Mitglied des Lehrkörpers. Für jedes Kommissionsmitglied ist ein Ersatzmitglied zu bestellen, das ebenfalls dem Lehrkörper anzugehören hat.

  1. Absatz 4Die Entscheidungen der Kommission fallen mit einfacher Mehrheit. Eine Stimmenthaltung ist nicht zulässig. Entscheidungen der Kommission einschließlich der wesentlichen Entscheidungsgründe sind nachvollziehbar zu dokumentieren. Das Nähere über die Geschäftsführung der Kommission ist in einer von der Kommission zu beschließenden Geschäftsordnung zu regeln.

§ 55

Text

Paragraph 55 <, b, r, /, >, U, n, t, e, r, r, i, c, h, t,, Prüfungen und Zeugnisse

  1. Absatz einsDie Landesregierung hat für die in diesem Landesgesetz enthaltenen Berufsbilder unter Bedachtnahme auf die Erfahrungen der Praxis und die Erkenntnisse der Wissenschaft auf dem Gebiet der sozialen bzw. Sozialpädagogischen Betreuung sowie unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen eine Verordnung zu erlassen, in der insbesondere
    1. Ziffer eins
      die Dauer, der Ablauf und die Unterbrechung von Ausbildungen,
    2. Ziffer 2
      die laufende Leistungsbeurteilung und qualitätssichernde Maßnahmen für den Unterricht,
    3. Ziffer 3
      die Zulassung, die Form, die Beurteilung und die Möglichkeit der Wiederholung von Prüfungen und
    4. Ziffer 4
      die Form der Zeugnisse
    näher geregelt werden.
  2. Absatz 2In der Verordnung nach Absatz eins, ist jedenfalls vorzusehen, dass
    1. Ziffer eins
      nach Abschluss der theoretischen und praktischen Ausbildung in der Heimhilfe, in der Fach-Sozialbetreuung, in der Frühförderung, der Sehfrühförderung, der Frühen Kommunikationsförderung, sowie der Sozialpädagogischen Fachbetreuung in der Kinder- und Jugendhilfe vor der Kommission eine Abschlussprüfung abzulegen ist,
    2. Ziffer 2
      nach Abschluss der theoretischen und praktischen Ausbildung in der Diplom-Sozialbetreuung vor der Kommission eine fünfstündige schriftliche Klausurarbeit über ein Thema aus dem Berufsfeld des Prüfungskandidaten bzw. der Prüfungskandidatin (einschließlich des fachlichen Umfelds) zu verfassen sowie eine ergänzende und vertiefende mündliche Prüfung abzulegen ist.
  3. Absatz 3Die Abhaltung von praktischen Unterrichtseinheiten für die in diesem Landesgesetz enthaltenen Berufsbilder ist zwischen Montag und Sonntag zulässig. Die wöchentliche Ausbildungszeit darf 40 theoretische und praktische Unterrichtseinheiten nicht überschreiten. Die wöchentliche Ausbildungszeit kann aus organisatorischen Gründen überschritten werden; dabei darf die wöchentliche Ausbildungszeit im Durchrechnungszeitraum von einem Monat 40 Unterrichtseinheiten nicht überschreiten. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)

§ 56

Text

Paragraph 56,

Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen

Schulen haben Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen anzubieten, die es ermöglichen, dass die in der sozialen Betreuung tätigen Personen ihre fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen vertiefen bzw. erweitern und mit den Entwicklungen auf dem Gebiet der sozialen Betreuung vertraut bleiben. Andere ermächtigte Bildungseinrichtungen können Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen anbieten.

§ 57

Text

Paragraph 57,

Interne Qualitätssicherung, Aufsicht

  1. Absatz einsDer Leiter oder die Leiterin einer ermächtigten Bildungseinrichtung hat diese zumindest jährlich wiederkehrend zu prüfen, ob sie dem Bewilligungsbescheid und den sonstigen Vorschriften nach diesem Landesgesetz und den auf Grund dieses Landesgesetzes erlassenen Verordnungen entspricht. Über jede wiederkehrende Prüfung hat der Leiter oder die Leiterin eine Bescheinigung auszustellen, die insbesondere festgestellte Mängel und Vorschläge zu deren Behebung zu enthalten hat. Diese Bescheinigung ist der Aufsichtsbehörde vorzulegen.

  1. Absatz 2Ermächtigte Bildungseinrichtungen unterliegen der Aufsicht der Landesregierung, insbesondere im Hinblick auf
    1. Ziffer eins
      das Vorliegen der Bewilligungsvoraussetzungen,
    2. Ziffer 2
      die Durchführung einer fachgerechten Ausbildung sowie
    3. Ziffer 3
      die Durchführung von Anrechnungen und Anerkennungen nach dem römisch VI. Teil.

  1. Absatz 3Den Organen der Landesregierung ist Zutritt zu den Gebäuden und Räumlichkeiten der ermächtigten Bildungseinrichtungen sowie Einsicht in Unterlagen zu gewähren und Auskunft zu erteilen, soweit dies zur Kontrolle erforderlich ist.

  1. Absatz 4Werden Mängel festgestellt, lagen Bewilligungsvoraussetzungen im Zeitpunkt der Bescheiderlassung nicht oder liegen diese nicht mehr vor, ist dem Rechtsträger mit Verfahrensanordnung eine angemessene Frist zur Mängelbehebung einzuräumen, wenn eine Mängelbehebung möglich ist. Nach fruchtlosem Ablauf der gestellten Frist sind mit Bescheid
    1. Ziffer eins
      im Hinblick auf die Bewilligungsvoraussetzungen sowie auf die Durchführung einer fachgerechten Ausbildung die erforderlichen Maßnahmen vorzuschreiben oder
    2. Ziffer 2
      die Bewilligung einzuschränken oder
    3. Ziffer 3
      die Bewilligung zur Gänze zu entziehen.

§ 58

Text

römisch VI. TEIL
GLEICHSTELLUNG, ANERKENNUNG BZW. ANRECHNUNG
VON AUSBILDUNGEN BZW. TEILEN VON AUSBILDUNGEN

Paragraph 58 <, b, r, /, >, A, n, r, e, c, h, n, u, n, g, von Prüfungen, Praktika oder
Modulen im In- und Ausland

  1. Absatz einsPrüfungen, Praktika oder Module, die in Österreich im Rahmen
    1. Ziffer eins
      einer Aus-, Weiter- oder Sonderausbildung zu einem gesetzlich geregelten Gesundheitsberuf,
    2. Ziffer 2
      einer Ausbildung zu einem gesetzlich geregelten Sozialberuf oder
    3. Ziffer 3
      eines Universitäts- oder Fachhochschulstudiums
    erfolgreich absolviert wurden, sind auf die entsprechenden Prüfungen, Praktika oder Module einer Ausbildung in einem Sozialberuf durch die Leitung der ermächtigten Bildungseinrichtung insoweit anzurechnen, als sie nach Inhalt und Umfang gleichwertig sind. Unterrichtsfächer, in denen keine Prüfung vorgesehen ist, sind anzurechnen, wenn sie nach Inhalt und Umfang gleichwertig sind und eine erfolgreiche Teilnahme bestätigt wurde. Solange bei einem Berufsbild keine ermächtigte Bildungseinrichtung in Oberösterreich tätig ist, hat die Landesregierung die Anrechnung vorzunehmen.
  2. Absatz 2Prüfungen, Praktika oder Module, die im Ausland im Rahmen einer staatlich anerkannten Ausbildung in einem Gesundheits- oder Sozialberuf erfolgreich absolviert wurden, sind auf die entsprechenden Prüfungen, Praktika oder Module einer Ausbildung in einem Sozialberuf durch die Landesregierung insoweit anzurechnen, als sie nach Inhalt und Umfang gleichwertig sind. Auf Fort-, Weiter- und Sonderausbildungen ist Bedacht zu nehmen. Das Oö. Berufsqualifikationen-Anerkennungsgesetz (Oö. BAG) ist sinngemäß anzuwenden. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 49 aus 2017,)
  3. Absatz 3Bei der Anrechnung von Prüfungen, Praktika oder Modulen kann auf Ausbildungen Bedacht genommen werden, die nicht unter Absatz eins, oder 2 fallen.
  4. Absatz 4Die Landesregierung kann durch Verordnung unter Berücksichtigung des Inhalts und des Umfangs von Prüfungen, Praktika oder Modulen, die nicht in einer ermächtigten Bildungseinrichtung abgelegt wurden, sowie unter Bedachtnahme auf die Erfahrungen der Praxis und die Erkenntnisse der Wissenschaft auf dem Gebiet der sozialen bzw. Sozialpädagogischen Betreuung und unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmen, inwieweit bestimmte Teile von Ausbildungen als gleichwertig anzusehen sind. Die Landesregierung kann dabei sowohl generelle Regelungen für die Anrechnung als auch die Anrechnungsmodalitäten für einzelne Prüfungen, Praktika oder Module festsetzen.
  5. Absatz 5Gegen Entscheidungen nach Absatz eins und 2 kann Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht erhoben werden. Anmerkung, LGBl.Nr. 90/2013)

§ 59

Text

Paragraph 59 <, b, r, /, >, G, l, e, i, c, h, s, t, e, l, l, u, n, g, von Ausbildungen und Anerkennung
von Ausbildungen im In- und Ausland

  1. Absatz einsAusbildungen in einem Sozialbetreuungsberuf, die nach den Vorschriften einer anderen Vertragspartei der Vereinbarung gemäß Artikel 15 a, B-VG zwischen dem Bund und den Ländern über Sozialbetreuungsberufe, Landesgesetzblatt Nr. 77 aus 2005,, erfolgreich abgeschlossen oder anerkannt wurden, gelten als gleichwertig.
  2. Absatz 2Für die Anerkennung von Berufsqualifikationen im Rahmen dieses Landesgesetzes, welche nicht gemäß Absatz eins, gleichgestellt sind, gilt das Oö. BAG, soweit nicht in diesem Landesgesetz ausdrücklich anderes normiert ist. Das Oö. BAG ist - soweit nicht in diesem Landesgesetz ausdrücklich anderes normiert ist - sinngemäß auch auf die Anerkennung von Berufsqualifikationen anzuwenden, die von Personen absolviert wurden, die nicht vom Anwendungsbereich des Oö. BAG erfasst sind. Die Anerkennung von im Inland absolvierten und nicht gemäß Absatz eins, gleichgestellten Berufsqualifikationen erfolgt durch die Leitung der ermächtigten Bildungseinrichtung. Solange bei einem Berufsbild keine ermächtigte Bildungseinrichtung in Oberösterreich tätig ist, hat die Landesregierung die Anerkennung vorzunehmen. Gegen diese Entscheidungen kann Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht erhoben werden. Anmerkung, LGBl.Nr. 49/2017)
  3. Absatz 3Bei der Anerkennung von Sozialbetreuungsberufen hat ein Nachweis über die erforderliche Qualifikation nach den gesundheits- und krankenpflegerechtlichen Bestimmungen des Bundes vorzuliegen. Soweit ein solcher Nachweis zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht vorgelegt werden kann, kann dessen Ausstellung gemeinsam mit der Anerkennung nach diesem Landesgesetz beantragt werden. Die Verfahren sind zu koordinieren.
  4. Absatz 4Ausbildungs- und Prüfungsnachweise nach diesem Landesgesetz entsprechen dem Qualifikationsniveau des Artikel 11, Litera b, Sub-Litera, i, der Richtlinie 2005/36/EG. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 49 aus 2017,)
  5. Absatz 5– (7) Entfallen Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 49 aus 2017,)
  6. Absatz 8Die Landesregierung kann durch Verordnung unter Bedachtnahme auf die Erfahrungen der Praxis und die Erkenntnisse der Wissenschaft auf dem Gebiet der sozialen bzw. Sozialpädagogischen Betreuung sowie unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nähere Vorschriften über die Anerkennung von Ausbildungen festlegen. Sie kann dabei insbesondere bestimmen, welche Befähigungs- oder Ausbildungsnachweise zu erbringen sind. Die Landesregierung kann weiters nähere Regelungen über den Inhalt und die Durchführung von Anpassungslehrgängen und Eignungsprüfungen vorsehen. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 49 aus 2017,)
  7. Absatz 9Entfallen Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 49 aus 2017,)

§ 60

Text

Paragraph 60,

Ausbildungen an Schulen im Sinn des
§ 14 Privatschulgesetz

  1. Absatz einsAusbildungen im Bereich der Sozialbetreuungsberufe, die an Schulen im Sinn des Paragraph 14, Privatschulgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 244 aus 1962,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 75 aus 2001,, erfolgen, werden auf Antrag des Trägers der Privatschule als gleichwertig anerkannt, wenn die Ausbildungen den Vorgaben der Vereinbarung gemäß Artikel 15 a, B-VG zwischen dem Bund und den Ländern über Sozialbetreuungsberufe, Landesgesetzblatt Nr. 77 aus 2005,, entsprechen.

  1. Absatz 2Ausbildungen im Bereich der Sozialbetreuungsberufe, die an bestehenden Schulen im Sinn des Paragraph 14, Privatschulgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 244 aus 1962,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 75 aus 2001,, erfolgen, gelten bis zu einer Anerkennung im Sinn des Absatz eins, Ausbildungen nach diesem Landesgesetz als gleichgestellt.

  1. Absatz 3Schulen im Sinn des Paragraph 14, Privatschulgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 244 aus 1962,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 75 aus 2001,, ist auf Antrag des Trägers der Privatschule mit Bescheid die Anrechnung von im Inland absolvierten Prüfungen, Praktika oder Modulen sowie die Anerkennung von Teilen anderer im Inland absolvierter Ausbildungen im Sinn der Paragraphen 58 und 59 zu übertragen, sofern
    1. Ziffer eins
      die Ausbildungen an dieser Privatschule den Vorgaben der Vereinbarung gemäß Artikel 15 a, B-VG zwischen dem Bund und den Ländern über Sozialbetreuungsberufe, Landesgesetzblatt Nr. 77 aus 2005,, entsprechen und
    2. Ziffer 2
      der Leiter oder die Leiterin der Privatschule die Voraussetzungen für Leitungspersonal gemäß Paragraph 51, erfüllt.

  1. Absatz 4Die Behörde hat die Anerkennung nach Absatz eins, zu entziehen und die Übertragung gemäß Absatz 3, mit sofortiger Wirkung zu beenden, wenn eine Vorraussetzung bereits anfänglich nicht gegeben war oder nachträglich weggefallen ist. Paragraph 57, Absatz 2, Ziffer 3,, Absatz 3 und 4 gelten sinngemäß. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 92 aus 2009,)

§ 61

Text

römisch VII. TEIL
STRAF-, ÜBERGANGS- UND SCHLUSSBESTIMMUNGEN;
DATENSCHUTZ UND AMTSHILFE

Paragraph 61 <, b, r, /, >, S, t, r, a, f, b, e, s, t, i, m, m, u, n, g, e, n,

  1. Absatz einsEine Verwaltungsübertretung begeht, wer
    1. Ziffer eins
      eine Berufsbezeichnung nach diesem Landesgesetz unbefugt führt oder eine Berufsbezeichnung führt, die geeignet ist, eine dieser Ausbildungen oder die damit verbundenen Berufsberechtigungen vorzutäuschen,
    2. Ziffer 2
      einen Beruf entgegen Paragraphen 10, Absatz 2, oder 11 Absatz 2, ausübt,
    3. Ziffer 3
      einen Beruf entgegen Paragraphen 17, Absatz eins und 4 oder 20 Absatz eins, ausübt, ohne dass eine Berechtigung zur Berufsausübung nach diesem Landesgesetz vorliegt,
    4. Ziffer 4
      als Dienstgeber Personen entgegen Paragraphen 17, Absatz eins, oder 20 Absatz eins, beschäftigt und diese Personen keine Berechtigung zur Berufsausübung nach diesem Landesgesetz besitzen,
    5. Ziffer 5
      eine Schule für Sozialberufe, einen Ausbildungsgang oder Lehrgang ohne Bewilligung nach diesem Landesgesetz führt,
    6. Ziffer 6
      als Träger einer ermächtigten Bildungseinrichtung einen bescheidmäßigen Auftrag gemäß Paragraph 57, Absatz 4, nicht fristgerecht umsetzt,
    7. Ziffer 7
      einer oder mehreren in den Paragraphen 8, oder 9 enthaltenen Anordnungen oder Verboten zuwider handelt.
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 92 aus 2009,, 90/2013)
  2. Absatz 2Der Versuch ist strafbar.
  3. Absatz 3Wer eine Verwaltungsübertretung gemäß Absatz eins, Ziffer eins und 3 bis 6 begeht, ist mit einer Geldstrafe bis zu 5.000 Euro zu bestrafen.
  4. Absatz 4Wer eine Verwaltungsübertretung gemäß Absatz eins, Ziffer 2 und 7 begeht, ist mit einer Geldstrafe bis zu 2.500 Euro zu bestrafen.
  5. Absatz 5Die eingehobenen Strafgelder fließen dem regionalen Träger sozialer Hilfe zu, in dessen Sprengel das Strafverfahren durchgeführt wird. Anmerkung, LGBl.Nr. 90/2013)

§ 62

Text

Paragraph 62 <, b, r, /, >, fünf e, r, a, r, b, e, i, t, u, n, g, personenbezogener Daten und Amtshilfe

  1. Absatz einsDie Angehörigen der Sozialberufe sind zur automationsunterstützten Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen der Dokumentation gemäß Paragraph 7, sowie zur Übermittlung dieser Daten
    1. Ziffer eins
      an die Kostenträger und Aufsichtsinstanzen des Landes in dem Umfang, als er für den Empfänger zur Wahrnehmung der ihm übertragenen Aufgaben eine wesentliche Voraussetzung bildet, sowie
    2. Ziffer 2
      an andere Angehörige der Gesundheits- oder Sozialberufe und Einrichtungen der sozialen Betreuung, an Ärzte oder medizinische Einrichtungen, in deren Behandlung, Pflege oder Betreuung die betroffene Person steht, mit Einwilligung der betroffenen Person
    berechtigt. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 55 aus 2018,)
  2. Absatz 2Die Dokumentation kann insbesondere die Betreuungsanamnese, die Betreuungsdiagnose, die gesetzten Betreuungsmaßnahmen, den Betreuungsverlauf sowie die zur Planung, Durchführung und Evaluierung der Betreuungsmaßnahmen erforderlichen Daten enthalten.
  3. Absatz 3Die mit der Vollziehung dieses Landesgesetzes berufenen Behörden einschließlich des Landesverwaltungsgerichts und der ermächtigten Bildungseinrichtungen dürfen die für die Vollziehung dieses Landesgesetzes erforderlichen personenbezogenen Daten, das sind insbesondere solche betreffend Name, Geschlecht, Geburtsdatum, Adresse, Staatsbürgerschaft, Ausbildungs- und Berufsvoraussetzungen verarbeiten. Anmerkung, LGBl.Nr. 90/2013, 55/2018)
  4. Absatz 4Gerichte und Verwaltungsbehörden sowie ermächtigte Bildungseinrichtungen nach diesem Landesgesetz haben auf Ersuchen der zur Vollziehung dieses Landesgesetzes berufenen Behörden einschließlich des Landesverwaltungsgerichts oder ermächtigten Bildungseinrichtungen die für die Beurteilung der Berufsberechtigung, Anerkennung oder Gleichstellung von Ausbildungen oder deren Teilen, dem Betrieb von Schulen, der Durchführung von Ausbildungsgängen oder Lehrgängen erforderlichen Auskünfte über Name, Geschlecht, Geburtsdatum, Adresse, Staatsbürgerschaft und Ausbildungs- und Berufsvoraussetzungen möglichst automationsunterstützt zu erteilen. Anmerkung, LGBl.Nr. 90/2013)

§ 63

Text

Paragraph 63,

Überleitung erworbener Qualifikationen

  1. Absatz einsPersonen, die zur Berufsausübung in der Heimhilfe nach dem Oö. Altenfachbetreuungs- und Heimhilfegesetz befugt sind, sind nach Absolvierung des Ausbildungsmoduls „Unterstützung bei der Basisversorgung“ gemäß Gesundheits- und Krankenpflege-Basisversorgungs-Ausbildungsverordnung, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 281 aus 2006,, auch zur Berufsausübung als Heimhelfer oder Heimhelferin nach diesem Landesgesetz und zur Führung der entsprechenden Berufsbezeichnung berechtigt.
  2. Absatz 2Personen, die ihre Befugnis zur Berufsausübung in der Altenfachbetreuung nach dem Oö. Altenfachbetreuungs- und Heimhilfegesetz oder dem Oö. Altenbetreuungs-Ausbildungsgesetz erworben haben oder nur deshalb nicht erworben haben, weil eine bescheidmäßige Feststellung unterblieben ist, sind auch zur Berufsausübung als Fach-Sozialbetreuer oder Fach-Sozialbetreuerin „A“ nach diesem Landesgesetz und zur Führung der entsprechenden Berufsbezeichnung berechtigt.
  3. Absatz 3Personen, die in Oberösterreich eine zumindest zwei Semester dauernde Ausbildung zum Behindertenbetreuer oder zur Behindertenbetreuerin an einer Schule im Sinn des Paragraph 14, Privatschulgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 244 aus 1962,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 75 aus 2001,, erfolgreich abgeschlossen haben, sind vorbehaltlich der Berufsberechtigung in der Pflegeassistenz nach den gesundheits- und krankenpflegerechtlichen Bestimmungen des Bundes zur Berufsausübung als Fach-Sozialbetreuer oder Fach-Sozialbetreuerin „BA“ nach diesem Landesgesetz und zur Führung der entsprechenden Berufsbezeichnung berechtigt. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)
  4. Absatz 4Personen, die in Oberösterreich eine zumindest zwei Semester dauernde Ausbildung zum Behindertenbetreuer oder zur Behindertenbetreuerin an einer Schule im Sinn des Paragraph 14, Privatschulgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 244 aus 1962,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 75 aus 2001,, erfolgreich abgeschlossen haben, sind vorbehaltlich der Absolvierung
    1. Ziffer eins
      des Ausbildungsmoduls „Unterstützung bei der Basisversorgung“ gemäß Gesundheits- und Krankenpflege-Basisversorgungs-Ausbildungsverordnung, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 281 aus 2006,, und einer theoretischen Ergänzungsausbildung im Ausmaß von zumindest 380 Unterrichtseinheiten sowie
    2. Ziffer 2
      1. Litera a
        einer praktischen Ergänzungsausbildung im Ausmaß von 260 Stunden oder
      2. Litera b
        einer einjährigen Berufstätigkeit in einer Einrichtung der Behindertenhilfe oder der psychiatrischen Vor- und Nachsorge unter fachlicher Anleitung eines Diplom-Sozialbetreuers oder einer Diplom-Sozialbetreuerin „BA“ oder „BB“, eines Psychologen oder einer Psychologin oder eines Heilpädagogen oder einer Heilpädagogin
      zur Berufsausübung als Fach-Sozialbetreuer oder Fach-Sozialbetreuerin „BB“ nach diesem Landesgesetz und zur Führung der entsprechenden Berufsbezeichnung berechtigt. Paragraph 64, Absatz 3, gilt sinngemäß.
  5. Absatz 5Personen, die in Oberösterreich eine dreijährige Ausbildung zum Diplom-Behindertenpädagogen oder zur Diplom-Behindertenpädagogin an einer Schule im Sinn des Paragraph 14, Privatschulgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 244 aus 1962,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 75 aus 2001,, erfolgreich abgeschlossen haben, sind vorbehaltlich der Berufsberechtigung in der Pflegeassistenz nach den gesundheits- und krankenpflegerechtlichen Bestimmungen des Bundes zur Berufsausübung als Diplom-Sozialbetreuer oder Diplom-Sozialbetreuerin „BA“ nach diesem Landesgesetz und zur Führung der entsprechenden Berufsbezeichnung berechtigt. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)
  6. Absatz 6Personen, die in Oberösterreich eine dreijährige Ausbildung zum Diplom-Behindertenpädagogen oder zur Diplom-Behindertenpädagogin an einer Schule im Sinn des Paragraph 14, Privatschulgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 244 aus 1962,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 75 aus 2001,, erfolgreich abgeschlossen haben, sind vorbehaltlich der Absolvierung des Ausbildungsmoduls „Unterstützung bei der Basisversorgung“ gemäß Gesundheits- und Krankenpflege-Basisversorgungs-Ausbildungsverordnung, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 281 aus 2006,, zur Berufsausübung als Diplom-Sozialbetreuer oder Diplom-Sozialbetreuerin „BB“ nach diesem Landesgesetz und zur Führung der entsprechenden Berufsbezeichnung berechtigt.
  7. Absatz 7Personen, die in Oberösterreich eine dreijährige Ausbildung zum Familienhelfer oder zur Familienhelferin in einer Schule im Sinn des Paragraph 14, Privatschulgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 244 aus 1962,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 75 aus 2001,, erfolgreich abgeschlossen haben, sind vorbehaltlich der Berufsberechtigung in der Pflegeassistenz nach den gesundheits- und krankenpflegerechtlichen Bestimmungen des Bundes zur Berufsausübung als Diplom-Sozialbetreuer oder Diplom-Sozialbetreuerin „F“ nach diesem Landesgesetz und zur Führung der entsprechenden Berufsbezeichnung berechtigt. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 68 aus 2021,)
  8. Absatz 8Personen, die in Oberösterreich zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Landesgesetzes die Tätigkeit als Persönliche Assistenten oder Persönliche Assistentinnen auf Grund einer dem römisch IV. Teil, 1. Hauptstück, nach Inhalt und Umfang gleichwertigen Ausbildung ausüben, sind zur Berufsausübung als Persönlicher Assistent oder Persönliche Assistentin nach diesem Landesgesetz und zur Führung der entsprechenden Berufsbezeichnung berechtigt.
  9. Absatz 9Personen, die in Oberösterreich zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Landesgesetzes die Tätigkeit als (Seh-)Frühförderer oder (Seh-)Frühförderin auf Grund einer dem römisch IV. Teil, 2. oder 3. Hauptstück, nach Inhalt und Umfang gleichwertigen Ausbildung ausüben, sind zur Berufsausübung als (Seh-)Frühförderer oder (Seh-)Frühförderin nach diesem Landesgesetz und zur Führung der entsprechenden Berufsbezeichnung berechtigt.
  10. Absatz 10Personen, die in Oberösterreich zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Landesgesetzes die Tätigkeit als Peer-Berater oder Peer-Beraterin auf Grund einer dem römisch IV. Teil, 4. Hauptstück, nach Inhalt und Umfang gleichwertigen Ausbildung ausüben, sind zur Berufsausübung als Peer-Berater oder Peer-Beraterin nach diesem Landesgesetz und zur Führung der entsprechenden Berufsbezeichnung berechtigt.
  11. Absatz 11Personen, die in Oberösterreich zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Landesgesetzes die Tätigkeit als sozialpädagogischer Betreuer oder sozialpädagogische Betreuerin auf Grund einer dem römisch IV. Teil, 5. Hauptstück, nach Inhalt und Umfang gleichwertigen Ausbildung ausüben, sind zur Berufsausübung als sozialpädagogischer Fachbetreuer oder sozialpädagogische Fachbetreuerin nach diesem Landesgesetz und zur Führung der entsprechenden Berufsbezeichnung berechtigt.
  12. Absatz 12Personen, die vor dem Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Landesgesetzes eine Ausbildung in einem Sozialbetreuungsberuf nach den Vorgaben der Vereinbarung gemäß Artikel 15 a, B-VG zwischen dem Bund und den Ländern über Sozialbetreuungsberufe, Landesgesetzblatt Nr. 77 aus 2005,, absolviert haben, sind zur Berufsausübung in diesem Sozialbetreuungsberuf und zur Führung der entsprechenden Berufsbezeichnung berechtigt.

§ 64

Text

Paragraph 64 <, b, r, /, >, W, e, i, t, e, r, e, Berufsausübung

  1. Absatz einsHeimhelfer oder Heimhelferinnen, die ihre Berufsberechtigung nach dem Oö. Altenfachbetreuungs- und Heimhilfegesetz erworben haben, dürfen die Berufsausübung über den 26. Juli 2009 hinaus nur dann fortsetzen, wenn sie das Ausbildungsmodul „Unterstützung bei der Basisversorgung“ gemäß Gesundheits- und Krankenpflege-Basisversorgungs-Ausbildungsverordnung, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 281 aus 2006,, erfolgreich absolviert haben.
  2. Absatz 2Andere Personen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Landesgesetzes in der sozialen Betreuung tätig sind und im Rahmen der Überleitung der bestehenden Qualifikation das Ausbildungsmodul „Unterstützung bei der Basisversorgung“ gemäß Gesundheits- und Krankenpflege-Basisversorgungs-Ausbildungsverordnung, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 281 aus 2006,, oder die Ausbildung in der Pflegeassistenz im Sinn des 3. Hauptstücks des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 108 aus 1997,, oder eine Ergänzungsausbildung nach landesrechtlichen Vorschriften zu absolvieren haben, dürfen ihre vor dem Inkrafttreten dieses Landesgesetzes geführte Berufsbezeichnung weiterverwenden, sofern keine Überleitung erworbener Qualifikationen gemäß Paragraph 63, erfolgt. Anmerkung, LGBl.Nr. 42/2017, 68/2021)
  3. Absatz 3Die erforderlichen Ausbildungsmodule oder Ergänzungsausbildungen nach den Absatz eins, oder 2 sind auf die verpflichtenden Fortbildungen gemäß Paragraphen 14, Absatz 3,, 23 Absatz 3,, 26 Absatz 3,, 29 Absatz 3 und 32 Absatz 3, anzurechnen.
  4. Absatz 4Entfallen Anmerkung, LGBl.Nr. 42/2017)
  5. Absatz 5Angehörige der Berufsbilder Altenfachbetreuung, Familienhilfe, Behindertenpädagogik, Behindertenbetreuung und Sozialpädagogische Fachbetreuung in der Kinder- und Jugendhilfe gelten als Lehrkraft gemäß Paragraph 51, Absatz 3, Ziffer eins und Absatz 4 und 5 qualifiziert. Anmerkung, LGBl.Nr. 42/2017)

§ 65

Text

Paragraph 65,

Bildungseinrichtungen

  1. Absatz einsSchulen für Altenfachbetreuung und Heimhilfe nach dem Oö. Altenfachbetreuungs- und Heimhilfegesetz, die
    1. Ziffer eins
      keine Schulen im Sinn des Paragraph 14, Privatschulgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 244 aus 1962,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 75 aus 2001,, darstellen, gelten hinsichtlich der Heimhilfe und des Ausbildungsschwerpunkts "A" als Schulen für Sozialberufe und haben ihre Organisation, den Lehrplan und dessen gesamte Umsetzung unverzüglich der durch dieses Landesgesetz geänderten Rechtslage anzupassen;
    2. Ziffer 2
      Schulen im Sinn des Paragraph 14, Privatschulgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 244 aus 1962,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 75 aus 2001,, darstellen, gelten hinsichtlich der Heimhilfe und des Ausbildungsschwerpunkts "A" als anerkannt im Sinn des Paragraph 60, Absatz eins,

  1. Absatz 2Ausbildungsveranstaltungen nach dem Oö. Altenfachbetreuungs- und Heimhilfegesetz, die vor dem Inkrafttreten dieses Landesgesetzes begonnen wurden und noch nicht abgeschlossen sind, sind unter möglichster Bedachtnahme auf erforderliche Ausbildungsmodule oder Ergänzungsausbildungen nach den bisher geltenden Bestimmungen weiterzuführen und abzuschließen.

  1. Absatz 3Ausbildungsveranstaltungen, die vor dem Inkrafttreten dieses Landesgesetzes im Hinblick auf die Berufsbilder der Persönlichen Assistenz, der Frühförderung und Sehfrühförderung sowie der Peer-Beratung begonnen wurden und den im römisch IV. Teil beschriebenen Ausbildungen entsprechen, sind nach den bisher geltenden Bestimmungen weiterzuführen und abzuschließen.

§ 66

Text

Paragraph 66,

Ausbildungsplanung

Das Land und die regionalen Träger sozialer Hilfe im Sinn des Paragraph 29, Ziffer 2, Oö. Sozialhilfegesetz können bei Bedarf die für die Ausbildungsplanung erforderlichen Daten erheben, sammeln, verarbeiten und auswerten sowie die Ausbildungen, die innerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs stattfinden, koordinieren.

§ 67

Text

Paragraph 67 <, b, r, /, >, B, e, h, ö, r, d, e, n,

  1. Absatz einsZuständig für die Erlassung von Verfahrensanordnungen und Bescheiden ist die Landesregierung, sofern in diesem Landesgesetz nicht ausdrücklich anderes bestimmt ist.
  2. Absatz 2Zuständig für die Erlassung von Bescheiden gemäß Paragraph 61, ist die Bezirksverwaltungsbehörde. Anmerkung, LGBl.Nr. 90/2013)
  3. Absatz 3Für die Durchführung des Anzeigeverfahrens einschließlich der Untersagung der Berufsausübung nach Paragraph 10, ist die Bezirksverwaltungsbehörde zuständig.

§ 68

Text

Paragraph 68,

Schlussbestimmungen

  1. Absatz einsDieses Landesgesetz tritt mit dem auf die Kundmachung folgenden Tag in Kraft. Gleichzeitig tritt das Oö. Altenfachbetreuungs- und Heimhilfegesetz außer Kraft.
  2. Absatz 2Die Oö. Altenfachbetreuungs- und Heimhilfe-Verordnung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 2004,, gilt als Verordnung im Sinn der Paragraphen 52, Absatz 6,, 53 Absatz 4,, 55 Absatz eins,, 58 Absatz 4 und 59 Absatz 8, weiter.
  3. Absatz 3Mit diesem Landesgesetz werden folgende Richtlinien umgesetzt:
    • Strichaufzählung
      Richtlinie 2003/109/EG des Rates vom 25. November 2003 betreffend die Rechtsstellung der langfristig aufenthaltsberechtigten Drittstaatsangehörigen, ABl.Nr.
      L 16 vom 23.1.2004, S. 44 und
    • Strichaufzählung
      Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen, ABl. Nr. L 255 vom 30.9.2005, S 22, in der Fassung der Richtlinie 2013/55/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. November 2013, ABl. Nr. L 354 vom 28.12.2013, S 132.
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 49 aus 2017,)
  4. Absatz 4Dienstgeber von Angehörigen der Sozialberufe haben diesen - unter Bedachtnahme auf die Erfordernisse des Dienstbetriebs - die zur Absolvierung der nach diesem Landesgesetz erforderlichen Aus-, Fort- und Weiterbildungen notwendige freie Zeit zu gewähren; sie ist auf die Dienstzeit einzurechnen.