Landesrecht konsolidiert Oberösterreich: Gesamte Rechtsvorschrift für Oö. Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz, Fassung vom 29.05.2024

§ 0

Langtitel

Landesgesetz, mit dem Bestimmungen über die Kinderbildung und -betreuung in der Gruppe erlassen werden (Oö. Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz - Oö. KBBG)

StF: LGBl.Nr. 39/2007 (GP XXVI RV 950/2006 AB 1104/2007 AA 1118/2007 AB 1119/2007 LT 36)

Änderung

LGBl.Nr. 43/2009 (GP römisch XXVI RV 1730/2009 IA 1555/2008, 1556/2008, 1731/2009, 1743/2009, 1744/2009, AB 1803/2009_ZA 1830/2009 LT 58)

LGBl.Nr. 30/2010 (GP römisch XXVII RV 45/2009 AB 79/2010 LT 5; RL 2006/123/EG vom 12. Dezember 2006, ABl.Nr. L 376 vom 27.12.2006 S. 36; RL 2005/36/EG vom 7. September 2005, ABl.Nr. L 255 vom 30.9.2005, S. 22; RL 2004/38/EG vom 29. April 2004, ABl.Nr. L 158 vom 30.4.2004, S. 77; RL 2003/109/EG vom 25. November 2003, ABl.Nr. L 16 vom 23.1.2004, S. 44)

LGBl.Nr. 59/2010 (GP römisch XXVII IA 174/2010 AB 181/2010 LT 9)

LGBl.Nr. 90/2013 (GP römisch XXVII RV 942/2013 AB 993/2013 LT 38)

LGBl.Nr. 33/2016 (GP römisch XXVIII RV 91/2016 AB 145/2016 LT 7)

LGBl.Nr. 94/2017 (GP römisch XXVIII IA 571/2017 AB 590/2017 LT 22)

LGBl.Nr. 55/2018 (GP römisch XXVIII RV 707/2018 AB 720/2018 LT 26)

LGBl.Nr. 25/2019 (GP römisch XXVIII RV 964/2019 AB 998/2018 LT 34)

LGBl.Nr. 47/2019 (GP römisch XXVIII RV 963/2019 AB 1013/2019 LT 35)

LGBl.Nr. 35/2020 (GP römisch XXVIII RV 1336/2020 LT 44)

LGBl.Nr. 116/2020 (GP römisch XXVIII RV 1516/2020 ZA 1527/2020 LT 52)

LGBl.Nr. 131/2021 (GP römisch XXIX IA 25/2021 AB 46/2021 LT 3)

LGBl.Nr. 108/2022 (GP römisch XXIX RV 356/2022 AB 373/2022 LT 12)

LGBl.Nr. 56/2023 (GP römisch XXIX RV 524/2023 AB 545/2023 LT 17)

LGBl.Nr. 87/2023 (GP römisch XXIX RV 607/2023 AB 649/2023 LT 20)

Präambel/Promulgationsklausel

INHALTSVERZEICHNIS

1. ABSCHNITT
ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN

Paragraph eins,

Präambel und Ziele

Paragraph 2,

Begriffe und Abgrenzung

Paragraph 3,

Grundsätze

Paragraph 3 a,

Kindergartenpflicht

Paragraph 3 b,

Abmeldung vom Besuch eines Kindergartens

Paragraph 3 c,

Meldepflicht bei Verdacht auf Verletzung der Kindergartenpflicht

2. ABSCHNITT
ORGANISATION

Paragraph 4,

Aufgaben

Paragraph 5,

Pädagogische Konzeption

Paragraph 6,

Organisationsform

Paragraph 7,

Gruppen

Paragraph 8,

Arbeitsjahr und Ferien

Paragraph 9,

Öffnungszeiten

Paragraph 10,

Leitung

Paragraph 11,

Mindestpersonaleinsatz

Paragraph 11 a,

Tagesmütter und Tagesväter

3. ABSCHNITT
BESUCH EINER KINDERBILDUNGS- UND -BETREUUNGSEINRICHTUNG UND KINDERBETREUUNG BEI TAGESMÜTTERN UND TAGESVÄTERN

Paragraph 12,

Aufnahme und Widerruf der Aufnahme in eine Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung

Paragraph 12 a,

Aufnahme in den Kindergarten; Widerruf

Paragraph 12 b,

Suspendierung

Paragraph 13,

Aufenthaltsdauer

Paragraph 14,

Aufsichtspflicht, Meldepflicht und ärztliche Betreuung

Paragraph 15,

Mitwirkung der Eltern

4. ABSCHNITT
DECKUNG DES BEDARFS

Paragraph 16,

Bedarfsgerechtes Angebot

Paragraph 17,

Bedarfserhebung und Entwicklungskonzept

Paragraph 18,

Örtliche Lage, bauliche Gestaltung und Einrichtung

Paragraph 19,

Bedarfsprüfung

Paragraph 20,

Bewilligung

Paragraph 21,

Inbetriebnahme

Paragraph 21 a,

Betriebseinstellung

Paragraph 22,

Entfallen

Paragraph 23,

Sonderformen und Pilotprojekte

5. ABSCHNITT
AUFSICHT

Paragraph 24,

Aufsichtsbehörde, Befugnisse

Paragraph 25,

Pädagogische Aufsicht

Paragraph 25 a,

Verarbeitung personenbezogener Daten

Paragraph 25 b,

Übermittlung personenbezogener Daten

Paragraph 26,

Fachberatung für Integration

6. ABSCHNITT
FINANZIERUNG

Paragraph 27,

Elternbeiträge

Paragraph 28,

Gastbeiträge

Paragraph 29,

Allgemeine Förderungsvoraussetzungen

Paragraph 30,

Landesbeitrag für Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen

Paragraph 30 a,

Entfallen

Paragraph 30 b,

Entfallen

Paragraph 31,

Entfallen

Paragraph 32,

Entfallen

Paragraph 33,

Kostenersatz für heilpädagogische Gruppen und alterserweiterte heilpädagogische Kindergartengruppen

Paragraph 34,

Entfallen

Paragraph 35,

Assistenz für Integration; Kostenersatz

Paragraph 36,

Umlage auf die Träger sozialer Hilfe

Paragraph 37,

Fortbildung

7. ABSCHNITT
SCHLUSSBESTIMMUNGEN

Paragraph 38,

Eigener Wirkungsbereich

Paragraph 39,

Strafbestimmungen

Paragraph 40,

Zuständigkeit der Bildungsdirektion

§ 1

Text

1. ABSCHNITT
ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN

Paragraph eins,
Präambel und Ziele

  1. Absatz einsDas Land Oberösterreich bekennt sich zum Recht auf qualitätsvolle Bildung, Erziehung, Betreuung und Pflege für alle Kinder, die in Oberösterreich leben, und berücksichtigt im Sinn des Übereinkommens über die Rechte des Kindes vorrangig das Kindeswohl.
  2. Absatz 2Ziele dieses Landesgesetzes sind daher:
    1. Ziffer eins
      die Sicherstellung hoher pädagogischer Bildungsqualität unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse;
    2. Ziffer 2
      die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf um die faktische Gleichbehandlung und Gleichstellung der Geschlechter zu ermöglichen;
    3. Ziffer 3
      die Unterstützung und Ergänzung der Familien in ihren Erziehungs- und Pflegeaufgaben;
    4. Ziffer 4
      die Weiterentwicklung des Kinderbildungs- und -betreuungsangebots im Sinn einer qualifizierten Bedarfsplanung.
  3. Absatz 3Entfallen Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010)

§ 2

Text

Paragraph 2,
Begriffe und Abgrenzung

  1. Absatz einsIm Sinn dieses Landesgesetzes bedeutet:
    1. Ziffer eins
      Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung: Eine Einrichtung zur regelmäßigen vor- oder außerschulischen Bildung, Erziehung, Betreuung und Pflege von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren in Gruppen für einen Teil des Tages in dafür geeigneten Räumlichkeiten und durch das dafür fachlich geeignete Personal;
    2. Ziffer eins a
      Betriebliche Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen: Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen gemäß Ziffer eins,, deren Angebot sich grundsätzlich an Kinder von im Unternehmen beschäftigten Dienstnehmerinnen und Dienstnehmern bzw. an Kinder der Dienstgeberin bzw. des Dienstgebers richten;
    3. Ziffer eins b
      Freie Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen: Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen gemäß Ziffer eins,, auf die die allgemeinen Förderungsvoraussetzungen (Paragraph 29,) nicht zutreffen und die zur Erfüllung der Kindergartenpflicht geeignet sind;
    4. Ziffer eins c
      Heilpädagogische Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen: Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen gemäß Ziffer eins,, deren Angebot sich an Kinder mit Beeinträchtigung richtet;
    5. Ziffer 2
      Krabbelstubengruppe: Eine Gruppe einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung, deren Angebot sich überwiegend an Kinder unter drei Jahren richtet, deren Eltern berufstätig, arbeitssuchend oder in Ausbildung sind;
    6. Ziffer 2 a
      Krabbelstube: Eine Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung, in der Krabbelstubengruppen, gegebenenfalls auch als Integrationsgruppen, geführt werden;
    7. Ziffer 3
      Kindergartengruppe: Eine Gruppe einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung, deren Angebot sich überwiegend an Kinder von drei Jahren bis zur Einschulung richtet;
    8. Ziffer 4
      Alterserweiterte Kindergartengruppe: Eine Kindergartengruppe, deren Angebot sich auch an Kinder unter drei Jahren und/oder Kinder im volksschulpflichtigen Alter richtet;
    9. Ziffer 4 a
      Kindergarten: Eine Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung, in der Kindergartengruppen, gegebenenfalls auch als Integrationsgruppen, heilpädagogische Gruppen, alterserweiterte Kindergartengruppen oder alterserweiterte heilpädagogische Kindergartengruppen, geführt werden;
    10. Ziffer 5
      Hortgruppe: Eine Gruppe einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung, deren Angebot sich an Schulkinder richtet;
    11. Ziffer 5 a
      Hort: Eine Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung, in der Hortgruppen, gegebenenfalls auch als Integrationsgruppen oder heilpädagogische Gruppen, geführt werden;
    12. Ziffer 6
      Heilpädagogische Gruppe: Kindergarten- oder Hortgruppe, deren Angebot sich an Kinder mit Beeinträchtigung richtet;
    13. Ziffer 6 a
      Alterserweiterte heilpädagogische Kindergartengruppe: Heilpädagogische Kindergartengruppe, deren Angebot sich auch an Kinder mit Beeinträchtigung unter drei Jahren richtet;
    14. Ziffer 7
      Integrationsgruppe: Krabbelstuben-, Kindergarten- oder Hortgruppe, deren Angebot sich an Kinder mit und ohne Beeinträchtigung richtet;
    15. Ziffer 7 a
      Sonderform: Eine Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung oder eine Betreuung durch Tagesmütter bzw. Tagesväter zur Erprobung neuer Formen der regelmäßigen vor- oder außerschulischen Bildung, Erziehung, Betreuung und Pflege von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren durch das dafür fachlich geeignete Personal;
    16. Ziffer 7 b
      Pilotprojekt: Die Erprobung neuer Formen der regelmäßigen vor- oder außerschulischen Bildung, Erziehung, Betreuung und Pflege von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren in einer bestehenden Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung durch das dafür fachlich geeignete Personal oder durch bewilligte Tagesmütter bzw. Tagesväter;
    17. Ziffer 8
      Rechtsträger: Eine natürliche oder juristische Person, welche die finanzielle, personelle und räumliche Vorsorge einschließlich der entsprechenden Ausstattung und der erforderlichen Bildungsmittel für den laufenden Betrieb einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung trifft;
    18. Ziffer 8 a
      Rechtsträger von Tagesmüttern bzw. Tagesvätern: Eine natürliche oder juristische Person, die Tagesmütter bzw. Tagesväter beschäftigt, fachlich betreut, fortbildet und vermittelt;
    19. Ziffer 9
      Eltern: Vater, Mutter oder sonstige Erziehungsberechtigte eines Kindes;
    20. Ziffer 9 a
      Tagesmütter bzw. Tagesväter: Persönlich und fachlich geeignete Personen, die entweder im eigenen Haushalt oder in sonstigen geeigneten Räumlichkeiten regelmäßig und entgeltlich, entweder angestellt oder selbständig für einen Teil des Tages Kinder längstens bis zum vollendeten 16. Lebensjahr betreuen;
    21. Ziffer 10
      Pädagogische Fachkraft: Eine Person, welche die jeweiligen fachlichen Anstellungserfordernisse gemäß Paragraphen 4 bis 6 Oö. Kinderbildungs- und -betreuungs-Dienstgesetz erfüllt;
    22. Ziffer 10 a
      Integrationskraft: Eine pädagogische Fachkraft oder pädagogische Assistenzkraft in Integrationsgruppen;
    23. Ziffer 10 b
      Pädagogische Assistenzkraft: Eine Person, die die fachlichen Anstellungserfordernisse für pädagogische Assistenzkräfte erfüllt und zur Unterstützung der pädagogischen Fachkräfte in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen eingesetzt ist;
    24. Ziffer 11
      Errichtung: Die Gründung einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung in einer bestimmten Organisationsform einschließlich der Festlegung ihrer örtlichen Lage (Sitz).
  2. Absatz 2Dieses Landesgesetz gilt nicht für die Bildung, Erziehung, Betreuung und Pflege von Kindern
    1. Ziffer eins
      in Übungskindergärten und Übungshorten, die einer öffentlichen Schule bzw. einer Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht zum Zweck lehrplanmäßig vorgesehener Übungen eingegliedert sind,
    2. Ziffer 2
      im Rahmen des Schulbetriebs einschließlich des Betreuungsteils ganztägiger Schulen,
    3. Ziffer 3
      in Schüler- und Lehrlingsheimen,
    4. Ziffer 4
      in Kindergruppen, die in Eigenverantwortung der Eltern geführt werden,
    5. Ziffer 5
      in Kinder- und Jugendgruppen der außerschulischen Jugenderziehung,
    6. Ziffer 6
      in Einrichtungen, in denen Kinder nur stundenweise betreut werden oder deren Öffnungszeit wöchentlich weniger als 20 Stunden beträgt,
    7. Ziffer 7
      Entfallen
    8. Ziffer 8
      durch bis zum dritten Grad Verwandte oder Verschwägerte, Wahleltern oder andere mit der Pflege und Erziehung betraute Personen.
  3. Absatz 3Im Zusammenhang mit der Kinderbildung und -betreuung ist die Führung der Bezeichnungen „Krabbelstube“, „Kindergarten“, „Hort“ oder „Tagesmutter“ bzw. „Tagesmütter“ oder „Tagesvater“ bzw. „Tagesväter“ alleine oder in Verbindung mit anderen Begriffen nur für Kinderbildung und -betreuung im Sinn dieses Landesgesetzes zulässig. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)

§ 3

Text

Paragraph 3,
Grundsätze

  1. Absatz einsDie Bildung, Erziehung, Betreuung und Pflege von Kindern in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen und bei Tagesmütttern und Tagesvätern erfolgt familienergänzend und familienunterstützend in Zusammenarbeit zwischen Eltern, Personal und Rechtsträger unter besonderer Berücksichtigung des Kindeswohls und des Kinderschutzes. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010, 25/2019, 56/2023)
  2. Absatz 2In Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen erfolgt die Bildung, Erziehung, Betreuung und Pflege aller Kinder unabhängig von eventuell bestehenden Beeinträchtigungen (Integration). Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  3. Absatz 3Die Inanspruchnahme einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung oder von Tagesmüttern oder Tagesvätern ist - mit Ausnahme der allgemeinen Kindergartenpflicht gemäß Paragraph 3 a, - freiwillig. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010, 25/2019)
  4. Absatz 3 aDie Bildung, Erziehung, Betreuung und Pflege von Kindern, die ihren Hauptwohnsitz in Oberösterreich haben, in einer Kindergartengruppe, in einer alterserweiterten Kindergartengruppe, einer Integrationsgruppe im Kindergarten und einer heilpädagogischen Kindergartengruppe bzw. einer alterserweiterten heilpädagogischen Kindergartengruppe sowie einer Krabbelstube ist ab dem vollendeten 30. Lebensmonat bis zum Schuleintritt für die Eltern bis 13.00 Uhr beitragsfrei. Ab 13.00 Uhr ist ein Nachmittagstarif zu leisten. Anmerkung, LGBl.Nr. 94/2017,25/2019 )
  5. Absatz 3 bIm Übrigen erfolgt die Inanspruchnahme der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen oder von Tagesmüttern oder Tagesvätern gegen einen angemessenen Kostenbeitrag der Eltern. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010, 25/2019)
  6. Absatz 4Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen sind ohne Unterschied der Geburt, des Geschlechts, der Rasse, des Standes, der Sprache und des Bekenntnisses der Kinder allgemein zugänglich. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  7. Absatz 5Die Rechtsbeziehungen zwischen Eltern und Kindern zum Rechtsträger sind privatrechtlicher Natur.
  8. Absatz 6Der Betrieb einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung darf nicht der Erzielung eines Gewinnes dienen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  9. Absatz 7Absatz 3 a, - ausgenommen für den Besuch im Rahmen der Erfüllung der Kindergartenpflicht -, 3b, 4 und 6, sowie Paragraph 12, Absatz eins a,, 3 bis 5, Paragraph 12 a, Absatz 2 und 3, Paragraph 19, Absatz 3 und 4 sowie der 6. Abschnitt gelten nicht für freie Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010, 25/2019)
  10. Absatz 8Absatz 3 b und 4, sowie Paragraph 12, Absatz eins a,, 3 bis 5, Paragraph 12 a, Absatz 2 und 3, Paragraph 19, Absatz 3 und 4 sowie Paragraphen 27 und 28 gelten nicht für betriebliche Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010, 25/2019)

Anmerkung, LGBl.Nr. 56/2023)

§ 3a

Text

Paragraph 3 a,
Kindergartenpflicht

  1. Absatz einsAbweichend vom Paragraph 3, Absatz 3, sind alle Kinder, die ihren Hauptwohnsitz in Oberösterreich haben und bis zum 31. August des jeweiligen Jahres das 5. Lebensjahr vollendet haben, zum Besuch eines Kindergartens oder einer bewilligten Einrichtung gemäß Paragraph 23, verpflichtet (allgemeine Kindergartenpflicht). Die Kindergartenpflicht dauert bis zum 31. August nach Vollendung des sechsten Lebensjahres. Kinder, die die Schule vorzeitig besuchen, sind von der Kindergartenpflicht ausgenommen.
  2. Absatz 2Die Kindergartenpflicht gilt während des gesamten Arbeitsjahres mit Ausnahme der gemäß Oö. Schulzeitgesetz 1976 geregelten schulfreien Tage.
  3. Absatz 3Die allgemeine Kindergartenpflicht ist an fünf Werktagen und im Ausmaß von 20 Stunden pro Woche grundsätzlich an Vormittagen zu erfüllen. Die Eltern haben ihr Kind so rechtzeitig in einem Kindergarten der Hauptwohnsitzgemeinde anzumelden, dass die Erfüllung der allgemeinen Kindergartenpflicht möglich ist. Besucht das Kind einen Kindergarten oder eine bewilligte Einrichtung gemäß Paragraph 23, in einer anderen Gemeinde als der Hauptwohnsitzgemeinde oder ist es dazu angemeldet, haben die Eltern die Hauptwohnsitzgemeinde darüber bis zum 31. März vor Beginn der Kindergartenpflicht in Kenntnis zu setzen.
  4. Absatz 4Ein Unterschreiten der Mindestanwesenheit nach Absatz 3, ist nur bei gerechtfertigter Verhinderung des Kindes zulässig, insbesondere bei
    1. Ziffer eins
      Erkrankung des Kindes oder der Eltern,
    2. Ziffer 2
      außergewöhnlichen Ereignissen oder
    3. Ziffer 3
      urlaubsbedingter Abwesenheit von höchstens fünf Wochen, an denen Kindergartenpflicht nach Absatz 2, besteht.
    Die Eltern haben die Kindergartenleitung von jeder Verhinderung unverzüglich zu benachrichtigen.

Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)

§ 3b

Text

Paragraph 3 b,
Abmeldung vom Besuch eines Kindergartens

  1. Absatz einsKindergartenpflichtige Kinder können vom Besuch eines Kindergartens oder einer bewilligten Einrichtung gemäß Paragraph 23, grundsätzlich bis 15. Juli des Kalenderjahres, in dem die Kindergartenpflicht eintritt bei der Bildungsdirektion abgemeldet werden, wenn
    1. Ziffer eins
      ihnen auf Grund einer schweren Beeinträchtigung, aus medizinischen Gründen oder auf Grund der Entfernung bzw. schwieriger Wegverhältnisse zwischen ihrem Wohnort und der nächstgelegenen Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung der Besuch einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung nicht zugemutet werden kann oder
    2. Ziffer 2
      durch die häusliche Erziehung oder durch die Betreuung bei Tagesmüttern bzw. Tagesvätern eine den geltenden aktuellen Standards entsprechende Erziehung und Betreuung sichergestellt ist und das Kind keiner Förderung in der Bildungssprache Deutsch bedarf.
    Von der Abmeldung hat die Bildungsdirektion die Bezirksverwaltungsbehörde und die Hauptwohnsitzgemeinde zu verständigen. Anmerkung, LGBl.Nr. 47/2019, 56/2023)
  2. Absatz 2Die Bildungsdirektion hat innerhalb eines Monats die Abmeldung zu untersagen, wenn die Voraussetzungen des Absatz eins, nicht vorliegen. Sollten die Voraussetzungen des Absatz eins, nachträglich wegfallen, ist der Besuch eines Kindergartens oder einer bewilligten Einrichtung gemäß Paragraph 23, vorzuschreiben. Anmerkung, LGBl.Nr. 47/2019)
  3. Absatz 3Die Bildungsdirektion kann durch Verordnung nähere Bestimmungen über die aktuellen Standards gemäß Absatz eins, Ziffer 2, erlassen. Anmerkung, LGBl.Nr. 47/2019)

Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010)

§ 3c

Text

Paragraph 3 c,
Meldepflicht bei Verdacht auf Verletzung der Kindergartenpflicht

  1. Absatz einsDie Hauptwohnsitzgemeinden haben der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde die Namen, Geburtsdaten und den jeweiligen Hauptwohnsitz jener Kinder, die trotz bestehender Kindergartenpflicht im laufenden Arbeitsjahr keine Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung besuchen, sowie die Namen und den jeweiligen Hauptwohnsitz ihrer Eltern bis zum 15. Oktober eines jeden Jahres mitzuteilen. Änderungen sind bis spätestens 15. Februar des Folgejahres zu übermitteln.
  2. Absatz 2Die Rechtsträger haben der Bezirksverwaltungsbehörde die Namen, Geburtsdaten, den jeweiligen Hauptwohnsitz und die Besuchszeiten jener kindergartenpflichtigen Kinder, die ohne gerechtfertigten Verhinderungsgrund die Mindestanwesenheit nach Paragraph 3 a, Absatz 3, unterschreiten, sowie die Namen und den jeweiligen Hauptwohnsitz ihrer Eltern zu melden

Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)

§ 4

Text

2. ABSCHNITT
ORGANISATION

Paragraph 4,
Aufgaben

  1. Absatz einsKinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen im Sinn dieses Landesgesetzes haben folgende Aufgaben:
    1. Ziffer eins
      Die Bildungsarbeit auf Basis der jeweils aktuellen allgemein anerkannten Erkenntnisse der einschlägigen Wissenschaften zu gestalten;
    2. Ziffer 2
      jedes Kind seinem Entwicklungsstand entsprechend unter Berücksichtigung allgemein anerkannter Grundsätze der Bildung, Erziehung, Betreuung und Pflege zu fördern;
    3. Ziffer 3
      die Selbstkompetenz der Kinder zu stärken und zur Entwicklung der sozial-, sach- und lernmethodischen Kompetenz beizutragen.
  2. Absatz 2Bei der Erfüllung dieser Aufgaben ist darauf Bedacht zu nehmen, dass alle Bildungsangebote altersgemäßen Lernformen entsprechen und die Sozialisation der Kinder in einer Gruppe sichergestellt ist.
  3. Absatz 3Die Aufgaben sind wahrzunehmen, indem
    1. Ziffer eins
      auf die Entwicklung grundlegender sozialer, ethischer, religiöser und demokratischer Werte Bedacht genommen wird,
    2. Ziffer 2
      die Fähigkeiten des Erkennens und Denkens gefördert werden,
    3. Ziffer 3
      die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder so zur Entfaltung gebracht werden, dass sie mit Eintritt in die 1. Schulstufe der Volksschule die Unterrichtssprache möglichst beherrschen,
    4. Ziffer 4
      die schöpferischen Fähigkeiten der Kinder zur Entfaltung gebracht werden,
    5. Ziffer 4 a
      auf die traditionellen Feste und Feiern im Jahreskreis Bedacht genommen und regionales Brauchtum vermittelt wird,
    6. Ziffer 5
      auf die körperliche Pflege und Gesundheit der Kinder geachtet und die motorische Entwicklung unterstützt wird und
    7. Ziffer 6
      präventive Maßnahmen zur Verhütung von Fehlentwicklungen gesetzt werden.
  4. Absatz 4Krabbelstubengruppen haben bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben auf die emotionale, soziale, kognitive, sprachliche und motorische Entwicklung besonders Bedacht zu nehmen und den Kindern in altersgemäßer Weise Werte zu vermitteln.
  5. Absatz 5Kindergartengruppen haben über Absatz eins bis 3 hinaus die Aufgabe, die Kinder unter Ausschluss jedes schulartigen Unterrichts auf den Schuleintritt vorzubereiten. Dabei ist mit der Schule, welche die Kinder voraussichtlich besuchen werden, zusammenzuarbeiten. In alterserweiterten Kindergartengruppen sind hinsichtlich der Kinder unter drei Jahren die Aufgaben der Krabbelstube und hinsichtlich der Kinder im volksschulpflichtigen Alter die Aufgaben des Horts zu erfüllen.
  6. Absatz 6Hortgruppen haben über Absatz eins bis 3 hinaus die Aufgabe, die Erziehung der Kinder durch die Schule zu unterstützen und zu ergänzen. Die pädagogischen Fachkräfte haben mit den Lehrkräften der Kinder zusammenzuarbeiten. Dabei sind Möglichkeiten und Hilfen zur Erfüllung schulischer Aufgaben unter Anwendung aktueller Lerntechniken zu bieten und Rahmenbedingungen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu schaffen.
  7. Absatz 7Heilpädagogische Gruppen und alterserweiterte heilpädagogische Kindergartengruppen haben die Aufgaben von Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen unter Bedachtnahme auf Art und Grad der Beeinträchtigung der Kinder nach allgemein anerkannten Erkenntnissen der Heilpädagogik zu erfüllen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  8. Absatz 8Tagesmütter und Tagesväter haben die Aufgabe, eine den geltenden aktuellen Standards entsprechende, auf die Entwicklung des Kindes abgestimmte Erziehung und Betreuung und das Kindeswohl sicherzustellen. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010, 33/2016)

§ 5

Text

Paragraph 5,
Pädagogische Konzeption

  1. Absatz einsJede Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung hat ihre Aufgaben auf der Grundlage einer pädagogischen Konzeption wahrzunehmen, die vom Rechtsträger unter Mitarbeit der pädagogischen Fachkräfte nach dem aktuellen Stand der einschlägigen Wissenschaften, insbesondere der Pädagogik, Psychologie, Erziehungswissenschaft und Qualitätsforschung zu erstellen ist. Diese Konzeption hat Aussagen zur Orientierungs-, Struktur- und Prozessqualität zu enthalten und darf den Bestimmungen dieses Landesgesetzes nicht widersprechen.
  2. Absatz 2Die pädagogische Konzeption ist vom Rechtsträger in der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung aufzulegen oder in sonstiger geeigneter Weise zur Einsicht für die Eltern und die Bildungsdirektion bereit zu halten.

Anmerkung, LGBl.Nr. 56/2023)

§ 6

Text

Paragraph 6,
Organisationsform

  1. Absatz einsIn Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen werden entweder Krabbelstuben-, Kindergarten- oder Hortgruppen geführt. Die Kombination von Gruppen unterschiedlicher Arten von Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen unter einer gemeinsamen Leitung ist anzustreben. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010, 25/2019)
  2. Absatz 2Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen sind ganzjährig zu betreiben und an grundsätzlich fünf Tagen pro Woche offen zu halten. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010, 25/2019)

Anmerkung, LGBl.Nr. 56/2023)

§ 7

Text

Paragraph 7,
Gruppen

  1. Absatz einsDie zulässige Zahl der Kinder pro Gruppe und die jeweilige Zusammensetzung einer Gruppe beträgt:

 

Organisationsform

mindestens

höchstens

1.

Krabbelstubengruppe

6

10

2.

Kindergartengruppe

10

21

3.

Hortgruppe

10

23

4.

Alterserweiterte Kindergartengruppe mit höchstens fünf Kindern unter drei Jahren

11

18

5.

Alterserweiterte Kindergartengruppe mit höchstens neun Kindern im volksschulpflichtigen Alter

11

21

6.

Alterserweiterte Kindergartengruppe mit höchstens fünf Kindern im volksschulpflichtigen Alter und höchstens fünf Kindern unter drei Jahren

12

20

7.

Integrationsgruppe in einer Krabbelstube

6

8

8.

Integrationsgruppe in einem Kindergarten oder Hort mit einem Kind mit Beeinträchtigung

10

20

9.

Integrationsgruppe in einem Kindergarten oder Hort mit zwei bis vier Kindern mit Beeinträchtigung

10

15

10.

Heilpädagogische Gruppe

5

12

11.

Heilpädagogische Gruppe mit Kindern mit schwerster Beeinträchtigung

5

8

12.

Alterserweiterte heilpädagogische Kindergartengruppe

6

8

  1. Absatz 2Eine Krabbelstubengruppe darf in einzelnen Ausnahmefällen von Kindern bis zum vollendeten vierten Lebensjahr weiter besucht werden, insbesondere wenn
    1. Ziffer eins
      die Gemeinde, in der das Kind seinen Hauptwohnsitz hat, bestätigt, dass für das Kind kein Kindergartenplatz zur Verfügung steht und das Kind zu Beginn des Betriebsjahres der Krabbelstube das vierte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, oder
    2. Ziffer 2
      dadurch kein unter 3-jähriges Kind abgewiesen werden muss.
  2. Absatz 3Eine Kindergartengruppe darf als alterserweiterte Gruppe geführt werden, wobei mindestens zehn Kinder im Kindergartenalter sein müssen. Eine alterserweiterte Kindergartengruppe darf von Kindern ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr, in begründeten Fällen und im Einvernehmen mit dem pädagogischen Aufsichtsorgan (Paragraph 25,) ab Vollendung des 18. Lebensmonats, und/oder Kindern im volksschulpflichtigen Alter besucht werden. Kinder, die das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben und Kinder im volksschulpflichtigen Alter sind nach Möglichkeit gemeinsam in einer alterserweiterten Kindergartengruppe zu betreuen. Anmerkung, LGBl.Nr. 56/2023)
  3. Absatz 3 aEine heilpädagogische Kindergartengruppe darf als alterserweiterte Gruppe geführt werden, wobei mindestens fünf Kinder im Kindergartenalter sein müssen. Eine alterserweiterte heilpädagogische Kindergartengruppe darf von Kindern ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr, in begründeten Fällen und im Einvernehmen mit dem pädagogischen Aufsichtsorgan (Paragraph 25,) ab Vollendung des 18. Lebensmonats besucht werden. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  4. Absatz 3 bEine Integrationsgruppe in einem Kindergarten darf auch als alterserweiterte Gruppe geführt werden, wobei jeweils die niedrigere Gruppenhöchstzahl zur Anwendung kommt. Anmerkung, LGBl.Nr. 56/2023)
  5. Absatz 4Übersteigt die Anzahl der Kinder, welche die Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung besuchen, die jeweilige Gruppenhöchstzahl, sind die Kinder auf mehrere Gruppen aufzuteilen, soweit nicht Absatz 5 bis 7 anzuwenden sind. Dabei ist darauf zu achten, dass möglichst gleich große Gruppen entstehen. Anmerkung, LGBl.Nr. 94/2017, 25/2019)
  6. Absatz 5In den Gruppen einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung dürfen Plätze wie folgt geteilt werden:
    1. Ziffer eins
      In einer Krabbelstubengruppe dürfen zwei Plätze zwischen jeweils zwei Kindern geteilt werden; es dürfen aber nicht mehr als zehn Kinder gleichzeitig betreut werden.
    2. Ziffer 2
      In einer alterserweiterten Kindergartengruppe mit höchstens fünf Kindern unter drei Jahren dürfen maximal zwei Plätze zwischen jeweils zwei Kindern unter drei Jahren geteilt werden; es dürfen aber nicht mehr als 18 Kinder gleichzeitig betreut werden.
    3. Ziffer 3
      In alterserweiterten Kindergartengruppen mit Kindern im volksschulpflichtigen Alter und keinen Kindern unter drei Jahren dürfen fünf Plätze zwischen jeweils einem Kind im Kindergartenalter und einem Kind im volksschulpflichtigen Alter geteilt werden, sofern es die räumlichen Voraussetzungen zulassen und nicht mehr als 23 Kinder gleichzeitig betreut werden.
    4. Ziffer 4
      In einer Hortgruppe dürfen fünf Plätze zwischen jeweils zwei Kindern geteilt werden; es dürfen aber nicht mehr als 23 Kinder gleichzeitig betreut werden.
    5. Ziffer 5
      In einer heilpädagogischen Hortgruppe dürfen zwei Plätze zwischen jeweils zwei Kindern geteilt werden; es dürfen aber nicht mehr als zwölf Kinder gleichzeitig betreut werden.
  7. Absatz 6In den Gruppen einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung ist mit Zustimmung der Bildungsdirektion eine Überschreitung der zulässigen Kinderhöchstzahl um maximal zwei Kinder zulässig, wenn die Notwendigkeit der Überschreitung auf Grund der Berufstätigkeit, Arbeitssuche oder Ausbildung der Eltern oder auf Grund sonstiger familiärer oder sozialer Verhältnisse gegeben ist und die personellen und räumlichen Voraussetzungen eine Überschreitung zulassen. In alterserweiterten Gruppen mit Kindern unter drei Jahren und in Integrationsgruppen darf maximal um ein Kind überschritten werden, wobei die maximale Zahl der Kinder mit Beeinträchtigung und der unter dreijährigen Kinder nicht überschritten werden darf. Anmerkung, LGBl.Nr. 94/2017, 25/2019, 56/2023)
  8. Absatz 7Eine Überschreitung, die in einem besonders begründeten Einzelfall über das im Absatz 6, definierte Ausmaß hinausgeht, bedarf einer Zustimmung der Bildungsdirektion. Diese kann erforderlichenfalls unter der Voraussetzung, dass der Rechtsträger organisatorische, personelle oder räumliche Maßnahmen setzt, erteilt werden, wenn ansonsten die Zustimmung versagt werden müsste. Anmerkung, LGBl.Nr. 94/2017, 56/2023)
  9. Absatz 8Eine Unterschreitung der Mindestzahl ist nur mit Zustimmung der Bildungsdirektion zulässig. Die Zustimmung darf nur erteilt werden, wenn auf Grund besonderer Verhältnisse ein Bedarf gegeben und die Erfüllung der Aufgaben einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung sichergestellt ist. Anmerkung, LGBl.Nr. 94/2017, 25/2019, 56/2023)

§ 8

Text

Paragraph 8,
Arbeitsjahr und Ferien

  1. Absatz einsDas Arbeitsjahr von Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen beginnt jeweils am 1. September und dauert bis zum 31. August des Folgejahres.
  2. Absatz 2Der Rechtsträger darf entsprechend den jeweiligen örtlichen Bedürfnissen Ferien festlegen, wobei die Anzahl der mindestens geöffneten Wochen pro Arbeitsjahr 47 Wochen nicht unterschreiten darf. Zur Erreichung dieser Wochenanzahl ist es während der Schulferien gemäß Oö. Schulzeitgesetz 1976 zulässig, einrichtungs- bzw. gemeindeübergreifende Angebote zur Verfügung zu stellen.

Anmerkung, LGBl.Nr. 56/2023)

§ 9

Text

Paragraph 9,
Öffnungszeiten

  1. Absatz einsDie Wochenöffnungszeit muss für Krabbelstuben- und Kindergartengruppen mindestens 30 Stunden, für Hortgruppen mindestens 25 Stunden betragen. Die Tagesöffnungszeit von Krabbelstuben- und Kindergartengruppen muss mindestens von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr und von Hortgruppen mindestens von 11.30 Uhr bis 16.30 Uhr festgesetzt sein. Eine andere, mindestens gleich lange Öffnungszeit ist zulässig.
  2. Absatz 2Sofern ein geringerer Bedarf nachgewiesen wird, ist die Festlegung einer kürzeren Wochen- oder Tagesöffnungszeit, mindestens aber 20 Stunden pro Woche, zulässig. Der Nachweis eines geringeren Bedarfs erfordert die Einbindung der Eltern, deren Kinder die Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung besuchen, und auch der Eltern, deren Kinder zum Besuch der Kinderbildungs- und –betreuungseinrichtung gemeldet sind. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  3. Absatz 3Sofern ein Betreuungsbedarf von mindestens drei angemeldeten Kindern auch am Nachmittag nachgewiesen werden kann, kann die Pflicht der Hauptwohnsitzgemeinde zur Gewährleistung eines bedarfsgerechten Angebots (Paragraph 16,) in dieser Zeit nur durch Offenhaltung dieser Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung erfüllt werden.. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019, 56/2023)
  4. Absatz 4Für jede Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung, in denen Gruppen länger als die Mindestzeit geöffnet haben, darf der Rechtsträger die Öffnungszeit in eine Kernzeit und Randzeiten für Frühdienst und/oder Spätdienst unterteilen, wobei Folgendes zu beachten ist:
    1. Ziffer eins
      Die tägliche Mindestöffnungszeit darf nur als Kernzeit geführt werden.
    2. Ziffer 2
      Wenn regelmäßig mehr als drei Kinder anwesend sind, dürfen Randzeiten in Krabbelstuben und Horten nicht festgesetzt werden.
    3. Ziffer 3
      Wenn regelmäßig mehr als fünf Kinder anwesend sind, dürfen Randzeiten in Kindergärten nicht festgesetzt werden.
    4. Ziffer 4
      Randzeiten dürfen nicht länger als eine Stunde vor Beginn und/oder nach Ende der Kernzeit festgesetzt werden..
  5. Absatz 5Im Übrigen hat der Rechtsträger bei der Festlegung der Öffnungszeiten (einschließlich des Mittagessens) auf die Bedürfnisse der Kinder und deren Eltern sowie auf die Dienstzeit des Personals Bedacht zu nehmen.

§ 10

Text

Paragraph 10,
Leitung

  1. Absatz einsJede Gruppe einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung wird durch eine pädagogische Fachkraft verantwortlich geführt. Die Aufteilung der Gruppenführung auf höchstens zwei pädagogische Fachkräfte ist zulässig; darauf ist in der pädagogischen Konzeption ausdrücklich einzugehen. Pädagogische Fachkräfte werden durch pädagogische Assistenzkräfte unterstützt. Die Bildungsdirektion kann durch Verordnung nähere Bestimmungen über die Aufgaben pädagogischer Assistenzkräfte in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen erlassen, die jedenfalls zu berücksichtigen hat, dass pädagogische Assistenzkräfte ihre Tätigkeit in pädagogischer und organisatorischer Hinsicht unter Anleitung pädagogischer Fachkräfte ausüben.. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019, 56/2023)
  2. Absatz 2Alle Gruppen einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung werden durch eine pädagogische Fachkraft gemeinsam geleitet, die vom Rechtsträger bestellt wird. Ihr obliegt die pädagogische und administrative Leitung der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  3. Absatz 3Der Rechtsträger darf die pädagogische Leitung der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung selbst besorgen, wenn er die Voraussetzungen für die Bestellung zur Leiterin oder zum Leiter erfüllt. Erfüllt der Rechtsträger diese Voraussetzungen nicht, darf er auf die pädagogische Leitung der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung keinen Einfluss nehmen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)

§ 11

Text

Paragraph 11,
Mindestpersonaleinsatz

  1. Absatz einsDer Personaleinsatz ist auf die Öffnungszeiten, das Alter der Kinder, die Gruppengröße und die Gruppenzusammensetzung, bei Integrationsgruppen auch auf die Art und den Grad der Beeinträchtigung abzustimmen und im pädagogischen Konzept darzustellen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  2. Absatz 2Der Rechtsträger hat die erforderlichen pädagogischen Fachkräfte, pädagogischen Assistenzkräfte, Integrationskräfte und das notwendige Hauspersonal zu bestellen. Das Personal muss eigenberechtigt sowie körperlich, persönlich und fachlich für die jeweilige Tätigkeit geeignet sein. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019, 56/2023)
  3. Absatz 3Der Mindestpersonaleinsatz je Gruppe beträgt:

 

Organisationsform

Mindestpersonaleinsatz

1.

Krabbelstubengruppe

eine pädagogische Fachkraft und eine pädagogische Assistenzkraft ab dem sechsten gleichzeitig anwesenden Kind

2.

Kindergartengruppe oder Hortgruppe

eine pädagogische Fachkraft und erforderliche pädagogische Assistenzkräfte

3.

Alterserweiterte Kindergartengruppe

eine pädagogische Fachkraft und bei mehr als einem Kind außerhalb des Kindergartenalters eine zusätzliche pädagogische Fachkraft und erforderliche pädagogische Assistenzkräfte

4.

Integrationsgruppe in einer Krabbelstube

eine pädagogische Fachkraft und erforderliche Integrationskräfte und erforderliche pädagogische Assistenzkräfte

5.

Integrationsgruppe in einem Kindergarten oder Hort

eine pädagogische Fachkraft und erforderliche Integrationskräfte und erforderliche pädagogische Assistenzkräfte

6.

Heilpädagogische Gruppe oder alterserweiterte heilpädagogische Kindergartengruppe

eine pädagogische Fachkraft und erforderliche pädagogische Fach- bzw. Assistenzkräfte

  1. Absatz 4Der Mindestpersonaleinsatz gemäß Absatz 3, für Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen gilt jedenfalls für die Kernzeit. In Randzeiten (Paragraph 9, Absatz 4,) darf vom Mindestpersonaleinsatz insofern abgewichen werden, als in diesen Zeiten keine pädagogische Fachkraft anwesend sein muss; die Abweichung ist im pädagogischen Konzept zu begründen. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010, 25/2019)
  2. Absatz 5Der Rechtsträger einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung hat Schülerinnen oder Schülern von Bildungsanstalten für Elementarpädagogik oder Sozialpädagogik über Antrag der Direktion der betreffenden Anstalt und im Einvernehmen mit dem Aufsichtsorgan das Hospitieren und Praktizieren zu gestatten, wenn dadurch eine Störung des ordnungsgemäßen Betriebs nicht zu befürchten ist. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)

§ 11a

Text

Paragraph 11 a,
Tagesmütter und Tagesväter

  1. Absatz einsDie Tätigkeit der Betreuung von Minderjährigen als Tagesmutter bzw. Tagesvater ist nur zulässig, wenn
    1. Ziffer eins
      die Tagesmutter bzw. der Tagesvater dazu persönlich und fachlich geeignet ist,
    2. Ziffer 2
      die räumlichen und hygienischen Erfordernisse für die Betreuung von Minderjährigen gegeben sind und
    3. Ziffer 3
      die Sicherheit und das Wohl der zu betreuenden Minderjährigen gewährleistet sind.
  2. Absatz 2Für Rechtsträger von Tagesmüttern bzw. Tagesvätern bzw. ihre vertretungsbefugten Organe gilt Paragraph 19, Absatz 2, erster Satz sinngemäß. Von dieser Voraussetzung kann die Bildungsdirektion auf Antrag Nachsicht erteilen, wenn keine nachteiligen Auswirkungen auf die Kinderbetreuung bei Tagesmüttern und Tagesvätern zu erwarten sind.
  3. Absatz 3Die Tätigkeit der Betreuung von Minderjährigen als angestellte Tagesmutter bzw. als angestellter Tagesvater im eigenen Haushalt oder als selbständige Tagesmutter bzw. als selbständiger Tagesvater bedarf einer Bewilligung, die von der Tagesmutter bzw. dem Tagesvater schriftlich zu beantragen und binnen vier Monaten nach Vorliegen der vollständigen Unterlagen für eine bestimmte Anzahl von Kindern, allenfalls unter Bedingungen und Auflagen oder befristet, von der Bildungsdirektion zu erteilen ist, wenn die Voraussetzungen nach Absatz eins, vorliegen.
  4. Absatz 4Für die Nutzung von sonstigen Räumlichkeiten zur Betreuung von Minderjährigen durch angestellte Tagesmütter bzw. angestellte Tagesväter bedarf es einer Bewilligung, die von einem Rechtsträger von Tagesmüttern bzw. Tagesvätern schriftlich zu beantragen und binnen vier Monaten nach Vorliegen der vollständigen Unterlagen, allenfalls unter Bedingungen und Auflagen oder befristet, von der Bildungsdirektion zu erteilen ist. Paragraph 20, Absatz 2,, 3 und 5 sind sinngemäß anzuwenden.
  5. Absatz 5Die Nutzung von bereits gemäß Paragraph 20, bewilligten Räumlichkeiten für Krabbelstuben- und Kindergartengruppen für die Betreuung von Minderjährigen durch eine angestellte Tagesmutter bzw. einen angestellten Tagesvater bedarf keiner neuerlichen Bewilligung.
  6. Absatz 6Das Landesverwaltungsgericht hat über Beschwerden gegen Bescheide gemäß Absatz 3 und 4 binnen vier Monaten zu entscheiden.
  7. Absatz 7Ergibt sich nach Aufnahme der Tätigkeit als Tagesmutter bzw. Tagesvater, dass trotz Einhaltung der im Bewilligungsbescheid gemäß Absatz 3, vorgeschriebenen Auflagen die räumlichen und hygienischen Erfordernisse nicht gegeben sind oder die Sicherheit und das Wohl der zu betreuenden Minderjährigen nicht gewährleistet ist, ist die Vorschreibung zusätzlicher Auflagen unter möglichster Schonung erworbener Rechte zulässig.
  8. Absatz 8Das Land Oberösterreich fördert den Einsatz von Tagesmüttern und Tagesvätern, die der Bedarfsdeckung (Paragraphen 16 und 17) dienen.
  9. Absatz 9Die Bildungsdirektion kann durch Verordnung nähere Bestimmungen erlassen über:
    1. Ziffer eins
      die Bewilligungsvoraussetzungen gemäß Absatz eins ;,
    2. Ziffer 2
      die Förderung von Tagesmüttern und Tagesvätern.

Anmerkung, LGBl.Nr. 47/2019)

§ 12

Text

3. ABSCHNITT
BESUCH EINER KINDERBILDUNGS- UND -BETREUUNGSEINRICHTUNG UND KINDERBETREUUNG BEI TAGESMÜTTERN UND TAGESVÄTERN

Paragraph 12,
Aufnahme und Widerruf der Aufnahme in eine Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung

  1. Absatz einsFür die Aufnahme in eine Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung ist eine Anmeldung des Kindes durch die Eltern grundsätzlich bis spätestens 31. März des Jahres für das darauf folgende Arbeitsjahr erforderlich. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  2. Absatz eins aÜbersteigt die Zahl der Anmeldungen die Zahl der verfügbaren Plätze, sind jene Kinder unter drei Jahren oder schulpflichtige Kinder bevorzugt aufzunehmen, deren Eltern berufstätig, arbeitssuchend oder in Ausbildung sind oder deren familiäre oder soziale Verhältnisse eine Aufnahme erfordern. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010)
  3. Absatz 2Bei erfolgter Aufnahme ist durch den Rechtsträger eine schriftliche Vereinbarung über die wechselseitigen Rechte und Pflichten auszuhändigen und von einem Elternteil zu unterzeichnen. Wird nichts anderes vereinbart, gilt die Aufnahme für die gesamte Öffnungszeit. Der Besuch kann mit Zustimmung des Rechtsträgers auch nur zu einem Teil der Öffnungszeit erfolgen, sofern die Aufgabenerfüllung gesichert ist.
  4. Absatz 3Können nicht alle für den Besuch der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung angemeldeten Kinder aufgenommen werden, sind in erster Linie die Kinder aufzunehmen, die im Gebiet, für das die Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung eingerichtet ist, ihren Hauptwohnsitz haben. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  5. Absatz 4Der Rechtsträger darf die Aufnahme eines Kindes nur widerrufen, wenn
    1. Ziffer eins
      die Eltern eine ihnen obliegende Verpflichtung trotz vorheriger schriftlicher Mahnung nicht erfüllen oder
    2. Ziffer 2
      nachweislich eine andere Form der Bildung, Erziehung, Betreuung und Pflege den Bedürfnissen des Kindes besser gerecht wird.
  6. Absatz 5Wird die Aufnahme eines Kindes verweigert oder widerrufen, hat der Rechtsträger die Ablehnung oder den Widerruf auf Verlangen der Eltern schriftlich zu begründen und der Bildungsdirektion zur Kenntnis zu bringen. Anmerkung, LGBl.Nr. 56/2023)

§ 12a

Text

Paragraph 12 a,
Aufnahme in den Kindergarten; Widerruf

  1. Absatz einsZusätzlich zu Paragraph 12, gilt für die Aufnahme in den Kindergarten:
    1. Ziffer eins
      die Aufnahme kindergartenpflichtiger Kinder ist sicherzustellen, ohne dass Kinder, die nicht kindergartenpflichtig sind, aber den Kindergarten besuchen, abgemeldet werden müssen;
    2. Ziffer 2
      die Aufgabenerfüllung gemäß Paragraph 12, Absatz 2, ist für nicht kindergartenpflichtige Kinder gesichert, sofern der Besuch der angemeldeten Kinder regelmäßig an mindestens drei Tagen wöchentlich erfolgt;
    3. Ziffer 3
      der Rechtsträger kann die Aufnahme eines nicht kindergartenpflichtigen Kindes widerrufen, wenn kein regelmäßiger Besuch entsprechend der Anmeldung erfolgt.
  2. Absatz 2Wird die Aufnahme eines kindergartenpflichtigen Kindes verweigert, hat die Bildungsdirektion auf Verlangen der Eltern auf eine einvernehmliche Einigung zwischen den Eltern und dem Rechtsträger hinzuwirken. Kommt innerhalb eines Monats keine Einigung über die Aufnahme des kindergartenpflichtigen Kindes zustande, können die Eltern eine schriftliche Beschwerde an die Bildungsdirektion erheben. Anmerkung, LGBl.Nr. 47/2019)
  3. Absatz 3Die Bildungsdirektion hat innerhalb eines Monats festzustellen, ob die Aufnahme des Kindes der familiären Situation des Kindes oder dem Kindeswohl förderlich und ein Platz verfügbar ist. Ist dies der Fall, hat die Bildungsdirektion dem Rechtsträger die Aufnahme des Kindes mit Bescheid aufzutragen.
  4. Absatz 4Das Landesverwaltungsgericht hat über Beschwerden gegen Bescheide gemäß Absatz 3, innerhalb eines Monats zu entscheiden. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019, 47/2019)

Anmerkung, LGBl.Nr. 43/2009, 59/2010)

§ 12b

Text

Paragraph 12 b,
Suspendierung

  1. Absatz einsDer Rechtsträger kann ein Kind vom Besuch vorübergehend ausschließen (Suspendierung), wenn durch den Besuch der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung eine außergewöhnliche, nicht vertretbare Gefährdung anderer Kinder, des Personals oder des ordnungsgemäßen Betriebsablaufs gegeben ist.
  2. Absatz 2Die erstmalige Suspendierung darf eine Dauer von vier Wochen nicht überschreiten. Im Fall einer weiteren Suspendierung darf diese eine Dauer von acht Wochen nicht überschreiten. Mit Zustimmung der Bildungsdirektion kann die weitere Suspendierung auch darüber hinaus verlängert und als letztes Mittel in einen Widerruf der Aufnahme umgewandelt werden. Die Suspendierung ist unverzüglich aufzuheben, sobald sich ergibt, dass die Voraussetzungen nach Absatz eins, nicht oder nicht mehr gegeben sind.
  3. Absatz 3Die Eltern und die Bildungsdirektion sind vor jeder geplanten Suspendierung anzuhören und über die Gründe der Suspendierung sowie über bereits gesetzte pädagogische, personelle und organisatorische Maßnahmen nachweislich und unverzüglich zu informieren. Die Bildungsdirektion hat auf eine einvernehmliche Einigung zwischen den Eltern und dem Rechtsträger hinzuwirken.
  4. Absatz 4Im Fall der geplanten Suspendierung von Kindern mit Beeinträchtigung ist zusätzlich zu den Eltern und der Bildungsdirektion auch die Fachberatung für Integration zu informieren und anzuhören.
  5. Absatz 5Für kindergartenpflichtige Kinder gemäß Paragraph 3 a, gelten Absatz eins,, 2 erster Satz, Absatz 3 und 4 sinngemäß mit der Maßgabe, dass die Suspendierung auf jene Form zu beschränken ist, mit der der angestrebte Sicherungszweck bereits erreicht werden kann und unverzüglich aufzuheben ist, sobald sich im Zuge des Verfahrens ergibt, dass die Voraussetzungen nach Absatz eins, nicht oder nicht mehr gegeben sind. Auf Antrag der Eltern hat die Bildungsdirektion die Suspendierung binnen einer Woche aufzuheben oder einzuschränken, wenn die Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind. Paragraph 12 a, Absatz 4, gilt sinngemäß.

Anmerkung, LGBl.Nr. 56/2023)

§ 13

Text

Paragraph 13,
Aufenthaltsdauer

  1. Absatz einsDie Aufenthaltsdauer der unter dreijährigen Kinder in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen soll in der Regel sechs Stunden täglich, einschließlich der Mittagsruhe höchstens acht Stunden täglich, nicht überschreiten. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010, 25/2019)
  2. Absatz 2Der Rechtsträger hat mit den Eltern zu vereinbaren, dass ihr Kind insgesamt mindestens fünf Wochen pro Arbeitsjahr, davon mindestens zwei Wochen durchgehend, Ferien außerhalb der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung verbringt. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)

§ 14

Text

Paragraph 14,
Aufsichtspflicht, Meldepflicht und ärztliche Betreuung

  1. Absatz einsDem Personal einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung bzw. den Tagesmüttern und Tagesvätern obliegt neben den ihnen sonst zukommenden Aufgaben auch die Pflicht zur Beaufsichtigung der Kinder während des Besuchs der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung bzw. während des Aufenthalts bei den Tagesmüttern bzw. Tagesvätern. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010, 25/2019)
  2. Absatz 2Die in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen tätigen pädagogischen Fachkräfte bzw. die Tagesmütter und Tagesväter haben dem Kinder- und Jugendhilfeträger den Verdacht der Vernachlässigung, Misshandlung oder des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen, die durch sie betreut werden, unverzüglich zu melden. Die Rechtsträger dieser Einrichtungen und die Rechtsträger von Tagesmüttern bzw. Tagesvätern haben durch geeignete Maßnahmen Vorsorge zu treffen, dass die mit der Kinderbildung und -betreuung befassten Personen solche Verdachtsfälle erkennen und dem Kinder- und Jugendhilfeträger melden können. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010, 94/2017, 25/2019)
  3. Absatz 3Der Rechtsträger hat sicherzustellen, dass den Kindern während des Besuchs der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung ärztliche Hilfe geleistet werden kann. Ebenso ist sicherzustellen, dass die pädagogischen Fachkräfte über ausreichende Kenntnisse zur Leistung von Erste-Hilfe-Maßnahmen verfügen. Das ist durch den Besuch eines 16-stündigen Erste-Hilfe-Kurses nachzuweisen, der nicht länger als fünf Jahre zurückliegt. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  4. Absatz 4Der Rechtsträger hat sicherzustellen, dass die Kinder und das Personal einmal im Jahr ärztlich untersucht werden.
  5. Absatz 5Der Rechtsträger von heilpädagogischen Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen hat zur Erfüllung seiner Aufgaben in geeigneter Weise mit entsprechend qualifizierten Ärztinnen und Ärzten zusammenzuarbeiten. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)

§ 15

Text

Paragraph 15,
Mitwirkung der Eltern

  1. Absatz einsDie pädagogischen Fachkräfte und die Tagesmütter und Tagesväter haben im Hinblick auf die pädagogischen Aufgaben einen regelmäßigen Austausch mit den Eltern sicherzustellen. Die erzieherischen Entscheidungen der Eltern sind unter Bedachtnahme auf das Kindeswohl zu achten. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010)
  2. Absatz 2Die Eltern haben mit dem Rechtsträger und den pädagogischen Fachkräften zusammenzuarbeiten und die bei der Aufnahme des Kindes festgelegten Pflichten einzuhalten.
  3. Absatz 3Die Eltern haben das Recht, bei der Festlegung der Öffnungszeiten, der Ferienzeiten und in sonstigen organisatorischen Fragen in einer vom Rechtsträger festzulegenden Art und Weise ihre Vorstellungen einzubringen. Zu diesem Zweck hat der Rechtsträger spätestens unmittelbar nach Beginn eines Arbeitsjahres die Eltern zu einer Elternversammlung einzuladen.
  4. Absatz 4Die Eltern haben das Recht, bei einem Antrag von mindestens einem Viertel der Eltern einer Gruppe die Einberufung einer Elternversammlung für diese Gruppe binnen 14 Tagen zu verlangen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  5. Absatz 5Die Wahl einer Elternvertreterin oder eines Elternvertreters oder die Gründung eines Elternvereins zur Wahrnehmung der Anliegen der Eltern gegenüber dem Rechtsträger ist anzustreben. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010)

Anmerkung, LGBl.Nr. 56/2023)

§ 16

Text

4. ABSCHNITT
DECKUNG DES BEDARFS

Paragraph 16,
Bedarfsgerechtes Angebot

  1. Absatz einsDie Gemeinden haben nach Maßgabe der finanziellen Möglichkeiten zu gewährleisten, dass die zur Bedarfsdeckung erforderlichen Plätze in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen und bei Tagesmüttern bzw. Tagesvätern zur Verfügung stehen. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010, 25/2019)
  2. Absatz 2Jährlich nach Ende der Anmeldefrist (Paragraph 12,) hat die Wohnsitzgemeinde festzustellen, ob alle für den Besuch angemeldeten Kinder aufgenommen werden können. Steht nicht für alle diese Kinder ein Betreuungsplatz zur Verfügung, hat die Gemeinde für ein entsprechendes Kinderbildungs- und -betreuungsangebot zu sorgen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)

§ 17

Text

Paragraph 17,
Bedarfserhebung und Entwicklungskonzept

  1. Absatz einsDie Gemeinden haben regelmäßig, jedenfalls aber alle fünf Jahre, Gemeinden über 3.000 EinwohnerInnen alle drei Jahre, ausgehend vom Bestand an Kinderbildungs- und -betreuungsplätzen, die für Kinder mit Wohnsitz in der Gemeinde zur Verfügung stehen, den zukünftigen Bedarf an Kinderbildungs- und -betreuungsplätzen zu erheben und zwischen den Erhebungen die Bevölkerungsentwicklung in die laufenden Planungen einzubeziehen. Dabei sind jedenfalls
    1. Ziffer eins
      die Art und die jeweilige Anzahl der Plätze sowie die angebotenen Öffnungszeiten und allfällige sonstige Betreuungsangebote zu berücksichtigen,
    2. Ziffer 2
      die Rechtsträger, die in der Gemeinde eine Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung betreiben, in geeigneter Form einzubinden und
    3. Ziffer 3
      die örtlichen Gegebenheiten, insbesondere die Bevölkerungsstruktur, die Wanderungs- und Geburtenbilanz sowie die Entwicklung des Siedlungsraums und der Beschäftigungszahlen zu berücksichtigen.
  2. Absatz 2Auf Basis der Bedarfserhebung hat der Gemeinderat festzulegen, ob der zukünftige Bedarf durch das vorhandene Angebot an Kinderbildungs- und -betreuungsplätzen gedeckt werden kann. Reicht das vorhandene Angebot nicht aus, hat er festzulegen, durch welche Maßnahmen eine Bedarfsdeckung erreicht werden kann (Entwicklungskonzept), wobei die wirtschaftlichste Form der Bedarfsdeckung anzustreben ist. Für das Entwicklungskonzept gelten folgende Grundsätze:
    1. Ziffer eins
      Die Möglichkeiten kommunaler Zusammenarbeit sind zu berücksichtigen.
    2. Ziffer 2
      Eine wirtschaftliche Vergleichsrechnung zwischen öffentlichen und privaten Rechtsträgern ist zu erstellen.
    3. Ziffer 3
      Die Gemeinden können von eigenen Maßnahmen absehen, soweit die erforderlichen Kinderbildungs- und -betreuungsplätze von privaten Rechtsträgern zumindest in gleich geeigneter Weise wie von Gemeinden und rechtzeitig geschaffen werden können.
  3. Absatz 3Vor der Beschlussfassung des Entwicklungskonzepts ist den Rechtsträgern von Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen in der Gemeinde, den Nachbargemeinden und der Bildungsdirektion Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019, 56/2023)

§ 18

Text

Paragraph 18,
Örtliche Lage, bauliche Gestaltung und Einrichtung

  1. Absatz einsDie Gebäude, Räume und sonstigen Liegenschaften, die für eine Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung verwendet werden, haben bezüglich ihrer örtlichen Lage, ihrer baulichen Gestaltung und ihrer Einrichtung den Grundsätzen der Pädagogik und Hygiene sowie den Erfordernissen der Sicherheit zu entsprechen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  2. Absatz 2In jeder Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung sind für jede Gruppe ein Gruppenraum und die erforderlichen Nebenräume einzurichten. Jede Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung ist mit den zur Erfüllung ihrer Aufgabe erforderlichen Bildungsmitteln sowie mit einer geeigneten Außenspielfläche auszustatten. Sofern die Mehrheit der Kinder einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung einem christlichen Religionsbekenntnis angehört, ist in jedem Gruppenraum ein Kreuz anzubringen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  3. Absatz 3Die Bildungsdirektion hat durch Verordnung das Nähere über Lage, bauliche Gestaltung, Größe, Belichtung, Lüftung, Beheizung und die Einrichtung der Gebäude, Räume und sonstigen Liegenschaften zu regeln. Anmerkung, LGBl.Nr. 47/2019)
  4. Absatz 4Die Gebäude, Räume und sonstigen Liegenschaften, die für eine Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung verwendet werden, dürfen außerhalb der Betriebszeit für andere Zwecke verwendet werden, wenn dadurch der ordnungsgemäße Betrieb der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung, insbesondere nach den Grundsätzen der Pädagogik und Hygiene sowie den Erfordernissen der Sicherheit nicht beeinträchtigt wird. Diese Einschränkungen der Mitverwendung gelten jedoch nicht in Katastrophenfällen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)

§ 19

Text

Paragraph 19,
Errichtung und Bedarfsprüfung

  1. Absatz einsDer Rechtsträger hat die Errichtung, Erweiterung oder Änderung der Organisationsform einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung spätestens fünf Monate vor der beabsichtigten Inbetriebnahme der Bildungsdirektion anzuzeigen. Der Anzeige über die Errichtung einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung sind Unterlagen zur Beurteilung der Voraussetzungen nach Absatz 2, beizulegen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019, 47/2019)
  2. Absatz 2Die Errichtung und der Betrieb einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung sind nur zulässig, wenn der Rechtsträger oder sein vertretungsbefugtes Organ entweder die österreichische Staatsbürgerschaft oder die Staatsbürgerschaft eines Staates, dessen Angehörigen Österreich auf Grund von Staatsverträgen im Rahmen der Europäischen Integration dieselben Rechte wie Inländern zu gewähren hat, besitzt. Von dieser Voraussetzung kann die Bildungsdirektion auf Antrag Nachsicht erteilen, wenn keine nachträglichen Auswirkungen auf die Führung der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung zu erwarten sind. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019, 47/2019)
  3. Absatz 3Der Rechtsträger hat im Zuge der Anzeige gemäß Absatz eins, den Bedarf für die Errichtung, Erweiterung oder Änderung der Organisationsform einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung im Einvernehmen mit der Standortgemeinde schriftlich unter Anschluss der für die Beurteilung relevanten Daten und des aktuellen Entwicklungskonzepts (Paragraph 17,) darzulegen. Für die Errichtung, Erweiterung oder Änderung der Organisationsform einer heilpädagogischen Gruppe oder einer alterserweiterten heilpädagogischen Gruppe ist das Einvernehmen mit der Standortgemeinde nicht erforderlich. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019, 56/2023)
  4. Absatz 4Die Bildungsdirektion hat binnen vier Monaten nach Vorlage der vollständigen Unterlagen mitzuteilen, ob und für wie viele Gruppen sowohl einrichtungsbezogen als auch raum- und ausstattungsbezogen Bedarf besteht. Dabei sind die Möglichkeiten kommunaler Zusammenarbeit zu berücksichtigen. Anmerkung, LGBl.Nr. 47/2019)

Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010)

§ 20

Text

Paragraph 20,
Bewilligung

  1. Absatz einsGebäude, Gebäudeteile oder sonstige Anlagen im Freien und Freiflächen dürfen für Zwecke einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung nur verwendet werden, wenn eine Bauplanbewilligung oder eine Verwendungsbewilligung durch die Bildungsdirektion vorliegt. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019, 47/2019)
  2. Absatz 2Eine Bauplanbewilligung ist erforderlich, wenn bauliche Maßnahmen für eine Herstellung oder Umgestaltung notwendig sind. Sofern dies nicht der Fall ist, ist eine Verwendungsbewilligung erforderlich. Die Bauplanbewilligung ist, allenfalls unter Bedingungen und Auflagen, zu erteilen, wenn der Bauplan den Bau- und Einrichtungsvorschriften entspricht und sonstigen öffentlichen Interessen nicht zuwiderläuft. Die Verwendungsbewilligung ist, allenfalls unter Bedingungen und Auflagen, zu erteilen, wenn gegen die Verwendung der Gebäude, Gebäudeteile, sonstigen Anlagen im Freien oder Freiflächen nach diesem Landesgesetz keine Bedenken bestehen.
  3. Absatz 3Im Antrag sind alle Gebäude, Gebäudeteile sowie die sonstigen Anlagen im Freien und Freiflächen genau zu bezeichnen, die für Zwecke der Kinderbildung und -betreuung verwendet werden sollen. Dem Antrag sind alle für die Beurteilung der Bewilligungsvoraussetzungen erforderlichen Unterlagen beizulegen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  4. Absatz 4Entscheidet die Bildungsdirektion nicht binnen vier Monaten ab Einlangen des vollständigen und mängelfreien Bewilligungsantrags mit Bescheid, gilt die Bewilligung im Rahmen des Antragsbegehrens als erteilt. Diese Frist ist gewahrt, wenn die Behörde den Bescheid am letzten Tag der Frist nachweisbar einem Postdienst zur Beförderung übergibt. Anmerkung, LGBl.Nr. 47/2019)
  5. Absatz 5Ergibt sich nach Aufnahme des Betriebs einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung, dass trotz Einhaltung der im Bewilligungsbescheid vorgeschriebenen Auflagen das Kindeswohl gefährdet ist oder die Aufgaben der Kinderbildung und -betreuung nicht oder nicht vollständig erfüllt werden können, ist die Vorschreibung zusätzlicher Auflagen unter möglichster Schonung erworbener Rechte zulässig. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)

Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010)

§ 21

Text

Paragraph 21,
Inbetriebnahme

  1. Absatz einsEine Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung oder einzelne Gruppen einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung dürfen nur in Betrieb genommen werden, wenn die baulichen Maßnahmen entsprechend der erteilten Bewilligung ausgeführt und die Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung oder die Gruppen entsprechend diesem Landesgesetz eingerichtet und ausgestattet sind sowie der Mindestpersonaleinsatz sichergestellt ist und sich der Rechtsträger ausdrücklich zur Erfüllung der Aufgaben gemäß Paragraph 4, verpflichtet. Die beabsichtigte Inbetriebnahme ist der Bildungsdirektion schriftlich anzuzeigen. Anmerkung, LGBl.Nr. 33/2016, 25/2019, 47/2019)
  2. Absatz 2Sofern es sich nicht um geringfügige Abweichungen handelt, hat die Bildungsdirektion die Inbetriebnahme innerhalb von vier Wochen mit Bescheid zu untersagen, wenn die Voraussetzungen nach Absatz eins, nicht vorliegen. Anmerkung, LGBl.Nr. 47/2019)

Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010)

§ 21a

Text

Paragraph 21 a,
Betriebseinstellung

Der Rechtsträger hat seine Absicht, den Betrieb einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung einzustellen oder nach einer Einstellung den Betrieb wieder aufzunehmen, der Bildungsdirektion sowie der Standortgemeinde spätestens ein Jahr im Vorhinein schriftlich anzuzeigen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019, 47/2019)

Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010)

§ 22

Text

Paragraph 22,

Entfallen Anmerkung, LGBl.Nr. 56/2023)

§ 23

Text

Paragraph 23,
Sonderformen und Pilotprojekte

  1. Absatz einsSonderformen (Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer 7 a,) dürfen nur mit Bewilligung der Bildungsdirektion durchgeführt werden. Die Bewilligung ist spätestens vier Monate vor dem beabsichtigten Beginn der Sonderform schriftlich zu beantragen. Dem Antrag ist eine Projektbeschreibung einschließlich eines pädagogischen Konzepts anzuschließen, aus der die Ausgangssituation, die Verantwortlichen, das Ziel, die Kriterien der Zielerreichung, der Ablauf, die Arbeitsweise und die Dauer der Sonderform hervorgehen. Anmerkung, LGBl.Nr. 47/2019)
  2. Absatz 2Die Bewilligung ist - allenfalls unter Bedingungen und Auflagen - befristet zu erteilen, wenn die allgemeinen, räumlichen, hygienischen, personellen und pädagogischen Erfordernisse, die Erfordernisse der Sicherheit und die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Führung der Sonderform gegeben sind und keine Gründe vorliegen, die das Wohl der Kinder gefährden.
  3. Absatz 3Liegen die Voraussetzungen für die Bewilligung nicht mehr vor, ist diese von der Bildungsdirektion aufzuheben. Werden Umstände bekannt, die eine Gefährdung des Wohls der Kinder befürchten lassen, hat die Bildungsdirektion die sofortige Schließung der Einrichtung zu veranlassen. Anmerkung, LGBl.Nr. 47/2019)
  4. Absatz 4Die Bildungsdirektion kann an Stelle der Aufhebung der Bewilligung mit Bescheid Auflagen oder Bedingungen für die Durchführung der Sonderform vorschreiben, soweit dadurch die festgestellten Aufhebungsgründe entfallen. Anmerkung, LGBl.Nr. 47/2019)
  5. Absatz 5Die Bewilligung gemäß Absatz eins, gilt von Gesetzes wegen als erteilt, wenn von der Behörde nicht innerhalb einer Frist von vier Monaten ab Einlangen der vollständigen Unterlagen ein Bescheid erlassen wurde. Diese Frist ist gewahrt, wenn die Behörde den Bescheid am letzten Tag der Frist nachweisbar abfertigt, zB der Post zur Zustellung übergibt.
  6. Absatz 6Pilotprojekte (Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer 7 b,) sind der Bildungsdirektion spätestens vier Monate vor dem beabsichtigten Beginn schriftlich anzuzeigen. Der Anzeige ist eine Projektbeschreibung anzuschließen, aus der insbesondere die Projektverantwortlichen, das Projektziel, die Kriterien der Zielerreichung und die Projektdauer hervorgehen. Wenn die allgemeinen, räumlichen, hygienischen, personellen und pädagogischen Erfordernisse, die Erfordernisse der Sicherheit und die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Führung des Pilotprojekts nicht gegeben sind oder Umstände vorliegen, die das Wohl der Kinder gefährdet erscheinen lassen, hat die Bildungsdirektion die Durchführung des angezeigten Pilotprojekts mit Bescheid zu untersagen. Anmerkung, LGBl.Nr. 47/2019)

§ 24

Text

5. ABSCHNITT
AUFSICHT

Paragraph 24,
Aufsichtsbehörde, Befugnisse

  1. Absatz einsKinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen sowie Tagesmütter und Tagesväter unterliegen in rechtlicher und pädagogischer Hinsicht der Aufsicht der Bildungsdirektion. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019, 47/2019)
  2. Absatz 2Die Bildungsdirektion hat zu überwachen, ob die Rechtsträger sowie die Tagesmütter und Tagesväter, die ihnen nach diesem Landesgesetz obliegenden Aufgaben erfüllen, dabei die gesetzlichen Anforderungen einhalten und ihre Tätigkeit bewilligungsgemäß ausüben. Zu diesem Zweck sind die Rechtsträger und die Tagesmütter und Tagesväter verpflichtet, den Organen der Behörde die Ausübung der Aufsicht zu ermöglichen; insbesondere ist der Kontakt zu den Minderjährigen, der Zutritt zu allen Gebäuden und Liegenschaften sowie die Einsicht in alle Aufzeichnungen zu gewähren. Anmerkung, LGBl.Nr. 47/2019)
  3. Absatz 3Werden von der Bildungsdirektion Mängel festgestellt, ist der Rechtsträger, der Rechtsträger von Tagesmüttern bzw. Tagesvätern oder die Tagesmutter bzw. der Tagesvater zur Behebung dieser Mängel aufzufordern. Wird dieser Aufforderung nicht Folge geleistet, ist die Behebung der Mängel unter Setzung einer angemessenen Frist mit Bescheid aufzutragen, wobei der Bescheid den Hinweis zu enthalten hat, dass die Bewilligung nach Paragraph 11 a, Absatz 3, oder 4 bzw. Paragraph 20, bei Nichterfüllung dieses Auftrags gemäß Absatz 4, zu widerrufen bzw. dem Rechtsträger die Kinderbildung und -betreuung, dem Rechtsträger von Tagesmüttern bzw. Tagesvätern die Beschäftigung von Tagesmüttern und Tagesvätern oder der Tagesmutter bzw. dem Tagesvater die Kinderbetreuung zu untersagen ist. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019, 47/2019)
  4. Absatz 4Wird dem bescheidmäßigen Mängelbeseitigungsauftrag nach Absatz 3, nicht nachgekommen, sind die festgestellten Mängel einer Behebung überhaupt nicht zugänglich oder ist Gefahr im Verzug, hat die Aufsichtsbehörde die Bewilligung nach Paragraph 11 a, Absatz 3, oder 4 bzw. Paragraph 20, unverzüglich zu widerrufen bzw. dem Rechtsträger die Kinderbildung und -betreuung, dem Rechtsträger von Tagesmüttern bzw. Tagesvätern die Beschäftigung von Tagesmüttern und Tagesvätern oder der Tagesmutter bzw. dem Tagesvater die Kinderbetreuung zu untersagen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)

Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010)

§ 25

Text

Paragraph 25,
Pädagogische Aufsicht

Die Bildungsdirektion hat für die Ausübung der Aufsicht über Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen und die Tagesmütter und Tagesväter in pädagogischer Hinsicht (Paragraph 24, Absatz 2,) entsprechend qualifizierte Organe mit ausreichender praktischer Erfahrung im Berufsfeld zu bestellen und deren Aufgaben, Verantwortung und Handlungsgrundsätze festzulegen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019, 47/2019)

Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010)

§ 25a

Text

Paragraph 25 a,
Verarbeitung personenbezogener Daten

  1. Absatz einsNach Maßgabe der folgenden Bestimmungen dürfen personenbezogene Daten für folgende Zwecke verarbeitet werden, sofern diese Daten für die Erfüllung dieser Zwecke und der in diesem Landesgesetz geregelten Aufgaben jeweils erforderlich sind:
    1. Ziffer eins
      Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen Kindergartenpflicht,
    2. Ziffer 2
      Förderung von Kindern mit Beeinträchtigungen im Sinn des Oö. Chancengleichheitsgesetzes,
    3. Ziffer 3
      rechtliche und pädagogische Aufsicht über Tagesmütter bzw. Tagesväter,
    4. Ziffer 4
      Abrechnung des Kostenersatzes für Assistenzkräfte für Integration,
    5. Ziffer 5
      Planung, Steuerung und Abrechnung der Landesbeiträge für die Betreuung durch Tagesmütter bzw. Tagesväter,
    6. Ziffer 6
      Planung, Steuerung und Abrechnung der Sprachförderung,
    7. Ziffer 7
      Planung, Steuerung und Abrechnung von sonstigen Fördermaßnahmen auf Grund von Vereinbarungen nach Artikel 15 a, B-VG,
    8. Ziffer 8
      Planung und Steuerung der Bedarfsdeckung,
    9. Ziffer 9
      statistische Zwecke,
    10. Ziffer 10
      Sicherstellung der Erfüllung der Bildungsaufträge der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen,
    11. Ziffer 11
      Zusammenarbeit zwischen einzelnen Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen sowie
    12. Ziffer 12
      Zusammenarbeit von Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen mit den Pflichtschulen.
  2. Absatz 2Die Rechtsträger sind ermächtigt und verpflichtet, zu den im Absatz eins, genannten Zwecken folgende personenbezogene Daten, die sich auf die bei ihnen angemeldeten Kinder beziehen, zu verarbeiten:
    1. Ziffer eins
      Vor- und Familienname,
    2. Ziffer 2
      Hauptwohnsitz,
    3. Ziffer 3
      Geschlecht,
    4. Ziffer 4
      Staatsangehörigkeit,
    5. Ziffer 5
      Geburtsdatum,
    6. Ziffer 6
      Sozialversicherungsnummer,
    7. Ziffer 7
      Muttersprache/Erstsprache des Kindes,
    8. Ziffer 8
      Gesundheitsdaten,
    9. Ziffer 9
      festgestellter Sprachförderbedarf,
    10. Ziffer 10
      erhöhter Förderbedarf,
    11. Ziffer 11
      Beeinträchtigungen im Sinn des Oö. Chancengleichheitsgesetzes,
    12. Ziffer 12
      Zeitraum und Stundenausmaß der Zuordnung einer Assistenzkraft für Integration zum Kind,
    13. Ziffer 13
      besuchte Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung,
    14. Ziffer 14
      Ein- und Austrittsdatum,
    15. Ziffer 15
      Anwesenheitszeiten,
    16. Ziffer 16
      Umfang des Betreuungsbedarfs,
    17. Ziffer 17
      Einnahme des Mittagessens,
    18. Ziffer 18
      Inanspruchnahme eines Bustransports,
    19. Ziffer 19
      bisherige Art der Betreuung,
    20. Ziffer 20
      Vor- und Familiennamen der Eltern,
    21. Ziffer 21
      Hauptwohnsitz der Eltern,
    22. Ziffer 22
      Kontaktdaten der Eltern,
    23. Ziffer 23
      Erwerbsstatus der Eltern inklusive Beschäftigungsausmaß (Vollzeit/Teilzeit),
    24. Ziffer 24
      Ausübung der Erziehung durch einen alleinerziehenden Elternteil,
    25. Ziffer 25
      Anzahl der Geschwister,
    26. Ziffer 26
      Geburtsdatum der Geschwister sowie
    27. Ziffer 27
      von Geschwistern besuchte Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen.
  3. Absatz 3Die Rechtsträger von Tagesmüttern bzw. Tagesvätern sind ermächtigt und verpflichtet, zu den im Absatz eins, genannten Zwecken folgende personenbezogene Daten, die sich auf die bei ihnen angemeldeten Tageskinder beziehen, zu verarbeiten:
    1. Ziffer eins
      Vor- und Familienname,
    2. Ziffer 2
      Hauptwohnsitz,
    3. Ziffer 3
      Geschlecht,
    4. Ziffer 4
      Staatsangehörigkeit,
    5. Ziffer 5
      Geburtsdatum,
    6. Ziffer 6
      Sozialversicherungsnummer,
    7. Ziffer 7
      Muttersprache/Erstsprache des Kindes,
    8. Ziffer 8
      Gesundheitsdaten,
    9. Ziffer 9
      erhöhter Förderbedarf,
    10. Ziffer 10
      Beeinträchtigungen im Sinn des Oö. Chancengleichheitsgesetzes,
    11. Ziffer 11
      Bezug erhöhter Familienbeihilfe,
    12. Ziffer 12
      Vermittlung im Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe,
    13. Ziffer 13
      besuchte Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung,
    14. Ziffer 14
      Ein- und Austrittsdatum,
    15. Ziffer 15
      Anwesenheitszeiten,
    16. Ziffer 16
      Umfang des Betreuungsbedarfs,
    17. Ziffer 17
      Einnahme des Mittagessens,
    18. Ziffer 18
      bisherige Art der Betreuung,
    19. Ziffer 19
      Vor- und Familiennamen der Eltern,
    20. Ziffer 20
      Hauptwohnsitz der Eltern,
    21. Ziffer 21
      Kontaktdaten der Eltern,
    22. Ziffer 22
      Erwerbsstatus der Eltern inklusive Beschäftigungsausmaß (Vollzeit/Teilzeit),
    23. Ziffer 23
      Ausübung der Erziehung durch einen alleinerziehenden Elternteil,
    24. Ziffer 24
      Anzahl der Geschwister,
    25. Ziffer 25
      Geburtsdatum der Geschwister sowie
    26. Ziffer 26
      von Geschwistern in Anspruch genommene Tagesmütter bzw. Tagesväter.
  4. Absatz 4Die Ermächtigung und Verpflichtung zur Verarbeitung der personenbezogenen Daten, die sich auf die angemeldeten Kinder beziehen, nach Absatz 3, gilt bei selbständigen Tagesmüttern bzw. Tagesvätern für diese.
  5. Absatz 5Die Rechtsträger sind ermächtigt und verpflichtet, zu den im Absatz eins, genannten Zwecken folgende personenbezogene Daten der bei ihnen tätigen Personen zu verarbeiten:
    1. Ziffer eins
      Vor- und Familienname,
    2. Ziffer 2
      Geschlecht,
    3. Ziffer 3
      Geburtsdatum,
    4. Ziffer 4
      Sozialversicherungsnummer,
    5. Ziffer 5
      Art der Tätigkeit und stundenmäßiger Anteil am gesamten Beschäftigungsausmaß,
    6. Ziffer 6
      Beschäftigungsausmaß in Stunden,
    7. Ziffer 7
      berufliche Qualifikation,
    8. Ziffer 8
      Vorliegen einer Ausnahme vom fachlichen Anstellungserfordernis,
    9. Ziffer 9
      Lohnkosten sowie
    10. Ziffer 10
      zugeordnete Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung.
  6. Absatz 6Die Rechtsträger von Tagesmüttern bzw. Tagesvätern sind ermächtigt und verpflichtet, zu den im Absatz eins, genannten Zwecken folgende personenbezogene Daten der bei ihnen tätigen Tagesmütter bzw. Tagesväter zu verarbeiten:
    1. Ziffer eins
      Vor- und Familienname,
    2. Ziffer 2
      Hauptwohnsitz,
    3. Ziffer 3
      Geschlecht,
    4. Ziffer 4
      Geburtsdatum,
    5. Ziffer 5
      Sozialversicherungsnummer,
    6. Ziffer 6
      Art und Ort der Tätigkeit und Dienstverhinderungen,
    7. Ziffer 7
      Beschäftigungsausmaß in Stunden,
    8. Ziffer 8
      berufliche Qualifikation,
    9. Ziffer 9
      absolvierte Fortbildungen,
    10. Ziffer 10
      Vorliegen einer Ausnahme vom fachlichen Anstellungserfordernis,
    11. Ziffer 11
      Lohnkosten sowie
    12. Ziffer 12
      zugeordnete Tageskinder.
  7. Absatz 7Die Rechtsträger sind ermächtigt und verpflichtet, zu den im Absatz eins, genannten Zwecken folgende personenbezogene Daten der Assistenzkräfte für Integration ihrer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen zu verarbeiten:
    1. Ziffer eins
      Vor- und Familienname,
    2. Ziffer 2
      Geschlecht,
    3. Ziffer 3
      Geburtsdatum,
    4. Ziffer 4
      Sozialversicherungsnummer,
    5. Ziffer 5
      Art der Tätigkeit,
    6. Ziffer 6
      Beschäftigungsausmaß in Stunden,
    7. Ziffer 7
      berufliche Qualifikation,
    8. Ziffer 8
      Vorliegen einer Ausnahme vom fachlichen Anstellungserfordernis,
    9. Ziffer 9
      zugeordnete Dienstgeberinnen bzw. Dienstgeber,
    10. Ziffer 10
      zugeordnete Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung,
    11. Ziffer 11
      Zeitraum der Tätigkeit als Assistenzkraft,
    12. Ziffer 12
      zugeordnete Kinder unter Anführung ihrer Vor- und Familiennamen, Geburtsdaten, Sozialversicherungsnummern, des jeweiligen Umfangs des Betreuungsbedarfs und des jeweiligen Zeitraums und Stundenausmaßes dieser Zuordnung sowie
    13. Ziffer 13
      Lohnkosten.
  8. Absatz 8Die Rechtsträger und geeignete Dritte, derer sich das Land im Sinn des Paragraph 26, Absatz 3, bedient, sind weiters ermächtigt und verpflichtet, zu den im Absatz eins, genannten Zwecken folgende personenbezogene Daten der Fachberaterinnen und Fachberater für Integration zu verarbeiten:
    1. Ziffer eins
      Vor- und Familienname,
    2. Ziffer 2
      Kontaktdaten,
    3. Ziffer 3
      Sozialversicherungsnummer sowie
    4. Ziffer 4
      zugeordnete Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen.
  9. Absatz 9Bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, insbesondere von besonderen Kategorien personenbezogener Daten, sind zur Wahrung der Grundrechte und Interessen der betroffenen Personen die nach den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vorgeschriebenen technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Zweck der Sicherheit der Verarbeitung zu treffen. Personenbezogene Daten nach Absatz 2, sind sieben Jahre nach dem Austritt des Kindes von der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung zu löschen. Personenbezogene Daten nach Absatz 3, sind sieben Jahre nach Beendigung der Betreuung des Kindes durch beim jeweiligen Rechtsträger von Tagesmüttern bzw. Tagesvätern angestellte Tagesmütter bzw. Tagesväter zu löschen. Selbständige Tagesmütter bzw. Tagesväter haben die personenbezogenen Daten nach Absatz 3, sieben Jahre nach Beendigung der Betreuung des Kindes durch sie selbst zu löschen. Personenbezogene Daten nach Absatz 5 bis 8 sind sieben Jahre nach Beendigung des Dienstverhältnisses zu löschen.

§ 25b

Text

Paragraph 25 b,
Übermittlung personenbezogener Daten

  1. Absatz einsZu statistischen Zwecken und zum Zweck der Planung und Steuerung haben die Rechtsträger die dafür erforderlichen personenbezogenen Daten nach Paragraph 25 a, Absatz 2, sowie nach Paragraph 25 a, Absatz 5, auf Verlangen der Bildungsdirektion zu melden. Die Bildungsdirektion ist ermächtigt, diese Daten zum Zweck der Planung und Steuerung der bundesweiten Kinderbildung und -betreuung anonymisiert an die zuständigen Bundesbehörden zu übermitteln.
  2. Absatz 2Zu Zwecken der Planung, Steuerung und Abrechnung der Landesbeiträge für die Betreuung durch Tagesmütter bzw. Tagesväter sowie zum Zweck der rechtlichen und pädagogischen Aufsicht über Tagesmütter bzw. Tagesväter haben die Rechtsträger von Tagesmüttern bzw. Tagesvätern und selbständige Tagesmütter bzw. Tagesväter die dafür erforderlichen personenbezogenen Daten nach Paragraph 25 a, Absatz 3 und 6 auf Verlangen der Bildungsdirektion zu übermitteln.
  3. Absatz 3Zum Zweck der Planung und Steuerung der Bedarfsdeckung (Paragraphen 16 und 17) haben die Gemeinden und Rechtsträger die dafür erforderlichen personenbezogenen Daten nach Paragraph 25 a, Absatz 2, sich gegenseitig und der Bildungsdirektion zu übermitteln.
  4. Absatz 4Zum Zweck der Überwachung der Einhaltung der Kindergartenpflicht sind die Rechtsträger ermächtigt und verpflichtet, die dafür erforderlichen personenbezogenen Daten nach Paragraph 25 a, Absatz 2 bis zum 1. Oktober eines jeden Jahres und bis zum 1. Februar des Folgejahres an die jeweilige Hauptwohnsitzgemeinde des Kindes zu übermitteln. Weiters sind die Gemeinden ermächtigt, für alle Kinder, die ihren Hauptwohnsitz in dieser Gemeinde haben, eine Abfrage aus dem Zentralen Melderegister nach dem Auswahlkriterium des Alters (Vollendung des fünften Lebensjahres) durchzuführen (Verknüpfungsabfrage nach Paragraph 16 a, Absatz 3, Meldegesetz). Diese Kinder sind mit Vor- und Familiennamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit und Hauptwohnsitz zu erfassen, wobei diese personenbezogenen Daten aus dem Zentralen Melderegister mit den übermittelten personenbezogenen Daten der Rechtsträger abzugleichen sind.
  5. Absatz 5Zum Zweck der Vollziehung von Vereinbarungen nach Artikel 15 a, B-VG ist die Bildungsdirektion ermächtigt, die dafür erforderlichen personenbezogenen Daten nach Paragraph 25 a, Absatz 2, an die zuständigen Bundesbehörden zu übermitteln.
  6. Absatz 6Zum Zweck der Zusammenarbeit mit den Pflichtschulen sind die Rechtsträger von Kindergärten ermächtigt und verpflichtet, für den Fall, dass die Eltern ihrer Vorlagepflicht gemäß Paragraph 6, Absatz eins a, Schulpflichtgesetz 1985, Bundesgesetzblatt Nr. 76 aus 1985,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 101 aus 2018,, nicht nachkommen, die dafür erforderlichen personenbezogenen Daten gemäß Paragraph 25 a, Absatz 2, sowie allfällige Unterlagen, Erhebungen und Förderergebnisse, die während der Zeit des Kindergartenbesuchs zum Zweck der Dokumentation des Entwicklungsstands, insbesondere des Sprachstands, erstellt, durchgeführt bzw. erhoben wurden, auf Verlangen der Pflichtschule, bei der das jeweilige Kind zum Besuch angemeldet wurde, an diese zu übermitteln.
  7. Absatz 7Zum Zweck der Zusammenarbeit mit den Pflichtschulen sind die Rechtsträger von Horten ermächtigt und verpflichtet, die dafür erforderlichen personenbezogenen Daten gemäß Paragraph 25 a, Absatz 2, sowie allfällige Unterlagen, Erhebungen und Förderergebnisse, die während der Zeit des Hortbesuchs zum Zweck der Dokumentation des Entwicklungsstands, insbesondere des Sprachstands, erstellt, durchgeführt bzw. erhoben wurden, auf Verlangen der Pflichtschule, bei der das jeweilige Kind zum Besuch angemeldet wurde, an diese zu übermitteln.
  8. Absatz 8Zum Zweck der Zusammenarbeit zwischen einzelnen Kinderbildungs- und -betreuungs-einrichtungen sowie zur Sicherstellung der Erfüllung der Bildungsaufträge der einzelnen Einrichtungen sind die Rechtsträger von Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen ermächtigt und verpflichtet, die dafür erforderlichen personenbezogenen Daten gemäß Paragraph 25 a, Absatz 2, sowie allfällige Unterlagen, Erhebungen und Förderergebnisse, die während der Zeit des Einrichtungsbesuchs zum Zweck der Dokumentation des Entwicklungsstands erstellt, durchgeführt bzw. erhoben wurden, auf Verlangen eines anderen Rechtsträgers, in dessen Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung das jeweilige Kind zum Besuch angemeldet wurde, an diesen zu übermitteln. Anmerkung, LGBl.Nr. 56/2023)
  9. Absatz 9Entfallen Anmerkung, LGBl.Nr. 56/2023)
  10. Absatz 10Wenn dies aus Gründen der Zweckmäßigkeit erforderlich ist, kann die Bildungsdirektion mit Verordnung besondere Übermittlungsformen, technische Voraussetzungen oder sonstige organisatorische Beschränkungen zum Zweck der elektronischen Datenerfassung und -übermittlung festlegen.

Anmerkung, LGBl.Nr. 47/2019)

§ 26

Text

Paragraph 26,
Fachberatung für Integration

  1. Absatz einsDas Land hat die für die Integration in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen erforderliche Fachberatung sicherzustellen, sofern diese nicht vom Rechtsträger zu erbringen ist. Die Fachberatung ist dann vom Rechtsträger zu erbringen, wenn ihm dies organisatorisch und wirtschaftlich zumutbar ist. Darüber hinaus steht es jedem Rechtsträger frei, die Fachberatung selbst zu erbringen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  2. Absatz 2Der Fachberatung obliegen folgende Aufgaben:
    1. Ziffer eins
      Feststellung des Bedarfs an Integrationskräften (einschließlich der erforderlichen Qualifikation) und Zuteilung der verfügbaren Stunden der Integrationskräfte;
    2. Ziffer 2
      Beratung und Unterstützung der Rechtsträger, pädagogischen Fachkräfte und Eltern in Integrationsangelegenheiten.
  3. Absatz 3Zur Erfüllung der Aufgaben nach Absatz 2, kann sich das Land geeigneter Dritter, wie einschlägiger Organisationen bedienen und deren Aufgaben, Verantwortung und Handlungsgrundsätze entsprechend vertraglich vereinbaren.
  4. Absatz 4Die Fachberatung unterliegt der Steuerung, Kontrolle und Aufsicht der Bildungsdirektion. Die Kontrolle und Aufsicht ist dahingehend auszuüben, dass die Leistungen gesetzeskonform, fachgerecht, wirtschaftlich und zweckmäßig erbracht werden. Hinsichtlich der Erbringer von Leistungen nach Absatz 3, umfasst die Aufsicht auch die Einhaltung der vertraglichen Vereinbarungen. Für die Durchführung der Aufsicht und Kontrolle hat die Bildungsdirektion entsprechend qualifizierte Organe zu bestellen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019, 47/2019)

§ 27

Text

6. ABSCHNITT
FINANZIERUNG

Paragraph 27,
Elternbeiträge

  1. Absatz einsDie Rechtsträger haben für jene Kinder, die eine Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung besuchen und auf die nicht die Voraussetzungen des beitragsfreien Besuchs gemäß Paragraph 3, Absatz 3 a, zutreffen, einen angemessenen, sozial gestaffelten Kostenbeitrag der Eltern (Elternbeitrag) einzuheben, der höchstens kostendeckend sein darf. Beiträge des Landes und der Gemeinden sind bei der Kostenberechnung zu berücksichtigen. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010, 94/2017, 25/2019)
  2. Absatz eins aAbweichend von Absatz eins, werden die Rechtsträger ermächtigt, für jene Kinder, für die die Voraussetzungen des beitragsfreien Besuchs gemäß Paragraph 3, Absatz 3 a, zutreffen, einen angemessenen Kostenbeitrag einzuheben, wenn der Besuch der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung ohne Rechtfertigung nicht regelmäßig entsprechend der Anmeldung erfolgt. Für den verpflichtenden Kindergartenbesuch darf jedenfalls kein Elternbeitrag eingehoben werden. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010, 94/2017, 25/2019)
  3. Absatz eins bDie Rechtsträger werden ermächtigt, angemessene Materialbeiträge (Werkbeiträge) oder Veranstaltungsbeiträge einzuheben. Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010)
  4. Absatz 2Die Bildungsdirektion hat durch Verordnung das Nähere über die tarifmäßige Festsetzung des Elternbeitrags zu regeln (Elternbeitragsverordnung). Die Elternbeitragsverordnung hat insbesondere zu enthalten:
    1. Ziffer eins
      die Bewertung des Familieneinkommens;
    2. Ziffer 2
      allgemeine Vorschriften für Zu- und Abschläge;
    3. Ziffer 3
      den für die Festlegung des Elternbeitrags entsprechenden zumutbaren Einkommensanteil;
    4. Ziffer 4
      einen Mindestbeitrag;
    5. Ziffer 5
      den von den Rechtsträgern mindestens festzulegenden Höchstbeitrag;
    6. Ziffer 6
      den Höchstbeitrag für den Nachmittagstarif gemäß Paragraph 3, Absatz 3 a, ;,
    7. Ziffer 7
      allgemeine Vorschriften über die Elternbeiträge gemäß Absatz eins a, ;,
    8. Ziffer 8
      Obergrenzen für angemessene Materialbeiträge und allgemeine Vorschriften für Veranstaltungsbeiträge.
  5. Absatz 3Entfallen. Anmerkung, LGBl.Nr. 56/2023)
  6. Absatz 4Die Rechtsträger haben den Elternbeitrag tarifmäßig festzulegen. Dabei ist vorzusehen, dass der Mindestbeitrag gemäß Absatz 2, Ziffer 4, aus besonders berücksichtigungswürdigen sozialen Umständen sowie unter Bedachtnahme auf die Öffnungszeiten nach 13.00 Uhr unterschritten werden darf. Anmerkung, LGBl.Nr. 94/2017)
  7. Absatz 5Der Elternbeitrag ist ein privatrechtliches Entgelt.

§ 28

Text

Paragraph 28,
Gastbeiträge

  1. Absatz einsBesucht ein Kind eine Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung in einer anderen Gemeinde als der Hauptwohnsitzgemeinde, ist - ausgenommen beim Besuch einer betrieblichen oder freien Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung - von der Hauptwohnsitzgemeinde ein angemessener Gastbeitrag zu entrichten, sofern in der Hauptwohnsitzgemeinde kein entsprechendes bedarfsgerechtes Angebot zur Verfügung steht oder die familiäre Situation des betreffenden Kindes oder das Kindeswohl den Besuch einer gemeindefremden Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung erfordern. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  2. Absatz 2Die Bildungsdirektion hat durch Verordnung die Mindesthöhe des Gastbeitrags festzusetzen. Im Fall der Nichteinigung über die Leistung des Gastbeitrags entscheidet auf Antrag einer Gemeinde die Bildungsdirektion mit Bescheid. Anmerkung, LGBl.Nr. 47/2019)

Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010)

§ 29

Text

Paragraph 29,
Allgemeine Förderungsvoraussetzungen

Voraussetzung für die Förderung einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung, einer Sonderform oder eines Pilotprojekts durch das Land ist, dass

  1. Ziffer eins
    die Einrichtung nach den Bestimmungen dieses Landesgesetzes geführt wird,
  2. Ziffer 2
    ein angemessener Teil der Arbeitszeit der pädagogischen Fachkräfte von der Gruppenarbeit frei bleibt und für Vorbereitung und Koordinierung der Bildungs- und Erziehungsarbeit, Fortbildung, Elternberatung und Verwaltungstätigkeiten zur Verfügung steht, wobei Paragraphen 8 und 9 Oö. Kinderbildungs- und betreuungs-Dienstgesetz maßgeblich sind,
  3. Ziffer 3
    die Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung zur Sicherstellung eines bedarfsgerechten Angebots (Paragraphen 16 und 17) erforderlich ist,
  4. Ziffer 4
    die Rechtsträger ihre pädagogischen Fach- und Assistenzkräfte sowie Leiterinnen bzw. Leiter dienst- und besoldungsrechtlich entsprechend geltender landesgesetzlicher Vorschriften für das Personal an Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen der Gemeinden und Gemeindeverbände behandeln, sofern dem nicht andere gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen und
  5. Ziffer 5
    sich die Standortgemeinde, bei betrieblichen Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen das Unternehmen, mittels privatrechtlichem Vertrag zur Deckung des Abgangs verpflichtet, wenn sie nicht selbst der Rechtsträger der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung ist. Für Einrichtungen, die im Entwicklungskonzept der Gemeinde schon bisher zur Deckung des Bedarfs berücksichtigt sind, ist jedenfalls die Abgangsdeckung zu übernehmen. Die Abgangsdeckung ist mit der Höhe der durchschnittlichen, vergleichbaren Kosten gemeindeeigener Einrichtungen begrenzt.

§ 30

Text

Paragraph 30,
Landesbeitrag für Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen

  1. Absatz einsDas Land leistet dem Rechtsträger einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung jährlich über dessen Antrag nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen einen Beitrag zum laufenden Aufwand (Landesbeitrag). Der schriftliche Antrag, der die für die Berechnung des Landesbeitrags erforderlichen Angaben zu enthalten hat, ist bis längstens 1. Dezember des vorhergehenden Kalenderjahres bei der Bildungsdirektion einzubringen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019, 47/2019)
  2. Absatz 2Der Landesbeitrag wird in Gruppenpauschalen einschließlich eines allfälligen Zu- oder Abschlags entsprechend der nachfolgenden Tabelle und Kalenderjahre gewährt und beträgt:

 

Krabbelstube

Kindergarten

Hort

Gruppenpauschale für die erste Gruppe einer KBBE

2023: Euro 49.207,00

2023: Euro 69.649,00

2023: Euro 41.628,00

2024: Euro 55.956,90

2024: Euro 76.966,90

2024: Euro 46.942,40

Gruppenpauschale für jede weitere Gruppe

2023: Euro 49.207,00

2023: Euro 59.733,00

2023: Euro 41.628,00

2024: Euro 55.956,90

2024: Euro 66.341,90

2024: Euro 46.942,40

Zuschlag (bei Krabbelstube und Hort) bzw. Abschlag gemäß Absatz 6,

2023: Euro 620,50

2024: Euro 664,90

(+/- 30 Finanzierungs-stunden pro Woche)

(- 30 Finanzierungs-stunden pro Woche)

(+/- 25 Finanzierungs-stunden pro Woche)

Der Landesbeitrag erhöht sich ausgehend vom 2024 gewährten Betrag für die Folgejahre, erstmals am 1. Jänner 2025, jeweils um den Prozentsatz, um den sich der Gehalt bei Landesbeamtinnen bzw. Landesbeamten des Dienststands der Gehaltsstufe 8 der Funktionslaufbahn 17 nach dem Oö. Gehaltsgesetz 2001 im jeweiligen Vorjahr erhöht hat. Anmerkung, LGBl.Nr. 56/2023, 87/2023)

  1. Absatz 3Für jede Gruppe muss die Mindestkinderzahl gemäß Paragraph 7, Absatz eins, erreicht werden. Anspruch auf Landesbeitrag für eine weitere Gruppe besteht nur, wenn die Kinderhöchstzahl gemäß Paragraph 7, Absatz eins, oder eine in einem Bescheid festgelegte Höchstzahl ohne Errichtung einer weiteren Gruppe überschritten würde (Teilungszahl).
  2. Absatz 4Die Berechnung des Landesbeitrags erfolgt nach Finanzierungsstunden. Voraussetzung für die Finanzierung ist die gleichzeitige Anwesenheit von mindestens sechs Kindern pro Krabbelstubengruppe, zehn Kindern pro Kindergartengruppe und zehn Kindern pro Hortgruppe. Jeder Hortgruppe werden drei Finanzierungsstunden zugerechnet.
  3. Absatz 5Die Finanzierung der ersten Gruppe erfolgt, wenn die Kinderzahl gemäß Absatz 4, erreicht wird. Jede weitere Gruppe wird finanziert, wenn die Kinderzahl gemäß Absatz 4, ein weiteres Mal überschritten wird.
  4. Absatz 6Ist in Krabbelstuben und Horten die Anzahl der Finanzierungsstunden pro Gruppe höher als die Wochenöffnungszeit gemäß Paragraph 9, Absatz eins,, kommt der Zuschlag pro Stunde zum Tragen. Ist in Krabbelstuben, Kindergärten und Horten die Anzahl der Finanzierungsstunden pro Gruppe geringer als die Wochenöffnungszeit gemäß Paragraph 9, Absatz eins,, kommt der Abschlag pro Stunde zum Tragen.
  5. Absatz 7Den Rechtsträgern von Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen, die die Mindestanzahl von Finanzierungsstunden gemäß Absatz 5, in Verbindung mit Paragraph 9, Absatz 2, geringfügig unterschreiten, wird ein Landesbeitrag gewährt, der gemäß Absatz 2,, 4 und 6 berechnet wird, sofern die Aufgabenerfüllung einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung dennoch gewährleistet ist. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  6. Absatz 8Der Referenzzeitraum für das Vorliegen der Voraussetzungen gemäß Absatz 3 bis 7 umfasst zwei aufeinanderfolgende Wochen im Oktober (ohne gesetzliche Feiertage) des vorhergehenden Kalenderjahres, die von der Bildungsdirektion festzusetzen sind. Im Referenzzeitraum sind von den Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen die Anwesenheitszeiten der Kinder in einer von der Bildungsdirektion vorgegebenen elektronischen Form zu übermitteln. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019, 47/2019)
  7. Absatz 9Der Landesbeitrag für ein Kalenderjahr ist jeweils in zwei gleichen Teilbeträgen am 1. März und am 1. September des laufenden Kalenderjahres fällig.
  8. Absatz 10Änderungen in den Berechnungsgrundlagen ergeben sich durch Eröffnung von zusätzlichen Gruppen oder durch Schließung von Gruppen oder Änderung der Öffnungszeiten von mindestens fünf Stunden pro Woche für die restliche Dauer des Arbeitsjahres. Diese sind der Bildungsdirektion innerhalb eines Monats nach der Änderung unter Angabe des Änderungsdatums zu melden. Der neue Referenzzeitraum wird von der Bildungsdirektion ab Meldung der Änderung innerhalb der folgenden zwei Monate festgelegt. Auf Grund eines neuerlichen Antrags gemäß Absatz 6,, der innerhalb eines Monats nach Ende des neuen Referenzzeitraums bei der Bildungsdirektion einzubringen ist, erfolgt nach Erfassung der Anwesenheitszeiten die Aufrollung und Neufestsetzung des Landesbeitrags. Im Fall der Schließung von Gruppen oder Betrieben oder Verkürzung der Öffnungszeiten wird der Landesbeitrag anteilig zurückgefordert. Anmerkung, LGBl.Nr. 47/2019)

Anmerkung, LGBl.Nr. 94/2017, 25/2019, 56/2023)

§ 30a

Text

Paragraph 30 a,

Entfallen Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010)

§ 30b

Text

Paragraph 30 b,

Entfallen Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010)

§ 31

Text

Paragraph 31,

Entfallen Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010)

§ 32

Text

Paragraph 32,

Entfallen Anmerkung, LGBL.Nr. 59/2010)

§ 33

Text

Paragraph 33,
Kostenersatz für heilpädagogische Gruppen und alterserweiterte heilpädagogische Kindergartengruppen

  1. Absatz einsDie Rechtsträger von heilpädagogischen Gruppen und alterserweiterten heilpädagogischen Kindergartengruppen (Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer 6 und 6a) haben Anspruch auf einen Kostenersatz in der Höhe des festgestellten unbedingt notwendigen Aufwands abzüglich der Einnahmen. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019)
  2. Absatz 2Als Berechnungsgrundlage für die Umlage auf die Träger sozialer Hilfe (Paragraph 36,) werden 25% des Gesamtaufwands der heilpädagogischen Einrichtungen herangezogen.
  3. Absatz 3Kindern mit Beeinträchtigungen, die heilpädagogische Gruppen, alterserweiterte heilpädagogische Kindergartengruppen bzw. Integrationsgruppen in Regelhorten besuchen, wird ein Kostenersatz für den Transport gewährt, es sei denn, es steht eine interne Unterbringung nach dem Oö. Chancengleichheitsgesetz durchgehend zur Verfügung.

Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010, 25/2019)

§ 34

Text

Paragraph 34,

Entfallen Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010)

§ 35

Text

Paragraph 35,
Assistenz für Integration; Kostenersatz

  1. Absatz einsDas Land ersetzt den Rechtsträgern den Aufwand für die anfallenden Stunden der Integrationskräfte im Umfang der jährlich zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Anmerkung, LGBl.Nr. 25/2019, 56/2023)
  2. Absatz 2Der Kostenersatz für Integrationskräfte beträgt pro zugewiesener Beschäftigungsstunde höchstens 22,72 Euro. Dieser Betrag erhöht sich jährlich entsprechend der Erhöhung des Monatsentgelts der als pädagogische Fachkräfte in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen in der Entlohnungsgruppe l 2b 1 Entlohnungsstufe 5 verwendeten Vertragsbediensteten, erstmals mit der für das Jahr 2024 geltenden Gehaltserhöhung. Der Kostenersatz erfolgt je Kalenderjahr in zwei Teilbeträgen. Anmerkung, LGBl.Nr. 94/2017, 25/2019, 56/2023)

§ 36

Text

Paragraph 36,
Umlage auf die Träger sozialer Hilfe

Die regionalen Träger sozialer Hilfe nach dem Oö. Sozialhilfegesetz 1998 haben insgesamt 40% der vom Land nach Paragraph 26,, Paragraph 33, Absatz eins und 3 sowie Paragraph 35, zu übernehmenden Kosten zu tragen. Die anteilsmäßig anfallenden Abrechnungsbeträge eines Kalenderjahres sind auf die einzelnen regionalen Träger nach der Volkszahl umzulegen. Die Volkszahl bestimmt sich gemäß der von der Bundesanstalt Statistik Österreich kundgemachten Statistik des Bevölkerungsstands zum Stichtag 31. Oktober des dem abzurechnenden Kalenderjahr zweitvorangegangenen Kalenderjahres. Der Rückersatz hat innerhalb eines Monats nach der bescheidmäßigen Zahlungsaufforderung zu erfolgen. Anmerkung, LGBl.Nr. 43/2009, 59/2010)

§ 37

Text

Paragraph 37,
Fortbildung

Das Land fördert die Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte sowie der pädagogischen Assistenzkräfte und Integrationskräfte in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen sowie der Tagesmütter und Tagesväter. Zu diesem Zweck sind Fortbildungsveranstaltungen im erforderlichen Ausmaß anzubieten. Anmerkung, LGBl.Nr. 56/2023)

§ 38

Text

7. ABSCHNITT
SCHLUSSBESTIMMUNGEN

Paragraph 38,
Eigener Wirkungsbereich

Die in diesem Landesgesetz festgelegten Aufgaben der Gemeinden sind im eigenen Wirkungsbereich wahrzunehmen.

§ 39

Text

Paragraph 39,
Strafbestimmungen

  1. Absatz einsEine Verwaltungsübertretung begeht und ist von der Bezirksverwaltungsbehörde mit Geldstrafe bis zu 1.500 Euro zu bestrafen, wer
    1. Ziffer eins
      eine gemäß Paragraph 2, Absatz 3, geschützte Bezeichnung verwendet, ohne diese Einrichtung nach den Bestimmungen dieses Landesgesetzes zu führen,
    2. Ziffer 2
      die Tätigkeit der Betreuung von Minderjährigen als Tagesmutter oder Tagesvater ohne die erforderliche Bewilligung ausübt,
    3. Ziffer 2 a
      Tagesmütter oder Tagesväter ohne die erforderliche Bewilligung gemäß Paragraph 11 a, Absatz 4, in sonstigen Räumlichkeiten beschäftigt,
    4. Ziffer 3
      eine Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung ohne die erforderliche Bewilligung gemäß Paragraph 20, betreibt,
    5. Ziffer 4
      die auf der Grundlage von Paragraph 11 a, sowie Paragraph 20, vorgeschriebenen Bedingungen nicht erfüllt oder Auflagen nicht einhält,
    6. Ziffer 5
      eine Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung oder einzelne Gruppen in Betrieb nimmt, ohne dies gemäß Paragraph 21, anzuzeigen,
    7. Ziffer 6
      den Betrieb einer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung einstellt, ohne dies gemäß Paragraph 21 a, anzuzeigen,
    8. Ziffer 7
      entgegen seiner Verpflichtung gemäß Paragraph 24, Absatz 2, der Behörde die Ausübung der Aufsicht nicht ermöglicht,
    9. Ziffer 8
      die Bestimmungen von gemäß Paragraph 18, Absatz 3, erlassenen Verordnungen nicht einhält.
  2. Absatz 2Eine Verwaltungsübertretung begeht und ist von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe von 110 Euro bis zu 440 Euro und im Fall der Uneinbringlichkeit mit einer Ersatzfreiheitsstrafe bis zu zwei Wochen zu bestrafen, wer als Eltern nicht dafür Sorge trägt, dass ihre kindergartenpflichtigen Kinder, die nicht gemäß Paragraph 3 b, abgemeldet sind, die Kindergartenpflicht im Ausmaß gemäß Paragraph 3 a, Absatz 3, erfüllen, sofern nicht eine gerechtfertigte Verhinderung gemäß Paragraph 3 a, Absatz 4, vorliegt. Anmerkung, LGBl.Nr. 56/2023)

Anmerkung, LGBl.Nr. 59/2010, 90/2013, 25/2019)

§ 40

Text

Paragraph 40,
Zuständigkeit der Bildungsdirektion

Der Bildungsdirektion obliegt die Vollziehung der Angelegenheiten der Kinderbildung und -betreuung, einschließlich jener Angelegenheiten, die dabei vom Land Oberösterreich als Träger von Privatrechten wahrgenommen werden, mit Ausnahme

  1. Ziffer eins
    der Vollziehung des Paragraph 39,,
  2. Ziffer 2
    der Vergabe von Investitionsförderungen, soweit sie nicht Tagesmütter bzw. Tagesväter betreffen, und
  3. Ziffer 3
    der Gewährung von Landesbeiträgen an Gemeinden zu den Kosten des Transports von Kindern zum Zweck des Kindergartenbesuchs.

Art. 3

Text

Artikel III
Inkrafttretens- und Übergangsbestimmungen

Anmerkung, Übergangsrecht zur Nov. LGBl.Nr. 59/2010)

  1. Absatz eins– (6) Entfallen Anmerkung, LGBl.Nr. 94/2017)
  2. Absatz 7Bewilligungen gemäß Paragraphen 20 und 21 des Oö. Kinderbetreuungsgesetzes, Landesgesetzblatt Nr. 39 aus 2007,, in der Fassung des Landesgesetzes Landesgesetzblatt Nr. 43 aus 2009,, gelten als Bewilligungen gemäß Paragraph 20, dieses Landesgesetzes.
  3. Absatz 8Bewilligungen gemäß Paragraph 27 b, Oö. Jugendwohlfahrtsgesetz 1991, LGBl. Nr. 111, zuletzt geändert durch das Landesgesetz Landesgesetzblatt Nr. 39 aus 2007,, gelten als Bewilligungen gemäß Paragraph 11 a, dieses Landesgesetzes.

Art. 12

Text

Artikel XII

Anmerkung, Übergangsrecht zur Nov. LGBl.Nr. 47/2019)

  1. Absatz einsDieses Landesgesetz tritt nach Maßgabe folgender Bestimmungen in Kraft:
    1. Ziffer eins
      Art. römisch IV Ziffer eins,, 3, 4, 5, 7 und 9 und Art. römisch fünf mit Ablauf des Tages der Kundmachung dieses Landesgesetzes im Landesgesetzblatt für Oberösterreich;
    2. Ziffer 2
      Art. römisch XI mit dem der Kundmachung dieses Landesgesetzes im Landesgesetzblatt für Oberösterreich folgenden Monatsersten;
    3. Ziffer 3
      die übrigen Bestimmungen, soweit nicht Absatz 2, anzuwenden ist, mit 1. September 2019.
  2. Absatz 2(Verfassungsbestimmung) Die im Art. römisch VI Ziffer 7, enthaltene Verfassungsbestimmung des Paragraph 2 c, Absatz 2, Oö. Land- und forstwirtschaftliches Landeslehrer-Diensthoheitsgesetz 1988 und Art. römisch zehn Ziffer 4, treten mit 1. September 2019 in Kraft.
  3. Absatz 3In den Angelegenheiten, deren Vollziehung auf Grund dieses Landesgesetzes gemäß Artikel 113, Absatz 4, zweiter Satz B-VG auf die Bildungsdirektion übertragen wird, sind sämtliche bis zum 1. September 2019 der Landesregierung als Normadressat oder als Normsetzer zuzuordnenden Rechtsakte ab diesem Zeitpunkt der Bildungsdirektion zuzuordnen.
  4. Absatz 4Verordnungen in den im Absatz 3, umschriebenen Angelegenheiten können von der Bildungsdirektion bereits von dem der Kundmachung dieses Landesgesetzes folgenden Tag an erlassen werden; sie treten jedoch frühestens mit dem im Absatz eins, Ziffer 3, bezeichneten Zeitpunkt in Kraft.
  5. Absatz 5Die für die Übernahme der im Absatz 3, umschriebenen Angelegenheiten durch die Bildungsdirektion erforderlichen organisatorischen und personellen Maßnahmen können ebenfalls bereits von dem der Kundmachung dieses Landesgesetzes folgenden Tag an gesetzt werden.
  6. Absatz 6Die Disziplinar- und Leistungsfeststellungskommission gemäß Paragraph 9, Oö. Lehrpersonen-Diensthoheitsgesetz bleibt bis zu der nach Paragraph 10, Absatz 9, Oö. Lehrpersonen-Diensthoheitsgesetz vorgesehenen Neubestellung der Lehrervertreterinnen und Lehrervertreter nach Maßgabe des Paragraph 9, Absatz 3, Oö. Lehrpersonen-Diensthoheitsgesetz in der bis zum Inkrafttreten des Art. römisch fünf dieses Landesgesetzes geltenden Fassung weiter im Amt. Bis zu dieser Neubestellung ist auch Paragraph 9, Absatz 6, Oö. Lehrpersonen-Diensthoheitsgesetz in der bis zum Inkrafttreten des Art. römisch fünf dieses Landesgesetzes geltenden Fassung weiter anzuwenden.
  7. Absatz 7Die im Zeitpunkt des Inkrafttretens des Art. römisch IX des Oö. Bildungsdirektion-Zuständigkeiten-Übertragungsgesetzes 2019 anhängigen Verfahren nach dem Oö. Landes-Gehaltsgesetz betreffend Lehrpersonen an einer Privatschule des Landes Oberösterreich nach Paragraph 45 a, Oö. LBG sind von der bisher zuständigen Dienstbehörde fortzuführen und abzuschließen.

Art. 3

Text

Artikel römisch III

Anmerkung, Übergangsrecht zur Nov. LGBl.Nr. 56/2023)

  1. Absatz einsArt. römisch eins Ziffer 35 und 37 dieses Landesgesetzes treten mit Ablauf des Tages der Kundmachung im Landesgesetzblatt für Oberösterreich in Kraft.
  2. Absatz 2Art. römisch II Ziffer 6 und 7 treten mit 1. Juli 2023 in Kraft.
  3. Absatz 3Die übrigen Bestimmungen dieses Landesgesetzes treten mit 1. September 2023 in Kraft.
  4. Absatz 4Verordnungen auf Grund dieses Landesgesetzes können bereits von dem seiner Kundmachung folgenden Tag an erlassen werden; sie treten jedoch frühestens mit dem im Absatz 3, bezeichneten Zeitpunkt in Kraft.
  5. Absatz 5Abweichend von Art. römisch eins Ziffer 15, beträgt die zulässige Zahl der Kinder bis 31. August 2025 höchstens 23 und bis 31. August 2028 höchstens 22.
  6. Absatz 6Den Rechtsträgern von Anstalten, in denen Kinder heimmäßig untergebracht sind und in denen für diese Kinder Einrichtungen betrieben werden, die Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen ähnlich sind, die jedoch nicht Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen im Sinn dieses Landesgesetzes sind, wird 2023 einmalig ein Landesbeitrag in Höhe von 35.909,20 Euro gewährt. Paragraph 30, Absatz 3 bis 8 Oö. KBBG gilt sinngemäß.