Landesrecht konsolidiert Oberösterreich: Gesamte Rechtsvorschrift für Oö. Bauordnung 1994, Fassung vom 01.07.2013

§ 0

Langtitel

Landesgesetz vom 5. Mai 1994, mit dem eine Bauordnung für Oberösterreich erlassen wird (Oö. Bauordnung 1994 - Oö. BauO 1994)

StF: LGBl.Nr. 66/1994 (GP XXIV RV 14 AB 434/1994 LT 26)

Änderung

LGBl.Nr. 5/1995 (DFB)

LGBl.Nr. 93/1995 (DFB)

LGBl.Nr. 93/1996 (DFB)

LGBl.Nr. 70/1998 (GP römisch XXV RV 7/1997 IA 128/1998 IA 138/1998 AB 208/1998 LT 8)

LGBl.Nr. 102/1999 (DFB)

LGBl.Nr. 90/2001 (GP römisch XXV RV 1111/2001 AB 1136/2001 LT 38)

LGBl.Nr. 114/2002 (GP römisch XXV RV 1216/2001 AB 1520/2002 LT 48; RL 96/62/EG vom 27. September 1996, ABl.Nr. L 296 vom 21.11.1996, S. 55; RL 92/42/EWG vom 21. Mai 1992, ABl.Nr. L 167 vom 22.6.1992, S. 17; RL 78/170/EWG vom 13. Februar 1978, ABl.Nr. L 052 vom 23.2.1978, S. 32; RL 93/76/EWG vom 13. September 1993, ABl.Nr. L 237 vom 22.9.1993, S. 28; RL 90/396/EWG vom 29. Juni 1990, ABl.Nr. L 196 vom 26.7.1990, S. 5)

LGBl.Nr. 80/2005 (VfGH)

LGBl.Nr. 96/2006 (GP römisch XXVI RV 789/2005 IA 84/2004 AB 942/2006 LT 31; RL 96/82/EG vom 9. Dezember 1996, ABl.Nr. L 10 vom 14.1.1997, S. 13, in der Fassung RL 2003/105/EG vom 16. Dezember 2003, ABl.Nr. L 345 vom 31.12.2003, S. 97)

LGBl.Nr. 36/2008 (GP römisch XXVI RV 1270/2007 AB 1409/2008 LT 46; RL 2002/91/EG vom 16. Dezember 2002, ABl.Nr. L 1 vom 4.1.2003, S. 65)

LGBl.Nr. 34/2013 (GP römisch XXVII RV 589/2012 AB 845/2013 LT 33; RL 2010/31/EU vom 19. Mai 2010, ABl. Nr. L 153 vom 18.6.2010, S 13)

LGBl.Nr. 90/2013 (GP römisch XXVII RV 942/2013 AB 993/2013 LT 38)

LGBl.Nr. 95/2017 (GP römisch XXVIII RV 560/2017 AB 584/2017 LT 22)

LGBl.Nr. 44/2019 (GP römisch XXVIII IA 840/2018 AB 1057/2019 LT 36)

LGBl.Nr. 125/2020 (GP römisch XXVIII RV 1379/2020 AB 1475/2020 LT 51)

LGBl.Nr. 55/2021 (GP römisch XXVIII RV 1571/2021 AB 1627/2021 LT 56; RL 2010/31/EU vom 19. Mai 2010, ABl. Nr. L 153 vom 18.6.2010, S 13 [CELEX-Nr. 32010L0031]; RL 2012/18/EU vom 4. Juli 2012, ABl. Nr. L 197 vom 24.7.2012, S 1 [CELEX-Nr. 32012L0018])

LGBl.Nr. 62/2021 (GP römisch XXVIII RV 1608/2021 AB 1647/2021 LT 56)

LGBl.Nr. 111/2022 (GP römisch XXIX RV 290/2022 AB 338/2022 LT 11)

LGBl.Nr. 14/2024 (GP römisch XXIX RV 691/2023 AB 731/2024 LT 22; RL 2012/18/EU vom 4. Juli 2012, ABl. Nr. L 197 vom 24.7.2012, S 1 [CELEX-Nr. 32012L0018])

Präambel/Promulgationsklausel

INHALTSVERZEICHNIS

römisch eins. HAUPTSTÜCK: Allgemeines

Paragraph eins,

Geltungsbereich

Paragraph 2,

Begriffsbestimmungen

römisch II. HAUPTSTÜCK: Bodenordnung

1. Abschnitt: Bauplätze

Paragraph 3,

Allgemeines

Paragraph 4,

Antrag

Paragraph 5,

Bauplatzbewilligung

Paragraph 6,

Größe und Gestalt von Bauplätzen

Paragraph 7,

Erlöschen der Bauplatzbewilligung

Paragraph 8,

Ersichtlichmachung im Grundbuch

Paragraph 9,

Änderung von Bauplätzen und bebauten Grundstücken

2. Abschnitt: Beschränkungen des Grundeigentums

Paragraph 10,

Enteignung für öffentlichen Zwecken dienende Bauwerke und Anlagen

Paragraph 11,

Ergänzungsflächen

Paragraph 12,

Entfallen

Paragraph 13,

Gemeinsame Bestimmungen

Paragraph 14,

Verfahren, Entschädigung und Rückübereignung

Paragraph 15,

Benützung fremder Grundstücke und baulicher Anlagen

3. Abschnitt: Anliegerleistungen

Paragraph 16,

Grundabtretung

Paragraph 17,

Entschädigung

Paragraph 18,

Beitrag zu den Kosten des Erwerbs von Grundflächen

Paragraph 19,

Beitrag zu den Kosten der Herstellung öffentlicher Verkehrsflächen

Paragraph 20,

Berechnung des Verkehrsflächenbeitrags

Paragraph 21,

Ausnahmen und Ermäßigungen

Paragraph 22,

Rechtsnatur der Beiträge

 

 

 

römisch III. HAUPTSTÜCK (Entfallen)

Paragraph 23,

Entfallen

römisch IV. HAUPTSTÜCK: Baubewilligung, Bauanzeige und Bauausführung

1. Abschnitt: Baubewilligung, Bauanzeige und Ausnahme hievon

Paragraph 24,

Bewilligungspflichtige Bauvorhaben

Paragraph 24 a,

Anzeigepflichtige Bauvorhaben (Baufreistellung)

Paragraph 24 b,

Ergänzende Bestimmungen bei Seveso-Betrieben

Paragraph 25,

Sonstige anzeigepflichtige Bauvorhaben

Paragraph 25 a,

Anzeigeverfahren

Paragraph 26,

Bewilligungs- und anzeigefreie Bauvorhaben

Paragraph 27,

Sonderbestimmungen für Werbe- und Ankündigungseinrichtungen

Paragraph 28,

Baubewilligungsantrag

Paragraph 29,

Bauplan

Paragraph 30,

Vorprüfung

Paragraph 31,

Einwendungen der Nachbarn

Paragraph 32,

Bauverhandlung

Paragraph 33,

Übergangene Parteien

Paragraph 34,

Änderungen des Bauvorhabens im Zug des Verfahrens

Paragraph 35,

Entscheidung über den Baubewilligungsantrag

Paragraph 36,

Geringfügige Abweichungen vom Bebauungsplan

Paragraph 37,

Entfallen

Paragraph 38,

Erlöschen der Baubewilligung

2. Abschnitt: Bauausführung

Paragraph 39,

Beginn der Bauausführung, Planabweichungen

Paragraph 40,

Bauführer, Beiziehung besonderer sachverständiger Personen

Paragraph 40 a,

Bestätigung über die bewilligungsgemäße Lage von Gebäuden während der Bauausführung

Paragraph 41,

Behördliche Bauaufsicht

Paragraph 42,

Baufertigstellung von Wohngebäuden mit höchstens drei Wohnungen und Nebengebäuden

Paragraph 43,

Baufertigstellung sonstiger baulicher Anlagen

Paragraph 44,

Benützungsrecht und Untersagung der Benützung baulicher Anlagen

Paragraph 45,

Entfallen

römisch fünf. HAUPTSTÜCK: Bestehende bauliche Anlagen

Paragraph 46,

Nachträgliche Vorschreibung, Abänderung oder Aufhebung von Auflagen und Bedingungen

Paragraph 47,

Erhaltungspflicht

Paragraph 48,

Baugebrechen

Paragraph 49,

Bewilligungslose bauliche Anlagen

Paragraph 49 a,

Rechtmäßiger Bestand

Paragraph 50,

Benützung baulicher Anlagen

Paragraph 50 a,

Ergänzende Bestimmungen über die Ausführung und Benützung baulicher Anlagen

Paragraph 51,

Mitwirkungspflicht der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer

römisch VI. HAUPTSTÜCK: Grundbuchseintragungen, dingliche Bescheidwirkung,
Verlängerung von Fristen

Paragraph 52,

Grundbuchseintragungen

Paragraph 53,

Dingliche Bescheidwirkung, Verlängerung von Fristen

römisch VII. HAUPTSTÜCK: Eigener und übertragener Wirkungsbereich, Behörden

Paragraph 54,

Eigener und übertragener Wirkungsbereich der Gemeinde

Paragraph 55,

Baubehörde, Zuständigkeit, Auskunftspflicht

Paragraph 56,

Aufschiebende Wirkung

römisch VIII. HAUPTSTÜCK

Paragraph 57,

Strafbestimmungen

römisch IX. HAUPTSTÜCK: Übergangs- und Schlußbestimmungen

Paragraph 58,

Übergangsbestimmungen

Paragraph 59,

Übergangsbestimmungen für Werbe- und Ankündigungseinrichtungen

Paragraph 60,

Schlußbestimmungen

§ 1

Text

römisch eins. HAUPTSTÜCK
Allgemeines

Paragraph eins,
Geltungsbereich

  1. Absatz einsDieses Landesgesetz regelt das Bauwesen im Land Oberösterreich, soweit es sich nicht um technische Anforderungen an Bauwerke handelt. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)
  2. Absatz 2Soweit durch Bestimmungen dieses Landesgesetzes der Zuständigkeitsbereich des Bundes berührt wird, sind sie so auszulegen, daß sich keine über die Zuständigkeit des Landes hinausgehende rechtliche Wirkung ergibt.
  3. Absatz 3Dieses Landesgesetz gilt nicht für
    1. Ziffer eins
      bauliche Anlagen, die abfall- oder abfallwirtschaftsrechtlichen, berg- oder schifffahrtsrechtlichen Vorschriften unterliegen;
    2. Ziffer 2
      bauliche Anlagen, die wasserrechtlichen Vorschriften unterliegen und unmittelbar der Benützung der Gewässer (z. B. Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Energiegewinnung) oder unmittelbar der Abwehr ihrer schädlichen Wirkungen (Schutz- und Regulierungswasserbauten) dienen;
    3. Ziffer 3
      bauliche Anlagen, die eisenbahn-, seilbahn- oder luftfahrtrechtlichen Vorschriften unterliegen;
    4. Ziffer 4
      bauliche Anlagen, die spezifisch militärischen Zwecken dienen, wie Befestigungsanlagen, Munitionslager, Flugplätze, Luftraumüberwachungseinrichtungen, Fernmeldeanlagen und sonstige im öffentlichen Interesse geheimzuhaltende Militäranlagen;
    5. Ziffer 5
      bauliche Anlagen, die der Leitung oder Umformung von Energie dienen, wie Freileitungen, Leitungsmasten, Transformatorenstationen, Kabelstationen und -leitungen, Gasreduzierstationen und -leitungen, Pumpstationen, Fernwärmeleitungen und dgl., soweit es sich nicht um Gebäude handelt;
    6. Ziffer 5 a
      Stromerzeugungsanlagen, soweit sie dem Oö. Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz 2006 unterliegen, ausgenommen Windkraftanlagen gemäß Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer 7, sowie Photovoltaikanlagen gemäß Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer 7 a, ;,
    7. Ziffer 6
      Funkanlagen, die telekommunikationsrechtlichen Vorschriften unterliegen, einschließlich der dazugehörigen Antennen, soweit es sich nicht um Gebäude oder um Anlagen im Sinn des Paragraph 24, Absatz eins, Ziffer 5, oder Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer 2 a, handelt;
    8. Ziffer 7
      bauliche Anlagen, die forstrechtlichen Vorschriften unterliegen, soweit es sich nicht um Gebäude handelt;
    9. Ziffer 8
      öffentliche Verkehrsflächen, die straßenrechtlichen Vorschriften unterliegen, Kanäle, Brücken und Stege;
    10. Ziffer 9
      Wohnwagen, Mobilheime und andere Bauwerke auf Rädern, soweit sie zum Verkehr behördlich zugelassen oder auf Campingplätzen im Sinn des Oö. Campingplatzgesetzes abgestellt sind;
    11. Ziffer 10
      Zelte, soweit es sich nicht um Gebäude handelt; Bauwerke für eine vorübergehende Dauer von höchstens vier Wochen, soweit sie nicht Wohn- oder sonstigen Aufenthaltszwecken dienen;
    12. Ziffer 11
      Telefonzellen, Warenautomaten und ähnliche Einrichtungen;
    13. Ziffer 12
      Zelte, bewegliche Stände, Schaubuden und ähnliche Einrichtungen auf Märkten, Ausstellungen und dgl.;
      Ausstellungsgegenstände und dgl.;
    14. Ziffer 13
      Entfallen;
    15. Ziffer 14
      Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen aller Art, soweit es sich nicht um Gebäude oder um sonstige Bauwerke im Sinn des Paragraph 24, Absatz eins, Ziffer 2, handelt;
    16. Ziffer 15
      Anlagen, soweit sie dem Oö. Luftreinhalte- und Energietechnikgesetz 2002 unterliegen, ausgenommen thermische Solaranlagen gemäß Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer 7 a,
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,, 96/2006, 36/2008, 34/2013)

§ 2

Text

Paragraph 2,
Begriffsbestimmungen

  1. Absatz einsIm Sinn dieses Landesgesetzes bedeutet:

Bebautes Grundstück oder bebauter Grundstücksteil: Grundstücke oder Grundstücksteile, auf denen sich nach diesem Landesgesetz bewilligungspflichtige oder nach Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer eins, oder 2 anzeigepflichtige bauliche Anlagen befinden.

  1. Absatz 2Im übrigen gelten die Begriffsbestimmungen des Oö. Bautechnikgesetzes 2013. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 3

Text

römisch II. HAUPTSTÜCK
Bodenordnung

1. Abschnitt
Bauplätze

Paragraph 3,
Allgemeines

  1. Absatz einsDer Neu-, Zu- oder Umbau von Gebäuden darf nur auf Grundflächen bewilligt werden, für die eine Bauplatzbewilligung nach Maßgabe der Bestimmungen der Paragraphen 4 bis 7 vorliegt oder gleichzeitig mit der Baubewilligung erteilt wird.
  2. Absatz 2Absatz eins, gilt nicht für:
    1. Ziffer eins
      Baubewilligungen, die gemäß Paragraph 35, Absatz 5, nur auf Widerruf oder nur für einen fünf Jahre nicht übersteigenden Zeitraum erteilt werden;
    2. Ziffer 2
      Baubewilligungen für Gebäude auf Verkehrsflächen;
    3. Ziffer 2 a
      Baubewilligungen für zur Gänze unter dem künftigen Gelände gelegene Gebäude oder Gebäudeteile;
    4. Ziffer 3
      Baubewilligungen für Gebäude im Grünland (Paragraph 30, Absatz 5 bis 8a Oö. Raumordnungsgesetz 1994);
    5. Ziffer 4
      Baubewilligungen für unmittelbar der Land- und Forstwirtschaft dienende Gebäude im Dorfgebiet (Paragraph 22, Absatz 2, Oö. Raumordnungsgesetz 1994);
    6. Ziffer 5
      Baubewilligungen für Gebäude, die nicht für Wohnzwecke bestimmt sind und baurechtlich nur untergeordnete Bedeutung haben (wie mit Schutzdächern versehene Abstellplätze und Garagen, kleine Kapellen, Garten- und Gerätehütten, Boots- und Badehütten, Umspann-, Umform- und Schaltanlagen und dergleichen, jeweils mit einer bebauten Fläche bis zu 70 m2), wenn Interessen an einer zweckmäßigen und geordneten Bebauung dadurch nicht verletzt werden.
  3. Absatz 3Grundstücke, deren Grenzen sich zur Gänze mit den in einem rechtswirksamen Bebauungsplan festgelegten Bauplatzgrenzen decken, gelten ohne Bewilligung nach Paragraph 5, als Bauplätze, wenn und sobald die ansonsten mit der Bauplatzbewilligung verbundenen Anliegerleistungen gemäß Paragraph 16 bis Paragraph 18, erbracht sind und die erforderliche Verbindung zum öffentlichen Straßennetz her- oder sichergestellt ist. Im Zweifel hat die Baubehörde die Bauplatzeigenschaft über Antrag des Grundeigentümers mit Bescheid festzustellen.

§ 4

Text

Paragraph 4,
Antrag

  1. Absatz einsDie Bauplatzbewilligung ist bei der Baubehörde schriftlich zu beantragen. Der Antrag hat zu enthalten:
    1. Ziffer eins
      den Namen und die Anschrift des Antragstellers;
    2. Ziffer 2
      den Namen und die Anschrift des Eigentümers der betroffenen Grundstücke;
    3. Ziffer 3
      die Grundstücksnummern und Einlagezahlen der betroffenen Grundstücke sowie die Katastralgemeinden, in denen diese Grundstücke liegen;
    4. Ziffer 4
      die vorgesehenen Veränderungen;
    5. Ziffer 5
      Angaben über die beabsichtigte Verbindung des Bauplatzes mit dem öffentlichen Straßennetz (Paragraph 6, Absatz 3 und 4), über die beabsichtigte Art der Energieversorgung, Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sowie über die dem Antragsteller bekannten Bodenverhältnisse.
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)
  2. Absatz 2Dem Antrag auf Bauplatzbewilligung ohne gleichzeitige Änderung der Grenzen von Grundstücken sind anzuschließen:
    1. Ziffer eins
      ein allgemeiner Grundbuchsauszug,
    2. Ziffer 2
      ein Auszug aus dem Grundstücksverzeichnis des Grundsteuer- oder Grenzkatasters,
    3. Ziffer 3
      ein Auszug aus der Katastralmappe (dreifach),
    die alle dem Stand zur Zeit der Einbringung des Antrages entsprechen müssen;
    1. Ziffer 3 a
      – soweit vorhanden – ein nach dem Forstgesetz 1975 oder den Richtlinien der Bundeswasserbauverwaltung erstellter Plan, der für den betreffenden Bereich die Gefahrenzonen darstellt;
    2. Ziffer 4
      die Zustimmung des Grundeigentümers (der Miteigentümer), wenn der Antragsteller nicht Alleineigentümer ist;
    3. Ziffer 5
      im Fall von Baubeständen oder Leitungen ein Plan, in dem die auf den Grundstücken vorhandenen Baubestände (Gebäude und sonstige bauliche Anlagen, wie Brunnen, Senkgruben, Kanäle und Einfriedungen) sowie die ober- und unterirdischen Leitungen dargestellt sind.
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)
  3. Absatz 3Dem Antrag auf Bauplatzbewilligung bei gleichzeitiger Änderung der Grenzen von Grundstücken (Teilung) sind anzuschließen:
    1. Ziffer eins
      ein allgemeiner Grundbuchsauszug,
    2. Ziffer 2
      ein Auszug aus dem Grundstücksverzeichnis des Grundsteuer- oder Grenzkatasters,
    die beide dem Stand zur Zeit der Einbringung des Antrages entsprechen müssen;
    1. Ziffer 2 a
      – soweit vorhanden – ein nach dem Forstgesetz 1975 oder den Richtlinien der Bundeswasserbauverwaltung erstellter Plan, der für den betreffenden Bereich die Gefahrenzonen darstellt;
    2. Ziffer 3
      die Zustimmung des Grundeigentümers (der Miteigentümer), wenn der Antragsteller nicht Alleineigentümer ist;
    3. Ziffer 4
      ein Plan in fünffacher Ausfertigung oder im Fall einer elektronischen Einreichung ein digitaler Plan in einfacher Ausfertigung im maximalen Planformat DIN A3, der den bundesgesetzlichen Bestimmungen über Pläne für eine grundbücherliche Teilung entsprechen muss; in diesem Plan, soweit es die Übersichtlichkeit erfordert, in einem gesonderten Plan, müssen auch die auf den Grundstücken allenfalls vorhandenen Baubestände (Gebäude und sonstige bauliche Anlagen, wie Brunnen, Senkgruben, Kanäle und Einfriedungen), die ober- und unterirdischen Leitungen sowie die Verbindung der Grundstücke zum öffentlichen Straßennetz (Paragraph 6, Absatz 3 und 4) - unter Angabe der Straßenbezeichnungen - dargestellt sein.
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,, 96/2006, 34/2013)
  4. Absatz 4Absatz 3, findet auch dann Anwendung, wenn sich eine Änderung der Grenzen von Grundstücken aus der Grundabtretungspflicht gemäß Paragraph 16, Absatz eins, ergibt.
  5. Absatz 5Die Baubehörde kann auf die Vorlage des Grundbuchsauszuges und des Auszuges aus dem Grundstücksverzeichnis verzichten, wenn der Antragsteller die Richtigkeit der im Antrag und den dazugehörigen Unterlagen enthaltenen Angaben über Grundeigentümer, Einlagezahlen beim Grundbuch, Grundstücksnummern, Benützungsarten und Flächenmaße der betroffenen Grundstücke durch Vorlage einer von einem Ingenieurkonsulenten für Vermessungswesen im Rahmen seiner Befugnis oder einer zur Verfassung von Plänen für Zwecke der grundbücherlichen Teilung befugten Behörde oder Dienststelle ausgestellten Bestätigung glaubhaft macht.
  6. Absatz 6Die Landesregierung kann im Interesse einer möglichst einfachen und zweckmäßigen Gestaltung der Anträge durch Verordnung die Verwendung von Formularen vorschreiben. Ferner kann die Landesregierung durch Verordnung die Zahl der Ausfertigungen
    1. Ziffer eins
      des gemäß Absatz 2, Ziffer 3, dem Antrag anzuschließenden Auszuges aus der Katastralmappe und
    2. Ziffer 2
      des gemäß Absatz 3, Ziffer 4, dem Antrag anzuschließenden Planes
    erhöhen oder vermindern, wenn und insoweit dies mit Rücksicht auf die Anzahl der Parteien des Verfahrens oder die mit Ausfertigungen zu beteilenden Behörden oder Dienststellen für eine möglichst rasche, zweckmäßige oder kostensparende Durchführung des Verfahrens geboten ist.

§ 5

Text

Paragraph 5,
Bauplatzbewilligung

  1. Absatz einsÜber einen Antrag gemäß Paragraph 4, hat die Baubehörde einen schriftlichen Bescheid zu erlassen. Die Bauplatzbewilligung ist zu erteilen, wenn
    1. Ziffer eins
      die erforderliche Zustimmung des Grundeigentümers vorliegt,
    2. Ziffer 2
      der Erteilung nicht gesetzliche Bestimmungen oder Bestimmungen eines Flächenwidmungsplanes oder eines Bebauungsplanes entgegenstehen und
    3. Ziffer 3
      die Bauplatzbewilligung mit den Grundsätzen der Sicherung einer zweckmäßigen und geordneten Bebauung vereinbar ist.
    Dabei sind die öffentlichen Interessen der Sicherheit, der Gesundheit, des Verkehrs und der Wahrung eines ungestörten Orts- und Landschaftsbildes besonders zu beachten. Der Bauplatzbewilligung stehen auch dann Bestimmungen eines Bebauungsplanes entgegen, wenn der nach Paragraph 4, Absatz 3, Ziffer 4, vorgelegte Plan für Zwecke der grundbücherlichen Teilung die Grundabtretungspflicht gemäß Paragraph 16, Absatz eins, nicht berücksichtigt.
  2. Absatz 2Grundflächen, die sich wegen der natürlichen und tatsächlichen Gegebenheiten (wie Grundwasserstand, Hochwassergefahr, Steinschlag, Rutschungen, Lawinengefahr) für eine zweckmäßige Bebauung nicht eignen oder deren Aufschließung unvertretbare öffentliche Aufwendungen (für Straßenbau, Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Energieversorgung und dergleichen) erforderlich machen würde, dürfen nicht als Bauplätze bewilligt werden. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)
  3. Absatz 3Die Bauplatzbewilligung kann auch unter Auflagen und Bedingungen erteilt werden, die der Sicherung der im Absatz eins und 2 angeführten Interessen dienen. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)
  4. Absatz 4Soweit nicht auf Grund der natürlichen Gegebenheiten gemäß Absatz 2, die Bauplatzbewilligung zu versagen ist, dürfen Bauplatzbewilligungen für Grundflächen im 100-jährlichen Hochwasserabflussbereich sowie in der roten oder gelben Gefahrenzone im Sinn forst- oder wasserrechtlicher Vorschriften des Bundes nur unter der Bedingung erteilt werden, dass Neu-, Zu- und Umbauten von Gebäuden hochwassergeschützt nach Maßgabe des Paragraph 47, Oö. Bautechnikgesetz 2013 ausgeführt werden können. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)
  5. Absatz 5Die Grenzen eines Bauplatzes müssen sich zur Gänze mit den Grundstücksgrenzen decken. Ein Bauplatz kann dabei auch eine geringfügige Fläche, die als Grünland gewidmet ist, umfassen. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)
  6. Absatz 6Mehrere Bauplätze auf einem Grundstück sind nicht zulässig. Soll ein Bauplatz aus mehreren Grundstücken bestehen, müssen diese in der gleichen Grundbuchseinlage eingetragen werden; erforderlichenfalls ist dies durch Auflagen oder Bedingungen gemäß Absatz 3, sicherzustellen. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)

§ 6

Text

Paragraph 6,
Größe und Gestalt von Bauplätzen

  1. Absatz einsBauplätze müssen eine solche Gestalt und Größe aufweisen, daß darauf den Anforderungen dieses Landesgesetzes entsprechende Gebäude einschließlich der erforderlichen Nebenanlagen, wie Kinderspielplätze, Stellplätze, Grün- und Erholungsflächen und dergleichen, errichtet werden können. Ein Bauplatz darf in der Regel nicht kleiner als 500 m2 sein. Die Unterschreitung dieses Mindestmaßes ist nur zulässig, wenn Interessen an einer zweckmäßigen und geordneten Bebauung dadurch nicht verletzt werden.
  2. Absatz 2Die seitlichen Grenzen der Bauplätze sollen, wenn der Bebauungsplan nichts anderes vorsieht, einen rechten Winkel mit der Straßenfluchtlinie des Bebauungsplanes oder, wenn kein Bebauungsplan vorhanden ist, einen rechten Winkel mit der Achse der angrenzenden Straße bilden.
  3. Absatz 3Bauplätze müssen unmittelbar durch eine geeignete öffentliche Verkehrsfläche oder durch eine der zu erwartenden Beanspruchung genügende, mindestens drei Meter breite und durch Eintragung im Grundbuch sichergestellte Verbindung zum öffentlichen Straßennetz aufgeschlossen sein; erforderlichenfalls ist dies durch Auflagen oder Bedingungen gemäß Paragraph 5, Absatz 3, sicherzustellen. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)
  4. Absatz 4Absatz 3, gilt nicht für Bauplätze, die wegen ihrer besonderen örtlichen Lage nur über andere Verkehrseinrichtungen als Straßen erreichbar sind, im übrigen aber den Bestimmungen dieses Landesgesetzes entsprechen.

§ 7

Text

Paragraph 7,
Erlöschen der Bauplatzbewilligung

  1. Absatz einsDie Bauplatzbewilligung erlischt, wenn ein Flächenwidmungsplan oder ein Bebauungsplan erlassen oder geändert wird und die Bauplatzbewilligung mit dem neuen oder geänderten Flächenwidmungsplan oder Bebauungsplan nicht übereinstimmt.
  2. Absatz 2Wurde vor Erlassung oder Änderung des Flächenwidmungsplanes oder Bebauungsplanes eine auf die Bauplatzbewilligung abgestellte Baubewilligung rechtskräftig erteilt, bleibt abweichend vom Absatz eins, die Bauplatzbewilligung so lange wirksam, wie die Baubewilligung wirksam ist.
  3. Absatz 3Bleibt eine Bauplatzbewilligung gemäß Absatz 2, wirksam und wird in der Folge neuerlich eine Baubewilligung für einen Neu-, Zu- oder Umbau eines Gebäudes beantragt, ist eine neue Bauplatzbewilligung erforderlich, wenn die noch wirksame Bauplatzbewilligung mit dem geltenden Flächenwidmungsplan oder Bebauungsplan nicht übereinstimmt.

§ 8

Text

Paragraph 8,
Ersichtlichmachung im Grundbuch

  1. Absatz einsDie Bauplatzeigenschaft eines oder mehrerer Grundstücke und die Daten des Bauplatzbewilligungsbescheides sind im Grundbuch ersichtlich zu machen.
  2. Absatz 2Die Ersichtlichmachung hat im Fall des Paragraph 4, Absatz 2, auf Grund einer Anzeige der Baubehörde zu erfolgen, die innerhalb von zwei Wochen nach dem Eintritt der Rechtskraft der Bauplatzbewilligung beim zuständigen Grundbuchsgericht zu erstatten ist.
  3. Absatz 3Die Ersichtlichmachung hat im Fall des Paragraph 4, Absatz 3, im Zuge der grundbücherlichen Durchführung der Teilung zu erfolgen, wobei die Baubehörde für die grundbücherliche Durchführung der Teilung im Bescheid eine angemessene Frist festzusetzen hat. Zu diesem Zweck hat der Antragsteller außer den für die grundbücherliche Durchführung der Teilung sonst noch erforderlichen Unterlagen eine Ausfertigung der rechtskräftigen Bauplatzbewilligung dem Grundbuchsgericht vorzulegen und die Ersichtlichmachung gemäß Absatz eins, zu beantragen. Auf Verlangen der Baubehörde hat der Antragsteller die Ersichtlichmachung durch Vorlage des Gerichtsbeschlusses nachzuweisen. Erlangt die Baubehörde Kenntnis, daß die Ersichtlichmachung gemäß Absatz eins, im Zug der grundbücherlichen Durchführung der Teilung unterblieben ist, hat die Baubehörde den Grundeigentümer erforderlichenfalls mit Bescheid zur Ersichtlichmachung im Grundbuch zu veranlassen. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)
  4. Absatz 4Die Ersichtlichmachung der Bauplatzeigenschaft im Grundbuch darf nur gelöscht werden, wenn die Bauplatzbewilligung erloschen ist (Paragraph 7,). Die Baubehörde hat umgehend das Erlöschen der Bauplatzbewilligung von Amts wegen beim zuständigen Grundbuchsgericht anzuzeigen und die Löschung der Ersichtlichmachung zu beantragen. Die Kosten für die Löschung hat die Baubehörde mit Bescheid dem Grundeigentümer vorzuschreiben.
  5. Absatz 5Für Bauplätze im Sinn des Paragraph 3, Absatz 3, gelten die Absatz eins bis 4 sinngemäß mit der Maßgabe, daß die Ersichtlichmachung auf Grund einer Anzeige der Baubehörde zu erfolgen hat und an die Stelle der Bauplatzbewilligung der allfällige Feststellungsbescheid nach Paragraph 3, Absatz 3, letzter Satz, ansonsten aber das Anzeigeschreiben der Baubehörde tritt.

§ 9

Text

Paragraph 9,
Änderung von Bauplätzen und bebauten Grundstücken

  1. Absatz einsDie Abschreibung und die Zuschreibung von Grundstücken oder Grundstücksteilen vom oder zum Gutsbestand einer Grundbuchseinlage sowie die Teilung oder Vereinigung von Grundstücken im Gutsbestand einer Grundbuchseinlage bedürfen bei Grundstücken, die
    1. Ziffer eins
      zu einem im Grundbuch ersichtlich gemachten Bauplatz gehören oder
    2. Ziffer 2
      nicht zu einem im Grundbuch ersichtlich gemachten Bauplatz gehören, aber bebaut sind,
    einer Bewilligung der Baubehörde. Im Sinn dieser Bestimmung gilt eine Baufläche (Bauarea) und das sie umschließende bzw. an sie angrenzende Grundstück desselben Eigentümers oder derselben Eigentümerin auch dann als ein (einheitliches) Grundstück, wenn die Baufläche (Bauarea) nach den grundbuchs- und vermessungsrechtlichen Vorschriften ein eigenes Grundstück bildet.
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,, 96/2006)
  2. Absatz 2Die Bewilligung ist bei der Baubehörde schriftlich zu beantragen. Die Bestimmungen des Paragraph 4, Absatz eins, Ziffer eins bis 4 und des Paragraph 4, Absatz 2 bis 6 gelten sinngemäß. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)
  3. Absatz 3Über den Antrag hat die Baubehörde einen schriftlichen Bescheid zu erlassen. Die Bewilligung ist zu erteilen, wenn Abweisungsgründe im Sinn der Paragraphen 5 und 6 nicht vorliegen.
  4. Absatz 4Ausgenommen von der Bewilligungspflicht gemäß Absatz eins, sind:
    1. Ziffer eins
      die Abschreibung und die Zuschreibung ganzer, im Grundbuch ersichtlich gemachter Bauplätze, wenn die den Bauplatz umfassenden Grundstücksgrenzen unverändert bleiben und die Ersichtlichmachung der Bauplatzeigenschaft und der Daten des Bauplatzbewilligungsbescheides mit übertragen wird;
    2. Ziffer 2
      Änderungen, die
      1. Litera a
        auf Grund des Paragraph 13, Liegenschaftsteilungsgesetz vorgenommen werden, sofern ein Ingenieurkonsulent für Vermessungswesen oder eine Ingenieurkonsulentin für Vermessungswesen im Rahmen seiner oder ihrer Befugnis oder eine zur Verfassung von Plänen für Zwecke der grundbücherlichen Teilung befugte Behörde oder Dienststelle der Baubehörde gegenüber bestätigt, dass die Abschreibung den bau- und raumordnungsrechtlichen Bestimmungen nicht widerspricht, oder
      2. Litera b
        auf Grund des Paragraph 15, Liegenschaftsteilungsgesetz vorgenommen werden;
    3. Ziffer 3
      Änderungen, die im Zug von behördlichen Maßnahmen der Bodenreform vorgenommen werden;
    4. Ziffer 4
      Vereinigungen und Änderungen gemäß Paragraph 12, oder Paragraph 52, Ziffer 3, des Vermessungsgesetzes
      1. Litera a
        innerhalb der Grenzen eines im Grundbuch ersichtlich gemachten Bauplatzes,
      2. Litera b
        von bebauten Grundstücken, bei denen sich das Grundstück mit dem Grundriß des darauf befindlichen Bauwerks deckt (Bauarea);
    5. Ziffer 5
      Änderungen, die sich auf Grund des Paragraph 17, Absatz 2, ergeben;
    6. Ziffer 6
      die Auflassung einer Baufläche (Bauarea) als eigenes Grundstück und ihre Vereinigung mit einem angrenzenden Grundstück desselben Eigentümers.
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,, 96/2006, 34/2013)
  5. Absatz 5Änderungen im Gutsbestand einer Grundbuchseinlage gemäß Absatz eins,, die nicht gemäß Absatz 4, von der Bewilligungspflicht ausgenommen sind, dürfen grundbücherlich nur durchgeführt werden:
    1. Ziffer eins
      bei Grundstücken, die zu einem im Grundbuch ersichtlich gemachten Bauplatz gehören, auf Grund einer rechtskräftigen Bewilligung der Baubehörde (Absatz eins,);
    2. Ziffer 2
      bei anderen Grundstücken auf Grund einer rechtskräftigen Bewilligung der Baubehörde (Absatz eins,) oder auf Grund der schriftlichen Erklärung des Antragstellers, daß die Änderung kein Grundstück im Sinn des Absatz eins, Ziffer 2, betrifft.
  6. Absatz 6Wird eine Änderung im Gutsbestand einer Grundbuchseinlage gemäß Absatz eins,
    1. Ziffer eins
      ohne die vorgeschriebene Bewilligung der Baubehörde oder ohne die vorgeschriebene schriftliche Erklärung des Antragstellers (Absatz 5, Ziffer 2,) oder
    2. Ziffer 2
      auf Grund einer den Tatsachen nicht entsprechenden schriftlichen Erklärung des Antragstellers
    grundbücherlich durchgeführt, hat das Grundbuchsgericht diese Änderung auf Antrag der Baubehörde zu löschen und den früheren Grundbuchsstand wieder herzustellen. Der Antrag auf Löschung und Wiederherstellung des früheren Grundbuchsstandes ist nicht mehr zulässig, wenn seit dem Zeitpunkt, in dem die Änderung beim Grundbuchsgericht beantragt wurde, drei Jahre verstrichen sind. Die Einleitung eines auf Löschung der Änderung gerichteten Verfahrens durch die Baubehörde ist auf deren Antrag im Grundbuch anzumerken. Die Anmerkung hat die Wirkung, daß spätere Eintragungen die Löschung nicht hindern.

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 10

Text

2. Abschnitt
Beschränkungen des Grundeigentums

Paragraph 10,
Enteignung für öffentlichen Zwecken dienende Bauwerke und Anlagen

  1. Absatz einsGrundstücke und Grundstücksteile, die nach dem Flächenwidmungsplan oder Bebauungsplan für Bauwerke oder Anlagen gewidmet sind, die öffentlichen Zwecken dienen (wie Krankenanstalten, Seelsorgeeinrichtungen, Schulen, Kindergärten, Abfallbehandlungsanlagen und dergleichen), können einschließlich der allenfalls zu Verkehrsflächen abzutretenden Grundflächen von jenem Rechtsträger im Weg der Enteignung gegen Entschädigung in Anspruch genommen werden, der das dem Bebauungsplan entsprechende Bauwerk oder die dem Bebauungsplan entsprechende Anlage errichtet. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)
  2. Absatz 2Absatz eins, gilt sinngemäß für Grundstücke und Grundstücksteile, die nach dem Flächenwidmungsplan für Bauwerke oder Anlagen im Grünland gewidmet sind, die öffentlichen Zwecken dienen (wie Parkanlagen, Sport- und Spielplätze, Friedhöfe, Abfallbehandlungsanlagen und dergleichen), sofern eine Enteignung nach Absatz eins, nicht möglich ist. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)
  3. Absatz 3Absatz eins, gilt weiters sinngemäß für Grundstücke und Grundstücksteile, die nach einem Raumordnungsprogramm (Paragraph 11, Absatz eins, O.ö. Raumordnungsgesetz 1994) im Rahmen der überörtlichen Raumordnung für Bauwerke oder Anlagen bestimmt sind, die öffentlichen Zwecken dienen (wie Krankenanstalten oder Abfallbehandlungsanlagen für mehrere Gemeinden), sofern eine Enteignung nach Absatz eins und 2 nicht möglich ist. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)
  4. Absatz 4Die Enteignung ist nur zulässig, wenn der Enteignungswerber die Herstellung des für öffentliche Zwecke dienenden Bauwerks oder der einem solchen Zweck dienenden Anlage beschlossen und finanziell sichergestellt hat. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)
  5. Absatz 5Der Bestand von baulichen Anlagen auf Grundstücken oder Grundstücksteilen schließt die Enteignung aus, es sei denn, daß die baulichen Anlagen wegen Baugebrechen abbruchreif sind, ihre Abtragung aus Verkehrsrücksichten notwendig ist oder es sich um bauliche Anlagen von im Vergleich zur gegebenen oder voraussehbaren Hauptbebauung nur untergeordneter Bedeutung handelt.

§ 11

Text

Paragraph 11,
Ergänzungsflächen

  1. Absatz einsDer Eigentümer von mindestens zwei Dritteln der zu einem Bauplatz nach dem Bebauungsplan gehörenden Grundfläche kann die Enteignung der nach dem Bebauungsplan zum Bauplatz gehörenden und der allenfalls zu Verkehrsflächen abzutretenden Grundflächen, die nicht in seinem Eigentum stehen (Ergänzungsflächen), gegen Entschädigung zum Zweck eines Neu-, Zu- oder Umbaues beantragen, wenn die Ergänzungsflächen insgesamt nicht größer als 500 m2 sind und der Enteignungswerber gleichzeitig die Bauplatzbewilligung und die Baubewilligung beantragt.
  2. Absatz 2Sind die Ergänzungsflächen oder ist eine von mehreren Ergänzungsflächen wertvoller als der Rest des Bauplatzes, hat der Eigentümer der Ergänzungsflächen oder, wenn eine von mehreren Ergänzungsflächen wertvoller ist, der Eigentümer dieser Ergänzungsfläche das Recht, die Enteignung seines Grundes dadurch abzuwehren, daß er die Enteignung des gesamten Restes des Bauplatzes gegen Entschädigung beantragt; auch in diesem Fall ist gleichzeitig die Bauplatzbewilligung und die Baubewilligung zu beantragen. Bei gleichem Wert hat derjenige den Vorrang, der zuerst den Enteignungsantrag gestellt hat. Für die Bewertung des Grundes gilt Paragraph 14,
  3. Absatz 3Einem Enteignungsantrag darf nur stattgegeben werden, wenn die Bauplatzbewilligung und die Baubewilligung rechtskräftig erteilt wurden. Die Bauplatzbewilligung und die Baubewilligung setzen in diesem Fall die Zustimmung des Grundeigentümers nicht voraus; die Bauplatzbewilligung und die Baubewilligung werden unwirksam, wenn der Enteignungsantrag zurückgezogen oder rechtskräftig abgewiesen wird.
  4. Absatz 4Paragraph 10, Absatz 5, gilt sinngemäß.

§ 12

Text

Paragraph 12,
Baulücken

  1. Absatz einsLiegen in einem nach dem Bebauungsplan in geschlossener Bauweise zu bebauenden Gebiet zwischen bebauten Bauplätzen unbebaute Grundstücke oder Grundstücksteile, die nach dem Bebauungsplan einen oder höchstens zwei Bauplätze bilden, kann für diese Grundstücke oder Grundstücksteile sowie die allenfalls zu Verkehrsflächen abzutretenden Grundflächen zum Zweck der Errichtung von dem Bebauungsplan entsprechenden Bauwerken die Enteignung gegen Entschädigung beantragt werden. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)
  2. Absatz 2Der Enteignungsantrag ist nur zulässig, wenn die Bebauung dieser Bauplätze aus Gründen der Gesundheit, des Umweltschutzes, der Wahrung eines ungestörten Orts- und Landschaftsbildes oder aus anderen Gründen im öffentlichen Interesse liegt und der Enteignungswerber gleichzeitig die Bauplatzbewilligung und die Baubewilligung beantragt. Der Enteignungswerber hat überdies nachzuweisen, daß die dem Bebauungsplan entsprechende Bebauung finanziell sichergestellt ist. Bilden die zwischen bebauten Bauplätzen gelegenen unbebauten Grundstücke oder Grundstücksteile nach dem Bebauungsplan zwei Bauplätze, kann der Enteignungsantrag auf jene Grundstücke oder Grundstücksteile beschränkt werden, die nach dem Bebauungsplan einen Bauplatz einschließlich der allenfalls zu Verkehrsflächen abzutretenden Grundflächen bilden.
  3. Absatz 3Von der Einleitung des Enteignungsverfahrens sind die Grundeigentümer mit dem Hinweis zu verständigen, daß es ihnen freisteht, binnen sechs Jahren nach Zustellung der Verständigung entweder selbst oder durch einen Dritten die Baubewilligung für eine dem Bebauungsplan entsprechende Bebauung zu beantragen. Von dieser Möglichkeit kann innerhalb der sechsjährigen Frist auch mehrmals Gebrauch gemacht werden. Wurde innerhalb der sechsjährigen Frist eine Baubewilligung rechtskräftig erteilt oder ist bei Ablauf dieser Frist ein Baubewilligungsverfahren anhängig, ist das Enteignungsverfahren mit der Maßgabe einzustellen, daß es nur fortgesetzt werden kann, wenn das anhängige Baubewilligungsverfahren eingestellt oder die beantragte Baubewilligung rechtskräftig verweigert wird oder eine erteilte Baubewilligung erlischt.
  4. Absatz 4Paragraph 11, Absatz 3, gilt sinngemäß.

§ 13

Text

Paragraph 13,
Gemeinsame Bestimmungen

  1. Absatz einsVerbücherte dingliche Rechte Dritter an Grundflächen, die zur Enteignung gelangen, sind gegen Entschädigung aufzuheben, wenn diese Rechte dem Zweck der Enteignung entgegenstehen.
  2. Absatz 2Werden durch die Entfernung von baulichen Anlagen auf enteigneten Grundflächen (Freilegung) Änderungen baulicher Anlagen auf den angrenzenden Grundflächen erforderlich, haben die Eigentümer dieser Grundflächen sowie allenfalls betroffene dinglich Berechtigte Anspruch auf Entschädigung durch den Enteignungswerber. Diese Entschädigung ist erforderlichenfalls über Antrag mit gesondertem Bescheid im Enteignungsverfahren festzusetzen.

§ 14

Text

Paragraph 14,
Verfahren, Entschädigung und Rückübereignung

  1. Absatz einsAuf das Enteignungsverfahren, die behördliche Festsetzung der Entschädigung sowie hinsichtlich der Rechtsfolgen der Verwendung des Gegenstandes der Enteignung entgegen dem Enteignungszweck sind die Paragraphen 36 bis 38 des O.ö. Straßengesetzes 1991 unter Berücksichtigung der nachfolgenden Bestimmungen sinngemäß anzuwenden.
  2. Absatz 2Die Baubehörde hat von jedem den gesetzlichen Erfordernissen entsprechenden Enteignungsantrag das Grundbuchsgericht zu verständigen. Dieses hat auf Grund der Verständigung die Einleitung des Verfahrens der Enteignung im Grundbuch anzumerken. Die Anmerkung der Einleitung des Verfahrens ist anläßlich der grundbücherlichen Durchführung des Enteignungsbescheides zu löschen. Wird das Verfahren nicht durch einen Enteignungsbescheid abgeschlossen, hat die Baubehörde davon das Grundbuchsgericht zu benachrichtigen, das die Löschung der Anmerkung durchzuführen hat.
  3. Absatz 3Die nach dem Enteignungsbescheid zu leistende Entschädigung ist - unabhängig von einer allfälligen Anrufung des Gerichtes - binnen zwei Monaten nach dem Eintritt der Rechtskraft des Enteignungsbescheides dem Enteigneten auszuzahlen oder unter den Voraussetzungen des Paragraph 1425, ABGB bei jenem Bezirksgericht zu hinterlegen, in dessen Sprengel sich der Gegenstand der Enteignung befindet. Eine gerichtliche Hinterlegung der festgesetzten Entschädigung hat außer den im Paragraph 1425, ABGB bezeichneten Fällen auch dann und insoweit zu erfolgen, als der Entschädigungsbetrag nach dem Enteignungsbescheid auch zur Befriedigung der dritten Personen zustehenden Ansprüche dient.
  4. Absatz 4Im Fall einer Entschädigung nach Paragraph 13, Absatz 2, ist Absatz eins,, soweit er sich auf die Festsetzung der Höhe der Entschädigung sowie die Anfechtung der Höhe der festgesetzten Entschädigung bezieht, sinngemäß anzuwenden; im Fall der Rückübereignung gelten Absatz 2 und 3 sinngemäß.

§ 15

Text

Paragraph 15,
Benützung fremder Grundstücke und baulicher Anlagen

  1. Absatz einsDie Eigentümer und die sonst Berechtigten haben die vorübergehende Benützung von Grundstücken und baulichen Anlagen zur Erstellung der nach diesem Landesgesetz erforderlichen Pläne, zur Ausführung von Bauvorhaben, zu Instandhaltungsarbeiten oder zur Behebung von Baugebrechen einschließlich der erforderlichen Sicherungsmaßnahmen zu dulden, wenn diese Arbeiten auf andere Weise nicht oder nur unter unzumutbar hohen Kosten durchgeführt werden können und der widmungsgemäße Gebrauch der in Anspruch genommenen Grundstücke oder baulichen Anlagen dadurch keine unverhältnismäßige Behinderung erfährt.
  2. Absatz 2Die Eigentümer eines an das Baugrundstück grenzenden Nachbargebäudes und die sonst an einem solchen Gebäude Berechtigten haben die zur Herstellung ausreichender Zugverhältnisse erforderliche Emporführung und Verankerung von Rauch-, Abgas-, Luft- und Dunstleitungen an der Feuermauer ihres Gebäudes und die Instandhaltung solcher Anlagen zu dulden, wenn der Zweck dieser Anlagen auf andere Weise nicht oder nur unter unverhältnismäßig hohen Kosten erreicht werden kann und keine unverhältnismäßige Behinderung des widmungsgemäßen Gebrauches des Nachbargebäudes mit der Anlage verbunden ist.
  3. Absatz 3Die Eigentümer und die sonst Berechtigten haben die Anbringung von Einrichtungen, die der Straßenbeleuchtung oder der erforderlichen Kennzeichnung der Lage öffentlicher Versorgungseinrichtungen dienen, auf Grundstücken und baulichen Anlagen zu dulden, sofern damit keine unverhältnismäßige Behinderung des widmungsgemäßen Gebrauches der in Anspruch genommenen Grundstücke oder baulichen Anlagen verbunden ist.
  4. Absatz 4Die Eigentümer und die sonst Berechtigten sind von einer gemäß Absatz eins bis 3 beabsichtigten Inanspruchnahme von Grundstücken oder baulichen Anlagen mindestens vier Wochen vorher unter genauer Angabe der Art und Dauer der beabsichtigten Inanspruchnahme von demjenigen schriftlich zu verständigen, der die Inanspruchnahme beabsichtigt. Wird die Inanspruchnahme verweigert, hat die Baubehörde auf Antrag über die Notwendigkeit, die Art, den Umfang und die Dauer der Inanspruchnahme mit Bescheid zu entscheiden. Dies gilt nicht, wenn die Inanspruchnahme nur für die Behebung von Baugebrechen einschließlich der erforderlichen Sicherungsmaßnahmen notwendig und Gefahr im Verzug ist. Die bescheidmäßig verfügte Inanspruchnahme des Nachbargebäudes im Sinn des Absatz 2, ist auf Antrag des Berechtigten im Grundbuch ersichtlich zu machen. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)
  5. Absatz 5Ergibt sich bereits im Zug eines Baubewilligungsverfahrens, daß eine Inanspruchnahme fremder Grundstücke und baulicher Anlagen unumgänglich ist und die beabsichtigte Inanspruchnahme verweigert wird, hat die Baubehörde auf Antrag zugleich mit der Erteilung der Baubewilligung gemäß Absatz 4, zweiter Satz zu entscheiden; Absatz 4, erster Satz gilt auch in diesem Fall.
  6. Absatz 6Die Inanspruchnahme hat unter möglichster Schonung der Grundstücke und baulichen Anlagen sowie der Rechte der Betroffenen zu erfolgen. Nach Beendigung der Inanspruchnahme ist der frühere Zustand soweit als möglich wieder herzustellen. Für verbleibende Vermögensschäden gebührt eine angemessene Entschädigung, die über Antrag des Geschädigten von der Baubehörde unter sinngemäßer Anwendung des Paragraph 14, mit Bescheid festzusetzen ist. Der Antrag auf Festsetzung der Entschädigung ist bei sonstigem Verlust des Anspruches innerhalb einer Frist von sechs Monaten nach Beendigung der Inanspruchnahme bei der Baubehörde einzubringen.

§ 16

Text

3. Abschnitt
Anliegerleistungen

Paragraph 16,
Grundabtretung

  1. Absatz einsAnläßlich der Bewilligung von Bauplätzen und der Änderung von Bauplätzen und bebauten Grundstücken sind die nach Maßgabe
    1. Ziffer eins
      der Straßenfluchtlinien des Bebauungsplans oder
    2. Ziffer 2
      der in einem Plan bestimmten Straßengrundgrenzen einer straßenrechtlichen Verordnung gemäß Paragraph 11, Absatz eins, dritter Satz des O.ö. Straßengesetzes 1991
    zu den öffentlichen Verkehrsflächen der Gemeinde fallenden, an den Bauplatz oder an den von der Änderung betroffenen Teil des Bauplatzes oder des bebauten Grundstücks angrenzenden Grundflächen, und zwar bei beiderseitiger Bebaubarkeit bis zur Achse der Verkehrsfläche, bei einseitiger Bebaubarkeit bis zur ganzen Breite der Verkehrsfläche, in beiden Fällen im rechten Winkel auf die Straßenfluchtlinie oder die geplante Straßengrundgrenze, abzutreten. Bei Bruchpunkten in der Straßenfluchtlinie oder in der geplanten Straßengrundgrenze und bei Eckbildungen erstreckt sich die Verpflichtung auch auf die zwischen den Senkrechten gelegenen Flächen. Anmerkung, LGBl.Nr. 70/1998)
  2. Absatz 2Die abzutretenden Grundflächen sind gleichzeitig mit der grundbücherlichen Durchführung der Teilung in das Eigentum der Gemeinde zu übertragen. Sie sind über Auftrag der Gemeinde frei von baulichen Anlagen in den Besitz der Gemeinde zu übergeben. Mit der bücherlichen Übertragung des Eigentumsrechtes an die Gemeinde erlöschen die auf den abgetretenen Grundflächen allenfalls verbücherten dinglichen Rechte. Die Herstellung der Grundbuchsordnung ist innerhalb von drei Monaten nach Rechtskraft des Bewilligungsbescheides gemäß Paragraph 5, oder Paragraph 9, von der Gemeinde beim Grundbuchsgericht zu beantragen.
  3. Absatz 3Die Verpflichtung zur Grundabtretung trifft den Eigentümer jener Grundflächen, für die die Bewilligung gemäß Paragraph 5, oder Paragraph 9, erteilt wird. Ist er nicht Eigentümer der abzutretenden Grundflächen, hat er diese, allenfalls im Weg der Enteignung, zu erwerben.

§ 17

Text

Paragraph 17,
Entschädigung

  1. Absatz einsFür die gemäß Paragraph 16, Absatz eins, abzutretenden Grundflächen hat die Gemeinde eine Entschädigung zu leisten, sofern sich aus den folgenden Bestimmungen nichts anderes ergibt. Wenn eine nicht bebaute Grundfläche als Bauplatz bewilligt oder einem Bauplatz oder einem bebauten Grundstück zugeschrieben wird, hat die Grundabtretung gemäß Paragraph 16, Absatz eins bis zu acht Meter, von der Straßenfluchtlinie oder der geplanten Straßengrundgrenze aus gemessen und senkrecht auf diese, ohne Entschädigung zu erfolgen; beträgt jedoch die abzutretende Fläche mehr als ein Viertel des Bauplatzes oder des bebauten Grundstücks, ist für das darüber hinausgehende Ausmaß von der Gemeinde Entschädigung zu leisten. Als nicht bebaut im Sinn dieses Absatzes gilt abweichend von Paragraph 2, Absatz eins, auch eine Grundfläche, auf der sich bauliche Anlagen befinden, für die gemäß Paragraph 3, Absatz eins und Absatz 2, Ziffer eins,, 2, 3 und 5 eine Bauplatzbewilligung nicht erforderlich ist.
  2. Absatz 2Fallen Grundflächen, die für im Bebauungsplan oder in einer straßenrechtlichen Verordnung ausgewiesene öffentliche Verkehrsflächen der Gemeinde abgetreten werden mußten (Paragraph 3, Absatz 3, oder Paragraph 16, Absatz eins,), infolge einer Änderung oder Aufhebung des Bebauungsplans oder der straßenrechtlichen Verordnung nicht mehr unter diese Widmung, ist ihre Zurückstellung dem früheren Grundeigentümer oder dessen Rechtsnachfolger schriftlich anzubieten. Wurde die Verkehrsfläche bereits hergestellt, hat dies innerhalb von sechs Wochen nach der straßenrechtlichen Auflassung, wenn eine solche nicht erforderlich ist, nach der tatsächlichen Auflassung der Grundfläche als öffentliche Verkehrsfläche zu erfolgen. Wurde die Verkehrsfläche noch nicht hergestellt, hat das Angebot innerhalb von sechs Wochen nach Änderung oder Aufhebung des Bebauungsplans oder der straßenrechtlichen Verordnung zu erfolgen.
  3. Absatz 3Lehnt der frühere Grundeigentümer oder dessen Rechtsnachfolger innerhalb von vier Wochen nach Zustellung dieses Angebotes die Zurückstellung der Grundflächen nicht schriftlich ab, hat die Gemeinde die Zurückstellung innerhalb einer weiteren Frist von drei Monaten auf ihre Kosten zu bewirken. Ohne Entschädigung abgetretene Grundflächen sind ohne Entschädigung, gegen Entschädigung abgetretene Grundflächen sind gegen Rückerstattung der geleisteten Entschädigung - soweit sich diese nicht auf entfernte bauliche Anlagen bezog - zurückzustellen. Die Grundflächen sind auf Verlangen des früheren Grundeigentümers oder dessen Rechtsnachfolgers möglichst in dem Zustand zurückzustellen, in dem sie abgetreten wurden. Die Ablehnung der Zurückstellung durch den früheren Grundeigentümer oder dessen Rechtsnachfolger kann nicht widerrufen werden.
  4. Absatz 4Lehnt der frühere Grundeigentümer oder dessen Rechtsnachfolger die Zurückstellung von Grundflächen fristgemäß ab, hat die Gemeinde dem früheren Grundeigentümer oder dessen Rechtsnachfolger eine Entschädigung für die von ihm ohne Entschädigung abgetretenen Grundflächen zu leisten. Die Entschädigung hat den Verkehrswert der Grundflächen zur Zeit der Auflassung der Verkehrsfläche, wenn diese aber noch nicht hergestellt wurde, den Verkehrswert der Grundflächen zur Zeit der Änderung oder Aufhebung des Bebauungsplans oder der straßenrechtlichen Verordnung zu umfassen.
  5. Absatz 5Mußten für eine im Bebauungsplan oder in einer straßenrechtlichen Verordnung ausgewiesene öffentliche Verkehrsfläche der Gemeinde bei zunächst einseitiger Bebaubarkeit Grundflächen über die Achse der Verkehrsfläche hinaus abgetreten werden und werden die an eine solche Verkehrsfläche angrenzenden Grundstücke infolge einer Änderung des Flächenwidmungs- oder Bebauungsplans beidseitig bebaubar, hat die Gemeinde dem früheren Grundeigentümer oder dessen Rechtsnachfolger für jene Grundflächen, die über die Achse der Verkehrsfläche hinaus ohne Entschädigung abgetreten werden mußten, Entschädigung zu leisten. Die Entschädigung hat den Verkehrswert der Grundflächen zur Zeit des Wirksamwerdens des geänderten Flächenwidmungs- oder Bebauungsplans zu umfassen; sie wird mit Wirksamkeit der Flächenwidmungs- oder Bebauungsplanänderung fällig.
  6. Absatz 6Die Baubehörde hat
    1. Ziffer eins
      eine gemäß Absatz eins, gebührende Entschädigung auf Antrag des zur Grundabtretung Verpflichteten,
    2. Ziffer 2
      bei Abtretung von Grundflächen, auf denen sich bauliche Anlagen befanden, jenen Teil der gemäß Absatz 2, oder 3 zurückzustellenden Entschädigung, der sich nicht auf die entfernten baulichen Anlagen bezog, auf Antrag der Gemeinde oder des früheren Grundeigentümers oder dessen Rechtsnachfolgers,
    3. Ziffer 3
      eine gemäß Absatz 4, oder 5 gebührende Entschädigung auf Antrag des früheren Grundeigentümers oder dessen Rechtsnachfolgers
    mit Bescheid unter sinngemäßer Anwendung des Paragraph 14, festzusetzen.
  7. Absatz 7Wird der Neubau eines Gebäudes auf einem Grundstück bewilligt, für das eine Bauplatzbewilligung gemäß Paragraph 3, Absatz 2, Ziffer 4, nicht erforderlich ist, sind anläßlich der Baubewilligung nach Maßgabe des Paragraph 16, Grundflächen des zu bebauenden Grundstücks abzutreten; Absatz 2 bis 6 gelten sinngemäß.

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 18

Text

Paragraph 18,
Beitrag zu den Kosten des Erwerbs von Grundflächen

  1. Absatz einsDie Gemeinde hat anläßlich der Bewilligung eines Bauplatzes und der Bewilligung der Änderung eines Bauplatzes oder eines bebauten Grundstückes einen im Hinblick auf die Fläche des jeweiligen Grundstückes anteilsmäßigen Beitrag zu den ihr erwachsenen Kosten des Grunderwerbes vorzuschreiben, wenn sie
    1. Ziffer eins
      für eine im Bebauungsplan oder in einer straßenrechtlichen Verordnung gemäß Paragraph 11, Absatz eins, dritter Satz des Oö. Straßengesetzes 1991 ausgewiesene öffentliche Verkehrsfläche der Gemeinde Grundflächen erworben oder
    2. Ziffer 2
      zu den Kosten der Erwerbung solcher Grundflächen beigetragen hat, und
    3. Ziffer 3
      die erworbenen Grundflächen bei Zutreffen der Voraussetzungen nach Paragraph 16, Absatz eins, ohne Entschädigung abzutreten gewesen wären.
  2. Absatz 2Die Verpflichtung zur Entrichtung des Beitrages trifft den Eigentümer jener Grundflächen, für die die Bewilligung gemäß Paragraph 5, oder Paragraph 9, erteilt wird.
  3. Absatz 3Der Beitrag ist für dieselben Grundflächen nur einmal zu entrichten. Der Beitrag wird im Fall einer Bewilligung gemäß Paragraph 5, drei Monate nach Ersichtlichmachung der Bauplatzeigenschaft im Grundbuch, im Fall einer Bewilligung gemäß Paragraph 9, drei Monate nach Durchführung der Änderung im Grundbuch fällig. Die dreimonatige Fälligkeitsfrist beginnt in beiden Fällen mit der Zustellung des entsprechenden Grundbuchsbeschlusses. Anmerkung, LGBl.Nr. 70/1998)
  4. Absatz 4Fallen Grundflächen, für die ein Beitrag nach Absatz eins bis 3 geleistet werden musste, infolge einer Änderung oder Aufhebung des Bebauungsplans oder der straßenrechtlichen Verordnung nicht mehr zu einer öffentlichen Verkehrsfläche, ist der geleistete Beitrag oder der entsprechende Teilbetrag einschließlich einer jährlichen Verzinsung nach dem zum Zeitpunkt der Zurückerstattung geltenden Basiszinssatz (Art. römisch eins 1. Oö. Euro-Umstellungsgesetz) dem oder der Abgabepflichtigen oder dessen oder deren Rechtsnachfolger oder Rechtsnachfolgerin zurückzuerstatten. Wurde die Verkehrsfläche bereits hergestellt, hat dies innerhalb von sechs Wochen nach der straßenrechtlichen Auflassung, wenn eine solche nicht erforderlich ist, nach der tatsächlichen Auflassung der Grundfläche als öffentliche Verkehrsfläche zu erfolgen. Wurde die Verkehrsfläche noch nicht hergestellt, hat die Rückerstattung innerhalb von sechs Wochen nach Änderung oder Aufhebung des Bebauungsplans oder der straßenrechtlichen Verordnung zu erfolgen. Anmerkung, LGBl.Nr. 70/1998, 96/2006)
  5. Absatz 5Die Baubehörde hat den gemäß Absatz 4, zurückzuerstattenden Betrag auf Antrag des Abgabepflichtigen oder dessen Rechtsnachfolgers mit Bescheid festzusetzen. Paragraph 36, Absatz 5, Oö. Straßengesetz 1991 gilt sinngemäß.
  6. Absatz 6Wird der Neubau eines Gebäudes auf einem Grundstück bewilligt, für das eine Bauplatzbewilligung gemäß Paragraph 3, Absatz 2, Ziffer 4, nicht erforderlich ist, ist anläßlich der Baubewilligung nach Maßgabe der Absatz eins bis 3 ein Beitrag zu den Kosten der Erwerbung von Grundflächen zu leisten; Absatz 4 und 5 gelten sinngemäß.

§ 19

Text

Paragraph 19,
Beitrag zu den Kosten der Herstellung öffentlicher Verkehrsflächen

  1. Absatz einsAnläßlich der Erteilung einer Baubewilligung für den Neu-, Zu- oder Umbau von Gebäuden, die durch eine öffentliche Verkehrsfläche der Gemeinde oder des Landes (Paragraph 8, Oö. Straßengesetz 1991) aufgeschlossen sind, hat die Gemeinde dem Eigentümer des Bauplatzes oder des Grundstücks, auf dem das Gebäude errichtet werden soll oder schon besteht, mit Bescheid einen Beitrag zu den Kosten der Herstellung dieser öffentlichen Verkehrsfläche (Verkehrsflächenbeitrag) vorzuschreiben. Ausgenommen sind Radfahr-, Fußgänger- und Wanderwege.
  2. Absatz 2Wird ein Gebäude oder der Bauplatz (das Grundstück), auf dem ein Gebäude errichtet werden soll oder schon besteht, durch mehrere öffentliche Verkehrsflächen aufgeschlossen, gilt hinsichtlich der Beitragspflicht Folgendes:
    1. Ziffer eins
      Der Beitrag darf nur für eine dieser Verkehrsflächen vorgeschrieben werden.
    2. Ziffer 2
      Ergibt die Beitragsberechnung unterschiedlich hohe Beträge, ist der Beitrag für jene Verkehrsfläche vorzuschreiben, hinsichtlich welcher sich der niedrigste Beitrag ergibt.
    3. Ziffer 3
      Ergibt die Beitragsberechnung gemäß Ziffer 2, gleich hohe Beträge für (eine) Verkehrsfläche(n) des Landes und der Gemeinde, ist der Beitrag hinsichtlich letzterer vorzuschreiben.
    4. Ziffer 4
      Der Berechnung gemäß Ziffer 2 und 3 ist jeweils die fertiggestellte Verkehrsfläche zugrunde zu legen; Paragraph 20, Absatz 7, gilt. Anmerkung, LGBl.Nr. 96/2006)
  3. Absatz 3Wird eine öffentliche Verkehrsfläche errichtet und dadurch der Bauplatz (das Grundstück), auf dem ein Gebäude schon besteht oder zumindest bereits baubehördlich bewilligt ist, aufgeschlossen, ist der Beitrag anlässlich der Errichtung der öffentlichen Verkehrsfläche vorzuschreiben. Dies gilt nicht im Fall der Erneuerung oder Sanierung einer schon bestehenden Verkehrsfläche. Absatz eins und 2 sowie Paragraphen 20 und 21 gelten sinngemäß. Anmerkung, LGBl.Nr. 96/2006)
  4. Absatz 4Abgabepflichtig ist derjenige, der im Zeitpunkt der Vorschreibung Eigentümer des Grundstücks ist. Anmerkung, LGBl.Nr. 70/1998)

§ 20

Text

Paragraph 20,
Berechnung des Verkehrsflächenbeitrags

  1. Absatz einsDer Beitrag ist für die Grundstücksfläche, die der Berechnung der anzurechnenden Frontlänge zugrundegelegt wurde, vorbehaltlich des Absatz 4 b, nur einmal zu entrichten. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)
  2. Absatz 2Die Höhe des Beitrags ist gleich dem Produkt aus der anrechenbaren Breite der öffentlichen Verkehrsfläche, der anrechenbaren Frontlänge und dem Einheitssatz.
  3. Absatz 3Die anrechenbare Breite der öffentlichen Verkehrsfläche beträgt unabhängig von ihrer tatsächlichen Breite drei Meter.
  4. Absatz 4Anrechenbare Frontlänge ist die Seite eines mit dem Bauplatz oder dem zu bebauenden oder bereits bebauten Grundstück flächengleichen Quadrats. Abweichend davon beträgt die anrechenbare Frontlänge jedoch
    1. Ziffer eins
      bei land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken sowie bei Grundstücken, die gemäß Paragraph 30, Absatz 3,, 4, 6, 8 und 8a Oö. Raumordnungsgesetz 1994 genutzt werden, höchstens 40 Meter, sofern letztere nicht unter Ziffer 2, fallen,
    2. Ziffer 2
      bei betrieblich genutzten Grundstücken
      1. Litera a
        mit einer Fläche bis 2.500 m² höchstens 40 Meter,
      2. Litera b
        mit einer Fläche von mehr als 2.500 m² bis 5.000 m² höchstens 50 Meter,
      3. Litera c
        mit einer Fläche von mehr als 5.000 m² bis 10.000 m² höchstens 60 Meter,
      4. Litera d
        mit einer Fläche von mehr als 10.000 m² bis 20.000 m² höchstens 80 Meter;
      5. Litera e
        mit einer Fläche von mehr als 20.000 m² höchstens 120 Meter.
  5. Absatz 4 aIm Sinn des Absatz 4, gelten
    1. Ziffer eins
      eine Baufläche (Bauarea) und das sie umschließende bzw. an sie angrenzende Grundstück desselben Eigentümers oder derselben Eigentümerin auch dann als ein (einheitliches) Grundstück, wenn die Baufläche (Bauarea) nach den grundbuchs- und vermessungsrechtlichen Vorschriften ein eigenes Grundstück bildet,
    2. Ziffer 2
      mehrere Grundstücke, die eine wirtschaftliche Einheit bilden, als ein Grundstück.
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)
  6. Absatz 4 bWird der Bauplatz (das Grundstück) nach erfolgter Beitragsvorschreibung verändert, gilt im Fall einer neuerlichen Beitragsvorschreibung als anrechenbare Frontlänge die Seite eines mit dem vergrößerten Bauplatz (Grundstück) flächengleichen Quadrats. Dabei sind für die noch nicht vergrößerte Fläche bereits geleistete Beiträge gemäß Absatz 7, anzurechnen. Absatz 4, zweiter Satz und Absatz 4 a, gelten. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)
  7. Absatz 5Den Einheitssatz hat die Landesregierung durch Verordnung festzusetzen; dabei sind jene durchschnittlichen Straßenerrichtungskosten pro Quadratmeter zugrunde zu legen, die
    1. Ziffer eins
      mit der Herstellung des Tragkörpers (einer mechanisch verdichteten Schottertragschicht) und
    2. Ziffer 2
      mit der Aufbringung einer bituminös gebundenen Tragschicht oder einer Pflasterung auf den Tragkörper
    üblicherweise verbunden sind. Für öffentliche Verkehrsflächen der Gemeinde hat der Gemeinderat durch Verordnung einen niedrigeren oder höheren Einheitssatz pro Quadratmeter festzusetzen, wenn auf Grund der örtlichen Verhältnisse in der Gemeinde die durchschnittlichen Straßenerrichtungskosten niedriger oder höher sind als die von der Landesregierung der Festsetzung des Einheitssatzes zugrunde gelegten Durchschnittskosten. (Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)
  8. Absatz 6Ist die öffentliche Verkehrsfläche im Zeitpunkt der Vorschreibung des Beitrags erst in der Weise errichtet, dass zunächst nur der Tragkörper hergestellt wurde, die bituminös gebundene Tragschicht oder die Pflasterung aber erst zu einem späteren Zeitpunkt aufgebracht werden soll, darf der Beitrag anlässlich der Erteilung der Baubewilligung oder der Tragkörperherstellung nur bis zu 50% vorgeschrieben werden; der ausständige Rest ist anlässlich der Fertigstellung vorzuschreiben. Der Berechnung ist der zur Zeit der Vorschreibung jeweils geltende Einheitssatz zugrunde zu legen. (Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)
  9. Absatz 7Sonstige oder frühere, insbesondere auch auf Grund privatrechtlicher Vereinbarungen oder anderer gesetzlicher Bestimmungen für die Herstellung der öffentlichen Verkehrsfläche geleistete Beiträge sind auf den Verkehrsflächenbeitrag anzurechnen, wobei die Beiträge, bezogen auf den vom Österreichischen Statistischen Zentralamt kundgemachten Verbraucherpreisindex und den Monat ihrer vollständigen Entrichtung, um jenen Prozentsatz zu ändern sind, um den sich dieser Index geändert hat. Dies gilt gegebenenfalls auch für geleistete Hand- und Zugdienste und für erbrachte Sachleistungen. Können solche sonstige oder frühere Beitragsleistungen weder von der Gemeinde noch vom Abgabepflichtigen (Paragraph 19, Absatz 4,) ausreichend belegt werden, besteht ein Anspruch des Abgabepflichtigen auf Anrechnung nur insoweit, als er die von ihm oder von seinen Rechtsvorgängern erbrachten Leistungen glaubhaft machen kann.

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 21

Text

Paragraph 21,
Ausnahmen und Ermäßigungen

  1. Absatz einsDer Verkehrsflächenbeitrag entfällt, wenn die Baubewilligung erteilt wird für
    1. Ziffer eins
      den Neu-, Zu- oder Umbau von Gebäuden im Sinn des Paragraph 3, Absatz 2, Ziffer 5 ;,
    2. Ziffer 2
      den Ausbau eines Dachraumes oder Dachgeschoßes;
    3. Ziffer 3
      den sonstigen Zu- oder Umbau von Gebäuden, durch den die Nutzfläche insgesamt höchstens um 100 m² vergrößert wird;
    4. Ziffer 4
      den Neu-, Zu- oder Umbau von Gebäuden im Hofbereich eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs sowie von sonstigen Gebäuden, wenn
      1. Litera a
        die Aufschließung durch eine öffentliche Verkehrsfläche erfolgt, deren Errichtung im Weg einer Beitrags- oder Interessentengemeinschaft finanziert wird oder wurde, und
      2. Litera b
        der Hofbereich oder das sonstige Gebäude mit einem entsprechenden Anteil in die Beitrags- oder Interessentengemeinschaft einbezogen war oder ist;
    5. Ziffer 5
      den Neu-, Zu- oder Umbau von Gebäuden der Gebietskörperschaften und Gemeindeverbände, wenn sie in Erfüllung öffentlich-rechtlicher Verpflichtungen oder zur Befriedigung öffentlichen (kommunalen) Bedarfs als Träger privater Rechte tätig werden.
  2. Absatz 2Der Verkehrsflächenbeitrag ermäßigt sich um 60%, wenn die Baubewilligung erteilt wird für den Neu-, Zu- oder Umbau von
    1. Ziffer eins
      Gebäuden, die nach wohnbauförderungsrechtlichen Bestimmungen gefördert werden oder wurden;
    2. Ziffer 2
      ausschließlich Wohnzwecken dienenden Gebäuden – auch in verdichteter Flachbauweise – mit höchstens drei Wohnungen;
    3. Ziffer 3
      Gebäuden, die gemeinnützigen oder öffentlichen Zwecken dienen;
    4. Ziffer 4
      Gebäuden von Klein- oder Mittelbetrieben sowie von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben.
  3. Absatz 3Wird nach Vorschreibung des Verkehrsflächenbeitrags eine auf denselben Bauplatz (dasselbe Grundstück) abgestellte Baubewilligung erteilt und treffen auf diese die Ermäßigungsvoraussetzungen nach Absatz 2, nicht mehr zu, ist der Beitrag neu zu berechnen und dem oder der Beitragspflichtigen anlässlich der neuerlichen Baubewilligung entsprechend vorzuschreiben. Hiebei sind bereits geleistete, nach Absatz 2, ermäßigte Beiträge anzurechnen. Anmerkung, LGBl.Nr. 96/2006)

Anmerkung, LGBl.Nr. 70/1998)

§ 22

Text

Paragraph 22,
Rechtsnatur der Beiträge

  1. Absatz einsDie Beiträge gemäß Paragraphen 18 bis 21 sind hinsichtlich der Verkehrsflächen der Gemeinde als Interessentenbeiträge ausschließliche Gemeindeabgaben im Sinn des Paragraph 6, Ziffer 5, des Finanz-Verfassungsgesetzes 1948.
  2. Absatz 2Hinsichtlich der Verkehrsflächen des Landes sind die Beiträge gemäß Paragraphen 19 bis 21 ausschließliche Landesabgaben. Die Gemeinden sind berechtigt, als Abgeltung des mit der Einhebung verbundenen Verwaltungsaufwands 50% des Beitragsaufkommens einzubehalten. Der Nettoertrag aus diesen Beitragsanteilen ist für die Errichtung und die Verbesserung der Verkehrsflächen der Gemeinde zu verwenden. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 23

Text

Paragraph 23,

Entfallen Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)

§ 24

Text

römisch IV. HAUPTSTÜCK
Baubewilligung, Bauanzeige und Bauausführung

1. Abschnitt
Baubewilligung, Bauanzeige und Ausnahme hievon

Paragraph 24,
Bewilligungspflichtige Bauvorhaben

  1. Absatz einsFolgende Bauvorhaben bedürfen einer Bewilligung der Baubehörde (Baubewilligung), soweit die Paragraphen 25 und 26 nichts anderes bestimmen:
    1. Ziffer eins
      der Neu-, Zu- oder Umbau von Gebäuden;
    2. Ziffer 2
      die Errichtung oder wesentliche (umbaugleiche) Änderung sonstiger Bauwerke über oder unter der Erde, die auf Grund ihrer Verwendung, Größe, Lage, Art oder Umgebung geeignet sind, eine erhebliche Gefahr oder eine wesentliche Belästigung für Menschen herbeizuführen oder das Orts- und Landschaftsbild zu stören;
    3. Ziffer 3
      die Änderung des Verwendungszwecks von Gebäuden (Gebäudeteilen) oder sonstigen Bauwerken gemäß Ziffer 2,, wenn dadurch zusätzliche schädliche Umwelteinwirkungen zu erwarten sind;
    4. Ziffer 4
      der Abbruch von Gebäuden (Gebäudeteilen) oder sonstigen Bauwerken gemäß Ziffer 2, oder Teilen hievon, wenn sie an der Nachbargrundgrenze mit anderen Gebäuden zusammengebaut sind;
    5. Ziffer 5
      die Anbringung oder Errichtung von Antennenanlagen mit mehr als drei Meter Höhe einschließlich eines allfälligen Antennenmastes, gemessen vom Fußpunkt der Antenne oder des Mastes, soweit sie nicht in den Widmungskategorien des Paragraph 22, Absatz 6 und Absatz 7,, Paragraph 23, Absatz 4, Ziffer 3,, Paragraph 29,, Paragraph 30 und Paragraph 30 a, Oö.Raumordnungsgesetz 1994 errichtet werden.
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,, 34/2013)
  2. Absatz 2Die Landesregierung kann durch Verordnung bestimmen, daß
    1. Ziffer eins
      weitere Arten von baulichen Anlagen oder von Bauvorhaben der Bewilligungspflicht unterworfen werden, soweit dies im Interesse der Sicherheit, des Brandschutzes, der Gesundheit, der Vermeidung schädlicher Umwelteinwirkungen, der Wahrung eines ungestörten Orts- und Landschaftsbildes oder der Sicherung einer zweckmäßigen und geordneten Bebauung notwendig ist,
    2. Ziffer 2
      gemäß Absatz eins, bewilligungspflichtige Arten von baulichen Anlagen oder von Bauvorhaben von der Bewilligungspflicht ausgenommen werden, soweit Interessen der unter Ziffer eins, genannten Art hiedurch nicht verletzt werden.
    Die Wirksamkeit einer solchen Verordnung kann auf ein bestimmtes Gebiet beschränkt werden, wenn dies wegen der besonderen örtlichen Verhältnisse in diesem Gebiet begründet ist.
  3. Absatz 3In einer Verordnung gemäß Absatz 2, Ziffer eins, hat die Landesregierung zu bestimmen, daß sich der Bauwerber zur Ausführung des Bauvorhabens einer gesetzlich dazu befugten Person (Bauführer) zu bedienen hat, wenn dies aus Gründen der Sicherheit, der Festigkeit, des Brandschutzes, der Wärmedämmung und des Wärmeschutzes, der Schalldämmung und des Schallschutzes, der Gesundheit, der Hygiene, des Unfallschutzes, der Bauphysik sowie des Umweltschutzes erforderlich ist.
  4. Absatz 4Für die Bewilligungspflicht ist es ohne Belang, für welche Dauer und für welchen Zweck das Bauvorhaben bestimmt ist und ob eine feste Verbindung mit dem Boden geschaffen werden soll.

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 25

Text

Paragraph 25,
Anzeigepflichtige Bauvorhaben

  1. Absatz einsFolgende Bauvorhaben sind der Baubehörde vor Beginn der Bauausführung anzuzeigen (Bauanzeige), soweit Paragraph 26, nichts anderes bestimmt:
    1. Ziffer eins
      der Neu-, Zu- oder Umbau von Wohngebäuden, ausgenommen Gebäude mit einem Fluchtniveau von mehr als 22 m oder einer allseitigen Traufenhöhe von mehr als 25 m über dem angrenzenden künftigen Gelände, einschließlich der zugehörigen Stellplätze für Kraftfahrzeuge sowie der allenfalls vorgeschriebenen Neben- und Gemeinschaftsanlagen, wenn
      1. Litera a
        ein Bebauungsplan rechtswirksam ist,
      2. Litera b
        die Nachbarn durch ihre Unterschrift auf dem Bauplan erklärt haben, gegen das Bauvorhaben keine Einwendungen zu erheben und
      3. Litera c
        die Übereinstimmung des Bauvorhabens mit dem Bebauungsplan und allen baurechtlichen Vorschriften von einer befugten Planverfasserin oder einem befugten Planverfasser schriftlich bestätigt wurde;
    2. Ziffer 2
      unter der Voraussetzung nach Ziffer eins, Litera b und wenn die Übereinstimmung des Bauvorhabens mit allen baurechtlichen Vorschriften von einer befugten Planverfasserin oder einem befugten Planverfasser schriftlich bestätigt wurde:
      1. Litera a
        der Neu-, Zu- oder Umbau von Betriebsgebäuden - einschließlich von solchen der Land- und Forstwirtschaft - mit einer bebauten Fläche bis zu 300 m² und einer Gebäudehöhe von höchstens neun Meter, bei Zubauten jedoch bis zur Höhe des bestehenden Gebäudes, wenn diese nicht zur Tierhaltung bestimmt sind;
      2. Litera b
        der Neu-, Zu- oder Umbau von Nebengebäuden;
    3. Ziffer 2 a
      die Anbringung oder Errichtung von Antennenanlagen mit mehr als drei Meter Höhe einschließlich eines allfälligen Antennenmastes, gemessen vom Fußpunkt der Antenne oder des Mastes, soweit
      1. Litera a
        sie nicht nach Paragraph 24, Absatz eins, Ziffer 5, einer Bewilligung bedürfen oder
      2. Litera b
        in den Fällen des Paragraph 24, Absatz eins, Ziffer 5,, sofern die Antennenanlage eine Höhe von zehn Meter nicht überschreitet, die Zustimmung der Nachbarn gemäß Paragraph 31, Absatz eins, Ziffer eins,, sofern die Antennenanlage jedoch eine Höhe von zehn Meter überschreitet, die Zustimmung der Nachbarn gemäß Paragraph 31, Absatz eins, Ziffer 2,, zur Durchführung des Anzeigeverfahrens nachgewiesen wird;
    4. Ziffer 2 b
      die Änderung des Verwendungszwecks von Gebäuden (Gebäudeteilen) oder sonstigen Bauwerken gemäß Paragraph 24, Absatz eins, Ziffer 2,, wenn dadurch ein Einfluss auf die Festigkeit tragender Bauteile, den Brandschutz, die gesundheitlichen oder hygienischen Verhältnisse zu erwarten ist;
    5. Ziffer 3
      die nicht unter Paragraph 24, Absatz eins, Ziffer eins, fallende
      1. Litera a
        größere Renovierung von Gebäuden;
      2. Litera b
        sonstige Änderung oder Instandsetzung von Gebäuden, wenn eine solche Baumaßnahme von Einfluss auf die Festigkeit tragender Bauteile, den Brandschutz, die gesundheitlichen oder hygienischen Verhältnisse oder das Orts- und Landschaftsbild ist oder das äußere Aussehen des Gebäudes wesentlich verändert;
    6. Ziffer 4
      die Errichtung oder wesentliche (umbaugleiche) Änderung von
      1. Litera a
        Hauskanalanlagen im Sinn des Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer 12, Oö. Abwasserentsorgungsgesetz 2001;
      2. Litera b
        Düngersammelanlagen einschließlich geschlossener Jauche- und Güllegruben land- und forstwirtschaftlicher Betriebe;
      3. Litera c
        Senkgruben;
    7. Ziffer 5
      die Verglasung von Balkonen und Loggien sowie die Herstellung von Wintergärten;
    8. Ziffer 6
      die Herstellung von Schwimmteichen, Schwimm- und sonstigen Wasserbecken mit einer Tiefe von mehr als 1,50 Meter oder mit einer Wasserfläche von mehr als 35 m²;
    9. Ziffer 7
      die Errichtung von gemäß dem Oö. Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz 2006 nicht bewilligungspflichtigen Windkraftanlagen;
    10. Ziffer 7 a
      die Anbringung oder Errichtung von nach dem Oö. Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz 2006 nicht bewilligungspflichtigen Photovoltaikanlagen sowie von thermischen Solaranlagen,
      1. Litera a
        soweit sie frei stehen und ihre Höhe mehr als 2 m über dem künftigen Gelände beträgt oder
      2. Litera b
        soweit sie an baulichen Anlagen angebracht werden und die Oberfläche der baulichen Anlage um mehr als 1,5 m überragen;
    11. Ziffer 8
      die Veränderung der Höhenlage einer nach dem Flächenwidmungsplan im Bauland gelegenen Grundfläche um mehr als 1,50 Meter;
    12. Ziffer 9
      die Errichtung oder wesentliche (umbaugleiche) Änderung von nicht Wohnzwecken dienenden ebenerdigen (eingeschossigen) Gebäuden mit einer bebauten Fläche bis zu 15 m²;
    13. Ziffer 9 a
      die Errichtung oder wesentliche (umbaugleiche) Änderung von Würstel- oder Fischbratständen und ähnlichen Verkaufseinrichtungen auf öffentlichen Verkehrsflächen sowie von touristischen Informationsstellen, Toilettenanlagen und ähnlichen Einrichtungen für Verkehrszwecke;
    14. Ziffer 9 b
      die Errichtung oder wesentliche (umbaugleiche) Änderung von freistehenden oder angebauten Schutzdächern mit einer bebauten Fläche bis zu 35 m², auch wenn sie als Abstellplätze für Kraftfahrzeuge verwendet werden;
    15. Ziffer 10
      die Errichtung oder wesentliche (umbaugleiche) Änderung von Fahrsilos mit einer nutzbaren Bodenplatte von mehr als 50 m²;
    16. Ziffer 11
      die Errichtung von Aufzugsschächten bei bestehenden Gebäuden;
    17. Ziffer 12
      der Abbruch von Gebäuden (Gebäudeteilen), soweit er nicht nach Paragraph 24, Absatz eins, Ziffer 4, einer Bewilligung bedarf;
    18. Ziffer 13
      Oberflächenbefestigungen, die eine Bodenversiegelung bewirken, wie Asphaltierungen, Betonierungen und dgl., wenn die befestigte Fläche insgesamt 1000 m² übersteigt, sofern die Maßnahme nicht nach anderen gesetzlichen Bestimmungen einer Bewilligungs- oder Anzeigepflicht unterliegt; der Gemeinderat kann durch Verordnung insbesondere aus Gründen des Umweltschutzes sowie des Schutzes des Orts- und Landschaftsbildes die Fläche, ab der eine Anzeigepflicht gegeben ist, bis auf 250 m² herabsetzen;
    19. Ziffer 14
      Stützmauern und freistehende Mauern mit einer Höhe von mehr als 1,50 Meter über dem jeweils tiefer gelegenen Gelände, sowie Stützmauern mit einer aufgesetzten Einfriedung mit einer Gesamthöhe von mehr als 2,50 Meter über dem jeweils tiefer gelegenen Gelände;
    20. Ziffer 15
      die Errichtung von Lärm- und Schallschutzwänden mit einer Höhe von mehr als drei Meter über dem jeweils tiefer gelegenen Gelände.
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 114 aus 2002,, 96/2006, 36/2008, 34/2013)
  2. Absatz eins aBei den im Absatz eins, Ziffer 3 bis 15 angeführten Bauvorhaben entfällt eine eigene Bauanzeige, wenn sie in Verbindung mit einem bewilligungspflichtigen Bauvorhaben gemäß Paragraph 24, erfolgen und im Bauplan gemäß Paragraph 29, dargestellt sind. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,, 36/2008)
  3. Absatz 2Paragraph 24, Absatz 2 und 4 gelten sinngemäß.
  4. Absatz 3Für die Bauanzeige und deren Inhalt gilt Paragraph 28, Absatz eins, Ziffer eins bis 3 sinngemäß mit der Maßgabe, daß an die Stelle des Bauwerbers der Anzeigende tritt. Für Bauvorhaben nach Absatz eins, Ziffer eins und 2 gilt zusätzlich Paragraph 28, Absatz eins, Ziffer 4, sinngemäß, soweit die Bauvorhaben nach Absatz eins, Ziffer 2, nicht unter eine Ausnahme des Paragraph 3, Absatz 2, fallen.
  5. Absatz 4Der Bauanzeige sind anzuschließen:
    1. Ziffer eins
      bei Bauvorhaben
      1. Litera a
        nach Absatz eins, Ziffer eins, die im Paragraph 28, Absatz 2, Ziffer eins bis 7 genannten Unterlagen,
      2. Litera b
        nach Absatz eins, Ziffer 2, die im Paragraph 28, Absatz 2, Ziffer eins bis 4 und 6 genannten Unterlagen,
      jeweils zusätzlich mit der schriftlichen Bestätigung der Planverfasserin oder des Planverfassers;
    2. Ziffer 2
      bei Bauvorhaben nach Absatz eins, Ziffer 2 b,, Ziffer 3, Litera b und Ziffer 11, die im Paragraph 28, Absatz 2, Ziffer eins und 4 genannten Unterlagen, wobei für den Bauplan Paragraph 29, Absatz 2 und 5 sinngemäß gelten und zudem weiters gilt, dass der Bauplan der Anzeige nur in zweifacher Ausfertigung anzuschließen ist; bei Bauvorhaben nach Absatz eins, Ziffer 3, Litera a, überdies ein allenfalls erforderlicher Energieausweis (Paragraph 36, Oö. Bautechnikgesetz 2013);
    3. Ziffer 3
      bei allen anderen Bauvorhaben nach Absatz eins, ein allgemeiner Grundbuchsauszug im Sinn des Paragraph 28, Absatz 2, Ziffer eins, sowie eine je nach Art des angezeigten Bauvorhabens ausreichende Beschreibung und zeichnerische Darstellung (Plan, Skizze und dgl.), aus der jedenfalls auch die genaue Lage des Bauvorhabens auf dem Grundstück ersichtlich sein muß; bei Bauvorhaben nach Absatz eins, Ziffer 12, überdies die Zustimmung des Eigentümers oder der Miteigentümer, wenn der Anzeigende nicht Alleineigentümer ist.
    Paragraph 28, Absatz 3, gilt in allen Fällen sinngemäß. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,, 36/2008, 34/2013)

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 25a

Text

Paragraph 25 a,
Anzeigeverfahren

  1. Absatz einsDie Baubehörde hat innerhalb von acht Wochen ab Einlangen der vollständigen und ordnungsgemäß belegten Bauanzeige die Ausführung des Bauvorhabens zu untersagen, wenn
    1. Ziffer eins
      Abweisungsgründe im Sinn des Paragraph 30, Absatz 6, Ziffer eins, oder des Paragraph 35, Absatz eins, Ziffer 3, vorliegen oder
    2. Ziffer 2
      offensichtliche Abweisungsgründe im Sinn des Paragraph 30, Absatz 6, Ziffer 2, festgestellt werden oder
    3. Ziffer 3
      das angezeigte Bauvorhaben einer Bewilligung nach Paragraph 24, Absatz eins, bedarf oder
    4. Ziffer 4
      bei Windkraftanlagen gemäß Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer 7, die im Paragraph 12, Absatz 2, Oö. Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz 2006 festgelegten Abstandsbestimmungen nicht eingehalten werden.
    Die Untersagungsfrist ist gewahrt, wenn die Baubehörde den Bescheid am letzten Tag der achtwöchigen Frist nachweisbar abfertigt, z. B. der Post zur Zustellung übergibt. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,, 34/2013)
  2. Absatz eins aSoweit sie Abweisungsgründe gemäß Absatz eins, Ziffer 2, feststellt, kann die Baubehörde anstelle der Untersagung innerhalb der im Absatz eins, genannten Frist für das Bauvorhaben mit Bescheid Auflagen oder Bedingungen (Paragraph 35, Absatz 2,) vorschreiben, wenn dadurch
    1. Ziffer eins
      die festgestellten Abweisungsgründe entfallen und
    2. Ziffer 2
      - soweit es sich um Bauvorhaben nach Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer eins, oder 2 handelt - subjektive Nachbarrechte im Sinn des Paragraph 31, Absatz 4 bis 6 nicht nachteilig berührt werden.
  3. Absatz eins bDie Baubehörde kann weiters bei anzeigepflichtigen Bauvorhaben gemäß Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer 4 bis 15 mit Bescheid die Bestellung eines Bauführers oder einer Bauführerin (Paragraph 40,) und eine Befundausstellung durch diesen oder diese auftragen, soweit dies auf Grund der Verwendung, Größe, Lage, Art oder Umgebung des Bauvorhabens erforderlich ist; für den vom Bauführer oder von der Bauführerin auszustellenden und von dem oder der Anzeigenden der Baubehörde vorzulegenden Befund gilt Paragraph 43, Absatz 2, Ziffer eins, Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,, 36/2008)
  4. Absatz 2Wird innerhalb der im Absatz eins, genannten Frist die Ausführung des Bauvorhabens nicht untersagt oder teilt die Baubehörde dem Anzeigenden schon vorher schriftlich mit, daß eine Untersagung der Bauausführung nicht beabsichtigt ist, darf mit der Bauausführung begonnen werden. Im Fall der Vorschreibung von Auflagen oder Bedingungen nach Absatz eins a, darf mit der Bauausführung jedoch erst nach Rechtskraft des diesbezüglichen Bescheids begonnen werden.
  5. Absatz 3Ergeht eine schriftliche Mitteilung nach Absatz 2, erster Satz oder wird innerhalb der im Absatz eins, genannten Frist die Bauausführung nicht untersagt, hat die Baubehörde bei Bauvorhaben nach Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer eins und 2 den Bauplan mit dem Vermerk „Baufreistellung“ zu versehen, diesen zu datieren und zu unterfertigen und mindestens eine mit diesem Vermerk versehene Ausfertigung des Bauplans dem Anzeigenden zurückzustellen. Im Fall der Vorschreibung von Auflagen oder Bedingungen nach Absatz eins a, ist die Ausfertigung des Bauplans jedoch erst nach Rechtskraft des diesbezüglichen Bescheids zurückzustellen. Überdies ist in diesem Fall der Vermerk „Baufreistellung“ durch einen entsprechenden Hinweis auf den Bescheid zu ergänzen.
  6. Absatz 4Für die Wirksamkeit der Bauanzeige und für deren Erlöschen gilt Paragraph 38, Absatz eins bis 4 und 7 sinngemäß mit der Maßgabe, daß die dreijährige Frist mit Ablauf der im Absatz eins, genannten Frist, mit Rechtskraft des Bescheids nach Absatz eins a, oder mit der Zustellung einer schriftlichen Mitteilung nach Absatz 2, zu laufen beginnt.
  7. Absatz 5Im Übrigen gilt für anzeigepflichtige Bauvorhaben Folgendes:
    1. Ziffer eins
      für Bauvorhaben gemäß Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer eins und 2 gelten alle Vorschriften über vergleichbare bewilligungspflichtige Bauvorhaben sinngemäß, ausgenommen die Paragraphen 32 bis 35,
    2. Ziffer 2
      für alle anderen Bauvorhaben nach Paragraph 25, Absatz eins, gelten die Vorschriften der Paragraphen 36,, 38, 39, 41 und 45 bis 49 sinngemäß, für Bauvorhaben nach Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer 3, Litera b, zusätzlich Paragraph 40 ;,
    3. Ziffer 3
      für Bauvorhaben nach Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer eins und 2 gelten die Paragraphen 19 bis 21 über den Verkehrsflächenbeitrag sinngemäß mit der Maßgabe, dass an die Stelle der Baubewilligung der Vermerk über die Baufreistellung auf dem Bauplan tritt.

Anmerkung, LGBl.Nr. 96/2006, 34/2013)

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 26

Text

Paragraph 26,
Bewilligungs- und anzeigefreie Bauvorhaben

Weder einer Baubewilligung noch einer Bauanzeige bedürfen die in den Paragraphen 24 und 25 nicht angeführten Bauvorhaben; dies gilt insbesondere für

  1. Ziffer eins
    den Einbau von Sanitärräumen und den sonstigen Innenausbau von bestehenden Gebäuden, soweit er nicht unter Paragraph 24, Absatz eins, Ziffer eins, oder unter Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer 3, fällt;
  2. Ziffer 2
    Baustelleneinrichtungen, wie Bauhütten, für die Dauer der Bauausführung (Paragraph 38, Absatz 2 bis 4, Paragraph 39, Absatz eins,);
  3. Ziffer 3
    Bauvorhaben, die in Entsprechung eines baubehördlichen Auftrages ausgeführt werden;
  4. Ziffer 4
    Stützmauern und freistehende Mauern bis zu einer Höhe von 1,50 Meter über dem jeweils tiefer gelegenen Gelände;
    Einfriedungen, soweit sie nicht unter Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer 14, fallen; Wild- und Weidezäune;
  5. Ziffer 5
    Pergolen;
  6. Ziffer 6
    Spielhäuschen und ähnliche Einrichtungen auf Kinder- und Jugendspielplätzen, soweit diese überhaupt als bauliche Anlagen gelten und nicht schon gemäß Paragraph eins, Absatz 3, Ziffer 14, ausgenommen sind;
  7. Ziffer 7
    Schwimm- und sonstige Wasserbecken mit einer Tiefe bis zu 1,50 Meter und einer Wasserfläche bis zu 35 m²;
  8. Ziffer 8
    bauliche Anlagen der im Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer 7 a,, 10 und 15 genannten Art, soweit sie die dort angegebenen Abmessungen (Fläche, Höhe) nicht erreichen;
  9. Ziffer 9
    Gebäude im Zusammenhang mit baulichen Anlagen der im Paragraph eins, Absatz 3, Ziffer 5 und 6 genannten Art mit einer bebauten Fläche bis zu 15 m² und einer Traufenhöhe bis zu 3 m über dem Erdgeschoßfußboden;
  10. Ziffer 10
    Folientunnels ohne Feuerungsanlagen, soweit sie zum Anbau von Pflanzen verwendet werden.

§ 27

Text

Paragraph 27,
Sonderbestimmungen für Werbe- und Ankündigungseinrichtungen

  1. Absatz einsWerbe- und Ankündigungseinrichtungen aller Art (Tafeln, Schaukästen, Anschlagsäulen, sonstige Vorrichtungen und Gegenstände, an denen Werbungen und Ankündigungen angebracht werden können, Bezeichnungen, Beschriftungen, Hinweise und dgl.) und deren Beleuchtung dürfen ungeachtet des für den Aufstellungsort geltenden Flächenwidmungsplans oder Bebauungsplans errichtet werden, sofern dieser eine solche Errichtung nicht ausdrücklich ausschließt. Sie müssen so errichtet oder angebracht werden und in Ausmaß, Form, Farbe und Werkstoff so beschaffen sein, daß sie die Sicherheit nicht gefährden und ihr Erscheinungsbild das Orts- und Landschaftsbild nicht stört. Einem Flächenwidmungs- oder Bebauungsplan im Sinn des ersten Satzes gleichzuhalten ist eine Erklärung zum Neuplanungsgebiet, die zum Zweck der Erlassung oder Änderung eines Flächenwidmungs- oder Bebauungsplans verordnet wurde, mit dem die Errichtung von Werbe- und Ankündigungseinrichtungen ausdrücklich ausgeschlossen werden soll.
  2. Absatz 2Die beabsichtigte Errichtung, Anbringung oder wesentliche Änderung von Werbe- und Ankündigungseinrichtungen
    1. Ziffer eins
      mit elektrisch betriebener, leuchtender oder beleuchteter Werbe- oder Anzeigefläche oder
    2. Ziffer 2
      mit insgesamt mehr als 4 m² Werbe- oder Anzeigefläche
    ist der Baubehörde vor Ausführung des Vorhabens anzuzeigen.
  3. Absatz 3Für die Bauanzeige und das baubehördliche Anzeigeverfahren gelten Paragraph 25, Absatz 3, erster Satz und Absatz 4, Ziffer 3,, Paragraph 25 a, Absatz 2 und 4 sowie Paragraph 28, Absatz 3 ;, Paragraph 25 a, Absatz eins, gilt mit der Maßgabe, daß eine Untersagung der Ausführung des angezeigten Vorhabens nur wegen eines Widerspruchs zu Absatz eins, erfolgen kann.
  4. Absatz 4Absatz 2 und 3 gelten nicht für Werbe- und Ankündigungseinrichtungen von Wählergruppen, die sich an der Wahlwerbung für die Wahl zu einem allgemeinen Vertretungskörper oder zu den satzungsgebenden Organen einer gesetzlichen beruflichen Interessenvertretung, für die Wahl des Bundespräsidenten oder für Volksabstimmungen, Volksbegehren und Volksbefragungen auf Grund landes- oder bundesgesetzlicher Vorschriften beteiligen oder im Rahmen der Ausübung von sonstigen Bürgerrechten im Sinn des 5. Hauptstücks des Oö. Landes-Verfassungsgesetzes innerhalb von acht Wochen vor dem Wahltag, dem Tag der Volksabstimmung oder Volksbefragung oder dem Beginn der Unterstützungs- oder Eintragungsfrist; solche Einrichtungen sind spätestens zwei Wochen nach dem Wahltag, dem Tag der Volksabstimmung oder Volksbefragung oder dem Ende der Unterstützungs- oder Eintragungsfrist zu entfernen. Dies gilt sinngemäß für Ankündigungen von öffentlichen Veranstaltungen mit überörtlicher Bedeutung (Messen, Ausstellungen und dgl.), soweit sie im öffentlichen Interesse gelegen sind.
  5. Absatz 5Werbe- und Ankündigungseinrichtungen im Sinn des Absatz 2,, die entgegen einem rechtskräftigen Bescheid, mit dem die Ausführung des Vorhabens untersagt wurde, oder entgegen der Vorschrift des Paragraph 25 a, Absatz 2, errichtet, angebracht oder wesentlich geändert werden, sind von der Baubehörde zu entfernen. Die Baubehörde hat den Eigentümer des entfernten Gegenstandes oder - wenn dieser unbekannt ist - den Eigentümer des Grundstückes unverzüglich aufzufordern, ihn zu übernehmen. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)
  6. Absatz 6Die Kosten der Entfernung und Aufbewahrung eines Gegenstandes nach Absatz 5, sind von dessen Eigentümer der Baubehörde zu ersetzen. Die Nichtübernahme von entfernten Gegenständen innerhalb eines Monats nach der Aufforderung gilt als Verzicht auf das Eigentum zugunsten der Gemeinde. Für Schäden, die bei der Entfernung von Gegenständen unvermeidbar eintreten, besteht kein Anspruch auf Entschädigung.

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 27a

Text

Paragraph 27 a,
Widmungsneutrale Bauwerke

  1. Absatz einsFür bauliche Anlagen geringer Größe oder untergeordneter Bedeutung, die im überwiegenden öffentlichen Interesse der infrastrukturellen Versorgung oder Erschließung eines bestimmten Gebietes dienen, und die, um ihre Funktion bestmöglich zu erfüllen, an bestimmten Standorten errichtet werden müssen, gilt Paragraph 27, Absatz eins, sinngemäß.
  2. Absatz 2Die Landesregierung kann durch Verordnung Typen von baulichen Anlagen bestimmen, auf die die Voraussetzungen des Absatz eins, jedenfalls zutreffen.

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 27b

Text

Paragraph 27 b,
Sonderbestimmungen für Dauerkleingärten

  1. Absatz einsDauerkleingartenanlagen sind Verbände von mindestens fünf örtlich zusammenhängenden Dauerkleingärten. Dauerkleingärten sind Grundflächen kleineren Ausmaßes (in der Regel kleiner als 500 m2), die auf Dauer für eine nichterwerbsmäßige gärtnerische Nutzung oder für Zwecke der individuellen Erholung, nicht jedoch für den dauernden Aufenthalt von Menschen bestimmt sind. Dauerkleingärten müssen keine eigenen Grundstücke im Sinn des Grundbuchs- und Vermessungsrechts bilden.
  2. Absatz 2Dauerkleingartenanlagen dürfen nur in der Widmung „Grünland-Dauerkleingärten“ und nach Maßgabe einer Verordnung der Gemeinde errichtet und bebaut werden, die deren Bebauung und Gestaltung regelt und jedenfalls die Gebäudehöhe und -größe sowie die interne Verkehrserschließung festzulegen hat. Der danach zulässige Neu-, Zu- oder Umbau von Gebäuden bedarf keiner Bauplatzbewilligung.

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 28

Text

Paragraph 28,
Baubewilligungsantrag

  1. Absatz einsDie Baubewilligung ist bei der Baubehörde schriftlich zu beantragen. Der Antrag hat zu enthalten:
    1. Ziffer eins
      den Namen und die Anschrift des Bauwerbers;
    2. Ziffer 2
      den Namen und die Anschrift des Eigentümers der Grundstücke, auf denen das Bauvorhaben ausgeführt werden soll;
    3. Ziffer 3
      die Grundstücksnummern und Einlagezahlen der in Ziffer 2, angeführten Grundstücke sowie die Katastralgemeinden, in denen diese Grundstücke liegen;
    4. Ziffer 4
      die Daten der Bauplatzbewilligung oder einen entsprechenden Hinweis auf ein anhängiges Bauplatzbewilligungsverfahren, wenn für die Erteilung der Baubewilligung eine Bauplatzbewilligung Voraussetzung ist.
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)
  2. Absatz 2Dem Antrag auf Baubewilligung sind anzuschließen:
    1. Ziffer eins
      ein allgemeiner Grundbuchsauszug, der dem Grundbuchsstand zur Zeit der Einbringung des Antrages entsprechen muß;
    2. Ziffer eins a
      –soweit vorhanden – ein nach dem Forstgesetz 1975 oder den Richtlinien der Bundeswasserbauverwaltung erstellter Plan, der für den betreffenden Bereich die Gefahrenzonen darstellt;
    3. Ziffer 2
      beim Neu-, Zu- und Umbau sowie beim Abbruch von Gebäuden die Zustimmung des Grundeigentümers oder der Miteigentümer, wenn der Bauwerber nicht Alleineigentümer ist; die Zustimmung der Miteigentümer ist dann nicht erforderlich, wenn es sich um Zu- oder Umbauten innerhalb einer selbständigen Wohnung, einer sonstigen selbständigen Räumlichkeit oder auf einem damit verbundenen Teil der Liegenschaft im Sinn des Paragraph eins, des Wohnungseigentumsgesetzes oder des Paragraph 2, Wohnungseigentumsgesetz 2002 handelt;
    4. Ziffer 3
      ein Verzeichnis der Nachbargrundstücke und Nachbarn (Paragraph 31, Absatz eins,);
    5. Ziffer 4
      der Bauplan in zweifacher Ausfertigung;
    6. Ziffer 5
      der Nachweis der ausreichenden Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser (Wasserbefund) nach Maßgabe des Paragraph 18, Absatz eins, Oö. Bautechnikgesetz 2013;
    7. Ziffer 6
      soweit erforderlich ein Energieausweis (Paragraph 36, Oö. Bautechnikgesetz 2013 );
    8. Ziffer 7
      soweit erforderlich ein Nachweis über die Prüfung des Einsatzes von hocheffizienten alternativen Energiesystemen.
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,, 96/2006, 36/2008, 34/2013)
  3. Absatz 3Die Baubehörde kann auf die Vorlage eines Grundbuchsauszuges (Absatz 2, Ziffer eins,) verzichten, wenn der Nachweis des Eigentums an den Grundstücken, auf denen das Bauvorhaben ausgeführt werden soll, der Baubehörde bereits vorliegt oder vom Bauwerber auf andere Weise erbracht wird.
  4. Absatz 4Die Landesregierung kann im Interesse einer möglichst einfachen und zweckmäßigen Gestaltung der Anträge durch Verordnung die Verwendung von Formularen vorschreiben. Ferner kann die Landesregierung durch Verordnung die Zahl der Ausfertigungen des Bauplanes oder von Teilen des Bauplanes erhöhen oder vermindern, wenn und insoweit dies mit Rücksicht auf die Anzahl der Parteien des Verfahrens oder die mit Ausfertigungen zu beteilenden Behörden oder Dienststellen für eine möglichst rasche, zweckmäßige oder kostensparende Durchführung des Verfahrens geboten ist.

§ 29

Text

Paragraph 29,
Bauplan

  1. Absatz einsDer Bauplan hat, soweit dies nach der Art des beabsichtigten Bauvorhabens in Betracht kommt, zu enthalten:
    1. Ziffer eins
      den Lageplan, der auszuweisen hat:
      1. Litera a
        die Lage des Bauplatzes oder Baugrundstückes sowie der benachbarten Grundstücke mit Angabe der Nordrichtung;
      2. Litera b
        die Grundstücksnummern;
      3. Litera c
        die Größe des Bauplatzes oder Baugrundstückes;
      4. Litera d
        die Baubestände (Gebäude und sonstige bauliche Anlagen, wie Brunnen, Senkgruben, Kanäle und Einfriedungen) auf dem Bauplatz (Baugrundstück) und den benachbarten Grundstücken;
      5. Litera e
        ober- und unterirdische Leitungen auf dem Bauplatz (Baugrundstück);
      6. Litera f
        die Lage des Bauvorhabens und seine Abstände von den öffentlichen Verkehrsflächen und den übrigen Nachbargrundstücken;
      7. Litera g
        die vorgesehenen Kinderspielplätze, Erholungsflächen, Einfriedungen, Abstellplätze für Kraftfahrzeuge und Düngersammelanlagen;
    2. Ziffer 2
      die Grundrisse, bei Gebäuden von sämtlichen Geschoßen einschließlich der Kellergeschoße; die notwendigen Schnitte (bei Gebäuden insbesondere die Stiegenhausschnitte) mit dem anschließenden Gelände und dessen Höhenlage; die Tragwerkssysteme, alle Ansichten, die zur Beurteilung der äußeren Gestaltung des Bauvorhabens und des Anschlusses an vorhandene Bauwerke erforderlich sind; die Darstellung des Dachstuhles und der Rauchfänge (Abgasfänge); die Anlagen für die Wasser- und Energieversorgung, Müll- und Abwasserbeseitigung; allfällige Hausbrieffachanlagen;
    3. Ziffer 3
      eine Beschreibung des Bauvorhabens und der Bauausführung (Baubeschreibung); sie hat insbesondere Angaben über die bebaute Fläche, den umbauten Raum, die Nutzfläche, die Zahl und Größe der Räumlichkeiten und gegebenenfalls ihre besondere Zweckwidmung (wie Wohnungen, Büros und Geschäftsräumlichkeiten) sowie die vorgesehenen Baustoffe, Bauteile oder Bauarten zu enthalten;
    4. Ziffer 4
      bei einer baulichen Anlage, für die Paragraph 31, Oö. Bautechnikgesetz 2013 gilt, eine Bestätigung des Planverfassers oder der Planverfasserin, dass das Bauvorhaben mit dieser Bestimmung übereinstimmt.
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,, 34/2013)
  2. Absatz 2Bei Bauvorhaben gemäß Paragraph 24, Absatz eins, Ziffer 3 und 4 und bei Änderung des Bauvorhabens im Zug des Verfahrens (Paragraph 34,) kann der Bauplan auf die Darstellung und Beschreibung derjenigen Teile beschränkt werden, die für die Beurteilung des Bauvorhabens maßgeblich sind. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)
  3. Absatz 3Im übrigen hat der Bauplan alles zu enthalten, was für die Beurteilung des Bauvorhabens nach den Vorschriften dieses Landesgesetzes notwendig ist. Die Baubehörde hat die zur Erreichung dieses Zweckes erforderlichen Ergänzungen, insbesondere die Vorlage von schaubildlichen Darstellungen, Detailplänen und statischen Vorbemessungen oder statischen Berechnungen samt Konstruktionsplänen, zu verlangen.
  4. Absatz 4Die Landesregierung hat durch Verordnung nähere Vorschriften über den Maßstab und die Herstellung der im Rahmen des Bauplanes der Baubehörde vorzulegenden Pläne sowie über die Verwendung bestimmter Materialien und Farben bei der Herstellung dieser Pläne zu erlassen.
  5. Absatz 5Der Bauplan darf bei Bauvorhaben gemäß Paragraph 24, Absatz eins, Ziffer eins,, 2 und 4 nur von einer gesetzlich dazu befugten Person (Planverfasser) erstellt werden. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)
  6. Absatz 6Alle Pläne sowie die Baubeschreibung sind vom Planverfasser, von den Grundeigentümern, vom Bauwerber und vom Bauführer zu unterzeichnen. Ist der Bauführer bei Einreichung des Bauplanes noch nicht bestimmt, hat er die Unterzeichnung vor Beginn der Bauausführung bei der Baubehörde nachzuholen.
  7. Absatz 7Der Planverfasser hat für dessen Richtigkeit und Vollständigkeit zu sorgen. Diese Verpflichtung wird durch die Baubewilligung und durch baubehördliche Überprüfungen nicht eingeschränkt.

§ 30

Text

Paragraph 30,
Vorprüfung

  1. Absatz einsAnträge gemäß Paragraph 28, sind von der Baubehörde auf ihre Übereinstimmung mit den Vorschriften dieses Landesgesetzes zu prüfen.
  2. Absatz 2Ist für die Erteilung der Baubewilligung eine Bauplatzbewilligung Voraussetzung, liegt aber eine rechtskräftige Bauplatzbewilligung nicht vor und ist auch kein Bauplatzbewilligungsverfahren anhängig, hat die Baubehörde den Bauwerber schriftlich aufzufordern, innerhalb einer angemessen festzusetzenden Frist die Bauplatzbewilligung zu beantragen. Bringt der Bauwerber innerhalb der festgesetzten Frist einen Bauplatzbewilligungsantrag nicht ein, hat die Baubehörde den Baubewilligungsantrag zurückzuweisen. Dies gilt sinngemäß für Bauplätze im Sinn des Paragraph 3, Absatz 3,, wenn die Bauplatzeigenschaft nicht gegeben ist.
  3. Absatz 3Ist für die Erteilung der Baubewilligung eine Bauplatzbewilligung Voraussetzung und ist das Bauplatzbewilligungsverfahren noch anhängig, ist, wenn der Erteilung der Bauplatzbewilligung Bestimmungen dieses Landesgesetzes entgegenstehen, der Baubewilligungsantrag nach Abschluß des Bauplatzbewilligungsverfahrens zurückzuweisen.
  4. Absatz 4Ist das Baubewilligungsansuchen nicht nach Absatz 2, oder 3 zurückzuweisen, hat die Baubehörde erforderlichenfalls dem Bauwerber Ergänzungen im Sinn des Paragraph 29, Absatz 3, aufzutragen. Kommt der Bauwerber einem solchen Auftrag innerhalb einer angemessen festzusetzenden Frist nicht nach, ist der Antrag zurückzuweisen.
  5. Absatz 5Paragraph 13, Absatz 3, des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes 1991 (AVG) bleibt unberührt.
  6. Absatz 6Der Baubewilligungsantrag ist von der Baubehörde ohne Durchführung einer Bauverhandlung abzuweisen, wenn sich auf Grund der Prüfung durch die Baubehörde schon aus dem Antrag oder dem Bauplan ergibt, daß das Bauvorhaben
    1. Ziffer eins
      zwingenden Bestimmungen eines Flächenwidmungsplans, eines Bebauungsplans, einer Erklärung zum Neuplanungsgebiet oder einer rechtskräftigen Bauplatzbewilligung widerspricht, oder
    2. Ziffer 2
      sonstigen zwingenden baurechtlichen Bestimmungen widerspricht und eine Baubewilligung daher ohne Änderung des Bauvorhabens offensichtlich nicht erteilt werden kann.
    Vor der Abweisung des Baubewilligungsantrages ist das Parteiengehör zu wahren und, wenn eine Behebung des Mangels durch Änderung des Bauvorhabens möglich ist, dem Bauwerber unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit dazu zu geben. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)
  7. Absatz 7Die Baubehörde kann sich zur Beratung in Fragen der Übereinstimmung eines geplanten Bauvorhabens mit dem Orts- und Landschaftsbild eines sachverständigen Beirats bedienen. Ziel der Tätigkeit des Beirats ist insbesondere der Schutz und die Gestaltung des Orts- und Landschaftsbildes, wobei auf naturschutzrechtlich geschützte Gebiete, Naturdenkmäler, andere bemerkenswerte Naturgebilde und Gegenstände von geschichtlicher, künstlerischer und kultureller Bedeutung Bedacht zu nehmen ist. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 31

Text

Paragraph 31,
Einwendungen der Nachbarn

  1. Absatz einsNachbarn sind
    1. Ziffer eins
      bei Wohngebäuden einschließlich der zugehörigen Stellplätze für Kraftfahrzeuge sowie der allenfalls vorgeschriebenen Neben- und Gemeinschaftsanlagen: die Eigentümer oder Eigentümerinnen und Miteigentümer oder Miteigentümerinnen der Grundstücke, die vom zu bebauenden Grundstück höchstens zehn Meter entfernt sind;
    2. Ziffer 2
      bei allen anderen Bauvorhaben sowie für die Nachbarrechte im Sinn des Absatz 5 :, die Eigentümer oder Eigentümerinnen und Miteigentümer oder Miteigentümerinnen der Grundstücke, die vom zu bebauenden Grundstück höchstens 50 Meter entfernt sind.
    Die Stellung als Nachbar besteht jedoch jeweils nur unter der Voraussetzung, dass diese Eigentümer oder Eigentümerinnen und Miteigentümer oder Miteigentümerinnen durch das Bauvorhaben voraussichtlich in ihren subjektiven Rechten beeinträchtigt werden können. Personen, denen ein Baurecht zusteht, sind Grundeigentümern oder Grundeigentümerinnen gleichgestellt. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,, 80/2005, 96/2006)
  2. Absatz eins aNachbarn im Bewilligungsverfahren nach Paragraph 24, Absatz eins, Ziffer 5, sind, sofern die Antennenanlage eine Höhe von zehn Meter nicht überschreitet, die im Absatz eins, Ziffer eins, genannten Eigentümer oder Eigentümerinnen und Miteigentümer oder Miteigentümerinnen, sofern die Antennenanlage jedoch eine Höhe von zehn Meter überschreitet, die im Absatz eins, Ziffer 2, genannten Eigentümer oder Eigentümerinnen und Miteigentümer oder Miteigentümerinnen. Diesen kommt im Bewilligungsverfahren nach Paragraph 24, Absatz eins, Ziffer 5, jedoch keine Parteistellung, sondern lediglich ein Anhörungsrecht zu; sie sind vom Ergebnis des Bewilligungsverfahrens schriftlich zu informieren. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)
  3. Absatz 2Sind die Miteigentümer der Grundstücke, auf denen das Bauvorhaben ausgeführt werden soll, Wohnungseigentümer nach dem Wohnungseigentumsgesetz oder nach dem Wohnungseigentumsgesetz 1975 und ist ihre Zustimmung nach Paragraph 28, Absatz 2, Ziffer 2, nicht erforderlich, gelten auch diese Miteigentümer als Nachbarn, wenn ihre Wohnung (Räumlichkeit oder damit verbundener Teil der Liegenschaft) unmittelbar an jene Räumlichkeit oder jenen Teil der Liegenschaft angrenzt, in der oder auf dem der geplante Zu- oder Umbau ausgeführt werden soll. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)
  4. Absatz 3Nachbarn können gegen die Erteilung der Baubewilligung mit der Begründung Einwendungen erheben, daß sie durch das Bauvorhaben in subjektiven Rechten verletzt werden, die entweder in der Privatrechtsordnung (privatrechtliche Einwendungen) oder im öffentlichen Recht (öffentlich-rechtliche Einwendungen) begründet sind.
  5. Absatz 4Öffentlich-rechtliche Einwendungen der Nachbarn sind im Baubewilligungsverfahren nur zu berücksichtigen, wenn sie sich auf solche Bestimmungen des Baurechts oder eines Flächenwidmungsplans oder Bebauungsplans stützen, die nicht nur dem öffentlichen Interesse, sondern auch dem Interesse der Nachbarschaft dienen. Dazu gehören insbesondere alle Bestimmungen über die Bauweise, die Ausnutzbarkeit des Bauplatzes, die Lage des Bauvorhabens, die Abstände von den Nachbargrenzen und Nachbargebäuden, die Gebäudehöhe, die Belichtung und Belüftung sowie jene Bestimmungen, die gesundheitlichen Belangen oder dem Schutz der Nachbarschaft gegen Immissionen dienen. Ein Schutz gegen Immissionen besteht jedoch insoweit nicht, als die Nachbargrundstücke oder die darauf allenfalls errichteten Bauwerke nicht für einen längeren Aufenthalt von Menschen bestimmt oder geeignet sind und die Errichtung solcher Bauwerke auf Grund faktischer oder rechtlicher Umstände auch in Hinkunft nicht zu erwarten ist. Als längerer Aufenthalt gilt dabei jedenfalls nicht ein wenn auch mehrmaliger oder öfterer, jeweils aber nur kurzzeitiger vorübergehender Aufenthalt von Menschen. Überdies kann der Schutz der Nachbarschaft gegen Immissionen nicht dazu führen, daß die Baubewilligung für ein Bauvorhaben, das nach der für das Baugrundstück geltenden Flächenwidmung zulässig ist, grundsätzlich versagt wird. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,, 34/2013)
  6. Absatz 5Beim Neubau von Wohngebäuden auf bisher unbebauten Grundstücken (heranrückende Bebauung) sind auch Einwendungen zu berücksichtigen, mit denen Immissionen geltend gemacht werden, die von einer bestehenden benachbarten Betriebsanlage oder von einem bestehenden benachbarten land- und forstwirtschaftlichen Betrieb ausgehen und auf das geplante Bauvorhaben einwirken. Dies gilt jedoch nur für Immissionen, die auf Grund rechtskräftiger Bescheide zulässig sind. In diesem Fall hat der Nachbar die entsprechenden Nachweise beizubringen. Anmerkung, LGBl.Nr. 70/1998, 34/2013)
  7. Absatz 6Bei baulichen Anlagen, die auch einer gewerbebehördlichen Genehmigung bedürfen, sind Einwendungen der Nachbarn, mit denen der Schutz der Nachbarschaft gegen Immissionen geltend gemacht wird, nur zu berücksichtigen, soweit sie die Frage der Zulässigkeit der Betriebstype in der gegebenen Widmungskategorie betreffen.

§ 32

Text

Paragraph 32,
Bauverhandlung

  1. Absatz einsWird der Antrag nicht gemäß Paragraph 30, zurückgewiesen oder abgewiesen, hat die Baubehörde über jeden Baubewilligungsantrag nach Paragraph 28, eine mit einem Augenschein an Ort und Stelle zu verbindende mündliche Verhandlung (Bauverhandlung) gemäß den Paragraphen 40, ff AVG durchzuführen, der mindestens ein Bausachverständiger beizuziehen ist. Zur Bauverhandlung sind jedenfalls die Parteien (insbesondere der Bauwerber und die Nachbarn einschließlich jener Miteigentümer, die im Sinn des Paragraph 31, Absatz 2, als Nachbarn gelten) sowie die zuständige Straßenverwaltung, der Planverfasser und der Bauführer, wenn er bereits bestimmt ist, zu laden. Die Ladung kann auch für bekannte Beteiligte durch Anschlag der Kundmachung in den betroffenen Häusern an einer den Hausbewohnern zugänglichen Stelle (Hausflur) erfolgen, wobei diese Ladung dieselben Rechtswirkungen wie die persönliche Verständigung entfaltet; die Eigentümer der betroffenen Häuser haben derartige Anschläge in ihren Häusern zu dulden. Die Kundmachung im Internet unter der Adresse der Baubehörde gilt als geeignete Kundmachungsform im Sinn des Paragraph 42, Absatz eins, AVG. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,, 34/2013)
  2. Absatz 2Soweit es sich nicht um Wohngebäude handelt, ist bei Bauvorhaben nach Paragraph 24, Absatz eins, Ziffer eins bis 3 auch die Oö. Umweltanwaltschaft als Partei (Paragraph 5, Absatz eins, Oö. Umweltschutzgesetz 1996) zur Bauverhandlung zu laden. Entfällt die Bauverhandlung (Absatz 7,), ist die Oö. Umweltanwaltschaft als Partei vom Baubewilligungsantrag vor Erteilung der Baubewilligung zu verständigen und zur Abgabe einer Stellungnahme binnen angemessener Frist aufzufordern. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)
  3. Absatz 3Im Baubewilligungsverfahren für bestimmte Bauvorhaben hat die Baubehörde die Bezirksverwaltungsbehörde als Naturschutzbehörde zu beteiligen und von der Bauverhandlung rechtzeitig in Kenntnis zu setzen. Diesbezüglich gilt Paragraph 48, Absatz 2, Oö. Natur- und Landschaftsschutzgesetz 2001. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)
  4. Absatz 4Bei der Bauverhandlung ist das Bauvorhaben eingehend zu erörtern und auf seine Übereinstimmung mit den maßgebenden Vorschriften zu überprüfen. Die Baubehörde hat den Bauplan, der der Bauverhandlung zugrunde gelegen ist, zu kennzeichnen.
  5. Absatz 5Werden von Nachbarn Einwendungen erhoben, hat der Verhandlungsleiter dahin zu wirken, daß erkennbar wird, ob es sich hiebei um privatrechtliche oder um öffentlich-rechtliche Einwendungen handelt. Werden in subjektiven Rechten begründete privatrechtliche Einwendungen erhoben, die zwingenden, von der Baubehörde anzuwendenden Bestimmungen nicht widersprechen, so hat der Verhandlungsleiter einen Vergleichsversuch vorzunehmen. Allfällige Einigungen über derartige privatrechtliche Einwendungen sind in der Verhandlungsschrift zu beurkunden.
  6. Absatz 6Bedarf ein Bauvorhaben auch nach anderen gesetzlichen Bestimmungen einer Bewilligung, ist die Bauverhandlung nach Möglichkeit gleichzeitig mit den anderen Verhandlungen vorzunehmen.
  7. Absatz 7Die Bauverhandlung entfällt, wenn das Bauvorhaben nach Paragraph 35, plangemäß zu bewilligen ist und die Nachbarn durch ihre Unterschrift auf dem Bauplan erklärt haben, gegen das Bauvorhaben keine Einwendungen zu erheben. Kann die Baubewilligung nur unter Auflagen und Bedingungen erteilt werden, entfällt die Bauverhandlung nur dann, wenn durch die Auflagen und Bedingungen subjektive Nachbarrechte im Sinn des Paragraph 31, Absatz 4 bis 6 nicht nachteilig berührt werden. Entfällt die Bauverhandlung, verlieren die Nachbarn mit Erlassung des Baubewilligungsbescheids ihre Stellung als Partei. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 33

Text

Paragraph 33,
Übergangene Parteien

  1. Absatz einsParteien, die vor oder bei der Bauverhandlung keine Einwendungen erheben konnten, weil sie zu dieser Verhandlung entgegen Paragraph 32, Absatz eins, nicht geladen wurden, gelten als übergangene Parteien. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)
  2. Absatz 2Je nach dem Stand des Baubewilligungsverfahrens sind übergangene Parteien auf ihren Antrag hin in dieses Verfahren wie folgt nachträglich einzubeziehen:
    1. Ziffer eins
      bis zur Erlassung des Bescheides der Baubehörde erster Instanz durch Gewährung des Parteiengehörs zum Baubewilligungsantrag und zum Ergebnis des hierüber bereits durchgeführten Ermittlungsverfahrens;
    2. Ziffer 2
      nach Erlassung des Baubewilligungsbescheides erster Instanz durch Zustellung einer Bescheidausfertigung.
  3. Absatz 3Sowohl im Rahmen des Parteiengehörs (Absatz 2, Ziffer eins,) als auch in einer gegen den Baubewilligungsbescheid (Absatz 2, Ziffer 2,) allenfalls erhobenen Berufung können übergangene Parteien alles vorbringen, was sie ansonsten bis zur oder bei der Bauverhandlung gegen das Bauvorhaben einzuwenden berechtigt gewesen wären. In keinem Fall haben übergangene Parteien jedoch einen Rechtsanspruch auf Wiederholung der mündlichen Bauverhandlung.
  4. Absatz 4Das Recht nach Absatz 2, Ziffer 2, erlischt mit Ablauf eines Jahres ab dem Beginn der Bauausführung (Paragraph 39, Absatz eins,) des gegenüber den anderen Verfahrensparteien rechtskräftig bewilligten Bauvorhabens.
  5. Absatz 5Ein Nachbar, der glaubhaft macht, dass er durch ein unvorhergesehenes oder unabwendbares Ereignis verhindert war, rechtzeitig Einwendungen zu erheben, und den kein Verschulden oder nur ein minderer Grad des Versehens trifft, kann binnen zwei Wochen nach dem Wegfall des Hindernisses, jedoch spätestens bis zum Zeitpunkt der rechtskräftigen Entscheidung über den Baubewilligungsantrag bei der Baubehörde Einwendungen erheben. Solche Einwendungen gelten als rechtzeitig erhoben und sind von der Baubehörde zu berücksichtigen. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)
  6. Absatz 6Wenn der Baubewilligungsbescheid entgegen Paragraph 32, Absatz 7, unter Entfall der Bauverhandlung erlassen wurde, obwohl ein Nachbar nicht mittels Unterschrift auf dem Bauplan erklärt hat, gegen das Bauvorhaben keine Einwendungen zu erheben, gelten für solche Personen Absatz 2, Ziffer 2, sowie Absatz 3 und 4 sinngemäß. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 34

Text

Paragraph 34,
Änderungen des Bauvorhabens im Zug des Verfahrens

Ändert der Bauwerber im Zug des Verfahrens das Bauvorhaben, hat er der Baubehörde einen entsprechend geänderten Bauplan (Paragraph 29,) vorzulegen. Wurde schon eine Bauverhandlung durchgeführt, kann eine neuerliche Bauverhandlung entfallen, wenn die Änderung im Vergleich zum verhandelten Bauvorhaben unwesentlich ist und das Parteiengehör auf eine andere Weise gewahrt wird.

§ 35

Text

Paragraph 35,
Entscheidung über den Baubewilligungsantrag

  1. Absatz einsDie Baubehörde hat über den Antrag gemäß Paragraph 28, einen schriftlichen Bescheid zu erlassen. Sofern nicht eine Zurückweisung oder eine Abweisung nach Paragraph 30, zu erfolgen hat, ist die beantragte Baubewilligung zu erteilen, wenn
    1. Ziffer eins
      die erforderliche Zustimmung des Grundeigentümers oder der Grundeigentümerin vorliegt,
    2. Ziffer 2
      das Bauvorhaben in allen seinen Teilen den Bestimmungen des Flächenwidmungsplans und des Bebauungsplans sowie sonstigen baurechtlichen Vorschriften nicht widerspricht und
    3. Ziffer 3
      das Bauvorhaben auf Grund seiner Nähe zu einem bestehenden Betrieb im Sinn der Seveso II-Richtlinie das Risiko eines schweren Unfalls im Hinblick auf die menschliche Gesundheit weder vergrößern noch die Folgen eines solchen Unfalls im Hinblick auf die menschliche Gesundheit verschlimmern kann.
    Andernfalls ist die beantragte Baubewilligung zu versagen. Im Fall des Abbruchs von Gebäuden oder Gebäudeteilen ist die Baubewilligung auch zu versagen, wenn dessen Instandhaltung oder Instandsetzung wirtschaftlich vertretbar ist und an der Erhaltung des Gebäudes oder Gebäudeteils wegen seiner Bedeutung für das charakteristische Gepräge eines erhaltenswerten Orts- und Landschaftsbilds ein öffentliches Interesse besteht; dies gilt auch für die Untersagung der Ausführung eines nach Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer 12, bloß anzeigepflichtigen Abbruchs. Umfaßt ein Baubewilligungsantrag mehrere bewilligungspflichtige Bauvorhaben, ist über jedes dieser Bauvorhaben zu entscheiden. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,, 96/2006)
  2. Absatz eins aÖffentlich-rechtliche Einwendungen der Nachbarn, die im Baubewilligungsverfahren zu berücksichtigen sind, stehen der Erteilung einer Baubewilligung entgegen, wenn sie sachlich gerechtfertigt sind. Kann solchen öffentlich-rechtlichen Einwendungen durch Auflagen oder Bedingungen entsprochen werden, sind diese vorzuschreiben. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)
  3. Absatz 2Bei der Erteilung der Baubewilligung sind die nach baurechtlichen Vorschriften im Interesse der Sicherheit, der Festigkeit, des Brandschutzes, der Wärmedämmung und des Wärmeschutzes, der effizienten Energienutzung, der Schalldämmung und des Schallschutzes, der Gesundheit, der Hygiene, des Unfallschutzes, der Bauphysik, des Umweltschutzes sowie des Orts- und Landschaftsbildes in jedem einzelnen Fall erforderlichen Auflagen oder Bedingungen
    1. Ziffer eins
      für das Bauvorhaben selbst,
    2. Ziffer 2
      für die Ausführung des Bauvorhabens und
    3. Ziffer 3
      für die Erhaltung und die Benützung des auf Grund der Baubewilligung ausgeführten Bauvorhabens
    vorzuschreiben. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)
  4. Absatz 3Die Erteilung der Baubewilligung kann auch unter der Auflage und Bedingung erfolgen, daß bestehende bauliche Anlagen abgetragen werden müssen. Weiters kann die Baubehörde bei der Erteilung der Baubewilligung dem Bauwerber auftragen, wegen besonderer technischer Anforderungen bei der Ausführung des Bauvorhabens (etwa hinsichtlich statischer Berechnungen bei Hochbauten) zur Überwachung der Bauausführung eine besondere sachverständige Person beizuziehen. Die Baubehörde hat, soweit dies auf Grund der Verwendung, Größe, Lage, Art oder Umgebung des Bauvorhabens erforderlich ist, jedenfalls zur Überwachung der Herstellung der tragenden Bauteile die Beiziehung einer gesetzlich dazu befugten Person aufzutragen. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)
  5. Absatz 4Ist die öffentliche Verkehrsfläche, an der der Bauplatz liegt, noch nicht hergestellt, ist bei der Erteilung der Baubewilligung vorzuschreiben, daß mit der Bauausführung erst begonnen werden darf, wenn die öffentliche Verkehrsfläche hergestellt ist oder zumindest eine für das Bauvorhaben ausreichende, mindestens drei Meter breite provisorische Zufahrt zur Verfügung steht. Im übrigen sind bei der Erteilung der Baubewilligung die im Interesse einer ausreichenden verkehrsgerechten Verbindung mit dem öffentlichen Straßennetz erforderlichen Auflagen oder Bedingungen über Verlauf, Breite und Höhenlage von privaten Zufahrten und Zugängen vorzuschreiben; dabei ist auf die Erfordernisse der Verkehrssicherheit, der Brandbekämpfung und auf die ortsübliche Beschaffenheit ähnlicher Anlagen Bedacht zu nehmen. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)
  6. Absatz 5Für bauliche Anlagen, die nur vorübergehenden Zwecken dienen, ist die Baubewilligung nur auf Widerruf oder für einen fünf Jahre nicht übersteigenden Zeitraum zu erteilen.
  7. Absatz 6Wird das Bauvorhaben bewilligt, hat die Baubehörde nach dem Eintritt der Rechtskraft des Baubewilligungsbescheides den Bauplan mit einem Bewilligungsvermerk zu versehen und mindestens eine mit diesem Vermerk versehene Ausfertigung des Bauplans dem Bauwerber zurückzustellen.

§ 36

Text

Paragraph 36,
Geringfügige Abweichungen vom Bebauungsplan

  1. Absatz einsDie Baubehörde kann über begründeten gesonderten Antrag des Bauwerbers im Rahmen der Baubewilligung für das einzelne Bauvorhaben geringfügige Abweichungen von den Bestimmungen des Bebauungsplanes gemäß Paragraph 32, Absatz eins, Ziffer 3 und 4 sowie Absatz 2, Ziffer 2 bis 13 Oö. Raumordnungsgesetz 1994 bewilligen, wenn
    1. Ziffer eins
      diese Änderung öffentlichen Interessen, die nach dem Oö. Raumordnungsgesetz 1994 bei der Erlassung von Bebauungsplänen zu berücksichtigen sind, und den Planungszielen der Gemeinde nicht widerspricht und
    2. Ziffer 2
      von diesem Landesgesetz geschützte Interessen Dritter nicht verletzt werden.
    Eine Unterschreitung der gesetzlich festgelegten Abstände von den Nachbargrenzen und Nachbargebäuden (Paragraph 40, Oö. Bautechnikgesetz 2013) ist unzulässig. Anmerkung, LGBl.Nr. 96/2006, 34/2013)
  2. Absatz 2Abweichungen gemäß Absatz eins, Ziffer eins, von Fluchtlinien sind für Neubauten nur in dem Ausmaß zulässig, als von den Fluchtlinien des Bebauungsplanes höchstens um 10% des über den gesetzlichen Mindestabstand hinausgehenden Abstandes, jedoch keinesfalls mehr als 50 cm abgewichen werden darf. Darüber hinaus sind für Zu- und Umbauten Abweichungen insoweit zulässig, als von den Fluchtlinien des Bebauungsplanes zur barrierefreien Gestaltung baulicher Anlagen (Paragraph 31, Oö. Bautechnikgesetz 2013) oder zur Errichtung von Aufzügen und sonstigen Aufstiegshilfen abgewichen werden darf, soweit dies technisch notwendig ist. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)

§ 37

Text

Paragraph 37,

Entfallen Anmerkung, LGBl.Nr. 96/2006)

§ 38

Text

Paragraph 38,
Erlöschen der Baubewilligung

  1. Absatz einsDie Baubewilligung erlischt mit Ablauf von drei Jahren nach dem Eintritt der Rechtskraft des Bewilligungsbescheides, wenn nicht innerhalb dieser dreijährigen Frist mit der Bauausführung begonnen wurde.
  2. Absatz 2Wird mit der Bauausführung innerhalb der dreijährigen Frist begonnen, erlischt die Baubewilligung, wenn das Bauvorhaben nicht innerhalb von fünf Jahren nach Beginn der Bauausführung fertiggestellt wurde. Anmerkung, LGBl.Nr. 70/1998)
  3. Absatz 3Die Frist für den Beginn der Bauausführung ist über Antrag des Bauwerbers angemessen zu verlängern, wenn das Bauvorhaben dem zur Zeit der Verlängerung geltenden Flächenwidmungsplan und Bebauungsplan entspricht und der Bauwerber überdies glaubhaft macht, daß sich der Beginn der Bauausführung ohne sein Verschulden verzögert hat.
  4. Absatz 4Die Frist für die Fertigstellung des Bauvorhabens ist über Antrag des Bauwerbers angemessen zu verlängern, wenn er glaubhaft macht, daß er an der rechtzeitigen Fertigstellung gehindert war und die Fertigstellung innerhalb der Nachfrist möglich ist.
  5. Absatz 5In den Verfahren um Fristverlängerung gemäß Absatz 3 und 4 kommt den Nachbarn keine Parteistellung zu.
  6. Absatz 6Bei Bauvorhaben, die gemäß Paragraph 35, Absatz 5,
    1. Ziffer eins
      auf Widerruf oder
    2. Ziffer 2
      für bestimmte Zeit bewilligt werden,
    sind die Fristen im Sinn der Absatz eins und 2 entsprechend dem Verwendungszweck in der Baubewilligung festzusetzen. Die Höchstfrist beträgt im Fall der Ziffer eins, sechs Monate, im Fall der Ziffer 2, zwei Jahre; Absatz 3 und 4 gelten sinngemäß. Die Baubewilligung für solche Bauvorhaben erlischt überdies mit dem Widerruf und mit dem Ablauf der in der Baubewilligung bestimmten Zeit.
  7. Absatz 7Die Baubewilligung erlischt jedenfalls mit der Beseitigung des auf Grund der Baubewilligung ausgeführten Bauvorhabens.

§ 39

Text

2. Abschnitt
Bauausführung

Paragraph 39,
Beginn der Bauausführung, Planabweichungen

  1. Absatz einsMit der Ausführung eines bewilligungspflichtigen Bauvorhabens darf erst nach dem Eintritt der Rechtskraft des Baubewilligungsbescheides begonnen werden. Als Zeitpunkt des Beginns der Bauausführung gilt der Tag, an dem mit Erd- oder Bauarbeiten zur Verwirklichung des Bauvorhabens begonnen wird. Anmerkung, LGBl.Nr. 70/1998)
  2. Absatz 2Vom bewilligten Bauvorhaben darf - sofern nicht Absatz 3, oder 4 zur Anwendung kommt - nur mit Bewilligung der Baubehörde abgewichen werden. Paragraph 34, gilt sinngemäß. Anmerkung, LGBl.Nr. 70/1998, 96/2006)
  3. Absatz 3Ohne Bewilligung der Baubehörde darf vom bewilligten Bauvorhaben abgewichen werden, wenn
    1. Ziffer eins
      die Abweichung solche Änderungen betrifft, zu deren Vornahme auch bei bestehenden baulichen Anlagen eine Bewilligung nicht erforderlich ist, sowie
    2. Ziffer 2
      Auflagen und Bedingungen des Baubewilligungsbescheides hievon nicht berührt werden.
  4. Absatz 4Sind Abweichungen der im Absatz 3, Ziffer eins, genannten Art anzeigepflichtig gemäß Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer 3,, darf vom bewilligten Bauvorhaben nur nach Maßgabe des Paragraph 25 a, Absatz 2, abgewichen werden. Anmerkung, LGBl.Nr. 96/2006)

§ 40

Text

Paragraph 40,
Bauführer, Beiziehung besonderer sachverständiger Personen

  1. Absatz einsDer Bauwerber (Bauherr) hat sich zur Ausführung von Bauvorhaben, die
    1. Ziffer eins
      gemäß Paragraph 24, Absatz eins, Ziffer eins,, 2 und 4 bewilligungspflichtig sind und nicht durch Verordnung der Landesregierung von der Bewilligungspflicht ausgenommen wurden,
    2. Ziffer 2
      gemäß Paragraph 24, Absatz 2, Ziffer eins, durch Verordnung der Landesregierung der Bewilligungspflicht unterworfen wurden, sofern es die Landesregierung in dieser Verordnung bestimmt hat,
    einer gesetzlich dazu befugten Person zu bedienen (Bauführer) und diese Person vor Beginn der Bauausführung der Baubehörde anzuzeigen. Ein Wechsel in der Person des Bauführers ist vom Bauherrn unverzüglich der Baubehörde anzuzeigen. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)
  2. Absatz 2Bauführer ist derjenige, der
    1. Ziffer eins
      das Bauvorhaben zur Gänze oder in Teilen (Bauabschnitte) über Auftrag des Bauherrn als Unternehmer ausführt,
    2. Ziffer 2
      die Aufsicht über die im Rahmen von Eigenleistungen des Bauherrn erbrachten Arbeiten einschließlich der sogenannten Nachbarschaftshilfe führt oder
    3. Ziffer 3
      das Bauvorhaben durch gesetzlich dazu befugte Personen ausführen läßt.
    Die Bauführerin oder der Bauführer muss gewerberechtlich oder als Ziviltechnikerin oder Ziviltechniker zur Planung des Bauvorhabens und zur Übernahme der Bauleitung befugt sein. Anmerkung, LGBl.Nr. 70/1998, 34/2013)
  3. Absatz 3Der Bauführer hat für die bewilligungsgemäße und fachtechnische Ausführung des Bauvorhabens, insbesondere für die Tauglichkeit der verwendeten Baustoffe und Konstruktionen, für die erforderlichen Abschrankungen und sonstigen Sicherheitsvorkehrungen sowie überhaupt für die Einhaltung aller Vorschriften, die sich auf die Bauausführung beziehen, zu sorgen. Seine Verantwortlichkeit wird durch die Baubewilligung, durch die Nichtuntersagung der Bauausführung und durch die baubehördliche Überprüfung nicht eingeschränkt. Die Verantwortlichkeit des Bauführers besteht nur gegenüber der Baubehörde; die zivilrechtliche Haftung bleibt unberührt.
  4. Absatz 4Der Bauführer hat außer den allenfalls im Bewilligungsbescheid gesondert vorgeschriebenen Anzeigen der Baubehörde vor Beginn der Bauausführung den Zeitpunkt des Baubeginns anzuzeigen.
  5. Absatz 5Legt der Bauführer die Bauführung zurück oder wird ihm die Bauführung durch den Bauherrn entzogen, hat der Bauführer dies unverzüglich der Baubehörde anzuzeigen. Bis zur Bestellung eines neuen Bauführers durch den Bauherrn ist die weitere Bauausführung einzustellen; allenfalls erforderliche Sicherungsvorkehrungen sind durch den bisherigen Bauführer zu treffen. Der neue Bauführer hat vor der Übernahme der Bauführung den genehmigten Bauplan bei der Baubehörde zu unterfertigen. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)
  6. Absatz 6Wird gemäß Paragraph 35, Absatz 3, dem Bauwerber die Beiziehung einer besonderen sachverständigen Person aufgetragen, gelten für die beigezogene Person die Bestimmungen der Absatz eins,, 3 und 5 sinngemäß.
  7. Absatz 7Die Baubehörde hat dem Bauführer auf Antrag eine Ausfertigung des Baubewilligungsbescheides gegen Kostenersatz zuzustellen; eine Parteistellung im Baubewilligungsverfahren wird dadurch nicht begründet.

§ 41

Text

Paragraph 41,
Behördliche Bauaufsicht

  1. Absatz einsDie Baubehörde kann sich jederzeit während der Bauausführung von der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der Auflagen und Bedingungen des Baubewilligungsbescheides überzeugen. Den Organen der Baubehörde ist der Zutritt zur Baustelle jederzeit zu gestatten.
  2. Absatz 2Bauherr, Bauführer, besondere sachverständige Personen sowie alle bei der Bauausführung Beschäftigten sind verpflichtet, der Baubehörde auf Verlangen alle erforderlichen Auskünfte zu geben. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)
  3. Absatz 3Stellt die Baubehörde fest, daß
    1. Ziffer eins
      bewilligungspflichtige Bauvorhaben ohne Baubewilligung ausgeführt werden,
    2. Ziffer 2
      sich der Bauherr keines befugten Bauführers bedient,
    3. Ziffer 3
      der Bauherr keine besondere sachverständige Person beizieht,
    4. Ziffer 4
      Planabweichungen vorgenommen werden, die einer Baubewilligung bedürfen,
    5. Ziffer 5
      nicht entsprechende Baustoffe, Bauteile oder Bauarten verwendet werden,
    6. Ziffer 6
      entsprechende Baustoffe, Bauteile oder Bauarten unsachgemäß verwendet werden,
    7. Ziffer 7
      mangelhafte Konstruktionen ausgeführt werden oder
    8. Ziffer 8
      Bestimmungen über die Bauausführung in gröblicher Weise verletzt werden,
    hat die Baubehörde die Fortsetzung der Bauausführung bis zur Behebung des Mangels zu untersagen. Berufungen gegen einen solchen Bescheid haben keine aufschiebende Wirkung. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,, 96/2006)
  4. Absatz 4Wenn es sich bei Gefahr im Verzug um unaufschiebbare Maßnahmen handelt, kann die Untersagung der Fortsetzung der Bauausführung auch ohne vorangegangenes Ermittlungsverfahren gemäß Paragraph 57, AVG schriftlich oder mündlich erfolgen. An die Untersagung sind neben dem Bauherrn und dem Bauführer alle bei der Bauausführung Beschäftigten gebunden. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 42

Text

Paragraph 42,
Baufertigstellung von Wohngebäuden mit höchstens drei Wohnungen und Nebengebäuden

Beim Neu-, Zu- oder Umbau von Wohngebäuden – auch in verdichteter Flachbauweise – mit höchstens drei Wohnungen und Nebengebäuden ist die Fertigstellung des Bauvorhabens (Paragraph 38, Absatz 2 und 4) vom Bauherrn der Baubehörde schriftlich anzuzeigen. Die Baufertigstellungsanzeige kann sich auch auf selbständig benützbare Gebäudeteile beschränken. Unabhängig von der Verantwortlichkeit und Haftung des Bauführers und allfälliger besonderer sachverständiger Personen (Paragraph 40, Absatz 3 und 6) übernimmt der Bauherr mit der Baufertigstellungsanzeige der Baubehörde gegenüber die Verantwortung für die bewilligungsmäßige und fachtechnische Ausführung des Bauvorhabens einschließlich der Einhaltung der vorgeschriebenen Auflagen und Bedingungen. Anmerkung, LGBl.Nr. 70/1998, 34/2013)

§ 43

Text

Paragraph 43,
Baufertigstellung sonstiger baulicher Anlagen

  1. Absatz einsFür die Fertigstellung des Neu-, Zu- oder Umbaus von Gebäuden, die keine Wohngebäude – auch in verdichteter Flachbauweise – mit höchstens drei Wohnungen oder Nebengebäude sind, gilt Paragraph 42, sinngemäß. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)
  2. Absatz 2Der Baufertigstellungsanzeige nach Absatz eins, sind anzuschließen:
    1. Ziffer eins
      eine vom jeweiligen Bauführer oder von der jeweiligen besonderen sachverständigen Person ausgestellte Bestätigung (Befund) über die bewilligungsgemäße und fachtechnische, gegebenenfalls insbesondere auch die barrierefreie und die dem Energieausweis (Paragraph 36, Oö. Bautechnikgesetz 2013) entsprechende Ausführung des Bauvorhabens oder jener Teile (Bauabschnitte), für die der Befundaussteller als Bauführer bestellt oder als besondere sachverständige Person beigezogen war;
    2. Ziffer 2
      soweit eine derartige Anlage beim betreffenden Gebäude vorhanden oder von der Baumaßnahme betroffen ist: je eine Bestätigung (Befund) über den Zustand von Rauchfängen, von Heizungs- , Warmwasser-, Gas- und Blitzschutzanlagen, von elektrischen Anlagen sowie über die Dichtheit von Senkgruben, Ölwannen und dgl.
  3. Absatz 3Bei bewilligungspflichtigen Bauvorhaben, die weder unter Absatz eins und 2 noch unter Paragraph 42, fallen, kann die Baubehörde im Bewilligungsbescheid vorschreiben, daß die Fertigstellung des Bauvorhabens entweder nach Absatz eins und 2 oder nach Paragraph 42, anzuzeigen ist.

Anmerkung, LGBl.Nr. 70/1998)

§ 44

Text

Paragraph 44,
Benützungsrecht und Untersagung der Benützung baulicher Anlagen

  1. Absatz einsBauliche Anlagen, deren Fertigstellung nach Paragraph 42, oder Paragraph 43, anzuzeigen ist, dürfen nach Ablauf von acht Wochen ab Einlangen der vollständigen und, im Fall des Paragraph 43,, ordnungsgemäß belegten Baufertigstellungsanzeige benützt werden, wenn die Baubehörde
    1. Ziffer eins
      dem Bauherrn nicht schon vorher schriftlich mitteilt, daß eine Untersagung der Benützung nicht beabsichtigt ist, oder
    2. Ziffer 2
      binnen der achtwöchigen Frist die Benützung der baulichen Anlagen nicht nach Absatz 2, Ziffer 2,, 3 oder 4 untersagt.
    Die Untersagungsfrist ist gewahrt, wenn die Baubehörde den Bescheid am letzten Tag der achtwöchigen Frist nachweisbar abfertigt, z. B. der Post zur Zustellung übergibt.
  2. Absatz 2Die Benützung baulicher Anlagen, deren Fertigstellung nach Paragraph 42, oder Paragraph 43, anzuzeigen ist, ist zu untersagen, wenn
    1. Ziffer eins
      die bauliche Anlage ohne Baufertigstellungsanzeige benützt wird, oder
    2. Ziffer 2
      der Baufertigstellungsanzeige nach Paragraph 43, keine oder nur mangelhafte oder unzureichende Unterlagen angeschlossen sind und die Unterlagen nicht binnen einer von der Baubehörde angemessen festzusetzenden Frist ordnungsgemäß nachgereicht oder ergänzt werden, oder
    3. Ziffer 3
      Planabweichungen festgestellt werden, die gemäß Paragraph 39, Absatz 2 bis 4 baubehördlich bewilligungs- oder anzeigepflichtig sind, oder
    4. Ziffer 4
      Mängel festgestellt werden, die eine ordnungsgemäße Benützung verhindern.
  3. Absatz 3Die Paragraphen 49 und 50 gelten unabhängig vom Ablauf der im Absatz eins, festgelegten Untersagungsfrist.

Anmerkung, LGBl.Nr. 70/1998)

§ 45

Text

Paragraph 45,
Neuplanungsgebiete

  1. Absatz einsDer Gemeinderat kann durch Verordnung bestimmte Gebiete zu Neuplanungsgebieten erklären, wenn ein Flächenwidmungsplan oder ein Bebauungsplan für dieses Gebiet erlassen oder geändert werden soll und dies im Interesse der Sicherung einer zweckmäßigen und geordneten Bebauung erforderlich ist. Der Gemeinderat hat anläßlich der Verordnung die beabsichtigte Neuplanung, die Anlaß für die Erklärung ist, in ihren Grundzügen zu umschreiben.
  2. Absatz 2Die Erklärung zum Neuplanungsgebiet hat die Wirkung, daß Bauplatzbewilligungen, Bewilligungen für die Änderung von Bauplätzen und bebauten Grundstücken und Baubewilligungen - ausgenommen Baubewilligungen für Bauvorhaben gemäß Paragraph 24, Absatz eins, Ziffer 4, - nur ausnahmsweise erteilt werden dürfen, wenn nach der jeweils gegebenen Sachlage anzunehmen ist, daß die beantragte Bewilligung die Durchführung des künftigen Flächenwidmungsplans oder Bebauungsplans nicht erschwert oder verhindert.
  3. Absatz 3Verpflichtungen, die sich bei Erteilung einer Bewilligung gemäß Absatz 2, ergeben hätten, wenn der neue oder geänderte Flächenwidmungsplan oder Bebauungsplan schon zur Zeit ihrer Erteilung rechtswirksam gewesen wäre, können nach dem Rechtswirksamwerden des Plans von der Baubehörde nachträglich vorgeschrieben werden, sofern die Bewilligung noch wirksam ist.
  4. Absatz 4Die Verordnung über die Erklärung zum Neuplanungsgebiet tritt entsprechend dem Anlaß, aus dem sie erlassen wurde, mit dem Rechtswirksamwerden des neuen Flächenwidmungsplans oder Bebauungsplans oder der Änderung des Flächenwidmungsplans oder Bebauungsplans, spätestens jedoch nach zwei Jahren, außer Kraft.
  5. Absatz 5Der Gemeinderat kann die Erklärung zum Neuplanungsgebiet durch Verordnung höchstens zweimal auf je ein weiteres Jahr verlängern. Eine darüber hinausgehende Verlängerung auf höchstens zwei weitere Jahre kann durch Verordnung des Gemeinderates erfolgen, wenn sich die vorgesehene Erlassung oder Änderung des Flächenwidmungsplans oder Bebauungsplans ausschließlich deswegen verzögert, weil überörtliche Planungen berücksichtigt werden sollen; eine solche Verordnung bedarf der Genehmigung der Landesregierung, die zu erteilen ist, wenn mit einer Fertigstellung und Berücksichtigung der überörtlichen Planung innerhalb der weiteren Verlängerungsfrist gerechnet werden kann. Auch im Fall einer Verlängerung tritt die Verordnung mit dem Rechtswirksamwerden des neuen Plans oder der Änderung des Plans außer Kraft.

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 46

Text

römisch fünf. HAUPTSTÜCK
Bestehende bauliche Anlagen

Paragraph 46,
Nachträgliche Vorschreibung von Auflagen und Bedingungen

  1. Absatz einsErgibt sich nach Erteilung der Baubewilligung, daß das ausgeführte Bauvorhaben den dafür geltenden baurechtlichen Vorschriften trotz Einhaltung der im Baubewilligungsbescheid vorgeschriebenen Auflagen und Bedingungen nicht hinreichend entspricht und tritt dadurch eine Gefährdung für das Leben und die körperliche Sicherheit von Menschen oder eine unzumutbare Belästigung der Nachbarschaft ein, kann die Baubehörde andere oder zusätzliche Auflagen und Bedingungen vorschreiben, soweit dies zur Beseitigung der Gefährdung oder unzumutbaren Belästigung erforderlich ist.
  2. Absatz 2Absatz eins, ist auf bewilligungspflichtige Bauwerke, für die eine Baubewilligung nicht erteilt wurde oder nicht nachgewiesen werden kann, für die aber die Annahme eines vermuteten Baukonsenses berechtigt ist, sinngemäß anzuwenden. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)
  3. Absatz 3Zur Wahrung des Umweltschutzes, insbesondere zur Vermeidung von schädlichen Einwirkungen auf die Umwelt, hat die Oö. Umweltanwaltschaft im Rahmen ihrer Parteistellung (Paragraph 5, Absatz eins, Oö. Umweltschutzgesetz 1996 in Verbindung mit Paragraph 32, Absatz 2,) das Recht der Antragstellung auf behördliche Maßnahmen nach Absatz eins und 2 sowie Parteistellung in diesen Verfahren; die Vorschreibung solcher Maßnahmen kommt jedoch nur insoweit in Betracht, als die schädlichen Einwirkungen auf die Umwelt auch die im Absatz eins, genannten Gefährdungen oder Belästigungen bewirken. Der Antrag hat solche Gründe zu enthalten, die die Voraussetzungen für eine nachträgliche Vorschreibung von Auflagen und Bedingungen als wahrscheinlich erkennen lassen. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 47

Text

Paragraph 47,
Erhaltungspflicht

  1. Absatz einsDer Eigentümer einer baulichen Anlage hat dafür zu sorgen, daß die Anlage in einem den baurechtlichen Vorschriften entsprechenden Zustand erhalten wird. Bei baulichen Anlagen, für die eine Baubewilligung erteilt wurde, erstreckt sich diese Verpflichtung insbesondere auch auf die Einhaltung der Auflagen und Bedingungen des Baubewilligungsbescheides sowie auf die Erhaltung der nach der Baubewilligung zur baulichen Anlage gehörenden Einrichtungen, wie Kinderspielplätze, Schutzräume, Stellplätze für Kraftfahrzeuge und Erholungsflächen. Im übrigen sind bauliche Anlagen so zu erhalten, daß die Sicherheit, die Festigkeit, der Brandschutz, die Wärmedämmung und der Wärmeschutz, die Schalldämmung und der Schallschutz der baulichen Anlage und die Erfordernisse der Gesundheit, der Hygiene, des Unfallschutzes und der Bauphysik nicht beeinträchtigt werden und ein nach Art und Zweck der Anlage unnötiger Energieverbrauch sowie schädliche Umwelteinwirkungen möglichst vermieden werden.
  2. Absatz 2Erlangt die Baubehörde Kenntnis von einer Verletzung der Erhaltungspflicht, hat sie dem Eigentümer unter Gewährung einer angemessenen Frist die Behebung der festgestellten Mängel aufzutragen.
  3. Absatz 3Zur Ermöglichung der Überprüfung des Bauzustandes ist den Organen der Baubehörde der Zutritt zu allen Teilen einer baulichen Anlage zu gestatten. Außer bei Gefahr im Verzug ist die Vornahme einer solchen Überprüfung dem Eigentümer mindestens zwei Wochen vorher schriftlich anzuzeigen. Der Eigentümer, das von ihm bestellte Aufsichtsorgan und die Bestandnehmer sind verpflichtet, alle erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Anmerkung, LGBl.Nr. 70/1998)

§ 48

Text

Paragraph 48,
Baugebrechen

  1. Absatz einsHat sich der Zustand einer baulichen Anlage so verschlechtert, daß
    1. Ziffer eins
      eine Gefahr für das Leben, die Gesundheit, die Hygiene oder die körperliche Sicherheit von Menschen oder für fremde Sachwerte entsteht,
    2. Ziffer 2
      das Orts- und Landschaftsbild verunstaltet wird oder
    3. Ziffer 3
      schädliche Umwelteinwirkungen entstehen,
    liegt, gleichgültig worauf die Verschlechterung zurückzuführen ist, ein Baugebrechen vor.
  2. Absatz 2Erlangt die Baubehörde Kenntnis vom Vorliegen eines Baugebrechens, hat sie die allenfalls erforderlichen Sicherungsmaßnahmen anzuordnen und dem Eigentümer unter Gewährung einer angemessenen Frist die Behebung des festgestellten Baugebrechens durch Instandsetzung oder, wenn eine Instandsetzung nicht mehr möglich ist oder so weitgehend wäre, daß sie einer Erneuerung der baulichen Anlage gleichkommen würde, die Abtragung aufzutragen. Ein Instandsetzungsauftrag steht der Erteilung einer Abbruchbewilligung nicht entgegen.
  3. Absatz 3Lassen sich Art und Umfang eines vermutlichen Baugebrechens nicht durch bloßen Augenschein feststellen, kann die Baubehörde dem Eigentümer unter Setzung einer angemessenen Frist die Untersuchung durch einen Bausachverständigen und die Vorlage des Untersuchungsbefundes vorschreiben. Auf Verlangen der Baubehörde ist der Untersuchung ein Organ dieser Behörde beizuziehen.
  4. Absatz 4Wenn die Behebung der Baugebrechen durch Instandsetzung auf verschiedene Art und Weise möglich ist, hat die Baubehörde dem Eigentümer Gelegenheit zu geben, innerhalb einer angemessen festzusetzenden Frist mitzuteilen, wie er die Instandsetzung durchzuführen beabsichtigt. Kann erwartet werden, daß auf eine solche Art und Weise das Baugebrechen behoben wird, hat die Baubehörde den Instandsetzungsauftrag darauf abzustellen.
  5. Absatz 5Für den Instandsetzungs- oder Abtragungsauftrag gilt Paragraph 35, Absatz 2, sinngemäß.
  6. Absatz 6Bei Gefahr in Verzug kann die Baubehörde ohne weiteres Verfahren und ohne Anhörung des Eigentümers die notwendigen Sicherungsmaßnahmen einschließlich der Räumung des Gebäudes oder der Gebäudeteile auf Gefahr und Kosten des Eigentümers verfügen. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)
  7. Absatz 7Hat sich der Zustand einer baulichen Anlage oder eines Teiles davon so verschlechtert, daß eine Gefahr für das Leben oder die körperliche Sicherheit der Benützer dieser baulichen Anlage oder eines Teiles davon nicht auszuschließen ist, hat die Baubehörde die weitere Benützung der baulichen Anlage oder eines Teiles davon mit Bescheid bis zur Behebung des Baugebrechens zu untersagen. Absatz 6, gilt sinngemäß.

§ 49

Text

Paragraph 49,
Bewilligungslose bauliche Anlagen

  1. Absatz einsStellt die Baubehörde fest, daß eine bewilligungspflichtige bauliche Anlage ohne Baubewilligung ausgeführt wird oder bereits ausgeführt wurde, hat sie - unabhängig von Paragraph 41, - dem Eigentümer der baulichen Anlage mit Bescheid aufzutragen, entweder nachträglich innerhalb einer angemessen festzusetzenden Frist die Baubewilligung zu beantragen oder die bauliche Anlage innerhalb einer weiters festzusetzenden angemessenen Frist zu beseitigen und gegebenenfalls den vorigen Zustand wiederherzustellen. Die Möglichkeit, nachträglich die Baubewilligung zu beantragen, ist dann nicht einzuräumen, wenn nach der maßgeblichen Rechtslage eine Baubewilligung nicht erteilt werden kann.
  2. Absatz 2Sucht der Eigentümer der baulichen Anlage um die nachträgliche Erteilung der Baubewilligung fristgerecht an und wird dieser Antrag entweder zurückgewiesen oder abgewiesen oder zieht der Antragsteller den Antrag zurück, wird der Auftrag auf Beseitigung der baulichen Anlage rechtswirksam; die im Bescheid gemäß Absatz eins, festgesetzte Frist zur Beseitigung der baulichen Anlage beginnt in diesem Fall mit der Rechtswirksamkeit der Zurückweisung oder Abweisung oder der Zurückziehung des nachträglichen Baubewilligungsantrages.
  3. Absatz 3Sind wegen des schlechten Bauzustandes der bewilligungslos errichteten baulichen Anlage Sicherungsmaßnahmen erforderlich, hat die Baubehörde die jeweils erforderlichen Sicherungsmaßnahmen dem Eigentümer der baulichen Anlage mit Bescheid aufzutragen. Paragraph 48, Absatz 7, gilt sinngemäß.
  4. Absatz 4Stellt die Baubehörde bei der Überprüfung einer baubehördlich bewilligten Anlage bewilligungspflichtige Abweichungen oder das Erlöschen der Baubewilligung fest, oder wurde die rechtswirksame Baubewilligung nachträglich aufgehoben oder für nichtig erklärt, gelten die Bestimmungen der Absatz eins bis 3 sinngemäß.
  5. Absatz 5Unter baulichen Anlagen im Sinn der Absatz eins bis 4 sind sämtliche bewilligungspflichtige Bauvorhaben (Paragraph 24,) zu verstehen.
  6. Absatz 6Stellt die Baubehörde fest, daß eine baubehördlich nicht bewilligungspflichtige bauliche Anlage nicht entsprechend den für sie geltenden bau- oder raumordnungsrechtlichen Bestimmungen, insbesondere jenen des Flächenwidmungsplans oder Bebauungsplans, ausgeführt wird oder bereits ausgeführt wurde, hat sie dem Eigentümer mit Bescheid die Herstellung des rechtmäßigen Zustandes innerhalb einer angemessen festzusetzenden Frist aufzutragen. Paragraph 48, Absatz 7, gilt sinngemäß.

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 50

Text

Paragraph 50,
Benützung baulicher Anlagen

  1. Absatz einsBauliche Anlagen dürfen nur entsprechend den für sie geltenden baurechtlichen Vorschriften benützt werden. Insbesondere dürfen bauliche Anlagen nur so benützt werden, daß die Sicherheit, die Festigkeit, der Brandschutz, die Wärmedämmung und der Wärmeschutz, die Schalldämmung und der Schallschutz der baulichen Anlage und die Erfordernisse der Gesundheit, der Hygiene, des Unfallschutzes und der Bauphysik nicht beeinträchtigt werden und ein nach Art und Zweck der Anlage unnötiger Energieverbrauch sowie schädliche Umwelteinwirkungen möglichst vermieden werden und daß Gefahren für das Leben, die körperliche Sicherheit von Menschen, im besonderen für die Benützer der Bauwerke und die Nachbarschaft und Beschädigungen fremder Sachwerte verhindert werden. Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)
  2. Absatz 2Darüber hinaus dürfen bauliche Anlagen, für die eine Baubewilligung erteilt wurde, nur entsprechend dieser Bewilligung sowie entsprechend den Auflagen und Bedingungen dieser Bewilligung benützt werden. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)
  3. Absatz 3Erlangt die Baubehörde Kenntnis, daß eine bauliche Anlage nicht entsprechend Absatz eins, benützt wird, hat sie dem Eigentümer der baulichen Anlage mit Bescheid eine den gesetzlichen Bestimmungen entsprechende Benützung oder die Behebung der festgestellten Mängel innerhalb einer angemessen festzusetzenden Frist aufzutragen. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,, 96/2006)
  4. Absatz 4Erlangt die Baubehörde Kenntnis, daß eine bauliche Anlage nicht entsprechend Absatz 2, benützt wird, hat sie dem Eigentümer mit Bescheid die dem Absatz 2, widersprechende Benützung zu untersagen. Dies gilt nicht für Änderungen, die keiner Bewilligung nach Paragraph 24, Absatz eins, Ziffer 3, bedürfen. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)
  5. Absatz 5In Verfahren nach Absatz 3 und 4 gelten Paragraph 47, Absatz 3, sowie Paragraph 48, Absatz 3 und 6 sinngemäß. Vorschriften über die Benützung von baulichen Anlagen in anderen Landesgesetzen werden durch Absatz eins bis 4 nicht berührt. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,, 96/2006)

§ 51

Text

Paragraph 51,
Mitwirkungspflicht der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer

Die Eigentümerin oder der Eigentümer eines Grundstücks ist verpflichtet, der Baubehörde auf Verlangen bekanntzugeben, wer Eigentümerin oder Eigentümer einer baulichen Anlage auf ihrem oder seinem Grundstück ist. Wird dieser Verpflichtung nicht nachgekommen, sind ihr oder ihm gegenüber die nach dem römisch fünf. Hauptstück an die Eigentümerin oder den Eigentümer der baulichen Anlage zu erlassenden Aufträge unbeschadet privatrechtlicher Ersatzansprüche gegen Dritte zu erteilen.

Anmerkung, LGBl.Nr. 34/2013)

§ 52

Text

römisch VI. HAUPTSTÜCK
Grundbuchseintragungen, dingliche Bescheidwirkung, Verlängerung von Fristen

Paragraph 52,
Grundbuchseintragungen

  1. Absatz einsAußer der Anmerkung der Einleitung des Enteignungs- oder Rückübereignungsverfahrens (Paragraph 14, Absatz 2 und 4), der Ersichtlichmachung von Bauplätzen (Paragraph 8,) sowie der Ersichtlichmachung der Inanspruchnahme fremder Grundstücke und Anlagen (Paragraph 15, Absatz 4, letzter Satz) ist vom Grundbuchsgericht das Bestehen nachstehender, durch einen baubehördlichen Bescheid begründeter Verpflichtungen auf Grund einer Anzeige der Baubehörde von Amts wegen im Grundbuch ersichtlich zu machen:
    1. Ziffer eins
      Verpflichtungen zur Errichtung und Erhaltung von Kinderspielplätzen, Schutzräumen, Stellplätzen und Erholungsflächen;
    2. Ziffer 2
      Verpflichtungen zur Belassung gemeinschaftlicher baulicher Anlagen;
    3. Ziffer 3
      Verpflichtungen zur Duldung des Zuganges (Durchganges) oder der Zufahrt (Durchfahrt) zu einer baulichen Anlage;
    4. Ziffer 4
      Verpflichtungen zur Beseitigung von baulichen Anlagen.
  2. Absatz 2Im Fall der Abtrennung eines Teiles des Gutsbestandes ist die Eintragung in die neue Einlage insoweit zu übernehmen, als die Eintragung das abgeschriebene Trennstück belastet.
  3. Absatz 3Die Ersichtlichmachung von Verpflichtungen gemäß Absatz eins, darf, sofern in diesem Landesgesetz oder in sonstigen Bauvorschriften nichts anderes bestimmt ist, im Grundbuch nur gelöscht werden, wenn durch einen Bescheid der Baubehörde festgestellt worden ist, daß die Voraussetzungen für die Verpflichtung entfallen sind.

§ 53

Text

Paragraph 53,
Dingliche Bescheidwirkung, Verlängerung von Fristen

  1. Absatz einsAllen Bescheiden nach diesem Landesgesetz - ausgenommen denjenigen nach Paragraph 57, - kommt insofern eine dingliche Wirkung zu, als daraus erwachsende Rechte auch vom Rechtsnachfolger des Bauberechtigten oder des Eigentümers des Baugrundes oder Bauwerkes geltend gemacht werden können und daraus erwachsende Pflichten auch von diesem Rechtsnachfolger zu erfüllen sind. Der Rechtsvorgänger ist verpflichtet, dem Rechtsnachfolger alle erforderlichen Auskünfte zu erteilen und alle bezüglichen Unterlagen auszuhändigen.
  2. Absatz 2Sofern in diesem Landesgesetz die Verlängerung einer Frist über Antrag vorgesehen ist, ist der Antrag auf Fristverlängerung vor Ablauf der Frist bei der zur Verlängerung zuständigen Behörde einzubringen. Ein rechtzeitig bei der zuständigen Behörde eingebrachter Antrag auf Fristverlängerung hemmt den weiteren Ablauf der Frist bis zur Entscheidung über den Verlängerungsantrag.

§ 54

Text

römisch VII. HAUPTSTÜCK
Eigener Wirkungsbereich, Behörden

Paragraph 54,
Eigener und übertragener Wirkungsbereich der Gemeinde

  1. Absatz einsFolgende Aufgaben nach diesem Landesgesetz sind von der Gemeinde im eigenen Wirkungsbereich zu besorgen:
    1. Ziffer eins
      die der Baubehörde übertragenen Aufgaben, ausgenommen
      1. Litera a
        Akte der Vollziehung, die sich auf Grundflächen an der Staatsgrenze beziehen, hinsichtlich welcher in Staatsverträgen mit den Nachbarstaaten über die gemeinsame Staatsgrenze besondere Regelungen bestehen,
      2. Litera b
        die Durchführung eines Verfahrens gemäß den Paragraphen 10 bis 14, Paragraph 15, Absatz 6, letzter und vorletzter Satz, Paragraph 17, Absatz 6,, Paragraph 18, Absatz 5 und eines Enteignungsverfahrens gemäß Paragraph 58, Absatz 5,,
      3. Litera c
        die gemäß Absatz 2, Ziffer eins, im übertragenen Wirkungsbereich zu besorgenden Aufgaben;
    2. Ziffer 2
      die der Gemeinde nach den Paragraphen 16 bis 21 zukommenden Aufgaben, soweit dies Verkehrsflächen der Gemeinde betrifft;
    3. Ziffer 3
      die nach Paragraph 45, dem Gemeinderat zukommenden Aufgaben;
    4. Ziffer 4
      die nach diesem Landesgesetz eine Gemeinde als Träger von Privatrechten treffenden Rechte und Pflichten.
  2. Absatz 2Folgende Aufgaben nach diesem Landesgesetz sind von der Gemeinde im übertragenen Wirkungsbereich zu besorgen:
    1. Ziffer eins
      die der Baubehörde übertragenen Aufgaben bei Akten der Vollziehung, die sich auf das Gebiet zweier oder mehrerer Gemeinden erstrecken;
    2. Ziffer 2
      die der Gemeinde nach den Paragraphen 19 bis 21 zukommenden Aufgaben, soweit es Verkehrsflächen des Landes betrifft.

Anmerkung, LGBl.Nr. 96/2006, 34/2013)

§ 55

Text

Paragraph 55,
Baubehörde, Zuständigkeit, Auskunftspflicht

  1. Absatz einsBaubehörde erster Instanz in Angelegenheiten des eigenen Wirkungsbereichs der Gemeinde ist der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin, in Städten mit eigenem Statut der Magistrat.
  2. Absatz 2In den Angelegenheiten des Paragraph 54, Absatz 2, Ziffer eins, haben die Baubehörden einvernehmlich vorzugehen. Anmerkung LGBl.Nr. 34/2013)
  3. Absatz 3In den Angelegenheiten des Paragraph 54, Absatz eins, Ziffer eins, Litera a und b ist Baubehörde erster Instanz die Bezirksverwaltungsbehörde.
  4. Absatz 4Über Berufungen entscheidet in Angelegenheiten
    1. Ziffer eins
      des eigenen Wirkungsbereichs der Gemeinderat, in Städten mit eigenem Statut der Stadtsenat;
    2. Ziffer 2
      des Paragraph 54, Absatz eins, Ziffer eins, Litera a und des Paragraph 54, Absatz 2, die Landesregierung;              
    3. Ziffer 3
      des Paragraph 54, Absatz eins, Ziffer eins, Litera b,, soweit nicht die Höhe der festgesetzten Entschädigung angefochten wird, der unabhängige Verwaltungssenat des Landes Oberösterreich.
  5. Absatz 5Die Baubehörden der Gemeinden, ausgenommen der Städte mit eigenem Statut, können sich insbesondere auch zur Kontrolle der Einhaltung der technischen Bauvorschriften sowie in Fragen des Orts- und Landschaftsbildes der Sachverständigen des Amtes der Landesregierung bedienen.
  6. Absatz 6Die Baubehörde hat nach Maßgabe des Oö. Auskunftspflicht- und Datenschutzgesetzes über Angelegenheiten ihres Wirkungsbereichs jedermann Auskunft zu geben. Anmerkung, LGBl.Nr. 96/2006, 34/2013)

§ 56

Text

Paragraph 56,

Entfallen Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,)

§ 57

Text

römisch VIII. HAUPTSTÜCK

Paragraph 57,
Strafbestimmungen

  1. Absatz einsEine Verwaltungsübertretung begeht, wer
    1. Ziffer eins
      die grundbücherliche Durchführung der Änderung eines bebauten Grundstückes durch eine den Tatsachen nicht entsprechende Erklärung gemäß Paragraph 9, Absatz 6, Ziffer 2, erschleicht;
    2. Ziffer 2
      als Bauherr oder Bauherrin oder Bauführer oder Bauführerin ein bewilligungspflichtiges Bauvorhaben ohne rechtskräftige Baubewilligung ausführt oder vom bewilligten Bauvorhaben entgegen den Vorschriften des Paragraph 39, Absatz 2 bis 4 abweicht;
    3. Ziffer 3
      als Bauherr oder Bauherrin oder Bauführer oder Bauführerin eine bauliche Anlage, die gemäß Paragraph 25, anzeigepflichtig ist, ohne Bauanzeige oder entgegen einem rechtskräftigen Bescheid, mit dem die Ausführung des Bauvorhabens untersagt wurde, oder entgegen der Vorschrift des Paragraph 25 a, Absatz 2, ausführt;
    4. Ziffer 3 a
      als Bauherr oder Bauführer Auflagen oder Bedingungen eines Bescheids nach Paragraph 25 a, Absatz eins a, nicht erfüllt;
    5. Ziffer 4
      Werbe- und Ankündigungseinrichtungen im Sinn des Paragraph 27, entgegen einem rechtskräftigen Bescheid, mit dem die Ausführung des Vorhabens untersagt wurde, oder entgegen der Vorschrift des Paragraph 25 a, Absatz 2, errichtet, anbringt oder wesentlich ändert;
    6. Ziffer 5
      als Bauherr oder Bauführer eine bauliche Anlage, die keiner Baubewilligung bedarf, nicht entsprechend den dafür geltenden baurechtlichen Bestimmungen ausführt oder ausgeführt hat;
    7. Ziffer 5 a
      als Bauherr oder Bauführer bei Ausführung einer baulichen Anlage, für die Paragraph 31, Oö. Bautechnikgesetz 2013 gilt, die Bestimmungen über die barrierefreie Gestaltung nicht einhält;
    8. Ziffer 6
      sich als Bauherr zur Ausführung eines Bauvorhabens keines gesetzlich dazu befugten Bauführers bedient oder einem Auftrag zur Beiziehung einer besonderen sachverständigen Person nicht entspricht oder die Anzeige über die Person des Bauführers oder der besonderen sachverständigen Person oder über einen Wechsel in der Person des Bauführers oder der besonderen sachverständigen Person unterläßt;
    9. Ziffer 7
      als Bauherr oder Bauführer nach einer Untersagung gemäß Paragraph 41, Absatz 3, ohne Behebung des Mangels die Bauausführung fortsetzt;
    10. Ziffer 8
      als Bauführer oder als besondere sachverständige Person einer ihm sonst nach diesem Landesgesetz oder den zu seiner Ausführung erlassenen Vorschriften obliegenden Verpflichtung nicht nachkommt, sofern die Tat nicht unter einen anderen Straftatbestand dieses Landesgesetzes fällt;
    11. Ziffer 9
      eine bauliche Anlage, deren Fertigstellung gemäß Paragraph 42, oder Paragraph 43, anzuzeigen ist, ohne Baufertigstellungsanzeige oder entgegen Paragraph 44, Absatz eins, oder 2 benützt oder benützen läßt;
    12. Ziffer 9 a
      als Bauherr oder Bauherrin eine Baufertigstellungsanzeige im Sinn des Paragraph 42, erstattet, obwohl das Bauvorhaben noch nicht fertiggestellt wurde oder aber nicht bewilligungsgemäß, nicht fachtechnisch oder nicht entsprechend vorgeschriebener Auflagen und Bedingungen fertiggestellt wurde;
    13. Ziffer 10
      bei Ausübung eines ihm in Durchführung dieses Landesgesetzes oder mit Bescheid der Baubehörde erteilten Rechtes die im Bewilligungsbescheid festgelegten Auflagen oder Bedingungen nicht bescheidgemäß erfüllt;
    14. Ziffer 11
      baubehördliche Anordnungen nicht bescheidgemäß erfüllt;
    15. Ziffer 12
      den Organen der Baubehörde den Zutritt zur Baustelle nicht gestattet (Paragraph 41, Absatz eins,) oder einer der im Paragraph 41, Absatz 2, oder im Paragraph 47, Absatz 3, umschriebenen Verpflichtungen nicht nachkommt;
    16. Ziffer 13
      als Eigentümer eines Wohngebäudes entgegen Paragraph 18, Absatz 2, Oö. Bautechnikgesetz 2013 einen weiteren Wasserbefund nicht oder nicht rechtzeitig vorlegt;
    17. Ziffer 14
      als Planverfasser, Bauführer oder sonstiger Aussteller eines Befundes (Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer eins, Litera c und Ziffer 2,, Paragraph 29, Absatz eins, Ziffer 4,, Paragraph 43, Absatz 2, Ziffer eins und 2 sowie Paragraph 18, Absatz eins und 2 und Paragraph 36, Absatz eins, Oö. Bautechnikgesetz 2013) eine falsche Bestätigung oder einen falschen Befund ausstellt;
    18. Ziffer 15
      als Eigentümerin oder Eigentümer eines Gebäudes der Verpflichtung zum Aushang eines Energieausweises nicht ordnungsgemäß nachkommt;
    19. Ziffer 16
      als Eigentümerin oder Eigentümer eines Grundstücks der Verpflichtung gemäß Paragraph 51, nicht nachkommt.
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,, 96/2006, 36/2008, 34/2013)
  2. Absatz 2Verwaltungsübertretungen gemäß Absatz eins, sind von der Bezirksverwaltungsbehörde mit Geldstrafen bis 36.000 Euro, in den Fällen des Absatz eins, Ziffer 2,, 7 und 14 mit Geldstrafen von 1.450 Euro bis 36.000 Euro zu bestrafen. Die Strafgelder fließen der Gemeinde zu, in deren Gebiet sich das Vorhaben befindet, auf das sich die Verwaltungsübertretung bezieht. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 70 aus 1998,, 90/2001, 96/2006)
  3. Absatz 3Bei einer Übertretung nach Absatz eins, Ziffer 2, kann der Verfall solcher Baustoffe, Werkzeuge und Baueinrichtungen ausgesprochen werden, die bei der strafbaren Handlung verwendet wurden oder am Ort der Bauführung für die strafbare Bauausführung bereitgestellt waren.

§ 58

Text

römisch IX. HAUPTSTÜCK
Übergangs- und Schlußbestimmungen

Paragraph 58,
Übergangsbestimmungen

  1. Absatz einsIm Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Landesgesetzes anhängige individuelle Verwaltungsverfahren sind nach den bisher geltenden Rechtsvorschriften weiterzuführen.
  2. Absatz 2Rechtskräftige Bauplatzbewilligungen, Baubewilligungen, Benützungsbewilligungen, baupolizeiliche Aufträge und sonstige Bescheide werden durch das Inkrafttreten dieses Landesgesetzes nicht berührt. Die bei Inkrafttreten dieses Landesgesetzes bereits bestehenden baulichen Anlagen, die erst nach diesem Landesgesetz bewilligungs- oder anzeigepflichtig werden, bedürfen vorbehaltlich des Paragraph 59, keiner nachträglichen Bewilligung oder Anzeige.
  3. Absatz 3Grundteilungsgenehmigungen zur Schaffung oder Veränderung von Bauplätzen und Bauplatzgenehmigungen ohne Grundteilung, die auf Grund des Paragraph 69, Absatz 4, Oö. Bauordnung in der bisher geltenden Fassung im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Landesgesetzes wirksam sind, gelten als Bauplatzbewilligungen im Sinn dieses Landesgesetzes.
  4. Absatz 4Sind im Bebauungsplan keine Bauplätze ausgewiesen, kann der Eigentümer von Grundflächen, die einen Bauplatz zu bilden geeignet sind, aber nicht an die Straßenfluchtlinie angrenzen, hinsichtlich der zwischen seinen Grundflächen und der Straßenfluchtlinie gelegenen selbständig nicht bebaubaren Grundflächen einschließlich der allenfalls zu Verkehrsflächen abzutretenden Grundflächen die Enteignung beantragen, wenn er gleichzeitig die Bauplatzbewilligung und die Baubewilligung beantragt. Die Bauplatzbewilligung darf in diesem Fall nur für den bis an die Straßenfluchtlinie reichenden Bauplatz erteilt werden. Paragraph 10, Absatz 5,, Paragraph 13 und Paragraph 14, gelten sinngemäß.
  5. Absatz 5Einem Enteignungsantrag gemäß Absatz 4, darf nur stattgegeben werden, wenn die Bauplatzbewilligung und die Baubewilligung rechtskräftig erteilt wurden. Die Bauplatzbewilligung und Baubewilligung setzen in diesem Fall die Zustimmung des Grundeigentümers nicht voraus; die Bauplatzbewilligung und die Baubewilligung werden unwirksam, wenn der Enteignungsantrag zurückgezogen oder rechtskräftig abgewiesen wird.
  6. Absatz 6Der Beitrag zu den Kosten der Herstellung öffentlicher Verkehrsflächen der Gemeinde (Paragraphen 19 und 20) ist nicht vorzuschreiben, wenn bereits nach den bisherigen baurechtlichen Bestimmungen ein nicht ermäßigter Beitrag zur Herstellung der öffentlichen Verkehrsfläche, der Fahrbahn oder des Gehsteigs (Fußwegs, Trottoirs) derselben geleistet wurde. Wurde nach den bisher geltenden Paragraphen 20 und 21 der Oö. Bauordnung 1976 bereits ein ermäßigter Beitrag geleistet, ist dieser Beitrag anzurechnen. Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)

§ 59

Text

Paragraph 59,
Übergangsbestimmungen für Werbe- und Ankündigungseinrichtungen

  1. Absatz einsDie Eigentümer von Werbe- und Ankündigungseinrichtungen im Sinn des Paragraph 27, haben der Baubehörde binnen sechs Monaten ab Inkrafttreten dieses Landesgesetzes den Standort und die Größe aller von ihnen vor dem 1. Jänner 1990 aufgestellten Werbe- und Ankündigungseinrichtungen formlos mitzuteilen.
  2. Absatz 2Bei Inkrafttreten dieses Landesgesetzes bestehende Werbe- oder Ankündigungseinrichtungen im Sinn des Paragraph 27, - ausgenommen jene nach Absatz eins, - sind der Baubehörde bis längstens sechs Monate nach Inkrafttreten dieses Landesgesetzes anzuzeigen. In diesen Fällen gilt Paragraph 27, Absatz 3, mit der Maßgabe, dass die Frist des Paragraph 25 a, Absatz eins, sechs Monate beträgt. Paragraph 27, Absatz 5 und 6 gelten sinngemäß. Anmerkung, LGBl.Nr. 96/2006)
  3. Absatz 3Eine Verwaltungsübertretung begeht, wer als Eigentümer oder sonst Verfügungsberechtigter der Mitteilungspflicht nach Absatz eins, oder der Anzeigepflicht nach Absatz 2, nicht oder nicht rechtzeitig nachkommt. Paragraph 57, Absatz 2, gilt.

§ 60

Text

Paragraph 60,
Schlußbestimmungen

  1. Absatz einsDieses Landesgesetz tritt mit 1. Jänner 1995 in Kraft.
  2. Absatz 2Mit dem Inkrafttreten dieses Landesgesetzes tritt das Landesgesetz vom 2. April 1976, mit dem eine Bauordnung für Oberösterreich erlassen wird (Oö. Bauordnung - Oö. BauO.), Landesgesetzblatt Nr. 35 aus 1976,, zuletzt geändert durch das Landesgesetz Landesgesetzblatt Nr. 59 aus 1993, und die Kundmachung Landesgesetzblatt Nr. 32 aus 1994,, mit Ausnahme der Paragraphen 35 bis 40 außer Kraft.
  3. Absatz 3Soweit in diesem Landesgesetz auf Bestimmungen anderer Landesgesetze verwiesen wird, sind diese in ihrer jeweils geltenden Fassung anzuwenden.
  4. Absatz 3 aSoweit in diesem Landesgesetz auf Bundesgesetze verwiesen wird, sind diese in folgender Fassung anzuwenden:
    1. Ziffer eins
      Liegenschaftsteilungsgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 3 aus 1930,, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. römisch eins Nr. 30/2012;
    2. Ziffer 2
      Vermessungsgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 306 aus 1968,, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. römisch eins Nr. 31/2012;
    3. Ziffer 3
      Wohnungseigentumsgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 149 aus 1948,, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 28/1951;
    4. Ziffer 4
      Wohnungseigentumsgesetz 2002, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 70 aus 2002,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 30 aus 2012,.
  5. Absatz 3 bSoweit in diesem Landesgesetz auf gemeinschaftsrechtliche Bestimmungen verwiesen wird, sind diese in der folgenden Fassung anzuwenden:
    • Strichaufzählung
      `SEVESO II-Richtlinie`: Richtlinie 96/82/EG des Rates vom 9. Dezember 1996 zur Beherrschung der Gefahren bei schweren Unfällen mit gefährlichen Stoffen, ABl.Nr. L 10 vom 14. Jänner 1997, in der Fassung der Richtlinie 2003/105/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2003, ABl.Nr. L 345 vom 31. Dezember 2003.
    Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)
  6. Absatz 4Soweit Landesgesetze auf Bestimmungen der Oö. Bauordnung, Landesgesetzblatt Nr. 35 aus 1976,, zuletzt geändert durch das Landesgesetz Landesgesetzblatt Nr. 59 aus 1993, und die Kundmachung Landesgesetzblatt Nr. 32 aus 1994,, verweisen, treten an ihre Stelle die Bestimmungen dieses Landesgesetzes.
  7. Absatz 5Verordnungen auf Grund dieses Landesgesetzes können bereits von dem der Kundmachung dieses Landesgesetzes folgenden Tag an erlassen werden; sie treten jedoch frühestens mit diesem Landesgesetz in Kraft.

Anmerkung, Landesgesetzblatt Nr. 96 aus 2006,)

Art. 2

Text

Artikel II

Anmerkung, Übergangsrecht zur Nov. LGBl.Nr. 70/1998)

  1. Absatz einsDieses Landesgesetz tritt mit 1. Jänner 1999 in Kraft.
  2. Absatz 2Mit dem Inkrafttreten dieses Landesgesetzes treten
    1. Ziffer eins
      Paragraph 25, Absatz 2, des O.ö. Umweltschutzgesetzes 1996, Landesgesetzblatt Nr. 84,
    2. Ziffer 2
      das O.ö. Ortsbildgesetz, Landesgesetzblatt Nr. 4 aus 1990,,
    3. Ziffer 3
      das O.ö. Dauerkleingartengesetz, Landesgesetzblatt Nr. 75 aus 1983,,
    außer Kraft.
  3. Absatz 3Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Landesgesetzes anhängige individuelle Verwaltungsverfahren sind nach den bisher geltenden Rechtsvorschriften weiterzuführen. Die Paragraphen 42 bis 44 der O.ö. Bauordnung 1994 in der Fassung des Art. römisch eins Ziffer 43, gelten auch für bauliche Anlagen, die vor dem Inkrafttreten dieses Landesgesetzes baubehördlich bewilligt wurden, für die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Landesgesetzes aber noch keine Anzeige der Beendigung der Bauausführung oder noch kein Antrag auf Erteilung der Benützungsbewilligung bei der Baubehörde eingelangt ist.
  4. Absatz 4Soweit in diesem Landesgesetz auf Bestimmungen anderer Landesgesetze verwiesen wird und nicht ausdrücklich eine bestimmte Fassung genannt ist, sind diese in ihrer jeweils geltenden Fassung anzuwenden.
  5. Absatz 5Soweit sie Verkehrsflächen der Gemeinde betreffen, sind die Paragraphen 19 bis 21 der O.ö. Bauordnung 1994 in der Fassung des Art. römisch eins Ziffer 18, auch auf Abgabentatbestände anzuwenden, die sich vor dem Inkrafttreten dieses Landesgesetzes verwirklicht haben und deren Anspruch auf Vorschreibung noch nicht verjährt ist.
  6. Absatz 6Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Landesgesetzes rechtswirksame Bausperreverordnungen gelten als Verordnungen über die Erklärung zum Neuplanungsgebiet weiter.
  7. Absatz 7Für die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Landesgesetzes rechtmäßig bestehenden Dauerkleingartenanlagen gilt Paragraph 3, Absatz 3, des O.ö. Dauerkleingartengesetzes, Landesgesetzblatt Nr. 75 aus 1983,, bis zum Ablauf des 31. Dezember 2008 weiter, sofern sie nicht vorher im Flächenwidmungsplan als „Grünland-Dauerkleingärten“ (Paragraph 30, Absatz 3, Ziffer 2, O.ö. Raumordnungsgesetz 1994) rechtswirksam ausgewiesen werden.
  8. Absatz 8Für die Bebauung von Dauerkleingärten der im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Landesgesetzes rechtmäßig bestehenden Dauerkleingartenanlagen gilt Paragraph 6, des O.ö. Dauerkleingartengesetzes, Landesgesetzblatt Nr. 75 aus 1983,, bis zum Ablauf des 31. Dezember 2008 weiter, sofern nicht vorher eine Verordnung der Gemeinde rechtswirksam wird, die die zulässige Bebauung und Gestaltung regelt.
  9. Absatz 9Verordnungen auf Grund dieses Landesgesetzes dürfen bereits von dem der Kundmachung dieses Landesgesetzes folgenden Tag an erlassen, jedoch frühestens mit dem 1. Jänner 1999 in Kraft gesetzt werden.

Art. 2

Text

Artikel II

Anmerkung, Übergangsrecht zur Nov. LGBl.Nr. 96/2006)

  1. Absatz einsDieses Landesgesetz tritt mit dem seiner Kundmachung im Landesgesetzblatt für Oberösterreich folgenden Monatsersten in Kraft.
  2. Absatz 2Im Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens dieses Landesgesetzes anhängige individuelle Verwaltungsverfahren sind nach den bisher geltenden Rechtsvorschriften weiterzuführen.
  3. Absatz 3Die Verkehrsflächenbeitragsbestimmungen in der Fassung der Art. römisch eins Ziffer 17 bis 26 und 77 sind auch auf Abgabentatbestände anzuwenden, die sich vor dem In-Kraft-Treten dieses Landesgesetzes verwirklicht haben und deren Anspruch auf Vorschreibung noch nicht verjährt ist.
  4. Absatz 4Die im Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens dieses Landesgesetzes anhängigen Berufungsverfahren betreffend Verkehrsflächenbeiträge für Verkehrsflächen des Landes sind vom unabhängigen Verwaltungssenat des Landes Oberösterreich zu entscheiden.

Art. 2

Text

Artikel II

Anmerkung, Übergangsrecht zur Nov. LGBl.Nr. 34/2013)

  1. Absatz einsDieses Landesgesetz tritt mit 1. Juli 2013 in Kraft.
  2. Absatz 2Im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Landesgesetzes anhängige individuelle Verwaltungsverfahren sind nach den bisher geltenden Rechtsvorschriften weiterzuführen.
  3. Absatz 3Dieses Landesgesetz wurde einem Informationsverfahren im Sinn der Richtlinie 98/34/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Juni 1998 über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften und der Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft, ABl. Nr. L 204 vom 21.7.1998, S 37, in der Fassung der Richtlinie 98/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Juli 1998, ABl. Nr. L 217 vom 5.8.1998, S 18, unterzogen.