Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Eventkaufmann/Eventkauffrau-Ausbildungsordnung, Fassung vom 27.05.2024

§ 0

Langtitel

Verordnung der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, mit der Ausbildungsvorschriften für den Lehrberuf Eventkaufmann/Eventkauffrau (Eventkaufmann/Eventkauffrau-Ausbildungsordnung) erlassen werden
StF: BGBl. II Nr. 54/2020

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund der Paragraphen 8 und 8a des Berufsausbildungsgesetzes (BAG), Bundesgesetzblatt Nr. 142 aus 1969,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 32 aus 2018,, wird verordnet:

§ 1

Text

Lehrberuf Eventkaufmann/Eventkauffrau

Paragraph eins,
  1. Absatz 2In die Ausbildung im Lehrberuf Eventkaufmann/Eventkauffrau kann bis zum Ablauf des 31. August 2026 eingetreten werden.
  2. Absatz 3In den Lehrverträgen, Lehrzeugnissen, Lehrabschlussprüfungszeugnissen und Lehrbriefen ist der Lehrberuf in der dem Geschlecht des Lehrlings entsprechenden Form (Eventkaufmann bzw. Eventkauffrau) zu bezeichnen.

§ 2

Text

Berufsprofil

Paragraph 2,
  1. Absatz einsMit dem positiven Abschluss der Lehrabschlussprüfung und der Berufsschule verfügt der Eventkaufmann/die Eventkauffrau über folgende berufliche Kompetenzen:
    1. Ziffer eins
      Fachliche Kompetenzbereiche:
      1. Litera a
        Konzeptentwicklung
    Der Eventkaufmann/Die Eventkauffrau verfügt über umfassende Kenntnisse der Konzeptentwicklung und entwickelt auf Basis des Veranstaltungszwecks und der Kundenbedürfnisse Konzepte für Veranstaltungen. Zu seinen/ihren Aufgaben zählen unter anderem die Beurteilung von Kundenbriefings sowie die Analyse von Kundenanforderungen. Er/Sie wählt geeignete Locations und Fremdleistungen aus und erstellt Kosten- und Erlöspläne. In seine/ihre Arbeit bindet er/sie Kollegen und gegebenenfalls Subauftragnehmer ein.
    1. Litera b
      Kundenmanagement
    Der Eventkaufmann/Die Eventkauffrau berät Kunden zu den betrieblichen Leistungen. Dabei setzt er/sie ein reiches Repertoire an Kommunikationsstrategien und Social Skills ein. Zu seinen/ihren Aufgaben gehören die Bearbeitung von Kundenanfragen, die Erstellung von Angeboten sowie die Entgegennahme und Prüfung von Aufträgen. Mit Beschwerden und Reklamationen geht er/sie kompetent um.
    1. Litera c
      Veranstaltungsmanagement und -durchführung
    Im Rahmen der Veranstaltungsorganisation erstellt der Eventkaufmann/die Eventkauffrau Veranstaltungspläne und erschließt Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten. Darüber hinaus überprüft er/sie, ob die Anforderungen betreffend Sicherheit und Infrastruktur am Veranstaltungsort erfüllt sind. Bei der Veranstaltung koordiniert er/sie die Kommunikation zwischen den an der Veranstaltung Beteiligten und stellt die Einhaltung von Ablaufplänen sicher. Nach der Veranstaltung führt der Eventkaufmann/die Eventkauffrau die Erfolgskontrolle und Dokumentation durch.
    1. Litera d
      Veranstaltungsmarketing
    Der Eventkaufmann/Die Eventkauffrau verfügt über Kenntnisse des Marketings und entwickelt darauf aufbauend Marketingkonzepte für Events. Er/Sie plant die konkrete Medienarbeit und beteiligt sich an der Gestaltung betrieblicher Kommunikationsmittel (zB Newsletter, Direct-Mailings, Presseaussendungen, Social-Media-Beiträge). Darüber hinaus wirkt er/sie am betrieblichen Außenauftritt mit.
    1. Litera e
      Beschaffung
    Der Eventkaufmann/Die Eventkauffrau verfügt über Kenntnisse des Beschaffungswesens, bearbeitet verschiedene Aufgaben in diesem Bereich und kommuniziert dabei mit Personen inner- und außerhalb des Betriebs. So ermittelt er/sie den Dienstleistungs- und Warenbedarf in seinem/ihrem Aufgabenbereich, vergleicht Angebote verschiedener Anbieter, trifft eine begründete Vorauswahl und wirkt bei der Beauftragung von Dienstleistungen bzw. Warenbestellungen mit. Bei mangelhaften Lieferungen und Leistungen setzt er/sie angemessene Maßnahmen.
    1. Litera f
      Office-Management
    Der Eventkaufmann/Die Eventkauffrau erfüllt vielfältige Aufgaben im Rahmen der betrieblichen Kommunikation. Dazu zählt insbesondere der Brief- bzw. E-Mail-Verkehr, bei dem er/sie die Textgestaltung unter Berücksichtigung betriebsinterner Vorgaben (zB Corporate Design) erledigt. Er/Sie übernimmt das Terminmanagement und erledigt den Postein- und -ausgang. Er/Sie nutzt die Ausstattung seines/ihres Arbeitsbereichs kompetent.
    1. Litera g
      Betriebliches Rechnungswesen
    Der Eventkaufmann/Die Eventkauffrau führt auf Basis seiner/ihrer Kenntnisse des Buchführungssystems Arbeiten im betrieblichen Rechnungswesen durch. Dazu zählen in der Buchführung die Belegorganisation sowie die Prüfung von Belegen. Ebenso wirkt er/sie am betrieblichen Zahlungsverkehr mit. Darüber hinaus übernimmt der Eventkaufmann/die Eventkauffrau Aufgaben im Rahmen der Datenaufbereitung (Arbeiten mit Statistiken und Kennzahlen).
    1. Ziffer 2
      Fachübergreifende Kompetenzbereiche:
    Zur Erfüllung dieser fachlichen Aufgaben setzt der Eventkaufmann/die Eventkauffrau folgende fachübergreifende Kompetenzen ein:
    1. Litera a
      Arbeiten im betrieblichen und beruflichen Umfeld
    Der Eventkaufmann/Die Eventkauffrau verfügt über grundlegende Kenntnisse des betrieblichen Leistungsspektrums und betriebs- und volkswirtschaftlicher und ökologischer Zusammenhänge, um seine/ihre Tätigkeiten effizient und nachhaltig zu organisieren und auszuführen. Er/Sie agiert innerhalb der betrieblichen Aufbau- und Ablauforganisation selbst-, sozial- und methodenkompetent und bearbeitet die ihm/ihr übertragenen Aufgaben lösungsorientiert sowie situationsgerecht auf Basis seines/ihres Verständnisses für Intrapreneurship. Darüber hinaus kommuniziert er/sie zielgruppenorientiert, berufsadäquat auch auf Englisch, und agiert kundenorientiert.
    1. Litera b
      Qualitätsorientiertes, sicheres und nachhaltiges Arbeiten
    Der Eventkaufmann/Die Eventkauffrau wendet die Grundsätze des betrieblichen Qualitätsmanagements an und bringt sich in die Weiterentwicklung der betrieblichen Standards ein. Er/Sie reflektiert sein/ihr eigenes Vorgehen und nutzt die daraus gewonnenen Erkenntnisse in seinem/ihrem Aufgabenbereich. Der Eventkaufmann/Die Eventkauffrau beachtet die rechtlichen und betrieblichen Regelungen für seine/ihre persönliche Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz und handelt bei Unfällen und Verletzungen situationsgerecht. Im Rahmen seines/ihres Aufgabenbereiches berücksichtigt er/sie wesentliche ökologische Auswirkungen seiner/ihrer Tätigkeit und handelt somit nachhaltig und ressourcenschonend.
    1. Litera c
      Digitales Arbeiten
    Der Eventkaufmann/Die Eventkauffrau wählt im Rahmen der rechtlichen und betrieblichen Vorgaben die für seine/ihre Aufgaben am besten geeignete/n digitalen Geräte, betriebliche Software und digitalen Kommunikationsformen aus und nutzt diese effizient. Er/Sie beschafft auf digitalem Weg die für die Aufgabenbearbeitung erforderlichen betriebsinternen und -externen Informationen. Der Eventkaufmann/Die Eventkauffrau agiert auf Basis seiner/ihrer digitalen Kompetenz zielgerichtet und verantwortungsbewusst. Dazu zählt vor allem der sensible und sichere Umgang mit Daten unter Berücksichtigung der rechtlichen und betrieblichen Vorgaben (zB Datenschutzgrundverordnung).

§ 3

Text

Berufsbild

Paragraph 3,
  1. Absatz 2Das Berufsbild gliedert sich in fachübergreifende und fachliche Kompetenzbereiche.
  2. Absatz 3Die fachlichen Kompetenzbereiche sind nach Lehrjahren gegliedert. Die in den Kompetenzbereichen angeführten Kenntnisse und Fertigkeiten sind spätestens bis zum Ende des jeweils angeführten Lehrjahres zu vermitteln.
  3. Absatz 4Die fachübergreifenden Kompetenzbereiche sind während der gesamten Lehrzeit zu berücksichtigen und zu vermitteln.
  4. Absatz 5Fachübergreifende Kompetenzbereiche sind:

1. Kompetenzbereich: Arbeiten im betrieblichen und beruflichen Umfeld

1.1 Betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation

Er/Sie kann…

  1. eins Punkt eins Punkt eins
    sich in den Räumlichkeiten des Lehrbetriebs zurechtfinden.
  1. eins Punkt eins Punkt 2
    die wesentlichen Aufgaben der verschiedenen Bereiche des Lehrbetriebs erklären.
  1. eins Punkt eins Punkt 3
    die Zusammenhänge der einzelnen Betriebsbereiche sowie der betrieblichen Prozesse darstellen.
  1. eins Punkt eins Punkt 4
    die wichtigsten Verantwortlichen nennen (zB Geschäftsführer/in) und seine/ihre Ansprechpartner/innen im Lehrbetrieb erreichen.
  1. eins Punkt eins Punkt 5
    die Vorgaben der betrieblichen Ablauforganisation und des Prozessmanagements bei der Erfüllung seiner/ihrer Aufgaben berücksichtigen.

1.2 Leistungsspektrum und Eckdaten des Lehrbetriebs

Er/Sie kann…

  1. eins Punkt 2 Punkt eins
    das betriebliche Leistungsangebot beschreiben.
  1. eins Punkt 2 Punkt 2
    das Leitbild bzw. die Ziele des Lehrbetriebs erklären.
  1. eins Punkt 2 Punkt 3
    die Struktur des Lehrbetriebs beschreiben (zB Größenordnung, Tätigkeitsfelder, Rechtsform).
  1. eins Punkt 2 Punkt 4
    Faktoren erklären, die die betriebliche Leistung beeinflussen (zB Standort, Zielgruppen).

1.3 Branche des Lehrbetriebs

Er/Sie kann…

  1. eins Punkt 3 Punkt eins
    einen Überblick über die Branche des Lehrbetriebs geben (zB unterschiedliche Veranstaltungsformen, wie Events, Kongress, Tagung, corporate event, edutainment; Stakeholder, Branchentrends).
  1. eins Punkt 3 Punkt 2
    die Position des Lehrbetriebs in der Branche darstellen.

1.4 Ziel und Inhalte der Ausbildung sowie Weiterbildungsmöglichkeiten

Er/Sie kann…

  1. eins Punkt 4 Punkt eins
    den Ablauf seiner/ihrer Ausbildung im Lehrbetrieb erklären (zB Inhalte und Ausbildungsfortschritt).
  1. eins Punkt 4 Punkt 2
    Grundlagen der Lehrlingsausbildung erklären (zB Ausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule, Bedeutung und Wichtigkeit der Lehrabschlussprüfung).
  1. eins Punkt 4 Punkt 3
    die Notwendigkeit der lebenslangen Weiterbildung erkennen und sich mit konkreten Weiterbildungsangeboten auseinandersetzen.

1.5 Rechte, Pflichten und Arbeitsverhalten

Er/Sie kann…

  1. eins Punkt 5 Punkt eins
    auf Basis der gesetzlichen Rechte und Pflichten als Lehrling seine/ihre Aufgaben erfüllen.
  1. eins Punkt 5 Punkt 2
    Arbeitsgrundsätze wie Sorgfalt, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Pünktlichkeit etc. einhalten und sich mit seinen/ihren Aufgaben im Lehrbetrieb identifizieren.
  1. eins Punkt 5 Punkt 3
    sich nach den Vorgaben des Lehrbetriebs verhalten.
  1. eins Punkt 5 Punkt 4
    eine Lohn- oder Gehaltsabrechnung interpretieren (anhand seiner/ihrer Lehrlingsentschädigung sowie eines anonymisierten Personalverrechnungs-Abrechnungsbelegs einer anderen Beschäftigtengruppe im Betrieb).
  1. eins Punkt 5 Punkt 5
    die für ihn/sie relevanten Bestimmungen des KJBG (minderjährige Lehrlinge) bzw. des AZG und ARG (erwachsene Lehrlinge) und des GlBG grundlegend verstehen.

1.6 Selbstorganisierte, lösungsorientierte und situationsgerechte Aufgabenbearbeitung

Er/Sie kann…

  1. eins Punkt 6 Punkt eins
    seine/ihre Aufgaben selbst organisieren und sie nach Prioritäten reihen.
  1. eins Punkt 6 Punkt 2
    den Zeitaufwand für seine/ihre Aufgaben abschätzen und diese zeitgerecht durchführen.
  1. eins Punkt 6 Punkt 3
    sich auf wechselnde Situationen einstellen und auf geänderte Herausforderungen mit der notwendigen Flexibilität reagieren.
  1. eins Punkt 6 Punkt 4
    Lösungen für aktuell auftretende Problemstellungen entwickeln und Entscheidungen im vorgegebenen betrieblichen Rahmen treffen.
  1. eins Punkt 6 Punkt 5
    in Konfliktsituationen konstruktiv handeln bzw. entscheiden, wann jemand zur Hilfe hinzugezogen wird.
  1. eins Punkt 6 Punkt 6
    sich zur Aufgabenbearbeitung notwendige Informationen selbstständig beschaffen.
  1. eins Punkt 6 Punkt 7
    in unterschiedlich zusammengesetzten Teams arbeiten.
  1. eins Punkt 6 Punkt 8
    die wesentlichen Anforderungen für die Zusammenarbeit in Projekten darstellen.
  1. eins Punkt 6 Punkt 9
    Aufgaben in betrieblichen Projekten übernehmen.
  1. eins Punkt 6 Punkt 10
    die eigene Tätigkeit reflektieren und gegebenenfalls Optimierungsvorschläge für seine/ihre Tätigkeit einbringen.

1.7 Zielgruppengerechte Kommunikation

Er/Sie kann…

  1. eins Punkt 7 Punkt eins
    mit verschiedenen Zielgruppen (wie Ausbildern/Ausbilderinnen, Führungskräften, Kollegen/Kolleginnen, Kunden, Lieferanten) kommunizieren und sich dabei betriebsadäquat verhalten.
  1. eins Punkt 7 Punkt 2
    seine/ihre Anliegen verständlich vorbringen und der jeweiligen Situation angemessen auftreten.
  1. eins Punkt 7 Punkt 3
    berufsadäquat und betriebsspezifisch auf Englisch kommunizieren (insbesondere Fachausdrücke anwenden).

1.8 Kundenorientiertes Agieren
(Unter Kunden werden sämtliche Adressaten der betrieblichen Leistung verstanden.)

Er/Sie kann…

  1. eins Punkt 8 Punkt eins
    erklären, warum Kunden für den Lehrbetrieb im Mittelpunkt stehen.
  1. eins Punkt 8 Punkt 2
    die Kundenorientierung bei der Erfüllung aller seiner/ihrer Aufgaben berücksichtigen.
  1. eins Punkt 8 Punkt 3
    mit unterschiedlichen Kundensituationen kompetent umgehen und kunden- sowie betriebsoptimierte Lösungen finden.

         1.9 Betriebliches Projektmanagement

  1. eins Punkt 9 Punkt eins
    die Grundlagen des betrieblichen Projektmanagements beschreiben (zB Anforderungen, Methoden).
  1. eins Punkt 9 Punkt 2
    die der Ausbildung entsprechende Projekte selbstständig umsetzen.

2. Kompetenzbereich: Qualitätsorientiertes, sicheres und nachhaltiges Arbeiten

2.1 Betriebliches Qualitätsmanagement

Er/Sie kann…

  1. 2 Punkt eins Punkt eins
    betriebliche Qualitätsvorgaben im Aufgabenbereich umsetzen.
  1. 2 Punkt eins Punkt 2
    an der Entwicklung von Qualitätsstandards des Lehrbetriebs mitwirken.
  1. 2 Punkt eins Punkt 3
    die eigene Tätigkeit hinsichtlich der Einhaltung der Qualitätsstandards überprüfen.
  1. 2 Punkt eins Punkt 4
    die Ergebnisse der Qualitätsüberprüfung reflektieren und sie in die Aufgabenbewältigung einbringen.

2.2 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

Er/Sie kann…

  1. 2 Punkt 2 Punkt eins
    Betriebs- und Hilfsmittel sicher und sachgerecht einsetzen.
  1. 2 Punkt 2 Punkt 2
    die betrieblichen Sicherheitsvorschriften einhalten.
  1. 2 Punkt 2 Punkt 3
    Aufgaben von mit Sicherheitsagenden beauftragten Personen im Überblick beschreiben.
  1. 2 Punkt 2 Punkt 4
    berufsbezogene Gefahren, wie Sturz- und Brandgefahr, in seinem/ihrem Arbeitsbereich erkennen und sich entsprechend den Arbeitnehmerschutz- und Brandschutzvorgaben verhalten.
  1. 2 Punkt 2 Punkt 5
    sich im Notfall richtig verhalten.
  1. 2 Punkt 2 Punkt 6
    bei Unfällen geeignete Erste-Hilfe-Maßnahmen ergreifen.
  1. 2 Punkt 2 Punkt 7
    die Grundlagen des ergonomischen Arbeitens anwenden.

2.3 Nachhaltiges und ressourcenschonendes Handeln

Er/Sie kann…

  1. 2 Punkt 3 Punkt eins
    die Bedeutung des Umweltschutzes für den Lehrbetrieb darstellen.
  1. 2 Punkt 3 Punkt 2
    die Mülltrennung nach rechtlichen und betrieblichen Vorgaben umsetzen.
  1. 2 Punkt 3 Punkt 3
    energiesparend arbeiten und Ressourcen sparsam einsetzen.

3. Kompetenzbereich: Digitales Arbeiten

(Diese Berufsbildpositionen schließen gegebenenfalls auch entsprechende analoge Anwendungen mit ein.)

3.1 Datensicherheit und Datenschutz

Er/Sie kann…

  1. 3 Punkt eins Punkt eins
    die rechtlichen Vorgaben und jene des Lehrbetriebs einhalten (zB Datenschutzgrundverordnung).
  1. 3 Punkt eins Punkt 2
    Urheberrecht und Datenschutzbestimmungen beachten.
  1. 3 Punkt eins Punkt 3
    Gefahren und Risiken erkennen (zB Phishing-E-Mails, Viren).
  1. 3 Punkt eins Punkt 4
    Maßnahmen treffen, wenn Sicherheitsprobleme und Auffälligkeiten auftreten (zB rasche Verständigung des Datenschutzbeauftragten bzw. der verantwortlichen IT-Administration).
  1. 3 Punkt eins Punkt 5
    Maßnahmen unter Einhaltung der betrieblichen Vorgaben ergreifen, um Daten, Dateien, Geräte und Anwendungen vor Fremdzugriff zu schützen (zB sorgsamer Umgang mit Passwörtern und Hardware).

3.2 Software und weitere digitale Anwendungen

Er/Sie kann…

  1. 3 Punkt 2 Punkt eins
    Software bzw. Apps für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationserstellung, Kommunikation sowie Datenbanken und weitere digitale Anwendungen kompetent verwenden (zB in den Bereichen Kundenmanagement, Terminmanagement).
  1. 3 Punkt 2 Punkt 2
    die für eine auszuführende Aufgabe am besten geeignete betriebliche Software bzw. digitale Anwendung auswählen.
  1. 3 Punkt 2 Punkt 3
    Inhalte unter Einhaltung der Vorgaben des Lehrbetriebs selbst entwickeln bzw. vorhandene Inhalte editieren und zielgruppengerecht aufbereiten (zB Texte, Kalkulationen, Präsentationen unter Berücksichtigung des Corporate Designs erstellen).
  1. 3 Punkt 2 Punkt 4
    Daten aufbereiten (zB Statistiken und Diagramme erstellen).
  1. 3 Punkt 2 Punkt 5
    mit betrieblichen Datenbanken arbeiten (zB Daten erfassen, löschen, aktualisieren).
  1. 3 Punkt 2 Punkt 6
    Inhalte aus verschiedenen Datenquellen beschaffen und zusammenfügen.
  1. 3 Punkt 2 Punkt 7
    Probleme im Umgang mit Software und digitalen Anwendungen lösen (zB Hilfefunktion nutzen, im Internet bzw. Intranet nach Problemlösungen recherchieren).

3.3 Digitale Kommunikation

Er/Sie kann…

  1. 3 Punkt 3 Punkt eins
    ein breites Spektrum an Kommunikationsformen verwenden (zB E-Mail, Telefon, Videokonferenz, Social Media).
  1. 3 Punkt 3 Punkt 2
    eine geeignete Kommunikationsform anforderungsbezogen auswählen.
  1. 3 Punkt 3 Punkt 3
    verantwortungsbewusst und unter Einhaltung der betrieblichen Vorgaben in sozialen Netzwerken agieren.

3.4 Datei- und Ablageorganisation

Er/Sie kann…

  1. 3 Punkt 4 Punkt eins
    sich in der betrieblichen Datei- bzw. Ablagestruktur zurechtfinden (zB gespeicherte Dateien finden).
  1. 3 Punkt 4 Punkt 2
    in der betrieblichen Datei- bzw. Ablagestruktur arbeiten und dabei die Grundregeln eines effizienten Dateimanagements berücksichtigen (zB Ordner anlegen bzw. löschen, Vergabe von Dateinamen).
  1. 3 Punkt 4 Punkt 3
    sich an die betrieblichen Vorgaben zur Datenanwendung und Datenspeicherung halten.
  1. 3 Punkt 4 Punkt 4
    Ordner und Dateien unter Einhaltung der betrieblichen Vorgaben teilen (zB unter Nutzung von Cloud-Diensten, VPN, Intranet, Extranet).

3.5 Informationssuche und -beschaffung

Er/Sie kann…

  1. 3 Punkt 5 Punkt eins
    Suchmaschinen für die Online-Recherche effizient (zB unter Einsatz entsprechender Suchtechniken) nutzen.
  1. 3 Punkt 5 Punkt 2
    nach gespeicherten Dateien suchen.
  1. 3 Punkt 5 Punkt 3
    in bestehenden Dateien relevante Informationen suchen.
  1. 3 Punkt 5 Punkt 4
    in Datenbankanwendungen Daten filtern.

3.6 Bewertung und Auswahl von Daten und Informationen

Er/Sie kann…

  1. 3 Punkt 6 Punkt eins
    die Zuverlässigkeit von Informationsquellen und die Glaubwürdigkeit von Daten und Informationen einschätzen.
  1. 3 Punkt 6 Punkt 2
    Daten und Informationen interpretieren und nach betrieblichen Vorgaben entscheiden, welche Daten und Informationen herangezogen werden.
  1. 3 Punkt 6 Punkt 3
    Daten und Informationen strukturiert aufbereiten.

  1. Absatz 6Fachliche Kompetenzbereiche sind:

4. Kompetenzbereich: Kundenmanagement

4.1 Vertragsgrundlagen

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 4 Punkt eins Punkt eins
    die rechtlichen Bedingungen für das Zustandekommen und die Erfüllung von Verträgen darstellen.

 

 

 

  1. 4 Punkt eins Punkt 2
    mögliche Vertragswidrigkeiten bei der Erfüllung von Verträgen (zB Zahlungsverzug) sowie deren rechtliche Konsequenzen erklären.

 

 

 

  1. 4 Punkt eins Punkt 3
    Schriftstücke im Rahmen der ordnungsgemäßen Vertragserfüllung erstellen und überprüfen (zB auf Richtigkeit, Wirtschaftlichkeit, Plausibilität).

 

 

 

4.2 Kundenberatung

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 4 Punkt 2 Punkt eins
    mit Kunden professionell und unter Berücksichtigung von interkulturellen Aspekten kommunizieren.

 

 

 

  1. 4 Punkt 2 Punkt 2
    verschiedene Kanäle zur Kundenakquise nutzen (zB Präsentation auf Events, Ausschreibungen, Agenturpitches).

 

 

 

  1. 4 Punkt 2 Punkt 3
    Kundenanfragen entgegennehmen und an die zuständige Person im Lehrbetrieb weiterleiten.

 

 

 

  1. 4 Punkt 2 Punkt 4
    bei der Bearbeitung von Kundenanfragen mitwirken.

 

 

 

  1. 4 Punkt 2 Punkt 5
    Kunden über die Leistungen des Betriebes informieren (zB zu Veranstaltungskonzepten, Veranstaltungsarrangements, Veranstaltungsorten).

 

 

 

4.3 Angebotserstellung

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 4 Punkt 3 Punkt eins
    an der Ausarbeitung von Grobkonzepten für Veranstaltungen mitwirken.

 

 

 

  1. 4 Punkt 3 Punkt 2
    auf Basis von Grobkonzepten individuelle Angebote für Kunden erstellen, dabei eigene und fremde Dienstleistungen zu einem Leistungspaket bündeln und anbieten.

 

 

 

  1. 4 Punkt 3 Punkt 3
    die für eine Angebotslegung erforderlichen Informationen einholen bzw. entsprechende Unterlagen zusammenstellen.

 

 

 

  1. 4 Punkt 3 Punkt 4
    die Grundlagen der betrieblichen Preiskalkulation darstellen.

 

 

 

  1. 4 Punkt 3 Punkt 5
    bei der Kalkulation von Angeboten mitwirken.

 

 

 

  1. 4 Punkt 3 Punkt 6
    individuelle Anfragen von Kunden zu den Angeboten bearbeiten.

 

 

 

  1. 4 Punkt 3 Punkt 7
    Fragen und Einwände der Kunden berücksichtigen.

 

 

 

  1. 4 Punkt 3 Punkt 8
    bei der Aushandlung und Fixierung von Vertragskonditionen mitwirken.

 

 

 

4.4 Beauftragung

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 4 Punkt 4 Punkt eins
    nach dem Einlangen von Aufträgen an deren Bearbeitung und Prüfung mitwirken (zB auf ihre Übereinstimmung mit dem Angebot prüfen, Auftragsbestätigungen verfassen).

 

 

 

  1. 4 Punkt 4 Punkt 2
    beim Abschluss von auftragsspezifischen Zusatzleistungen (zB Veranstaltungsversicherung) mitwirken.

 

 

 

4.5 Umgang mit Beschwerden und Reklamationen

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 4 Punkt 5 Punkt eins
    die Bedeutung eines professionellen Umgangs mit Beschwerden und Reklamationen erklären.

 

 

 

  1. 4 Punkt 5 Punkt 2
    Beschwerden und Reklamationen entsprechend den rechtlichen und betrieblichen Vorgaben bearbeiten bzw. weiterleiten (zB komplexe Kundenanliegen).

 

 

 

5. Kompetenzbereich: Konzeptentwicklung

5.1 Grundlagen der Konzeptentwicklung

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 5 Punkt eins Punkt eins
    die Bedeutung von innovativen und kreativen Konzepten für Planung und Umsetzung eines Auftrags darstellen.

 

 

 

  1. 5 Punkt eins Punkt 2
    an betrieblichen Prozessen zur Konzeptentwicklung teilnehmen (zB in Workshops, Anwendung von Kreativitätstechniken).

 

 

 

  1. 5 Punkt eins Punkt 3
    bei der Konzepterstellung Analysemethoden wie Clustern, Scorecard etc. verwenden.

 

 

 

5.2 Schritte der Konzeptentwicklung

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 5 Punkt 2 Punkt eins
    erklären, welche Informationen potenzielle Kunden für eine Konzepterstellung bekannt geben müssen (Kundenbriefing).

 

 

 

  1. 5 Punkt 2 Punkt 2
    beurteilt Kundenbriefings auf ihre Vollständigkeit und Relevanz für die weitere Konzeptarbeit.

 

 

 

  1. 5 Punkt 2 Punkt 3
    an der Konzeptentwicklung mitwirken.

 

 

 

  1. 5 Punkt 2 Punkt 4
    veranstaltungsspezifische Anforderungen sowie rechtliche Bestimmungen bei der Konzeptentwicklung berücksichtigen (zB Location, Sicherheit, Logistik, Catering, Technik, Gestaltung, Medien, Abfallentsorgung).

 

 

 

  1. 5 Punkt 2 Punkt 5
    geeignete Locations veranstaltungsgerecht recherchieren und eine Vorauswahl auf Grundlage vorgegebener Rahmenbedingungen treffen (zB Nutzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten, Infrastruktur, Sicherheit).

 

 

 

  1. 5 Punkt 2 Punkt 6
    Fremdleistungen in das Veranstaltungskonzept integrieren (zB Logistik, Catering, Technik, Gestaltung, Medien, Abfallentsorgung).

 

 

 

  1. 5 Punkt 2 Punkt 7
    Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten (zB Sponsoring) und deren rechtlichen Rahmenbedingungen darstellen.

 

 

 

  1. 5 Punkt 2 Punkt 8
    bei der Erstellung von Kosten- und Erlösplänen mitwirken.

 

 

 

  1. 5 Punkt 2 Punkt 9
    bei der Präsentation des Konzepts vor den Kunden mitwirken (zB selbständige Präsentation von Teilen des Konzepts).

 

 

 

6. Kompetenzbereich: Veranstaltungsmanagement und -durchführung

6.1 Veranstaltungsorganisation

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 6 Punkt eins Punkt eins
    einschlägige rechtliche Bestimmungen, insbesondere veranstaltungsspezifische haftungs- und versicherungsrechtliche Regelungen, bei der Veranstaltungsorganisation berücksichtigen.

 

 

 

  1. 6 Punkt eins Punkt 2
    bei der Erstellung von Veranstaltungsplänen mitwirken (zB Ablauf- und Regiepläne).

 

 

 

  1. 6 Punkt eins Punkt 3
    bei der Erschließung von Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten mitwirken (zB Sponsoring und Medienpartnerschaften).

 

 

 

  1. 6 Punkt eins Punkt 4
    die Grundlagen des Veranstaltungsrechts, insbesondere Veranstaltungsgesetze, erforderliche behördliche Genehmigungen, Abgrenzung der Veranstaltungsarten, genehmigungsfreie Veranstaltungen, Rechte und Pflichten des Veranstalters, Rechtsstellung des Veranstaltungsorganisators sowie anderer Partner und Subunternehmer, Veranstaltungssicherheit, Verantwortung, Haftung und Versicherung im Eventbereich, erklären.

 

 

 

  1. 6 Punkt eins Punkt 5
    bei der Ermittlung des Personalbedarfs für Veranstaltungen mitwirken (zB entsprechende Personaleinsatzpläne erstellen).

 

 

 

  1. 6 Punkt eins Punkt 6
    an der Definition von Anforderungen an Veranstaltungsorte betreffend Sicherheit und Infrastruktur mitwirken (zB Veranstaltungstechnik, Energietechnik, Sicherheitstechnik, Statik).

 

 

 

  1. 6 Punkt eins Punkt 7
    bei der Überprüfung, ob die Anforderungen betreffend Sicherheit und Infrastruktur am Veranstaltungsort erfüllt sind, mitwirken (zB vorbeugende Maßnahmen gegen Gefahren, Sicherstellung der Energieversorgung).

 

 

 

  1. 6 Punkt eins Punkt 8
    technische Pläne für Veranstaltungsstätten, Beleuchtung und Beschallung lesen.

 

 

 

  1. 6 Punkt eins Punkt 9
    den Einsatz und die Wirkung von Bühnenelementen, Beleuchtungselementen so-wie Beschallungstechnik bei den unterschiedlichen Arten von Veranstaltungen darlegen.

 

 

 

6.2 Veranstaltungsabwicklung

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 6 Punkt 2 Punkt eins
    mit an der Veranstaltung Beteiligten kommunizieren.

 

 

 

  1. 6 Punkt 2 Punkt 2
    Installationen von Einrichtungen, Aufbauten und Dekorationen überwachen.

 

 

 

  1. 6 Punkt 2 Punkt 3
    die Einhaltung der Ablaufplanung während der Veranstaltung überwachen und bei Abweichungen entsprechend den betrieblichen Vorgaben reagieren.

 

 

 

  1. 6 Punkt 2 Punkt 4
    auf unvorhergesehene Ereignisse im Veranstaltungsablauf entsprechend den rechtlichen und betrieblichen Vorgaben reagieren (zB den Verantwortlichen informieren).

 

 

 

  1. 6 Punkt 2 Punkt 5
    Beschwerden oder Reklamationen von Besuchern während der Veranstaltung entgegennehmen und geeignete Maßnahmen treffen.

 

 

 

  1. 6 Punkt 2 Punkt 6
    an Aufgaben im Zusammenhang mit dem Veranstaltungsende mitwirken (zB den Abbau von Einrichtungen und Dekorationen, u.a. unter Einhaltung der Vorgaben zur Arbeitszeit, sicherstellen).

 

 

 

  1. 6 Punkt 2 Punkt 7
    Erfolgskontrolle und Dokumentation von Veranstaltungen durchführen.

 

 

 

  1. 6 Punkt 2 Punkt 8
    Nachkalkulationen durchführen und an der Endabrechnung mitwirken (zB Eingangsrechnungskontrolle von externen Dienstleistern).

 

 

 

7. Kompetenzbereich: Veranstaltungsmarketing

7.1 Aufgaben des Marketings

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 7 Punkt eins Punkt eins
    Ziele und Möglichkeiten des Marketings erklären.

 

 

 

  1. 7 Punkt eins Punkt 2
    die Bedeutung und Möglichkeiten von Event-Marketing erklären.

 

 

 

  1. 7 Punkt eins Punkt 3
    einen Überblick über das betriebliche Marketing geben (zB Zielgruppen, Marketinginstrumente, Teilbereiche wie Werbung und Öffentlichkeitsarbeit).

 

 

 

7.2 Arbeiten im Marketing

Er/Sie kann

Lehrjahr

1

2

3

  1. 7 Punkt 2 Punkt eins
    Marktbeobachtungen durchführen (z. B. Preise, Leistungen und Konditionen von Mitbewerbern vergleichen).

 

 

 

  1. 7 Punkt 2 Punkt 2
    an der Entwicklung von Marketingkonzepten für Events mitwirken (zB briefingkonforme Marketingmaßnahmen definieren).

 

 

 

  1. 7 Punkt 2 Punkt 3
    bei der Planung und Durchführung der Medienarbeit mitwirken (zB bei Werbekooperationen).

 

 

 

  1. 7 Punkt 2 Punkt 4
    an der Gestaltung betrieblicher Kommunikationsmittel (zB Newsletter, Direct-Mailings, Presseaussendungen, Social-Media-Beiträge) mitarbeiten (zB kurze Texte erstellen, Textbausteine bearbeiten, Formatierungs- und Gestaltungsarbeiten mit betrieblicher Software durchführen).

 

 

 

  1. 7 Punkt 2 Punkt 5
    am Außenauftritt des Lehrbetriebs mitarbeiten (zB an Messen).

 

 

 

8. Kompetenzbereich: Beschaffung

8.1 Beschaffungsprozess und Bedarfsermittlung

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 8 Punkt eins Punkt eins
    die Grundlagen des Beschaffungsprozesses (zB Bedarfsfeststellung, Bezugsquellenauswahl) des Lehrbetriebs darstellen und daran mitwirken (zB beim Einkauf des Büromaterials).

 

 

 

  1. 8 Punkt eins Punkt 2
    den Bedarf an Dienstleistungen (zB Ton- und Lichttechnik, Dekoration, Catering) und veranstaltungsspezifischen Produkten ermitteln.

 

 

 

  1. 8 Punkt eins Punkt 3
    Bestellmengen aufgrund der betrieblichen und projektspezifischen Vorgaben vorschlagen.

 

 

 

8.2 Angebotseinholung

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 8 Punkt 2 Punkt eins
    Ausschreibungen vorbereiten und an der Vergabevorbereitung mitwirken.

 

 

 

  1. 8 Punkt 2 Punkt 2
    Angebote einholen und prüfen (zB auf Plausibilität, Leistungs- und Produktqualität, Nachvollziehbarkeit von Preisen).

 

 

 

  1. 8 Punkt 2 Punkt 3
    Preise und Konditionen miteinander vergleichen und Bezugskalkulationen durchführen.

 

 

 

  1. 8 Punkt 2 Punkt 4
    neue Bezugsquellen auf Basis der betrieblichen Vorgaben ausfindig machen.

 

 

 

  1. 8 Punkt 2 Punkt 5
    quantitative und qualitative Aspekte bei der Beschaffungsentscheidung berücksichtigen.

 

 

 

8.3 Beauftragungen/Bestellungen

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 8 Punkt 3 Punkt eins
    bei Beauftragungen und Bestellungen unter Berücksichtigung der rechtlichen, betrieblichen und projektspezifischen Vorgaben mitwirken.

 

 

 

  1. 8 Punkt 3 Punkt 2
    mögliche Auswirkungen von fehlerhaften Beauftragungen und Bestellungen unter rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Aspekten beurteilen.

 

 

 

  1. 8 Punkt 3 Punkt 3
    Leistungs- und Liefertermine überwachen.

 

 

 

8.4 Annahme und Rechnungskontrolle

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 8 Punkt 4 Punkt eins
    die Lieferung bzw. Leistung mit der Bestellung vergleichen.

 

 

 

  1. 8 Punkt 4 Punkt 2
    Leistungen/Waren unter Beachtung der rechtlichen und betrieblichen Vorgaben an- und übernehmen sowie allfällige Mängel feststellen und dokumentieren.

 

 

 

  1. 8 Punkt 4 Punkt 3
    die Rechnungskontrolle durchführen.

 

 

 

8.5 Umgang mit mangelhaften Lieferungen und Leistungen

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 8 Punkt 5 Punkt eins
    Maßnahmen bei mangelhaften Lieferungen und Leistungen im Einklang mit den rechtlichen, betrieblichen und projektspezifischen Vorgaben ergreifen (zB Reklamationen verfassen).

 

 

 

  1. 8 Punkt 5 Punkt 2
    Liefer- bzw. Leistungsverzug feststellen und Maßnahmen im Einklang mit den rechtlichen, betrieblichen und projektspezifischen Vorgaben ergreifen.

 

 

 

9. Kompetenzbereich: Office-Management

9.1 Ausstattung des Arbeitsbereichs

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 9 Punkt eins Punkt eins
    die übliche Ausstattung seines/ihres Arbeitsbereichs kompetent verwenden (zB PC/Laptop, Drucker, Telefonanlage).

 

 

 

  1. 9 Punkt eins Punkt 2
    die im Rahmen seiner/ihrer Tätigkeit auftretenden einfachen Probleme selbstständig lösen (zB Papierstau beseitigen, Toner austauschen).

 

 

 

  1. 9 Punkt eins Punkt 3
    bei komplexen Problemen Maßnahmen entsprechend den betrieblichen Regelungen setzen.

 

 

 

9.2 Kommunikation

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 9 Punkt 2 Punkt eins
    die betrieblichen Kommunikationsvorgaben einhalten.

 

 

 

  1. 9 Punkt 2 Punkt 2
    Informationen sinngemäß erfassen, strukturieren, nötigenfalls bearbeiten und an den Empfänger/die Empfängerin weiterleiten (zB Erstellen von Gesprächsnotizen).

 

 

 

  1. 9 Punkt 2 Punkt 3
    Auskünfte geben und einholen.

 

 

 

  1. 9 Punkt 2 Punkt 4
    interne Schriftverkehrsarbeiten erledigen (zB betriebsinterne Informationen aufbereiten).

 

 

 

  1. 9 Punkt 2 Punkt 5
    externe Schriftverkehrsarbeiten erledigen.

 

 

 

  1. 9 Punkt 2 Punkt 6
    bei der Gestaltung von Schriftstücken das Corporate Design des Lehrbetriebs beachten.

 

 

 

  1. 9 Punkt 2 Punkt 7
    Texte auf Rechtschreibung und Grammatik überprüfen.

 

 

 

9.3 Posteingang und -ausgang

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 9 Punkt 3 Punkt eins
    den Postein- und -ausgang bearbeiten (zB Postverteilung, frankieren, mit Zustelldiensten kommunizieren).

 

 

 

  1. 9 Punkt 3 Punkt 2
    E-Mails bearbeiten (zB beantworten oder weiterleiten).

 

 

 

9.4 Terminmanagement

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 9 Punkt 4 Punkt eins
    Termine und Terminänderungen koordinieren (zB unter Einsatz von Terminplanungsinstrumenten).

 

 

 

  1. 9 Punkt 4 Punkt 2
    Termine im betrieblichen Kalendersystem dokumentieren und verwalten.

 

 

 

  1. 9 Punkt 4 Punkt 3
    Informationen zu Terminen und entsprechend notwendige Unterlagen verschicken.

 

 

 

10. Kompetenzbereich: Betriebliches Rechnungswesen

10.1 Aufgaben des betrieblichen Rechnungswesen und betriebliche Buchführung

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 10 Punkt eins Punkt eins
    die Grundsätze unternehmerischen Denkens bei seinen/ihren Aufgaben berücksichtigen und kostenbewusst handeln.

 

 

 

  1. 10 Punkt eins Punkt 2
    die Grundlagen des Rechnungswesens des Lehrbetriebs bei der Ausführung seiner/ihrer Aufgaben berücksichtigen.

 

 

 

  1. 10 Punkt eins Punkt 3
    übliche Belege des Lehrbetriebs, wie Eingangs- und Ausgangsrechnungen sowie Zahlungsbelege nach verschiedenen Kriterien bearbeiten (Zuordnung nach Datum, interner und externer Herkunft, Belegart) und für die Verbuchung vorbereiten (zB sortieren, vorkontieren).

 

 

 

  1. 10 Punkt eins Punkt 4
    Belege auf Richtigkeit und Vollständigkeit prüfen.

 

 

 

  1. 10 Punkt eins Punkt 5
    die Zusammensetzung der betrieblichen Kosten und deren Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg des Ausbildungsbetriebs beschreiben und im Rahmen der betrieblichen Vorgaben an Maßnahmen mitwirken, die sich positiv auf den wirtschaftlichen Erfolg auswirken.

 

 

 

  1. 10 Punkt eins Punkt 6
    die Notwendigkeit der Inventur erklären und Arbeiten im Rahmen der Inventur durchführen.

 

 

 

10.2 Betrieblicher Zahlungsverkehr

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 10 Punkt 2 Punkt eins
    Zahlungen vorbereiten (zB Zahlscheine, Online-Überweisungen) und allfällige Preisnachlässe berücksichtigen (zB Skonto).

 

 

 

  1. 10 Punkt 2 Punkt 2
    Kontoauszüge interpretieren, Zahlungsein- und -ausgänge überprüfen.

 

 

 

  1. 10 Punkt 2 Punkt 3
    die Offene-Posten-Liste verwalten und erforderliche Schritte im Mahnwesen entsprechend den betrieblichen Vorgaben setzen.

 

 

 

10.3 Datenaufbereitung

Er/Sie kann…

Lehrjahr

1

2

3

  1. 10 Punkt 3 Punkt eins
    einfache Kennzahlen ermitteln (zB Deckungsbeitragsermittlung).

 

 

 

  1. 10 Punkt 3 Punkt 2
    Statistiken aufbereiten (zB Absatzstatistiken).

 

 

 

  1. Absatz 7Bei der Vermittlung sämtlicher Berufsbildpositionen ist den Bestimmungen des Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetzes 1987 (KJBG), Bundesgesetzblatt Nr. 599 aus 1987,, in der geltenden Fassung, und der KJBG-VO, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 436 aus 1998,, in der geltenden Fassung, zu entsprechen.

§ 4

Text

Evaluierung

Paragraph 4,

 Die Zweckmäßigkeit der Ausbildung im Lehrberuf Eventkaufmann/Eventkauffrau ist mit wissenschaftlicher Begleitung zu evaluieren. Der Bundes-Berufsausbildungsbeirat hat bis zum 31. Dezember 2025 ein Gutachten (Befund, Motivenbericht und Schlussfolgerungen) über die Überführung des Lehrberufes Eventkaufmann/Eventkauffrau in die Regelausbildung an die Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort zu erstatten.

§ 4

Text

Inkrafttreten

Paragraph 4,

Diese Verordnung tritt mit 1. Mai 2020 in Kraft.