Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Grundausbildungsverordnung BMLVS – M BO 1 2014, Fassung vom 24.06.2018

§ 0

Langtitel

Verordnung des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport über die Grundausbildung für die Verwendungsgruppe M BO 1 (Grundausbildungsverordnung BMLVS – M BO 1 2014)
StF: BGBl. II Nr. 433/2013

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund der §§ 26 bis 31 und 149 Abs. 5 des Beamten-Dienstrechtsgesetzes 1979 (BDG 1979), BGBl. Nr. 333/1979, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 147/2013, wird verordnet:

§ 1

Text

Anwendungsbereich

§ 1. Diese Verordnung regelt die Grundausbildung für die Verwendungsgruppe M BO 1 für die Verwendungen im

1.

Intendanzdienst,

2.

höheren militärfachlichen Dienst,

3.

höheren militärtechnischen Dienst,

4.

militärmedizinischen Dienst,

5.

Militärveterinärdienst und im

6.

militärpharmazeutischen Dienst.

Sie ist nicht auf den Generalstabsdienst anzuwenden.

§ 2

Text

Ziele

§ 2. Die Grundausbildung hat jene Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, die zur Aufgabenerfüllung auf einem Arbeitsplatz der Verwendungsgruppe M BO 1 nach § 1 im Ressortbereich des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport auf der Ebene der mittleren, oberen und obersten militärischen Führung des Österreichischen Bundesheeres und der Zentralstelle erforderlich sind, und dient der Erlangung von Grundkenntnissen zur Bewältigung der Anforderungen in der Aufgabenerfüllung im multinationalen Streitkräfteverbund. Die erforderlichen Kenntnisse werden erreicht durch

1.

Vermittlung des erforderlichen Grund- und Überblickswissens über das Ressort und das Österreichische Bundesheer sowie der Anforderungen im multinationalen Streitkräfteverbund,

2.

Vermittlung der erforderlichen Kenntnisse im Bereich der nationalen und europäischen Sicherheitspolitik,

3.

Vermittlung des erforderlichen Grundlagen- und Spezialwissens im jeweiligen Aufgabenfeld, in Theorie und Praxis,

4.

Erwerb von sozial-kommunikativen und methodischen Kompetenzen zur Aufgabenerfüllung und

5.

Einbeziehung der Kenntnisse und Erfahrungen vorhergehender Ausbildungen.

§ 3

Text

Aufbau der Grundausbildung und Ausbildungsformen

§ 3. (1) Die Grundausbildung ist modular aufzubauen und hat folgende Ausbildungsabschnitte (Module) zu umfassen:

1.

ein Einführungsmodul,

2.

ein Modul „Öffentlicher Dienst und Verwaltung“,

3.

ein Modul „Sicherheitspolitik“,

4.

ein Modul „Nationales Krisenmanagement“,

5.

ein Modul „Internationales Krisenmanagement“,

6.

ein nach der Verwendung der oder des Bediensteten in Frage kommendes Fachmodul,

7.

ein Modul „Management und Führung“,

8.

ein Wahlmodul,

9.

eine Job-Rotation und

10.

eine Hausarbeit.

Die Lehrinhalte der jeweiligen Module nach Z 1 bis 7 sind in Form von Lehrgängen zu vermitteln.

(2) Die Module nach Abs. 1 Z 1 bis 5 dienen der Vermittlung von ressortspezifischen Grund- und Übersichtskenntnissen. Diese haben die in der Anlage 1 enthaltenen Ausbildungsfächer zu umfassen. Dabei sind der oder dem Bediensteten folgende Ausbildungsziele zu vermitteln:

1.

während des Einführungsmoduls ein Überblick über ressortspezifische allgemeine Themen sowie über die Grundstrukturen des Ressortbereiches einschließlich des Bundesheeres in der Dauer von höchstens einer Woche,

2.

während des Moduls Öffentlicher Dienst und Verwaltung das für die Dienstverrichtung erforderliche rechtliche Basiswissen in der Dauer von höchstens drei Wochen,

3.

während des Moduls Sicherheitspolitik die Grundzüge der nationalen und internationalen Sicherheitspolitik in der Dauer von höchstens vier Tagen,

4.

während des Moduls Nationales Krisenmanagement die politischen und militärischen Reaktionen und Akteure bei nationalen Krisen und Bedrohungen sowie die praktische Anwendung der rechtlichen Grundlagen für das in diesem Zusammenhang relevante militärische Handeln einschließlich der Abläufe des Führungsverfahrens auf militärstrategischer, operativer und taktischer Ebene in der Dauer von höchstens zwei Wochen und

5.

während des Moduls Internationales Krisenmanagement die Bedrohungsbilder und internationalen Einsatzoperationen, die unterschiedlichen Entscheidungsabläufe einschlägiger internationaler Organisationen sowie die praktische Anwendung der rechtlichen Grundlagen in diesem Zusammenhang, einschließlich die Aufbau- und Ablauforganisation multinationaler Stäbe in der Dauer von höchstens zwei Wochen.

(3) Die jeweils für die Verwendung der oder des Bediensteten nach Abs. 1 Z 6 in Frage kommenden Fachmodule dienen der Vermittlung der für den vorgesehenen Arbeitsplatz erforderlichen fachlichen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Diese haben die in der Anlage 2 jeweils in Betracht kommenden Ausbildungsfächer zu umfassen. Dabei sind der oder dem Bediensteten die ressortspezifischen fachlichen Grundlagen einschließlich der Kenntnisse der unterschiedlichen fachspezifischen Verwendungen zu vermitteln, um spezifische Fachbeiträge im Führungsverfahren auf militärstrategischer, operativer und taktischer Ebene einbringen zu können. Das jeweilige Fachmodul hat je nach Verwendung mindestens zwei und höchstens 20 Wochen zu dauern.

(4) Die Module nach Abs. 1 Z 7 und 8 dienen der Vermittlung und Weiterentwicklung des sozial- kommunikativen Verhaltens sowie der Vermittlung und Vertiefung von ökonomischen und effizienten Arbeitstechniken. Diese haben die in der Anlage 3 enthaltenen Ausbildungsfächer und Lehrveranstaltungen zu umfassen. Dabei sind der oder dem Bediensteten folgende Ausbildungsziele zu vermitteln:

1.

während des Moduls Management und Führung die Verbindung ausgewählter Führungsinstrumente mit der Aufgabenerfüllung des in Betracht kommenden Arbeitsplatzes einschließlich der Umsetzung ausgewählter Managementwerkzeuge zur Führung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Dauer von höchstens zwei Wochen und

2.

während des Wahlmoduls die Optimierung ihrer oder seiner sozial-kommunikativen und methodischen Fähigkeiten zur Bewältigung ihrer oder seiner Aufgaben in selbst gewählten Detailbereichen in der Dauer von jeweils höchstens drei Tagen.

Im Rahmen des Wahlmoduls nach Z 2 ist unter Berücksichtigung der Anforderungen ihres Arbeitsplatzes durch die Bediensteten jeweils ein in der Anlage 3 enthaltenes Seminar zu absolvieren.

(5) Das Thema der Hausarbeit ist jeweils durch die Vorsitzende oder den Vorsitzenden der Prüfungskommission im Einvernehmen mit der oder den mit der Fachaufsicht über die oder den Bediensteten betrauten Vorgesetzten nach Maßgabe dienstlicher Erfordernisse festzulegen und hat in einem fachlichen Zusammenhang mit der Aufgabenerfüllung des Arbeitsplatzes der oder des Bediensteten zu stehen. Die Hausarbeit ist nach wissenschaftlichen Methoden abzufassen.

§ 4

Text

Job-Rotation

§ 4. (1) Bedienstete der Verwendungen nach § 1 sind während der Grundausbildung im Rahmen eines individuellen Rotationsprogramms unter Berücksichtigung der Anforderungen ihres Arbeitsplatzes sowie nach Maßgabe ihrer Fähigkeiten und Interessen anderen Organisationseinheiten der Zentralstelle oder nachgeordneten Dienststellen oder anderen jeweiligen facheinschlägigen nationalen oder internationalen zivilen oder militärischen Einrichtungen zuzuteilen. Dabei ist der Bediensteten oder dem Bediensteten jeweils ein praxisorientierter Einblick in die Aufgaben- und Tätigkeitsfelder dieser Organisationseinheiten oder Dienststellen oder Einrichtungen zu ermöglichen.

(2) Die Gesamtdauer der Job-Rotation hat mindestens ein und höchstens zwei Monate zu betragen.

§ 5

Text

Ablauf der Grundausbildung (Prüfungsplan)

§ 5. (1) Ausbildungsverantwortliche Stelle für die Durchführung der Grundausbildung für alle Verwendungen nach § 1 ist die Landesverteidigungsakademie. Die Module nach § 3 Abs. 1 Z 1 bis 7 sind dabei dem dienstlichen Bedarf entsprechend an der jeweils sachlich in Betracht kommenden Ausbildungsstätte abzuhalten. Aus Gründen der Zweckmäßigkeit kann die Ausbildung in den einzelnen Modulen oder in Teilen von solchen auch von anderen Bundesdienststellen oder Einrichtungen außerhalb des Bundes durchgeführt werden. Die Ausbildungsverantwortung der Landesverteidigungsakademie bleibt hievon unberührt.

(2) Als Vortragende sind entsprechend qualifizierte Bedienstete nach Möglichkeit aus dem Ressortbereich des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport heranzuziehen. Die Vermittlung der Ausbildungsinhalte ist auch zulässig in Form von Seminaren oder Fernausbildungsmethoden oder Traineeprogrammen oder praktischen Verwendungen oder Selbststudien oder anderen geeigneten Formen.

(3) Im Rahmen der Grundausbildung sind alle Module zu absolvieren. Dabei entfallen für die Verwendungen im Intendanzdienst und im höheren militärfachlichen Dienst die Module Öffentlicher Dienst und Verwaltung sowie Sicherheitspolitik. Die Module können sonst in beliebiger Reihenfolge absolviert werden. Davon abweichend sind die Module Öffentlicher Dienst und Verwaltung sowie Sicherheitspolitik jedenfalls vor den Modulen Nationales Krisenmanagement und Internationales Krisenmanagement zu absolvieren.

(4) Voraussetzungen für den Abschluss der Grundausbildung sind

1.

die positive Absolvierung aller Module nach § 3 Abs. 1,

2.

ein gültiger Nachweis über das standardisierte fremdsprachige Leistungsprofil (SFLP) „3/3/3/2+“ in der Fremdsprache Englisch nach der jeweils geltenden Prüfungsordnung für Sprachprüfungen im Österreichischen Bundesheer und

3.

der Nachweis über die körperliche Leistungsfähigkeit nach den jeweils geltenden Leistungsbestimmungen im Österreichischen Bundesheer.

Die erforderlichen Kenntnisse der Lehrinhalte der Module nach § 3 Abs. 1 Z 2 bis 7 und 10 sind durch die positive Beurteilung der in der jeweiligen Prüfungsordnung angeführten Prüfungsfächer sowie der Hausarbeit nachzuweisen.

(5) Über die Lehrinhalte des Einführungs- und des Wahlmoduls sowie der Job-Rotation sind, sofern nicht ausdrücklich anderes bestimmt ist, keine Prüfungen abzulegen. In diesen Fällen ist die Teilnahme zu bestätigen. Die Hausarbeit ist von Einzelprüferinnen oder Einzelprüfern zu beurteilen.

§ 6

Text

Prüfungsordnung für den Intendanzdienst

§ 6. (1) Die Dienstprüfung umfasst die Prüfungsfächer

1.

Nationales Krisenmanagement,

2.

Internationales Krisenmanagement,

3.

Führungs- und Managementinstrumente,

4.

Intendanzwesen,

5.

Militärisches Führungsverfahren, Stabsdienst und Einsatzunterstützung,

6.

Nationales und internationales Finanzmanagement einschließlich Finanzierungsmechanismen,

7.

Führungslehre,

8.

Personalmanagement,

9.

Militärökonomie, Verwaltungsentwicklung und Controlling,

10.

Ressortbezogenes Verfassungsrecht sowie Wehrrecht,

11.

Ressortbezogenes Völkerrecht sowie Recht der Europäischen Union,

12.

Ressortbezogenes Verwaltungs- und Zivilrecht,

13.

Dienst- und Besoldungsrecht der Bundesbediensteten und

14.

Haushaltsrecht.

Das Anforderungsniveau der Prüfungsfächer ergibt sich aus den Lehrinhalten der Anlagen 1, 2 Teil A und 3.

(2) Die Dienstprüfung ist abzulegen

1.

in den Prüfungsfächern nach Abs. 1 Z 1 bis 3 sowie 7 bis 9 jeweils als Teilprüfung vor Einzelprüferinnen oder Einzelprüfern und

2.

in den Prüfungsfächern

a)

nach Abs. 1 Z 4 bis 6 und

b)

nach Abs. 1 Z 10 bis 14

jeweils als Gesamtprüfung vor einem Prüfungssenat.

Das Prüfungsfach nach Abs. 1 Z 9 ist schriftlich sowie das Prüfungsfach nach Abs. 1 Z 10 schriftlich und mündlich zu prüfen. Die übrigen Prüfungsfächer sind mündlich zu prüfen. Im Prüfungsfach nach Abs. 1 Z 10 ist der schriftliche Prüfungsteil jedenfalls vor dem mündlichen Prüfungsteil abzulegen. Der mündliche Prüfungsteil gibt den Ausschlag.

(3) Die Wiederholungsprüfungen sind jeweils innerhalb von drei Monaten zu ermöglichen. Dies gilt auch für nicht bestandene Hausarbeiten.

§ 7

Text

Prüfungsordnung für den höheren militärfachlichen Dienst

§ 7. (1) Die Dienstprüfung umfasst die Prüfungsfächer

1.

Nationales Krisenmanagement,

2.

Internationales Krisenmanagement,

3.

Führungs- und Managementinstrumente und

4.

das nach der Verwendung der oder des Bediensteten verwendungsbezogene Fachgebiet nach Maßgabe des § 12 Abs. 1.

Das Anforderungsniveau der Prüfungsfächer ergibt sich aus den Lehrinhalten der Anlagen 1, 2 Teil B und 3.

(2) Die Dienstprüfung ist jeweils mündlich als Teilprüfung vor Einzelprüferinnen oder Einzelprüfern abzulegen.

(3) § 6 Abs. 3 betreffend das Wiederholen von Prüfungen und der Hausarbeit ist anzuwenden.

§ 8

Text

Prüfungsordnung für den höheren militärtechnischen Dienst

§ 8. (1) Die Dienstprüfung umfasst die Prüfungsfächer

1.

Österreichisches Verfassungsrecht und Behördenorganisation sowie Recht der Europäischen Union,

2.

Dienst- und Besoldungsrecht der Bundesbediensteten,

3.

Verwaltungsverfahrensrecht I,

4.

Wehrrecht I,

5.

Grundlagen des Haushaltsrechts,

6.

Grundlagen der nationalen und internationalen Sicherheitspolitik,

7.

Nationales Krisenmanagement,

8.

Internationales Krisenmanagement,

9.

Führungs- und Managementinstrumente,

10.

Technischer Dienstbetrieb,

11.

Rüstungsmanagement I,

12.

Sicherheitstechnik,

13.

Ziviltechnik und

14.

das nach der Verwendung der oder des Bediensteten verwendungsbezogene Fachgebiet nach Maßgabe des § 12 Abs. 2.

Das Anforderungsniveau der Prüfungsfächer ergibt sich aus den Lehrinhalten der Anlagen 1, 2 Teil C und 3.

(2) Die Dienstprüfung ist abzulegen

1.

in den Prüfungsfächern

a)

nach Abs. 1 Z 1 bis 5 und

b)

nach Abs. 1 Z 10 bis 14

jeweils mündlich als Gesamtprüfung vor einem Prüfungssenat und

2.

in den Prüfungsfächern nach Abs. 1 Z 6 bis 9 jeweils mündlich als Teilprüfung vor Einzelprüferinnen oder Einzelprüfern.

(3) § 6 Abs. 3 betreffend das Wiederholen von Prüfungen und der Hausarbeit ist anzuwenden.

§ 9

Text

Prüfungsordnung für den militärmedizinischen Dienst

§ 9. (1) Die Dienstprüfung umfasst die Prüfungsfächer

1.

Österreichisches Verfassungsrecht und Behördenorganisation sowie Recht der Europäischen Union,

2.

Dienst- und Besoldungsrecht der Bundesbediensteten,

3.

Verwaltungsverfahrensrecht I,

4.

Wehrrecht I,

5.

Grundlagen des Haushaltsrechts,

6.

Grundlagen der nationalen und internationalen Sicherheitspolitik,

7.

Nationales Krisenmanagement,

8.

Internationales Krisenmanagement,

9.

Führungs- und Managementinstrumente,

10.

Allgemeine militärmedizinische Grundlagen,

11.

Gesetzliche Grundlagen des militärmedizinischen Dienstes und

12.

Militärmedizinischer Fachbereich.

Das Anforderungsniveau der Prüfungsfächer ergibt sich aus den Lehrinhalten der Anlagen 1, 2 Teil D und 3.

(2) Die Dienstprüfung ist abzulegen

1.

in den Prüfungsfächern

a)

nach Abs. 1 Z 1 bis 5 und

b)

nach Abs. 1 Z 10 bis 12

jeweils mündlich als Gesamtprüfung vor einem Prüfungssenat und

2.

in den Prüfungsfächern nach Abs. 1 Z 6 bis 9 jeweils mündlich als Teilprüfung vor Einzelprüferinnen oder Einzelprüfern.

(3) § 6 Abs. 3 betreffend das Wiederholen von Prüfungen und der Hausarbeit ist anzuwenden.

§ 10

Text

Prüfungsordnung für den Militärveterinärdienst

§ 10. (1) Die Dienstprüfung umfasst die Prüfungsfächer

1.

Österreichisches Verfassungsrecht und Behördenorganisation sowie Recht der Europäischen Union,

2.

Dienst- und Besoldungsrecht der Bundesbediensteten,

3.

Verwaltungsverfahrensrecht I,

4.

Wehrrecht I,

5.

Grundlagen des Haushaltsrechts,

6.

Grundlagen der nationalen und internationalen Sicherheitspolitik,

7.

Nationales Krisenmanagement,

8.

Internationales Krisenmanagement,

9.

Führungs- und Managementinstrumente,

10.

Allgemeine veterinärdienstliche Grundlagen,

11.

Gesetzliche Grundlagen des Veterinärdienstes und

12.

Veterinärdienstlicher Fachbereich.

Das Anforderungsniveau der Prüfungsfächer ergibt sich aus den Lehrinhalten der Anlagen 1, 2 Teil E und 3.

(2) Die Dienstprüfung ist abzulegen

1.

in den Prüfungsfächern

a)

nach Abs. 1 Z 1 bis 5 und

b)

nach Abs. 1 Z 10 bis 12

jeweils mündlich als Gesamtprüfung vor einem Prüfungssenat und

2.

in den Prüfungsfächern nach Abs. 1 Z 6 bis 9 jeweils mündlich als Teilprüfung vor Einzelprüferinnen oder Einzelprüfern.

(3) § 6 Abs. 3 betreffend das Wiederholen von Prüfungen und der Hausarbeit ist anzuwenden.

§ 11

Text

Prüfungsordnung für den militärpharmazeutischen Dienst

§ 11. (1) Die Dienstprüfung umfasst die Prüfungsfächer

1.

Österreichisches Verfassungsrecht und Behördenorganisation sowie Recht der Europäischen Union,

2.

Dienst- und Besoldungsrecht der Bundesbediensteten,

3.

Verwaltungsverfahrensrecht I,

4.

Wehrrecht I,

5.

Grundlagen des Haushaltsrechts,

6.

Grundlagen der nationalen und internationalen Sicherheitspolitik,

7.

Nationales Krisenmanagement,

8.

Internationales Krisenmanagement,

9.

Führungs- und Managementinstrumente,

10.

Allgemeine militärpharmazeutische Grundlagen,

11.

Gesetzliche Grundlagen des militärpharmazeutischen Dienstes und

12.

Militärpharmazeutischer Fachbereich.

Das Anforderungsniveau der Prüfungsfächer ergibt sich aus den Lehrinhalten der Anlagen 1, 2 Teil F und 3.

(2) Die Dienstprüfung ist abzulegen

1.

in den Prüfungsfächern

a)

nach Abs. 1 Z 1 bis 5 und

b)

nach Abs. 1 Z 10 bis 12

jeweils mündlich als Gesamtprüfung vor einem Prüfungssenat und

2.

in den Prüfungsfächern nach Abs. 1 Z 6 bis 9 jeweils mündlich als Teilprüfung vor Einzelprüferinnen oder Einzelprüfern.

(3) § 6 Abs. 3 betreffend das Wiederholen von Prüfungen und der Hausarbeit ist anzuwenden.

§ 12

Text

Sonderbestimmungen für einzelne Verwendungen

§ 12. (1) Als Fachgebiete für den höheren militärfachlichen Dienst nach § 7 Abs. 1 Z 4 kommen in Betracht:

1.

Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit mit dem entsprechenden Prüfungsfach Grundlagen der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit oder

2.

Militärpsychologie mit dem entsprechenden Prüfungsfach Grundlagen und Aufgabenbereiche der Militärpsychologie oder

3.

Politikwissenschaft mit dem entsprechenden Prüfungsfach Geopolitik, Strategien und sicherheitspolitische Konzepte.

(2) Als Fachgebiete für den höheren militärtechnischen Dienst nach § 8 Abs. 1 Z 14 kommen in Betracht:

1.

Militärisches Bauwesen mit dem entsprechenden Prüfungsfach oder

2.

Militärisches Vermessungswesen mit dem entsprechenden Prüfungsfach oder

3.

jedenfalls Wehrtechnik, sofern nicht Z 1 oder 2 anzuwenden ist, mit dem entsprechenden Prüfungsfach.

(3) Die Zuordnung des jeweiligen Fachgebietes für den höheren militärfachlichen Dienst nach Abs. 1 sowie für den höheren militärtechnischen Dienst nach Abs. 2 hat nach Maßgabe der Aufgaben des Arbeitsplatzes der oder des Bediensteten durch die zuständige Dienstbehörde zu erfolgen.

(4) Kann im Fall des Abs. 1 der in Betracht kommende Arbeitsplatz keinem Fachgebiet zugeordnet werden, so entfällt in der Verwendung höherer militärfachlicher Dienst das entsprechende Prüfungsfach nach § 7 Abs. 1 Z 4.

(5) Wurden in der Verwendung höherer militärtechnischer Dienst die Fachgebiete Militärisches Bauwesen oder Wehrtechnik zugeordnet, so sind die erforderlichen Kenntnisse der Lehrinhalte der entsprechenden Prüfungsfächer nach Abs. 2 Z 1 oder 3 im Rahmen der Job-Rotation nach § 4 zu vermitteln.

(6) Wurde in der Verwendung höherer militärtechnischer Dienst das Fachgebiet Militärisches Vermessungswesen zugeordnet, so hat das Prüfungsfach nach Abs. 2 Z 2 die Ausbildungsmodule „Einschlägige Rechtsvorschriften und deren Anwendung“ sowie „Fachliche Kenntnisse“ nach § 11 Abs. 1 der Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit über die Grundausbildung im Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV-Grundausbildungsverordnung), BGBl. II Nr. 402/2004 zu umfassen.

§ 13

Text

Prüfungsorgane

§ 13. (1) Die Prüfungskommission hat zu bestehen aus

1.

der Chefin oder den Chef des Generalstabes als Vorsitzende oder Vorsitzenden und

2.

der erforderlichen Anzahl an weiteren Mitgliedern.

(2) Die weiteren Mitglieder sind aus dem Kreis der Beamtinnen und Beamten der Verwendungsgruppe M BO 1 oder gleichwertiger Verwendungsgruppen oder der vergleichbaren Vertragsbediensteten oder der sonstigen im entsprechenden Prüfungsfach anerkannten Personen für die Dauer von fünf Jahren zu bestellen. Bei Bedarf ist die Prüfungskommission für den Rest der jeweiligen Funktionsdauer um weitere Mitglieder zu ergänzen.

(3) Die Prüferinnen und Prüfer in den Prüfungsfächern nach § 6 Abs. 1 Z 10 bis 13 sowie den §§ 8 bis 11, jeweils Abs. 1 Z 1 bis 4, müssen rechtskundig sein.

(4) Der Prüfungssenat hat aus mindestens drei Mitgliedern der Prüfungskommission zu bestehen. Bei den Gesamtprüfungen nach § 6 Abs. 2 Z 2 lit. a und nach den §§ 8 bis 11, jeweils Abs. 2 Z 1 lit. b, hat mindestens ein Senatsmitglied der Verwendung der oder des zu prüfenden Bediensteten anzugehören. Vortragende sind vorzugsweise zu berücksichtigen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der oder des Senatsvorsitzenden.

§ 14

Text

Anrechnung auf die Grundausbildung

§ 14. (1) Als erfolgreicher Abschluss des Einführungsmoduls nach dieser Verordnung gilt jedenfalls der erfolgreiche Abschluss

1.

einer Grundausbildung im Ressortbereich des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport und

2.

der Truppenoffiziersausbildung,

nach dem zum Zeitpunkt des jeweiligen Abschlusses geltenden Verordnungen.

(2) Die erforderlichen Kenntnisse in den Prüfungsfächern nach den §§ 8 bis 11, jeweils Abs. 1 Z 1 bis 6, sind durch den erfolgreichen Abschluss einer Truppenoffiziersausbildung nach dem zum Zeitpunkt des jeweiligen Abschlusses geltenden Verordnungen jedenfalls nachgewiesen.

(3) Über die Fälle des Abs. 1 und 2 hinaus können an anderen Bundesdienststellen oder Einrichtungen außerhalb des Bundes erfolgreich absolvierte Ausbildungsmodule oder andere Ausbildungen nach den Grundsätzen des § 30 BDG 1979 auf die jeweiligen Module nach § 3 Abs. 1 Z 1 bis 8 oder auf einzelne Ausbildungsfächer dieser Module durch die Dienstbehörde angerechnet werden.

§ 15

Text

Übergangsbestimmungen

§ 15. Der erfolgreiche Abschluss der Grundausbildung für die Verwendungsgruppe M BO 1 nach den zum Zeitpunkt des jeweiligen Abschlusses geltenden Verordnungen gilt als erfolgreicher Abschluss der Grundausbildung nach dieser Verordnung.

§ 16

Text

In- und Außerkrafttreten

§ 16. (1) Diese Verordnung tritt mit 1. Jänner 2014 in Kraft und mit Ablauf des 31. Dezember 2019 außer Kraft.

(2) Mit Ablauf des 31. Dezember 2013 treten außer Kraft:

1.

Die Verordnung des Bundesministers für Landesverteidigung über die Grundausbildung für Offiziere des Intendanzdienstes, BGBl. II Nr. 388/2004.

2.

Die Verordnung des Bundesministers für Landesverteidigung über die Grundausbildung für Offiziere des höheren militärtechnischen Dienstes, kundgemacht im Verlautbarungsblatt I des Bundesministeriums für Landesverteidigung Nr. 45/2002, in Verbindung mit BGBl. II Nr. 138/1997.

3.

Die Verordnung des Bundesministers für Landesverteidigung über die Grundausbildung für Offiziere des höheren militärfachlichen Dienstes, kundgemacht im Verlautbarungsblatt I des Bundesministeriums für Landesverteidigung Nr. 44/2002, in Verbindung mit BGBl. II Nr. 138/1997.

4.

Die Verordnung des Bundesministers für Landesverteidigung über die Grundausbildung für Offiziere des militärmedizinischen Dienstes, kundgemacht im Verlautbarungsblatt I des Bundesministeriums für Landesverteidigung Nr. 46/2002, in Verbindung mit BGBl. II Nr. 138/1997.

5.

Die Verordnung des Bundesministers für Landesverteidigung über die Grundausbildung für Offiziere des Veterinärdienstes, kundgemacht im Verlautbarungsblatt I des Bundesministeriums für Landesverteidigung Nr. 47/2002, in Verbindung mit BGBl. II Nr. 138/1997.

6.

Die Verordnung des Bundesministers für Landesverteidigung über die Grundausbildung für Offiziere des militärpharmazeutischen Dienstes, BGBl. II Nr. 141/2002.

Anl. 1

Text

Anlage 1

Lehr- und Stundenplan

Ressortspezifische Grund- und Übersichtskenntnisse
nach § 3 Abs. 2

„Einführungsmodul“

 

Ausbildungsfach

Richtstunden-anzahl

Lehrinhalte – Schwerpunkte

Grundlagen der Informations- und Kommunikations-technologie (IKT)

8

Einweisung in:
– die Informationstechnologiesysteme und -verfahren des Ressorts sowie in die Büroorganisation und in
– die IKT-Sicherheit und -Datenschutz

Einführung in das Berufsfeld

16

Der Öffentliche Dienst als Arbeitgeber:
Die praxisorientierte Darstellung wesentlicher Rechte und Pflichten im Dienstverhältnis unter besonderer Berücksichtigung der ressortinternen Vorschriften. Einführung in die Organisation und in die Aufgaben des Österreichischen Bundesheeres (ÖBH):
– Grundlagen der Organisation des Ressorts,
– Einsatz- und Friedensgliederung,
– Aufgaben des ÖBH im In- und Ausland und
– Personen- und Verwendungsgruppen und die erforderlichen Ausbildungen

Militär und Gesellschaft

8

Einführung in:
– Gender- und Diversityperspektiven,
– Antimobbing- und Gewaltprävention und
– Umweltschutz

Kommunikation und Führung

8

Hierarchie und mitarbeiterorientierte Führungsstile, Wahrnehmung, Körpersprache und Kommunikation

 

Modul „Öffentlicher Dienst und Verwaltung“

 

Ausbildungs- und Prüfungsfach

Richtstunden-anzahl

Lehrinhalte – Schwerpunkte

Österreichisches Verfassungsrecht und Behördenorganisation sowie Recht der Europäischen Union

30

Grundprinzipien der Verfassung, Stufenbau der Rechtsordnung, Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern, Weg der Bundesgesetzgebung, Organisation der Verwaltung und Gerichtsbarkeit, Selbstverwaltung, Rechtsschutz und Kontrolle, Grund- und Freiheitsrechte, Grundzüge des Humanitären Völkerrechts, Rechtsgrundlagen und Strukturen der Europäischen Union insbesondere im Bereich der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik

Dienst- und Besoldungsrecht der Bundesbediensteten

27

Darstellung der Rahmenbedingungen des Öffentlichen Dienstes und Unterschiede zur Privatwirtschaft, Unterschiede der Dienstverhältnisse innerhalb des Öffentlichen Dienstes unter gezielter Berücksichtigung der Besonderheiten im Ressort, Rechte und Pflichten im Dienstverhältnis, Besoldungsrecht im Öffentlichen Dienst, Darstellung weiterer relevanter Rechtsbereiche insbesondere des Bundesgleichbehandlungsrechts, des Bundesbedienstetenschutzes, der ressortbezogenen Aspekte der Lehrlingsausbildung sowie der Aspekte des Pensions- und Sozialversicherungsrechts, Personalvertretungsrecht

Verwaltungsver-fahrensrecht I

25

Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen, Allgemeines Verwaltungsverfahrensgesetz, Verwaltungsgerichtsverfahrensgesetz hinsichtlich Beschwerde und Vorverfahren, Verwaltungsstrafgesetz, Zustellgesetz

Wehrrecht I

36

Wehrverfassung, Wehrgesetz, Heeresdisziplinargesetz, Heeresgebührengesetz, Auslandseinsatzrecht, Militärbefugnisgesetz, Grundzüge des Sperrgebietsgesetzes, des Munitionslagergesetzes und des Militärauszeichnungsgesetzes

Grundlagen des Haushaltsrechts

16

Rechtsgrundlagen des Staatshaushaltes unter besonderer Berücksichtigung des Bundes-Verfassungsgesetzes, des Bundesfinanzrahmengesetzes, des Bundesfinanzgesetzes, des Bundeshaushaltsgesetzes einschließlich der auf Grundlage dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen und des Strategieberichtes;
Organisation der Haushaltsführung, Bundeshaushaltsplanung (Struktur des Bundeshaushaltes, Veranschlagung, Ressourcen-, Ziel- und Leistungspläne), Vollziehung (Mittelverwendung und Aufbringung, Controlling, Verfügungsrechte über Vermögen des Bundes), Anordnungen im Gebarungsvollzug, Verrechnung, Kosten- und Leistungsrechnung, Zahlungsverkehr und Innenprüfung, Bundesrechnungsabschluss

 

Modul „Sicherheitspolitik“

 

Ausbildungs- und Prüfungsfach

Richtstunden-anzahl

Lehrinhalte – Schwerpunkte

Grundlagen der nationalen und internationalen Sicherheitspolitik

32

Internationale sicherheitspolitische Rahmenbedingungen und Herausforderungen:
Multipolare Weltordnung und internationale Sicherheit, sicherheitspolitische Akteure, Konflikttrends und Konfliktdynamik, internationales Konflikt- und Krisenmanagement (Ansätze, Konzepte, Methoden), Räume strategischen Interesses aus Sicht der Europäischen Union (EU) und österreichischer Sicht, aktuelle Fallbeispiele des internationalen Krisenmanagements, erwartbare Bedrohungen und ihre sicherheitspolitischen Ableitungen;
Europäische Sicherheitspolitik:
EU-Strukturen im Kontext von Sicherheit, EU-Konzepte und Strategien, EU-Engagement in ausgewählten Räumen, EU und Organisation des Nordatlantikvertrages (North Atlantic Treaty Organization – NATO), Aufgaben gemäß Vertrag von Lissabon, Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik;
Österreichische Sicherheitspolitik:
Österreichische Sicherheitsstrategie, österreichisches Bedrohungsbild, Österreichs Beitrag zur internationalen Sicherheit und ausgewählte Beispiele, sicherheitspolitische Akteure und deren Zusammenwirken auf nationaler Ebene, Transformation der österreichischen Sicherheitspolitik in die österreichische Militärpolitik

 

Modul „Nationales Krisenmanagement“

 

Ausbildungs- und Prüfungsfach

Richtstunden-anzahl

Lehrinhalte – Schwerpunkte

Nationales Krisenmanagement

80

Bedrohungsbild und Szenarien sowie Einsatzmöglichkeiten national:
Bedrohungsbild gesamtstaatlich in Österreich, Akteure im nationalen Krisenmanagement, Assistenzleistungen, Schutzoperationen, Darstellung der rechtlichen Aspekte mit Schwergewicht auf den rechtlichen Regelungen zur Assistenz sowie dem Militärbefugnisgesetz;
Einsatzparameter der österreichischen Streitkräfte:
Überblick über die Struktur der Streitkräfte in Österreich, Leistungsparameter ausgewählter Organisationselemente, Einsatzmöglichkeiten der Streitkräfte unter Berücksichtigung ihres Fähigkeitenprofils in verschiedenen Szenarien;
Führungsverfahren national auf militärstrategischer und operativer Ebene:
Kurzeinweisung in das militärstrategische und operative Führungsverfahren auf nationaler Ebene, Besonderheiten in denSzenarien;
Führungsprozess national auf taktischer Ebene:
Kurzeinweisung in die Bereiche Wesen der Führung, Führungssystem, Führungsgrundsätze, Führungsinstrumente, Unterstützungsverfahren, Führungsunterstützung und Einsatzunterstützung, Herstellen des Bezuges zu Fachdienstzweigen anhand ausgewählter Fallbeispiele in verschiedenen Einsatzszenarien

 

Modul „Internationales Krisenmanagement“

 

Ausbildungs- und Prüfungsfach

Richtstunden-anzahl

Lehrinhalte – Schwerpunkte

Internationales Krisenmanagement

80

Bedrohungsbild und Szenarien sowie Einsatzmöglichkeiten international:
Szenarien für Auslandseinsätze im multinationalen Rahmen im vollen Spektrum von humanitärer Hilfeleistung bis zur gewaltsamen Trennung von Konfliktparteien einschließlich der Option nationaler Evakuierungsoperationen, Akteure im internationalen Krisenmanagement einschließlich rechtlicher Grundlagen, Einsatzmöglichkeiten von Streitkräften im internationalen Krisenmanagement unter Berücksichtigung des Comprehensive Approach;
Multinationale Headquarters (HQ):
Aufbau, Struktur und Funktionsweise von militärstrategischen und operativen HQ in der NATO und der EU, Herausforderungen in der multinationalen Stabsarbeit;
Einsatzprofile der Teilstreitkräfte:
Besondere Merkmale und Eigenheiten von Land-, Luft-, See-, und Spezialeinsatzkräften und ihre Bedeutung in der Planung und Umsetzung militärischer Maßnahmen im Rahmen des internationalen Krisenmanagements, Koordination und Synchronisation von Teilstreitkräften, Bedeutung der Querschnittsmaterien Informationsoperation (InfoOps), Civil Military Cooperation (CIMIC), Intelligence, Surveillance, Target Acquisition and Reconnaissance (ISTAR) und Force Protection;
Das Führungsverfahren auf militärstrategischer und operativer Ebene:
Nationales militärstrategisches Führungsverfahren zur Beteiligung an internationalen Einsätzen (einschließlich der rechtlichen Aspekte), Überblick über das operative Führungsverfahren (COPD), Analyseinstrumente im operativen Führungsverfahren, Umsetzung von Analysen in operatives Design und Operations Plan (OPLAN) sowie OPLAN und Annexes unter besonderer Berücksichtigung der fachdienstlichen Beitragsleistungen

 

Anl. 2

Text

Anlage 2

Lehr- und Stundenplan

Fachmodule für die einzelnen Verwendungen
nach § 3 Abs. 3

Teil A: Fachmodul „Intendanzdienst“

 

Ausbildungs- und Prüfungsfach

Richtstunden-anzahl

Lehrinhalte – Schwerpunkte

Intendanzwesen

120

Revision und Kontrolle, Beschaffungs- und Vergabeverfahren einschliesslich Contracting im Auslandseinsatz, Unterstützung fremder Streitkräfte in Österreich (Host Nation Support), Schadenersatzwesen, Wirtschaftsdienst, Bau-, Forst-, Liegenschafts- und Wohnungswesen, Raumordnung und -planung, CIMIC, Anwendung logistischer Informationssysteme und der dahinter liegenden Prozesse im In- und Ausland

Militärisches Führungsverfahren, Stabsdienst und Einsatzunterstützung

160

Operativer, militärstrategischer und multinationaler Führungsprozess, Einsatzkonzept, militärstrategisches Lagebild, stabsdienstliche Implementierung des Intendanzoffiziers in nationalen und multinationalen Stäben, Integration nationaler Streitkräfte in multinationalen Operationen; Konzepte und Verfahren, Grundlagen der Versorgung und Logistik im nationalen und multinationalen Umfeld, operative und strategische Logistik

Führungslehre

40

Grundsätze der Führungslehre, nationales und multinationales Führungssystem, Führungsprozess; Organisation von Streitkräften, Streitkräfteentwicklung und -planung

Militärökonomie, Verwaltungsentwicklung und Controlling

80

Volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Aspekte der Militärökonomie, strategische und operative Controllingmethoden, Führungsprozessbegleitung und Ergebniskontrolle, Kosten- und Leistungsrechnung, alternative Finanzierungsmethoden, New Public Management, Facilitymanagement, Kennzahlensysteme, Wirkungsorientierte Haushaltsführung, Wirkungscontrolling, Ressourcen-, Ziel- und Leistungspläne, Wirkungsorientierte Folgenabschätzung

Nationales und internationales Finanzmanagement einschließlich Finanzierungsmechanismen

100

Nationales Finanzmanagement:
Budgetplanung, Budgetsteuerung, Budgetvollzug, Budgetkontrolle im nationalen Bereich, Relevanz des öffentlichen Haushaltswesens, die Republik Österreich am Kapitalmarkt;
Budgetkonsolidierung:
allgemeine Überlegungen und Perspektiven für Österreich, das Budget der Untergliederung 14 (Landesverteidigung und Sport), das dezentrale Budget (Zentralisierung versus Kommandantenverantwortung);
Buchhaltungsagentur des Bundes:
ein best practice Projekt der Verwaltungsreform, Einführung in die Haushaltsinformationssysteme des Bundes;
Internationales Finanzmanagement:
Budgetplanung, Budgetsteuerung, Budgetvollzug, Budgetkontrolle im Rahmen einer militärischen (zivilen) EUOperation, Internationale Finanzierungsmechanismen der EU und der NATO;
Fallbeispiele:
Finanzierung militärischer und ziviler Operationen der EU (vom Crisis Management Concept bis zur Kontrolle des College of Auditors)

Personalmanagement

40

Strategische Personalführung als Säulen der Streitkräftebereitstellung und des Unterhalts von Streitkräften mit besonderem Fokus auf die Personalmanagementfelder Personalaufbringung, Personalveränderung, Personalentwicklung, Mitarbeiterführung und Personalcontrolling

Ressortbezogenes Verfassungsrecht sowie Wehrrecht

90

Umfassende Landesverteidigung, allgemeine Wehrpflicht und Wehrdienstverweigerung sowie Wehrdienst von Frauen, Kompetenztatbestand „militärische Angelegenheiten“, budgetäre Vorsorgen, Überprüfung der militärischen Nachrichtendienste, Aufgaben des Bundesheeres, Leitungsbefugnisse über das Bundesheer, Mitwirkung der Länder, Rechtsstellung der Angehörigen des Bundesheeres, Landesverteidigung und Grundrechte, Landesverteidigung und Datenschutz, Wehrgesetz, Allgemeine Dienstvorschriften für das Bundesheer, Einsatzzulagengesetz, Kräfte für internationale Operationen (KIOP), Heeresdisziplinarrecht, Militärstrafrecht, Heeresgebührengesetz, Sozial- und Arbeitslosenversicherung, Arbeitsplatz-Sicherungsgesetz, Heeresversorgungsgesetz, Bundesverfassungsgesetz über Kooperation und Solidarität bei der Entsendung von Einheiten und Einzelpersonen in das Ausland, Auslandseinsatzgesetz, Auslandszulagen- und -hilfeleistungsgesetz, Sperrgebietsgesetz, Munitionslagergesetz, Militärbefugnisgesetz, militärisches Auszeichnungsrecht, Überblick über militärspezifische Sondernormen im Bundes- und Landesrecht einschließlich der jeweiligen einsatzrechtlichen Bestimmungen, jeweils unter besonderer Berücksichtigung der praktischen Anwendung, Erörterung aktueller rechtspolitischer Problemstellungen

Ressortbezogenes Völkerrecht sowie Recht der Europäischen Union

50

Ressortspezifische Fragen des allgemeinen Völkerrechts, Internationales Einsatzrecht, Humanitäres Völkerrecht einschließlich der Rechtsfragen des Kulturgüterschutzes, Rechtsgrundlagen und Strukturen der EU im Bereich der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, insbesondere der EU-geführten Streitkräfteeinsätze, jeweils unter besonderer Berücksichtigung der praktischen Anwendung

Ressortbezogenes Verwaltungs- und Zivilrecht

50

Ressortbezogene Darstellung des Verwaltungsverfahrensrechtes einschließlich des Verwaltungsgerichtsverfahrensgesetzes hinsichtlich Beschwerde und Vorverfahren sowie ausgewählter Elemente des Zivil- und Verwaltungsrechtes, insbesondere des Umweltrechts, des Vergaberechts, des Waffenrechts, des Kraftfahrt- und Verkehrsrechts, des Luftfahrtrechts und des Schadenersatzrechts, jeweils unter besonderer Berücksichtigung der praktischen Anwendung

Dienst- und Besoldungsrecht der Bundesbediensteten

44

Darstellung der Rahmenbedingungen des Öffentlichen Dienstes und der Unterschiede zur Privatwirtschaft, Unterschiede der Dienstverhältnisse innerhalb des Öffentlichen Dienstes unter gezielter Berücksichtigung der Besonderheiten im Ressort, Rechte und Pflichten im Dienstverhältnis sowie Besoldungsrecht im Öffentlichen Dienst unter besonderer Berücksichtigung der Rechtsprechung, Darstellung weiterer relevanter Rechtsbereiche, insbesondere des Bundesgleichbehandlungsrechtes, des Bundesbedienstetenschutzes, der Aspekte der Lehrlingsausbildung sowie der Aspekte des Pensions- und Sozialversicherungsrechts, Personalvertretungsrecht, jeweils unter besonderer Berücksichtigung der praktischen Anwendung

Haushaltsrecht

24

Rechtsgrundlagen des Staatshaushaltes unter besonderer Berücksichtigung des Bundes-Verfassungsgesetzes, des Bundesfinanzrahmengesetzes, des Bundesfinanzgesetzes, des Bundeshaushaltsgesetzes einschließlich der auf Grundlage dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen und des Strategieberichtes;
Organisation der Haushaltführung, Bundeshaushaltsplanung (Struktur des Bundeshaushaltes, Veranschlagung, Ressourcen-, Ziel- und Leistungspläne), Vollziehung (Mittelverwendung und Aufbringung, Controlling, Verfügungsrechte über Vermögen des Bundes), Anordnungen im Gebarungsvollzug, Verrechnung, Kosten- und Leistungsrechnung, Zahlungsverkehr und Innenprüfung, Bundesrechnungsabschluss;
Das Ressort in steuerrechtlicher Hinsicht, die haushaltsrechtlichen Informationssysteme, bundesinterne entgeltliche Sachgüterübertragung

 

Teil B: Fachmodul „Höherer militärfachlicher Dienst“

1.

Fachgebiet Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit nach § 12 Abs. 1 Z 1:

 

Ausbildungs- und Prüfungsfach

Richtstunden-anzahl

Lehrinhalte – Schwerpunkte

Grundlagen der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (national und international)

80

Dienstanweisung für Öffentlichkeitsarbeit, Grundsätze der Krisenkommunikation, Social Media-Verhalten von Vorgesetzten und Dienststellen, Strategischer Planungsprozess, Crossmediales Informations- und Kommunikationsmanagement, Urheberrecht, Corporate Identity und -Design;
Medienarbeit:
Interviewtraining für Fortgeschrittene, Leserbrief, Workshop, Pressekonferenz, Medienanfragen und – analyse;
Informationsoffizierswesen und Partnerschaften:
Informationsoffizierswesen, Vereins- und Partnerschaftsregelungen, Kooperation mit Kommunikationspartnern, Kommunikationsprojekte;
Kommunikationseinrichtungen:
Einweisung in interne und externe Kommunikationseinrichtungen

 

2.

Fachgebiet Militärpsychologie nach § 12 Abs. 1 Z 2:

 

Ausbildungs- und Prüfungsfach

Richtstunden-anzahl

Lehrinhalte – Schwerpunkte

Grundlagen und Aufgabenbereiche der Militärpsychologie (national und international)

80

Aufbau und Ablauforganisation der Militärpsychologie, rechtliche Grundlagen, Konzepte und Richtlinien der Militärpsychologie, Grundlagen der Forschung, Methodik und Qualitätssicherung, Grundaus-, Fort- und Weiterbildung in der Militärpsychologie, Schnittstellen zu anderen Fachbereichen, Kennenlernen der Aufgaben, Zielsetzungen und Arbeitsweisen der psychologischen Bereiche innerhalb und außerhalb des Heerespersonalamtes, insbesondere der Personalpsychologie, Truppenpsychologie, Flieger- und Verkehrspsychologie, Arbeitspsychologie, Notfallpsychologie, Klinische Psychologie, Psychotherapie und Traumatherapie

 

3.

Fachgebiet Politikwissenschaft nach § 12 Abs. 1 Z 3:

 

Ausbildungs- und Prüfungsfach

Richtstunden-anzahl

Lehrinhalte – Schwerpunkte

Geopolitik, Strategien und sicherheitspolitische

160

Bedrohungsbilder, Geopolitik und Strategie, Internationale Organisationen, Sicherheitsforschung, Gesetzgebung und Konzepte Parlamentarismus in Österreich, Gesetzgebung in der EU, österreichische Europa- und Außenpolitik, nationale und internationale sicherheitspolitische und militärstrategische Konzepte und Strategien;
Angewandte Sicherheitspolitik:
Einweisung in politische Einrichtungen und Institutionen

 

Teil C: Fachmodul „Höherer militärtechnischer Dienst“

 

Ausbildungs- und Prüfungsfach

Richtstunden-anzahl

Lehrinhalte – Schwerpunkte

Technischer Dienstbetrieb

80

Grundlagen des Technischen Dienstes, Aufbau- und Ablauforganisation der Logistik und des Technischen Dienstes, Führungs- und Organisationslehre im Technischen Dienst, technische Betriebsführung, Güteprüfung, technische Produktdokumentation, Qualitätsmanagement

Rüstungsmanagement I

32

System Lebenszyklusmanagement, Planungs- und Bereitstellungsprozess

Sicherheitstechnik

48

Grundlagen der Sicherheitstechnik und Unfallverhütung, Bedienstetenschutz, Umweltschutz, Brandschutz

Ziviltechnik

40

Rechtliche Grundlagen, Ziviltechnikergesellschaften, Berufs- und Standesrecht, Gebührenordnungen, Kammer und Organe, Vertragswesen, Vergabewesen, Betriebswirtschaftslehre

 

1.

Fachgebiet Militärisches Bauwesen nach § 12 Abs. 2 Z 1:

 

Ausbildungs- und Prüfungsfach

Richtstunden-anzahl

Lehrinhalte – Schwerpunkte

Militärisches Bauwesen

160

Darstellung der für das Fachgebiet geltenden rechtlichen und fachlichen Vorschriften, Vergaberecht, Militärischer Sonderbau, Abläufe und Verantwortung im Baudienst, Baurecht und verwandte Rechtsgebiete, technische Normen für das Bauwesen, standardisierte Leistungsbeschreibungen, technische EDV einschließlich der zielgruppenorientierten Vertiefung der Kompetenzen im Fachbereich

 

2.

Fachgebiet Militärisches Vermessungswesen nach § 12 Abs. 2 Z 2:

 

Ausbildungs- und Prüfungsfach

Richtstunden-anzahl

Lehrinhalte – Schwerpunkte

Militärisches Vermessungswesen

95

Einschlägige Rechtsvorschriften und deren Anwendung sowie fachliche Kenntnisse nach § 11 Abs. 1 der Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit über die Grundausbildung im Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV-Grundausbildungsverordnung), BGBl. II Nr. 402/2004

 

3.

Fachgebiet Wehrtechnik nach § 12 Abs. 2 Z 3:

 

Ausbildungs- und Prüfungsfach

Richtstunden-anzahl

Lehrinhalte – Schwerpunkte

Wehrtechnik

160

Darstellung der für das Fachgebiet geltenden rechtlichen und fachlichen Vorschriften einschließlich der zielgruppenorientierten Vertiefung der Kompetenzen im Fachbereich

 

Teil D: Fachmodul „Militärmedizinischer Dienst“

 

Ausbildungs- und Prüfungsfach

Richtstunden-anzahl

Lehrinhalte – Schwerpunkte

Allgemeine wehrmedizinische Grundlagen

40

Aufbau- und Ablauforganisation des militärmedizinischen Dienstes im ÖBH, das Sanitätskonzept sowie die daraus ableitbare Aufbau- und Ablauforganisation des Sanitätsdienstes im Einsatz und im Frieden, Aufgaben des Militärarztes auf Ebene des Bataillons, der Brigade, der taktisch und operativ führenden Kommanden, multinationale Einsatzplanung, Auswahl, Grundaus-, Fort- und Weiterbildung, Laufbahnbild und Führung des Sanitätsfachpersonals aller Ebenen

Gesetzliche Grundlagen

40

Darstellung der rechtlichen Grundlagen zur Vorbeugung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, mit den materiellen Folgen sowie den organisatorischen Voraussetzungen für die Erfüllung dieser Aufgaben, einschlägige militärische Regelungen und Normierungen, gesetzliche Grundlagen für den öffentlichen Sanitätsdienst, gesetzliche Regelungen des Arbeitnehmer- und Bundesbedienstetenschutzes und die entsprechenden Einrichtungen der Arbeitsmedizin im Österreichischen Bundesheer, Grundzüge des medizinischen Gutachterwesens, insbesondere die Basiserfordernisse des militärmedizinischen Gutachtens, Grundsätze des Stellungswesens, die für die Durchführung der Sanitätsversorgung verbindliche Dokumentationen und Meldeabläufe

Militärmedizinischer Fachbereich (national und international)

40

Verfahren der Bedarfsplanung, Bedarfsdeckung und Bereitstellung von Sanitätsmaterial sowie die Verfahren des Nachschubs mit Sanitätsmaterial, Aufgaben des Militärveterinärdienstes und deren Umsetzung, Wesen der Katastrophenmedizin und der medizinischen Versorgung im Einsatz auf taktischer Ebene mit besonderer Berücksichtigung der Ablaufplanung Medical Evacuation (MEDEVAC); Grundzüge des medizinischen ABC-Schutzes sowie die allgemeine zivile und militärische Bedrohungslage

 

Teil E: Fachmodul „Militärveterinärdienst“

 

Ausbildungs- und Prüfungsfach

Richtstunden-anzahl

Lehrinhalte – Schwerpunkte

Allgemeine veterinärdienstliche Grundlagen

40

Geschäftseinteilung und Hauptaufgaben, Kontrolle der Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene, materielle und fachdienstliche Vorgaben am Sektor Heerestiere und Ausbildung, Tierseuchenbekämpfung (amtstierärztliche Agenden) bei zivilen Tierbeständen, orgplanmäßige Einrichtungen des Veterinärdienstes, deren Aufgaben, Befehls- und Dienstwege, Abgrenzung des Veterinärdienstes vom Sanitätsdienst und Apothekenwesen

Gesetzliche Grundlagen

40

Verfassungsrechtliche Grundlagen für sanitäts- und veterinärrechtliche Regelungen:
Veterinärdienstlich bedeutsame standardization agreements (STANAG) und EU-Richtlinien, Tierärztegesetz und Physikatsprüfungsordnung, Tierseuchengesetz und verwandte Rechtsmaterien, Tierschutz- und Tierhaltegesetze, Lebensmittelrecht, Trinkwasserhygienerecht, Übereinkünfte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und deren Bedeutung für den Veterinärdienst, heeresinterne fachspezifische Vorschriften, Grundsatzerlässe und Dienstbehelfe

Veterinärdienstlicher Fachbereich (national und international)

40

Lebensmittel- und Trinkwasserüberwachung, Maßnahmen der Tierseuchenbekämpfung, veterinärmedizinische Betreuung und Überprüfung des Gesundheits- und Ausbildungsstandes der Heerestiere, Versorgung mit Arzneimitteln, Verbandsstoffen, Reagenzien und Veterinärgerät sowie das territoriale Versorgungsprinzip unter Abstützung auf zivile Infrastruktur, Auswahlverfahren, Grundaus-, Fort- und Weiterbildung des einschlägigen Fachpersonals sowie die Personalstruktur, Dokumentations- und Meldevorgänge, Veterinärdienst im Sanitätskonzept „Frieden“ und „Einsatz“

 

Teil F: Fachmodul „Militärpharmazeutischer Dienst“

 

Ausbildungs- und Prüfungsfach

Richtstunden-anzahl

Lehrinhalte – Schwerpunkte

Allgemeine militärpharmazeutische Grundlagen

40

Wesen der Katastrophenmedizin, Genfer Konvention, Sanitätskonzept, Bevorratung von Sanitätsversorgungsgütern

Gesetzliche Grundlagen

40

Darstellung der facheinschlägigen gesetzlichen Grundlagen, insbesondere das Arzneimittelgesetz, das Suchtmittelgesetz und das Medizinproduktegesetz

Militärpharmazeutischer Fachbereich (national und international)

40

Funktionsausstattung und persönliche Sanitätsausstattung im ÖBH, Organisation des militärischen Sanitätsdienstes im Frieden und Einsatz, Logistik (logistisches Informationssystem LOGIS), Herstellung heereseigener Arzneizubereitungen, Tätigkeiten in Heeresapotheken

 

Anl. 3

Text

Anlage 3

Lehr- und Stundenplan

Sozialkommunikative und methodische Fähigkeiten
nach § 3 Abs. 4

„Management und Führung“

 

Ausbildungs- und Prüfungsfach

Richtstunden-anzahl

Lehrinhalte – Schwerpunkte

Führungs- und Managementinstrumente

80

Führungsinstrumente: Einweisung in Projektmanagement, Qualitätsmanagement und Controllinginstrumente, Wissensmanagement;
Management-Werkzeuge: Einweisung in Personalmanagement (Personalentwicklung als Führungsaufgabe), Organisationsentwicklung (Change Management);
Führen und Fördern: Mitarbeiterführung und Konfliktmanagement, Führungskräfte-Feedback

 

Seminare des Wahlmoduls

 

Lehrveranstaltung

Richtstunden-anzahl

Lehr- und Ausbildungsziele – Schwerpunkte

Selbst-, Ziel- und Zeitmanagement

24

Eigenes Verhalten im Umgang mit Zeit kennen und daraus Ableitungen für die persönlichen Zielsetzungen und die rationelle Zeit- und Arbeitsplanung treffen, persönliche Arbeitsmethodiken ermitteln, Zeitplanungsmethoden und Arbeitstechniken effizient und effektiv gestalten

Präsentationstechniken

24

Wesentliche Präsentationstechniken und Präsentationsmedien kennen und diese in einer Präsentation publikumsorientiert anwenden

Rhetorik 1 – Grundlagen

24

Grundsätze der Rhetorik kennen, diese in Form von Anlass- und Meinungsreden anwenden und in der Lage sein, eine freie Rede anlassbezogen aus dem Stand zu halten

Rhetorik 2 – Argumentationstechniken

24

Grundsätze der Argumentationstechnik kennen und diese in Besprechungen und Diskussionen anwenden

Rhetorik 3 – Mediengerechtes Verhalten

24

Grundlagen der Medienarbeit und Argumentationstechniken kennen, im speziellen das Statement und das kritische Interview, und in einem Interview im Radio und Fernsehen anwenden

Interkulturelle Kompetenz 1

24

Zurechtfinden in den Denk- und Handlungsweisen und den Eigenheiten anderer Kulturen und Folgerungen für eigenes Handeln, insbesondere bezogen auf den Einsatz von Streitkräften im Auslandseinsatz, ableiten können

Interkulturelle Kompetenz 2

24

Denk- und Handlungsweisen sowie die Eigenheiten anderer Kulturen interpretieren, analysieren und Folgerungen für eigenes Handeln, insbesondere bezogen auf den Einsatz österreichischer Streitkräfte im Bereich Naher Osten, Afrika-Sub-Sahara und Balkan sowie Einblicke in die Einsatzgebiete der Militärbeobachter erläutern und ein breiteres Verständnis für nach Österreich integrierte Kulturen diskutieren und begründen

Heeresdisziplinargesetz

24

Anwendung des Heeresdisziplinargesetzes in Form von Fallbeispielen im Kommandantenverfahren

Medientraining/ Medienberatung

24

Bedarf der Medienvertreter verstehen und erklären, Umgang mit Medienvertretern erlernen sowie das Grundwissen der Medienarbeit sowohl in schriftlicher als auch mündlicher Form anwenden und in Diskussionsrunden (Interview, Radio, Fernsehen) einen Standpunkt überzeugend vertreten