Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Patronenprüfordnung 2013, Fassung vom 05.07.2020

§ 0

Langtitel

Verordnung der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort über die Erprobung von Patronen für Handfeuerwaffen 2013 (Patronenprüfordnung 2013)
StF: BGBl. II Nr. 446/2013

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund der §§ 12 bis 15 und 22 des Beschußgesetzes, BGBl. Nr. 141/1951, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 50/2012, wird verordnet:

Inhaltsverzeichnis

1. Hauptstück
Allgemeine Bestimmungen

§ 1.

Sachlicher Geltungsbereich

§ 2.

Begriffsbestimmungen

2. Hauptstück
Munitionsprüfung

1. Abschnitt: Allgemeines

§ 3.

Arten der Munitionsprüfung

§ 4.

Information des Ständigen Büro der Ständigen Internationalen Kommission für die Prüfung von Handfeuerwaffen (C.I.P.)

2. Abschnitt: Typenprüfung

§ 5.

Einreichung zur Typenprüfung

§ 6.

Probennahme bei Typenprüfung

§ 7.

Durchführung der Typenprüfung

§ 8.

Sichtprüfung

§ 9.

Kontrolle der Kennzeichnung der Packungen

§ 10.

Kontrolle des Inhaltes der Packungen

§ 11.

Kontrolle der Kennzeichnung der Munition

§ 12.

Kontrolle der Oberfläche der Munition

§ 13.

Kontrolle der Bestandteile der Patronen mit bleifreien Schroten

§ 14.

Kontrolle der Abmessungen der Munition

§ 15.

Überprüfung des mittleren Gasdruckes der Munition

§ 16.

Überprüfung bei Patronen mit bleifreien Schroten

§ 17.

Prüfung der Funktionssicherheit der Munition

3. Abschnitt: Kontrollen der Prüfeinrichtungen

§ 18.

Kontrolle der Prüfeinrichtungen des Herstellers

§ 19.

Kontrolle der Prüfeinrichtungen des Importeurs

4. Abschnitt: Fabrikationskontrolle

§ 20.

Pflichten der Berechtigten

§ 21.

Probennahme für die Fabrikationskontrolle

§ 22.

Durchführung der Fabrikationskontrolle

5. Abschnitt: Inspektionskontrolle

§ 23.

Durchführung der Inspektionskontrolle

3. Hauptstück
Messung des Gasdruckes und Ermittlung der Geschoßenergie sowie des Mündungsimpulses

1. Abschnitt: Allgemeines

§ 24.

Anwendungsbereich

2. Abschnitt: Messung des Gasdruckes

§ 25.

Arten der Gasdruckmessung

§ 26.

Vorbereitung und Durchführung der Gasdruckmessung

§ 27.

Auswertung der Gasdruckmessung

§ 28.

Gasdruckmessung mittels elektromechanischer Druckaufnehmer

§ 29.

Gasdruckmessung mittels Stauchkörper

§ 30.

Gasdruckmessung bei Munition für Handfeuerwaffen mit glatten Läufen und Zentralfeuerzündung

§ 31.

Gasdruckmessung bei Munition für Handfeuerwaffen mit gezogenen Läufen und Zentralfeuerzündung

§ 32.

Gasdruckmessung bei Patronen für Handfeuerwaffen mit Randfeuerzündung

§ 33.

Gasdruckmessung bei Treibkartuschen mit Hülse für Schussapparate

§ 34.

Gasdruckmessung bei Kartuschen für Alarmwaffen

§ 35.

Gasdruckmessung bei Patronen für Kleinschrotwaffen (cartouches à grenaille)

3. Abschnitt: Ermittlung der Geschoßenergie und des Mündungsimpulses

§ 36.

Ermittlung der Geschoßenergie

§ 37.

Ermittlung der Geschoßenergie bei Patronen für Handfeuerwaffen mit Randfeuerzündung

§ 38.

Ermittlung der Geschoßenergie bei Kartuschen für Alarmwaffen

§ 39.

Ermittlung des Mündungsimpulses bei Patronen mit bleifreien Schroten

4. Hauptstück
Kalibrierung elektromechanischer Druckaufnehmer

§ 40.

Anwendungsbereich

§ 41.

Messsystem für die Kalibrierung

§ 42.

Primärdruckaufnehmer

§ 43.

Referenzdruckaufnehmer

§ 44.

Ausscheiden eines Druckaufnehmers

§ 45.

Wahl des Kalibrierverfahrens

§ 46.

Statische Kalibrierung

§ 47.

Kontinuierliche Kalibrierung

§ 48.

Dynamische Kalibrierung

§ 49.

Bestimmung der Empfindlichkeit

§ 50.

Bestimmung der Linearität

§ 51.

Kalibrierung der Messkette

5. Hauptstück
Berechnungen von Patronen und Patronenlagerabmessungen sowie Verbindlicherklärung von technischen Regelwerken

§ 52.

Formeln für die Berechnungen

§ 53.

Verbindlicherklärung von Toleranzen und TDCC Tabellen

6. Hauptstück
Schlussbestimmungen

§ 54.

Sprachliche Gleichbehandlung

§ 55.

Verweisungen

§ 56.

Inkrafttreten und Außerkrafttreten

§ 57.

EU-Notifikation

Anlage 1:

Toleranzen

Anlage 2:

TDCC Tabellen

§ 1

Text

1. Hauptstück
Allgemeine Bestimmungen

Sachlicher Geltungsbereich

§ 1.

(1) Die Bestimmungen dieser Verordnung sind bei der Erprobung von Munition für Handfeuerwaffen sowie bei deren Kennzeichnung und Verpackung anzuwenden.

(2) Diese Verordnung ist nicht anzuwenden auf:

1.

Munition für Zwecke des Militärs, der Wachkörper (insbesondere der Bundespolizei) und der Zollverwaltung;

2.

Versuchsmunition einer neuen Munitionstype, die in der Entwicklungs-, Untersuchungs- oder Überarbeitungsphase in kleinen Mengen für Versuche an Personen geliefert wird, die nicht zum Personal des Herstellers gehören;

3.

Munition, die in geringen Stückzahlen ausschließlich für den persönlichen Gebrauch geladen oder wiedergeladen wird.

(3) Die Erprobung einer Type von Verbrauchsmunition, welche in einem anderen Mitgliedstaat des Übereinkommens über die gegenseitige Anerkennung von Beschusszeichen für Handfeuerwaffen, BGBl. Nr. 269/1971 in der Fassung des Artikels II des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 233/1984, hergestellt wird, unterliegt grundsätzlich nicht den Bestimmungen dieser Verordnung; sie kann vom Beschussamt nur in jenem Fall vorgenommen werden, wenn das Beschussamt des anderen Mitgliedstaates darum ersucht und bestätigt, dass technische Gründe vorliegen, welche eine Erprobung dort nicht möglich machen.

(4) Munition für Handfeuerwaffen darf gewerbsmäßig nur in Verkehr gebracht werden, wenn sie den Bestimmungen dieser Verordnung entspricht. Munition, welche mit einem gemäß den Bestimmungen der Prüfzeichenverordnung 2013, BGBl. II Nr. 444/2013, anerkannten Prüfzeichen versehen ist, gilt als den Bestimmungen dieser Verordnung entsprechend. Munition für Handfeuerwaffen, welche sich im Verkaufslager eines Händlers befindet, gilt als gewerbsmäßig in den Verkehr gebracht.

(5) Die Haftung des Herstellers bzw. des Importeurs von Munition wird durch die Bestimmungen dieser Verordnung nicht berührt.

§ 2

Text

Begriffsbestimmungen

§ 2.

Im Sinne dieser Verordnung gilt als:

1.

Patrone: jenes technische Produkt, in dem Zündeinrichtung, Treibladung und Geschoß, mit oder ohne Hülse, zu einer Einheit zusammengefügt sind;

2.

Kartusche: Hülse mit Zündeinrichtung, mit oder ohne Treibladung, die zum Abfeuern in Schussapparaten und Alarmwaffen bestimmt ist;

3.

Munition: die Gesamtheit von Patronen und Kartuschen;

4.

Gebrauchsmunition: jede Munition für Handfeuerwaffen mit Ausnahme der Beschussmunition;

5.

Beschussmunition: jene Munition, welche zur amtlichen Erprobung von Handfeuerwaffen verwendet wird;

6.

Hochleistungspatrone: jene Patrone, welche nur aus Waffen mit glatten Läufen, die den verstärkten Beschuss (§ 14 Abs. 5 Z 2 und 3 der Beschussverordnung 2013, BGBl. II Nr. 445/2013) oder den „Stahlschrotbeschuss“ gemäß § 14 Abs. 5 Z 4 der Beschussverordnung 2013 bestanden haben, verschossen werden darf;

7.

Munitionstype: die jeweilige, durch die in den jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabellen-Tables of Dimensions of Cartridges and Chambers/Patronen- und Patronenlagermaßtabellen (Anlage 2) angegebene Kaliberbezeichnung oder durch eine übliche Handelsbezeichnung bestimmte Ausführungsart von Munition, zB „Kaliber 7x64 mit Kegelspitzgeschoß“;

8.

Los: die Gesamtheit der Munition derselben Munitionstype, die in Serie gefertigt und von demselben Hersteller geladen wird; jedes Los gilt als geändert, wenn einer der Bestandteile, aus denen die Munition besteht, verändert wird;

9.

Packung: jener kleinste Behälter, in dem Munition üblicherweise im Handel an den Endverbraucher abgegeben wird;

10.

Handfeuerwaffe: jedes in § 1 Abs. 2 der Beschussverordnung 2013 als Handfeuerwaffe bezeichnete Gerät.

§ 3

Text

2. Hauptstück
Munitionsprüfung

1. Abschnitt
Allgemeines

Arten der Munitionsprüfung

§ 3.

(1) Die Munition und deren Herstellung ist durch das Beschussamt bzw. durch den Hersteller oder den Importeur unter Aufsicht des Beschussamtes zu überprüfen; dabei ist gegebenenfalls unterstützend auf die Sachinhalte rechtskräftiger Beschlüsse der Ständigen Internationalen Kommission für die Prüfung von Handfeuerwaffen (Commission Internationale Permanente pour l’épreuve des armes à feu portatives – C.I.P.), BGBl. Nr. 269/1971, Bedacht zu nehmen.

(2) Folgende Kontrollen sind vorgesehen:

1.

Kontrolle der Munitionstype (Typenprüfung, §§ 5 bis 17);

2.

Kontrolle der Prüfeinrichtungen des Herstellers (§ 18) bzw. des Importeurs (§ 19);

3.

Kontrolle der Fabrikation (Fabrikationskontrolle, §§ 20 bis 22);

4.

Inspektionskontrolle (§ 23).

(3) Aufgrund der erfolgreich bestandenen Typenprüfung kann vom Hersteller oder vom Importeur das Prüfzeichen gemäß § 7 Abs. 5 auf der Packung angebracht werden.

(4) Aufgrund der erfolgreich bestandenen Kontrolle der Prüfeinrichtungen kann dem Hersteller oder dem Importeur auf seinen Antrag hin das Recht eingeräumt werden, die Fabrikationskontrolle selbst vorzunehmen. Die Fabrikationskontrolle ist die Überwachung der für die Sicherheit der Munition maßgeblichen Parameter während der laufenden Fabrikation.

(5) Die Inspektionskontrolle ist die amtliche Überwachung der zum in Verkehr bringen bestimmten Munition.

(6) Es obliegt:

1.

die Typenprüfung und die Kontrolle der Prüfeinrichtungen des Herstellers oder des Importeurs dem Beschussamt;

2.

die Fabrikationskontrolle dem Hersteller bzw. dem hierzu ermächtigten Importeur oder auf deren Antrag dem Beschussamt;

3.

die Inspektionskontrolle dem Beschussamt, das sich hierzu auch der Einrichtungen des Herstellers oder des Importeurs bedienen kann.

§ 4

Text

Information des Ständigen Büro der Ständigen Internationalen Kommission für die Prüfung von Handfeuerwaffen (C.I.P.)

§ 4.

Von der Erteilung (§ 7 Abs. 2 und 3) und der Entziehung (§ 23 Abs. 6) des Rechtes für eine bestimmte Munitionstype das Prüfzeichen gemäß § 7 Abs. 5 zu verwenden, sowie von allen gemäß § 23 Abs. 5 und 6 getroffenen Verfügungen hat das Beschussamt das Ständige Büro der C.I.P. in Kenntnis zu setzen. Betrifft die Zulassung ein Kaliber, dessen Abmessungen noch nicht durch einen gültigen Beschluss der C.I.P. festgelegt wurden, so ist der Mitteilung das entsprechend ausgefüllte TDCC-Datenblatt der C.I.P. anzuschließen.

§ 5

Text

2. Abschnitt
Typenprüfung

Einreichung zur Typenprüfung

§ 5.

(1) Die Einreichung von Munition zur Typenprüfung hat mittels Formulars des Beschussamtes („Einreichblatt“) zu erfolgen. Das Formular hat folgende Angaben zu enthalten:

1.

Name (Firma) und Anschrift des Einreichers;

2.

Datum der Einreichung;

3.

Name (Firma) des Herstellers bzw. des Importeurs;

4.

Bezeichnung der Munitionstype;

5.

bei Munitionstypen, die nicht in den in § 53 angeführten TDCC Tabellen (Anlage 2) enthalten sind, den Hinweis, welcher handelsüblichen Bezeichnung die eingereichte Munitionstype entspricht;

6.

die voraussichtliche Stückzahl der Lose, deren Herstellung oder Einfuhr beabsichtigt ist;

7.

die Angabe, in welchen verschiedenen Ausführungsarten (zB mit verschiedenen Pulversorten, Geschoßgewichten, Zündhütchenmodellen, als Gebrauchs-, Hochleistungs- oder Beschussmunition) die eingereichte Munitionstype in Verkehr gebracht werden soll;

8.

gegebenenfalls den Antrag des Importeurs, die Selbstvornahme der Fabrikationskontrolle dieser Munitionstype zu bewilligen;

9.

gegebenenfalls den Antrag des Herstellers bzw. des Importeurs, die Fabrikationskontrolle dieser Munitionstype durch das Beschussamt vornehmen zu lassen.

(2) Weist eine zur Typenprüfung eingereichte Munitionstype Abweichungen von den für sie in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabellen (Anlage 2) auf, oder ist sie in keiner dieser TDCC Tabellen (Anlage 2) enthalten, sind dem Formular geeignete Belege (Beschreibungen, maßstabsgerechte Zeichnungen usw.), aus denen die Abweichungen oder die Kenndaten der Munitionstype klar ersichtlich sind, anzuschließen. Die Typenprüfung ist in diesem Fall auf der Grundlage der vom Hersteller gemachten vollständigen Angaben durchzuführen. In diesem Fall sind in dem Bescheid (§ 7 Abs. 2) der zulässige mittlere Maximalgasdruck, welcher höchstens 4.400 bar betragen darf, der gemessene mittlere Gasdruck und alle anderen vom Hersteller gemachten und im Rahmen der Typenprüfung zu überprüfenden Angaben anzuführen. Diese Angaben sind als Grundlage für die Kontrolle der Munition dieses Kalibers solange heranzuziehen, bis das betreffende Kaliber in ein für verbindlich erklärtes technisches Normenwerk aufgenommen wurde.

(3) Wird bei der Einreichung einer Munitionstype zur Typenprüfung, mit Ausnahme von Schrotmunition, keine Angabe über den zulässigen mittleren Maximalgasdruck gemacht, oder wurde der Gasdruck nach einer von den Bestimmungen des 3. Hauptstückes abweichenden Messmethode ermittelt, so ist der zulässige mittlere Maximalgasdruck durch Multiplikation des gemäß den Bestimmungen des 3. Hauptstückes gemessenen Gasdruckes mit dem Faktor 1,07 festzulegen.

(4) Wird bei der Einreichung einer Munitionstype zur Typenprüfung die Selbstvornahme der Fabrikationskontrolle dieser Munitionstype durch den Importeur nicht beantragt und stellt dieser auch keinen Antrag gemäß Abs. 1 Z 9, so ist dem Formular eine Bescheinigung des Herstellers dieser Munitionstype anzuschließen, in welcher dieser bestätigt, dass die Fabrikationskontrolle an dieser Munitionstype von ihm unter sinngemäßer Anwendung der Bestimmungen des 4. Abschnittes durchgeführt werden wird. Der Importeur hat diesfalls für jedes von ihm importierte Munitionslos den Nachweis über die vom Hersteller durchgeführte Fabrikatinskontrolle auf der Grundlage des vom Hersteller erstellten Prüfprotokolls zu erbringen.

(5) Wird bei der Einreichung einer Munitionstype zur Typenprüfung die Selbstvornahme der Fabrikationskontrolle dieser Munitionstype durch den Importeur beantragt, so ist gleichzeitig damit die Genehmigung zur Verwendung der jeweiligen Prüfeinrichtungen durch das Beschussamt beantragt. Diesem Antrag sind ein Verzeichnis der vorhandenen Prüfeinrichtungen, deren genaue Beschreibung und entsprechende, maßstabsgerechte Zeichnungen anzuschließen.

(6) Die für die Typenprüfung bestimmte Munition ist anlässlich der Einreichung in der gemäß § 6 vorgeschriebenen Anzahl und in der für ihr in Verkehr bringen vorgesehenen Packung dem Beschussamt zu übergeben.

§ 6

Text

Probennahme für Typenprüfung

§ 6.

(1) Die Probenahme für die Typenprüfung einer Munitionstype hat, sofern Abs. 2 nichts anderes bestimmt, an einem fertiggestellten Los, dessen Stückzahl mindestens 3000 Stück beträgt, zu erfolgen. Von mehreren Losen derselben Munitionstype ist für die Entnahme der Proben jenes Los heranzuziehen, welches die Munition mit dem vom Hersteller oder Importeur angegebenen höchsten Maximalgasdruck enthält.

(2) Die Typenprüfung ist an der doppelten Anzahl der sich aus der Tabelle des § 21 Abs. 2 ergebenden Anzahl von Munition vorzunehmen. Die Typenprüfung für eine Munitionstype, von der innerhalb eines Kalenderjahres voraussichtlich weniger als 3000 Stück hergestellt oder eingeführt werden, ist jeweils an einer im gleichen Verhältnis zu dieser Zahl kleineren Stückzahl von Munition vorzunehmen. Die Mindestanzahl beträgt für

1.

die Sichtprüfung und die Kontrolle der Abmessungen: 50 Stück;

2.

die Gasdruckprüfung, die Prüfung der Geschoßgeschwindigkeit und die Ermittlung des Mündungsimpulses: 10 Stück;

3.

die Funktionsprüfung: 10 Stück.

§ 7

Text

Durchführung der Typenprüfung

§ 7.

(1) Die Typenprüfung umfasst:

1.

die Sichtprüfung (§§ 8 bis 13);

2.

die Kontrolle der Abmessungen (§ 14);

3.

die Überprüfung des mittleren Gasdruckes (§ 15) oder an dessen Stelle die entsprechenden Vergleichswerte für Spezialmunition (zB Treibkartuschen mit Hülse für Schussapparate);

4.

die zusätzlichen Überprüfungen bei Patronen mit bleifreien Schroten (§ 16);

5.

die Prüfung der Funktionssicherheit (§ 17);

6.

die Kontrolle der Prüfeinrichtungen des Herstellers gemäß § 18 bzw. gegebenenfalls des Importeurs gemäß § 19.

(2) Wird die Typenprüfung für eine bestimmte Munitionstype hinsichtlich aller in Abs. 1 bezeichneten Punkte bestanden, so ist dem Einreicher mit Bescheid das Recht zu erteilen, für diese Munitionstype das Prüfzeichen gemäß Abs. 5 zu verwenden (zugelassene Munitionstype); dieses Recht ist insbesondere mit den Auflagen zu verbinden,

1.

alle weiteren Lose dieser Munitionstype der zugelassenen Munitionstype entsprechend auszuführen;

2.

die im Rahmen der Inspektionskontrolle (§ 23) benötigte Munition über Aufforderung und nach Auswahl durch das Beschussamt bereitzustellen.

Ist der Einreicher der Importeur der zugelassenen Munitionstype, so kann mit diesem Bescheid gegebenenfalls die Ermächtigung des Importeurs zur Selbstvornahme der Fabrikationskontrolle (§ 19 Abs. 2) verbunden werden.

(3) Wird die Typenprüfung für eine bestimmte Munitionstype ausschließlich hinsichtlich der in Abs. 1 Z 1 bis 5 bezeichneten Punkte bestanden, so ist dem Hersteller bzw. Importeur mit Bescheid das Recht zu erteilen, für diese Munitionstype das Prüfzeichen gemäß Abs. 5 zu verwenden (zugelassene Munitionstype)., wobei dieses Recht insbesondere mit den Auflagen zu verbinden ist,

1.

alle weiteren Lose dieser Munitionstype der zugelassenen Munitionstype entsprechend auszuführen;

2.

jedes gefertigte Los dem Beschussamt zur Durchführung der Fabrikationskontrolle vorzulegen;

3.

die im Rahmen der Inspektionskontrolle (§ 23) benötigte Munition über Aufforderung und nach Auswahl durch das Beschussamt bereitzustellen.

(4) Der Typenprüfungsbescheid hat insbesondere folgende Angaben zu enthalten:

1.

Name (Firma) und Anschrift des Einreichers;

2.

Bezeichnung der, der Prüfung unterzogenen Munitionstype (zB „Kaliber 7x64 mit Kegelspitzgeschoß“);

3.

Datum der Typenprüfung;

4.

alle Auflagen gemäß Abs. 2 bzw. Abs. 3.

(5) Das Typenprüfzeichen besteht aus dem unten dargestellten Zeichen in Verbindung mit dem Zeichen für das Beschussamt gemäß § 19 Abs. 4 Z 5 der Beschussverordnung 2013. Die Zeichen dürfen nur in allseitig gleicher linearer Vergrößerung oder Verkleinerung verwendet werden.

CIP

M

(6) Wird die Typenprüfung für eine bestimmte Munitionstype nicht bestanden, kann Munition derselben Type, aber eines anderen Loses, neuerlich zur Typenprüfung eingereicht werden.

§ 8

Text

Sichtprüfung

§ 8.

Die Sichtprüfung umfasst:

1.

die Kontrolle der Kennzeichnung der Packungen (§ 9);

2.

die Kontrolle des Inhaltes der Packungen (§ 10);

3.

die Kontrolle der Kennzeichnung der Munition (§ 11);

4.

die Kontrolle der Oberfläche der Munition (§ 12);

5.

die Kontrolle der Bestandteile der Patronen mit bleifreien Schroten (§ 13).

§ 9

Text

Kontrolle der Kennzeichnung der Packungen

§ 9.

(1) Jede Packung hat folgende Angaben aufzuweisen:

1.

Name oder Marke des Herstellers oder desjenigen, für den die in der Packung enthaltene Munition geladen wurde bzw. welcher verantwortlich ist für die Übereinstimmung der in der Packung enthaltenen Munition mit den Bestimmungen dieser Verordnung;

2.

die Typenbezeichnung gemäß den jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabellen (Anlage 2) oder die übliche Handelsbezeichnung der in der Packung enthaltenen Munition;

3.

die Identifikationsnummer des Loses und die Anzahl der in der Packung enthaltenen Anzahl von Munition;

4.

das Prüfzeichen, gemäß § 7 Abs. 5 in einwandfrei erkennbarer Ausführung;

5.

bei Packungen für Hochleistungspatronen zusätzlich:

a)

bei Patronen, die mit Bleischrot geladen sind, ein deutlicher Hinweis, dass diese nur aus Handfeuerwaffen verschossen werden dürfen, die dem verstärkten Beschuss unterzogen wurden

b)

bei Patronen mit bleifreien Schroten, ein eindeutiger Hinweis darauf, dass diese nur aus Waffen verschossen werden dürfen, die dem „Stahlschrotbeschuss“ gemäß § 14 Abs. 5 Z 4 der Beschussverordnung 2013 erfolgreich unterzogen wurden; wenn der Durchmesser der Kugeln bei Kaliber 12 größer als 4 mm, bei Kaliber 16 größer als 3,5 mm und bei Kaliber 20 größer als 3,25 mm ist, ein weiterer deutlicher Hinweis darauf, dass diese Patronen nur aus Handfeuerwaffen verschossen werden dürfen, deren Laufverengung an der Mündung („Choke“) maximal 0,5 mm beträgt.

6.

bei Packungen für Patronen mit bleifreien Schroten die Angabe des Typs der Schrote und die Art des verwendeten Materials aus dem sie bestehen; bei Patronen mit bleifreien Schroten der Typen B und C zusätzlich die Aufschrift: „Es ist auf Abpraller zu achten und das Schießen auf feste und harte Oberflächen zu vermeiden“;

7.

bei Packungen für Beschussmunition den deutlichen Hinweis darauf, dass diese nur für die amtliche Erprobung von Handfeuerwaffen bestimmt ist;

8.

bei Packungen für wiedergeladene Munition zusätzlich einen Hinweis, der klar zum Ausdruck bringt, dass es sich um wiedergeladene Munition handelt;

9.

bei Packungen für Munition, deren Wirkung durch die Freisetzung von flüssigen oder gasförmigen Substanzen erzielt wird, einen Hinweis über diese Substanzen;

10.

bei Packungen für Munition mit Vollgeschoßen, deren Härte im Kern größer ist als die von Bleischrot, einen Hinweis darauf, dass die Benutzung dieser Munition in Läufen mit Polygonalprofil nicht gestattet ist; diese Verpflichtung entfällt, wenn der Einreicher (§ 5 Abs. 1 Z 1) Resultate vorlegt, welche schlüssig beweisen, dass bei Benutzung dieser Munition in Läufen mit Polygonalprofil der Gasdruck innerhalb der Grenzen der für die jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabellen (Anlage 2) enthaltenen Munitionstypen bleibt.

(2) Jede Packung muss fest verschlossen und für den Transport geeignet sein.

(3) Die Kontrolle gilt als bestanden, wenn

1.

auf keiner Packung die Merkmale gemäß Abs. 1 Z 2, 5, 6, 9 und 10 fehlen, und

2.

die Merkmale gemäß Abs. 1 Z 1, 3, 4, 7 und 8 auf jeweils nicht mehr als 3, 5, 8 oder 12 Packungen, je nach der Größe des Loses (§ 21 Abs. 2), fehlen.

§ 10

Text

Kontrolle des Inhaltes der Packungen

§ 10.

Es ist zu kontrollieren, ob in den geprüften Packungen kein Stück einer anderen als der auf der Packung angegebenen Munitionstype enthalten ist. Die Kontrolle gilt als bestanden, wenn kein einziges Stück einer anderen Munitionstype gefunden wird.

§ 11

Text

Kontrolle der Kennzeichnung der Munition

§ 11.

(1) Jede Munition, auch die wiedergeladene, muss folgende deutlich sichtbare und dauerhafte Kennzeichnungen aufweisen:

1.

Name, Firma (Marke) oder amtsbekanntes Kurzzeichen des Herstellers oder des Importeurs, entweder auf dem Hülsenboden oder auf der Hülse; bei wiedergeladener Munition sind die vorherigen Kennzeichnungen ungültig zu machen;

2.

bei Munition mit Zentralfeuerzündung zusätzlich zur Kennzeichnung gemäß Z 1 die Angabe des Kalibers gemäß den jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabellen (Anlage 2) oder der Handelsbezeichnung der Munition auf dem Hülsenboden; ist es aus technischen Gründen nicht möglich, das Kaliber auf dem Hülsenboden anzugeben, kann es auf dem Hülsenkörper angegeben werden;

3.

bei Patronen, die mit Schroten geladen sind, zusätzlich zur Kennzeichnung gemäß Z 1 die Angabe des Durchmessers in Millimeter oder die Nummer der Kugeln und die Länge der Hülse, sofern diese länger ist als

a)

65 mm bei Kaliber 20 und darüber;

b)

63,5 mm bei Kaliber 24 und darunter;

4.

bei Patronen mit bleifreien Schroten, zusätzlich zur Kennzeichnung gemäß Z 1 die Kennzeichnung „Stahlschrot“ oder „bille d'acier“ oder „Steel Shot“ oder das Zeichen gemäß § 19 Abs. 4 Z 4 der Beschussverordnung 2013 sowie die Angabe des wesentlichen Materials der Schrote auf der Patronenhülse;

5.

bei Patronen des Kalibers 20 muss die Hülse gelb sein; dies gilt jedoch nicht für die zum Zeitpunkt der Erlassung dieser Verordnung nachweislich bereits auf dem Markt befindlichen Patronen.

(2) Hochleistungs- und Beschussmunition muss – außer den in Abs. 1 genannten Kennzeichnungen – zusätzlich wie folgt kenntlich gemacht sein:

1.

Beschussmunition: entweder durch einen gerändelten Hülsenboden oder durch die Farbe Rot an der rückwärtigen Fläche des Hülsenbodens bzw. durch eine Hülse mit roter Farbe oder durch die Aufschrift „Beschussmunition“ auf der Patronenhülse unter Hinzufügung des entsprechenden Beschussgasdruckes;

2.

Hochleistungsmunition: entweder durch eine andere Farbe als Rot an der rückwärtigen Fläche des Hülsenbodens oder durch die Aufschrift „Max. 1050 bar“ bzw. „Für mit 1370 bar geprüfte Waffen“ auf der Patronenhülse.

3.

Hochleistungsmunition mit bleifreien Schroten (Härte HV1 40): ein zusätzlicher deutlicher Hinweis, dass die Munition nur aus Waffen verschossen werden darf, die dem „Stahlschrotbeschuss“ gemäß § 14 Abs. 5 Z 4 der Beschussverordnung 2013 standgehalten haben.

4.

Hochleistungsmunition mit bleifreien Schroten (Härte HV1 40) wenn der Durchmesser der Schrote bei Kaliber 12 größer als 4 mm, bei Kaliber 16 größer als 3,5 mm und bei Kaliber 20 größer als 3,25 mm ist: ein zusätzlicher deutlicher Hinweis, dass die Munition nur aus Waffen verschossen werden darf, die dem „Stahlschrotbeschuss“ gemäß § 14 Abs. 5 Z 4 der Beschussverordnung 2013 standgehalten haben und deren Lauf bzw. Läufe einen Choke 0,5 mm hat bzw. haben.

(3) Die Kontrolle gilt als bestanden, wenn

1.

auf keiner Munition die Kennzeichnung gemäß Abs. 1 Z 2 und 4 sowie gemäß Abs. 2 fehlen;

2.

die Kennzeichnungen gemäß Abs. 1 Z 1 und 3 jeweils auf nicht mehr als 3, 5, 8 oder 12 Stücken von Munition, je nach der Größe des Loses (§ 21 Abs. 2), fehlen.

§ 12

Text

Kontrolle der Oberfläche der Munition

§ 12.

Die Oberfläche der Munition ist auf Materialfehler und Riefen zu kontrollieren. Die Kontrolle gilt als bestanden, wenn

1.

auf keiner Munitionshülse Längsrisse am Hülsenmund mit mehr als 3 mm Länge, andere Längs- oder Querrisse oder ein Bodenriss und

2.

auf nicht mehr als 3, 5, 8 und 12 Stücken Munition, je nach der Größe des Loses (§ 21 Abs. 2), Längsrisse am Hülsenmund mit einer Länge von höchstens 3 mm festgestellt werden.

§ 13

Text

Kontrolle der Bestandteile der Patronen mit bleifreien Schroten

§ 13.

(1) Patronen mit bleifreien Schroten im Sinne dieser Verordnung sind Patronen, welche homogene bleifreie Schrote mit einer Härte 40 HV1 aber 110 HV1 im Mittel (Einzelwert 125 HV1) (Typ B) oder heterogene bleifreie Schrote mit einer Deformation 45% (Typ C) enthalten. Falls bleifreie Schrote nicht einwandfrei als homogen oder heterogen klassifiziert und auf Grund von Versuchen nicht einwandfrei einem der vorstehend genannten Typen zugeordnet werden können, kann das Beschussamt vom Einreicher verlangen, dass Versuche mit der Waffe zur Festlegung der Spezifikationen der Patronen (Geschwindigkeit und Impuls) durchgeführt werden.

(2) Heterogene bleifreie Schrote mit einer Deformation kleiner als die von Stahlschrot desselben Durchmessers dürfen nicht in Patronen verladen sein.

(3) Patronen mit bleifreien Schroten sind zusätzlich auf ihre Bestandteile zu überprüfen. Die Kontrolle gilt als bestanden, wenn jede Patrone so ausgeführt ist, dass die Reibung des Schrotes im Lauf vermieden wird und der Schrot in einem ausreichend festen Behälter (Kunststoff, Karton oder anderes Material) enthalten ist. Der Behälter muss den Schuss bei Außentemperaturen im Bereich von -20 °C bis +50 °C aushalten.

(4) Bleifreie Schrote der Typen B und C, die in Normalpatronen verladen sind, müssen für Patronen

1.

im Kaliber 12 einen Durchmesser von 3,25 mm (+ 2,0%),

2.

im Kaliber 16 einen Durchmesser von 3,00 mm (+ 2,0%),

3.

im Kaliber 20 einen Durchmesser von 3,00 mm (+ 2,0 %)

aufweisen.

§ 14

Text

Kontrolle der Abmessungen der Munition

§ 14.

(1) Folgende Maße sind aus Gründen der Sicherheit einzuhalten und zu prüfen, soweit sie für die betreffende Munitionstype in den jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabellen (Anlage 2) angegeben sind:

1.

Bei Patronen für Handfeuerwaffen mit gezogenen Läufen, einschließlich Patronen für Pistolen und Revolver und Randfeuerpatronen:

a)

L3: Länge vom Hülsenboden bis zum Hülsenmund (Gesamtlänge der Hülse, Maximalmaß Patrone);

b)

H2: Durchmesser am Hülsenmund (Maximalmaß Patrone);

c)

G1: Durchmesser des Geschoßes am Hülsenmund (Maximalmaß Patrone);

d)

die Länge L3 G unter Berücksichtigung

des Felddurchmessers F des Laufes,

des Durchmessers G1 (Mindestmaß Patronenlager),

des Durchmessers H2 des Patronenlagers,

der Länge G des Patronenlagers und

der Differenzlänge des Patronenlagers.

Die festgestellten Maße gemäß lit. a, b und c müssen gleich wie oder kleiner als jene Werte sein, die in den jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabellen (Anlage 2) angegebenen sind. Das festgestellte Maß gemäß lit. d muss gleich wie oder kleiner als L3 G, wie vorstehend definiert, sein.

2.

Bei Schrotpatronen für Handfeuerwaffen mit glatten Läufen:

a)

d: Durchmesser der Hülse am Hülsenboden;

b)

t: Dicke des Randes am Hülsenboden

Die festgestellten Maße müssen, unter Berücksichtigung der Toleranzen, jenen Werten entsprechen, welche in der TDCC Tabelle VII (Anlage 2) angegebenen sind.

3.

Bei Kartuschen für Schussapparate:

a)

L3: Länge vom Hülsenboden bis zum Hülsenmund (Gesamtlänge der Hülse, Maximalmaß Kartusche);

b)

H2: Durchmesser am Hülsenmund (Maximalmaß Kartusche).

Die festgestellten Maße müssen, gleich wie oder kleiner als jene Werte sein, die in der TDCC Tabelle VI (Anlage 2) angegeben sind.

4.

Bei Kartuschen für Alarmwaffen:

a)

L3: Länge vom Hülsenboden bis zum Hülsenmund (Gesamtlänge der Hülse, Maximalmaß Kartusche);

b)

L6: Gesamtlänge der Hülse vor dem Schuss;

c)

H2: Durchmesser am Ende des zylindrischen Teils der Hülse.

Die festgestellten Maße müssen gleich wie oder kleiner als jene Werte sein, die in der TDCC Tabelle VIII (Anlage 2) angegeben sind.

5.

Bei Patronen für Kleinschrotwaffen (cartouches à grenaille):

a)

L3: Länge vom Hülsenboden bis zum Hülsenmund (Gesamtlänge der Hülse, Maximalmaß Patrone);

b)

P1: Durchmesser der Hülse am Ende von Rille oder Rand;

c)

H2: Durchmesser am Ende des zylindrischen Teils der Hülse;

d)

R: Dicke des Hülsenrandes (Randdicke).

Die festgestellten Maße müssen, unter Berücksichtigung der Toleranzen, jenen Werten entsprechen, welche in der TDCC Tabelle VII (Anlage 2) angegeben sind.

(2) Folgende Maße, die eine Munitionstype bestimmen, sind zu prüfen, soweit sie für die betreffende Munitionstype in den jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabellen (Anlage 2) angegeben sind:

1.

Bei Patronen für Handfeuerwaffen mit gezogenen Läufen, einschließlich Patronen für Pistolen und Revolver und Randfeuerpatronen:

a)

L1:

Länge vom Hülsenboden bis Anfang der Schulter (bei Durchmesser P2);

b)

L2:

Länge vom Hülsenboden bis Anfang Hülsenhals (bei Durchmesser H1);

c)

L3:

Länge vom Hülsenboden bis zum Hülsenmund;

d)

R :

Dicke des Hülsenrandes (Randdicke);

e)

R1:

Durchmesser des Hülsenbodens;

f)

E :

Länge vom Hülsenboden bis Ende Gürtel P1;

g)

P1:

Durchmesser der Hülse am Ende von Rille, Rand oder Gürtel;

h)

P2:

Durchmesser der Hülse am Anfang der Schulter;

i)

H1:

Durchmesser am Anfang des Hülsenhalses;

j)

H2:

Durchmesser am Hülsenmund;

k)

G1:

Durchmesser des Geschoßes am Hülsenmund.

Die festgestellten Maße müssen gleich wie oder kleiner als jene Werte sein, welche in den jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabellen (Anlage 2) angegebenen sind. Das Maß gemäß lit. f ist für die Festlegung der Lage des Maßes P1 angegeben, muss aber bei Magnumpatronen exakt eingehalten werden.

2.

Bei Schrotpatronen für Handfeuerwaffen mit glatten Läufen: Die unter Abs. 1 Z 2 angeführten Abmessungen und zusätzlich die Gesamtlänge l der Hülse vor dem Schuss. Die festgestellten Maße müssen, unter Berücksichtigung der Toleranzen, jenen Werten entsprechen, welche in der TDCC Tabelle VII (Anlage 2) angegeben sind.

3.

Bei Kartuschen für Schussapparate:

a)

L3:

Gesamtlänge der Hülse nach dem Schuss;

b)

L6:

Gesamtlänge der Hülse vor dem Schuss;

c)

R:

Dicke des Hülsenrandes (Randdicke);

d)

R1:

Durchmesser des Hülsenbodens;

e)

P1:

Durchmesser der Hülse am Ende von Rille oder Rand;

f)

H2:

Durchmesser am Ende des zylindrischen Teiles der Hülse.

Die festgestellten Maße müssen gleich wie oder kleiner als jene Werte sein, welche in der TDCC Tabelle VI (Anlage 2) angegeben sind.

4.

Bei Kartuschen für Alarmwaffen:

a)

L3:

Gesamtlänge der Hülse nach dem Schuss;

b)

L6:

Gesamtlänge der Hülse vor dem Schuss;

c)

R:

Dicke des Hülsenrandes (Randdicke);

d)

R1:

Durchmesser des Hülsenbodens;

e)

E:

Dicke des Hülsenbodens;

f)

P1:

Durchmesser der Hülse am Ende der Rille oder des Randes.

g)

H2:

Durchmesser am Ende des zylindrischen Teiles der Hülse.

Die festgestellten Maße müssen jenen Werten entsprechen, welche in der TDCC Tabelle VIII (Anlage 2) angegebenen sind. Das Maß gemäß lit. e ist für die Festlegung der Lage des Maßes P1 angegeben.

5.

Bei Patronen für Kleinschrotwaffen:

a)

L3:

Gesamtlänge der Hülse nach dem Schuss;

b)

L6:

Gesamtlänge der Hülse vor dem Schuss;

c)

R:

Dicke des Hülsenrandes (Randdicke);

d)

R1:

Durchmesser des Hülsenbodens;

e)

E:

Dicke des Hülsenbodens;

f)

P1:

Durchmesser der Hülse am Ende von Rille oder Rand;

g)

H2:

Durchmesser am Ende des zylindrischen Teiles der Hülse.

Die festgestellten Maße müssen jenen Werten entsprechen, welche in der TDCC Tabelle VII (Anlage 2) angegebenen sind. Das Maß gemäß lit. e ist für die Festlegung der Lage des Maßes P1 angegeben.

(3) Bei nicht in den jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabellen (Anlage 2) enthaltenen Munitionstypen ist zu prüfen, ob

1.

die Munition in das Patronenlager einer Handfeuerwaffe für Munition eines bereits in einer dieser TDCC Tabellen (Anlage 2) enthaltenen Kalibers mit gleichen oder ähnlichen Abmessungen und niedrigerem zulässigen mittleren Maximalgasdruck geladen und abgefeuert werden kann, oder

2.

eine bereits in einer dieser TDCC Tabellen (Anlage 2) enthaltene Munition mit gleichen oder ähnlichen Abmessungen und höherem zulässigen mittleren Maximalgasdruck in das Patronenlager einer Handfeuerwaffe für die eingereichte Munitionstype mit geringerem zuzulassendem mittleren Maximalgasdruck geladen und abgefeuert werden kann.

(4) Die Maße gemäß Abs. 2 sind mittels einer Lehre von allgemeiner Form unter Berücksichtigung der in Abs. 1 Z 1 lit. d angeführten Mindestabmessungen der Patronenlager zu überprüfen. Alle entnommenen Stücke von Munition müssen sich in diese Lehre leicht einführen lassen.

(5) Es ist ferner zu überprüfen, ob das Zündhütchen nicht über die Ebene des Hülsenbodens hinausragt.

(6) Bei Patronen mit bleifreien Schroten hat die Härte der Schrote zu betragen:

1.

an der Oberfläche: HV1 110;

2.

im Inneren: HV1 100.

(7) Patronen, die für Kleinschrotwaffen bestimmt sind, müssen Abmessungen haben, die unterschiedlich sind von denjenigen der Kartuschen für Alarmwaffen, so dass es nicht möglich ist, solche Patronen in Alarmwaffen zu laden.

§ 15

Text

Überprüfung des mittleren Gasdruckes der Munition

§ 15.

(1) Die Überprüfung des mittleren Gasdruckes der Munition ist an der in § 6 Abs. 2 festgelegten Anzahl von Munition in Anwendung der Bestimmungen des 3. Hauptstückes durchzuführen. Sofern für eine bestimmte Munitionstype in den jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabellen (Anlage 2) kein Gasdruck angegeben ist, tritt an die Stelle der Gasdruckmessung die Ermittlung der Geschoßenergie gemäß § 35.

(2) Bei Gebrauchsmunition darf kein Einzelwert des ermittelten Gasdruckes den Wert Pmax um mehr als 15% und kein Einzelwert der ermittelten Geschoßenergie den Wert Emax um mehr als 7% überschreiten.

(3) Die Beschusspatronen für Handfeuerwaffen mit glatten Läufen haben folgenden Bedingungen zu entsprechen:

1.

Der mittlere Gasdruck der Beschusspatronen hat an der ersten Stelle des Messlaufes dem in der TDCC Tabelle VII (Anlage 2) angegeben Wert zu entsprechen.

2.

Der mittlere Gasdruck der Beschusspatronen hat an der zweiten Messstelle des Messlaufes zwischen 450 bar und 600 bar zu betragen.

Die Bedingungen gemäß Z 1 und 2 sind für beide Beschussarten mit zwei gleichen Patronen, die gleichzeitig beiden Bedingungen genügen, zu erfüllen. Sollten solche Patronen nicht zur Verfügung stehen, so können zwei Patronen, welche die Bedingung der Z 1 erfüllen, sowie eine Patrone, welche die Bedingung der Z 2 erfüllt, verwendet werden.

(4) Die Schrotmasse der Beschusspatronen hat innerhalb der folgenden Grenzen zu liegen; der Durchmesser der Schrotkörner darf höchstens 3 mm betragen:

Kaliber

Schrotmasse in g

10

38 – 47

12

33 – 42

14

30 – 37

16

27 – 34

20

23 – 30

24

21 – 28

28

19 – 25

32

15 – 21

410

7 – 13

9 mm

5 – 10

Bei Beschusspatronen, die nur der für die zweite Messstelle festgelegten Bedingung entsprechen (Abs. 3 Z 2), ist eine Erhöhung der Schrotmasse zulässig.

(5) Die Beschusspatronen für Handfeuerwaffen mit gezogenen Läufen haben folgenden Bedingungen zu entsprechen: Der mittlere Gasdruck der Beschusspatronen hat im Regelfall um 25% höher zu sein als der höchstzulässige Gasdruck der für die betreffende Handfeuerwaffe vorgesehenen Gebrauchspatronen. Er ist in der jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabelle (Anlage 2) festgelegt.

§ 16

Text

Überprüfungen bei Patronen mit bleifreien Schroten

§ 16.

(1) Bei Patronen mit bleifreien Schroten (§ 13 Abs. 1) sind zusätzlich zu den Prüfungen gemäß § 15 die mittlere Geschoßgeschwindigkeit (V2,5), der Mündungsimpuls (§ 39) sowie bei Normalpatronen die Schrotgröße zu überprüfen. Die einzuhaltenden Werte sind für

1.

Kaliber 10/89, Hochleistungspatronen:

a)

mittlere Geschoßgeschwindigkeit 440 m/s;

b)

Mündungsimpuls: 19 Ns;

2.

Kaliber 12, Normalpatronen:

a)

mittlere Geschoßgeschwindigkeit: 425 m/s;

b)

Mündungsimpuls: 12 Ns;

c)

Schrotgröße: 3,25 mm ( 2,0%);

3.

Kaliber 12, Hochleistungspatronen:

a)

mittlere Geschoßgeschwindigkeit: 430 m/s;

b)

Kaliber 12/70 Mündungsimpuls: 13,5 Ns;

c)

Kaliber 12/73 Mündungsimpuls: 15,0 Ns;

d)

Kaliber 12/76 Mündungsimpuls: 15,0 Ns;

e)

Kaliber 12/89 Mündungsimpuls: 19,0 Ns;

4.

Kaliber 16, Normalpatronen:

a)

mittlere Geschoßgeschwindigkeit: 390 m/s;

b)

Mündungsimpuls: 9,5 Ns;

c)

Schrotgröße: 3,0 mm ( 2,0%);

5.

Kaliber 16/70, Hochleistungspatronen:

a)

mittlere Geschoßgeschwindigkeit: 420 m/s;

b)

Mündungsimpuls: 12,0 Ns;

6.

Kaliber 20, Normalpatronen:

a)

mittlere Geschoßgeschwindigkeit: 410 m/s;

b)

Mündungsimpuls: 9,3 Ns;

c)

Schrotgröße: 3,0 mm (+ 2,0%);

7.

Kaliber 20/70, Hochleistungspatronen:

a)

mittlere Geschoßgeschwindigkeit: 410 m/s;

b)

Mündungsimpuls: 11,0 Ns;

8.

Kaliber 20/76, Hochleistungspatronen:

a)

mittlere Geschoßgeschwindigkeit: 430 m/s;

b)

Mündungsimpuls: 12,0 Ns;

(2) Die Beschusspatronen mit bleifreien Schroten haben folgenden Bedingungen zu entsprechen:

1.

Patronen Kaliber 10/89:

a)

Schrotgröße: 4,6 mm;

b)

mittlerer Maximalgasdruck an der ersten Messstelle: 1320 bar (132 MPa);

c)

mittlerer Maximalgasdruck an der zweiten Messstelle: 450 bar bis 600 bar (45 MPa bis 60 MPa);

d)

Mündungsimpuls: 22 Ns;

2.

Patronen Kaliber 12:

a)

Schrotgröße: 4,6 mm;

b)

mittlerer Maximalgasdruck an der ersten Messstelle: 1320 bar (132 MPa);

c)

mittlerer Maximalgasdruck an der zweiten Messstelle: 450 bar bis 600 bar (45 MPa bis 60 MPa);

d)

Mündungsimpuls Kaliber 12/70: 15,0 Ns;

e)

Mündungsimpuls Kaliber 12/73 bis 12/76: 17,5 Ns;

f)

Mündungsimpuls Kaliber 12/89: 21,5 Ns;

3.

Patronen Kaliber 16:

a)

Schrotgröße: 3,8 mm;

b)

mittlerer Maximalgasdruck an der ersten Messstelle: 1320 bar (132 MPa);

c)

mittlerer Maximalgasdruck an der zweiten Messstelle: 450 bar bis 600 bar (45 MPa bis 60 MPa);

d)

Mündungsimpuls Kaliber 16/70: 13,5 Ns;

4.

Patronen Kaliber 20:

a)

Schrotgröße: 3,8 mm;

b)

mittlerer Maximalgasdruck an der ersten Messstelle: 1320 bar (13 MPa);

c)

mittlerer Maximalgasdruck an der zweiten Messstelle: 450 bar bis 600 bar (45 MPa bis 60 MPa);

d)

Mündungsimpuls Kaliber 20/70: 12,5 Ns;

e)

Mündungsimpuls Kaliber 20/76: 14,0 Ns.

§ 17

Text

Prüfung der Funktionssicherheit der Munition

§ 17.

(1) Die Prüfung der Funktionssicherheit ist unter Verwendung eines Messlaufes, der den Bedingungen des 3. Hauptstückes entspricht, oder mit einer Handfeuerwaffe durchzuführen, deren Kammerabmessungen jenen Maßen entsprechen, welche in den jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabellen (Anlage 2) angegeben sind. Für die Prüfung der Funktionssicherheit der Patronen für Handfeuerwaffen mit glatten Läufen ist insbesondere eine Handfeuerwaffe zu verwenden, bei der die Maße des Patronenlagers und des Verschlussabstandes Höchstmaße sind.

(2) Bei der Durchführung der Fabrikationskontrolle (§ 22) kann abweichend von den Bestimmungen des Abs. 1 die Prüfung der Funktionssicherheit auch unter Verwendung einer Handfeuerwaffe durchgeführt werden, deren Kammerabmessungen innerhalb der in den jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabellen (Anlage 2) angegebenen Grenzen liegen, und die vom Beschussamt anlässlich der Kontrolle der Prüfeinrichtungen gemäß § 19 zugelassen worden ist. Die charakteristischen Abmessungen dieser Handfeuerwaffe sind in ein Verzeichnis einzutragen.

(3) Bei Kartuschen für Alarmwaffen ist mit Hilfe eines Messlaufes zusätzlich das Auswerfen von Fragmenten oder Teilen der Hülse, des Pulvers, des Pfropfens oder anderer Elemente festzustellen, sofern diese ein Papierblatt im Format A2, mit 100 g/m² – 115 g/m² und einer Dicke von 0,12 mm ± 0,02 mm, das sich in einer Vorrichtung in einer Entfernung von 1,5 m vor der Mündung des Messlaufes befindet, durchschlagen.

(4) Die Prüfung der Funktionssicherheit gilt als bestanden, wenn an keiner Munition einer der folgenden Mängel festgestellt worden ist:

1.

Gasaustritt nach hinten, über den Verschluss hinaus;

2.

Steckenbleiben des Geschoßes oder von Bruchstücken desselben im Lauf;

3.

Riss der Hülse, sofern sie zur Gänze oder zum Teil im Lauf verbleibt;

4.

vollständige Beschädigung der Hülse;

5.

Bersten des Hülsenbodens;

6.

Bei Kartuschen für Alarmwaffen: Auswerfen von Fragmenten oder Teilen.

§ 18

Text

3. Abschnitt
Kontrollen der Prüfeinrichtungen

Kontrolle der Prüfeinrichtungen des Herstellers

§ 18.

(1) Bei der Durchführung des Ermittlungsverfahrens zur Typenprüfung von Munition ist vom Beschussamt eine Kontrolle der Prüfeinrichtungen des Herstellers dahingehend vorzunehmen, ob dieser über die zur Feststellung der Abmessungen, zur Messung des Gasdrucks oder gegebenenfalls der Vergleichswerte für die eingereichte Munitionstype notwendigen Geräte und über entsprechend geschultes Personal zur Bedienung dieser Geräte verfügt.

(2) Die Kontrolle der Prüfeinrichtungen umfasst:

1.

die Prüfung der Maßhaltigkeit der Gasdruckmessläufe;

2.

die Zustandsprüfung der Messeinrichtungen unter Verwendung von Mustermunition oder eines kalibrierten Messlaufes;

3.

die Prüfung der Lehren und der zur Prüfung der Munitionsmaße bestimmten Geräte;

4.

die Prüfung der zur Kontrolle der Funktionssicherheit der Munition bestimmten               Handfeuerwaffen.

(3) Das Ergebnis dieser Kontrolle ist integrierender Bestandteil der Zulassung der Munitionstype (§ 7 Abs. 1 bis 3).

§ 19

Text

Kontrolle der Prüfeinrichtungen des Importeurs

§ 19.

(1) Beantragt der Importeur die Genehmigung der Verwendung seiner Prüfeinrichtungen zwecks Selbstvornahme der Fabrikationskontrolle, so hat das Beschussamt diese in dem in § 18 Abs. 1 und 2 beschriebenen Umfang zu kontrollieren.

(2) Ergibt diese Kontrolle, dass die Prüf- und Messeinrichtungen des Importeurs den Bestimmungen dieser Verordnung bzw. der Beschussverordnung 2013 entsprechen und zur Durchführung der Fabrikationskontrolle geeignet sind sowie entsprechend geschultes Personal zur Bedienung dieser Geräte zur Verfügung steht, ist der Importeur mit Bescheid zu ermächtigen, die Fabrikationskontrolle an allen Losen der betreffenden Munitionstype nach den Bestimmungen dieser Verordnung selbst durchzuführen; dieses Recht ist insbesondere mit der Auflage zu verbinden, jede Veränderung in den bestehenden Prüf- und Messeinrichtungen unverzüglich dem Beschussamt bekanntzugeben.

§ 20

Text

4. Abschnitt
Fabrikationskontrolle

Pflichten der Berechtigten

§ 20.

(1) Wurde der Hersteller bzw. der Importeur gemäß § 7 Abs. 2 ermächtigt, für eine bestimmte Munitionstype das Prüfzeichen gemäß § 7 Abs. 5 zu verwenden, und wurde der Importeur ferner gemäß § 19 Abs. 2 ermächtigt, die Fabrikationskontrolle dieser Munitionstype selbst vorzunehmen, dann haben diese jedes Los der laufenden Erzeugung bzw. jedes eingeführte Los nach den Bestimmungen dieses Abschnittes zu überprüfen.

(2) Wurde der Hersteller bzw. der Importeur gemäß § 7 Abs. 3 ermächtigt, für eine bestimmte Munitionstype das Prüfzeichen gemäß § 7 Abs. 5 zu verwenden, so hat dieser jedes von ihm gefertigte Los dem Beschussamt zur Durchführung der Fabrikationskontrolle vorzulegen.

(3) Die Ergebnisse der Fabrikationskontrolle sind von demjenigen, der die Prüfungen entsprechend den Bestimmungen des § 22 durchführt, in ein fortlaufend geführtes und numeriertes Verzeichnis einzutragen. Dieses Verzeichnis ist jeweils 10 Jahre aufzubewahren. In den in Abs. 1 bezeichneten Fällen ist den Organen des Beschussamtes jederzeit Einsicht in dieses Verzeichnis zu gewähren.

§ 21

Text

Probennahme für die Fabrikationskontrolle

§ 21.

(1) Die Entnahme der für die Fabrikationskontrolle bestimmten Stücke von Munition eines Loses hat stichprobenweise zu erfolgen; die entnommene Munition hat möglichst repräsentativ für das betreffende Los zu sein.

(2) Die Mindestanzahl der zu entnehmenden Munition beträgt in Stück:

 

 

 

35.001

150.001

500.001

 

Losgröße

bis zu

bis

bis

bis

 

 

35.000

150.000

500.000

1,500.000

1.

Prüfung der Maßhaltigkeit und Sichtprüfung

125

200

315

500

2.

Gasdruckprüfung bzw. Prüfung der Geschwindigkeit und Ermittlung des Mündungsimpulses bei Patronen mit bleifreien Schroten

20

30

30

50

3.

Funktionsprüfung

20

32

32

50

(3) Bei Kartuschen für Schussapparate erfolgt die Probennahme für die Gasdruckprüfung an der stärksten Kartusche der Serie und umfasst, abweichend von Abs. 2, 12 Kartuschen für jedes beschlossene Zusatzvolumen (§ 33 Abs. 1).

(4) Die in Abs. 2 angegebene Mindestanzahl kann geändert werden, wenn der Hersteller über ein zertifiziertes Qualitätssicherungssystem (Serie ISO 9000) verfügt. Es muss in diesem Fall beim Beschussamt ein Prüfplan eingereicht werden. Das Beschussamt kann eine Kontrolle während der Herstellung genehmigen, wenn die Überprüfung des Prüfplanes ergeben hat, dass alle übrigen Bestimmungen dieser Verordnung vollständig eingehalten werden.

§ 22

Text

Durchführung der Fabrikationskontrolle

§ 22.

(1) Die Fabrikationskontrolle umfasst:

1.

die Sichtprüfung (§§ 8 bis 13);

2.

die Kontrolle der Abmessungen (§ 14);

3.

die Überprüfung des mittleren Gasdruckes (§ 15) oder an dessen Stelle die entsprechenden Vergleichswerte für Spezialmunition (zB Treibkartuschen mit Hülse für Schussapparate);

4.

die zusätzlichen Überprüfungen bei Patronen mit bleifreien Schroten (§ 16);

5.

die Prüfung der Funktionssicherheit (§ 17).

(2) Die Losgröße einer zugelassenen Munitionstype (§ 7 Abs. 2) darf für die Fabrikationskontrolle bei Zentralfeuerpatronen 500.000 Stück, bei Randfeuerpatronen und Kartuschen 1,500.000 Stück nicht überschreiten.

(3) Für die Sichtprüfung sind die §§ 8 bis 13 mit der Maßgabe anzuwenden, dass die Zahlenreihen in § 9 Abs. 3 Z 2, § 11 Abs. 3 Z 2 und § 12 Z 2 jeweils 2, 3, 5, und 8 zu lauten haben.

(4) Für die Fabrikationskontrolle ist die gemäß § 26 Abs. 1 vorgeschriebene Lagerung der Munition unter besonderen klimatischen Bedingungen nicht erforderlich. In Grenzfällen ist jedoch die Gasdruckmessung unter Einhaltung dieser Bedingungen zu wiederholen. Die dadurch erhaltenen Messwerte sind sodann endgültig maßgeblich.

(5) Die gemessenen Gasdruckwerte und die ermittelten Werte der Geschoßenergie haben den Bestimmungen der §§ 30 bis 38 zu entsprechen. Trifft dies nicht zu und überschreitet der ermittelte höchste Grenzwert nicht den Wert 1,15 Pmax bzw. 1,07 Emax, dann ist eine Gegenprobe mit der doppelten Anzahl von Munition vorzunehmen. Der Durchschnitt der Ergebnisse der Probe und der Gegenprobe zusammengenommen muss den eingangs genannten Bestimmungen entsprechen. Ist dies nicht der Fall, dann darf die Munition dieses Loses nur als Hochleistungspatronen oder als Beschussmunition unter Einhaltung der in den §§ 9 Abs. 1 Z 5 und 11 Abs. 2 genannten Erfordernisse in Verkehr gebracht werden. Wenn bei Schussapparaten eine der Bedingungen nicht erfüllt ist, hat eine zusätzliche Kontrolle an weiteren zwölf Kartuschen zu erfolgen.

(6) Wird die Fabrikationskontrolle aus anderen als den in Abs. 5 genannten Gründen nicht bestanden, dann ist das betreffende Los zur Nacharbeit zurückzustellen. Eine neuerliche Fabrikationskontrolle dieses Loses ist nach erfolgter Nachbearbeitung zulässig.

§ 23

Text

5. Abschnitt
Inspektionskontrolle

Durchführung der Inspektionskontrolle

§ 23.

(1) Das Beschussamt hat von Amts wegen eine Inspektionskontrolle vorzunehmen bei

1.

zur Fabrikationskontrolle nicht ermächtigten Importeuren hinsichtlich jedes von diesen eingeführten Loses, jedoch mindestens einmal jährlich;

2.

zur Fabrikationskontrolle ermächtigten Herstellern und Importeuren (§ 19 Abs. 2) mindestens alle drei Jahre;

3.

allen Herstellern und Importeuren dann, wenn der begründete Verdacht besteht, dass ein in Verkehr gesetztes oder dazu bestimmtes Los einer Munitionstype, für die eine Typengenehmigung (§ 7 Abs. 2 und 3) oder die Berechtigung zur Führung eines gemäß den Bestimmungen der Prüfzeichenverordnung 2013 anerkannten Prüfzeichens besteht, ganz oder teilweise nicht den Bestimmungen dieser Verordnung entspricht.

(2) Die Inspektionskontrolle hat zu umfassen:

1.

In den Fällen des Abs. 1 Z 1 und 3:

a)

eine Überprüfung der importierten Munition auf ihre Übereinstimmung mit bestehenden Typengenehmigungen (§ 7 Abs. 2 und 3);

b)

eine Überprüfung der Bescheinigungen über die vom Hersteller durchgeführten Fabrikationskontrollen (§ 5 Abs. 4);

c)

eine der Fabrikationskontrolle (§ 22) entsprechende Kontrolle an einem Los nach Auswahl des Beschussamtes.

2.

In den Fällen des Abs. 1 Z 2:

a)

eine Kontrolle der Prüfeinrichtungen gemäß § 19;

b)

eine Kontrolle des gemäß § 20 Abs. 3 zu führenden Verzeichnisses;

c)

eine der Fabrikationskontrolle (§ 22) entsprechende Kontrolle an einem Los nach Auswahl des Beschussamtes.

(3) Für die Probennahme bei der Inspektionskontrolle gilt § 21 mit folgender Maßgabe: Werden von einer zugelassenen Munitionstype weniger als 3 000 Stück je Lieferung gefertigt bzw. importiert, dann ist jeweils eine im gleichen Verhältnis zu dieser Zahl kleinere Anzahl von Munition heranzuziehen. Das Beschussamt hat aber die Inspektionskontrolle jedenfalls an Munition eines einzigen Loses und zumindest an der in § 6 Abs. 2 angebenden Anzahl durchzuführen.

(4) Über die durchgeführte Inspektionskontrolle hat das Beschussamt eine Bestätigung auszustellen. Hat die Inspektionskontrolle ergeben, dass Bestimmungen dieser Verordnung nicht eingehalten wurden, sind die betreffenden Mängel in der Bestätigung anzuführen; gleichzeitig ist, soweit die Mängel behebbar sind, eine angemessene Frist zu deren Behebung zu setzen.

(5) Ergibt die Inspektionskontrolle unbehebbare Mängel oder wurden behebbare Mängel innerhalb der gesetzten Frist (Abs. 4) nicht behoben, hat das Beschussamt mit Bescheid zu verfügen, dass die von solchen Mängeln betroffenen Lose nicht in Verkehr gebracht werden dürfen. Besteht ein solcher Mangel ausschließlich in zu hohen Werten für den Gasdruck oder für die Geschoßenergie, kann das Beschussamt verfügen, dass die betroffenen Lose nur in Verkehr gebracht werden dürfen, wenn die Munition gemäß § 11 Abs. 2 und die Packungen gemäß § 9 Abs. 1 Z 5 gekennzeichnet wurden.

(6) Sind vorgefundene Mängel so beschaffen, dass sie eine Gefährdung von Personen, insbesondere der Benützer der Munition befürchten lassen, hat das Beschussamt eine neuerliche, der Fabrikationskontrolle (§ 22) entsprechende Kontrolle an dem betroffenen oder einem anderen Los derselben Munitionstype, aber an der doppelten Anzahl der sich aus § 6 Abs. 2 und § 21 ergebenden Stückzahl vorzunehmen. Ergibt diese neuerliche Kontrolle keine sicherheitsgefährdenden Mängel, hat das Beschussamt nach Abs. 4 und 5, zweiter Satz, vorzugehen. Ergibt auch diese Kontrolle denselben oder einen anderen sicherheitsgefährdenden Mangel, hat das Beschussamt die Typengenehmigung (§ 7 Abs. 2 und 3) für die betreffende Munitionstype zu entziehen und zu verfügen, dass bereits in Verkehr gebrachte derartige Munition zurückgezogen wird. Besteht für die betreffende Munitionstype die Berechtigung zur Führung eines gemäß den Bestimmungen der Prüfzeichenverordnung 2013 gleichzuachtenden Prüfzeichens, hat das Beschussamt zu verfügen, dass die betroffenen Lose nicht in Verkehr gebracht werden dürfen bzw. bereits in Verkehr gebrachte derartige Munition zurückgezogen wird und gleichzeitig die zuständige Behörde des betreffenden Staates und das Ständige Büro der C.I.P. über den vorgefundenen Mangel zu informieren.

§ 24

Text

3. Hauptstück
Messung des Gasdruckes und Ermittlung der Geschoßenergie sowie des Mündungsimpulses

1. Abschnitt
Allgemeines

Anwendungsbereich

§ 24.

(1) Die Bestimmungen dieses Hauptstückes sind bei der gemäß den Bestimmungen des 2. Hauptstückes vorzunehmenden Überprüfung des mittleren Gasdruckes, der Geschoßenergie und des Mündungsimpulses von Munition anzuwenden.

(2) Sofern für eine bestimmte Munitionstype in der jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabelle (Anlage 2) kein Gasdruck angegeben ist, tritt an die Stelle der Messung des Gasdruckes die Ermittlung der Geschoßenergie. Dabei sind die Bestimmungen dieses Hauptstückes sinngemäß anzuwenden.

§ 25

Text

2. Abschnitt
Messung des Gasdruckes

Arten der Gasdruckmessung

§ 25.

(1) In der Regel ist der Gasdruck mittels eines gemäß den Bestimmungen des 4. Hauptstückes kalibrierten elektromechanischen Druckaufnehmers zu messen. Die Darstellung des Gasdruckes erfolgt in diesem Fall durch die Maßbezeichnungen PT bzw., sofern ein Konformal-Druckaufnehmer verwendet wird, durch die Maßbezeichnung PTc.

(2) Der Gasdruck ist jedoch mit Hilfe der Stauchzylindermethode zu bestimmen, wenn der in der jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabelle (Anlage 2) angegebene Gasdruck nach dieser Methode ermittelt wurde. Die Darstellung des Gasdruckes erfolgt in diesem Fall durch die Maßbezeichnungen PCr bzw., sofern ein Konformal-Druckstempel verwendet wird, durch die Maßbezeichnung PCrc.

(3) Der Gasdruck kann, abweichend von den Bestimmungen der Abs. 1 und 2, auch nach einem beliebigen anderen Verfahren an den festgelegten Stellen gemessen werden, sofern durch Vergleichsmessungen nachgewiesen wurde, dass die bei diesem Verfahren erzielten Ergebnisse denen des Referenzverfahrens entsprechen. In diesem Fall ist die erforderliche Umrechnung vorzunehmen.

§ 26

Text

Vorbereitung und Durchführung der Gasdruckmessung

§ 26.

(1) Vor der Überprüfung des mittleren Gasdruckes sind die zu prüfenden Stücke von Munition 24 Stunden lang bei einer Temperatur von 21 °C 1 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60% ± 5% zu lagern.

(2) Für die Überprüfung des mittleren Gasdruckes der Munition sind Messläufe zu verwenden, deren Innenabmessungen jenen Mindestmaßen entsprechen, welche in den jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabellen (Anlage 2) angegeben sind. Die zulässigen Toleranzen für die verschiedenen Munitionstypen sind in diesen TDCC Tabellen (Anlage 2) bzw. in den §§ 30 bis 35 angegeben.

(3) Die Messung des mittleren Gasdruckes hat grundsätzlich in der Pulverkammer zu erfolgen. Weist diese Grundmethode jedoch Unsicherheiten, zB durch Beeinflussung der Geschwindigkeit des Geschoßes innerhalb der statistischen Grenzen durch die Druckmessung auf, dann kann der Druck auch am Hülsenmund, in der Hülse oder hinter dem Geschoß gemessen werden. Die Messstelle für den Gasdruck der verschiedenen Munitionstypen ist in den jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabellen (Anlage 2) bzw. in den §§ 30 bis 35 angegeben.

(4) Die Messergebnisse sind in einem Messprotokoll darzustellen, welches mindestens folgende Angaben zu enthalten hat:

Bezeichnung und Anschrift des Beschussamtes

Name und Anschrift des Antragstellers

Ordnungsnummer des Messprotokolls

Datum der Gasdruckmessung

Name des die Gasdruckmessung durchführenden Organes

Name und Unterschrift des Verantwortlichen des Beschussamtes

technische Daten der Patrone (Kaliber, Typ und Gewicht des Geschosses, Los, Hersteller),

meteorologische Bedingungen bei der Gasdruckmessung

technische Daten des Messsystems (Kennnummer des Messlaufs, elektromechanischer Wandler, Empfindlichkeit des eingeführten Wandlers, Angaben der ausgewählten Parameter und das System zur Geschwindigkeitsmessung)

klimatische Bedingungen, unter denen die Patronen vor dem Beschuss gelagert wurden

Einzelwerte der Drücke- und der Geschwindigkeiten

Mittelwerte der Drücke und der Geschwindigkeiten

Standardabweichung

statistische Auswertung

Beobachtungen von allfälligen Anomalien der Bedingungen oder der Beschussergebnisse.

§ 27

Text

Auswertung der Gasdruckmessung

§ 27.

Die Auswertung der Messergebnisse erfolgt nach den Regeln der Statistik nach folgenden Formeln:

Es bedeutet:

Pi :

den Gasdruck der einzelnen Messung;

 

n :

die Anzahl der Messungen;

 

Pmax :

den maximal zulässigen mittleren Gasdruck;

 

:

den arithmetischen Mittelwert des Gasdruckes aus n Messungen;

 

Sn :

die Standardabweichung des Gasdruckes aus n Messungen;

 

Kin :

den Toleranzkoeffizient bei n Messungen gemäß folgender Tabelle, um eine statische Sicherheit zu erhalten bei:

 

 

K1n 99% der Fälle;

 

 

K2n 95% der Fälle;

 

 

K3n 90% der Fälle.

n

K1n

K2n

K3n

5

5,75

4,21

3,41

6

5,07

3,71

3,01

7

4,64

3,40

2,76

8

4,36

3,19

2,58

9

4,14

3,03

2,45

10

3,98

2,91

2,36

11

3,85

2,82

2,28

12

3,75

2,74

2,21

13

3,66

2,67

2,16

14

3,59

2,61

2,11

15

3,52

2,57

2,07

16

3,46

2,52

2,03

17

3,41

2,49

2,00

18

3,37

2,45

1,97

19

3,33

2,42

1,95

20

3,30

2,40

1,93

25

3,15

2,29

1,83

30

3,06

2,22

1,78

35

2,99

2,17

1,73

40

2,94

2,13

1,70

45

2,90

2,09

1,67

50

2,86

2,07

1,65

60

2,81

2,02

1,61

70

2,77

1,99

1,58

80

2,73

1,97

1,56

90

2,71

1,94

1,54

100

2,68

1,93

1,53

Für Zwischenwerte ist linear zu interpolieren.

§ 28

Text

Gasdruckmessung mittels elektromechanischen Druckaufnehmers

§ 28.

(1) Das Messsystem besteht aus

1.

dem elektromechanischen Druckaufnehmer;

2.

dem Verstärker;

3.

dem Anzeigegerät;

4.

dem elektrischen Filter.

(2) Der elektromechanische Druckaufnehmer hat folgende Bedingungen zu erfüllen:

1.

Messbereich: 0 bis 1,2fach des zu erwartenden Maximalgasdrucks;

2.

Linearitätsabweichung im Messbereich: 1% des Endwertes der Kalibrierung;

3.

Eigenfrequenz größer als oder gleich als:

a)

100 kHz für die Druckaufnehmer mit Membran;

b)

50 kHz für die Kraftaufnehmer;

4.

Mindestempfindlichkeit: 1,0 pC/bar;

5.

wirksamer Durchmesser der Membran: 6 mm;

6.

Kalibrierbereich: 100 bar bis 1,2fach des zu erwartenden Maximalgasdrucks;

7.

Kalibrierschein mit den Empfindlichkeitsdaten des Druckaufnehmers nicht älter als zwei Jahre.

(3) Der Messkanal ist entsprechend den Angaben des Herstellers zu präparieren.

(4) Zur Vermeidung bzw. Minderung des Wärmeüberganges auf die Membran und Druckplatte des Druckaufnehmers ist beim Anbohren der Hülse ein Thermoschutz gemäß den Angaben des Herstellers zu verwenden; auch ein mechanischer Schutz gemäß den Angaben des Herstellers ist zu benutzen.

(5) Der Verstärker muss folgende Bedingungen erfüllen:

1.

Linearitätsabweichung: 0,1% des Endwertes der Kalibrierung;

2.

Grenzfrequenz (-3 dB): 100 kHz;

3.

Eingangswiderstand des Ladungsverstärkers: 1012 ;

4.

Drift: und relative Feuchte (rH).

(6) Als Anzeigegeräte können sowohl Analog- als auch Digitalanzeigegeräte verwendet werden. Analoganzeigegeräte – Spitzenspannungsmesser und Oszillograph oder Speicheroszillograph – haben eine Bandbreite 100 kHz aufzuweisen, Digitalanzeiger – Transientrecorder oder vergleichbares Gerät – haben folgende Bedingungen zu erfüllen:

1.

Abtastrate: ;

2.

Auflösung: 12 bit;

3.

Aufzeichnungszeit: 4 ms;

4.

Grenzfrequenz (-3 dB): .

(7) Es ist ein BESSEL oder BUTTERWORTH Tiefpassfilter zweiter Ordnung mit einer Grenzfrequenz von 20/22 kHz (-3 dB), N = 2 (12 dB/Oktave), welches im Ladungsverstärker, der angeschlossenen Anzeigeeinheit oder der Software integriert ist, zu verwenden.

§ 29

Text

Gasdruckmessung mittels Stauchkörper

§ 29.

(1) Das Messverfahren besteht aus:

1.

dem Kolben mit Kolbenführung;

2.

dem Widerlager;

3.

dem Stauchkörper (Crusher).

(2) Die Länge der Kolbenführung muss mindestens 10 mm, der Durchmesser des Kolbens 6,18 mm bei einer Toleranz von -0,004 mm betragen. Das radiale Spiel zwischen Kolben und Führung muss zwischen 0,002 mm und 0,006 mm liegen. Die Masse des Kolbens muss 3,0 g 0,5 g betragen.

(3) Als Stauchkörper sind Crusher des Laboratoire Central de l'Armement, Paris, oder im Verhältnis zu diesen kalibrierte Stauchkörper zu verwenden.

(4) Die Wahl der Durchmesser von Kolben und Stauchkörper ergibt sich hinsichtlich des Referenz-Crushers aus folgender Tabelle:

Stempel Ø (mm)

Stempel-

Querschnitt

(mm2)

Crusher-

Abmessung

Ø x Länge

(mm x mm)

Auswahlkriterien

PL Pmax; Pmax PU

bzw.

PL Pmax PU und

PL 1,3 Pmax PU

Messbereich

 

 

 

PL (bar)

PU (bar)

PL (bar)

PU (bar)

6,18

30

2 x 4

240

600

220

650

3,91

12

2 x 4

600

1350

550

1500

3,91

12

3 x 4,9

1350

3100

1200

3400

3,91

12

4 x 6

2350

4700

2200

5200

3,91

12

5 x 7

3600

6000

3300

7000

Bei der vergleichenden Bestimmung der Gasdrücke der Beschuss- und der Gebrauchsmunition einer bestimmten Munitionstype sind derselbe Messlauf mit denselben Stempeln und Stauchzylinder mit gleichen Kennwerten und aus demselben Los zu verwenden.

§ 30

Text

Gasdruckmessung bei Munition für Handfeuerwaffen mit glatten Läufen und Zentralfeuerzündung

§ 30.

(1) Für die Überprüfung des mittleren Gasdruckes der Munition für Handfeuerwaffen mit glatten Läufen und Zentralfeuerzündung sind Messläufe zu verwenden, deren Innenabmessungen jenen Mindestmaßen entsprechen, welche in der TDCC Tabelle VII (Anlage 2) angegeben sind.

1.

Folgende Toleranzen sind für die Messläufe zulässig:

a)

0,10 mm für den Laufinnendurchmesser B;

b)

0,05 mm für den Durchmesser des Patronenlagers D und H;

c)

2,00 mm für die Länge des Patronenlagers L;

d)

Randdurchmesser G: +0,05 mm;

e)

Randtiefe T: 0,05 mm.

2.

Winkel des Übergangskonus α1 = 10° 30‘: -30‘;

3.

Der Verschlussabstand darf 0,10 mm nicht übersteigen;

4.

Die Länge des Gasdruckmesslaufes beträgt 700 mm ± 10 mm (zylindrischer Lauf ohne Choke);

5.

Die Kontrolle der Maßhaltigkeit der Messläufe ist mit Hilfe von solchen Messsystemen durchzuführen, die unmittelbaren Zugang zu den zu messenden Werten geben.

(2) Die Messläufe gemäß Abs. 1 müssen mindestens zwei Messstellen aufweisen. Diese müssen entweder ein integrierender Bestandteil des Laufes sein oder sich in einem Manometerblock befinden, in dem der Lauf fixiert ist. Die Achse der ersten Messstelle muss sich in einem Abstand von

1.

25 bis 30 mm für die Kaliber 24 und größer;

2.

17,0 mm 1,0 mm für die Kaliber kleiner als 24;

3.

12,5 mm – 0,5 mm für die Kaliber 32-50, 7, 410/50, 8mm und 9 mm,

die Achse der zweiten Messstelle muss sich in einem Abstand von 162,0 mm 0,5 mm vom Stoßboden des Laufes befinden.

(3) Die Messung des Gasdruckes an der zweiten Messstelle erfolgt indirekt. Zu diesem Zwecke wird der Zeitpunkt des Durchganges des Treibmittelbodens durch den Querschnitt der zweiten Messstelle registriert und der zu diesem Zeitpunkt an der ersten Messstelle herrschende Druck gemessen. Die Registrierung des Durchganges des Treibmittelbodens kann entweder mit einem elektromechanischen Druckaufnehmer oder mit jedem anderen geeigneten Messfühler, zum Beispiel mittels Fotodiode hinter einem Quarzglasfenster, vorgenommen werden.

(4) Bei Verwendung eines elektromechanischen Druckaufnehmers sind der Durchmesser und die Tiefe der Messbohrungen abhängig von den Abmessungen und der Einbauart des Druckaufnehmers und nach den Angaben des Herstellers des Druckaufnehmers auszuführen. Das in die Patronenhülse gebohrte Loch hat einen Durchmesser von 3,0 mm + 0,1 mm aufzuweisen. Um Gasaustritte zu vermeiden, ist nach der Anbohrung sicherzustellen, dass die Hülse nicht deformiert wurde und sich keine Metallspäne im Loch befinden. Das Loch muss mit einem hitzebeständigen Polyimid-Klebeband mit einer Gesamtdicke von höchstens 0,07 mm oder einem Hochdruck-Silikonfett abgedichtet werden.

(5) Die Auswertung der Messergebnisse erfolgt unter Anwendung der Abs. 6 und 7 nach den Regeln der Statistik des § 27.

(6) Bei Gebrauchspatronen für Handfeuerwaffen mit glatten Läufen und Zentralfeuerzündung darf kein Einzelwert den Wert Pmax um mehr als 15% überschreiten. Diese Forderung gilt als erfüllt, wenn in 95% der Fälle mit einer statistischen Sicherheit von 95% der obere Wert der Toleranzgrenze 1,15 Pmax nicht überschritten wird, d.h. wenn folgende Ungleichung gilt:Pn + K2n Sn 1,15 Pmax.

(7) Für Beschusspatronen sowohl für den normalen, als auch für den verstärkten Beschuss gelten die Forderungen des § 15 Abs. 3 als erfüllt, wenn in 90% der Fälle, mit einer statistischen Sicherheit von 95%, der untere Wert der Toleranzgrenze nicht unterhalb 1,15 Pmax liegt. Diese Beschusspatronen haben demnach den folgenden Bedingungen zu entsprechen:

1.

Für die Bedingung gemäß § 15 Abs. 3 Z 1:

a)

bei der ersten Messstelle:Pn 1,30 Pmax,

b)

bei der zweiten Messstelle:

2.

Für die Bedingung gemäß § 15 Abs. 3 Z 2:

a)

bei der ersten Messstelle:

b)

bei der zweiten Messstelle:Pn = 450 bis 600 bar.g

§ 31

Text

Gasdruckmessung bei Munition für Handfeuerwaffen mit gezogenen Läufen und Zentralfeuerzündung

§ 31.

(1) Für die Überprüfung des mittleren Gasdruckes der Patronen für Handfeuerwaffen mit gezogenen Läufen und Zentralfeuerzündung sind Messläufe zu verwenden, deren Innenabmessungen jenen Mindestmaßen entsprechen, welche in den jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabellen (Anlage 2) entsprechen.

1.

Folgende Toleranzen sind für Messläufe zulässig:

a)

0,02 mm für den Felddurchmesser F des Laufes;

b)

0,03 mm für den Zugdurchmesser Z des Laufes;

c)

0,10 mm für die Gesamtlänge L3;

d)

0,03 mm für den Durchmesser P1;

e)

0,02 mm für den Durchmesser P2;

f)

0,02 mm für den Durchmesser H2;

g)

0,03 mm für den Durchmesser G1;

h)

- 5/60i für den Winkel i des Übergangskonus bei i 12';

i)

-1' für den Winkel i des Übergangskonus bei i 12'.

Eine positive Toleranz für den Winkel i ist dann zulässig, wenn der Toleranzbereich für G1 berücksichtigt wird. In diesem Fall muss G1real folgender Ungleichung genügen:

Das bedeutet, dass das zu Fmin in Beziehung stehende G1real keinen geringeren Wert aufweisen darf als das in den oben angeführten TDCC Tabellen (Anlage 2) angegebene Gmin.

2.

Der Verschlussabstand darf 0,10 mm nicht übersteigen.

3.

Die Länge der Gasdruckmessläufe hat zu betragen:

a)

Gasdruckmesslauf für Patronen ohne Rand: Lc= 600 mm 10 mm;

b)

Gasdruckmesslauf für Patronen mit Rand: Lc = 600 mm 10 mm;

c)

Gasdruckmesslauf für Magnumpatronen: Lc = 650 mm 10 mm;

d)

Gasdruckmesslauf für Pistolen- und Revolverpatronen: Lc = 150 mm 10 mm.

4.

Die Kontrolle der Maßhaltigkeit der Messläufe ist mit Hilfe von Messsystemen durchzuführen, die unmittelbaren Zugang zu den zu messenden Werten geben.

(2) Die Messläufe gemäß Abs. 1 müssen mindestens eine Messstelle aufweisen. Die Anbringung der Messstelle hat gemäß den TDCC Tabellen (Anlage 2) zu erfolgen. Für nicht in den TDCC Tabellen (Anlage 2) enthaltene Kaliber ist die Messstelle in einem Abstand von 25 mm ± 2 mm vom Stoßboden anzubringen, wenn die Hülse länger als 40 mm ist; bei einer Hülsenlänge von einschließlich 30 mm bis einschließlich 40 mm ist die Messstelle in einem Abstand von 17,5 mm ± 2,0 mm vom Stoßboden anzubringen; bei einer Hülsenlänge geringer als 30 mm hat die Gasdruckmessung an einer Stelle zwischen 7,5 mm und der Hülsenlänge L1 oder L3 zu erfolgen. In diesen Fällen ist die Messstelle im Messprotokoll (§ 26 Abs. 4) zusammen mit dem erhaltenen Gasdruckwert anzuführen.

(3) Für die Messung des Gasdruckes gelten die Bestimmungen des § 30 Abs. 4 mit folgender Maßgabe: Unabhängig von der Länge der Hülse und dem verwendeten Druckaufnehmer hat das in die Hülse gebohrte Loch einen Durchmesser von 2,0 mm aufzuweisen.

(4) Die Auswertung der Messergebnisse erfolgt unter Anwendung der Abs. 5 und 6 nach den Regeln der Statistik des § 27.

(5) Bei Gebrauchspatronen für Handfeuerwaffen mit gezogenen Läufen und Zentralfeuerzündung darf kein Einzelwert den Wert Pmax um mehr als 15% überschreiten. Diese Forderung gilt als erfüllt, wenn in 99% der Fälle, mit einer statistischen Sicherheit von 95%, der obere Wert der Toleranzgrenze 1,15 Pmax nicht überschritten wird, d.h. wenn folgende Ungleichung gilt:Pn + K1n Sn 1,15 Pmax.

(6) Für Beschusspatronen für Langwaffen mit gezogenen Läufen und Zentralfeuerzündung gilt die Forderung gemäß § 15 Abs. 5 als erfüllt, wenn in 90% der Fälle, mit einer statistischen Sicherheit von 95%, der untere Wert der Toleranzgrenze nicht kleiner ist als 1,15 Pmax. Diese Beschusspatronen haben demnach den folgenden Ungleichungen zu entsprechen:

1.

,

2.

,

3.

,

4.

.

(7) Für Beschusspatronen für Pistolen und Revolvern mit gezogenen Läufen und Zentralfeuerzündung gilt die Forderung gemäß § 15 Abs. 5 als erfüllt, wenn in 90% der Fälle, mit einer statistischen Sicherheit von 95%, der untere Wert der Toleranzgrenze nicht kleiner ist als 1,15 Pmax. Diese Beschusspatronen haben demnach den folgenden Ungleichungen zu entsprechen:

1.

,

2.

,

3.

.

§ 32

Text

Gasdruckmessung bei Patronen für Handfeuerwaffen mit Randfeuerzündung

§ 32.

(1) Für die Überprüfung des mittleren Gasdruckes der Patronen für Handfeuerwaffen mit Randfeuerzündung sind Messläufe zu verwenden, deren Innenabmessungen jenen Mindestmaßen entsprechen, welche in der TDCC Tabelle V (Anlage 2) angegeben sind.

1.

Folgende Toleranzen sind für die Messläufe zur Messung des Gasdruckes von Munition für Handfeuerwaffen mit glatten Läufen zulässig:

a)

+0,03 mm für den Innendurchmesser F = Z des Laufes;

b)

+0,10 mm für die Gesamtlänge L3;

c)

+0,05 mm für den Durchmesser P1;

d)

+0,05 mm für den Durchmesser P2;

e)

+0,03 mm für den Durchmesser H2;

f)

+0,03 mm für den Durchmesser G1;

g)

-5/60i (maximal -1°) für den Winkel i des Übergangskonus.

2.

Folgende Toleranzen sind für die Messläufe zur Messung des Gasdruckes von Munition für Waffen mit gezogenen Läufen zulässig:

a)

+0,02 mm für den Felddurchmesser F des Laufes;

b)

+0,02 mm für den Zugdurchmesser Z des Laufes;

c)

+0,10 mm für die Gesamtlänge L3;

d)

+0,03 mm für den Durchmesser P1,

e)

+0,02 mm für den Durchmesser H2;

f)

+0,03 mm für die Tiefe der Randeinfräsung R;

g)

0,05 mm für den Durchmesser R1;

h)

0°20' für den Winkel i des Übergangskonus.

3.

Der Verschlussabstand darf bei Messläufen gemäß Z 1 und 2 das Ausmaß von 0,10 mm nicht überschreiten.

4.

Die Länge des Referenzmesslaufes gemäß Z 1 und 2 beträgt: LC = 600 mm 10 mm.

5.

Die Kontrolle der Maßhaltigkeit der Messläufe gemäß Z 1 bis 4 ist mit Hilfe solcher Messsysteme durchzuführen, die unmittelbaren Zugang zu den zu messenden Werten geben.

(2) Die Messläufe müssen mindestens eine Messstelle aufweisen. Diese ist beim Maß L3 + 1,80 mm (L3 Gesamtlänge der Hülse) mit einer Toleranz von ± 0,20 mm anzubringen.

(3) Die Messstellen der Messläufe für die Kaliber .22 kurz, .22 l.f.B., .22 WMR, .17 HMR und .17 Mach 2 müssen folgenden Abstand vom Stoßboden haben:

.22 kurz: 7,00 mm + 0,20 mm

.22 l.f.B.: 9,00 mm + 0,20 mm

.22 WMR: 17,50 mm + 0,20 mm

.17 HMR: 17,50 mm + 0,20 mm

.17 Mach 2: 6,50 mm + 0,20 mm

Der Gaskanal muss einen Durchmesser von 2,00 mm + 0,10 mm und eine Länge von 2,00 mm + 0,10 mm aufweisen. Die Anfräsung an der Hülse hat einen Durchmesser von 2,00 mm und eine Tiefe von 0,15 mm aufzuweisen.

(4) Die Auswertung der Messergebnisse erfolgt unter Anwendung der Abs. 4 und 5 nach den Regeln der Statistik des § 27.

(5) Bei Gebrauchspatronen für Handfeuerwaffen mit Randfeuerzündung darf kein Einzelwert Pmax um mehr als 15% überschreiten. Diese Forderung gilt als erfüllt, wenn in 95% der Fälle mit einer statistischen Sicherheit von 95% der obere Wert der Toleranzgrenze 1,15 Pmax nicht überschritten wird, d.h. wenn folgende Ungleichung gilt:Pn + K2n . Sn 1,15 Pmax.

(6) Für die Beschusspatronen gelten die Forderungen gemäß § 15 Abs. 5 als erfüllt, wenn in 90% der Fälle, mit einer statistischen Sicherheit von 95% der untere Wert der Toleranzgrenze nicht unterhalb von 1,15 Pmax liegt. Diese Beschusspatronen haben demnach folgenden Bedingungen zu entsprechen:

1.

Pn 1,30 Pmax;

2.

Pn – K3n Sn 1,15 Pmax;

3.

Pn + K3n Sn 1,50 Pmax.

§ 33

Text

Gasdruckmessung bei Treibkartuschen mit Hülse für Schussapparate

§ 33.

(1) Die Überprüfung der Treibkartuschen mit Hülse für Schussapparate hat gemäß § 21 Abs. 3 an zwölf Kartuschen für jedes beschlossene Zusatzvolumen zu erfolgen. Bei Randfeuerkartuschen sind dies die Zusatzvolumen Va = 0,16 cm³ und 0,8 cm³ und bei Zentralfeuerkartuschen das Zusatzvolumen Va = 0,4 cm³. Fehlerhafte Werte sind sofort zu streichen oder zu berichtigen; insbesondere ist ein Messwert zu eliminieren, wenn Anzeichen für übermäßiges Ausströmen von Gas vorliegen. Die gemessenen Werte sind fortlaufend zu numerieren und die Extremwerte zu überprüfen. P1 und P12 sind nach dem Kriterium von J. W. Dixon mit folgender Formel zu beurteilen:

Ergibt sich daraus, dass ZB größer als 0,490 ist, so ist der betreffende Wert P1 bzw. P12 zu streichen. Wird keiner der Werte gestrichen, sind die beiden letzten Werte zu vernachlässigen; wird nur ein Messwert gestrichen, so ist der letzte zu vernachlässigen.

(2) Für die Überprüfung des Gasdruckes ist ein Messlauf mit Schubkolben gemäß Anlage 1 zu verwenden, dessen Abmessungen den in dieser Anlage 1 sowie den in der TDCC Tabelle VI (Anlage 2) angegebenen Maßen entsprechen.

1.

Folgende Toleranzen sind für das Kartuschenlager des Messlaufs zulässig:

a)

+0,03 mm für den Durchmesser P1;

b)

+0,03 mm für den Durchmesser H2;

c)

+0,05 mm für den Durchmesser R1;

d)

+0,05 mm für die Tiefe der Randeinfräsung R;

e)

+0,10 mm für die Länge des Lagers L3.

2.

Der Gasdruckmesslauf hat folgende Abmessungen:

a)

Kaliber: 16 mm (F7);

b)

Länge ab dem Ende des Kartuschenlagers: 200 mm 1 mm;

c)

Lage der Messstelle: 1,5 mm ab dem Ende des Kartuschenlagers;

d)

Durchmesser der Bohrung: 3 mm;

e)

Höhe der Bohrung: 3 mm.

3.

Der Schubkolben hat folgende Bedingungen zu erfüllen:

a)

Durchmesser: 16 mm (h7);

b)

Masse: Mp = 80 g 1 g;

c)

Werkstoff: Messing (58% – 70% Cu) oder mittelharter Stahl (R = 55 bis 65 Deka-N/mm²);

d)

Länge proportional zur Masse;

e)

Zusatzvolumen: Va = 0,04 bis 0,80 cm³.

4.

Die Kontrolle der Maßhaltigkeit der Messläufe ist mit Hilfe solcher Messsysteme durchzuführen, die unmittelbaren Zugang zu den zu messenden Werten geben.

5.

Die Gasdruckmessung erfolgt mit Hilfe eines elektromechanischen Druckaufnehmers gemäß § 28 und mit folgenden Bedingungen:

a)

Messbereich: bis 7000 bar;

b)

Druckübertragungsfläche: Durchmesser 6 mm.

(3) Die Auswertung der Messergebnisse erfolgt nach den Regeln der Statistik des § 27 sowie der folgenden Bestimmungen:

1.

Ferner bedeuten:

a)

Pmax(0,16) bzw. Pmax(0,8) : den maximalen Druck zulässig nach der TDCC Tabelle VI (Anlage 2) für Kartuschen mit Randfeuerzündung mit dem Zusatzvolumen Va = 0,16 bzw. 0,8 cm³;

b)

Pmax(0,4) : den maximalen Druck, zulässig nach der TDCC Tabelle VI (Anlage 2) für Kartuschen mit Zentralfeuerzündung mit dem Zusatzvolumen Va = 0,4 cm³;

c)

Pn(Va): den arithmetischen mittleren Gasdruck von n (10) Messungen für das Zusatzvolumen Va.

2.

Für Gebrauchskartuschen mit Randfeuerzündung muss der mittlere GasdruckPn für die beiden Zusatzvolumen Va = 0,16 cm³ und Va = 0,8 cm³ niedriger als oder gleich wie die maximal zulässigen Werte Pmax(0,16) und Pmax(0,8) sein.

3.

Für Gebrauchskartuschen mit Zentralfeuerzündung muss der mittlere GasdruckPn für das Zusatzvolumen V = 0,4 cm³ niedriger als oder gleich wie der maximal zulässige Wert Pmax(0,4) sein.

4.

Die Bedingungen gemäß Ziffer 2 und 3 gelten als erfüllt, wenn folgende Ungleichung gilt:

5.

Die Bedingung für Gebrauchskartuschen, dass kein Einzelwert des Gasdruckes höher als 1,15 Pmax(Va) liegen darf, gilt als erfüllt, wenn folgende Ungleichung gilt:

§ 34

Text

Gasdruckmessung bei Kartuschen für Alarmwaffen

§ 34.

(1) Für die Überprüfung des Gasdruckes ist ein Messlauf gemäß Anlage 1 zu verwenden, dessen Abmessungen den in dieser Anlage 1 sowie den in der TDCC Tabelle VIII (Anlage 2) angegebenen Maßen entsprechen.

1.

Folgende Toleranzen sind für die Messläufe zulässig:

a)

H8 für den Innendurchmesser des Laufes F = Z;

b)

H11 für die Gesamtlänge L3;

c)

H8 für den Durchmesser P1;

d)

H8 für den Durchmesser H2;

e)

H9 für die Tiefe der Randeinfräsung R;

f)

H10 für den Durchmesser R1;

g)

H11 für den Durchmesser G1;

h)

20' für den Winkel i des Übergangskonus.

2.

Folgende Toleranzen sind für den Messlauf für Revolverkartuschen zulässig:

a)

js14 für die Lage der Messstelle M;

b)

h13 für die Länge des Laufes LT;

c)

H11 für den Spalt w.

3.

Folgende Toleranzen sind für den Messlauf für Pistolenkartuschen zulässig:

a)

js14 für die Lage der Messstelle M;

b)

h13 für die Gesamtlänge des Messlaufes LC.

(2) Die Kontrolle der Maßhaltigkeit der Messläufe gemäß Abs. 1 ist mit Hilfe solcher Messsysteme durchzuführen, die unmittelbaren Zugang zu den zu messenden Werten geben.

(3) Die Auswertung der Messergebnisse erfolgt nach den Regeln der Statistik des § 27 und

1.

für die Messung des Gasdruckes der Gebrauchskartuschen nach den Bestimmungen des § 31 Abs. 5;

2.

für die Messung des Gasdruckes der Beschusskartuschen nach den Bestimmungen des § 31 Abs. 6.

§ 35

Text

Gasdruckmessung bei Patronen für Kleinschrotwaffen (cartouches à grenaille)

§ 35.

(1) Für die Überprüfung des Gasdruckes der Patronen für Kleinschrotwaffen ist ein Messlauf gemäß Anlage 1 zu verwenden; folgende Toleranzen sind für diesen zulässig:

1.

js14 für die Lage der Messstelle;

2.

h13 für die Gesamtlänge des Messlaufes LC.

(2) Die Auswertung der Messergebnisse erfolgt nach den Regeln der Statistik des § 27 und

1.

für die Messung des Gasdruckes der Gebrauchspatronen nach den Bestimmungen des § 31 Abs. 5;

2.

für die Messung des Gasdruckes der Beschusspatronen nach den Bestimmungen des § 31 Abs. 6.

§ 36

Text

3. Abschnitt
Ermittlung der Geschoßenergie und des Mündungsimpulses

Ermittlung der Geschoßenergie

§ 36.

(1) Die gemäß § 24 Abs. 2 vorgesehene Ermittlung der Geschoßenergie ist in folgenden Fällen gerechtfertigt:

1.

wenn das Volumen des Verbrennungsraumes so klein ist, dass das Anbringen eines Gasdruckmessers die normale Druckentwicklung verändern kann;

2.

wenn die Zusatzladung gleichzeitig die Treibladung darstellt;

3.

bei der Messung des Gasdruckes von Munition mit nicht gefalzten Geschoßen;

4.

wenn, bei neuen Munitionstypen oder selten verwendeten Kalibern, der entsprechende Messlauf zur Messung des Gasdruckes nicht zur Verfügung steht.

(2) Die Geschoßenergie E ist aus der Masse des Geschoßes m und der Geschoßgeschwindigkeit v nach der Formel

zu errechnen. Die Geschoßgeschwindigkeit ist durch die Messung der Geschoßflugzeit mittels Lichtschranken zwischen zwei Punkten auf der Geschoßflugbahn so zu ermitteln, dass sich die erste Messstelle 0,5 m und die zweite Messstelle 1,5 m vor der Mündung des Laufes befindet; die Zeitmessung mittels eines elektronischen Zählers muss mindestens auf 10 s genau sein. Die Geschoßgeschwindigkeit ergibt sich als Quotient der Messbasis (1 m) und der gemessenen Geschoßflugzeit.

(3) Die Auswertung der Messergebnisse erfolgt nach den Regeln der Statistik des § 27 unter Anwendung der Abs. 4 bis 6. Es bedeuten jedoch:

Emax : die maximal zulässige mittlere Geschoßenergie;

En : die mittlere Geschoßenergie aus n Messungen;

Sn : die Standardabweichung der Geschoßenergie aus n Messungen;

K3n : den Toleranzkoeffizient für n Messungen für eine statistische Sicherheit von 95% in 90% aller Fälle (siehe Tabelle in § 27).

(4) Bei Gebrauchsmunition darf in 90% aller Fälle, mit einer statistischen Sicherheit von 95%, kein Einzelwert den Wert Emax um mehr als 7% überschreiten. Diese Forderung gilt als erfüllt, wenn folgende Ungleichung gilt: En K3n Sn 1,07 Emax.

(5) Ist gemäß Abs. 1 anstelle der Messung des Gasdruckes die Geschoßenergie zu ermitteln, so hat die mittlere Geschoßenergie der Beschussmunition im Regelfall um 10% höher zu sein als die zulässige Geschoßenergie der für die betreffende Handfeuerwaffe vorgesehenen Gebrauchsmunition. Sie ist in der jeweils in Betracht kommenden, in § 53 angeführten TDCC Tabelle (Anlage 2) festgelegt. Wenn die verlangte Geschoßenergie für Beschussmunition durch eine Erhöhung des Treibladungsgewichtes nicht erreicht werden kann, kann das Geschoßgewicht um 10% erhöht werden, wobei die Energieverluste durch die Reibung im Lauf nicht ansteigen dürfen.

(6) Die Forderung gemäß Abs. 5 gilt als erfüllt, wenn in 90% der Fälle, mit einer statistischen Sicherheit von 95%, der untere Wert der Toleranzgrenze nicht kleiner ist als 1,07 Emax. Die Beschussmunition hat demnach den folgenden Ungleichungen zu entsprechen:

1.

En 1,10 Emax;

2.

En – K3n Sn 1,07 Emax;

3.

En + K3n Sn 1,25 Emax.

§ 37

Text

Ermittlung der Geschoßenergie bei Patronen für Handfeuerwaffen mit Randfeuerzündung

§ 37.

(1) Für die Überprüfung der Geschoßenergie von Patronen für Handfeuerwaffen mit Randfeuerzündung sind Messläufe zu verwenden, deren Innenabmessungen der Patronenlager jenen Mindestmaßen entsprechen, welche in der TDCC Tabelle V (Anlage 2) angegeben sind. Folgende Laufabmessungen sind für die Messläufe vorgeschrieben:

1.

200 mm 2 mm für die Länge des Messlaufes Lc;

2.

4,05 mm bzw. 5,45 mm 0,02 mm für den Felddurchmesser F;

3.

4,30 mm bzw. 5,60 mm 0,03 mm für den Zugdurchmesser Z;

4.

5,50 mm bzw. 8,38 mm 0,03 mm für den Durchmesser des glatten Laufes F = Z;

5.

450 mm für die Dralllänge u;

6.

1,25 mm 0,10 mm für die Breite der Züge b;

7.

6 für die Anzahl der Züge N.

(2) Die Kontrolle der Maßhaltigkeit der Messläufe ist mit Hilfe solcher Messsysteme durchzuführen, die unmittelbaren Zugang zu den zu messenden Werten geben.

(3) Die Auswertung der Messergebnisse erfolgt nach den Regeln der Statistik des § 27 und

1.

für die Messung der Geschoßenergie der Gebrauchspatronen nach den Bestimmungen des § 36 Abs. 4;

2.

für die Messung der Geschoßenergie der Beschusspatronen nach den Bestimmungen des § 36 Abs. 5 und 6.

§ 38

Text

Ermittlung der Geschoßenergie bei Kartuschen für Alarmwaffen

§ 38.

(1) Für die Überprüfung der Geschossenergie der Kartuschen für Alarmwaffen ist ein Messlauf gemäß Anlage 1 zu verwenden, dessen Abmessungen den in der Anlage 1 sowie den in der TDCC Tabelle VIII (Anlage 2) angegebenen Maßen entsprechen.

(2) Folgende Toleranzen sind zulässig:

1. H11 für die Länge des Munitionslagers L3;

2. js16 für die Länge des Laufes LT.

(3) Zur Messung der Geschoßenergie sind Projektile zu verwenden, die folgende Bedingungen erfüllen:

1. Durchmesser: 6 mm (f8) bzw. 9 mm (f7);

2. Gewicht: m = 4,0 g +/- 0,04 g bzw. m = 10 g +/- 0,1 g;

3. Werkstoff: Messing (58% - 70% Cu) oder mittelharter Stahl (R = 55 bis 65 Deka-N/mm²);

4. Länge: proportional zum Gewicht.

(4) Die Kontrolle der Maßhaltigkeit der Messläufe gemäß Abs. 1 ist mit Hilfe solcher Messsysteme durchzuführen, die unmittelbaren Zugang zu den zu messenden Werten geben.

(5) Die Auswertung der Messergebnisse erfolgt nach den Regeln der Statistik des § 27 und

1. für die Messung der Geschoßenergie der Gebrauchskartuschen nach den Bestimmungen des § 36 Abs. 4;

2. für die Messung der Geschoßenergie der Beschusskartuschen nach den Bestimmungen des § 36 Abs. 5 und 6.

§ 39

Text

Ermittlung des Mündungsimpulses bei Patronen mit bleifreien Schroten

§ 39.

Der Mündungsimpuls Mo ist aus der Masse m und der Geschwindigkeit v des Geschoßes nach der Formel zu ermitteln. Die Geschoßgeschwindigkeit ist in 2,5 m Entfernung vor der Mündung des Laufes in sinngemäßer Anwendung von § 36 Abs. 2 in einem zylindrischen Messlauf gemäß § 30 Abs. 2 ohne Choke, zu messen und ist als Mittelwert aus einer Serie von 10 Schüssen anzugeben.

§ 40

Text

4. Hauptstück
Kalibrierung elektromechanischer Druckaufnehmer

Anwendungsbereich

§ 40.

(1) Jeder einzelne der bei der Messung des Gasdruckes von Munition gemäß den Bestimmung des 2. Hauptstückes Verwendung findende, in § 28 beschriebene elektromechanische Druckaufnehmer ist während seiner gesamten Verwendungsdauer wiederholt zu überprüfen.

(2) Mit Hilfe der Kalibrierung sind die messtechnischen Hauptmerkmale zu bestimmen. Diese sind:

1.

Empfindlichkeit über den gesamten Messbereich;

2.

Linearitätsabweichung;

3.

Wiederholbarkeit.

(3) Die Kalibrierung hat zu erfolgen

1.

jedenfalls während der ersten 600 Schüsse mindestens alle 200 Schüsse und anschließend mindestens alle 500 Schüsse, wobei die Kalibrierungsfrequenz an den gewollten Unsicherheitsgrad anzupassen ist,

2.

wenn die erhobenen Mittelwerte bei Versuchen, die gleichzeitig mit mehreren Druckaufnehmern durchgeführt wurden, um mehr als 4% voneinander abweichen sowie

3.

bei Vorliegen folgender Anomalien:

a)

Streuung der Messwerte;

b)

Nichtanzeige der Werte;

c)

Entweichen von Gas.

(4) Über die Verwendung sind Aufzeichnungen zu führen. Diese haben zu enthalten:

              1. die Anzahl der Schüsse;

              2. den registrierten Höchstdruck;

              3. allfällige Störfälle.

§ 41

Text

Messsystem für die Kalibrierung

§ 41.

(1) Das Messsystem besteht aus:

1.

einem statischen oder einem dynamischen Kalibrator;

2.

einem Verstärker (Last- oder Spannungsverstärker);

3.

einem Anzeigegerät (Voltmeter, Spitzenwertleser, Oszillograph, etc.).

(2) Die Genauigkeit des gesamten Messsystems muss

1.

bei der primären Kalibrierung kleiner als 1% sein;

2.

bei der sekundären Kalibrierung kleiner als 2% sein.

(3) Wird die sekundäre Kalibrierung durch Vergleich mit einem Referenz – Druckaufnehmer durchgeführt, muss die Genauigkeit dieses Gerätes kleiner als oder gleich 0,5% sein.

(4) Die Genauigkeit des gesamten Messsystems ist mindestens alle 5 Jahre sowie anlässlich des Austausches eines wesentlichen Bestandteiles von einer der folgenden Stellen überprüfen zu lassen:

1.

Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen oder diesem gleichwertigen metrologischen Instituten anderer Staaten;

2.

von hierfür akkreditierten Kalibrierstellen.

Über das Ergebnis der Überprüfung ist eine Bescheinigung auszustellen.

§ 42

Text

Primärdruckaufnehmer

§ 42.

(1) Das Messsystem für die primäre Kalibrierung sowie das dynamische Vergleichssytem zur Überprüfung der Referenzdruckaufnehmer sind mit Hilfe eines Primärdruckaufnehmers zu überprüfen.

(2) Der Primärdruckaufnehmer ist mit dem dazugehörigen Adapter vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen oder diesem gleichwertigen metrologischen Instituten anderer Staaten oder von hierfür akkreditierten Prüfstellen jeweils nach 50 Zyklen, oder wenn Zweifel an der Genauigkeit bestehen, mindestens jedoch alle zwei Jahre, zu überprüfen. Über das Ergebnis der Überprüfung ist eine Bescheinigung auszustellen.

(3) Der Primärdruckaufnehmer hat folgende Bedingungen zu erfüllen:

1.

Messbereich, entsprechend dem Anwendungszweck:

20 MPa bis 200 MPa + 10% oder 200 MPa bis 600 MPa + 10%;

2.

Temperaturbereich: -50 °C bis +100 °C;

3.

Linearität: +0,1% vom Endwert;

4.

Grenzfrequenz: 100 kHz;

5.

Isolationswiderstand:

(4) Wird bei der Überprüfung festgestellt, dass ein Primärdruckaufnehmer nicht mehr den geforderten Bedingungen entspricht, kann er solange als Referenzdruckaufnehmer verwendet werden, als er die für diesen geltenden Bedingungen (§ 43 Abs. 2) erfüllt.

§ 43

Text

Referenzdruckaufnehmer

§ 43.

(1) Referenzdruckaufnehmer, die bei der dynamischen Kalibrierung verwendet werden (§ 48 Abs. 2), sind mit dem dazugehörigen Adapter vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen oder gleichwertigen metrologischen Instituten anderer Staaten oder von hierfür akkreditierten Prüfstellen zu überprüfen. Über das Ergebnis der Überprüfung ist eine Bescheinigung auszustellen.

(2) Der Referenzdruckaufnehmer hat folgende Bedingungen zu erfüllen:

1.

Messbereich, entsprechend dem Anwendungsbereich:

20 MPa bis 200 MPa +10% oder 200 MPa bis 600 MPa +10%;

2.

Temperaturbereich: -50 °C bis +100 °C;

3.

Linearität: +0,5% vom Endwert;

4.

Grenzfrequenz: 100 kHz;

5.

Isolationswiderstand: 1.1013 .

(3) Werden bei den nachfolgenden Überprüfungen gemäß Abs. 1 größere Abweichungen von der Empfindlichkeit festgestellt als

1.

2% gegenüber der letzten Überprüfung,

2.

4% gegenüber der ersten Überprüfung,

so darf der Druckaufnehmer, wenn auch nur einer der beiden Werte überschritten wird, nicht mehr als Referenzdruckaufnehmer verwendet werden. Er kann jedoch solange als Druckaufnehmer für Gasdruckmessungen verwendet werden, als er nicht die in § 44 angeführten Werte überschreitet.

§ 44

Text

Ausscheiden eines Druckaufnehmers

§ 44.

(1) Werden bei den Kalibrierungen eines Druckaufnehmers Unregelmäßigkeiten festgestellt, sind die Versuche noch mindestens zweimal durchzuführen, nachdem jeweils der Druckaufnehmer gereinigt und bei 65 °C getrocknet worden ist. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Messkette immer die geforderten Genauigkeitsgrenzen (§ 41 Abs. 2) aufweist.

(2) Der elektromechanische Druckaufnehmer ist auszuscheiden, wenn dennoch einer der folgenden Mängel festgestellt wird:

1.

Instabilität der Messungen bei gleichem Druck und bei jedem Versuch höher als 2%;

2.

Linearitätsabweichung der ersten Kalibrierung gemäß dem Kalibrierschein um mehr als 1%;

3.

Feststellung von Abweichungen des Druckaufnehmers während des Kalibriervorganges.

§ 45

Text

Wahl des Kalibrierverfahrens

§ 45.

(1) Für die Untersuchung des statischen Verhaltens der elektromechanischen Druckaufnehmer sind diese mit Hilfe eines statischen Kalibrators (Manometerwaage) einem Referenzdruck auszusetzen, der als Primärgröße dient.

(2) Für die Überprüfung der Übereinstimmung zwischen den dynamischen Empfindlichkeiten bei Messungen und den statischen Empfindlichkeiten bei der Kalibrierung ist ein dynamischer Kalibrator (Ölbombe, Referenzmunition mit mehrstufigen Ladungen, Stoßwellenrohr) zu verwenden.

(3) Die Wahl des Kalibrierverfahrens ist entsprechend dem Messbereich des zu kalibrierenden Druckaufnehmers vorzunehmen. Hinsichtlich der Arbeitsweise des Kalibrators ist die technische Anweisung seines Herstellers zu beachten. Ebenso ist die Montageanweisung des Herstellers des Druckaufnehmers zu beachten. Es sind die diesen Angaben entsprechenden Adapter zu verwenden. Insbesondere ist zu vermeiden, dass Luft im Hydraulikkreis eingeschlossen wird.

(4) Vor der Kalibrierung ist der Isolationswiderstand (Risol) des elektromechanischen Druckaufnehmers mit Hilfe eines geeigneten Isolationsprüfgerätes zu messen:

1.

Ist Risol >1 · 1012 , kann die Kalibrierung vorgenommen werden;

2.

ist Risol <1 · 1012 , ist der Stecker zu reinigen bzw. der Druckaufnehmer für mehrere Stunden einer Temperatur von etwa 80 °C auszusetzen und sodann der Isolationswiderstand erneut zu prüfen;

3.

verbleibt Risol <1 · 1012 , ist der Druckaufnehmer außer Betrieb zu nehmen.

(5) Weiters ist vor jeder Kalibrierung der zu prüfende Druckaufnehmer einer Vorbehandlung zu unterziehen, indem er mit Hilfe der manometrischen Ausstattung in drei aufeinanderfolgenden Belastungen dem Höchstdruck der vorgesehenen Kalibrierung ausgesetzt wird.

§ 46

Text

Statische Kalibrierung

§ 46.

(1) Die statische Kalibrierung ist mit einer Manometerwaage durchzuführen.

(2) Die einzelnen Elemente der Messkette haben folgende Merkmale einzuhalten:

1.

Referenzdruck: 0,01%;

2.

kalibrierter Ladungsverstärker

a)

Linearität: 0,1% des Endwertes

b)

Abweichung: 0,05 pC/s bei 251°C und <60% HR

c)

Fehler: 0,5%

3.

Erfassungssystem: 0,1% max oder gesamte Messunsicherheit: 1%.

(3) Die Kalibrierung der elektromechanischen Druckaufnehmer hat zu erfolgen:

1.

bei mindestens 100 bar für Drücke bis zu 2000 bar und bei mindestens 500 bar für höhere Drücke,

2.

bis zum 1,1fachen Druck der zu testenden Munition,

3.

bei mindestens fünf Zwischenmessungen, dh. bei mindestens sieben Messpunkten.

Bei jedem Messpunkt sind mindestens drei Messungen durchzuführen und der Mittelwert zu berechnen. Die Empfindlichkeit ist definiert als das Verhältnis zwischen der elektrischen Ladung und dem Kalibrierdruck. Im Lauf des Zyklus werden sukzessive, mit steigenden Werten, die fünf Druckstufen erreicht. Zwischen den einzelnen Punkten ist für einige Sekunden zum Atmosphärendruck zurückzukehren.

(4) Alle Spannungen, die den Einstellungen und Druckstufen entsprechen, sind zu erfassen. Daraus sind die Kalibrierkurve, die Linearitätsabweichung, die Wiederholbarkeit im Verlauf der Kalibrierung und die Empfindlichkeit des Druckaufnehmers zu ermitteln. Für jeden Messpunkt ist die elektrische Ladung Q des Druckaufnehmers wie folgt zu bestimmen:

                                                                     Q = (V1 – V0) · G.

Dabei bedeutet

              V1 die Spannung, die an der jeweiligen Druckstufe abgelesen wird,

              V0 die Restspannung, die erfasst wird, wenn der Druck gleich Null ist, und

               G den Verstärkungsfaktor des Ladungsverstärkers, der durch die Anfangseinstellung definiert ist.

§ 47

Text

Kontinuierliche Kalibrierung

§ 47.

(1) Die kontinuierliche Kalibrierung ist eine Alternative zur statischen Kalibrierung. Sie erfolgt durch Vergleich des zu kalibrierenden Druckaufnehmers mit einem Referenzdruckaufnehmer.

(2) Der Druck muss kontinuierlich bis zum vorgesehenen Maximalwert erhöht und anschließend wieder auf Null (atmosphärischer Druck) zurückgeführt werden. Gleichzeitig muss eine kontinuierliche Aufzeichnung der Messwerte beider Druckaufnehmer erfolgen. Mit Hilfe des bekannten Druckwertes des Referenzaufnehmers wird die Empfindlichkeit des zu kalibrierenden Wandlers berechnet.

(3) Die Elemente der Messkette müssen folgende Merkmale aufweisen:

1.

Generator für Dauerdruck: Messbereich des zu kalibrierenden Druckaufnehmers +10%;

2.

Für den Referenzdruckaufnehmer muss ein Kalibrierschein einer akkreditierten Konformitätsbewertungsstelle vorliegen:

a)

Messspanne adaptiert an den höchsten Messbereich des zu kalibrierenden Druckaufnehmers;

b)

Linearität 0,3% über den gesamten Messbereich;

c)

Eigenfrequenz 1kHz.

3.

Für die Ladungsverstärker oder die gesamte Messkette muss ein Kalibrierschein einer akkreditierten Konformitätsbewertungsstelle vorliegen. Folgende Einstellungen sind zu verwenden:

a)

Hochpassfilter: Aus (Zeitkonstante: Lang, T100.000s);

b)

Tiefpassfilter: Aus;

c)

Bereich: zu kalibrierender Bereich + 10%;

d)

Empfindlichkeit (Referenzaufnehmer): gemäß Kalibrierschein einer akkreditierten Konformitätsbewertungsstelle;

e)

Empfindlichkeit (Druckaufnehmer): nominale Empfindlichkeit laut Datenblatt;

f)

max. Toleranz: 0,05pC/s bei 25 1°C und 60% HR.

4.

Druckerzeugung:

a)

Lastprofil: Halbsinus (angenähert) oder Dreieck;

b)

Anstiegszeit bis zum höchsten Kalibrierpunkt: 15 Sekunden;

c)

Vorspannzyklus: (0...PE...0);

d)

Kalibrierzyklus: (0...PE...0).

(4) Die Erfassung der analogen Ausgangssignale der Ladungsverstärker umfasst:

1.

Datenerfassungskomponenten nach dem aktuellen Stand der Technik;

2.

Gesamte Messunsicherheit des Auswertungssystems: 0,1%.

(5) Die Verarbeitung und Auswertung der Daten muss enthalten:

1.

Filtrierung und Signalverarbeitung der Messdaten;

2.

Berechnung der Kalibrierparameter;

3.

Überprüfung der Kalibrierergebnisse des getesteten Druckaufnehmers laut Spezifikationen des technischen Datenblattes;

4.

Aufzeichnungen der Empfindlichkeit und Linearität für den kalibrierten Bereich.

§ 48

Text

Dynamische Kalibrierung

§ 48.

(1) Die dynamische Kalibrierung ist eine fakultative und zusätzliche Methode neben der statischen und kontinuierlichen Kalibrierung; dafür wird ebenfalls ein Referenzdruckaufnehmer benötigt.

(2) Der Referenzdruckaufnehmer und der zu kalibrierende Druckaufnehmer sind in einen Messkopf zu montieren, in dem ein dynamischer Druckanstieg erzeugt wird. Gleichzeitig muss eine kontinuierliche Aufzeichnung der Messwerte beider Druckaufnehmer erfolgen. Mit Hilfe des bekannten Druckwertes des Referenzaufnehmers wird die Empfindlichkeit des zu kalibrierenden Wandlers berechnet.

(3) Die Messelemente müssen folgende Eigenschaften aufweisen:

1.

Für den Druckbereich: Messbereich des Druckaufnehmers +10%.

2.

Für den Referenzdruckaufnehmer muss ein Kalibrierschein einer akkreditierten Konformitätsbewertungsstelle vorliegen. Folgende Einstellungen sind zu verwenden:

a)

Messbereich angepasst an den höchsten Messbereich des zu kalibrierenden Druckaufnehmers;

b)

Linearität: 0,3% über den gesamten Messbereich;

c)

Eigenfrequenz: 150 kHz.

3.

Für die Ladungsverstärker oder die gesamte Messkette muss ein Kalibrierschein einer akkreditierten Konformitätsbewertungsstelle vorliegen. Folgende Einstellungen sind zu verwenden:

a)

Hochpassfilter: Aus (Zeitkonstante: Lang, T100.000s);

b)

Tiefpassfilter: Aus;

c)

Bereich: Kalibrierbereich + ca. 10%;

d)

Empfindlichkeit (Referenzaufnehmer): gemäß Kalibrierschein einer akkreditierten Konformitätsbewertungsstelle;

e)

Empfindlichkeit (Druckaufnehmer): nominale Empfindlichkeit laut Datenblatt;

f)

max. Toleranz: 0,05pC/s bei 25 1°C und 60% HR.

(4) Für die Erfassung der analogen Ausgangssignale der Ladungsverstärker muss erforderlich sein:

1.

Datenerfassungskomponenten nach dem aktuellen Stand der Technik;

2.

Gesamte Messunsicherheit des Auswertungssystems: 0,1%.

§ 49

Text

Bestimmung der Empfindlichkeit

§ 49.

(1) Die Berechnung des Toleranzbandes oder der linearen Regression hat gemäß nachstehender Grafik zu erfolgen, welche die zur Berechnung der spezifischen Parameter der piezoelektrischen Druckaufnehmer verwendeten Begriffe und Definitionen zeigt:

(2) Individuelle Empfindlichkeit:

(3) Die mittlere Empfindlichkeit kann auf zwei Arten bestimmt werden:

1.

Algorithmus des Toleranzbandes

2.

Lineare Regression

(4) Erläuterung der Bezeichnungen:

Ei: Empfindlichkeit an einem definierten Punkt i (pC/bar)

Pi: Druck an einem definierten Punkt i (bar)

Qi: Ladung an einem definierten Punkt i (pC)

Qe: Mittelwert der maximalen Ladung (pC)

PFS: Normaldruck (bar)

Eq: mittlere Empfindlichkeit (pC/bar)

P(i): Druck an einem definierten Punkt i (pC/bar)

Q(i): Ladung an einem definierten Punkt i (pC)

n: Anzahl der Punkte

§ 50

Text

Bestimmung der Linearität

§ 50.

(1) Die Bestimmung der Linearität L muss nach folgenden Verfahren erfolgen:

1.

Nach dem Algorithmus des Toleranzbandes

2.

Nach der Linearen Regression

Es muss der Höchstwert verwendet werden.

(2) Erläuterung der Bezeichnungen:

L: Linearität (%)

Eq: mittlere Empfindlichkeit (pC/bar)

Q(i): Ladung an einem definierten Punkt i (pC)

P(i): Druck an einem definierten Punkt i (pC/bar)

Pfs: Normaldruck (bar)

Qe: Mittelwert der maximalen Ladung (pC)

QFS: Ladung der höchsten Stufe

§ 51

Text

Kalibrierung der Messkette

§ 51.

Bei Aktualisierung der Software oder bei Änderung des Erfassungssystems (Bereichswechsel oder Änderung des Ladungsverstärkers) muss die Messkette neu kalibriert werden. Die Messkette ist mit einem bekannten Ladungssignal in der Größenordnung des Messsignals von einer Dauer von einer bis zehn Millisekunden und mit der Anstiegszeit von 0,2 bis 1,0 ms zu kalibrieren. Der angezeigte Wert Pmax muss mit dem verwendeten Kalibrierwert übereinstimmen. Es muss sichergestellt werden, dass dieselbe Messkette und Software eingesetzt wird wie für die betriebsmäßige Messung. Die absolute Abweichung zwischen dem Eingangssignal und dem maximalen Ausgangssignal darf höchstens 0,5% betragen.

§ 52

Text

5. Hauptstück
Berechnungen von Patronen- und Patronenlagerabmessungen sowie Verbindlicherklärung von technischen Regelwerken

Formeln für die Berechnungen

§ 52.

(1) Die Patronenabmessungen in den mit dem Schriftzeichen (*) gekennzeichneten Maßen in den TDCC Maßblättern (Anlage 2) sind Grundmaße und die restlichen Werte sind gerundet. Alle Maße sind auf den Schnittpunkt der Linien bezogen.

1.

Länge vom Hülsenboden bis zum Anfang der Schulter

2.

Länge vom Hülsenboden bis zum Anfang des Hülsenhalses

3.

Maß bis zum Beginn der Eindrehung

4.

Durchmesser der Eindrehung

5.

Maß der zylindrischen Eindrehung

6.

Durchmesser der Hülse am Anfang der Schulter

7.

Durchmesser am Anfang des Hülsenhalses

8.

Länge bis zum Scheitel des Schulterwinkels

(2) Die Patronenlagerabmessungen in den mit dem Schriftzeichen (*) gekennzeichneten Maßen in den TDCC Maßblättern (Anlage 2) sind Grundmaße und die restlichen Werte sind gerundet. Alle Maße sind auf den Schnittpunkt der Linien bezogen.

1.

Länge vom Hülsenboden bis zum Anfang der Schulter:

2.

Länge vom Hülsenboden bis zum Anfang des Hülsenhalses

3.

Durchmesser der Hülse am Anfang der Schulter

4.

Durchmesser am Anfang des Hülsenhalses L2

5.

Schulterkonuswinkel

6.

Länge bis zum Scheitel des Schulterwinkels

7.

Durchmesser am Anfang des Übergangskonus

8.

Länge vom Ende des Patronenlagers bei H2 bis zum Anfang des Übergangs bei G1

9.

Länge vom Ende des Patronenlagers bei H2 bis zum Anfang des Übergangskonus

10.

Länge vom Ende des Patronenlagers bis zum Ende des Übergangskonus

11.

Winkel des Übergangs zwischen H2 und G1

(3) Erläuterung der Bezeichnungen

1.

Längenmaße

L1:

Länge des Lagers bis Durchmesser P2

L2:

Länge des Lagers bis Durchmesser H1

L3:

Länge des Lagers bis Durchmesser H2

2.

Stoßboden

R:

Tiefe der Randeinfräsung inklusive Verschlussabstand

R1:

Durchmesser der Randeinfräsung

R2:

Tiefe der Randeinfräsung

r:

Radius am Anfang des Patronenlagers P1

3.

Pulverkammer

P1:

Durchmesser am Ende des Randes

P2:

Durchmesser am Beginn des Übergangskonus L1

4.

Schulterkonus

:

Schulterkonuswinkel

S:

Länge bis zum Scheitel des Schulterwinkels

r1max:

Radius am Ende von Durchmesser P2

r2:

Radius am Hülsenhals

5.

Hülsenhals

H1:

Durchmesser am Beginn des Hülsenhalses im Abstand L2

H2:

Durchmesser bei dem Abstand L3

6.

Übergang

G1:

Durchmesser am Beginn des Übergangs

G:

Abstand zwischen H2 und F

Winkel zwischen H2 und G1

h:

Abstand zwischen H2 und G1

s:

Abstand zwischen H2 und Beginn des Überganges beim Durchmesser G1

i:

Halber Winkel des Übergangs

7.

Lauf

F:

Felddurchmesser des Laufes

Z:

Zugdurchmesser des Laufes

§ 53

Text

Verbindlicherklärung von Toleranzen und TDCC Tabellen

§ 53.

Die in den Anlagen 1 und 2 enthaltenen bzw. dargestellten Toleranzen und TDCC Tabellen werden für verbindlich erklärt.

§ 54

Text

6. Hauptstück
Schlussbestimmungen

Sprachliche Gleichbehandlung

§ 54.

Soweit in dieser Verordnung auf natürliche Personen bezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf Frauen und Männer in gleicher Weise. Bei der Anwendung der Bezeichnung auf bestimmte natürliche Personen ist die jeweils geschlechtsspezifische Form zu verwenden.

§ 55

Text

Verweisungen

§ 55.

Verweisungen in dieser Verordnung auf andere Verordnungen sind als Verweisungen auf deren jeweils geltende Fassung zu verstehen.

§ 56

Text

Inkrafttreten und Außerkrafttreten

§ 56.

Diese Verordnung tritt mit Ablauf des Tages ihrer Kundmachung in Kraft; gleichzeitig tritt die Patronenprüfordnung 1999, BGBl. II Nr. 388/1999, außer Kraft.

§ 57

Text

EU-Notifikation

§ 57.

(1) Diese Verordnung wurde gemäß Richtlinie 98/34/EG über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften und der Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft, ABl. Nr. L 204 vom 21.07.1998 S. 37, zuletzt geändert durch Verordnung (EU) Nr. 1025/2012, ABl. Nr. L 316 vom 14.11.2012 S. 12, unter Notifikationsnummer 2013/0303/A notifiziert.

(2) Die Verordnung BGBl. II Nr. 435/2019 wurde unter Einhaltung der Bestimmungen der Richtlinie (EU) 2015/1535 über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der technischen Vorschriften und der Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft, ABl. Nr. L 241 vom 17.09.2015 S.1, notifiziert (Notifikationsnummer: 2019/350/A).

Anl. 1

Text

Anlage 1

Abmessungen und Toleranzen der Messläufe

(Anm.: Anlage 1 als PDF dokumentiert)

Anl. 2

Text

Anlage 2

I. Patronen ohne Rand

Nr.

Patronen- und Patronenlagermaßtabelle (TDCC)

Datum

Revision

1

4,6 X 30

18.05.2004

18.05.2016

2

5 mm / 35 SMc

05.05.2009

 

3

5,45 x 39

23.07.1992

19.05.2015

4

5,6 x 39

15.02.2000

14.05.2007

5

5,6 x 50 Mag.

14.06.1984

15.05.2002

6

5,6 x 57

14.06.1984

15.05.2002

7

5,6 x 61 SE v. H.

14.06.1984

23.09.2008

8

5,7 x 28

19.10.1993

15.05.2002

9

6 x 47 ATZL

05.11.1997

25.05.2011

10

6 x 47 SM

22.01.2002

19.09.2006

11

6 x 51 ATZL

05.11.1997

15.05.2002

12

6 x 62 Freres

14.06.1984

25.02.2005

13

6 mm BR Farè

19.05.2015

 

14

6 mm BR Norma

20.12.1995

15.05.2002

15

6 mm B.R. Rem.

01.03.1994

15.05.2002

16

6 mm D.B.G.

18.05.2016

 

17

6 mm PPC

14.06.1984

15.05.2002

18

6 mm PPC ITA

19.05.2015

 

19

6 mm PPC-USA

18.04.1989

15.05.2002

20

6 mm Rem. (244 Rem.)

14.06.1984

15.05.2002

21

6 XC

15.04.2008

 

22

6,3 x 57 Farè

30.05.2012

 

23

6,5 - 284 Norma

15.02.2000

15.04.2008

24

6,5 x 39

22.05.2013

 

25

6,5 x 47 Lapua

16.05.2006

20.05.2014

26

6,5 x 52 Carcano

21.09.1993

20.05.2014

27

6,5 x 54 Mauser

14.06.1984

15.05.2002

28

6,5 x 54 M.-Sch.

14.06.1984

15.05.2002

29

6,5 x 55 SE

14.06.1984

22.05.2013

30

6,5 x 55 T.R.I.

19.05.2015

 

31

6,5 x 57

14.06.1984

15.05.2002

32

6,5 x 58 Mauser

14.06.1984

15.05.2002

33

6,5 x 63 Messner Mag.

22.01.2002

15.05.2002

34

6,5 x 64

27.02.1992

15.05.2002

35

6,5 x 64 Brenneke

27.02.1992

22.05.2013

36

6,5 x 65 RWS

05.04.1990

15.05.2002

37

6,5 x 68

14.06.1984

15.05.2002

38

6,5 Creedmoor

30.05.2012

 

39

6,5 Grendel

22.05.2013

19.05.2015

40

6,5 mm D.B.G.

19.05.2015

 

41

6,5 mm Lahoz

25.05.2011

 

42

6,8 mm Rem. SPC

16.05.2006

 

43

7 x 33 Sako

09.03.1995

15.05.2002

44

7 X 44 Penna

22.05.2013

 

45

7 x 57

14.06.1984

15.05.2002

46

7 x 64

14.06.1984

15.05.2002

47

7-47 GS

22.05.2013

 

48

7 mm - 08 Rem.

14.06.1984

15.05.2002

49

7 mm Blaser Mag.

05.05.2009

 

50

7 mm B.R. Rem.

01.03.1994

15.05.2002

51

7 mm Exp. Rem.

14.06.1984

15.05.2002

52

7 mm KM

01.09.1999

25.05.2011

53

7 mm Rem. SA Ultra Mag.

27.09.2004

 

54

7 mm Rem. Ultra Mag.

22.01.2002

15.05.2002

55

7 mm SE v.H.

14.06.1984

15.05.2002

56

7 mm Win. Short Mag.

22.01.2002

25.05.2011

57

7,21 Firebird

22.01.2002

23.09.2008

58

7,5 x 54 MAS

14.05.2007

25.05.2011

59

7,5 x 55 Suisse

14.06.1984

18.05.2016

60

7,62 x 39

04.01.1989

22.05.2013

61

7,62 x 45

03.08.1992

23.09.2008

62

7,62 UKM

22.01.2002

23.09.2008

63

7,65 x 53 Arg.

14.06.1984

15.05.2002

64

7,82 Warbird

15.02.2000

23.09.2008

65

7,92 x 24 VBR

14.05.2007

 

66

7,92 x 33 kurz

14.06.1984

20.05.2014

67

8 x 51 (Mauser K)

14.06.1984

15.05.2002

68

8 x 56 M.-Sch.

14.06.1984

15.05.2002

69

8 x 57 I

14.06.1984

15.05.2002

70

8 x 57 IS

14.06.1984

18.05.2016

71

8 x 57 PCC

05.05.2009

 

72

8 x 60

13.06.1984

25.05.2011

73

8 x 60 S

14.06.1984

19.09.2006

74

8 x 64

14.06.1984

15.05.2002

75

8 x 64 S

14.06.1984

15.05.2002

76

8 x 68 S

14.06.1984

19.09.2006

77

8 x 75 S

14.06.1984

15.05.2002

78

8,5 x 63

27.02.1992

24.01.2006

79

8,5 x 68 Fanzoj

30.05.2012

 

80

8,5 mm Messner Mag.

22.05.2013

 

81

9 x 56 M.-Sch.

28.06.1995

01.07.2005

82

9 x 57

14.06.1984

18.05.2004

83

9,3 x 57

14.05.2007

25.05.2011

84

9,3 x 62

14.06.1984

15.05.2002

85

9,3 x 64 Brenneke

14.06.1984

15.05.2002

86

9,3 x 66 Sako

22.01.2002

19.09.2006

87

9,3 RSM

25.05.2011

 

88

9,5 x 57 M.-Sch.

28.06.1995

15.05.2002

89

9,5 x 66 SE v. H.

24.05.1996

15.05.2002

90

10,3 CSP

18.05.2016

 

91

10,75 x 68

14.06.1984

15.05.2002

92

12,7 x 70 (500 Schüler)

27.01.1998

15.05.2002

93

17 Libra

22.01.2001

15.05.2002

94

17 Rem.

14.06.1984

15.05.2002

95

17 Rem. Fireball

15.04.2008

25.05.2011

96

204 Ruger

16.05.2006

 

97

215

27.02.1992

25.05.2011

98

22 PPC-USA

18.04.1989

15.05.2002

99

22-250 Rem.

14.06.1984

15.05.2002

100

220 Swift

14.06.1984

23.09.2008

101

222 Rem.

14.06.1984

13.09.2008

102

222 Rem.Mag.

14.06.1984

15.05.2002

103

223 Rem.

14.06.1984

15.05.2002

104

223 Win. SS Mag.

18.05.2004

23.09.2008

105

243 Win.

14.06.1984

15.05.2002

106

243 Win. SS Mag.

07.11.2003

23.09.2008

107

25 Rem.

14.06.1984

15.05.2002

108

25 Win. SSM

16.05.2006

25.05.2011

109

25-06 Rem.

14.06.1984

23.09.2008

110

250 Savage

14.06.1984

15.05.2002

111

255 GS

26.05.2010

 

112

256 Mag. Gibbs

14.06.1984

15.05.2002

113

257 Roberts

14.06.1984

15.05.2002

114

260 Rem.

09.02.1998

15.05.2002

115

264 Leroy N.E.

01.03.1994

15.05.2002

116

270 Win.

14.06.1984

15.05.2002

117

270 Win. Short Mag.

22.01.2002

23.09.2008

118

275 H.V. Rigby

14.06.1984

15.05.2002

119

277 GS

26.11.1996

25.05.2011

120

280 Rem.

14.06.1984

15.05.2002

121

280 Riml. N.E. Ross

14.06.1984

15.05.2002

122

284 Tony

18.10.2016

 

123

284 Win.

14.06.1984

25.05.2005

124

30 BR

25.05.2011

 

125

30 Carbine

14.06.1984

15.05.2002

126

30 Court

17.05.1991

15.05.2002

127

30 Rem.

14.06.1984

15.05.2002

128

30 TC

05.05.2009

 

129

30-06 Ackley Improved

20.05.2014

 

130

30-06 Court Cartry

10.12.1995

15.05.2002

131

30-06 Spring.

14.06.1984

23.09.2008

132

30-284 NOLASCO

10.12.1995

05.05.2009

133

30-284 Win.

09.02.1998

15.05.2002

134

30-47 GS

20.05.2014

 

135

300 AAC Blackout

19.05.2015

18.05.2016

136

300 Blacktornado

19.05.2015

18.05.2016

137

300 Blaser Mag.

05.05.2009

 

138

300 CR

16.05.2006

15.04.2008

139

300 Lapua Mag.

06.10.1989

23.09.2008

140

300 Norma Mag

30.05.2012

 

141

300 Pegasus

20.05.2014

 

142

300 RCM

26.05.2010

25.05.2011

143

300 Rem. SA Ultra Mag.

01.03.2002

27.09.2004

144

300 Rem. Ultra Mag.

03.11.1998

23.09.2008

145

300 Savage

14.06.1984

15.05.2002

146

300 Whisper

05.05.2009

19.05.2015

147

300 Win. Short Mag.

22.01.2002

23.09.2008

148

308 EH

20.09.1989

15.05.2002

149

308 Match

20.05.2014

 

150

308 Win.

14.06.1984

23.09.2008

151

318 Riml. N.E.

14.06.1984

15.05.2002

152

32 Rem.

14.06.1984

15.05.2002

153

325 WSM

14.05.2007

 

154

333 Riml. N.E.

14.06.1984

15.05.2002

155

338 Blaser Mag.

05.05.2009

 

156

338 Federal

14.05.2007

25.05.2011

157

338 Lapua Mag.

09.09.1989

18.10.2016

158

338 Norma Mag.

26.05.2010

 

159

338 RCM

25.05.2011

 

160

338 Rem. Ultra Mag.

20.10.2000

19.09.2006

161

338 Win. Short Mag.

22.01.2002

19.09.2006

162

35 Rem.

14.06.1984

15.05.2002

163

35 Whelen

01.03.1994

15.05.2002

164

350 Mag. Rigby

14.06.1984

15.05.2002

165

358 Win.

14.06.1984

15.05.2002

166

375 Blaser Mag.

05.05.2009

 

167

375 Hölderlin

14.05.2007

 

168

375 Rem. Ultra Mag.

22.01.2002

18.05.2004

169

375 Ruger

05.05.2009

 

170

376 Steyr

20.01.1999

15.05.2002

171

404 Riml. N.E.

14.06.1984

25.05.2005

172

408 Chey Tac

22.05.2013

18.10.2016

173

416 A-TEC

18.05.2016

 

174

416 Barrett

18.05.2016

 

175

416 Rigby

14.06.1984

15.05.2002

176

416 Ruger

26.05.2010

 

177

416 TYR

20.05.2014

 

178

45 Blaser

21.10.2002

07.12.2005

179

450 Bushmaster

26.05.2010

 

180

450 Rigby

15.02.2000

14.05.2007

181

460 Steyr

16.05.2006

 

182

50 Browning

31.05.1995

26.05.2010

183

500 Jeffery

12.01.1999

15.05.2002

184

505 Mag. Gibbs

14.06.1984

15.05.2002

185

510 DTC

18.05.2004

27.09.2004

II. Patronen mit Rand

Nr.

Patronen- und Patronenlagermaßtabelle (TDCC)

Datum

Revision

1

5,6 x 35 R

14.06.1984

15.05.2002

2

5,6 x 50 R Mag.

04.02.1988

15.05.2002

3

5,6 x 52 R

14.06.1984

15.05.2002

4

5,6 x 57 R

14.06.1984

15.05.2002

5

5,6 x 61 R SE v. H.

14.06.1984

15.05.2002

6

5,6 x 70 R

15.04.2008

 

7

6 x 50 R Scheiring

29.09.1987

15.05.2002

8

6 x 52 R BB2

25.05.2005

 

9

6 x 52 R Bretschneider

27.01.1998

15.05.2002

10

6 x 62 R Freres

27.02.1992

15.05.2002

11

6 x 70 R

28.06.2000

15.05.2002

12

6,5 x 50 R

27.02.1992

15.05.2002

13

6,5 x 51 R (Arisaka)

14.06.1984

22.05.2013

14

6,5 x 52 R

14.06.1984

15.05.2002

15

6,5 x 52 R K&S

30.05.2012

 

16

6,5 x 57 R

14.06.1984

15.05.2002

17

6,5 x 58 R

14.06.1984

15.05.2002

18

6,5 x 65 R RWS

05.04.1990

15.05.2002

19

6,5 x 68 R

14.06.1984

15.05.2002

20

6,5 x 70 R

11.04.1986

15.05.2002

21

7-30 Waters

19.02.1991

15.05.2002

22

7 x 50 R

27.02.1992

15.05.2002

23

7 x 57 R

14.06.1984

19.05.2015

24

7 mm Mag.Fl. H&H

14.06.1984

15.05.2002

25

7 x 65 R

14.06.1984

15.05.2002

26

7 x 67 R Luyven

16.05.2006

 

27

7 x 72 R

14.06.1984

15.05.2002

28

7 x 75 R SE.v. H.

14.06.1984

15.05.2002

29

7,62 x 53 R

14.06.1984

15.05.2002

30

7,62 x 54 R

14.06.1984

20.05.2014

31

8 x 50 R

06.10.1989

15.05.2002

32

8 x 51 R Lebel

19.05.2015

 

33

8 x 56 R M30S

30.01.1988

02.08.2006

34

8 x 56 R M89 Port. Krop.

14.06.1984

02.08.2006

35

8 x 57 R 360

14.06.1984

15.05.2002

36

8 x 57 IR

14.06.1984

22.05.2013

37

8 x 57 IRS

14.06.1984

15.05.2002

38

8 x 58 R

14.06.1984

15.05.2002

39

8 x 60 R

14.06.1984

15.05.2002

40

8 x 60 RS

14.06.1984

15.05.2002

41

8 x 65 R

14.06.1984

15.05.2002

42

8 x 65 RS

14.06.1984

15.05.2002

43

8 x 72 R

14.06.1984

15.05.2002

44

8 x 75 RS

14.06.1984

15.05.2002

45

8 mm – 348 Win.

16.03.1999

15.05.2002

46

8,15 x 46 R

14.06.1984

15.05.2002

47

8,2 x 53 R

09.03.1995

15.05.2002

48

8,5 x 63 R

27.02.1992

24.01.2006

49

8,5 x 75 R Scheiring

20.05.2014

 

50

9 x 53 R

23.03.1999

0000-00-00

51

9 x 57 R

14.06.1984

15.05.2002

52

9,3 x 53 R Finnish

09.03.1995

15.05.2002

53

9,3 x 72 R

14.06.1984

15.05.2002

54

9,3 x 74 R

14.06.1984

16.05.2006

55

10,3 x 60 R

14.06.1984

15.05.2002

56

11,15 x 60 R

14.06.1984

15.05.2002

57

17 Hornet

20.05.2014

 

58

218 Bee

14.06.1984

15.05.2002

59

219 Zipper

14.06.1984

15.05.2002

60

22 Hornet

14.06.1984

15.05.2002

61

22 Savage

14.06.1984

15.05.2002

62

222 R Stief

20.05.2014

 

63

225 Win.

14.06.1984

25.05.2011

64

240 Fl. N.E.

14.06.1984

18.05.2004

65

25-20 Win.

14.06.1984

15.05.2002

66

25-35 Win.

14.06.1984

08.02.2006

67

256 Win. Mag.

14.06.1984

15.05.2002

68

280 Fl. N.E.

14.06.1984

18.05.2004

69

297/230 Morris lg

14.06.1984

07.06.2000

70

297/230 Morris sh

14.06.1984

07.06.2000

71

30 R Blaser

19.02.1991

06.07.2007

72

30 Fl. N.E. Purdey

14.06.1984

25.05.2011

73

30 Super Fl. H&H

14.06.1984

25.05.2011

74

30-06 R Stief

05.05.2009

 

75

30-30 Win.

14.06.1984

15.05.2002

76

30-40 Krag

14.06.1984

25.05.2011

77

300/295 Rook Rifle

14.06.1984

25.05.2011

78

300 Sherwood

14.06.1984

15.05.2002

79

303 British

14.06.1984

23.09.2008

80

303 Savage

14.06.1984

25.05.2011

81

303 Sporting

13.11.2000

19.09.2006

82

307 Win.

14.06.1984

22.05.2013

83

308 Marlin Express

05.05.2009

 

84

310 Cadet Rifle

14.06.1984

15.05.2002

85

32 Win. SL

14.06.1984

15.05.2002

86

32 Win. Spec.

14.06.1984

23.06.2006

87

32-20 Win.

14.06.1984

15.05.2002

88

32-40 Win.

14.06.1984

15.05.2002

89

33 Win.

14.06.1984

15.05.2002

90

338 Marlin Express

26.05.2010

 

91

348 Win.

14.06.1984

15.05.2002

92

35 Win.

14.06.1984

15.05.2002

93

35 Win. SL

14.06.1984

15.05.2002

94

350 No. 2 Rigby

14.06.1984

15.05.2002

95

351 Win. SL

14.06.1984

25.05.2011

96

356 Win.

14.06.1984

25.05.2011

97

360 N.E. 21/4

14.06.1984

15.05.2002

98

369 N.E. Purdey

14.06.1984

15.05.2002

99

375 Fl. N.E. 21/2

14.06.1984

24.01.2006

100

375 Fl. Mag. N.E.

14.06.1984

22.05.2013

101

375 R Hölderlin

14.05.2007

 

102

375 R Verney-Carron

26.05.2010

 

103

375 Win.

14.06.1984

26.05.2010

104

38-40 Win.

14.06.1984

15.05.2002

105

38-55 Win.

14.06.1984

15.05.2002

106

380 Long Rifle

14.06.1984

15.05.2002

107

40-60 Win

15.05.2007

15.04.2008

108

40-82 Win.

14.06.1984

15.05.2002

109

400 Purdey 3

14.06.1984

14.05.2007

110

400/350 N.E.

14.06.1984

15.05.2002

111

401 Win. SL

14.06.1984

15.05.2002

112

405 Win.

14.06.1984

15.05.2002

113

408 Win.

14.06.1984

15.05.2002

114

44-40 Win.

14.06.1984

15.05.2002

115

444 Marlin

14.06.1984

15.05.2002

116

45-60 Win

15.05.2007

15.04.2008

117

45-70 Elko Mag.

28.07.1992

15.05.2002

118

45-70 Govt.

14.06.1984

15.05.2002

119

45-75 Win

14.06.1984

15.04.2008

120

45-90 WM

08.04.2003

27.09.2004

121

450 N.E. 3" 1/4

14.06.1984

22.05.2013

122

450 N° 2 N.E. 3“1/2Eley

27.01.1998

15.05.2002

123

450/400 N.E. 3

14.06.1984

15.04.2008

124

450/400 Mag. N.E. 31/4

14.06.1984

15.05.2002

125

470 N.E.

14.06.1984

22.05.2013

126

475 N° 2 N.E. 31/2

14.06.1984

14.06.1984

127

475 N° 2 N.E. 3“1/2 Jeffery

27.01.1998

27.01.1998

128

50-95 Win.

05.05.2009

 

129

500 N.E. 3"

14.06.1984

20.07.2005

130

500/416 N.E. 3“1/4

20.12.1996

15.05.2002

131

500/465 N.E.

14.06.1984

15.05.2002

132

56/50 Spencer

18.05.2004

27.09.2004

133

577/450 Sld. Mart.H.

14.06.1984

15.05.2002

134

577 N.E. 3"

14.06.1984

30.05.2012

135

577 Sld. Snider

14.06.1984

15.05.2002

136

600 N.E.

14.06.1984

15.05.2002

137

700 H&H Nitro Exp.

06.04.1992

15.05.2002

138

4 Bore Rifle

27.09.1993

15.05.2002

III. Magnumpatronen

Nr.

Patronen- und Patronenlagermaßtabelle (TDCC)

Datum

Revision

1

6,5 mm Rem. Mag.

14.06.1984

15.05.2002

2

7 x 61 Super

24.04.1990

25.05.2011

3

7 mm Rem. Mag.

14.06.1984

15.05.2002

4

7 mm STW

15.02.2000

23.09.2008

5

7 mm Weath. Mag.

14.06.1984

15.05.2002

6

8 mm Rem.Mag.

14.06.1984

23.09.2008

7

11,5 x 51

05.05.2009

 

8

224 Weath. Mag.

14.06.1984

15.05.2002

9

240 Belt. Riml. N.E.

14.06.1984

15.05.2002

10

240 Weath. Mag.

14.06.1984

15.05.2002

11

244 H&H Mag.

14.06.1984

15.05.2002

12

257 Weath. Mag.

14.06.1984

15.05.2002

13

264 Win. Mag.

14.06.1984

08.02.2006

14

270 Weath. Mag.

14.06.1984

15.05.2002

15

275 Belt. N.E.

14.06.1984

15.05.2002

16

30 Super Bl Riml. H&H

14.06.1984

15.05.2002

17

30-378 Weath. Mag.

05.03.1996

15.05.2002

18

300 H&H Mag.

14.06.1984

25.05.2011

19

300 Weath. Mag.

14.06.1984

15.05.2002

20

300 Win. Mag.

14.06.1984

15.05.2002

21

308 Norma Mag.

14.06.1984

18.10.2016

22

338 Win. Mag.

14.06.1984

15.05.2002

23

338-378 Weath. Mag

09.02.1998

05.05.2009

24

340 Weath. Mag.

14.06.1984

15.05.2002

25

350 Rem.Mag.

14.06.1984

15.05.2002

26

358 Norma Mag.

14.06.1984

15.05.2002

27

375 H&H Mag.

14.06.1984

15.05.2002

28

375 Weath.Mag.

17.01.1987

15.05.2002

29

378 Weath.Mag.

14.06.1984

15.05.2002

30

400 H&H Belt. Mag.

25.05.2005

 

31

416 Rem. Mag.

10.09.1989

18.05.2004

32

416 Taylor Mag.

15.04.2008

25.05.2011

33

416 Weath.Mag.

19.02.1991

18.05.2004

34

450 Marlin

05.05.2009

 

35

458 Lott

24.08.2000

16.05.2006

36

458 Win. Mag.

14.06.1984

15.05.2002

37

460 Weath. Mag.

14.06.1984

15.05.2002

38

465 H&H Belt. Mag.

19.09.2006

 

IV. Pistolen und Revolverpatronen

Nr.

Patronen- und Patronenlagermaßtabelle (TDCC)

Datum

Revision

1

5,45 x 18

24.05.1993

19.09.2006

2

5,75 Velodog

14.06.1984

07.06.2000

3

6,35 Browning

14.06.1984

23.09.2008

4

7 x 49 GJW

19.02.1991

23.09.2008

5

7 Penna

18.05.2004

27.09.2004

6

7 mm Penna L

16.05.2006

 

7

7,5 FK

19.05.2015

 

8

7,5 Ord. Suisse

14.06.1984

07.06.2000

9

7,62 x 25 Tokarev

14.04.1990

19.09.2006

10

7,62 Nagant

14.06.1984

07.06.2000

11

7,63 Mauser

14.06.1984

19.09.2006

12

7,65 Browning

14.06.1984

23.09.2008

13

7,65 Long

17.04.1992

07.06.2000

14

7,65 Parabellum

14.06.1984

23.09.2008

15

8 mm Gasser

14.06.1984

07.06.2000

16

8 mm Lebel

14.06.1984

07.06.2000

17

8 mm Steyr

14.06.1984

07.06.2000

18

9 x 18

14.06.1984

23.09.2008

19

9 x 20 VGW

05.05.2009

 

20

9 x 21

14.06.1984

07.06.2000

21

9 x 22 MJR

13.12.1993

23.09.2008

22

9 x 25 Super Auto G

17.05.1991

22.05.2013

23

9 mm Makarov

20.09.1991

07.06.2000

24

9 mm Browning court

14.06.1984

23.09.2008

25

9 mm Browning long

14.06.1984

23.09.2008

26

9 mm FAR

15.09.2000

 

27

9 mm FX & CQT

27.01.1998

26.07.2006

28

9 mm Luger

14.06.1984

23.09.2008

29

9 mm Mauser

22.05.2013

 

30

9 mm Steyr

14.06.1984

07.06.2000

31

10 x 22 T

11.12.2000

27.09.2004

32

10 mm Auto

03.10.1984

30.05.2012

33

10 mm FAR

15.09.2000

 

34

10,4 Ord. It.

14.06.1984

07.06.2000

35

11 mm 73

22.01.2002

22.05.2013

36

22 PICRA

15.03.1999

07.06.2000

37

22 Rem.Jet Mag.

14.06.1984

07.06.2000

38

221 Rem. Fireball

14.06.1984

19.09.2006

39

260 PICRA

15.03.1999

07.06.2000

40

30 PICRA

20.04.1999

07.06.2000

41

30-357 AeT

12.09.2000

15.05.2002

42

32 H&R Mag.

25.02.1986

07.06.2000

43

32 Long Colt

14.06.1984

07.06.2000

44

32 Short Colt

14.06.1984

07.06.2000

45

32 S&W

14.06.1984

23.09.2008

46

32 S&W Long

14.06.1984

05.05.2009

47

32 S&W Long Wad Cut.

14.06.1984

07.06.2000

48

320 Long

14.06.1984

07.06.2000

49

320 Short

14.06.1984

07.06.2000

50

357 Auto Mag.

14.06.1984

23.09.2008

51

357 Magnum

14.06.1984

14.06.2006

52

357 Magnum (carb)

14.06.1984

02.11.2005

53

357 Maximum

14.06.1984

07.06.2000

54

357 SIG

09.03.1995

23.09.2008

55

38 Long Colt

14.06.1984

07.06.2000

56

38 Short Colt

14.06.1984

07.06.2000

57

38 S&W, Colt N.P.

14.06.1984

23.09.2008

58

38 Special

14.06.1984

07.06.2000

59

38 Special (carb)

14.06.1984

10.05.1995

60

38 Spl. AMU

14.06.1984

23.09.2008

61

38 Spl. Wad Cut.

14.06.1984

07.06.2000

62

38 Super Auto

14.06.1984

23.09.2008

63

38/357 FX

27.01.1998

07.06.2000

64

38-45 ACP

14.06.1984

07.06.2000

65

380 Long

14.06.1984

07.06.2000

66

380 Short

14.06.1984

07.06.2000

67

40 S&W

01.02.1990

07.06.2000

68

41 ACT EXP

03.12.1986

07.06.2000

69

41 Long Colt

14.06.1984

07.06.2000

70

41 Rem. Mag.

14.12.1986

07.06.2000

71

44 Colt

15.02.2000

07.06.2000

72

44 Rem. Mag.

14.12.1986

07.06.2000

73

44 Rem. Mag. (carb)

14.06.1984

10.05.1995

74

44 S&W Russian

14.06.1984

07.06.2000

75

44 S&W Special

14.06.1984

07.06.2000

76

44 S&W Special (carb)

14.06.1984

10.05.1995

77

45 Auto

14.06.1984

07.06.2000

78

45 Auto Rim

14.06.1984

07.06.2000

79

45 Colt

14.06.1984

07.06.2000

80

45 Colt (carb)

14.06.1984

10.05.1995

81

45 GAP

05.06.2003

25.05.2011

82

45 HP

16.11.1984

07.06.2000

83

45 S&W Schofield

15.02.2000

07.06.2000

84

45 S&W Schofield (carb)

15.02.2000

 

85

45 Win. Mag.

14.06.1984

07.06.2000

86

450 SCH

22.05.2013

 

87

450 Short

14.06.1984

07.06.2000

88

454 Casull

09.03.1995

19.05.2015

89

455 MK II

14.06.1984

0000-00-00

90

460 S&W Mag.

16.05.2006

15.04.2008

91

475 Linebaugh

17.02.2003

27.09.2004

92

480 Ruger

17.02.2003

27.09.2004

93

50 AE

18.10.1991

07.06.2000

94

500 S&W Mag.

18.05.2004

20.05.2014

V. Randfeuerpatronen für Stauchzylinder

Nr.

Patronen- und Patronenlagermaßtabelle (TDCC)

Datum

Revision

1

4 mm Randz. court

14.06.1984

07.06.2000

2

4 mm Randz. long

14.06.1984

07.06.2000

3

5 mm Rem.Mag.

14.06.1984

07.06.2000

4

5,6 mm (22) Flobert à balle

14.06.1984

07.06.2000

5

5,6 mm Flobert à plombs SC

14.06.1984

07.06.2000

6

5,6 mm Flobert à plombs DC

14.06.1984

07.06.2000

7

6 mm Flobert à balle

14.06.1984

07.06.2000

8

6 mm Flobert à balle DC

14.06.1984

07.06.2000

9

6 mm ME Flobert court

24.01.1996

24.05.2006

10

9 mm Flobert à balle

14.06.1984

07.06.2000

11

9 mm Flobert à plombs Carton

14.06.1984

07.06.2000

12

9 mm Flobert à plombs Metal

14.06.1984

07.06.2000

13

17 WSM

18.05.2016

 

14

22 BB Cap

13.06.1984

07.06.2000

15

22 CB Cap

13.06.1984

07.06.2000

16

22 Long

14.06.1984

07.06.2000

17

22 Extra Long

14.06.1984

07.06.2000

18

22 Extra L.R.

08.09.1989

07.06.2000

19

22 Long Shot

14.06.1984

07.06.2000

20

22 Long Rifle Shot Claybirding

14.06.1984

07.06.2000

21

22 Rem. Auto

14.06.1984

07.06.2000

22

22 Win. Auto

14.06.1984

07.06.2000

23

22 Win. R.F. et 22 Rem.Spl.

14.06.1984

07.06.2000

V. Randfeuerpatronen-Mechanisch-elektronische Wandler

Nr.

Patronen- und Patronenlagermaßtabelle (TDCC)

Datum

Revision

1

17 HMR

27.09.2004

25.09.2012

2

17 Mach 2

27.09.2004

25.09.2012

3

22 Long Rifle

14.06.1984

23.09.2008

4

22 Short

14.06.1984

23.09.2008

5

22 Win. Mag. R.F.

14.06.1984

23.09.2008

VI. Kartuschen für industrielle Zwecke

Nr.

Patronen- und Patronenlagermaßtabelle (TDCC)

Datum

Revision

1

22 NC (5,5/16)

14.06.1984

06.06.1996

2

22 EX NC (5,5/25)

14.06.1984

13.06.1990

3

22 SH (5,6/11)

14.06.1984

13.06.1990

4

22 (5,6/16)

14.06.1984

13.06.1990

5

22 EX (5,6/25)

14.06.1984

31.05.1994

6

5,7/14

14.06.1984

13.06.1990

7

5,7/16

14.06.1984

13.06.1990

8

5,7/25

14.06.1984

13.06.1990

9

6,3/10

14.06.1984

13.06.1990

10

6,3/12

14.06.1984

13.06.1990

11

6,3/14

14.06.1984

13.06.1990

12

6,3/16

14.06.1984

13.06.1990

13

25 ST (6,3/19)

14.06.1984

13.06.1990

14

6,3/25

14.06.1984

13.06.1990

15

6,8/11

14.06.1984

13.06.1990

16

6,8/15

22.01.2002

15.05.2002

17

6,8/18

14.06.1984

13.06.1990

18

9 x 17

14.06.1984

31.05.1994

19

9 x 20

06.10.2000

15.05.2002

20

9 x 27

06.10.2000

15.05.2002

21

10 x 11 Schermer

14.06.1984

06.06.1996

22

10 x 16 Schermer

14.06.1984

06.06.1996

23

10 x 18

14.06.1984

13.06.1990

24

10 x 18 RG

14.06.1984

13.06.1990

25

12 x 35

16.05.2006

 

26

20 mm x 67 Dynergit

09.03.1995

06.06.1996

27

22 Piexon

22.01.2002

15.05.2002

28

357 Kraken

01.11.1999

07.06.2000

29

38 S.& W. (9 x 19)

14.06.1984

13.06.1990

30

380 SB (9 x 23)

14.06.1984

13.06.1990

31

38 SP (9 x 29)

14.06.1984

31.05.1994

32

45 PD ELP

30.05.2012

 

33

PE 150

26.05.2010

 

34

8 Gauge Industriel

14.06.1984

19.05.2015

VII. Schrotpatronen

Nr.

Patronen- und Patronenlagermaßtabelle (TDCC)

Datum

Revision

1

4/82

19.01.1989

19.09.2006

2

4/101

19.01.1989

19.09.2006

3

8/82

19.01.1989

19.09.2006

4

8/100

19.01.1989

19.09.2006

5

10/76

14.06.1984

19.09.2006

6

10/82

14.06.1984

19.09.2006

7

10/89

14.06.1984

19.09.2006

8

12/35 T

14.06.1984

05.05.2009

9

12/50 SAPL

14.06.1984

05.05.2009

10

12/60

14.06.1984

05.05.2009

11

12/65

14.06.1984

05.05.2009

12

12/67

14.06.1984

05.05.2009

13

12/70

14.06.1984

05.05.2009

14

12/73

14.06.1984

05.05.2009

15

12/76

14.06.1984

05.05.2009

16

12/89

14.06.1984

05.05.2009

17

14/65

14.06.1984

19.09.2006

18

14/67

14.06.1984

19.09.2006

19

14/70

14.06.1984

19.09.2006

20

16/65

14.06.1984

19.09.2006

21

16/67

14.06.1984

26.05.2010

22

16/70

14.06.1984

26.05.2010

23

16/76

26.05.2010

26.05.2010

24

20/65

14.06.1984

14.05.2007

25

20/67

14.06.1984

14.05.2007

26

20/70

14.06.1984

14.05.2007

27

20/76

14.06.1984

14.05.2007

28

20/89

14.06.1984

14.05.2007

29

24/63,5

14.06.1984

19.09.2006

30

24/65

14.06.1984

19.09.2006

31

24/70

14.06.1984

19.09.2006

32

28/63,5

14.06.1984

26.05.2010

33

28/65

14.06.1984

26.05.2010

34

28/70

14.06.1984

26.05.2010

35

28/76

14.06.1984

26.05.2010

36

32/50,7

14.06.1984

19.09.2006

37

32/60

14.06.1984

19.09.2006

38

32/63,5

14.06.1984

19.09.2006

39

32/65

14.06.1984

19.09.2006

40

32/70

14.06.1984

19.09.2006

41

32/65 RUS

20.04.1999

19.09.2006

42

32/70 RUS

20.04.1999

19.09.2006

43

410/50,7

14.06.1984

19.09.2006

44

410/63,5

14.06.1984

19.09.2006

45

410/65

14.06.1984

19.09.2006

46

410/70

14.06.1984

19.09.2006

47

410/73

14.06.1984

19.09.2006

48

410/76

14.06.1984

19.09.2006

49

6 mm Centrale FALCO

20.05.2014

 

50

8 mm C.F.

19.01.1989

19.09.2006

51

8/47,5 mm C.F.

27.09.2004

19.09.2006

52

9 mm C.F.

19.01.1989

19.09.2006

53

9 mm C.F. Mori

27.09.2004

19.09.2006

VIII.Kartuschen für Alarmwaffen

Nr.

Patronen- und Patronenlagermaßtabelle (TDCC)

Datum

Revision

1

4 mm Randz. court Blanc

12.03.1992

10.06.1992

2

4 mm Randz. long Blanc

12.03.1992

10.06.1992

3

6 mm Flobert Blanc

02.08.1991

15.04.2008

4

8 mm Blanc

29.07.1991

23.09.2008

5

9 mm PA Blanc

30.07.1991

01.03.1994

6

10TK

18.05.2016

 

7

22 Long Blanc

02.08.1991

01.03.1994

8

315 Blanc

29.07.1991

01.03.1994

9

320 Court Blanc

31.07.1991

01.03.1994

10

35 Blanc

12.03.1992

01.06.1994

11

35 R Blanc

12.03.1992

01.03.1994

12

380R Blanc/9 mm R Blanc

31.07.1991

10.05.1995

13

45 K Blanc

01.08.1991

01.03.1994

14

Cal. 16Blanc

01.12.1991

04.06.1996

15

Cal. 12 Blanc

01.12.1991

04.06.1996

IX.Patronen mit Kleinschrot

Nr.

Patronen- und Patronenlagermaßtabelle (TDCC)

Datum

Revision

1

35 GR

28.05.1993

01.06.1994

2

35 R GR

28.05.1993

01.03.1994

3

8 mm GR

28.05.1993

01.03.1994

4

380 GR/9 mm R GR

28.05.1993

01.03.1994

5

44 Mag. GR

28.05.1993

07.06.2000

6

45 L GR

28.05.1993

20.10.1993

X.Patronen für andere Waffen

Nr.

Patronen- und Patronenlagermaßtabelle (TDCC)

Datum

Revision

1

4 mm M 20

14.05.2007

 

2

6,2/7

24.04.2001

15.05.2002

3

8,8 x 10 S.A.P.L.

05.03.1996

18.05.2004

4

10 x 23 T

25.05.2005

 

5

10 x 28

30.05.2012

 

6

10 x 31

18.10.2016

 

7

11,6 SAFEGOM

19.03.1996

20.04.1999

8

12 mm x 39

27.01.1998

09.06.1998

9

14 mm Piexon

02.05.2002

27.09.2004

10

18 x 45

05.05.2009

 

11

18 x 81

22.02.1999

07.06.2000

12

18,5 x 55

05.05.2009

 

13

20 mm x 67,5 (6,3/14)

13.03.2000

15.05.2002

14

MR35 Punch cal.12-28,5

19.03.1996

09.06.1998

15

MR35 Punch cal.12-35

21.02.1996

09.06.1998

16

MR35 Punch cal.15-35

21.02.1996

09.06.1998

17

366 TKM

18.05.2016

 

18

380 Alfa

19.03.1996

15.05.2002

19

380 ME Gum

04.08.1999

15.05.2002

20

40 x 46

14.05.2007

15.04.2008

21

40 x 46 BDLR X

30.05.2012

 

22

44/83

01.03.1994

01.06.1994

23

44/83 SP

02.03.2000

15.05.2002

24

45 x 30

30.05.2012

 

25

45 Rubber

05.05.2009

 

26

56 Cougar

14.05.2007

 

Anlage 2 I. Patronen ohne Rand

Anlage 2 II. Patronen mit Rand

Anlage 2 III. Magnumpatronen

Anlage 2 IV. Pistolen und Revolverpatronen

Anlage 2 V.Randfeuerpatronen für Stauchzylinder

Anlage 2 V.Randfeuerpatronen -Mechanisch-elektronische Wandler

Anlage 2 VI.Kartuschen für industrielle Zwecke

Anlage 2 VII.Schrotpatronen

Anlage 2 VIII.Kartuschen für Alarmwaffen

Anlage 2 IX. Patronen mit Kleinschrot

Anlage 2 X.Patronen für andere Waffen

(Anm.: Anlage 2 I bis X als PDF dokumentiert)