Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Installations- und Gebäudetechnik-Ausbildungsordnung, Fassung vom 12.12.2018

§ 0

Langtitel

Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit über die Berufsausbildung im Lehrberuf Installations- und Gebäudetechnik (Installations- und Gebäudetechnik-Ausbildungsordnung)
StF: BGBl. II Nr. 63/2008

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund der §§ 8, 24 und 27 des Berufsausbildungsgesetzes, BGBl. Nr. 142/1969, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 5/2006, wird verordnet:

§ 1

Text

Lehrberuf Installations- und Gebäudetechnik

 

§ 1. (1) Der Lehrberuf Installations- und Gebäudetechnik ist als Modullehrberuf eingerichtet.

(2) Neben dem für alle Lehrlinge verbindlichen Grundmodul Installations- und Gebäudetechnik muss eines der folgenden Hauptmodule ausgebildet werden:

1.

Gas- und Sanitärtechnik (H1)

2.

Heizungstechnik (H2)

3.

Lüftungstechnik (H3)

(3) Zur Vertiefung und Spezialisierung der Ausbildung kann unter Berücksichtigung von § 1 Abs. 4 ein weiteres Hauptmodul oder eines der folgenden Spezialmodule gewählt werden:

1.

Badgestaltung (S1)

2.

Ökoenergietechnik (S2)

3.

Steuer- und Regeltechnik (S3)

4.

Haustechnikplanung (S4)

(4) Folgende Kombinationen von Haupt- und Spezialmodulen sind möglich:

  __________________________________________________________________

   Haupt-

   module  können kombiniert werden mit

  __________________________________________________________________

           H1      H2      H3      S1      S2      S3      S4

  __________________________________________________________________

   H1              x       x       x       x       x       x

  ________

   Dauer           4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre

  __________________________________________________________________

   H2      x               x               x       x       x

  ________

   Dauer   4 Jahre         4 Jahre         4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre

  __________________________________________________________________

   H3      x       x                       x       x       x

  ________

   Dauer   4 Jahre 4 Jahre                 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre

  __________________________________________________________________

(5) In den ersten zwei Lehrjahren ist das Grundmodul Installations- und Gebäudetechnik zu vermitteln. Die Ausbildung im Grundmodul und im gewählten Hauptmodul dauert drei Jahre. Wird ein weiteres Hauptmodul oder ein Spezialmodul absolviert, dauert die Lehrzeit vier Jahre. Die Ausbildung im Modullehrberuf Installations- und Gebäudetechnik dauert höchstens vier Jahre.

(6) Die in dieser Verordnung gewählten Begriffe schließen jeweils die männliche und weibliche Form ein. Im Lehrvertrag, Lehrzeugnis, Lehrbrief und im Lehrabschlussprüfungszeugnis ist der Lehrberuf in der dem Geschlecht des Lehrlings entsprechenden Form (Installations- und Gebäudetechniker bzw. Installations- und Gebäudetechnikerin) zu bezeichnen.

(7) Alle auszubildenden bzw. absolvierten Hauptmodule und Spezialmodule sind im Lehrvertrag, Lehrzeugnis, Lehrbrief und im Lehrabschlussprüfungszeugnis durch einen entsprechenden Hinweis neben der Bezeichnung des Lehrberufs zu vermerken.

§ 2

Text

Berufsprofil

 

§ 2. (1) Im Grundmodul Installations- und Gebäudetechnik und im Hauptmodul Gas- und Sanitärtechnik ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:

1.

Herstellen von Rohrleitungen und Rohrverbindungen aus verschiedenen Werkstoffen inklusive Rohrschutz und Rohrisolierung,

2.

Durchführen von Funktionsüberprüfungen, Druck- und Dichtheitsprüfungen sowie Messen von Medien und Drücken,

3.

Zusammenbauen, Montieren und Prüfen von Gasgeräten, Abwasseranlagen, Wasserversorgungseinrichtungen, Warmwasseranlagen und sanitären Anlagen,

4.

Instand halten und Warten von Gasgeräten, Abwasseranlagen, Wasserversorgungseinrichtungen, Warmwasseranlagen und sanitären Anlagen,

5.

Suchen und Beheben von Fehlern an Gasgeräten, Abwasseranlagen, Wasserversorgungseinrichtungen, Warmwasseranlagen und sanitären Anlagen,

6.

Beraten von Kunden in grundlegenden technischen Fragen.

(2) Im Grundmodul Installations- und Gebäudetechnik und im Hauptmodul Heizungstechnik ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:

1.

Herstellen von Rohrleitungen und Rohrverbindungen aus verschiedenen Werkstoffen inklusive Rohrschutz und Rohrisolierung,

2.

Durchführen von Funktionsüberprüfungen, Druck- und Dichtheitsprüfungen sowie Messen von Medien und Drücken,

3.

Zusammenbauen, Montieren und Prüfen von Wärmeerzeugern und -verbrauchern,

4.

Instand halten und Warten von Wärmeerzeugern und -verbrauchern,

5.

Suchen und Beheben von Fehlern in Wärmeerzeugern und -verbrauchern,

6.

Zusammenbauen, Montieren, Prüfen, Instand halten und Warten von Regelorganen, Mess- und Sicherheitseinrichtungen sowie Ausrüstungen,

7.

Beraten von Kunden in grundlegenden technischen Fragen.

(3) Im Grundmodul Installations- und Gebäudetechnik und im Hauptmodul Lüftungstechnik ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:

1.

Herstellen von Rohrleitungen und Rohrverbindungen aus verschiedenen Werkstoffen inklusive Rohrschutz und Rohrisolierung,

2.

Durchführen von Funktionsüberprüfungen, Druck- und Dichtheitsprüfungen sowie Messen von Medien und Drücken,

3.

Zusammenbauen, Montieren und Prüfen von Lüftungs- und Klimaanlagen,

4.

Instand halten und Warten von Lüftungs- und Klimaanlagen,

5.

Zusammenbauen, Montieren, Prüfen, Instand halten und Warten von Leitungssystemen mit Verbrauchern, Wärmetauschern und Geräten,

6.

Suchen und Beheben von Fehlern in Lüftungs- und Klimaanlagen,

7.

Beraten von Kunden in grundlegenden technischen Fragen.

(4) Im Spezialmodul Badgestaltung ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:

1.

Anfertigen von Entwürfen für die Badgestaltung und Zeichnen mit Hilfe von computergestützten Zeichenprogrammen,

2.

Beraten von Kunden bei der Gestaltung von Bädern unter Berücksichtigung von Farbe, Proportionen, Kontrasten und gesundheitlichen Aspekten,

3.

Planen, Kalkulieren, Ausführen, Dokumentieren und Abrechnen von Badgestaltungsprojekten.

(5) Im Spezialmodul Ökoenergietechnik ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:

1.

Zusammenbauen, Montieren und Prüfen von Alternativenergieanlagen (wie zB Solarkollektoren, Wärmepumpen, Pellets-, Hackschnitzel- und Biomasseanlagen),

2.

Instand halten und Warten von Alternativenergieanlagen (wie zB Solarkollektoren, Wärmepumpen, Pellets-, Hackschnitzel- und Biomasseanlagen),

3.

Ausstellen von Prüf- und Wartungsprotokollen für Alternativenergieanlagen,

4.

Beraten von Kunden über die Einsatzgebiete sowie die Vor- und Nachteile von Alternativenergieanlagen,

5.

Planen, Kalkulieren, Ausführen, Dokumentieren und Abrechnen von Alternativenergieanlagen.

(6) Im Spezialmodul Steuer- und Regeltechnik ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:

1.

Zusammenbauen, Montieren, Prüfen, Instand halten und Warten von elektrischen und elektronischen Betriebsmitteln für die Gas-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik,

2.

Durchführen von Wartungs- und Servicearbeiten an Steuerungs- und Regelungsanlagen der Gas-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik,

3.

Betreuen von haustechnischen Anlagen (Gebäudeleittechnik, Facility-Management),

4.

Beraten von Kunden über den Einsatz von elektrischen und elektronischen Betriebsmittel für die Gas-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik,

5.

Planen, Kalkulieren, Ausführen, Dokumentieren und Abrechnen von Steuerungs- und Regelungsanlagen der Gas-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik.

(7) Im Spezialmodul Haustechnikplanung ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:

1.

Erstellen von Plänen und Stücklisten mit Hilfe von computergestützten Zeichenprogrammen,

2.

Erstellen von technischen Einreichunterlagen für die Behörden und von technischen Beschreibungen,

3.

Planen, Kalkulieren, Ausführen, Dokumentieren und Abrechnen von Anlagen der Gas-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik.

§ 3

Text

Berufsbild

 

§ 3. (1) Zum Erwerb der Kompetenzen im Sinne des Berufsprofils ist der Lehrling bis zum Ende des Grundmoduls in folgenden Kenntnissen und Fertigkeiten auszubilden:

____________________________________________________________________

Pos.    Grundmodul Installations- und Gebäudetechnik

____________________________________________________________________

1.      Der Lehrbetrieb

____________________________________________________________________

1.1     Kenntnis des Leistungsangebots des Lehrbetriebs und seiner

         Partner

____________________________________________________________________

1.2     Kenntnis der Abläufe im Lehrbetrieb und der Organisation

         des Lehrbetriebs

____________________________________________________________________

1.3     Grundkenntnisse über den rechtlichen Rahmen der

         betrieblichen Leistungserstellung und andere

         betriebsrelevante Rechtsvorschriften

____________________________________________________________________

1.4     Kenntnis der betrieblichen Risiken sowie deren Verminderung

         und Vermeidung

____________________________________________________________________

1.5     Kenntnis und Anwendung der Grundsätze des betrieblichen

         Qualitätsmanagements

____________________________________________________________________

1.6     Funktionsgerechtes Anwenden, Warten und Pflegen der

         Betriebs- und Hilfsmittel

____________________________________________________________________

1.7     Verhalten im Sinne von berufs- und betriebsrelevanten

         Sicherheits-, Umweltschutz- und Hygienestandards

____________________________________________________________________

2.      Lehrlingsausbildung

____________________________________________________________________

2.1     Kenntnis der sich aus dem Lehrvertrag ergebenden

         Verpflichtungen des Lehrlings und des Lehrbetriebs (§§ 9

         und 10 des Berufsausbildungsgesetzes)

____________________________________________________________________

2.2     Kenntnis von Inhalt und Ziel der Ausbildung

____________________________________________________________________

2.3     Grundkenntnisse über die aushangpflichtigen

         arbeitsrechtlichen Vorschriften

____________________________________________________________________

3.      Fachübergreifende Ausbildung:

In der Art der Vermittlung der entsprechenden Kenntnisse und Fertigkeiten ist auf die Förderung folgender fachübergreifender Kompetenzen des Lehrlings Bedacht zu nehmen:

____________________________________________________________________

3.1     Methodenkompetenz, zB: Lösungsstrategien entwickeln;

         Informationen selbstständig beschaffen, auswählen und

         strukturieren; Entscheidungen treffen etc.

____________________________________________________________________

3.2     Soziale Kompetenz, zB: in Teams arbeiten; Kritik fair üben;

         sachlich argumentieren; Rücksicht nehmen etc.

____________________________________________________________________

3.3     Personale Kompetenz, zB: Selbstvertrauen und

         Selbstbewusstsein; Bereitschaft zur Weiterbildung;

         Bedürfnisse und Interessen artikulieren etc.

____________________________________________________________________

3.4     Arbeitshaltungen, zB: Sorgfalt; Zuverlässigkeit,

         Verantwortungsbewusstsein; Pünktlichkeit;

         Einsatzbereitschaft; Service- und Kundenorientierung etc.

____________________________________________________________________

4.      Fachausbildung

____________________________________________________________________

4.1     Kenntnis der einschlägigen technischen Vorschriften

____________________________________________________________________

4.2     Lesen und Anfertigen einfacher Leitungs-, Montage- und

         Maßskizzen

____________________________________________________________________

4.3     Lesen von Leitungs- und Montageplänen

____________________________________________________________________

4.4     Kenntnis der Werk- und Hilfsstoffe, ihrer Eigenschaften,

         Verwendungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten

____________________________________________________________________

4.5     Grundfertigkeiten in der Bearbeitung von Metallen und

         Kunststoffen (wie zB Messen, Sägen, Schneiden, Bohren und

         Senken, Gewindeschneiden, Hämmern, Nieten, einfaches

         Treiben, Bördeln)

____________________________________________________________________

4.6     Anwenden von Verbindungstechniken für verschiedene

         Werkstoffe wie zB Schweißen, Löten, Steck- und

         Schraubverbindungen und Klebeverbindungen unter Beachtung

         der Gefahren und unter Anwendung der Maßnahmen zur

         Unfallverhütung

____________________________________________________________________

4.7     Kaltbiegen und -richten sowie Warmbiegen und -richten von

         Rohren

____________________________________________________________________

4.8     Herstellen von Rohrverbindungen, Abzweigungen und

         Formstücken mit facheinschlägigen Materialien

____________________________________________________________________

4.9     Kenntnis der Schutzmaßnahmen gegen innere und äußere

         Zerstörung an Leitungen und Geräten

____________________________________________________________________

4.10    Kenntnis über den Schallschutz und die Dämmung von Kalt-

         und Warmwassersystemen sowie Ablaufsystemen

____________________________________________________________________

4.11    Herstellen von Rohrschutz und Rohrisolierungen und deren

         Überprüfung

____________________________________________________________________

4.12    Kenntnis über die Dehnung von Rohrleitungen und über die

         erforderlichen Maßnahmen bei der Rohrverlegung

____________________________________________________________________

4.13    Durchführen von Dichtheits- und Druckproben

____________________________________________________________________

4.14    Durchführen von Funktionsproben sowie Messen von Medien und

         Drücken

____________________________________________________________________

4.15    Kenntnis des Aufbaus und der Wirkungsweise von Armaturen

____________________________________________________________________

4.16    Kenntnis der Eigenschaften und Verwendung verschiedener

         Brenngase

____________________________________________________________________

4.17    Kenntnis der Funktionsweise und Installationsmöglichkeiten

         von Geräten der Energie- und Gebäudetechnik

____________________________________________________________________

4.18    Kenntnis und Anwendung der wichtigsten Mess-, Prüf-,

         Sicherheits- und Regelsysteme

____________________________________________________________________

4.19    Kenntnis der Vorfertigung von Rohrleitungen

____________________________________________________________________

4.20    Grundkenntnisse der Elektrotechnik, Elektronik und

         elektrischen Messtechnik

____________________________________________________________________

4.21    Kenntnis der Gefahren des elektrischen Stromes

____________________________________________________________________

4.22    Abfassen von technischen Berichten

____________________________________________________________________

4.23    Grundkenntnisse alternativer Energieformen

____________________________________________________________________

4.24    Kenntnis über die Erstversorgung bei betriebsspezifischen

         Arbeitsunfällen

____________________________________________________________________

4.25    Grundkenntnisse der branchenspezifischen EDV sowie Kenntnis

         und Anwendung der betriebsspezifischen EDV (Hard- und

         Software)

____________________________________________________________________

4.26    Kenntnis und Anwendung englischer Fachausdrücke

____________________________________________________________________

  (2) Zum Erwerb der Kompetenzen im Sinne des Berufsprofils ist der

Lehrling bis zum Ende des gewählten Hauptmoduls in folgenden

Kenntnissen und Fertigkeiten auszubilden:

____________________________________________________________________

Pos.    Hauptmodul Gas- und Sanitärtechnik

____________________________________________________________________

1.      Führen von Gesprächen mit Vorgesetzten, Kollegen, Kunden

         und Lieferanten unter Beachtung der fachgerechten

         Ausdrucksweise

____________________________________________________________________

2.      Anwenden von Verbindungstechniken wie zB

         Gasschmelzschweißen in Zwangslage (nach ÖNORM M 7807),

         Elektroschweißen und Kunststoffschweißen

____________________________________________________________________

3.      Anwenden von Trenntechniken

____________________________________________________________________

4.      Kenntnis der Hydraulik

____________________________________________________________________

5.      Kenntnis der Dimensionierung von Wasser- und Gasleitungen

         für die Versorgung und Entsorgung

____________________________________________________________________

6.      Kenntnis der Strömungstechnik und Rohrnetzberechnung

____________________________________________________________________

7.      Kenntnis der Anlagen zur Wassergewinnung sowie der Methoden

         der Wasseraufbereitung

____________________________________________________________________

8.      Installieren von Geräten zur Wasseraufbereitung

____________________________________________________________________

9.      Kenntnis der Hauswasserversorgungsanlagen sowie von Anlagen

         zur Bereitung und Verteilung von Warmwasser

____________________________________________________________________

10.     Grundkenntnisse der Solar- und Wärmepumpenanlagen zur

         Bereitung von Warmwasser

____________________________________________________________________

11.     Herstellen von Rohrsystemen für Versorgung mit Wasser und

         Gas sowie der Entsorgung von Abwasser und Abgas,

         einschließlich Montage von entsprechenden Absperr- und

         Fördereinrichtungen nach den einschlägigen Fachnormen

____________________________________________________________________

12.     Kenntnis der Funktionsweise und Installationsmöglichkeiten

         der Gas-, Wasser- und Warmwassergeräte

____________________________________________________________________

13.     Aufstellen, Anschließen und Inbetriebnehmen von

         Wasserversorgungsanlagen, Warmwasser- und sanitären

         Anlagen, Abwasseranlagen und Gasgeräten

____________________________________________________________________

14.     Warten und Instandhalten von Wasserversorgungsanlagen,

         Warmwasser- und sanitären Anlagen, Abwasseranlagen und

         Gasgeräten sowie Feststellen, Beurteilen und Beheben von

         Fehlern

____________________________________________________________________

15.     Kenntnis und Anwendung der fachbezogenen Mess- und

         Sicherheitseinrichtungen

____________________________________________________________________

16.     Kenntnis der berufsspezifischen Hygienevorschriften

____________________________________________________________________

17.     Kenntnis der Erstellung und Abfassen von Prüf- und

         Projektdokumentationen

____________________________________________________________________

18.     Kenntnis der Kamine und Abgasanlagen sowie über deren

         Montage

____________________________________________________________________

Pos.    Hauptmodul Heizungstechnik

____________________________________________________________________

1.      Führen von Gesprächen mit Vorgesetzten, Kollegen, Kunden

         und Lieferanten unter Beachtung der fachgerechten

         Ausdrucksweise

____________________________________________________________________

2.      Anwenden von Verbindungstechniken wie zB

         Gasschmelzschweißen in Zwangslage (nach ÖNORM M 7807),

         Elektroschweißen und Kunststoffschweißen

____________________________________________________________________

3.      Anwenden von Trenntechniken

____________________________________________________________________

4.      Kenntnis der Hydraulik

____________________________________________________________________

5.      Kenntnis der Dimensionierung von Leitungen

____________________________________________________________________

6.      Kenntnis der Strömungstechnik und Rohrnetzberechnung

____________________________________________________________________

7.      Kenntnis der Methoden der Wasseraufbereitung

____________________________________________________________________

8.      Kenntnis der Heizsysteme und deren Funktion

____________________________________________________________________

9.      Kenntnis über alternative Energiegewinnung (Solar,

         Wärmepumpe und biogene Anlagen)

____________________________________________________________________

10.     Herstellen von Rohrsystemen für Versorgung und Entsorgung

         einschließlich Montage von entsprechenden Absperr- und

         Fördereinrichtungen

____________________________________________________________________

11.     Zusammenbauen von Rohrsystemen mit Wärmeerzeugern und

         -verbrauchern

____________________________________________________________________

12.     Kenntnis der fachbezogenen Mess- und

         Sicherheitseinrichtungen

____________________________________________________________________

13.     Aufstellen, Anschließen und Inbetriebsetzen von Gasgeräten

         und Warmwasseranlagen

____________________________________________________________________

14.     Kenntnis der feuerungstechnischen Vorschriften und der

         Überprüfung von Heizungsanlagen

____________________________________________________________________

15.     Warten und Instandhalten von Wärmeerzeugern und

         -verbrauchern sowie Feststellen, Beurteilen und Beheben von

         Fehlern

____________________________________________________________________

16.     Kenntnis der Steuerungs- und Regelungstechnik

____________________________________________________________________

17.     Einbau der erforderlichen Regelorgane, Mess- und

         Sicherheitseinrichtungen und Ausrüstungen

____________________________________________________________________

18.     Einregulieren von Anlagen

____________________________________________________________________

19.     Kenntnis der Erstellung und Abfassen von Prüf- und

         Projektdokumentationen

____________________________________________________________________

20.     Kenntnis des Brandschutzes

____________________________________________________________________

21.     Kenntnis der Kamine und Abgasanlagen sowie über deren

         Montage

____________________________________________________________________

Pos.    Hauptmodul Lüftungstechnik

____________________________________________________________________

1.      Führen von Gesprächen mit Vorgesetzten, Kollegen, Kunden

         und Lieferanten unter Beachtung der fachgerechten

         Ausdrucksweise

____________________________________________________________________

2.      Kenntnis der Einrichtung von Werkzeug- und

         Blechbearbeitungsmaschinen

____________________________________________________________________

3.      Kenntnis der Hydraulik

____________________________________________________________________

4.      Kenntnis über Dimensionierung von Lüftungsleitungen

____________________________________________________________________

5.      Kenntnis der Strömungstechnik und Kanalnetzberechnung

____________________________________________________________________

6.      Kenntnis der Luftaufbereitung und –verteilung

____________________________________________________________________

7.      Kenntnis der alternativen Energiegewinnung

____________________________________________________________________

8.      Kenntnis der Klima- und Kältetechnik sowie über den Einsatz

         von Kältemaschinen

____________________________________________________________________

9.      Kenntnis der Eigenschaften von Lüftungs- und Klimaanlagen

____________________________________________________________________

10.     Herstellen von Leitungssystemen für Lüftungs- und

         Klimaanlagen einschließlich Montage von entsprechenden

         Absperr- und Fördereinrichtungen

____________________________________________________________________

11.     Zusammenbauen von Leitungssystemen mit Verbrauchern,

         Wärmetauschern und Geräten

____________________________________________________________________

12.     Aufstellen, Anschließen und Inbetriebnehmen von Lüftungs-

         und Klimaanlagen

____________________________________________________________________

13.     Anwenden von Maßnahmen zum Schallschutz

____________________________________________________________________

14.     Kenntnis der Wärmerückgewinnung

____________________________________________________________________

15.     Kenntnis der Überprüfung von Lüftungsanlagen

____________________________________________________________________

16.     Warten und Instandhalten von Lüftungs- und Klimaanlagen

         sowie Feststellen, Beurteilen und Beheben von Fehlern

____________________________________________________________________

17.     Kenntnis der Steuerungs- und Regelungstechnik

____________________________________________________________________

18.     Einbauen der erforderlichen Regelorgane, Mess- und

         Sicherheitseinrichtungen und Ausrüstungen

____________________________________________________________________

19.     Einregulieren von Anlagen

____________________________________________________________________

20.     Kenntnis der berufsspezifischen Hygienevorschriften

____________________________________________________________________

21.     Kenntnis der Erstellung und Abfassen von Prüf- und

         Projektdokumentationen

____________________________________________________________________

22.     Kenntnis des Brandschutzes

____________________________________________________________________

  (3) Zum Erwerb der Kompetenzen im Sinne des Berufsprofils ist der

Lehrling bis zum Ende des gewählten Spezialmoduls in folgenden

Kenntnissen und Fertigkeiten auszubilden:

____________________________________________________________________

Pos.    Spezialmodul Badgestaltung

____________________________________________________________________

1.      Kundengerechtes Verhalten und kundengerechte Kommunikation

         (zB Führen von Verkaufs- und Beratungsgesprächen auch am

         Telefon, Behandeln von Reklamationen)

____________________________________________________________________

2.      Erstellen von einfachen und perspektivischen Skizzen

____________________________________________________________________

3.      Kenntnis der berufsspezifischen EDV sowie Anwendung der

         betriebsspezifischen EDV und von verschiedenen

         Informationstechniken (zB Internet, Datenbanken)

____________________________________________________________________

4.      Anfertigen von computergestützten Entwürfen und Ansichten

         mit Hilfe von Zeichen-Programmen

____________________________________________________________________

5.      Kenntnis der Farbenlehre und Anbieten von Farbberatung

____________________________________________________________________

6.      Berücksichtigen des Einflusses von Proportionen und

         Kontrasten in der Badgestaltung

____________________________________________________________________

7.      Berücksichtigen gesundheitlicher Aspekte der Badgestaltung

____________________________________________________________________

8.      Badplanen und -gestalten unter zielgruppengerechter

         Berücksichtigung von Anforderungsprofilen (wie zB Wellness,

         Feng Shui etc.)

____________________________________________________________________

9.      Grundkenntnisse des Projektmanagements und der

         Projektabwicklung sowie der Baustellenkoordination

____________________________________________________________________

10.     Durchführen der Projektkalkulation (wie zB Arbeitszeit,

         Material)

____________________________________________________________________

11.     Erstellen von Abrechnungsunterlagen (Bautagebuch, Aufmass)

____________________________________________________________________

12.     Erstellen von Prüf- und Projektdokumentationen

____________________________________________________________________

Pos.    Spezialmodul Ökoenergietechnik

____________________________________________________________________

1.      Kundengerechtes Verhalten und kundengerechte Kommunikation

         (zB Führen von Verkaufs- und Beratungsgesprächen auch am

         Telefon, Behandeln von Reklamationen)

____________________________________________________________________

2.      Beraten von Kunden über Alternativenergiesysteme

         (Energieberatung)

____________________________________________________________________

3.      Kenntnis der berufsspezifischen EDV sowie Anwendung der

         betriebsspezifischen EDV und von verschiedenen

         Informationstechniken (zB Internet, Datenbanken)

____________________________________________________________________

4.      Kenntnis der Vor- und Nachteile der verschiedenen

         Energieträger sowie über deren Einsatzbereiche und

         alternative Energiequellen

____________________________________________________________________

5.      Durchführen von Wirtschaftlichkeitsberechnungen von

         Alternativenergieanlagen

____________________________________________________________________

6.      Kenntnis der Solarstrahlung, Wärmespeicherung,

         Brennstoffzelle und Kraft-/Wärmekopplungen

____________________________________________________________________

7.      Aufbau, Auslegung und Montage von Solarkollektoren

____________________________________________________________________

8.      Aufbau, Aufstellung und Montage von Wärmepumpen

____________________________________________________________________

9.      Aufbau, Aufstellung und Montage von Pellets-,

         Hackschnitzel- und Biomasseanlagen

____________________________________________________________________

10.     Kenntnis der facheinschlägigen Sicherheits- und

         Errichtungsvorschriften sowie der Förderungen

____________________________________________________________________

11.     Regeln und Steuern von Alternativenergieanlagen

____________________________________________________________________

12.     Einregulieren und Durchführen von Messungen bei

         Alternativenergieanlagen

____________________________________________________________________

13.     Instandhalten und Ausführen von Servicearbeiten an

         Alternativenergieanlagen

____________________________________________________________________

14.     Ausstellen von Inbetriebnahme-, Prüf- und

         Serviceprotokollen

____________________________________________________________________

15.     Grundkenntnisse des Projektmanagements und der

         Projektabwicklung sowie der Baustellenkoordination

____________________________________________________________________

16.     Durchführen der Projektkalkulation (wie zB Arbeitszeit,

         Material)

____________________________________________________________________

17.     Erstellen von Abrechnungsunterlagen (Bautagebuch, Aufmass)

____________________________________________________________________

18.     Erstellen von Prüf- und Projektdokumentationen

____________________________________________________________________

Pos.    Spezialmodul Steuer- und Regeltechnik

____________________________________________________________________

1.      Kundengerechtes Verhalten und kundengerechte Kommunikation

         (zB Führen von Verkaufs- und Beratungsgesprächen auch am

         Telefon, Behandeln von Reklamationen)

____________________________________________________________________

2.      Kenntnis der elektrotechnischen Sicherheitsvorschriften

         (ÖVE)

____________________________________________________________________

3.      Kenntnis der Regelungs-, Steuerungs- und Antriebstechnik

____________________________________________________________________

4.      Kenntnis der Bustechnik

____________________________________________________________________

5.      Kenntnis der Funktion von pneumatischen, hydraulischen und

         elektronischen Steuerungen

____________________________________________________________________

6.      Kenntnis der Funktionsweise elektrischer Anlagen zur

         Erzeugung, Umwandlung und Abgabe der elektrischen Energie

____________________________________________________________________

7.      Lesen einfacher Schaltungsunterlagen

____________________________________________________________________

8.      Zurichten, Formen und Verlegen von Installationsrohren und

         Kabeltragsystemen

____________________________________________________________________

9.      Zurichten, Verlegen und Anschließen von blanken und

         isolierten Leitungen, Kabeln und kabelähnlichen Leitungen

____________________________________________________________________

10.     Montieren von elektrischen und elektronischen

         Betriebsmitteln

____________________________________________________________________

11.     Ermitteln und Beseitigen von elektrischen, elektronischen

         und mechanischen Störungen

____________________________________________________________________

12.     Anwenden, Installieren, Überprüfen und Fehlerbeheben der

         elektrischen Schutzmaßnahmen (Erdung)

____________________________________________________________________

13.     Anwenden und Prüfen von Entstörungsmaßnahmen

____________________________________________________________________

14.     Nutzen und Handhaben von EDV-Anlagen für die zentrale

         Gebäudeleittechnik

____________________________________________________________________

15.     Aufsuchen und Beheben von Fehlern in Anlagen der

         Gebäudetechnik

____________________________________________________________________

16.     Kenntnis und Mitwirken bei der Organisation von

         Inspektions- und Wartungsleistungen

____________________________________________________________________

17.     Durchführen von Servicearbeiten (zB Regelanlagen, Lüftungs-

         und Klimaanlagen, Wasseraufbereitungsanlagen,

         Wärmeerzeugungs- und Heizungsanlagen sowie sanitäre

         Anlagen)

____________________________________________________________________

18.     Überprüfen von Anlagen unter Verwendung von Checklisten und

         Erstellen eines Prüfberichtes

____________________________________________________________________

19.     Grundkenntnisse des Projektmanagements und der

         Projektabwicklung sowie der Baustellenkoordination

____________________________________________________________________

20.     Durchführen der Projektkalkulation (wie zB Arbeitszeit,

         Material)

____________________________________________________________________

21.     Erstellen von Abrechnungsunterlagen (Bautagebuch, Aufmass)

____________________________________________________________________

22.     Erstellen von Prüf- und Projektdokumentationen

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Pos.    Spezialmodul Haustechnikplanung

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1.      Kundengerechtes Verhalten und kundengerechte Kommunikation

         (zB Führen von Verkaufs- und Beratungsgesprächen auch am

         Telefon, Behandeln von Reklamationen)

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2.      Kenntnis der berufsspezifischen EDV sowie Anwendung der

         betriebsspezifischen EDV und von verschiedenen

         Informationstechniken (zB Internet, Datenbanken)

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3.      Kenntnis der Zeichensymbole in der Haustechnik

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4.      Kenntnis der gesetzlichen Bestimmungen und Normen

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5.      Erstellen von Montageplänen, Schemata, Aufmassplänen und

         Stücklisten

____________________________________________________________________

6.      Anfertigen von computergestützten Entwürfen und Ansichten

         unter Zuhilfenahme von Zeichen-Programmen

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7.      Kenntnis der Rohrnetzberechnung und der Auslegung von Gas-,

         Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsanlagen

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8.      Kenntnis der U-Werte und der Wärmebedarfsberechnungen

____________________________________________________________________

9.      Erstellen von Dokumentationen und Bedienungsanweisungen

         (Anlagenbuch)

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10.     Erstellen von Einreichunterlagen und technischen

         Beschreibungen

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11.     Erstellen und Auswerten von Leistungsverzeichnissen

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12.     Kenntnis der Abwicklung der notwendigen Behördenwege

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13.     Kenntnis der Maßnahmen zum Schutze der Umwelt

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14.     Kenntnis der internen Büroorganisation

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15.     Grundkenntnisse des Projektmanagements und der

         Projektabwicklung sowie der Baustellenkoordination

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16.     Durchführen der Projektkalkulation (wie zB Arbeitszeit,

         Material)

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17.     Erstellen von Abrechnungsunterlagen (Bautagebuch, Aufmass)

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18.     Erstellen von Prüf- und Projektdokumentationen

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§ 4

Text

Lehrabschlussprüfung

 

Gliederung

 

§ 4. (1) Die Lehrabschlussprüfung gliedert sich in eine theoretische und praktische Prüfung.

(2) Die theoretische Prüfung umfasst die Gegenstände Grundlagen der Installations- und Gebäudetechnik, Angewandte Mathematik und Fachzeichnen.

(3) Die theoretische Prüfung entfällt, wenn der Kandidat die letzte Klasse der fachlichen Berufsschule positiv absolviert oder den erfolgreichen Abschluss einer die Lehrzeit ersetzenden berufsbildenden mittleren oder höheren Schule nachgewiesen hat.

(4) Die praktische Prüfung umfasst die Gegenstände Prüfarbeit und Fachgespräch.

§ 5

Text

Theoretische Prüfung

 

Allgemeine Bestimmungen

 

§ 5. (1) Die theoretische Prüfung hat schriftlich zu erfolgen. Sie kann auch in rechnergestützter Form erfolgen, wobei jedoch alle wesentlichen Schritte für die Prüfungskommission nachvollziehbar sein müssen.

(2) Die theoretische Prüfung ist grundsätzlich vor der praktischen Prüfung abzuhalten.

(3) Die Aufgaben haben nach Umfang und Niveau dem Zweck der Lehrabschlussprüfung und den Anforderungen der Berufspraxis zu entsprechen. Sie sind den Prüfungskandidaten anlässlich der Aufgabenstellung getrennt zu erläutern.

(4) Die schriftlichen Arbeiten des Prüfungskandidaten sind entsprechend zu kennzeichnen.

§ 6

Text

Grundlagen der Installations- und Gebäudetechnik

 

§ 6. (1) Die Prüfung hat Aufgaben aus folgenden Bereichen zu umfassen:

1.

Werkstoffkunde,

2.

Gasgeräte und Gasanlagen,

3.

Heizungs- und Lüftungsanlagen,

4.

Wassergeräte und Wasseranlagen,

5.

Abwasseranlagen,

6.

feste und lösbare Verbindungen,

7.

Werkzeuge und Werkzeugmaschinen.

(2) Die Aufgaben sind so zu stellen, dass sie in der Regel in 60 Minuten durchgeführt werden können. Die Prüfung ist nach 80 Minuten zu beenden.

§ 7

Text

Angewandte Mathematik

 

§ 7. (1) Die Prüfung hat Aufgaben aus folgenden Bereichen zu umfassen:

1.

Längen- und Flächenberechnung,

2.

Volums- und Masseberechnung,

3.

Prozent- und Proportionsberechnung,

4.

Physikalische Berechnung (Wärmedehnung, Druck, Leistung und Wirkungsgrad).

(2) Die Verwendung von Rechenbehelfen, Formeln und Tabellen ist zulässig.

(3) Die Aufgaben sind so zu stellen, dass sie in der Regel in 60 Minuten durchgeführt werden können. Die Prüfung ist nach 80 Minuten zu beenden.

§ 8

Text

Fachzeichnen

 

§ 8. (1) Die Prüfung hat die Anfertigung eines einfachen Rohrleitungsplans mit schematischer Darstellung von Sinnbildern des Rohrleitungsbaus zu umfassen.

(2) Die Aufgabe ist so zu stellen, dass sie in 90 Minuten durchgeführt werden kann. Die Prüfung ist nach 105 Minuten zu beenden.

§ 9

Text

Praktische Prüfung

 

Prüfarbeit

 

§ 9. (1) Die Prüfarbeit basiert auf der Erledigung eines betrieblichen Arbeitsauftrages.

(2) Der Arbeitsauftrag umfasst Kenntnisse und Fertigkeiten, die während der Ausbildung gemäß den im Lehrvertrag vereinbarten Modulen vermittelt wurden. Teil des Arbeitsauftrages sind jedenfalls Arbeitsplanung, Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, allfällig erforderliche Maßnahmen zum Umweltschutz und zur Qualitätskontrolle. Die einzelnen Schritte bei der Erledigung des Arbeitsauftrages sind zu dokumentieren.

(3) Die Prüfungskommission hat unter Bedachtnahme auf den Zweck der Lehrabschlussprüfung, die Anforderungen der Berufspraxis und des absolvierten Hauptmoduls eine Prüfarbeit zu stellen, die in der Regel in sechs Stunden durchgeführt werden kann. Sofern ein weiteres Hauptmodul oder ein Spezialmodul vermittelt wurde, ist der Prüfarbeit eine Dauer von acht Stunden zu Grunde zu legen. Die verlängerte Prüfungszeit umfasst eine erweiterte Aufgabenstellung gemäß Abs. 4 oder 5.

(4) Die erweiterte Aufgabenstellung gemäß Abs. 3 während der verlängerten Prüfungszeit bei Absolvierung eines weiteren Hauptmoduls umfasst folgende Aufgabe:

Einen betrieblichen Arbeitsauftrag, welcher Kenntnisse und Fertigkeiten umfasst, die während der Ausbildung im weiteren Hauptmodul vermittelt wurden. Dieser Arbeitsauftrag kann in den Arbeitsauftrag des ersten Hauptmoduls integriert werden bzw. diesen ergänzen. Teil des Arbeitsauftrages sind jedenfalls Arbeitsplanung, Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, allfällig erforderliche Maßnahmen zum Umweltschutz und zur Qualitätskontrolle. Die einzelnen Schritte bei der Erledigung des Arbeitsauftrages sind zu dokumentieren.

(5) Die erweiterte Aufgabenstellung gemäß Abs. 3 während der verlängerten Prüfungszeit bei Absolvierung eines Spezialmoduls umfasst eine der folgenden Aufgaben:

1.

Einen betrieblichen Arbeitsauftrag, welcher Kenntnisse und Fertigkeiten umfasst, die während der Ausbildung im Spezialmodul vermittelt wurden. Dieser Arbeitsauftrag kann in den Arbeitsauftrag des Hauptmoduls integriert werden bzw. diesen ergänzen. Teil des Arbeitsauftrages sind jedenfalls Arbeitsplanung, Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, allfällig erforderliche Maßnahmen zum Umweltschutz und zur Qualitätskontrolle. Die einzelnen Schritte bei der Erledigung des Arbeitsauftrages sind zu dokumentieren.

2.

Eine schriftliche Bearbeitung von Aufgabenstellungen, welche Kenntnisse umfassen, die während der Ausbildung im Spezialmodul vermittelt wurden. Für die Bearbeitung der Aufgabenstellung erhält der Kandidat von der Prüfungskommission Unterlagen zur Verfügung gestellt. Auf Basis dieser Unterlagen hat er seine Aufgabenlösung zu entwickeln, die er schriftlich zu dokumentieren hat.

(6) Die Prüfarbeit ist nach sieben Stunden, sofern ein weiteres Hauptmodul oder ein Spezialmodul vermittelt wurden, nach neun Stunden zu beenden.

§ 10

Text

Fachgespräch

 

§ 10. (1) Das Fachgespräch ist vor der gesamten Prüfungskommission abzulegen.

(2) Beim Fachgespräch hat die Prüfungskommission dem Kandidaten Themenstellungen aus der betrieblichen Praxis gemäß den im Lehrvertrag vereinbarten Modulen erworbenen Kenntnissen und Fertigkeiten vorzugeben. Der Kandidat hat geeignete Lösungsvorschläge zu entwickeln. Zur Unterstützung können dafür Materialproben, Werkzeuge und sonstige Demonstrationsobjekte herangezogen werden. Themenstellungen zu einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Schutzmaßnahmen und Maßnahmen zur Unfallverhütung sind mit einzubeziehen.

(3) Das Fachgespräch soll für jeden Kandidaten 15 Minuten, bei der gleichzeitigen Prüfung über ein weiteres Hauptmodul oder ein Spezialmodul 25 Minuten dauern. Eine Verlängerung um höchstens zehn Minuten hat im Einzelfall zu erfolgen, wenn der Prüfungskommission ansonsten eine zweifelsfreie Bewertung der Leistung des Kandidaten nicht möglich ist.

§ 11

Text

Wiederholungsprüfung

 

§ 11. (1) Die Lehrabschlussprüfung kann wiederholt werden.

(2) Wenn bis zu drei Gegenstände mit „Nicht genügend“ bewertet wurden, ist die Wiederholungsprüfung auf die mit „Nicht genügend“ bewerteten Gegenstände zu beschränken.

(3) Wenn mehr als drei Gegenstände mit „Nicht genügend“ bewertet wurden, ist die gesamte Prüfung zu wiederholen.

§ 12

Text

Zusatzprüfung

 

§ 12. Nach erfolgreich abgelegter Lehrabschlussprüfung in zumindest einem Hauptmodul des Lehrberufs Installations- und Gebäudetechnik oder nach erfolgreich abgelegter Lehrabschlussprüfung in den Lehrberufen Sanitär- und Klimatechnik - Gas- und Wasserinstallation, Sanitär- und Klimatechnik - Heizungsinstallation, Sanitär- und Klimatechnik - Lüftungsinstallation, Sanitär- und Klimatechnik – Ökoenergieinstallation, Gas- und Wasserleitungsinstallateur oder Zentralheizungsbauer kann eine Zusatzprüfung gemäß § 27 Abs. 1 des Berufsausbildungsgesetzes in einem Hauptmodul und/oder Spezialmodul des Lehrberufs Installations- und Gebäudetechnik abgelegt werden. Die Zusatzprüfung in einem Hauptmodul hat sich in diesem Fall auf die Gegenstände Prüfarbeit und Fachgespräch, in einem Spezialmodul auf die Gegenstände Prüfarbeit eingeschränkt auf die erweiterte Aufgabenstellung und Fachgespräch zu erstrecken. Für diese Zusatzprüfungen gelten die §§ 9, 10 und 11 sinngemäß.

§ 13

Text

Ablegung der Teilprüfung über den Fachbereich der Berufsreifeprüfung

anlässlich der Lehrabschlussprüfung

 

§ 13. (1) Gemäß § 4 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Berufsreifeprüfung, BGBl. I Nr. 68/1997, in der geltenden Fassung, in Verbindung mit § 22a Abs. 1 des Berufsausbildungsgesetzes kann anlässlich der erfolgreichen Ablegung der Lehrabschlussprüfung für einen modularen Lehrberuf mit vierjähriger Ausbildungszeit zur Teilprüfung über den Fachbereich der Berufsreifeprüfung angetreten werden.

(2) Die Teilprüfung über den Fachbereich der Berufsreifeprüfung besteht gemäß § 3 Abs. 1 Z 4 des Bundesgesetzes über die Berufsreifeprüfung aus einer schriftlichen Klausurarbeit und einer mündlichen Prüfung. Sie ist mit einer Note zu beurteilen.

(3) Die Klausurarbeit ist fünfstündig. Das Thema muss aus dem Berufsfeld, einschließlich des fachlichen Umfelds, des Kandidaten stammen.

(4) Die mündliche Prüfung ist in Form einer Auseinandersetzung mit der Klausurarbeit unter Einschluss des fachlichen Umfelds auf höherem Niveau durchzuführen. Sie hat vor der gesamten Prüfungskommission stattzufinden.

(5) Die Prüfungskommission für die Teilprüfung über den Fachbereich der Berufsreifeprüfung anlässlich der Lehrabschlussprüfung eines modularen Lehrberufes mit vierjähriger Ausbildungszeit besteht aus einem fachkundigen Experten gemäß § 8a des Bundesgesetzes über die Berufsreifeprüfung als Vorsitzenden und zwei Beisitzern der Lehrabschlussprüfungskommission, die für die Durchführung der Prüfung und die Beurteilung der Leistungen als Prüfer im Sinne des § 8a des Bundesgesetzes über die Berufsreifeprüfung fungieren.

(6) Die Lehrlingsstelle hat spätestens drei Monate vor dem voraussichtlichen Prüfungstermin dem Landesschulrat gegenüber die für die Vorsitzführung in Aussicht genommene Person vorzuschlagen und den in Aussicht genommenen Prüfungstermin bekannt zu geben. Die Lehrlingsstelle hat gemeinsam mit dem Vorsitzenden unverzüglich, längstens jedoch binnen vier Wochen nach dessen Bestellung die konkreten Prüfungstermine festzulegen.

(7) Gleichzeitig mit dem Vorschlag des für die Vorsitzführung in Aussicht genommenen fachkundigen Experten sind dem Landesschulrat die Aufgabenstellungen der schriftlichen Klausurarbeiten zu übermitteln. Die Aufgabenstellungen der mündlichen Prüfung sind dem Vorsitzenden spätestens am Prüfungstag vor Beginn der Prüfung zur Genehmigung vorzulegen.

(8) Die Beurteilung der Prüfung gemäß Abs. 2 erfolgt durch die Prüfer im Einvernehmen mit dem Vorsitzenden. Im Zweifel gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.

(9) Die Prüfung gemäß Abs. 2 kann anlässlich der Lehrabschlussprüfung nicht wiederholt werden. Bei Nichtbestehen erfolgt die Zulassung zur Berufsreifeprüfung nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Berufsreifeprüfung.

§ 14

Text

Übergangsbestimmungen

 

§ 14. Personen, die die Lehrabschlussprüfung im Lehrberuf Sanitär- und Klimatechnik - Gas- und Wasserinstallation, Sanitär- und Klimatechnik - Heizungsinstallation, Sanitär- und Klimatechnik - Lüftungsinstallation, Sanitär- und Klimatechnik - Ökoenergieinstallation, Gas- und Wasserleitungsinstallateur oder Zentralheizungsbauer abgelegt haben, sind auf Grund des § 24 Abs. 5 des Berufsausbildungsgesetzes unmittelbar zur Führung der Bezeichnung Installations- und Gebäudetechniker bzw. Installations- und Gebäudetechnikerin berechtigt.

§ 15

Text

Schlussbestimmungen und Inkrafttreten

 

§ 15. (1) Die Bestimmungen der §§ 1 bis 3 betreffend die Ausbildungsordnung für den Lehrberuf Installations- und Gebäudetechnik treten mit 1. Juli 2008 in Kraft.

(2) Die Bestimmungen der §§ 4 bis 14 betreffend die Lehrabschlussprüfung und die Teilprüfung über den Fachbereich der Berufsreifeprüfung anlässlich der Lehrabschlussprüfung für den Lehrberuf Installations- und Gebäudetechnik treten mit 1. Jänner 2010 in Kraft.

(3) Die Ausbildungsordnung für die Lehrberufe in der Sanitär- und Klimatechnik, BGBl. II Nr. 269/1997, zuletzt geändert durch die Verordnung, BGBl. II Nr. 274/2005, tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2011 außer Kraft. In diese Lehrberufe kann unbeschadet Abs. 4 ab 1. Juli 2008 nicht mehr eingetreten werden.

(4) Die Ausbildungsordnung für den Lehrberuf Installations- und Gebäudetechnik ist für Lehrverhältnisse ab dem 1. Juli 2008 mit der Maßgabe anzuwenden, dass in solche Lehrverhältnisse nur aufsteigend nach Lehrjahren eingetreten werden kann. Für Lehrlinge, deren erstes Lehrjahr vor dem 30. Juni 2009, deren zweites Lehrjahr vor dem 30. Juni 2010 oder deren drittes Lehrjahr vor dem 30. Juni 2011 endet, sind die Ausbildungsordnungen für die Lehrberufe in der Sanitär- und Klimatechnik gemäß Abs. 3 weiterhin anzuwenden, auch wenn dies auf der Anrechnung von Lehr- oder Ausbildungszeiten beruht. Diese Lehrlinge können bis ein Jahr nach Ablauf der vereinbarten Lehrzeit zur Lehrabschlussprüfung auf Grund der in den Ausbildungsordnungen gemäß Abs. 3 enthaltenen Prüfungsvorschriften antreten.