Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Biokraftstoffbevorratungs-Verordnung, Fassung vom 16.07.2019

§ 0

Langtitel

Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit, zur Bezeichnung der Rohstoffe zur direkten Erzeugung von Biokraftstoffen, die gemäß den Bestimmungen des Erdölbevorratungs- und Meldegesetzes 1982 der Vorratspflicht unterliegen und ein Umrechnungsschlüssel festgelegt wird (Biokraftstoffbevorratungs-Verordnung)
StF: BGBl. II Nr. 283/2007

Präambel/Promulgationsklausel

Gemäß Art. II § 1 Abs. 1 Z 3a und Art. II § 8 Abs. 4 des Erdöl-Bevorratungs- und Meldegesetzes 1982, BGBl. Nr. 546, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 106/2006, wird im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft verordnet:

§ 1

Text

Bezeichnung der Rohstoffe zur direkten Erzeugung von Biokraftstoffen

§ 1. Als Rohstoffe zur direkten Erzeugung von Biokraftstoffen (Biodiesel und Bioethanol), die der Vorratspflicht gemäß Art. II § 1 Abs. 1 Z 3a EBMG 1982 unterliegen, werden bezeichnet:

1.

zur Erzeugung von Biodiesel:

a)

gemäß Art. II § 1 Abs. 1 Z 3a lit. a EBMG 1982 als „Pflanzenölsaat“ Rapssaat, Sonnenblumenkerne und Sojabohnen;

b)

gemäß Art. II § 1 Abs. 1 Z 3a lit. b EBMG 1982:

aa)

als „pflanzliche und tierische Fette und Öle des Kapitels 15 der Kombinierten Nomenklatur“ tierische Fette und Öle und Pflanzenöle (Rapsöl, Sonnenblumenöl, Palmöl und Sojaöl);

bb)

als „Altspeisefette und Altspeiseöle“ Altspeiseöle aus den Pflanzenölen der Z 1 lit. a und Altspeisefett aus den Tierfetten der sublit. aa.

2.

zur Erzeugung von Bioethanol:

a)

gemäß Art. II § 1 Abs. 1 Z 3a lit. a EBMG 1982:

aa)

als „stärkehaltige Rohstoffe“ Weizen, Roggen, Gerste, Triticale, Mais, Kartoffel, und Reis;

bb)

als „zuckerhaltige Rohstoffe“ Zuckerrohr, Zuckerrübenmelasse und Zuckerrübendicksaft;

b)

gemäß Art. II § 1 Abs. 1 Z 3a lit. d EBMG 1982 als „Ethylalkohol gemäß der Position 2207 der Kombinierten Nomenklatur“ Rohsprit mit einem Ethanolgehalt von mindestens 80 Volumsprozent.

§ 2

Text

Festlegung des Umrechnungsschlüssels

§ 2. Als Umrechnungsschlüssel für Rohstoffe zur direkten Erzeugung von Biokraftstoffen zur Berechnung der Ersatzmengen gemäß Art. II § 8 EBMG 1982 wird festgelegt:

1.

Zur Erzeugung von Biodiesel:

Rohstoffgruppe

beinhaltet

Erdöleinheiten

Rohstoff gemäß Art. II § 1 Z 3a EBMG 1982

Pflanzenöl

Rapsöl, Sonnenblumenöl, Palmöl, Sojaöl

0,926

lit. b

Rapssaat

alle Rapssaatsorten

0,415

lit. a

Sonnenblumenkerne

alle Sonnenblumensorten

0,442

lit. a

Sojabohnen

alle Sojabohnensorten

0,162

lit. a

gereinigtes Tierfett

alle Tierfette

0,926

lit. b

gereinigtes Altspeiseöl und Altspeisefett

Altspeiseöl aus gängigen pflanzlichen Ölen und tierischen Fetten

0,926

lit. b

2.

Zur Erzeugung von Bioethanol:

Rohstoffgruppe

beinhaltet

Erdöleinheiten

Rohstoff gemäß Art. II § 1 Z 3a EBMG 1982

Getreide

Weizen, Roggen, Gerste, Triticale, Mais

0,242

lit. a

Kartoffeln

alle Kartoffelsorten

0,066

lit. a

Reis

alle Reissorten

0,321

lit. a

Zuckerrübendicksaft

-

0,229

lit. a

Zuckerrohr

alle Zuckerrohrsorten

0,038

lit. a

Zuckerrübenmelasse

-

0,187

lit. a

Ethanol 80 Volumsprozent

Rohsprit mit Ethanolgehalt von mindestens 80 Volumsprozent

0,730

lit. d, Rohstoff gemäß Position 2207 der Kombinierten Nomenklatur

 

§ 3

Text

In-Kraft-Treten

§ 3. Diese Verordnung tritt mit 1. April 2007 in Kraft.