Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Lohnkontenverordnung 2006, Fassung vom 21.06.2024

§ 0

Beachte für folgende Bestimmung

Ist auf Lohnzahlungszeiträume anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2005 enden (vgl. § 5).

Langtitel

Verordnung des Bundesministers für Finanzen, mit der Daten, die in ein Lohnkonto einzutragen sind, sowie Erleichterungen bei der Lohnkontenführung ab 2006 festgelegt werden (Lohnkontenverordnung 2006)
StF: BGBl. II Nr. 256/2005

Änderung

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 316 aus 2007,

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 92 aus 2011,

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 84 aus 2013,

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 383 aus 2015,

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 122 aus 2021,

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 83 aus 2022,

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 303 aus 2022,

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 55 aus 2023,

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 64 aus 2024,

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund Paragraph 76, Absatz 2, des Einkommensteuergesetzes 1988, BGBl. Nr. 400, in der Fassung des Abgabenänderungsgesetzes 2004, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 180 aus 2004,, wird verordnet:

§ 1

Text

Paragraph eins,
  1. Absatz einsFolgende Daten sind fortlaufend in das Lohnkonto einzutragen:
    1. Ziffer eins
      Der gezahlte Arbeitslohn (einschließlich sonstiger Bezüge und Vorteile im Sinne des Paragraph 25, EStG 1988) ohne jeden Abzug unter Angabe des Zahltages und des Lohnzahlungszeitraumes,
    2. Ziffer 2
      die einbehaltene Lohnsteuer,
    3. Ziffer 3
      die Beitragsgrundlage für Pflichtbeiträge gemäß Paragraph 16, Absatz eins, Ziffer 3, Litera a,, Ziffer 4 und 5 EStG 1988,
    4. Ziffer 4
      vom Arbeitgeber für lohnsteuerpflichtige Einkünfte einbehaltene Beiträge gemäß Paragraph 16, Absatz eins, Ziffer 3, Litera a,, Ziffer 4 und 5 EStG 1988,
    5. Ziffer 5
      vom Arbeitgeber einbehaltene Beiträge für die freiwillige Mitgliedschaft bei Berufsverbänden und Interessenvertretungen gemäß Paragraph 16, Absatz eins, Ziffer 3, Litera b, EStG 1988,
    6. Ziffer 6
      der Pauschbetrag gemäß Paragraph 16, Absatz eins, Ziffer 6, EStG 1988 sowie der Pendlereuro gemäß Paragraph 33, Absatz 5, Ziffer 4, EStG 1988.
    7. Ziffer 7
      der erstattete (rückgezahlte) Arbeitslohn gemäß Paragraph 16, Absatz 2, EStG 1988,
    8. Ziffer 8
      die Bemessungsgrundlage für den Beitrag zur BV-Kasse (Paragraph 26, Ziffer 7, Litera d, EStG 1988) und der geleistete Beitrag,
    9. Ziffer 9
      die Beiträge an ausländische Pensionskassen (einschließlich Beiträge an ausländische Einrichtungen im Sinne des Paragraph 5, Ziffer 4, des Pensionskassengesetzes),
    10. Ziffer 10
      sofern der Arbeitgeber Betriebsstätten in mehreren Gemeinden hat, die Betriebsstätte gemäß Paragraph 4, des Kommunalsteuergesetzes 1993 und der Zeitraum, in dem der Arbeitnehmer bei dieser Betriebsstätte tätig ist, sowie die jeweils erhebungsberechtigte Gemeinde gemäß Paragraph 7, des Kommunalsteuergesetzes 1993,
    11. Ziffer 11
      die Bemessungsgrundlage für den Dienstgeberbeitrag gemäß Paragraph 41, des Familienlastenausgleichsgesetzes 1967 und für den Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag gemäß Paragraph 122, des Wirtschaftskammergesetzes 1998 sowie die geleisteten Beiträge,
    12. Ziffer 12
      die Bezeichnung des für den Arbeitnehmer zuständigen Sozialversicherungsträgers,
    13. Ziffer 13
      die Kalendermonate, in denen der Arbeitnehmer gemäß Paragraph 26, Ziffer 5, EStG 1988 auf Kosten des Arbeitgebers befördert wird, und die Kalendermonate, in denen dem Arbeitnehmer ein arbeitgebereigenes Kraftfahrzeug für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zur Verfügung gestellt wird,
    14. Ziffer 14
      der erhöhte Pensionistenabsetzbetrag (Paragraph 33, Absatz 6, Ziffer eins, EStG 1988),
    15. Ziffer 15
      Mitarbeiterrabatte gemäß Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 21, EStG 1988, die im Einzelfall 20% übersteigen,
    16. Ziffer 16
      der Pauschbetrag für Werbungskosten gemäß Paragraph 17, Absatz 6, EStG 1988 in Verbindung mit Paragraph eins, Ziffer 11, der Verordnung des Bundesministers für Finanzen über die Aufstellung von Durchschnittssätzen für Werbungskosten,
    17. Ziffer 17
      die Anzahl der Homeoffice-Tage im Sinne des Paragraph 16, Absatz eins, Ziffer 7 a, Litera a und des Paragraph 26, Ziffer 9, Litera a, EStG 1988, an denen der Arbeitnehmer seine berufliche Tätigkeit für den Arbeitgeber ausschließlich in seiner Wohnung ausgeübt hat,
    18. Ziffer 18
      ob ein freiwilliger Lohnsteuerabzug durch den Arbeitgeber nach Paragraph 47, Absatz eins, Litera b, EStG 1988 vorgenommen wurde,
    19. Ziffer 19
      vom Arbeitgeber geleistete Ersätze für Kosten
      1. Litera a
        des Aufladens an einer öffentlichen Ladestation gemäß Paragraph 4 c, Absatz eins, Ziffer 2, Litera a, der Sachbezugswerteverordnung, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 416 aus 2001,,
      2. Litera b
        des Aufladens samt der Lademenge in Kilowattstunden gemäß Paragraph 4 c, Absatz eins, Ziffer 2, Litera b, der Sachbezugswerteverordnung,
      3. Litera c
        des Aufladens gemäß Paragraph 8, Absatz 9, Ziffer 2, der Sachbezugswerteverordnung (pauschale Monatsbeträge) samt dem Nachweis, dass die Zuordnung der Lademenge zu diesem Kraftfahrzeug nicht sichergestellt werden kann und
      4. Litera d
        der Anschaffung einer Ladeeinrichtung gemäß Paragraph 4 c, Absatz eins, Ziffer 3, der Sachbezugswerteverordnung,
    20. Ziffer 20
      die Zinsenersparnis eines Arbeitnehmers gemäß Paragraph 5, Absatz eins, der Sachbezugswerteverordnung; weiters ist ein Nachweis der Gewährung des Gehaltsvorschusses oder Arbeitgeberdarlehens sowie des maßgeblichen Referenzzinssatzes gemäß Paragraph 5, Absatz 3, Ziffer eins, der Sachbezugswerteverordnung für die gesamte Laufzeit des Darlehens zum Lohnkonto zu nehmen,
    21. Ziffer 21
      die Gewährung einer Start-Up-Mitarbeiterbeteiligung gemäß Paragraph 67 a, EStG 1988, die gesamte Höhe der Beteiligung in Prozent, der Zufluss gemäß Paragraph 67 a, Absatz 3, EStG 1988 sowie die Beendigung des Dienstverhältnisses ohne Zufluss gemäß Paragraph 67 a, Absatz 3, Ziffer 2, EStG 1988.
  2. Absatz 2Die Daten der Ziffer eins bis 4 sind getrennt nach
    • Strichaufzählung
      Bezügen, die nach dem Tarif (Paragraph 66, EStG 1988), und
    • Strichaufzählung
      Bezügen, die nach festen Steuersätzen (Paragraph 67, EStG 1988) zu versteuern sind,
    einzutragen.
    Anmerkung, Absatz 3, aufgehoben durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 383 aus 2015,)

§ 2

Text

Paragraph 2,

Folgende Bezüge, die nicht zum steuerpflichtigen Arbeitslohn gehören (Paragraphen 3 und 26 EStG 1988), sind in das Lohnkonto aufzunehmen:

  1. Ziffer eins
    Die steuerfreien Bezüge gemäß Paragraphen 3, Absatz eins, Ziffer 4, Litera a,, 5 Litera a und c, 8, 9, 10, 11, 12, 13 Litera b,, 15 Litera a,, b und c, 16, soweit es sich um freiwillige Zuwendungen zur Beseitigung von Katastrophenschäden handelt, 16c, 16d, 22, 23, 24, 30 und 35 EStG 1988,
  2. Ziffer 2
    die steuerfreien Bezüge gemäß Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 16 b, EStG 1988, die nicht steuerbaren Leistungen gemäß Paragraph 26, Ziffer 4, EStG 1988, soweit es sich um Tagesgelder, Kilometergelder und pauschale Nächtigungsgelder handelt, sowie gemäß Paragraph 26, Ziffer 5, Litera b,, 6, 7 Litera a und Ziffer 9, EStG 1988; bei Paragraph 26, Ziffer 5, Litera b, EStG 1988 ist ein Nachweis über die Höhe der Kosten der übernommenen Wochen-, Monats- oder Jahreskarte zum Lohnkonto zu nehmen.
  3. Ziffer 3
    steuerfreie Mitarbeiterrabatte gemäß Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 21, EStG 1988, die im Einzelfall 20% übersteigen.

§ 3

Beachte für folgende Bestimmung

Ist auf Lohnzahlungszeiträume anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2005 enden (vgl. § 5).

Text

Paragraph 3,
  1. Absatz einsFür Arbeitnehmer, die ausschließlich Bezüge gemäß Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer 4, Litera b, EStG 1988 erhalten, die den Betrag von monatlich 200 Euro nicht übersteigen, kann die Führung eines Lohnkontos entfallen, sofern die erforderlichen Daten aus anderen Aufzeichnungen hervorgehen.
  2. Absatz 2Für Arbeitnehmer, die ausschließlich steuerfreie pauschale Reiseaufwandsentschädigungen gemäß Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 16 c, EStG 1988 erhalten, kann die Führung eines Lohnkontos entfallen, sofern die erforderlichen Daten aus anderen Aufzeichnungen hervorgehen.

§ 4

Beachte für folgende Bestimmung

Ist auf Lohnzahlungszeiträume anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2005 enden (vgl. § 5).

Text

Paragraph 4,

Die Daten gemäß Paragraph 76, Absatz eins, EStG 1988 sowie gemäß Absatz eins und 2 dieser Verordnung brauchen für Arbeitnehmer, die im Inland weder der beschränkten noch der unbeschränkten Steuerpflicht unterliegen, insoweit nicht in einem Lohnkonto angeführt werden, als sie aus anderen Aufzeichnungen des Arbeitgebers hervorgehen. Dies gilt nicht für Arbeitnehmer, die von inländischen Arbeitgebern ins Ausland entsendet werden.

§ 5

Text

Paragraph 5,
  1. Absatz einsDiese Verordnung ist auf Lohnzahlungszeiträume anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2005 enden.
  2. Absatz 2Die Verordnung des Bundesministers für Finanzen, mit der Daten, die in ein Lohnkonto einzutragen sind, sowie Erleichterungen bei der Lohnkontenführung für das Kalenderjahr 2005 festgelegt werden (Lohnkontenverordnung 2005), Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 116 aus 2005,, tritt außer Kraft.
  3. Absatz 3Für das Kalenderjahr 2022 ist im Lohnkonto iSd Paragraph eins, Absatz eins, einzutragen, ob eine außerordentliche Einmalzahlung nach Paragraph 772 a, ASVG, Paragraph 400 a, GSVG, Paragraph 394 a, BSVG, Paragraph 95 h, PG 1965 oder Paragraph 60, Absatz 19, BB-PG zugewendet wurde.
  4. Absatz 4Für die Kalenderjahre 2022 und 2023 ist zusätzlich zu den Bezügen gemäß Paragraph 2, Ziffer eins, die steuerfreie Teuerungsprämie gemäß Paragraph 124 b, Ziffer 408, EStG 1988 in das Lohnkonto aufzunehmen und auszuweisen, in welcher Höhe diese auf Grund einer lohngestaltenden Vorschrift gemäß Paragraph 68, Absatz 5, Ziffer eins bis 7 EStG 1988 geleistet wurde.
  5. Absatz 5Für das Kalenderjahr 2024 ist zusätzlich zu den Bezügen gemäß Paragraph 2, Ziffer eins, die steuerfreie Mitarbeiterprämie gemäß Paragraph 124 b, Ziffer 447, EStG 1988 aufzunehmen.