Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Kardiotechniker-Ausbildungsverordnung, Fassung vom 12.04.2024

§ 0

Langtitel

Verordnung des Bundesministers für soziale Sicherheit und Generationen über die Ausbildung im kardiotechnischen Dienst (Kardiotechniker-Ausbildungsverordnung – KT-AV)
StF: BGBl. II Nr. 335/2001

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund der Paragraphen 11, Absatz 8 und 32 des Kardiotechnikergesetzes, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 96 aus 1998,, wird verordnet:

Inhaltsübersicht

1. Abschnitt
Ausbildung

Paragraph eins,

Allgemeines

Paragraph 2,

Ausbildungsziele, Qualitätssicherung

Paragraph 3,

Ausbildungsverantwortlicher

Paragraph 4,

Teilnahmeverpflichtung

Paragraph 5,

Versäumen von Ausbildungszeiten

Paragraph 6,

Unterbrechung der Ausbildung

Paragraph 7,

Wechsel der Ausbildungsstätte innerhalb Österreichs

Paragraph 8,

Ausbildung

Paragraph 9,

Rasterzeugnis

2. Abschnitt
Prüfungen

Paragraph 10,

Zwischenprüfung

Paragraph 11,

Ablauf der Zwischenprüfung

Paragraph 12,

Zwischenprüfungsprotokoll

Paragraph 13,

Beurteilung der Zwischenprüfung, Zeugnis

Paragraph 14,

Nichtantreten zur Zwischenprüfung

Paragraph 15,

Wiederholen der Zwischenprüfung

Paragraph 16,

Diplomprüfung

Paragraph 17,

Zulassung zur Diplomprüfung

Paragraph 18,

Diplomprüfungsinhalt

Paragraphen 19 f,

Ablauf der Diplomprüfung

Paragraph 21,

Beurteilung der Diplomprüfung

Paragraph 22,

Diplomprüfungsprotokoll

Paragraph 23,

Nichtantreten zur mündlichen Diplomprüfung

Paragraph 24,

Wiederholen der Diplomprüfung

Paragraph 25,

Diplom

3. Abschnitt
Nostrifikation

Paragraph 26,

Allgemeines

Paragraph 27,

Ergänzungsausbildung und -prüfung

Paragraph 28,

Wiederholen und Abbruch der Ergänzungsausbildung – Ausscheiden

Paragraph 29,

Bestätigung über die Ergänzungsausbildung und -prüfung

4. Abschnitt
Kompensationsmaßnahmen – EWR

Paragraph 30,

Allgemeines

Paragraph 31,

Anpassungslehrgang

Paragraph 32,

Eignungsprüfung

Paragraph 33,

Wiederholen

Paragraph 34,

Bestätigung

Anlagen

Anlage 1

Ausbildung zum diplomierten Kardiotechniker – Theoretische Ausbildung

Anlage 2

Rasterzeugnis für die Ausbildung zum diplomierten Kardiotechniker

Anlage 3

Zwischenprüfungszeugnis

Anlage 4

Diplomprüfungszeugnis

Anlage 5

Diplom

Anlage 6

Bestätigung über die Ergänzungsausbildung

Anlage 7

Bestätigung über den Anpassungslehrgang

Anlage 8

Bestätigung über die Eignungsprüfung

§ 1

Text

1. Abschnitt
Ausbildung

Allgemeines

Paragraph eins,
  1. Absatz einsSofern in dieser Verordnung auf Bundesgesetze verwiesen wird, beziehen sich diese Verweisungen auf folgende Fassungen:
    1. Ziffer eins
      Eltern-Karenzurlaubsgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 651 aus 1989,, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 6 aus 2000,,
    2. Ziffer 2
      Mutterschutzgesetz 1979, BGBl. Nr. 221, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 153 aus 1999,,
    3. Ziffer 3
      Wehrgesetz 1990, BGBl. Nr. 305, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 140 aus 2000,,
    4. Ziffer 4
      Zivildienstgesetz 1986, BGBl. Nr. 679, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 31 aus 2001,.
  2. Absatz 2Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewählte Form für beide Geschlechter.

§ 2

Text

Ausbildungsziele, Qualitätssicherung

Paragraph 2,
  1. Absatz einsZiele der Ausbildung im kardiotechnischen Dienst sind
    1. Ziffer eins
      die Befähigung zur eigenverantwortlichen Übernahme und Durchführung sämtlicher Tätigkeiten, die in das Berufsbild des diplomierten Kardiotechnikers fallen,
    2. Ziffer 2
      die Vermittlung von speziellen Kenntnissen entsprechend den Tätigkeitsbereichen über den Aufbau, die Entwicklung, die Funktionen und Erkrankungen des menschlichen Körpers und
    3. Ziffer 3
      die Förderung der wissenschaftlichen Arbeit, der Kommunikation und Kooperation in persönlichen, fachspezifischen und anderen gesellschaftlich relevanten Bereichen zur Sicherung der Qualität und Unterstützung der Weiterentwicklung der Kardiotechnik durch forschungsorientiertes Denken.
  2. Absatz 2Die Erreichung der Ausbildungsziele gemäß Absatz eins, ist durch den Ausbildungsverantwortlichen (Paragraph 3,) zur Qualitätssicherung zu evaluieren.

§ 3

Text

Ausbildungsverantwortlicher

Paragraph 3,
  1. Absatz einsDer ärztliche Leiter der anerkannten Ausbildungsstätte für die Ausbildung zum diplomierten Kardiotechniker hat einen in die Kardiotechnikerliste eingetragenen diplomierten Kardiotechniker mit der Ausbildungsverantwortung zu betrauen (Ausbildungsverantwortlicher).
  2. Absatz 2Dem Ausbildungsverantwortlichen obliegt die fachspezifische und organisatorische Leitung der Ausbildung. Diese umfasst insbesondere folgende Aufgaben:
    1. Ziffer eins
      Planung, Organisation, Koordination und Kontrolle der gesamten Ausbildung,
    2. Ziffer 2
      Sicherung der inhaltlichen und pädagogischen Qualität der Ausbildung in den einzelnen Sachgebieten,
    3. Ziffer 3
      Auswahl der Materialien und Unterlagen für die theoretische und praktische Ausbildung,
    4. Ziffer 4
      Aufsicht über die Kardiotechniker in Ausbildung,
    5. Ziffer 5
      Organisation und Koordination sowie Mitwirkung an der kommissionellen Zwischenprüfung,
    6. Ziffer 6
      Mitwirkung bei der Aufnahme der Kardiotechniker in die Ausbildung sowie bei deren Ausschluss und
    7. Ziffer 7
      Evaluierung der Erreichung der Ausbildungsziele gemäß Paragraph 2, Absatz 2,

§ 4

Text

Teilnahmeverpflichtung

Paragraph 4,
  1. Absatz einsKardiotechniker in Ausbildung sind verpflichtet, an der Ausbildung teilzunehmen.
  2. Absatz 2Kommt der Kardiotechniker in Ausbildung seiner Verpflichtung zur Teilnahme, ohne aus einem berücksichtigungswürdigen Grund entschuldigt zu sein, nicht nach, ist folgende Vorgangsweise einzuhalten:
    1. Ziffer eins
      Dem betreffenden Kardiotechniker in Ausbildung sowie der gesetzlichen Interessenvertretung der Dienstnehmer ist Gelegenheit zur Abgabe einer Stellungnahme zu geben.
    2. Ziffer 2
      Der Ausbildungsverantwortliche hat unter Heranziehung der Stellungnahmen des Kardiotechnikers in Ausbildung und der gesetzlichen Interessenvertretung der Dienstnehmer zu entscheiden, ob der Träger der Ausbildungsstätte im Hinblick auf eine schwer wiegende Pflichtverletzung oder einen Verstoß gemäß Paragraph 27, Absatz eins, Ziffer 3, oder 4 Kardiotechnikergesetz zu befassen ist.
    3. Ziffer 3
      In den Fällen, in denen der Träger der Ausbildungsstätte nicht befasst wird oder die Entscheidung gemäß Paragraph 27, Absatz eins und 2 Kardiotechnikergesetz nicht auf Ausschluss von der Ausbildung lautet, kann durch den Ausbildungsverantwortlichen oder den Träger der Ausbildungsstätte eine Ermahnung ausgesprochen werden.
  3. Absatz 3Berücksichtigungswürdige Gründe gemäß Absatz 2, sind:
    1. Ziffer eins
      Krankheit oder
    2. Ziffer 2
      andere berücksichtungswürdige Gründe, wie insbesondere Geburt eines Kindes, Erkrankung oder Tod eines Kindes, Wahl- oder Pflegekindes, schwere Erkrankung oder Tod eines sonstigen nahen Angehörigen.
    Über das Vorliegen eines Grundes gemäß Ziffer eins und 2 entscheidet der Ausbildungsverantwortliche.

§ 5

Text

Versäumen von Ausbildungszeiten

Paragraph 5,

Versäumt ein Kardiotechniker in Ausbildung Praktikumszeiten, sind die Lehrinhalte ehest möglich während der Ausbildungszeit nachzuholen. Ist ein Nachholen während der Ausbildungszeit nicht möglich, ist die Ausbildungszeit durch den Träger der Ausbildungsstätte im Einvernehmen mit dem Ausbildungsverantwortlichen entsprechend den versäumten Ausbildungszeiten zu verlängern, sofern dies zur Erreichung der Ausbildungsziele erforderlich ist.

§ 6

Text

Unterbrechung der Ausbildung

Paragraph 6,
  1. Absatz einsDie Ausbildung ist vorbehaltlich Absatz 2, ohne Unterbrechung durchzuführen.
  2. Absatz 2Eine Unterbrechung der Ausbildung ist aus folgenden Gründen zulässig:
    1. Ziffer eins
      Für Zeiträume eines Beschäftigungsverbotes gemäß Paragraphen 3, Absatz eins bis 3 und 5 Absatz eins und 2 Mutterschutzgesetz 1979,
    2. Ziffer 2
      für Zeiträume, für die das Mutterschutzgesetz 1979, das Eltern-Karenzurlaubsgesetz oder vergleichbare österreichische Rechtsvorschriften einen Karenzurlaub vorsehen,
    3. Ziffer 3
      für Zeiten des Präsenz- oder Ausbildungsdienstes nach dem Wehrgesetz 1990 oder des Zivildienstes nach den Paragraphen 2,, 21 und 21a Zivildienstgesetz 1986 oder
    4. Ziffer 4
      aus schwer wiegenden gesundheitlichen, persönlichen oder familiären Gründen.
  3. Absatz 3Über das Vorliegen eines Grundes gemäß Absatz 2, Ziffer 4, entscheidet der Träger der Ausbildungsstätte.
  4. Absatz 4Eine Unterbrechung gemäß Absatz 2, Ziffer 4, ist höchstens bis zur Dauer eines Jahres möglich.
  5. Absatz 5Ein Kardiotechniker in Ausbildung, der aus einem der in Absatz 2, genannten Gründe die Ausbildung unterbrochen hat, ist berechtigt, die Ausbildung nach Wegfall des Unterbrechungsgrundes gemäß Absatz 2, zum ehest möglichen Zeitpunkt fortzusetzen. Der Zeitpunkt der Fortsetzung ist entsprechend den organisatorischen Möglichkeiten vom Träger der Ausbildung nach Anhörung des Ausbildungsverantwortlichen festzusetzen.
  6. Absatz 6Die Ausbildung ist, vorbehaltlich erworbener anrechenbarer Ausbildungsinhalte im Rahmen von Vermittlungs- und Austauschprogrammen, in jenem Stand fortzusetzen, in dem sie unterbrochen wurde.

§ 7

Text

Wechsel der Ausbildungsstätte innerhalb Österreichs

Paragraph 7,

Wechselt ein Kardiotechniker in Ausbildung während der Ausbildung in eine andere anerkannte Ausbildungsstätte für die Ausbildung zum diplomierten Kardiotechniker, ist die Ausbildung unter Anrechnung der bisher absolvierten Ausbildungsinhalte fortzusetzen.

§ 8

Text

Ausbildung

Paragraph 8,
  1. Absatz einsDie Ausbildung hat integrierend zu erfolgen, wobei sich theoretische und praktische Ausbildung zu ergänzen haben.
  2. Absatz 2Die theoretische Ausbildung hat durch selbständige Erarbeitung und Vertiefung der Ausbildungsinhalte der in Anlage 1 angeführten Sachgebiete anhand der durch den Ausbildungsverantwortlichen vorgestellten Materialien und Unterlagen in Form des Selbststudiums unter fachlicher Betreuung durch denselben sowie durch diplomierte Kardiotechniker und Ärzte, die über die notwendige fachliche Eignung verfügen, zu erfolgen.
  3. Absatz 3Die praktische Ausbildung umfasst die in der Anlage 2 (Rasterzeugnis) angeführten Ausbildungsinhalte. Die praktische Ausbildung hat die für eine fachgerechte Berufsausübung erforderlichen begleitenden Unterweisungen zu enthalten.
  4. Absatz 4Die praktische Ausbildung ist unter Aufsicht des Ausbildungsverantwortlichen und unter Anleitung
    1. Ziffer eins
      des Ausbildungsverantwortlichen und
    2. Ziffer 2
      diplomierter Kardiotechniker, von Ärzten und sonstigem fachlich geeigneten Personal durchzuführen, die über die notwendige fachliche und pädagogische Eignung verfügen.
  5. Absatz 5Im Rahmen der praktischen Ausbildung dürfen Kardiotechniker in Ausbildung nur zu Tätigkeiten herangezogen werden, die
    1. Ziffer eins
      im unmittelbaren Zusammenhang mit der Ausbildung zum diplomierten Kardiotechniker stehen und
    2. Ziffer 2
      zur Erreichung der Ausbildungsziele erforderlich sind.
  6. Absatz 6Frühestens im sechsten Monat nach Ausbildungsbeginn hat der Kardiotechniker in Ausbildung im Rahmen der praktischen Ausbildung ein externes Praktikum an einer anerkannten Ausbildungsstätte für die Ausbildung zum diplomierten Kardiotechniker in der Dauer von mindestes 40 bis höchstens 120 Stunden zu absolvieren. Die Schwerpunkte des externen Praktikums sind durch die Ausbildungsverantwortlichen nach Anhörung des Kardiotechnikers in Ausbildung festzulegen.

§ 9

Text

Rasterzeugnis

Paragraph 9,
  1. Absatz einsDas Rasterzeugnis über eine Ausbildung zum diplomierten Kardiotechniker ist nach dem Muster der Anlage 2 vom Ausbildungsverantwortlichen herzustellen und dem Kardiotechniker in Ausbildung am Beginn der praktischen Ausbildung zu übergeben. Das Rasterzeugnis dient als Nachweis der Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten in den entsprechenden Ausbildungsinhalten.
  2. Absatz 2Im Rasterzeugnis sind
    1. Ziffer eins
      Art und Umfang bzw. Dauer der Ausbildung,
    2. Ziffer 2
      die Bestätigung der erfolgreichen Mitwirkung bzw. Durchführung entsprechender Tätigkeiten sowie
    3. Ziffer 3
      die Bestätigung über die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten in den jeweiligen Ausbildungsinhalten
    anzugeben. Die erfolgreich absolvierten Inhalte der Ziffer eins bis 3 sind durch den Ausbildungsverantwortlichen durch Unterschrift und Datum zu bestätigen und vom Kardiotechniker in Ausbildung gegenzuzeichnen. Weiters sind im Rasterzeugnis angerechnete Praktika zu vermerken.
  3. Absatz 3Wurden die Mindestinhalte gemäß dem Muster der Anlage 2 durch den Kardiotechniker in Ausbildung erfolgreich absolviert, ist das Rasterzeugnis durch den ärztlichen Leiter der anerkannten Ausbildungsstätte und durch den Ausbildungsverantwortlichen zu unterfertigen und mit der Stampiglie der Krankenanstalt zu versehen.
  4. Absatz 4Die Ausstellung des Rasterzeugnisses mittels automationsunterstützter Datenverarbeitung ist zulässig, wobei das Datenverarbeitungsregister (DVR-Nummer) anzuführen ist. Die nicht zutreffenden geschlechtsspezifischen Bezeichnungen sind zu streichen oder wegzulassen.

§ 10

Text

2. Abschnitt
Prüfungen

Zwischenprüfung

Paragraph 10,
  1. Absatz einsFrühestens im 11. Monat und spätestens im 13. Monat nach Ausbildungsbeginn ist eine mündliche Zwischenprüfung vor der Zwischenprüfungskommission abzulegen.
  2. Absatz 2Die Zwischenprüfung ist über jene Ausbildungsinhalte der Sachgebiete abzulegen, in denen gemäß der Anlage 1 eine Zwischenprüfung vorgesehen ist.

§ 11

Text

Ablauf der Zwischenprüfung

Paragraph 11,
  1. Absatz einsDer Ausbildungsverantwortliche als Vorsitzender hat
    1. Ziffer eins
      den Mitgliedern der Zwischenprüfungskommission unter Bekanntgabe der Prüfungskandidaten sowie
    2. Ziffer 2
      den Prüfungskandidaten
    den Prüfungstermin spätestens vier Wochen vor der Zwischenprüfung nachweislich bekannt zu geben.
  2. Absatz 2Die Zwischenprüfung ist durch den Ausbildungsverantwortlichen abzunehmen. Die Mitglieder der Zwischenprüfungskommission sind berechtigt, dem Prüfungskandidaten Fragen hinsichtlich sämtlicher Ausbildungsinhalte zu stellen.
  3. Absatz 3Über das Ergebnis der Zwischenprüfung entscheidet die Zwischenprüfungskommission in nichtöffentlicher Sitzung mit einfacher Stimmenmehrheit. Eine Stimmenthaltung ist nicht zulässig.
  4. Absatz 4Die Zwischenprüfungskommission ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder anwesend sind.

§ 12

Text

Zwischenprüfungsprotokoll

Paragraph 12,
  1. Absatz einsDer Ausbildungsverantwortliche hat über die Zwischenprüfung ein Protokoll zu führen. Dieses hat zu enthalten:
    1. Ziffer eins
      Namen und Funktion der Mitglieder der Zwischenprüfungskommission,
    2. Ziffer 2
      Datum und Dauer der Prüfung,
    3. Ziffer 3
      Name der Prüfungskandidaten,
    4. Ziffer 4
      Prüfungsfragen,
    5. Ziffer 5
      Beurteilung der einzelnen Prüfungsantworten und
    6. Ziffer 6
      Gesamtbeurteilung.
  2. Absatz 2Das Protokoll ist von allen Mitgliedern der Zwischenprüfungskommission zu unterzeichnen.
  3. Absatz 3Das Zwischenprüfungsprotokoll, ausgenommen die Prüfungsfragen gemäß Absatz eins, Ziffer 4,, ist durch den Träger der Ausbildungsstätte mindestens zehn Jahre ab Ablegung der Zwischenprüfung aufzubewahren.

§ 13

Text

Beurteilung der Zwischenprüfung, Zeugnis

Paragraph 13,
  1. Absatz einsDie Zwischenprüfung ist mit „ausgezeichnet bestanden“, „bestanden“ oder „nicht bestanden“ zu beurteilen.
  2. Absatz 2Über die Beurteilung der Zwischenprüfung hat die Zwischenprüfungskommission ein Zeugnis nach dem Muster der Anlage 3 auszustellen.
  3. Absatz 3Die Ausstellung des Zwischenprüfungszeugnisses mittels automationsunterstützter Datenverarbeitung ist zulässig, wobei das Datenverarbeitungsregister (DVR-Nummer) anzuführen ist. Die nicht zutreffenden geschlechtsspezifischen Bezeichnungen sind zu streichen oder wegzulassen.

§ 14

Text

Nichtantreten zur Zwischenprüfung

Paragraph 14,
  1. Absatz einsIst ein Prüfungskandidat
    1. Ziffer eins
      durch Krankheit oder
    2. Ziffer 2
      aus anderen berücksichtungswürdigen Gründen, wie insbesondere Geburt eines Kindes, Erkrankung oder Tod eines Kindes, Wahl- oder Pflegekindes, schwere Erkrankung oder Tod eines sonstigen nahen Angehörigen,
    verhindert, zur Zwischenprüfung anzutreten, ist diese zum ehest möglichen Termin, spätestens innerhalb von vier Wochen nach Wegfall des Verhinderungsgrundes nachzuholen.
  2. Absatz 2Tritt ein Prüfungskandidat nicht an, ohne aus einem der im Absatz eins, angeführten Gründe verhindert zu sein, ist die Zwischenprüfung mit „nicht bestanden“ zu beurteilen.
  3. Absatz 3Über das Vorliegen einer Verhinderung gemäß Absatz eins, entscheidet die Zwischenprüfungskommission.

§ 15

Text

Wiederholen der Zwischenprüfung

Paragraph 15,
  1. Absatz einsBei Beurteilung der Zwischenprüfung mit „nicht bestanden“ darf eine Wiederholungsprüfung vor der Zwischenprüfungskommission abgelegt werden.
  2. Absatz 2Die Wiederholungsprüfung gemäß Absatz eins, ist nach einem angemessenen Zeitabstand, längstens aber innerhalb von vier Wochen nach dem Termin der mit „nicht bestanden“ beurteilten Zwischenprüfung abzulegen. Der Termin für die Wiederholungsprüfung ist von der Zwischenprüfungskommission festzusetzen.
  3. Absatz 3Die Zwischenprüfung darf höchstens zweimal wiederholt werden. Die Beurteilung der Wiederholungsprüfung tritt an die Stelle der Beurteilung „nicht bestanden“. Eine Beurteilung der zweiten Wiederholungsprüfung mit „nicht bestanden“ bewirkt das automatische Ausscheiden aus der Ausbildung. Im Falle einer neuerlichen Aufnahme zur Ausbildung im kardiotechnischen Dienst ist eine Anrechnung der Praktika nicht zulässig.

§ 16

Text

Diplomprüfung

Paragraph 16,
  1. Absatz einsNach Abschluss der Ausbildung, frühestens im 18. Monat nach Ausbildungsbeginn, ist eine Diplomprüfung in Form einer mündlichen Prüfung vor dem Kardiotechnikerbeirat abzulegen.
  2. Absatz 2Im Rahmen der Diplomprüfung ist zu überprüfen, ob der Kardiotechniker in Ausbildung über die für die eigenverantwortliche Ausübung des kardiotechnischen Dienstes erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten verfügt.

§ 17

Text

Zulassung zur Diplomprüfung

Paragraph 17,
  1. Absatz einsEin Kardiotechniker in Ausbildung ist zur Diplomprüfung zuzulassen, wenn
    1. Ziffer eins
      die im Rasterzeugnis festgelegten Mindestinhalte der praktischen Ausbildung erfolgreich absolviert wurden und
    2. Ziffer 2
      die Zwischenprüfung erfolgreich bestanden wurde.
  2. Absatz 2Über das Vorliegen der Zulassungsvoraussetzungen entscheidet der Ausbildungsverantwortliche.

§ 18

Text

Diplomprüfungsinhalte

Paragraph 18,

Die Diplomprüfung ist vor dem Kardiotechnikerbeirat über folgende Sachgebiete abzulegen:

  1. Ziffer eins
    Allgemeine Kardiotechnik sowie fachspezifische Technologien und Gerätekunde,
  2. Ziffer 2
    spezielle medizinische Teilgebiete unter besonderer Berücksichtigung der Anatomie, Pathologie, Pathophysiologie, Hämatologie, Anästhesie und Chirurgie.

§ 19

Text

Ablauf der mündlichen Diplomprüfung

Paragraph 19,
  1. Absatz einsDie Ausbildungsverantwortlichen haben dem Vorsitzenden des Kardiotechnikerbeirates
    1. Ziffer eins
      jene Kardiotechniker in Ausbildung, die zur Diplomprüfung zugelassen wurden, und
    2. Ziffer 2
      Vorschläge für den Prüfungstermin
    bekannt zu geben.
  2. Absatz 2Der Vorsitzende des Kardiotechnikerbeirates hat nach Anhörung der Ausbildungsverantwortlichen einen Prüfungstermin festzusetzen. Die Ausbildungsverantwortlichen haben den Prüfungstermin den Kardiotechnikern in Ausbildung unverzüglich und nachweislich bekannt zu geben.
  3. Absatz 3Der Vorsitzende des Kardiotechnikerbeirates hat die Mitglieder des Kardiotechnikerbeirates spätestens vier Wochen vor der mündlichen Diplomprüfung zu laden. Der Ladung sind ein Verzeichnis der Prüfungskandidaten anzuschließen.

§ 20

Text

Paragraph 20,
  1. Absatz einsDie Mitglieder des Kardiotechnikerbeirates sind berechtigt, den Prüfungskandidaten aus sämtlichen Sachgebieten Fragen zu stellen.
  2. Absatz 2Über das Ergebnis der Diplomprüfung entscheidet der Kardiotechnikerbeirat in nichtöffentlicher Sitzung mit unbedingter Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

§ 21

Text

Beurteilung der Diplomprüfung

Paragraph 21,
  1. Absatz einsDer Kardiotechnikerbeirat hat die Leistungen im Rahmen der mündlichen Diplomprüfung mit „ausgezeichnet bestanden“, „bestanden“ oder „nicht bestanden“ zu beurteilen.
  2. Absatz 2Über die Beurteilung der Leistungen im Rahmen der Diplomprüfung hat der Kardiotechnikerbeirat den Kardiotechnikern in Ausbildung ein Diplomprüfungszeugnis nach dem Muster der Anlage 4 auszustellen.
  3. Absatz 3Die Ausstellung des Diplomprüfungszeugnisses mittels automationsunterstützter Datenverarbeitung ist zulässig, wobei das Datenverarbeitungsregister (DVR-Nummer) anzuführen ist. Die nicht zutreffenden geschlechtsspezifischen Bezeichnungen sind zu streichen oder wegzulassen.

§ 22

Text

Diplomprüfungsprotokoll

Paragraph 22,
  1. Absatz einsÜber die Diplomprüfung ist ein Protokoll zu führen.
  2. Absatz 2Das Diplomprüfungsprotokoll hat insbesondere zu enthalten:
    1. Ziffer eins
      Name und Funktion der Mitglieder des Kardiotechnikerbeirates,
    2. Ziffer 2
      Datum der Prüfung im Rahmen der Diplomprüfung,
    3. Ziffer 3
      Namen der Prüfungskandidaten,
    4. Ziffer 4
      Prüfungsfragen und
    5. Ziffer 5
      Beurteilung der Prüfungen.
  3. Absatz 3Das Diplomprüfungsprotokoll ist von den Mitgliedern des Kardiotechnikerbeirates zu unterzeichnen.
  4. Absatz 4Das Diplomprüfungsprotokoll, ausgenommen die Prüfungsfragen gemäß Absatz 2, Ziffer 4,, ist durch den Bundesminister für soziale Sicherheit und Generationen mindestens 50 Jahre ab Ablegung der Diplomprüfung aufzubewahren.

§ 23

Text

Nichtantreten zur mündlichen Diplomprüfung

Paragraph 23,
  1. Absatz einsIst ein Prüfungskandidat
    1. Ziffer eins
      durch Krankheit oder
    2. Ziffer 2
      aus anderen berücksichtigungswürdigen Gründen, wie insbesondere Geburt eines Kindes, Erkrankung oder Tod eines Kindes, Wahl- oder Pflegekindes, schwere Erkrankung oder Tod eines sonstigen nahen Angehörigen
    verhindert, zur Diplomprüfung anzutreten, ist diese zum ehest möglichen Termin, spätestens innerhalb von vier Wochen nach Wegfall des Verhinderungsgrundes nachzuholen.
  2. Absatz 2Tritt ein Prüfungskandidat zur mündlichen Diplomprüfung nicht an, ohne aus einem der in Absatz eins, angeführten Gründe verhindert zu sein, ist die mündliche Diplomprüfung mit „nicht bestanden“ zu beurteilen.
  3. Absatz 3Über das Vorliegen einer Verhinderung gemäß Absatz eins, entscheidet der Kardiotechnikerbeirat.

§ 24

Text

Wiederholen der Diplomprüfung

Paragraph 24,
  1. Absatz einsBei Beurteilung der Diplomprüfung mit „nicht bestanden“ darf eine Wiederholungsprüfung vor dem Kardiotechnikerbeirat abgelegt werden.
  2. Absatz 2Der Termin für die Wiederholungsprüfung ist vom Kardiotechnikerbeirat festzusetzen, wobei zwischen den Prüfungsterminen ein Zeitraum von mindestens einem Monat zu liegen hat.
  3. Absatz 3Die Diplomprüfung darf höchstens zweimal wiederholt werden. Die Beurteilung der Wiederholungsprüfung tritt an die Stelle der Beurteilung „nicht bestanden“.
  4. Absatz 4Die Beurteilung der zweiten Wiederholungsprüfung mit „nicht bestanden“ bewirkt das automatische Ausscheiden aus der Ausbildung. Im Falle einer neuerlichen Aufnahme zur Ausbildung im kardiotechnischen Dienst ist eine Anrechnung der Praktika und der Zwischenprüfung nicht zulässig.

§ 25

Text

Diplom

Paragraph 25,
  1. Absatz einsÜber eine erfolgreich abgelegte Diplomprüfung ist ein Diplom nach dem Muster der Anlage 5 auszustellen.
  2. Absatz 2Das Diplom hat
    1. Ziffer eins
      die Beurteilung der Diplomprüfung sowie
    2. Ziffer 2
      den Zusatz, dass die Berechtigung zur Ausübung des kardiotechnischen Dienstes und zur Führung der Berufsbezeichnung erst mit der Eintragung in die Kardiotechnikerliste gemäß Paragraphen 4 und 19 Kardiotechnikergesetz besteht,
    zu enthalten.
  3. Absatz 3Die Ausstellung des Diploms mittels automationsunterstützter Datenverarbeitung ist zulässig, wobei das Datenverarbeitungsregister (DVR-Nummer) anzuführen ist. Die nicht zutreffenden geschlechtsspezifischen Bezeichnungen sind zu streichen oder wegzulassen.
  4. Absatz 4Das Diplom ist mit dem Rundsiegel der Republik Österreich zu versehen und vom Vorsitzenden des Kardiotechnikerbeirates zu unterzeichnen.
  5. Absatz 5Das Diplom ist den Absolventen der Ausbildung im kardiotechnischen Dienst spätestens vier Wochen nach Abschluss der Diplomprüfung nachweislich auszufolgen.

§ 26

Text

3. Abschnitt
Nostrifikation

Allgemeines

Paragraph 26,

Für die Durchführung der Ergänzungsausbildung im Rahmen der Anerkennung einer von EWR-Staatsangehörigen außerhalb des EWR oder von einer Person, die nicht EWR-Staatsangehörige ist, erworbenen Urkunde über eine mit Erfolg abgeschlossene Ausbildung im kardiotechnischen Dienst gelten die Paragraphen eins bis 7 sowie Paragraph 8, Absatz eins,, 2, 4 und 5.

§ 27

Text

Ergänzungsausbildung und -prüfung

Paragraph 27,
  1. Absatz einsDie Zulassung zur Ergänzungsausbildung ist vom Träger der anerkannten Ausbildungsstätte für die Ausbildung zum diplomierten Kardiotechniker im Nostrifikationsbescheid zu vermerken.
  2. Absatz 2Nostrifikanten sind zur Ergänzungsprüfung vor dem Kardiotechnikerbeirat durch den Ausbildungsverantwortlichen zuzulassen, wenn die im Nostrifikationsbescheid festgelegten Praktika erfolgreich absolviert wurden. Sind im Nostrifikationsbescheid nur Ergänzungsprüfungen festgelegt, erfolgt die Zulassung zur Ergänzungsprüfung vor dem Kardiotechnikerbeirat durch den Vorsitzenden des Kardiotechnikerbeirates. Für den Ablauf der Ergänzungsprüfung gelten die Paragraphen 19 und 20.
  3. Absatz 3Die Ergänzungsprüfung ist in deutscher Sprache in Form einer mündlichen Prüfung vor dem Kardiotechnikerbeirat abzulegen.
  4. Absatz 4Der Beurteilung einer Ergänzungsprüfung ist der Prüfungserfolg im betreffenden Sachgebiet zu Grunde zu legen. Die Paragraphen 21 und 22 sind anzuwenden.
  5. Absatz 5Die Beurteilung einer oder mehrerer Ergänzungsprüfungen mit „nicht bestanden“ oder eines Praktikums mit „nicht bestanden“ nach Ausschöpfen der Wiederholungsmöglichkeiten (Paragraph 28,) schließt eine erfolgreiche Absolvierung der Ergänzungsausbildung aus.

§ 28

Text

Wiederholen und Abbruch der Ergänzungsausbildung – Ausscheiden

Paragraph 28,
  1. Absatz einsJede Ergänzungsprüfung, die mit „nicht bestanden“ beurteilt wird, darf höchstens zweimal wiederholt werden. Die Wiederholungsprüfung ist vor dem Kardiotechnikerbeirat abzulegen. Die Beurteilung der Wiederholungsprüfung tritt an die Stelle der Beurteilung „nicht bestanden“.
  2. Absatz 2Jedes Praktikum, das mit „nicht bestanden“ beurteilt wird, darf höchstens zweimal wiederholt werden. Die Beurteilung des wiederholten Praktikums tritt an die Stelle der Beurteilung „nicht bestanden“.
  3. Absatz 3Wenn
    1. Ziffer eins
      die zweite Wiederholungsprüfung in einem Sachgebiet „nicht bestanden“ oder
    2. Ziffer 2
      ein zum zweiten Mal wiederholtes Praktikum mit „nicht bestanden“
    beurteilt wird, scheidet der Nostrifikant automatisch aus der Ergänzungsausbildung aus. In diesem Fall ist die Ergänzungsausbildung ohne Erfolg absolviert.
  4. Absatz 4Scheidet ein Nostrifikant gemäß Absatz 3, aus der Ausbildung aus, darf die Ergänzungsausbildung nicht wiederholt oder neu begonnen werden. Bei einer nachfolgenden Aufnahme zur Ausbildung im kardiotechnischen Dienst ist eine Anrechnung der im Ausland absolvierten Ausbildung im kardiotechnischen Dienst nicht zulässig.
  5. Absatz 5Wird eine Ergänzungsausbildung durch den Nostrifikanten aus einem anderen als den in Absatz 3, genannten Gründen abgebrochen und wird der Nostrifikant in der Folge neuerlich zur Ergänzungsausbildung zugelassen, sind alle bisher gemäß dem Nostrifikationsbescheid mit oder ohne Erfolg abgelegten Ergänzungsprüfungen und Praktika anzurechnen.

§ 29

Text

Bestätigung über die Ergänzungsausbildung und -prüfung

Paragraph 29,
  1. Absatz einsÜber die im Rahmen der Ergänzungsausbildung absolvierten Ergänzungsprüfungen und Praktika ist eine Bestätigung nach dem Muster der Anlage 6 auszustellen.
  2. Absatz 2Die Ausstellung der Bestätigung mittels automationsunterstützter Datenverarbeitung ist zulässig, wobei das Datenverarbeitungsregister (DVR-Nummer) anzuführen ist. Die nicht zutreffenden geschlechtsspezifischen Bezeichnungen sind zu streichen oder wegzulassen.
  3. Absatz 3Die Bestätigung gemäß Absatz eins, hat die Beurteilung der im Nostrifikationsbescheid vorgeschriebenen Ergänzungsprüfungen und Praktika zu enthalten und ist vom Vorsitzenden des Kardiotechnikerbeirates zu unterzeichnen.
  4. Absatz 4Die Ausbildungsverantwortlichen sind verpflichtet, dem Vorsitzenden des Kardiotechnikerbeirates Folgendes zu melden:
    1. Ziffer eins
      die erfolgreiche Absolvierung der praktischen Ergänzungsausbildung,
    2. Ziffer 2
      die gemäß Paragraph 28, Absatz 3, Ziffer 2, ohne Erfolg absolvierte Ergänzungsausbildung (Ausscheiden) und
    3. Ziffer 3
      der Abbruch der Ergänzungsausbildung durch den Nostrifikanten gemäß Paragraph 28, Absatz 5,

§ 30

Text

4. Abschnitt
Kompensationsmaßnahmen – EWR

Allgemeines

Paragraph 30,

Für die Durchführung eines Anpassungslehrganges oder einer Eignungsprüfung im Rahmen der Zulassung zur Berufsausübung von EWR-Staatsangehörigen im kardiotechnischen Dienst gelten die Paragraphen eins bis 7 sowie Paragraph 8, Absatz eins,, 2, 4 und 5.

§ 31

Text

Anpassungslehrgang

Paragraph 31,
  1. Absatz einsDer Anpassungslehrgang ist an anerkannten Ausbildungsstätten für die Ausbildung zum diplomierten Kardiotechniker zu absolvieren.
  2. Absatz 2Die Zulassungswerber dürfen im Rahmen des Anpassungslehrganges nur zu Tätigkeiten herangezogen werden, die in unmittelbarem Zusammenhang mit den zu erlernenden Fähigkeiten und Fertigkeiten stehen.
  3. Absatz 3Zulassungswerber, die im Rahmen des Anpassungslehrganges eine Zusatzausbildung zu absolvieren haben, sind zur Teilnahme verpflichtet (Paragraphen 4 und 5).

§ 32

Text

Eignungsprüfung

Paragraph 32,
  1. Absatz einsDie Eignungsprüfung ist vor dem Kardiotechnikerbeirat in den im Zulassungsbescheid angeführten Sachgebieten abzulegen. Für den Ablauf der Eignungsprüfung gelten die Paragraphen 19 und 20.
  2. Absatz 2Die Eignungsprüfung ist in deutscher Sprache in Form einer mündlichen Prüfung abzulegen. Die Paragraphen 20 bis 22 sind anzuwenden.
  3. Absatz 3Der Beurteilung ist der Prüfungserfolg in den betreffenden Sachgebieten zu Grunde zu legen. Die Paragraphen 21 und 22 sind anzuwenden.
  4. Absatz 4Die Beurteilung einer Eignungsprüfung mit „nicht bestanden“ nach Ausschöpfen der Wiederholungsmöglichkeiten (Paragraph 33,) schließt eine erfolgreiche Absolvierung aus.

§ 33

Text

Wiederholen

Paragraph 33,
  1. Absatz einsEin Anpassungslehrgang, der mit „nicht bestanden“ beurteilt wird, darf höchstens zweimal wiederholt werden.
  2. Absatz 2Eine Eignungsprüfung, die mit „nicht bestanden“ beurteilt wird, darf höchstens zweimal wiederholt werden. Die Wiederholungsprüfung ist vor dem Kardiotechnikerbeirat abzulegen.
  3. Absatz 3Wenn
    1. Ziffer eins
      die zweite Wiederholungsprüfung der Eignungsprüfung mit „nicht bestanden“ oder
    2. Ziffer 2
      der zum zweiten Mal wiederholte Anpassungslehrgang mit „nicht bestanden“
    beurteilt wird, ist der Anpassungslehrgang oder die Eignungsprüfung ohne Erfolg absolviert.
  4. Absatz 4Ohne Erfolg absolvierte Anpassungslehrgänge oder Eignungsprüfungen dürfen nicht wiederholt oder neu begonnen werden. Bei einer nachfolgenden Aufnahme zur Ausbildung im kardiotechnischen Dienst ist eine Anrechnung der im Ausland absolvierten Ausbildung im kardiotechnischen Dienst nicht zulässig.

§ 34

Text

Bestätigung

Paragraph 34,
  1. Absatz einsÜber den absolvierten Anpassungslehrgang oder die absolvierte Eignungsprüfung ist eine Bestätigung nach dem Muster der Anlage 7 oder Anlage 8 auszustellen.
  2. Absatz 2Die Ausstellung der Bestätigung mittels automationsunterstützter Datenverarbeitung ist zulässig, wobei das Datenverarbeitungsregister (DVR-Nummer) anzuführen ist. Die nicht zutreffenden geschlechtsspezifischen Bezeichnungen sind zu streichen oder wegzulassen.
  3. Absatz 3Die Bestätigung gemäß Absatz eins, hat die Beurteilung des im Zulassungsbescheid vorgeschriebenen Anpassungslehrganges oder der Eignungsprüfung zu enthalten. Die Bestätigung über die Eignungsprüfung ist vom Vorsitzenden des Kardiotechnikerbeirates zu unterzeichnen. Die Bestätigung über den Anpassungslehrgang ist vom Ausbildungsverantwortlichen zu unterzeichnen.
  4. Absatz 4Die Ausbildungsverantwortlichen sind verpflichtet, dem Vorsitzenden des Kardiotechnikerbeirates Folgendes zu melden:
    1. Ziffer eins
      die erfolgreiche Absolvierung der Anpassungslehrgänge und
    2. Ziffer 2
      die gemäß Paragraph 33, Absatz 3, Ziffer 2, ohne Erfolg absolvierten Anpassungslehrgänge (Ausscheiden).

Anl. 1

Text

Anlage 1 (zu Paragraph 8,)

Ausbildung zum diplomierten Kardiotechniker/zur diplomierten Kardiotechnikerin – Theoretische Ausbildung

Anmerkung, Anlage 1 ist als PDF dokumentiert.)

Anl. 2

Text

Anlage 2 (zu Paragraph 9,)

Rasterzeugnis für die Ausbildung zum diplomierten Kardiotechniker

Anmerkung, Anlage 2 ist als PDF dokumentiert.)

Anl. 3

Text

Anlage 3 (zu Paragraph 13,)

Zwischenprüfungszeugnis

Anmerkung, Anlage 3 ist als PDF dokumentiert.)

Anl. 4

Text

Anlage 4 (zu Paragraph 21,)

DIPLOMPRÜFUNGSZEUGNIS

Anmerkung, Anlage 4 ist als PDF dokumentiert.)

Anl. 5

Text

Anlage 5 (zu Paragraph 25,)

DIPLOM

Anmerkung, Anlage 5 ist als PDF dokumentiert.)

Anl. 6

Text

Anlage 6 (zu Paragraph 29,)

BESTÄTIGUNG ÜBER DIE ERGÄNZUNGSAUSBILDUNG

Anmerkung, Anlage 6 ist als PDF dokumentiert.)

Anl. 7

Text

Anlage 7 (zu Paragraph 34,)

BESTÄTIGUNG ÜBER DEN ANPASSUNGSLEHRGANG

Anmerkung, Anlage 7 ist als PDF dokumentiert.)

Anl. 8

Text

Anlage 8 (zu Paragraph 34,)

BESTÄTIGUNG ÜBER DIE EIGNUNGSPRÜFUNG

Anmerkung, Anlage 8 ist als PDF dokumentiert.)