Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Baumaschinentechnik-Ausbildungsordnung, Fassung vom 31.05.2015

§ 0

Langtitel

Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit über die Berufsausbildung im Lehrberuf Baumaschinentechnik
(Baumaschinentechnik-Ausbildungsordnung)
StF: BGBl. II Nr. 182/2000

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund der §§ 8 und 24 des Berufsausbildungsgesetzes, BGBl. Nr. 142/1969, zuletzt geändert durch die Berufsausbildungsgesetz-Novelle 1998, BGBl. I Nr. 100/1998, wird verordnet:

§ 1

Text

Lehrberuf Baumaschinentechnik

§ 1.

(1) Der Lehrberuf Baumaschinentechnik ist mit einer Lehrzeit von dreieinhalb Jahren eingerichtet.

(2) In den Lehrverträgen, Lehrzeugnissen, Lehrabschlussprüfungszeugnissen und Lehrbriefen ist der Lehrberuf in der dem Geschlecht des Lehrlings entsprechenden Form (Baumaschinentechniker oder Baumaschinentechnikerin) zu bezeichnen.

§ 2

Text

Berufsprofil

§ 2.

Durch die Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule soll der ausgebildete Lehrling befähigt werden, die nachfolgenden Tätigkeiten fachgerecht, selbstständig und eigenverantwortlich ausführen zu können:

1.

Technische Unterlagen lesen und anwenden,

2.

Arbeitsschritte, Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden festlegen,

3.

Arbeitsabläufe planen und steuern, Arbeitsergebnisse beurteilen, Qualitätsmanagementsysteme anwenden,

4.

Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften und Normen und der einschlägigen Umweltstandards ausführen,

5.

Erforderliche Materialien auswählen, beschaffen und überprüfen,

6.

Einstellarbeiten, Nachstellarbeiten und Reparaturen an mechanischen, pneumatischen, hydraulischen, elektrischen und elektronischen Teilen und Baugruppen von Baumaschinen durchführen und Zubehörteile und Baugruppen von Baumaschinen einbauen, sowohl in der Werkstätte als auch vor Ort,

7.

Baumaschinen rüsten, warten, reparieren und instandsetzen,

8.

Bauteile und Geräte für Baumaschinen nach Zeichnungen und Skizzen anfertigen sowie Konstruktionen aus Metall und anderen Werkstoffen herstellen,

9.

Steuerungen pneumatischer, hydraulischer, elektrischer und elektronischer Art für Baumaschinen herstellen, rüsten und austauschen,

10.

Störungsursachen an Motoren, Antrieben, Aggregaten und Zubehörteilen von Baumaschinen aufsuchen, eingrenzen und beheben,

11.

Baumaschinentechnische, elektrische und elektronische Größen messen und Funktionsabläufe prüfen,

12.

Schutzmaßnahmen zur Verhütung von Personenschäden und Sachschäden einrichten, prüfen und dokumentieren, unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriften für Baumaschinen,

13.

Technische Daten über den Arbeitsablauf und die Arbeitsergebnisse erfassen und dokumentieren,

14.

Kunden über Einsatz, Anwendung und Wartung von Baumaschinen beraten.

§ 3

Text

Berufsbild

§ 3.

(1) Für die Ausbildung wird folgendes Berufsbild festgelegt. Die angeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sind spätestens in dem jeweils angeführten Lehrjahr beginnend derart zu vermitteln, dass der Lehrling zur Ausübung qualifizierter Tätigkeiten im Sinne des Berufsprofils befähigt wird, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen, Kontrollieren und Optimieren einschließt.

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Pos.    1. Lehrjahr    2. Lehrjahr    3. Lehrjahr    4. Lehrjahr

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  1.   Handhaben und Instandhalten der zu verwendenden Werkzeuge,

                       Maschinen und Arbeitsbehelfe

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  2.  Kenntnis der Werkstoffe und Hilfsstoffe, ihrer Eigenschaften,

         Verwendungsmöglichkeiten und Bearbeitungsmöglichkeiten

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  3.  Lesen von       Lesen von Fertigungszeichnungen und Anfertigen

      einfachen               von einschlägigen Skizzen

      Fertigungs-

      zeichnungen

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  4.  Grundlegende    Fertigkeiten   Fertigkeiten   Bohren mit

      Fertigkeiten    in der Werk-   in der Werk-   Montagegeräten,

      in der Werk-    stoffbearbei-  stoffbearbei-  Schleifen und

      stoffbear-      tung unter     tung unter     Trennen

      beitung von     Verwendung     Verwendung

      Hand und unter  von Maschinen  von Maschinen

      Verwendung von  und Geräten:   und Geräten:

      Maschinen und   Einrichten,    Einrichten,

      Geräten:        Nivellieren,   Nivellieren,

      Messen,         Bohren,        Bohren mit

      Anreißen,       Richten,       Montage-

      Feilen, Sägen,  Biegen,        geräten,

      Bohren,         maschinelles   Schleifen und

      Senken,         Gewinde-       Trennen,

      Richten,        schneiden,     Passen

      Biegen,         Schmieden,

      Passen,         Härten,

      Scharf-         Drehen,

      schleifen,      Fräsen,

      Gewinde-        Honen,

      schneiden von   Reiben,

      Hand,           Passen,

      einfaches       Polieren

      Härten,

      Meißeln

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  5.   Herstellen von lösbaren und     Herstellen von lösbaren und

         unlösbaren Verbindungen:       unlösbaren Verbindungen:

           Schraubverbindungen,          Wellenverbindungen und

           Nietverbindungen und           Nebenverbindungen zur

             Stiftverbindungen,           Drehmomentübertragung,

           Weichlöten, Hartlöten,      Gasschmelzschweißen, auch in

       Kleben, Gasschmelzschweißen,    Zwangslage, Elektroschweißen,

             Elektroschweißen,             auch in Zwangslage,

            Schutzgasschweißen          Schutzgasschweißen, auch in

                                               Zwangslage

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  6.          -              Brennschneiden                -

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  7.  Grundkennt-        Prüfen von Werkstoffen             -

      nisse über

      die Werk-

      stoffprüfung

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  8.       Lesen von Serviceplänen,  Lesen von Funktionszeichnungen

             Wartungsplänen und      und Schaltplänen elektrischer,

               Montageplänen          elektronischer, hydraulischer

                                          und pneumatischer Art

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  9.  Anfertigen              Anfertigen von Skizzen und

      einfacher                      Schaltplänen

      Skizzen

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10.  Grundkennt-          Aufsuchen, Erkennen und Beheben von

      nisse der           mechanischen Störungen an Baumaschinen,

      Mechanik und           einschließlich Funktionsprüfung

      Maschinenbau-

      technik

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11.     Durchführung einfacher             -              -

           Servicearbeiten und

           Wartungsarbeiten an

              Baumaschinen

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12.  Grundkennt-     Aufsuchen, Erkennen und Beheben von Störungen

      nisse der            in der Elektrik und Elektronik an

      Elektro-        Baumaschinen, einschließlich Funktionsprüfung

      technik und

      Elektronik

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13.          -              -        Montage, Installation und

                                       Rüsten von einschlägigen

                                       elektrischen Geräten und

                                      Maschinen im bautechnischen

                                               Bereich

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14.  Grundkennt-         Aufsuchen, Erkennen und Beheben von

      nisse der       Störungen in der Hydraulik, Elektrohydraulik

      Hydraulik und     und Pneumatik an Baumaschinen aller Art,

      Pneumatik             einschließlich Funktionsprüfung

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15.          -              -       Montage, Installation, Rüsten

                                         und Instandhalten von

                                             hydraulischen,

                                       elektrohydraulischen und

                                       pneumatischen Baugruppen,

                                        Aggregaten und Anlagen,

                                     einschließlich Funktionsprüfung

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16.          -              -          Aufsuchen, Eingrenzen und

                                         Beheben von Fehlern und

                                          Störungen an Motoren,

                                          Fahrzeugbauteilen und

                                        Übertragungsbauteilen sowie

                                       Lenk- und Bremseinrichtungen

                                            von Baumaschinen

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17.          -            Kenntnis der Gemischzusammensetzung und

                             Abgasmessung an Verbrennungsmotoren

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18.          -           Ausbau und Einbau sowie Instandhaltung von

                            Bauteilen, Baugruppen, Lagern, Anlage-

                                    und Maschinenteilen

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19.          -           Instandsetzung von Fahrzeugen, Maschinen,

                          Geräten und Anlagen der Bauwirtschaft und

                                      von Baumaschinen

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20.          -            Herstellung von Zusatzgeräten aus Metall

                                   und anderen Werkstoffen

____________________________________________________________________

21.          -              Kenntnis der kraftfahrzeugrechtlichen

                            Vorschriften im bautechnischen Bereich

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22.          -               Kenntnis der technischen Daten und

                            Vorschriften in den Bereichen Fahrwerk,

                                     Lenkung und Bremsen

____________________________________________________________________

23.  Grundkennt-     Kenntnis              -              -

      nisse über      über

      Korrosions-     Korrosions-

      schutz und      schutz und

      Oberflächen-    Oberflächen-

      schutz          schutz

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24.      Kenntnis über Schmiermittel und deren umweltgerechte

              Entsorgung, Verwendung von Schmiermitteln

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25.        Kundenorientiertes Verhalten und Kundenberatung

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26.        Kenntnis und Anwendung englischer Fachausdrücke

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27.   Die für den Lehrberuf relevanten Maßnahmen und Vorschriften

        zum Schutz der Umwelt; Grundkenntnisse der betrieblichen

       Maßnahmen zum sinnvollen Energieeinsatz im berufsrelevanten

         Arbeitsbereich; Grundkenntnisse der im berufsrelevanten

      Arbeitsbereich anfallenden Reststoffe und über deren Trennung,

         Verwertung, sowie über die Entsorgung des Abfalls

____________________________________________________________________

28.        Kenntnis der sich aus dem Lehrvertrag ergebenden

       Verpflichtungen (§§ 9 und 10 des Berufsausbildungsgesetzes)

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29.     Kenntnis der einschlägigen maschinenbautechnischen und

          elektrotechnischen Sicherheitsvorschriften und Normen

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30.    Grundkenntnisse der aushangpflichtigen arbeitsrechtlichen

                              Vorschriften

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(2) Bei der Ausbildung in den fachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten ist - unter besonderer Beachtung der betrieblichen Erfordernisse und Vorgaben - auf die Persönlichkeitsbildung des Lehrlings zu achten, um ihm die für eine Fachkraft erforderlichen Schlüsselqualifikationen bezüglich Sozialkompetenz (wie Offenheit, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit), Selbstkompetenz (wie Selbsteinschätzung, Selbstvertrauen, Eigenständigkeit, Belastbarkeit), Methodenkompetenz (Präsentationsfähigkeit, Rhetorik in deutscher Sprache, Verständigungsfähigkeit in den Grundzügen der englischen Sprache) und Kompetenz für das selbstgesteuerte Lernen (wie Bereitschaft, Kenntnis über Methoden, Fähigkeit zur Auswahl geeigneter Medien und Materialien) zu vermitteln.

§ 4

Text

Lehrabschlussprüfung

Gliederung

§ 4.

(1) Die Lehrabschlussprüfung gliedert sich in eine praktische und in eine theoretische Prüfung.

(2) Die praktische Prüfung umfasst die Gegenstände Prüfarbeit und Fachgespräch.

(3) Die theoretische Prüfung umfasst die Gegenstände Fachkunde, Angewandte Mathematik und Fachzeichnen.

(4) Die theoretische Prüfung entfällt, wenn der Prüfungskandidat das Erreichen des Lehrziels der letzten Klasse der fachlichen Berufsschule oder den erfolgreichen Abschluss einer die Lehrzeit ersetzenden berufsbildenden mittleren oder höheren Schule nachgewiesen hat.

§ 5

Text

Praktische Prüfung

Prüfarbeit

§ 5.

(1) Die Prüfung ist nach Angabe der Prüfungskommission in Form der Bearbeitung eines betrieblichen Arbeitsauftrags durchzuführen.

(2) Die Aufgabe hat sich auf eine Reparatur- und Servicearbeit an einer Baumaschine unter Einschluss von Arbeitsplanung, Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, allenfalls erforderliche Maßnahmen zum Umweltschutz und Maßnahmen der Qualitätskontrolle zu erstrecken. Die einzelnen Schritte bei der Ausführung der Aufgabe sind von Hand oder rechnergestützt zu dokumentieren. Die Prüfungskommission kann dem Prüfling anlässlich der Aufgabenstellung hiefür entsprechende Unterlagen zur Verfügung stellen.

(3) Die Prüfungskommission hat unter Bedachtnahme auf den Zweck der Lehrabschlussprüfung, die Anforderungen der Berufspraxis und das Tätigkeitsgebiet des Lehrbetriebs eine Aufgabe zu stellen, die in der Regel in sieben Stunden durchgeführt werden kann.

(4) Die Prüfung ist nach acht Arbeitsstunden zu beenden.

(5) Der Prüfling kann eigene Materialien mit der Maßgabe verwenden, dass die Prüfungskommission im Einzelfall Prüfungsmaterial des Prüflings von der Verwendung ausschließen kann.

(6) Für die Bewertung sind folgende Kriterien maßgebend:

1.

Maßhaltigkeit und Sauberkeit,

2.

fachgerechte Arbeitsweise,

3.

fachgerechtes Verwenden der richtigen Werkzeuge und Maschinen,

4.

Funktionsfähigkeit.

§ 6

Text

Fachgespräch

§ 6.

(1) Das Fachgespräch ist vor der gesamten Prüfungskommission abzulegen.

(2) Das Fachgespräch hat sich aus der praktischen Tätigkeit heraus zu entwickeln. Hiebei ist unter Verwendung von Fachausdrücken das praktische Wissen des Prüflings festzustellen. Der Prüfling hat fachbezogene Probleme und deren Lösungen darzustellen, die für einen Auftrag relevanten fachlichen Hintergründe aufzuzeigen und die Vorgehensweise bei der Ausführung zu begründen. Die Prüfung ist in Form eines möglichst lebendigen Gesprächs mit Gesprächsvorgabe durch Schilderung von Situationen oder Problemen zu führen.

(3) Die Themenstellung hat dem Zweck der Lehrabschlussprüfung und den Anforderungen der Berufspraxis zu entsprechen. Hiebei sind Prüfstücke, Geräte, Baugruppen, Demonstrationsobjekte, Zeichnungen oder Schautafeln heranzuziehen. Fragen über einschlägige Sicherheitsvorschriften, Schutzmaßnahmen und Unfallverhütung sowie über einschlägige Umweltschutz- und Entsorgungsmaßnahmen sind miteinzubeziehen.

(4) Das Fachgespräch soll für jeden Prüfling zumindest 15 Minuten dauern. Es ist nach 20 Minuten zu beenden. Eine Verlängerung um höchstens zehn Minuten hat im Einzelfall zu erfolgen, wenn der Prüfungskommission ansonsten eine zweifelsfreie Bewertung der Leistung des Prüflings nicht möglich ist.

§ 7

Text

Theoretische Prüfung

Allgemeine Bestimmungen

§ 7.

(1) Die theoretische Prüfung hat schriftlich zu erfolgen. Sie kann für eine größere Anzahl von Prüflingen gemeinsam durchgeführt werden, wenn dies ohne Beeinträchtigung des Prüfungsablaufs möglich ist. Die theoretische Prüfung kann auch in rechnergestützter Form erfolgen, wobei jedoch alle wesentlichen Schritte für die Prüfungskommission nachvollziehbar sein müssen.

(2) Die theoretische Prüfung ist grundsätzlich vor der praktischen Prüfung abzuhalten.

(3) Die Aufgaben haben nach Umfang und Niveau dem Zweck der Lehrabschlussprüfung und den Anforderungen der Berufspraxis zu entsprechen. Sie sind den Prüflingen anlässlich der Aufgabenstellung getrennt zu erläutern.

(4) Die schriftlichen Arbeiten des Prüflings sind entsprechend zu kennzeichnen.

§ 8

Text

Fachkunde

§ 8.

(1) Die Prüfung hat die stichwortartige Beantwortung je einer Aufgabe aus den nachstehenden Bereichen zu umfassen:

1.

Werkstoffe und Arbeitsverfahren,

2.

Maschinenelemente,

3.

einschlägige Werkzeuge und Werkzeugmaschinen,

4.

Baumaschinen und Baugeräte,

5.

Verbrennungskraftmaschinen.

(2) Die Prüfung kann auch in programmierter Form mit Fragebögen erfolgen. In diesem Fall sind aus jedem Bereich sechs Aufgaben zu stellen.

(3) Die Aufgaben sind so zu stellen, dass sie in der Regel in 60 Minuten durchgeführt werden können.

(4) Die Prüfung ist nach 80 Minuten zu beenden.

§ 9

Text

Angewandte Mathematik

§ 9.

(1) Die Prüfung hat je eine Aufgabe aus den nachstehenden Bereichen zu umfassen:

1.

Längenberechnung und Flächenberechnung,

2.

Volumsberechnung und Masseberechnung,

3.

Arbeitsberechnung, Leistungsberechnung und Festigkeitsberechnung,

4.

Übersetzungsberechnung,

5.

Schnittgeschwindigkeitsberechnung und Umfanggeschwindigkeitsberechnung.

(2) Das Verwenden von Rechenbehelfen, Formeln und Tabellen ist zulässig.

(3) Die Aufgaben sind so zu stellen, dass sie in der Regel in 60 Minuten durchgeführt werden können.

(4) Die Prüfung ist nach 80 Minuten zu beenden.

§ 10

Text

Fachzeichnen

§ 10.

(1) Die Prüfung hat die Anfertigung einer Fertigungszeichnung eines einfachen Maschinenteils im Grundriss und im Aufriss zu umfassen.

(2) Die Aufgabe ist so zu stellen, dass sie in der Regel in 60 Minuten durchgeführt werden kann.

(3) Die Prüfung ist nach 80 Minuten zu beenden.

§ 11

Text

Wiederholungsprüfung

§ 11.

(1) Die Lehrabschlussprüfung kann wiederholt werden.

(2) Wenn bis zu drei Gegenstände mit “Nicht genügend” bewertet wurden, ist die Wiederholungsprüfung auf die mit “Nicht genügend” bewerteten Gegenstände zu beschränken. Die Prüfungskommission hat in diesem Fall unter Berücksichtigung der festgestellten Mängel an Fertigkeiten und Kenntnissen festzulegen, wann innerhalb des Zeitraumes von drei bis sechs Monaten nach der nicht bestandenen Lehrabschlussprüfung frühestens die Wiederholungsprüfung abgelegt werden kann.

(3) Wenn mehr als drei Gegenstände mit “Nicht genügend” bewertet wurden, ist die gesamte Prüfung zu wiederholen. In diesem Fall kann die Wiederholungsprüfung frühestens sechs Monate nach der nicht bestandenen Lehrabschlussprüfung abgelegt werden.