Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Schutz der Wasservorkommen - Hochschwabgebiet, Fassung vom 16.12.2019

§ 0

Langtitel

Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft vom 29. Juni 1973 zum Schutze der Wasservorkommen im Hochschwabgebiet
StF: BGBl. Nr. 345/1973

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund der §§ 34, 35 und 54 des Wasserschutzgesetzes 1959, BGBl. Nr. 215, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 207/1969 wird verordnet:

§ 1

Text

§ 1. Das Quell- und Grundwasservorkommen des im § 2 umschriebenen Gebietes wird - unbeschadet bestehender Rechte - vorzugsweise der Trinkwasserversorgung gewidmet und gleichzeitig als Schongebiet bestimmt.

§ 2

Text

§ 2. Die Grenzen des Schon- und Widmungsgebietes haben folgenden Verlauf, wobei die Beschreibung an der Mündung des Schwabel Baches in die Enns (d. i. zirka 3,5 km ennsabwärts von Hieflau) beginnt und im Gegen-Uhrzeigersinn um das Gebiet führt:

  Mündung des Schwabel Baches in die Enns = rechtes Ennsufer

flußaufwärts bis zur Wandaubrücke = in der Fallinie SO-wärts,

aufwärts zum Wandau Kogel, Kote 1174 = S-wärts entlang der Kammlinie

bis zur Kote 1208 = dann O-wärts die Kammlinie gegen den Schürfer

Kogel, jedoch nur etwa 500 m, dann scharf SSO-wärts abbiegend,

entlang der Rückenlinie zum Jagersattel, Kote 1142; SSO-wärts,

aufwärts entlang der Kammlinie zum Dürrnkogel, Kote 1387 = weiter

stets der Kammlinie folgend über Wintersattel, Kote 1060; Eibenkogel,

Kote 1250; zum Sattelpunkt Kote 1058 am Steinermoos = von hier

SO-wärts auf die Höhe zirka 700 m westlich der Karl August Jagdhütte

(Kote 1186) = SW-wärts, abwärts, stets entlang der Rückenlinie über

den Schwarzlucken Kogel, Kote 965, bis zum Erzbach am Ostrand von

Unterjassingau = den Erzbach aufwärts zirka 5,5 km bis zur Querung

der Hochspannungsleitung nächst der Einmündung des Seebaches = der

Hochspannungsleitung O-wärts, dann SO-wärts entlang, zirka 7,2 km bis

zur Querung des Gsollbaches = Gsollbach abwärts bis zum

Gerichtsgrabenbach; diesem aufwärts folgend bis kurz vor dem Durchlaß

unter der Zahnradbahntrasse = weiter SO-wärts die Tiefenlinie bis zur

Präbichl Paßhöhe, Kote 1232 = in der Fallinie NO-wärts aufwärts zum

Polster-Gipfel, Kote 1910 = OSO-wärts in gerader Linie zur Leobner

Mauer, Kote 1870 = SO-wärts entlang der Kammlinie über die Kohleben

Jagdhütte; Zirben Kogel, Kote 1740; Himmel Kogel, Kote 1628; bis

Hoher Schilling, Kote 1628 = ONO-wärts in der Fallinie zur Brücke

über den Rötzbach, Kote 1024 = entlang des Fahrweges zum Wirtshaus

Hieslegg, bis zur Kote 1154 = NNO-wärts geradlinig zirka 700 m zum

Sattel Kreuz = in etwa NO-Richtung, auf dem Karrenweg zur Brücke über

die Laming (Kote 749) beim Wassergraf; und zwar entlang des Fahr-

bzw. Karrenweges am linksseitigen Hang des Rahner Grabens, dem

Karrenweg folgend - den Striler Graben etwa 150 m östlich der

Kote 979 querend - und schließlich bis zur angeführten Brücke beim

Wassergraf = N-wärts entlang des Karrenweges zur Straße westlich von

Minkendorf; auf dieser knapp 100 m, dann NO-wärts auf dem Karrenweg

zum Haring Bach = dem Haring Bach zirka 1 km bachaufwärts folgend bis

zur nächsten Kammlinie, die SO-wärts auf den Ranzer Berg, Kote 1304,

führt = weiter etwa O-wärts stets entlang der Kammlinie über

Riegnereck; Weißenbacher Höhe (ohne Kote); Kote 1298; Kucheleck, Kote

1255, und Steiner Kreuz zum Gailberg, Kote 955; Kammlinie abwärts zur

Mündung des Hubersding Baches in den Ilgner Bach = geradlinig zum

Zwainer Berg, Kote 1229 = Kammlinie zum Rusteck, Kote 1298 =

geradlinig O-wärts zum Anwesen Eder, Kote 960; geradlinig OSO-wärts

zirka 900 m zur Brücke (Kote 690) über den Fölzer Bach = geradlinig

NO-wärts zirka 2,2 km - vorbei am Gasthof Pierer - zur Kote 1162

(nördlich von Aflenz) = geradlinig zur Brücke über den Feistring Bach

(östlich von Mogginger) = geradlinig O-wärts zum Anwesen Hangler =

geradlinig ONO-wärts zirka 1,7 km zur Kote 1050 (Marterl nächst

Berggbauer) = geradlinig NO-wärts zirka 2,3 km zur Kote 778 auf der

Bundesstraße 20, an der Einmündung der Straße von Göriach = ONO-wärts

zum Anwesen Osterer = etwa O-wärts über Kote 1005 zum Turnauer Berg,

Kote 1050 = NO-wärts zur Brücke mit der Kote 808 im Brückler Graben =

zirka 1 km nach SO zum Pöschl = NO-wärts zirka 1,4 km zum Waldbauer =

NO-wärts zirka 2,2 km zum Brunneck Kogel, Kote 1212 = SO-wärts zirka

0,8 km zur Kote 871 an der Straßengabel nächst dem Pretalhof = die

Landesstraße bergwärts zum Pretal Sattel, Kote 1071 = dann etwa in

nördlicher Richtung stets entlang der Kammlinie über Kote 1282, auf

der Langeben zum Eisner Kogel (Kote 1440) = weiter etwa NW-wärts, die

Kammlinie über die Kote 1212 zum Schwarzkogel, Kote 1490 = N-wärts

die Kammlinie zur Fadeneben, weiter N-wärts dem Kamm folgend bis auf

eine Seehöhe von etwa 1740 m (zirka 600 m SW-lich vom Graf Meran Haus

auf der Veitsch Alpe) = dann SW-wärts die Kammlinie abwärts über den

Rabenstein zum Nikolo Kreuz, Kote 1429 = weiter stets auf dem Kamm

etwa WSW-wärts über Turntaler Kogel, Kote 1610; Schotten Kogel, Kote

1525; Kote 1423; über die Handhütte zum Feistereck, Kote 1544; weiter

über den Rosen Kogel, Kote 1397 zum Wirtshaus Seeberg Alm, quer über

die Bundesstraße 20; die Fallinie aufwärts zum Seebergkögerl, Kote

1344 = geradlinig etwa 1 km NO-wärts zum Rehkögerl = N-wärts 2,2 km

zur Kote 942 im Bachbauer Graben = den Fahrweg abwärts zur

Bundesstraße 20, dieser N-wärts folgend bis zur Brücke über den

Gollrad Bach, nächst der Dreifaltigkeitskapelle = den Gollrad Bach

abwärts bis zur Mündung in den Aschbach; dann den Aschbach abwärts

bis zum Jagerbauer = entlang der rechten Talflanke N-wärts auf der

Höhenschichtlinie 820 m, zirka 2 km bis zur Talenge nördlich vom

Pfannhammer = Querung des Aschbaches auf die linke Talflanke bis zur

Höhenlinie 800 m; dieser folgend bis südlich von Gußwerk zu einem

Graben nördlich vom Voglbühel; diesen Graben abwärts bis zur

Höhenlinie 740 m; dieser Höhenlinie W-wärts folgend bis zur

Dreimärkter Bundesstraße (Nr. 24) = entlang dieser SW-wärts bis zur

Salzabrücke südlich vom Gleißnerhof = Salza abwärts zirka 6 km bis

zur Mündung des Ramsaubaches; diesen aufwärts bis auf den Sattel

nördlich des Fuchsriegels = SW-wärts, den Graben abwärts über das

Anwesen Waschenpelz bis zur Mündung in den Radmer Bach = den Radmer

Bach aufwärts bis zur Mündung des Nappen Baches = den Nappen Bach

aufwärts bis zur Kote 1171 in der Nappenbachklause = geradlinig

WSW-wärts zur Kote 1394 beim Jagdhaus Kräuterinhütte = geradlinig

WSW-wärts auf den Fadenkamp, Kote 1804 = zirka 800 m SSW-wärts auf

dem Kamm, dann WSW-wärts den Kamm abwärts über den Großen Kreuzberg

zum Kleinen Kreuzberg, Kote 1367 = weiter die Kammlinie abwärts zum

Froschbauer Sattel = aufwärts zur Kote 1142 = weiter SW-wärts entlang

der Kammlinie über Schneßlsattel; Esel Sattel; Baumkogel, Kote 1165;

Klammsattel; Krumpen Kogel, Kote 1098 = geradlinig SW-wärts zirka 1,1

km weiter zur Kote 806 am Bach in Krumpen = bachabwärts zur Mündung

bei Kote 664 = weiter bachabwärts im Hopfgarten, bis zur Mündung in

die Salza gegenüber von Wildalpen = die Salza abwärts zirka 4,5 km

bis zur Mündung des Krimpen Baches = den Krimpen Bach aufwärts bis

zur Seehöhe von 840 m = geradlinig WSW-wärts auf den Torsattel, Kote

1081 = W-wärts abwärts der Tiefenlinie bzw. dem Gamsbach zirka 4,6 km

folgend; über die Koten 778, 713 bis Kote 680 an der Mündung eines von Süden kommenden Baches = entlang dieses Baches zirka 3 km SSW-wärts, aufwärts über Kote 819 bei den Anwesen Bachler und Luckenbauer durch den Rauchgraben bis zur Seehöhe 960 m = die Fallinie SW-wärts, aufwärts bis zum Gipfel Kote 1199 (westlich der Brückler Alm) = weiter NW- bzw. W-wärts stets der Kammlinie folgend über Goßkogel, Kote 1410; Steinberg (ohne Kote); den Anger (Sattel mit Kote 1090); Bergstein, Kote 1215; abwärts zum Marterl auf der Halmannseben, auf den Wiedenberg, Kote 1297; wieder abwärts, W-wärts bis zum Schwabel Bach in Lainbach bei Kote 491 = Schwabel Bach abwärts bis zu seiner Mündung in die Enns, womit der Ausgangspunkt dieser Beschreibung erreicht ist.

§ 3

Text

§ 3. Innerhalb des Schongebietes bedürfen nachstehende Maßnahmen neben einer allenfalls sonst notwendigen Genehmigung vor ihrer Durchführung auch einer Bewilligung der Wasserrechtsbehörde:

a)

Lagerung und Leitung von Mineralölen und Mineralölprodukten oder anderer biologisch schwer abbaubarer, die Wassergüte beeinträchtigender Stoffe sowie Errichtung und Abänderung von Garagen und Tankstellen, Bitumenmischanlagen und Ölfeuerungsanlagen; von der Bewilligungspflicht ausgenommen sind die Lagerung und der Transport von Treibstoffen bis 600 l in höchstens 200 l fassenden verschließbaren Stahlfässern oder Kanistern, wenn die Lagerung und der Transport so erfolgen, daß bei Ausfließen des Treibstoffes ein Einsickern in den Boden oder ein Abschwemmen in Dolinen ausgeschlossen ist und bei der Verwendung solcher Stoffe die zur Reinhaltung des Quell- und Grundwassers entsprechende Sorgfalt angewendet wird;

b)

Errichtung, Erweiterung oder wesentliche Änderung von Gebäuden, Betrieben oder Anlagen, deren Abwasseranfall wegen seiner Menge oder Beschaffenheit das geschützte Grund- und Quellwasservorkommen (§ 1) zu beeinträchtigen vermag; eine Bewilligungspflicht besteht nicht, wenn die Abwässer in wasserrechtlich bewilligte Abwasseranlagen im Rahmen ihres Konsenses eingeleitet werden;

c)

Bau von der Personenbeförderung dienenden Eisenbahnen im Sinne des Eisenbahngesetzes 1957, BGBl. Nr. 60;

d)

Errichtung und Erweiterung von Anlagen, die geeignet sind, das Schongebiet über den Touristenwanderverkehr hinaus für den Massenverkehr zu erschließen, wie z. B. Straßen, Fahrwege, Schlepplifte, Park- und Campingplätze;

e)

Grabungen, Sprengungen, Bohrungen und Schürfungen aller Art, wenn sie bis zum Grundwasser oder tiefer als 3 m unter die Geländeoberfläche reichen; ausgenommen von der Bewilligungspflicht sind Grabungen, die zur Instandhaltung bzw. zur Instandsetzung von Wasserversorgungsanlagen erforderlich sind;

f)

Anlage, Ausbau oder Auflassung von Steinbrüchen, Sand- und Lehm-, Schotter- und Kiesgruben sowie von Ablagerungsplätzen für Stoffe, die für das Wasservorkommen nachteilig sein könnten, wie z. B. Schutt- und Müllablagerungsplätze sowie Halden;

g)

Anlage, Ausbau oder Auflassung von Quellfassungen, ferner Errichtung von neuen und Vertiefung von bestehenden Brunnen sowie deren Auflassung, wenn sie tiefer als 3 m unter die Geländeoberfläche reichen;

h)

Lagerung, Verwendung und Beförderung von radioaktiven Stoffen sowie von wassergefährdenden chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln;

i)

Errichtung oder Erweiterung von Friedhöfen oder von Aasplätzen;

k)

Rodungen von mehr als 1500 m2 (0,15 ha) bzw. jeder Kahlschlag, der für sich allein oder mit Hinzurechnung einer unmittelbar angrenzenden, bereits kahlgelegten oder noch nicht aufgeforsteten Fläche mehr als 10.000 m2 (1 ha) beträgt;

l)

Errichtung von Flugplätzen (§§ 58 ff Luftfahrtgesetz, BGBl. Nr. 253/1957) sowie luftfahrtrechtlich bewilligungspflichtige Außenlandungen (§ 9 Luftfahrtgesetz).

§ 4

Text

§ 4. Der Transport von Mineralölen oder von Mineralölprodukten im Schon- und Widmungsgebiet (§ 2) darf nur mit Tankfahrzeugen im Sinne der Tankfahrzeugverordnung 1967, BGBl. Nr. 267, erfolgen, sofern die transportierte Menge mehr als 600 l beträgt.

Biologisch schwer abbaubare Stoffe (Pestizide) dürfen nur in verläßlich schließbaren Behältern mit einem Inhalt bis höchstens je 30 l transportiert werden.

§ 5

Text

§ 5. Die Bewilligung von Wasserversorgungs-, Betriebs- und Verkehrsanlagen im Widmungsgebiet (§ 2) ist an das Vorhandensein oder die Errichtung einer hygienisch und technisch einwandfreien Abwasserbeseitigung gebunden.

§ 6

Text

§ 6. (1) Bei der Handhabung der Bestimmungen der §§ 9, 10, 28 bis 35 und 112 des Wasserrechtsgesetzes im Widmungsgebiet (§ 2) sind folgende Gesichtspunkte maßgebend:

a)

Vorrang der Trinkwasserversorgung,

b)

Schutz des Wasservorkommens vor Verunreinigung,

c)

Sanierung unzulänglicher Reinhaltungsvorkehrungen,

d)

Erhaltung der natürlichen Verhältnisse durch pflegliche Wald- und Weidewirtschaft.

(2) Bei allen Verfahren im Widmungsgebiet (§ 2) ist darauf zu achten, daß das Quell- und Grundwasservorkommen seiner Menge und Beschaffenheit nach dem Widmungszweck dauernd erhalten bleibt und die verschiedenen wasserwirtschaftlichen Interessen zur Ermöglichung einer gesunden wasserwirtschaftlichen Entwicklung dieses Gebietes aufeinander abgestimmt werden.

§ 7

Text

§ 7. In dem im § 9 besonders abgegrenzten Teil des Widmungsgebietes dürfen mit Ausnahme von Maßnahmen, die eine Verbesserung der Versickerung herbeiführen sollen, die ober- und unterirdischen Abflußverhältnisse nicht verändert werden. Insbesondere dürfen keine Wasserversorgungsanlagen errichtet werden, abgesehen von Kleinstanlagen für einzelne Schutz-, Alm- und Jagdhütten.

§ 8

Text

§ 8. Im Sinne des 34 Abs. 6 und § 54 Abs. 2 lit. e des Wasserrechtsgesetzes werden als rechtliches Interesse anerkannt:

a)

Innerhalb des im § 9 besonders abgegrenzten Gebietes und nördlich davon innerhalb des Widmungsgebietes (§ 2) das Interesse der Stadt Wien;

b)

innerhalb des im § 9 besonders abgegrenzten Gebietes und südlich davon innerhalb des Widmungsgebietes (§ 2) das Interesse des Wasserverbandes Hochschwab Süd.

§ 9

Text

§ 9. Innerhalb des Widmungsgebietes (§ 2) wird entsprechend den Bestimmungen der §§ 7 und 8 folgendes Gebiet besonders abgegrenzt:

  Vom Schnittpunkt der im § 2 beschriebenen Grenze mit der

Höhenschichtlinie 1000 m (zirka 500 m westlich des Torsattels)

ausgehend verläuft die Grenze der Höhenschichtlinie 1000 m vorerst

gegen WSW folgend, den Lärchkogel westlich umfahrend, über die

Stückler Alm, den Goßgraben querend, bis zum südöstlichen Quellgraben

des Zwiesel Baches = von dort den Kamm gegen Südwesten ansteigend bis

zum Buchberg (Kote 1563) = weiter geradlinig gegen Süden zu der

Saurüsselhütte = von dort den Großen Bösgraben gegen Süden bis zur

Höhenschichtlinie 1000 m absteigend = weiter in der Höhenschichtlinie

1000 m, das Schwabel Tal im Osten umfahrend bis zum Graben nördlich

der Meisterkögerl = diesen Graben gegen Südosten bis zur Meereshöhe

1200 m ansteigend = weiter in der Höhenschichtlinie 1200 m gegen

Südwesten bis zum Wilzing Graben = von dort geradlinig gegen Süden

zum Roßloch (Kote 1649) = weiter geradlinig gegen Osten zum

Schnittpunkt der Höhenschichtlinie 1000 m mit dem von Nordwesten zum

Geißstall ziehenden Graben = von dort in der Höhenschichtlinie

1000 m, die Bereiche des Karlgrabens und Hinterseeau Grabens im

Norden umfahrend bis zum Bösschütt Graben = von dort in gerader Linie

(den Kamm der Kesselmauer querend) zur Höhenschichtlinie 1200 m im

Augraben = weiter in der Höhenschichtlinie 1200 m gegen Osten bis zu

einem Punkt zirka 500 m nordnordwestlich der Gsollhütte = von diesem

Punkt geradlinig ostwärts auf den Neuwaldegg Sattel (Kote 1575) =

weiter geradlinig zur westlichen Hütte der Neuwald Alm (Kote 1351) =

die Fallinie nordostwärts in den wasserführenden Graben zum Anger

(Kote 979) im Jassing Graben = den Bachlauf im Jassing Graben 600 m

abwärts = von dort geradlinig ostwärts zur Kote 1584 auf dem

Pribitztörl = geradlinig zirka 1,1 km weiter ONO-wärts zum Westende

des Joser Sees, bei Kote 1228 = geradlinig ONO-wärts auf die Höhe des

Ochsenbodens (zirka 1500 m), dann ONO-wärts die Kammlinie absteigend

durch den Sackwald bis an den Bergfuß im Sackwaldboden = N- bzw.

NO-wärts zirka 0,7 km entlang dem Westrand des Sackwaldbodens zum

Trawies Bach bis auf die Meereshöhe von 920 m, in dieser

Höhenschichtlinie das Trawies Tal SO-wärts querend bis zur

orographisch linken Talflanke = diese in der Fallinie aufwärts auf

die Moarhalt bis zur Seehöhe 1200 m, dann in der Höhenschichtlinie

O-wärts etwa 2 km bis in den letzten, vom Festlbeilstein, Kote 1847,

S-wärts ziehenden Graben = geradlinig zirka 1 km OSO-wärts zur

Kote 958 in der Karlschütt = geradlinig etwa in gleicher Richtung

aufwärts zum Sauanger Kogel, Kote 1526 = geradlinig OSO-wärts zirka

1,1 km zur Kote 1318 = NO-wärts zirka 1,1 km zum Wegweiser mit der

Kote 1168 am Weg nördlich der Schlagalm = in der Fallinie O-wärts bis

zur Höhenschichtlinie 1200 m, dann dieser etwa SO-wärts, dann

NO-wärts folgend bis zum Endriegel Bach im Endriegel Graben = die

Fallinie aufwärts zum Sattelpunkt mit der Kote 1743 auf dem Zlacken =

in der Fallinie ONO-wärts in den Graben unterhalb der Baumer Alm bis

zur Einmündung des von N kommenden Grabens = diesen Graben zirka

0,9 km NNO-wärts zum Hackentörl, Kote 1291 = in der Fallinie

ONO-wärts abwärts in den Hacken Graben zirka 2 km bis zum NW-wärts

führenden Karrenweg an der rechten Talflanke von Seewiesen = diesem

Karrenweg NW-wärts zirka 1,1 km folgend zu dem vom Schwarzkogel,

Kote 1226, NNO-wärts herab führenden Graben = diesen Graben aufwärts

bis zur Höhenschichtlinie 1000 m = in dieser Höhenschichtlinie weiter

WNW-wärts zirka 2 km bis knapp unterhalb der Kote 1006; hier nach ONO

wendend und weiter in der Isohypse 1000 m bis zur Mariazeller

Bundesstraße (Nr. 20) = entlang dieser Bundesstraße aufwärts auf den

Seeberg Sattel, Kote 1253 = geradlinig NNO-wärts zirka 0,8 km zum

Seebergkögerl, Kote 1344 (d. i. ein gemeinsamer Punkt mit der

Gebietsgrenze laut § 2) = WNW-wärts zirka 600 m in der Fallinie in

Richtung Seeleiten aufsteigend bis 1500 m Meereshöhe = von dort in

der Höhenschichtlinie 1500 m gegen Westen bis an die Nordwestkante

des Halter Kogels = von dort geradlinig etwa 1,6 km gegen Westen zum

Schnittpunkt der Straße im Vd. Moosloch mit der Höhenschichtlinie

1000 m = der Höhenschichtlinie 1000 m gegen Westen bis zum Eibl Bach

folgend = den Eibl Bach zirka 100 m gegen Norden aufwärts und von

dort ONO-wärts den Kamm bis zum Eibl (Kote 1335) ansteigend = weiter

den Kamm entlang gegen Norden bis zum Torsattel (Kote 1081) als gemeinsamen Punkt mit der im § 2 beschriebenen Grenze = dieser Grenze gegen Westen zirka 500 m folgend bis zum Ausgangspunkt dieser Grenzbeschreibung.

§ 10

Text

§ 10. (1) Die Grenzen der in den §§ 2 und 9 umschriebenen Gebiete sind in der Anlage (Anm.: Anlage nicht darstellbar) dieser Verordnung festgehalten.

(2) Straßen, Wege und Brücken sowie Gewässer, die als Grenze angeführt sind, werden in die bezeichneten Gebiete einbezogen.

(3) Alle in den §§ 2 und 9 angeführten Ortsangaben und Höhenkoten beziehen sich auf die Österreichische Karte 1 : 50.000

a)

Blatt 100 - Hieflau, aufgenommen 1966, einzelne Nachträge 1968,

b)

Blatt 101 - Eisenerz, aufgenommen 1965, einzelne Nachträge 1968,

c)

Blatt 102 - Aflenz-Kurort, aufgenommen 1965, einzelne Nachträge 1967,

d)

Blatt 103 - Kindberg, aufgenommen 1965.

(4) Beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung, bei den Bezirkshauptmannschaften Bruck an der Mur, Leoben und Liezen, beim Magistrat der Stadt Wien, Abteilung 31 - Wasserwerke, beim Wasserverband Hochschwab Süd in Bruck an der Mur, bei den Gemeindeämtern der Marktgemeinde Aflenz-Kurort, der Gemeinde Aflenz-Land, der Stadtgemeinde Eisenerz, der Gemeinde Etmißl, der Gemeinde Gams bei Hieflau, der Gemeinde Gußwerk, der Gemeinde Hafning, der Gemeinde Hieflau, der Gemeinde Landl, der Gemeinde St. Ilgen, der Gemeinde Thörl, der Gemeinde Tragöß, der Marktgemeinde Turnau, der Marktgemeinde Vordernberg und der Gemeinde Wildalpen ist eine Karte nach Abs. 1 zur allgemeinen Einsichtnahme aufzulegen.

(5) Die Grenzen des Schon- und Widmungsgebietes (§ 2) sind in der Natur durch Aufstellen von Hinweistafeln entsprechend zu kennzeichnen.

§ 11

Text

§ 11. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieser Verordnung werden gemäß § 137 des Wasserrechtsgesetzes unbeschadet einer allfälligen strafgerichtlichen Ahndung als Verwaltungsübertretung mit einer Geldstrafe bis zu 20.000,- S bestraft. Hat der Täter vorsätzlich gehandelt oder ist er schon wiederholt straffällig geworden, so kann neben der Geldstrafe auch auf eine Arreststrafe bis zu 2 Monaten erkannt werden.

Anl. 1

Text

(Anm.: Plan nicht darstellbar, es wird auf die gedruckte Form des BGBl. verwiesen)