Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Zusatzprotokoll zum Abkommen zwischen Österreich und Bulgarien über Gleichwertigkeiten im Universitätsbereich, Fassung vom 28.10.2021

§ 0

Langtitel

Zusatzprotokoll zum Abkommen *) zwischen der Republik Österreich und der Volksrepublik Bulgarien über Gleichwertigkeiten im Universitätsbereich, unterzeichnet in Wien am 13. Mai 1976
StF: BGBl. Nr. 379/1980 (NR: GP XV RV 139 AB 221 S. 24. BR: AB 2115 S. 393.)

Sonstige Textteile

Der Nationalrat hat beschlossen:

Der Abschluß des nachstehenden Staatsvertrages samt Anlage wird genehmigt.

Ratifikationstext

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 11. Juli 1980 ausgetauscht; das Vertragswerk tritt gemäß seinem Artikel 2 erster Absatz am 9. September 1980 in Kraft.

Präambel/Promulgationsklausel

Die Republik Österreich und die Volksrepublik Bulgarien sind übereingekommen wie folgt:

_______________________

*) Kundgemacht in BGBl. Nr. 378/1980

Art. 1

Text

Artikel 1

Das Abkommen zwischen der Republik Österreich und der Volksrepublik Bulgarien über Gleichwertigkeiten im Universitätsbereich, das am 13. Mai 1976 in Wien unterzeichnet wurde, findet auch auf die in der Anlage, die einen integrierenden Bestandteil dieses Zusatzprotokolls bildet, angeführten Studienrichtungen Anwendung.

Art. 2

Text

Artikel 2

Dieses Zusatzprotokoll bedarf der Ratifikation und tritt nach dem Austausch der Ratifikationsurkunden gleichzeitig mit dem Abkommen zwischen der Republik Österreich und der Volksrepublik Bulgarien über Gleichwertigkeiten im Universitätsbereich vom 13. Mai 1976 in Kraft.

Dieses Zusatzprotokoll wird auf unbegrenzte Dauer geschlossen. Es tritt außer Kraft, wenn das Abkommen zwischen der Republik Österreich und der Volksrepublik Bulgarien über Gleichwertigkeiten im Universitätsbereich vom 13. Mai 1976 außer Kraft tritt.

Zu Urkund dessen haben die gefertigten Bevollmächtigten das vorliegende Abkommen unterzeichnet und mit Siegeln versehen.

Geschehen zu Wien, am 18. September 1978 in zwei Urschriften, in deutscher und bulgarischer Sprache, wobei beide Texte in gleicher Weise authentisch sind.

Anl. 1

Text

Anlage

Österreichische Studienrichtungen 1)

Bulgarische Studienrichtungen 1)

Montangeologie

Geologie und Prospektierung der Bodenschätze

Bergwesen (wenn das Thema der Dissertation auf dem Gebiet der Aufbereitung liegt)

Aufbereitung mineralischer Rohstoffe

Kulturtechnik und Wasserwirtschaft (wenn das Thema der Dissertation auf dem Gebiet des Meliorationswesens liegt)

Wassermeliorationsbau

Markscheidewesen

Markscheidewesen

Technische Mathematik

Studienzweig Mathematik naturwissenschaftlicher Richtung

Mechanik (wenn der Schwerpunkt auf der Anwendung der Mathematik auf den Gebieten der Mechanik und Physik liegt

Geographie

Geographie 2)

Studienzweig Geographie (Lehramt)

 

Geographie

 

Studienzweig Raumforschung und Raumordnung

Studienzweig Kartographie

Geographie 2) (gleichwertig, wenn bis Ende des zweiten Semesters des Doktoratsstudiums in Österreich sowohl Lehrveranstaltungen über Theorie und Methodenlehre der Geographie im Ausmaß von vier Semesterwochenstunden inskribiert werden, als auch eine Ergänzungsprüfung über den Stoff dieser Lehrveranstaltungen abgelegt wird)

Physik

Physik 2)

Chemie

Chemie 2)

Studienzweig Chemie

 

Mathematik

Mathematik 2)

Studienzweig Mathematik

 

Pharmazie

Pharmazie (gleichwertig jenen Absolventen der österreichischen Studienrichtung Pharmazie, welche von der Möglichkeit des Austausches der Prüfungsfächer gemäß § 9 Absatz 6 des Bundesgesetzes über geisteswissenschaftliche und naturwissenschaftliche Studienrichtungen, österreichisches Bundesgesetzblatt Nr. 326/1971, Gebrauch gemacht haben)

Erdwissenschaften

Studienzweig Mineralogie-Kristallographie oder Studienzweig Petrologie oder Studienzweig Paläontologie

Geologie (je nach Schwerpunktsetzung imStudium) 2)

Erdwissenschaften

Studienzweig Technische Geologie

Geologie (je nach Schwerpunktsetzung im Studium) 2)

oder

Geologie und Prospektierung der Bodenschätze

Biologie

Studienzweig Botanik

Biologie, Profil Ökologie, Bioreserven und Umweltschutz (wenn der Schwerpunkt im Studium bei der Botanik liegt) 2)

Studienzweig Zoologie

Biologie, Profil Ökologie, Bioreserven und Umweltschutz (wenn der Schwerpunkt im Studium bei der Zoologie liegt) 2) Biologie, Profil Fischzucht und Fischwirtschaft 2)

Studienzweig Mikrobiologie

Biologie, Profil Allgemeine und industrielle Mikrobiologie 2)

Pädagogik

Pädagogik

Psychologie

Psychologie

Deutsche Philologie

Deutsche Philologie

Bulgarisch

Bulgarische Philologie

Anglistik und Amerikanistik

Englische Philologie

Französisch

Französische Philologie

Italienisch

Italienische Philologie

Spanisch

Spanische Philologie

Russisch

Russische Philologie

Polnisch

Slawische Philologie

 

Studienzweig Polnisch

Serbokroatisch

Slawische Philologie

 

Studienzweig Serbokroatisch

Tschechisch

Slawische Philologie

 

Studienzweig Tschechisch

Klassische Philologie (Latein)

Klassische Philologie, Profil Latein

Klassische Philologie (Griechisch)

Klassische Philologie, Profil Griechisch

_______________

1) Wenn das Studium nur in Verbindung beziehungsweise in Kombination mit einer anderen Studienrichtung (mit einem anderen Studienzweig) beziehungsweise mit einem anderen Fach studiert werden darf, ist die Gleichwertigkeit nur dann gegeben, wenn auch die zu kombinierende Studienrichtung (der zu kombinierende Studienzweig) beziehungsweise das zweite Fach gültig abgeschlossen ist.)

(Anm.: richtig: 2) Abschluß des Studiums an der Universität „Kliment Ochridski“ in Sofia.