Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Modellbauer-Ausbildungsordnung, Fassung vom 01.07.2022

§ 0

Langtitel

Verordnung des Bundesministers für wirtschaftliche Angelegenheiten über die Berufsausbildung im Lehrberuf Modellbauer (Modellbauer-Ausbildungsordnung)
StF: BGBl. II Nr. 289/1998

Änderung

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund der §§ 8 und 24 des Berufsausbildungsgesetzes, BGBl. Nr. 142/1969, zuletzt geändert durch die Berufsausbildungsgesetz-Novelle 1998, BGBl. I Nr. 100/1998, wird - hinsichtlich des § 12 im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Arbeit, Gesundheit und Soziales - verordnet:

§ 1

Text

Lehrberuf im Modellbau

§ 1. Im Modellbau ist der Lehrberuf Modellbauer mit einer Lehrzeit von drei Jahren eingerichtet.

§ 2

Text

Berufsprofil

§ 2. Durch die Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule soll der im Lehrberuf Modellbauer ausgebildete Lehrling befähigt werden, die nachfolgenden Tätigkeiten fachgerecht, selbständig und eigenverantwortlich auszuführen:

1.

Einrichten des Arbeitsplatzes,

2.

Auswählen der erforderlichen Materialien,

3.

Messen und Anreißen,

4.

Bearbeiten der Werkstoffe Holz, Kunststoff und Metall,

5.

Anfertigen von Unikaten, Urmodellen, Modellen und Kernkästen,

6.

Lesen und Erstellen von Zeichnungen,

7.

Herstellen von Verbindungen,

8.

fachgerechter Zusammenbau,

9.

fachgerechte Funktionsprüfung und Qualitätskontrolle.

§ 3

Text

Berufsbild

§ 3. Für den Lehrberuf Modellbauer wird folgendes Berufsbild festgelegt. Hiebei sind die angeführten Fertigkeiten und Kenntnisse spätestens in dem jeweils angeführten Lehrjahr beginnend derart zu vermitteln, daß der Lehrling zur Ausübung einer qualifizierten Tätigkeit im Sinne des Berufsprofils befähigt wird, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen, Kontrollieren und Optimieren einschließt.

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   Pos.       1. Lehrjahr       2. Lehrjahr       3. Lehrjahr

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    1.  Handhaben und Instandhalten der zu verwendenden Werkzeuge,

        Maschinen, Vorrichtungen, Einrichtungen und Arbeitsbehelfe

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    2.        Kenntnis der Werkstoffe und Hilfsstoffe, ihrer

                 Eigenschaften, Verwendungsmöglichkeiten,

         Bearbeitungsmöglichkeiten und Verarbeitungsmöglichkeiten

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    3.      Kenntnis der Lagerung und Auswahl der Werkstoffe und

                              Hilfsstoffe

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    4.                             Messen

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    5.                            Anreißen

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    6.  Grundkenntnisse über    Kenntnis der Bearbeitung von Holz,

        die Bearbeitung von        Holzwerkstoffen, Kunstharz,

        Holz,                     Kunststoffhalbzeug und der im

        Holzwerkstoffen,           Modellbau gängigen Metalle

        Kunstharzen,

        Kunststoffen und

        Metallen

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    7.  Von Hand:             Mit Maschine:     Mit Maschine:

        Hobeln, Sägen,        Hobeln, Sägen,    Schweifen, Graten

        Stemmen, Bohren,      Bohren,

        Feilen, Raspeln,      Schleifen,

        Schleifen,            Stechen,

        Schweifen,            Schlitzen,

        Schlitzen, Dübeln,    Dübeln, Graten,

        Graten, Schärfen,     Gewinde-

        Stechen, Fügen,       schneiden,

        Putzen,               Schweifen,

        Gewindeschneiden      Fügen, Leimen,

                              Kleben

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    8.  Kitten                       -                 -

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    9.                    Oberflächenbehandlung

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   10.  Einfaches Drehen                    Drehen

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   11.  Einfaches Fräsen                    Fräsen

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   12.    Herstellen von lösbaren und nichtlösbaren Verbindungen

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   13.                Überplatten                      -

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   14.                  Falzen                         -

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   15.                  Nuten                          -

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   16.             -                            Schichtverleimen

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   17.                            Formschrägen

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   18.             -                             Modellteilung

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   19.                    Lesen von Werkzeichnungen

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   20.  Skizzieren            Anfertigen               -

                              einfacher

                              Werkzeichnungen

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   21.             -                 -          Grundkenntnisse über

                                                rechnergestützte

                                                Zeichnungserstellung

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   22.  Anfertigen des Modellaufrisses nach der Werkzeichnung unter

         Berücksichtigung der Schwindmaße und Bearbeitungszugaben

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   23.                Festlegen des Modellaufbaues

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   24.             -       Herstellen und Zusammenbauen der Modell-

                                    und Kernkastenteile

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   25.  Anpassen          Anpassen und Anbringen von Hohlkehlen und

                                        Metallteilen

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   26.             -                 -          Anfertigen von

                                                Schablonen,

                                                einfachen Lehren und

                                                Kokillen

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   27.             -          Anfertigen von    Anfertigen von

                              Kunstharzteilen   Kunstharzmodellen

                              an Modellen und   und Kernkästen

                              Kernkästen

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   28.             -            Grundkenntnisse der Formtechnik

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   29.             -            Grundkenntnisse der wichtigsten

                                Gußarten und der Technologie des

                                           Gießens

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   30.             -                 -          Grundkenntnisse der

                                                Kernmaschinen,

                                                Schießmaschinen und

                                                Formmaschinen

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   31.             -                 Grundkenntnisse über die

                                       einschlägigen Normen

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   32.                Einfache Qualitätskontrolle

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   33.  Die für den Beruf relevanten Maßnahmen und Vorschriften zum

           Schutz der Umwelt: Grundkenntnisse der betrieblichen

        Maßnahmen zum sinnvollen Energieeinsatz im berufsrelevanten

          Arbeitsbereich; Grundkenntnisse der im berufsrelevanten

            Arbeitsbereich anfallenden Reststoffe und über deren

        Trennung, Verwertung sowie über die Entsorgung des Abfalls

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   34.       Kenntnis und Anwendung englischer Fachausdrücke

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   35.       Kenntnis der sich aus dem Lehrvertrag ergebenden

                           Verpflichtungen

                (§§ 9 und 10 des Berufsausbildungsgesetzes)

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   36.  Kenntnis der einschlägigen Sicherheitsvorschriften sowie der

         sonstigen in Betracht kommenden Vorschriften zum Schutz des

                       Lebens und der Gesundheit

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   37.   Grundkenntnisse der aushangpflichtigen arbeitsrechtlichen

                           Vorschriften

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§ 4

Text

Lehrabschlußprüfung

Gliederung

§ 4. (1) Die Lehrabschlußprüfung im Lehrberuf Modellbauer gliedert sich in eine praktische und in eine theoretische Prüfung.

(2) Die praktische Prüfung umfaßt die Gegenstände Prüfarbeit und Fachgespräch.

(3) Die theoretische Prüfung umfaßt die Gegenstände Fachkunde, Fachrechnen und Fachzeichnen.

(4) Die theoretische Prüfung entfällt, wenn der Prüfungskandidat das Erreichen des Lehrziels der letzten Klasse der fachlichen Berufsschule für den Lehrberuf Modellbauer oder den erfolgreichen Abschluß einer die Lehrzeit ersetzenden berufsbildenden mittleren oder höheren Schule nachgewiesen hat.

§ 5

Text

Praktische Prüfung

Prüfarbeit

§ 5. (1) Die Prüfung hat das Anfertigen zumindest eines Teiles entweder in Holz oder Kunststoff oder in Metall nach Wahl des Prüflings zu umfassen, wobei entsprechend der Wahl des Prüflings folgende Fertigkeiten nachzuweisen sind:

1.

bei der Anfertigung eines Teiles in Holz oder Kunststoff:

Messen, Anreißen, Hobeln, Fügen, Stemmen, Stechen, Raspeln, Feilen, Bohren, Zusammenbauen, Drehen und Sägen;

2.

bei der Anfertigung eines Teiles in Metall: Messen, Anreißen, Feilen, Sägen, Drehen, Bohren, Fräsen, Passen und Zusammenbauen.

(2) Die Prüfungskommission hat unter Bedachtnahme auf den Zweck der Lehrabschlußprüfung und die Anforderungen der Berufspraxis sowie das Tätigkeitsgebiet des Lehrbetriebes jedem Prüfling eine Prüfarbeit zu stellen, die in der Regel in sieben Arbeitsstunden durchgeführt werden kann.

(3) Die Prüfung ist nach acht Stunden zu beenden.

(4) Für die Bewertung der Prüfarbeit sind folgende Kriterien maßgebend:

1.

Maßhaltigkeit und Sauberkeit,

2.

Winkeligkeit und Ebenheit,

3.

Verwenden der richtigen Werkzeuge,

4.

richtiger Zusammenbau.

§ 6

Text

Fachgespräch

§ 6. (1) Das Fachgespräch ist vor der gesamten Prüfungskommission abzulegen.

(2) Das Fachgespräch hat sich aus der praktischen Tätigkeit heraus zu entwickeln. Hiebei ist unter Verwendung von Fachausdrücken das praktische Wissen des Prüflings festzustellen.

(3) Die Themenstellung hat dem Zweck der Lehrabschlußprüfung und den Anforderungen der Berufspraxis zu entsprechen. Hiebei sind Prüfstücke, Materialproben, Demonstrationsobjekte, Werkzeuge, Bauteile, Zeichnungen oder Schautafeln heranzuziehen. Fragen über einschlägige Sicherheitsvorschriften, Schutzmaßnahmen und Unfallverhütung sowie über einschlägige Umweltschutzmaßnahmen sind miteinzubeziehen. Die Prüfung ist in Form eines möglichst lebendigen Gesprächs mit Gesprächsvorgabe durch Schilderung von Situationen oder Problemen zu führen.

(4) Das Fachgespräch soll für jeden Prüfungskandidaten 15 Minuten dauern. Es ist jedenfalls nach 20 Minuten zu beenden. Eine Verlängerung um höchstens zehn Minuten hat im Einzelfall zu erfolgen, wenn der Prüfungskommission ansonsten eine zweifelsfreie Bewertung der Leistung des Prüflings nicht möglich ist.

§ 7

Text

Theoretische Prüfung

Allgemeine Bestimmungen

§ 7. (1) Die theoretische Prüfung hat schriftlich zu erfolgen. Sie kann für eine größere Anzahl von Prüflingen gemeinsam durchgeführt werden, wenn dies ohne Beeinträchtigung des Prüfungsablaufs möglich ist. Die theoretische Prüfung kann auch in rechnergestützter Form erfolgen, wobei jedoch alle wesentlichen Schritte für die Prüfungskommission nachvollziehbar sein müssen.

(2) Die theoretische Prüfung ist grundsätzlich vor der praktischen Prüfung abzuhalten.

(3) Die Aufgaben haben nach Umfang und Niveau dem Zweck der Lehrabschlußprüfung und den Anforderungen der Berufspraxis zu entsprechen. Sie sind den Prüflingen anläßlich der Aufgabenstellung getrennt zu erläutern.

(4) Die schriftlichen Arbeiten des Prüflings sind entsprechend zu kennzeichnen.

§ 8

Text

Fachkunde

§ 8. (1) Die Prüfung hat die stichwortartige Durchführung je einer Prüfungsaufgabe aus sämtlichen nachstehenden Bereichen zu umfassen:

1.

Werkstoffkunde,

2.

Modellarten und Kernkastenarten,

3.

Meßverfahren und Prüfverfahren,

4.

Werkzeuge und Holzbearbeitungsmaschinen,

5.

Verbindungen und Vorrichtungen.

(2) Die Prüfung kann auch in programmierter Form mit Fragebögen erfolgen. In diesem Fall sind aus jedem Bereich vier Aufgaben zu stellen.

(3) Die Aufgaben sind so zu stellen, daß sie in der Regel in 60 Minuten durchgeführt werden können.

(4) Die Prüfung ist nach 80 Minuten zu beenden.

§ 9

Text

Fachrechnen

§ 9. (1) Die Prüfung hat je eine Aufgabe aus sämtlichen nachstehenden Bereichen zu umfassen:

1.

Längenberechnung und Flächenberechnung,

2.

Volumsberechnung und Masseberechnung,

3.

Prozentrechnung und Proportionsrechnung,

4.

Materialbedarfsberechnung,

5.

Arbeitsberechnung, Leistungsberechnung und Wirkungsgradberechnung,

6.

Physikalische Berechnung (Festigkeit, Zug, Druck, Abscherung).

(2) Die Verwendung von Rechenbehelfen ist zulässig.

(3) Die Aufgaben sind so zu stellen, daß sie in der Regel in 60 Minuten durchgeführt werden können.

(4) Die Prüfung ist nach 80 Minuten zu beenden.

§ 10

Text

Fachzeichnen

§ 10. (1) Die Prüfung hat das Anfertigen einer Fertigungszeichnung eines Bauteiles mit Schwindmaßangaben aus einer Zusammenstellungszeichnung zu umfassen.

(2) Die Aufgabe ist so zu stellen, daß sie in der Regel in 90 Minuten durchgeführt werden kann.

(3) Die Prüfung ist nach 105 Minuten zu beenden.

§ 11

Text

Wiederholungsprüfung

§ 11. (1) Die Lehrabschlußprüfung kann wiederholt werden.

(2) Wenn bis zu drei Gegenstände mit „Nicht genügend'' bewertet wurden, ist die Wiederholungsprüfung auf die mit „Nicht genügend'' bewerteten Gegenstände zu beschränken. Die Prüfungskommission hat in diesem Fall unter Berücksichtigung der festgestellten Mängel an Fertigkeiten und Kenntnissen festzusetzen, wann innerhalb des Zeitraums von drei bis sechs Monaten nach der nichtbestandenen Lehrabschlußprüfung frühestens die Wiederholungsprüfung abgelegt werden kann.

(3) Wenn mehr als drei Gegenstände mit „Nicht genügend'' bewertet wurden, ist die gesamte Prüfung zu wiederholen. In diesem Fall kann die Wiederholungsprüfung frühestens sechs Monate nach der nichtbestandenen Lehrabschlußprüfung abgelegt werden.

§ 13

Text

Übergangsbestimmung

§ 13. (1) Lehrlinge, die im Lehrberuf Modellschlosser gemäß den im § 14 Abs. 2 angeführten Ausbildungsvorschriften, und Lehrlinge, die im Lehrberuf Modelltischler (Formentischler) gemäß den im § 14 Abs. 4 angeführten Ausbildungsvorschriften ausgebildet werden, sind bis zum Ende der vereinbarten Lehrzeit entsprechend diesen Verordnungen auszubilden und können bis ein Jahr nach Ende der Lehrzeit zur Lehrabschlußprüfung entsprechend der im § 14 Abs. 3 bzw. im § 14 Abs. 5 angeführten Prüfungsordnung antreten.

(2) Lehrlingen, die in den Lehrberufen Modellschlosser oder Modelltischler (Formentischler) gemäß den in Abs. 1 angeführten Verordnungen ausgebildet werden und die Ausbildung im Lehrberuf Modellbauer fortsetzen, sind die bisher in den Lehrberufen Modellschlosser oder Modelltischler (Formentischler) zurückgelegten Lehrzeiten zur Gänze anzurechnen.

§ 14

Text

Schlußbestimmung

§ 14. (1) Diese Verordnung tritt mit 1. September 1998 in Kraft.

(2) Die Ausbildungsvorschriften für den Lehrberuf Modellschlosser, BGBl. Nr. 73/1972, in der Fassung der Verordnung BGBl. Nr. 277/1980 (Artikel II Z 2) treten unbeschadet des § 13 Abs. 1 mit Ablauf des 30. Juni 1999 außer Kraft.

(3) Die Prüfungsordnung für die Lehrabschlußprüfung im Lehrberuf Modellschlosser, BGBl. Nr. 601/1974, in der Fassung der Verordnung BGBl. Nr. 183/1982 tritt unbeschadet des § 13 Abs. 1 mit Ablauf des 30. Juni 1999 außer Kraft.

(4) Die Ausbildungsvorschriften für den Lehrberuf Modelltischler (Formentischler), BGBl. Nr. 492/1973, in der Fassung der Verordnung BGBl. Nr. 277/1980 (Artikel X Z 2) treten unbeschadet des § 13 Abs. 1 mit Ablauf des 30. Juni 1999 außer Kraft.

(5) Die Prüfungsordnung für die Lehrabschlußprüfung im Lehrberuf Modelltischler (Formentischler), BGBl. Nr. 677/1974, in der Fassung der Verordnung BGBl. Nr. 355/1976 tritt unbeschadet des § 13 Abs. 1 mit Ablauf des 30. Juni 1999 außer Kraft.