Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Gerichtsorganisationsgesetz 1945, Fassung vom 16.08.2026

§ 0

Langtitel

Gesetz vom 3. Juli 1945 über die Wiederherstellung der österreichischen Gerichtsorganisation (Gerichtsorganisationsgesetz 1945 – GOG. 1945).
StF: StGBl. Nr. 47/1945 idF StGBl. Nr. 126/1945 (DFB) und BGBl. Nr. 12/1946 (DFB)

Präambel/Promulgationsklausel

Die Provisorische Staatsregierung hat beschlossen:

§ 1

Text

römisch eins. Abschnitt.

Wiederherstellung der Gerichtsorganisation.

Paragraph eins,

Mit dem Wirksamkeitsbeginn dieses Gesetzes wird die am 13. März 1938 bestandene Organisation der Gerichte, staatsanwaltschaftlichen Behörden und sonstigen Justizanstalten Österreichs wieder hergestellt.

§ 2

Text

Paragraph 2,

Mit diesem Zeitpunkte treten die in den folgenden Paragraphen 3 bis 10 angeführten Gesetze und Verordnungen wieder in Kraft.

§ 3

Beachte für folgende Bestimmung

1. zu Z 3: Bestimmungen der Gerichtsinstruktion, RGBl. Nr. 81/1853, aufgehoben durch § 212 Abs. 2 Z 1 RStDG, BGBl. Nr. 305/1961, und § 23 Abs. 2 Z 2, BGBl. Nr. 328/1968
2. zu Z 4: StGBl. Nr. 41/1919 aufgehoben durch § 23 Abs. 2 Z 6, BGBl. Nr. 328/1968
3. zu Z 5: Statut des Obersten Gerichtshofes, RGBl. Nr. 325/1950, aufgehoben durch § 23 Abs. 2 Z 1, BGBl. Nr. 328/1968
4. zu Z 6: RGBl. Nr. 41/1907 aufgehoben durch § 23 Abs. 2 Z 5, BGBl. Nr. 328/1968

Text

Aufbau und Einrichtung der Gerichte.

Paragraph 3,

1. Das Gerichtsorganisationsgesetz vom 27. November 1896, R. G. Bl. Nr. 217, in der Fassung, die es durch das Bundesgesetz vom 14. Juli 1921, B. G. Bl. Nr. 422 (Gerichtsverfassungsnovelle), die Erste, Zweite, Dritte, Vierte, Fünfte, Sechste und Achte Gerichtsentlastungsnovelle und die Dienstpragmatik, Gesetz vom 25. Jänner 1914, R. G. Bl. Nr. 15, erhalten hat.

Ziffer 2 Das Bundesgesetz vom 14. Juli 1921, B. G. Bl. Nr. 422, über Änderungen des Gerichtsorganisationsgesetzes vom 27. November 1896, R. G. Bl. Nr. 217 (Gerichtsverfassungsnovelle), in den Paragraphen 4 bis 6 in seiner ursprünglichen Fassung.

Ziffer 3 Das Kaiserliche Patent vom 3. Mai 1853, R. G. Bl. Nr. 81 (Gerichtsinstruktion), in den Paragraphen eins bis 5, 13, 15 bis 19, 25, 29 bis 31, 38 bis 40, 45 bis 51, 69, 70, 72,

Ziffer 4 Das Gesetz, betreffend die Errichtung eines Obersten Gerichtshofes vom 25. Jänner 1919, St. G. Bl. Nr. 41, mit folgenden Änderungen:

Paragraph 4,, Abs. (1), hat zu lauten:

Die Urteile des Obersten Gerichtshofes werden „Im Namen der Republik Österreich“ verkündet und ausgefertigt.

Paragraph 5, hat zu lauten:

Das Siegel des Obersten Gerichtshofes zeigt das österreichische Staatswappen mit der Umschrift „Oberster Gerichtshof der Republik Österreich“.

Paragraph 6, entfällt.

Ziffer 5 Das Kaiserliche Patent vom 7. August 1850, R. G. Bl. Nr. 325 (Statut des Obersten Gerichtshofes), in den Paragraphen 10 bis 16,

Ziffer 6 Das Gesetz vom 24. Februar 1907, R. G. Bl. Nr. 41, über die Ausübung der Gerichtsbarkeit bei den Oberlandesgerichten und dem Obersten Gerichtshofe, in den Paragraphen 2 bis 5 nach dem Stande vom 13. März 1938.

Ziffer 7 Die Ministerialverordnung vom 19. Jänner 1853, R. G. Bl. Nr. 10, Beilage D, über die Einrichtung der Gerichtshöfe erster und zweiter Instanz, Paragraphen eins, 3, 4, 5, 6,, Abs. (2), 8, 9, 10, 11, 17.

§ 4

Beachte für folgende Bestimmung

zu Z 1: BGBl. Nr. 748/1921 aufgehoben durch § 212 Abs. 2 Z 9 RStDG, BGBl. Nr. 305/1961
zu Z 2: BGBl. Nr. 192/1925 aufgehoben durch § 212 Abs. 2 Z 10 RStDG, BGBl. Nr. 305/1961

Text

Personalsenate.

Paragraph 4,

1. Die Verordnung des Bundesministeriums für Justiz vom 21. Dezember 1921, B. G. Bl. Nr. 748, über die Zusammensetzung und den Wirkungskreis der Personalsenate der Gerichtshöfe erster und zweiter Instanz, in der Fassung der Verordnung vom 25. Oktober 1926, B. G. Bl. Nr. 315, über die Zusammensetzung der Personalsenate der Gerichtshöfe erster und zweiter Instanz.

Ziffer 2 Die Verordnung des Bundeskanzleramtes vom 18. Juni 1925, B. G. Bl. Nr. 192, über die Zusammensetzung und den Wirkungskreis des Personalsenates beim Obersten Gerichtshof.

§ 5

Beachte für folgende Bestimmung

zu Z 1: RGBl. Nr. 192/1987 aufgehoben durch § 212 Abs. 2 Z 7 RStDG, BGBl. Nr. 305/1961
zu Z 2: RGBl. Nr. 182/1900 aufgehoben durch § 212 Abs. 2 Z 8 RStDG, BGBl. Nr. 305/1961
zu Z 3: RGBl. Nr. 1/1911 und RGBl. Nr. 5/1911 aufgehoben durch § 29 Abs. 3 Z 2 und 3 RPG, BGBl. Nr. 644/1987

Text

Ausbildung der Richter und Gerichtspraxis.

Paragraph 5,

1. Die Verordnung über den richterlichen Vorbereitungsdienst vom 15. August 1897, R. G. Bl. Nr. 192.

Ziffer 2 Die Verordnung, betreffend die Richteramtsprüfung vom 1. November 1900, R. G. Bl. Nr. 182.

Ziffer 3 Das Gesetz über die Gerichtspraxis der nicht im richterlichen Vorbereitungsdienst stehenden Rechtspraktikanten vom 24. Dezember 1910, R. G. Bl. Nr. 1 aus 1911,, und die Verordnung vom 8. Jänner 1911, R. G. Bl. Nr. 5, zum Vollzuge dieses Gesetzes.

§ 6

Beachte für folgende Bestimmung

Seegerichtsbarkeit insbesondere aufgehoben durch Art. II Z 1, 1a, 2 und 15 der Zivilverfahrens-Novelle 1983, BGBl. Nr. 135/1983

Text

Fachkundiger Laienrichter.

Paragraph 6,

Anmerkung, Ziffer eins, aufgehoben durch Artikel römisch siebzehn, Paragraph 3, Ziffer 5,, Bundesgesetzblatt Nr. 135 aus 1983,)

Ziffer 2 Die Verordnung über die Ernennung der fachkundigen Laienrichter aus dem Handelsstande und aus dem Kreise der Schiffahrtskundigen vom 1. Juni 1897, R. G. Bl. Nr. 129.

Ziffer 3 Die Verordnung vom 15. Juni 1897, J. M. römisch fünf. Bl. Nr. 22, betreffend die Erstattung von Vorschlägen für die Ernennung fachkundiger Laienrichter und die Zahl der bei den Gerichtshöfen erster Instanz zu bestellenden fachkundigen Laienrichter aus dem Handelsstande und aus dem Kreise der Schiffahrtskundigen.

§ 7

Beachte für folgende Bestimmung

RGBl. Nr. 46/1868 aufgehoben durch § 212 Abs. 2 Z 2 RStDG, BGBl. Nr. 305/1961

Text

Dienststrafrecht der Richter.

Paragraph 7,

Das Gesetz vom 21. Mai 1868, R. G. Bl. Nr. 46, betreffend die Disziplinarbehandlung der Richter und die unfreiwillige Versetzung derselben auf eine andere Stelle oder in den Ruhestand.

§ 8

Beachte für folgende Bestimmung

1. zu Z 1: Kanzleipersonal-Verordnung, RGBl. Nr. 170/1897, aufgehoben durch BGBl. I Nr. 191/1999 (1. BRBG)
2. zur materiellen Derogation der in Z 2 und 3 genannten Verordnungen siehe Gehaltsüberleitungsgesetz, BGBl. Nr. 22/1947, sowie BDG 1979, BGBl. Nr. 333/1979

Text

Beamte und Angestellte der Geschäftsstelle.

Paragraph 8,

1. Die Verordnung vom 18. Juli 1897, R. G. Bl. Nr. 170, betreffend das Personal der Gerichtskanzlei (Kanzleipersonalverordnung), insoweit sie nicht durch die Bestimmungen des Gesetzes vom 18. Juli 1924, B. G. Bl. Nr. 245 (Gehaltsgesetz 1924), und die auf seiner Grundlage ergangenen Verordnungen aufgehoben worden ist.

Ziffer 2 Die Verordnung des Bundeskanzleramtes vom 26. Dezember 1923, B. G. Bl. Nr. 7 aus 1924,, über die Besetzung der Dienstposten des höheren Vollstreckungsdienstes, des Fachdienstes in der Gerichtskanzlei und des Zwangsvollstreckungsdienstes bei Gerichtshöfen erster und zweiter Instanz.

Ziffer 3 Die Verordnung des Bundeskanzleramtes vom 26. Dezember 1923, B. G. Bl. Nr. 8 aus 1924,, über die Besetzung der Dienstposten des Fachdienstes in der Kanzlei des Obersten Gerichtshofes.

Ziffer 4 Die Dienstanweisung vom 26. Dezember 1923, J. A. Bl. Nr. 1 aus 1924,, über die Prüfung zur Erlangung eines Dienstpostens des Zwangsvollstreckungsdienstes (Gerichtsvollzieherprüfung).

§ 9

Beachte für folgende Bestimmung

zur materiellen Derogation der beiden Verordnungen siehe DienstzweigeV, BGBl. Nr. 164/1948, GÜG, BGBl. Nr. 22/1947, (insbesondere dessen Abschnitt IV), StVG, BGBl. Nr. 144/1969, EGStVG, BGBl. Nr. 145/1969, und BDG 1979, BGBl. Nr. 333/1979

Text

Gefangenaufsichtsbeamte.

Paragraph 9,

1. Die Verordnung des Justizministeriums vom 7. März 1914, J. M. römisch fünf. Bl. Nr. 23, über das Dienstverhältnis der Aufseher der Gerichtshofgefängnisse und der Männerstrafanstalten (Allgemeine Dienstvorschrift über Gefangenaufseher).

Ziffer 2 Die Verordnung des Justizministeriums vom 7. März 1914, J. M. römisch fünf. Bl. Nr. 24, über das Dienstverhältnis der Gefangenaufseherinnen der Gerichtshofgefängnisse (Allgemeine Dienstvorschrift für Gefangenaufseherinnen), insoweit sie nicht durch die Bestimmungen des Gehaltsgesetzes 1924 und die auf seiner Grundlage ergangenen Verordnungen aufgehoben worden sind.

§ 10

Text

Form der Vereidigung vor den Gerichten.

Paragraph 10,

Der Artikel XL des Einführungsgesetzes zur Zivilprozeßordnung vom 1. August 1895, R. G. Bl. Nr. 112, das Gesetz vom 3. Mai 1868, R. G. Bl. Nr. 33, die in Paragraph 5, dieses Gesetzes aufrechterhaltenen Hofdekrete und die Bestimmung des Paragraph 86, der Geschäftsordnung für die Gerichte erster und zweiter Instanz (Erlaß vom 15. Jänner 1937, J. A. Bl. Nr. 3) treten wieder in Kraft.

§ 11

Text

römisch zwei. Abschnitt.

Aufhebung von Gesetzen und Verordnungen.

Paragraph 11,

Aufgehoben wird die Verordnung der Bundesregierung vom 9. Februar 1934, B. G. Bl. römisch eins Nr. 83, betreffend Änderungen der Gerichtsverfassung.

§ 12

Text

Aufhebung reichsdeutscher Vorschriften.

Paragraph 12,

Aufgehoben werden:

Ziffer eins Die Verordnung über die Rechtspflege in Österreich vom 22. März 1938, Deutsches R. G. Bl. römisch eins S. 301 (G. Bl. f. d. L. Ö. Nr. 20 aus 1938,).

Ziffer 2 Der Erlaß zur Überleitung der Rechtspflege im Lande Österreich auf das Reich vom 23. April 1938, Deutsches R. G. Bl. römisch eins S. 413 (G. Bl. f. d. L. Ö. Nr. 101 aus 1938,).

Ziffer 3 Die Verordnung über die Ausübung des Richteramtes im Lande Österreich durch Hilfsrichter vom 23. Juni 1938, Deutsches R. G. Bl. römisch eins S. 654 (G. Bl. f. d. L. Ö. Nr. 204 aus 1938,).

Ziffer 4 Die Verordnung über den Vorbereitungsdienst der Justizanwärter im Lande Österreich vom 6. Juli 1938, Deutsches R. G. Bl. römisch eins S. 834 (G. Bl. f. d. L. Ö. Nr. 250 aus 1938,).

Ziffer 5 Die Verordnung über die Änderung der Bezeichnung von Gerichten im Lande Österreich vom 2. August 1938, Deutsches R. G. Bl. römisch eins S. 998 (G. Bl. f. d. L. Ö. Nr. 350 aus 1938,).

Ziffer 6 Die Verordnung über die Befähigung zum Richteramt, zur Staatsanwaltschaft, zum Notariat und zur Rechtsanwaltschaft vom 4. Jänner 1939, Deutsches R. G. Bl. römisch eins S. 5 (G. Bl. f. d. L. Ö. Nr. 116 aus 1939,).

Ziffer 7 Die Verordnung über die Zuständigkeit der Gerichte in Handelssachen im Lande Österreich vom 9. Februar 1939, Deutsches R. G. Bl. römisch eins S. 195 (G. Bl. f. d. L. Ö. Nr. 240 aus 1939,).

Ziffer 8 Die Verordnung zur weiteren Überleitung der Rechtspflege im Lande Österreich und in den sudetendeutschen Gebieten vom 28. Februar 1939, Deutsches R. G. Bl. römisch eins S. 358 (G. Bl. f. d. L. Ö. Nr. 307 aus 1939,).

Ziffer 9 Die Verordnung zur Änderung der Gerichtsgliederung im Lande Österreich vom 13. April 1939, Deutsches R. G. Bl. römisch eins S. 751 (G. Bl. f. d. L. Ö. Nr. 522 aus 1939,).

Ziffer 10 Der Vierte Abschnitt der Verordnung über Maßnahmen auf dem Gebiete der Gerichtsverfassung und der Rechtspflege vom 1. September 1939, Deutsches R. G. Bl. römisch eins S. 1658 (G. Bl. f. d. L. Ö. Nr. 1244 aus 1939,).

Ziffer 11 Die Verordnung zur Ergänzung der Verordnung über Maßnahmen auf dem Gebiete der Gerichtsverfassung und der Rechtspflege vom 20. Dezember 1939, Deutsches R. G. Bl. römisch eins S. 2459.

Ziffer 12 Die Verordnung über die Form der Vereidigung vor den Gerichten in den Reichsgauen der Ostmark, vor den Zivilgerichten im Reichsgau Sudetenland sowie vor den deutschen Zivilgerichten im Protektorat Böhmen und Mähren vom 12. Juli 1940, Deutsches R. G. Bl. römisch eins S. 984.

Ziffer 13 Die Verordnung über die Zuständigkeit der Strafgerichte in den Reichsgauen der Ostmark vom 20. März 1941, Deutsches R. G. Bl. römisch eins S. 164.

Ziffer 14 Das Gesetz über die Mitwirkung des Staatsanwaltes in bürgerlichen Rechtssachen vom 15. Juli 1941, Deutsches R. G. Bl. römisch eins S. 383.

§ 13

Beachte für folgende Bestimmung

Diese Bestimmung ist gegenstandslos.

Text

römisch drei. Abschnitt.

Sonstige Bestimmungen.

Paragraph 13,
  1. Absatz eins,Das Staatsamt für Justiz bestimmt den Zeitpunkt, in dem die in den Verordnungen über die Personalsenate vorgeschriebenen Wahlen für diese Senate vorzunehmen sind.
  2. Absatz 2,Bis zum Zusammentritt der gewählten Personalsenate werden die nach der Gerichtsverfassungsnovelle und den Verordnungen über die Personalsenate den Personalsenaten zustehenden Geschäfte von den Präsidenten der betreffenden Gerichtshöfe besorgt.

§ 14

Text

Paragraph 14,

Das Staatsamt für Justiz wird ermächtigt, durch Verordnung zu bestimmen:

Litera a inwieweit den Richteramtsanwärtern Zeiträume, während der sie durch militärische Dienstleistung, aus einem anderen durch den Krieg gegebenen Grund oder aus rassischen oder politischen Ursachen dem richterlichen Vorbereitungsdienst oder ihrer sonstigen praktischen Verwendung entzogen oder an der Vollendung ihrer Studien verhindert waren, in die vorgeschriebene Dauer des Vorbereitungsdienstes eingerechnet werden;

Litera b inwieweit die in Paragraph 4,, Abs. (1) GOG. zur Erlangung der Befähigung zum Richteramt vorgeschriebenen Prüfungen durch Prüfungen ersetzt werden, die der Richteramtsanwärter nach Vorschriften des deutsches Rechtes abgelegt hat.

§ 14a

Text

Paragraph 14 a,

Das Bundesministerium für Justiz wird ermächtigt, bis 31. Dezember 1951 auf Antrag des Oberlandesgerichtspräsidenten Richteramtsanwärtern, die im Vorbereitungsdienst eine sehr gute Verwendung aufweisen, eine Abkürzung des Vorbereitungsdienstes mit der Einschränkung zu bewilligen, daß die tatsächlich zurückgelegte Dauer des Vorbereitungsdienstes mindestens eineinhalb Jahre betragen muß.

§ 14b

Text

Paragraph 14 b,

Für Richter, auf die wegen einer im richterlichen oder Verwaltungsdienst erlittenen Maßregelung, Paragraph 4,, Abs. (1), des Gesetzes vom 22. August 1945, St. G. Bl. Nr. 134, über die Wiederherstellung österreichischen Berufsbeamtentums (Beamten-Überleitungsgesetz) anzuwenden ist und die gemäß Paragraph 8,, Abs. (2), Litera a,, dieses Gesetzes auf einen Dienstposten der neu gebildeten Personalstände übernommen worden sind, erhöht sich die Altersgrenze für jedes infolge dieser Maßregelung vor Zurücklegung des 65. Lebensjahres außer Dienst verbrachte volle Jahr um den gleichen Zeitraum; jedoch treten sie spätestens mit dem 31. Dezember des Jahres, in dem sie das 70. Lebensjahr vollendet haben, in den dauernden Ruhestand.

§ 15

Beachte für folgende Bestimmung

1. materiell derogiert durch das Wiederverlautbarungsgesetz, BGBl. Nr. 114/1947, nunmehr Art. 49a B-VG
2. Statt „Staatsamt für Justiz“ hat es „Bundesministerium für Justiz“ zu lauten (siehe Art. VI Abs. 2 des 2. Verfassungs-Überleitungsgesetzes 1945, StGBl. Nr. 232/1945).

Text

Paragraph 15,

Das Staatsamt für Justiz wird ferner ermächtigt, die auf dem Gebiete der Gerichtsorganisation wieder in Kraft getretenen Gesetze und Verordnungen in der Fassung mit rechtsverbindlicher Kraft neu zu verlautbaren, die sie durch das vorliegende Gesetz erhalten.

§ 16

Beachte für folgende Bestimmung

Statt „Staatsamt für Justiz“ hat es „Bundesministerium für Justiz“ zu lauten (siehe Art. VI Abs. 2 des 2. Verfassungs-Überleitungsgesetzes 1945, StGBl. Nr. 232/1945).

Text

Paragraph 16,

Mit der Vollziehung dieses Gesetzes ist das Staatsamt für Justiz betraut.