Verwaltungsgerichtshof
07.05.2024
Ra 2023/18/0003
Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2023/18/0004
Ra 2023/18/0005
Ra 2023/18/0006
Ra 2023/18/0007
Ra 2023/18/0008
Ra 2023/18/0009
Ra 2023/18/0010
GRS wie Ra 2021/18/0286 E 18. November 2021 RS 2 (hier: nur der erste Satz)
Der VwGH erkennt in seiner Judikatur zur Verhandlungspflicht des BVwG in Asylsachen, dass die Aktualisierung der Länderfeststellungen durch das VwG, die eine zusätzliche Beweiswürdigung erfordert, grundsätzlich nur nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung erfolgen darf vergleiche etwa VwGH 1.3.2018, Ra 2017/19/0410, mwN). Dies gilt auch dann, wenn sich nach der mündlichen Verhandlung relevante Sachverhaltsänderungen ergeben, die in einer weiteren Verhandlung zu erörtern gewesen wären vergleiche etwa - argumentum e contrario - VwGH 17.6.2021, Ra 2021/19/0199, mwN).
ECLI:AT:VWGH:2024:RA2023180003.L01