Verwaltungsgerichtshof
27.03.2024
Ro 2023/13/0018
Besprechung in:
Besprechung in: ÖStZ 23 aus 2024,, S. 676-687;
Besprechung in: taxlex 10 aus 2024,, S. 291-296;
Zweck der Gruppenbesteuerung ist insbesondere das Zusammenfassen (Summierung oder Saldierung) der steuerlichen Ergebnisse finanziell verbundener Körperschaften bei einem Gruppenträger ohne Verschmelzungen. Damit werden die Gruppenmitglieder steuerlich für Zwecke der Gruppenbesteuerung im Ergebnis ähnlich wie Betriebsstätten des Gruppenträgers behandelt. Den unionsrechtlichen Vorgaben zur Gruppenbesteuerung kann im Sinne einer geltungserhaltenden Reduktion mit dem materiell geringsten Eingriff dadurch entsprochen werden, dass die ausländische Muttergesellschaft als Gruppenträgerin festgestellt wird und für Zwecke der Zusammenrechnung der Ergebnisse der Gruppenmitglieder im Rahmen der Gruppenbesteuerung unter Einhaltung der Vorgaben des Paragraph 9, KStG 1988 (insbesondere betreffend Vor- und Außergruppenverluste) die unmittelbaren österreichischen Tochtergesellschaften wie österreichische Betriebsstätten der Gruppenträgerin behandelt werden. (hier: in Deutschland ansässige Muttergesellschaft ohne Zweigniederlassung in Österreich)
ECLI:AT:VWGH:2024:RO2023130018.J10