Verwaltungsgerichtshof
03.09.2015
Ro 2015/21/0032
Das AsylG 2005 kennt (wie schon vorangegangene Asylgesetze) nicht nur die Asylwerbereigenschaft begründende Einbringung eines Antrags auf internationalen Schutz (Paragraph 17, Absatz 2, AsylG 2005), sondern - dem gegebenenfalls vorangehend - auch die Stellung eines solchen (Paragraph 17, Absatz eins, AsylG 2005; siehe auch den fünften Absatz der genannten Bestimmung). Die bloße Stellung eines Antrags auf internationalen Schutz vermittelt zwar noch nicht die Rechtsposition eines Asylwerbers iSd Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer 14, AsylG 2005, sie zieht jedoch bereits Rechtsfolgen nach sich, und zwar insbesondere jene, dass gegen den Fremden Schubhaft nur nach Maßgabe des Paragraph 76, Absatz 2, oder 2a FrPolG 2005 in Betracht kommt, während umgekehrt die Anwendbarkeit des Paragraph 76, Absatz eins, FrPolG 2005 ausgeschlossen ist vergleiche E 17. März 2009, 2008/21/0668; E 17. Oktober 2013, 2013/21/0121).
ECLI:AT:VWGH:2015:RO2015210032.J01