Gericht

Verwaltungsgerichtshof

Entscheidungsdatum

21.10.2014

Geschäftszahl

2012/03/0112

Rechtssatz

Mit Verordnung der Salzburger Landesregierung vom 3. Juni 2008, Landesgesetzblatt Nr 49 aus 2008,, wurde das Sachprogramm für die Errichtung oder Änderung von Schianlagen im Land Salzburg für verbindlich erklärt. Gemäß Paragraph 82, Absatz eins, Slbg ROG 2009 handelt es sich bei diesem Sachprogramm um ein Entwicklungsprogramm iSd Slbg ROG 2009. Der Verwaltungsgerichtshof hat in seiner Rechtsprechung bereits wiederholt zum Ausdruck gebracht, dass derartige Richtlinien bzw Programme lediglich unverbindliche Empfehlungen darstellen, denen nur dann normative Wirkungen zukommen, wenn sie der Gesetzgeber (etwa mittels Verordnungserlassung) als verbindlich erklärt vergleiche zur ÖNORM: E vom 26. Juni 2013, 2012/05/0187, mwH; zum Bundesabfallwirtschaftsplan: E vom 20. Februar 2014, 2011/07/0180; zu den ÖAL-Richtlinien: E vom 12. Juli 1994, 92/04/0067, 0068). Aus Paragraph 2, Absatz 2, der genannten Verordnung Landesgesetzblatt Nr 49 aus 2008, ergibt sich, dass jener Teil des Sachprogramms Schianlagen, in dem sich auch Ausführungen betreffend der Mindestbreite von neu zu errichtenden Schipisten finden vergleiche "2.2. Landschaftsstrukturelle Erfordernisse") nicht für verbindlich im Sinn des Paragraph 6, Absatz 2, Slbg ROG 1998 (und somit auch im Sinne des Paragraph 8, Absatz 2, Slbg ROG 2009) erklärt wurde.

European Case Law Identifier

ECLI:AT:VWGH:2014:2012030112.X12