Verwaltungsgerichtshof
16.04.2004
2001/10/0156
Der EuGH bejaht in seiner Rechtsprechung eine Pflicht der Mitgliedstaaten zur Einrichtung besonderer Vogelschutzgebiete in Ansehung solcher Gebiete, die unter Bedachtnahme auf die hiefür maßgebenden Kriterien für die Erhaltung der geschützten Arten zahlen- und flächenmäßig am besten geeignet sind vergleiche hiezu die Darlegungen des EuGH in den Urteilen vom 28. Februar 1991, C- 57/89, Slg 1991 I-881, Kommmission/Deutschland, Leybucht, Rn 20, vom 2. August 1993, C-355/90, Slg 1993 I-4221, Kommission/Spanien, Santoña, Rn 26, vom 19. Mai 1998, C-3/96, Slg 1998 I-3031, Kommission/Niederlande, und vom 7. Dezember 2000, C-38/99, Slg 2000 I-10941, Kommission/Frankreich, Rn 25, vom 6. März 2003, C- 240/00, Kommission/Finnland, Rn 16, sowie Gellermann, Natura 2000, 17 ff, 33 ff, Jarass, EG-rechtliche Vorgaben zur Ausweisung und Änderung von Vogelschutzgebieten, NuR 1999, 481, Maaß, Die Identifizierung faktischer Vogelschutzgebiete, NuR 2000, 121, Iven, Schutz natürlicher Lebensräume und Gemeinschaftsrecht, NuR 1996, 373, Fisahn/Cremer, Ausweisungspflicht und Schutzregime nach Fauna-Flora-Habitat - und der Vogelschutzrichtlinie, NuR 1997, 268).
Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung
verbunden):
2002/10/0212
2001/10/0081