Gericht

Verwaltungsgerichtshof

Entscheidungsdatum

05.10.1982

Geschäftszahl

82/14/0006

Rechtssatz

Soweit der Inhalt der Gehaltsvereinbarung (Höhe des Arbeitslohnes) zwischen einem Rechtsanwalt und der in seiner Kanzlei als Arbeitnehmerin (Rechtsanwaltsanwärterin) beschäftigten Ehegattin in - wenn auch den Gültigkeitserfordernissen des Zivilrechts entsprechender Weise - über die Beträge hinausgeht, die der Rechtsanwalt für gleichwertige und im Zeitausmaß gleichartige Leistungen mit einem familienfremden Rechtsanwaltsanwärter vereinbaren würde, ist er für den Bereich des Steuerrechts nicht anzuerkennen. Die überhöhten Teilbeträge sind keine Betriebsausgaben, eine weitere Prüfung ihrer Wirtschaftlichkeit oder Zweckmäßigkeit erübrigt sich (Hinweis E 18.5.1977, 346/77, VwSlg 5139 F/1977).