Verwaltungsgerichtshof
27.11.1979
0855/79
Abgehen von Vorjudikatur (demonstrative Auflistung):
1021/76 E 22.12.1977 VwSlg 9468 A/1977;
1061/71 E 22.12.1971;
(RIS: abgv)
Besprechung in:
Verkehrsjurist des ARBÖ Nr 51/52 von Manfred KÖ;
Der im Paragraph 46, AVG 1950 (Paragraph 24, VStG 1950) verankerte Grundsatz, dass die Beweismittel nicht taxativ aufgezählt sind, darf bei Beurteilung der Übertretung nach Paragraph 5, Absatz eins, StVO nicht soweit ausgedehnt werden, dass auch verbotenerweise erlangte Blutproben vergleiche Paragraph 5, Absatz 6 und 7 StVO) zur Herstellung des Schuldbeweises verwendet werden dürften (Hinweis auf OGH 24.3.1977 = RZ 1977, 109 und die dort zitierte Literatur, wonach die zwangsweise Blutabnahme im gerichtlichen Strafprozess - und auch umsoweniger im Verwaltungsstrafverfahren - nicht zulässig ist sowie auf VwGH 25.4.1964, 1839/62, wonach die verfassungsgesetzliche Ausnahmebestimmung des Paragraph 5, Absatz 6, StVO einschränkend zu interpretieren ist).
ECLI:AT:VWGH:1979:1979000855.X01