Gericht

Verwaltungsgerichtshof

Entscheidungsdatum

26.03.1974

Geschäftszahl

1635/72

Rechtssatz

Wird ein am Gewinn einer Wirtschaftstreuhänderkanzlei zu einem Drittel beteiligter Mitarbeiter, der freie Arbeitszeiteinteilung und Urlaubszeiteinteilung sowie Kontrollrechte hinsichtlich der finanziellen Gebarung der Kanzlei besitzt, dem der Erlös aus der Betreuung der von ihm in die Kanzlei eingebrachten Klienten nach Abzug eines Kanzleikostenanteiles zufließt und der anstelle laufender Bezüge sein Entgelt in Form von Entnahmen behebt, bei der Kammer der Wirtschaftreuhänder als Berufsanwärter und bei der Sozialversicherung angemeldet, ist er dennoch als selbständig erwerbstätig anzusehen, weil im Gesamtbild der Verhältnisse die Merkmale der Selbständigkeit der Tätigkeit überwiegen.