Verwaltungsgerichtshof
22.06.1972
1086/71
Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
1093/71-1098/71
1100/71
1102/71
1104/71
1105/71
1115/71
1122/71-1125/71
1131/71
1133/71-1136/71
1138/71
1139/71
1146/71
1164/71-1170/71
1183-1189/71
1201/71
1202/71
1206/71-1208/71
1211/71
1213/71-1215/71
1218/71-1220/71
1227/71
1228/71
1240/71
1248/71
1253/71-1255/71
1266/71
Die Gebührenpflicht eines Schuldscheines (Paragraph 33, TP 8 GebG), in welchem jemand bestätigt, ein Darlehen in bestimmter Höhe erhalten zu haben, entsteht nicht, wenn das Darlehen im Zeitpunkt der Errichtung der Urkunde noch nicht zugezählt war (Hinweis E 11.3.1953, 2257/52, VwSlg 725 F/1953, E 3.6.1953, 624/51, VwSlg 775 F/1953, E 9.10.1957, 2887/55 und E 17.2.1966, 987/65). Denn eine Gebührenpflicht für ein Rechtsgeschäft, das nicht (gültig) zustande kam, ist im Gesetz nicht vorgesehen. Der Darlehensvertrag ist ein Realkontrakt, der erst mit der Zuzählung der Valuta zustande kommt.
ECLI:AT:VWGH:1972:1971001086.X04