Datum der Kundmachung

30.08.2010

Fundstelle

Landesgesetzblatt Nr 62 aus 2010,

Bundesland

Salzburg

Kurztitel

Gesetz mit dem das Salzburger Krankenanstaltengesetz 2000 geändert wird

Text

  1. Ziffer 62
    Gesetz vom 2. Juni 2010, mit dem das Salzburger
Krankenanstaltengesetz 2000 geändert wird

Der Salzburger Landtag hat beschlossen:

Das Salzburger Krankenanstaltengesetz 2000 – SKAG, LGBl Nr 24, zuletzt geändert durch das Gesetz Landesgesetzblatt Nr 109 aus 2008,, wird geändert wie folgt:

  1. Ziffer eins
    Im Paragraph 21, Absatz eins, wird in der Ziffer 12, das Zitat "§ 26 Ärztegesetz
1984" durch das Zitat "§ 54 Ärztegesetz 1998" ersetzt.

  1. Ziffer 2
    Im Paragraph 22, Absatz 9, wird das Zitat "§ 172 LAO" durch das Zitat "§
229 BAO" ersetzt.

  1. Ziffer 3
    Im Paragraph 27, Absatz 2, werden die Ziffer 2 bis 4 durch folgende
Bestimmungen ersetzt:
  1. Ziffer 2
    In Zentralkrankenanstalten muss mit Ausnahme der Sonderfächer Medizinische und Chemische Labordiagnostik, Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation sowie Pathologie uneingeschränkt eine Anwesenheit von Fachärzten aller in Betracht kommenden Sonderfächer gegeben sein. Im Bereich Strahlentherapie-Radioonkologie/Nuklearmedizin ist dabei die Anwesenheit eines Facharztes aus einem der beiden Sonderfächer ausreichend. Im Sonderfach Kinder- und Jugendpsychiatrie wird das Erfordernis auch durch die Anwesenheit eines Facharztes für Psychiatrie oder Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin erfüllt.
  2. Ziffer 3
    In Schwerpunktkrankenanstalten müssen jedenfalls in Abteilungen und Organisationseinheiten für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Chirurgie, Innere Medizin, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kinder- und Jugendheilkunde, Psychiatrie und Unfallchirurgie ein Facharzt des betreffenden Sonderfaches in der Anstalt dauernd anwesend sein; im Übrigen kann im Nacht- sowie vorübergehend im Wochenend- und Feiertagsdienst von einer ständigen Anwesenheit von Fachärzten der sonst in Betracht kommenden Sonderfächer abgesehen werden, wenn statt dessen eine Rufbereitschaft eingerichtet ist.
  3. Ziffer 4
    In Standardkrankenanstalten muss im Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst jederzeit eine sofortige notfallmedizinische Versorgung durch einen in der Krankenanstalt anwesenden Facharzt aus den Sonderfächern Anästhesiologie und Intensivmedizin oder Chirurgie oder Innere Medizin oder Unfallchirurgie gewährleistet sowie eine Rufbereitschaft von Fachärzten der jeweiligen sonst in Betracht kommenden Sonderfächer gegeben sein; im Übrigen müssen auch in Standardkrankenanstalten Fachärzte der in Betracht kommenden Sonderfächer in der Anstalt dauernd anwesend sein.
  4. Ziffer 5
    In Fachschwerpunkten kann außerhalb der Betriebszeiten von einer dauernden ärztlichen Anwesenheit von Fachärzten der in Betracht kommenden Sonderfächer abgesehen werden, wenn statt dessen eine Rufbereitschaft eingerichtet ist.
  5. Ziffer 6
    In Sanatorien muss jederzeit eine sofortige medizinische Versorgung durch einen in der Krankenanstalt anwesenden Facharzt oder Arzt für Allgemeinmedizin (notfallmedizinische Versorgung gemäß Paragraph 40, Absatz eins, Ärztegesetz 1998) gewährleistet sowie eine Rufbereitschaft von Fachärzten der jeweils in Betracht kommenden Sonderfächer gegeben sein, sofern verbindliche Qualitätskriterien nicht zwingend eine andere ärztliche Anwesenheit erfordern.
  6. Ziffer 7
    In Krankenanstalten in der Betriebsform selbstständiger Ambulatorien für physikalische Therapie, in denen keine Turnusärzte ausgebildet werden, kann an Stelle einer dauernden ärztlichen Anwesenheit der ärztliche Dienst so organisiert sein, dass ärztliche Hilfe (notfall-medizinische Versorgung gemäß Paragraph 40, Absatz eins, Ärztegesetz 1998) jederzeit erreichbar ist und durch regelmäßige tägliche Anwesenheit die Erteilung der erforderlichen Anordnungen für das Personal nach dem MTD-Gesetz und für Heilmasseure nach dem MMHmG sowie neben den ärztlichen Anordnungen auch die erforderliche Aufsicht über die medizinischen Masseure nach dem MMHmG und das Personal nach dem MTF-SHD-Gesetz gewährleistet ist.
  7. Ziffer 8
    Die in der Krankenanstalt tätigen Ärzte müssen sich im erforderlichen Ausmaß fortbilden können.
  8. Ziffer 9
    In Krankenanstalten bzw Organisationseinheiten, die als Ausbildungsstätten oder Lehrambulatorien anerkannt sind, muss die Ausbildung der Turnusärzte gewährleistet sein."

  1. Ziffer 4
    Im Paragraph 35, Absatz 2, wird nach der Ziffer 9, eingefügt:
  2. Ziffer 9 a
    Niederschriften über Entnahmen nach Paragraph 62 a, KAKuG und Paragraph 4, Absatz 5, des Gewebesicherheitsgesetzes;"

  1. Ziffer 5
    Im Paragraph 39, Absatz eins, wird die Wortfolge "gemäß dem Ärztegesetz 1984"
durch die Wortfolge "gemäß dem Ärztegesetz 1998" ersetzt.

  1. Ziffer 6
    Im Paragraph 94, werden die Ziffer eins bis 25 durch folgende Bestimmungen
ersetzt:
  1. Ziffer eins
    Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB), JGS Nr 946 aus 1811,, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 75 aus 2009,;
  2. Ziffer 2
    Allgemeines Sozialversicherungsgesetz (ASVG), Bundesgesetzblatt Nr 189 aus 1955,, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 147 aus 2009,;
  3. Ziffer 3
    Allgemeines Verwaltungsverfahrensgesetz 1991 (AVG), BGBl Nr 51, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 20 aus 2009,;
  4. Ziffer 4
    Apothekengesetz, RGBl Nr 5 aus 1907,, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 135 aus 2009,;
  5. Ziffer 5
    ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG), Bundesgesetzblatt Nr 450 aus 1994,, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 147 aus 2006,;
  6. Ziffer 6
    Arbeitskräfteüberlassungsgesetz (AÜG), Bundesgesetzblatt Nr 196 aus 1988,, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 70 aus 2009,;
  7. Ziffer 7
    Arzneimittelgesetz (AMG), Bundesgesetzblatt Nr 185 aus 1983,, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 63 aus 2009,;
  8. Ziffer 8
    Ärztegesetz 1998 (ÄrzteG), BGBl römisch eins Nr 169, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 144 aus 2009,;
  9. Ziffer 9
    Asylgesetz 2005 (AsylG 2005), BGBl römisch eins Nr 100, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 29 aus 2009,;
  10. Ziffer 10
    Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetz (B-KUVG), Bundesgesetzblatt Nr 200 aus 1967,, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 147 aus 2009,;
  11. Ziffer 11
    Bundesabgabenordnung (BAO), Bundesgesetzblatt Nr 194 aus 1961,, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 9 aus 2010,;
  12. Ziffer 12
    Bundesgesetz über die Regelung der gehobenen medizinischtechnischen Dienste (MTD-Gesetz), Bundesgesetzblatt Nr 460 aus 1992,, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 101 aus 2008,;
  13. Ziffer 13
    Bundesgesetz über Krankenanstalten und Kuranstalten (KAKuG), Bundesgesetzblatt Nr 1 aus 1957,, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 124 aus 2009,;
  14. Ziffer 14
    Datenschutzgesetz 2000 (DSG 2000), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 165 aus 1999,, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 2 aus 2008,;
  15. Ziffer 15
    Diagnosen- und Leistungsdokumentationsverordnung, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr 589 aus 2003,;
  16. Ziffer 16
    Finanzausgleichsgesetz 2008 (FAG 2008), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 103 aus 2007,, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 85 aus 2008,;
  17. Ziffer 17
    Gewebesicherheitsgesetz (GSG), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 49 aus 2008,, in der Fassung des Gesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 63 aus 2009,;
  18. Ziffer 18
    Heeresversorgungsgesetz (HVG), Bundesgesetzblatt Nr 27 aus 1964,, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 129 aus 2008,;
  19. Ziffer 19
    Kostenrechnungsverordnung für landesfondsfinanzierte Krankenanstalten, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr 638 aus 2003, in der Fassung der Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr 18 aus 2007,;
  20. Ziffer 20
    Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetz (MMHmG), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 169 aus 2002,, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 57 aus 2008,;
  21. Ziffer 21
    MTF-SHD-Gesetz, Bundesgesetzblatt Nr 102 aus 1961,, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 57 aus 2008,;
  22. Ziffer 22
    Patientenverfügungs-Gesetz (PatVG), Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 55 aus 2006,;
  23. Ziffer 23
    Statistikverordnung für landesfondsfinanzierte Krankenanstalten, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr 639 aus 2003,, zuletzt geändert durch die Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr 406 aus 2009,;
  24. Ziffer 24
    Strahlenschutzgesetz (StrSchG), Bundesgesetzblatt Nr 227 aus 1969,, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 13 aus 2006,;
  25. Ziffer 25
    Universitätsgesetz 2002, BGBl römisch eins Nr 120, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 81 aus 2009,;
  26. Ziffer 26
    Unterbringungsgesetz (UbG), Bundesgesetzblatt Nr 155 aus 1990,, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 18 aus 2010,;
  27. Ziffer 27
    Verwaltungsvollstreckungsgesetz 1991 (VVG), BGBl Nr 53, zuletzt geändert durch das Gesetz Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 3 aus 2008,."

  1. Ziffer 7
    Im Paragraph 98, wird angefügt:

"(8) Die Paragraphen 21, Absatz eins, 27, Absatz 2, 35, Absatz 2, 39, Absatz eins und 94 in der Fassung des Gesetzes Landesgesetzblatt Nr 62 aus 2010, treten mit 1. Jänner 2011 in Kraft."

Illmer

Haslauer